Donnerstag, April 3, 2025
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Die Höhle der Löwen“: Innovation trifft auf Leidenschaft in der vierten Folge

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18. September

„Die Höhle der Löwen“: Von Ingwer-Shots bis zu ergonomischen Bürostühlen – Innovation trifft auf Leidenschaft in der vierten Folge

Am 18. September 2023 um 20:15 Uhr öffnet die „Höhle der Löwen“ auf VOX wieder ihre Pforten. In der vierten Folge der Staffel präsentieren fünf ambitionierte Start-ups ihre innovativen Ideen, die von der Steigerung der sexuellen Lust bis zur Lösung für Rückenschmerzen reichen.

Frinsh: Ingwer-Power aus Jülich am 18. September 2023 in die Höhle der Löwen

Lukas Leipertz, ein 33-jähriger Sonderpädagoge, bringt mit Frinsh eine einfache und schnelle Lösung für Ingwertee in den Alltag. Seine „gefrorenen Wunderwürfel“ aus 100% Ingwer sollen die Zubereitung von Ingwergetränken revolutionieren. Leipertz, der sein Produkt bisher lokal vertreibt, sucht 75.000 Euro für 20% der Firmenanteile, um Frinsh deutschlandweit in Tiefkühltruhen zu bringen.

Urban Challenger: Entdeckungsreise durch die Stadt am 18. September 2023 in die Höhle der Löwen

Die Brüder Daniel und Simon Heitz aus Freiburg und Berlin präsentieren Urban Challenger, eine App, die das Erkunden von Städten zu einem spielerischen Abenteuer macht. Mit Challenges in verschiedenen Kategorien wie „Explorer“ oder „Foodie“ wird die Stadt zum Spielbrett. Die Brüder bieten 60.000 Euro für 15% der Firmenanteile an.

Ruby: Ein Start-up für die weibliche Libido am 18. September 2023 in die Höhle der Löwen

Jasmin Kamann aus Berlin möchte mit Ruby das Tabuthema der weiblichen sexuellen Unlust brechen. Ihr Sortiment umfasst Produkte wie Libido Tee Maca und Libido-Kapseln, die aus zertifizierten, hochqualitativen Rohstoffen bestehen. Kamann, die bereits Erfahrung im Bereich Vertrieb und Marketing hat, bietet 250.000 Euro für 15% der Firmenanteile an.

Sturfer: Der ergonomische Bürostuhl, der mehr kann am 18. September 2023 in die Höhle der Löwen

Dr. Christian Behrendt und Matthias Kutscher aus Freilassing präsentieren Sturfer, einen ergonomischen Bürostuhl, der sich in ein multifunktionales Ganzkörper-Trainingsgerät verwandelt. Mit einem Investitionsbedarf von 1,2 Millionen Euro für 10% der Firmenanteile ist dies das ambitionierteste Projekt der Folge.

NuNi: Erleichterung für stillende Mütter am 18. September 2023 in die Höhle der Löwen

Jenny und Jens Reckmann aus Lippstadt haben mit NuNi eine Alternative zu unbequemen Still-BHs entwickelt. Ihre selbsthaftenden Silikonpads für die Brust bieten eine komfortable und nachhaltige Lösung. Das Paar bietet 90.000 Euro für 15% der Firmenanteile an.

Wiederbesuch: Kinderleichte Becherküche
Als besonderes Highlight kehren Birgit und Stefan Wenz mit ihrer „Kinderleichten Becherküche“ zurück, in die Ralf Dümmel bereits 2016 investierte. Ein Beweis dafür, dass die „Höhle der Löwen“ nachhaltigen Erfolg generieren kann.

Die vierte Folge verspricht eine spannende Mischung aus Innovation, Leidenschaft und Unternehmergeist. Bleibt abzuwarten, welche Start-ups die Löwen von sich überzeugen können.

Bild: V.l.: Carsten Maschmeyer, Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl, Nils Glagau und Tillman Schulz (liegend) Für das Spiel „Urban Challenger“ sollen die „Löwen“ (v.l.) Carsten Maschmeyer, Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl, Nils Glagau und Tillman Schulz (liegend) pantomimisch ihre Superkraft darstellen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Warum ist Scheitern ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erfolg?

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scheitern

Der Umgang mit Scheitern: Wie man Rückschläge als Lernchance nutzt

Scheitern gehört zu den unausweichlichen Aspekten des Lebens, die wir oft am meisten fürchten, aber am meisten brauchen, um wahrhaftig zu wachsen

Die Vorstellung von Scheitern löst bei vielen Menschen ein Gefühl der Angst oder der Scham aus. In einer Gesellschaft, die ständig Höchstleistungen, Perfektion und scheinbar makellosen Erfolg feiert, fühlt sich das Scheitern oft wie ein Makel an, den man um jeden Preis vermeiden sollte. Dabei wird leicht übersehen, dass Erfolg selten eine gerade, aufsteigende Linie ist. Vielmehr handelt es sich um einen Pfad mit vielen Kurven, Hindernissen und ja, auch Rückschlägen.

Was, wenn wir Ihnen sagen, dass Scheitern nicht das Ende der Welt ist, sondern eine natürliche und sogar unverzichtbare Etappe auf dem Weg zur Erreichung Ihrer Ziele? In diesem Artikel möchten wir das Konzept des Scheiterns neu bewerten und aufzeigen, wie Rückschläge nicht nur unvermeidlich, sondern sogar lehrreich sind. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, wie man durch eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Scheitern ein erfüllteres und erfolgreicheres Leben führen kann.

Warum scheitern wir?
Das Scheitern ist oft das Resultat einer Reihe von Umständen, Entscheidungen und Handlungen. Es kann als ein Weckruf dienen, der uns zeigt, wo wir stehen und was wir für unseren weiteren Weg verbessern müssen.

Die gesellschaftliche Perspektive auf das Scheitern
Unsere Gesellschaft straft das Scheitern oft ab, statt es als Teil des Lernprozesses zu betrachten. Diese Einstellung ist nicht nur schädlich für die persönliche Entwicklung, sondern hemmt auch Innovation und Kreativität.

Der Wert von Rückschlägen
Erfolgreiche Menschen wie Oprah Winfrey oder Steve Jobs haben ihre Rückschläge als Gelegenheit zum Wachstum und zur Verbesserung genutzt. Das sollte uns als Inspiration dienen.

Scheitern als Lernprozess
Ein neuer Ansatz sieht das Scheitern als einen integralen Bestandteil des Lernens. Durch eine positive Einstellung zu Rückschlägen können wir uns kontinuierlich verbessern und schließlich unsere Ziele erreichen.

Resilienz durch Scheitern
Scheitern lehrt uns Resilienz, also die Fähigkeit, nach einem Rückschlag wieder aufzustehen und weiterzumachen. Resiliente Menschen sind im Allgemeinen erfolgreicher und zufriedener im Leben.

Die Rolle der Selbstreflexion
Nach einem Scheitern ist es wichtig, innezuhalten und das Erlebte zu reflektieren. Nur so können wir verstehen, was schiefgelaufen ist und wie wir es in Zukunft besser machen können.

Scheitern im beruflichen Kontext
Auch im beruflichen Umfeld kann ein konstruktiver Umgang mit dem Scheitern für ein erfolgreicheres und erfüllteres Arbeitsleben sorgen. Arbeitgeber sollten eine Kultur schaffen, in der Fehler als Lernmöglichkeiten gesehen werden.
Es ist an der Zeit, unsere kollektive Perspektive auf das Scheitern radikal zu ändern. Anstatt es als ein stigmatisiertes Ende zu sehen, sollten wir beginnen, es als einen Wendepunkt zu betrachten, der zu neuen Möglichkeiten und zu einer tiefen persönlichen Transformation führen kann. Misserfolge und Rückschläge sind unvermeidliche Bestandteile des Lebens und der Karriere jedes Einzelnen. Sie sind jedoch keine endgültigen Urteile, sondern vielmehr Gelegenheiten für Selbstreflexion, Anpassung und Wachstum.

Indem wir ein Umfeld schaffen, in dem das Scheitern als Lernchance anstatt als Makel betrachtet wird, können wir die Entfaltung individueller und kollektiver Potenziale fördern. Arbeitgeber, Bildungseinrichtungen und Familien haben die Möglichkeit, durch ihre Kultur und Kommunikation, diesen Paradigmenwechsel zu unterstützen. Dazu gehört auch, den Menschen die Werkzeuge für eine effektive Selbstreflexion und für die Entwicklung von Resilienz an die Hand zu geben.

Letztlich ist der konstruktive Umgang mit dem Scheitern weniger eine technische Fertigkeit als vielmehr eine Lebenskunst. Sie erfordert Mut, Offenheit und die Bereitschaft, sich selbst immer wieder in Frage zu stellen. Wer diese Kunst beherrscht, wird nicht nur resilienter gegenüber den Unwägbarkeiten des Lebens, sondern erhöht auch seine Chancen, langfristig persönlich und beruflich erfolgreich zu sein.

Daher sollten wir alle das Scheitern als das sehen, was es wirklich ist: Eine wertvolle Gelegenheit zur Weiterentwicklung und Selbstverbesserung, die wir nutzen sollten, um ein reicheres und erfüllteres Leben zu führen.

Titelbild/ Bildquelle: Bild von Gerd Altmann für pixabay

Top-Talente fördern

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VALLONE founder team

VALLONE hochwertige und individuelle Bad-Designs

Stellen Sie sich und das Startup VALLONE doch kurz unseren Lesern vor!

VALLONE® – Bath design for the open-minded.
Mit unserem Konzept weichen wir bewusst von gängigen Standards ab. Das trifft sowohl auf unseren Designanspruch, die Herstellung als auch auf unsere digitale Customer Journey sowie die direkte und persönlichen Betreuung unserer internationalen B2C- und B2B-Kunden zu.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Hinter VALLONE® steht tatsächlich die Suche nach hochwertigem und individuellem Bad-Design. Es begann damit, dass wir nach ästhetischen Designs für ein eigenes Bad-Projekt suchten. Was wir stattdessen fanden, war eine innovative Idee, denn der Zugang zu Design jenseits des Standards war komplex. Es fehlte Transparenz, Übersichtlichkeit und Beratung bei der Gestaltung eines Raumes, der uns persönlich sehr wichtig war.

Bereits während des Studiums führten wir eine vielfach ausgezeichnete Kreativagentur – 2014 haben wir dann das Unternehmen VALLONE® gegründet. Nach jahrelanger Strategie-, Design- und Markenentwicklung für andere Brands setzten wir mit VALLONE® ein eigenes, disruptives Geschäftsmodell in die Tat um. Heute umfasst VALLONE®, mit Sitz auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen, ein Team von mehr als 30 Mitarbeitern mit Produktionsstätten in Italien und Deutschland. 

Welche Vision steckt hinter VALLONE?

Mit VALLONE vereinen wir hochwertiges und individuelles Bad-Design mit maximaler Transparenz für den Kunden. Dazu bieten wir eine 360 Grad Kundenbetreuung – von der Ideenfindung unserer Kunden über die Fertigstellung der Projekte und darüber hinaus. Kurz gesagt: Premium Bad-Design aus einer Hand mit der Möglichkeit zum einfachen Zugang und umfassenden Services für B2B- und B2C-Kunden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen ist der kontinuierliche Aufbau und die Konsolidierung eines Top-Netzwerks an hochqualitativen Produktionspartnern, um unsere hohen Design- und Qualitätsansprüche zu einem wettbewerbsfähigen Preis zu realisieren. Eine weitere Herausforderung, die wir gemeistert haben, ist der Aufbau eines motivierten, talentierten und „highly commited“ Teams, das sich mit der DNA und Vision von VALLONE identifiziert und das sich gemeinsam mit dem Unternehmen entwickeln und wachsen möchte.

Wer ist die Zielgruppe von VALLONE?

VALLONE richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an Businesskunden wie Projektentwickler, Architekten, Planer, Bauträger oder dem SHK-Handwerk.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Wir sind Hersteller und Händler zugleich, d.h. bei uns gibt es ein umfassendes Portfolio, dass unseren Kund*innen Premium Bad-Design aus einer Hand bietet. Wir bieten maximale Transparenz in Bezug auf Preis, Materialien und Maintenance. Hinzu kommt unsere umfassende Kundenbetreuung und unser innovatives, hybrides Vertriebsmodell, mit dem wir uns auch direkt an den Endkunden wenden.

VALLONE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, der führende und innovativste One-Stop-Shop für hochwertiges Bad-Design in Europa zu sein. Darüber hinaus wollen wir weiterwachsen und Exportmärkte, wie USA und Asien, strategisch aufbauen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Am wichtigsten ist die Bereitschaft, bei Misserfolgen oder Rückschlägen nicht den Glauben an den Erfolg zu verlieren. Wer ein gutes Konzept, ein Top-Gründerteam sowie anfangs die nötigen Mittel für den Start hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erfolgreich sein – dazu ist es unerlässlich, das eigene Geschäftsmodell kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf immer weiter anzupassen. 

Gerade bei Bootstrapping-Modellen, die ohne VC auskommen (wollen/müssen), wird anfangs der Cashflow komplett refinanziert werden müssen, wenn man wachsen möchte. Auch wenn die Versuchung groß ist, sollte man größere Cash-Outs erst ab einem bestimmten Punkt vornehmen, wenn der Proof of Concept sowie ein solides Finanzpolster zur potenziellen Überbrückung von schwierigen Marktphasen gegeben ist.

Last but noch least: Top-Talente fördern, wie es nur geht – und nur Mitarbeiter*innen anstellen, die vom Social Fit her ins Team sowie vom Mindset zur Marke und Vision des Unternehmens passen. 

Wir bedanken uns bei Eva Thelen und Marcel Sekula für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Den Blick stets auf den Endkunden richten

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Black F House

Das BLACK F HOUSE wurde 2020 mit 138 Serviced Apartments eröffnet, der 16-stöckige BLACK F TOWER folgte mit 54 Wohneinheiten im März 2023

Stellen Sie sich und das Startup Black F House doch kurz unseren Lesern vor!

Die Black F House GmbH ist ein inhabergeführtes, 2020 gegründetes Unternehmen, das aktuell zwei Serviced Apartments-Objekte in Freiburg betreibt. Das BLACK F HOUSE wurde 2020 mit 138 Serviced Apartments eröffnet, der 16-stöckige BLACK F TOWER folgte mit 54 Wohneinheiten im März 2023. Alle Apartments sind voll möbliert und heben sich in ihrem Design deutlich von standardisierten Hotel- und Apartmentzimmern ab. 

Großer Wert wurde und wird auf eine hochwertige und wohnungsähnlich konzipierte Inneneinrichtung gelegt – mit einer voll ausgestatteten Kitchenette, einem gemütlichen Ess-, Wohn- und Schlafbereich sowie einem großzügigen Badezimmer mit viel Stauraum. Hinzu kommen „klassische“ und digitale Services. Insbesondere beim BLACK F TOWER stehen zudem die Themen „bewusstes Handeln und Nachhaltigkeit“ im Fokus – er verfügt unter anderem über Deutschlands größte begrünte Fassade. 

Das gelebte Motto lautet „ANKOMMEN. LOSWOHNEN. WOHLFÜHLEN.“, auch hat sich das Unternehmen mit derzeit neun Mitarbeitenden ganz bewusst für den progressiven Namen „Black F“ entschieden: Ziel ist, den Schwarzwald, die badische Tradition und Gastfreundschaft bekannter zu machen und in die Welt hinauszutragen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Hauptgrund war das Produkt, dessen Logik und Fehlen im deutschen Markt. Durch Wohnungs- und Fachkräftemangel werden Serviced Apartments immer wichtiger für Firmen, aber auch für die Entspannung am Wohnungsmarkt. Firmen buchen uns für ihre (Projekt)-Mitarbeiter:innen, um ihnen in einer neuen Stadt schnell einen zuverlässigen und hochwertigen Start zu ermöglichen, die Probezeit vollumfänglich für den Job nutzen zu können und sich in einer Stadt zu orientieren. 

Serviced Apartments sind daher sinnvoll und wir haben von Anfang an eine zukunftsfähige Vision verfolgt. Wir setzten auf ein Maximum an Digitalisierung und vernachlässigen zugleich aber nicht den Faktor Mensch, den es als Ansprechpartner in unserem Konzept immer geben wird. Es hat mich gereizt, eine Idee von Anfang bis Ende zu durchdenken und sie später in die Realität umzusetzen. Heute treibt mich die Optimierung von Prozessen und die Qualitätssicherung wie auch die Expansion der Marke an.

Welche Vision steckt hinter Black F House?

Oberstes Gebot ist für uns, dass der Gast sich wohlfühlt und ein reibungsloses, positives Erlebnis bei uns hat. Aus dieser Perspektive haben wir unser Konzept und die Marke aufgebaut. Wie entsteht Heimat? Was können wir tun, um dieses Gefühl zu erzeugen? So waren und sind uns Design, Komfort und Funktion sehr wichtig – jedes Apartment ist bis ins kleinste Detail durchdacht und gestaltet. Auch möchten wir so digital wie möglich aufgestellt sein und die gesamte Customer Journey – falls gewünscht – digital anbieten. 

Dennoch sind wir davon überzeugt, dass der Kontakt mit Mitarbeitenden für den Gast wichtig ist. Daher setzten wir auf ein sympathisches, offenes und kompetentes Team vor Ort, das sich ganz auf die Gästebelange konzentrieren kann. Konsequent versuchen wir, das Thema Digitalisierung auf weitere – auch interne – Bereiche auszudehnen, beispielsweise das Housekeeping, die Buchhaltung oder Gebäudetechnik. Hier sind wir in einer ständigen Weiterentwicklung und Optimierung. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Der Sprung von der Idee zur tatsächlichen Umsetzung, die richtigen Partner zu finden, über Planung, Bau, Ausbau und der spätere Betrieb. Herauszufinden, welche Systeme und Produkte zur Marke und dem Konzept passen, das Budget entsprechend und realistisch aufzusetzen – von Anschaffungen bis zum Betrieb. Herausfordernd war es auch, die richtigen Mitarbeitenden für uns zu finden und das optimale Team für den Start aufzubauen. Auch die Gründung selbst war spannend, beispielsweise die steuerlichen Aspekte und die Finanzierung. Es ist ein bunter Strauß von Verpflichtungen und Themen, die beachtet werden müssen. Nicht leicht, da wir auch noch sehr klein sind und Vieles an Wenigen hängt. Diese Herausforderungen empfinde ich jedoch als reizvoll.

Finanziert haben wir uns über ein kleines Startkapital, einen Bankkredit und – klassisch in der Hotellerie – einen so genannten FF&E und OS&E- Zuschuss, der im Zuge eines langjährigen Hotelmietvertrags von Seiten des Verpächters gewährt wird. Die Eröffnung unseres ersten Hauses fand inmitten der der zweiten Corona-Welle im November 2020 statt und wir gingen zunächst von einem sehr zähen Start aus. Glücklicherweise aber stieg die geplante Auslastung sukzessive an und schon nach dem ersten Jahr (und trotz Corona) erreichten wir die eigentlich erst für das dritte Jahr erwartete Auslastung.

Wer ist die Zielgruppe von Black F House?

Unsere Hauptzielgruppe sind Langzeitgäste. Dazu gehören Mitarbeitende von Unternehmen, die sich für Projektarbeiten temporär in der Stadt aufhalten, Berufseinsteiger, die sich innerhalb ihrer Probezeit noch keine feste Unterkunft suchen können sowie wissenschaftliche Mitarbeitende von Hochschulen oder Gastprofessoren, Messe-/Kongressbesucher:innen und Aussteller, Berufspendler, Pharmareferenten, Ärzte/Gesundheitsfachkräfte aus dem Ausland und Touristen. Die Serviced Apartments sind für ein kurz- bis mittelfristiges und übergangsweises Wohnen konzipiert. Sie sind ab zwei Nächten buchbar. Aber auch Touristen, die ein Wochenende oder eine Woche in Freiburg, im Schwarzwald, im nahen Elsass, Colmar, Straßburg oder in der Schweiz ihren Urlaub verbringen möchte, können sich bei uns sofort „loswohnen“ und sich selbst versorgen.  

Wie funktioniert Black F House? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben unserem Fokus auf Design, Komfort, Digitalisierung und Mitarbeiterentwicklung sind Nachhaltigkeit und „bewusstes Handeln“ fester Bestandteil unserer Philosophie. So ist unser BLACK F Tower ein Meilenstein in Sachen Hospitality-Nachhaltigkeit: Er wurde komplett energieeffizient und ressourcenschonend geplant, bietet Short- und Longstay-Gästen einen Aufenthalt mit CO2-Ausgleich und ist zu 100 Prozent klimaneutral. Dazu wurden auch unsere Prozesse von Climate Partner präzise analysiert und zertifiziert. Besonders auffallend: Die Fassade mit 50.000 immergrünen Pflanzen – die größte begrünte Fassade Deutschlands. 

Oder die fünf Meter hohe Birkenfeige in der Lobby. Oder der Rooftop Garden in 52 Metern Höhe – ein liebevoll bepflanzter Dachgarten mit Ausblick. Hier ist übrigens auch ein Bienenvolk zuhause. Mindestens genauso wichtig aber sind auch viele kleinere Maßnahmen wie kompostierbare Müllbeutel, ökologisch zertifizierte Reinigungsmittel, Ökostrom, der digitale und energieeffiziente Waschraum, die Verwendung von Naturmaterialien sowie langlebigen Einrichtungsgegenständen. Zudem arbeiten wir – wo immer möglich – mit lokalen und regionalen Unternehmen zusammen. All dies vereinen wir zu einem nachhaltigen Gesamterlebnis für Menschen, die verantwortungsvoll reisen wollen. 

Black F House, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Langfristig möchten wir mit unserem Konzept im Südwesten Deutschlands (Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Konstanz etc.), aber auch bis nach Frankfurt und gerne Berlin expandieren. Geplant ist, in den nächsten fünf Jahren mindestens vier bis sechs neue Standorte zu eröffnen. Derzeit sind wir sehr aktiv, entsprechende neue Standorte zu finden. Gleichzeitig möchten wir das Thema Digitalisierung in allen unseren Bereichen weiter vorantreiben und up-to-date bleiben. Alle unsere Prozesse sollen auf einem hohen, nachhaltigen und durchdachten Niveau ablaufen – dies gilt auch für die Qualitätssicherung beim Design, dem Komfort und Servicelevel. Darüber hinaus sind wir zudem dabei, einige neue, kleinere Produkte auszuloten, die zu uns passen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Von Anfang alle Basics bedenken, damit diese nicht erst Tagesablauf überraschen. Und: Den Blick stets auf den Endkunden richten bzw. immer vom „Ende her denken“.

Teamspirit von Beginn an leben: Die richtigen Mitarbeitenden, die das Produkt verinnerlichen, sind schwer zu bekommen und die Philosophie zu vermitteln ist oft holprig. Hat man jedoch ein tolles Team zusammen, sollte stets an der richtigen Dynamik gearbeitet werden. Für mich die größte Herausforderung, da Menschen doch sehr unterschiedlich sind.

Unbedingt Kosten als Puffer einstellen, diese im Blick behalten und besser ein höheres Kostenbudget veranschlagen. Denn: eigentlich tritt immer Unvorhergesehenes ein und Kleinigkeiten wurden nicht bedacht. Für einen hohen Umsatz arbeitet man – gegen die Kosten muss man immer kämpfen. Die erfolgreichsten Unternehmen gerieten schon in Schieflage, weil ihnen die Kosten davonrannen!

Wir bedanken uns bei Annabell Unmüßig und Dennis Bihler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Es ist immer gut, einen Rat einzuholen

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vickii

Vickii App für die Gen-Z die Aktienanalysen und Bewertungen leichter macht, die soziale Finanzmedien, Finance-Gossip und Fundamentaldaten kombiniert

Stellen Sie sich und das Startup Vickii doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, ich bin Maurice, Mitgründer & CFO von Vickii, und kümmere mich um alles Finanzielle, Regulatorische und Administrative im Unternehmen. Ab und zu auch um Hiring.

Vickii ist das erste Gen-Z Fintech-Start-up, das den Aktienmarkt für die jüngere Generation zugänglich machen will. Wir sind dabei, eine einzigartige Plattform zu entwickeln, die soziale Finanzmedien, Finance-Gossip und Fundamentaldaten kombiniert, um jungen Investoren eine transparente, verständliche und interaktive Anlageerfahrung zu bieten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Gründung von Vickii wurde durch unsere Erkenntnis inspiriert, dass viele junge Menschen, insbesondere die unter 30-Jährigen, keinen Zugang zu transparenten Finanzplattformen haben, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Traditionelle Plattformen können oft einschüchternd wirken und sind nicht auf den Stil der jungen Generationen ausgerichtet. 

Welche Vision steckt hinter Vickii?

Unsere Vision ist es, dass Investieren kein Glücksspiel ist, sondern durchdacht und wissensbasiert getan wird. Mit Vickii wollen wir jedem die Türen zur finanziellen Freiheit öffnen und gleichzeitig eine nachhaltige Veränderung im Anlageverhalten bewirken – insbesondere unter der Gen Z.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war sicherlich die Entwicklung einer Plattform, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist. Natürlich hatten wir mal Rückzieher von Investoren und auch bei Mitarbeitern, was einen ordentlichen Rückschlag geben kann. Aber wer dranbleibt, gewinnt. Mit viel Arbeit und dank der Unterstützung unserer Investoren konnten wir in der ersten Finanzierungsrunde über 1 Million Euro einsammeln, die uns weiterhin helfen wird, unsere Vision zu verwirklichen.

Wer ist die Zielgruppe von Vickii?

Unsere Hauptzielgruppe ist die Generation Z, die sich nach transparenten und an ihre Bedürfnisse angepassten Finanzplattformen sehnt. Letztendlich kann aber jeder, der sich für das Thema interessiert, die App benutzen.

Wie funktioniert Vickii? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Vickii kombiniert Fundamentaldaten mit einer unterhaltsamen und interaktiven Benutzeroberfläche. Im Gegensatz zu traditionellen Plattformen legen wir Wert auf Verständlichkeit und Interaktivität, wobei wir den Nutzern dennoch fundiertes Finanzwissen bereitstellen. Es geht uns nicht nur um das bloße Investieren, sondern darum, unsere Nutzer zu bilden und ihnen Vertrauen in ihre eigenen Entscheidungen zu geben.

Vickii, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Langfristig möchten wir DIE Plattform sein, an die junge Menschen denken, wenn es ums Investieren am Kapitalmarkt geht. Wir sehen uns als Vorreiter für eine neue Generation von Investoren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Das Team ist das Wichtigste in der early-stage.

2. Es ist immer gut, einen Rat einzuholen.

3. Datenbasiert vorgehen und schnell anpassen, wenn etwas nicht läuft.

Wir bedanken uns bei Maurice Battiste Moosmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Franzi von Kempis: Schlimmer als ausgesprochene Konflikte sind unausgesprochene Konflikte

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franzi von kempis

In Debatten die richtigen Worte zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach. Franzi von Kempis hat mit ihrem Buch “Anleitung zum Widerspruch” praktische Tipps gegen gängige Vorurteile geliefert. Im Gespräch erzählt die Journalistin, was sie als Leiterin eines Berliner Impfzentrums während der Pandemie gelernt hat, wie sie mit Hass im Netz umgeht und warum sie nie aufhören wird, zu widersprechen.

“Ich glaube, dass es ein großes Privileg ist, in einer Demokratie zu leben. Und ich glaube, dass wir die Demokratie nie für selbstverständlich nehmen sollten. Wir müssen uns um sie kümmern, sie verteidigen – gerade jetzt. Und gleichzeitig müssen wir unterschiedliche Meinungen und Unsicherheiten aushalten können. Debatte gehört zur Demokratie”, sagt sie.

Franzi von Kempis hatte 2021 als ehemalige Daimler-Managerin ein viermonatiges Sabbatical genommen, um für die Malteser deren Berliner Impfzentrum aufzubauen. Daraus ist ein gutes Jahr geworden, in dem sie das Impfzentrum geleitet hat. “Ich habe gelernt, wie fantastisch es ist, ein komplett diverses Team zu haben. Denn dadurch waren wir auch viel besser in der Lage, auf die ganz unterschiedlichen Patient:innen einzugehen. Wir können uns jetzt kaum mehr vorstellen, wie viel Angst die Menschen damals hatten, ich ja auch. Wir wussten nicht, wie und wann sich die Lage entspannen wird”, sagt sie.

Im Gespräch mit herCAREER erzählt sie ferner, warum sie sich trotz teils heftiger Angriffe on- und offline für eine diverse Gesellschaft engagiert. 

Am 12. Oktober ist Franzi von Kempis zu Gast beim Authors-MeetUp der herCAREER Expo.

Über Franzi von Kempis

Franzi von Kempis ist Journalistin, Autorin und seit 2022 Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt e.V. “Überzeugungstäterin” nannte sie der Tagesspiegel in einem Porträt 2022. Ihr beruflicher Weg führt sie dorthin, wo sie Teams und Themen mit aufbauen und Wirkung erzeugen kann. So war sie als Chefin vom Dienst für t-online.de zuständig, bevor sie 2020 bei der Daimler AG den Aufbau des Daimler Mobility Labs übernahm. In der Tat macht die Kommunikationsexpertin alles, was sie anfasst, mit Leidenschaft und aus Überzeugung.

Ihre vielleicht ungewöhnlichste berufliche Entscheidung: Im Pandemiewinter 2021 ihren Job zu kündigen und in Berlin ein Impfzentrum mit aufzubauen und zu leiten. Seit 2022 setzt sie sich jeden Tag als Co-Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e.V. für Diversität und Inklusion in der Arbeitswelt ein, damit diese Themen die Bedeutung bekommen, die sie verdienen. Bekannt ist sie auch als Meinungsmacherin: Als „Besorgte Bürgerin“ kommentierte die Journalistin mit viralen Videos das politische Geschehen und setzte sich gegen Hass im Netz ein. In ihrem Buch „Anleitung zum Widerspruch“ liefert sie Argumente gegen Vorurteile und Populismus. Außerdem berät sie Organisationen zu den Themen Leadership, Demokratie, KI und Kommunikation/Social Media.

Über herCAREER

herCAREER ist die führende Plattform für die weibliche Karriere. Sie setzt sich für eine gerechte Arbeitswelt ein, in der alle Lebensentwürfe in Einklang mit einem modernen Berufsleben stehen. herCAREER bringt Menschen branchen- und hierarchieübergreifend zusammen und unterstützt insbesondere die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. www.her-career.com

Fotograf Anne Hufnagel

Quelle messe.rocks GmbH

Erlaubt es euch, tief durchzuatmen und euch eine wohlverdiente Pause zu gönnen

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unfoldnow

unfoldnow E-Learning Plattform in den Bereichen Recruiting, HR/People & Culture, Inner Work und Employer Branding

Stellen Sie sich und das Startup unfoldnow doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo liebe Leser:innen!  Wir sind Laura, Gina und Vanessa, die Gründerinnen von unfoldnow. Wir sind als Organisationsentwicklung und Plattform die Anlaufstelle für Unternehmen der Zukunft und Pionier:innen der neuen Zeit. Unsere Vision ist es, eine Arbeitswelt zu schaffen, welche die vollkommene Potenzialentfaltung jedes Individuums und damit jeder Organisation möglich macht. 

Wir befähigen Unternehmen, HR, People & Culture, Leadership, Recruiting und Employer Branding völlig neu und selbstständig zu durchdenken und erschaffen durch die Kombination aus New Work und Inner Work, was Organisationen der Zukunft auszeichnen wird.  

Und wir sind Freundinnen, Verbündete und Pionierinnen einer neuen Arbeitswelt. Wir leben in Berlin und Augsburg, sind somit eine Remote First Company und freuen uns auch über jede persönliche Begegnung. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Dieser Gedanke treibt uns alle schon eine ganze Weile um. Unsere beruflichen Wege haben sich immer wieder gekreuzt und am Ende haben wir uns irgendwann sehr tief in die Augen geschaut und wussten, wir müssen jetzt gründen. Das sogenannte Bauchgefühl war sehr präsent. Keine lange Planung, sondern ein Gefühl, dem wir gefolgt sind. Wir bringen zu Dritt sehr unterschiedliche Expertisen mit, die sich gemeinsam so unglaublich gut ergänzen.

So entstanden unsere vier Welten: Wir verbinden bei unfoldnow die vier zentralen Dimensionen: Recruiting, HR/People & Culture, Inner Work und Employer Branding. Wir glauben sehr stark an die ganzheitliche Betrachtung in Organisationen.  Unser Herz schlägt für eine Arbeitswelt, die auf inneren Kompetenzen und menschenzentrierter Haltung basiert. Das hat uns dazu motiviert, unfoldnow ins Leben zu rufen.

Was war bei der Gründung von unfoldnow die größte Herausforderung?

Da gab es natürlich einige. All die bürokratischen Herausforderungen lassen wir mal gänzlich außen vor .

Eine unserer größten Herausforderungen war es, eine ganzheitliche Betrachtung von Unternehmen zu etablieren, die Recruiting, HR/People&Culture, Inner Work und Employer Branding miteinander verbindet. Wir wollten sicherstellen, dass unsere Herangehensweise wirklich transformative Veränderungen ermöglicht und den Gedanken der neuen Arbeitswelt wirklich zulässt. Daher sehen wir uns auch als Transformationsbegleiterinnen.

Eine weitere, auch aktuelle Herausforderung, ist die Entwicklung unserer Plattform. Unsere Vision ist eine E-Learning Plattform mit dem Schwerpunkt unserer 4 Dimensionen. Wir möchten Menschen dazu bewegen, sich die Kompetenzen der neuen Zeit selbst beizubringen. Eine Plattform zu entwickeln, fällt uns nicht unbedingt in den Schoß, aber wir haben eine klare Vision und nehmen uns jeden nötigen Schritt an.

Als letzte Herausforderung würden wir sagen: Vertrauen & loslassen. Auch hier versuchen wir neue Wege zu gehen. Jede von uns nimmt sich Auszeiten, echte Auszeiten.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Na, aber hallo! Was ist denn bitte schon perfekt? Vor allem in Bezug auf eine Unternehmensgründung. Wichtig ist erstmal eine Vision und ein Gefühl. Danach braucht man eine große Portion Mut und muss den ersten Schritt gehen. Was uns sehr geholfen hat: Projektmanagement. Große Ziele erstmal in kleine Ziele verfeinern und mit sehr klaren Deadlines und Ownership verteilen. Organisationen, Unternehmertum und Gründung sind niemals, zu keinem Zeitpunkt, in einem perfekten Zustand – und das ist auch gut so!

Welche Vision steckt hinter unfoldnow?

Unsere Vision ist es, einen Kultur- und Bewusstseinswandel herbeizuführen, der das Unternehmertum und Unternehmenserfolg neu definiert. Wir möchten eine Arbeitswelt schaffen, die Menschen in den Mittelpunkt stellt, ego-frei und achtsam ist, und im Wachstum gesund und nachhaltig stattfinden kann. Unsere Vision ist tief verankert, in jeder Handlung und jeder Entscheidung. Wir fragen uns tatsächlich einmal am Tag, mit Hilfe von einer Slack-Erinnerung: Hat jede von uns heute eine Entscheidung getroffen, die auf die Vision von unfoldnow einzahlt. Wirklich ein großartiges Tool, um sich selbst immer wieder daran zu erinnern. 

Wer ist die Zielgruppe von unfoldnow?

Unsere Zielgruppe sind Organisationen, die den Wunsch haben, eine transformierte Arbeitswelt zu schaffen. Das können Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen sein, die bereit sind, einen Wandel zu durchlaufen und menschenzentrierte Werte zu integrieren. Unsere Zielgruppe sind neben Organisationen auch Menschen in entsprechenden Schlüsselrollen. HR/People & Culture, Recruiting-Teams, Employer Branding Expert:innen, Leadership-Teams und Gründer:innen. Alles Funktionen und Menschen, die zu dieser unabdingbaren Transformation etwas beitragen. Menschen, mit denen wir durch Co-Creation neue Kompetenzen vermitteln möchten.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Stärke liegt in unserer ganzheitlichen Betrachtung. Wir verweben unsere verschiedenen Dimensionen, um transformative Synergien zu erzeugen. Unsere Ausrichtung reicht über bloße theoretische Konzepte hinaus; wir setzen sie in die Praxis um, um konkrete Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus integrieren wir vielfältige Dienstleistungen in unseren ganzheitlichen Ansatz. Wir vermitteln qualifiziertes Personal, bieten Interims-Dienstleistungen an und schulen Führungskräfte. Wir bieten umfassendes Coaching und Mentoring an. Vor allem werden wir als Pionierinnen in diesem Bereich eine E-Learning Plattform etablieren.

unfoldnow, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir unfoldnow als Vorreiter in der Gestaltung menschenzentrierter Arbeitswelten. Wir werden mit vielen Organisationen zusammengearbeitet haben, um wirkungsvolle Veränderungen zu bewirken. Beispiele für solche Veränderungen sind eine gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit, innovative Führungskulturen, die Förderung von Diversität und Inklusion und die Implementierung nachhaltiger Geschäftspraktiken. So können wir langfristig wirtschaftlichen Erfolg und soziale Verantwortung fördern.

Zusätzlich werden wir unsere E-Learning Plattform erfolgreich etabliert haben, um Wissen und Kompetenzen in den Bereichen Recruiting, HR/People & Culture, Inner Work und Employer Branding breiter verfügbar zu machen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1. Glaubt an eure Vision: Vertraut eurer Idee und eurer Mission. Der Glaube an das, was ihr tun möchtet, wird euch antreiben. Fragt euch einmal am Tag, habe ich heute etwas getan, was auf meine/unsere Vision einzahlt? 

2. Teamwork: Bildet ein starkes Team. Unterschiedliche Stärken ergänzen sich und tragen zum Erfolg bei. Co-Founder:innen sind absolut fantastisch, wir können dieses Konstrukt sehr empfehlen! 

3. Nehmt euch Auszeiten: Verwendet diese kostbaren Auszeiten, um euch Aktivitäten zu widmen, die eure Energiereserven wieder aufladen. Ob es Zeit mit Freunden, der Familie oder alleine ist, ob ihr ein gutes Buch lest, einfach nur entspannt oder andere Herzensangelegenheiten verfolgt – Erlaubt es euch, tief durchzuatmen und euch eine wohlverdiente Pause zu gönnen, um das Leben in vollen Zügen zu genießen! 

Wir bedanken uns bei Vanessa Bieling-Degenhardt, Gina Renner und Laura Lang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Durchhalten und zu 100% hinter der Idee stehen!

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greenable

Greenable – Mehr Transparenz durch unsere Product Carbon Footprint Software zur Berechnung der CO2-Emissionen ihrer Produkte

Stellen Sie sich und das Startup greenable doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, mein Name ist Alexander David, und ich bin einer der Gründer von greenable. Unsere Mission bei greenable besteht darin, Unternehmen zu befähigen, den produktspezifischen CO2-Fußabdruck zu bilanzieren, offenzulegen und reduzieren. Aus diesem Grund haben wir unsere innovative Product Carbon Footprint Software entwickelt, die es ermöglicht, die CO2-Bilanzierung einfach und schnell durchzuführen. Dadurch fördern wir eine höhere Transparenz für CO2-Emissionen bei Unternehmen und in der Lieferkette. Als junges Green-Tech Startup sind wir ein Team von 8 Mitarbeitenden, angesiedelt in Kaiserslautern. Zum Gründer-Team gehören neben mir noch Patrick Kölsch, Lucas Hartmann und Viktor Schiller dazu.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee zu greenable entstand 2020 im späten Herbst. Wir hatten durch unsere Jobs in Industrie, Universität und Forschungsinstituten viel Erfahrung im Bereich Digitalisierung gesammelt und ein zentrales Problem erkannt. Nachhaltigkeit funktioniert nur gemeinsam mit Digitalisierung – die sogenannte „Twin Transition“. Falls Unternehmen Daten zur Verfügung haben, fehlt oft ein sinnvolles Ziel besonders Richtung Nachhaltigkeit. Kombiniert mit der anrollenden Welle an Regulatorik werden Unternehmen schlichtweg überfordert sein.

Zudem waren intuitive Softwarelösungen für eine schnelle und vertrauensvolle CO2-Bilanzierung aus unserer Sicht ebenfalls nicht vorhanden und so sind wir gestartet. Der Weg von der damaligen Idee bis zu unserem heutigen Stand war bereits unglaublich spannend und lehrreich. Wir dachten damals: Jetzt ist diese einmalige Chance da, wir müssen es versuchen. Das Thema CO2-Fußabdruck für Produkte brennt in naher Zukunft!

Die Entscheidung zu gründen ist bei uns allen jedoch schon viel früher gefallen, teilweise durch Vertiefungen im Master-Studium oder andere Erfahrungen in der Industrie. Selbstverwirklichung, Leidenschaft und Freiheit waren die größten Treiber für uns als Gründer-Team. Wir können proaktiv vorangehen, etwas in der Welt bewegen und einen positiven Impact in der Industrie schaffen. Das motiviert uns bis heute.

Welche Vision steckt hinter greenable?

Unsere Vision bei greenable ist es, Transparenz über Industrien, Lieferketten und Grenzen hinweg zu schaffen. Der erste Schritt dazu ist, Unternehmen zu unterstützen, den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte einfach und schnell zu berechnen. Somit entsteht Transparenz im Unternehmen über die eigenen CO2-Emissionen. Die Bilanzierung des Product Carbon Footprint soll genauso einfach sein wie eine Essensbestellung per App. Dadurch wird Nachhaltigkeit in Unternehmen gelebt und verankert werden und es entsteht ein positiver Impact.

Über den Lebenszyklus hinweg bis zum End-of-Life eines Produktes liegt noch viel Potenzial für uns alle. Der Digitale Produktpass wird hier in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Fokus, Unsicherheit und Kommunikation. Welche Aufgabe hat gerade die höchste Priorität? Wo liegt mein Fokus für die nächsten 2 Monate? Was wollen wir am Ende des Quartals erreicht haben? Herausfordernde Fragen, die uns beschäftigt haben und es ehrlicherweise auch immer noch tun. Nach der Einführung des OKR-Framework haben wir hier einen riesigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. 

Resilienz im Gründerteam, besonders in unsicheren Zeiten, war eine extrem spannende und hilfreiche Herausforderung für uns. Kunden, Umsätze, Finanzierung, alles muss passen und funktionieren. Wie reagiert das Team, wenn es gerade mal nicht so gut läuft? Auch hier haben wir verschiedene Formate und Mechanismen etabliert, die uns dabei helfen, damit umzugehen.

Unsere erste Finanzierung war das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte EXIST-Gründerstipendium von April 2022 bis März 2023. In der Zwischenzeit sind wir durch Preise wie „Startup des Jahres 2022“ und „startup innovativ“ in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Im Juli 2023 konnten wir unsere Pre-Seed Finanzierung sichern, gemeinsam mit der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz und vier Business Angels. Zudem generieren wir Umsätze durch unsere Kundenprojekte.

Wer ist die Zielgruppe von greenable?

Unsere Zielgruppe sind besonders kleine und mittelständische Unternehmen in der Produktion, die Nachhaltigkeit voran treiben wollen. Dabei fokussieren wir uns auf die Branchen Automotive, Maschinenbau und Kunststoffe. Dazu zählen auch Unternehmen wie Zulieferer für Werkzeugmaschinen oder Werkzeuge, die sich als Early-Adopter sehen und frühzeitig agieren wollen.

Wie funktioniert der Product Carbon Footprint Monitor? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir machen die CO2-Bilanzierung von Produkten mit unserer PCF-Software einfach, schnell und vertrauenswürdig. Die komplexe Bilanzierungslogik und Anforderungen der Standards haben wir für den Kunden in unserem PCF-Monitor integriert und nach außen nutzerfreundlich abgebildet. Der Product Carbon Footprint Monitor wird somit zur zentralen Schnittstelle für Unternehmen in Bezug auf ihre produktspezifischen CO2-Emissionen.

Wir sammeln alle relevanten CO2-Daten wie z.B. Informationen zu Lieferanten, Materialien und Maschinen. Diese Daten werden in unsere Software integriert, um eine CO2-Bilanzierung gemäß den Standards und Normen durchzuführen. Daraufhin wird das Ergebnis analysiert. Auf dieser Basis lassen sich zahlreiche Zusammenhänge erkennen wie z.B. „Was sind die CO2-Treiber im Produkt, welchen Anteil daran hat das Unternehmen und welche die Lieferkette (Scope 3 Emissionen)?“

Wir bieten mit unseren Features gezielt Vorteile, um den Nutzer einfach zu seinem Product Carbon Footprint zu begleiten. Große Datenmengen können im CSV/XLSX-Format per Drag and Drop in der Software hochgeladen werden. Wir schließen existierende Datenlücken, indem wir Daten aus den Lieferketten anfragen. Noch nicht vorhandene Daten mit industriellen Durchschnittswerten aus anerkannten Datenbanken (z.B. ecoinvent) schließen.

Darüber hinaus können Unternehmen jederzeit ihr Emissionsbudget tracken, wie sich der CO2-Fußabdruck über die Zeit verbessert und dies mit einer Zielsetzung verknüpfen. Dadurch sichern sich bilanzierende Unternehmen Wettbewerbsvorteile. Sie werden transparenter, bekommen hohe Einsparpotenziale für Ihre CO2-Emissionen aufgezeigt und steigern ihren Umsatz gezielt durch frühzeitige Maßnahmen.

greenable, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel für die nächsten fünf Jahre ist es, der Player am Markt für das Thema PCF Software zu sein und Unternehmen einen umfassenden Service durch unsere Software anzubieten. Dies bedeutet, dass die Datenerfassung vollständig automatisiert und der Product Carbon Footprint als verifiziertes Ergebnis präsentiert wird.

Wir setzen uns dafür ein, die Transparenz in der Lieferkette (Scope 3 Emissionen) zu erhöhen und einen positiven Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten. Ein großer Treiber dabei wird für uns der Digitale Produktpass sein. Hier bildet der CO2-Fußabdruck nur einen Teil aller wichtigen Daten ab und wird ergänzt um Informationen aus der Nutzungsphase und End-of-Life (z.B. Recycling). Somit wird sich unsere Produktpalette erweitern und wir sehen in der frühen Entwicklung von Neuprodukten noch ein enormes Potenzial.

Zudem ist Nachhaltigkeit kein Silo-Thema. Der Begriff Twin Transition trifft es genau, Nachhaltigkeit und Digitalisierung muss man zusammendenken. Wir setzen dafür auf Kooperation und Netzwerk. Unsere starken Partnerschaften, wie z.B. mit ENIT oder der SmartFactory KL möchten wir weiter ausbauen und neue hinzugewinnen. So schaffen wir gemeinsam einen größeren Impact und Mehrwert für unsere Kunden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Findet das richtige Team. Leidenschaft, Kommunikation und Vertrauen sind entscheidend, um gemeinsam Herausforderungen zu meistern.

Durchhalten und zu 100% hinter der Idee stehen! Die Fähigkeit, Ausdauer zu zeigen und auch in schwierigen Zeiten am Ball zu bleiben, ist entscheidend, um langfristige Ziele zu erreichen. 

Das richtige Mindset: „Versuch macht klug“ – Ein sehr hilfreicher Tipp von unseren Business Angels. Ausprobieren, iterieren und herausfinden was funktioniert, um effizient zu sein und den richtigen Fokus zu setzen.

Wir bedanken uns bei Alexander David für das Interview.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Natch: Nachhaltige Zahnpflege am 11. September in Die Höhle der Löwen

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Am 11. September 2023 präsentieren Heber Gonzalez und Norbert Richard Meinike in Die Höhle der Löwen ihr Startup Natch, das mit nachfüllbaren Glasflaschen und Zahnpasta-Tabs die Zahnpflege revolutionieren will

Stellen Sie sich und das Startup Natch doch kurz unseren Lesern vor!

Natch ist ein junges, nachhaltiges Oral Care Unternehmen aus Berlin. Wir gestalten Zahnpasta neu, indem wir die Superkräfte von Mutter Erde in eine leckere, vegane und effektive Zahnpasta-Tablette verwandelt haben. Wir befreien Zahnpflege von fragwürdigen Inhaltsstoffen und Single Use Plastik. Unser Konzept möchte dabei helfen, die Einstellung zu einem gesünderen, nachhaltigen Lebensstil zu verändern.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Unsere Motivation ist es, einen positiven Impact für Gesundheit und Umwelt zu schaffen. Wir glauben fest daran, dass wir mit unserem smarten Lifestyle Design, unseren hochwertigen Zutaten und dem unerwartet guten Geschmack, Menschen inspirieren können, in eine grüne Zukunft zu blicken. Unsere Tabletten werden vollkommen plastikfrei verpackt und ohne Wasser hergestellt. Die Glasflaschen können durch Nachfüllpacks in Papierbeuteln nachgefüllt werden. Diese können, nach Bedarf, ganz unkompliziert durch ein Abo bezogen werden.

Welche Vision steckt hinter Natch?

Die Vision von Natch ist es, den Oral Care Markt mit unserer global ausgerichteten Lifestyle-Marke zu revolutionieren. Nachhaltige Mundpflege soll Freude an der Zahnpflege bringen. 

Unsere weltweit einzigartigen Zahnpastaformeln bestehen aus natürlichen pflanzlichen Inhaltsstoffen, die besonders leistungsstark sind. Natch Tabs haben antibakterielle, entzündungshemmende, entgiftende und remineralisierende Eigenschaften. Unsere speziellen Wirkungsformeln haben eine unglaublich erfrischende, natürlich aufhellende oder heilende Wirkung

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung lag darin, eine durchgängig plastikfreie Verpackung zu designen und zu produzieren. Es gibt kaum Lieferanten von Verpackungsmaterial, die plastikfreie Alternativen anbieten. Das war ein langer Prozess.

Wer ist die Zielgruppe von Natch?

Unsere Kunden legen sehr viel Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Viele achten auf eine klimafreundliche Lebensweise und bevorzugen eine vegane/vegetarische Ernährung oder interessieren sich dafür. 70% unsere Kunden sind Frauen im Alter von 25-55 Jahren. Viele Kunden haben bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Zahnpasta Tabletten gemacht (schlechter Geschmack, Konsistenz, schäumt nicht etc.) und sind von Natch total begeistert.

Seit der Gründung unseres Start-ups im Mai 2021 ist unser B2C Kundenstamm konstant  angewachsen. Erste Apotheken und Retail Partner in Berlin, Hamburg, Wien, München und New York werden bereits beliefert. Gerade im Retail fällt unsere Natch Zahnpasta, neben der dominierenden Anzahl von herkömmlichen Plastiktuben, durch ihr außergewöhnliches Design direkt auf. Die Präsenz auf Messen und Nachhaltigkeit Events erhöht unseren Bekanntheitsgrad, ebenso wie Kooperationen mit Medienveranstaltungen wie Green Tech Festival, ORM, der Green Actors Lounge und vielen anderen.

Was ist das Besondere? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Natch ist eine einzigartige Bio Zahnpasta Formel mit 100% gesunden und mehrdimensionalen Inhaltsstoffen. Unsere Tabs sind mit Calcium-Hydroxylapatit (HAp) angereichert, einer gesunden Alternative zu Fluorid, entwickelt von NASA. Die Tabs sind leicht auflösbar, haben eine cremige Textur und überraschen durch ihre starke und rein natürliche Schaumbildung. Natch ist komplett nachhaltig, da wir eine wiederverwendbare Lifestyle-Verpackung nutzen und eine wasserlose Produktion garantieren. Die Tabs berühren alle Sinne und sorgen für langanhaltend saubere und glatte Zähne.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?

Seit der Gründung von Natch war es unser Traum, bei ‚Die Höhle der Löwen‘ teilzunehmen und unser Produkt vor den Löwen und einem Millionen Publikum zu präsentieren. Als dann einer unserer Angel Investoren einen Kontakt zu einer Redakteurin der Sendung hergestellt hat, ging alles ganz schnell. Sie war total begeistert von unseren nachhaltigen Zahnpasta Tabs. Also haben wir unsere Bewerbung eingereicht, den Fragenbogen ausgefüllt, Video Pitches gedreht und dann hieß es: „Ja, ihr seid dabei.“

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Vom ersten Telefonat bis zum Moment, in dem wir vor den Löwen standen, war es eine aufregende Erfahrung und es gab den ein oder anderen Gänsehautmoment. Die Zusammenarbeit mit dem Redaktionsteam war superspannend. Gemeinsam haben wir unseren Natch Pitch entwickelt und perfektioniert. Heber und ich hatten dann nur noch wenige Tage, um diese finale Version zu üben und haben wirklich jede freie Minute genutzt, um uns auf die alles entscheidende Performance vor den Löwen vorzubereiten. Im Grunde war es aber einfach, da wir ja für unser Produkt brennen und es kaum erwarten konnten, vor die Löwen zu treten und sie ebenfalls zu überzeugen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ich denke, für jedes Start-up wäre es eine große Ehre, vor ein Millionenpublikum zu treten und das eigene Produkt präsentieren zu dürfen. Darum sind wir wahnsinnig stolz, dass wir die Chance bekommen haben, Teil von ‚Die Höhle der Löwen‘ zu sein. Es ist ein großes Kompliment an unsere Arbeit. Unser persönliches Highlight war, zu sehen, wie die Löwen sich mit unseren Natch Tabs die Zähne putzen und ihre Reaktion darauf. Unser gesamtes Team und unsere Partner sind schon ganz gespannt, was die Sendung alles bewirken wird. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf Natch aufmerksam werden?

Für Natch ist es ein sehr wichtiger Meilenstein. Diese Sendung macht Start-ups quasi über Nacht deutschlandweit bekannt und schafft damit eine riesige Aufmerksamkeit – auch für potentielle Kunden, Medien und Businesspartner. Wir haben damit die Möglichkeit einem breiten Fernsehpublikum unsere Kernmotivation vorzustellen: mit unseren Zahnpasta-Tabs powered by Mutter Erde zu einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil zu inspirieren. Wir sprechen bei unserem Produkt noch von einem sehr jungen Markt und für ca. 85-90% der Menschen ist Zahnpasta in Tablettenform vollkommen unbekannt bzw. neu. 

Daher ist ‚Die Höhle der Löwen‘ eine einzigarte Gelegenheit, viele Menschen aufzuklären und dazu zu bewegen, ihre Mundpflegeroutine nachhaltig zu verändern und in ihr Leben zu integrieren. Wie wir immer gern sagen: Lasst uns gemeinsam die Welt Tab für Tab verändern.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten Nils Glagau im Fokus. Da Natch eine perfekte Apothekermarke ist, wäre er der perfekte Door Opener. Aber im Grunde würden wir uns bei jedem Investor glücklich schätzen, ihn als Partner an unserer Seite zu haben. 

Natch, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die ersten zwei Jahre von Natch waren die Proof of Concept Phase. Nun sind wir bereit für die Skalierung. Das heißt, die Markenbekanntheit und Kundenvertrauen weiter aufbauen, auf Multichannel Vertrieb zu erweitern und die Internationalisierung anzustoßen. In fünf Jahren wollen wir mit Natch für einen neuen natürlichen Qualitätsstandard in der Zahnpflege anerkannt sein und die Gewohnheiten von Millionen von Kunden zu einem gesünderen und nachhaltigen Lebensstil wandeln. Wir planen auch bereits eine Formel für Kinder, damit diese schon früh mit natürlicher Mundpflege in Berührung kommen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ein klares „Warum“ (Purpose) definieren! Was ist die intrinsische Motivation für dein Unternehmen, Produkt oder Service? Diesem „Warum“ unbedingt treu bleiben, egal wie viele Mitarbeiter du hast.

Skaliere nicht zu schnell! Optimiere dein Produkt oder Service bis deine kritischsten Kunden es wieder und wieder bestellen bzw. nutzen. Und lass dich nicht vom Buzzword „Hypergrowth“ verführen. Baue dein Unternehmen gesund, langfristig und damit nachhaltig auf. 

Hab keine Angst zu scheitern, denn scheitern ist vollkommen menschlich. Wenn du Angst hast, bist du nicht mehr in deinem Feuer bzw. vollen Energie und das hemmt deine Performance und Motivation. 

Bild: Heber Gonzalez (l.) und Norbert Meinike präsentieren mit „natch“ Zahnpasta Tabs. Sie erhoffen sich ein Investment von 375.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Frank W. Hempel

Sehen Sie Natch am 11. September 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Heber Gonzalez und Norbert Meinike für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was können junge Gründer von Dagmar Wöhrl lernen?

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dagmar wöhrl

Was macht Dagmar Wöhrl zur Mutter der Löwen in der deutschen Start-up-Szene?

Dagmar Wöhrl ist eine facettenreiche Persönlichkeit, die sich in vielen Bereichen einen Namen gemacht hat. Von der Politik bis zur Wirtschaft, von der Anwaltskanzlei bis zum Fernsehstudio – sie hat in vielen Sphären beeindruckende Spuren hinterlassen. Doch in den letzten Jahren ist sie vor allem als Investorin in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) in Erscheinung getreten. Was macht sie zu einer so einzigartigen Figur in der deutschen Start-up-Landschaft?

Der Wunsch nach einer Zeitmaschine

Dagmar Wöhrls Sehnsucht nach einer Zeitmaschine, die ihr ein paar zusätzliche Stunden pro Tag schenken könnte, ist ein Spiegelbild ihrer unermüdlichen Energie und ihres Drangs, mehr zu bewirken. „Ich habe noch viel vor und manchmal das Gefühl, dass der Tag dafür nicht reicht“, sagt Dagmar Wöhrl. Diese Einstellung spiegelt sich in ihrer Arbeit und ihrem Engagement für Start-ups wider, wo sie stets auf der Suche nach innovativen Ideen und engagierten Gründern ist.

Drei Säulen der Begeisterung für Die Höhle der Löwen

Wöhrl hebt drei Aspekte der Show hervor, die sie besonders schätzt: Die Ermutigung zur Selbstständigkeit, den Wettbewerb unter den Investoren und die Plattform für weibliche Gründer. „DHDL hat eine enorme Strahlkraft“, betont sie. Sie sieht die Show als ein Sprungbrett für Frauen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen, ein Bereich, in dem weibliche Gründer oft unterschätzt werden.

Erfolgsrezepte und Investment-Highlights

Mit über 600 geschaffenen Arbeitsplätzen und erfolgreichen Investitionen wie in das Startup Waterdrop, das mittlerweile einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro verzeichnet, hat Wöhrl bewiesen, dass sie ein Gespür für erfolgversprechende Geschäfte hat. Ihr Rat an junge Unternehmer und Gründer ist klar: „Seid mutig, traut euch und lasst euch nicht von Fehlern aufhalten.“ Fehler sind für sie nicht das Ende, sondern der Anfang einer Lernkurve, die schließlich zum Erfolg führt.

Künstliche Intelligenz: Fluch oder Segen?

Wöhrl sieht künstliche Intelligenz als „DAS Zukunftsthema“, ist jedoch vorsichtig, wenn es um Investitionen in reine KI-Unternehmen geht. „Menschen brauchen Menschen. Ich investiere aber gerne in die Menschen, die mit KI arbeiten“, erklärt sie. Dieser menschenzentrierte Ansatz ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal, das sie von anderen Investoren unterscheidet.

Neue Perspektiven in der Löwenhöhle

Ein weiterer Aspekt, der Dagmar Wöhrl in der Start-up-Szene so einzigartig macht, ist ihre Offenheit für neue Perspektiven. Mit der neuen Löwin Tijen Onaran an ihrer Seite sieht sie eine Bereicherung für das Investoren-Team. Diese Offenheit für frische Ideen und unterschiedliche Erfahrungshintergründe macht sie zu einer wertvollen Mentorin für Start-ups.

Die Kunst des langfristigen Denkens

Wöhrls Familienunternehmen steht für einen nachhaltigen Markenaufbau und nicht für schnelle Exits. Dies ist ein weiterer Grund, warum sie so erfolgreich in der Start-up-Welt ist. Sie versteht, dass wahre Erfolge Zeit brauchen und dass der Aufbau einer Marke eine langfristige Investition ist. Dieses Verständnis für die Langfristigkeit ist in der schnelllebigen Start-up-Welt eine Seltenheit und macht sie zu einer besonders wertvollen Investorin.

Fazit: Eine Investorin mit Herz und Verstand

Dagmar Wöhrl ist weit mehr als nur eine Investorin; sie ist eine Mentorin, eine Förderin und eine Inspirationsquelle. Ihre einzigartige Kombination aus geschäftlichem Scharfsinn, menschlichem Fokus und unermüdlichem Engagement macht sie zu einer der einflussreichsten Figuren in der deutschen Start-up-Szene.

Sie setzt neue Maßstäbe in der Start-up-Welt und zeigt, dass Erfolg nicht nur in Zahlen gemessen wird, sondern auch im nachhaltigen Einfluss, den man auf die Menschen und die Gesellschaft hat. Mit ihrer Offenheit für neue Perspektiven und ihrem Verständnis für die Langfristigkeit in einem oft kurzfristig orientierten Umfeld beweist Dagmar Wöhrl, dass sie eine Investorin mit Herz und Verstand ist. Sie ist nicht nur eine wichtige Stimme in der Start-up-Community, sondern auch ein Vorbild für zukünftige Gründerinnen und Gründer.

Foto: RTL / Boris Breuer

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