Montag, Januar 19, 2026
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Wie hilft KI, den passenden Job wirklich zu finden?

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Nejo: KI verändert die Jobsuche und zeigt neue Chancen nejo team bild

Nejo ist eine KI-basierte Suchmaschine, die den gesamten Arbeitsmarkt durchsucht und Menschen dabei hilft, Jobs zu finden, die wirklich zu ihren Fähigkeiten, Wünschen und Lebensumständen passen.

Was war der Impuls zur Gründung von Nejo und wer sind die Köpfe hinter dem Unternehmen?

Gegründet von Simona Hübl, Nikolas Wageneder, Agry Zarza und Aloisious Caraet aus der Erkenntnis heraus, dass der Arbeitsmarkt sich stark verändert hat – die Jobsuche aber nicht. Klassische Jobbörsen bilden nur einen begrenzten Teil des Marktes ab, weil Arbeitgeber für die Listung dort bezahlen müssen. Gleichzeitig basieren dort Suchalgorithmen primär auf Jobtiteln. In einer sich schnell verändernden Arbeitswelt, in der Rollen verschwinden und völlig neue entstehen, kommt es aber vor allem auf Skills und individuelle Präferenzen an. Genau deshalb haben wir eine neue Art der Jobsuche gebaut – eine KI-Suchmaschine für Jobs.

Welche Vision verfolgt Nejo im Hinblick auf die digitale Transformation des Arbeitsmarkts?

Nejo soll mindestens 10x besser funktionieren als klassische Wege der Jobsuche. Das ist unsere Mission, an der wir jeden Tag arbeiten. Wir wollen den Arbeitsmarkt transparenter machen, Chancen aufzeigen und Jobs vorschlagen, die unsere Nutzer:innen sonst vielleicht nie gefunden hätten.

Wie genau funktioniert die KI-basierte Jobsuche bei Nejo und worin unterscheidet sie sich von klassischen Jobbörsen?

Während klassische Plattformen mit dem Abgleich von Jobtiteln arbeiten, versteht die Nejo KI die semantische Bedeutung jeder Suche. Sie berücksichtigt Fähigkeiten, Stärken und Präferenzen und gleicht das in Echtzeit mit den Anforderungen der Stellenanzeigen ab. Suchen kann man über drei Wege: mit intelligenter Suchleiste, KI-Chat oder Lebenslauf-Upload. So finden Nutzer:innen Optionen, die weit über die klassischen Filter „Ort + Jobtitel“ hinausgehen.

Für welche Zielgruppen wurde Nejo entwickelt und wie geht ihr auf deren spezifische Bedürfnisse ein?

Nejo ist aktuell im deutschsprachigen Markt verfügbar. Egal ob berufserfahrene Fachkräfte, Quereinsteiger:innen oder Young Professionals – Nejo berücksichtigt individuelle Fähigkeiten und Wünsche und holt jede Person genau dort ab, wo sie gerade steht.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der täglichen Datenaggregation von Stellenanzeigen?

Der Arbeitsmarkt ist extrem dynamisch: Täglich entstehen und verschwinden tausende Jobs. Die Rohdaten der Stellenanzeigen müssen in nahezu Echtzeit analysiert, normalisiert und klassifiziert werden. Das erfordert robuste Technologie.

Was macht die Technologie hinter Nejo so besonders. Wo liegt euer konkreter Innovationsvorsprung?

Nejo ist keine klassische Jobbörse, sondern eine Suchmaschine für den gesamten Arbeitsmarkt. Dank unserer eigenen Crawler-Infrastruktur erfassen wir täglich Millionen Datenpunkte und machen bereits über 30 % aller Jobs in Deutschland durchsuchbar – Tendenz stark steigend.
Unsere mehrstufige KI-Pipeline setzt dort an, wo Keyword-Matching endet: Wir nutzen semantische Embeddings, um Fähigkeiten, Anforderungen und Präferenzen zu verstehen – selbst wenn Begriffe unterschiedlich formuliert sind. Dazu kommen Deduplication-Modelle, ein Skill-Graph, sowie AI-basierte Qualitätsfilter, die irrelevante Anzeigen aussortieren.

nejo beispiel neuer job auf smartphone screenshot

Wie sorgt ihr dafür, dass eure Matching-Algorithmen fair und transparent bleiben?

Wir entwickeln Nejo nach den Vorgaben des EU AI Act sowie vollständig DSGVO-konform. Persönliche Merkmale wie Geschlecht, Herkunft oder Alter fließen nicht in das Matchmaking ein. Unsere Algorithmen sind erklärbar und unterliegen strenger menschlicher Aufsicht.

Wie sieht der typische Weg eines Users aus – vom Lebenslauf-Upload bis zum ersten Bewerbungsgespräch?

Wir haben schnell gemerkt: jede Person sucht anders. Wir holen Nutzer:innen genau dort ab, wo sie stehen: Manche starten mit dem CV-Upload und erhalten automatisch passende Empfehlungen auf Basis ihrer Skills. Andere teilen im KI-Chat ihre aktuelle Situation und Wünsche mit – von Karrierelevel bis hin zu Benefits wie Dienstwagen oder Kinderbetreuung. Wer fündig wird, bewirbt sich aktuell über die Originalausschreibung der Arbeitgeber. Perspektivisch möchten wir auch diesen Schritt direkt auf Nejo ermöglichen.

Gab es bei der Entwicklung von Nejo einen Moment, der euch besonders geprägt hat?

Besonders geprägt hat uns der Moment, als uns eine Nutzerin zum ersten Mal erzählt hat, dass sie dank Nejo gerade einen tollen neuen Job gestartet hat. Mittlerweile erreichen uns diese Geschichten immer häufiger, und wir freuen uns über jede einzelne.

Welche Rolle spielt Nutzerfeedback bei der Weiterentwicklung der Plattform?

Wir entscheiden und priorisieren ausschließlich datenbasiert: Nutzungsanalysen und Feedback bestimmen, welche Funktionen Priorität haben. Damit stellen wir sicher, dass Nejo Woche für Woche spürbar besser wird. Wenn du Nejo also ausprobierst, lass uns bitte unbedingt wissen, was du denkst!

Was dürfen wir in Zukunft von Nejo noch erwarten?

Noch mehr Personalisierung und Guidance, Karrierepfade und Live-Insights zum Arbeitsmarkt. Außerdem arbeiten wir an One-Click-Apply direkt auf Nejo und daran, über 50 % des deutschsprachigen Arbeitsmarkts sichtbar zu machen.

Welche drei Tipps würdet ihr Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Mit echten Nutzer:innen entwickeln. Nicht im stillen Kämmerlein planen, sondern so gut es geht von Anfang an echte User einbinden. Als wir Nejo offiziell gelauncht haben, hatten bereits über 250.000 Menschen Nejo in der Beta-Phase verwendet. Das war für uns entscheidend.
KI zu meistern heißt auch, die Grenzen von KI zu verstehen. Die Technologie kann ein mächtiger Hebel sein, aber nicht jede Herausforderung ist ein Problem für KI.
Gründen heißt, sich regelmäßig unwohl zu fühlen. Wer lernt, dieses Gefühl zu akzeptieren, tut sich einen großen Gefallen.

Bild Simona Hübl Fotocredit Nejo

Wir bedanken uns bei Simona Hübl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Nejo

nejo logo schwarz weiss

Kontakt:

Nejo FlexCo
Meldemannstraße 18
1200 Wien
Österreich

hi@mynejo.com
https://mynejo.com

Ansprechpartner: Simona Hübl (Co-Founder & CEO)

Social Media:
LinkedIn

Was passiert, wenn KI Gesichter völlig neu denkt?

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PiktID: KI verändert Bilder und schafft neue Möglichkeiten Jernej Dvoršak Gründer Fotograf Darren Osborne

PiktID entwickelt KI-Technologien, die reale Gesichter auf Bildern anonymisieren und gleichzeitig realistisch neu generieren – für sicheren Datenschutz und kreative Freiheit in der Bildbearbeitung

Jernej, was hat Dich persönlich dazu bewegt, PiktID mitzugründen und wie haben Deine früheren Stationen, etwa bei der BABEG oder in der Außenhandelsberatung, Dein Denken und Deine heutige Rolle als Gründer geprägt?

Bevor mich die Liebe aus Ljubljana nach Österreich brachte, hatte ich die Ehre, für den slowenischen Premierminister zu arbeiten und ihn in Wirtschaftsfragen zu unterstützen. Danach half ich bei der Kärntner Betriebsansiedlungsgesellschaft ausländischen InvestorInnen, sich in Kärnten anzusiedeln. Dabei bekam ich ein gutes Gefühl dafür, wie man ein Unternehmen schnell am Markt etablieren kann. Als ich hörte, dass ein Startup im Bereich KI-gestützter Automatisierung der Bildbearbeitung einen Mitgründer suchte, war für mich klar, dass ich Teil davon sein will.

Wie würdest Du Deine Führungsphilosophie beschreiben? Welches Verhältnis hast Du zu Innovation, Teamführung und Fehlerkultur im Alltag eines Tech-Startups?

Ich versuche, pragmatisch und schnell zu handeln. Wenn etwas nicht funktioniert, frage ich mich, warum, und suche mit dem Team nach der besten Lösung. Wichtig ist, offen zu kommunizieren, KundInnen aktiv zuzuhören und Ideen nicht zu zerreden, sondern auszuprobieren und daraus zu lernen.

PiktID generiert synthetische Identitäten, um Bilder zu anonymisieren und gleichzeitig ästhetisch ansprechend zu halten. Wie stellst Du sicher, dass dabei keine Rückschlüsse auf reale Personen gezogen werden können, also der Datenschutz vollständig gewahrt bleibt?

Unsere Technologie anonymisiert nicht nur Gesichter, sondern ersetzt die gesamte sichtbare Identität einer Person, während Kleidungsstück, Pose und Licht unverändert bleiben. Alle biometrischen Merkmale wie Gesichtsstruktur, Hauttextur, Tattoos oder Schmuck werden vollständig neu generiert und können nicht auf reale Personen zurückgeführt werden. Der Prozess ist vollständig automatisiert und DSGVO-konform. NutzerInnen müssen lediglich hochladen und herunterladen, die KI übernimmt den Rest, ohne persönliche Daten zu speichern oder wiederzuverwenden. Die Verantwortung liegt jedoch bei den NutzerInnen, zu prüfen, ob der Grad der Anonymisierung den jeweiligen Datenschutzanforderungen entspricht.

Eure Plattform bietet heute Funktionen wie Gesichts-Tausch, Ausdrucksänderung und Upscaling. Welche dieser Features siehst Du als Eure Kerntechnologie und an welchen Weiterentwicklungen arbeitet Ihr aktuell noch?

Die Anonymisierung von Personen in Bildern bleibt unser Fundament, weil sie die kommerzielle Nutzung von Fotos ohne rechtliche Hürden ermöglicht. Besonders spannend ist aktuell der Modebereich. Marken sparen bis zu 40 Prozent bei der Bildproduktion, da sie nur noch mit einem Fit Model shooten müssen. Dieses wird anschließend automatisch durch verschiedene, realistisch generierte Models ersetzt. Dabei entfallen Casting, Make-up und Lizenzverträge, während Kleidung und Markenstil erhalten bleiben.

PiktID output_German

Du hast in einem Interview erwähnt, dass Video-Bearbeitung ein Ziel von PiktID ist. Wie weit seid Ihr in der Umsetzung und welche besonderen Herausforderungen ergeben sich dabei im Vergleich zur Bearbeitung einzelner Bilder?

Ein Video ist im Grunde eine Abfolge von Bildern. Wir arbeiten derzeit daran, unsere Technologie auch auf Videos auszuweiten, und haben bereits erste interne Tests gestartet. Da Videoinhalte in allen Branchen zunehmend an Bedeutung gewinnen, ist das für uns der nächste logische Schritt, und wir erwarten in Kürze vielversprechende Ergebnisse.

Wer sind aktuell Eure wichtigsten Kundengruppen, sowohl hinsichtlich Branchen als auch Regionen, und welche Use Cases haben sich bisher als besonders erfolgreich erwiesen?

Unsere HauptkundInnen kommen aus der Fashion- und Marketingbranche, darunter Marken wie Zalando. In der Fashion-Branche konzentrieren sich die erfolgreichsten Use Cases auf zwei Bereiche: Zum einen auf die Anonymisierung von Models, um Model-Release-Kosten zu vermeiden und bestehende Inhalte weiterhin rechtssicher nutzen zu können. Zum anderen auf die einfache Variierung von Models ausgehend von nur einem Fit Model, um mit minimalem Produktionsaufwand mehr Diversity und lokale Relevanz in Kampagnenbildern zu schaffen.

Besonders in Marketing und Werbung scheint PiktID großes Potenzial zu haben. Inwiefern nutzen Agenturen Eure Technologie, um etwa Models oder Gesichter für unterschiedliche Zielmärkte anzupassen?

Agenturen nutzen PiktID, um Kampagnen gezielter und effizienter zu gestalten. Zwei Use Cases stehen im Fokus: die Lokalisierung von Models für verschiedene Märkte und die Anpassung von Gesichtsausdrücken oder Blickrichtungen für A/B-Tests. So können Marken die Relevanz steigern und gleichzeitig die Performance ihrer Kampagnen messbar verbessern.

Du hast in früheren Interviews betont, dass PiktID derzeit kaum direkte Konkurrenz hat. Wie schätzt Du die Marktsituation heute ein, behaltet Ihr Euren technologischen Vorsprung oder rechnest Du mit neuen Mitbewerbern?

Es gibt Tools wie Nano Banana, die einfache Aufgaben gut lösen. Doch sobald es um größere Bildmengen geht, braucht man eine spezialisierte, vollautomatisierte Lösung ohne manuelles Eingreifen. Da wir unsere Technologie komplett intern entwickeln und alle Daten in unserer eigenen EU-Cloud verarbeiten, bleiben sie sicher.

PiktID hat kürzlich ein sechsstelliges Investment erhalten. Wie wollt Ihr diese Mittel konkret einsetzen und welche Meilensteine stehen auf Eurer Roadmap für die kommenden Monate?

Wir haben unser Team vergrößert, um unsere Technologien schneller zu skalieren und NutzerInnen über Web-App und API noch besseren Zugang zu bieten. Eine große Herausforderung war die Konsistenz der generierten Models bei mehreren Bildern derselben Person, was wir erfolgreich gelöst haben. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, Modeunternehmen und HändlerInnen zu helfen, ihre Bildproduktion effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

Bislang wart Ihr weitgehend bootstrapped und wurdet durch Förderprogramme unterstützt. Wie verändern die neuen Investorenmittel die Dynamik im Unternehmen, etwa beim Wachstumstempo, bei Entscheidungsprozessen oder Strukturen?

Durch das Investment können wir unsere in Kärnten ansässige Firma langfristiger ausrichten und uns stärker auf Produktentwicklung und Skalierung konzentrieren. Entscheidungen treffen wir nun schneller und datenbasierter, was dem gesamten Team mehr Klarheit und Fokus gibt.

Euer Geschäftsmodell basiert aktuell auf einem Credit- bzw. Pay-per-Use-System. Gibt es Überlegungen zu Abomodellen, Lizenzlösungen oder Enterprise-Verträgen, um größere KundInnen langfristig zu binden?

Ja, das tun wir bereits. Jede Kundin und jeder Kunde hat unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Volumen, Geschwindigkeit oder Integration. Da wir alles intern entwickeln, können wir maßgeschneiderte Enterprise-Angebote gestalten, die genau zu den jeweiligen Bedürfnissen passen.

Generative KI im Bereich Gesichtsbearbeitung wirft ethische Fragen auf, von Deepfakes über Identitätsmissbrauch bis hin zu Algorithmic Bias. Wie geht Ihr bei PiktID mit diesen Risiken um und welche Mechanismen zur Missbrauchsprävention habt Ihr implementiert?

Genau das war von Beginn an unser Ansatz. Wir sind mit dem Ziel gestartet, das Gegenteil von Deepfakes zu entwickeln. Unsere Technologie anonymisiert Personen in Fotos und schützt so deren Identitäten. Auch wenn wir inzwischen weitere Anwendungen anbieten, etwa Face Swap für Personalisierungs- oder Kreativprojekte, bleiben wir unserer Verantwortung treu und sensibilisieren unsere NutzerInnen für den bewussten und verantwortungsvollen Einsatz von KI.
Auch beim Thema Bias sind wir sehr aufmerksam. Unser Person Generator wurde so entwickelt, dass er Vielfalt und Realismus fördert. Er zeigt Gesichter mit natürlichen Merkmalen wie Falten oder Muttermalen und steht damit für echte Individualität statt künstlicher Perfektion.

Angesichts der strengen Datenschutzgesetze, etwa der DSGVO, stellt sich die Frage nach der Rechtskonformität. Wie stellt Ihr sicher, dass PiktID diese Vorgaben erfüllt und wie würdest Du reagieren, falls sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen weiter verschärfen?

Alle Bilder werden ausschließlich auf Servern innerhalb der EU verarbeitet, nicht mit Drittanbietern geteilt und nach spätestens 24 Stunden gelöscht. Wir erfüllen damit die DSGVO-Vorgaben vollständig und bleiben flexibel, um auf mögliche Gesetzesänderungen sofort reagieren zu können.

Welche Pläne verfolgt Ihr in den nächsten 12 bis 18 Monaten in Bezug auf Teamaufbau und Standorterweiterung, etwa neue Rollen, Senioritätsstrukturen, Rechenzentren oder internationale Büros?

Unser Fokus liegt auf der Modebranche, wo wir uns weiter festigen möchten. Parallel rollen wir unser Video Feature aus und bauen das Team aus, um neue Märkte zu erschließen. Besonders spannend sind Kooperationen mit internationalen Partnern und der Ausbau technischer Ressourcen innerhalb der EU.

Rückblickend: Wenn Du jungen GründerInnen drei Lektionen aus Deiner bisherigen Zeit mit PiktID mitgeben könntest, welche wären das? Besonders interessiert uns Deine Sicht auf Produktvalidierung, Markteintritt und Teamdynamik.

Just do it. Hör auf den Markt, geh zu Events, rede mit potenziellen KundInnen und Partnern. Nur so bekommt man echtes Feedback. Und vor allem: Bleib flexibel, auch wenn sich der Plan ständig ändert.

Bild Jernej Dvoršak Fotograf Darren Osborne

Wir bedanken uns bei Jernej Dvoršak für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Future Skills für Gründer – welche Kompetenzen morgen zählen

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Future Skills Gründer: Digitale Kompetenzen und Leadership der Zukunft. Image by Gerd Altmann from Pixabay

Die Arbeitswelt verändert sich rasant, und Gründerinnen und Gründer stehen vor der Herausforderung, nicht nur neue Technologien zu verstehen, sondern auch sich selbst ständig weiterzuentwickeln. Future Skills Gründer, digitale Kompetenzen und Leadership der Zukunft entscheiden heute über Erfolg oder Stillstand im Startup-Ökosystem.

Warum Future Skills Gründerinnen und Gründer heute neu denken müssen

Die Digitalisierung hat die Spielregeln des Unternehmertums grundlegend verändert. Technologische Entwicklungen, künstliche Intelligenz und flexible Arbeitsmodelle führen dazu, dass Gründerinnen und Gründer nicht mehr nur Unternehmer, sondern auch Zukunftsgestalter sind.

Doch was bedeutet das konkret? Es geht längst nicht mehr nur um Fachwissen oder Geschäftssinn. Die Future Skills für Gründer sind Fähigkeiten, die Kreativität, emotionale Intelligenz und Technologieverständnis verbinden. Sie ermöglichen, in einem Umfeld zu bestehen, das sich ständig wandelt.

Studien von Zukunftsinstituten zeigen, dass fast 60 Prozent der Berufe in den nächsten zehn Jahren neue Kompetenzanforderungen mit sich bringen werden. Für Gründer:innen heißt das: Wer in Zukunft erfolgreich sein will, muss lernen, sich selbst und sein Unternehmen immer wieder neu zu erfinden.

Digitale Kompetenzen als Fundament unternehmerischer Zukunft

Digitale Kompetenzen sind längst nicht mehr optional, sondern die Basis jeder modernen Unternehmensführung. Sie umfassen weit mehr als technisches Know-how. Es geht darum, digitale Werkzeuge strategisch einzusetzen, Daten richtig zu interpretieren und digitale Kommunikation souverän zu gestalten.

Gründer:innen, die verstehen, wie Automatisierung, KI oder Cloud-Lösungen Geschäftsprozesse verbessern, verschaffen sich einen klaren Vorsprung. Digitale Kompetenz bedeutet nicht, alles selbst programmieren zu können, sondern zu wissen, wie Technologie den Unternehmenswert steigert.

Auch Soft Skills wie digitales Mindset, Anpassungsfähigkeit und Offenheit gegenüber neuen Tools werden immer wichtiger. Startups, die digitale Technologien nutzen, um echte Probleme zu lösen, werden zur treibenden Kraft der Wirtschaft.

Ein Beispiel: Ein junges Berliner Healthtech-Startup nutzt KI, um psychologische Beratung digital zugänglich zu machen. Gründerin und Team verfügen über stark ausgeprägte digitale Kompetenzen – aber noch wichtiger: Sie wissen, wie man Technologie menschlich einsetzt.

Leadership der Zukunft – Führen mit Empathie und Vision

In Zeiten permanenter Veränderung braucht es eine neue Art der Führung. Leadership der Zukunft bedeutet nicht Kontrolle, sondern Orientierung. Gründerinnen und Gründer werden zunehmend zu Coaches, die Teams befähigen, selbstständig zu handeln, kreativ zu denken und Verantwortung zu übernehmen.

Die Fähigkeit, Vertrauen zu schaffen und Menschen zu inspirieren, ist heute genauso wichtig wie strategische Planung. Führung wird weniger hierarchisch und mehr kollaborativ. In agilen Teams zählt nicht der Titel, sondern die Fähigkeit, den richtigen Rahmen für Innovation zu schaffen.

Empathie, Kommunikation und Reflexionsfähigkeit sind Kernkompetenzen, die in Zukunft über die Qualität von Führung entscheiden. Das zeigt sich besonders in der Startup-Welt, wo flache Strukturen und hohe Geschwindigkeit den Alltag prägen.

Ein Gründer, der seine Vision klar vermittelt, aber gleichzeitig zuhört, schafft Motivation und Zugehörigkeit. Das ist das Fundament von Leadership der Zukunft – menschlich, flexibel und lernorientiert.

Lernen als Dauerzustand – der wichtigste Future Skill überhaupt

Die wohl wichtigste Fähigkeit für Gründer:innen von morgen ist die Bereitschaft, ständig zu lernen. In einer Welt, in der Wissen schnell veraltet, zählt nicht mehr, was man weiß, sondern wie man lernt.

Lernfähigkeit ist der Schlüssel, um neue Technologien zu verstehen, Trends früh zu erkennen und Entscheidungen auf Basis aktueller Erkenntnisse zu treffen. Future Skills Gründer entwickeln sich nicht nur fachlich weiter, sondern auch persönlich. Sie investieren bewusst in Weiterbildung, Mentoring und Selbstreflexion.

Dazu gehört auch, ein Umfeld zu schaffen, in dem Lernen Teil der Unternehmenskultur ist. Wenn Mitarbeitende experimentieren, Fehler machen und daraus lernen dürfen, entsteht ein dauerhaft innovatives Klima.

Kreativität und Resilienz als Erfolgsfaktoren

Neben Technik und Wissen zählen in Zukunft vor allem menschliche Fähigkeiten. Kreativität, Empathie und Resilienz werden zu entscheidenden Faktoren im Gründeralltag. Sie ermöglichen, mit Unsicherheit und Komplexität umzugehen – zwei ständige Begleiter moderner Unternehmenskultur.

Digitale Kompetenzen helfen, Tools zu verstehen, aber kreative Intelligenz sorgt dafür, dass sie sinnvoll eingesetzt werden. Gründer:innen, die analytisch denken und gleichzeitig empathisch handeln, können besser auf Marktveränderungen reagieren.

Resilienz, also die Fähigkeit, Rückschläge zu verarbeiten und daraus zu lernen, wird zum langfristigen Erfolgsfaktor. Sie ist die mentale Grundlage, um in einem dynamischen Umfeld standzuhalten.

Zukunftskompetenzen aktiv gestalten

Future Skills für Gründer entstehen nicht von allein. Sie müssen gezielt entwickelt werden – durch Austausch, Weiterbildung und Selbstreflexion. Gründer:innen sollten sich regelmäßig fragen: Welche Fähigkeiten brauche ich, um mein Unternehmen in fünf Jahren noch erfolgreich zu führen?

Programme, Netzwerke und Lernplattformen helfen, neue Kompetenzen systematisch aufzubauen. Viele Accelerator-Programme setzen heute auf Skill Development statt nur auf Finanzierung – ein klarer Hinweis auf den Wandel der Gründerszene.

Am Ende geht es um Haltung. Wer neugierig bleibt, sich selbst hinterfragt und bereit ist, Neues zu lernen, bleibt zukunftsfähig – unabhängig von der Branche.

Fazit

Die Gründer:innen von morgen sind Lernende, Gestalter:innen und Brückenbauer:innen zwischen Mensch und Technologie. Future Skills Gründer denken digital, handeln empathisch und führen mit Weitblick.

Digitale Kompetenzen sind dabei das Fundament, Leadership der Zukunft der Kompass. Erfolg entsteht, wenn beide zusammenkommen – Technologie und Menschlichkeit.

Bild Image by Gerd Altmann from Pixabay

Wie schön kann das Miteinander von Mensch und Tier sein?

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Katzentempel: Katzen und Nachhaltigkeit im Einklang erleben Kathrin und Thomas

Katzentempel verbindet vegane Küche mit Tierwohl und schafft Orte, an denen Menschen und Katzen achtsam und harmonisch zusammenkommen.

Wie ist die Idee zu Katzentempel entstanden und wer steht hinter dem Unternehmen?

Die Idee entstand aus dem Wunsch heraus, einen Ort zu schaffen, an dem Mensch und Tier auf Augenhöhe zusammenkommen, fernab von Hektik, Stress und Konsumdruck. Unsere Gründer Thomas Leidner und Dr. Kathrin Karl wollten einen Raum gestalten, der Entschleunigung und Mitgefühl verbindet – mit leckerer veganer Küche und der Möglichkeit, Katzen in einem sicheren, liebevollen Umfeld zu begegnen. Aus dieser Vision entstand 2013 der erste Katzentempel in München, das erste vegane Restaurants mit Katzen in Deutschland. Heute führen wir die Katzentempel GmbH als wachsendes Franchiseunternehmen mit über 17 Standorten in Deutschland und Österreich.

Welche Vision verfolgt Katzentempel – geht es nur um Gastronomie oder auch um ein neues Bewusstsein im Umgang mit Tieren?

Katzentempel ist viel mehr als ein Restaurantkonzept. Wir möchten ein neues Bewusstsein im Umgang mit Tieren schaffen und zeigen, dass Genuss, Empathie und Nachhaltigkeit zusammengehören. Wir glauben, dass Veränderung da beginnt, wo Menschen Emotionen spüren. Wenn jemand bei uns eine Katze streichelt, vegan isst und spürt, wie harmonisch dieses Miteinander sein kann, dann entsteht etwas, das bleibt.

Wie gelingt es euch, vegane Küche und Tierwohl in einem Ort zu vereinen, ohne dass eines von beiden zu kurz kommt?

Unsere Küche ist vollständig vegan, frisch, kreativ und voller Liebe. Gleichzeitig achten wir darauf, dass das Wohl der Katzen immer an erster Stelle steht. Unsere Räume sind katzengerecht gestaltet, mit Rückzugsorten, viel Platz und professioneller Betreuung. Wir verstehen uns als Wohnzimmer der Katzen, in dem Menschen zu Gast sind. Beides gehört für uns zusammen: gutes Essen und echtes Mitgefühl.

Was unterscheidet Katzentempel von anderen Konzepten, die Café und Tierkontakt verbinden?

Bei uns steht der Tierschutz im Mittelpunkt, nicht die Unterhaltung. Die Katzen leben fest im Katzentempel, stammen alle aus dem Tierschutz und werden von uns als Familienmitglieder behandelt. Unsere Gäste kommen, um zu entschleunigen, nicht um mit Tieren zu spielen. Dieses respektvolle Miteinander macht den Unterschied und sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre.

Wie findet ihr die Katzen, die bei euch leben, und welche Rolle spielen Tierschutzorganisationen dabei?

Wir arbeiten ausschließlich mit seriösen Tierschutzorganisationen zusammen. Die Katzen, die bei uns leben, kommen meist aus schwierigen Lebenssituationen, viele waren Straßenkatzen oder stammen aus überfüllten Tierheimen. Gemeinsam mit unseren Partnern prüfen wir genau, welche Tiere sich für das Leben im Katzentempel eignen: sozial, menschenbezogen und gleichzeitig selbstbestimmt. Kein Tier wird ausgewählt, um Gästen zu gefallen – die Bedürfnisse der Katzen stehen immer an erster Stelle.

Welche Menschen gehören zu eurer Hauptzielgruppe und warum fühlen sie sich besonders von Katzentempel angezogen?

Unsere Gäste sind Menschen, die Achtsamkeit, Tierliebe und Nachhaltigkeit schätzen. Viele leben vegan oder vegetarisch, andere sind einfach neugierig auf einen neuen, entspannten Ort. Besonders beliebt sind wir bei jungen Familien, Studierenden und Berufstätigen, die im Katzentempel eine kleine Auszeit finden.

Was war bisher die größte Herausforderung beim Aufbau eurer Standorte und wie seid ihr damit umgegangen?

Unsere größte Herausforderung ist die Balance zwischen Herz und Wirtschaftlichkeit. Ein Konzept mit Tieren, viel Platzbedarf und hohen ethischen Ansprüchen lässt sich nicht einfach skalieren. Doch genau darin liegt unsere Stärke: Wir wachsen bewusst, mit Menschen, die unsere Werte teilen. Wir setzen auf partnerschaftliche Franchisenehmerinnen und Franchisenehmer, die mit Leidenschaft dabei sind, nicht nur mit Kapital.

Euer Konzept setzt stark auf Nachhaltigkeit. Wie lebt Katzentempel diesen Anspruch im Alltag?

Nachhaltigkeit zieht sich bei uns durch alles, sie ist kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag. Unser Angebot ist zu 100 Prozent pflanzlich, und wir verwenden ausschließlich plastikfreie Verpackungen. Wir arbeiten bevorzugt mit regionalen Lieferanten, vermeiden aktiv Lebensmittelverschwendung und unterstützen kleine, faire Produzenten. Selbst in Details achten wir auf umweltbewusstes Handeln: So haben wir die Avocado wegen ihres hohen Wasserverbrauchs von der Karte gestrichen und durch eine Erbsenalternative ersetzt. Und als während Corona unsere Brunchboxen entstanden, haben wir Mandarinenschalen kurzerhand zu Dipschälchen umfunktioniert – weniger Müll, mehr Kreativität. Wir wissen, dass wir nicht perfekt sind, aber wir entwickeln uns stetig weiter, immer mit dem Ziel, nachhaltiger und bewusster zu werden.

Wie sieht die Zukunft von Katzentempel aus? Plant ihr neue Standorte oder weitere Angebote?

Ja, wir wachsen weiter. Unser Ziel ist, in den nächsten Jahren fünf bis zehn neue Standorte pro Jahr zu eröffnen und Katzentempel auch digital erlebbar zu machen. Mit unserer App, Community Formaten und Online Angeboten wie „Katzentempel für Zuhause“ möchten wir unsere Vision über die Restaurantgrenzen hinaus tragen. Langfristig wollen wir die größte vegane Love Brand Europas werden – mit Herz, Haltung und einer starken Community.

Welche Werte sind euch im Umgang mit eurem Team und euren Gästen besonders wichtig?

Respekt, Authentizität und Miteinander. Wir sehen uns als Familie, nicht als System. Offenheit, Wertschätzung und echtes Interesse an Mensch und Tier prägen unsere Kultur – egal ob in der Küche, im Service oder in der Zentrale. Und natürlich Humor, denn mit einem Lächeln funktioniert alles besser, auch in der Gastronomie.

Was habt ihr aus eurer Gründungsgeschichte gelernt, das ihr anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben möchtet?

Folge deiner Überzeugung, auch wenn der Weg nicht der einfachste ist. Wir haben gelernt, dass Sinn ein stärkerer Antrieb ist als Profit. Wenn du ein klares Warum hast, findest du Menschen, die dich unterstützen. Es braucht Mut, Durchhaltevermögen und eine Portion Idealismus – aber es lohnt sich.

Welchen Rat würdet ihr jungen Unternehmerinnen und Unternehmern geben, die mit einem nachhaltigen Konzept starten wollen?

Mach es echt. Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern Verantwortung. Wenn du sie ehrlich lebst, spüren das die Menschen. Vernetze dich, lerne von anderen und bleib flexibel – aber verliere nie deine Werte aus den Augen. Erfolg kommt nicht über Nacht, aber Authentizität wirkt langfristig stärker als jeder Hype.

Bild Kathrin Karl und Thomas Leidner @ Katzentempel

Wir bedanken uns bei Kathrin Karl und Thomas Leidner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


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Sustainable Scaling: Wie nachhaltiges Wachstum wirklich funktioniert

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Nachhaltiges Wachstum: So skalieren Green Startups richtig. Image by Gerd Altmann from Pixabay

Immer mehr Gründerinnen und Gründer denken Wachstum neu. Nachhaltiges Wachstum, das ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Wirkung vereint, ist der neue Maßstab für Erfolg im Green Startup-Zeitalter.

Wachstum neu gedacht – von kurzfristiger Skalierung zu langfristiger Stabilität

In der Startup-Welt galt lange die Devise: Wachsen um jeden Preis. Wer die größte Finanzierungsrunde meldete oder am schnellsten skalierte, galt als Vorbild. Doch dieser Wachstumsbegriff verändert sich. Immer mehr Gründerinnen und Gründer stellen fest, dass ungebremstes Wachstum oft instabil und krisenanfällig ist.

Nachhaltiges Wachstum bedeutet, Wirtschaftlichkeit mit Verantwortung zu verbinden. Es geht darum, Ressourcen bewusst einzusetzen, stabile Strukturen aufzubauen und langfristige Werte zu schaffen. Ein Startup, das nachhaltig wächst, denkt nicht in Quartalen, sondern in Generationen.

Der Unterschied zwischen „Scale fast“ und „Grow smart“ ist entscheidend. Während schnelles Wachstum kurzfristig beeindruckt, sorgt bewusstes Wachstum für Bestand – ökonomisch, ökologisch und menschlich.

Nachhaltiges Wachstum – die neue Währung im Startup-Ökosystem

Investoren und Kundinnen achten zunehmend darauf, wie Unternehmen wirtschaften. Nachhaltiges Wachstum wird zum zentralen Entscheidungskriterium. Startups, die ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) erfüllen, sind nicht nur attraktiver für Investorinnen und Investoren, sondern auch widerstandsfähiger in Krisenzeiten.

In der Praxis bedeutet das, ökologische und soziale Aspekte in die Unternehmensstrategie zu integrieren. Energieeffizienz, faire Lieferketten, Kreislaufprozesse und Transparenz werden zu Wettbewerbsfaktoren. Wer früh Verantwortung übernimmt, schafft Vertrauen – und das ist heute mehr wert als kurzfristige Gewinne.

Eine Studie von Deloitte zeigt, dass nachhaltig geführte Startups ein höheres Kundenvertrauen genießen und langfristig rentabler wirtschaften. Nachhaltigkeit wird damit zur strategischen Ressource.

Green Startup – Wirtschaft mit Verantwortung

Green Startups haben sich dem Ziel verschrieben, wirtschaftlichen Erfolg und ökologische Wirkung zu verbinden. Sie entwickeln Produkte und Dienstleistungen, die nicht nur Gewinn bringen, sondern auch einen Beitrag zur Umwelt leisten.

Von klimaneutralen Verpackungslösungen über digitale Recyclingplattformen bis zu Energieeffizienzsystemen – grüne Startups verändern Branchen und schaffen neue Standards. Dabei sind sie häufig Pioniere, die alte Strukturen hinterfragen und Innovation aus Verantwortung denken.

Ein Beispiel ist ein junges Unternehmen aus Berlin, das gebrauchte Elektronik wiederaufbereitet und damit Elektroschrott vermeidet. Mit jedem verkauften Gerät wird CO₂ eingespart und gleichzeitig ein sozialer Beitrag geleistet, da die Geräte auch an Bildungseinrichtungen gespendet werden.

Green Startups beweisen, dass Wachstum und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig verstärken.

Circular Economy – Ressourcen im Kreislauf halten

Ein zentrales Konzept für nachhaltiges Wachstum ist die Circular Economy, also die Kreislaufwirtschaft. Statt Rohstoffe linear zu verbrauchen, setzt dieses Modell auf Wiederverwendung, Reparatur und Recycling.

Das Ziel ist es, Materialien so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten und Abfall zu vermeiden. In der Praxis bedeutet das, Produkte so zu gestalten, dass sie leicht zerlegt und recycelt werden können.

Für Startups bietet das enorme Chancen. Unternehmen, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft arbeiten, schaffen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile. Sie reduzieren Abhängigkeiten von Rohstoffen, senken Kosten und gewinnen Kunden, die Wert auf nachhaltigen Konsum legen.

Circular Economy ist mehr als ein Trend. Sie ist das Fundament einer neuen Wirtschaftslogik – einer, die Verantwortung als Wachstumstreiber begreift.

Nachhaltige Skalierung in der Praxis – worauf Gründer achten sollten

Wer nachhaltiges Wachstum anstrebt, muss die eigene Skalierungsstrategie überdenken. Statt aggressiv neue Märkte zu erobern, geht es darum, stabile Systeme aufzubauen. Das beginnt bei der Lieferkette, setzt sich über den Energieverbrauch fort und endet bei der Unternehmenskultur.

Tools wie CO₂-Rechner, Impact-Reporting-Plattformen oder Nachhaltigkeitszertifizierungen helfen, Fortschritte messbar zu machen. Auch Kooperationen mit Umweltinitiativen oder Forschungsprojekten können den nachhaltigen Impact stärken.

Transparenz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Kundinnen und Investoren erwarten heute, dass Startups offenlegen, wie sie wachsen und welchen Einfluss sie auf Umwelt und Gesellschaft haben. Wer ehrlich kommuniziert, gewinnt Vertrauen – und das ist das wertvollste Kapital in einem zunehmend wertebewussten Markt.

Wandel durch Haltung – Nachhaltigkeit als Unternehmenskultur

Nachhaltigkeit ist kein Marketinginstrument, sondern eine Haltung. Sie beginnt im Alltag: in Entscheidungen über Partner, Materialien, Arbeitsweisen und Kommunikation. Eine nachhaltige Unternehmenskultur fördert Eigenverantwortung, Gemeinschaft und langfristiges Denken.

Mitarbeitende, die sich mit den Werten ihres Unternehmens identifizieren, bleiben motivierter und loyaler. Gleichzeitig stärkt ein klarer Nachhaltigkeitsfokus die Arbeitgebermarke – besonders in einer Generation, die Sinn und Wirkung über reine Bezahlung stellt.

Führung bedeutet hier, Werte vorzuleben. Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, lebt sie – in jeder Entscheidung, in jedem Prozess und in jeder Kommunikation.

Fazit – nachhaltig wachsen, um Zukunft zu sichern

Nachhaltiges Wachstum ist kein Verzicht, sondern bewusster Fortschritt. Startups, die Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in Einklang bringen, schaffen echte Zukunftsfähigkeit.

Green Startups, die nach den Prinzipien der Circular Economy handeln, zeigen, dass Verantwortung und Erfolg zusammengehören. Sie wachsen nicht um jeden Preis, sondern mit Haltung – und genau das macht den Unterschied in einer Wirtschaft, die immer stärker auf Sinn, Transparenz und Wirkung setzt.

Nachhaltigkeit ist kein Ziel, das man erreicht, sondern ein Weg, den man geht. Und wer ihn früh beginnt, hat die Zukunft schon jetzt auf seiner Seite.

Bild Image by Gerd Altmann from Pixabay

Wie tief kann Technologie wirklich gehen?

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Tethys Robotics: Unterwasser-Drohnen für Offshore-Inspektionen Tethys Robotics Founder Team Bild

Tethys Robotics entwickelt autonome Unterwasser-Drohnen, die Offshore-Inspektionen sicherer, effizienter und nachhaltiger machen.

Wie ist die Idee zu Tethys Robotics entstanden und welche Menschen stehen hinter dem Unternehmen?

Die Idee entstand während unseres Bachelorstudiums an der ETH Zürich – das war uns damals ehrlich gesagt etwas „zu theoretisch“. Wir wollten etwas Eigenes aufbauen, etwas, das man anfassen und testen kann. Also haben wir, ein paar Freunde aus der Schulzeit mit unterschiedlichen Ingenieurshintergründen, begonnen, gemeinsam an Robotern zu tüfteln – zunächst aus Neugier, dann mit wachsender Leidenschaft und Ernsthaftigkeit.

Was war die ursprüngliche Motivation, Unterwasser-Drohnen für anspruchsvolle Einsätze zu entwickeln?

Anfangs reine Neugier – wir wollten verstehen, wie man komplexe Systeme baut, die auch im echten Leben funktionieren. Unter Wasser hat man sofort Feedback: Wenn etwas schiefläuft, merkt man’s. Wenn’s klappt, ist es ein magischer Moment. Diese direkte Lernkurve hat uns gepackt – und bis heute nicht losgelassen.

Welche Vision verfolgt Tethys Robotics langfristig und wie soll sie Schritt für Schritt umgesetzt werden?

Unsere Vision ist klar: Kein Mensch sollte unter Offshore-Bedingungen arbeiten müssen. Gleichzeitig braucht die Welt Energie aus den Ozeanen – Wind, Öl, Gas. Wir wollen die Menschen vom Meer zurück ans Ufer holen, mit Systemen, die remote und autonom arbeiten. Schritt für Schritt „robotifizieren“ wir deshalb den Offshore-Betrieb – in unserem Fall mit der Unterwasser-Inspektion. Wir machen die Roboter immer autonomer und das Deployment immer einfacher.

Welche Branchen oder Kunden profitieren besonders von euren autonomen Unterwasserlösungen?

Das sind 2 Branchen:
Offshore-Infrastruktur & Energie, wo regelmässige Inspektionen zentral sind.
Maritime Sicherheit, etwa bei der Überwachung kritischer Infrastrukturen (Internetkabel, Pipelines) oder beim Aufspüren alter Munition – von der noch rund 1,3 Millionen Tonnen auf dem Meeresgrund liegen.

Wie gelingt es Tethys Robotics, die Sicherheit und Effizienz bei Unterwasserinspektionen gleichzeitig zu erhöhen?

Ganz einfach: Weniger Menschen im Offshore-Einsatz = mehr Sicherheit. Und je mehr Aufgaben Roboter übernehmen, desto konstanter und effizienter werden Inspektionen – Fehler werden früher erkannt, Risiken sinken, und alles läuft planbarer ab.

Was unterscheidet eure Technologie von anderen Anbietern im Bereich maritimer Robotik?

Wir kommen aus der autonomen Robotik – unser Herzstück ist ein riesiger, integrierter Software-Stack. Wir verbinden Datenerfassung, Verarbeitung und Auswertung zu einem nahtlosen System, das direkt verwertbare Insights liefert. Unsere Roboter sind dadurch kleiner, schneller einsetzbar und viel stärker in digitale Workflows integriert. Während andere primär an der Hardware schrauben, denken wir holistisch und adaptiv – echte Digitalisierung unter Wasser eben.

Welche Herausforderungen bringt der Betrieb von Drohnen in rauen Gewässern mit sich und wie begegnet ihr diesen?

Die grössten Herausforderungen sind schlechte Sicht, starke Strömungen und der fehlende GPS-Empfang. Unsere Antwort: Sensorfusion. Wir kombinieren verschiedene akustische Systeme (Sonare) zur präzisen Lokalisierung und ermöglichen so auch Navigation bei Nullsicht.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit bei der Entwicklung eurer Systeme und in eurer Unternehmensphilosophie?

Sehr wichtig – auf zwei Ebenen:
Ökologisch: Jeder Einsatz ohne grosses Support-Schiff spart bis zu 78 Tonnen CO₂ pro Tag.
Unternehmerisch: Nachhaltig heisst für uns auch, ein stabiles, langfristig tragfähiges Deep-Tech-Unternehmen aufzubauen – um Robotik in Europa zu stärken.

Welche technologischen Innovationen plant ihr in den kommenden Jahren, um euer Angebot weiterzuentwickeln?

Wir investieren stark in Data Processing und automatisierte Auswertung. Die Menge und Qualität der gesammelten Daten verschafft uns nicht nur technologische Vorteile, sondern ermöglicht auch neue Service-Modelle – von Predictive Maintenance bis hin zu datengetriebener Entscheidungsunterstützung.

Gab es bisher besondere Meilensteine oder Erfolge, auf die ihr bei Tethys Robotics besonders stolz seid?

Ja, mehrere:
Unsere aktuelle Convertible-Finanzierungsrunde.
Die ersten Offshore-Trials dieses Jahres – echte Einsätze mit echten Learnings entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Und natürlich unser Team: wie schnell es Erkenntnisse umsetzt und daraus neue Kundendeals entstehen lässt – das ist beeindruckend.

Wie sieht euer ideales Zukunftsszenario für die Nutzung autonomer Unterwasser-Drohnen aus?

Komplett remote gesteuert von Land aus, ausgebracht von autonomen oder ferngesteuerten Schiffen – eine durchgängige, sichere und effiziente Offshore-Infrastruktur ohne Offshore Personal.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Go out, test it, break it – as fast as possible.
Holt euch früh gute Advisors, besonders für Märkte, die ihr (noch) nicht kennt.
Feiert eure Erfolge! Auch die kleinen – sie tragen euch durch die grossen Herausforderungen.

Bild @ Tethys Robotics

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie kann Zusammenarbeit die Zukunft von Innovation verändern?

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Xcamp: Startup trifft Innovation für nachhaltige Zusammenarbeit GründerTeam Bild Bild Fabian Feutlinske und Claas Kauenhowen Fotocredit Xcamp

Xcamp ist eine KI-gestützte Plattform, die Startup-Ökosysteme vernetzt, Zusammenarbeit fördert und nachhaltige Innovation durch datenbasierte Prozesse ermöglicht.

Was war der ursprüngliche Impuls, Xcamp zu gründen, und welche Menschen stehen heute hinter der Idee einer regenerativen Innovationsplattform?

Der Ausgangspunkt war eine strukturelle Lücke: Gründer:innen in der Frühphase stehen oft allein da – sie bekommen kaum Orientierung oder gezielte Unterstützung. Gleichzeitig ertrinken Investor:innen in Anfragen und müssen mühsam manuell filtern, welche Startups wirklich relevant sind. Und dann gibt es eine wachsende Zahl von Menschen und Communities, die Innovation aktiv unterstützen wollen, aber keine geeignete Infrastruktur dafür haben.
Genau diese Lücke schließen wir mit Xcamp. Wir entwickeln gezielt Tools, die jede Stakeholder-Gruppe – Gründer:innen, Investor:innen, Mentor:innen – punktuell unterstützen, aber gleichzeitig in ein größeres, datenbasiertes Ökosystem eingebettet sind.
Wenn etwa ein:e Gründer:in über unser „Startup Navigationssystem“ KI-gestützte Empfehlungen erhält, was als Nächstes zu tun ist, werden diese Daten automatisch für Investor:innen sichtbar – inklusive messbarer KPIs. So entsteht Transparenz, Vertrauen und echte Verbindung.
Wir glauben, dass Collaboration und Community die Superpower der Startup-Welt sind – und genau das übersetzen wir in Technologie: ein KI-basiertes Brain, das kollektives Wissen aufbaut und Menschen operativ miteinander vernetzt.

Wie würdet ihr die Vision von Xcamp in einem Satz beschreiben – und wie übersetzt ihr sie konkret in eure tägliche Arbeit?

Unsere Vision in einem Satz: Vernetzte Startup-Ökosysteme und kollaborative Zusammenarbeit sind die nächste Evolutionsstufe von Innovation – systemischer Wandel ist keine Ideologie, sondern Infrastruktur.
Xcamp ist das erste KI-gestützte „Operating System for Startups“ – ein Arbeitsraum, in dem Gründer:innen, Investor:innen und Unterstützer:innen strukturiert, fair und effizient zusammenarbeiten.
Im Alltag übersetzen wir das in ganz konkrete Werkzeuge: Templates, Zielnavigation, kollaborative Aufgabenräume und reale Anreize für Beiträge. So wird Vision zu messbarer Praxis.

Euer Ansatz verbindet Technologie, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit. Wie schafft ihr es, diese Bereiche wirkungsvoll miteinander zu verknüpfen?

Wir denken systemisch – in Zusammenhängen, nicht in Silos. Diese drei Dimensionen verbinden wir über:
KI, um kollektives Wissen aufzubauen und Muster zu erkennen,
Blockchain, um Beiträge nachvollziehbar und fair zu vergüten,
vernetzte Ökosysteme, in denen Betreiber – etwa Acceleratoren – sich gegenseitig stärken.
Wir sind dabei nicht dogmatisch, sondern ermöglichen es jedem Ökosystem, seine eigene Governance in der Software zu verankern. Wenn ein Netzwerk etwa regenerative Projekte fördern will, kann es Nachhaltigkeit als verbindlichen Systemparameter aktiv implementieren.

Welche Art von Startups oder Projekten finden in der Xcamp-Ökosphäre ihren Platz – und nach welchen Kriterien wählt ihr sie aus?

Xcamp ist bewusst branchenoffen und modular – von High-Growth-Software-Startups bis zu Social-Impact-Projekten. Wir wollen in der Frühphase Orientierung geben, nicht Grenzen setzen. Unser Ansatz ist integrativ und lebt von offener Zusammenarbeit.
So entsteht organische Weiterentwicklung: Gründer:innen qualifizieren sich durch Kollaboration für Accelerator-Programme oder Investitionen.
Gleichzeitig stellen wir unsere Plattform als White-Label-Betriebssystem auch für Betreiber:innen bereit – etwa Acceleratoren, Family Offices oder PE-Fonds. Dadurch entstehen kontextuell vernetzte Ökosysteme, die sich auf Wunsch miteinander verbinden können.
Und weil dieselben Herausforderungen auch bei Nachfolge, M&A oder Private Equity auftreten, testen wir Xcamp derzeit in verschiedenen Pilotprojekten.

Viele sprechen über Nachhaltigkeit, aber ihr lebt sie im Kern eures Geschäftsmodells. Wie gelingt euch der Spagat zwischen ökologischer Verantwortung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit?

Wir kommen aus der Systemwissenschaft – wir wissen also, wie Systeme wirklich funktionieren. Unsere Software vereint das Wissen von drei Nobelpreisen und übersetzt es in ein ökonomisch tragfähiges Modell.
Konkret kombinieren wir Wirkung und Wirtschaftlichkeit durch kollaborative Wertschöpfung (Reward Credits, virtuelle Beteiligungen), datenbasierte Pre-Due-Diligence, weniger Doppelarbeit und höhere Kapital-Effizienz. Das senkt Kosten und stärkt Finanzierungsfähigkeit.
Nachhaltigkeit ist bei uns kein Add-on – sie ist als Dimension in jedem Startup-Template integriert. Systemischer Wandel entsteht durch Partizipation, Expertise und smarte Technologie. Kollaboration ist dabei kein Idealismus, sondern ein neues, belastbares Wirtschaftsmodell.

Was unterscheidet Xcamp von anderen Innovationsplattformen im Bereich GreenTech und Impact?

Wir verstehen uns weniger als Konkurrenten – eher als verbindende Infrastruktur. Unser Ziel ist es, verschiedene Plattformen über unser Betriebssystem zu vernetzen.
Viele Initiativen arbeiten analog oder auf Marktplatzebene. Xcamp hingegen ist „LinkedIn in Action“: Wir verbinden Menschen über konkrete Aufgaben, machen Beiträge sichtbar, messen Fortschritt und vergüten Wirkung fair.
Unsere KI koordiniert diese Zusammenarbeit automatisch, die Community trainiert das System durch ihre Nutzung. So entsteht ein dynamischer Kreislauf – ein Flywheel, das die vernetzte Startup-Welt auf ein neues Level hebt. Kurz gesagt: Startup braucht ein Upgrade. Genau das liefern wir.

Welche größten Herausforderungen erlebt ihr aktuell in der Verbindung von technologischer Entwicklung und ökologischer Begrenzung?

Die größte Herausforderung liegt darin, ökologische Faktoren ganzheitlich in unternehmerische Entscheidungen einzubetten. Oft wird Nachhaltigkeit isoliert betrachtet – als Projekt, nicht als Prinzip.
Unsere Software erlaubt es, Nachhaltigkeit als programmierbare Governance zu integrieren – mit automatisierter Guidance und klaren Regeln, die auch wirtschaftliche Aspekte mitdenken.
Am Ende bleibt die Freiheit bei den Nutzer:innen. Wir schaffen Bewusstsein und Handlungsfähigkeit – und unterstützen so den Übergang zu einem neuen, systemischen Verhalten. Verhaltensänderung durch Bewusstsein ist hier der Schlüssel.

Wie reagiert ihr auf den wachsenden Druck, schnell zu skalieren, ohne eure nachhaltigen Prinzipien zu gefährden?

Wir sehen uns als digitale Ergänzung zur traditionellen Startup-Industrie. Wachstum ist für uns kein Selbstzweck, sondern folgt Prinzipien: Vertrauen, Transparenz und geteilte Teilhabe.
Wir skalieren entlang klarer Strukturen: Vertrauen als Währung, Nachverfolgbarkeit aller Beiträge, virtuelle Beteiligungslogik (vESOP) und Transparenz-by-Design.
Strategisch heißt das: Wir bieten einerseits einen offenen Online-Inkubator, andererseits ein White Label Betriebssystem für Betreiber. Beides funktioniert eigenständig – aber im Zusammenspiel aller Ökosysteme entsteht das volle Potenzial.
Unsere Prinzipien werden zu keinem Zeitpunkt gefährdet – sie verbessern die Situation für alle Stakeholder gleichermaßen. Das ist die Magie als systemischer Ansatz.

Was bedeutet für euch erfolgreiche Zusammenarbeit im Ökosystem – und wie fördert ihr den Austausch zwischen den einzelnen Akteuren?

Erfolgreiche Zusammenarbeit beginnt damit, dass mehrere Mentoren gezielt mit Startups zusammengebracht werden – datenbasiert, automatisiert und pro Bedürfnis. So sparen Accelerator-Programme enormen Koordinationsaufwand.
Beitragende Leistungen können zudem über virtuelle Beteiligungen ausgeglichen werden – daraus entsteht ein ergänzendes Wirtschaftssystem vor Funding.
Im nächsten Schritt analysiert unsere KI Muster erfolgreicher Startup-Pfade, wodurch wir einerseits Handlungs-Empfehlungen für die Startups ausgeben, und andererseits Investoren die richtigen KPIs und validierten Fortschrittsindikatoren auf Basis klar definierter Erwartungen bereitstellen. Die Mentoren verbinden beide Seiten als vorab Validierung.
So entsteht ein transparenter Matching-Prozess zwischen Startup und VC – ohne Zufall, ohne Willkür, aber mit klarem Anreizsystem.
Am Ende fördern wir gemeinsame Zielsysteme, datenbasierte Navigation und automatische Anerkennung – ein echtes ökosystemisches Betriebssystem für Zusammenarbeit. Wenn wir jetzt über die vernetzten Ökosysteme sprechen, also ganze Ökosphären, dann erreichen wir hochdynamische und operative Intelligenz, in der sich nicht Netzwerke erst bilden müssen, sondern über smarte Vernetzung schlichtweg vorhanden sind.

Wie sieht die Zukunft von Xcamp aus? Welche nächsten Schritte oder Entwicklungen stehen bereits auf der Agenda?

Wir haben unser MVP erfolgreich umgesetzt und befinden uns im Softlaunch – die erste internationale Kampagne ist bereits viral gegangen.
Jetzt geht es darum, gesund zu wachsen: Wir suchen Kapital, erweitern unsere Tools für jede Stakeholder-Gruppe und skalieren in Europa, Südamerika und Indien, wo wir bereits präsent sind.
Unsere Deep-Tech-Basis stammt aus unserem ersten Startup Xchange. Xcamp ist das Vertical für die Startup-, M&A- und Direktinvestment Industrie.
Langfristig denken wir in Industrien: Für jede Branche gründen wir eigene Joint Ventures – mit Partnern, die unsere Vision teilen. Doch die Startup-Welt bleibt unser Herzensprojekt, besonders im Bereich Impact.

Welche Veränderungen in der Startup-Welt wünscht ihr euch, um nachhaltige Innovationen langfristig zu fördern?

Wir wünschen uns vor allem eines: echte Daten in der Frühphase.
Heute fehlen belastbare Einblicke, um Potenziale und Risiken frühzeitig zu erkennen. Das führt zu falschen Einschätzungen und einem Überfokus auf Umsatz als Nachweis statt auf Wirkung.
Wir brauchen offenere Infrastrukturen, gemeinsame Standards und geteilte Verantwortung.
Innovation darf kein Zufallsprodukt sein, sondern sollte als kollektiver Lernprozess verstanden werden – ein System, das durch Transparenz und Kooperation wächst.
Denn Innovation ist nichts anderes als Evolution – und diese Verantwortung tragen wir gemeinsam.
Und hierbei können wir alle bestehenden Faktoren, z.B. Wettbewerb zwischen Startups oder Investoren, respektieren und auch nutzen. Aber über die Kraft der Community können wir bereits Lösungen schaffen, wenn Kapital noch nicht erreichbar ist.

Zum Schluss: Welche drei Ratschläge gebt ihr Gründer:innen, die mit ihrem Startup echte Wirkung erzielen wollen?

Ich glaube, jede Gründerin und jeder Gründer will Wirkung. Die Frage ist: Wie übersteht man die Phase, bis sie spürbar wird?
Baue mit Klarheit: Definiere Ziele, Messgrößen und Meilensteine – und dokumentiere alles. Vertrauen ist messbar. Je klarer du deine Entscheidungen begründen kannst, desto eher gewinnst du Unterstützung.
Kollaboriere intelligent: Schaffe Transparenz über Beiträge und Rewards, z. B. durch einen Equity-Pool (vESOP). Es gibt mehr Menschen, die dir helfen wollen, als du glaubst – du musst sie nur sichtbar einbinden.

Denke groß – aber handle schrittweise: Brich deine Vision in erreichbare Etappen herunter. Nutze „Backcasting“ – plane rückwärts von deiner Vision aus und finde den machbaren Weg dorthin. Und: verabschiede dich von der Vorgabe, exklusiv in einer Nische stattfinden zu müssen. Das ist smart für den Markteintritt, du wirst dort aber mittelfristig durch größere Wettbewerber verdrängt. Also: Think big, build smart.
Und natürlich: Nutze Xcamp. Unsere Software vereint genau diese Prinzipien – strukturiertes Arbeiten, smarte Kollaboration und messbare Wirkung.

Bild Fabian Feutlinske und Claas Kauenhowen Fotocredit Xcamp

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

SevenVentures Pitch Day 2025

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Die Jury und Finalisten beim Seven Ventures Pitch Day 2025

Wie viel sind zwei Minuten wirklich wert? Beim diesjährigen SevenVentures Pitch Day auf dem NEW COM Summit in München lautete die Antwort: drei Millionen Euro Mediabudget und ein TV-Spot zur Primetime. Vier Finalisten, zwei Halbfinals, ein Showdown. Der Pitch Day 2025 war ein Abend voller Ideen, Emotionen und messerscharfer Business-Pitches – mit einem Finale, das in der Startup-Szene noch lange Gesprächsstoff liefern wird.

Daniel Boschmann SevenVentures Pitch Day 2025

Showtime in München: Wenn Startups um Fernsehzeit pitchen

Bereits zum zwölften Mal lud SevenVentures, die Investment-Tochter der ProSiebenSat.1 Media SE, zum berühmten Pitch-Event. Und das hat sich längst zu einem der prestigeträchtigsten Wettbewerbe der deutschen Startup-Welt entwickelt. Wo sonst kämpfen Jungunternehmer nicht nur um Investoren-Interesse, sondern um ein Millionenbudget für Werbezeit im Fernsehen?

Vor rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauern auf dem NEW COM Summit 2025 in München lieferten sich vier Startups ein packendes Duell. Der Gewinn: 3 Millionen Euro Mediavolumen und die Aussicht, sich in Deutschlands Wohnzimmern mit einem eigenen TV-Spot zu präsentieren. Im letzten Jahr gelang das „The Female Company“ – dieses Mal ging der Sieg an Edurino.

Pitch mit Punchline: Moderator Boschmann gibt das Tempo vor

Durch den Abend führte Daniel Boschmann, bekannt aus dem SAT.1-Frühstücksfernsehen. Boschmann, charmant wie gewohnt, sorgte für die richtige Mischung aus Unterhaltung und Ernsthaftigkeit: „Ideen sind zum Umsetzen da. Und genau darum geht’s heute Abend!“ Sein Eröffnungsmonolog erinnerte an eine Szene aus dem Hollywood-Klassiker Jerry Maguire – inklusive legendärer Zeile: „Show me the money!“

Der Ton war gesetzt: emotional, leidenschaftlich, motivierend. Aber auch messbar: Denn die Jury war alles andere als leicht zu überzeugen.

Die Jury Florian Weber (Chief Commercial Officer bei SevenVentures), Claire Siegert (Co-Founder & CEO Businettes Germany), Michael Kibele (CEO vom NEW COM Summit), Sherine Marun (Angel-Investorin und Podcast-Host) sowie Marlena Hin SevenVentures Pitch Day 2025

Die Jury: Fachwissen trifft Medienmacht

Besetzt war das Panel mit fünf Branchenprofis. Unter anderem dabei: Florian Weber (Chief Commercial Officer bei SevenVentures), Claire Siegert (Co-Founder & CEO Businettes Germany), Michael Kibele (CEO vom NEW COM Summit), Sherin Marun (Angel-Investorin und Podcast-Host) sowie Marlena Hien, die mit ihrem eigenen Startup selbst einmal den Pitch Day gewann.

Ihre Aufgabe: Aus vier Startups den einen Sieger zu küren, der nicht nur ein gutes Produkt hat, sondern vor allem eins mit Fernsehpotenzial. „Es geht nicht nur um die Idee“, erklärte Claire Siegert, „sondern um die Emotion. Fernsehwerbung muss bewegen.“

Halbfinale 1 SevenVentures Pitch Day 2025: Wenn Frauengesundheit auf kindgerechtes Lernen trifft

Im ersten Halbfinale traf Eva Maria Meijnen mit ihrem Health-Startup Evela-Health auf das Team von Edurino. Zwei starke Ideen, zwei völlig unterschiedliche Themen.

Evela Health kämpft gegen ein Tabu: die Wechseljahre. Eva Maria erzählte bewegend von ihrer eigenen Mutter, die jahrelang an Symptomen litt, ohne eine Diagnose zu bekommen. „90% der Frauen erleben Beschwerden. Es gibt 34 Symptome. Und das über zehn Jahre hinweg.“

Evela Health SevenVentures

Evela will diese Versorgungslücke schließen – mit personalisierter Hormontherapie, KI-gestützter Diagnose und einem digital gestützten Gesundheitsplan. Schon heute arbeiten sie mit Krankenkassen und Arbeitgebern zusammen.

Doch der Kontrast konnte kaum größer sein: Edurino, ein EdTech-Startup, richtet sich an Kinder zwischen vier und acht. Das Ziel: Bildschirmzeit sinnvoll nutzen. Statt passivem Konsum sollen Kinder mithilfe digitaler Spielfiguren lesen, schreiben und logisches Denken lernen – in enger Zusammenarbeit mit Pädagogen und Kindergärten.

„Wir sind das digitale TipToi der Zukunft“, erklärte die Gründerin. Ihre App kommt nicht nur in Haushalten, sondern bereits in über 3.500 Kitas zum Einsatz. In einer Studie mit der Cambridge University konnten die positiven Lerneffekte sogar nachgewiesen werden.

Pitch Day Gespräch SevenVentures

Die Jury entschied sich nach intensiver Diskussion denkbar knapp für Edurino. 3:2 lautete das Voting.

Halbfinale 2 beim SevenVentures Pitch Day 2025: Nachhilfe per KI gegen Hundefutter mit Herz

Im zweiten Halbfinale trafen zwei völlig verschiedene Welten aufeinander: Bildung gegen Tiergesundheit. Benedict Kurz von Knowunity pitchte eine Plattform für Schüler, die mithilfe von KI personalisierte Nachhilfe bietet. „Wir haben vor vier Jahren im Abi damit angefangen. Heute nutzen uns Millionen von Schülern weltweit.“

Knowunity ist nicht nur Lern-App, sondern soziales Netzwerk. Die Inhalte stammen teilweise von den Schülern selbst, KI wertet die Daten aus und generiert individuelle Lernpfade. „Wir sind wie Duolingo, nur für Mathe, Bio und Englisch.“

Benedict Kurz von Knowunity pitchte SevenVentures Pitch Day 2025

Gegen diese datengetriebene Lernmaschine traten Annika Rah und Charlotte Dehnert von Hey Holy an. Ihre Idee: rassenspezifisches, medizinisch fundiertes Hundefutter im Abo-Modell. „Jeder zweite Dobermann bekommt eine Herzkrankheit. Und die richtige Ernährung kann hier präventiv helfen.“

Hey Holy arbeitet mit Tierärzten und Ernährungsexperten, ist bereits auf achtstellige Umsätze gewachsen und verkauft an 20.000 Offline-Standorten. Trotz starkem Pitch entschieden sich die Juror:innen für Knowunity.

Daniel Buschmann mit Annika Rah und Charlotte Dehnert von Hey Holy SevenVentures

SevenVentures Pitch Day 2025 Finale: Bildung oder Bildschirm?

Im Finale standen sich also zwei Bildungsideen gegenüber – beide mit starker KI-Integration, beide mit großem Skalierungspotenzial.

Edurino brachte in seiner Finalminute eine kleine Sensation: Ab 2026 sollen Kinder nicht nur mit den eigenen Spielfiguren, sondern auch mit bekannten TV-Charakteren lernen. Welche das sind, blieb geheim. Ein geschickter Cliffhanger.

Knowunity fokussierte sich in der Finalminute auf ein großes Ziel: Bildung demokratisieren. „Wir wollen Nachhilfe für alle ermöglichen. KI macht das möglich.“

Gespräch SevenVentures Pitch Day 2025

Am Ende fiel die Entscheidung der Jury erneut knapp aus. Dieses Mal: für Edurino.

Eine Idee, ein Spot, ein Millionenpublikum

„Ich bin immer noch im Schock“, gestand die Gewinnerin, „weil ich nicht damit gerechnet habe. Benedikt war so stark.“ Und genau das zeichnet diesen Abend aus: Es ging nicht um reines Wachstum oder schillernde Buzzwords. Es ging um Haltung, um Relevanz und um den Willen, die Welt ein Stück besser zu machen.

Für Edurino bedeutet der Gewinn einen Sprung in eine neue Dimension. 3 Millionen Euro Mediavolumen sind mehr als ein Werbebudget – sie sind ein Verstärker für Visionen.

Gewinnerin Edurino Gründerin SevenVentures

Der Pitch Day 2025 hat bewiesen: Gute Ideen überzeugen nicht nur in der Theorie. Sie brauchen eine Bühne. Und manchmal reicht dafür eine Minute im Rampenlicht.

Foto/Quelle: Bene Müller Fotodesign – NEW COM Festival

KI trifft Unternehmertum: Wie künstliche Intelligenz den Gründeralltag verändert

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KI im Startup: Wie künstliche Intelligenz Gründer stärkt. Image by Gerd Altmann from Pixabay

Von Chatbots bis Datenanalyse – KI im Startup ist längst kein Zukunftsthema mehr. Immer mehr Gründerinnen und Gründer entdecken, wie künstliche Intelligenz hilft, Prozesse zu vereinfachen, Entscheidungen zu verbessern und das Wachstum zu beschleunigen.

KI im Startup – vom Trend zum Wachstumstreiber

Noch vor wenigen Jahren galt künstliche Intelligenz als Spielwiese für Tech-Giganten. Heute ist sie fester Bestandteil der Startup-Szene. Ob Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung oder Kundenservice – KI ist zum universellen Werkzeugkasten geworden.

Gerade junge Unternehmen profitieren davon, weil sie flexibler sind und neue Technologien schneller integrieren können. Automatisierte Text- und Bildgenerierung, intelligente Analysen oder Chatbots ermöglichen es, mit wenig Budget professionell zu agieren. Eine Gründerin, die früher Stunden mit manuellen Reports verbrachte, kann diese heute mit wenigen Klicks erstellen.

KI im Startup bedeutet Effizienz und Skalierbarkeit – und genau das ist der entscheidende Vorteil gegenüber größeren, trägeren Organisationen.

Künstliche Intelligenz Gründer – Chancen und Herausforderungen

Für viele Gründerinnen und Gründer ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz längst Teil der täglichen Arbeit. Von der Analyse von Kundenverhalten über Preisoptimierungen bis zur Vorhersage von Markttrends – KI liefert datenbasierte Einblicke, die Entscheidungen fundierter machen.

Doch wo Chancen sind, lauern auch Herausforderungen. Viele Startups kämpfen mit unzureichenden Datenmengen oder fehlendem technischen Know-how. Hinzu kommen Fragen zu Datenschutz, ethischen Standards und Verantwortung im Umgang mit automatisierten Systemen.

Erfolgreiche Gründerinnen und Gründer gehen daher strategisch vor. Sie beginnen klein, testen Anwendungsfelder und passen Prozesse an, bevor sie KI tief in ihre Geschäftsmodelle integrieren. So bleibt die Technologie Werkzeug und wird nicht zum Selbstzweck.

Automatisierung Startup – Effizienz neu gedacht

Die Automatisierung im Startup verändert die Art, wie Gründer arbeiten. Routineaufgaben, die früher Stunden dauerten, lassen sich heute in Minuten erledigen. Tools wie Notion AI, ChatGPT, HubSpot oder Zapier übernehmen wiederkehrende Aufgaben und schaffen Freiraum für kreative und strategische Arbeit.

Ob Rechnungsstellung, Social-Media-Planung oder E-Mail-Kampagnen – was automatisiert werden kann, wird automatisiert. Dadurch gewinnen Teams wertvolle Zeit, um sich auf Innovation und Wachstum zu konzentrieren.

Ein Startup aus München nutzt KI-basierte Tools, um Kundenfeedback in Echtzeit zu analysieren. So erkennt das Team sofort, welche Funktionen im Produkt beliebt sind und welche verbessert werden müssen. Das spart nicht nur Geld, sondern beschleunigt die Entwicklung erheblich.

Kreativität trifft KI – wie Maschinen Ideen beflügeln

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist, dass KI Kreativität ersetzt. In Wahrheit kann sie sie erweitern. Viele Gründerinnen und Gründer nutzen künstliche Intelligenz als Sparringspartner im Ideenprozess. Ob bei der Namensfindung, der Produktentwicklung oder im Marketing – KI liefert Inspiration und neue Perspektiven.

Die Kombination aus menschlicher Intuition und maschineller Analyse eröffnet völlig neue Wege. Ein Gründerteam kann etwa mit KI mehrere Businessmodelle simulieren, Marktreaktionen testen oder Designvorschläge generieren lassen. KI wird so zum Katalysator für Innovation, nicht zum Konkurrenten.

Kreativität und Technologie ergänzen sich – das ist der eigentliche Paradigmenwechsel, den KI im Startup möglich macht.

Verantwortung und Ethik – KI bewusst einsetzen

Mit großer technischer Macht wächst auch die Verantwortung. Startups stehen vor der Aufgabe, KI nicht nur effizient, sondern auch ethisch korrekt einzusetzen. Transparenz, Datenschutz und faire Datennutzung sind zentrale Punkte, um das Vertrauen von Kundinnen und Investoren zu sichern.

Gründerinnen und Gründer sollten daher genau prüfen, welche Daten ihre Systeme verarbeiten und welche Entscheidungen automatisiert werden. KI darf nie unkontrolliert agieren, sondern sollte als Unterstützung verstanden werden.

Verantwortungsbewusste Startups schaffen klare Richtlinien für den Umgang mit Daten und setzen auf offene Kommunikation. Sie wissen, dass Vertrauen in einer digitalisierten Wirtschaft zur wichtigsten Währung geworden ist.

Die neue Rolle der Gründerinnen und Gründer

Die Einführung von künstlicher Intelligenz im Startup verändert nicht nur Prozesse, sondern auch Rollen. Gründerinnen und Gründer werden zu Dirigentinnen und Dirigenten eines intelligenten Systems, das Daten, Automatisierung und menschliche Kreativität vereint.

Wer bereit ist zu lernen, zu experimentieren und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, hat enorme Vorteile. KI ist kein statisches Werkzeug, sondern ein dynamischer Prozess, der sich ständig verändert – genau wie die Startup-Welt selbst.

Fazit – KI als Werkzeug, nicht als Ersatz

KI im Startup ist kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Sie hilft, klüger zu arbeiten, schneller zu handeln und nachhaltiger zu wachsen. Künstliche Intelligenz ist dabei kein Ersatz für menschliche Intuition, sondern ihre Erweiterung.

Die erfolgreichsten Gründerinnen und Gründer der Zukunft sind diejenigen, die Technologie verstehen, aber Menschlichkeit bewahren. Automatisierung im Startup schafft Raum für Vision, Strategie und Kreativität – und genau das ist es, was Innovation antreibt.

Bild Image by Gerd Altmann from Pixabay

Was macht blondes Haar wirklich strahlend und gesund?

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uthentic Blonde: Pflege für blondes Haar mit Glanz & Schutz Gründerin Ayse Auth

Authentic Blonde steht für hochwertige Haarpflegeprodukte, die speziell für blondes, natürliches und blondiertes Haar entwickelt wurden, um Glanz, Pflege und Schutz zu vereinen

Wie ist Authentic Blonde entstanden und was war der persönliche Auslöser, eine Marke speziell für blondes Haar zu gründen?

Ich bin seit über 30 Jahren Blond – und liebe es! Gleichzeitig habe ich als Blond-Expertin unzählige Köpfe blondiert, gepflegt und gesehen, wie sehr blondes Haar leidet, wenn die Produkte nicht passen. Ich habe lange recherchiert, getestet und gemerkt: Es gibt keine Marke, die wirklich hält, was sie verspricht – die Pflege, Glanz und Schutz vereint. So war es für mich ganz natürlich, meine eigene Linie zu entwickeln: AUTHentic Blonde. Eine Marke von einer echten Blondine für alle, die ihr Blond lieben!

Welche Erfahrungen aus Ihrer langjährigen Arbeit als Blond-Expertin haben die Entwicklung der Produkte beeinflusst?

In all den Jahren im Salon habe ich gesehen, was blondes Haar wirklich braucht: Feuchtigkeit, Schutz und Leuchtkraft – ohne zu beschweren oder den Ton zu verändern. Diese Erfahrung steckt in jedem einzelnen Produkt. Ich wollte professionelle Ergebnisse, die auch zu Hause funktionieren – wie frisch vom Friseur!

Was war Ihnen bei der Formulierung der Produkte besonders wichtig – eher der Pflegeaspekt oder die Erhaltung des natürlichen Blondtons?

Beides – das eine funktioniert ohne das andere nicht. Ein schönes Blond lebt von Glanz, Geschmeidigkeit und Leichtigkeit. Wenn das Haar nicht gepflegt ist, sieht auch der Ton stumpf aus. Deshalb steht bei AUTHentic Blonde die Kombination aus intensiver Pflege und Tonstabilität im Mittelpunkt.

Authentic Blonde richtet sich gezielt an Menschen mit blondiertem oder natürlichem blondem Haar. Wie gelingt es Ihnen, die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu vereinen?

Natürliches Blond braucht Schutz und Glanz, blondiertes Haar braucht zusätzlich Aufbau und Feuchtigkeit. Unsere Formulierungen sind so konzipiert, dass sie beides liefern – mit intelligenten Wirkstoffkombinationen, die sich genau anpassen. Das macht die Linie so besonders – sie versteht Blond in all seinen Nuancen.

Welche Rolle spielen natürliche Inhaltsstoffe wie Zitronenöl, Arganöl oder Milchproteine in Ihrer Produktphilosophie?

Eine große! Ich wollte keine chemischen Overloads, sondern Wirkstoffe, die wirken und gleichzeitig das Haar nähren. Zitronenöl bringt Leuchtkraft, Arganöl schenkt Geschmeidigkeit und Milchproteine stärken die Struktur. Diese natürlichen Powerstoffe sorgen für den unverwechselbaren AUTHentic Blonde Glow

Wie gehen Sie mit dem Spagat zwischen professioneller Salonqualität und alltagstauglicher Pflege für zu Hause um?

Ich kenne die Wünsche meiner Kundinnen genau – sie wollen Friseurqualität, aber ohne komplizierte Routinen. Deshalb sind meine Produkte so konzipiert, dass sie einfach in der Anwendung sind, aber das gleiche Ergebnis liefern, wie eine Profibehandlung im Salon.

Was war bisher die größte Herausforderung im Aufbau der Marke Authentic Blonde, und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung war, ein Produkt zu entwickeln, das meinen extrem hohen Ansprüchen gerecht wird. Ich habe viele Rezepturen getestet, verworfen, neu gedacht – bis es perfekt war. Ich wollte nichts Durchschnittliches. Am Ende war es genau dieser Perfektionismus, der AUTHentic Blonde so stark gemacht hat.

Worin sehen Sie den größten Unterschied zwischen Authentic Blonde und herkömmlichen Haarpflegemarken für blondes Haar?

AUTHentic Blonde ist nicht einfach eine weitere Blond-Serie. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung, echter Leidenschaft und persönlicher Expertise. Keine Marketingidee – sondern gelebte Realität. Ich weiß, wie Blond tickt, und genau das spürt man bei jedem Produkt.

Wie möchten Sie die Marke in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Gibt es Pläne für neue Produktlinien oder Kooperationen?

Oh ja! Wir arbeiten an neuen, ergänzenden Produkten – immer mit Fokus auf gesunde, leuchtende Blondtöne. Und ich liebe Kooperationen, die dieselbe Haltung teilen: Qualität, Authentizität und Stil. AUTHentic Blonde ist eine Marke mit Seele – und die darf wachsen.

Welche Bedeutung hat das Thema Nachhaltigkeit bei der Herstellung und Verpackung Ihrer Produkte?

Nachhaltigkeit ist für mich kein Trend, sondern ein Selbstverständnis. Unsere Verpackungen sind ressourcenschonend, die Inhaltsstoffe hochwertig und bewusst gewählt. Schönheit darf nie auf Kosten der Umwelt gehen – das ist Teil meiner Philosophie.

Was motiviert Sie persönlich täglich, weiter an Ihrer Marke zu arbeiten und neue Ideen umzusetzen?

Meine Leidenschaft für Schönheit, Echtheit und Qualität. Wenn Kundinnen mir schreiben, dass sie ihr Blond noch nie so geliebt haben – das ist pure Motivation. Ich sehe AUTHentic Blonde nicht nur als Marke, sondern als Bewegung für gesundes, strahlendes Blond.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen geben, die ebenfalls mit Expertise und Leidenschaft ein eigenes Beauty-Label aufbauen möchten?

      1.    Bleib dir treu. Mach nichts, nur weil es „funktioniert“ – mach es, weil du daran glaubst.
      2.    Qualität schlägt Marketing. Wenn dein Produkt außergewöhnlich ist, spricht es für sich.
      3.    Hab Geduld und Vision. Eine Marke aufzubauen ist kein Sprint – es ist Liebesprojekt!

Bild Ayse Auth Fotocredit Authentic Blonde

Wir bedanken uns bei Ayse Auth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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