CannaRadius entwickelt eine innovative Plattform, die den legalen Umgang mit Cannabis durch digitale Schutzzonenmessungen erleichtert. Gleichzeitig unterstützt das Unternehmen den Kinder- und Jugendschutz.
Könnten Sie uns zu Beginn etwas über die Entstehung von CannaRadius erzählen und wer die treibenden Kräfte in Ihrem Team sind?
CannaRadius entstand aus der Vision, eine sichere und informative Plattform für den legalen Umgang mit Cannabis zu schaffen. Während Kritiker Schutzzonenmessungen mit „Zollstöcken“ als unpraktisch bezeichneten, bietet das Unternehmen eine kostenlose digitale Lösung per App.
Ziel von CannaRadius ist es, die Handhabung von Schutzzonen zu vereinfachen und damit den Kinder- und Jugendschutz im Rahmen des neuen Cannabisgesetzes zu unterstützen. Das Team vereint Expertise in Softwareentwicklung, rechtlicher Compliance und Business Development.
Wie passt die Vision von CannaRadius in das aktuelle gesetzliche Umfeld der Cannabis-Legalisierung in Deutschland?
Wir haben zwei sehr heterogene Zielgruppen: Auf der einen Seite verantwortungsbewusste Cannabiskonsumenten und auf der anderen Seite gesetzesbewusste Bürgerinnen und Bürger, die den Jugendschutz stärken wollen. Unsere Plattform ist darauf ausgerichtet, beide Gruppen gleichermaßen zu unterstützen und ihnen ein sicheres und informatives Umfeld in einem sich ständig ändernden rechtlichen Umfeld zu bieten. Wir verstehen die Bedeutung der Rechtskonformität und verpflichten uns, dass unsere Plattform den höchsten Standards in Bezug auf Datenschutz, Transparenz und Sicherheit entspricht.
Inwiefern hilft Ihre App, die Bedürfnisse von Verbrauchern und gleichzeitig die Anforderungen des Jugendschutzes zu erfüllen?
Verbraucher und Jugendschützer haben ein gemeinsames Interesse: Den Konsum von Cannabis vor Kindern und Jugendlichen verhindern. Wir haben das passende Werkzeug: CannaRadius liefert Echtzeitinformationen zu relevanten Schutzzonen in der Nähe von Schulen, Kinder- & Jugendeinrichtungen, Kinderspielplätzen u.v.m. und bietet Verbrauchern Orientierung und Bürgern Sicherheit. Grundsätzlich sind wir auch für neue Kooperationen mit Verbänden und Vereinen der Stakeholder sehr offen.
Welche technischen oder rechtlichen Herausforderungen sind Ihnen bei der Entwicklung von CannaRadius begegnet und wie haben Sie diese gelöst?
Die Herausforderungen während der Entwicklung von CannaRadius waren vielfältig und anspruchsvoll. Zunächst waren wir mit der sich ständig wandelnden Dynamik der Cannabis-Legalisierung in Deutschland konfrontiert. Diese kontinuierlichen gesetzlichen Veränderungen erforderten eine agile Anpassung unserer Plattform, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden.
Ein weiteres Schlüsselthema ist die Gewährleistung eines robusten Datenschutzes. Angesichts des sensiblen Themas Cannabis ist der Schutz der Privatsphäre unserer Nutzer von größter Bedeutung. Darüber hinaus stellt die Bereitstellung und Pflege von Informationen und Standorten gemäß den aktuellen gesetzlichen Anforderungen eine große Herausforderung dar. Ein effizientes Prozessmanagement ermöglicht es uns, Gesetzesänderungen zeitnah zu erfassen und in unsere Plattform zu integrieren.
Was unterscheidet CannaRadius von anderen Apps auf dem Markt, die sich mit Cannabis-Konsum beschäftigen?
CannaRadius bietet eine umfassende Abdeckung von Schutzzonen, die Möglichkeit Zertifikate zu exportieren, gesetzlich relevante Informationen zu erhalten und den Benutzer in sichere Bereiche zu navigieren. Wir haben nicht nur Fußgängerzonen und militärische Gebäude integriert, um unseren Nutzern jederzeit relevante Ergebnisse zu liefern, sondern bieten auch die Möglichkeit Ergebnisse als PDF-Zertifikat zu exportieren, das Auffinden von sicheren Bereichen über die eingebaute Suchfunktion und über die Navigation zu erleichtern. Dabei verzichten wir auf die Speicherung sensibler Kundendaten und störende In-App-Werbung. Die Standortfreigabe ist optional. Dies macht CannaRadius zu einer führenden Plattform für den verantwortungsvollen und professionellen Umgang mit Cannabis.
Welche neuen Funktionen oder Partnerschaften planen Sie für die Zukunft von CannaRadius?
Nützliche Funktionen und Verbesserungen an der App befinden sich in der Entwicklung und werden innerhalb der nächsten Updates veröffentlicht. Wir planen zurzeit eine Alarm-Funktion, welche die Schutzzonenerkennung mithilfe von Push-Benachrichtigungen revolutionieren wird. Alle Entwicklungen zielen darauf ab, das Nutzungserlebnis von CannaRadius zu verbessern und die Sicherheit der Nutzer zu erhöhen.
Wie sorgen Sie dafür, dass Ihre App stets aktuelle und präzise Daten liefert?
Um sicherzustellen, dass unsere App stets aktuelle und genaue Daten liefert, setzen wir auf die Nutzung von Open-Source-Daten von OpenStreetMap (OSM). Diese Daten werden täglich von einer engagierten Community gepflegt und aktualisiert. Auch wenn es durch Neueröffnungen oder Schließungen von Kitas oder Sportstätten zu natürlichen Fluktuationen kommen kann, bieten wir durch die stetig wachsende Community eine solide Datenbasis.
Für ein schnelles Ergebnis können Nutzerinnen und Nutzer fehlende Orte oder Aktualisierungen direkt in OpenStreetMap eintragen. So können unsere Nutzer aktiv dazu beitragen, die Genauigkeit und Aktualität der Datengrundlage zu verbessern.
Wie reagieren Sie auf Feedback von Nutzern und inwiefern beeinflusst dieses die Weiterentwicklung Ihrer App?
Wir schätzen das Feedback unserer Nutzer sehr und reagieren aktiv darauf. Jede Bewertung im App Store und jedes Feedback (via Social Media) wird von unserem Team ernst genommen und sorgfältig ausgewertet. Ideen und Verbesserungsvorschläge werden gesammelt und priorisiert, um sie in zukünftigen Updates umzusetzen.
Der kontinuierliche Dialog mit unseren Nutzern ist für uns besonders wichtig. So verstehen wir ihre Bedürfnisse und Anforderungen besser und können gezielt darauf reagieren. Durch ihr Feedback entwickeln wir unsere Anwendung kontinuierlich weiter und passen sie optimal an die Wünsche unserer Nutzer an.
Wie stellen Sie sicher, dass die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt, insbesondere in Bezug auf Standortdaten?
Die Privatsphäre unserer Nutzer ist uns sehr wichtig. Für die Nutzung von CannaRadius ist deshalb keine Registrierung notwendig, sodass keine persönlichen Daten der Nutzer gespeichert werden. Eine Standortfreigabe ist optional. CannaRadius kann auch ohne Standortfreigabe, dank integrierter Suchfunktion und einer interaktiven Karte, uneingeschränkt genutzt werden. Wir verzichten bewusst auf die Anzeige störender In-App-Werbung.
Könnten Sie ein Beispiel nennen, wie Ihre App bereits einem Nutzer geholfen hat, sich rechtssicher zu verhalten?
Konkrete Beispiele, wie unsere App einem Nutzer geholfen hat, sich rechtssicher zu verhalten, sind vielfältig und spiegeln sich in den zahlreichen Bewertungen im App Store und dem Feedback auf unserem Instagram Kanal wieder. Oft berichten unsere Nutzer, dass sie durch die App eine gute Argumentationsgrundlage haben, wenn sie im Park mit negativen Reaktionen konfrontiert werden. Mit dem Zertifikat und der Karte können sie leicht nachweisen, dass sich keine Schule oder Kita in der Nähe befindet. So können sie lästige Diskussionen mit fundierten Argumenten beenden und rechtssicher handeln.
Welche Bedeutung hat Innovation bei der Weiterentwicklung Ihrer Dienstleistungen?
Innovation spielt bei der Entwicklung unserer CannaRadius App eine entscheidende Rolle. Unser Ansatz ist es, unseren Nutzern ein technisch überlegenes Produkt anzubieten, das kostenlos und ohne lästige Registrierung verfügbar ist. Wir glauben fest daran, dass kontinuierliche Innovation und die Integration neuer Funktionen dazu beitragen, die langfristige Zufriedenheit unserer Nutzer zu gewährleisten.
Durch regelmäßige Updates stellen wir sicher, dass unsere App immer auf dem neuesten Stand ist und kontinuierlich verbessert wird. In den letzten 3 Monaten haben wir bereits mehr als 15 Builds im App Store veröffentlicht, um unsere Plattform zu optimieren. Diese kontinuierliche Aktualisierung ermöglicht es unseren Nutzern, immer von den neuesten Funktionen und Verbesserungen zu profitieren.
Abschließend, welche drei Ratschläge würden Sie anderen Startups geben, die in einem rechtlich komplexen Umfeld tätig sind?
Umfassende rechtliche Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass Sie von Anfang an eine solide rechtliche Grundlage für Ihr Startup schaffen. Das beinhaltet die Erstellung konservativer Datenschutzrichtlinien und Haftungsausschlüsse, die von erfahrenen Rechtsexperten überprüft werden sollten. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, potenzielle rechtliche Risiken zu minimieren und Ihr Unternehmen vor unerwarteten rechtlichen Herausforderungen zu schützen.
Aktive Überwachung rechtlicher Entwicklungen: Bleiben Sie stets über aktuelle rechtliche Entwicklungen in Ihrem Bereich informiert und passen Sie Ihre Geschäftspraktiken entsprechend an. Ein umfassendes Verständnis der geltenden Gesetze und Vorschriften kann dazu beitragen, rechtliche Fallstricke zu vermeiden und Ihr Unternehmen auf dem richtigen Kurs zu halten.
Aufbau eines starken Netzwerks: Knüpfen Sie Kontakte zu anderen Startups, Branchenexperten und Rechtsexperten, um sich über bewährte Praktiken auszutauschen und Unterstützung bei rechtlichen Fragen zu erhalten. Ein starkes Netzwerk kann Ihnen helfen, potenzielle Herausforderungen zu bewältigen und wertvolle Ressourcen für Ihr Unternehmen zu erschließen.
Vielen Dank für euer Interesse an unserer App und das nette Interview. Wir hoffen es hat euch gefallen und wir konnten eure wichtigsten Fragen beantworten und einen kleinen Einblick in unserer Entwickler-Team vermitteln. Ladet euch am besten gleich unsere App bei Google Play oder im App Store und folgt uns auf Instagram für mehr Informationen rund um das Cannabisgesetz und CannaRadius.
Wir bedanken uns bei André Schild für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder






















