Donnerstag, April 3, 2025
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Trau dich, unperfekt zu sein

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pack&satt einpott Fertigmahlzeiten vegan bio vollwertig Pfandglas

pack&satt: einpott Fertigmahlzeiten vegan, bio, vollwertig im Pfandglas

Stellen Sie sich und das Startup pack&satt doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von pack&satt bringen Fertigmahlzeiten der neuen Generation auf den Markt! Denn bisher standen wir oft vor dem Dilemma, beim schnellen Hunger entweder auf ungesundes oder in Einweg verpacktes Essen zurückgreifen zu müssen.

Ronja und Sophie kennen sich noch aus dem Designstudium, Eva ist später dazugekommen und hat vorher Marketing und nachhaltige Unternehmensführung studiert. Egal ob Lebensmittelretten, Eigenbau oder Zero Waste – wir beschäftigen uns alle schon lange mit nachhaltigerem Alltag. Dabei kommen wir aber regelmäßig an unsere Grenzen, ganz besonders, wenn es um eine schnelle Mahlzeit geht.

Daher haben wir selbst nach einer Lösung gesucht – und eine umgesetzt: der einpott ist eine vollwertige Mahlzeit für den schnellen Genuss in deinem Alltag. Man braucht nur noch heißes Wasser, einen Löffel und 5 Minuten Zeit. Statt Verpackungsmüll kommt der einpott im Pfandglas und statt unnötiger Zusätze verwenden wir nährstoffreiche, rein pflanzliche Zutaten. Gerade läuft unsere Crowdfunding-Kampagne auf Startnext, um unsere erste einpott-Produktion realisieren zu können!

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ehrlich gesagt haben wir früher nicht im Traum daran gedacht, zu gründen! Im Studium hatten wir alle drei unabhängig voneinander dieselbe Sinnkrise: Was will ich mit all dem Gelernten später anfangen? Meistens werden Produkte gestaltet, die die Welt eigentlich nicht braucht und im Marketing werden Bedürfnisse geweckt, die vorher gar nicht da waren. Da wollten wir nicht mitmachen. 

Dann tauchten immer mehr Impact-Unternehmen auf, die anstatt den Gewinn den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Das hat uns mega motiviert, als Unternehmen selbst Teil der Lösung des in die Krise geratenen Kapitalismus zu werden. 

Das macht uns eigentlich gar nicht zu Gründerinnen-Typen – oder vielleicht gerade deshalb? Denn wir denken in vielen Bereichen anders: Sinn vor Gewinn, Kooperation statt Konkurrenz oder auch bei Produkten, die wirkliche Probleme lösen – und in unserem Fall auch noch satt machen.

Was war bei der Gründung von pack&satt die größte Herausforderung?

Lange haben wir nach einer Produktionsstätte gesucht, die all unsere Voraussetzungen erfüllt: in Deutschland ansässig und bio-zertifiziert. Zudem ein Produktionsparter, bei dem die Abfüllung ins Pfandglas möglich ist und dann noch mit vielen einzelnen, getrockneten Zutaten – denn anders als z.B. bei Müsli müssen die Mengen ganz exakt abgewogen werden, man schmeckt den Unterschied sofort. Außerdem brauchten wir die Möglichkeit einer Produktion von vergleichsweisen kleinen Menge, denn zu Beginn können wir noch keine hohen Stückzahlen produzieren lassen.

Inzwischen haben wir einen wunderbaren Produktionsort, eine Inklusionsstätte, gefunden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wir würden sagen, es ist sogar ein Muss! Denn wenn wir eines von unseren Anfängen gelernt haben ist es, dass ein perfektes Produkt nie auf den Markt kommt, weil es aus der eigenen Sicht sowieso nie ganz „fertig“ ist. Zudem ist das Feedback des Marktes das beste, was man kriegen kann. Schritt für Schritt kann man sich dann verbessern, optimieren und aus Fehlern lernen. Dennoch empfehlen wir sehr, früh mit den ersten Tests und Prototypen an mögliche Zielgruppen heranzutreten!

Welche Vision steckt hinter pack&satt?

Die Lebensmittelindustrie ist nicht gerade für Gesundheit oder Nachhaltigkeit bekannt, insbesondere bei Fertigprodukten. Doch neben Job, Terminen und Co haben wir weder Zeit noch Lust, ständig frisch zu kochen und greifen selbst oft zu solchen Produkten. Dabei gehen wir allerdings immer wieder Kompromisse ein: entweder gesund ODER ökologisch gut ODER einfach. Unsere Mission ist es, mit unseren veganen und nachhaltigen Fertigprodukten ohne Zusatzstoffe und Zuckerzusatz den Menschen das Dilemma vor dem Ladenregal zu ersparen. Denn unsere Vision ist „gutes Essen für alle“.

Wer ist die Zielgruppe von pack&satt?

Der einpott ist für alle, die auf gesunde und nachhaltige Ernährung Wert legen, denen allerdings andererseits neben Job, Terminen und Co oft einfach die Zeit fehlt, frisch zu kochen – und die daher unfreiwillig Kompromisse in Sachen Gesundheit oder Verpackung eingehen.

Was ist das Besondere an den Produkten?

Unsere Zutatenliste bleibt immer bio, vegan und nährstoffreich. Das heißt, wir entscheiden uns immer für die Zutaten mit einer höheren Nährstoffdichte, z.B. verwenden wir Hafer- und Kartoffelflocken statt Nudeln aus Weißmehl oder Sonnenblumenkerne statt raffinierte Fette. Zusatzstoffe und Zuckerzusatz lassen wir hingegen komplett weg.

Anders als bei üblichen Instantgerichten verwenden wir statt einer oft nicht recycelbaren Verpackung das gute, alte Joghurt-Pfandglas, das man an vielen Mehrweg-Automaten genau so wie den gewohnten Getränkepfand zurückgeben kann. So wird gesundes und nachhaltiges Essen auch im stressigen Alltag endlich einfach.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben den Eigenschaften unserer Produkte wollen wir darüber hinaus mit unserem Unternehmen als Ganzes Teil einer Lösung sein und die Spielregeln des derzeitigen Wirtschaftssystems ändern. Aus diesem Grund sind wir ein Unternehmen in Verantwortungseigentum. Das heißt, wir können unsere Gewinne nur an das Unternehmen zurückführen und nicht in private Taschen. Um dieses Prinzip rechtlich abzusichern, haben wir mit der Purpose Stifung gegründet. So schlagen wir dem Prinzip der Gewinnmaximierung ein Schnippchen und reinvestieren die Gewinne stattdessen in sinnvolle Projekte, wie zum Beispiel solche, die sich für den Erhalt von nährstoffreichen Böden einsetzen. Dabei verhindern wir gleichzeitig, dass wir irgendwann von einem der großen Lebensmittelkonzernen aufgekauft werden – denn wer weiß schon wirklich, wie sich ein Unternehmen in 5, 10 oder 50 Jahren entwickelt.

pack&satt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen eine lange, bunte Reihe leckerer Fertigprodukte in vielen Märkten, die unsere Kund:innen satt und zufrieden machen. 

Außerdem sehen wir uns in einer Welt, in der nicht Unternehmen, deren Produkte bio, vegan, frei von Zusätzen etc. sind, diese auszeichnen müssen, sondern diejenigen, deren Produkte es nicht sind! Wir sehen uns dabei als Teil einer wachsenden Bewegung, die auch große Unternehmen dazu animieren, umweltfreundlichere Produkte auf den Markt zu bringen. 

Und wir sehen Mitarbeitende, die ausgeglichen und selbstbestimmt in unserer eigenen Produktionsstätte arbeiten – am liebsten natürlich mit angrenzendem Acker.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Suche dir Unterstützung und frag um Hilfe: Ob es um Mitgründer:innen, Netzwerke oder Coaches geht – gemeinsam wird jedes Vorhaben leichter, vielfältiger und machbarer! Es gibt tolle Inkubatoren, die grade in der Frühphase Austausch, Wissen und Motivation bringen.

Frage dich, was dein Produkt oder deine Dienstleistung bei den Menschen auslösen soll. Das hilft nicht nur bei der Motivation und beim Fokus, sondern auch für eine passende Kommunikation und Branding. Dafür kannst du dir z.B. die unterschiedlichen „Brand Archetypes“ anschauen und analysieren.

Wie schon gesagt: trau dich, unperfekt zu sein. Grade in der Nachhaltigkeitsszene gibt es oft hohe Ansprüche, denen man zu Beginn kaum gerecht werden kann. Sobald dein Vorhaben nur einen Aspekt einfacher oder nachhaltiger macht als andere, kannst du schon loslegen.

Wir bedanken uns bei den Gründerinnen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vergesst nicht, euch um den Umsatz zu kümmern

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BEAT3° Klimawandel App für Kinder 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von BEAT3°, Klimawandel App für Kinder und Jugendliche, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup BEAT3° doch kurz vor

BEAT3° ist die erste Klimawandel App speziell für Kinder und Jugendliche. Wir setzen auf Gamification in Form von Rätseln, Challenges und Ideenwettbewerben in unterschiedlichen Bereichen wie Ernährung, Mobilität, Energie, Fashion aber auch politisches Engagement. Zuletzt hatten wir zum Beispiel eine Challenge, da ging es darum, Klimawandel Fake News zu entlarven. Schafft man eine Challenge, sammelt man Punkte, erklimmt die Rangliste und kann auch Preise gewinnen. 

Wie ist die Idee zu BEAT3° entstanden?

Angespornt durch Fridays for Future wollten wir 2018/2019 selbst mehr tun. Aber obwohl wir wussten, dass es wirklich wichtig ist, fehlte dabei der Spaß. Weshalb wir irgendwann begannen, uns gegenseitig herauszufordern: „Alex, du verzichtest eine Woche auf Fleisch.“ „Okay, Mathias. Aber dann steigst du für ne Woche nicht ins Auto.“ Wer verliert, zahlt eine Kiste Bier. Und plötzlich war da Fun drin. Besonders, als wir „zum Beweis“ uns gegenseitig Fotos und Videos schickten und unsere eigene kleine Rangliste machten. Und dann dachten wir uns: „Vielleicht gewinnt man über so ein Format auch andere, aktiv(er) zu werden.“ Das probierten wir zuerst mit Erwachsenen .

Als aber immer öfters die Frage kam, ob es das auch für Kinder und Jugendliche gäbe, haben wir umgedacht und Recherchen angestellt und Interviews durchgeführt. Das Ergebnis: Es gibt nur wenige Kinder und Jugendliche, die nicht an den Klimawandel glauben und etwas dagegen tun möchten. Aber es gibt überraschenderweise auch nur vergleichsweise wenige, die von sich behaupten zu wissen, was sie allen tun können.  

Welche Vision steckt hinter BEAT3°?

Wir wollen auf eine Welt hinwirken, in der Klima-, Umwelt- und Artenschutz das Natürlichste auf der Welt sind. Weil die Erwachsenen von morgen schon heute damit groß werden. Denn die jetzigen Kinder und Jugendlichen sind die künftigen Politiker*, Entscheidungsträger*, Gründer*, Wähler* und Konsument*innen. Und diese sollen die Gesundheit der Erde aus einem ganz natürlichen Selbstverständnis heraus nicht mehr als G20 / COP26 Verhandlungsmasse behandeln. 

Wer ist die Zielgruppe von BEAT3°?

Wir wenden uns an Kinder und Jugendliche jeden Alters. Obwohl die meisten in der App zwischen 10 und 15 Jahre alt sind. Wir können in unserer App aber auch segmentieren, also für unterschiedliche Altersgruppen unterschiedliche Inhalte und Schwierigkeitsgrade darstellen. Dort sind wir noch nicht. Aber da wollen wir hin. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir haben am Social Innovation Inkubator von SOS Kinderdorf teilgenommen. Die Initiatoren des Inkubators haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass 2 Minuten 2 Millionen vermehr Social Startups sucht. Daraufhin haben wir uns beworben. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ziemlich intensiv. In den letzten Vorbereitungen haben wir uns sogar einen Scheinwerfer geholt und in voller Bestrahlung den Pitch geübt. Und uns dabei zum Beispiel Tennisbälle zugeworfen, um zu sehen, ob wir es auch noch können, wenn wir abgelenkt sind. Denn man weiß ja nicht, was einen dort im Studio erwartet. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf BEAT3° aufmerksam werden?

Wir waren echt total überrascht, dass es geklappt hat. Weil so eine App und die dahinterliegende Vision und Mission ja doch recht unüblich für das Format sind. Deshalb hatten wir vor SOS Kinderdorf auch nicht wirklich daran gedacht. Nun ist es aber eine super Chance, noch mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu motivieren, ihre Zukunft ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Zudem hoffen wir, dass durch unseren Auftritt noch mehr Unternehmen, Startups, NGOs sowie Städte und Gemeinden auf uns aufmerksam werden und in der App eine Challenge durchführen oder Preise zur Verfügung stellen. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Herrn Stefan Piech. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

User-seitig haben wir einen totalen Sprung erlebt – noch während der Sendung waren es beinahe 500. Das waren aber vor allem junge Erwachsene und Eltern. Am nächsten Tag kamen dann jede Menge Kinder und Jugendliche dazu, die die App auch eifrig untereinander geteilt haben. Und das hält bis jetzt an. Zudem sind wir in Gesprächen mit einigen Unternehmen, Schulen sowie Städten und Gemeinden, die sich für die App interessieren.

BEAT3°, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nach Österreich wollen wir verstärkt in Deutschland und der Schweiz Fuß fassen. Aber auch mit den USA liebäugeln wir, da unser Format dort gute Chancen hat. Und hier kann natürlich Herr Piech eine wirklich große Unterstützung sein.

Wo wir uns in 5 Jahren sehen? Puh, schwierig. Wir messen unseren Erfolg nicht so sehr in User- oder Geschäftszahlen. Sondern anhand der Fotos, Videos, Botschaften, Ideen, die in der App hochgeladen werden. Insofern hoffen wir, dass wir in 5 Jahren unser Speicherkapazität deutlich erweitert haben müssen. Aber um ganz ehrlich zu sein: Am großartigsten wäre es, wenn wir in 20 Jahren die Zeitung aufschlagen und in einem Interview mit der/dem dann regierenden Klima-Kanzler*in lesen, dass sie/er damals BEAT3° genutzt hat und die App ein kleines Stück zum Werdegang beigetragen hat.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sucht euch etwas, wofür ihr brennt und was ihr könnt. Wenn ihr es gefunden habt, hört nicht auf. Egal welche Rückschläge kommen oder wie spät es ist. Und schließlich: Vergesst nicht, euch um Umsatz zu kümmern. Denn dann bewahrt ihr eure Unabhängigkeit.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Learn how to delegate

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Y42

Y42 skalierbare Full-Stack-Datenplattform, die jeder betreiben kann

Stellen Sie sich und das Startup Y42 doch kurz unseren Lesern vor!

Y42 ist die erste skalierbare “Full-Stack-Datenplattform”, die jeder betreiben kann. Dabei geht Y42 über die reine Datenaufnahme hinaus und deckt den gesamten Datenlebenszyklus ab: von der Datenintegration über die Datenmodellierung bis hin zum Reporting über Dashboards. 

Zur Bedienung ist überhaupt keine Programmierung erforderlich. Jeder, der sich mit Excel auskennt, kann Y42 als Datenplattform nutzen, wofür Unternehmen bisher meistens Entwickler benötigten. Obwohl keine Programmierung erforderlich ist, bietet Y42 neben der UI-basierten Oberfläche auch SQL an, sodass auch technisch versierte Entwickler (z. B. Data Engineers oder Data Scientists) mit ihren Teamkollegen zusammenarbeiten können.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ein ausschlaggebender Faktor war das Studium am Center for Digital Technologies and Management. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Studienprogramm der TU München und der LMU München, in welchem jährlich 50 Studenten über die Anwendung von digitalen Technologien im unternehmerischen Kontext lernen. Aus diesem Programm gingen viele erfolgreiche Startups in Deutschland hervor, so auch die Unicorns Personio oder Trade Republic. Dort habe ich auch meinen heutigen Mitgründer kennengelernt und sicherlich auch das Rüstwerk für mein erstes Startup bekommen.

Welche Vision steckt hinter Y42?

Hinter Y42 steckt eine einfache Vision: Wir wollen allen Menschen die produktive Nutzung ihrer Daten erleichtern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im Ursprung operierte Y42 noch als Datos Intelligence und fokussierte sich stark auf das Tourismussegment über eine Lösung im Customer Experience-Bereich. Leider stand es um das Tourismussegment durch die Corona-Pandemie nicht allzu gut, weswegen wir als Firma umdenken mussten. Wie so oft war es ein “Segen im Fluch” und ermöglichte es uns, eine Plattform zu bauen, auf die wir heute sehr stolz sind und die weit über das ursprüngliche Zielsegment hinausgeht. Anfangs habe ich mein eigenes Geld sowie das von einigen Angels in die Firma gesteckt. Wir haben im März 2021 eine Seed-Finanzierung von La Famiglia im Lead aufgenommen und nun ein halbes Jahr später die Anschlussfinanzierung von Atomico und Insight Partners.

Wer ist die Zielgruppe von Y42?

Im Grunde kann jeder, der heute mit Software-as-a-Service Tools und einer Vielzahl an Spreadsheets arbeitet, einen Mehrwert aus Y42 ziehen. Das spiegelt sich auch in unseren Kundenprojekten wider. Ein Segment, aus welchem wir besonders viele Anfragen bekommen, stellt das “Direct-to-Consumer” E-Commerce Segment dar. Dort helfen wir vielen Firmen, Daten aus ihren Marketingtools (z.B. Google-, Facebook- und Twitter Ads) mit Daten aus ERP- und CRM-Systemen (z.B. Salesforce, Shopify, SAP) zusammenzuführen und integrierte Dashboards zu bauen.

Wie funktioniert Y42? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir senken die Einstiegshürde zur effektiven Datennutzung für 99 % der Unternehmen, indem wir die Notwendigkeit beseitigen, eine komplexe Dateninfrastruktur zu bauen. Die Funktionalität lässt sich dabei anhand einer spezifischen Kennzahl, zum Beispiel anhand der Kundenakquisekosten, gut erklären:

Dateneingabe: Zunächst muss ein Benutzer Daten direkt von seinem Online-Marktplatz (wie Amazon, Shopify oder WooCommerce) integrieren. Dies geschieht über einen einfachen Plug’n’Play-Ansatz ähnlich wie bei Fivetran. Dann müssen sie auch Daten aus ihren Marketingkanälen (wie TikTok, Facebook oder Google) integrieren. 

Datenmodellierung: Zweitens müssen sie diese Daten bereinigen und aufbereiten, damit sie für die Analyse bereit sind, die in sequenziellen Modellen durchgeführt werden sollte. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Daten das gleiche Format haben oder dass es keine Nullwerte gibt. Mit diesen Modellen werden die Daten kombiniert und Kennzahlen aus den verschiedenen Quellen berechnet, um eine endgültige Tabelle für die Analyse zu erstellen. 

Datenvisualisierung: Drittens erstellt der Benutzer dann eine Visualisierung, in diesem Fall z. B. Kundenakquisitionskosten pro Akquisitionskanal. 

Datenorchestrierung: Schließlich kann der Benutzer einen Orchestrierungsprozess einrichten, so dass die Integrationen zeitlich so geplant werden, dass sie inkrementell importiert werden, was dann die Ausführung der Modelle auslösen würde. Dadurch wird gewährleistet, dass die Visualisierung vollständig aktualisiert wird.

Y42, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit der neuen Finanzierungsrunde wollen wir einige Kerninitiativen vorantreiben. Zum einen haben wir uns von einer “No-Code”- zur holistischen Lösung inkl. Code entwickelt und möchten immer attraktiver für große Entwicklerteams werden. Zum anderen möchten wir über die Traktion im deutschen Markt hinaus weitere Endmärkte bedienen und planen eine baldige Expansion in die USA. In 5 Jahren möchten wir den fragmentierten Datenmarkt vereinen und die Lösung für das Datenproblem für 99% der Unternehmen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Product first: Nehmt Euch die Zeit, um Eure Kunden und ihre Bedürfnisse wirklich zu verstehen und konzentriert Euch in der Anfangszeit ausschließlich darauf, ein Produkt zu bauen, dass diese Bedürfnisse bestmöglich löst.

Build, measure, learn: Aller Voraussicht nach wird die erste Gründungsidee nicht diejenige sein, mit der ihr erfolgreich werdet. Dabei ist es wichtig, in kleinen Zyklen zu iterieren und agil Euer Geschäftsmodell anpassen zu können.

Learn how to delegate: als Gründer ist man in der Anfangszeit für alles verantwortlich. 

Viele schaffen es in kritischen Momenten nicht ihrem Team genug Vertrauen zu geben, sodass der Gründer das zum “Bottleneck” der Firme wird. Anders kann man nicht erfolgreich skalieren.

Wir bedanken uns bei Hung Dang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich nicht vom Gegenwind beeindrucken lassen

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Royal Wing Boomerangs Luxusboomerangs Goldpulver

Royal Wing Boomerangs Luxusboomerangs- echtes Goldpulver fürs Logo und die Flügel, Blattgoldflocken

Stellen Sie sich und das Startup Royal Wing Boomerangs doch kurz unseren Lesern vor ! 

Gerne, also ich bin 47 Jahre alt und komme Ursprünglich aus dem hohen Norden, bis ich bis zum heutigen Tag im schönen Hannover ansässig wurde. Angefangen hat alles vor ungefähr 35 Jahren, als ich das erste Mal in Kontakt mit Bumerangs kam. Sofort war ich wie „infiziert“ und probierte unzählige Modelle, von denen damals ein Großteil ( es waren viele Fehlkonstruktionen im Umlauf ) allerdings auch nicht zurückkam. Nach gewisser Zeit reizte es mich aber einfach mehr Bumerangs selber nachzubauen. Zuerst waren es Kopien, dann jedoch auch selbst kreierte Formen. Aus Kostengründen wurde allerdings minderwertiges Holz verwendet, sodaß nicht viele Bumerangs aus der Zeit „überlebt“ haben und zerbrochen sind. Mit den Jahren und mehr Erfahrung wurden die Bumerangs immer besser, hochwertiger sowie auch größer.

Damals wie heute ging es mir bei diesem Hobby allerdings nie um Wettkämpfe oder Rekorde, sondern einzig darum Spaß zu haben, Ruhe in der Natur, und sich als Ausgleich zur Arbeit etwas zu entspannen. Langweilig ist mir dabei jedenfalls noch nie geworden.

Royal Wing Boomerangs gibt sich allerdings nicht mit dem „Normalen“ zufrieden, sondern verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Ein einzigartiges Konzept, verbunden mit wertvollen Materialien, edlem Design und viel Zubehör. Es gibt weltweit nichts Vergleichbares zu kaufen. Man sieht am Produkt, wieviel Zeit und Leidenschaft hier hineingesteckt wurde. Aktuell werden 10 verschiedene Modelle angeboten, aber in der Manufaktur für Luxusbumerangs sind viele weitere Ideen und Formen in Planung.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen ? 

Den Anstoss dazu gaben Zuschauer und Bekannte, welche mich beim Werfen gesehen haben. Manche klatschten sogar, viele blieben beim Spaziergang stehen und sahen zu, andere sprachen mich direkt an, ob ich welche verkaufen würde. Nicht wenige fragten mich auch, warum ich denn kein Geschäft daraus machen würde. Der Zuspruch und die Begeisterung sind schon ziemlich „ansteckend“ gewesen, weshalb zu dem Zeitpunkt tatsächlich der Gedanke zur Unternehmensgründung reifte. Ein weiterer Grund wäre natürlich der Traum von der Realisierung des Hobbys zum Beruf.

Welche Vision steckt hinter Royal Wing Boomerangs? 

Es hat mich noch nie richtig motiviert etwas zu tun, was andere bereits auf gleiche Weise getan haben. Warum sollte ich die gleichen Bumerangs bauen, welche man bereits überall kaufen kann ? Ziel und Anspruch liegen daher immer darin, etwas Einzigartiges zu kreieren. Das ist mit den Luxusbumerangs glaube ich ganz gut gelungen. Im Prinzip kann ich hierbei meine „kreative Ader“ voll zur Geltung kommen lassen, auch für das was in Zukunft noch kommen wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Da gab es auf jeden Fall mehr Herausforderungen als ich dachte und mir lieb waren. Andere Gründer sehe ich aufgrund dessen auch mittlerweile mit „anderen Augen“.  Viele unterschätzen den notwendigen Zeiteinsatz, die Höhe der Kosten und all die kleinen Stolpersteine. Nicht selten ging es einen Schritt vor und 2 zurück. Nur ein paar Beispiele.

Am Anfang hilft dir niemand, du stehst völlig alleine da. Freunde, Bekannte, ja selbst die eigene Familie ist skeptisch. Erst viel später kann man Zweifler überzeugen. Das war eine stark belastende und demotivierende Zeit. Aber ich habe trotzdem immer an meine Fähigkeiten und das Produkt geglaubt. Jetzt sind viele Stolz und beeindruckt vom Ergebnis. 

Das Budget ist klein gewesen, weshalb ich im Prinzip fast alles alleine machen musste. Teilweise habe ich wohl gleichzeitig für 3 gearbeitet ( neben meiner normalen Arbeit ), um das Projekt voranzutreiben. Ansonsten hätte ich bei der Investition sicher im 6stelligen Bereich gelegen, so sind es an die 40.000 EUR gewesen. Im Hinterkopf hatte ich auch immer so nebenbei am Projekt zu arbeiten, um ja keinen Kredit aufnehmen zu müssen. Auch wenn man an den Erfolg seines Projekts glaubt, stellen Schulden ein größeres und vermeidbares Risiko dar. Finanziert habe ich das Ganze also über einen Teil der Einnahmen meiner normalen Arbeit über einen längeren Zeitraum.

Die Produktentwicklung ist ebenfalls heftig. Da versteht man, warum beispielsweise ein neuentwickeltes Auto durchaus Milliarden kosten kann. Hinterher wird es immer Leute geben welche sagen, dass man das Produkt auch billiger machen kann. Dabei werden allerdings gerne die Entwicklungskosten vergessen. Unfassbar, wieviel Zeit und Geld sowas kostet. Da müssen 20 verschiedene Materialien ausprobiert werden, an kleinsten Details muss gefeilt werden, es gibt viele Fehlversuche, Rückschläge, … Insgesamt 4 Jahre hat es bei Royal Wing Boomerangs gedauert, bis Design und Materialien feststanden.

Aber wie gesagt, es gab so viele Herausforderungen. Alle hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen.

Wer ist die Zielgruppe von Royal Wing Boomerangs? 

Diese hat sich gleich von Anfang an ergeben, denn die Vorzeichen für ein Unternehmen das Bumerangs produziert ist denkbar schlecht. Über die vielen Jahre habe ich unzählige Bumeranghersteller kommen und gehen gesehen. Kein Wunder, denn die Marge bei verkauften Exemplaren ist sehr gering. Wohingegen die Lebenskosten in Deutschland sehr hoch sind. Man sollte sich die Frage stellen, wieviel man hierzulande überhaupt verdienen muss, um normal oder gut leben zu können plus Produktionskosten.

Im Durchschnitt verdient ein normaler Arbeitnehmer in Deutschland knapp 4000 EUR ( 2020 ) = 48.000 EUR. Wenn man Selbständig ist, dann sollten es eher mindestens 4000 – 5000 EUR sein. Berücksichtigen sollte man natürlich auch all die Kosten, welche zusätzlich auftreten wie Produktionshalle, Versicherungen, Steuerberater, Designschutz, Investition für modernere Maschinen, Mitarbeiter, Firmenwagen, Krankheit, Urlaub, Marketing, …… Um es auf den Punkt zu bringen, ich halte und hielt es für Unmöglich so viel normale Bumerangs zu verkaufen, damit sich die Sache am Ende lohnt. Vor allem ist die Konkurrenz auch aus dem Ausland sehr hoch.

Luxusbumerangs hingegen zielen auf eine andere Zielgruppe, nämlich vermögende Menschen. Davon gibt es nicht wenige, allein weltweit gibt es über 25 Millionen Millionäre. Darunter werden auch viele Bumeranginteressierte sein, welche für Luxus, Einzigartigkeit, Qualität, gutes Design und eine „Marke“ bereits sind mehr Geld auszugeben.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Mit normalen Bumerangs haben diese nur noch wenig zu tun, was so ein wenig auch der Unternehmensname verdeutlicht. Royal Wing bedeutet übersetzt Königsflügel. Vorbild sind demnach Adler, die „Könige der Lüfte“, weswegen im Logo auch Adlerflügel zu sehen sind. Zum Vergleich, normale Bumerangs wiegen um die 30 Gramm und haben eine Spannweite von vielleicht 35cm. Royal Wing Boomerangs hingegen können bis zu 150 Gramm wiegen, und eine Spannweite von bis zu 57cm besitzen. Das klassifiziert sie eindeutig als Sportgerät für Erwachsene und nicht Kinderspielzeug.

Ein weiterer Unterschied liegt im Material, denn nur das Beste und Edelste kommt zum Einsatz. Echtes Goldpulver für Logo und Flügel, Blattgoldflocken auf der Rückseite, viele mit echtem Gold vergoldete Metallteile, Naturleder für die Transporttasche, selbst entwickelte Juwelenhalter, wertvolle Edelsteine, massiver Spezialrahmen, ein schwarzer Hauptbumerang und ein Trainingsbumerang ( falls man Angst hat den wertvollen Bumerang zu werfen ) der auf der Rückseite befestigt ist. Darüberhinaus gibt es viel Zubehör wie Reinigungstuch, Schraubendreher, Montagematerial, … Überall gibt es viele kleine Details, welche ebenfalls den höheren Preis rechtfertigen. Schauen Sie doch einfach mal auf unserer Homepage vorbei.

Vorteile gibt es viele. Beispielsweise sind schwerere Bumerangs nicht so windanfällig. Aktuell kann man aus 10 verschiedenen Formen wählen, welche alle unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Bumerangs für Anfänger und welche für Fortgeschrittene oder Experten. Am Ende sind es natürlich nur Bumerangs, eine Fanggarantie haben natürlich auch Luxusbumerangs nicht. Übung macht den Meister. 

Vorteilhaft ist allerdings auch die flexible Nutzungsweise, denn man kann sie auch als noble Wanddekoration verwenden. Als Sammelobjekt, Geschenk, als Preis, für Marketingzwecke, Kunstwerk, Geldanlage, …

Aufgrund dieses Konzepts haben wir ganz andere Möglichkeiten. Man ist nicht so getrieben in Massen zu verkaufen, sondern hat mehr Zeit für Details, aufwendigere Formen, nie dagewesene Ideen zu verwirklichen und voll auf Qualität zu setzen.

Royal Wing Boomerangs, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Ziel ist es zu einem größeren Unternehmen zu werden, wo jeder sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann. Auf diese Weise würde man die Qualität noch weiter steigern können. Beispielsweise durch einen Lackierer, Goldschmied, Verkäufer, usw. Möglich kann das allerdings nur durch weltweiten Verkauf der Luxusbumerangs werden, was hohe Marketingkosten zur Folge hat. Man kann sich langsam selbst hocharbeiten, oder verbündet sich eventuell mit einem Investor. Dieser hat dann die notwendigen Verbindungen und das „Kleingeld“, um das Unternehmen zu skalieren. Ob im Alleingang oder mit Unterstützern, das Ziel wird nicht aus den Augen gelassen. Entweder es dauert länger, oder man fährt im Rennwagentempo.

In 5 Jahren hoffe ich für eine Marke zu stehen, welche genauso ein Begriff wie z.B. Rolex wäre. Die man mit Qualität, Luxus und Kreativität verbindet. Außerdem möchte ich die Gelegenheit bekommen, auch all die anderen spektakulären Ideen und Formen umzusetzen. Es ist noch so viel mehr möglich.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


1. Machen Sie etwas, was vorher noch keiner gemacht hat. Das Produkt sollte besser, schöner, spektakulärer sein. Nur wenn man sich positiv hervorhebt, wird einem die Aufmerksamkeit sicher sein. Außerdem kann man natürlich höhere Preise verlangen.

2. Versuchen Sie die Kosten  zu minimieren, um den Gewinn zu vergrößern. Durch Vergleiche kann man sehr viel Geld einsparen, zum Beispiel Teilefertigung im Ausland, höhere Stückzahlen einkaufen, Produktionshalle kaufen statt mieten, Solarmodule auf dem Dach, …

3. Sich nicht vom „Gegenwind“ beeindrucken lassen. Es gibt viele Zweifler, Pessimisten, Stolpersteine, Rückschläge, usw., die einen an den Rand der Verzweiflung bringen können. Trotzdem sollte man seinen Weg weiter verfolgen, und hart an seinem Glück feilen. Erfolg wird einem nicht geschenkt, sondern man muss es sich erarbeiten.

Ok, es sind jetzt doch 4 geworden. Ein Punkt wird gerne vernachlässigt. Was nützt das beste Produkt, wenn es niemand kennt ? Man sollte deshalb viel Zeit und Geld auch für das Marketing einplanen. Sowohl als Startup, als auch bei der Kalkulation des Verkaufspreises. Ob Messe, Werbespot, Suchmaschinenoptimierung oder Influencer, glauben Sie Roger Federer würde für ein paar Euro Rolex Uhren tragen ? Gerade bei Luxusprodukten werden hohe Beträge für PR ausgegeben. Dazu zählen sicher auch Royal Wing Boomerangs. 

Wir bedanken uns bei Marco Saß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

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atosto feriencamp

Atosto Feriencamp-Plattform mit über 600 Ferienlagern

Stellen Sie sich und das Startup Atosto doch kurz unseren Lesern vor!

Atosto ist eine führende Feriencamp-Plattform mit über 600 Ferienlagern verteilt in über 15 europäischen Ländern und im deutschsprachigen Raum. Auf dem Portal können Eltern und Kinder die Angebote von Veranstaltern vergleichen und ein passendes Ferienlager unkompliziert finden und direkt online buchen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin in einem Lehrerhaushalt aufgewachsen und in Gesprächen mit Lehrern und Eltern aus Familie und Nachbarschaft stellte sich schnell heraus, dass Eltern jedes Jahr erneut vor der Herausforderung stehen, ihre Kinder in den Ferien zu betreuen und passende Angebote zu finden. Nach einer Marktanalyse stellte sich heraus, dass es viele unterschiedliche Anbieter gibt, der Markt also stark fragmentiert ist. Aber es gab kaum nutzerfreundliche Webseiten, die es den Eltern erleichtern, aus der großen Vielfalt ein passendes Angebot für ihre Kinder zu finden und unkompliziert online zu buchen. Da habe ich das große Potenzial für eine Online Plattform von Feriencamps erkannt.

Daraus entwickelte sich dann Mitte 2018 die Idee, die Plattform zu entwickeln, mit dem Ziel, dass Eltern und Kinder einfach und schnell ein passendes Ferienlager finden – das zeitlich, thematisch, geografisch und preislich zu ihren Vorstellungen passen.

Welche Vision steckt hinter Atosto?

Atostos Vision ist es, dass jedes Kind, das Lust auf das Abenteuer Ferienlager hat, eine wunderbare Zeit in einem Feriencamp verbringt. Dafür bringen wir Angebot und Nachfrage zusammen: Die Veranstalter von Feriencamps und die Eltern, die Feriencamps buchen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Am Anfang bestand eine der größten Herausforderung darin, dass Vertrauen der Veranstalter zu gewinnen und sie von dem Mehrwert einer Zusammenarbeit mit Atosto zu überzeugen. In der Branche waren Vertrieb und Vermarktung über Online-Portale zum damaligen Zeitpunkt noch nicht üblich, sodass die Vorteile der Zusammenarbeit zu Beginn viel Überzeugungsarbeit kostete. Zudem war und ist die technische Integration von Veranstaltern nicht immer möglich, weshalb wir Arbeitsprozesse nicht immer in dem Maße automatisieren können, wie wir gerne würden. 

Die aktuell größte Herausforderung ist für Atosto, so wie für alle touristischen Dienstleister und Anbieter, die Corona Situation. Hier bedarf es einer hohen Agilität bei den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen. 2020 war ein hartes Jahr für uns, 2021 ist schon deutlich besser verlaufen, weshalb wir optimistisch in die Zukunft schauen.

Atosto ist gebootstrapped. Wir setzen auf nachhaltiges Wachstum und finanzieren uns auch weiterhin selbst. 

Wer ist die Zielgruppe von Atosto?

Die Zielgruppe sind in erster Linie die Eltern von 7- bis 15-jährigen Kindern und Jugendlichen. Da wir gelernt haben, dass Kinder und Jugendliche zum Teil selbst suchen bzw. ein großes Mitspracherecht haben – anders als in meiner Kindheit – gehören auch sie zu unserer Zielgruppe. Unser Angebote müssen entsprechend sowohl Vertrauen bei den Eltern erwecken wie auch Freude bei den Kindern hervorrufen. 

Wie funktioniert Atosto? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Atosto zeichnet sich durch die große Auswahl, Usability und Transparenz aus. Transparenz bedeutet für Eltern, dass sie genau wissen, wer der ausführende Veranstalter ist. Für Veranstalter heißt es, dass sie ihre Marke auf Atosto positionieren können. Des Weiteren ist das Portal ist sehr übersichtlich und auf jedem Gerät einfach zu bedienen.

Das Konzept von Atosto ist einfach: Veranstalter bieten ihre Camps online auf unserer Plattform an. Für jede Buchung erhält Atosto eine Provision des Reisepreises.

Atosto, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind wird die Nr. 1 Buchungsplattform für Feriencamps in Europa! Dafür verfolgen wir zwei Prios: Die Steigerung des Bekanntheitsgrades, d.h. wir wollen uns als Marke etablieren. Zudem bauen wir unser Angebot weiter aus. Hier haben wir in Deutschland noch viel Potential, aber der Schritt ins Ausland soll bald folgen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Die Produktidee zunächst mittels eines Dummys testen, bevor hohe Investitionen in die Entwicklung gesteckt werden.
2. Ganz nach dem Motto „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ auch mit einem unperfekten Produkt starten: done is better than perfect.
3. Bereits in der Initialisierungsphase Interviews mit Nutzern führen, um deren Pain Points zu verstehen und so das Produkt weiterzuentwickeln.

Wir bedanken uns bei den Christina Stungurė für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Atosto

Kontakt:

Atosto ist ein Projekt von
Proferus, MB
Pilikonių g. 27
LT-02213 Vilnius
Litauen

https://atosto.de/
christina@atosto.de

Ansprechpartnerin: Christina Stungurė

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/atosto.de

Ein Unternehmen mit Purpose und Impact gründen

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NOUMEN Well-being Männer Skincare

NOUMEN Well-being für Männer: Skincare, Braincare und Sleepcare

Stellen Sie sich und das Startup NOUMEN doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Jana & Max – ein deutsch-österreichisches Duo, das während des Studiums in Lissabon die Idee gefasst hat das Startup NOUMEN zu gründen. Mit NOUMEN haben wir eine Selfcare Brand ins Leben gerufen, die mit speziell für den Mann entwickelten Hautpflegeprodukten und Nahrungsergänzungsmittel Routinen für das ganzheitliche Wohlbefinden schafft.
 
Wir denken Well-being für Männer neu. Unsere Selfcare Säulen bestehen aus Skincare, Braincare und Sleepcare, die den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen und gleichzeitig für optimale Erholung sorgen sollen. Somit wird es Männern durch Routinen ermöglicht, maximales Wohlbefinden zu erreichen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee für die Gründung ist inmitten des Lockdowns entstanden. Während dieser Zeit hat Jana ihren Mitgründer mit verschiedensten Achtsamkeitsübungen buchstäblich angesteckt. Bis dahin war Yoga, Meditation oder die allgemeine Auseinandersetzung mit dem mentalen und körperlichen Wohlbefinden neu für Max. Dabei haben wir schnell festgestellt, dass dieses Thema intensiv von weiblichen Persönlichkeiten besetzt ist. 

Warum wird das Thema Well-being für Männer immer noch gesellschaftlich stigmatisiert? Und, warum wird bei mentaler Gesundheit meist erst dann gehandelt wird, wenn es bereits zu spät ist? 

Wir haben uns gefragt, warum es unter Frauen ein ausgeprägtes Empowerment gibt, auf sich Acht zu geben und für sich selbst Zeit zu nehmen, während Männer sich stark auf das Streben nach Leistung und Anerkennung konzentrieren, in der Emotionen keinen Platz finden. Wir wollten unbedingt zu einer gesellschaftlichen Veränderung und zu einem Umdenken beitragen. Der Grundstein für NOUMEN war somit gelegt.

Welche Vision steckt hinter NOUMEN?

Mit NOUMEN möchten wir Selfcare für Männer zugänglich machen und die Wichtigkeit des körperlichen und mentalen Wohlbefindens unterstreichen.
Unsere Vision ist es Selfcare und Hautpflege für Männer zu entstigmatisieren und ein Umfeld zu schaffen, in der veraltete Definitionen von Maskulinität der Vergangenheit angehören. Denn wir sind davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, sich von veralteten Rollenbildern und gesellschaftlichen Stigmata zu verabschieden, die mit dem körperlichen und mentalen Wohlbefinden von Männern verbunden sind.
Wir werden mit NOUMEN eine Marke etablieren, die toxischer Maskulinität den Kampf ansagt und stattdessen die Persönlichkeit und Individualität des Mannes in den Mittelpunkt rückt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war definitiv die Produktentwicklung. Wir haben diese gemeinsam mit unserer Community und Experten entwickelt. Die Feedbackschleifen und Iterationen waren deshalb sehr lang. Auch die Implementierung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und Einbettung in die Produktentwicklung und Materialauswahl waren extrem komplex. Bis heute sind wir zu 100% eigenfinanziert, wir sind allerdings offen für Gespräche und bereits im Austausch mit potenziellen Investoren bzw. Kreditgebern. 

Wer ist die Zielgruppe von NOUMEN?

Unsere Zielgruppe sind Männer. Dabei machen wir keine Unterscheidung beim Alter, den Interessen, oder dem Wohnort. Denn wir sind davon überzeugt, dass Persönlichkeit und Individualität jeden von uns einzigartig, besonders und menschlich macht. Wir möchten, dass jeder so sein kann, wie er möchte. Rollenbilder sollen der Vergangenheit angehören. Jeder Mann soll sich von seiner besten Seite zeigen können und mit stressreduzierenden Routinen und Produkten zur besten Version seiner selbst werden. 
 
Wir feiern Selfcare. Performen können und gleichzeitig auf sich Acht geben. Cool. Aber auch noch Emotionen zeigen und zur besten Version seiner selbst werden? Noch viel besser. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei der Produktentwicklung legen wir bei NOUMEN höchsten Wert auf natürliche und hochwertige Inhaltsstoffe sowie eine lokale Produktion. Dafür wird unter strengen Nachhaltigkeitskriterien ausschließlich in Österreich produziert. Wir setzen bei unserer Wertschöpfungskette auf Lokalität und Transparenz, um ganzheitlich natürliche Produkte anbieten zu können. Damit bieten wir eine legitime und bequeme Alternative zu den derzeitigen Standards der Konsumgesellschaft an. Und zwar eine Alternative, der man vertrauen kann. 
 
Statt plakativem Produktdesign und extrem männlichen Marketing, setzen wir auf Minimalismus und optisch ansprechende Produkte. Männer sollen unsere Produkte mit Stolz verwenden und gerne auf dem Nachttisch, im Büro oder Bad stehen haben – so wird man übrigens noch ganz nebenbei an seine tägliche Routine erinnert.

NOUMEN, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten zu der Selfcare und Well-being Destination für Männer werden und in einer Welt leben, in der Stigmata rund um das mentale und körperliche Wohlbefinden der Vergangenheit angehören. Dazu werden auch Expansionen in weitere Länder sowie zusätzliche Produktentwicklungen gehören.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen: Jeder, der wie wir eine D2C-Brand gründen möchte, braucht definitiv viel Geduld und Durchhaltevermögen. So können beispielsweise die Produzentenauswahl und Produktentwicklungen sehr langwierig sein. 
 
Purpose: Das wichtigste zwischen all den vielen Aufgaben als Gründer sollte es sein, ein Unternehmen mit Purpose und Impact zu gründen. Jeden Tag das Gefühl zu haben in der Welt etwas zu verbessern, ist der beste Antrieb und macht unheimlich viel Spaß.  
 
Wähle dein Team mit Bedacht: Mit deinem Team wirst du durch verschiedene Höhen und Tiefen gehen. Wichtig ist, sich gegenseitig täglich Energie und Motivation zu geben, um gemeinsam jede Phase überstehen und über sich hinauswachsen zu können. 

Wir bedanken uns bei Jana Marie Schottkowski und Maximilian Germann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Verliert nicht die Realität aus den Augen!

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ottobahn Hochbahn Verkehr

ottobahn schienengeführte Hochbahn die über dem Verkehr schwebt

Stellen Sie sich und das Startup ottobahn doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Marc Schindler, ich bin Geschäftsführer und Can-Do-Officer bei ottobahn. Wir sind ein im schönen Obersendling angesiedeltes Software-Unternehmen, das eine grüne, günstige und schnelle Verkehrslösung bietet. Wir haben eine schienengeführte Hochbahn entwickelt, die in fünf bis zehn Meter Höhe über dem Verkehr schweben und Gondeln samt Passagieren oder Gütern mittels KI schnellstmöglich an ihr Ziel bringen soll. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Weil wir die Verkehrswende brauchen, aus gleich mehreren Gründen. Der öffentliche Nahverkehr in den Städten, insbesondere aber auch in der Peripherie, muss ausgebaut werden. Wir stehen alle viel zu oft im Stau und produzieren dann nichts außer Abgasen. Mit ottobahn wollen wir eine bequemere, grünere und günstigere Alternative anbieten. 

Welche Vision steckt hinter ottobahn?

Wir sind davon überzeugt, dass die Mobilitätslösungen der Zukunft nicht nur nachhaltig, sondern auch komfortabel und kostengünstig sein müssen, um auf breite Akzeptanz zu stoßen. Keine Staus, keine überfüllten Züge, keine Bahnhöfe, alles on-demand per App, das ist der Schlüssel für individuelle Mobilität in einem öffentlichen Netz – das irgendwann die ganze Welt umspannen könnte.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war bislang der Schritt von der Idee zur Gründung. Der Entschluss, wir gehen jetzt konsequent diesen Weg weiter, geben unsere Jobs auf und stecken unser Geld in die Entwicklung unserer Vision, legen unser Schicksal in die Hände einer Unternehmung, von der wir überzeugt sind, für die wir aber noch viele Investoren, Partner, Kunden, etc. überzeugen müssen, damit sie ein Erfolg wird. 

Nach zwei Jahren haben wir allerdings schon so viel Rückenwind von allen möglichen Seiten, dass es im Rückspiegel kaum mehr als Herausforderung erscheint. Gerade haben der Ökovation Ventures Fonds und die rupf GmbH zusammen 2,3 Millionen Euro in eine Beteiligung gesteckt. Interessierte Privatleute können sich zusätzlich derzeit per Crowdinvesting auf FunderNation beteiligen. 

Wer ist die Zielgruppe von ottobahn?

Eigentlich alle, die sich schnell und komfortabel von A nach B bewegen möchten. Für die Strecke München – Berlin bräuchte die ottobahn nur zweieinhalb Stunden und wir könnten sie für fünf Euro anbieten. Der Preis würde es mehr Menschen erlauben, zu reisen – und das ohne schlechtes Gewissen wegen des Klimas. Unsere Kunden sind Verkehrsgesellschaften oder Unternehmen, die Strecken mit einer ottobahn betreiben. Das werden anfangs vor allem einzelne Verbindungen sein, die sich über die Zeit zu einem großen Netz ausdehnen können. Auch die Eisenbahn hat in Deutschland einmal mit der Strecke von Nürnberg nach Fürth angefangen …

Wie funktioniert ottobahn? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Sobald unser Netz steht, bestellen Sie ganz bequem per App eine ottobahn-Gondel, die Sie an verabredeter Stelle zur verabredeten Zeit abholt. Die KI berechnet dann in Echtzeit, wie Sie am schnellsten ans Ziel kommen. Dabei werden die Streckenverläufe sämtlicher Gondeln abgeglichen und gegebenenfalls angepasst. Einer der Vorteile ist, dass es klassische Bahnhöfe  mit der ottobahn nicht mehr geben wird. Sie können ein- und aussteigen, wo Sie wollen entlang der Strecke. Als Nutzerin oder Nutzer sind Sie auch nicht an einen starren Fahrplan wie im klassischen ÖPNV gebunden. Die ottobahn kommt on demand und damit sehr flexibel. Weil wir nur etablierte Hardware-Komponenten benutzen, sind wir günstig im Aufbau, Betrieb und in der Wartung. Für die Errichtung einer ottobahn-Strecke rechnen wir mit Kosten von fünf Millionen Euro je Kilometer. Die gleiche Länge kostet bei der U-Bahn 50 Millionen Euro. Auch im Betrieb sind wir wesentlich günstiger als der Wettbewerb. 

ottobahn, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die ottobahn saust dann durch erste Städte und bindet zum Beispiel die Peripherie oder Flughäfen an bestehende Netze an. Dabei wird die ottobahn neben Passagieren auch Waren befördern. Die Passagiere gleiten in Zweier- oder Vierer-Gondeln über den Köpfen der Autofahrer hinweg, die Sie um die Zeit beneiden werden, die Sie nicht mehr im Stau stehen. Wir haben schon jetzt, vor dem ersten Spatenstich der Teststrecke, Anfragen von Kommunen aus der ganzen Welt erhalten. Das Interesse an einer neuen Mobilitätslösung ist da. In fünf Jahren wird es die ottobahn also hoffentlich auch jenseits von Deutschland geben. Vielleicht sogar schon eher, weil die Genehmigungsverfahren andernorts teilweise weniger komplex sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens, wenn Ihr an eure Vision glaubt, dann einfach machen! 

Zweitens, baut das richtige Team auf! Damit meine ich nicht nur in der Firma, sondern auch explizit die richtigen Partnerfirmen, Investoren und Fürsprecher im Markt.

Und zuletzt, verliert nicht die Realität aus den Augen! Wenn erstens und zweitens wider Erwarten nicht funktionieren, dann seid flexibel.

Wir bedanken uns bei Marc Schindler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gemeinsame Regeln festlegen

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colonies coliving wohnraum

Colonies Coliving- erschwinglicher und gut ausgestatteter Wohnraum

Stellen Sie sich und das Startup Colonies doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin François Roth, komme aus Frankreich und habe 2017 zusammen mit meinen beiden Studienfreunden Alexandre Martin und Amaury Courbon das Coliving-Unternehmen Colonies gegründet. Unser Modell basiert auf Wohnlösungen, bei denen die Bewohner:innen im Fokus stehen. Ziel ist es, das Wohnen von heute neu zu erfinden und den Wohnsektor von morgen mitzugestalten. Unser erstes Coliving-Haus wurde in Fontainebleau, einer kleinen Stadt südlich von Paris, für Studierende eröffnet. Heute ist das Angebot nicht mehr ausschließlich auf Studierende beschränkt, sondern richtet sich an alle Einwohner:innen, die erschwinglichen und gut ausgestatteten Wohnraum suchen, der geschmackvoll gestaltet ist und alle Reibungspunkte einer gewöhnlichen Wohngemeinschaft reduziert.

Konkret bietet Colonies Wohnraum an, der den Komfort einer privaten, möblierten Wohnung und zugleich den Zugang zu großzügigen Gemeinschaftsräumen bietet. Das Angebot kann je nach Ausstattung des Hauses variieren (komplett ausgestattete Küche, großzügiger Wohn- und Essbereich, Terrasse, Veranda oder Dachterrasse, ein kleiner Kinosaal oder Fitnessraum). Was alle Einheiten gemeinsam haben: eine sehr freundliche, fast familiäre Atmosphäre. Jedes Haus wird außerdem von einem Residence Manager verwaltet, der sich um die Bedürfnisse und alltäglichen Fragen der Mieter:innen kümmert. Auf diese Weise steht das Miteinander im Mittelpunkt unseres Angebots. Wir möchten eine lebendige Gemeinschaft schaffen, die die Basis für ein perfektes Umfeld sowie ein schönes und angenehmes Zusammenleben bildet.

Colonies bietet Bewohner:innen mehr Flexibilität und smarte Lösungen:

Neben virtuellen 360°-Besichtigungen, digitaler Unterzeichnung des Mietvertrags und Zimmerreservierung können unsere Bewohner:innen zusätzliche Serviceleistungen buchen. Zu unseren Zielgruppen zählen junge Berufstätige, Führungskräfte, die beruflich mobil sein möchten, und auch Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, ihre Angestellten unterzubringen. Wir planen außerdem, dieses Modell auf andere Personengruppen wie Alleinerziehende oder Senior:innen auszuweiten. Neben Fontainebleau sind seither weitere Standorte in Paris, Lille, Bordeaux und Marseille ins Leben gerufen worden. Aktuell expandieren wir in Europa und sind auch in Berlin mit zwei Standorten vertreten. Außerdem haben wir mit zwei Eröffnungen in Brüssel und Luxemburg weitere internationale Standorte gewonnen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Colonies wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Modelle des Wohnsektors zu überdenken und das Wohnen von heute neu zu erfinden.

Die Idee ist unseren ganz persönlichen Erfahrungen entsprungen und das ist gleichzeitig unsere größte Motivation. Meine Mitgründer Amaury und Alexandre habe ich an der ESSEC Business School kennengelernt: Wir waren erst Freunde, dann Zimmergenossen und wurden bald unzertrennlich. In diesen Jahren sind wir, wie viele andere Studierende und junge Berufstätige in französischen Großstädten, mit der Problematik rund um die Wohnungssuche konfrontiert worden und mussten dabei die ein oder andere unangenehme Erfahrung machen. Parallel zu unseren ersten Schritten im Berufsleben haben wir beschlossen, eine Wohnung in Cergy, einer Kleinstadt im Norden von Frankreich, zu kaufen, um den Studierenden der ESSEC einen erschwinglichen, flexiblen und gut ausgestatteten Wohnraum anzubieten. Aufgrund dieses ersten Erfolges haben wir beschlossen, weitere Colivingeinheiten in Frankreich zu offerieren. Der Plan ging auf und nun betreiben wir mittlerweile auch mehrere Häuser in ganz Europa. 

Welche Vision steckt hinter Colonies?

Die Vision von Colonies ist es, unkomplizierten flexiblen und erschwinglichen Wohnraum für möglichst viele Menschen zu schaffen und ebendiesen die Chance zu bieten, an ihrem absoluten Wunschort wohnen, leben und arbeiten zu können. Da wir die Schwierigkeiten, die der Wohnungssektor birgt, selbst erlebt haben, ist es uns besonders wichtig, die Situation aus der Perspektive der Mieter:innen zu betrachten. Unser Ziel ist es, mit unserem Konzept für etwas Entspannung auf dem aufgeheizten Immobilienmarkt zu sorgen und so den Wohnungssektor von morgen mitzugestalten.

Das Geschäftsmodell von Colonies beruht darauf, immer die besten Wohnlösungen zu bieten, indem wir uns auf die Menschen und ihre jeweiligen Bedürfnisse konzentrieren. Der Wohnungsmarkt ist ziemlich angestaubt, es gab in den vergangenen Jahren wenig Entwicklungen in diesem Bereich. Wir sehen für die kommenden Jahre viel Potenzial im Bereich der Digitalisierung und einen Teil davon leben wir mit Colonies bereits aus, indem wir Besichtigungs-, Bewerbungs- und Abrechnungsprozesse bereits vollkommen digital gestalten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Anfang 2020 hatten wir das Glück, zum Zwecke unserer Expansion eine Finanzierungsrunde über 41 Millionen Euro abschließen zu können. Zu unseren größten Investoren zählen französische sowie deutsche Unternehmen, wie z.B. Global Founders Capital, idinvest und Eurazeo. Außerdem wurden wir von Immobilieninvestoren unterstützt, die in unsere Assets investiert haben. Dazu zählen LBO France, in‘li, La Française Management sowie Covea.

Wir haben ein sehr komplexes Produkt, welches eine breite Palette von Services anbietet. Wir müssen auf regionale Unterschiede eingehen und unsere Prozesse, die wir aus Frankreich kennen, auf Deutschland adaptieren. Dabei stellt uns auch die rasante Expansion vor einige Herausforderungen: wir werden unser Team enorm vergrößern und müssen aber gleichzeitig schnell und dynamisch reagieren können. 

Wer ist die Zielgruppe von Colonies?

Zu Beginn stellten wir vor allem Studierende und junge Berufstätige in den Fokus. Wir haben aber schnell bemerkt, dass unser Konzept ein viel breiteres Publikum ansprechen kann – ganz unabhängig von Alter, Nationalität, Berufsstand oder sozialem Status. Ebenso wie das Leben vieler Menschen dezentraler und flexibler geworden ist, müssen sich auch die Wohnkonzepte diesen neuen Bedürfnissen anpassen. Dabei darf man nicht vergessen, wie wichtig ein gemeinschaftliches Umfeld ist. Der Coliving-Ansatz kann etwa auch für Senior:innen, Singles, Alleinerziehende und Familien oder Berufstätige, die viel reisen müssen, eine vereinfachte Möglichkeit bieten, Wohnraum zu finden und soziale Kontakte zu knüpfen. 

Wie funktioniert Colonies? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wenn man den aktuellen Wohnungsmarkt betrachtet, ergeben sich drei große Problemstellungen: steigende Mieten, begrenzter Wohnraum und lange Wartezeiten. Hier setzen wir mit unserem Konzept an. Ein Zimmer kann bei Colonies innerhalb weniger Stunden rein digital angemietet werden. Alle Unterlagen, die hierfür benötigt werden, sind ein Ausweisdokument sowie ein Einkommensnachweis. Mit den Mietkosten sind nicht nur das Zimmer und die Nutzung der Gemeinschaftsräume abgedeckt, sondern auch Versicherungen, Nebenkosten und eine wöchentliche Reinigung der Räume.

Das gemeinschaftliche Wohnen bietet auf diesem Weg maximale Flexibilität, eine effizientere Nutzung des städtischen Wohnraums und ist, gerade wenn man neu oder nur für kurze Zeit in einer Stadt ist, ein guter sozialer Anknüpfungspunkt. Hier trifft man auf Menschen, die häufig in einer ähnlich Lebenssituation sind, wie man selbst. Im Gegensatz zu anderen Anbietern sind wir international vertreten und profitieren von den Erfahrungswerten, die wir an verschiedenen Standorten sammeln durften und bei neuen Projekten einfließen lassen können. Außerdem bieten wir verschiedene Ebenen von Gemeinschaftsräumen an und setzen nicht nur auf Standards wie Küchen, Wohn- und Essbereiche, sondern versuchen, wenn möglich, auch Extras wie Co-Working Spaces, Terrassen, Veranden oder sogar Fitness- und Kinoräume zu integrieren. 

Colonies, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben es in Frankreich bereits geschafft, das Thema Coliving zu verbreiten und uns als führenden Anbieter zu positionieren. Gleiches wollen wir auch in ganz Europa erreichen. Konkret bedeutet das, dass wir bis Ende 2022 in den Top-Sieben-Städten Deutschlands, also Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart, vertreten sein wollen. Dieses Ziel verfolgen wir gemeinsam mit Nicolas Wernitz, der seit September unser Head of Development in Deutschland ist.

Zusätzlich haben wir gerade erst eine neue Businesslinie mit Häusern im Stil einer klassischen WG gelauncht, die speziell auf Studierende und junge Berufstätige ausgerichtet ist. Die Coliving-Einheiten sind hier kleiner und günstiger und bieten Platz für vier bis acht Bewohner:innen. Genauso wie unsere anderen Coliving-Häuser sind die Residenzen komplett möbliert und vollausgestattet, mit allem, was die Bewohner:innen benötigen. Interessent:innen können sich allein für ein Zimmer in einer Einheit bewerben oder bereits als bestehende Wohngemeinschaft. In Frankreich haben wir bereits im September die ersten, sogenannten „Supercolocs“ eröffnet, in Deutschland sind die ersten Openings für 2022 geplant.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mit Freund:innen Unternehmen zu gründen kann ein echter Gewinn sein: man teilt dieselben Werte, hat dieselben Visionen, eine gemeinsame Motivation und vor allem herrscht untereinander großes Vertrauen. Außerdem ist die Kommunikation dadurch viel flüssiger und transparenter. Zu Beginn unseres Abenteuers waren wir uns aber auch der damit verbundenen Risiken sehr bewusst. Deshalb haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass es zu Auseinandersetzungen kommt. 

Erster Tipp: Angleichung der Interessen

Im Geschäftsleben entstehen die meisten Schwierigkeiten durch eine ungleiche Interessenlage. Kleine Unterschiede, wie z. B. bei der Verteilung des Kapitals, können zu großen Frustrationen führen, die Konflikte schüren und manchmal die Motivation derjenigen untergraben, die sich ungerecht behandelt fühlen. Dies ist also die erste Regel, die ich allen Gründer:innen mit auf den Weg geben möchte: Schafft eine gute Ausgangslage, indem ihr, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht (Kapitalverteilung, Vergütungspolitik usw.), vorab Klarheit schafft. Dabei darf gleichzeitig die persönliche Motivation und Liebe zu dem was man tut und mit wem man etwas erreichen möchte, nie in Vergessenheit geraten. Dieses Gefühl und der Spaß sollten auch in schwierigen Situationen nicht verloren gehen.

Zweiter Tipp: Gemeinsame Regeln festlegen

Es ist wichtig, gemeinsam die Regeln festzulegen, die das Unternehmen und das Arbeiten miteinander ausmachen. Dabei kann beispielsweise festgelegt werden, wie Entscheidungen zu treffen sind. Welche Befugnisse hat jede:r Einzelne? Welche Beschlüsse müssen gemeinsam gefasst werden? Was ist im Falle einer Pattsituation zu tun? Was ist, wenn eine Person das Unternehmen verlassen möchte? Diese Regeln sind nicht für den Alltag gedacht, sondern für schwierige Momente und große Meinungsverschiedenheiten. Je detaillierter solche Themen besprochen werden, desto unproblematischer werden Gespräche in schwierigen Phasen verlaufen. Wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen, ist es außerdem immer besser diese zu dritt, anstatt nur zu zweit zu fällen – so hat man immer eine klare Mehrheit.

Dritter Tipp: Rollen verteilen

Eines der wichtigsten Themen bei der Gründung eines Unternehmens ist es, sicherzustellen, dass die Rollen aller Beteiligten klar definiert sind. Auch wenn natürlich die Fähigkeiten, einzelne Budgets und die jeweiligen Netzwerke geteilt werden, ist es bei uns beispielsweise so, dass jeder von uns auch spezifische Bereiche steuert, in denen er seine Interessen leben, sich ausdrücken und seine Talente weiterentwickeln kann.

Wir bedanken uns bei François Roth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einen zuverlässigen Forex-Broker auswählen

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Forex-Broker

Die Experten von Traders Union erklären Ihnen, wie Sie einen zuverlässigen Forex-Broker auswählen können

Um sicher und zuversichtlich auf dem Forex-Markt zu arbeiten, ist es notwendig, einen zuverlässigen Broker für die Zusammenarbeit zu wählen. Die Experten der Traders Union erklärten, worauf man bei der Auswahl eines Forex-Brokers achten sollte, und gaben Beispiele für ein zuverlässiges und bewährtes Unternehmen, dem bereits Tausende von Tradern aus der ganzen Welt vertrauen.

Wie kann ich bei der Auswahl eines Forex-Brokers beginnen?

Die Finanzexperten von Traders Union empfehlen, bei der Auswahl eines Brokers einen umfassenden Ansatz zu verfolgen und alle Aspekte eines Brokerunternehmens sorgfältig zu untersuchen und zu analysieren. Auf diese Weise können Sie den Broker so objektiv wie möglich bewerten und das Unternehmen auswählen, dessen Handelsbedingungen allen Anforderungen am besten entsprechen.

Die wichtigsten Merkmale eines Brokers, die untersucht und analysiert werden sollten:
  • Das Vorhandensein einer Lizenz der Finanzaufsichtsbehörde.
  • Die Öffnungszeiten des Brokers.
  • Die Verfügbarkeit des Support-Dienstes eines Brokers.
  • Die Handelsbedingungen des Unternehmens.
  • Das Feedback der Kunden über die Zusammenarbeit.

Die Top 5 der zuverlässigsten Forex-Broker laut Traders Union:

  1. RoboForex.
  2. Admiral Markets.
  3. Swissquote Bank SA.
  4. FxPro.
  5. Tickmill.

Zum Beispiel RoboForex. Dieses Unternehmen ist seit langem führend im Traders Union Rating und steht auch auf der Liste der besten Forex-Broker. Die Gründe für die Beliebtheit von RoboForex unter den Tradern sind: Zuverlässigkeit, Vorhandensein einer Finanzaufsicht und günstige Handelsbedingungen. Die Rezensionen über den Broker sind auch einer der wichtigsten Bewertungsparameter. Anhand dieser Rezensionen können Sie erkennen, ob das Unternehmen Probleme mit der Transaktionsausführung, dem Betrieb der Software, der Auszahlung von Geldern oder der Arbeit des Support-Dienstes hat. RoboForex Erfahrungen von Kunden zeigen, dass alle Dienstleistungen des Unternehmens ordnungsgemäß und reibungslos funktionieren. Das Unternehmen bietet eine der günstigsten Handelsbedingungen und einen hochwertigen Service, was RoboForex erlaubt, die führende Position auf dem Markt zu halten.

Wie kann ich ein zuverlässiges Unternehmen von einem betrügerischen Broker unterscheiden?

Um nicht auf die Tricks von Betrügern hereinzufallen, empfehlen Finanzexperten, auf folgende Informationen zu achten:

  1. Die Zuverlässigkeit der auf der Webseite des Brokers angegebenen Informationen über die Zusammenarbeit mit den Finanzaufsichtsbehörden.
  2. Die Informationen über den Zeitraum, in dem der Broker auf dem Finanzmarkt tätig ist. So kann auf der Webseite des Unternehmens eine Information über die Aufnahme des Geschäftsbetriebs stehen, während das Alter der Domain oder das Datum der ersten Nachrichtenartikel auf der Webseite und in den sozialen Medien das Gegenteil besagen.
  3. Das Vorhandensein von Informationen auf der Webseite des Brokers über seinen Geschäftssitz und seine Kontaktdaten.
  4. Erfahrungsberichte von Tradern über die Zusammenarbeit mit dem Broker, die nicht auf der Webseite des Brokers selbst, sondern auf unabhängigen und verifizierten externen Quellen veröffentlicht werden.

Wie hilft die Traders Union den Tradern bei der Auswahl eines Brokers und dem Schutz vor Betrug?

Traders Union ist eine Vereinigung von Forex-Tradern, die seit 2010 auf den Finanzmärkten tätig ist. Die Registrierung und Teilnahme bei der Traders Union ist für alle Trader völlig kostenlos. Die Trader, die über die Traders Union mit den Brokern zusammenarbeiten, erhalten ein zusätzliches Einkommen für jede abgeschlossene Transaktion, auch wenn sie nicht gewinnbringend ist, und das Recht auf Rechtsbeistand im Falle eines Streits mit einem Broker.

Auf der Traders Union-Webseite finden Sie zahlreiche Fachartikel zu verschiedenen Finanz- und Wirtschaftsthemen sowie Anleitungen und Hinweise zur Auswahl des richtigen Brokers für den Forex-Handel und zur Unterscheidung zwischen betrügerischen Brokern und vertrauenswürdigen Unternehmen. Darüber hinaus führen die Finanzexperten von Traders Union regelmäßige Prüfungen der Broker durch und erstellen daraus objektive Rankings und Listen der besten Forex-Broker.

So hat jedes Mitglied der Traders Union Zugang zu den Ergebnissen der Expertenforschung sowie zu Informationen, die von den Finanzexperten überprüft wurden. Trader, die mit Brokern über die Traders Union zusammenarbeiten, arbeiten im Forex-Bereich unter dem Schutz qualifizierter Anwälte.

Bildquelle pixabay

Autor: Veselina Dzhingarova

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhalten und nicht aufgeben

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TheCode Cosmetics skincare sets

TheCode Cosmetics: Personalisierte Skincare-Sets vegan, tierversuchsfrei und Made in Germany

Stellen Sie sich und das Startup TheCode Cosmetics doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Laura und Katharina, die Gründerinnen von TheCode Cosmetics. Wir haben uns vor etwa 10 Jahren im gemeinsamen BWL-Studium kennengelernt.

Im vergangenen Jahr haben wir mit TheCode Cosmetics, den Robo-Advisor für personalisierte Gesichtspflegelösungen, gegründet. Eine Skincare-Brand, die es sich zum Ziel gemacht hat, mittels Technologien, dem im Beauty Markt vorherrschenden „One-Size-Fits-All“ Ansatz ein Ende zu setzen und personalisierte Gesichtspflege, die wirklich das hält, was sie verspricht, zum neuen Standard zu machen.

Vor der Gründung war Laura mehrere Jahre in Dubai ansässig und hat dort im Brand Development einer Personal Care Marke gearbeitet. Ich bin in den USA geboren sowie die ersten Jahre aufgewachsen. Vor unserer Gründung war ich bereits selbständig, jedoch im Themenbereich Kapitalanlage und Investments.

So ergänzen wir uns beide praktischerweise wunderbar bezüglich unserer Kompetenzen und haben unsere internationalen Einflüsse in unsere Marke integrieren können. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Der Entschluss, TheCode Cosmetics zu gründen, kam auf als Laura und ich immer wieder vor demselben Problem standen. Wir haben uns regelmäßig über die neuesten Produkte im Beauty-Markt ausgetauscht und dabei gegenseitig Produkt-Empfehlungen ausgesprochen.

Doch nie brachte das eine Produkt, dieselbe Wirkung für die andere. Dabei sehen wir uns relativ ähnlich – doch uns war nicht bewusst, dass unsere Haut grundverschieden ist und somit einer gänzlich anderen Pflege bedarf. Das Endresultat war immer wieder: Verwirrung und Überforderung hinsichtlich der Produktauswahl, gleichzeitig häuften sich immer mehr ungenutzte Fehlkäufe in unserem Badezimmer an.

Als wir herausfanden, dass laut Studien nicht nur wir, sondern 80% aller Verbraucher mit der Auswahl der richtigen Gesichtspflege überfordert sind und dies in durchschnittlich 7 Fehlkäufen resultiert, war uns klar: das kann so nicht bleiben. Dieser Trial & Error Prozess ist weder ökologisch noch ökonomisch nachhaltig.

So entwickelten wir unseren Algorithmen-basierten Robo-Advisor, ein digitales, interaktives Quiz, an dessen Ende ein personalisiertes Gesichtspflege-Set steht. Jedes unserer Skincare-Sets ist dabei auf die Bedürfnisse jedes/r Kundin/en abgestimmt und bietet somit die Lösung, nach der wir so lange gesucht haben.

Was war bei der Gründung von TheCode Cosmetics die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung als kleines Start-Up war es, die passenden Sparrings- wie auch Produktions- und Entwicklungspartner zu finden. In der Personal Care Branche sind die meisten Produzenten auf große Stückzahlen und Abnahmemengen spezialisiert und können kleinere Abnehmer – wie uns – nicht bedienen. So mussten wir oft Kompromisse eingehen und schwierige Entscheidungen treffen, doch am Ende sind wir stolz sagen zu können, dass wir immer einen Lösungsweg finden konnten. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man „kann“ nicht nur, man sollte es unbedingt. Es ist sehr wichtig, irgendwann wirklich ins „Tun“ zu kommen – von der Theorie in die Praxis. Andernfalls läuft man Gefahr, dass man sich nie in die Umsetzung traut und irgendwann ist die eigene Idee vielleicht von jemand anderem umgesetzt worden und man ärgert sich. Den Sprung ins kalte Wasser sollte man also wirklich wagen und Perfektion existiert ohnehin nicht, daher sollte man auch nicht darauf warten. 

Welche Vision steckt hinter TheCode Cosmetics?

Unsere Vision mit TheCode Cosmetics ist es, dass jede/r Kunde/in den Code zu schöner Haut knacken kann. Wir möchten den vielen Fehlkäufen ein Ende setzen und somit zu einem nachhaltigeren Beauty-Markt aktiv beitragen. Zusätzlich unterstützen wir mit jedem Verkauf ein Tierheim in Serbien, was ebenfalls ein wichtiger Treiber für uns ist. 

Wer ist die Zielgruppe von TheCode Cosmetics?

Unsere Zielgruppe sind primär Frauen, wie Laura und ich es sind. Kosmopolitisch, international sowie an Beauty & Selfcare interessiert. Da wir jedoch alle immer beschäftigter sind und weniger Zeit haben, war es uns wichtig, unseren Kunden genau die Gesichtspflege-Lösung an die Hand geben zu können, die wirklich die gewünschten Ergebnisse liefert, sodass mehr Zeit für die anderen Dinge des Lebens bleibt.

Wie funktioniert TheCode Cosmetics?

Unsere Kund*innen besuchen unsere Website, starten unser interaktives, digitales Quiz, in welchem einige Haut-relevante Parameter, wie Hauttyp, Hautprobleme sowie Hautziele oder Wünsche abgefragt werden. Im Hintergrund selektiert unser intelligenter Algorithmus die passenden Produkte aus unserem eigenen Portfolio und setzt diese optimiert in persönlichen Skincare-Sets zusammen. Unsere Kund*innen können anschließend zwischen einem 3- oder 5-Produkte Format wählen. Unser kleines 3-Produkte Format eignet sich ideal für Hautpflege-Einsteiger, Minimalisten und ist von Männern der klare Favorit. Es besteht dabei immer aus einem Gesichtsreiniger, einem hochaktiven Serum sowie einer Gesichtscreme, angepasst auf die persönlichen Belange. Das 5er Set enthält zusätzlich ein weiteres Serum, sodass man die Haut beispielsweise zielgerichtet morgens und abends damit behandeln kann, sowie ein Peeling Serum, welches auf der Hautoberfläche wirkt als auch die Poren von innen heraus reinigt. 

Alle unsere Produkte sind vegan, tierversuchsfrei und Made in Germany. Alle Produkte haben eine naturkosmetische Basis, sind jedoch mit hocheffektiven Wirkstoffen ergänzt, sodass die Gesichtspflege auch sichtbare Ergebnisse erzielen kann.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Was kaum jemand weiß, jedoch sicherlich ausschlaggebend dafür ist, wieso so viele Menschen beim Thema Gesichtspflege nie die Ergebnisse erzielen, die sie sich wünschen, ist Folgendes: Neben der Verwendung der richtigen und qualitativ hochwertigen Produkte, ist es insbesondere die Kombination der einzelnen Produkte, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

Konkret sind es die Wechselwirkungen der einzelnen Produkte, die sich in ihrer Effektivität neutralisieren oder sogar ins Negative umkehren. Nutzt ein Mischhaut-Typ also vielleicht den richtigen Gesichtsreiniger und ein großartiges Serum, werden die positiven Effekte durch die Verwendung einer falschen (beispielsweise zu reichhaltigen) Gesichtscreme negiert. Der Kunde fragt sich also, an was es nun liegt, dass er vermehrt glänzt und Unreinheiten aufkommen, und so beginnt der Kreislauf des ewigen Trial & Errors erneut.

Durch unser Konzept, mit den intelligent und automatisiert selektierten Skincare-Sets, kann sich jeder sicher sein, dass er genau die richtigen Produkte erhält, diese eben auch innerhalb der Verwendung ideal aufeinander abgestimmt sind und sich somit in ihrer Wirkung optimieren.

TheCode Cosmetics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahre sehen wir uns als international etablierte Marke, die die Personalisierung von Gesichtspflege zum neuen Standard gebracht hat. Wir werden unsere App zudem ausgebaut haben, sodass das Kundenerlebnis sowie die Haut-Ergebnisse sich dynamisch mitentwickeln und noch bessere Ergebnisse liefern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Ganz klar: Anfangen, Durchhalten und nicht aufgeben. Außerdem, bei all der Arbeit an kleineren Details, nie den Blick für das Wesentliche und große Ganze verlieren.

Wir bedanken uns bei Laura und Katharina für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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