Donnerstag, April 3, 2025
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Be your own muse!

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muse BEAUTY BEAUTY Lifestyle kosmetik

muse BEAUTY BEAUTY- und Lifestyle-Shop für hochwertige und luxuriöse Kosmetik- und Pflegeprodukte

Stellen Sie sich und das Startup muse BEAUTY doch kurz unseren Lesern vor!

muse BEAUTY ist ein 2021 gegründeter BEAUTY- und Lifestyle-Shop für hochwertige und luxuriöse Kosmetik- und Pflegeprodukte sowie spannende Nischenmarken, die bisher nur Beauty- und Fashion-Insidern bekannt sind. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf tierversuchsfreie, vegane und nachhaltige Marken im Sortiment. Die Schönheitswünsche und Pflegebedürfnisse der Männer werden selbstverständlich ebenfalls berücksichtigt. Einen besonderen Platz im Portfolio nehmen die medizinischen Beauty-Produkte der Marke MBR® ein. Diese setzen dort an, wo normale Hautpflege endet. Sie können somit durchaus als Hautpflege an der Grenze zur Medizin bezeichnet werden. Darüber hinaus haben wir Home- und Lifestyle-Accessoires wie Duftkerzen im Sortiment. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

muse BEAUTY ins Leben zu rufen war eigentlich vorhersehbar. Durch meine Jobs in der Fashion-Branche für BOSS und s.Oliver kam ich immer wieder in Berührung mit der Beauty-Szene. Mein Beruf als Fotografin hat meine Begeisterung für die Welt der Kosmetik- und Pflegeprodukte zusätzlich gesteigert. Den entscheidenden Ausschlag für die Entscheidung, ein Unternehmen im Beauty-Bereich zu gründen, war dann aber ein völlig anderer, ein sehr persönlicher. 

Ich litt jahrelang unter akuten Hautproblemen. Das führte soweit, dass ich vor einigen Jahren mit starken Entzündungsreaktionen der Haut stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Diagnose war ein chronisch atopisches Ekzem. Langfristig bei der Heilung geholfen hat mir die richtige Auswahl von Beauty-Produkten, ein bewusster Lebensstil und die Zufuhr von Nährstoffen über eine gesunde Ernährung sowie ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel. Heute ist dieses Hauptproblem bei mir weitestgehend unter Kontrolle. Seitdem verfolge ich den Beauty-Markt mit anderen Augen und maximalem Interesse. Der Weg zu einem eigenen Online-Beauty-Shop mit überzeugenden Pflegeprodukten war im Grunde die logische Konsequenz.

Was war bei der Gründung von muse BEAUTY die größte Herausforderung?

Die letzten anderthalb Jahre waren stark von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf Arbeitsprozesse geprägt. So standen auch wir vor der Herausforderung, sämtliche Brainstormings und Meetings über Videocall- und Messenger-Tools zu bewältigen. Obwohl wir alle Digital Natives sind, pushen aber persönliche Treffen, insbesondere beim Aufbau eines Teams, dieses wichtige Wir-Gefühl natürlich viel stärker. 

Eine weitere Herausforderung war sicherlich die finale Sortimentszusammenstellung für den Launch. Wir haben alle Marken vorher persönlich getestet und dabei viele großartige Brands entdeckt. Natürlich war es nicht möglich, zum Start alle Marken ins Portfolio zu nehmen. Aber unser Sortiment wird regelmäßig aufgestockt und so dürfen sich muse BEAUTY-Kunden immer wieder auf spannende, neue Pflegeprodukte freuen. 

Und natürlich stehen wir vor der spannenden Aufgabe, den dynamischen Prozess der Digitalisierung auch im e-Commerce-Bereich aktiv mitzugestalten. Beauty-Unternehmen erweitern gerade massiv ihre Technik-Units. Und wenn man die unfassbar große Technikmesse „Consumer Electronic Show“ in Las Vegas besucht, erschlägt einen die Menge an neuen Beauty-Technologien. Es gibt smarte Make-up-Drucker, 3D-Drucker für Gesichtsmasken oder intelligente Spiegel, die Frisuren auf den Kopf der Kunden projizieren und gleichzeitig die Kommunikation mit einem Stylisten ermöglichen. Nicht zu vergessen die virtuellen Influencer, die ins Rennen geschickt werden.

Insbesondere die „Try before you buy“-Technologien werden boomen.

Dieser Bereich ist schon sehr weit vorangeschritten. So funktioniert virtuelle Schminke zum Beispiel auch, wenn sich die Kunden bewegen oder die Lichtverhältnisse abrupt wechseln. Für den Nutzer hat das natürlich einen hohen Nutzwert: Erst durch Augmented Reality-Tools den perfekten Look kreieren, dann das Produkt shoppen. Kosmetik ist somit für den Endkunden auf einen völlig neue Art und Weise erlebbar. Mit diesen digitalen Innovationen, die durch Künstliche Intelligenzen, Augmented Reality und weiteren digitalen Lösungen erst ermöglicht werden, wird die gesamte Kosmetik-Branche auf eine ganz neue Ebene gehoben und optimal zukunftsfähig gestaltet. Das betrifft auch den Kundenservice. Hier stehen massive digitale Veränderungen an, zum Beispiel der verstärkte Einsatz von Bots, KIs oder Sprachsoftware.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wenn man auf den Zeitpunkt wartet, dass alles perfekt ist, startet man mit großer Wahrscheinlichkeit nie. Wer von seiner Idee überzeugt ist und diese anderen glaubhaft präsentieren kann, sollte den Start wagen und den Weg bestreiten. Wenn der erste Schritt gegangen ist, ergeben sich oft weitere Ideen und Möglichkeiten. Man sollte seine Idee auf diesem Weg als dynamisches Innovation Lab betrachten und nicht als starres Konstrukt. 

Welche Vision steckt hinter muse BEAUTY?

Unser Slogan „Be Your Own Muse” steht für die Vision, jede Frau und jeden Mann darin zu stärken, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen, an sich zu glauben und sich selbst zu inspirieren. Mit den ausgewählten Nischenprodukten, die muse BEAUTY bietet, möchten wir das unterstützen. Natürlich ist eine gepflegte Haut nur der äußerliche Aspekt, aber die bewusste Pflege und das Einräumen der täglichen Me-Time über eine Pflege-Routine kann ein Schritt in diese Richtung sein. 

Selbstverständlich berücksichtigen wir auch die aktuellen Trends im digitalen Bereich. muse BEAUTY soll mit sinnvoll eingesetzten, digitalen Innovationen eine emotionale, stark nutzwertige und personalisierte Erlebniswelt bieten. 

Was uns wichtig ist: Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt. Wir agieren mit ihm auf Augenhöhe. Auch über den Kundenservice und die Kommunikation mit dem Kunden möchten wir ein positives Nutzererlebnis garantieren. Diese Nähe, zum Beispiel über ein persönliches Gespräch bei Kundenfragen, schafft Vertrauen und wird von unserer Zielgruppe wertgeschätzt.

Wer ist die Zielgruppe von muse BEAUTY?

muse BEAUTY richtet sich weder an eine bestimmte Altersgruppe noch an ein bestimmtes Geschlecht. Die Zielgruppe von muse BEAUTY verbindet ein bestimmtes Lebensgefühl und den Anspruch an Beauty- und Lifestyle-Produkte abseits der gängigen Marken und Kosmetik-Brands. muse BEAUTY-Kunden suchen bewusst Produkte für ihren jeweiligen Hautanspruch und setzen sich mit diesen intensiv auseinander. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alle der außergewöhnlichen Make up-, Pflege- und Duftmarken in unserem Shop haben wir vorher über einen langen Zeitraum selbst getestet und nur die überzeugendsten Brands in unser Kosmetik-Portfolio aufgenommen. 

Wir möchten uns zudem über ein einzigartiges Kundenerlebnis von der Konkurrenz abheben. Dieses wird an allen sogenannten Customer Touchpoints regelmäßig neu mit emotionalen, individuellen Erlebnissen angereichert werden. Der persönliche Kontakt und die direkte Interaktion, zum Beispiel in eigenen muse BEAUTY-Communities und -Gruppen, wird in unserer Omnichannel-Strategie eine zentrale Rolle einnehmen. 

muse BEAUTY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, muse BEAUTY als feste Adresse für ausgesuchte Nischenprodukte und -marken zu etablieren und eine zufriedene, stetig wachsende Community aufzubauen. Das Angebot des Shops soll dabei stetig erweitert werden. Der nächste Schritt in Hinblick auf Expansion ist eine Brand Extension mit Sitz in Deutschland. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Go for it! And: Be your own muse!

Betrachte deine Idee als dynamisches Konstrukt und erlaube Abwandlungen und Veränderungen.

Bleibe flexibel! Gerade in der Covid 19-Pandemie haben wir gelernt, dass wir uns immer wieder flexibel auf neue Situationen, die durchaus auch Rückschläge nach sich ziehen können, reagieren und kreativ Lösungen finden müssen.

Wir bedanken uns bei  Geraldine Khakshouri für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Machen, aber nicht zu spät

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jooli Videoshopping App

jooli die Videoshopping App macht Onlineshopping einfach und inspirierend

Stellen Sie sich und das Startup jooli doch kurz unseren Lesern vor!

jooli macht das Onlineshopping so einfach und inspirierend wie einen Schaufensterbummel durch die Stadt. Dabei lernt unsere Video-Shopping-App kontinuierlich dazu, indem sie die Reaktionen auf Videos auswertet. Dennoch ist jooli datenschutzkonform, da sich die Käufer:innen nicht bei uns anmelden müssen, sondern direkt im jeweiligen Webshop einkaufen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin ja schon seit vielen Jahren Unternehmer. Warum also jetzt noch jooli? Weil wir den Bedarf gesehen haben! Wir haben im Team leidenschaftlich darüber diskutiert, was uns beim E-Commerce gefällt und was aus unserer Sicht noch fehlt. Mit jooli bringen wir jetzt genau das Einkaufserlebnis zu den Menschen, das wir uns wünschen. Loslegen mit einem Klick ohne Anmeldung, intuitive Bedienung und vor allem auch Inspiration. Das kommt super an, und viele jooli-Nutzer:innen sagen uns: “Toll, endlich eine App, die mir automatisch passende Geschenke vorschlägt.”

Welche Vision steckt hinter jooli?

Wir wollen das Amazon für Videoshopping werden. Aber in fair. Eine Abhängigkeit von unserer Plattform gibt’s bei uns nicht, da die Merchants den Kundenkontakt behalten. jooli ist einfach, fair und unkompliziert.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Natürlich mussten wir jooli erst einmal bekannt machen. Das klappte aber sehr rasch und gut, da unsere Produktpartner:innen super vernetzt sind und auf uns aufmerksam machten. Ergebnis: Wir sind stolz darauf, dass wir seit Beginn unserer Testphase im April 2021 bei den Videoaufrufen um 100 Prozent pro Monat wachsen. Aktuell liegen wir bei 18.000 Views pro Monat.

Wer ist die Zielgruppe von jooli?

Grundsätzlich alle Menschen, die Inspiration beim Shoppen suchen und Spaß daran haben, außergewöhnliche Produkte zu entdecken. Mit jooli lassen sich Geschenkideen entdecken, aber auch Artikel, die man sich selbst gönnen möchte. Es geht um alles, was das Leben schöner macht. Hauptsächlich findest du auf jooli heute Produkte aus den Bereichen Beauty, Lifestyle und Feinkost.

Wie funktioniert jooli? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Da muss man unterscheiden: Die Käufer:innen werden vor allem feststellen, dass sie ohne Anmeldung mit einem Klick loslegen und sofort tolle Produkte entdecken können. Dank Swipe-Mechanismus und Lernfähigkeit unserer App werden die Produktempfehlungen immer besser an deinen eigenen Geschmack angepasst. Hersteller:innen und Händler:innen erhalten Zugang zu einem leicht bedienbaren Backend. Dort können sie ganz easy Videos hochladen und hinterher die Reaktionen und Klickraten auswerten. Was die Merchants aber ganz besonders schätzen, ist unser Community-Ansatz. Denn sie können sich auf jooli untereinander vernetzen, gegenseitig vom Kaufinteresse ihrer jeweiligen Kund:innen profitieren und dabei zusätzlichen Umsatz in Form von Provisionen erzielen.

jooli, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Erstmal freuen wir uns total, dass sich die Video-Abrufe auf jooli von Monat zu Monat mehr als verdoppeln. Das zeigt, dass die Grundidee absolut richtig ist. Toll! Jetzt werden wir unser Angebot ausbauen und unser Wachstum mit einem Markenbotschafter:innen-Programm weiter beschleunigen. Ich bin überzeugt davon, dass wir das Potenzial haben, innerhalb von fünf Jahren zur führenden Plattform für Inspirational-Video-Shopping zu werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nachdenken, aber nicht zu lange. Machen, aber nicht zu spät. Und dann partnerschaftlich  zusammenhalten.

Wir bedanken uns bei Wolfgang Boyé für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

So erreicht ihr eure Ziele – OKRs machen Erfolge messbar

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okrs triebfeder startups

Ums Ausprobieren kommt ihr beim Thema Projekt- und Leistungssteuerung in eurem Startup nicht herum. Es gibt zu viele Ansätze und Frameworks, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Also: Bildet euch unbedingt eure eigene Meinung und probiert mehrere Varianten aus. Nur so findet ihr die Lösung, die zu euch passt. Ich persönlich arbeite im Startup-Kontext sehr gern mit OKRs – also Objectives und Key Results. Dieses framework schafft Transparenz und hilft euch, euch zu fokussieren. Außerdem können OKR’S, wenn sie richtig angewendet werden, Zufriedenheit im Team schaffen und motivieren.

Auch wenn euch auf Instagram oder LinkedIn viele selbsternannte Coaches oder Entrepreneure ihr „Geheimnis“ verraten wollen, lasst euch nicht verleiten. Niemand kann euch ohne ausreichende Vorbereitung den “einen Ansatz” vorschlagen, der genau zu euch passt. Die richtige Wahl hängt letztlich von eurem Team, eurem Führungsstil, sogar eurem Markt- und Geschäftsmodell und weiteren Faktoren ab.

Wertvolle Triebfeder für Startups

Eine Methode stelle ich euch im Folgenden vor. Die OKR-Methode ist wegen ihrer Konzentration auf Ziele und Ergebnisse sowie der transparenten Erfassung von Resultaten aus meiner Sicht eine wertvolle Triebfeder für Startups. Teams neigen dazu, die gewünschten Ergebnisse aus den Augen zu verlieren und sich zu sehr mit dem „Wie-kommen-wir-dahin“ zu beschäftigen. OKRs können dabei helfen, vom Konzeptionieren wieder ins Tun zu kommen.

Anstatt lange zu überlegen, mit welcher Strategie ihr 100 potenzielle Partner:innen ansprechen und mehr über ihre Bedürfnisse erfahren könnt, fangt ihr an zu googlen und das Handy in die Hand zu nehmen. Zudem liefern sie Klarheit darüber, ob und wie viel Fortschritt ihr erzielt. Viele Teams wissen das gar nicht so genau. Dabei ist dieses Feedback für den Teamspirit und die Weiterentwicklung des Produkts oder Geschäftsmodells und anderer Bereiche eures Startups unerlässlich. Und auch für Stakeholder wie Investoren können OKRs eine wertvolle Datenbasis liefern. Außerdem helfen sie euch dabei, eure große Vision im Auge zu behalten. Denn mit OKRs lässt sie sich in begreifbare kleine Teile überführen.

Entwickelt wurde die OKR-Methode Mitte der 1970er-Jahre. Das O steht für Objectives, die Ziele. Mit KR sind die Key Results, die Kern- oder Schlüsselergebnisse gemeint. Ein Unternehmen, eine Abteilung oder einzelne Mitarbeiter:innen setzen sich für einen zuvor definierten Zeitraum Ziele. Diese werden jeweils mit Kernergebnissen verknüpft, die beschreiben, was getan werden muss, um das Ziel zu erreichen, und wie das gemessen werden kann.

Eurer Why ist die Grundlage

Grundlage der OKR-Methode ist einmal mehr euer Why. Dazu solltet ihr beim Aufstellen von OKRs immer wieder den Bezug herstellen. Fragt euch beim Definieren der Objectives (ich empfehle zwei bis drei), warum ihr etwas erreichen wollt. Die dazugehörigen (zwei bis vier) Key Results formuliert klar. Vor allem zu Beginn neigen Teams dazu, ihre Ziele oder Key Results als Meilensteine zu beschreiben: “Wir finalisieren die Website” oder “Wir entwickeln eine Strategie, um Traffic auf die Seite zu bringen” statt “Wir haben 600 Testnutzer auf unserer Website” – was viel genauer und überdies messbar ist.

Eine hilfreiche Stellschraube, um OKRs präzise zu formulieren, ist der Zeitrahmen. Zu Beginn habt ihr vielleicht viele Unbekannte, für die sich sehr kurzfristige, wöchentliche OKRs anbieten. Für strategische Fortschritte könnt ihr dann vielleicht drei- bis sechsmonatige OKRs definieren. Gerne könnt ihr auch eine Kombination verwenden. Ein Beispiel: Ihr wollt in sechs Monaten die ersten Umsätze erzielen, um eine Finanzierung zu bekommen. Für dieses Ziel braucht ihr vier zahlende Kunden, einen monatlichen Umsatz von 5.000 Euro und ein vollständiges Pitchdeck, das alle wichtigen Themen abdeckt. Nun könnt ihr wöchentliche OKRs definieren, die euch helfen, diese Ziele zu erreichen. Ein Ziel könnte heißen: Wir generieren wöchentlich neue Leads. Hierzu habt ihr dann entsprechende Key Results wie: Wir haben 20 potenzielle Kunden kontaktiert, mit zehn Kunden wir einen Termin vereinbart, hieraus haben sich zwei konkrete Leads ergeben.

Auf diese Weise könnt ihr eure Ziele immer wieder sehr flexibel und iterativ definieren, auch für neue Mitarbeiter:innen und Teams. Beispielsweise kann euer Sales Team die Sales OKRs übernehmen und diese dann gemeinsam weiterentwickeln und vertiefen. Neben dem besseren Steuerungseffekt erreicht ihr damit gleichzeitig ein besseres Commitment eurer Teammitglieder. Vorausgesetzt natürlich, ihr seid bereit, sie wirklich in die Zielfindung einzubeziehen.

Fazit:

OKRs können euch dabei helfen, euch (auf eure Vision) zu fokussieren und Entwicklungen messbar zu machen. Gleichzeitig bringen sie euch ins Tun und verhindern „beliebte“ Stolpersteine wie ein Verzetteln und Zu-lange-über-alles-Nachdenken. Und schließlich schweißen sie das Team zusammen, motivieren und fördern Kreativität und Eigenverantwortung. Trotzdem dürft ihr nicht vergessen: OKRs sind nur ein Framework. In erster Linie geht es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu lernen und eigene Ideen und Systeme einzubringen. Daher mein Tipp: Fangt so schnell wie möglich damit an. Learning by doing! Denkt dabei an eine offene Kommunikation. Wenn ihr offen und auf Augenhöhe miteinander agiert, habt ihr die beste Voraussetzung, um gemeinsam den für euch passenden Weg zu finden und durchzustarten.

Autor:

Tim Lampe leitet das Operations-Team der Campus Founders und entwickelt mit seinem Team die Angebote und Lehrformate, die die Startup-Teams auf ihrer unternehmerischen Reise ganzheitlich begleiten. Vor seiner Zeit bei den Campus Founders war er bereits in mehreren Startups im Bereich Consulting, SaaS, Bildung und Co-Living involviert und verbrachte auch ein Jahr im Silicon Valley.

Weitere Beiträge von Tim Lampe finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit Persona-gerechter Kommunikation durch KI zu höheren Verkaufserfolgen

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persona ki

Die eigenen Kunden wirkungsvoll anzusprechen und somit den Verkaufserfolg zu erhöhen ist eine große Herausforderung für alle Unternehmen. Dafür wird ein tiefes Wissen über die Bedürfnisse und die Ziele der Kunden benötigt, um entsprechend zielgerichtet zu kommunizieren und zu handeln. Personas schaffen genau dieses Verständnis und sind daher essenziell für einen fortwährenden Verkaufserfolg.

Was sind Personas?

Im Bereich des Marketings wird unter einer Persona eine fiktive Person verstanden, die nach dem Vorbild echter Kunden entworfen wird. Die Beschreibung der Person besteht dabei nicht nur aus demographischen Merkmalen (Alter, Geschlecht, Beruf etc.), sondern berücksichtigt insbesondere auch die Ziele und Bedürfnisse bzw. Persönlichkeit des Kunden. Dies ist der große Unterschied der Persona zur klassischen Zielgruppe. Die Persona ist eine einzelne Person mit Gesicht und Charakter, die aber idealer Weise auch repräsentativ für alle Kunden ist.

Warum sind Personas so hilfreich?

Die Mitberücksichtigung aller Aspekte einer Person und nicht nur deren demographischen Daten, löst das Problem des „Streuverlusts“. Streuverlust bedeutet in diesem Kontext, dass trotz Übereinstimmung der demographischen Aspekte der Zielgruppe, ein großer Teil dieser Gruppe nicht zu den eigenen Kunden gehört. Beispielsweise haben zwei Personen, mit gleichem Alter, BWL als Studienfach und in Stuttgart ansässig sind, komplett unterschiedliche Persönlichkeiten. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn der einen Person unser Produkt gefällt, aber der anderen nicht. Nennen wir diese zwei unterschiedlichen Persona Mark und Daniel. Nachdem wir uns näher mit den beiden auseinandersetzen, fanden wir heraus, dass Mark ein starkes Bedürfnis hat, sich selbst weiterzuentwickeln und zu verbessern. Daniel hingegen hat ein starkes Bedürfnis mit anderen Menschen gut auszukommen und sein Netzwerk zu vergrößern. Es ist also klar, dass beide eine Kaufentscheidung aufgrund unterschiedlicher Nutzenargumente treffen werden.

Genau diesen Vorteil bieten Persona. Den Mitarbeitern in der Marketingabteilung ermöglichen Persona sich in den Kunden hineinzuversetzen und die tatsächliche Kaufentscheidung besser nachzuvollziehen. Es sind nämlich nicht alleine die funktionalen Nutzenargumente, die zu einem Kauf führen, sondern insbesondere die emotionalen. Wenn das Marketingteam es schafft diese Wünsche und Bedürfnisse des jeweiligen Kunden zu verstehen und zu erfüllen und dies auch richtig kommuniziert ist ein Verkaufserfolg schon so gut wie garantiert.

Wie sprechen wir die Motive der Personas richtig an?

Die Persona ist definiert, doch nun müssen wir die Bedürfnisse und Ziele bzw. die Motive dieser Persona richtig ansprechen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.

Zum einen gibt es die Bildsprache. Wir wollen die entsprechende Persona mithilfe passender Illustrationen und evtl. Grafiken ansprechen und sie dadurch von unserem Produkt bzw. unsere Dienstleistung überzeugen. Mark ist auf Leistung und Produktivität aus. Daher ist ein Bild, das Professionalität und Effizienz und eigenes Weiterkommen repräsentiert besonders überzeugend für ihn. Daniel, der eher eine gefühlvollere und sozial-orientiertere Person ist, wird wiederum von einem einladendem oder fröhlichem Bild mit einer Gruppe von Personen angesprochen. Die Bildauswahl sollte also immer gut bedacht und auf die Persona ausgerichtet sein.

Zum anderen ist die textliche Ansprache genauso wichtig. Da verschiedene Wörter verschiedenste Emotionen ausdrücken sollte jedes Wort mit Bedacht und Rücksicht auf die Persona bzw. Kundengruppe gewählt sein. Bestimmte Wortgruppen sprechen hierbei, ähnlich wie bei den Bildern, bestimmte Motive an. Wenn wir das vorherige Beispiel nochmal aufgreifen, sind für leistungsgetriebene Personen wie Mark Worte wie „optimieren“ oder „erhöhen“ ansprechender als “absichern” und “verlässlich”. Die Person möchte “besser” werden. Die sozial-orientierte Person Daniel hingen bevorzugt andere Wörter wie z.B. „Team“ oder „Kommunikation“, da diese ein Bedürfnis nach guten Beziehungen adressieren. Die Analyse und Feststellung der richtigen Persona und die Auswahl der dazu passenden Wörter ist bei der textlichen Ansprache ebenso wichtig. Nur dadurch lässt sich ein Optimum erreichen.

KI als Werkzeug für personagerechte Kommunikation

Nachdem wir nun wissen, welchen Wert es hat, Kunden zu analysieren, in Personas umzuwandeln und treffend anzusprechen, ergibt sich folgendes Problem. Personas richtig zu erstellen und darauf aufbauend eine Sprache und Bildwelt zu erstellen ist sehr zeitaufwändig und mit Marktforschung verbunden. Sei es über direkte Befragungen der eigenen Kunden oder der relevanten Zielgruppen über Panels. Um die Vorteile von personagerechter Kommunikation zu nutzen, gibt es dank KI mittlerweile schnellere und einfachere Prozesse. Eine programmierte KI kann beispielsweise auf Grundlage von eingehender Kundenkommunikation eine Klassifizierung der Bedürfnisse vornehmen und Segmente bilden.

So würde der Unterschied zwischen Mark und Daniel direkt von der KI erkannt. Aufbauend darauf liefert heutige KI eine Rechtschreibhilfe für die richtige Wirkung auf die spezifische Persona. So stellt die KI sicher, dass Persona Mark mit Worten angesprochen wird, die für ihn eine höhere Bedeutung haben als für Daniel und andersherum. KI ist also ein starkes Werkzeug, um die Herausforderungen mit personagerechter Kommunikation zu meistern und sollte als förderliches Werkzeug in jeder Marketingabteilung vorhanden sein.

Fazit:

Personas und die passende Ansprache der Kunden mithilfe dieser, ist sehr wichtig für das aktuelle und zukünftige Marketing, da gerade die emotionale Nutzenargumentation zu höheren Conversions führt. Eine Persona richtig zu definieren und dann auch richtig anzusprechen ist die entscheidende Herausforderung hierbei, welche mithilfe von KI schneller und effizienter bewältigt werden kann.
Egal, ob hierbei KI eingesetzt wird oder nicht, Verkaufen muss emotionalisiert werden. Daher muss das Marketing und der Vertrieb auf die hohe Relevanz der emotionalen Ansprache und Argumentation aufmerksam gemacht werden, um zukünftig passend und einfühlsam auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

Autor:

After several years as process engineer and project manager at Audi Simon Tschürtz decided to implement something meaningful. Every day he and his 100W team support people to improve their own impact and impression to be more successful. That’s what motivates 100W Psychological AI every day.

Website: https://www.100worte.de/erfolgreich-kommunizieren 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Denke in Unique Selling Points

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novritsch-trading airsoft sportgeräte

Novritsch Trading entwickelt QC’d und vertreibt Airsoft Sportgeräte

Stellen Sie sich und das Startup Novritsch Trading doch kurz unseren Lesern vor!

Durch erfolgreiche Social Media Channels konnten wir ein vertikal integriertes E-Commerce Business in Wien aufbauen. Unser 55-köpfiges Team entwickelt, QC’d und vertreibt Airsoft Sportgeräte, welche wir direkt zu unseren Endkunden weltweit versenden. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben versucht für unseren Youtube-Kanal, der damals zu den drei größten in Österreich gehörte, Sponsoren zu finden. Da unser Bemühen jedoch nicht so erfolgreich war, wie wir es uns erhofft hatten, haben wir unseren Businessplan überdacht und eigene Airsoft Sportgeräte vorgestellt. Dabei haben wir für eine ganze Branche, in der wir mittlerweile zu den Marktführern gehören eine neue Benchmark gesetzt. 

Welche Vision steckt hinter Novritsch Trading?

Wir wollen unseren Kunden qualitativ hochwertige Produkte mit einer besseren Kunden-Experience bieten als beispielsweise Amazon. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

a) Hiring gehört in unserer Firma zu einer der größten Herausforderungen, wobei es nicht die Suche ist sondern die rechtlichen Herausforderungen unsere Mitarbeiter, die aus 20 Ländern wie China, Argentinien, Ukraine etc kommen nach Österreich zu bringen.  

b) Wir sind ein zu 100% selbstfinanziertes Unternehmen, was natürlich Vor- aber auch Nachteile mit sich bringt. Wir sind aber unseren Kunden sehr Dankbar, dass sie anfangs lange und oft verzögerten Vorbestellungen in Kauf genommen und so uns bei der Finanzierung geholfen haben. 

Wer ist die Zielgruppe von Novritsch Trading?

Personen die den Sport Airsoft ausüben. 

Wie funktioniert Novritsch Trading? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bieten unseren Kunden qualitativ bessere Produkte und damit zusammenhängend eine bessere Experience. Wir nehmen das Feedback, das wir bekommen sehr ernst und leiten es immer an unsere Produktdesigner und Produktmanager in Wien weiter um es zu evaluieren und umzusetzen. Denn nur wer seinen Kunden zuhört und die Produktentwicklung nahe am Kunden und der Geschäftsführung hält, kann Produkte entwickeln, die  erfolgreich sind. Unser Support ist somit ein wichtiger Teil unserer Erfolgsgeschichte.

Novritsch Trading, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben unser Team und unsere Umsätze bis jetzt jedes Jahr verdoppelt. Darum bin ich gespannt, wo und wir in 5 Jahren unsere 1600 Mitarbeiter unterbringen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Denke in Unique Selling Points. Es gibt viele Gründer. Was macht dich und dein Angebot besonders?

ahlen lügen nicht – Freunde schon! Bootstrappe und biete dein Produkt oder Dienstleistung Dritten an. Wenn sie dafür Geld ausgeben, bist du am richtigen Weg. 

Beachte das Survivorship Bias, wenn du mit erfolgreichen Unternehmern sprichst.

Bitte meld dich nicht bei einem Scam Instagram Business Kurs an. Bevor du das tust, schreib mir lieber auf Linkedin.

Plane nicht zu viel im Vorhinein – hätten wir alle Probleme gekannt, die auf uns zukommen würden, gäbe es die Firma nicht.

Wir bedanken uns bei Dominik Knoll für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Eine positive Fehlerkultur ist für die Innovation sehr wichtig

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Motesque biomechanik

Motesque kombiniert Biomechanik mit KI für die Erfassung von Bewegung und Körperformen

Stellen Sie sich und das Startup Motesque doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Kai Oberländer. Ich bin Professor für Biomechanik und CEO von Motesque.

Zusammen mit dem renommierten Biomechaniker Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann, dem Experten für Computer Vision, Tobias Lang, sowie dem Industriedesigner Tobias Fink habe ich 2015 das Startup in New York City gegründet. Wir entwickeln biomechanische Technologien und Lösungen, mit denen wir zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens aller Menschen beitragen. 

Viele Unternehmen bieten eine riesige Produktauswahl an, die Konsumenten oft überfordert. Vor allem beim Kauf von beratungsintensiven Produkten wie Matratzen, Laufschuhen oder Fahrrädern merken sie häufig erst erst im Nachhinein, dass diese nicht zu ihrem Bewegungsapparat passen und den Körper eher strapazieren als entlasten. Das wollen wir ändern. 

Wir haben unser langjähriges Know-How aus der Biomechanik mit modernsten KI-Ansätzen kombiniert und damit Lösungen entwickelt, mit denen wir menschliche Körperformen und -proportionen sowie menschliche Bewegungen detailgenau erfassen können. Daraus können wir datengestützte Empfehlungen im Health-Tech- und E-Commerce-Bereich erstellen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Meine Entscheidung, Motesque zu gründen, basierte auf der Tatsache, dass es in der Biomechanikbranche einen hohen Bedarf an innovativen Lösungen gibt.  Als Berater für führende Unternehmen in den USA und Europa habe ich die Erfahrung gemacht, dass die etablierten Unternehmen neue Konzepte zwar gerne hören, aber immer wieder daran scheitern, sie technisch umzusetzen. Vor allem dauert die Entwicklung meistens extrem lange. Wir sprechen hier von etlichen Jahren. Als agiles Startup sind wir da wesentlich schneller. 

Das war der Hauptgrund, der mich zur Gründung von Motesque veranlasste. Dafür habe ich ein interdisziplinäres Team aus Industriedesignern, Softwareentwicklern und Biomechanikern, wie mir, zusammengestellt. 

Welche Vision steckt hinter Motesque?

Unser Gründerteam hat die Vision, die Gesundheit der Menschen so lange wie möglich zu erhalten und ihre Lebensqualität zu verbessern. Leider wird das heutzutage immer schwerer. Abgesehen von stetig wachsendem Stress und seinen Folgen tragen auch unpassende Produkte wie zum Beispiel eine falsche Matratze zur Belastung unserer Gesundheit bei. In einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts berichten über 60 Prozent der Befragten von Rückenschmerzen. Dieser Befund betrifft alle Geschlechter und zieht sich durch fast alle Altersgruppen. Unsere Überzeugung lautet: Das lässt sich vermeiden!  

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Seit 2015 haben wir uns intensiv mit der Idee befasst, eine KI-gestützte SaaS-Lösung für biomechanische Anwendungen auf den Markt zu bringen. Der eigentliche „Startschuss“ kam dann im Jahr 2018, als wir unter anderem unsere Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen haben. Der Inhaber des Prothesenherstellers Ottobock, Prof. Hans Georg Näder, unterstützt uns dabei als Investor und Partner der ersten Stunde. 

Eine der größten Herausforderung war für uns von Anfang an, unsere Lösungen an große Unternehmen mit eingefahrenen Prozessen zu vertreiben. Speziell unsere IoT-basierte Sensor-Plattform wurde in der Vergangenheit häufig als zu visionär empfunden. Da muss dann besonders viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Außerdem werden wir auch heute noch von großen IT-Abteilungen als Konkurrenz empfunden, weil wir mit unserem vergleichsweise kleinen Team wesentlich agiler sind.

Wer ist die Zielgruppe von Motesque?

Mit unserer 3D-Avatar-Lösung sprechen wir Hersteller und Händler an, die ihren Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis bieten wollen. Sie erhöht die Zufriedenheit der Endkunden, da diese auf Anhieb das richtige Produkt finden und dadurch Retouren vermeiden. Im Zuge dessen wird auch die Umwelt nicht unnötig belastet.

Im medizinischen Bereich unterstützt unser Sensor-System Personen mit Prothesen oder Orthesen dabei, ihre Therapie zu verbessern und gegebenenfalls die Genesungszeit zu verkürzen. Sporttreibenden können wir mit unseren IMU-Sensoren im Geschäft den perfekten Laufschuh empfehlen. Dadurch können Verletzungen verhindert und gleichzeitig die Performance gesteigert werden. 

Unsere Lösungen sind also breit einsetzbar. Ich bin überzeugt, dass wir erst einen Teil dessen realisiert haben, was damit eigentlich möglich ist.

Wie funktioniert Motesque? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben wie gesagt zwei Produktbereiche. Bei dem einen handelt es sich um unsere Sensoren, die sich am Körper befestigen lassen und menschliche Bewegungen zuverlässig messen. Maßgeschneiderte, intelligente Software-Anwendungen liefern schnelle und leicht verständliche Ergebnisse innerhalb von Sekunden. Unsere Geräte sind mobil, schnell einsatzbereit und einfach zu bedienen, beispielsweise in einem Laden, in einer Klinik oder im Haus des Patienten. Durch eine Cloud-Integration erfolgen Produktaktualisierungen und kontinuierliche Überwachung automatisch im Hintergrund. Das System kann in der jeweiligen CI unserer Kunden gebrandet werden.

Unser zweites Produkt ist die KI-basierte Lösung, mit deren Hilfe die Kunden von Online-Shops oder Einzelhandelsgeschäften anhand ihrer Körperdaten einen 3D-Avatar erstellen lassen können. Während die Sensoren beispielsweise von Ottobock bei der Anpassung von Prothesen verwendet werden oder in Sportgeschäften wie Asics dabei helfen, den idealen Laufschuh zu finden, simuliert unsere 3D-Avatar-Lösung die Interaktion der jeweiligen Person mit unterschiedlichen Produkten wirklichkeitsgetreu. 

Am Ende läuft beides darauf hinaus, optimale Produkte oder Produkteinstellungen für den individuellen Bedarf und Gebrauch ausfindig zu machen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen am Markt stehen bei uns die Gesundheit und die optimale Nutzung der gewonnen Daten im Vordergrund. All unsere Lösungen sind cloudbasiert und als Whitelabel erhältlich. Zudem ist die Technik auch ohne akademisches Know-how in Biomechanik verständlich und auf sämtlichen Endgeräten leicht anwendbar. 

Motesque, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit unseren beiden Standorten in Deutschland und den USA sind wir bereits heute international aufgestellt und werden diesen Weg konsequent weiter gehen. Unsere Lösungen sollen allen Unternehmen bereitstehen, die ihren Endkunden oder Patienten mehr bieten wollen als nur halbwegs passende Standardlösungen.Wir finden es wichtig, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir, dass wissenschaftlich fundierte und entsprechend individualisierte Produktempfehlungen in den nächsten Jahren zum Standard in vielen Bereichen werden. Bis dahin ist es zugegebenermaßen noch ein weiter Weg. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit unseren Lösungen die ersten Schritte in diese Richtung getan haben.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste für den Erfolg eines Startups ist aus meiner Erfahrung mit Motesque, dass die Lösung einen absoluten Mehrwert für die Anwender haben muss. In unserem Fall geht es um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen, um optimierte Einkaufserlebnisse und eine geringere Umweltbelastung.

Es passiert vor allem am Anfang häufig, dass der eingeschlagene Weg in einer Sackgasse endet. Dann ist es wichtig, nicht den Mut zu verlieren, sondern nach einem Ausweg zu suchen. Dazu gehört auch, aus Fehlern zu lernen, die beim Aufbau eines Startups unweigerlich passieren. Eine positive Fehlerkultur ist für die Innovation sehr wichtig.

Außerdem halte ich einen starken Kampfgeist für unverzichtbar. Dabei ist es wichtig, Risiken einzugehen und immer wieder Neues auszuprobieren. Denn das Alt-Bekannte gibt es ja schon. Und die Gründung eines Startups geschieht nicht in der Wohlfühlzone. 

Wir bedanken uns bei Kai Oberländer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie Menschen zum Lebenskünstler werden

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Die wichtigste Aufgabe, die wir im Leben haben, ist es, unser eigenes Leben zu führen. Das ist viel weniger egoistisch, als es sich für viele zunächst anhören mag. Es ist sogar das genaue Gegenteil davon. Denn viele halten es für unmöglich, „ihr“ Leben zu leben, es so zu gestalten, wie sie es möchten und richten sich stattdessen jahrzehntelang nach den Vorschriften der anderen und irgendwelchen von der Gesellschaft aufoktroyieren Pflichten. Doch dieser Lifestyle führt nicht zum Glück. Wer denkt, das Glück nur für die oberen Zehntausend bestimmt ist, befindet sich ohnehin auf dem Holzweg.

Damit aus unserem Leben das wird, was wir uns vorstellen, müssen wir es wie ein Kunstwerk betrachten. Denn nicht das Leben ist Vorbild für die Kunst, sondern es ist genau andersherum. Lebenskünstler Bernd Luz kann wahrlich ein Lied davon singen. Der bildende Künstler und studierte Designer versteht seinen Beruf wahrlich als Berufung.

Als Künstler lebt man oft etwas anders, unkonventioneller. Warum nicht einmal das eigene Lebensmodell in Frage stellen und womöglich ändern.

Tipp 1: Tue das, was dich glücklich macht

Passion und Leidenschaft. Das was leider den meisten fehlt. Und zwar in allen Lebensbereichen. Bei jeder Tätigkeit, die wir ausüben, ist im Grunde nur eine Frage entscheidend: wie fühlen wir uns damit? Legen Sie Ihr „Herzblut” in all Ihre Tätigkeiten.  Können wir diese Frage mit gut, sehr gut oder gar fantastisch beantworten, dann haben wir unsere Berufung im Grunde schon gefunden. Mit ein wenig Geschick, Kalkül und Zielstrebigkeit kann diese Berufung sogar zum Beruf werden. Ein Raster durchzugehen mit der Zielsetzung, irgendwo schon das passende zu finden, ist ein passiver Ansatz, der uns nicht zum Lebenskünstler macht. Wir suchen uns unser Leben selber aus, freilich ohne die Freiheit der anderen dabei zu gefährden. Nur auf diejenigen, die uns von unserem Weg abbringen wollen, nehmen wir natürlich keine Rücksicht. 

Tipp 2: Leuten, die uns als Entscheidungsträger helfen können, ruhig mal auf die Nerven gehen

In den letzten sechs Jahren hatte ich über 100 Ausstellungen weltweit. Anfangs klopften Museen und Galeristen natürlich nicht von selber an die Tür meines Ateliers. Wie auch, kein Mensch wusste, was ich mache! Dies ist bei anderen Berufen ähnlich, kein bekannter Sportler wäre ohne gute Trainer oder ein gutes Team da, wo er ist. Das heißt, wenn man bekannt werden und von dem leben möchte, was man liebt, kommt man oft um die Unterstützung derjenigen, die diesen Schritt bereits gegangen sind, nicht umhin.

Die gute Nachricht: diese Menschen wissen Bescheid darüber, dass es von alleine nicht geht. Was nicht heißen soll, dass man sich auf fremde Hilfe immer verlassen kann. Die wichtigste Arbeit kommt stets von einem selbst. Aber man muss gerade zu Anfang Übung daran finden, die Einflussreichen von der Qualität des eigenen Tuns zu überzeugen. Und ganz wichtig: Lassen Sie sich niemals von den ersten Rückschlägen entmutigen sondern bleiben Sie am Ball.

Tipp 3: Nicht mit dem Sonderstatus hausieren gehen

Leider Gottes leben wir in einer Gesellschaft mit unglaublich vielen Neidern. Seien Sie daher auf der Hut, wem Sie erzählen, dass Sie einen anderen Weg gehen wollen als viele andere, nämlich einzig und allein Ihren Weg. Sie werden auf Menschen treffen (manchmal sogar aus der eigenen Familie, auch wenn ich Ihnen das weiß Gott nicht wünsche), die sie um Ihre Freiheiten beneiden und Ihnen daher Steine in den Weg zu legen trachten. Hier ist Vorsicht geboten. Halten Sie nach einem Umfeld Ausschau, das Ihre Werte teilt. Außerdem werden Ihnen Mitmenschen, die Interesse an Ihren Arbeiten haben, auch den nötigen Ansporn liefern.

Tipp 4: Bleiben Sie fokussiert!

Es gab Zeiten in meinem Leben, da habe ich jede wache Sekunde mit der Verwirklichung meiner künstlerischen und beruflichen Ziele (die ja im Grunde miteinander identisch sind) verbracht. Zugegeben, waren die Risiken der Ablenkung damals noch etwas geringer, als sie heute sind. Aber seien Sie sich bewusst, dass viele Dinge, die mit Fernsehen, Smartphone und Social Media zusammenhängen, wahre Zeitfresser sind, die Ihnen bei der Verwirklichung Ihrer Ziele nicht helfen. Minimieren Sie daher die Zeit unbedingt, die Sie mit diesen Medien verbringen.

Fazit

Sei Du selbst und nicht derjenige, den die Gesellschaft von Dir erwartet.

Vielleicht werden Sie denken, dass ich gut reden habe, nur weil mir die Selbstverwirklichung geschafft habe. Aber warum ist mir das gelungen? Weil ich stets „mein Leben gelebt habe“. Konventionen in Frage gestellt und mich davon gelöst. Ich möchte Ihnen sagen, dass auch Sie, dass jeder ein Lebenskünstler werden kann, wenn er zu seiner/ihrer Freiheit steht und diese voll und ganz bejaht. Es ist ein anstrengender, aber in jeder Hinsicht lohnender Weg. 

Autor Bernd Luz

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Stehe zu 110% hinter dem was du tust

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jungold Spermidin Premium Nahrungsergänzungsmittel 2 Min 2 Mio

Die Gründer von jungold, Spermidin Premium ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup jungold doch kurz vor!

Kurz beschrieben sind wir eine Gruppe aus Personen, die schon über mehrere Jahre hinweg im Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln tätig sind. Selbstverständlich nicht alle im gleichen Ausmaß, aber trotzdem verbindet uns das Interesse an Nahrungsergänzungsmitteln schon länger. Schlussendlich kam es dann dieses Jahr dazu, dass wir mit der Marke „jungold“ beschlossen haben, Nahrungsergänzungsmittel, die in Österreich produziert werden, im Einzelhandel zu möglichst erschwinglichen Preisen für jedermann zu platzieren. Dabei hoffen wir natürlich, dass uns der Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen dementsprechenden Rückenwind und eine erste Bekanntheit verleiht, damit wir dieses Ziel erreichen können. 

Kurz umrissen: jungold fokussiert sich auf hochwertige Nahrungsergänzungsmittel ohne künstliche Zusätze und den bekannten „Schnickschnack“ und möchte einer breiten Masse an Personen Produkte zugänglich machen, die bisher nur sehr teuer erhältlich waren.

Wie ist die Idee zu jungold entstanden?

Vor knapp 2 Jahren stießen wir das erste Mal auf Spermidin, damals noch mit einer etwas anderen Unternehmensstruktur, und fingen an, Produkte rund um den Inhaltsstoff „Spermidin“ zu entwickeln. Schlussendlich gelang es uns, auch das Interesse externer Personen für unsere Produkte zu entfachen und gründeten darum unser Unternehmen „jungold“. Das Ziel hierbei, hochwertige Nahrungsergänzungsmittel mit höchstmöglicher Transparenz und ohne „Schnickschnack“ anzubieten, stand für uns immer an erster Stelle und kam vor allem auch gut an. Durch verschiedene Zusammenarbeiten mit Universitäten und Laboren gelang es uns ebenfalls, die Hochwertigkeit unserer Produkte nachzuweisen und wir bewarben uns bei 2 Minuten 2 Millionen.

Neben unserem eigenen Onlineshop und der Listung auf amazon.de wollen wir nun im Einzelhandel Fuß fassen und hoffen hier mit unserem Fernsehauftritt den ersten Schritt tätigen zu können.

Welche Vision steckt hinter jungold?

Es ist heutzutage nicht mehr leicht, mit Nahrungsergänzungsmitteln erfolgreich zu sein, weil der Markt nahezu tagtäglich Konkurrenten hervorbringt, deren Qualitätsansprüche oftmals nicht ganz so hoch sind, und die sich ebenso des Öfteren auf einen Massenverkauf zu relativ günstigen Preisen fokussieren. Genau diesem Geschäftsmodell stellen wir uns „größtenteils“ entgegen. Warum größtenteils? Weil wir unseren Kunden, unsere Produkte, sehr wohl zu möglichst erschwingliche Preise anbieten wollen. Dabei steht trotzdem die Qualität und Transparenz für uns an oberster Stelle.

Wer ist die Zielgruppe von jungold?

Die Zielgruppe von jungold ist breit gefächert. Die Wirkung bzw. Anwendung von Spermidin findet mehr und mehr den Weg in die Gesellschaft, und wird durch Medienberichte aus Forschungsergebnissen bestärkt. Wir können unsere Zielgruppe als jene Personen definieren, die ein ausgeprägtes Maß an Gesundheitsbewusstsein aufweisen und ihrem Körper etwas Guten tun wollen. Tendenziell findet man diese Gruppe an Personen in einem Altersschnitt ab 35 Jahren aufwärts, denn man braucht sich nur zu fragen ob man selbst mit Mitte 20 schon an das „altern“ oder gar das „gesunde Altern“ gedacht hat?

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir verfolgen das Format 2 Minuten 2 Millionen schon seit Jahren. Es ist interessant zu sehen, wie die „Pitcher“ auf die Investorinnen und Investoren wirken, was dabei wichtig ist, wonach gefragt wird und was schlussendlich zu einem „Deal führt“. Wir hatten immer schon gescherzt, vielleicht mal selbst vor der Kamera zu stehen und eine Idee bzw. ein Produkt zu präsentieren, und nun passiert es tatsächlich. Anfangs scherzt man darüber, dann werden die Gespräche immer ernster, und ehe man sich versieht sitzt man schon bei Puls4 in der Vorbereitung für den Pitch, ein unglaubliches Erlebnis!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Tja, das ist immer die Frage. Wie bereitet man sich auf ungewisse Fragen vor? Wir haben versucht, unser Produkt ohne große Umschweife ehrlich und transparent zu präsentieren. Wir waren uns alle einig, dass dies der falsche Platz für „überschwängliche“ Versprechungen oder erfundene Informationen sein würde. Gleichzeitig war klar, dass unser bisheriger Werdegang eines deutlich hervorbrachte: „Sei ehrlich, sei transparent, und sag was Sache ist“.

Und genau daran haben wir uns gehalten. Hierbei kam auch noch die Idee auf, den Spieß der Sendung einmal umzudrehen. Im Normalfall präsentieren die Unternehmerinnen und Unternehmer ihr Produkt bzw. ihre Dienstleistung und bieten den Investorinnen und Investoren daraufhin anhand einer zuvor überlegten Firmenbewertung einen prozentualen Anteil des Unternehmens an.

Wir wollten, dass „Hellhörigkeit“ ausbricht wenn wir 10% unseres Unternehmens für 1 Euro anbieten. Der Hintergrund war, dass wir auf der Suche nach einem geeigneten Netzwerk waren, um unsere Produkte im Einzelhandel platzieren zu können. Und naja, ich denke der Pitch kam ganz gut an.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ein „Wahnsinns Gefühl“ dabei zu sein, im Fernsehen ausgestrahlt zu werden und ein Teil des Formats 2 Minuten 2 Millionen zu sein. Ebenfalls ist es unglaublich aufregend, die Investorinnen und Investoren persönlich kennenzulernen, sich zu unterhalten und gemeinsam über „mögliche“ zukünftige Dinge zu sprechen. Im Laufe verschiedener Gespräche erkennt man, dass auch die Investorinnen und Investoren vor (für sie mittlerweile) banalen Problemen standen, so wie man es selbst nun als Startup tut. Und das motiviert ungemein, denn die Botschaft, die von erfolgreichen Menschen transportiert wir ist stets niemals aufzugeben und an sich selbst bzw. sein Vorhaben zu glauben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf jungold aufmerksam werden?

Wie beschrieben kann dieses Format ein unglaubliches Sprungbrett darstellen, sofern das Unternehmen und die Idee selbst stimmig sind. Demnach war es sehr wichtig, diese Erfahrungen zu machen, sich aus der Komfortzone zu bewegen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Es ist ja nicht nur die Show an sich die Aufsehen erregt und interessant ist. Es ist auch was danach bzw. währenddessen alles passiert, wen man kennenlernt, welche Kontakte man knüpft, welches Netzwerk man sich damit aufbauen kann.

Selbstverständlich muss man damit rechnen, dass nicht jeder gleich ein „Fan“ des präsentierten Unternehmens sein wird, doch auch daraus lernt man und nimmt einiges für die persönliche Zukunft mit.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Unser Ziel war es immer, einen Platz im Einzelhandel zu ergattern und dabei möglichst viel Bekanntheit durch bereits etablierte Unternehmen zu erlangen. Demnach fokussierten wir uns speziell auf Herrn Zech und Herrn Kuntke, um vielleicht durch deren Zuschaltung einen Startbooster zu erhalten, sowie auf Fr. Schneider, um im Mediashop Imperium vielleicht unterzukommen. Natürlich muss man dazu sagen, dass dies nicht in Stein gemeißelt sondern lediglich unsere Wunschvorstellung war. Wir würden uns selbstverständlich gegen keines der möglichen Angebote wehren.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Nach der Sendung gab es eine Reihe an Gesprächen und Terminen mit unseren Investorinnen und Investoren. Es wurden viele organisatorische Dinge erledigt, sowie die weitere Vorgehensweise geplant. Wir begannen mit der Produktion und Vorbereitungen für den Austrahlungstermin, Website, Onlineshop, Bestückungen bei Investoren, etc.

jungold, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wo der Weg hingeht wissen wir natürlich nicht, aber wir sind höchstgradig motiviert, schnellstmöglich weitere Produkte auf den Markt zu bringen. Wir planen vielen und freuen uns über tatkräftige Unterstützung unserer Investorinnen und Investoren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es klingt zwar nach einem Klischee, jedoch bestehen die wichtigsten Dinge für angehende Gründe immer in den Folgenden:

Überlege dir genau was du tust

Stehe zu 110% hinter dem was du tust

Lass dich durch Steine in deinem Weg niemals an deinem Vorhaben zweifeln

Foto: Fotocredits: (c) jungold gmbh / Robert Illemann

Wir bedanken uns bei Christian Gubik und Roman Sixl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Genieße jede Sekunde von diesem verrückten Weg

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Mutbox aus deiner Komfortzone ins Handeln 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von RealTalk, Mutbox bringt dich aus deiner Komfortzone ins Handeln, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup RealTalk doch kurz vor!

Wir sind ein junges Start Up aus der Steiermark, das sein täglich Brot damit verdient, die coolsten Events Österreichs zu veranstalten. RealTalk ist ein inspirierendes Event, bei dem 3 Sprecher Inhalte liefern, die wir in der Schule nicht gelernt haben. Mit unseren Events verfolgen wir das Ziel, Bildung cool zu machen! Bei uns begeistern und inspirieren dich beeindruckende Menschen, von der Nonne bis zum Multimillionär.

Wie ist die Idee zur Mutbox entstanden?

Georg und Philipp challengen sich gerne gegenseitig. Einige Freunde haben das mitbekommen und darum  gebeten, mitmachen zu dürfen. Beim Jahreswechsel von 2019 auf 2020 machten wir uns intensiv Gedanken,  mit welchem Produkt wir unsere Veranstaltungen bereichern könnten. Als Test beklebten wir 200 Stühle  unserer Gäste an der Unterseite mit zehn verschiedenen Mutaufgaben. Unsere Gäste hatten zwei Wochen Zeit, diese zu erledigen. 

Wir erhielten enorm gutes Feedback und viele Nachrichten, dass die Aufgaben erfüllt  worden waren und welch große Freude unsere Gäste an der Umsetzung hatten. Das hat uns gezeigt, dass  Menschen enorm gerne Aufgaben mitbekommen, die es zu erledigen gilt. Wissen alleine ist zu wenig. Wir  Menschen möchten Handeln. Wir möchten die Dinge gerne umsetzen. 

Daraufhin entschieden wir uns, ein professionelles Produkt auf den Markt zu bringen, das viele Ideen liefert, konkret ins Handeln bringt, challenged und durch inspirierende Zitate den „Link“ zur  Persönlichkeitsentwicklung wahrt. Mit der Mutbox fordern wir ihre Besitzer Woche für Woche heraus, ihre Komfortzone zu verlassen. Die 52 individuellen Aufgaben die in der Box enthalten sind, sollen dich mutiger machen. Unter anderem indem du deinen inneren Schweinehund überwindest,  Entscheidungen triffst und lernst „Nein“ zu sagen, um für dich und andere einzustehen.

Welche Vision steckt hinter der Mutbox?

Da wir in Österreich freien Zugang zu jeglichem Wissen haben, aber viele nicht wissen wie sie es anwenden sollen, haben wir uns mit der Mutbox die Aufgabe gemacht, “Handeln” zu trainieren. Denn die meisten Menschen wissen ja genau was sie ändern sollen, setzen es aber nicht um, weil sie es einfach nicht gewohnt sind sich aus der Komfortzone zu bewegen. Wir möchten mit der Mutbox Menschen in der DACH – Region mutiger machen und es ihnen leichter machen, sich immer wieder aus der Komfortzone zu bewegen.

Wer ist die Zielgruppe von der Mutbox?

Unsere Zielgruppe beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung. Menschen, die gerne handeln und umsetzen, an Challenges teilnehmen und bei jeder Gelegenheit wachsen wollen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

COVID-19 hat unser gesamtes Geschäftsmodell auf den Kopf gestellt, uns den Boden unter den Füßen weggezogen und unsere Umsätze auf Null gesetzt. Acht geplante Veranstaltungen mit knapp 2.000 Besuchern wurden abgesagt.

„He, die Mutbox ist das perfekte Produkt für 2 Minuten 2 Millionen, gemma hin?“ Mit dieser Frage hat die spannende Reise begonnen.

Die Mutbox war unsere Hoffnung, als Unternehmen weiterhin fortbestehen zu können Mithilfe vom 2M2M-Investment sahen wir eine Chance, die Mutbox einerseits in großer Stückzahl zu produzieren und andererseits sie der breiten Masse vorzustellen.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben sämtliche Pitches angeschaut, die wir finden konnten und zusätzlich drei Freunde von RealTalk gefragt, ob sie für uns Probe-Investoren spielen könnten! Sie haben uns Fragen gestellt, die möglicherweise auch die Investoren stellen könnten. Das waren teilweise auch sehr schwierige und kritische Fragen, damit wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Wir haben dieses Trockentraining genutzt, um uns bestmöglich vorzubereiten.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das war natürlich unfassbar motivierend für uns. Wir sind Menschen, die andere Menschen ins Handeln bringen möchten. Deswegen wollten wir diese Chance nutzen, um genau das zu tun! Bei 2 Minuten 2 Millionen hatten wir die Möglichkeit unser Herzensprojekt – die Mutbox Tausenden von ZuschauerInnen vorzustellen. Und was könnte motivierender sein als das?

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? 

Dieser Schritt war für uns als Start up sehr wichtig, aber auch als Menschen. Da wir ja ständig von Persönlichkeitsentwicklung sprechen, war diese Erfahrung für unsere persönliche Entwicklung sehr wertvoll. Doch wenn wir ehrlich sind, wüssten wir nicht wie wir unsere Firma ohne dem Investment weiterführen hätten können.

Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf die Mutbox aufmerksam werden?

Der mediale Ansturm nach der Sendung war enorm. Viele Zeitschriften wurden auf uns aufmerksam. Im gesamten DACH-Raum wurden Mutboxen und Deep Talkboxen bestellt. Bis zum heutigen Tag, 14 Tage danach, haben wir noch nicht alle Bestellungen verschicken können.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Florian Gschwandtner: da er ein Experte in der Digitalisierung ist und viel Erfahrung im Skalieren von Produkten hat.

Fotocredit (c) PULS 4_Gerry Frank

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Nach der Sendung wurde gemeinsam mit Alexander Schütz und seinem Team eine GmbH gegründet und wir entwickelten unserer zweite Box: Die Deep Talkbox. Nun liegt der Fokus am Marketing der Mutbox und der Deep Talkbox.

RealTalk, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der zweite große Schritt wurde getan. Nach der Show wurde sofort die Schwester der Mutbox präsentiert: Die Deep Talkbox. In ihr sind 100 Fragen, für Paare und Freunde, die man sich sonst nicht stellt, enthalten. Jedes Jahr möchten wir eine neue Box entwickeln die dem Besitzer mehr Glück, Erfolg und Liebe in sein Leben bringt.

In fünf Jahren werden wir mit unseren zwei Firmen ein wunderbares Team von 20 Menschen haben, die das gemeinsame Ziel, andere Menschen glücklicher und positiver zu machen, haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.    Genieße jede Sekunde von diesem verrückten Weg. Es kann sehr schnell gehen und auf einmal hast du eine funktionierende Firma in dem der Alltagstrott schneller kommt als gedacht und du fährst den Karren in den Dreck. We never know.

2.    Vergleiche dich niemals mit anderen. Ja, schau dir von den Besten soviel ab wie möglich, aber vergleiche dich nicht mit Facebook und Co. Da schneidest du immer schlecht ab. Konzentriere dich auf deinen Impact den du machst und sei stolz drauf was du schaffst!

3.    Arbeite hart, aber Reste auch hart! Pausen sind genauso so wichtig wie die aktive Zeit! Komm zur Ruhe! Geh in die Natur! Nimm dir immer wieder Abstand von deinem geliebten Baby. Dadurch wirst du kreativer, glücklicher und produktiver!

Wir bedanken uns bei Christian Gubik und Roman Sixl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sprecht mit vielen über eure Idee

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swilook outfits community swipen

Swilook stylische Outfits von anderen aus der Community suchen, finden und swipen

Stellen Sie sich und das Startup Swilook doch kurz unseren Lesern vor! 

Hey zusammen, ich bin Constantin Wolf 20 Jahre alt und der Gründer von Swilook. Ich studiere in Düsseldorf, und wir haben ein Bewertungsportal für coole Outfits entwickelt, dass dir die besten Styles und nachhaltigen Trends in deiner Umgebung anzeigt. Denn was gibt es Schlimmeres, asl morgens vor dem Kleiderschrank zu stehen und sich wieder mal zu fragen, ob man für heute was Cooles zum Anziehen hat. Darauf gibt dir Swilook klare Antworten: Welche Outfits sind in deiner Umgebung angesagt ? Welche Outfits inspirieren dich ? Sind deine Outfits ok mit Blick auf Nachhaltigkeit ? Welche Modelabels kommen deinen Erwartungen nahe ? Das ist die Idee von Swilook

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen ?

Die Gründungsidee hat mich schon in der Schulzeit gepackt. Seit ich als Schüler an einem Startup Workshop an der Heinrich-Heine-Universität teilgenommen habe, bin ich von der Startup Szene begeistert. Ich habe Lust, durch Innovation und kreative Ideen etwas zu verändern. In unserem Fall: Mehr Menschen sollen sich mit ihren Outfits wohlfühlen, und viele große Modemarken signalisieren, dass sie nachhaltiger werden wollen. Ich bin der Meinung, dass heute viel mehr junge Menschen Initiative zeigen, ein eigenes Unternehmen aufbauen, um einen attraktiven Arbeitsplätze zu schaffen und um Dinge neu und anders zu denken. 

Ich habe es außerdem gegründet, um in vielen Bereichen eine Menge zu lernen, denn gerade am Anfang muss man sich mit ziemlich vielen Bereichen auseinandersetzten und sich eine Menge selber beibringen. Man lernt allerdings nicht nur thematisch super viel, sondern auch über sich selbst als Person: Wie gehe ich mit Druck und Problemen um ? Wie strukturiere ich mich perfekt, um so effizient wie möglich zu sein?

Welche Vision steckt hinter Swilook ? 

Grundsätzlich möchten wir Menschen dazu empowern, die Mode zu tragen, mit der sie sich wohlfühlen, und für jeden die perfekte Inspiration für jeden Anlass bieten. Wir beschreiben unsere Vision auch gerne damit, dass wir die Blicke, die man auf der Straße bekommt, vorher digital einfangen. Allerdings ist unser Hauptziel, die Modewelt deutlich nachhaltiger zu gestalten, weshalb wir auch kleinere nachhaltige Modemarken mit Wachstumspotential begleiten wollen und so dafür sorgen, dass es Alternativen zur Fast Fashion gibt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert ?

Die größte Herausforderung bisher war das Finden von guten Entwicklern, da Startups boomen und viele Gründer jemanden suchen, der die technische Komponente abdeckt. Wir haben zum Glück super Entwickler gefunden, die sich für unsere Idee entschieden haben. 

Ansonsten gibt es eigentlich jeden Tag neue Herausforderungen. Oft nur kleinere, wie zum Beispiel den Versand von Kleiderbügeln aus recyceltem Kunststoff und Wiesengras zu organisieren, aber das macht es auch nie langweilig.Für die Idee Swilook habe ich das NRW Gründerstipendium erhalten und so auch die Gründung und die erste Version unserer App finanziert. Das heißt, wir sind noch eigenfinanziert. 

Wer ist die Zielgruppe von Swilook ?

Die Zielgruppe umfasst grundsätzlich jeden der morgens vor seinem Kleiderschrank steht und sich fragt: „What the f*** ziehe ich heute an?“ Vor allem aber Menschen, die für Mode leben und ständig auf der Suche nach dem nächsten stylischen Outfit sind. 

Wie funktioniert Swilook? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern ?

Mit der „Swilook“-App kannst du stylische Outfits von anderen aus der Community suchen, finden und „swipen“. Du kannst nach links oder rechts wischen. Willst du für das Outfit dein Like geben, swipst du nach rechts. Wenn du ein Outfit hochlädst, sieht du die Anzahl der Likes in deinem Profil. Bei Swilook kannst du nicht diskriminiert werden. Es werden nur Likes gezählt, Kommentare sind nicht möglich. 

Eine zusätzliche Funktion besteht im Swipen nach oben. Damit speicherst du das Outfit in deinem virtuellen Kleiderschrank. Die Vorteile liegen darin, dass man erstens selber den Radius einstellen kann, indem man suchen möchte. Aber mit der größte Vorteil ist, dass es bei uns keinerlei Diskriminierung gibt, weshalb Menschen in einer guten Atmosphäre ihren Style präsentieren können. 

Uns unterscheidet von anderen, dass wir kein anonymer Onlineshop sind. Bei uns geht es auch um die Menschen hinter den Outfits. Wir wollen eine große Community schaffen, bei der man Feedback bekommt. Außerdem unterscheidet uns, dass unser Fokus ganz klar auf nachhaltiger Fashion liegt, in dem du Vorschläge für interessante nachhaltige Modestores bekommst, die direkt bei dir in der Nähe sind.

Swilook, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren sehe ich mich als Teil eines großen Swilook Teams, dass es geschafft hat, die großen Modemarken nachhaltig zu machen. Damit jede/r der morgens vor dem Kleiderschrank steht, weiß, was man anziehen soll. Außerdem, dass mehr Menschen ermutigt werden, zu ihrem persönlichen Style zu stehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sprecht mit vielen über eure Idee: Der Austausch untereinander ist super wichtig, und gerade am Anfang ist es total wichtig, so viel Feedback zu bekommen, wie es nur geht.

Vernetze dich auch mit Menschen aus anderen Bereichen:

Man bekommt oft ganz neue Denkansätze und Ideen, bestimmte Prozesse neu oder anders zu denken, wenn man aus unterschiedlichsten Bereichen Input und auch Wissen bekommt. 

Hinterfrage ständig:

Versuche häufig bestimmte Dinge zu hinterfragen, damit du nicht in deiner Denkbubble stecken bleibst. Außerdem hilft es dir, deinen Kunden besser zu verstehen. Denn darauf kommt es an.

Wir bedanken uns bei Constantin Wolf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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