Freitag, Februar 6, 2026
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Tauscht euch über Ideen aus anstatt sie geheim zu halten

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bugshell Cypersicherheitsplattform: IT-Sicherheit für Unternehmen mit einer Community aus hochspezialisierten IT-Sicherheitsexperten

bugshell Cypersicherheitsplattform: IT-Sicherheit für Unternehmen mit einer Community aus hochspezialisierten IT-Sicherheitsexperten

Stellen Sie sich und das Startup bugshell doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Volker Haupt, Inko Lorch und Jakob Semmler – zusammen haben wir die Cybersicherheitsplattform bugshell gegründet. Über unsere Lösung bringen wir IT-Sicherheitsexperten und Unternehmen zusammen. Das Ziel ist es die Infrastruktur aus dem Blickwinkel eines Angreifers zu prüfen und aufzuzeigen, wie Sicherheitslücken behoben werden können. Mithilfe von IT-Penetrationtests evaluieren wir die IT-Systeme unserer Kunden.

Dabei arbeiten wir ausschließlich mit einer europäischen Community aus erfahrenen Sicherheitsexperten zusammen. Unseren Fokus, Unternehmen vor feindlichen Angriffen zu schützen, erweitern wir über diverse Beratungsleistungen, wie Workshops. Wir wollen nicht nur Analysen anbieten, sondern auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für IT-Sicherheit am Arbeitsplatz sensibilisieren. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben alle schon einige Erfahrungen im Bereich Startups der Techbranche gesammelt. Wir sehen schon lange IT-Sicherheit als eines der drängendsten Probleme für jedes öffentliche, aber auch private Unternehmen. Ob wirtschaftliche Schäden oder Betrugsfälle aus dem eigenen Umfeld – wir wollten einen neuen Ansatz finden, um IT-Infrastrukturen zu schützen. Um dieses Problem aus eigener Kraft zu lösen, benötigt es oft einen ganzen Stab von Mitarbeitern, der für die wenigsten Unternehmen finanziell tragbar ist. Selbst wenn das nötige Kapital für den Aufbau eines IT-Sicherheitsteams zur Verfügung steht, ist es dennoch eine große Herausforderung diese Fachkräfte am Markt für sich zu gewinnen.

Welche Vision steckt hinter bugshell?

Wir wollen die digitale Welt sicherer machen. Alteingesessene Strukturen von Organisationen sind nicht agil genug, um den modernen Angriffsszenarien standzuhalten. Auf der anderen Seite entwickeln sich Hackergruppen schneller und sind teils sehr gut ausgebildet. Für diejenigen, die sich für IT-Sicherheit begeistern, fehlte bislang ein System, das den Einstieg in das legale Hacking vereinfacht ohne, dass sie sich in einer kriminellen Grauzone bewegen. Mit bugshell wollen wir diesen digitalen Raum in Europa schaffen, der genau dieses Bedürfnis erfüllt. Wir sind davon überzeugt, dass in Hinblick auf die Rahmenbedingungen ein Ansatz nur dann erfolgreich ist, wenn er mit unseren gelebten europäischen Werten, rechtlichen Normen und Gesetzen konform geht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben gleich von Anfang eine Pre-Seed Finanzierung durch einen Business Angel bekommen. So konnten wir unsere Ideen schnell umsetzen und unsere Plattform optimieren. Tatsächlich ist das Schwierigste die Früherkennung von Fehlern. Es galt für uns ein schlankes Team aufzustellen, Prioritäten zu setzen und auch mal schwierige Entscheidungen zu treffen. Fragen wie „Passt es so wie wir uns gerade entwickeln?“ oder „Sind alle zufrieden mit den definierten Zielen und Visionen?“, begleiten uns seit jeher und wir sind stets im Austausch, wie sich unser Unternehmen entwickelt. So haben wir auch unser Business Model an einigen Stellen immer wieder ausgebaut und optimiert. 

Wer ist die Zielgruppe von bugshell?

Grundsätzlich braucht jedes Unternehmen Hilfe im Bereich IT-Sicherheit. Betriebsblindheit ist ein oft auftretendes Phänomen und besonders bei der eigenen Infrastruktur kann das massive Konsequenzen haben. Aktuell fokussieren wir uns auf mittelständische Unternehmen in Deutschland, doch auch das europäische Ausland ist für uns auf dem Radar. Nachfrage erhalten wir aktuell besonders aus den Branchen Automotive, Health und Telekommunikation. Abhängig vom Feedback und der Resonanz werden wir unser Angebot auf eine Zielgruppe ausbauen, so können wir dann dieses spezifische Marktsegment erobern. 

Wie funktioniert bugshell? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind dann gefragt, wenn ein Unternehmen wirklich verstehen möchte, wie es um die eigene IT-Sicherheit bestellt ist. Wir arbeiten mit einer Community aus hochspezialisierten IT-Sicherheitsexperten zusammen und koordinieren den gesamten Prozess. Mit unser Plattform sehen unsere Kunden, was für Sicherheitslücken bei ihnen identifiziert worden sind. Das ermöglicht es, dass Unternehmen mit unseren Experten eng zusammenarbeiten können. Der Aufwand wird für beide Seiten dadurch erheblich reduziert.

Mit unserem Ansatz sind wir die einzige Plattform, die diesen Service anbietet, denn wir unterscheiden uns von der internationalen Konkurrenz dahingehend, dass die Daten und die Community sich ausschließlich in der EU befindet. Gleichzeitig ist unsere Plattform die einzige, die ganze Angriffsszenarien für Kunden aufbaut und über die Plattform auswertet. Wir schaffen das über unser ausgeklügeltes Partnersystem, die Community und unsere Plattformmodule.

Bugshell, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren soll bugshell zu den größten IT-Sicherheitsanbietern Deutschlands gehören und auch schon in ein paar anderen europäischen Ländern bekannt sein. Unser großer Fokus liegt auch auf der Community, wir wollen uns zu der Anlaufstelle für IT-Sicherheitsexperten entwickeln. Wir haben dabei nämlich nicht nur kommerzielle Ziele:  Wir wollen, dass Europa sich zu dem InnovationHub in der Welt entwickelt. Des Weiteren wollen wir IT-Sicherheit greifbarer machen und mit der Community-Plattform den Austausch zwischen Cybersecurity-Experten verbessern. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Gebt euch regelmäßig Feedback, tauscht euch über Ideen aus anstatt sie geheim zu halten. Auch gilt es sich Rat von außen zu holen – sprecht mit Branchen-Experten aber auch mit Kennern der Branche oder Investoren. Nehmt dieses Feedback und testet eure Ideen mit potenziellen Kunden. Für uns war es wichtig auch eine transparente Fehlerkultur zu pflegen. Der innere Austausch muss sitzen, Probleme und Unzufriedenheit offen angesprochen werden, damit die Team-Chemie stimmt. Das bedeutet auch für das Recruiting, dass ihr euch Menschen und Visionäre dazuholt, die ähnlich ticken und transparent zu jeder Zeit mit euch kommunizieren.

Und einen Tipp haben wir noch: kümmert euch frühzeitig, um Fördermittel. Es gibt so viele Hilfen von den unterschiedlichsten Institutionen, die euch gerade in der Gründung und Frühphase helfen können. Jedes Bundesland oder auch Stadt hat Ansprechpartner, bei denen ihr euch unverbindlich melden könnt. Sucht auch nach Accelerators und Incubators, die eure Vision mit Wissen und ggf. finanziellen Zuschüssen unterstützen. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Reduziert blinde Flecken

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Autarq solardachziegel

Autarq Solardachziegel verwandeln jedes Dach in ein attraktives Solarkraftwerk

Stellen Sie sich und das Startup Autarq doch kurz unseren Lesern vor!

Young at heart, scherze ich ganz gerne. Denn das Durchschnittsalter der Führungsmannschaft ist jenseits der 50. Autarq ist Deutschlands führender Anbieter für Solardachziegel. Was uns auszeichnet ist unsere unvoreingenommene Aufnahme diverser Perspektiven und die damit verbundene Agilität. Die braucht es täglich um ein junges Technologieunternehmen in einer solch krassen Wachstumsphase sicher zu navigieren. 

Autarq vereint mehr als 65 Menschen von der Produktion unseres Gründungsstandortes Prenzlau über die Verwaltungszentrale in Frankfurt bis hin zu den Team-Standorten in Berlin und Hamburg. Grundsätzlich arbeiten alle Kolleg:innen außerhalb der Produktion jedoch flexibel und hybrid verteilt über Deutschland oder gar Europa. Wir sind radikal in der Innovation der gebäudeintegrierten Photovoltaik die wir treiben und stellen unter Beweis das führende Klimatechnologie in Europa produziert werden kann.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen/einzusteigen?

Ich mag die Geschwindigkeit und Aufgabenkomplexität junger Organisationen. An jeder Ecke gibt es etwas anzupacken und tägliche Verbesserung ist kein Image Slogan. Mich energetisiert die umfassende Verantwortung und das hochfrequente treffen von Entscheidungen. Als langjährig erfahrener Generalist macht es einfach Spaß in der vollen Breite der gewachsenen Expertise gefordert zu sein.

Welche Vision steckt hinter Autarq?

Natürlich geht es darum mit einem hochinnovativen Klimatechnologieprodukt Geld zu verdienen, aber es steckt noch viel mehr dahinter. Was uns antreibt ist das „und es geht doch“ – Next Level Roofs! Ja, Teilhabe der „Vielen“ im Energiesektor ist möglich! Teilhabe über den privaten Kapitalmarkt ist möglich! Deutsche Klimatechnologie kann konkurieren! Europäische Solarwirtschaft ist leistungsfähig! Und ja, es macht Spaß, hat einen direkten Nutzen und nimmt so viele auf diesem Weg mit wie möglich. Wir setzen einen Veränderungsimpuls ohne die Angst vor Verlust, Verzicht oder Einschränkung. Die Chance Orientierung dominiert unser Handeln und in Frage stellen des Status quo.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist das „Verlernen“. Auch wir haben mit einer Idee begonnen wie es klappen muss gebäudeintegrierte Photovoltaik für jeden einfachst und sicher anwendbar zu machen und dabei auch noch „geil“ auszusehen. Der Weg bis zur heutigen massenmarktfähigen Produktgeneration 4 ist dabei gepflastert mit dem sprichwörtlichen „hinfallen, Krone richten, weitermachen“. Cornelius Paul, unser Gründer, sagt gerne, er habe bei der durch ihn selbst begleiteten Umsetzung von gut 150 Solardächern den kleinen Dachdeckergesellen gemacht.

Sicher ein Schlüssel um praktisch zu erfahren was das Produkt in seiner Anwendung leisten können muss. Stellt niemals das Produkt und dessen abstrakte Funktionalität in den Mittelpunkt. Kern der Ausrichtung sollte der Anwendernutzen sein und bleiben. Das verliert sich vielleicht machmal. Finanziert sind wir maßgeblich von der econnext AG die in einer, ich sage ganz gern, sequentiellen Seed-Runde knapp EUR 15 Millionen investiert hat.

Wer ist die Zielgruppe von Autarq?

Energiewender! Und davon gibt es erfreulich viele und an Stellen, wo man sie nicht immer vermutet. Klar wird unsere Solardachziegel-Technologie letztendlich von Hauseigentümern gekauft und aufs Dach gebracht. Auf dem Weg dahin bedarf es jedoch einer ganzen Reihe an wichtigen Stakeholdern in der Wertschöpfungskette. Angefangen vom traditionellen Ziegelhersteller mit Fähigkeit und Wunsch zur Produktinnovation und endend beim Dachhandwerk, das sich dem unbekannten öffnet und die Chance ergreift aktiver Teil in der Gesellschaftsaufgabe Energiewende zu sein. Verkaufen tun wir unsere Solardachziegel Systemtechnologie an unsere Partner in der Ziegelindustrie, die sie über den Bauhandel an das Dachhandwerk verkauft, die sie dann den Hauseigentümern anbietet. 

Wie funktioniert Autarq? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Zentraler Unterschied zu allen aktuell erhältlichen Solardachlösungen ist die kompromisslose Konsequenz mit der wir den Anwender:innen Nutzen in den Mittelpunkt der Produktentwicklung stellen. Denn das führt dazu, das nur das Autarq Solardachziegel System in Kleinspannung, parallel geschaltet ein echtes Plug&Play ermöglicht. Das Autarq System hat keinerlei Leistungselektronik wie Mikrowechselrichter oder Optimiser auf dem Dach nötig, es ist bei Installation, Betrieb und Instandhaltung aufgrund der geringen Betriebsspannung von 80VDC absolut ungefährlich und Anwender:innen brauchen daher keine zusätzliche Befähigung zur Elektroinstallation auf dem Dach.

Grundlage für diese Systemeigenschaften ist im Wesentlichen die Miniaturisierung des eingesetzten, selbst designten und in Europa hergestellten Solarmoduls auf den Dachziegeln, gepaart mit unserem hauseigenen Kabelbaum. Durch diese maximale vertikale Integration machen wir uns Fit for Future und noch unabhängiger von spezifischen Lieferketten. Wir können unproblematisch Technologiesprünge der Standard Solarindustrie mitgehen und bleiben dadurch stets auf höchstem Level was Leistung und Effizienz angeht.

Autarq, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Momentan begrenzt alleinig der Zugang zu Kapital unser noch agressiveres Wachstum. 2023 produzieren und verkaufen wir 1,5 Millionen Solardachziegel und skalieren dann bis 2027 auf 12 Millionen Solardachziegel pro Jahr. Das entspricht in etwa 12.000 gebäudeintegrierten Solardächern. In den kommenden drei Jahren werden wir die Kategorie „Solardachziegel“ als Leader besetzen und europaweit etablieren. Gleichzeitig weiten wir unser Engagement auf dem privaten Kapitalmarkt aus und werden neben der bereits voll zurückgezahlten Schwarmfinanzierungsrunde aus 2018 und der aktuellen Kampagne mit econeers Investor:innen mit zukünftigen Crowd-Fundings noch intensiver auch finanziell an der Energiewende partizipieren lassen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nehmt euch nicht zu ernst. Manchmal sind Wände dazu da umlaufen zu werden.

Reduziert blinde Flecken und holt euch frühzeitig starke Mitstreiter:innen ins Team.

Macht es nicht nur fürs Geld!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleibt authentisch und ehrlich

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Leucht One entwickelt und betreibt neuartige und kreative Coworking Spaces, Innovationsflächen und Eventflächen in ganz Deutschland

Stellen Sie sich und das Startup Leucht One doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Manuel, Gründer und Geschäftsführer der Leucht1 GmbH. 

Wir entwerfen und betreiben für unsere Kunden die hauseigenen Coworking Spaces und Innovationsstandorte. Der Fokus liegt meist im Betrieb der Flächen, aber auch dem zielführenden Vernetzen der ansässigen Stakeholder sowie dem Identifizieren und Ansiedeln neuer Partner. Je nach Standort bestehen die Kernthemen oft aus einem Mix aus New Work, Community-, Event- und Location-Management. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich habe einige Jahre gebraucht, um meine Profession zu finden. Nach einer abgeschlossenen IT-Ausbildung, einem Studium bei der Berliner Kriminalpolizei, dem anschließenden BWL-Studium und einigen Jahren Berufserfahrung als Arbeitnehmer, war dann wohl irgendwie das Gründen an der Reihe. Der Weg ist das Ziel. 

Die Unternehmensgründung entstand dabei durch einen Zufall, als ich bei einer Anbieterrecherche in meinem damaligen Werkstudenten Job über eine vermeintliche Marktlücke gestolpert bin. Wir suchten einen modernen Betreiber für einen neuen Konzern Coworking Space. Leider waren alle Angebote von den klassischen und oft leidenschaftslosen Old Economy Personaldienstleistern. 

Ich dachte mir, „das kann ich besser“ und keine vier Wochen später war die GmbH durchgegründet. Seitdem verdoppelt sich jedes Jahr unser Team und wir entwickeln stetig neue Projekte mit unseren Kunden. 

Welche Vision steckt hinter Leucht One? 

Keine leichte Frage, denn unsere Vision entwickelt sich jedes Jahr weiter. Was anfangs nur eine Bedarfsdeckung für Corporate Coworking war, veränderte sich durch das anhaltende weltpolitische Geschehen und die jährlichen Jahrhundertkatastrophen. 

Als Coworking Spaces zum Start der Pandemie vermehrt schließen mussten, entwickelten wir digitale Formate und nachhaltiges Mobiliar für den aktuellen und kommenden Markt. Als einige Monate später Unternehmen vermehrt auf Home-Office umstellen und ihre Mitarbeiter verstärkt in die Coworking Spaces drängten, entwarfen wir neuartige Office Konzepte inkl. passenden vor Ort Community- und Feel Good Managern, damit die zukünftige Büroerfahrung mehr wird als ein leeres, graues Großraumbüro. 

Ich denke, ein Unternehmen muss heutzutage sehr anpassungsfähig sein, um auf dem Markt zu bestehen. Wir unterstützen hier in der Umsetzung. 

Auch unser Portfolio deckt immer mehr Bereiche ab, wie z.B. 

  • Corporate Coworking Spaces
  • Community Creation & Ökosysteme
  • Location & Facility Management
  • Event & Kongress Management
  • Office & Feel Good Management
  • Hochwertige 3D Scans für Räume, Immobilien und sogar Yachten
  • Nachhaltige Office & CoWorking Space Mobiliar

Als neuestes Projekt und in Folge der Pandemie planen wir auf sieben Hektar, im Norden Portugals, einen Coworking und Co-Living Space. Hier bieten wir der wachsenden Anzahl an Expats, Digital Nomads und sonstigen Home-Office Flüchtigen einen modernen, jedoch sehr naturnahen Ort zum Arbeiten und Leben. Die Sichtweite vom Surfstrand hilft vermutlich auch etwas beim Digital Detox.

Von der Idee bis zum Start: Was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Von der Idee bis zum Start vergingen nur Tage, bis zur formellen Gründung nur wenige Wochen. Die größte Herausforderung waren hierbei die eher sportlich besetzten Berliner Behörden und die Deadlines diverser Ausschreibungen. Denn es gab kein VC Kapital oder sonstiges, sodass wir auf diese Aufträge angewiesen waren. 

Schlussendlich hat alles gepasst und wir laufen seit Tag 1 profitabel und ohne Fremdkapital. 

Wer ist die Zielgruppe von Leucht One? 

Theoretisch alle Unternehmen, Städte und Institutionen, welche über Coworking oder gemeinschaftliche Innovationsstandorte nachgedacht haben. Unsere eigentlichen Kunden sind dann schließlich alle Arbeitnehmer:innen. Für diese schaffen wir ein kooperatives und modernes Arbeitsumfeld. 

Dort verbinden wir Menschen aus unterschiedlichen Abteilungen, Altersgruppen oder Communities, fördern dabei gezielt den Austausch und das Miteinander, sodass innovative Projekte in Gemeinschaft leichter entstehen können. 

Wie funktioniert Leucht One? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Unsere Kunden kommen zu uns, wenn sie bei der Umsetzung einer New Work Office Fläche, eines Coworking Spaces oder dem Aufbau eines ganzen Innovations Campus Hilfe benötigen. 

Noch vor der eigentlichen Umsetzung eines neuen Projektes definieren wir dann gemeinsam das Ziel des jeweiligen Campus oder Standortes, bewerten Chancen und Risiken und zeigen verschiedene Laufrichtungen auf. 

Danach geht es in die eng abgestimmte Konzeptionsphase, Partnerauswahl und so weiter. Ab dem Punkt, an dem der klassische Unternehmensberater dann fertig wäre, gehen wir selbst in die Umsetzung und Betrieb des Konzeptes und kümmern uns u.a. um Location-, Community- und Eventmanagement. Je nach Projekt, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Mal ist es nur „einfaches“ Coworking Space und Feel Good Management, in anderen Projekten vernetzen wir uns mit der lokalen Politik, entwerfen Marketingkampagnen oder moderieren selbst entwickelte Podcast Formate für das Projekt. 

Was uns unterscheidet, ist die maßgeschneiderte Individuallösung. Jedes Projekt ist anders, daher werden wir auch jedes Projekt anders angehen. 

Dieses individuelle Full-Service-Angebot, zusammen mit einer großen Portion Leidenschaft für jedes einzelne Projekt, macht uns einzigartig auf dem Markt und unterscheidet uns von einer Unternehmensberatung oder dem klassischen Facility Management. 

Leucht One, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Neben weiteren Kundenprojekten wollen wir ein eigenes Social Impact Projekt umsetzen. Dafür entwickeln wir im Norden Portugals einen Ort namens „Kukuksnest. Dort erschaffen wir, gemeinsam mit weiteren Co-Foundern, einen Co-Working- und Co-Living Space, mit eigener Permakultur, autarken Gebäuden und Versorgung. Perfekt für die wachsende Remote-Work-Kultur und um dabei auch mal den Kopf freizubekommen und dennoch arbeitsfähig zu bleiben. 

Aber für unsere Kunden haben wir viele neue Entwicklungen geplant. Von eigenen Business-Influencern, welche jedes Projekt schon in der Planungsphase öffentlich wirksam begleiten können, bis hin zu Locations im Metaverse haben wir viel in der Pipeline. 

Die gesellschaftlichen Bedürfnisse unserer Zeit sind hierbei unsere Inspirationsquelle. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Bleibt authentisch und ehrlich. Alles andere fliegt euch auf Dauer um die Ohren. Dazu eine Portion Leidenschaft und ihr werdet auf die notwendige Offenheit zu euren Ideen stoßen.

Austausch und Netzwerken ist Key–dies ist nicht nur unserGeschäftsmodell, sondern auch ein essenzieller Faktor jedes Unternehmens. Ohne die richtigen Kontakte bringt das beste Produkt / der beste Service nichts.

Bleibt flexibel in der Anfangszeit und holt euch früh Feedback. So entwickelt ihr nicht an eurer Zielgruppe vorbei. 

Wir bedanken uns bei Manuel Leucht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Latex, Nitril und Co. – Welchen Einmalhandschuh für welchen Einsatz?

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einmalhandschuhe

Einmalhandschuhe sind ein wichtiger Teil der hygienischen Schutzausrüstung. Sie kommen zum Beispiel im medizinischen Bereich, in der Lebensmittelindustrie und Gastronomie, in der Reinigungsbranche und im Handel zum Einsatz. Darum gibt es nicht nur eine Art von Einmalhandschuhen. Stattdessen gibt es für jede Nutzung ein passendes Modell. Sie unterscheiden sich in den Materialien, der Machart und den daraus entstehenden Eigenschaften. 

Die gängigsten Materialien sind Latex, Nitril und Vinyl. Aber woher weiß man, welcher Einmalhandschuh für welche Tätigkeit der richtige ist? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Varianten? In diesem Artikel erklären wir alles, was man über Einmalhandschuhe wissen muss. Mit diesen Informationen weiß man genau, wie sich die Eigenschaften der Einmalhandschuhe unterscheiden und worauf man beim Kauf achten muss. So hat man immer die richtige Schutzausrüstung parat.

Wofür braucht man überhaupt Einmalhandschuhe?

Einmalhandschuhe werden als hygienische Maßnahme genutzt, um Infektionen und Verunreinigungen zu vermeiden. Sie dienen dabei nicht nur dem Schutz anderer Personen, sondern beschützen auch die tragende Person vor unerwünschten Kontakten. Menschen berühren täglich unzählige Dinge mit ihren Händen. Neben Händewaschen und Desinfizieren sind Handschuhe ein wichtiges Mittel, um die Übertragung von Keimen zu stoppen. Gleichzeitig schützt man sich selbst vor gefährlichen Substanzen und Infektionen.

Je nach Tätigkeit ist es wichtig, dass die Handschuhe vor unterschiedlichen Dingen schützen. Dazu gehören Alkohol, Lösungsmittel, Säuren und Krankheitserreger. Sie sollten außerdem bequem zu tragen sein und nicht reißen. Für diesen Zweck gibt es Einmalhandschuhe aus verschiedenen Materialien.

Welche Arten von Einmalhandschuhen gibt es?

Die unterschiedlichen Materialien haben verschiedene Vor- und Nachteile, die sie für bestimmte Tätigkeiten geeignet machen. Dazu gehören Tragekomfort, Schutz und Preis. Letzteres ist besonders für Arbeitgeber relevant, die Einweghandschuhe in großen Mengen bereitstellen müssen. Die richtigen Einmalhandschuhe kann man online beispielsweise bei https://hygiene-gmi.de/einmalhandschuhe kaufen.

Latexhandschuhe

Einmalhandschuhe aus Latex sind die klassische Option, die in vielen Bereichen nach wie vor verwendet wird. Gerade im medizinischen Sektor ist Latex das meistgenutzte Material. Der Stoff ist elastisch, robust und reißt nur in Extremfällen. Latex ist unempfindlich gegenüber aggressiven Chemikalien wie Säuren und Laugen. Die Handschuhe sind angenehm zu tragen und behindern nicht bei präzisen Tätigkeiten.

Latexhandschuhe sind durchlässig für Fette und Öle, darum sind sie nicht für die Arbeit mit diesen Stoffen geeignet. Ein weiteres Manko ist, dass eine gewisse Anzahl der Menschen gegen Latex allergisch reagiert. In diesem Fall muss man andere Handschuhe benutzen.

Nitrilhandschuhe

Nitril ist eine alternative Option zu Einmalhandschuhen aus Latex. Das Material ist angenehm zu tragen, elastisch und reißt nicht. Sie sind ebenfalls widerstandsfähig gegen chemische Substanzen, allerdings nicht gegen Lösungsmittel. Sie lassen sich leichter anziehen und ausziehen als Latexhandschuhe. Und sie sind besonders im medizinischen Bereich gefragt, weil sie Viren und Bakterien nicht durchlassen.

Vinylhandschuhe

Einmalhandschuhe aus Vinyl sind besonders weich und fühlen sich auf der Haut angenehm an. Allerdings sind sie nicht so vielseitig wie Handschuhe aus Latex oder Nitril. Sie sind weniger elastisch und stören bei einigen Tätigkeiten. Außerdem passen sie weniger genau. Diese Eigenschaften machen sie weniger geeignet für den Gesundheitssektor. Trotzdem bieten sie einen guten Schutz.

Darauf muss man achten

Bevor man Einmalhandschuhe verwendet, muss man ihren Zustand überprüfen. Schäden an der Verpackung können dafür sorgen, dass die Handschuhe nicht mehr hygienisch einwandfrei sind. Bevor man die Handschuhe anzieht, sollte man seine Hände waschen und desinfizieren. Nach dem Gebrauch müssen die Handschuhe entsorgt werden, damit sie keine Keime übertragen können. Im Zweifelsfall sollte man immer Ersatzhandschuhe haben, damit keine Gefahr entsteht.

Fazit

Hygienisches Arbeiten ist ohne Einmalhandschuhe in vielen Branchen nicht möglich. Die Handschuhe sorgen dafür, dass keine Keime übertragen werden und dass man beim Arbeiten mit gefährlichen Substanzen geschützt ist. Für jede Tätigkeit gibt es Einmalhandschuhe, die passende Eigenschaften besitzen. Mit den Informationen aus diesem Artikel kann man ganz einfach die richtigen Einmalhandschuhe auswählen. Damit ist man bei der Arbeit immer bestens geschützt.

Bildquelle: Bild von Leo 2014 auf pixabay

Autor Annabel Hauguth

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Eine Geschäftsreise planen

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geschäftsreise planung

Viele Selbstständige oder Mitarbeiter in einem Unternehmen sind regelmäßig unterwegs. Wer schon mal eine berufliche Reise durchgeführt hat, der weiß, wie wichtig es ist, dass diese möglichst angenehm und einfach abläuft. Daher erklären wir Ihnen im Folgenden, worauf Sie bei der Planung der Reise achten sollten und was besonders wichtig ist.

Die Reise durchdacht buchen

Es stehen immer verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um an das gewünschte Ziel zu gelangen. In der Regel wird sich dabei für die schnellste und komfortabelste Verbindung entschieden, was in den meisten Fällen das Flugzeug ist. Beachten Sie dabei ebenfalls, dass Sie einfach und günstig am Flughafen parken, um sowohl Zeit als auch Kosten zu sparen. Somit verzichten Sie auf Stau auf der Autobahn oder überfüllte Züge. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Anreise sowie Abreise gut geplant sind. Ebenso sollte die Mobilität vor Ort gewährleistet sein. 

Entweder mietet man sich einen Wagen oder setzt auf öffentliche Verkehrsmittel. Bei der letzteren Variante müssen Sie mehr Zeit einplanen und sind weniger flexibel, dafür ist der Gebrauch von Bus, Bahn und Co. günstiger als ein Mietwagen. Wer häufig fliegt, der sollte an Vielfliegerprogrammen teilnehmen, um Meilen zu sammeln. Hier lohnt es sich, nur auf eine Airline zu setzen, die Loyalität wird belohnt. Sie können sich von den Punkten oder Meilen Upgrades buchen oder Flughafen-Lounges in Anspruch nehmen. Dadurch lässt sich die Wartezeit produktiv überbrücken, dort können Sie in der Regel in Ruhe arbeiten.

Nur Handgepäck mitnehmen

Wer das Gepäck bei der Flugreise aufgeben möchte, der muss sowohl mehr Zeit einplanen als auch mit einem gewissen Risiko kalkulieren. Schließlich gehen Gepäckstücke immer wieder verloren. Daher ist es empfehlenswert, ausschließlich mit Handgepäck zu reisen. Wer zusätzlich einen Koffer mitnimmt, der sollte zumindest darauf achten, dass die wichtigsten Dinge im Handgepäck sind. Dazu gehören Hygieneartikel sowie Laptop oder Tablet, auf denen die wichtigsten Daten gespeichert sind. Führen Sie ebenfalls die wichtigsten Dokumente und Zahlungsmittel mit im Handgepäck. Dann sind Sie unabhängig und flexibel, selbst wenn der Koffer verloren geht.

Reibungslose Planung

Der Zielort und Anlass der Reise entscheiden immer über die Planung. Erstellen Sie gerade bei komplexen Reisen eine Checkliste, um im hektischen beruflichen Alltag keine wichtigen Punkte der Reiseplanung zu vergessen. Achten Sie ebenso darauf, dass Sie während der Reise auf alles vorbereitet sind. Vor allem, wenn man keine Angestellten hat oder es keine Vertretung gibt, sollten Sie Smartphone und Laptop unbedingt auf der Reise mitführen. Alle wichtigen Dokumente sollten zudem offline verfügbar sein, damit man sie im Notfall ohne WLAN abrufen kann. 

Beachten Sie, dass das Internet im Hotel häufig sehr schwach ist. Ein mobiler Router, beispielsweise in Form eines Internetsticks, ermöglicht eine schnelle Verbindung und gewährleistet, dass Sie von überall aus online arbeiten können. Informieren Sie Mitarbeiter oder Kunden über die Reise, sodass sie Bescheid wissen, wenn Sie nicht sofort erreichbar sind.

Alle wichtigen Dokumente mitführen

Vor allem bei der Reise ins Ausland sollten Sie an alle Ausweispapiere denken. Prüfen Sie im Vorhinein, ob diese noch gültig sind und ob Sie eventuell einen Reisepass oder ein Visum benötigen. Bei einem Visum sind Wartezeiten einzuplanen, diese können je nach Reiseland mehrere Monate betragen. Ebenso sollten alle Impfungen durchgeführt werden, diese sind ein paar Wochen vor Beginn der Reise empfehlenswert. Weitere wichtige Punkte sind ausreichend Bargeld, eventuell in der Fremdwährung, sowohl die Firmenkreditkarte als auch die private Kreditkarte mitzuführen sowie alle Unterlagen rund um die Reise und die wichtigsten Dokumente stets abrufen zu können.

Die Kosten für die Reise absetzen

Alle Ausgaben, die während der Reise getätigt werden, lassen sich selbstverständlich steuerlich geltend machen. Dazu gehören Kosten für das Hotel, den Transport, das Parken oder eine Maut. Ebenso erhalten Sie Pauschalen für die Verpflegung vor Ort. Wer selbstständig ist, der bekommt die Ausgaben zwar nicht direkt erstattet, kann sie jedoch als Betriebsausgaben steuerlich absetzen. Dazu müssen alle Belege gesammelt und erfasst werden. Die Ausgaben der Mitarbeiter werden nach Vorlage der Belege direkt erstattet und anschließend als Betriebsausgaben abgesetzt. Eine Firmenkreditkarte eignet sich in solchen Fällen, damit niemand in Vorleistung gehen muss.

Was zählt als Geschäftsreise?

Eine Geschäftsreise zählt immer als solche, wenn Sie außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte beruflich tätig sind. Alle dann anfallenden Kosten können steuerlich geltend gemacht werden. Zudem gibt es pauschale Beträge, die für den Aufwand der Verpflegung erstattet werden. Wer insgesamt 24 Stunden abwesend ist, der erhält 28 Euro pro Tag. Bei einer Abwesenheit von 8 Stunden sowie am Tag der An- und Abreise erhalten Sie eine Pauschale von 14 Euro für die Verpflegung.

Sinnvolle Apps

Wer viel unterwegs ist, dem helfen eine Reihe von Apps weiter, die eine Geschäftsreise deutlich erleichtern können. Laden Sie sich beispielsweise die App Ihres CarSharing-Anbieters herunter, um die Autos in der fremden Stadt sofort nutzen zu können. Ebenso lohnen sich Apps, mit denen ein Taxi gerufen werden kann. Auch die App der eigenen Airline empfiehlt sich, so kann unterwegs eingecheckt werden und die Bordtickets sind direkt auf dem Handy. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn die Büro-Software ebenso auf dem Handy verfügbar ist und Dokumente darüber abgerufen werden können. 

Mittlerweile können Sie Kreditkarten auf Ihrem Handy abspeichern und direkt damit bezahlen. Auch die Apps öffentlicher Verkehrsmittel sind empfehlenswert, um schnell von A nach B zu kommen und nicht lange suchen zu müssen. Sie profitieren durch die Applikationen insbesondere von Zeitersparnissen, die bei eng getakteten Geschäftsreisen jedoch besonders wichtig sind. Achten Sie jedoch immer darauf, dass Ihr Handy geladen ist, Aufladegeräte im Handgepäck sind oder Sie beispielsweise eine Powerbank mitführen.

Eine Geschäftsreise planen

Bildquelle: Bild von Hans auf pixabay

Autor Annabel Hauguth

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habt keine Angst, Wege zu beschreiten, die bisher noch niemand gegangen ist

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Caster macht Remote-Arbeit zu etwas Selbstverständlichem

Stellen Sie sich und Ihr Startup Caster doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Shota Nakagawa und ich habe Caster im September 2014 gegründet. Ich komme ursprünglich aus Japan. Als ich 20 war, habe ich einen Secondhand-Shop für Kleidung gegründet und später dann bei einer Internet-Werbeagentur gearbeitet. Als ich versetzt werden sollte, habe ich gekündigt und wechselte stattdessen zu einem Anbieter für Outsourcing-Dienstleistungen.

Dort habe ich mich mit Business Process Outsourcing (BPO) beschäftigt und kam in Kontakt mit Crowdsourcing. Dadurch habe ich mitbekommen, wie schlecht die Arbeitsbedingungen von Outsourcing-Mitarbeitern oft sind. So kam ich auf die Idee, selbst eine Firma zu gründen, die bessere und flexiblere Arbeitsbedingungen für diese Arbeitnehmer bietet, gerade was Telearbeit und Homeoffice angeht. So ist Caster entstanden.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen? 

Durch meinen Kontakt mit Crowdsourcing-Plattformen habe ich viele Probleme entdeckt. Es gibt auf diesen Plattformen sehr viele talentierte Leute, die aber nicht durch Arbeitsgesetze geschützt werden und keinen Anspruch auf Mindestlohn haben. Deswegen werden die Preise sehr nach unten gedrückt und sie verdienen teilweise nur 100 Yen (also etwa einen Euro) pro Stunde. Die Leute können nicht davon leben, was nicht nur unzumutbar ist, sondern auch demotivierend. Ich wollte nicht nur zusehen, sondern diesen Menschen eine bessere Alternative bieten. 

Außerdem gibt es in Unternehmen eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Dort sind die Arbeitstage meistens sehr lang, weil die Leute nicht mehr mit der Arbeit hinterherkommen. Auch steigt die Nachfrage nach Remote-Arbeit stetig. Japan ist sehr zentralisiert aufgebaut, weshalb die meisten Menschen in Ballungsgebieten rund um die Städte leben, um arbeiten zu können. Tatsächlich würden viele Menschen aber auch gerne im ländlichen Raum leben, um sich beispielsweise um Haus und Familie kümmern zu können. Dort gibt es aber kaum Arbeitsmöglichkeiten. Caster bietet auch für diese Menschen eine Lösung an.


Was denken Sie jetzt, rückblickend, über die Gründung von Caster?

Ich bin sehr froh, dass ich Caster gegründet habe. Ich kann so zur dringend notwendigen Reform unserer Arbeitsweise meinen Beitrag leisten. Auch habe ich den Eindruck, dass sich die Situation schneller zuspitzt als gedacht. Das merke ich auch daran, wie rapide die Anfragen an Caster steigen. Es gibt immer mehr Leute, die Telearbeit machen und immer mehr Unternehmen, die nach Telearbeitern suchen! Wir erhalten derzeit monatlich 2000 Bewerbungen für eine Anstellung. Dabei spielt für uns keine Rolle, wie alt die Leute sind, welchen akademischen Hintergrund sie haben, welches Geschlecht sie haben oder wo sie wohnen. Wir geben Menschen, die arbeiten möchten, eine Chance und zahlen die Löhne, die für die jeweilige Stadt üblich sind.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Mir wurde oft gesagt es sei unmöglich ein Unternehmen aufzubauen, das rein über Remote-Arbeit läuft. Auch gab es Skeptiker, die nicht geglaubt haben, dass es möglich ist Arbeit von externen Unternehmen zu bündeln und so zu koordinieren, dass ein guter und produktiver Workflow entsteht. Wir haben mit Caster das Gegenteil bewiesen.

Wir konnten 2017 den ersten Investor, der 300 Millionen Yen mit an Bord brachte, an Land ziehen (WiL). 2020 kamen dann noch einmal drei weitere dazu (DIP Corporation, STRIVE, Yamaguchi Capital). Zuletzt, im Jahr 2022 haben wir viele weitere Investoren überzeugen könnten, die insgesamt 1,3 Milliarden Yen (etwa 10 Millionen Euro nach aktuellem Wechselkurs) eingebracht haben. Wir werden all dies nutzen, um in den Ausbau unserer Kapazitäten zu investieren und die Sicherheit und die Geschäftsverwaltungssysteme auszubauen. Wir würden nämlich gerne noch viel mehr Menschen die Telearbeit ermöglichen.

Wer ist die Zielgruppe von Caster?

Unsere Zielgruppe sind Start-ups, die unter Arbeitskräftemangel leiden, und Unternehmen, die Reformen des Arbeitsstils vorantreiben. Gerade in Deutschland ist die Start-up-Szene zwei- bis dreimal so groß wie in Japan, weshalb wir uns viel versprechen. Generell ist der Arbeitskräftemangel ein ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft. Allein in Japan fehlen aufgrund von alternder Gesellschaft und Akademisierung in zehn Jahren sechs Millionen Arbeitskräfte. Daher müssen wir unbedingt auch Leute abholen, die aus dem bisherigen System fallen und für die flexiblere Modelle attraktiv sind. Ich spreche hier von Hausfrauen, Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten, Rentnern …

Wie funktioniert Caster? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei Caster bieten wir 14 verschiedene Dienstleistungen an, darunter unseren Online Assistenz-Service CASTER BIZ. Unsere Mitarbeiter können beispielsweise das Planen von Business-Meetings, die Buchhaltung und Recherchen übernehmen oder auch beim Recruiting helfen. Mit unserer Hilfe können Unternehmen nach Bedarf ihr Team ergänzen und auch entlasten. Wir koordinieren und verteilen die Arbeit entsprechend unter unseren Mitarbeitern und stellen einen passenden „Cast“ zusammen. Daher auch unser Name. Unsere Mitarbeiter haben mit uns den Vorteil eines Festgehalts und einer sicheren Anstellung. Es ist eine Win-Win-Situation. In Japan sind wir tatsächlich der größte Teleworking-Anbieter mit über 1.000 Angestellten, die in ganz Japan verteilt arbeiten. Im Übrigen hat die Fernarbeit auch den großen Vorteil, dass keine Reisezeiten anfallen. Das macht uns unheimlich effizient und spart Zeit und Geld.

Welche Vision steckt hinter Caster? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Caster macht Remote-Arbeit zu etwas Selbstverständlichem. Wir wollen eine neue Form von Arbeitskultur implementieren und ein Ansprechpartner für Unternehmen sein, die es uns gleichtun wollen. So schreiten wir selbst voran, unsere eigene Belegschaft arbeitet zu 90 Prozent remote. 

Dennoch wollen wir unseren Mitarbeitern auch die Möglichkeit bieten, vor Ort zusammenzukommen und sich auszutauschen. Wir haben ein Headquarter-Büro in Tokyo und seit neuestem in Berlin. Dazu wollen wir weitere Regionalbüros aufbauen. Dabei setzen wir auf transparentes Holokratie-Management mit flachen Hierarchien.

Derzeit nutzen mehr als 1.500 Unternehmen unsere Dienste und wir haben 1.500 Vertragsarbeiter und Angestellte. Unser Ziel ist es aber, in 10 Jahren 10.000 voll angestellte Mitarbeiter weltweit zu haben. Das wird uns vermutlich zur größten Remote-Arbeits-Firma weltweit machen. Das heißt wir wollen perspektivisch weiterwachsen in Japan und nach Europa und auch in die USA expandieren. Aktuell fokussieren wir uns auf die Unterstützung von Backoffice-Tätigkeiten. Wir wollen in Zukunft aber auch unseren IT-Helpdesk ausbauen und Ingenieurstätigkeiten anbieten, so dass wir perspektivisch auch hochrangige Beratungstätigkeiten im Repertoire haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Wenn euch etwas unglücklich macht, schau nicht zu, sondern seid ein Teil der Lösung. Denkt nicht zu lange nach. Habt keine Angst, Wege zu beschreiten, die bisher noch niemand gegangen ist.

Wir bedanken uns bei Shota Nakagawa für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Schnell und viel testen

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jamie automatisiert - das Schreiben von Meeting-Zusammenfassungen

jamie automatisiert – das Schreiben von Meeting-Zusammenfassungen

Stellen Sie sich und das Startup jamie doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein Kölner Start-up, welches es sich zur Mission gemacht hat, die Arbeit für dezentrale Teams zu vereinfachen. Deshalb haben wir mit jamie ein Produkt gebaut, welches eine lästige Aufgabe automatisiert – das Schreiben von Meeting-Zusammenfassungen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben einen starken Wandel im Markt gesehen und gesehen, dass die Themen Transparenz, Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitermotivation an Relevanz gewonnen haben. Daraufhin haben wir zu Beginn eine Lösung zur internen Kommunikation entwickelt und mit einem kleinen, ersten Angel Investment einhergehend unser Start-Up gegründet. Dies geschah allerdings zu der Zeit, als wir Gründer noch International Business in Maastricht studiert haben, sodass wir erst einmal als “Teilzeit-Gründer” gestartet sind.

Welche Vision steckt hinter jamie?

Mit jamie haben wir das Ziel, eine Aufgabe zu automatisieren, die jeder hasst. Das Schreiben von Meeting Zusammenfassungen. jamie kann Meetings in Sekundenschnelle durch Künstliche Intelligenz (KI) zusammenfassen, sodass man dies nicht mehr manuell machen muss. Dadurch spart man sich extrem viel Zeit und vor allem stellt man sicher, dass wichtige Informationen, die im Meeting besprochen wurden, nicht mehr verloren gehen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben seit unserer Gründung ein paar Produktanpassungen vorgenommen. Ich glaube, es ist immer eine Herausforderung, sich von einer Idee gewissermaßen zu “trennen”. Des Weiteren war es eine Herausforderung, die Balance zwischen Studium, Gründung und Privatleben zu halten. 

Vor Kurzem haben wir dann unsere Pre-Seed Runde mit zahlreichen Business Angels aus der deutschen Start-up Szene durchgeführt.

Wer ist die Zielgruppe von Jamie?

Zielgruppe für jamie, sind grundsätzlich erst einmal alle Personen, die viel Zeit in Meetings verbringen. Dies können Executives sein, welche sonst eine/-n Kolleg/-in im Gespräch für Notizen dabei haben oder auch Personen, die normalerweise selber mitschreiben würden, aber sich dadurch nicht zu 100% auf das Gespräch konzentrieren können.

Wie funktioniert Jamie? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

jamie kann grundsätzlich vor jedem Meeting plattformunabhängig aktiviert werden und fasst Meetings intelligent zusammen, in dem sogenannte Cause-Effect Relationship erkannt werden. Somit werden nur Dinge festgehalten, die wirklich wichtig sind.

jamie, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit jamie, möchten wir in fünf Jahren das “AI-powered collective brain” für Unternehmen sein. Aktuell geht noch unglaublich viel Wissen in Organisation verloren. Dies möchten wir verhindern und mit unseren Produkten dafür sorgen, dass Informationen festgehalten werden, einfach geteilt werden können und jederzeit wiedergefunden werden können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Schnell und viel testen. 

Außerdem ist es sehr wichtig ein gutes (Gründer) Team aufzubauen, mit dem man sich auch privat gut versteht.

Und als letzten Punkt: Versucht so viel wie möglich von anderen Personen/Mentoren zu lernen, die Euch schon ein paar Schritte voraus sind.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sei nett zu dir selbst und versuche genügend Schlaf zu bekommen

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niche-beauty-lab-hautpflege

Niche Beauty Lab wissenschaftlich fundierte Hautpflege im firmeneigenen Labor entwickelt

Stellen Sie sich und das Startup Niche Beauty Lab doch kurz unseren Lesern vor!

Niche Beauty Lab ist ein spanisches Kosmetikunternehmen mit Sitz in Barcelona. Wir schaffen einzigartige Nischenmarken im Bereich der Hautpflege und entwickeln hierfür in unserem firmeneigenen Labor qualitativ hochwertige Pflegeprodukte. Wir setzen auf Wissenschaft („Science First“), Transparenz und echte Kosten („Transparency & True Cost“) und Aufklärung rund ums Thema Hautpflege („Education is Essential“). Zu unseren bekanntesten Marken zählen Acnemy, Theramid und Transparent Lab. Unsere Marken werden in über 30 Ländern vertrieben und zu unseren B2B Kunden zählen Größen wie CVS, Walmart, Flaconi, Beauty Bay, dm und BIPA. Der andere Teil unseres Geschäfts läuft über unseren direct-to-consumer Onlineshop, dessen Umsatz sich auch in 2022, also nach dem Onlineboom wegen Covid-19, nochmals mehr als verdoppeln wird. 

Ich bin Max Oberloher, Chief Operating Officer bei Niche Beauty Lab und von Anfang an dabei. Ich kümmere mich vor allem um die Internationalisierung von Niche Beauty Lab und unsere Vision operativ zu realisieren. 

Warum haben Sie sich entschieden, für ein Startup zu arbeiten?

Ich stelle mich gerne großen Herausforderungen und bei einem spannenden Startup von Anfang dabei sein zu können ist eine Aufgabe, die mich sehr motiviert hat. In einem Startup hat man die Möglichkeit, mit dem Unternehmen zu wachsen und Verantwortung zu übernehmen, weshalb die Lernkurve sehr steil ist. Bei Niche Beauty Lab müssen wir täglich kreativ sein und Lösungen finden, ohne dass uns Erfahrungswerte oder große Budgets zur Verfügung stehen. 

Außerdem kann ich mich auch persönlich mit der Vision von Niche Beauty Lab sehr gut identifizieren, da ich als Teenager mit Hautproblemen, wie Unreinheiten und Rötungen, sehr zu kämpfen hatte.   

Welche Vision steckt hinter Niche Beauty Lab?

Unsere Vision ist es, wissenschaftlich fundierte Hautpflege für jeden zu fairen Preisen anzubieten. Von Anfang an war uns klar, die Dinge anders machen zu wollen und geltende Standards in der Kosmetikbranche zu hinterfragen. Speziell die Preispolitik und die geringe Wirksamkeit von Hautpflegeprodukten im Markt waren unserer Meinung nach reif für Disruption. In der Kosmetikbranche ist es vollkommen üblich, dass der Gewinnaufschlag das 10-fache oder mehr der eigentlichen Herstellungskosten beträgt, was daran liegt, dass eine Vielzahl der Prozesse outgesourct werden und somit nicht nur Ownership abgeben wird, sondern auch Kosten durch die involvierten Mittelsmänner, wie externe Labore, Marketingagenturen und Lohnhersteller, meist unnötig steigen. Uns fehlte einfach die nötige Kundenorientierung im Markt.

Wir haben festgestellt, dass es kaum Produkte mit guten Wirkstoffen und wissenschaftlich belegter Wirksamkeit gab und der Großteil der Produkte im Markt einfach überteuert war. Das wollten wir ändern und haben hierfür eine 100% kundenorientierte Strategie entwickelt. Mit unserem “From the Lab to You”-Ansatz (also „direkt von unserem Labor zu dir nach Hause“) und unserer “All In-House” Philosophie haben wir es nicht nur geschafft eine firmeneigene R&D Abteilung aufzubauen, die es uns ermöglicht neue Produkte und Technologien intern zu entwickeln und dieses Know-how nicht extern einkaufen zu müssen, sondern auch den kompletten Produktionsprozess zu kontrollieren und so unsere Produkte kostengünstiger anbieten zu können, ohne Kompromisse bei der Qualität eingehen zu müssen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als Startup bestanden für uns die größten Herausforderungen immer darin, etwas zum ersten Mal zu probieren und letztendlich zu schaffen: das erste Produkt zu entwickeln, den ersten Kunden zu akquirieren, den ersten Onlinesale zu machen etc. Sobald wir etwas einmal geschafft hatten, haben wir Feedback bekommen, mit dem wir arbeiten und uns für das zweite Mal verbessern konnten. Mit der Zeit werden die Herausforderungen zwar etwas größer, aber in einem Startup eignet sich man sehr schnell dieses Trial-and-Error-Mindset an, da nie etwas so verläuft, wie man sich das vorstellt und man sich ständig an neue Situationen anpassen muss. 

Wir sind nach wie vor komplett eigenfinanziert, auch wenn wir schon des Öfteren von Investoren und VCs angefragt wurden. Da wir in den letzten zwei Jahren sehr stark gewachsen sind, überlegen wir derzeit, inwiefern uns externes Funding dabei helfen kann, unsere Marken noch bekannter zu machen und in weitere Märkte zu expandieren bzw. unsere Präsenz in existierenden Märkten auszubauen. 

Wer ist die Zielgruppe von Niche Beauty Lab?

Grundsätzlich ist es unser Ziel, wirksame, unisex Pflegeprodukte zu entwickeln, die für jeden zugänglich sind. Innerhalb unseres Markenportfolios deckt dann jede einzelne Marke eine bestimmte Marktnische ab. Zum Beispiel richtet sich unsere Marke „Acnemy“ an all diejenigen, die mit Pickeln und Hautunreinheiten zu kämpfen haben. Des Weiteren entwickeln wir Produkte je nach Hauttyp, Hautbedürfnis und Hautzustand, wobei wissenschaftlich fundierte Wirksamkeit und Aufklärung über die jeweiligen Produktvorteile und Risiken im Vordergrund stehen.  

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Fokus liegt ganz klar auf wissenschaftlich fundierter Hautpflege, weswegen unser Hauptaugenmerk der Wirksamkeit von Produkten gilt. Unser USP ist unser in-house Labor bzw. unsere R&D Abteilung und darauf sind wir sehr stolz, weil wir so nicht nur neue Produkte, sondern auch innovative Technologien und sogar völlig neuartige Inhaltsstoffe entwickeln können. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit universitären Forschungseinrichtungen, Experten und Instituten zusammen. Infolgedessen kommen Impulse für neue Produkte nicht vom Marketing basierend auf einem Trend, der oft nur kurzweilig ist, sondern direkt von der Forschung und Entwicklung. Wir haben dann entweder etwas Neues entwickelt und sind von der Wirksamkeit überzeugt oder haben etwas Altbekanntes in der Hautpflege verbessert und wirksamer gemacht. Dadurch, dass wir den kompletten Produktionsprozess kontrollieren, ist nicht nur unser Time-to-Market sehr kurz, sondern wir können unsere Produkte auch vergleichsweise günstig ohne Qualitätsverlust anbieten, was wiederum unserer kundenorientierten Strategie zugutekommt. 

Niche Beauty Lab, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird sich Niche Beauty Lab als globaler Player für die Entwicklung von Nischenmarken mit außerordentlicher, wissenschaftlich fundierter Wirksamkeit etabliert haben und unsere #Nicher-Community wird auf über eine Million Follower auf allen unseren Social-Media-Kanälen gewachsen sein. Kunden werden noch besser informiert sein und noch mehr Transparenz verlangen und daher wird sich unsere Strategie für mehr Transparenz und zur Aufklärung rund ums Thema Hautpflege besonders auszahlen. Neben Europa werden wir uns auch in Asien und Amerika nachhaltig positioniert haben, wobei wir von unserem hybriden Modell aus Online- und Offline-Verkauf profitieren werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Entwickle eine flexible, jedoch stets kundenorientierte Strategie

Setze auf Mitarbeiter, die mit ihrem Engagement, ihrer Leidenschaft für das Unternehmen und ihrer Lernbereitschaft überzeugen 

Sei nett zu dir selbst und versuche genügend Schlaf zu bekommen

Wir bedanken uns bei Max Oberloher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Niche Beauty Lab

Kontakt:

Niche Beauty Lab SL
Carretera Malgrat 20, Nave 10
17300 Blanes (Girona)
Spain

https://nichebeautylab.com
hello@nichebeautylab.com

Ansprechpartner: Max Oberloher

Social Media:
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TikTok
Facebook

Immer zu seinen Werten stehen, in Visionen denken und einfach machen

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bernd korz alugha

Interview Bernd Korz, Geschäftsführer der alugha GmbH über Herausforderungen und Chancen eines Unternehmers

Stellen Sie sich unseren Lesern bitte kurz vor!

Mein Name ist Bernd Korz. Ich bin Gründer und CEO von alugha. alugha übersetzt Videos und Audios mithilfe von künstlicher Intelligenz in über 250 Sprachen. Wir haben eine webbasierte Software für die Live-Zusammenarbeit mit Collaborators entwickelt. Sie vereint Speech-to-Text, Transkription, Subtitling, Übersetzung und Text-to-Speech auf einer Plattform. Die Stimme stammt entweder von einem Menschen oder einer KI.

Die ursprüngliche Idee stammt von mir. Ich war früher YouTuber und wollte meinen Video-Content mehrsprachig anbieten. Das war nicht möglich. Also habe ich mit der Entwicklung begonnen. Bei alugha haben wir uns für einen sehr deutschen Ansatz entschieden, der uns von anderen Anbietern unterscheidet: alugha ist die einzige DSGVO-konforme Videoplattform, die fast ohne Cookies auskommt, und unsere wasserkraftbetriebenen Server stehen in Europa.

Welche waren für Sie die größten Herausforderungen?

Eine sehr große war die COVID19-Pandemie. Ich denke, ich muss nicht darauf eingehen, welch eine Herausforderung es war, komplett auf Homeoffice umzustellen. Und das, obwohl wir bei alugha schon immer hybrid gearbeitet haben. Mittlerweile versuchen wir den Backloop, wir sehen uns ab und an im Büro – nicht nur wegen des Arbeitens, sondern auch, um den Teamspirit zu erhalten.

Eine weitere Herausforderung war meine Gesundheit. 2020 bin ich schwer erkrankt, ich hätte sterben können. Da ich im operativen Business stark verankert bin, war der Umgang mit dieser ungewissen Situation sehr schwer. Ich fragte mich: Kann es alugha ohne geben? Wie könnte es weitergehen? Wer könnte mich ersetzen? Zuerst haben wir meine Frau zu einer weiteren CEO gemacht, und dann hing alles von einer Operation ab. Muss ich mich um meinen Nachlass kümmern oder geht es weiter? Die Prognose war nicht sehr positiv. Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen, und ich gelte als geheilt. Rückblickend war das eine sehr heftige Zeit.

Eine weitere Herausforderung – vor allem für unsere Entwickler – bin tatsächlich Ich. Ich habe eine große Vision. Geht nicht, gibt’s nicht. Aktuell arbeiten wir am Live-Streaming mit Live-Untertitelung und zeitgleicher Übersetzung, wir sind schon sehr weit beim Voice-Cloning. Ich habe viele weitere Ideen, die das Team dann umsetzen muss.

Was hat Sie in Ihrer Jugend am meisten geprägt?

Ich hatte keine leichte Kindheit und Jugend. Ich war eines von zehn Kindern und wurde sehr streng erzogen. Und ich musste mich früh durchsetzen und selbstständig sein. Wenn ich etwas wollte, musste ich mich darum kümmern. All das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich habe noch nie Alkohol getrunken und lebe seit über zehn Jahren vegan.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Bernd Korz aus? 

Eigentlich arbeite ich 24/7. Meine Arbeit ist zugleich mein Hobby und mein Leben. Wobei ich der Familie zuliebe versuche, Pausen einzulegen. Ansonsten Business as usual: Meetings, Termine, Probleme lösen. Und Reisen, ich bin ständig unterwegs, auf Messen, als Speaker, auf Geschäftsterminen.

Welche Produkte bietet alugha an?

Kernprodukt ist unsere multilinguale Videoplattform mit dem Herzstück, unserer Online-Software, dem sogenannten dubbr. Sie funktioniert so: Der Nutzer lädt ein Video oder Audio hoch – entweder als Datei oder als Link, etwa direkt von YouTube. Dann wird mittels Speech-to-Text-Verfahren ein Transkript erstellt. Die Untertitel sind automatisch an der richtigen Stelle im Video oder Audio platziert. Das macht unsere KI sehr gut. Wer dennoch einen Fehler entdeckt, kann diesen direkt online ausbessern. Dann folgt die Übersetzung: Nutzer wählen aus aktuell über 200 Sprachen die gewünschte aus und erhalten binnen weniger Minuten die übersetzten Untertitel im Video oder Audio. Auch hier ist es möglich, nachzubessern – mit eigenen Übersetzern oder wir übernehmen dies für unsere Kunden. Wir decken inhouse etliche Sprachen ab.

Nächster Schritt ist dann Text-to-Speech. Entweder greift man auf unsere sehr guten KI-Stimmen zurück oder dubbt online – einfach, indem man an den Rechner ein Mikrofon anschließen und Segment für Segment einspricht. Die fertige Datei lässt sich in Websites einbinden oder via Social-Media teilen. Sie startet automatisch in der Browser-Sprache, alle Metadaten usw. werden automatisch mitübersetzt. Oder man lädt die Videos mit einzelnen Sprachen herunter und dann wieder hoch, beispielsweise in einen YouTube-Kanal.

Daneben gibt es weitere alugha-Projekte, wie etwa ALUCATION, eine Non-Profit-Wissens-Videoplattform, auf der über 5.000 mehrsprachige Lernvideos bereitstehen. Eines meiner größten Anliegen ist es, Wissen für jedermann zugänglich zu machen. Unsere KI koloriert auch Schwarz-Weiß-Filme, wir machen Travel-Videos und vieles mehr.

Wer sind Ihre Kunden?

Querbeet. Von kleinen Influencern über Mittelständler bis hin zu Konzernen. Es geht um Produktvideos, Tutorials, Schulungen, Imagevideos, Podcasts usw. Viele Kunden nutzen alugha, um ihre Inhalte selbst mehrsprachig zu machen. Andere schicken uns ihre Videos, und wir kümmern uns um alles Weitere.

In welchen Märkten sind Sie am aktivsten?

Weltweit. Da wir in Mannheim sitzen, sind wir viel im DACH-Raum und in Europa tätig. Ein weiterer Standort ist in Dubai. Von dort betreuen wir den mittleren Osten, Afrika und Indien.

Wie hat sich das Unternehmen seit der Gründung entwickelt?

Wir haben viel investiert – Energie, Zeit und Geld. Jetzt befinden wir uns in der letzten Startup-Phase, wenngleich wir immer noch hohe Summen in die Entwicklung stecken. Unser Produkt hat in den letzten Monaten einige sehr große Unternehmen überzeugt. Manche stellen komplett auf alugha um.

Welche drei Tipps haben Sie für einen erfolgreichen Karrierestart?

Immer zu seinen Werten stehen, in Visionen denken und einfach machen.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

Mich interessiert das Hier und Jetzt. Unser Business ist sehr schnelllebig. Ich will flexibel bleiben und meine Visionen weiter umsetzen. Und irgendwann vielleicht etwas mehr Freizeit haben.

Wir bedanken uns bei Bernd Korz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Hebel identifizieren und entsprechend priorisieren

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Kyon Energy entwickelt, projektiert und betreibt netzgekoppelte Batteriespeichersystemen

Kyon Energy entwickelt, projektiert und betreibt netzgekoppelte Batteriespeichersystemen

Stellen Sie sich und das Startup Kyon Energy doch kurz unseren Lesern vor!

Kyon Energy entwickelt, projektiert und betreibt netzgekoppelte Batteriespeichersystemen. Diese stabilisieren, durch unterschiedliche Betriebsmöglichkeiten, das Stromnetz und ermöglichen so eine nachhaltige, unabhängige und sozialverträgliche Energieversorgung. Letztendlich speichern sie Strom zu Zeitpunkten, an denen überschüssige Energie nicht benötigt wird und speisen diese bei hoher Nachfrage wieder ins Netz. So werden nicht nur Engpässe im Netz reduziert sondern auch die starken Schwankungen im Strompreis. Insgesamt können dadurch mehr erneuerbare Energien zugebaut werden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? Welche Vision steckt hinter Kyon Energy?

Die Motivation hinter Kyon Energy war von Anfang an der Beitrag zur Energiewende. Denn hier hat sich die letzten Jahre definitiv viel zu wenig getan. Und gerade jetzt, verstärkt durch die aktuellen politischen Entwicklungen, wird ziemlich eindrucksvoll deutlich, wie wichtig es ist sich auf eine stabile, unabhängige und kostengünstige Energieversorgung verlassen zu können.

Deutschland hat sich große Ziele gesetzt: Bis 2030 sollen 80% des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen bezogen und konventionelle, planbare Energiequellen schrittweise abgeschaltet werden. Gleichzeitig soll unser Stromnetz unabhängiger werden. Für die Energiewende ist der Ausbau erneuerbarer Energien zentrale Voraussetzung, doch unsere Strominfrastruktur ist nicht auf die hohen Volatilitäten ausgelegt. Dadurch kommt es vermehrt zur Instabilitäten im Stromnetz, hohen Strompreisen und Überlastungen.

Aktuell führen diese Volatilitäten in Verbindung mit den fehlenden Speicherkapazitäten sogar dazu, dass erneuerbare Erzeugungsanlagen immer wieder abgeschaltet werden müssen. Im Jahr 2021 ist allein dadurch eine absolute Menge von 5,82 TWh Strom verloren gegangen. Damit hätte man über 2 Millionen Haushalte ein Jahr lang versorgen können.
Und genau hier setzen wir mit Kyon Energy an. Wir leisten durch unsere Batteriespeichersysteme einen aktiven Beitrag zur Energiewende und ermöglichen eine stabile Strominfrastruktur. Denn das ist unser Ziel: Eine Welt mit einer sauberen, unabhängigen und nachhaltigen Energieversorgung durch erneuerbare Energien.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte Herausforderung liegt wahrscheinlich in der Regulatorik des Strommarktes. Diese ist aktuell noch nicht auf den hohen Zubau an erneuerbaren Energien ausgelegt. Dabei sind Batteriespeicher die wirtschaftlichste Option um kurzfristig die dringend benötigte Flexibilität in die Netze zu bringen. Leider wird es den Marktakteuren regulatorisch sehr schwer gemacht, diese Flexibilität den Netzen anbieten zu können.

Das Unternehmen ist eigenfinanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Kyon Energy?

Die Energiewende ist natürlich ein Thema das uns alle etwas angeht. Da wir bei Kyon Energy aber Infrastruktur für erneuerbare Energien entwickeln und Softwarelösungen zur energiewirtschaftlichen Optimierung vertreiben richtet sich unser Produkt letztendlich auch an Unternehmen, Behörden und Investoren der Energieversorgung. In der Projektentwicklungsphase arbeiten wir intensiv mit Gemeinden, Behörden und Netzbetreibern zusammen um die Batteriegroßspeicher an den sinnvollsten Standorten zu projektieren. Nach erfolgreichem Projektabschluss werden die Batteriegroßspeicher dann als Gesamtpaket an Investoren aus der Energiebranche verkauft, beispielsweise Energieversorger oder auch Investmentfonds für erneuerbare Energien.

Wie funktioniert Kyon Energy? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Tatsächlich ist der Markt für Batteriegroßspeicher in Deutschland noch sehr jung und entsprechen dynamisch. Denn Batteriespeicher gibt es hauptsächlich im deutlich kleineren Maßstab, also beispielswiese für die Heimspeicherung in Verbindung mit PV-Anlagen oder solche für Gewerbebetriebe. Wir skalieren jedoch deutlich größer: Unsere Speicheranlagen verfügen über Leistungen im zwei bis dreistelligen Megawattbereich und werden direkt an Netzknotenpunkte angeschlossen.

Damit leisten sie netzübergreifend einen Beitrag zur Stabilisierung. Mit unseren Batteriegroßspeichern fahren wir eine Multi-Use-Strategie und haben so die Möglichkeit unterschiedliche Betriebsmöglichkeiten gleichzeitig zu bedienen. Die Speicher können so beispielsweise Regelleistung zur Verfügung stellen um Netzschwankungen auszugleichen, Engpässe durch die Einspeicherung oder zusätzliche Einspeisung von Energie reduzieren oder aber auch Preisspitzen durch den aktiven Handel am Strommarkt puffern. So konnten wir Kyon Energy in kürzester Zeit zu einem der Marktführer in Deutschland entwickeln. Allein in 2022 sind wir für etwa 20% des Zubaus von ungefähr 500MW Speicherleistung im gesamten Markt verantwortlich.

Kyon Energy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für die kommenden Jahre streben wir die europäische Expansion an. In fünf Jahren werden wir europäischer Marktführer in der Entwicklung von Batteriegroßspeichern sein und dadurch einen wichtigen Einfluss auf den Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Die Hebel identifizieren und entsprechend priorisieren
  2. Fall in love with the process, not the results
  3. Findet ein Team, mit welchem es Spaß macht durch dick und dünn zu gehen

Bild von links nach rechts Adrian Kapsalis, Florian Antwerpen und Philipp Merk

Wir bedanken uns bei Adrian Kapsalis, Florian Antwerpen und Philipp Merk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wiede

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