Sonntag, April 6, 2025
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Fokus auf das wesentlich Angebot

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AdsMasters Full-Service-Agentur Amazon

AdsMasters: Full-Service-Agentur spezialisiert auf den Verkauf auf Amazon

Stellen Sie sich und das Startup AdsMasters doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von AdsMasters sind eine Full-Service-Agentur, spezialisiert auf den Verkauf auf Amazon. Aktuell betreuen wir 25 Marken & Hersteller im Monat beim Verkauf auf Amazon. Gestarten sind wir im Jahre 2017/2018 und sind aktuell ein Team von 4 Leuten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vor dem initialen Start erhielten wir bereits viele Anfragen aus dem Bekanntenkreis, bezüglich der Betreuung beim Verkauf auf Amazon. Wir selber waren auch eCommerce-Händler im Zeitraum 2013-2017 und konnten so aus eigener Erfahrung berichten, wie es ist auf Amazon aktiv zu verkaufen.

Welche Vision steckt hinter AdsMasters?

AdsMasters ist der Verkaufspartner für ambitionierte Marken & Hersteller für den Marktplatz Amazon. Aktuell verwalten wir ca. 3 Millionen € Werbebudget pro Jahr, bis zum Jahr 2027 wollen wir das verwaltete Werbebudget auf min. 20 Mio € pro Jahr erhöhen. Gleichzeitig wollen wir den von uns aktiv verwalteten eCommerce-Umsatz von 53 Mio€ (2021) auf 300 Mio. € im Jahr 2027 steigern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Fokussierung auf ein Thema ist besonders schwer, insbesondere wenn viele Anfragen generiert werden, die sich auf andere Themenbereiche beziehen, die fachlich ebenfalls abgedeckt werden können. In der Anfangszeit waren wir eine eCommerce-Full-Service-Agentur, wir haben Online-Shops aufgebaut, Google Ads-Kampagnen und Facebook-Kampagnen geschaltet. Wir haben alles für slle gemacht, dies haben wir im Jahre 2021 dann aktiv beendet und fokussieren uns nun ausschließlich auf den Marktplatz Amazon.

Wer ist die Zielgruppe von AdsMasters?

Unsere Zielgruppe lässt sich in drei Untergruppen unterteilen:

  1. Online-Pure-Player mit einem min. Jahresumsatz von 2 Mio €
  2. Marken aus dem stationären Handel, die nun auf Amazon durchstarten wollen
  3. Großunternehmen und Konzerne, die eine Amazon-Strategie und deren Umsetzung benötigen.

Wie funktioniert AdsMasters? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

AdsMasters ist nur die Firmenbezeichnung, unser Außenauftritt läuft auf Tobias Dziuba. Wir sind daher die persönliche Amazon Agentur mit “Skin in the Game”! Neben der persönlichen Komponente, liegt ein weiterer Vorteil in unserer Inhouse-Tech-Lösung. Wir haben unser eigenes Amazon-Advertising-Tool gebaut mit denen wir Kampagnen optimieren, erstellen sowie auswerten, genau nach unseren Vorstellungen. 

AdsMasters, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren verwalten wir über 300 Mio. € Umsatz und betreuen ca. 20 Mio € Werbeausgaben auf Amazon. Neben unseren Standort in Düsseldorf eröffnen wir auch ein Büro in den USA.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Fokus auf das wesentlich Angebot, auch wenn es kurzfristig heißen sollte auf Umsatz zu verzichten.
  2. Sparsam aushalten: Gerade am Anfang heißt es “Cash is King” unnötige Kosten sollten gemieden werden.
  3. Akzeptanz für schwierige Zeiten: Es ist vollkommen normal, dass es nicht immer bergauf geht, damit sollte jeder Gründer rechnen und sich mental und geschäftlich darauf vorbereiten. 

Wir bedanken uns bei Tobias Dziuba für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: AdsMasters

Kontakt:

AdsMasters GmbH
Tobias Dziuba
Oerath 128b
D-41812 Erkelenz

https://tobias-dziuba.de/
hallo@tobias-dziuba.de

Ansprechpartner: Tobias Dziuba

Social Media:
LinkedIn

An den eigenen Visionen festhalten

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xcircle kunst nfts

xcircle zeigt den Transfer von analoger zu digitaler Kunst und umgekehrt in einer ausgefeilten Architektur

Stellen Sie sich und das Startup xcircle doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind drei Teammates (Christina Brugger, Dr. Annette Doms, Arndt Johannes) aus sich ergänzenden Bereichen  die die neuesten VR-, AR- und Game-Engines, die Blockchain und NFTs als Medium nutzen, um eine neue und zeitgemäße Erfahrungen von Kunst zu schaffen. xcircle bringt Sammler, Künstler, Kuratoren, Freunde, Entwickler, Produzenten, Galeristen zusammen. xcircle ist digital, leidenschaftlich, interaktiv, schnell, dynamisch, erfahren, emotional und visionär. Als Entwickler und Begleiter digitaler Prozesse bieten wir zukunftssichere Dienstleistungen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Unser Team verbindet die Leidenschaft zu Innovation, Technologie und Zeitgeist-Kunst. Was uns in dem NFT Markt gefehlt hat, nämlich die räumliche Wahrnehmung von digitaler Kunst, haben wir mit xcircle gelöst. Bei uns werden NFTs in virtuellen Räumen inszeniert. Zeit und Raum sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Für die Zukunft planen wir mehrere Erlebnisräume. Zudem fehlt es vielen Menschen an Zugang, um in dem Markt einsteigen zu können. Wir wollen bei diesen Herausforderungen begleiten.

Welche Vision steckt hinter xcircle?

Das Metaverse und das Web3 stecken zwar noch in den Kinderschuhen, aber der immersive Raum für Arbeit, Unterhaltung und Handel wird kommen und das Web2 ablösen. Unsere Vision ist, unsere Leidenschaft für diese Zukunfthemen zu teilen und professionell an sie heranzuführen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Größte Herausforderungen waren juristische Herausforderungen aufgrund fehlender Regularien, insbesondere in Deutschland. Deutschland hat zwar das Potenzial in diesen Bereichen innovativ einzusteigen, Bürokratien und Verwaltungsapparate erschweren jedoch die Pionierarbeit. Trotzdem versuchen wir es weiterhin von Deutschland aus in der Hoffnung, dass Deutschland den Anschluss an diesen international, exponentiell wachsenden Markt nicht verpasst. Wir finanzieren uns bisher ausschließlich aus Eigenmitteln.

Wer ist die Zielgruppe von xcircle?

Mit xcircle schaffen wir einen Kreis von Gleichgesinnten. Wir beraten Alle, die Motivation an Zukunftsthemen haben und sich im Dschungel der Möglichkeiten zurecht finden wollen. Unternehmen im Hinblick auf digitale Strategien. NFTs sind hier um zu bleiben!

Wie funktioniert xcircle? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

xcircle zeigt den Transfer von analoger zu digitaler Kunst und umgekehrt in einer ausgefeilten Architektur. Neben dem Verkauf der Kunst leisten wir vor allem auch Bildungsarbeit und technischen support. Die xcircle online Galerie kann zu jederzeit von allen betreten werden. xcircle funktioniert dynamisch und interaktiv.

xcircle, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind first mover. Aktuell planen wir die Erweiterung ins Metaverse und bauen Architekturen für digitales Land. In fünf Jahren sind wir ein nicht weg zudenkender Bestandteil im Metaverse. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. hart Arbeiten

2. nicht aufgeben bei Rückschlägen

3. an den eigenen Visionen festhalten

Wir bedanken uns bei Christina Brugger, Dr. Annette Doms, Arndt Johannes für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun

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vidby videos

vidby Übersetzungssoftware die Videos mithilfe von KI-Technologien einem globalen Publikum in über 70 Sprachen zugänglich macht

Stellen Sie sich und das Startup vidby doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Alexander Konovalov und Eugen von Rubinberg, die Gründer von vidby.

Unser Start-up ist ein KI-Übersetzungssoftware-Tool für Videoprofis. Das Tool unterstützt beispielsweise internationale Unternehmen, Influencer, NGOs oder Medienhäuser dabei, ihre Videos mithilfe von KI-Technologien einem globalen Publikum in über 70 Sprachen zugänglich zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden, das Unternehmen zu gründen?

Wir bei vidby streben nach einer innovationsgetriebenen Unternehmenskultur. Wir glauben an die Kraft von Ideen und freuen uns umso mehr, wenn wir mit unseren Lösungen weltweite Probleme lösen können, wie z.B. die Erhaltung der sprachlichen Vielfalt auf der Erde. Auf diese Weise können wir die Welt zu einem besseren Ort machen, indem wir unsere Ideen skalieren und die besten Lösungen liefern.

Welche Vision steckt hinter vidby?

Unsere Vision ist es, Videoinhalte für jeden und überall auf der Welt zugänglich zu machen. Für ein besseres Verständnis, mehr Vielfalt und vernetzte Menschen und Märkte. vidby will helfen, die sprachliche Vielfalt zu erhalten.

Heutzutage werden praktisch alle relevanten und wichtigen Inhalte zunächst fast ausschließlich auf Englisch erstellt, bevor die Informationen in anderen Sprachen zugänglich gemacht werden. Bedenken Sie, dass nur 12 % der Weltbevölkerung Englisch spricht. Auf diese Weise lassen wir viele Menschen mit wichtigen Informationen zurück, die der Schlüssel zum Verständnis und zum Erfolg unserer Welt sind. Dies verdeutlicht zum einen die Größe des Marktes. Andererseits zeigt es, dass es im interkulturellen Dialog noch viel zu tun gibt. Für ein besseres Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen und Sprachen will vidby einen wichtigen Beitrag leisten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zunächst gab es ein Finanzierungsproblem. Sonst hätten wir unsere Lösungen viel früher auf den Markt bringen können. Um eine Finanzierung zu finden, braucht man ein fertiges Produkt, und um ein Produkt zu fertigen, braucht man eine Finanzierung. Das ist ein Teufelskreis. Um das Problem zu umgehen, fanden wir als Gründer eine Möglichkeit, den Start des Projekts aus unseren eigenen Mitteln zu finanzieren. Nachdem wir einen funktionierenden Prototyp entwickelt hatten, konnten wir noch ein paar Angel-Investoren für uns gewinnen. Jetzt steht vidby auf einem soliden finanziellen Fundament.

Wer ist die Zielgruppe von vidby?

Unsere Hauptzielgruppen sind B2B & B2G. Insbesondere internationale Unternehmen, Medienhäuser, NGOs, Staaten/öffentliche Organisationen, Influencer aber auch der Bildungssektor. Also im Grunde jeder, der durch die Übersetzung von Videoinhalten in andere Sprachen einen Gewinn erzielen oder seine Ziele erreichen kann.

Wie funktioniert vidby? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

In der interkulturellen Kommunikation ist die Sprache von größter Bedeutung. Mit Hilfe der Technologie kann die Welt ein Stück näher zusammenrücken. KI, wie die hinter vidby, kann dazu beitragen und so sprachliche Vielfalt und Wissen bewahren.

Die Methoden und Algorithmen, die hinter vidby stehen, sind der neueste Stand der Technik für die automatische Übersetzung von Videotonspuren. Ein internationales Team aus Wissenschaftlern, Wirtschafts- und Marketingexperten nutzt die Technologie für eine einzigartige und sofort einsetzbare Lösung zur Videoübersetzung.

Wir als vidby-Gründer haben mit unseren früheren Projekten in der Sprachtechnologie einiges bewegt. So waren wir zum Beispiel Technologiepartner von Google mit dem vidby-Vorgänger DROTR. DROTR war der weltweit erste Echtzeit-Übersetzungsdienst für Videoanrufe. Die vidby-Lösung ist eine technische Weiterentwicklung der Technologie hinter DROTR.

vidby, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere Aufgabe ist es, in unserem Segment weltweit führend zu werden und das Wort vidby zu einem Synonym für Videoübersetzung zu machen, so wie heute das Wort „Google“ ein Synonym für die Online-Suche ist, YouTube für das Videohosting und so weiter.

Wir wollen auch unseren Markt der Möglichkeiten erweitern, indem wir der KI beibringen, z.B. Emotionen oder Alter zu erkennen und automatisch eine entsprechende Stimme einzusetzen, so dass wir unseren Markt letztlich sogar auf Spielfilme ausweiten können. Wir sind sicher, dass unsere Wachstumsstrategie aufgehen wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Hören Sie sich die Meinungen und Ratschläge anderer an, aber setzen Sie diese immer auf Ihre eigene Weise um.

2. Wenn etwas jetzt nicht klappt, dann ist das erstmal so. Warte ab, mach weiter und alles wird zur rechten Zeit kommen. Denn es ist nie zu spät, das Richtige zu tun.

3. Wenn Sie von vielen Investoren abgelehnt wurden und niemand Sie versteht, dann sind Sie höchstwahrscheinlich auf dem richtigen Weg.

Wir bedanken uns bei Alexander Konovalov und Eugen von Rubinberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mehr Diversität bedeutet auch mehr Kreativität

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bloomwell group cannabis

Bloomwell Group ist ein Cannabis-Unternehmen im medizinischen Markt

Stellen Sie sich und das Startup Bloomwell doch kurz unseren Lesern vor! 

Die Bloomwell Group ist mit inzwischen 250 Mitarbeiter:innen nach nicht einmal zwei Jahren zum größten Cannabis-Unternehmen Deutschlands aufgestiegen. Persönlich baue ich bereits seit 2017 Cannabis-Unternehmen im medizinischen Markt auf, zähle hierzulande also zu den Pionieren der Industrie. Mit Algea Care ist übrigens auch Europas führendes Telemedizin-Unternehmen Teil unserer Holding. Zudem ist die Ilios Santé, ein Importeur und Distributor von medizinischem Cannabis, sowie die Breezy, ein D2C-Unternehmen an der Schnittstelle von Lifestyle, Cannabis und Community, Teil unserer Gruppe.

Wir werden weitere Cannabis-Unternehmen aufbauen, sie aufkaufen oder in sie investieren. Ganz grundsätzlich widmen sich unsere Portfolio-Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette mit Ausnahme des Anbaus. Die Bloomwell Group habe ich gemeinsam mit meiner Schwester Anna-Sophia Kouparanis, Dr. med. Julian Wichmann und Samuel Menghistu gegründet. In unserem Board sitzen neben Samuel und mir auch die Cannabis-Koryphäe aus den USA, Boris Jordan, sowie der Telemedizin-Pionier Professor Dr. Reinhard Meier. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich wollte immer etwas eigenes machen und konnte mir nicht vorstellen, für jemand anderen zu arbeiten. Ein Teil unserer Familie lebt in den USA, so dass ich bei Familientreffen in Nordamerika bereits frühzeitig erlebt habe, wie viel Potenzial die Cannabis-Industrie birgt. Man muss sich einmal vorstellen: Deutschland wird in den nächsten zwei Jahren der größte Cannabis-Markt weltweit und andere Länder werden folgen.

Wohlgemerkt sprechen wir dabei von komplett neuen Märkten. So ein Wachstumspotenzial gab es zuletzt höchstens für digitale Innovationen. Für mich war es angesichts meines unternehmerischen Mindsets und der frühzeitigen Erkenntnis, dass wir ein neues Cannabis-Zeitalter erleben, eine logische Schlussfolgerung, selbst Unternehmen zu gründen und zu skalieren – auch aus persönlicher Motivation, um das Leben vieler Cannabis-affiner Menschen sowie chronisch Erkrankter zu verbessern. 

Welche Vision steckt hinter Bloomwell? 

Wir wollen Cannabis in die Mitte der Gesellschaft rücken. Nach Jahrzehnten der Stigmatisierung ist es überfällig, dass wir nicht mehr in komplett überholten Klischees vergangener Jahrzehnte denken. Dafür setzen wir auf einen radikalen D2C-Ansatz, einen extrem hohen Service-Gedanken und binden die Cannabis-Community von Anfang an ein. Dementsprechend wollen wir als die Anlaufstelle für alle Cannabis affinen Menschen querbeet durch alle Bevölkerungsschichten fungieren.

Diese Mission gilt wohlgemerkt sowohl für unsere medizinischen Cannabis-Unternehmen als auch für zukünftige Cannabis-Unternehmen im Genussmittelmarkt. Wir orientieren uns strikt an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen, die sich mit Cannabis und Bloomwell identifizieren und wollen die Prozesse durch digitale Innovation so effizient und kundenzentriert wie möglich gestalten. Rund um Cannabis hat sich eine gesellschaftliche Bewegung entwickelt – und wir bilden mit Bloomwell die Speerspitze. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Alle Expert:innen für medizinisches Cannabis sind sich in einer Sache einig: Für chronisch erkrankte Menschen fehlt es hierzulande massiv an medizinischer Expertise und Zugang zu Ärztinnen und Ärzten, die sie bei der cannabinoidbasierten Therapie unterstützen. Während sich in den vergangenen Jahren etliche Gründer:innen auf den Import und die Distribution von medizinischem Cannabis gestürzt haben, sind wir mit unserem Portfolio-Unternehmen Algea Care die Wurzel des Problems angegangen: Algea Care hat Ärztinnen und Ärzte ausgebildet und durch technologische Innovation eine Telemedizin-Infrastruktur auf die Beine gestellt, um deutschlandweit und flächendeckend chronisch Erkrankten durch die cannabinoidbasierte Therapie zu helfen.

In nicht einmal zwei Jahren haben hat sich dadurch den Lebensalltag von 8.000 Menschen verbessert. Es ist das erste Mal überhaupt, dass hierzulande ein Betäubungsmittel per Telemedizin verordnet wird. Wir haben dafür viel Geld investiert: In die Ausbildung wissbegieriger Ärztinnen und Ärzte, in Technologie, in den Aufbau unserer eigenen Firma. Das Kapital stammt insbesondere aus einer Finanzierungsrunde mit dem auf Cannabis spezialisierten US-Investor Measure 8 Venture Partners im Lead – im Oktober war es die höchste Seed-Runde eines europäischen Cannabis-Unternehmens. Umso stolzer sind wir auf unsere Google-Bewertungen, die über alle Standorte hinweg in Deutschland bei über vier Sternen liegt. 

Wer ist die Zielgruppe von Bloomwell? 

Jede und jeder! Die Bloomwell Group positioniert sich querbeet durch alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten als Anlaufstelle und Plattform für alle Menschen, die sich mit Cannabis identifizieren. 

Dass sich unsere Zielgruppe daher kaum typologisieren lässt, hat kürzlich unser Cannabis Barometer, basierend auf einer repräsentativen Umfrage unter 1.100 Erwachsenen in Deutschland ans Tageslicht gebracht: Etwa die die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, zukünftig legal Cannabis in einem Fachgeschäft einzukaufen. Und immer mehr Menschen stehen heutzutage Cannabis positiver gegenüber als noch vor fünf Jahren. 65 Prozent sind zudem der Überzeugung: Der typische Cannabis-Konsument lässt sich nicht in eine Ecke drängen – es könnte jede:r in der Bevölkerung sein. 

Im medizinischen Bereich suchen wir Kooperationen mit relevanten Stakeholdern wie Mediziner:innen, Krankenhäusern, Apotheken oder Cannabis-Produzent:innen. Als Cannabis-Patient:innen kommen prinzipiell alle austherapierten chronisch erkrankten Menschen in Frage. 

Wie funktioniert Bloomwell? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir sind erstens das größte Cannabis-Unternehmen Deutschlands. Zweitens sind wir das einzige vertikal integrierte Cannabis-Unternehmen Deutschlands – wie gesagt wollen wir durch unsere Portfolio-Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette mit Ausnahme des Anbaus abdecken und Vorteile durch Synergien so an unsere Community weitergeben. Und drittens sind wir das einzige D2C–Cannabis-Unternehmen, was die Bedürfnisse und Wünsche von Patient:innen und zukünftig auch Konsument:innen vollumfänglich verstehen wird. Schließlich verfügen wir bereits heut aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse aus über 8.000 Behandlungsverläufen mit medizinischem Cannabis über tiefgehendes Wissen über Wirkungen und Nebenwirkungen, die mit Cannabis einhergehen. 

otograf/Bildquelle: Credits Detlef Gottwald

Bloomwell, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Meine Prognose: Anfang 2024 ist Deutschland der größte Cannabis-Markt weltweit. Professor Haucap aus Düsseldorf hat für Deutschland einen Bedarf von 400 Tonnen Cannabis jährlich errechnet. In Nordamerika haben wir bereits erlebt, dass die Umsätze im Genussmittelmarkt den medizinischen Markt bei weitem übertreffen. Ich gehe auch von einer ähnlichen Entwicklung in Deutschland und in der Folge auch in anderen europäischen Ländern aus. Übrigens haben auch in Nordamerika Unternehmen aus der bereits bestehenden medizinischen Cannabis-Industrie den Genussmittelmarkt aufgebaut. Ich gehe davon aus, dass es sich in Deutschland und Europa analog verhält. In fünf Jahren haben wir daher unsere Position als führendes Cannabis-Unternehmen Europas noch weiter ausgebaut. 

Die Cannabis-Bewegung hat Fahrt aufgenommen und ist nicht mehr aufzuhalten. Das Ende der jahrzehntelangen Stigmatisierung ist nah und in fünf Jahren werden wir nur noch müde schmunzeln und den Kopf schütteln, wenn wir rückblickend betrachten, wie wir diese Pflanze jahrzehntelang verteufelt haben. 

Ungeachtet dessen werden wir im medizinischen Bereich weiterhin alles dafür tun, um flächendeckend in Deutschland und womöglich auch anderen europäischen Ländern Patient:innen zu versorgen und mit medizinischer Expertise beiseite zu stehen. Unter anderem durch Forschungspartnerschaften werden wir aktiv dazu beitragen, das endogene Cannabinoidsystem im menschlichen Körper weiter zu entschlüsseln, so dass das Potenzial von medizinischem Cannabis immer mehr chronisch erkrankten Menschen zugute kommen kann. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Erstens: Traut euch an Neuland. Copy-Cats sind langweilig und alle Expert:innen, die sich mit der Materie auskennen, wissen auch, dass es sich um wenig kreative Nachahmungen handelt. Überlegt euch lieber sehr gut, was zum jeweiligen Zeitpunkt der wirklich größte Pain-Point ist und entwickelt genau dafür die effizienteste Lösunge im Sinne der Nutzer:innen oder der Community. 

Daraus ergibt sich auch direkt der zweite Tipp: Wer sich an Neuland heran wagt, der muss in Kauf nehmen, dass nicht alles zu 100 Prozent wie geplant abläuft. Innovation und Fortschritt beruhen darauf, Fehler akzeptieren zu können. Wir bei Bloomwell sind felsenfest überzeugt: Die Zukunft Deutschlands steht und fällt mit technologischer Innovation. Wir müssen hierzulande nicht grundlegend unser Mindset ändern und mehr Toleranz gegenüber Fehlern entwickeln, durch die letztlich kein Mensch zu körperlichem Schaden kommt, sehe ich schwarz. 

Schlussendlich noch ein Hinweis zur Zusammensetzung des Gründerteams. Ich bin fest überzeugt: Je vielfältiger die Persönlichkeiten – und ich meine nicht nur geschlechtsspezifische Unterschiede –, desto besser. Im Gründerteam von Bloomwell ist ein Mediziner, mit Anna und mir ein Geschwisterpaar einer Migranten-Familie ohne jeglichen Akademiker-Hintergrund sowie der Sohn einer in den 80er Jahren geflüchteten Familie. Mehr Diversität bedeutet auch mehr Kreativität, mehr Ideen und mehr Verständnis für Mitarbeiter:innen und Kund:innen. 

Fotograf/Bildquelle: Credits Detlef Gottwald

Wir bedanken uns bei Niklas Kouparanis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der Kunde bestimmt das Angebot, nicht umgekehrt.

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iBanFirst Online-Plattform für den internationalen Zahlungsverkehr

iBanFirst Online-Plattform für den internationalen Zahlungsverkehr

Stellen Sie sich und das Startup iBanFirst doch kurz unseren Lesern vor.

iBanFirst ist angetreten, um eines der Kernprobleme von KMUs zu lösen. Als Anbieter einer Online-Plattform für den internationalen Zahlungsverkehr stehen wir unseren Kunden bei jeglichen Fremdwährungstransaktionen zur Seite. Zudem helfen wir Ihnen dabei, sich gegen Währungsschwankungen und damit verbundene Risiken abzusichern.

Wie kam die Idee zur Gründung?

Gegründet wurde iBanFirst 2013 von Pierre-Antoine Dusoulier in Frankreich. Pierre-Antoine war in seiner Karriere selbst als FX-Trader tätig und dementsprechend eng mit der Thematik verflochten. Rund um das Thema internationale Transaktionen erkannte er frühzeitig Bedarf im Mittelstand und gründete mit iBanFirst die passende Lösung.

Welche Vision steckt hinter iBanFirst? 

Unser Ziel ist es, die zentrale Schnittstelle im Fremdwährungsmanagement und all den angeschlossen Facetten zu werden. Gerade wenn es für unsere Kunden und Partner darum geht international zu skalieren, soll iBanFirst das doch eher komplexe Thema der Fremdwährungstransaktionen vereinfachen und als zuverlässiger Partner zur Seite stehen. Unser Wachstum in Europa – iBanFirst ist in zehn Ländern aktiv – als auch der vor kurzem eröffnete zweite Standort in Deutschland unterstreicht den Wachstumsmarkt.

Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie finanziert sich iBanFirst? 

Erst letztes Jahr schloss iBanFirst mit dem US-Fonds Marlin Equity einen Growth Equity Deal, der das Wachstum in den nächsten Jahren beschleunigen wird. Die größte Herausforderung ist damit verbunden derzeit sicherlich der Wandel von einem kleinen französischen Start-up zu einem europäischen Scale-up..

Wer ist die Zielgruppe von iBanFirst?

Unsere Hauptzielgruppe sind kleine und mittelständische Firmenkunden. Denn neben klassischen Auslandsüberweisungen wickeln wir auch Devisentermingeschäfte abund minimieren so das Währungsrisiko. Eine Art des Geschäfts die bis dato meist großen Firmenkunden und Konzernen vorbehalten war. Allerdings sind wir auch für Start-ups in verschiedenen Phasen interessante Partner. Sei es mit Blick auf die Absicherung von Investorengeldern oder beispielsweise die Beschaffung von Gütern aus anderen Ländern. Oftmals verlieren importierende Start-ups viel Geld und Zeit.

Wo liegen die Vorteile der Dienstleistung? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Unsere Plattform ist schnell, einfach und transparent. Unabhängig der Unternehmensgröße hat jeder Kunde bei uns einen persönlichen Ansprechpartner, der ihn in allen Belangen unterstützt – was zum Beispiel bei klassischen Banken, die sich oft nicht persönlich um kleinere Kunden kümmern, nicht der Fall ist. Zudem entwickeln wir ständig unsere Technologie weiter. Ein Beispiel: Der Payment Tracker durch den Kunden jederzeit den Stand ihrer Transaktion verfolgen können. Im Endeffekt vergleichbar mit der DHL Sendungsverfolgung. 

Wie kann iBanFirst auch andere Start-ups unterstützen? 

Wie eingangs erwähnt an zwei Punkten. Zum einen wenn es darum geht Investitionen von ausländischen VCs einzusammeln. Hier kann iBanFirst für alle Parteien die Währungsabsicherung übernehmen und somit Volaitlität in Investitionspaketen minimieren. Außerdem können wir für Start-Ups welche Produkte aus beispielsweise Asien  importieren feste Kurse sichern. Dies erhöht die Flexibilität und baut langfristig Vertrauen zu Lieferanten und Partnern auf.

iBanFirst, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird iBanFirst Marktführer als zentrale Schnittstelle im Fremdwährungsmanagement für KMU sein. Unser Ziel ist es das Angebot und unsere Schnittstellen auch mit Partnern weiter auszubauen, um unseren Kunden eine einmalige Plattform zu bieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Zu aller erst die richtigen Investoren finden. Viele VCs sind auf verschiedene Branchen spezialisiert – hier würde ich empfehlen nicht mit “generalistischen” Geldgebern zu partnern. Denn Investoren müssen auch immer Sparringspartner sein. Zweitens: Professionalisiert euch von Anfang an über die komplette Wertschöpfungskette hinweg. Achtet auf professionelle und vertrauenswürdige Partner und Dienstleister. Zu guter letzt: Immer auf die Kunden hören. Sie geben einem das beste Feedback zum Produkt und sorgen für Verbesserung. Der Kunde bestimmt das Angebot, nicht umgekehrt.

Wir bedanken uns bei Mark Elser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: iBanFirst

Kontakt:

IBAN FIRST SA Zweigniederlassung München
Landsberger Str. 93
D-80339 München

www.ibanfirst.com

Ansprechpartner: Mark Elser (Country Manager Germany)

Social Media:
LinkedIn
Letztes Funding

Nehmt Kritik als Antrieb, noch besser zu werden

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panta Funktionsshirts

Panta produziert Funktionsshirts aus Altplastik und alten Fischernetzen lokal und fair

Stellen Sie sich und das Startup Panta doch kurz unseren Lesern vor!

Panta ist ein durch crowdfunding finanziertes bayrisches StartUp, welches Funktionsshirts aus Altplastik und alten Fischernetzen lokal und fair produziert. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Aus der Verzweiflung heraus, dass ich ein sog. „Rashguard“ gesucht habe, welches entweder fair ist oder bereits aus recycelten Materialien oder am besten, beides. Als ich nicht fündig wurde, wurde ich aktiv und hab begonnen, selbst ein Shirt zu entwickeln. 

Welche Vision steckt hinter Panta?

Einen kleinen (oder später großen) Unterschied zu machen in unserem Bewusstsein und Konsum von Modeartikeln und Kleidung.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gab viele kleine und große Herausforderungen, aber die kollektive „Müdigkeit“ und Schnelllebigkeit des Internet-/Informationskonsums haben es uns teilweise echt schwer gemacht. Finanziert haben wir uns zu Beginn allein und nun eben auch durch das Crowdfunding.

Wer ist die Zielgruppe von Panta?

Alle Menschen, die Wert auf nachhaltigere und faire Sportbekleidung legen. 

Wie funktioniert Panta? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Panta Shirts funktionieren genau so wie alle anderen Funktionsshirts namhafter Hersteller. Der Vorteil liegt darin, dass wir weniger Ressourcen brauchen in der Produktion. Zum einen, weil unser Shirt bereits zu 2/3 aus Altplastik und alten Fischernetzen besteht und zum zweiten, weil wir keine langen Transportwege nutzen. 

Panta, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Panta Shirts soll es künftig, also in allerspätestens 5 Jahren, zu 100% aus recycelten Material geben! Und weitere Kleidungsstücke, welche vollständig in den Kreislauf zurückkehren können. Natürlich immer fair & lokal produziert! 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Glaubt unerschütterlich an Euch und Eure Vision, habt einen langen Atem und nehmt Kritik als Antrieb, noch besser zu werden. 

Wir bedanken uns bei Handan Karadag für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach mal machen und probieren

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doppelbund oberteil

Doppelbund hält Dein Oberteil, wie Hemden, Unterhemden oder Shirts !

Stellen Sie sich und das Startup Doppelbund doch kurz unseren Lesern vor!

Das Kleinstunternehmen wurde im Mai 2021 gegründet und hat das Ziel, dass das erfundene Produkt – die Doppelbund – möglichst vielen Menschen dabei hilft, die kleinen Alltagsprobleme, für die die Doppelbund erfunden wurde, zu lösen. Viele Menschen unterstützen dabei die Doppelbund und mich – Umweltingenieur und 32 Jahre alt – mit Erfahrungen und Kritik. Dabei möchte ich vor allem Alfred Hofmann – Musiker und Dirigent in Bayreuth – hervorheben, der bei allem Kreativen sein Wissen einbringt; außerdem meine Familie, meine Freundin und alle Kundinnen und Kunden, die dabei helfen, die Doppelbund weiter zu optimieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Das kam bei uns eher wie die Jungfrau zum Kinde. Als wir merkten, dass die Idee ganz gut ankam, haben wir nach einem Produzenten gesucht und Schritt für Schritt weiter gemacht. Wahrscheinlich war der größte Antrieb eine Idee in die Tat umzusetzen. Das positive Feedback von vielen Seiten beflügelte uns dabei.

Welche Vision steckt hinter Doppelbund?

Die Doppelbund ist ein einfaches, praktisches Produkt, das für verschiedene kleine Alltagsprobleme eine Lösung findet. Die Vision ist, Herausrutschen von Oberteilen den Garauszumachen, dem Bauarbeiterdekolleté ade zu sagen und Personen, die Inkontinenzeinlagen tragen, eine komfortable Alternative zu bestehenden Produkten zu liefern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Vor allem sind rechtliche Aspekte die größte Herausforderungen, beispielsweise das Rechtsschutzverfahren. Außerdem war es langwierig einen regionalen Produzenten zu finden, was aber schließlich mit ein wenig Hartnäckigkeit gelang.

Wer ist die Zielgruppe von Doppelbund?

Die Zielgruppe umfasst alle Personen, die es störend finden, wenn ein Oberbekleidungsstück – wie T-Shirt, Hemd, Unterhemd, Bluse – aus der Hose rutscht; dazu zählen Personen, die regelmäßig Businesskleidung tragen, aber auch Personen, die handwerklich tätig sind – Bauarbeiterdekolleté ade. Außerdem Personen, die Inkontinenzeinlage tragen, denn die Doppelbund hält diese sicher und sieht nach außen wie eine herkömmliche Unterhose aus.

Wie funktioniert Doppelbund?

Prinzipiell kann man es sich so vorstellen, dass der Hüftbereich und der daran genähte Bund einer zweiten Unterhose auf eine erste Unterhose genäht sind. Dadurch entsteht eine nach unten abgeschlossene und nach oben durch die beiden Bünde der ersten Unterhose und des aufgenähten Hüftbereiches mit Bund – zwei Bünde, daher »Doppelbund« – geschlossene Tasche rund um die Trägerin/den Träger. Diese „Tasche“ hat zwei Aufgaben. Zum einen können Oberteile – Bluse, Hemd, T-Shirt, Unterhemd – hineingesteckt werden und rutschen nicht mehr aus der Hose, zum anderen kann man die Doppelbund als versteckte, sicher haltende Tasche verwenden, beispielsweise für Handy, Schlüssel oder Geld.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Funktionalität der Doppelbund ist neu. Somit hebt sich die Doppelbund von herkömmlicher Unterwäsche dieser Art ab. Dabei verbindet die Doppelbund mit Ihrer Funktionalität in einem Produkt mehrere Aspekte, die bisher nur von mehreren parallel verwendeten Produkten erfüllt werden können. Dabei ist das Tragegefühl der Doppelbund so wie es auch bei herkömmlicher Unterwäsche dieser Art ist – man merkt die Funktion beim Tragen nicht.

Doppelbund, wo geht der Weg hin?

Aktuell planen wir unsere ersten Messebesuch im Oktober auf der Consumenta in Nürnberg. Außerdem wollen wir die Prozesse versuchen glatter zu ziehen – wobei auch der Webshop noch optimiert wird. Des Weiteren sind wir auf der Suche nach potentiellen Vertriebspartnern, die die Doppelbund mit weiter verbreiten wollen.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Hoffentlich in jedem Shop, in dem Unterwäsche angeboten wird. Schließlich ist die Doppelbund wie eine herkömmliche Unterhose, nur mit besonderen Eigenschaften, die man beim Tragen nicht merkt – also eigentlich eine verbesserte Unterhose.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste: einfach mal machen und probieren, denn es gibt sicher tausend Wege, die zum Ziel führen, und „den richtigen Weg“ gibt es wohl kaum. Seid offen für konstruktives Feedback; auch wenn das manchmal schwerfällt, letztlich entscheiden auch andere, wie gut eine Idee ankommt. Bleibt hartnäckig, denn gerade als kleines Unternehmen rennt man nicht immer offene Türen ein

Wir bedanken uns bei Andreas Jugenheimer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Finde deinen eigenen Weg

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Daltix daten kunden

Daltix ist ein B2B-Tech-/Daten-Scale-up, das Retail-Daten an Einzelhandelsunternehmen verkauft

Stellen Sie sich und das Startup Daltix doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Jonas Deprez, 31 Jahre alt, und der Gründer und CEO von Daltix. Mit 25 Jahren, im Jahr 2016, habe ich Daltix gegründet. Daltix ist ein B2B-Tech-/Daten-Scale-up, das Retail-Daten an Einzelhandelsunternehmen verkauft. Mit unseren hochwertigen Daten zu Produktpreisen, Promotions und Produktinformationen helfen wir unseren Kunden, die Geschehnisse in ihrem Markt zu überblicken.

Vor allem in Zeiten der Inflation ist das heute ein heißeres Thema als je zuvor.

Wir sammeln unsere Einzelhandelsdaten über Webscraping, indem wir Daten aus Prospekten auslesen und mit Daten von Feldteams kombinieren. Daltix ist also im Grunde genommen eine reine Datenplattform. Wir erheben sie, verarbeiten sie, bereinigen sie und liefern sie an unsere Kunden. Und wir haben das begabteste Team, das das tun kann.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als junger Consultant liebte ich es, mit Daten zu spielen und die Magie der Erkenntnisse aus diesen Daten zu zeigen. Ich erkannte, dass es eine Marktlücke zwischen den Menschen gibt, die mit Daten arbeiten, und den Menschen, die diese Erkenntnisse im Unternehmen brauchen. 

Außerdem sah ich, dass große Unternehmen versuchten und auch heute noch versuchen, Datenlösungen im eigenen Haus zu entwickeln, während sie gleichzeitig mit dem Mangel an technischen Fachkräften zu kämpfen haben.

Als ich eins und zwei zusammenzählte, begannen wir mit der Umsetzung unseres Traums, eine zentrale Datenbank mit qualitativ hochwertigen Marktdaten zu erstellen und diese dem Markt zur Verfügung zu stellen, während wir gleichzeitig nach den talentiertesten Mitarbeitern suchten.

Welche Vision steckt hinter Daltix?

Unsere Vision ist es, dass Daltix die erste Adresse ist, wenn es darum geht, die am einfachsten zugänglichen und am besten aufbereiteten Daten über jedes Produkt des Einzelhandels für den Massenkonsum zu liefern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war, die finanziellen Herausforderungen zu meistern. Wenn du die besten Datentalente versammeln, eine hochwertige Datenmenge aufbauen und dann den Datenzugang für einen Kunden ermöglichen willst, entsteht eine Finanzierungslücke; viele Kosten und Investitionen fallen zuerst an und die Erträge kommen später.

Aus diesem Grund stand die Finanzierung seit der Gründung von Daltix im Jahr 2016 ganz oben auf der Agenda. Wir haben uns zuerst nach lokalen Anreizen für Start-ups umgesehen, wie z. B. Subventionen usw. 2017 hatten wir unsere erste Seed-Runde, die uns nicht nur finanziell half, sondern uns auch dabei unterstützen konnte, mehr zahlende Kunden zu gewinnen. Eine weitere Seed-Runde folgte zwei Jahre später, aber 2020 suchten wir nach einer strukturelleren Partnerschaft.

Die Colruyt-Gruppe beschloss zu investieren, um Daltix in die nächste Phase zu bringen.

Abgesehen von der finanziellen Seite musst du auch schwierige Produktentscheidungen treffen. Es ist nicht dein Ziel, vom ersten Tag an das perfekte Produkt zu bauen, denn es ist schwierig zu sagen, was „perfekt“ bedeutet, wenn man keine Kunden und kein Kundenfeedback hat. Es hat sich bewährt, sehr agil zu arbeiten, technische Schulden zu machen, Kundenfeedback einzuholen und dann die technischen Schulden zu beseitigen, sobald die Produktfunktionen validiert sind. 

Das ist nicht immer einfach.  Manchmal gibt es gesunde Debatten zwischen dem kaufmännischen Team, das so viel wie möglich verkaufen und Funktionen haben will, und den Ingenieurteams, die solide Prozesse haben, um qualitativ hochwertige Software zu entwickeln, die Zeit brauchen kann. Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie wir unsere Zusammenarbeit gestalten. Es ist ein offenes Gespräch.

Wer ist die Zielgruppe von Daltix?

Unsere hochwertigen Daten sind vor allem für Unternehmen interessant, die im Einzelhandel tätig sind. Wir unterscheiden drei Kundengruppen; um einige Beispiele zu nennen: (i) Einzelhändler wie Colruyt (ii) Einzelhandelsanbieter wie Unilever (iii) Marktforschungsinstitute wie GfK.

In diesen Märkten sind es die datenaffineren Unternehmen, die sich häufig für die Arbeit mit den Daltix-Daten entscheiden.

Wie funktioniert Daltix? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei Daltix geht es im Kern um Daten. Unser Unternehmen ist so organisiert, wie die Daten fließen, denn letztendlich ist es der Zugang zu unserer Datenbank, den wir verkaufen. Was uns vom Markt abhebt, sind unsere umfangreichen Investitionen in unsere Infrastruktur und in unser talentiertes Team, um die Qualität unserer Daten zu gewährleisten.

Das fängt schon bei der Datenerfassung an, wo wir uns auf die Komplexität von Webscraping spezialisiert haben. Wir glauben, dass unsere hauseigene Scraping-Infrastruktur zu den besten der Welt gehört.

Die Daten werden mit anderen Datenquellen kombiniert, z. B. mit Daten von Außenteams. Das tun wir, wenn ein Einzelhändler keinen Webshop hat oder der Webshop nicht repräsentativ für den Offline-Handel ist.

Unser Ziel ist es, verschiedene Datenquellen zu kombinieren, damit unsere Kunden das nicht tun müssen.

Diese Datensätze werden verarbeitet, modelliert und bereinigt. Jeden Tag werden zahlreiche QS-Prüfungen durchgeführt, um Anomalien zu erkennen. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Kunden dies nicht tun müssen und die Daten sofort nutzen können.

Ein weiteres einzigartiges Merkmal von Daltix ist, dass wir unseren Kunden dabei helfen, alle Marktdaten mit ihrem eigenen Sortiment abzugleichen, damit sie die Daten einfach nutzen können. Unsere Marktdaten bestehen aus Preisen, Werbeaktionen und Produktinformationen für jedes Produkt, das bei einem Einzelhändler erhältlich ist. Der Abgleich der Marktdaten ist für die meisten Promo- und Preisanalysen unerlässlich, insbesondere wenn Daltix-Daten mit Verkaufszahlen kombiniert werden.

Wir bieten eine Webanwendung an, die wir DaltixMatching nennen. Dabei handelt es sich um eine Benutzeroberfläche, über die unsere Kunden mit unserer KI interagieren können, die ihnen Vorschläge macht, welche Produkte sie vergleichen sollten. Auf diese Weise halten unsere Kunden die Verbindungen zwischen ihrem Sortiment und dem ihrer Konkurrenten auf dem neuesten Stand.

Daltix, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben unseren Wert bei einigen großen Namen in BeNeLux unter Beweis gestellt, aber unser Ehrgeiz geht natürlich darüber hinaus. Wir wollen unsere Datenabdeckung auf weitere Länder ausdehnen, natürlich bei gleichbleibend hoher Qualität. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Für den ersten Tipp zitiere ich das Buch „The hard things about hard things“ von Horowitz. Wenn man in dem Buch erfolgreiche CEOs fragt, was sie erfolgreich gemacht hat, ist die häufigste Antwort: „Ich habe nicht aufgegeben“. Das Leben als Gründer/in ist sehr hart, aber „gib nicht auf“.

Der zweite Tipp: Umgib dich mit den besten Leuten.  Das fängt schon bei der Auswahl der richtigen Mitgründer an, denn es ist sehr schwierig, die Mitgründer im Laufe der Reise zu wechseln. Wenn du dein Team zusammenstellst, solltest du die Messlatte hoch ansetzen, auch wenn es verlockend ist, weil du schnell einstellen musst. Auch für dich persönlich solltest du dir gute Mentoren oder Berater suchen. Ein anderer Gründer, der 3 Jahre weiter ist als du, könnte eine gute Ergänzung sein!

Der dritte Tipp ist, deinen eigenen Weg zu finden. In der heutigen Startup-Welt lobt die Presse alle Startups, die Geld einsammeln. Diese Art von Presseaufmerksamkeit kann ein sehr attraktives Gefühl der „Bestätigung“ sein, von dem Gründerinnen und Gründer nur sehr wenig mitbekommen. Das ist nicht immer die beste Lösung. Überlege dir, was Erfolg für dich als Person bedeutet, bevor du ihn für dein Unternehmen definierst. 

Hier noch ein vierter Tipp: Genieße die Reise.  Es ist ein Marathon und kein Sprint.

Wir bedanken uns bei Jonas Deprez für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Daltix

Kontakt:

Daltix NV
Ottergemsesteenweg-Zuid 808, B160
9000 Gent
Belgien

www.daltix.com/de
info@daltix.com

Ansprechpartner: Claus Unterkircher

Social Media:
LinkedIn
Xing

Mit Mut und Herz von der eigenen Sache überzeugt sein und dann einfach machen

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Best Foodies Better Bites Snack mit #Waueffekt mit Deinem Hund teilen

Best Foodies: Better Bites, der Snack mit #Waueffekt, den Du bedenkenlos mit Deinem Hund teilen kannst

Stellen Sie sich und das Startup Best Foodies doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind der ernährungsbewusste Foodie Daniela und die Bolonkahündin Püppi – die Gründerinnen von Best Foodies und ziemlich beste Freunde. Ok, meine Hündin Püppi ist in jedem Fall eine tolle Ideengeberin und offizielle Geschmackstesterin. Best Foodies heißt für dich Snacken ohne schlechtes Gewissen und dabei Gutes tun! Kennst du auch dieses schlechte Gewissen nach einer leergesnackten Tüte fettiger Chips? Ich auch! Ich liebe Snacken, genauer gesagt, bin ich snackverrückt! 

Früher hatte ich es mir (mit meinem damals schlechten Snack-Gewissen) noch nicht mal richtig bequem auf der Couch gemacht – da gab es schon diesen flehenden Blick von der Seite: von meiner Mitgründerin und besten Freundin Püppi. Mit ihr konnte ich die gewürzten und fettigen Chips auf keinen Fall teilen. Jeder Hundebesitzer weiß, von welchem flehenden Blick ich spreche, oder? Ich machte mich auf die Suche nach einem gesunden Snack, der mir gut tut und den ich bedenkenlos auch mal mit Püppi teilen kann und der – vorallem – richtig lecker schmeckt! Aber da gab es nichts!

 Da musste eine Lösung her! Dürfen wir vorstellen: Better Bites, der Snack mit #Waueffekt, den Du bedenkenlos mit Deinem Hund teilen kannst war geboren! Vor allem wollen wir aber damit beweisen, dass gerade in der heutigen Zeit, Teilen glücklich macht. Wir unterstützen deshalb Bissen für Bissen und Packung für Packung unser Herzensprojekt Cats & Dogs in Not e.V. Also sagt fettigen Kartoffelchips und salzigen Erdnüssen adé und HALLO zu unseren Better Bites – den Snack mit #Waueffekt. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Weil ich endlich selbst besser snacken wollte (der Esel nennt sich immer zuerst, auch mal mit meiner Püppi bedenkenlos teilen können und vorallem Hunde in Not zu helfen und diesem großen Thema eine Plattform zu geben.

Was war bei der Gründung von Best Foodies die größte Herausforderung?

Die richtig leckere Abstimmung der Gewürze, so dass die Better Bites unwiderstehlich lecker sind und dabei Mensch und Hund gut tun.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich glaube und hoffe, dass niemals alles perfekt ist. Denn wenn es „perfekt“ ist, hat man keine Möglichkeit sich weiter zu verbessern und zu entwickeln, womit es nur schlechter werden kann. Dennoch sollte zum Start das Grundgerüst stehen und vorallem das Produkt Marktreif sein um gemeinsam mit der Community an der Perfektion zu feilen.

Welche Vision steckt hinter Best Foodies?

Das Glück zum Teilen! Wir möchten beweisen, dass auch in heutiger Zeit qualitativ hochwertige Produkte und verantwortungsvolles, gesellschaftliches Handeln keine Gegensätze darstellen sondern einen echten #Waueffekt.

Wer ist die Zielgruppe von Best Foodies?

Natürlich liegt der Fokus bei Hundeliebhabern, die auch mal mit Ihrem bzw. einem Hund teilen möchten. Generell sind aber unsere Better Bites für alle gedacht und geeignet, die ohne schlechtes Gewissen Snacken möchten und dabei Gutes tun! Sich selbst und Hunden in Not.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Bio-Better Bites sind der Snack mit #Waueffekt.

Better Bites ist Snacken ohne schlechtes Gewissen. Die schonend frittierten Bio-Hülsenfrüchte und Kartoffelwürfel sind fettarm, protein- und ballaststoffreich, natürlich vegan und besitzen den NutriScore A. Aber vorallem sind sie knusprig lecker und dank der fein abgestimmten Gewürze und Kräuter können sie sogar bedenkenlos mit dem Hund geteilt werden.

Ein echter #Waueffekt mit dem wir Bissen für Bissen und Packung für Packung Hunde in Not unterstützen wollen.

Best Foodies, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen beweisen, das Teilen glücklich macht und wünschen uns, dass wir in 5 Jahren eine wahre Snackrevolution damit ausgelöst haben.

Denn für uns gehören Gutes tun, Teilen, Gesund und Snacken einfach zusammen – knusprige Produktideen haben wir dazu noch einige.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Mit Mut und Herz von der eigenen Sache überzeugt sein und dann einfach machen! 

Wir bedanken uns bei Daniela Sepp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vergleicht euch nicht mit anderen!

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remote fachkräfte welt

Remote: Fachkräfte auf der ganzen Welt zu finden und einzustellen

Stellen Sie sich und das Startup Remote doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Job van der Voort und ich bin CEO und Mitgründer von Remote. Wir haben Remote 2019 gegründet und unser Ziel besteht darin, Unternehmen jeder Größe die Chance zu geben, neue Fachkräfte auf der ganzen Welt zu finden und einzustellen. Um das so einfach wie möglich für sie zu machen, kümmern wir uns um die Gehaltsabrechnung, Steuern, Benefits und Compliance-Vorgaben. In der Vergangenheit waren nämlich nur globale Konzerne dazu in der Lage, überall auf der Welt Mitarbeitende zu rekrutieren. Denn in der Regel gehen damit hohe finanzielle Belastungen einher. 

Wir von Remote haben diese Dynamik geändert. Wir betreiben in jedem Land, in dem wir tätig sind, eine eigene Niederlassung. Deshalb können wir die Kosten niedrig halten und den Unternehmen und ihren internationalen Teams gleichzeitig den besten Service bieten. Sobald sie passende Fachkräfte gefunden hat, die es einstellen möchten, können wir das innerhalb kürzester Zeit umsetzen. Dabei halten wir alle Vorschriften vor Ort ein und unsere Kundinnen und Kunden sind stets auf der sicheren Seite.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die meiste Zeit meiner Karriere habe ich an der Spitze von Unternehmen verbracht, die selbst remote arbeiteten. In meiner Rolle als VP of Product habe ich bei GitLab zum Beispiel dazu beigetragen, unser Team innerhalb kürzester Zeit enorm wachsen zu lassen. Anfangs bestand es gerade einmal aus fünf Leuten. Später waren es 450, die in insgesamt 67 Ländern ohne feste Büros arbeiteten. 

Trotz des großen Erfolgs gab es eine entscheidende Herausforderung: Uns fehlte eine einheitliche Lösung. Deshalb ist es uns während dieser Zeit auch sehr schwergefallen, lokal geltende Gesetze sowie Steuern und Gehaltsabrechnungen zu verwalten. Ich erinnere mich zum Beispiel, dass wir in einem europäischen Land ein ganzes Jahr brauchten, um einen einzigen Mitarbeiter einzustellen. Ich dachte mir: Warum ist das so kompliziert? Dabei erkannte ich, dass ich die Lösung für dieses Problem selbst entwickeln muss. Letztendlich war dies meine größte Inspiration und damit auch der Auslöser, GitLab zu verlassen und stattdessen mit Remote meine eigene Firma zu gründen.

Welche Vision steckt hinter Remote?

Ich bin davon überzeugt, dass jeder die Chance auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance bei fairem Gehalt bekommen sollte – und zwar völlig unabhängig davon, wo er oder sie lebt. Das Arbeitsmodell Remote Work hat mir genau das ermöglicht. Jetzt besteht mein Ziel darin, dass auch viele andere Menschen die Gelegenheit bekommen, von diesen Vorteilen zu profitieren. Und wir bei Remote schaffen genau die rechtliche Grundlage hierfür. Durch sie wird es für Unternehmen möglich, Teams überall auf der Welt zu beschäftigen. Am Ende sind sie nur so dazu in der Lage, Mitarbeitenden die Work-Life-Balance zu bieten, die sich viele heute wünschen.

Was waren von der Idee bis zum Start bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zu Beginn war es schwierig für uns, herauszufinden, was es wirklich brauchte, um in den ersten paar Ländern durchzustarten. Auch heute stellt es noch oft eine Herausforderung dar, in eine neue Region zu expandieren, aber inzwischen wissen wir, worauf wir achten müssen. In der Anfangsphase haben wir uns vor allem durch unsere eigenen Ersparnisse finanziert, aber glücklicherweise dauerte es nur wenige Monate, bis wir die ersten Investoren mit ins Boot holen konnten. Deshalb brauchten wir nicht all zu viel Startkapital. Weniger als ein Jahr nach der Gründung von Remote hatten wir es geschafft, innerhalb von zwei Finanzierungsrunden 46 Millionen Dollar zu sammeln. Wir haben das Geld genutzt, um unser Team wachsen zu lassen und in neue Länder zu expandieren. Inzwischen sind fast 1.000 Menschen in mehr als 60 Ländern für Remote tätig. Sie arbeiten mit Hochdruck daran, Remote Work für alle Unternehmen zu ermöglichen, die sich das Arbeitsmodell wünschen.

Wer ist die Zielgruppe von Remote?

Remote richtet sich an alle Firmen, die zusätzliche Fachkräfte im Ausland rekrutieren möchten. Dazu gehören auch jene, die es ihren Teams ermöglichen wollen, von überall auf der Welt zu arbeiten. Es ist doch so: Bisher mussten Unternehmen treue Angestellte ziehen lassen, wenn deren Partner zum Beispiel im Nachbarland ein neues Jobangebot hatte und deshalb ein Umzug anstand. Mit Remote sind sie heute in der Lage, das zu verhindern und können ihre Mitarbeitenden auch dann halten, wenn sie umziehen wollen oder müssen.

Die Größe des Unternehmens spielt dabei keine Rolle. Remote bietet sowohl für Startups als auch für Konzerne die passende Lösung. Der Kochbox-Lieferdienst Hello Fresh ist ein gutes Beispiel dafür: Mithilfe von Remote ist es dem Unternehmen gelungen, schnell und unkompliziert neue Märkte zu erschließen. Dadurch konnte es den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 61,5 Prozent steigern

Wie funktioniert Remote? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bisher war der Prozess für Unternehmen, die im Ausland einstellen möchten, ganz eindeutig: Bevor sie neue Mitarbeitende suchen konnten, mussten sie zunächst eine Niederlassung vor Ort eröffnen. Nur so war es ihnen möglich, neue Angestellte darüber abzuwickeln. Dieser Prozess war aber ziemlich teuer und zeitaufwendig. Deshalb hatten kleine Unternehmen bisher kaum die Chance, neue Talente an anderen Standorten anzustellen.

Mit Remote haben wir es geschafft, genau das endlich zu ändern. Wir verfügen über eine rechtliche Infrastruktur in jedem Land, in dem wir unsere Dienstleistungen anbieten. Deshalb können wir unseren Kundinnen und Kunden schnell und kostengünstig dabei helfen, neue Mitarbeitende einzustellen. Das bedeutet, dass sie nicht mehr selbst eine lokale Niederlassung gründen und viel Zeit und Geld in diesen Prozess investieren müssen. Wir übernehmen außerdem die Gehaltsabrechnungen und kümmern uns um alle steuerlichen und rechtlichen Vorgaben. Dadurch wird es Unternehmen jeder Größe möglich, Fachkräfte nahezu überall auf der Welt zu rekrutieren.

Remote, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für die kommenden Jahre haben wir uns viel vorgenommen. Ich persönlich freue mich schon jetzt darauf, den Aufbau globaler Teams für noch mehr Unternehmen möglich zu machen. Schon 2021 haben wir in viele neue Länder expandiert, darunter zum Beispiel die USA oder Schweden. Außerdem arbeiten wir derzeit an der Umsetzung vieler neuer Produkte. Diese werden es unseren Kundinnen und Kunden noch einfacher machen, ihre Remote-Strategie zu verfolgen. In fünf Jahren möchten wir die erste Anlaufstelle für große und kleine Unternehmen sein, die sich wünschen, neue Fachkräfte überall auf der Welt zu finden. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen dabei zu helfen, Zugang zu einem größeren Arbeitsmarkt und generell besseren beruflichen Chancen zu bekommen, um dadurch mehr Wohlstand aufbauen zu können. Wir werden alles daran setzen, jede erdenkliche Maßnahme zu ergreifen, die nötig ist, um diese Vision Realität werden zu lassen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Arbeitet an etwas, das euch am Herzen liegt und setzt euch das Ziel, wirklich etwas zu bewirken.

Das Führen eines Unternehmens ist kein Sprint – es ist ein Marathon. Deshalb gönnt euch genug Schlaf, anstatt bis spät in die Nacht aufzubleiben und zu arbeiten. Ihr könnt nicht jedes Problem lösen und müsst immer fit und ausgeschlafen sein, um euer noch junges Unternehmen voranzubringen.

Vergleicht euch nicht mit anderen! Konzentriert euch lieber auf euer Unternehmen und die Produkte oder die Dienstleistungen, dir ihr anbietet. Und stellt sicher, dass diese wirklich auf eine Nachfrage bei eurer potenziellen Kundschaft stoßen.

Wir bedanken uns bei Job van der Voort für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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