Erfahre, wie der Gründer von Brandible die Herausforderungen auf dem Weg ins Unternehmertum gemeistert hat und dabei erfolgreich war.
Mein Name ist Danilo Schmidt, und ich bin der CEO und Gründer von Brandible. In dieser vier-teiligen Serie erzähle ich euch meinen Weg vom Start eines Unternehmens bis hin zu Millionenumsätzen.
Der Weg ins Unternehmertum
Der Weg ins Unternehmertum war für mich weder vorgezeichnet noch einfach. Ich stamme aus Ostdeutschland, aus einer Zeit, die von tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt war. Der Sozialismus, in dem ich geboren wurde, wich der turbulenten Phase der Wiedervereinigung. Diese Zeit hat mich geprägt und mir frühzeitig gezeigt, dass Veränderungen unvermeidlich sind und man sich ihnen anpassen muss, um erfolgreich zu sein.
Meine ersten Erfahrungen mit Erfolg und Misserfolg machte ich im Sport. Als Leichtathlet war ich mehrfacher Landesmeister und hatte das Ziel, bei den Olympischen Spielen anzutreten. Doch dieses Ziel zerplatzte jäh, als eine Verletzung meine sportliche Karriere beendete. Diese Erfahrung war bitter, aber sie lehrte mich, dass das Leben oft unvorhersehbare Wendungen nimmt. Der Umgang mit diesem Rückschlag hat mich nachhaltig geprägt. Ich musste lernen, mich neu zu orientieren und andere Ziele zu finden.
Die ersten Schritte
Nach dem abrupten Ende meiner sportlichen Laufbahn wandte ich mich dem Studium zu, um eine neue Richtung in meinem Leben zu finden. Doch das Studium allein war nicht genug, um meinen Drang nach Selbstverwirklichung zu stillen. Gemeinsam mit meinem Onkel, Uwe Kasper, begann ich meine ersten Schritte im Geschäftsleben. Während meiner Studienzeit arbeitete ich in Bars, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber meine wahre Leidenschaft lag in den unternehmerischen Projekten, die wir nebenbei starteten.
Der Verkauf der Dresdner Christstollen erwies sich als eine überraschend erfolgreiche Geschäftsidee. Was als saisonales Geschäft begann, entwickelte sich schnell zu einem stabilen Einkommensstrom. Die Lektionen, die ich aus diesen ersten unternehmerischen Erfahrungen lernte, waren wertvoll: Ich lernte, wie wichtig es ist, eine Nische zu finden, in der man sich spezialisieren kann, und gleichzeitig flexibel genug zu bleiben, um auf Veränderungen im Markt zu reagieren.
Lernen aus Rückschlägen
Trotz des Erfolgs mit den Dresdner Christstollen war unser Weg nicht frei von Rückschlägen. Die ersten größeren unternehmerischen Versuche, wie die Gründung einer Agentur für Absatzförderung im Jahr 2007, verliefen nicht so erfolgreich, wie wir es uns erhofft hatten. Unser Modell der Lead-Generierung scheiterte und wir mussten uns erneut umorientieren. Solche Rückschläge waren hart, aber sie lehrten mich eine wichtige Lektion: Scheitern gehört zum unternehmerischen Prozess. Jeder Misserfolg ist eine Gelegenheit, aus Fehlern zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Misserfolge werden dich dein ganzes Leben verfolgen.
Ich sage mir immer: „Ich bin nur einen großen Fehler entfernt, den nächsten großen Schritt zu machen.“
Das „All-in-Prinzip“
Während dieser Zeit entwickelte ich das „All-in-Prinzip“, das bis heute die Grundlage meines unternehmerischen Handelns bildet. Es bedeutet, sich voll und ganz auf seine Ziele zu konzentrieren und bereit zu sein, alles zu geben, um diese zu erreichen. Dieser Ansatz half mir, die notwendige Entschlossenheit zu entwickeln, die es braucht, um in der Geschäftswelt erfolgreich zu sein. Auch wenn unsere ersten unternehmerischen Versuche nicht immer erfolgreich waren, legten sie den Grundstein für das, was später folgen sollte. Die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit sammelte, halfen mir, die Herausforderungen des Unternehmertums besser zu verstehen und mich auf das vorzubereiten, was noch kommen würde.
Fazit: Die Bedeutung des Dranbleibens
Rückblickend betrachtet ist die wichtigste Lektion aus dieser Anfangszeit die Bedeutung von Durchhaltevermögen und Anpassungsfähigkeit. Der Weg zum Erfolg ist selten geradlinig und erfordert oft, dass man sich immer wieder neu orientiert und auf neue Herausforderungen einstellt. Doch wer an seinen Zielen festhält, sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt und bereit ist, hart zu arbeiten, wird langfristig erfolgreich sein. Heute, als CEO von Brandible, blicke ich auf diese Anfangszeit mit Dankbarkeit zurück, denn sie hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben und sich ständig weiterzuentwickeln.
Autor
Danilo Schmidt ist Gründer und CEO von Brandible, einem der top Online-Anbieter in Europa, wenn es um das Thema Werbemittel geht. Brandible bietet über 150.000 verschiedene und individualisierbare Werbeartikel an.
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Jubiläumssensation: 10 Jahre ‚Die Höhle der Löwen‘ – Rückkehr der Ur-Löwen und neue Gesichter
Die Erfolgsshow „Die Höhle der Löwen“ feiert ihr 10-jähriges Bestehen und verspricht eine Staffel voller Überraschungen. Mit der Rückkehr von Ur-Löwen und neuen, innovativen Start-ups steht die 16. Staffel ganz im Zeichen dieses besonderen Jubiläums.
Seit 2014 begeistert „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) ein Millionenpublikum und hat sich als unverzichtbare Plattform für Start-ups etabliert. Die Show hat in den vergangenen zehn Jahren nicht nur Gründerträume wahr werden lassen, sondern auch die deutsche Fernsehwelt revolutioniert. Die 16. Staffel, die am 2. September 2024 startet, markiert einen besonderen Meilenstein in der Geschichte von DHDL – mit einem Mix aus Nostalgie und Innovation.
Die Rückkehr der Ur-Löwen:
Eine der größten Überraschungen der Jubiläumsstaffel ist die Rückkehr der beiden Ur-Löwen Frank Thelen und Jochen Schweizer. Frank Thelen, der Tech-Unternehmer, war von Anfang an dabei und hat zahlreiche Deals abgeschlossen, die bis heute als Erfolgsbeispiele gelten. Jochen Schweizer, bekannt als Pionier im Erlebnisbereich, prägte die Show mit seiner charismatischen und visionären Art. Beide kehren in der vierten Folge der Staffel zurück und versprechen, mit frischem Enthusiasmus erneut spannende Deals abzuschließen. Für langjährige Fans ist dies ein emotionaler Höhepunkt, der die Ursprünge der Show wieder aufleben lässt.
Neuzugänge und altbewährte Investoren:
Neben den Rückkehrern werden auch neue Investoren das Löwenrudel bereichern. Tijen Onaran, eine erfolgreiche Unternehmerin und Expertin für digitale Transformation, bringt frischen Wind in die Show. Ihr Fokus auf Diversity und digitale Netzwerke spiegelt die sich wandelnde Start-up-Landschaft wider und ergänzt die Expertise der etablierten Investoren wie Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Judith Williams.
Judith Williams, die Beauty-Expertin und langjährige Löwin, kehrt ebenfalls zurück und repräsentiert die starke weibliche Präsenz in der Gründerszene. Ihre Erfahrung und ihr feines Gespür für Trends haben in der Vergangenheit zahlreiche Gründer inspiriert und deren Produkte auf Erfolgskurs gebracht.
Ein Jahrzehnt der Innovation:
In den letzten zehn Jahren hat DHDL nicht nur unzählige Deals vermittelt, sondern auch das Verständnis für Unternehmertum in Deutschland verändert. Die Show hat Start-ups wie Ankerkraut, Little Lunch und Veluvia hervorgebracht, die heute nicht mehr aus den Supermarktregalen wegzudenken sind. Diese Erfolgsgeschichten motivieren junge Gründer weiterhin, den Schritt in die „Höhle“ zu wagen und ihre Visionen den Investoren vorzustellen.
Die Jubiläumsstaffel knüpft an diese Tradition an und präsentiert eine beeindruckende Vielfalt an neuen Ideen. Schon in der ersten Folge erwarten die Zuschauer spannende Pitches, darunter eine innovative Online-Plattform und ein elektronisches Wärmepad. Es bleibt abzuwarten, welche dieser Ideen das Potenzial haben, in die Fußstapfen der bisherigen Erfolgsgeschichten zu treten.
Spannung und Emotionen:
Die Dynamik zwischen den Investoren bleibt auch in der 16. Staffel ein zentraler Aspekt der Show. Während die erfahrenen Löwen um die besten Deals kämpfen, bringen die neuen Investoren frische Perspektiven und sorgen für zusätzliche Spannung. Besonders das Zusammenspiel zwischen den Rückkehrern und den neuen Gesichtern verspricht unterhaltsame Verhandlungen und emotionale Momente.
Ein weiteres Highlight der Jubiläumsstaffel ist die besondere Würdigung der vergangenen zehn Jahre. In Rückblicken werden die größten Erfolge und emotionalsten Momente der Show noch einmal beleuchtet. Dies verleiht der Staffel nicht nur Tiefe, sondern auch eine besondere Atmosphäre, die sowohl alteingesessene als auch neue Zuschauer in ihren Bann ziehen wird.
Fazit:
Die 16. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ bietet alles, was das Herz eines Fans höher schlagen lässt: die Rückkehr von alten Bekannten, spannende neue Gesichter und eine Fülle an innovativen Ideen. Das Jubiläum wird zu einem Fest für Gründer , Investoren und Zuschauer gleichermaßen und zeigt, dass die Erfolgsstory von DHDL auch nach zehn Jahren noch lange nicht zu Ende ist.
Bild:V.l.: Nils Glagau, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Tillman Schulz, Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Tijen Onaran, Janna Ensthaler, Jochen Schweizer Foto: RTL / Boris Breuer
Prozente Momente bietet ein breites Sortiment an personalisierbaren Produkten, die Ihre Urlaube und Events mit einzigartigen und unvergesslichen Erlebnissen bereichern
Wie würden Sie Prozente Momente und die Menschen, die hinter diesem Startup stehen, einem neuen Publikum vorstellen?
Prozente Momente ist dein Onlineshop für Urlaub-, Strand- und Partyprodukte mit hohem Spaßfaktor! Hier präsentieren wir dir dein Outfit für den nächsten JGA oder Malle-Urlaub sowie viele praktische Accessoires. Mit unseren Produkten rockst du jedes Event und machst die Momente unvergesslich!
Welche Vision verfolgt Prozente Momente, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese Vision in die Realität umzusetzen?
Unsere Vision ist es, jede Feier und jeden Moment besonders zu machen, mit einem speziellen Fokus auf (Malle-)Urlaub und Après-Ski in unserem Produkt-Sortiment. Wir erweitern ständig unser Angebot und verbessern unsere Services, um die Erwartungen unserer Kunden zu übertreffen.
Wer gehört zur Zielgruppe von Prozente Momente, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse und Erwartungen erfüllt werden?
Sich jung und frech fühlende Menschen, die ihre Feiern mit einzigartigen Momenten personalisieren wollen, sind unsere Hauptzielgruppe. Durch direktes Kundenfeedback, einem Kunden-Loyalitäts-Programm und Newsletter-Marketing holen wir uns Feedback ein und passen unser Sortiment stets an den Bedarf und Wünsche unserer Kunden an.
Mit welchen Herausforderungen sieht sich Prozente Momente aktuell konfrontiert, und welche Strategien haben Sie entwickelt, um diese zu bewältigen?
Die Herausforderungen liegen hauptsächlich in der ständigen Anpassung an Trends sowie in der profitablen Neukundengewinnung. Unsere Strategie ist liegt in der agilen Weiterentwicklung unserer Marke und unseres Produktsortiments sowie in der Kooperation mit Trendsettern aus unseren Themenwelten.
Was unterscheidet Prozente Momente von anderen Anbietern auf dem Markt, und was ist Ihr einzigartiges Verkaufsargument?
Unser USP ist die umfassende Personalisierungsmöglichkeit bei dem Großteil unserer Produkte. Wir ermöglichen damit unseren Kunden, ihre Individualität auszudrücken und sich frei zu fühlen.
Welche besonderen Erfolge konnte Prozente Momente bereits verzeichnen, die Ihre Position auf dem Markt gestärkt haben?
Im Juli 2024 haben wir den Song „Prozente Momente“ veröffentlicht, der in unserer Community schnell zum Mitsing-Hit für jedes Event wurde. Ein weiterer großer Erfolg war die Einführung eines Kunden-Loyalitätsprogramms, das zunächst mit maßgeschneiderter Kommunikation begann und nun weiter ausgebaut wird.
Wie sehen die langfristigen Ziele und zukünftigen Entwicklungen von Prozente Momente aus, und welche neuen Projekte sind in Planung?
Wir sind dabei unser Produktsortiment durch Kooperationen mit Partnern auszubauen bzw. zu erweitern. Für nächstes Jahr planen wir eine exklusive Prozente Momente Mallorca Reise, um unvergessliche Momente zu schaffen. Langfristig möchten wir uns als Lifestyle-Brand in unserem Segment positionieren.
Welche Rolle spielt Innovation bei Prozente Momente, und wie tragen neue Technologien zur Verbesserung Ihrer Dienstleistungen bei?
Prozente Momente steht für Vielseitigkeit und Innovation. Wir nutzen neueste Technologien, um unseren Online-Shop, unsere Produktionsprozesse und unsere Kommunikation zu optimieren und das Kundenerlebnis weiter zu verbessern.
Können Sie ein Beispiel dafür geben, wie Prozente Momente direkt zur Lösung von Kundenproblemen beigetragen hat?
Klar! Ein Junggesellenabschied stand an und es wurden Komplett-Sets für alle Teilnehmer benötigt. Dank unserer flexiblen Produktanpassungen konnten wir die Wünsche des Kunden punktgenau umsetzen und damit den perfekten Party-Look für die gesamte Truppe schaffen. So wurde der Junggesellenabschied zu einem unvergesslichen Highlight!
Was würden Sie als die größte Herausforderung bei der Unternehmensgründung von Prozente Momente bezeichnen, und wie haben Sie diese gemeistert?
Die Skalierung unseres Produktionsprozesses war wohl die größte Herausforderung bisher. Deshalb haben wir dafür eine in-house Produktionslinie aufgebaut und starke Partnerschaften mit lokalen Lieferanten geschlossen.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein erfolgreiches Unternehmen in Ihrer Branche aufbauen möchten?
Das Wichtigste: Kennt eure Zielgruppe, bleibt maximal flexibel und nutzt technologische Möglichkeiten, um eure Prozesse zu optimieren.
Wie sehen Sie die Rolle von Prozente Momente in der zukünftigen Entwicklung der Branche, in der Sie tätig sind?
Mit Prozente Momente wollen wir immer am Nabel der Zeit sein, indem wir Trends setzen und auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Mit innovativen Produkten für einzigartige Momente ist es unsere Vision, die Nummer 1 für Party-, Malle- und Après-Ski-Momente in Deutschland zu sein.
Bildcredits eCoverce GmbH
Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Ein starkes Business-Netzwerk ist entscheidend für den Erfolg in der heutigen Geschäftswelt. Es hilft, neue Geschäftsmöglichkeiten zu entdecken, von erfahrenen Kollegen zu lernen und Unterstützung bei Herausforderungen zu erhalten. Netzwerke sind mehr als nur Kontakte. Sie sind Beziehungen, die auf Vertrauen und gegenseitigem Nutzen basieren. Ein gut gepflegtes Netzwerk kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.
Grundsteine für ein erfolgreiches Netzwerk
Der Aufbau eines Netzwerks beginnt mit der eigenen Einstellung. Offenheit, Neugier und der Wunsch, anderen zu helfen, sind essenziell. Hier sind einige Schritte, um den Grundstein für ein erfolgreiches Netzwerk zu legen:
Ziele setzen: Überlegen Sie sich, was Sie mit Ihrem Netzwerk erreichen möchten. Sind Sie auf der Suche nach neuen Kunden, Partnern oder Mentoren? Klare Ziele helfen, den Fokus zu behalten.
Authentizität zeigen: Seien Sie authentisch und ehrlich in Ihren Interaktionen. Menschen schätzen Ehrlichkeit und können falsche Absichten oft schnell durchschauen.
Gemeinsame Interessen finden: Finden Sie Gemeinsamkeiten mit den Personen, die Sie treffen. Gemeinsame Interessen oder Ziele schaffen eine natürliche Basis für Gespräche und Beziehungen.
Wert bieten: Überlegen Sie, wie Sie anderen helfen können. Netzwerken sollte nicht nur darum gehen, was Sie bekommen, sondern auch darum, was Sie geben können.
Netzwerken in der Praxis
Aktives Netzwerken erfordert Engagement und Zeit. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Hier sind einige praktische Tipps:
Events besuchen: Nehmen Sie an Branchentreffen, Konferenzen und Seminaren teil. Diese bieten hervorragende Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen.
Online-Netzwerke nutzen: Plattformen wie LinkedIn bieten großartige Möglichkeiten, um mit Fachleuten weltweit in Kontakt zu treten. Pflegen Sie Ihr Profil und beteiligen Sie sich an Diskussionen in relevanten Gruppen.
Nachbereitung: Nach einem Treffen oder einem Event ist es wichtig, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Senden Sie eine kurze Nachricht, um sich für das Gespräch zu bedanken und Interesse an weiterem Austausch zu zeigen.
Regelmäßiger Kontakt: Halten Sie regelmäßig Kontakt zu Ihren Netzwerken. Das kann durch kurze Nachrichten, Anrufe oder gemeinsame Treffen geschehen. Kontinuität ist der Schlüssel zum Aufbau langfristiger Beziehungen.
Herausforderungen und wie man sie überwindet
Netzwerken kann herausfordernd sein, besonders für introvertierte Personen oder für diejenigen, die neu in einer Branche sind. Hier sind einige häufige Herausforderungen und wie man sie meistert:
Zeitmangel: Netzwerken erfordert Zeit, die oft knapp ist. Planen Sie feste Zeiten in Ihrem Kalender ein, um sich mit Ihrem Netzwerk zu beschäftigen.
Unsicherheit überwinden: Viele Menschen fühlen sich unsicher, wenn sie neue Leute treffen. Übung hilft. Beginnen Sie mit kleinen Schritten und setzen Sie sich erreichbare Ziele.
Qualität vor Quantität: Ein großes Netzwerk ist nicht immer besser. Es ist wichtiger, tiefe und bedeutungsvolle Beziehungen zu haben als viele oberflächliche Kontakte.
Kulturelle Unterschiede: Beim Netzwerken über Landesgrenzen hinweg ist es wichtig, kulturelle Unterschiede zu beachten. Respekt und Sensibilität gegenüber anderen Kulturen fördern das Verständnis und die Zusammenarbeit.
Langfristiger Erfolg durch Netzwerken
Ein starkes Netzwerk bringt langfristigen Erfolg und sollte daher kontinuierlich gepflegt werden. Hier sind einige Strategien, um den langfristigen Nutzen zu maximieren:
Mentorship: Finden Sie einen Mentor und bieten Sie auch selbst Mentorship an. Mentoren können wertvolle Ratschläge und Perspektiven bieten.
Lernen und Wachsen: Nutzen Sie Ihr Netzwerk, um ständig zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Austausch von Wissen und Erfahrungen ist ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Netzwerke.
Vertrauen aufbauen: Vertrauen ist das Fundament jedes Netzwerks. Seien Sie zuverlässig, halten Sie Ihre Versprechen und respektieren Sie die Zeit und das Wissen anderer.
Diversität: Ein vielfältiges Netzwerk bringt unterschiedliche Perspektiven und Ideen. Suchen Sie bewusst den Kontakt zu Menschen aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Hintergründen.
Der Aufbau eines starken Business-Netzwerks ist eine lohnende Investition. Es erfordert Zeit, Engagement und die richtige Einstellung. Durch Authentizität, regelmäßigen Kontakt und den Wunsch, anderen zu helfen, können Sie ein Netzwerk aufbauen, das Ihnen langfristigen Erfolg und Unterstützung bietet. Nutzen Sie die Chancen, die sich Ihnen bieten, und denken Sie daran, dass jedes Gespräch und jede Beziehung zählt.
Datensicherheit im Rechnungswesen – So schützen Startups sensible Daten
Die Zunahme an digitalen Prozessen sorgt dafür, dass Startups große Mengen an Daten sammeln. Hierbei handelt es sich unter anderem um personenbezogene und sensible Daten von Kunden und Geschäftspartnern. Damit diese nicht in die Hände Dritter fallen und Missbrauch verhindert wird, bedarf es eines ausreichenden Datenschutzes. Dementsprechend müssen Startups Sicherheitsmaßnahmen in den Betrieb integrieren, die einen hohen Datenschutz gewährleisten.
Darum ist der Datenschutz im Rechnungswesen besonders wichtig
Insbesondere im Rechnungswesen kommt es zur Verarbeitung von sensiblen Daten, sodass eine hohe Datensicherheit in diesem Unternehmensbereich von großer Bedeutung ist. Zu den sensiblen Daten, mit denen im Rechnungswesen gearbeitet wird, zählen unter anderem:
Transaktionsdetails
Buchhaltungsdokumente
Steuerunterlagen
Zwar sind Startups hauptsächlich mit der Entwicklung von Innovationen, die die Welt verändern, beschäftigt, allerdings muss dabei stets auch der Datenschutz berücksichtigt werden. Grund hierfür ist, dass ein unzureichender Datenschutz schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen kann, wie einen Verlust oder einen Diebstahl der Daten. Hierdurch können nicht nur finanzielle Schäden, sondern auch rechtliche Konsequenzen entstehen, da Gesetzgeber bestimmte Anforderungen an die Datensicherheit von Unternehmen stellt. Werden gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten, kann dies neben Geldstrafen auch Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen. Zudem führt ein unzureichender Datenschutz, welcher den Diebstahl vertraulicher Daten ermöglicht, zu einem Vertrauensverlust bei Kunden und Geschäftspartnern. Dies kann sich wiederum negativ auf das Image der Marke auswirken, sodass es derartige Vorfälle unbedingt zu vermeiden gilt.
Nutzung moderner Verschlüsselungstechnologien
Eine wichtige Maßnahme, um den Schutz von sensiblen Daten zu gewährleisten und für eine hohe Datensicherheit zu sorgen, stellt der Einsatz von modernen Verschlüsselungstechnologien dar. Hierbei werden zu übermittelnde oder zu speichernde Informationen auf eine Weise verschlüsselt, die es ausschließlich autorisierten Personen erlaubt, diese bei Bedarf auszulesen. Verschlüsselungen können unterschiedlich komplex ausfallen, abhängig vom Anwendungsfall, doch da im Rechnungswesen sensible Daten verwaltet werden, empfiehlt sich der Einsatz einer komplexen Verschlüsselung, um den Schutz der Daten zu gewährleisten.
Integration von Zugriffsmanagementsystemen
Neben dem Einsatz von Verschlüsselungstechnologien können Startups auch ein geeignetes Zugriffsmanagementsystem innerhalb des Betriebs integrieren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ausschließlich befugte Personen Zugriff auf den jeweiligen Datensatz haben. Dabei müssen Startups Richtlinien einführen, die definieren, welche Personen auf bestimmte Datensätze zugreifen dürfen und auf welche Weise der Zugriff gewährt werden soll. Damit es zu keinen Fehlern kommt, sollte das Zugriffsmanagement im Rahmen regelmäßiger Überprüfungen überwacht werden. Wenn nur autorisierte Personen Zugriff auf sensible Finanzdaten haben, schützt dies präventiv vor einem potenziellen Missbrauch und stärkt die Datensicherheit innerhalb des Rechnungswesens sowie in anderen Unternehmensbereichen. Dass nur autorisierte Personen Zugriff auf bestimmte Daten erhalten, kann unter anderem durch eine Mehrfaktorauthentifizierung erwirkt werden.
Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter
Da einige Mitarbeiter regelmäßig mit sensiblen Daten arbeiten, bedarf es einer Sensibilisierung dieser Mitarbeiter hinsichtlich datenschutzrechtlicher Aspekte. Startups können umfangreiche Schulungen implementieren, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter stets auf dem aktuellen Stand sind, was die Datensicherheit betrifft. Im Rahmen solcher Schulungen können Startups Mitarbeiter mit häufig zum Einsatz kommenden Scam-Versuchen vertraut machen, zu denen unter anderem Social Engineering und Phishing zählen. Auf diese Weise lässt sich die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass die eigenen Mitarbeiter auf einen solchen Betrugsversuch hereinfallen.
Es gilt zudem, das Sicherheitsbewusstsein von Angestellten zu stärken und diesen klarzumachen, dass verdächtige Aktivitäten sofort gemeldet werden sollten, um frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Entwicklung und Kommunikation von unternehmensinternen Sicherheitsrichtlinien sorgt dafür, dass Mitarbeiter genau wissen, wie sie mit sensiblen Daten umzugehen haben.
Implementierung von Backup-Strategien
Der Verlust von Daten kann zu erheblichen Problemen führen und zur Entstehung von finanziellen Engpässen, sodass die Implementierung von Backup-Strategien für Startups von großer Wichtigkeit ist. Die regelmäßige Datensicherung sorgt dafür, dass Startups ihre Finanzdaten im Ernstfall bei Bedarf wiederherstellen können. Die Einrichtung von automatisierten Backups, die regelmäßig automatisch Sicherheitskopien relevanter Daten erstellen, stellt einen großen Vorteil dar. Grund hierfür ist, dass kein manueller Aufwand erforderlich ist, um eine hohe Datensicherheit zu gewährleisten.
Es ist empfehlenswert, sogenannte Offline-Backups durchzuführen, wobei die Backups an sicheren Orten aufbewahrt werden, die geografisch voneinander getrennt sind. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass bei Bedarf eine Wiederherstellung der Daten möglich ist, auch wenn es an einem Ort zu physischen Schäden kommt, wodurch ein einzelnes Backup zerstört wird. Um zu gewährleisten, dass die Daten in der Praxis tatsächlich wiederhergestellt werden können, sollten regelmäßig entsprechende Tests durchgeführt werden.
Einführung moderner Softwarelösungen
Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Datensicherheit innerhalb eines Startups besteht in der Nutzung von modernen Softwarelösungen. Veraltete IT-Produkte können eine höhere Angriffsfläche bieten, sodass ausschließlich Softwarelösungen zum Einsatz kommen sollten, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Der Gesetzgeber hat mit dem Wachstumschancengesetz eine Pflicht zur Verwendung elektronischer Rechnungen ab 2025 eingeführt. Von dieser sind auch viele Startups betroffen, da sie für sämtliche Firmen gilt, die Umsätze im B2B-Bereich erwirtschaften. Dementsprechend müssen Startups auf eine geeignete Softwarelösung setzen, welche das Schreiben von gesetzeskonformen Rechnungen ermöglicht. Dabei kann eine moderne Softwarelösung auch bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich des Datenschutzes unterstützen, sofern die jeweilige Software die Anforderungen der sogenannten Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllt.
Der „Camino Frances“, der vermutlich bekannteste Jakobsweg, führt durch Nordspanien nach Santiago de Compostela.
Alljährlich pilgern ihn Tausende von Menschen mit den unterschiedlichsten Zielen: Sie möchten sich körperlich herausfordern, spirituelle Einsichten gewinnen oder sie treibt der Drang nach Veränderung im Privaten und/oder im Beruflichen. In zahlreichen Gesprächen bestätigten mir Mitpilgernde* ihren Wunsch, beruflich neu starten zu wollen. Raus aus Corporate, rein ins Unternehmertum – das Gefühl der Freiheit während des Pilgerns ins Berufliche übersetzen. Nicht selten folgt auf eine Pilgerreise die Gründung eines ersten Startups. Neben der Erkenntnis, sich verändern zu wollen, lernen viele auf einer Pilgerreise aber noch vieles mehr, was ihnen bei der Gründung ihres Startups helfen wird. Mal anders gedacht, 7 Lektionen, die helfen können:
1. Planung ist das A und O
Planung ist das A und O fürs Pilgern: die Route wählen, den Rucksack RICHTIG nur mit dem Nötigsten packen, Zieldestinationen vorher überlegen, auch, wenn es später womöglich anders kommt. Zwar ist der Weg das Ziel, aber Vorbereitungen minimieren unerwartete Schwierigkeiten. Gleiches gilt für Startup-Gründung. Alles startet mit der soliden Planung: Businessplan, Marktanalyse und Finanzplanung. Es benötigt eine fokussierte Vision und eine erste klare Strategie, die den Weg zum Erfolg ebnet und dabei hilft, Hürden zu meistern. Fokus ist „Key“: klar, simple, prägnant.
2. Am Ball bleiben
Trotz genauer Planung treten häufig unvorhergesehene Herausforderungen wie Dauerregen, Verlust von wichtigen Gegenständen, Verletzungen wie Blasen oder ähnliches auf. Erfolgreiche Pilger reagieren flexibel und passen ihre Pläne umgehend an, indem sie beispielsweise Tagesetappen kürzen, Pausentage nutzen oder ihre Laufstrategie anpassen. Auch Startups unterliegen der Notwendigkeit, flexibel zu agieren und am Ball zu bleiben. Marktvolatilitäten, Unsicherheiten, Ambiguitäten können ökonomische oder politische Bedingungen sehr schnell verändern. Ein agiles Mindset ermöglicht es, auf Veränderungen adäquat/schnell zu reagieren, Pivot-Strategien zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu sein, zu werden, zu bleiben.
3. Resilienz und Durchhalten, dann wenn der „Kopf streikt“
Der lange, oft anstrengende Weg, in meinem Fall rund 1000 km, erfordert mentale und körperliche Stärke. So oft gibt es Momente, in denen man aufgeben, abbrechen oder einfach nicht mehr laufen möchte. Selbst, wenn der Körper noch mitmacht, streikt manchmal der Kopf. Daher gilt es, Durchhaltevermögen zu zeigen, um Erfolg zu haben und eine tiefgreifende Belohnung zu erleben. Der Weg eines Startups ist ebenfalls selten einfach. Finanzielle Engpässe, Personalprobleme und Wettbewerbsherausforderungen sind nur einige Aspekte, die Schwierigkeiten bereiten können. Auch hier gilt: Resilienz und Durchhaltevermögen sind entscheidend, um langfristig und nachhaltig erfolgreich zu sein.
4. Die Kraft des Netzwerks und der Community
Das Erleben einer starken Gemeinschaft und die gegenseitige Unterstützung auf den Pilgerwegen und in den Herbergen ist eine herausragende Erfahrung. Aus diesen Kontakten können sich schnell wertvolle Netzwerke sogar Freundschaften bilden. Gleiches gilt für Startups. Netzwerke sind überlebenswichtig. Mentoren, Investoren und erfahrene Startup-Gründer bieten Feedback, Tipps und Ressourcen, die Türen öffnen und das Wachstum des Startups schnell fördern können. Die Offenheit für diese Tipps und Feedbacks kann entscheidend für den Erfolg eines Startups sein.
5. Auf sich Acht geben und Zeit zur Reflexion gewähren
Selbst wenn sich die Natur um einen herum verändert, der Akt des Wanderns ist eher monoton. Doch diese Monotonie ist hier vorteilhaft, denn gerade sie erlaubt es, über Leben, Ziele und Prioritäten zu reflektieren. Über diese Reflexion gewinnt man Klarheit und einen tiefen Einblick in die persönlichen und beruflichen Wünsche und Ziele. Im Startup-Kontext gibt es eine solche Monotonie des Handelns weniger, weshalb die Zeit zur Reflexion gezielt eingeplant werden muss. Denn auch hier ist es wichtig, innezuhalten, um den erreichten Fortschritt zu reflektieren und aus Erfolgen und auch aus Fehlern zu lernen. Die gezielte Einbettung von Reflexionsphasen bedeutet hier auch eine gewisse Achtsamkeit gegenüber der unternehmerischen Entwicklung.
6. Selbstfürsorge
Pilger müssen auf ihren Körper hören und ihre mentale Stärke entwickeln. Regelmäßige Pausen, gute Ernährung und ausreichender Schlaf sind unerlässlich, auch der Seele muss mal etwas Gutes getan werden. Die Gründung eines Unternehmens kann zu Burnout führen, wenn Selbstfürsorge vernachlässigt wird. Gründer sollten ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und persönlichem Leben finden, um langfristig gesund und produktiv zu bleiben. Auch wenn die Arbeit häufig gefühlt einen 24-Stunden-Dienst erfordert, sind Auszeiten wichtig und ohne Selbstfürsorge läuft man schnell Gefahr, den Erfolg zu riskieren.
7. Freude am Prozess
Obwohl eigentlich das Endziel wichtig ist, erkennen viele Pilger den wahren Wert ihrer Reise in den täglichen Erfahrungen und den schönen Momenten, die sie während ihrer Wanderung erleben. Auch bei der Gründung eines Startups ist es wichtig, den Prozess zu genießen. Es sind auch die kleinen gemeisterten Herausforderungen und Lernkurven, die den Weg zum Erfolg ebnen und alltäglich zeigen, dass sich die Reise lohnt. Gründer sollten daher auch die täglichen Fortschritte und ihre kleinen Siege feiern.
Fotocredits/Fotograf: Barbara Keller
Fazit
1000 Kilometer auf dem Camino bieten also viel Lehrreiches für die Gründung und Führung eines Startups. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ob sorgfältige Vorbereitung, Anpassungsfähigkeit oder Durchhaltevermögen bis hin zu Netzwerken und Selbstfürsorge – die Erfahrungen auf dem Camino können Gründern wichtige Einsichten und Fähigkeiten vermitteln. Denn: Pilgern und Unternehmensgründung sind geprägt von Höhen und Tiefen sowie persönlichen und beruflichen Wachstumsphasen. Die Weisheiten des Camino unterstützen nicht nur den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens, sondern tragen auch dazu bei, eine erfüllte und ausgeglichene Reise zu erleben. „Buen Camino aka Buen Gründung“ für alle Startup-Gründer.
*dem Lesefluss halber bediene ich mich der männlichen Schreibweise, doch sind alle Geschlechter mitgedacht/einbezogen.
Titelbild:@privat
Autor
Dr. Thorsten Eger leitete HR-Funktionen internationaler Konzerne und KMUs. Er ist Partner einer Unternehmensberatung, selbst Startup-Gründer, Investor und international ausgezeichnet für innovative Organisationsentwicklung und D&I-Arbeit. Er doziert zu den Themen Führung und Selbstreflexion und berät Startup-Gründer und CEOs von Scale-ups.
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Eine effektive Marketing-Strategie ist der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Sie hilft, die richtigen Kunden zu erreichen, den Umsatz zu steigern und die Markenbekanntheit zu erhöhen. Doch wie entwickelt man eine solche Strategie? In diesem Beitrag erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine wirkungsvolle Marketing-Strategie erstellen.
Marktanalyse: Die Grundlage für Ihre Strategie
Der erste Schritt zur Entwicklung einer Marketing-Strategie ist eine gründliche Marktanalyse. Sie müssen den Markt, Ihre Zielgruppe und die Konkurrenz genau kennen.
Zielgruppenanalyse: Identifizieren Sie, wer Ihre potenziellen Kunden sind. Welche Bedürfnisse haben sie? Welche Probleme wollen sie lösen? Nutzen Sie Umfragen, Interviews und Marktforschung, um genaue Daten zu erhalten.
Konkurrenzanalyse: Analysieren Sie Ihre Mitbewerber. Was machen sie gut? Wo gibt es Schwächen? Welche Strategien nutzen sie? Diese Informationen helfen Ihnen, sich vom Wettbewerb abzuheben.
Markttrends: Beobachten Sie aktuelle Trends und Entwicklungen in Ihrer Branche. Welche neuen Technologien oder Produkte beeinflussen den Markt? Welche Veränderungen sind zu erwarten?
Eine gründliche Marktanalyse liefert Ihnen die notwendigen Informationen, um Ihre Strategie auf einer soliden Basis zu entwickeln.
Ziele setzen: Was wollen Sie erreichen?
Nachdem Sie den Markt analysiert haben, müssen Sie klare Ziele definieren. Diese Ziele sollten spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sein (SMART).
Umsatzziele: Setzen Sie sich konkrete Umsatzziele. Wie viel Umsatz wollen Sie in einem bestimmten Zeitraum erreichen? Diese Ziele helfen Ihnen, Ihre Fortschritte zu messen und Ihre Strategie anzupassen.
Markenbekanntheit: Ein weiteres Ziel kann die Steigerung der Markenbekanntheit sein. Wie viele Menschen sollen Ihre Marke kennen? Wie wollen Sie diese Bekanntheit messen?
Kundengewinnung: Definieren Sie, wie viele neue Kunden Sie gewinnen möchten. Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diese Kunden zu erreichen und zu überzeugen?
Klare Ziele geben Ihrer Marketing-Strategie eine Richtung und ermöglichen es Ihnen, den Erfolg zu messen.
Strategien und Maßnahmen: Der Weg zum Erfolg
Nachdem Sie Ihre Ziele definiert haben, entwickeln Sie konkrete Strategien und Maßnahmen, um diese zu erreichen. Hier sind einige bewährte Ansätze:
Content-Marketing: Erstellen Sie hochwertige Inhalte, die Ihre Zielgruppe ansprechen. Blogartikel, Videos, E-Books und Infografiken können dabei helfen, Ihre Expertise zu zeigen und Vertrauen aufzubauen.
Social Media Marketing: Nutzen Sie Social Media Plattformen, um mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten. Erstellen Sie relevante Beiträge, antworten Sie auf Kommentare und nutzen Sie gezielte Werbekampagnen.
Suchmaschinenoptimierung (SEO): Optimieren Sie Ihre Website für Suchmaschinen. Recherchieren Sie relevante Keywords, erstellen Sie hochwertige Inhalte und verbessern Sie die technische Struktur Ihrer Seite.
E-Mail-Marketing: Nutzen Sie E-Mail-Marketing, um Ihre Kunden regelmäßig über Neuigkeiten, Angebote und Inhalte zu informieren. Personalisierte E-Mails können die Kundenbindung stärken und den Umsatz steigern.
Werbung: Schalten Sie gezielte Werbung, um Ihre Reichweite zu erhöhen. Nutzen Sie dabei verschiedene Kanäle wie Google Ads, Facebook Ads oder Printmedien, um Ihre Zielgruppe effektiv zu erreichen.
Jede dieser Maßnahmen sollte genau geplant und umgesetzt werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Erfolg messen und optimieren: Kontinuierliche Verbesserung
Eine effektive Marketing-Strategie ist niemals statisch. Sie müssen regelmäßig überprüfen, wie gut Ihre Maßnahmen funktionieren und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.
Analyse-Tools: Nutzen Sie Analyse-Tools wie Google Analytics, um den Erfolg Ihrer Kampagnen zu messen. Welche Inhalte funktionieren am besten? Welche Kanäle bringen die meisten Besucher?
KPI-Überwachung: Definieren Sie wichtige Leistungsindikatoren (KPIs) und überwachen Sie diese regelmäßig. Dazu gehören beispielsweise Website-Traffic, Conversion-Rate, Kosten pro Klick (CPC) und Return on Investment (ROI).
Feedback einholen: Hören Sie auf das Feedback Ihrer Kunden. Was gefällt ihnen? Wo gibt es Verbesserungspotenzial? Nutzen Sie dieses Feedback, um Ihre Strategie zu optimieren.
Anpassungen vornehmen: Basierend auf den gesammelten Daten und dem Feedback sollten Sie Ihre Strategie kontinuierlich anpassen. Testen Sie neue Ansätze und Maßnahmen, um herauszufinden, was am besten funktioniert.
Durch eine regelmäßige Überprüfung und Optimierung stellen Sie sicher, dass Ihre Marketing-Strategie stets effektiv bleibt und sich den aktuellen Gegebenheiten anpasst.
Erfolgreiche Marketing-Strategie entwickeln
Die Entwicklung einer effektiven Marketing-Strategie erfordert eine gründliche Vorbereitung und kontinuierliche Anpassung. Beginnen Sie mit einer umfassenden Marktanalyse, um Ihre Zielgruppe und die Konkurrenz genau zu verstehen. Setzen Sie klare, messbare Ziele und entwickeln Sie konkrete Maßnahmen, um diese zu erreichen. Nutzen Sie verschiedene Marketing-Kanäle und optimieren Sie Ihre Strategie regelmäßig auf Basis von Daten und Feedback.
Mit einer gut durchdachten und flexibel angepassten Marketing-Strategie legen Sie den Grundstein für den Erfolg Ihres Unternehmens. Bleiben Sie stets offen für neue Entwicklungen und Trends, um Ihre Strategie kontinuierlich zu verbessern und Ihre Ziele zu erreichen. So können Sie langfristig erfolgreich am Markt agieren und Ihre Marke stärken.
„Wenn es um Resilienz geht, geht es auch immer um den Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit”
Prof. Heidi Stopper coacht Topmanager:innen für die Herausforderungen ihres Berufsalltags. Eine wichtige Frage, die dabei oft auftaucht: Wie kann ich resilienter werden? Im Gespräch erzählt die Unternehmerin, warum eine gesunde Distanz zur Arbeit von essenzieller Bedeutung für Resilienz ist, warum es langfristig unklug ist, seine Gefühle zu ignorieren, und wie schon kleine Rituale helfen, belastbarer zu werden.
„Resilienz bedeutet nicht, Krisen und Einschläge zu verhindern, sondern konstruktiv mit ihnen umgehen.“
herCAREER: Heidi, Resilienz wird manchmal als “Immunsystem der Psyche” bezeichnet – stimmt dieses Bild deiner Meinung nach?
Prof. Heidi Stopper: Ein Immunsystem ist ein Abwehrsystem. Resilienz ist allerdings kein Abwehrsystem, deswegen finde ich den Begriff etwas irreführend.
herCAREER: Was ist Resilienz dann?
Prof. Heidi Stopper: Menschen, die sehr resilient sind, haben die Fähigkeit, sich unter sehr schwierigen Umständen nicht zu verlieren und Wege zu finden, aus einer Krise gestärkt hervorzugehen. Im Coaching wünschen sich manche meiner Kund:innen, dass sie nichts mehr trifft, dass alles von ihnen abperlt wie von Teflon – das ist nicht Resilienz. Resilienz bedeutet nicht, Krisen und Einschläge zu verhindern, sondern konstruktiv mit ihnen umgehen. Der Begriff kommt aus der Materialkunde und beschreibt die Fähigkeit eines Materials, nach einer Verformung wieder in seine ursprüngliche Form zurückzufinden – oder darüber hinauszuwachsen.
herCAREER: Kann man resilient mit “belastbar” übersetzen?
Prof. Heidi Stopper: Wer belastbar ist, kann vieles aushalten. Wer resilient ist, hält vieles aus, nimmt keinen Schaden, lernt und wächst daran.
herCAREER: Du berätst vornehmlich Topmanager:innen – haben diese irgendetwas gemeinsam, wenn es um Resilienz geht?
Prof. Heidi Stopper: Topführungskräfte unterscheiden sich von anderen Mitarbeitenden an dieser Stelle nicht. Die Einschläge sind von außen betrachtet größerer Natur, weil es oft um Machtfragen geht und gelegentlich harte und unfaire Kämpfe stattfinden. Die Leute, die diese Funktionen ausüben, haben meistens vorher schon Resilienz gelernt, weil sie viel üben mussten. Und das ist die gute Nachricht: Resilienz lässt sich erlernen.
herCAREER: Wieso reicht es nicht, zu verstehen, dass Resilienz wichtig ist?
Prof. Heidi Stopper: Jede:r, der schon einmal Neujahrsvorsätze hatte, weiß, dass ein Verstehen und ein Plan nicht ausreichen. Zur Umsetzung gehört das Reflektieren unseres Zustands, das Zulassen und Anschauen unserer eigenen Gefühle.
herCAREER: Sprechen Führungskräfte gerne über ihre Gefühle?
Prof. Heidi Stopper: Führungskräfte haben genauso Emotionen wie alle Menschen, auch die negativen wie Eifersucht und Scham, auch sie sind verletzlich. Wenn es um Resilienz geht, geht es auch immer um den Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit. Was trifft uns? Warum trifft uns das? Das Jonglieren unterschiedlicher Interessenlagen kann emotional anstrengend sein, vor allem wenn unsere eigenen Erfolgsmuster, Werte und Prägungen dazukommen.
herCAREER: Gibt es aus deiner Erfahrung Spezifika, wenn es um weibliche Führungskräfte geht?
Prof. Heidi Stopper: Weibliche Führungskräfte haben alle Herausforderungen, die männliche Führungskräfte auch haben, und darüber hinaus zusätzliche, die mit Geschlechterstereotypen zu tun haben. Wir leben in einem patriarchalen System, das Frauen anders bewertet als Männer. Typische Erfolgsattribute sind männlich – Durchsetzungsstärke zum Beispiel. Ist eine Frau durchsetzungsstark, wirkt sie jedoch schnell “zickig” oder “manipulativ”.
herCAREER: Welche Alarmsignale sind dir bekannt, die darauf hindeuten, dass eine Erschöpfung zu groß ist und es Sinn machen würde, sich in Resilienz zu üben?
Prof. Heidi Stopper: Die kennen wir alle: Wir nehmen die Arbeit mit nach Hause. Wir schlafen entweder gar nicht ein oder wachen um 2, 3 Uhr auf und das Gedankenkarussell beginnt sich zu drehen. Aus der Burnout-Prophylaxe weiß man, dass wir dann Energiegeber abschneiden: Wir haben keine Lust mehr auf Sex, wir schlafen schlecht, wir ernähren uns ungesund. Entweder wir essen zu viel oder zu wenig oder zu ungesund oder trinken zu viel Alkohol. Oder wir verzichten gar a uf soziale Interaktion, Hobbies oder Sport.
herCAREER: Wie kann man gleichzeitig Distanz zu seiner Arbeit wahren und leidenschaftlich bleiben?
Prof. Heidi Stopper: Heute ist es generell schwer, in einer guten Distanz zu bleiben, weil sich das Rad so schnell dreht. Die letzten Jahre waren durch sehr viel Unsicherheit und Unvorhergesehenes gekennzeichnet. Dementsprechend viel Aktionismus und Chaos in der Antwort sieht man an allen Arbeitsplätzen, es ist alles unglaublich schnelllebig geworden.
herCAREER: Und wie kann man mehr Ruhe hineinbringen?
Pof. Heidi Stopper: Eine gesunde Distanz zur Arbeit ist wichtig. Das funktioniert etwa gut mit kleinen Abstandsritualen. Nach einem Acht-Stunden-Tag im Hamsterrad eine Runde joggen zu gehen, reicht da nicht aus.
herCAREER: Hast du ein Beispiel?
Prof. Heidi Stopper: Früher war ich einer der Menschen, die so lange den Snooze-Button am Wecker gedrückt haben, bis es nicht mehr ging, manchmal den Kaffee unter der Dusche getrunken, damit ich in 20 Minuten aus dem Haus war. Als Vorständin in einem Medienkonzern habe ich mich dann gefragt, wie ich meinen Tag strukturieren muss, damit ich gesund und leistungsfähig bleibe. Und da kamen die Abstandsrituale ins Spiel.
herCAREER: Wie sahen die aus?
Prof. Heidi Stopper: Ich habe meinen Morgen radikal anders gestaltet, ich stehe 1,5 Stunden früher auf als ich muss. Ich lese eine Stunde Zeitung im Bett mit Kaffee, schaue nicht aufs Handy. Die erste halbe Stunde in der Arbeit habe ich zunächst darauf verwendet, mich zu fragen, was heute wirklich wichtig ist – was in fünf Jahren rückblickend auch noch wichtig gewesen sein wird. Die zweite halbe Stunde habe ich mir für Austausch bei offener Tür mit meinen Mitarbeiter:innen reserviert zum persönlichen Austausch. Und dann ging erst der Meetingalltag los.
Dann hatte ich drei feste Rituale: Never lunch alone, ich habe jeden Mittag Mittagessen mit Netzwerkpflege gemacht. Nachmittags um vier habe ich immer einen Spaziergang gemacht, bei jedem Wetter. Wer ein Meeting mit mir wollte, musste mitkommen. Bevor ich nach Hause gegangen bin, habe ich überlegt: Was ist heute gut gelaufen? Was hat heute Spaß gemacht? Was wird morgen noch wichtig sein? Das habe ich mir aufgeschrieben, und dann bin ich raus.
herCAREER: Und das könnte jedem helfen?
Prof. Heidi Stopper: Wichtig ist nicht, zu tun, was ich getan habe. Entscheidend ist nicht das, was wir tun, sondern dass wir es regelmäßig tun. Es ist wichtig, regelmäßig aus dem Hamsterrad herauszutreten, so können wir gesunden Abstand zur Arbeit gewinnen.
herCAREER: Macht es eigentlich einen Unterschied, ob die Krisen aus dem privaten oder beruflichen Bereich herrühren?
Prof. Heidi Stopper: Den Unterschied macht, wie wir die Krisen empfinden. Für manche Menschen ist der Beruf so wichtig, dass sie berufliche Krisen als genauso immens wie Krisen im Privaten erleben.
herCAREER: Wie ist das bei dir?
Prof. Heidi Stopper: Ich hatte in meiner Arbeit viele Momente, in denen ich Resilienz üben musste, aber keine große Krise. Im Privaten dagegen hatte ich eine große Krise, als meine Schwester gestorben ist. Ich hatte meine Trauer vermieden, weil ich dachte, nie im Leben halte ich dieses Gefühl aus. Ich habe gelernt, dass man mit Unterstützung auch existentielle Krisen besser durchleben kann. Mein Coach hat mir geholfen, meine Trauer zuzulassen und greifbar zu machen. Ich hatte dann Trauer, aber die Trauer hatte nicht mich. Und das gilt meiner Meinung nach grundsätzlich: Wir dürfen Emotionen haben, aber die Emotionen dürfen uns nicht haben – nicht dauerhaft.
Prof. Heidi Stopper hat viele Jahre als Führungskraft und Vorstand im Personalbereich gearbeitet, zuletzt als Vorstand im MDAX. Coaching und Beratung von Führungskräften aller Ebenen, insbesondere des Topmanagements, waren immer ein wesentlicher Bestandteil ihrer Tätigkeit. Heute ist sie Unternehmerin, eine der gefragtesten Topmanagement-Coaches und Beraterin zum Thema Karriere und berufliche Positionierung. Sie sitzt in etlichen Beiräten, ist Kuratoriumsvorsitzende der Macromedia und leidenschaftliche Förderin von Frauen im Berufsleben. Mitte Oktober 2019 wurde Heidi Stopper die Honorarprofessur für Leadership & Organizational Behaviour an der Hochschule Macromedia verliehen.
Am 17. Oktober hält Prof. Heidi Stopper auf der herCAREER einen Vortrag zum Thema “Wie man Resilienz trainieren kann und warum sie für (zukünftige) Führungskräfte unverzichtbar ist”. Ort und Zeitpunkt finden Sie im Programm.
Bild: Prof. Heidi Stopper Topmanagement-Coach & Beraterin ehem. Vorstand im MDAX, Autorin und mehrfache Beirätin Fotograf Karin Volz
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Holistic Capital bietet einen kostenlosen Portfolio-Tracker, der alle Anlageklassen integriert, um Anlegern einen umfassenden Überblick über ihr Vermögen zu ermöglichen.
Wer sind die Gründer und die wichtigsten Personen ?
Ich bin Nico und einer der Gründer von Holistic. Nach meinen knapp 20 Jahren als Gründer und Geschäftsführer bei traum-ferienwohnungen.de bin ich nach meinem Exit auch immer mehr zum Investor geworden. Hier ist mir relativ schnell aufgefallen, dass es kein vernünftiges Tool gibt, das einem wirklich einen Gesamtüberblick über alle Investitionen liefern konnte. Unser Gründerteam besteht aus 5 Gründern mit unterschiedlichen Backgrounds: Entwicklung, Markenberatung, Investment Banking und mit Tarik haben wir einen der einflussreichsten deutschen Finanz-Influencer an Bord. Vervollständigt wird unser Team durch zwei herausragende junge Studien-Absolventen in den Bereichen Innovation und Markenaufbau, die viel positiven Drive und Verantwortung zu Holistic bringen.
Können Sie uns einen Überblick über Holistic Capital und seine Hauptfunktionen geben?
Mit Holistic bauen wir derzeit einen vollständig kostenlosen Portfolio-Tracker für wirklich alle Anlageklassen. Egal ob Aktien, Immobilien, Krypto, Bankkonten, Uhren oder ausgefallene Sammlerstücke – bei Holistic kann man alle Investments an einem Ort tracken und so einen Gesamtüberblick über die eigene Performance und das Gesamtvermögen erhalten. Portfolio-Tracking gewinnt zunehmend an Bedeutung und ermöglicht das Erkennen von möglichen Risiken und potenziellen Chancen zur Optimierung der eigenen Anlagen.
User von Holistic melden sich anonym an und können Konten und Depots mit wenigen Klicks per Schnittstelle anbinden. Zusätzlich erhalten User bereits automatisierte Pläne und Analysen für die verschiedensten Assetklassen. So wird beispielsweise bei der Assetklasse Immobilien mithilfe der Finanzierung ein automatisierter Tilgungsplan ermittelt und angezeigt, oder bei Aktien bereits Benchmarking zu anderen Assets angeboten. Nach und nach bauen wir diese Bereiche aus und können so immer tiefer in die Portfolio-Analyse eintauchen.
Was ist die Vision und wie planen Sie, diese zu erreichen?
Unsere Vision ist es, eine ganzheitliche und sichere Lösung für Anleger zu bieten, die Usern hilft, ihre Investments und private Altersvorsorge zu verstehen und zu optimieren. Im beruflichen Kontext kennen viele Leute ihre KPIs. Wenn es jedoch um die eigenen Finanzen geht, verlieren sie schnell den Überblick. Mit Holistic wollen wir dazu beitragen, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Investment auseinandersetzen und auch Freude daran entwickeln. Wir gestalten Holistic modern und intuitiv und legen großen Wert auf Automatisierung.
Je weniger Aufwand unsere User haben, desto mehr Spaß macht das tatsächliche Tracken und Verwalten der Vermögenswerte. Wir möchten ein großartiges Produkt entwickeln, das einen echten Mehrwert bieten kann – nicht nur im Bereich des Portfolio-Trackings, sondern in der Vermögensverwaltung und auch darüber hinaus. Auch das Thema Financial Literacy und Education wollen wir langfristig mit Holistic ansprechen. So können mithilfe von Family Accounts alle Familienmitglieder in unterschiedlichen Situationen, auch Kinder, finanzielles Know-How entwickeln.
Wie definiert Holistic Capital seine Zielgruppe und wie erfüllen Sie deren Bedürfnisse?
Holistic User zeichnen in der Regel In der bisherigen Beta-Testphase hatten wir überwiegend vermögendere User. Klassischerweise waren das Gründer nach einem Exit, Unternehmer oder auch Erben, die einen Überblick über ihr Gesamtvermögen suchten. Das liegt vor allem an den Assetklassen wie Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder Sammlerstücken. Haben Anleger 2 verschiedene Assets, dann können sie Holistic nutzen. Ab der dritten oder vierten Assetklasse wird Holistic dann wirklich nützlich und der Mehrwert steigt mit der Anzahl an Klassen. Holistic-User besitzen daher in der Regel mehr als drei verschiedene Assetklassen. Seit wir Holistic als komplett kostenloses Tool geöffnet haben, kommen nun auch immer mehr junge Leute zu uns und bringen neue Dynamik in unsere User-Allokation, was uns sehr freut.
Welche Herausforderungen hat Holistic Capital bisher erlebt und wie sind Sie damit umgegangen?
Die größte Herausforderung ist es, einen All-in-One-Überblick in eine mobile App zu integrieren. Es ist wirklich herausfordernd, jede Assetklasse bis ins Detail zu verstehen und dann im besten Fall, wenn überhaupt möglich, eine Vergleichbarkeit der Assets herzustellen und gemeinsam auf dem Main Dashboard darzustellen. Während viele Apps schon bei einem einzigen Thema Schwierigkeiten haben, arbeiten wir daran, ein Tool für gleich alle Assetklassen zu entwickeln. Dabei sind einfache Navigationen und das Filtern von relevanten Informationen entscheidend. Eine weitere Herausforderung ist die zukünftige Monetarisierung. Dank der Förderung durch die Stadt Bremen können wir die nächsten zwei Jahre in Ruhe am Produkt arbeiten. Wir haben viele Ideen und konkrete Pläne, wie wir Einnahmen generieren und gleichzeitig ein kostenloses Tool für die Nutzer bleiben können. Das mag schwierig erscheinen, ist aber machbar, wie ich aus meiner Zeit bei traum-ferienwohnungen.de gelernt habe.
Was unterscheidet Holistic Capital von anderen Portfolio-Trackern auf dem Markt?
Zunächst sehen wir andere Portfolio-Tracker nicht als Konkurrenz. Jeder sollte die Möglichkeit haben, seine Finanzen zu optimieren und für das Alter vorzusorgen. Grundsätzlich richten wir uns an eine andere Zielgruppe als die gängigen Tracker-Apps, was vor allem auf unser Zusatzangebot für Immobilien, Unternehmensbeteiligungen und Sammlerstücke zurückzuführen ist. Bei „Holistic“ sagt unser Name schon alles: Wir wollen wirklich alle Assets messbar machen und einen umfassenden Gesamtüberblick liefern.
Ein wesentlicher Unterschied ist, dass Holistic komplett kostenlos ist, was unsere Nutzer auch sehr schätzen. Wir Gründer sind selbst Investoren und haben dieses Tool aus Eigeninteresse entwickelt. Wir arbeiten bislang ohne Vergütung und sind unabhängig von VC Finanzierungen, was unsere Arbeit besonders persönlich macht und uns von anderen Tools abhebt. Gefördert werden wir hier von der Stadt Bremen als besonders innovatives, soziales und nachhaltiges Startup.
Unser Kundenservice ist ebenfalls ein großer Pluspunkt. Wir sind über verschiedene Kanäle erreichbar, ob WhatsApp, Live-Chat, E-Mail, Social Media oder Telefon – wir hören unseren Nutzern zu und bieten eine einfache Erreichbarkeit. Wenn ein User auf eine Live-Chat-Anfrage an einem Sonntagabend bei einem kostenlosen Tool eine direkte Antwort des Teams erhält, dann wirkt das magisch und schafft Vertrauen. Und das wollen wir mit Holistic bieten.
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Wie sieht die zukünftige Entwicklung von Holistic Capital aus? Welche neuen Features sind geplant?
Grundsätzlich fokussieren wir uns derzeit auf eine umfassende Abdeckung des Trackings für alle Assetklassen, und das wird die Grundlage von Holistic sein. Nachdem wir nun einen Auto-Connect zu mehr als 3.600 Banken und eine Reihe von Benchmarking-Möglichkeiten freigeschaltet haben, werden wir bald ein großes Update im Bereich Immobilien launchen. Aus unserer Sicht wird Holistic in Zukunft kein klassischer Portfolio-Tracker bleiben. Wir sehen die Zukunft in einem ganzheitlichen Tool zur Vermögensverwaltung – ein Tool für alles: „holistisch“ halt.
Ein sehr spannender und häufig nachgefragter Bereich ist auch ein Forecast für das Gesamtvermögen. In Deutschland haben wir mit der Rentenlücke einen hohen Unsicherheitsfaktor bei der Altersvorsorge. Hier wollen wir noch tiefer eintauchen und einen klaren Überblick über die finanzielle Situation bis nach dem beruflichen Einkommen bieten.
Welche Rückmeldungen haben Sie bisher von Ihren Nutzern erhalten und wie fließen diese in die Weiterentwicklung ein?
Wir pflegen einen sehr engen Kontakt mit unseren Usern. Unser Tool war lange in einer Beta-Testphase, in der wir eine limitierte Zahl an Usern mit Holistic tracken ließen und Feedback einsammelten. Dabei stehen wir in engem Austausch mit den jeweiligen HXCs der einzelnen Anlageklassen. Unsere User erhalten regelmäßig Umfragen und Möglichkeiten, Feedback zu geben, mit denen sie uns Verbesserungsvorschläge machen können.
Das klappt hervorragend, und die Nutzer geben uns wertvolle Informationen mit viel Engagement – als Dankeschön dafür, dass wir einen kostenlosen Service zur Verfügung stellen. Lustigerweise kommen vermögendere Nutzer zu uns immer mit ähnlichen Stories. Viele saßen vor Holistic stundenlang am Sonntag an der selbtgebauten und ungenauen Excel-Tabelle, anstatt die Zeit mit der Familie zu verbringen. Hier nehmen wir viel Zeit und lästige Arbeit ab und bekommen positive Rückmeldungen.
Welche Sicherheitsmaßnahmen haben Sie implementiert, um die Daten seiner Nutzer zu schützen?
Datensicherheit ist für uns und unsere User von höchster Bedeutung und spielt bei FinTechs eine zentrale Rolle. Wir sind aus Überzeugung unabhängig von Banken und Investoren und trennen personenbezogene von finanzbezogenen Daten. Diese Unabhängigkeit ist ein wichtiges Argument dafür, dass unsere Daten nicht in falsche Hände geraten. Wir sind alle selbst Investoren und bauen das Tool so, dass wir es auch bedenkenlos nutzen würden. Dafür arbeiten wir mit den größten Anbietern in Deutschland und auch weltweit zusammen und stellen so eine extreme Sicherheit her.
Unsere Nutzer können bei uns vollständig anonym bleiben und ihre Daten sind jederzeit sicher vor Zuordnungen. Selbst wenn jemand einen unserer größten Sicherheitsanbieter hacken sollte, dann hätte er ausschließlich Zahlen, aber keine Zuordnung zu einer E-Mail, einem Namen oder einer Adresse. Generell haben wir als Portfolio-Tracker auch keinen Zugriff auf das Vermögen unserer User, sondern bilden dieses lediglich ab. Wir geben zwar den Überblick, aber nicht den Zugriff.
Wie plant Holistic Capital, seine Marktposition in den nächsten fünf Jahren zu stärken?
Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Nutzer vermehrt nach Lösungen suchen, die ganzheitlich und individuell gestaltet sind. Wir bleiben ganzheitlich und persönlich und bauen unsere Services kontinuierlich aus. Da wir kostenlos nutzbar sind, haben wir bereits ein sehr starkes Argument auf unserer Seite. Wir sind bereits in Gesprächen und Planungen für grundlegende Erweiterungen, die über das reine Tracking hinausgehen.
Wir werden ein noch besseres Produkt entwickeln können und gleichzeitig eine faire und nachhaltige Monetarisierung unseres Tools durch zusätzliche Services abseits vom Portfolio-Tracking erzielen. Holistic hat den Vorteil, dass es seit Start sehr breit ausgelegt und intuitiv aufgebaut ist. Dadurch können wir jederzeit neue Wege einschlagen oder neue Funktionen als Zusatz ausprobieren.
Welchen Rat würden Sie anderen Gründern geben, die ein Startup im FinTech-Bereich aufbauen möchten?
Ein großes Learning, das ich gerne weitergeben möchte: Man muss nicht immer nach „höher, schneller und weiter“ streben. Bei traum-ferienwohnungen.de habe ich gelernt, eine starke Teamatmosphäre auf Augenhöhe aufzubauen und dann die Ruhe und tiefen Fokus zu bewahren. Dieses Prinzip habe ich auch zu Holistic mitgenommen. Wir bleiben bodenständig, einfach und sicher. Wir wollen nicht immer höher, schneller und weiter, wie es viele FinTechs versuchen und oft scheitern.
Wer täglich seine Aufgaben erledigt und ein gutes Team aufbaut, der kann ein tolles Produkt entwickeln. Bei FinTechs kommt es auch auf Datensicherheit und guten Service an. Einige FinTechs scheitern, weil sie sich nur auf Wachstum konzentrieren und den Service unterschätzen. Auch viele Mitarbeiter sind kein Zeichen für Wachstum und schnelle Produktentwicklung. Ein gutes Team aus wenigen, aber dafür starken und engagierten Mitarbeitern kann oft produktiver sein.
Gibt es Kooperationen oder Partnerschaften, die Sie in der Zukunft eingehen möchte?
Für uns bei Holistic ist es generell wichtig, eine umfassende Datenabdeckung für alle Anlageklassen zu gewährleisten. Für Aktien, Bankkonten und Kryptowährungen haben wir bereits die Grundsteine gelegt. Es gibt für jede noch so kleine Anlageklasse ein oder mehrere Unternehmen, die uns zum Beispiel Live-Preise oder Kennzahlen liefern können. Hier bauen wir unsere Partnerschaften aus und werden dies vor allem bei den weiteren Assets fortsetzen. Für zusätzliche Services und Angebote sind wir in fortgeschrittenen Gesprächen und können bald die ersten großen Partnerschaften auch öffentlich bekanntgeben.
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Wir bedanken uns bei Nicolaj Armbrust für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Premium Startup: Holistic
Kontakt:
Holistic Capital GmbH
Altenwall 1-3
D-28195 Bremen
H&F Solutions entwickelt intelligente Vernetzungssoftware, die den Datenaustausch zwischen Unternehmen automatisiert und so Produktivität steigert und Kosten senkt.
Könnten Sie H&F Solutions kurz vorstellen und uns etwas über die Gründer und deren Hintergründe erzählen?
Die H&F Solutions ist ein deutsches Deep-Tech-Unternehmen mit Sitz in Süddeutschland. Als Digitalisierungsexperten entwickelt H&F Solutions intelligente Vernetzungssoftware, die Unternehmen hilft, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Die Software dara® vereinfacht den intelligenten Datenaustausch zwischen ERP-Systemen, steigert Produktivität und reduziert zugleich Kosten. Dabei erfolgt der Informationsaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg – digital und automatisiert.
Zu den Gründern der H&F Solutions gehört unter anderem CEO Philipp Futterknecht. Bereits mit 15 Jahren gründete er sein erstes IT-Unternehmen und sammelte seitdem fundierte Erfahrungen im ERP-Sektor. Über die Jahre hat Herr Futterknecht umfassendes Wissen und Erfahrung in Bereichen wie Datenfluss, Vernetzungstechnologien für Industrieunternehmen, Künstliche Intelligenz (KI) und unternehmensübergreifenden Dokumentenaustausch gesammelt. Trotz des tiefgreifenden Verständnisses stießen die Gründer auf ein wiederkehrendes Problem, für das es bisher keine Lösung gab: den zeitaufwendigen und kostenintensiven Austausch von Belegen zwischen Unternehmen.
In dieser Marktlücke ergab sich das Potenzial für Innovation. Durch Gespräche mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) entstand die Idee für eine Softwarelösung, die den Belegaustausch zwischen Unternehmen automatisiert und somit Effizienz und Produktivität steigert. Trotz der damit verbundenen Unsicherheiten waren die Gründer entschlossen, diese Herausforderung anzugehen. Aus einer Idee entstand so nach 2,5 Jahren intensiver Forschungen und harter Arbeit dara®.
Was ist die Vision von H&F Solutions und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu verwirklichen?
Vision der H&F Solutions ist es, das Wachstumspotential ihrer Kunden zu entfesseln, indem der Fluss der Daten über Systemgrenzen hinweg revolutioniert und automatisiert wird. Es ist unsere feste Überzeugung, dass schnelle, einfache und intelligente Vernetzung langfristigen Erfolg bringt. Unternehmen müssen heute ihre Ressourcen und Arbeitskräfte gezielt und wertstiftend einsetzen. Die Software dara® ermöglicht einen reibungslosen und automatisierten Belegaustausch und die schnelle und passive Vernetzung über Systemgrenzen hinweg. Informationen erreichen den Empfänger in Sekunden – effizient, zuverlässig und sicher. Dies ist erst der Anfang unserer Vision für die Zukunft des Datenaustauschs.
Welche Zielgruppe möchten Sie mit H&F Solutions ansprechen und wie identifizieren und erfüllen Sie deren Bedürfnisse?
H&F Solutions möchte alle Unternehmen im Bereich des automatisierten Belegaustauschs und der Vernetzung unterstützen. Dabei agieren wir branchenunabhängig und -übergreifend. Insbesondere wenden wir uns dabei in den Unternehmen an Führungskräfte, Integrations- und Prozessmanager, EDI-Manager, Sachbearbeiter und Integrationspartner. Welche Schnittstellen, Formate und Belegarten unterstützt werden, kann über unsere Homepage angefragt werden
Mit welchen größten Herausforderungen sehen Sie sich aktuell konfrontiert und wie gehen Sie damit um?
Derzeit bereiten viele unserer potenziellen Kunden die Migration auf SAP S/4HANA vor oder führen diese bereits durch. Dieser Prozess erfordert beträchtliche Zeit und Ressourcen, wodurch die betroffenen Unternehmen vorübergehend gebunden sind.
Was unterscheidet H&F Solutions von anderen in Ihrer Branche? Was ist Ihr einzigartiger Verkaufsvorteil?
In Zeiten der rasanten Digitalisierung stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Unternehmensprozesse an die agile, sich stetig verändernde Geschäftswelt anzupassen. Insbesondere im Unternehmensumfeld des Enterprise Resource Plannings (ERP) und des Datenaustauschs zwischen Unternehmen ist es Zeit, Wettbewerbsfähigkeit und Skalierbarkeit sicherzustellen. Die Anbindung von Geschäftspartnern und der daraus resultierende Belegaustausch spielen dabei eine tragende Rolle. Technologien wie EDI sowie IDP, RPA und OCR erfüllen nicht die Anforderungen einer agilen und digitalen Arbeitswelt.
Zwischen bilateralen EDI-Projekten und E-Commerce-Angeboten eröffnet sich eine große Mittenlücke. IDP, RPA und OCR werden hauptsächlich im Bereich der manuellen Belegverarbeitung eingesetzt, bei der sowohl unstrukturierte als auch strukturierte Formate verwendet werden. Dabei ist die Datenqualität oft niedrig und die Varianz hoch. Diese Technologien decken die Belegverarbeitung aus verschiedenen Kanälen wie beispielsweise E-Mail, Fax oder PDF nur unzureichend ab. In diesem Bereich und dem des klassischen EDI ist es Zeit für eine intelligente Lösung!
Auf Basis von Intelligent Data Interchange (IDI) löst die Cloud-Software dara® von H&F Solutions das alte Versprechen von EDI ein: die skalierende Anbindung von Geschäftspartnern und den automatisierten Belegaustausch. Mit dara® kann der Automatisierungsgrad in der Belegverarbeitung von bisher durchschnittlichen 5% auf über 90% gesteigert werden. Mitarbeiter werden entlastet und Fachkräfte erlangen die Freiheit für kreative und wertstiftende Tätigkeiten zurück. Mittels Kontextualisierung von Informationen, patentierter Datenanreicherung und der Korrektur fehlerhafter Daten ermöglicht dara® einen nahtlosen und automatisierten Informationsfluss über Unternehmensgrenzen hinweg. Langwierige Integrationsprojekte werden obsolet.
Welche zukünftigen Entwicklungen und Ziele haben Sie für H&F Solutions geplant?
Weltweit werden jedes Jahr 1,2 Billionen Belege ausgetauscht. 95 % dieser Belege werden aktuell mit manuellem Aufwand nachbearbeitet. Dabei beträgt der manuelle Arbeitsaufwand pro Beleg durchschnittlich 15 Minuten. 500 automatisierte Belege entsprechen dabei ungefähr einem Personenmonat eines Sachbearbeiters. Entsprechend groß ist das Automatisierungspotenzial und das Marktpotenzial der Cloud-Lösung dara®. Das erklärte Ziel der H&F Solutions ist es, das alte Versprechen von EDI einzulösen und dabei sowohl funktional als auch technisch deutlich höhere, neue Maßstäbe zu setzen.
Wie stellen Sie sicher, dass H&F Solutions auch in Zukunft innovativ und wettbewerbsfähig bleibt?
Um sicherzustellen, dass H&F Solutions auch in Zukunft innovativ und wettbewerbsfähig bleibt, legen wir besonderen Wert auf folgende Aspekte:
Proaktives Innovationsmanagement: Wir setzen auf eine kontinuierliche Marktbeobachtung in Form eines Technologieradars und agiles Innovationsmanagement. Durch enge Kooperationen mit Pilotkunden und die frühzeitige Implementierung und Tests neuer Funktionen können wir schneller auf Marktveränderungen reagieren.
Qualitätssicherung und Benutzerfeedback: Ein hoher Reifegrad des Produkts wird durch rigorose Qualitätssicherungsmaßnahmen und kontinuierliches Benutzerfeedback sichergestellt. Wir implementieren automatisierte Testverfahren und Beta-Programme, um frühzeitig potenzielle Probleme zu identifizieren und zu beheben. Schulungsprogramme und Supportleistungen werden angeboten, um die Benutzerfreundlichkeit und Zufriedenheit zu erhöhen.
Datenmanagement und Vertrauensbildung: Durch transparente Datenmanagementprozesse und strenge Datenschutzrichtlinien bauen wir Vertrauen bei unseren Kunden auf. Zertifizierungen nach internationalen Datenschutzstandards (z.B. ISO 27001) und regelmäßige Audits tragen dazu bei, dass Kunden ihre Daten sicher und vertrauensvoll zur Verfügung stellen.
Regulatorische Anpassungsfähigkeit: Wir überwachen kontinuierlich regulatorische Entwicklungen und passen unsere Lösungen flexibel an neue Anforderungen an. Durch enge Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und Teilnahme an Branchenverbänden stellen wir sicher, dass unsere Plattform stets konform zu aktuellen und zukünftigen Standards ist.
Durch diese Maßnahmen stellen wir sicher, dass H&F Solutions nicht nur den aktuellen Anforderungen gerecht wird, sondern auch zukunftssicher und wettbewerbsfähig bleibt.
Welche Technologien oder Trends beeinflussen Ihre Branche und wie passen Sie sich daran an?
Wir beobachten vor allem neue Entwicklungen in der Datenpersistenz, im Bereich Machine Learning (ML), Large Language Model (LLM) und Blockchain besonders genau, um diese Technologien immer stärker in unsere Lösungsfindung zu implementieren.
Was war die größte Lektion, die Sie als Gründer bisher gelernt haben?
Zahlen lügen nicht – mit einem frischen Vergleich zur Blindleistung bei einem guten Weizenbier. Die Schaumkrone mag zwar ansprechend sein und ist auch wichtig für die Außenwirkung, um das Produkt attraktiv zu vermarkten. Doch am Ende des Tages urteilen Kunden rigoros anhand konkreter Zahlen, Daten und Fakten: Erreicht das Produkt das genannte Ziel? Wie sieht die konkrete Sachlage aus? Werden die im Vertrieb gegebenen Versprechen eingehalten?
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein eigenes Startup gründen möchten?
1. Ein starkes Team: Für jedes Unternehmen ist ein intaktes, ambitioniertes und kompetentes Team von zentraler Bedeutung. Es geht nicht nur darum, Arbeitnehmer zu rekrutieren, sondern Mitstreiter zu finden, die die Vision des Unternehmens teilen und sich mit Begeisterung für das Produkt engagieren. Diese Mitstreiter sollten bereit sein, aktiv an der Gestaltung und Weiterentwicklung der Unternehmensgeschichte mitzuwirken.
2. Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation: Ein hervorragendes Produkt nützt wenig, wenn es am Markt nicht wahrgenommen wird. Eine effektive Kommunikation ist essenziell, um die Einzigartigkeit des Produkts zu vermitteln und es klar von bestehenden Lösungen und Mitbewerbern abzugrenzen. Zielgerichtete Kommunikationsstrategien sind notwendig, um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen und ihnen den Mehrwert des Produkts aufzuzeigen.
3. Interne Champions: Insbesondere für junge Unternehmen ist es von Vorteil, einzelne überzeugte Unterstützer bei Kunden zu haben. Diese internen Champions sind Personen, die von der Lösung überzeugt sind und sich aktiv für deren Implementierung und Durchsetzung einsetzen.
Wie wichtig ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit und wie integrieren Sie es in Ihr Geschäftsmodell?
Nachhaltigkeit ist eines der grundlegenden Fundamente der H&F Solutions. Als Start-up, das mit ständiger Disruption und sich verändernden Rahmenbedingungen konfrontiert ist, sind langfristige Maßnahmen für uns ein anspruchsvolles und wichtiges Thema. Trotzdem oder gerade deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt, nachhaltig zu agieren und einen Weg zu finden, wie wir in unserem Umfeld unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit aufgreifen können. Dabei haben wir uns an den durch die UN definierten Sustainable Development Goals orientiert und unsere Ziele mit diesen synchronisiert. Außerdem haben wir die Inhalte an den Vorgaben der Global Reporting Initiative orientiert. Unsere Bemühungen haben wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst.
Gibt es Partnerschaften oder Kooperationen, die für das Wachstum und den Erfolg von H&F Solutions entscheidend sind?
Der Datenaustausch zwischen Unternehmen ist weltweit von Bedeutung. Globaler Handel, internationale Lieferketten und Belegaustausch gehören zum Tagesgeschäft großer Unternehmen. Wir sind stolz darauf, unser Kundennetzwerk weltweit zu erweitern. Einblicke zu unseren Kunden, von Hidden Champions bis zu Konzernen, gibt es auf unserer Website
Außerdem greifen wir auf ein bedeutendes Netzwerk an Partnerschaften zurück. Eine besonders wertvolle Partnerschaft ist für H&F Solutions dabei die mit Timewarp IT Consulting GmbH. Damit H&F Solutions sich voll auf Ihre Kernkompetenz konzentrieren kann, den automatisierten Belegaustausch zwischen Unternehmen, greifen wir auf die Partnerschaft mit Timewarp zurück. Timewarp stellt dabei eine leistungsstarke Cloud-Infrastruktur nach dem No-Single-Point-of-Failure Prinzip zur Verfügung.
H&F Solutions CEO & Co-Founder Philipp Futterknecht @privat
admark.ai kombiniert generische und prädiktive KI für datenbasierte Social Media Optimierung. Am 23 Februar 2026 präsentiert sich das Startup in der Höhle der Löwen.