Donnerstag, April 3, 2025
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Culture eats Strategy for breakfast

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Certifaction Verträge sicher und rechtsgültig digital unterschreiben

Mit Certifaction Verträge innerhalb kürzester Zeit sicher und rechtsgültig digital unterschreiben

Stellen Sie sich und das Startup Certifaction doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Benoît Henry, CEO von Certifaction, gebürtiger Franzose und lebe seit 16 Jahren mit meiner Familie in Zürich. Ich habe an der HEC Paris studiert, aber schon sehr früh haben mich japanische Kulturen fasziniert, sodass ich an der Universität auch Japanisch lernte. Nach meinem Studium habe ich in verschiedenen asiatischen Städten gelebt (Seoul, Hongkong, Tokio, Singapur), wo ich einen Crash-Kurs zu ganz unterschiedlichen Themen erhalten habe: Turnaround und M&A in Japan, Go-to-Market auf dem chinesischen Festland oder in anderen asiatischen Ländern, digitale Einführung von internationalen Marken in ganz Asien und vieles mehr.

Die im Jahr 2020 gegründete Certifaction ist unser neuestes Baby. Ich sage absichtlich „unser“ und nicht „mein“, denn dies ist wirklich ein Team-Abenteuer mit einem großartigen Gründerteam, das durch gemeinsame Werte vereint ist. Certifaction unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Unterschriftenprozesse,  ohne die Vertraulichkeit ihrer Daten zu gefährden. Mit Certifaction können Organisationen ihre Verträge innerhalb kürzester Zeit sicher und rechtsgültig digital unterschreiben lassen. Somit sparen sie die Kosten für den physischen Signaturprozess und reduzieren auch ihren Papierverbrauch – was letztlich den ökologischen Fußabdruck verbessert.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Kerngedanke hinter Certifaction war: Digitalisierung ist wichtig, aber sie birgt auch Risiken, vor allem in Bezug auf die Datensicherheit und den Datenschutz.   Daher sind unsere Grundpfeiler “Zero Knowledge” und “Zero Trust”. Da wir nichts über Ihre Daten wissen, müssen Sie nicht darauf vertrauen, dass wir sie gut schützen. Das verschafft uns einen massiven Wettbewerbsvorteil, insbesondere im Vergleich zu amerikanischen Konkurrenten, die das US-Cloud-Gesetz einhalten müssen.

Eine clientseitige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verhindert Datenlecks an unberechtigte Dritte: Nur Kunden und ihre Vertragspartner haben Zugriff auf ihre Daten.

Außerdem kann bei einem digitalen Vertrag ohne Sicherheitsvorkehrungen jeder eine Unterschrift fälschen, der sich ein wenig mit Bildbearbeitung auskennt. Wir entwickelten eine Lösung, die Identitätsbetrug bei Dokumenten unmöglich macht. 

Welche Vision steckt hinter Certifaction?

Wir wollen digitale Signaturen sicher machen und die Datenhoheit bei denen belassen, die sie haben sollten: ihren Eigentümern. Im Gegensatz zu den meisten eSigning-Anbietern setzen wir deshalb auf einen Privacy-First-Ansatz. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gibt immer Herausforderungen. Rückblickend betrachtet war das vor allem am Anfang der Fall. Wir haben Certifaction im März 2020 gegründet. Damals sagten mir viele Leute, dass es nicht der richtige Zeitpunkt sei, ein Unternehmen zu gründen, da wir gerade erst am Anfang der Pandemie standen.

Aber wir hatten ein großartiges Team, großartige Kunden und Investoren, die bereit waren, unsere Privacy-First-Vision zu unterstützen. Das ist letztendlich das Wichtigste.

Wer ist die Zielgruppe von Certifaction?

Grundsätzlich jede Organisation, die Dokumente sicher digital signieren möchte. Unser Kerngeschäft findet in Branchen statt, bei denen Datenschutz, Sicherheit und Privacy eine zentrale Rolle spielt, beispielsweise im Bereich Government und im Finance- sowie Healthcare-Sektor.

Wie funktioniert Certifaction? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unternehmen können mit Hilfe von Certifaction digitale Verträge (bspw. Arbeits- und Mietverträge) von allen Vertragsparteien rechtsgültig unterschreiben lassen – und das innerhalb von Sekunden.  Die Vorteile: Bis zur rechtsgültigen Unterschrift vergehen nur noch Minuten statt Wochen bei einem postalischen Signaturprozess.

Im Gegensatz zu anderen Anbietern stellen wir den Datenschutz unserer Kunden in den Mittelpunkt: Certifaction hat zu keiner Zeit Einsicht in die Daten, die Kunden in unseren Rechenzentren in der Schweiz speichern. Eine clientseitige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verhindert Datenlecks an unberechtigte Dritte: Nur Kunden und ihre Vertragspartner haben Zugriff auf ihre Daten. 

Unser eigener eSignatur-Standard „Professionelle eSignatur” (PES) bietet Unternehmen die Möglichkeit, rechtsgültige Unterschriften für B2C-Verträge ohne gesetzliche Formvorschrift einzuholen. Die Verifizierung findet fälschungssicher über einen digitalen Agenten statt. Organisationen müssen somit nicht auf die teurere qualifizierte eSignatur (QES) zurückgreifen.  

Certifaction, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren finden Signatur-Prozesse in sämtlichen Branchen zu 99 Prozent digital statt. Certifaction wird Organisationen dabei unterstützen, ihre eSignaturen einfach und sicher zu gestalten, ohne von US-amerikanischen Großunternehmen abhängig zu sein: Zero-Knowledge und Privacy-first sind tief in Certifactions DNA verankert und wir werden Organisationen helfen, die Souveränität über ihre Daten zu bewahren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Culture eats Strategy for breakfast: Die richtige Arbeitsatmosphäre, die Vertrauen, Eigenverantwortung und Verantwortlichkeit fördert, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Es geht um Menschen: Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Team an Bord haben. Stellen Sie auch sicher, dass Sie die richtigen Investoren an Bord haben, die Ihre Vision unterstützen und Sie auf eine gute Art und Weise herausfordern. 

Experimentieren Sie, testen Sie, und treffen Sie fundierte strategische Entscheidungen. Sobald Sie die richtige Idee getestet und identifiziert haben, setzen Sie alles daran, diese Vision durchzusetzen.

Wir bedanken uns bei Benoît Henry für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich nicht beirren lassen und gleichzeitig Feedback ernst nehmen

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Atem CO2-Abdruck transparent, effizient und einfach kompensieren – mit Hilfe einer Schnittstelle für den automatisierten Kauf von geprüften CO2-Zertifikaten

Atem hilft Unternehmen, ihren CO2-Abdruck transparent, effizient und einfach zu kompensieren – mit Hilfe einer Schnittstelle für den automatisierten Kauf von geprüften CO2-Zertifikaten

Stellen Sie sich und das Startup Atem doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Alexandre Peschel und Gründer von Atem. Ich habe nach über zehn Jahren Digitalagentur noch einmal neu gegründet, weil ich Technologie und Klimaschutz zusammenbringen wollte. Atem ist ein Purpose-driven Venture, mit dem wir verändern wollen, wie Klimaschutz gedacht wird: als integraler Teil von unserem Handeln und als Chance, die Zukunft zu schaffen, die wir wollen.

Wir machen es Unternehmen leicht, ihren CO2-Abdruck transparent, effizient und einfach zu kompensieren – mit Hilfe einer Schnittstelle für den automatisierten Kauf von geprüften CO2-Zertifikaten. Durch vollkommene Transparenz bezüglich Preisen, Konditionen und Angeboten helfen wir Unternehmen, ihre Klimaziele schneller zu erreichen und zu einem Treiber für Dekarbonisierung zu werden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin schon immer Gründer gewesen und liebe es, neue Dinge zu lernen und zu erschaffen. Mit Atem liegt der Reiz in der Größe der Herausforderung. Der Kampf gegen den Klimawandel ist DIE Herausforderung unserer Zeit – und ich bin überzeugt, dass Technologie dabei helfen kann, das Ruder noch herumzureißen und unseren Planeten auch für die nächsten Generationen zu einem gut bewohnbaren Ort zu machen. Mit Atem wollen wir dazu beitragen.

Welche Vision steckt hinter Atem? 

Wir glauben an eine Zukunft auf einem gesunden, blühenden Planeten. Dafür braucht es eine Art zu leben, die innerhalb der Ressourcengrenzen unserer Erde funktioniert.

Der globale Ausgleich von Emissionen, also von negativen Externalitäten, erfordert effiziente Märkte — sie sind eines der besten Tools, die wir aktuell haben, um eine erstrebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Dafür müssen wir es Unternehmen so einfach wie möglich machen, die Emissionen auszugleichen, die sie nicht reduzieren können. Das tun wir mit Atem: Indem unsere Software für Unternehmen global die passenden und besten CO2-Zertifikate aussucht und kauft, automatisieren wir den Klimaschutz.

Wir glauben, dass globale Märkte am besten auf öffentlicher Infrastruktur, also auf Decentralized Ledgers, stattfinden. Dezentrale Märkte haben den Vorteil höherer Liquidität, Transparenz und somit auch höhere Effizienz für alle Marktteilnehmer. Sie beschleunigen die Kapitalströme in Richtung der Projekte, die echten Impact schaffen. 

Wir sehen uns mit Atem als ein Beschleuniger für diesen Wandel. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die größte Herausforderung ist zugleich unser Antrieb: ein extrem undurchsichtiger Markt, in dem es viele etablierte Akteure gibt, die sich über Jahre ein gutes Geschäft auf dieser fehlenden Transparenz und fehlendem Vertrauen aufgebaut haben. Nicht nur die Volatilität des Marktes, sondern auch die politischen Debatten um Standards und die rechtmäßige Verwendung von CO2-Zertifikaten haben uns bisher gebremst.

Anfang des Jahres haben wir ein MVP gebaut: eine einfache Suche für tokenisierte CO2-Zertifikate. Damit haben wir erstes Feedback von potentiellen Partnern eingeholt und angefangen, Geld von Investoren einzusammeln.

Wir haben dann im Frühjahr eine Pre-Seed Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der unter anderem Signature Ventures, Rivus Capital und Plug and Play investiert haben. Anfang 2023 werden wir die nächste Finanzierungsrunde machen.

Wer ist die Zielgruppe von Atem?

Wir arbeiten mit Unternehmen, die sich als Vorreiter verstehen und Geschäftsmodelle und Services rund um Dekarbonisierung schaffen. Atem ist der Enabler, der es zum Beispiel Softwareunternehmen, Banken oder Beratungen ermöglicht, schneller und skalierbarer auf dieses Thema zu setzen. Unternehmen, die Klimaschutz ernst nehmen, werden mittelfristig die erfolgreicheren Unternehmen sein. Jedes relevante Unternehmen wird einen integrierten Ansatz zum Klimaschutz verfolgen. Unsere Lösung hilft ihnen dabei.

Wie funktioniert Atem? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Atem ist kein Broker, im Gegensatz zu vielen anderen schaffen wir keinen eigenen Pool mit CO2-Zertifikaten, den wir dann unseren Kunden anbieten. Wir sind ein Schnittstellen-Unternehmen, das direkten Zugang zu einem globalen Markt schafft: Zugriff auf CO2-Zertifikate in Echtzeit und zu Marktpreisen.

Atem ist wie ein Toolkit, das alle Vorteile von tokenisierten CO2-Zertifikaten mitbringt und damit ganz neue Integrationsmöglichkeiten bietet. Carbon Management kann als integrierter Teil im Prozess gesehen werden, also End-to-end statt mit einem nachgelagerten, komplizierten Measurement, Reporting und Offsetting.

Atem, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In fünf Jahren sind wir ein zentraler Baustein im globalen Carbon Market und wickeln über unsere API einen großen Teil der Transaktionen ab. Wir sind das Go-To Interface für effizienten Emissionausgleich. Was wir erreichen wollen, ist eine neue Art zu wirtschaften: mit Klimaneutralität als allgemeinem Standard.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Gute Mitgründer finden und sich klar darüber sein, wer welche Stärken und Schwächen mitbringt, und welche Needs erfüllt sein müssen, um sein Bestes einbringen zu können.

Sich nicht beirren lassen und gleichzeitig Feedback, auch aus dem Fundraising, ernst nehmen. Es geht oft nicht darum zu verkaufen oder jemanden zu überzeugen, sondern einfach darum, ob es eine gemeinsamen Blick auf die Zukunft gibt.

Es ist immer ein Auf und Ab, also nicht zu viel zweifeln, wenn es mal düster aussieht – sondern: weitermachen.

Wir bedanken uns bei Alexandre Peschel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Konzentrieren Sie sich auf weniger Dinge und machen Sie es gut.

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Sproud pflanzliche Milchprodukte auf Basis von Erbsenprotein

Sproud pflanzliche Milchprodukte auf Basis von Erbsenprotein

Stellen Sie sich und das Startup Sproud doch kurz unseren Lesern vor? 

Mein Name ist Sara Berger und ich bin die Geschäftsführerin des Startups Sproud, einem Unternehmen für alternative Milchprodukte, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen Milchersatz zu entwickeln, der ebenso lecker und cremig wie gesund und nahrhaft ist. Sproud hat seinen weltweiten Hauptsitz in Malmö, Schweden, beschäftigt mittlerweile 20 Vollzeitmitarbeiter und verkauft in fast 30 Ländern, von Japan bis Kanada. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? Welche Vision steckt dahinter?

Das Unternehmen Sproud wurde ursprünglich von einer Gruppe von Unternehmern in Malmö im Süden Schwedens gegründet, einer fortschrittlichen Stadt, in der viele Lebensmittel-, Gesundheits- und Lifestyle-Trends ihren Anfang nehmen. Sie alle ließen sich von starken Werten leiten und arbeiteten auf eine klare Vision hin – mehr Menschen dazu zu bringen, pflanzliche Milchprodukte zu entdecken und einen Beitrag zu einem neuen Lebensmittelsystem zu leisten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Sproud wurde 2018 gegründet und wir begannen gerade, echte Wirkung und Zugkraft zu entwickeln, als Covid begann. Es war eine Herausforderung, eine globale, nachhaltige Lebensmittelmarke mitten in einer Pandemie zu lancieren und in solch besonderen Zeiten mit Probe-Kampagnen einen Durchbruch zu erzielen. 

Zu den Investoren von Sproud gehören die in London ansässige VGC Partners, die sich auf innovative Wachstumsunternehmen spezialisiert hat, das Investorenunternehmen Dream Beverage Group und die Findeln Holding, eine in Malmö ansässige Investmentgesellschaft in Familienbesitz, an der der Vorsitzende von Sproud, Nicklas Jungberg, die Mehrheit hält. 

Wer ist die Zielgruppe? 

Die Zielgruppe von Sproud sind städtische Verbraucher im Alter von 30/40 Jahren. Im Allgemeinen schätzen die Käufer qualitativ hochwertige Produkte und legen Wert auf Gesundheit und Umwelt. Wir haben auch ein großes Publikum, das Sproud schätzt, weil es eine alternative Milch ohne Allergene ist. 

Wo liegen die Vorteile von Sproud? 

Zunächst einmal ist der Geschmack von Sproud großartig. Es ist eine pflanzliche Milch der nächsten Generation, die ebenso schmackhaft und cremig wie auch gesund und nahrhaft ist. Sie enthält keine Allergene, ist also wirklich inklusiv, und wir sind sehr stolz darauf, dass sie den geringsten CO2-Fußabdruck in der Kategorie hat. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Die alternativen Milchprodukte von Sproud basieren auf Erbsenprotein. Das macht sie nicht nur zur nachhaltigsten Milchalternative, sondern auch zu den schmackhaftesten, milchähnlichsten Getränken mit einem sehr neutralen Geschmack und einem tollen Mundgefühl. Alle Produkte sind zucker- und kohlenhydratarm und definitiv gesünder als andere Milchalternativen wie zum Beispiel Hafermilch. Sproud Ungesüßt ist sogar zucker- und kohlenhydratfrei. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

In fünf Jahren gehören wir zu den drei führenden Marken in Europa und haben viele Innovationen im Bereich der pflanzlichen Milchprodukte hervorgebracht, die zeigen, dass pflanzliche Ernährung wirklich lecker ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Fokus. Man kann sich leicht dazu hinreißen lassen, zu viele Dinge gleichzeitig zu tun. Konzentrieren Sie sich auf weniger Dinge und machen Sie es gut.

Stellen Sie ausdauernde und hartnäckige Menschen ein, die Herausforderungen mögen und Energie aus dem Aufbau eines neuen Unternehmens schöpfen. Das ist nicht jedermanns Sache, also sorgen Sie für ein gutes Team und eine gute Unternehmenskultur.

Machen Sie sich die Tatsache zunutze, dass Sie noch klein sind und sich mit dem Wandel verändern können. Sie sind schneller und beweglicher als viele andere Unternehmen. Ändern Sie Form und Gestalt, vor allem wenn Sie wachsen. 

Wir bedanken uns bei Sara Berger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Sproud

Kontakt:

Sproud International AB
Nordenskiöldsgatan 11
211 19 Malmö
Schweden

https://besproud.com
whatsup@sproud.se

Ansprechpartner: Sara Berger

Social Media:
LinkedIn
Facebook
Instagram

Macht etwas, wofür ihr wirklich leidenschaftlich seid

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petgood Haustierprodukte auf Insektenbasis

Petgood: Schwedische Haustierprodukte auf Insektenbasis

Stellen Sie sich und das Startup Petgood doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Pernilla und ich bin die CEO und Gründerin von petgood. Ich habe eine große Leidenschaft für Nachhaltigkeit und Hunde. Als ich meine Labradorhündin Siri in der Familie willkommen hieß, waren die Informationen darüber, was in ihrem Futter enthalten ist, äußerst dürftig. Gleichzeitig erfuhr ich, dass Haustiere für 25 % des weltweiten Fleischkonsums verantwortlich sind. Es musste etwas getan werden, und so wurde petgood gegründet.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen? Welche Vision steckt dahinter?

petgood wurde mit dem Ziel gegründet, eine nachhaltigere und transparentere Welt für Haustiere zu schaffen. Eine Welt, in der Haustiere gesunde Nahrung genießen können, ohne unseren Planeten zu belasten. Wir tun dies, indem wir ein komplettes und ausgewogenes Futter auf Insektenbasis sowie andere innovative und nachhaltige Produkte für Hunde und Katzen anbieten. Wir haben ein eigenes Team von Tierärzten und alle Produkte basieren auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungen. Je größer wir werden, desto besser können wir einen positiven Einfluss ausüben. Die Liebe zu Haustieren und die Liebe zu unserem Planeten werden immer unsere Leitprinzipien sein. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ursprünglich sollte petgood FUNCiFUR heißen. Die Leute hatten jedoch Schwierigkeiten, sich diesen Namen zu merken und zu buchstabieren, so dass wir uns in petgood umbenennen mussten. petgood wurde sowohl durch Ersparnisse des Teams als auch durch verschiedene Investoren wie den auf Nachhaltigkeit ausgerichteten VC-Fonds Course Corrected und FoodBrigde (Axel Johnson Group) finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Petgood?

Alle Besitzer von Haustieren, die das bestmögliche Futter für ihre Hunde oder Katze wollen und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren wollen. In Deutschland verkaufen wir unsere Produkte über die eigene Website sowie die Onlineshops pets Premium und Hundeland.de. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für uns steht die Gesundheit des Tieres immer an erster Stelle. Das ist auch der Grund, warum Insektenprotein die einzige tierische Proteinquelle in unseren Produkten ist; es ist eine hochwertige Proteinquelle, frei von Antibiotika und Wachstumshormonen. Alle unsere Produkte basieren auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Forschung. Wir wollen sicherzustellen, dass Haustiere die bestmögliche Nahrung erhalten. In Bezug auf unsere Zutatenliste und unsere Arbeitsweise sind transparent, damit sich unsere Kunden bei der Verwendung unserer Produkte sicher fühlen und wissen, dass nur die hochwertigsten Zutaten enthalten sind.

Petgood, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich bin überzeugt, dass in fünf Jahren die Mehrheit der Tierhalter ihren Haustieren Petgood-Produkte auf Insektenbasis anbieten wird. Die Tiernahrungsindustrie braucht eine Revolution hin zu gesünderen und nachhaltigeren Produkten. petgood ist hier, um diese Revolution voranzutreiben und die Tiernahrungsindustrie zum Besseren zu verändern!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Habt eine positive Einstellung
  • Umgibt Euch mit fantastischen Menschen und Beratern
  • Macht etwas, wofür ihr wirklich leidenschaftlich seid; es ist harte Arbeit, Unternehmer zu sein, daher hilft es, wenn ihr wirklich an das glaubt, was ihr unternehmt 

Bild Bild Pernilla Westergren (petgood) with labrador Siri, Fanny Nachemson (FoodBridge) with dog Lila, Christine Ahlstrand (Course Corrected) with dog Misiu

Wir bedanken uns bei Pernilla Westergren für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Traut euch, aus der Masse hervorzustechen

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HERO Software für Handwerker ein komplettes Projektmanagement

Stellen Sie sich und das Startup HERO Software doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Dr. Michael Kessler und Philipp Lyding, die Gründer von HERO Software.

Wir helfen Handwerkern mit unserer Software, ihre Termine leichter zu organisieren, die Mitarbeiter besser einzuteilen, ihre Baustellen immer im Blick zu behalten sowie Angebote und Rechnungen zu schreiben – und das alles auch vom Smartphone aus. Ein typisches Beispiel ist eine Bestandsaufnahme vor Ort in einer zu sanierenden Immobilie. Instinktiv zücken die meisten Handwerker ihr Smartphone, um die Räumlichkeiten zu dokumentieren oder Mängel aufzunehmen. Diese Fotos verbleiben jedoch in den meisten Fällen auf dem Smartphone des jeweiligen Mitarbeiters oder in Chat-Tools. Mit der HERO Software werden diese Fotos automatisch synchronisiert und direkt in der Kundenakte gespeichert. So haben alle Kolleg*innen jederzeit Zugriff darauf.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee für HERO Software hat sich aus unserem ersten Start-Up entwickelt. Mit Energieheld  haben wir zunächst die Idee verfolgt, Handwerker mit Hausbesitzern zusammenzubringen. Wir merkten jedoch schnell, dass die von uns vorbereiteten Aufträge nicht das Hauptproblem der Betriebe lösen, nämlich den wachsenden Fachkräftemangel und fehlende Effizienz aufgrund eines Mangels an digitalisierten Prozessen. Aus dieser Erkenntnis entstand HERO. Mit HERO entlasten wir nicht nur Handwerker, sondern leisten auch einen kleinen Beitrag gegen den Klimawandel: Jede Sanierung, die energieeffizienten Wohnraum schafft, ist ein weiterer Schritt in Richtung Klimaziel.

Welche Vision steckt hinter HERO Software?

HERO setzt ein Zeichen gegen die Klimaerwärmung. Wir wollen mit unseren Lösungen einen signifikanten Beitrag zur Ressourcenschonung und damit zum Klimaschutz liefern und gleichzeitig Handwerker entlasten. Das Herzstück unseres neuen Markenkerns lautet „Entfessle dein Handwerk” und die damit einhergehende Markenstory – die Befreiung der Handwerker:innen von lästiger, überflüssiger und ortsgebundener Verwaltungsarbeit. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine Herausforderung in der Vergangenheit für uns war, dass wir unser enormes Wachstum
unterschätzt haben und auch die Corona-Krise kurzzeitig Fragen bei uns hinterlassen hat. Doch dank unseres tollen Teams, viel Expertise sowie Mut zum Umdenken haben wir auch das gut gemeistert. 

Im Juni schlossen wir die SERIES A Finanzierung in Höhe von 8 Millionen Euro ab und als Bestandsinvestoren beteiligen sich u.a.  Robert Gentz (Vorstand Zalando SE) und Martin Sinner (Gründer Idealo). Das Wachstumskapital unterstützt uns nicht nur in unserer Produktentwicklung, sondern auch in der Expansion auf den europäischen Markt. Dabei ist HERO mit mehr als 2.000 Kunden wachstumsstärkster SaaS Provider 2022. 

Wer ist die Zielgruppe von HERO Software?

Das sind derzeit alle Handwerker in Deutschland, Österreich und der Schweiz, vom Ein-Mann-Betrieb, über den Mittelständler bis hin zum großen Unternehmen, vollkommen unabhängig vom Gewerk – ob Elektriker, Dachdecker oder SHK-Betrieb – unsere Software hilft allen, ihre Prozesse zu digitalisieren und zu verschlanken und damit im Endeffekt effizienter zu werden.  

Wie funktioniert HERO Software? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

HERO Software ist eine cloudbasierte Software & App, die Handwerksunternehmen ein komplettes Projektmanagement bietet. Das Ziel ist es, Handwerkern zu ermöglichen, effizient zu arbeiten und sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Die HERO Software entlastet Handwerker bei ihrer Arbeit. Vom Erstkontakt und der Dokumentenerstellung über Baustellenplanung und Dokumentation bis hin zur Umsetzung und Abrechnung, unterstützt die geräteunabhängige Applikation Anwender bei jedem Schritt. Auch die interne Verwaltung der Mitarbeiter, die Zeiterfassung und die Plantafel helfen Unternehmen, ihren Betrieb digital zu steuern – und das alles in einer Anwendung, ob im Web, oder in der App für unterwegs. 

HERO Software, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, weiter Lösungen für unseren schnell wachsenden Kundenstamm zu bauen und die Digitalisierung im Handwerk voranzutreiben. Dabei legen wir einen großen Fokus auf verschiedene Integrationen, die unseren Kund*innen helfen, ihren Alltag zu vereinfachen. So launchen wir in Kürze HERO Prime. Es bietet eine offene Community mit Antworten zu allen Fragen der Branche. In erster Linie dient Prime dazu, Kontakte und Verbindungen innerhalb der Branche zu schaffen und Betriebe wie Handwerker zu unterstützen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Traut euch, aus der Masse hervorzustechen und findet das, was euch besonders macht und von anderen Unternehmen abhebt.

Die beste Idee entsteht aus Leidenschaft. Mit der Zeit merkt man aber, was funktioniert – und was auch nicht funktioniert. Das heißt: Agil denken.

Wählt eure Mitarbeiter gut aus, denn sie repräsentieren nicht nur das Unternehmen nach außen hin, sondern sind auch die Kraft, die alles am Laufen hält. 

Wir bedanken uns bei  Dr. Michael Kessler und Philipp Lyding für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der Tunnelblick muss vermieden werden

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aimi earth collection impact fashion design

AIMI: Earth Collection nachhaltige bunte Impact Fashion im coolen Design

Stellen Sie sich und das Startup AIMI doch kurz unseren Lesern vor!

Warum gibt es eigentlich keine nachhaltige Fashion die Streetware-tauglich ist? Wir sind Karin und Roland von AIMI und wollen das mit unserer EARTH COLLECTION jetzt ändern! Es geht um ‚Impact Fashion‘ die nachhaltig ist und dabei nicht auf ein buntes und cooles Design verzichten muss!

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Hier könnten wir jetzt die Standard Marketing Geschichte erzählen: Wir waren auf der Suche nach einem Produkt, das es so am Markt nicht gab und dieses daher selbst entwickeln mussten… Das ist allerdings bei den wenigsten Start-ups der Fall. Viel eher haben die meisten Gründer*innen, wie wir auch, schon in der Jugend einen ausgeprägten Antrieb und fühlen sich von Kollektivismus und starren Regeln eher eingeschränkt. Der Gedanke, etwas Eigenes zu erschaffen wurde bei uns damit schon sehr früh gelegt.

Eine Verkettung von Erfahrungen und Eindrücken aus dem Leben waren dann die Initialzündung u.a. auf einem in den tiefen Tokyos verwinkelten Stoffmarktes, als wir dort den beeindruckenden japanischen ‚Seigaiha‘ Stoff entdeckten. Wir lebten zu dieser Zeit in Shanghai und reisten nicht nur quer durch das Reich der Mitte sondern auch in das geheimnisvoll, futuristisch anmutende Japan. Es war schließlich die Summe aller Erlebnisse, welche uns dann AIMI gründen ließen: Unsere Sinneseindrücke im fernen Ostasien gepaart mit inspirierenden Momenten in Tokyo sowie unserer Liebe zu Japan und Asien.

Welche Vision steckt hinter AIMI?

Ganz am Anfang stand der Drang, all unsere Erlebnisse und Ideen in einer kreativen Phase zu verarbeiten und diesen eine Gestalt zu geben. Wir starteten mit Taschen und Accessoires durch – immer mit dem Anspruch einzigartige Begleiter mit einer unverkennbaren Handschrift zu erschaffen. Jetzt kommen nachhaltige Rucksäcke, Beanies und Sweatstyles mit der ‚Earth Collection‘ hinzu um das Thema Umwelt und nachhaltigen Konsum mehr in den Fokus zu rücken. Wir als Start-up entwickeln uns natürlich stetig weiter und so schärfte sich auch unsere Vision: Wir wollen nicht nur kreativ bereichern, sondern Schritt für Schritt dazu beitragen die Modeindustrie zu verändern und nachhaltiger zu gestalten. Wir wollen Mode erschaffen, die einen Unterschied macht, die nachdenken lässt und dabei Begehrlichkeiten weckt- dieses eine besondere Teil zu besitzen und das auch lange tragen zu wollen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist sicherlich immer die Finanzierung der Kollektion. Wir sind unendlich kreativ, müssen dies aber auf einer soliden und finanzierbaren Basis umsetzen. Wir realisieren dies mittels Bootstrapping. Das heißt, wir verzichten ganzheitlich auf externe Finanzierung was sicherlich die Köngisdisziplin unter den Finanzierungsarten ist. Dies ist natürlich eine extreme Herausforderung, da wir zum Beispiel auch den Handel bedienen und damit teils mehrere Monate in Vorleistung gehen müssen.

Auf der anderen Seite lernt man dadurch sehr schnell mit dem zur Verfügung stehenden Kapital effektiv zu wirtschaften und es zwingt ebenfalls dazu dabei auch mal neue Wege zu gehen. So haben wir beispielsweise kürzlich ein Crowdfunding bei Startnext gestartet, welches einen Teil der Finanzierung unserer neuen ‚Earth Collection‘ abfedern soll. Ohne diesen Support könnten wir die Kollektion in dieser Varianz nicht umsetzen, da nachhaltige und zertifizierte Materialien und auch Lieferanten einfach teurer sind als konventionelle. 

Wer ist die Zielgruppe von AIMI?

Wir möchten Fashion machen die positive Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat und dabei im Design und der Ästhetik konventioneller Fashion in nichts nachsteht. Das wichtigste Ziel ist es daher, dass sich unsere Kund*innen komplett mit unserer Kollektion identifizieren können, weil sie vielseitig ist, sie sich damit wohl fühlen und weil sie Ihre Werte vertritt. Das Alter spielt hier eine untergeordnete Rolle, es geht hauptsächlich um das Mindset der Kund*innen und der Liebe zu ästhetischem und frischen Design.

Was ist das Besondere? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir machen Impact Fashion und sprechen dabei die Menschen an, die nachhaltig konsumieren und dabei nicht auf ein modernes und freshes Design verzichten wollen. Der wichtigste ‚Impact‘ für uns ist das Umdenken von Fast Fashion zu Slow Fashion. Der zweite wichtige ‚Impact‘ ist die Circularity, nämlich das Einsetzen von Kreislaufmaterialien. Das bedeutet dass die Produkte in Kreisläufen zirkulieren und dadurch immer wieder etwas Neues aus Ihnen geschaffen wird, damit kein neuer Textilabfall in den Umweltkreislauf einfließt.

Um beide wichtigen Impacts zu vereinen, erschaffen wir langlebige und hochwertige Produkte, die es erlauben in vielen Situationen und 365 getragen zu werden. Wir setzen im Design auf dezente Akzente, arbeiten in der Entwicklung mit nachhaltigen Alternativen und vollenden das Ganze mit harmonischen Farben um das eine, besondere Stück zu kreieren.

AIMI, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir streben den Weg eines gesamtheitlichen Purpose Unternehmens an, das auf den folgenden 3 Säulen fußt: 

Value-driven: Wie handeln wir richtig?

Impact-driven: Welchen Einfluss haben wir und wie gehen verantwortungsvoll damit um?

Excellence-driven: Wie werden wir besser in dem was wir tun? 

Mit diesen Leitgedanken wollen wir eine etablierte Größe werden um unsere Vision, die Modeindustrie nachhaltig zu verändern, umsetzen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Iterativ verbessern: Der Tunnelblick muss vermieden werden, das heißt frühestmöglich mit den Kund*innen in Kontakt treten und deren Feedback in die Produkte einfließen lassen, denn niemand ist von Beginn an perfekt.

In Erscheinung treten: Augen und Ohren immer offen halten und mit Menschen kommunizieren, nicht nur digital sondern auch im direkten Gespräch. Denn die meisten sehen liebend gern, wer sich hinter einer Marke verbirgt.

Zu guter Letzt, zwar meistens unterschätzt aber mit am Wichtigsten: Viel Durchhaltevermögen! Es wird tiefe Täler geben, wer jedoch von seiner Idee voll überzeugt ist und eine sehr hohe Persistenz beweist, der findet immer wieder den Weg bergauf. 

Wir bedanken uns bei Karin und Roland Huber für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up:

Kontakt:

AIMI Huber & Treier GbR
Bergstrasse 42
D-77704 Oberkirch

www.aimi.de
info@aimi.de

Ansprechpartner: Roland Huber

Social Media:
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Xing

Nutzt eure Netzwerke

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Reverion ist Teil des SpinLab - The HHL Accelerator

Das Startup Reverion ist Teil des SpinLab – The HHL Accelerator: In diesem Interview erzählen die Gründer mehr

Stellt euch und euer Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Reverion produziert hocheffiziente und reversible Kraftwerke für Biogasanlagen. Bei gleicher Biogaserzeugung können wir mit unserem Verfahren die doppelte Menge Strom erzeugen. Reversibel bedeutet, wir können sowohl das Biogas in Strom umwandeln als auch grünen Wasserstoff oder Methan aus Strom erzeugen. Im Gesamtprozess wird reines, lagerfähiges CO2 abgetrennt, wodurch negative CO2-Emissionen ermöglicht werden. 

Warum habt ihr euch entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Uns alle vereint die Mission den Weg zu 100 % erneuerbarer Energie zu ebnen. Wir haben an der Technischen Universität München mehrere Jahre an diesem neuen Verfahren geforscht und sind stark von der Technologie überzeugt. Unsere Forschungsergebnisse belegen, dass das Verfahren funktioniert. Für uns als Team war daher klar, dass wir gründen müssen, um das Potenzial der Erfindung schnell nutzbar zu machen. 

Wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?

Wir haben uns am Lehrstuhl für Energiesysteme der TUM kennengelernt. Ausgangspunkt war die theoretische Vorarbeit durch Stephan Herrmann im Rahmen seiner Dissertation. Anschließend suchte er sich Begleiter für die Unternehmung. Gemeinsam haben wir unser innovatives System entwickelt und patentiert. Nach der erfolgreichen Validierung der Technologie mithilfe eines Prototyps, haben wir Reverion als Spin-off der TUM gegründet.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei euch aus?

Seit Mai haben wir unsere Büros und Produktionsstätten nach Eresing in Bayern verlegt und unser Team auf mehr als 25 Mitarbeitende erweitert. Dort arbeiten wir gemeinsam mit dem Team an unserem Produkt und der Kommerzialisierung. Während sich unser Business Team um Sales, Marketing, HR und Kooperationen kümmert und uns auf etlichen Messen vertritt, arbeitet unser Ingenieursteam daran, unser Produkt immer weiter zu optimieren, die Serienproduktion vorzubereiten und einen automatisierten Anlagenbetrieb zu ermöglichen. Unsere Aufgaben sind vielfältig und seit Mai dieses Jahres sehr dynamisch und abwechslungsreich.

Was unterscheidet euch von anderen Unternehmen?

Als fünf Ingenieure mit breit gefächerter Expertise im Bereich Energiesysteme kennen und nutzen wir aktuelle Forschungsergebnisse und entwickeln die Technologie von morgen. Unsere Technologie hebt sich von bisherigen Brennstoffzellensystemen ab, da durch den neuen Systemaufbau ein reversibler Betrieb möglich ist und so das volle Potenzial der Brennstoffzelle ausgenutzt werden kann. Ein weiterer Punkt, der uns von anderen unterschiedet, ist unser echter Mehrwert zum Schutz unserer Umwelt, der bei uns täglich gelebt wird. Wir sind sehr agil und uns treibt die Vision eines klimaneutralen Energiesystems stark an.

Wer ist eure Zielgruppe?

Unsere Hauptzielgruppe sind Betreiber von bestehenden Biogasanlagen. Mit unserem Verfahren ermöglichen wir den wirtschaftlichen Weiterbetrieb der Anlagen nach dem Ende der staatlichen. Darüber hinaus können wir auch den Betrieb von Neuanlagen effizienter und wirtschaftlicher gestalten. Weitere wichtige Kundensegmente sind Brauereien und Energieversorger wie zum Beispiel Stadtwerke.

Warum habt ihr euch für die SpinLab – The HHL Accelerator beworben?

Besonders interessiert waren wir an der Unterstützung in Form von Netzwerk und Wissensaufbau für den strukturierten Firmenaufbau. Das SpinLab verfügt über ein außergewöhnliches Partnernetzwerk von Investoren und Energieversorgern, das für uns von großem Mehrwert ist. Sessions mit Coaches und Mentoren, die schon selbst gegründet haben, waren ein weiteres Argument für die Bewerbung. So können wir beispielsweise von deren Wissen in Bereichen wie dem Aufbau von Serienproduktionen, aber auch im Sales und im Marketing profitieren. Wir möchten uns mit anderen Startups vernetzen, unser Wissen teilen und gemeinsam aus gemachten Fehlern lernen. 

Wie werdet ihr unterstützt?

Durch unsere Ausgründung aus der TU München, haben wir vielseitige und intensive Unterstützung erhalten. Auch unsere Investoren bringen viel Branchenwissen mit ein. Wir sind sehr dankbar, jetzt auch auf die Unterstützung des SpinLabs zurückgreifen zu können. 

Wo möchtet ihr am Ende des SpinLab – The HHL Accelerator stehen?

Am Ende des SpinLabs Ende März wollen wir unsere erste Einheit produziert und in Betrieb genommen haben. Parallel planen wir zu diesem Zeitpunkt bereits eine zweite Einheit herzustellen. Zusätzlich möchten wir bis dahin weitere Vorbestellungen sichern und den ersten Anlagenverkauf abschließen.

Wo seht ihr euch und euer Startup in fünf Jahren?

Bis in fünf Jahren möchten wir eine Serienfertigung etablieren und skalieren, sowie deutlich leistungsstärkere und wirtschaftlichere Einheiten entwickeln. Wir beabsichtigen bis dahin eine dreistellige Anzahl an Anlagen verkauft zu haben. Daher planen wir auch unser Team weiter auszubauen.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Fordert eure Überzeugungen und Ziele heraus, bis Ihr wirklich 100% von eurem Weg überzeugt seid.
  2. Plant ausreichend Zeit und Geld für Juristen und Notare ein. 
  3. Nutzt eure Netzwerke, die Coachings, Mentorings und beißt euch durch

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wenn Du an etwas glaubst, dann gebe nie auf!

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charlie loves berries - Digital Soundingboard asa Service

charlie loves berries – Digital Soundingboard as a Service

Stellen Sie sich und das Startup charlie loves berries doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Benjamin (Ferreau): Corporate geprägt, Start-up erfahren, universitär im Einsatz und Advisory Board Member aus Leidenschaft — mehr auf LinkedIn, wenn Ihr wollt. Bin Gründer von charlie loves berries – Digital Soundingboard as a Service. Ich habe clb aus tiefster Überzeugung gegründet, um Unternehmen endlich eine Alternative zu den bestehenden Kategorien „Beirat“ und „Beratung“ anzubieten, da beide nicht mehr überzeugend den Anforderungen von Unternehmen gerecht werden. Wir sind eine Gruppe von Vordenkern, die sich zusammentun, um die Transformation & das Wachstum von Unternehmen zu unterstützen: nachhaltig-befähigend! …Und das als as a Service und somit sofort einsetzbar—man kann auch sagen: on-demand!

Wenn man charlie loves berries in eine Suchmaschine eingeben würde, würden folgende Synonymbeispiele zu Digital Soundingboard gefunden werden: Beirat as a Service, Shadowboard as a Service, Innovationboard as a Service, …

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wenn man mit dem Status quo nicht zufrieden ist, kann man sich entweder darüber beschweren oder versuchen aktiv etwas zu verändern—ich bin eher der Typ für die Veränderung und des Anpackens, um veraltete Strukturen aufzubrechen. Auch sehe ich solch ein Angebot als zwingend notwendig an, um Unternehmen zu unterstützen—wenn man das nicht tut, haben sie immer nur die aktuellen Leistungsangebote zur Verfügung und diese bringen sie nicht richtig voran.

Welche Vision steckt hinter charlie loves berries?

Für die Sicherstellung einer langfristigen Zukunfts- & Wettbewerbsfähigkeit müssen Unternehmen, Gesellschafter (Gründer) & deren Führungskräfte permanent hohe Hürden meistern & wichtige Entscheidungen treffen. Die Begleitung durch erfahrene „Thought Leader“ & das Sparring mit Experten ist eine wichtige Unterstützung für alle Beteiligten: die bisher bestehenden Kategorien „Beirat“ & „Beratung“ können diesem Anspruch, wie oben erwähnt, nicht gerecht werden!

Mit charlie loves berries als Digital Soundingboard as a Service haben wir einen modernen und skalierbaren Zukunftsbeirat erschaffen, der sich interdisziplinär & transformativ den Herausforderungen von Unternehmen, auf vielen Ebenen,widmet. Die Interdisziplinarität spiegelt sich in den jeweiligen Experten und deren Spezialisierungen wider, die das große Ganze bilden und sich an die permanent steigenden Anforderungen von Organisationen und deren Führungskräften ausrichten—transformativ, den Herausforderungen entsprechend wandelnd eben!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist und bleibt die Akzeptanz für was Neues bei der Zielgruppe (B2B) zu erreichen. Auch wenn die Zielgruppe merkt und weiß, dass sie eine Alternative benötigt, stehen sie erst einmal allem neuen skeptisch gegenüber. Gerade im B2B Kontext und bei Dienstleistungen speziell. Daher gilt es stetig den Unternehmen aufzuzeigen, welchen Mehrwert man mit seinem Angebot bietet—das war jetzt zwei Jahre, die ich bereits daran arbeite und ich musste mir auch sehr oft anhören, dass kann nicht funktionieren.

Aber das hat mich stets darin bestätigt weiter zu machen. Auch gilt es in der Gründungsphase immer wieder sich selbst zu motivieren, weil es Ups and Downs gibt und man seine Idee auch immer wieder in Frage stellt. Aber ich bleibe dran, weil ich etwas verändern möchte. Bislang alles bootstrapped; ich hatte schon drei Angebote für ein Investment, jedoch hätte mir das Geld bislang keinen Mehrwert gebracht bzw. meinen Kunden keinenMehrwert gebracht.

Wer ist die Zielgruppe von charlie loves berries?

Die Zielgruppe ist vielfältig: alle Unternehmen, die Unterstützung in Form von Sparring benötigen und statt oder zusätzlich zu einem Beirat und einer Beratung „Thought Leader“ an ihrer Seite haben wollen. Von daher Mittelständler, Familienunternehmen, Private Equity und natürlich auch Start-ups.

Wie funktioniert charlie loves berries? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind eine Art as a Service. Unternehmen kommen zu uns, weil sie in bestimmten Intervallen (Bspw. 4x; 6x; 12x pro Jahr) Experten als Sparring benötigen. Des besondere bei uns ist, dass wir ein dynamisches Team haben, welches sich an die jeweilige Herausforderung des jeweiligen Zeitraums anpasst. Es gibt ein sogenannten Lead Beirater, der den Kunden holitisch und emotional betreut. Der Lead Beirater ist auch dafür verantwortlich je Sprint (Sitzung) die richtigen Expert Beirater zu involvieren. So garantieren wir in einem solchen Service die notwendige Interdisziplinarität (Mehr-Perspektivität) und den transformativen Ansatz (Agile Besetzung). So garantieren wir über einen sehr langen Zeitraum ein sich an die stetig wandelnden Rahmenbedingungen perfekten „Beirat“, oder bei uns: Digital Soundingboard.

Der Begriff Beirater stammt von Beiratung, ein von uns eingetragene Marke—unter dieser Marke führen wir perspektivisch Forschungsprojekte mit Universtitäten und Hochschulen durhch, um eine neue Kategorie zu etablieren.

charlie loves berries, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen Unternehmen eine neue Art von Sparring bieten und damit auch nachhaltig eine neue Kategorie „Beiratung“ etablieren. Auch ist das Ziel in spätestens 5 Jahre ein Angebot von einer der renommierten Unternehmensberatungen zu erhalten: welches wir dann vermutlich ablehnen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn alle deine Idee nicht gut heißen: mache weiter!

Wenn alle deine Idee zu gut finden: feinjustiere sie!

Und wenn Du an etwas glaubst, dann gebe nie auf!

Wir bedanken uns bei Benjamin Ferreau für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Überlege, ob du wirklich, wirklich, wirklich das VC-Game spielen willst

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quitt online Service für private Arbeitgebende

Das Schweizer Startup quitt expandiert nach Deutschland

Stellen Sie sich und das Startup quitt doch kurz unseren Lesern vor! 

Wir sind quitt. Wir übernehmen die Anmeldung, Verwaltung und Abrechnung privater Putzhilfen, Gartenpflege, Kinder- oder Seniorenbetreuung. Einfach, fair, digital. Wir kommen aus der Schweiz und haben im Sommer die quitt Deutschland GmbH, als erste internationale Tochtergesellschaft, gegründet. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Für die Expansion nach Deutschland hat vor allem der deutsche Markt gesprochen: Knapp 89% der Arbeitnehmenden in deutschen Privathaushalten arbeiten illegal, unser größter Mitbewerber heißt also Schwarzarbeit. Hinzu kommen komplizierte und nicht digitalisierte Behördenprozesse, die nach Vereinfachung schreien. 

Welche Vision steckt hinter quitt? 

Fair employment.  

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Eine Hürde auf dem Weg nach Deutschland war sicherlich – hier werden wir nicht die einzigen sein – Mitarbeiter:innen zu finden. Aber auch die rechtlichen Vorgaben für eine Gründung in Deutschland aus dem Ausland sind umfangreich. Finanziert sind wir über unser erfolgreiches Produkt in der Schweiz. 

Wer ist die Zielgruppe ? 

Unsere Zielgruppe sind private Arbeitgebende. Von jungen Familien über karriereorientierte Personen bis hin zu älteren Menschen, die Unterstützung suchen. Es gibt viele unterschiedliche Situationen im Leben, in welchen diese Form der Arbeitsteilung Sinn macht. 

Was all unsere Kund:innen jedoch vereint: Faire Anstellung. Sie sind selbst gut bezahlt, rundum versichert und haben fürs Alter vorgesorgt. Diese Standards wollen sie auch jenen Personen gewähren, die im privatesten Bereich für Ordnung sorgen. Die Fairness zeigt sich auch beim Lohn. Unsere Kund:innen können den Lohn selbst bestimmen und zahlen im Schnitt 50% höhere Löhne als im Durchschnitt bei einem Reinigungsinstitut.

Wie funktioniert quitt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

quitt ist ein spezialisierter, automatisierter, online Service für private Arbeitgebende. Wir sind in diesem Bereich der erste und einzige Anbieter in Deutschland. 

Für die meisten Deutschen sind die Vorteile legaler Arbeit – wie bezahlter Urlaub, Krankenstand oder Unfallversicherung – selbstverständlich. Für private Arbeitgebende und -nehmende sieht es anders aus. Allein die Anmeldung und Abrechnung ist oft ein sehr zeitraubender Aspekt. Wir kürzen hier ab und übernehmen die gesamte Kommunikation mit Behörden, Sozialversicherungsträgern und Versicherungen. Wir erstellen einen Musterarbeitsvertrag, berechnen, deklarieren und bezahlen alle Beiträge und den Lohn. Die Haushaltshilfe muss lediglich einen QR- Code scannen und die Stunden eintragen, wir kümmern uns um den Rest.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In Deutschland gilt es nun Kund:innen zu gewinnen, das Produkt zu verbessern und auszubauen. Und in den nächsten Jahren sind zudem noch weitere europäische Länder in unserem Visier. In der Schweiz wurde quitt soeben auch für Kleinstunternehmen geöffnet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

“My best entrepreneurial advice is to start.”— Dave Morin 

“If you are not embarrassed by the first version of your product, you’ve launched too late.”— Reid Hoffman

Neuerdings ertappe ich mich oft dabei, Neugründern folgendes zu raten: Überlege, ob du wirklich, wirklich, wirklich das VC-Game spielen willst.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: quitt

Kontakt

quitt Deutschland GmbH
Rosenheimerstrasse 143c
D-81671 München

https://go-quitt.de/
support@go-quitt.de

Ansprechpartner: Lena-Marei Ardelt

Social Media:
LinkedIn
Twitter

Sei nicht so streng mit Dir selbst!

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Speiki

Speiki textile Produkte für den Baby- und Kleinkindbedarf- Stillen, Ernährung und Verdauung

Stellen Sie sich und das Startup Speiki doch kurz unseren Lesern vor!

Servus, mein Name ist Dr. Karin Mehling, ich bin gebürtiges Münchner Kindl, Mutter und lebe mit meinem Mann und meinen Söhnen in unserem Heimatland Bayern. Eigentlich bin ich promovierte Germanistin, gelernte Verlagskauffrau und PR- und Marketing-Managerin in einem IT-Unternehmen. Seit 2021 bin ich außerdem als Einzelunternehmerin mit eigenem Textil-Label selbstständig.

In meinem Online-Shop biete ich textile Produkte für den Baby– und Kleinkindbedarf an. Mein Fokus liegt auf den Themen Stillen, Ernährung & Verdauung.  Also alles rund um Babys Bauch! Im Zentrum steht das Speiki Original, ein speziell für Speikinder entwickeltes Textil. Es schützt vor Nässe und Geruch, hilft Ressourcen sparen und verringert Hautirritationen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

2020 kam mein zweiter Sohn zur Welt. Er war goldig, gesund – und ein Speikind. Unser Sohn spuckte so viel, dass wir ihn nach jeder Mahlzeit umziehen mussten und sich seine Haut am Hals durch die Milchsäure entzündete. In dieser Zeit setzte ich mich intensiv mit dem Thema Reflux auseinander, um Ursachen und Wirkung besser verstehen zu können. Und ganz praktisch nähte ich ein Textil, dass die unerwünschten Nebenwirkungen lindert. Das Speiki war geboren!

Da ich schon in den Jahren davor mit dem Gedanken der Selbstständigkeit gespielt hatte, es aber noch an der Idee fehlte, war der Schritt zur Gründung dann nicht mehr schwer. Ermutigt aus meinem Umfeld meldete ich im Juli 2021 mein Gewerbe an. Seitdem genieße ich trotz aller Herausforderungen die Arbeit am und im eigenen Unternehmen. Eine eigene Idee in allen Aspekten umsetzen zu können, ist so enorm inspirierend und motivierend!

Was war bei der Gründung von Speiki die größte Herausforderung?

Da ich als Einzelunternehmerin, wie der Name es sagt, alle Aufgaben allein stemme, war meine größte Challenge, zu akzeptieren, dass ich nicht alles schaffen (sofort) kann. Wenn man gewohnt ist, angestellt in einem Bereich zu arbeiten (bei mir war es lange der Vertrieb, zuletzt Marketing & PR), dann kann man seinen Fokus auf seine Projekte und Tätigkeiten legen. Wenn nun noch Buchhaltung, Herstellung, Verwaltung und alle restliche Orga dazu kommen, wird plötzlich die Zeit knapp. Noch dazu mit drei kleinen Kindern! Ehrlich gesagt begleitet mich die Herausforderung noch heute: Das (für alle) zufriedenstellende Management von Familie und Einzelunternehmen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Gute Frage! Da ich selbst sehr perfektionistisch veranlagt bin, tue ich mir schwer, nach dem Motto zu leben „Better done than perfect“. So habe ich den Launch meines Shops herausgezögert, weil noch dies und das besser sein konnte. Ende März 2022 (drei Monate nachdem die Produkte bereits fertig auf Lager lagen) habe ich es dann gewagt und bin live gegangen. Und sieh an: Es hat gar nicht weh getan! Klar kann man immer noch etwas verbessern, aber ja: Man kann mit einer Idee oft schon starten, auch wenn nicht alles perfekt ist.

Welche Vision steckt hinter Speiki?

Die Vision hinter meinen Produkten ist es, Säuglingen und Eltern den Start ins Leben zu erleichtern. Ich biete ihnen rund um die Themen Stillen, Säuglingsernährung mit den Schwerpunkten Speien und Spucken sowie Verdauung und Beikost einfache Lösungen an. Die Produkte, allen voran das Speiki Original, sollen Eltern in der ersten Lebensphase ihres Babys zu begleiten, damit sie sich auf die schönsten Momente konzentrieren können.

Mit meinem Unternehmen verfolge ich zudem die Vision, echte Nachhaltigkeit zu leben. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Label, das man sich zu Werbezwecken aufs Produkt kleben kann. Zu echter Nachhaltigkeit gehört meines Erachtens viel mehr: Regionalität, Qualität, der kluge Umgang mit Ressourcen u.v.m. Das versuche ich zu leben von der Lieferantenauswahl bis hin zur Auswahl meiner IT-Tools, auch wenn es manchmal nur schwierig umsetzbar ist.

Wer ist die Zielgruppe von Speiki?

2 von 3 Neugeborene speien oder spucken in den ersten 4 bis 6 Monaten. Medizinisch spricht man gaströsophagealem Reflux. Eltern mit Reflux-Kindern sehen sich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Durch das unkontrollierte Ausspeien der Milch entstehen Nässe und Geruch auf Haut und Kleidung des Babys, dazu oft Hautirritationen im Halsbereich. Hier setze ich an: Meine Fokus-Zielgruppe sind also etwa 500.000 betroffene Familien (pro Jahr). Darüber hinaus biete ich weitere Produkte an, die im Grunde in jede Babyausstattung gehören. Meine Zielgruppe? Alle neuen Eltern!

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die gängigen Spucktücher sind im Falle eines Refluxes unpraktisch und helfen nicht. Mit meinem Speiki Original schließe ich eine Lücke im Bereich der Babyausstattung. Damit besitze ich ein Alleinstellungsmerkmal am Markt.

Darüber hinaus ist mein gesamtes Portfolio durchwegs aus dem Alltag für den Alltag entwickelt. Auch wähle ich meine Produkte sorgsam aus und frage stets: Welchen Mehrwert hat es? Eine erste Babyausstattung ist oft, gerade bei neuen Eltern, sehr umfangreich. Dabei braucht es gar nicht viel! Mein Sortiment soll wirkliche Helfer und nützliche Produkte umfassen – nicht mehr. 

Speiki, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Derzeit befinde ich mich noch ganz am Anfang meiner Reise. Mein Ziel für 2023 ist es, schwarze Zahlen zu schreiben. Nicht so einfach bei einer (selbst) limitierten Bootstrapping-Finanzierung! In fünf Jahren möchte ich drei Erfolge verbuchen können: Eine Umsatzrendite, die mich finanziell unabhängiger macht, eine Platzierung meiner Produkte im stationären Handel und vielleicht eine*n Mitarbeiter*in, der mich unterstützen kann, um noch mehr Power auf die Straße zu bringen!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Sei nicht so streng mit Dir selbst! Wenn Du bisher dachtest, Du hattest eine*n strenge*n Vorgesetzte*n, dann bist Du wahrscheinlich jetzt überrascht, dass Du noch viel härter mit Dir umspringst. Sei stattdessen stolz auf Dich und zeig auch mal Nachsicht! Du machst das klasse.

Mach Feierabend! Versuche, nicht 24/7 für Dein Unternehmen da zu sein, es wird es Dir nicht danken. Gönn Dir stattdessen Pausen, um Kraft zu tanken.

Bau Dir ein Netzwerk auf! Der Austausch mit anderen, die denselben oder ähnlichen Herausforderungen gegenüberstehen, ist oft hilfreich und heilsam. Un im besten Fall könnt Ihr Euch gegenseitig promoten!

Bild: Copyright (c) Darren Jacklin

Wir bedanken uns bei Dr. Karin Mehling für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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