Donnerstag, September 10, 2026
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ARX Industries startet Serienfertigung moderner UGV-Systeme für Europa und die Ukraine

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ARX Industries startet die industrielle Serienfertigung des UGV Rys Pro. Das Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers stärkt Europas Verteidigung. Die Vereinbarung wurde auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig im Beisein des stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister Serhiy Boyev sowie von Ihor Fedirko, CEO des Ukrainian Council of Defence Industry, unterzeichnet.

Key Takeaways

  • ARX Industries ist ein Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers zur industrialisierten Fertigung unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV).
  • Das Unternehmen bündelt die Expertise beider Firmen und plant die Produktion des UGV-Systems Rys Pro in Deutschland und der Ukraine.
  • Ziel ist es, die ukrainischen Streitkräfte bis 2026 mit 50.000 UGVs auszustatten und die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken.
  • Die Partnerschaft wird von den Regierungen der Ukraine und Deutschlands unterstützt und beschleunigt die Bereitstellung einsatzerprobter UGV-Systeme.
  • Operative Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Produktion ein, um die Effizienz und Reaktionsfähigkeit zu verbessern.

ARX Industries ist das neue Joint Venture von ARX Robotics und Roboneers und soll die industrielle Serienfertigung moderner unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV) vorantreiben. Mit Produktionsstandorten in Deutschland und der Ukraine will das Unternehmen den steigenden Bedarf an softwaredefinierten Bodensystemen decken und gleichzeitig die europäische Verteidigungsindustrie stärken.

Die Vereinbarung wurde auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig im Beisein des stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister Serhiy Boyev sowie von Ihor Fedirko, CEO des Ukrainian Council of Defence Industry, unterzeichnet.

ARX Industries bündelt Entwicklung und industrielle Fertigung von UGV-Systemen

ARX Robotics und Roboneers haben heute die Gründung von ARX Industries bekannt gegeben, einem Joint Venture zur industriellen Serienfertigung unbemannter Bodenfahrzeuge (UGV). Das Unternehmen wird das UGV-System Rys Pro in großem Maßstab produzieren und dadurch den ukrainischen Streitkräften softwaredefinierte Fähigkeiten im Bereich unbemannter Bodensysteme bereitstellen.

Das Joint Venture bündelt die Expertise beider Unternehmen in der Entwicklung, industriellen Fertigung und dem operativen Einsatz von UGVs. Ziel ist es, die schnell wachsende Nachfrage nach unbemannten Bodensystemen auf dem modernen Gefechtsfeld zu bedienen und einen direkten Beitrag zum ukrainischen Vorhaben zu leisten, die Streitkräfte bis 2026 mit 50.000 UGVs auszustatten.

Der Rys Pro wird künftig in Deutschland und der Ukraine produziert

ARX Industries wird den Rys Pro an Standorten in Deutschland und der Ukraine produzieren und so industrielle Skalierbarkeit mit der Nähe zum Einsatzgeschehen vereinen. Bereits im ersten Betriebsjahr ist die Produktion von mehreren Tausend Systemen geplant. In den Folgejahren soll die jährliche Kapazität schrittweise auf einen fünfstelligen Bereich ausgebaut werden.

ARX Industries übernimmt dabei Fertigung, Instandhaltung und operative Unterstützung der Systeme und schafft damit eine langfristige industrielle Basis für souveräne UGV-Fähigkeiten in Europa. Das Joint Venture ist ein wichtiger Baustein für den Ausbau der europäischen Verteidigungsindustrie und stärkt die Fähigkeit europäischer Partner, kritische unbemannte Bodensysteme in großem Maßstab zu entwickeln, zu produzieren und einsatzbereit zu halten.

ARX Industries stärkt Europas Verteidigungsindustrie mit moderner Robotik

Die Kooperation wird von der ukrainischen und der deutschen Regierung unterstützt und unterstreicht die strategische Bedeutung des Vorhabens für die europäische Verteidigungssouveränität. Im Rahmen der Initiative „Build with Ukraine“ beschleunigt die Partnerschaft die Bereitstellung einsatzerprobter UGV-Systeme für die ukrainischen Streitkräfte und stärkt zugleich die europäische Verteidigungsfähigkeit.

Die Systeme kommen in missionskritischen Szenarien zum Einsatz, darunter Verwundetenevakuierung, Frontlogistik, Minenlege-, Minenräum- sowie Kampfunterstützungsmissionen. Operative Erkenntnisse aus dem Fronteinsatz fließen dabei kontinuierlich in die Produktion ein. Jede neue Fertigungscharge basiert auf den neuesten Erfahrungen aus dem Einsatzgeschehen – ein direkter Rückkopplungsprozess zwischen Einsatzraum und Produktion und ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit.

Maximilian Wied, Mitgründer und CFO von ARX Robotics, erklärt:

„Jede Woche ohne die richtige Ausrüstung kostet Menschenleben auf dem Gefechtsfeld. ARX Industries ist unsere gemeinsame Antwort auf diese Dringlichkeit. Eine Produktionsplattform, die darauf ausgelegt ist, einsatzerprobte UGV-Systeme schneller und in einem Umfang bereitzustellen, der einen spürbaren Unterschied im Einsatz macht.“

Anton Skrypnyk, Executive Chairman von Roboneers, sagt:

„Die Ukraine hat gezeigt, dass Robotik auf dem Gefechtsfeld den Unterschied macht. Mit ARX Industries bringen ARX Robotics und Roboneers diese Fähigkeiten nun in den industriellen Maßstab und liefern einsatzerprobte UGV-Systeme schneller als je zuvor an die ukrainischen Streitkräfte. So wird ‚Build with Ukraine‘ in der Praxis umgesetzt.“

Foto/Quelle: ARX Robotics

Nordwærme bringt energieeffiziente Raumkühlung per Fußbodenheizung

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Fußbodenheizung von Nordwærme für Raumkühlung

Raumkühlung mit staatlicher Förderung – Startup mit cleverem Trick

Fußbodenheizung im Sommer?! Wie Flächenkühlung der Hitzewelle ein Schnippchen schlägt

Klimaanlagen gelten als teure und umweltschädliche Energiefresser. Das Startup Nordwærme Fußbodenheizungen denkt die Kühlung neu und schafft so die Möglichkeit für eine energieeffiziente, angenehme Raumkühlung – und das sogar mit staatlicher Förderung.

Fußbodenheizung sorgt auch im Sommer für angenehme Raumkühlung

Das Grundprinzip ist einfach: Moderne Wärmepumpen lassen sich flexibel und ressourcenschonend vom Heizmodus in den Kühlbetrieb umschalten. In Verbindung mit einer nachgerüsteten Fußbodenheizung von Nordwærme entstehen so angenehm temperierte Wohnräume – ohne teure Klimageräte, störendes Surren oder eiskalte Zugluft.

„Wir nutzen die Fußbodenheizung somit konsequent über das ganze Jahr hinweg – im Sommer zur Kühlung und im Winter als Wärmespender“, erläutert Sönke Löser, Mitgründer von Nordwaerme.de. „Besonders freut uns, dass wir unsere Lösung auch bei bestehenden Immobilien in kurzer Zeit nachrüsten können.“

Flächenkühlung ohne kalte Füße

Sorgen um Unterkühlung braucht dabei niemand zu haben. Da die Fußbodenheizung auf großer Fläche arbeitet, erreicht sie bereits mit minimaler Kühlung eine starke Wirkung auf den Raum. Der Boden entzieht der Raumluft langsam und gleichmäßig die stehende Hitze, ohne dass unterkühlte Füße zu befürchten sind.

Nachrüstung in wenigen Wochen abgeschlossen

Für die Nachrüstung wird zunächst der alte Bodenbelag entfernt. Anschließend fräst Nordwærme die Kanäle direkt in den Untergrund. Nach dem Verschließen der Kanäle und dem Verlegen eines neuen Bodenbelags gewinnen die Räume auch optisch.

Die Installation erfolgt in drei Schritten: Nach dem Entfernen des alten Bodenbelags fräst Nordwærme die Kanäle für die neue Fußbodenheizung direkt in den Estrich. Anschließend werden die Rohre verlegt und die Kanäle wieder verschlossen. Zum Abschluss übernimmt ein Bodenleger den neuen Bodenbelag.

Die Kosten für die Fußbodenheizung liegen – abhängig von Raumgröße und Boden – meist zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Die Arbeiten des Bodenlegers kommen zusätzlich hinzu. Nach zwei bis drei Wochen ist das Projekt abgeschlossen und das Gebäude für die kommende Kühl- und Heizsaison gerüstet.

Energieeffizient heizen und staatliche Förderung nutzen

„Der Clou ist, dass der Betrieb im Winter spürbar sparsamer ist“, ergänzt Sönke Löser. „Im Gegensatz zu klassischen Heizkörpern arbeitet die Fußbodenheizung deutlich effizienter. Das sorgt für eine gemütliche Wärme bei wesentlich geringerem Energieeinsatz.“

Da die Sanierung die energetische Bilanz eines Hauses verbessert, profitieren Eigentümer häufig von staatlichen Zuschüssen. Bei Einzelmaßnahmen werden in der Regel 20 Prozent der Kosten übernommen. Wird das System im Rahmen einer umfassenden energetischen Modernisierung zusammen mit einer neuen Wärmepumpe installiert, sind sogar Förderquoten von mehr als 50 Prozent möglich.

Wer bereits eine moderne Wärmepumpe nutzt, benötigt häufig nur noch das effiziente Verteilersystem unter dem Boden, um die Kühlfunktion zu aktivieren. Nordwærme spezialisiert sich dabei auf das fachgerechte Einfräsen der Bodenkanäle.

Soll zusätzlich eine neue Wärmepumpe installiert werden, stellt das Unternehmen gerne den Kontakt zu spezialisierten Fachbetrieben aus der jeweiligen Region her.

Kurz-FAQ zur Fußbodenkühlung

Geht das nicht auch mit klassischen Heizkörpern?

Nein. Herkömmliche Heizkörper besitzen eine zu kleine Oberfläche für eine effektive Raumkühlung. Zudem würde an den kalten Metallflächen Luftfeuchtigkeit kondensieren und Schäden verursachen. Die Fußbodenheizung nutzt dagegen ihre große Fläche und benötigt lediglich eine Wassertemperatur von etwa 18 bis 20 Grad, um Räume sanft und kondensatfrei zu kühlen.

Bekomme ich dabei nicht zu kalte Füße?

Nein. Es handelt sich um eine angenehme Flächenkühlung. Der Boden entzieht dem Raum lediglich die stehende Hitze. Das Raumgefühl ähnelt dem Aufenthalt in einer angenehm kühlen Kirche – ganz ohne Zugluft oder den typischen Erkältungseffekt klassischer Klimaanlagen.

Welche Leistungen sind bei Nordwærme inklusive?

Nordwærme konzentriert sich auf das Einfräsen der Kanäle in den Estrich, das Verlegen der Heizrohre sowie das Verschließen mit einem Zwei-Komponenten-System. Folgearbeiten wie Nivellierung, neuer Bodenbelag und der Anschluss an das Heizungssystem werden von regionalen Fachbetrieben übernommen.

Bildcredits Nordwærme

Quelle Nordwærme – Fußbodenheizung

PapierNest: Was steckt hinter dem Wachstumskurs des Unternehmens?

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PapierNest: Handel und Karten neu gedacht Burkhard Schepermann und Constantin von Braun CO-GRÜNDER UND GESCHÄFTSFÜHRER von PapierNest Copyright PapierNest

PapierNest entwickelt Konzepte für den Handel und zeigt, warum Karten weit mehr als Produkte sind und welche Rolle sie für moderne Sortimente spielen

Wie ist PapierNest entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

Burkhard Schepermann: Constantin und ich haben 2009 angefangen, mit dem Goldbek Verlag, in einem Markt, den alle für gesättigt hielten. Wir haben das anders gesehen. Uns hat von Anfang an angetrieben, dass eine Karte Emotionen und Wertschätzung transportiert, an die keine WhatsApp, E-Mail oder SMS je herankommt. Und wir waren überzeugt, dass der Markt das noch viel zu wenig einlöste. Das Design und die Konzepte hatten sich seit Jahren kaum bewegt. Das war für uns eine Einladung, keine Abschreckung. Außerdem haben wir den Anspruch kein weiterer Verlag zu sein, sondern ein System zu bauen, das dem Handel Komplexität abnimmt und die Kategorie strukturell verbessert.

2022 haben wir dann den Schweizer Verlag ABC übernommen, einen der traditionsreichsten Grußkartenverlage überhaupt, über 120 Jahre alt. Daraus ist PapierNest geworden. Constantin und ich führen das Unternehmen heute gemeinsam, mit rund 140 Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Welche Idee stand am Anfang von PapierNest und wie hat sie sich bis heute weiterentwickelt?

Constantin von Braun: Die ursprüngliche Idee war eigentlich simpel: Grußkarten machen, die wirklich gut sind. Nicht beliebig, nicht Massenware, sondern Karten, die jemand gerne in die Hand nimmt, die man aufhebt, weil sie einem etwas bedeuten. Diese Überzeugung hat sich nicht verändert. Was sich verändert hat, ist der Maßstab. Wir denken heute nicht mehr nur in einzelnen Produkten, sondern in ganzen Sortimenten, Flächen, Handelspartnerschaften. Aus einem kleinen Hamburger Verlag ist eine Plattform geworden, die jährlich rund 25 Millionen Karten in fünf Sprachen entwickelt, produziert und vertreibt. Aber der Kern ist derselbe geblieben: Karten, die etwas bedeuten.

Was treibt euch an, den stationären Handel mit euren Konzepten neu zu denken?

Constantin von Braun: Der Handel kämpft. Flächen müssen sich rechnen, Sortimente müssen funktionieren, und der Aufwand für Einkauf und Warenpflege soll trotzdem überschaubar bleiben. Wenn ich sehe, wie viel Energie Händler in die Koordination vieler verschiedener Lieferanten stecken, da ist klar, dass das nicht die beste Nutzung ihrer Zeit ist. Wir wollen diese Komplexität abnehmen. Nicht als netter Zusatzservice, sondern als zentrales Versprechen: Ihr bekommt alles, was ihr im Kartensegment braucht, aus einer Hand, abgestimmt, sortiert, gut präsentiert.

Welche Vision verfolgt PapierNest für die Zukunft von Papeterie und Geschenkartikeln im Handel?

Constantin von Braun: Die Schweiz zeigt, wo die Reise hingeht. Dort sind wir bereits Marktführer, weil wir dort unseren Plattform Gedanken bereits konsequenter umsetzen können. Händler setzen auf uns, weil sie wissen: Wir liefern nicht einfach Karten. Wir denken mit. Wir übernehmen Verantwortung für die Fläche, für das Warenbild, für die Verfügbarkeit. Genau das wollen wir jetzt auch in Deutschland implementieren.

Wer gehört zu eurer zentralen Zielgruppe und wie unterstützt ihr Händler konkret im Alltag?

Burkhard Schepermann: Unser Herzstück ist der Facheinzelhandel, Papeterien, Buchhandlungen, Geschenkeläden. Dort liegt unsere Leidenschaft. Aber wir arbeiten natürlich auch mit größeren Ketten. Was uns unterscheidet: Wir kommen mit echtem Sortimentswissen in den Laden. Rund 65 Kolleginnen und Kollegen im Außendienst beraten Händler vor Ort, nicht nur bei der Bestellung, sondern beim Aufbau des gesamten Kartenbereichs. Parallel gibt es unseren B2B-Shop auf b2b.papiernest.de, über den Händler auch eigenständig und digital bestellen können. Beides zusammen: persönliche Betreuung und digitale Flexibilität.

Wie schafft ihr es, aus einzelnen Produkten emotionale und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreiche Sortimente zu entwickeln?

Burkhard Schepermann: Das klingt nach einem Widerspruch, ist es aber nicht. Eine Karte, die jemand berührt, die jemand wirklich verschenken will, die verkauft sich auch. Das Geheimnis ist, beides von Anfang an mitzudenken: Was erzählt diese Karte? Und wie verhält sie sich auf der Fläche neben den anderen? Wir haben klare Innovationszyklen, definierte Kriterien, konsequente Qualitätskontrolle. Und wir bringen jedes Jahr Hunderte von Neuheiten heraus, nicht um Regale zu füllen, sondern weil der Handel Rotation braucht und Kunden immer wieder etwas Neues entdecken wollen.

Was unterscheidet PapierNest von klassischen Lieferanten im Papeterie-Bereich?

Constantin von Braun: Ein klassischer Lieferant liefert. Wir denken an die Fläche. Das klingt wie ein Marketingsatz, aber dahinter steckt eine echte Haltung: Wir übernehmen Verantwortung dafür, dass das Sortiment auf der Verkaufsfläche funktioniert, als Gesamtbild, nicht als Ansammlung von Einzelartikeln. Welche Karten stehen nebeneinander? Wie führt die Präsentation den Kunden? Wann braucht ein Sortiment Rotation? Das denken wir mit. Das ist der Unterschied.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Zusammenarbeit mit dem stationären Handel und wie geht ihr damit um?

Burkhard Schepermann: Händler haben wenig Zeit und viel auf dem Tisch. Unser Angebot muss also sofort einleuchten, es darf keine lange Erklärung brauchen. Was hilft: dass wir in der Schweiz beweisen können, wie das Modell in der Praxis funktioniert. Marktführerschaft ist ein gutes Argument. Und unsere Außendienstkolleginnen und -kollegen sind echte Grußkarten-Profis, keine Vertreter, die einen Katalog durchblättern, sondern Berater, die mitdenken.

Wie wichtig ist die Präsentation am Point of Sale für euren Erfolg und wie setzt ihr diese um?

Constantin von Braun: Entscheidend. Karten sind oft ein Impulskauf, wer nicht hinschaut, kauft nicht. Und wer hinschaut, aber kein klares Bild sieht, geht weiter. Deshalb ist für uns Präsentation kein Thema, das nach der Produktentwicklung kommt, es fängt schon dabei an. Welche Formate passen zusammen? Welche Serien ergänzen sich? Wie entsteht auf der Fläche ein Warenbild, das anzieht? Das alles bringt unser Außendienst mit, zusammen mit den passenden Aufstelllösungen für Wand und Drehsäule.

Welche Rolle spielt die Plattform papiernest-partner.de in eurem Geschäftsmodell?

Burkhard Schepermann: Es ist unser digitaler Kanal zum Handel und ein wichtiger Baustein unserer Plattform-Idee. Händler können dort ihr Sortiment selbst zusammenstellen, einzelne Motive oder komplette Lösungen bestellen, bequem und flexibel, auch außerhalb der Geschäftszeiten. Für uns ist der B2B-Shop kein Ersatz für den persönlichen Außendienst, sondern eine Ergänzung. Wer lieber selbst steuert, kann das. Wer Beratung möchte, bekommt sie. Beides zusammen macht die Partnerschaft mit PapierNest einfach in der Praxis.

Welche nächsten Schritte und Entwicklungen plant PapierNest für die kommenden Jahre?

Constantin von Braun: Wir bauen die Plattform weiter aus, mehr Marken, mehr Kooperationen, mehr Sortimentskompetenz für den deutschen Markt. Das Ziel ist klar: dasselbe erreichen wie in der Schweiz. Die Übernahme des Pictura-Vertriebs in Deutschland Anfang 2026 war ein erster sichtbarer Schritt, weitere werden folgen. Parallel bringen wir jedes Jahr Hunderte von Neuheiten auf den Markt und setzen von Zeit zu Zeit größere Impulse, die über einzelne Produkte hinausgehen. Der Anspruch bleibt dabei immer derselbe: wirtschaftliche Wirkung für den Handel und echte emotionale Relevanz für die Menschen, die unsere Karten verschenken.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern mitgeben, die im Handelsumfeld ein Unternehmen aufbauen möchten?

Burkhard Schepermann: Erstens: Versteht den Handel, bevor ihr ihm etwas verkauft. Wer nicht weiß, wie eine Fläche funktioniert, wie Rotation gedacht wird, wie Einkaufsentscheidungen fallen, der hat es schwer. Das ist kein Wissen, das man aus Büchern holt. Man muss rein in den Laden.

Constantin von Braun: Zweitens: Partnerschaft schlägt Transaktion. Wer nur liefert, ist irgendwann ersetzbar. Wer mitdenkt, berät und Verantwortung übernimmt, wird zum Partner. Das klingt weich, hat aber sehr konkrete Auswirkungen auf Loyalität, Wiederkauf und Weiterempfehlung.

Burkhard Schepermann: Drittens: Habt Geduld mit der Vision, aber keine Geduld mit der Umsetzung. Gute Ideen brauchen Zeit, um im Markt anzukommen. Aber wer wartet, bis alles perfekt ist, wartet zu lange. Anfangen, lernen, anpassen, das ist der einzige Weg.

Bild Burkhard Schepermann und Constantin von Braun CO-GRÜNDER UND GESCHÄFTSFÜHRER von PapierNest Copyright PapierNest

Wir bedanken uns bei Burkhard Schepermann und Constantin von Braun für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ausbildung.de im Interview: Wohin entwickelt sich der AzubiTech Markt?

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Ausbildung.de analysiert die Entwicklung des AzubiTech Marktes und zeigt, warum Berufsorientierung zunehmend datengetrieben wird. Im Interview geht es um KI, Matching und die Zukunft der Fachkräftesicherung. Felix von Zittwitz

Ausbildung.de analysiert den AzubiTech Markt und zeigt, wie Berufsorientierung datengetrieben wird

Wie hat sich Ausbildung.de von einer Plattform für Berufsorientierung zu einem Unternehmen entwickelt, das den AzubiTech Markt systematisch analysiert und begleitet?

Ausbildung.de ist ursprünglich mit einer sehr einfachen Frage gestartet: Wie helfen wir jungen Menschen dabei, den passenden Berufseinstieg zu finden? Je länger wir im Markt arbeiten, desto deutlicher wurde allerdings, dass Berufsorientierung und Recruiting nur die sichtbare Oberfläche sind. Hinter den Herausforderungen des Ausbildungsmarktes entsteht seit Jahren ein eigenes Technologie Ökosystem. Unternehmen suchen nach Lösungen für Recruiting, Employer Branding, Berufsorientierung, Ausbildungsmanagement, Lernerfolg oder Retention. Gleichzeitig entstehen immer mehr spezialisierte Anbieter, die genau diese Probleme adressieren.

Durch unsere Marktposition sehen wir diese Entwicklungen sehr früh. Wir arbeiten mit tausenden Unternehmen zusammen, begleiten jährlich Millionen junge Menschen bei der Berufsorientierung und verfügen über umfangreiche Markt und Nutzungsdaten. Daraus entstand der Wunsch, diesen Markt systematisch zu erfassen und sichtbar zu machen.

Die AzubiTech Landscape ist unser Ansatz, eine Branche zu kartografieren, die es vor wenigen Jahren in dieser Form noch gar nicht gab.

Wer steckt hinter Ausbildung.de, und welche Erfahrungen helfen Ihnen dabei, die Entwicklungen im Ausbildungsmarkt einzuordnen?

Ausbildung.de ist Deutschlands führender Marktplatz für Berufsorientierung und den digitalen Berufseinstieg. Jedes Jahr nutzen mehrere Millionen junge Menschen unsere Angebote, um Berufe kennenzulernen, Orientierung zu finden und passende Ausbildungsplätze zu entdecken.

Gleichzeitig arbeiten wir mit mehreren tausend Unternehmen zusammen vom Mittelstand bis zum Großkonzern. Dadurch sehen wir beide Seiten des Marktes: die Perspektive junger Menschen und die Herausforderungen der Arbeitgeber.

Besonders wertvoll sind dabei die Daten und Einblicke aus unserem Azubi.Report, unseren Plattformdaten und unseren Produktentwicklungen. Dadurch können wir Entwicklungen häufig beobachten, bevor sie sich in offiziellen Statistiken oder Studien zeigen.

Warum entsteht aus Ihrer Sicht gerade jetzt ein eigenständiger AzubiTech Markt, und welche Faktoren treiben diese Entwicklung besonders stark an?

Aus meiner Sicht treffen aktuell drei große Entwicklungen aufeinander.

Erstens die Demografie. Bis 2030 verlassen rund 6,5 Millionen Menschen den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig bleiben schon heute jedes Jahr rund 54.000 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Zweitens verändert sich das Verhalten junger Menschen. Berufsorientierung findet zunehmend digital statt. Erwartungen an Transparenz, Geschwindigkeit und Individualisierung steigen.

Und drittens wird Technologie leistungsfähiger. KI und Datenanalyse ermöglichen heute Lösungen, die vor wenigen Jahren technisch oder wirtschaftlich kaum denkbar gewesen wären.

Dadurch entsteht ein eigenständiger, hoch dynamischer Markt. Denn Unternehmen können es sich immer weniger leisten, Ausbildung als rein administrisches HR Thema zu betrachten. Ausbildung wird zunehmend zu einer strategischen Frage der Fachkräftesicherung.

Mit Ihrer Marktübersicht dokumentieren Sie ein starkes Wachstum in mehreren Bereichen. Welche Entwicklung hat Sie persönlich am meisten überrascht?

Am meisten überrascht hat mich, wie schnell sich rund um Ausbildung ein eigenständiges Technologie Ökosystem entwickelt hat. Als wir 2023 die erste AzubiTech Landscape veröffentlicht haben, wollten wir vor allem sichtbar machen, welche Anbieter und Lösungen es in diesem Markt überhaupt gibt. Heute sehen wir ein ganz anderes Bild: Im Recruiting Bereich ist die Zahl der Anbieter von 43 auf 94 gestiegen. Employer Branding hat sich von 17 auf 43 Player mehr als verdoppelt. Auch die Bereiche Retention (20 → 39) und Administration (11 → 18) wachsen deutlich.

Das Spannende daran ist aber nicht nur das Wachstum selbst, sondern die Richtung. Es entstehen zunehmend Lösungen für Matching, Passung, Ausbildungsmarketing, Lernbegleitung oder die Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen. Daran lässt sich eine größere Entwicklung ablesen: Ausbildung wird zu einem Technologie und Datenmarkt. Besonders sichtbar wird das im Recruiting. Die dominante Frage lautet immer seltener: „Wie erreiche ich möglichst viele Bewerber?“ Sondern: „Wie erreiche ich die richtigen?“ Deshalb sehen wir immer mehr Lösungen, die Bewerberqualität, Cultural Fit, Conversion oder Berufsorientierung optimieren. Der Markt verschiebt sich von Quantität zu Qualität und genau das halte ich für die spannendste Entwicklung der letzten Jahre.

Recruiting bewegt sich folglich zunehmend weg von reiner Reichweite hin zu Passungslogiken. Welche Auswirkungen hat dieser Wandel auf Unternehmen und Bewerber?

Passung wird zum zentralen Erfolgsfaktor. Wir sprechen über unbesetzte Ausbildungsplätze. Gleichzeitig werden etwa 25 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse vorzeitig gelöst. Beides sind unterschiedliche Ausprägungen desselben Problems: fehlende Passung.

Lange Zeit war die vorherrschende Logik im Recruiting: möglichst viele Menschen erreichen und möglichst viele Bewerbungen generieren. Das funktioniert in einem Markt mit knappen Talenten immer schlechter. Denn eine unbesetzte Stelle hilft Unternehmen nicht weiter. Eine besetzte Stelle, die nach wenigen Monaten wieder frei wird, allerdings auch nicht.

Deshalb verschiebt sich der Fokus zunehmend auf die Frage, wie bessere Entscheidungen entstehen können auf beiden Seiten. Für Unternehmen bedeutet das, realistischer zu zeigen, was ein Beruf tatsächlich beinhaltet. Für junge Menschen bedeutet es, ihre Interessen, Erwartungen und Fähigkeiten besser mit konkreten Berufsbildern abzugleichen.

Passung entsteht dabei nicht erst im Bewerbungsgespräch. Sie entsteht deutlich früher: durch Berufsorientierung, Praktika, Gespräche, Einblicke in den Arbeitsalltag und ein realistisches Erwartungsmanagement. Reichweite schafft Aufmerksamkeit. Passung schafft nachhaltige Ausbildungserfolge. Und angesichts der demografischen Entwicklung können wir es uns schlicht nicht leisten, Talente durch Fehlentscheidungen, Ausbildungsabbrüche oder schlechte Erwartungen zu verlieren.

Welche Rolle spielen Daten, KI und Plattformlogiken künftig bei der Berufsorientierung und der Suche nach passenden Ausbildungsplätzen?

Eine sehr große. Früher begann Berufsorientierung oft im Berufsinformationszentrum, in der Schule oder bei Google. Heute startet sie immer häufiger mit Fragen innerhalb eines Prompts. KI Systeme beantworten diese Fragen nicht nur. Sie strukturieren Möglichkeiten. Sie priorisieren Optionen und beeinflussen damit, welche Berufe und Unternehmen überhaupt sichtbar werden. Das macht Daten und Plattformlogiken zu einem relevanten Faktor für die Verteilung von Talenten im Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig eröffnet KI enorme Chancen. Sie kann Orientierung personalisieren, Überforderung reduzieren und Jugendlichen helfen, Möglichkeiten zu entdecken, die sie sonst nie in Betracht gezogen hätten. Entscheidend wird sein, dass diese Systeme nicht nur Wahrscheinlichkeiten ausspielen, sondern echte Passung fördern.

Ausbildungsmarketing wird immer digitaler. Wie verändert dieser Trend die Anforderungen an Unternehmen, die junge Talente gewinnen möchten?

Unternehmen konkurrieren heute nicht mehr nur um Aufmerksamkeit, sondern um Relevanz.

Junge Menschen bewegen sich selbstverständlich auf TikTok, Instagram, YouTube oder zunehmend auch in KI gestützten Umgebungen. Dort gelten andere Regeln als auf klassischen Karriereseiten. Authentizität wird wichtiger als Hochglanz. Konkrete Einblicke wichtiger als Claims. Alltag wichtiger als Image.

Parallel verändert sich die Logik von Sichtbarkeit. Früher ging es vor allem darum, für bestimmte Keywords gefunden zu werden oder möglichst viel Reichweite aufzubauen. Wer heute ChatGPT fragt: „Welche Ausbildung passt zu mir?“, bekommt keine Liste von Stellenanzeigen, sondern eine Auswahl an Berufen, Optionen und Empfehlungen. Damit verschiebt sich der Wettbewerb. Unternehmen konkurrieren nicht mehr nur um Klicks, sondern um Relevanz in den Systemen, die Berufsentscheidungen vorstrukturieren.

Das hat direkte Auswirkungen auf Ausbildungsmarketing. Arbeitgeber müssen ihre Ausbildungsangebote so beschreiben, dass sie für Menschen verständlich und für KI Systeme interpretierbar werden. Konkrete Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitsalltag, Perspektiven und Rahmenbedingungen gewinnen an Bedeutung.

Kurz gesagt: Ausbildungsmarketing entwickelt sich von der Frage „Wie werden wir gesehen?“ zur Frage „Wie werden wir verstanden?“. Und das ist ein fundamentaler Unterschied.

Ausbildung.de beobachtet auch den Bereich Retention sehr genau. Warum werden Themen wie Motivation, Lernerfolg und Ausbildungsabbrüche zunehmend datengetrieben betrachtet?

Weil Unternehmen erkennen, dass die eigentliche Herausforderung nicht mit der Einstellung endet. Wenn rund ein Viertel aller Ausbildungsverhältnisse vorzeitig gelöst werden, stehen dahinter hohe Kosten, verlorene Zeit und fehlende Fachkräfte. Deshalb verschiebt sich der Fokus zunehmend von der Frage „Wie gewinnen wir Azubis?“ hin zu „Wie halten wir sie erfolgreich in Ausbildung?“ Themen wie Motivation, Lernerfolg, Betreuung oder Ausbildungsqualität werden dadurch messbarer und strategischer. Retention entwickelt sich vom HR Nebenthema zu einem eigenständigen Marktsegment.

Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell für Unternehmen bei der Fachkräftesicherung, und wie können technologische Lösungen dabei helfen?

Die größte Herausforderung besteht aus meiner Sicht darin, dass viele Unternehmen Fachkräftesicherung noch immer ausschließlich als Recruiting Thema betrachten. Tatsächlich beginnt sie deutlich früher und endet deutlich später.

Sie beginnt bei der Frage, wie junge Menschen überhaupt auf Berufe aufmerksam werden. Sie setzt sich fort in der Berufsorientierung, im Recruiting, im Onboarding und schließlich in der Ausbildung selbst.

Genau deshalb sehen wir aktuell die Entstehung eines so breiten AzubiTech Marktes. Die verschiedenen Segmente adressieren letztlich unterschiedliche Stellen derselben Wertschöpfungskette: Employer Branding schafft Sichtbarkeit. Recruiting Lösungen verbessern Matching und Conversion. Retention Lösungen unterstützen Motivation, Lernerfolg und Ausbildungsqualität. Administrative Lösungen reduzieren Komplexität im Alltag.

Die eigentliche Herausforderung liegt darin, diese Schritte nicht isoliert zu betrachten. Denn eine unbesetzte Stelle, eine Fehlentscheidung bei der Berufswahl oder ein Ausbildungsabbruch haben am Ende denselben Effekt: Es fehlt eine Fachkraft.

Technologie kann dabei helfen, diese Kette besser zu verbinden. Sie schafft Transparenz über Daten, unterstützt Orientierung, verbessert Entscheidungen und macht Probleme früher sichtbar. Der entscheidende Punkt ist aber: Technologie ersetzt keine Fachkräftestrategie. Sie macht gute Strategien wirksamer.

Die Unternehmen, die in den kommenden Jahren erfolgreich sein werden, betrachten Ausbildung deshalb nicht mehr als einzelne Recruiting Maßnahme, sondern als integrierten Prozess von Orientierung, Gewinnung, Entwicklung und Bindung.

Was unterscheidet Ausbildung.de von anderen Akteuren, die sich mit Ausbildung, Recruiting oder Employer Branding beschäftigen?

Wir betrachten Ausbildung als Zukunftsfrage für junge Menschen, für Unternehmen und für den Wirtschaftsstandort insgesamt. Uns interessiert die Frage, wie junge Menschen und Unternehmen überhaupt zueinanderfinden und warum das trotz tausender offener Stellen oft nicht gelingt.

Deshalb verstehen wir Ausbildung.de heute nicht mehr nur als Plattform oder Jobbörse. Wir entwickeln uns zunehmend zu einer KI gestützten Guidance und Matching Infrastruktur für den Ausbildungsmarkt. Unser Ziel ist es, Orientierung, Entscheidung und Matching besser zu machen. Ein Beispiel dafür ist Abby, unsere KI gestützte Berufsorientierung, die junge Menschen von einer ersten unscharfen Frage bis zu konkreten Berufsbildern und passenden Ausbildungsplätzen begleitet.

Wenn Sie auf die kommenden Jahre blicken: Welche Entwicklungen werden den AzubiTech Markt besonders prägen?

KI wird eine immer wichtigere Rolle in der Berufsorientierung spielen und für viele junge Menschen zu einem selbstverständlichen Sparringspartner werden. Die Frage wird dabei sein, wie gut KI die Orientierung und Passung tatsächlich verbessern kann.

Ferner wird datengetriebenes Matching wichtiger werden als reine Reichweite. Wir beobachten schon heute, dass sich Recruiting von einer Reichweitenlogik hin zu einer Passungslogik entwickelt. Unternehmen merken zunehmend, dass mehr Bewerbungen nicht automatisch bessere Ergebnisse bedeuten. Im Fokus steht, die richtigen Menschen mit den richtigen Berufen und Unternehmen zusammenzubringen. Der Schlüssel dazu sind Daten.

Parallel dazu gewinnt Retention massiv an Bedeutung. In einer wirtschaftlichen Situation, in der Talente knapp sind, können wir uns Ausbildungsabbrüche nicht leisten. Vor allem Erwartungsmanagement wird zunehmend zu einer strategischen Steuerungsgröße.

Insgesamt spricht vieles dafür, dass Ausbildung in den kommenden Jahren noch stärker zu einem Technologie und Datenmarkt wird. Die Unternehmen, die Orientierung, Matching und Ausbildungserfolg systematisch verstehen und datenbasiert steuern, werden einen deutlichen Vorteil haben.

Welche drei Ratschläge würden Sie Gründern geben, die mit innovativen Lösungen den Ausbildungsmarkt verändern möchten?

Erstens: Nicht von Technologie ausgehen, sondern vom Problem. Der Markt braucht keine KI um der KI willen.

Zweitens: Passung schlägt Reichweite. Viele Probleme entstehen nicht durch fehlende Sichtbarkeit, sondern durch schlechte Entscheidungen.

Drittens: Junge Menschen ernst nehmen. Wer Ausbildung verändern will, muss verstehen, wie Jugendliche denken, suchen und Entscheidungen treffen. Technologie ist dabei nur das Werkzeug.

Bildcredits Ausbildung.de

Wir bedanken uns bei Felix von Zittwitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was steckt hinter dem Wachstum von anny und der Rolle von KI im Buchungsalltag?

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anny: Buchungen und Ressourcen zentral verwalten Teambild

anny bietet eine Plattform für Buchungen und Ressourcen, mit der Organisationen Prozesse zentral verwalten und digitalisieren können

Wie entstand die Idee, eine Plattform zu entwickeln, mit der sich unterschiedlichste Ressourcen über ein zentrales System verwalten und buchen lassen?

Die Idee zu anny ist aus einem sehr konkreten Marktproblem entstanden: In vielen Organisationen bleiben Ressourcen ungenutzt oder werden unnötig kompliziert verwaltet. Das betrifft nicht nur Arbeitsplätze oder Meetingräume, sondern auch Seminarräume, Equipment, Termine, Kurse, Events oder Dienstleistungen.

Gleichzeitig haben wir gesehen, dass viele Buchungsprozesse zwar digital wirken, in der Praxis aber weiterhin stark von Excel-Listen, E-Mails, Telefonabsprachen und manueller Nacharbeit geprägt sind. Unser Ansatz war deshalb von Anfang an, nicht nur einen einzelnen Buchungsfall zu lösen, sondern eine Plattform zu entwickeln, mit der Organisationen alles buchbar machen können, was sie intern oder extern anbieten.

Welche Vision verfolgen Sie mit anny, und wie soll sich die Plattform in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Unsere Vision ist es, Buchungen und Ressourcenmanagement so einfach zu machen, dass Organisationen nicht mehr in Jahren, sondern in Monaten denken, wenn sie neue Prozesse aufsetzen oder bestehende Abläufe verbessern möchten. anny soll dabei nicht nur ein Buchungssystem sein, sondern die zentrale Infrastruktur, über die Verfügbarkeiten, Regeln, Genehmigungen, Zahlungen, Check-ins, Wartelisten, Kommunikation und Auswertungen zusammenlaufen.

KI wird dabei eine immer größere Rolle spielen. Wir sehen sie vor allem als neues Interface, das umfangreiche Software zugänglicher macht, die Einrichtung vereinfacht und Buchungen noch intuitiver durchführbar macht. Nach dem KI-Chat-Agenten und dem KI-Telefonassistenten ist der nächste Schritt ein Admin Copilot, der Organisationen bei der Einrichtung unterstützt und perspektivisch große Teile des Buchungsmanagements übernimmt.

An welche Zielgruppen richtet sich anny heute hauptsächlich, und welche Herausforderungen möchten Sie für diese Organisationen lösen?

anny richtet sich heute an Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Bildungseinrichtungen, Verwaltungen, Freizeit- und Sportanbieter, Coworking Spaces, Thermen, Eventanbieter und viele weitere Organisationen, die Ressourcen oder Angebote buchbar machen möchten. Bereits heute wird anny von über 1.000 Unternehmen genutzt.

Die Herausforderungen sind je nach Branche unterschiedlich, folgen aber oft demselben Muster: Ressourcen sollen besser ausgelastet werden, Buchungen müssen zuverlässig funktionieren, Teams sollen entlastet werden und Nutzer erwarten einfache digitale Prozesse. Gleichzeitig braucht jede Organisation eigene Regeln. Ein Arbeitsplatz wird anders gebucht als ein Beratungstermin, ein Kurs, ein Raum, ein Ticket oder ein Gerät. Genau diese Flexibilität möchten wir mit anny abbilden.

Was macht anny aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu spezialisierten Einzelanwendungen für Raum-, Termin- oder Eventbuchungen?

Viele Einzellösungen funktionieren für einen bestimmten Anwendungsfall gut, stoßen aber schnell an Grenzen, sobald mehrere Buchungslogiken zusammenkommen. Dann entsteht ein Flickenteppich aus Tools: eines für Räume, eines für Termine, eines für Events, eines für Equipment und dazu oft noch manuelle Abstimmungen im Hintergrund.

anny ist anders gedacht. Unsere Plattform soll verschiedene Ressourcen und Buchungsprozesse in einem zentralen System zusammenführen. Organisationen können individuell festlegen, wer was zu welchen Bedingungen buchen darf. Dazu gehören zum Beispiel Verfügbarkeiten, Kontingente, Nutzergruppen, Genehmigungen, Zusatzleistungen, Zahlungen und Integrationen. Der Mehrwert liegt also nicht nur in der Digitalisierung eines einzelnen Prozesses, sondern in der zentralen Steuerung verschiedenster Buchungsmodelle.

Wie haben sich die Anforderungen von Unternehmen und Organisationen an digitale Buchungsprozesse in den vergangenen Jahren verändert?

Die Erwartungen sind deutlich gestiegen. Nutzer sind aus ihrem Alltag einfache digitale Buchungen gewohnt und erwarten diese Erfahrung inzwischen auch bei Unternehmen, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen oder Freizeitanbietern.

Gleichzeitig sind die Anforderungen auf Organisationsseite komplexer geworden. Es reicht nicht mehr, einen Kalender online zu stellen. Unternehmen möchten Prozesse automatisieren, Ressourcen besser auslasten, No-Shows reduzieren, Zahlungen und Benachrichtigungen integrieren, Daten auswerten und verschiedene Kanäle miteinander verbinden. Hybrides Arbeiten, flexible Nutzungskonzepte und knappe personelle Ressourcen haben diesen Bedarf zusätzlich verstärkt.

Mit anny AI haben Sie kürzlich einen KI-Telefonassistenten vorgestellt. Welche Überlegungen standen hinter der Entwicklung dieser Lösung?

Der Telefonkanal ist in vielen Organisationen weiterhin ein zentraler Kontaktpunkt, wurde bei der Digitalisierung aber oft zu wenig berücksichtigt. Online-Buchungen sind zwar verfügbar, trotzdem rufen Kunden weiterhin an, fragen nach Verfügbarkeiten, möchten Termine ändern oder Buchungen vornehmen. Das betrifft externe Buchungen genauso wie interne Prozesse: Ein Kunde möchte zum Beispiel telefonisch einen Padelplatz buchen, während ein Mitarbeiter intern ein Firmenfahrzeug, einen Raum oder ein Gerät reservieren möchte. Wenn diese Anrufe nicht angenommen werden können, entstehen verpasste Buchungen, Rückruflisten und zusätzlicher Aufwand.

Mit anny AI wollten wir genau diesen Medienbruch schließen. Unser Ziel war kein klassischer Anrufbeantworter und auch kein einfacher Voicebot, sondern ein KI-Telefonassistent, der direkt mit dem Buchungssystem verbunden ist. Dadurch kann der Telefonkanal Teil des digitalen Buchungsprozesses werden und Verfügbarkeiten, Regeln und Buchungen in Echtzeit berücksichtigen.

Viele Betriebe kämpfen mit eingeschränkter Erreichbarkeit und personellen Ressourcen. Welchen konkreten Mehrwert bietet anny AI in diesem Zusammenhang?

anny AI kann Betriebe vor allem bei wiederkehrenden telefonischen Anfragen entlasten. Inzwischen wurde anny AI zudem um einen Chat ergänzt, der im Kern die gleichen Aufgaben übernimmt und Buchungen ebenfalls direkt im System anstoßen kann. Der Assistent kann Anrufe und Chat-Anfragen entgegennehmen, Fragen beantworten und Buchungen direkt im System erstellen, ändern oder stornieren. Wie greifbar dieser Mehrwert wird, zeigt zum Beispiel das Sportcentrum Nürnberg: Dort können Anfragen zu Verfügbarkeiten und Buchungen, etwa für Sportplätze oder Kurse, automatisiert aufgenommen und direkt in den Buchungsprozess überführt werden, statt später manuell nachbearbeitet werden zu müssen. Das reduziert manuelle Nacharbeit und sorgt dafür, dass Anfragen nicht liegen bleiben, nur weil gerade niemand ans Telefon gehen kann.

Das ist besonders relevant, weil 85 Prozent der Personen, die anrufen und niemanden erreichen, es nicht noch einmal versuchen. Der Mehrwert liegt in besserer Erreichbarkeit, weniger administrativem Aufwand und höherer Prozesssicherheit. Besonders für Organisationen mit vielen Anrufen, begrenztem Personal oder stark schwankender Nachfrage kann das entscheidend sein. Buchungen können auch außerhalb klassischer Öffnungszeiten oder bei parallelen Anrufen verarbeitet werden, ohne dass das Team jedes Anliegen manuell nachtragen muss.

Was unterscheidet anny AI von anderen telefonbasierten KI-Lösungen, die bereits am Markt verfügbar sind?

Der wichtigste Unterschied ist die direkte Verbindung zum Buchungssystem. Viele telefonbasierte KI-Lösungen nehmen Informationen auf, beantworten einfache Fragen oder erstellen Rückrufnotizen. anny AI ist dagegen operativ in den Buchungsprozess eingebunden. Der Assistent kann live auf Verfügbarkeiten, Öffnungszeiten, Buchungsregeln und bestehende Einstellungen zugreifen. Dadurch kann er nicht nur ein Gespräch führen, sondern konkrete Buchungsaktionen auslösen. Genau darin liegt der Unterschied: Es geht nicht nur um automatisierte Telefonie, sondern um die Verbindung von Gespräch, Daten und Buchung in einem System.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung von KI-gestützten Buchungslösungen, die eigenständig handeln und Buchungen verwalten können?

Die größte Herausforderung ist Verlässlichkeit. Sobald eine KI nicht nur antwortet, sondern eigenständig Buchungen verwaltet, muss sie sehr präzise arbeiten. Sie muss Anfragen korrekt verstehen, Systemdaten richtig interpretieren und innerhalb klar definierter Regeln handeln. Dazu kommen Datenschutz, Transparenz und Kontrolle. Organisationen müssen nachvollziehen können, welche Buchung vorgenommen wurde, welche Informationen genutzt wurden und an welchen Stellen menschliche Kontrolle notwendig bleibt. Für uns ist deshalb entscheidend, KI nicht als Blackbox zu verstehen, sondern als kontrollierbare Erweiterung bestehender Prozesse.

Welche Rolle wird Künstliche Intelligenz künftig für die Weiterentwicklung von anny und digitalen Buchungsprozessen spielen?

KI wird Buchungsprozesse deutlich natürlicher und proaktiver machen. Heute funktionieren viele Systeme noch nach festen Eingabemasken. Nutzer wählen eine Ressource, einen Zeitpunkt und bestätigen die Buchung. Künftig können Systeme stärker unterstützen, passende Optionen vorschlagen, Anfragen automatisch strukturieren, Änderungen eigenständig vorbereiten und wiederkehrende Aufgaben übernehmen.

Für anny bedeutet das, dass KI nicht als isoliertes Zusatzfeature gedacht ist, sondern als Teil der Plattformlogik. Sie kann helfen, Buchungen über verschiedene Kanäle hinweg einfacher zu machen, Teams im Alltag zu entlasten und komplexe Prozesse für Nutzer verständlicher abzubilden. Entscheidend ist dabei immer, dass KI ein konkretes Problem löst und nicht nur Technologie um der Technologie willen eingesetzt wird.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die mit Software- und KI-Lösungen etablierte Prozesse neu denken möchten?

Erstens: Das Problem muss wichtiger sein als die Technologie. Gerade bei KI besteht die Gefahr, sich zuerst von den technischen Möglichkeiten leiten zu lassen. Erfolgreiche Lösungen entstehen aber dort, wo ein echter Prozess spürbar einfacher, schneller oder zuverlässiger wird.

Zweitens: Man sollte die Realität der Kunden ernst nehmen. Viele etablierte Prozesse wirken von außen ineffizient, haben aber historisch gewachsene Gründe. Wer diese Gründe versteht, baut bessere Software.

Drittens: Automatisierung braucht Vertrauen. Wenn Software oder KI eigenständig handelt, müssen Nutzer verstehen, was passiert und wo sie Kontrolle behalten. Gute KI-Lösungen ersetzen nicht einfach bestehende Prozesse, sondern machen sie transparenter, zuverlässiger und skalierbarer.

Bildcredits anny

Wir bedanken uns bei Lucian Holtwiesche für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Enginsight Partnertag 2026: Cybersecurity und Resilienz im Fokus

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Cybersecurity mit Enginsight für digitale Souveränität Bild Award Verleihung @ Enginsight GmbH

Rund 200 Partner, Kunden und Branchenexperten kamen zum 4. Enginsight Partnertag in Erfurt zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Cybersecurity Markt, neue Geschäftschancen und die Zukunft der digitalen Resilienz auszutauschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die steigenden Anforderungen an Unternehmen durch Cyberangriffe, regulatorische Vorgaben und die zunehmende Verantwortung von Geschäftsführungen für die Sicherheit ihrer Organisationen.

Cybersecurity wird zur strategischen Managementaufgabe

Bereits zur Eröffnung machte das Führungsteam von Enginsight – Max Tarantik (COO), Eric Range (Geschäftsführer und CTO) und Mario Jandeck (CEO) – deutlich, dass Cybersecurity längst kein rein technisches Thema mehr ist. Neben der Absicherung von IT Systemen gewinnen Themen wie Compliance, Unternehmensresilienz und die Haftung bei Cybersecurity Vorfällen zunehmend an Bedeutung und rücken verstärkt in den Fokus von Entscheidern auf Geschäftsführungsebene.

„Unternehmen stehen unter wachsendem Druck: Die Bedrohung durch Cyberangriffe nimmt zu, gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen. Unsere Partner sind deshalb mehr als Reseller. Sie sind vertrauensvolle Berater, die ihre Kunden auf dem Weg zu mehr Sicherheit begleiten. Genau darin liegt auch eine große Chance für den Channel“, sagte Mario Jandeck, CEO von Enginsight.

Distributoren stärken das Partnernetzwerk

Eine wichtige Rolle für den Erfolg des Partnerökosystems spielen die Distributoren ALSO, ADN und TAROX, die den Enginsight Partnertag als Sponsoren unterstützten. Gemeinsam tragen sie dazu bei, Partner bei der Vermarktung, Qualifizierung und dem Ausbau ihrer Cybersecurity Kompetenzen zu unterstützen.

Durch Enablement Angebote, technische Expertise und vertriebliche Begleitung schaffen sie wichtige Voraussetzungen dafür, dass Systemhäuser neue Geschäftspotenziale im Sicherheitsmarkt erfolgreich erschließen können.

Künstliche Intelligenz verändert die Cybersecurity

Beim informellen Austausch zwischen Herstellern, Distributoren und Partnern spielte die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Cybersecurity eine wichtige Rolle. Diskutiert wurden sowohl die Chancen KI gestützter Sicherheitslösungen als auch die Risiken einer zunehmenden Automatisierung von Cyberangriffen.

Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen die Kontrolle über den Einsatz von KI behalten und diese verantwortungsvoll nutzen können. Die Diskussion griff damit eine zentrale Botschaft des Tages auf: „Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie KI eingesetzt wird, und wer dabei die Kontrolle behält.“

Digitale Souveränität gewinnt an Bedeutung

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bildete die Diskussion über digitale Souveränität, Unternehmensresilienz und die Rolle des Channels. Gemeinsam mit Branchenvertretern diskutierte Max Tarantik darüber, wie sich die Anforderungen an IT Dienstleister verändern.

Die Einigkeit auf dem Podium war groß: Unternehmen benötigen heute weit mehr als einzelne Sicherheitslösungen. Gefragt sind Partner, die Risiken bewerten, Strategien entwickeln und langfristig zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit ihrer Kunden beitragen.

Dabei rückte auch die zunehmende Bedeutung digitaler Souveränität in den Fokus. Als vollständig in Deutschland entwickelte Cybersecurity Plattform bietet Enginsight Unternehmen eine Lösung Made in Germany, die hohen Anforderungen an Datenschutz, Compliance und regulatorische Sicherheit gerecht wird.

Daraus ergeben sich insbesondere für mittelständische Unternehmen, den öffentlichen Sektor und Betreiber kritischer Infrastrukturen wichtige Wettbewerbsvorteile, da Fragen nach Datenhoheit, Rechtsraum und technologischer Unabhängigkeit zunehmend strategische Bedeutung gewinnen.

Kooperation mit IONOS stärkt europäische Cybersecurity

Unterstrichen wird dieser Anspruch durch die im Mai 2026 bekannt gegebene Kooperation mit IONOS. Gemeinsam stellen beide Unternehmen eine souveräne, DSGVO konforme Cybersecurity Lösung bereit, die auf einer durchgängig europäischen Wertschöpfungskette basiert – von der Cloud Infrastruktur bis zur Sicherheitsplattform.

Ziel ist es, Abhängigkeiten von internationalen Hyperscalern zu reduzieren und Unternehmen sowie öffentlichen Einrichtungen eine selbstbestimmte Alternative zu bieten.

Partner Awards würdigen besondere Leistungen

Den Abschluss des Partnertags bildete die Verleihung von sechs Partner Awards, mit denen besondere Leistungen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit ausgezeichnet wurden. Die Ehrungen unterstrichen die Bedeutug des Partnernetzwerks für die Weiterentwicklung von Enginsight und die erfolgreiche Positionierung von Cybersecurity Lösungen im Markt.

Bild Award Verleihung @ Enginsight GmbH 

Quelle Enginsight GmbH

Die K5 Konferenz 2026: “Do you play not to lose or do you play to win?”

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K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE im digitalen Handel Bild @K5 Konferenz 2026 Fotograf www.robinwulff.de

Am 23. und 24. Juni fand die jährliche K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE im ESTREL Berlin statt. 5.000 BesucherInnen nahmen an der K5 Konferenz 2026 teil und machten dieses Gipfeltreffen des digitalen Handels zur bislang erfolgreichsten K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE seit ihrem Bestehen.

Erfolgreichste K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE seit Bestehen

Die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026 brachte den Handel erneut in Berlin zusammen und setzte mit Besucherrekord, hochkarätigen SpeakerInnen und neuen Formaten ein starkes Zeichen für die Zukunft des digitalen Handels.

Motto „Into Action“ prägt die Konferenz

Auf insgesamt sechs Bühnen – darunter neben der Future Retail Stage und der Deep Dive Stage erstmals das AI Auditorium – gaben über 250 SpeakerInnen tiefe Einblicke in Strategien, Strukturen, Hürden und Erfolgsrezepte des Handels von heute und morgen. Nach dem vergangenen Jahr der Anpassung an neue Spielregeln drehte sich die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026 ganz um das Motto Into Action und die Frage, wann, wo und wie der Handel und die Menschen dahinter aktiv werden und mutig sein müssen, um in einer schnelllebigen und volatilen Branche unter neuen Vorzeichen bestehen und gewinnen zu können.

„Wir erleben gerade eine Zeit, in der uns Technologien mehr Möglichkeiten eröffnen als je zuvor. Die eigentliche Herausforderung ist deshalb nicht der Zugang zu Informationen, sondern die Fähigkeit, sich selbst zu führen, Orientierung zu finden und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Genau dafür bringt die K5 Menschen zusammen: für neue Perspektiven, ehrlichen Austausch und den Mut, ins Handeln zu kommen. Denn Klarheit entsteht nicht vor dem Handeln. Klarheit entsteht immer durch das Handeln“, sagt Verena Schlüpmann, Geschäftsführerin der K5.

Über 200 Aussteller präsentieren Innovationen

Über 200 AusstellerInnen und PartnerInnen waren in diesem Jahr Teil der K5 Konferenz und präsentierten auf 14.000 Quadratmetern ihre Innovationen, Tools und Lösungen für HändlerInnen und Brands. Besonderer Dank gilt den Platin und Premium Partnern Salesforce, Shopify, Akeneo, commercetools, SCAYLE, Mirakl, PayPal, Emporix und Reply für ihre Unterstützung.

#LearnFromTheBest

Nach der Begrüßung durch Sven Rittau und Verena Schlüpmann sorgten K5 Initiator Jochen Krisch mit „STORE: State of Online Retail 2026“ sowie die K5 Thesen 2026 für ein volles Haus. Mit dabei waren Kristina Mertens (everstox), Stefan Wenzel, Karo Junker de Neui (Etribes, Kassenzone), Alexander Graf (Kassenzone) und Nele Odzuck (TikTok).

Sie lieferten fundierte, pointierte und teilweise kontroverse Einschätzungen zum Status quo und zur Zukunft des Online und Offline Handels. Nele Odzuck sieht Persönlichkeit als neuen Wettbewerbsvorteil im Agentic Commerce, Stefan Wenzel betont, dass nicht Technologie, sondern zehn Prozent der Mitarbeitenden einhundert Prozent der Zukunft bauen, und Karo Junker de Neui bezeichnet Habit Control als KPI der Zukunft.

Hochkarätige Keynotes auf der Future Retail Stage

Auf der Future Retail Stage begeisterten namhafte Keynote SpeakerInnen und Panel Gäste wie Dr. Boris Ewenstein (OTTO), Ruth Oberrauch (Oberalp Gruppe), David Schröder (Zalando), Tobias Seemann (adidas) und Dr. Saskia Meier Andrae (eBay Deutschland) das Publikum und sorgten an beiden Konferenztagen für voll besetzte Reihen.

„Do you play not to lose or do you play to win?“ Diese Frage zog sich als Leitmotiv durch die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026.

„Mit welcher Ambition treten wir an – als Brand, Retailer, Hersteller, Plattform und Marktplatz? Und wie bleiben wir in einem hyperdynamischen Umfeld auch morgen noch relevant? Zwei Tage Berlin haben genau dafür Antworten gesucht – und vor allem die richtigen Fragen gefunden. Denn wer gewinnen will, hört auf, nur Fehler zu vermeiden, und fängt an, mutig nach vorne zu gestalten“, erklärt Sven Rittau, Geschäftsführer der K5.

Deep Dive Stage mit praxisnahen Einblicken

Zahlreiche Programmhighlights machten auch die Deep Dive Stage zu einem Besucherliebling. Moderiert und kuratiert unter anderem von Yara Molthan (Etribes), Marcel Brindöpke und Michael vom Sondern (Commerce Advisory Network) bot diese Bühne die perfekten Rahmenbedingungen für Keynotes, Fireside Chats und Panel Diskussionen von Transformation bis Mental Health.

SpeakerInnen wie Philip Clas (TEVEO), Matthias Wlaka (bonprix), Claudia Frese (momox) und Andrea Lederer (Weleda) lieferten praxisnahe Impulse.

Startup Pitches geben jungen Unternehmen eine Bühne

Die zehn Startup Pitches aus Retail Tech am ersten Konferenztag und D2C am zweiten Tag boten innovativen GründerInnen eine große Bühne. Zu den TeilnehmerInnen gehörten unter anderem Greta Garkisch (BiMA) und Andrea Schneller (koorvi).

Neben ihrer Präsentation erhielten die Startups fundiertes Feedback von der Jury mit Sherin Maruhn, Carsten Puschmann, Kristina Schreiner und Felix Harms.

AI Auditorium feiert erfolgreiche Premiere

Für große Aufmerksamkeit sorgte das erstmals veranstaltete AI Auditorium. Unter der Moderation von Esther Schwan (K5), Paul Krauss (Team One) und Verena Lindner (K5) stand Künstliche Intelligenz jenseits von Buzzwords im Mittelpunkt.

In Panel Gesprächen mit Katharina Bülowius (REWE), Vanessa Stützle (LUQOM), Jonas Rashedi (FALKE) und Marius Keckeisen (BLACKROLL) wurde die praktische Anwendung von KI im Handel diskutiert.

Über 70 Masterclasses mit Praxisfokus

In mehr als 70 Masterclasses konnten sich die BesucherInnen zu Themen wie Data Management, B2B, Marketing, Expansion und Omnichannel praxisnah weiterbilden. Der Fokus lag auf interaktiven Formaten und konkreten Use Cases aus dem digitalen Handel.

#MeetTheBest

Neben dem umfangreichen Bühnenprogramm stand auch das Networking im Mittelpunkt der K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026. Speed Networking, Guided Tours, der Female Circle Aperó, die KickOff Night powered by Unzer, die K5 Connect Party powered by Novalnet, Tischtennisturniere powered by m.a.c IT Solutions sowie zahlreiche weitere Formate boten vielfältige Möglichkeiten zum Austausch, zur Vernetzung und zum Feiern.

#BelongToTheBest

Mit dem K5 COMMERCE AWARD, powered by Henning Heesen & Company, wurden bereits zum vierten Mal herausragende Leistungen im digitalen Handel ausgezeichnet. Unternehmen aus dem DACH Raum traten in zehn Kategorien gegeneinander an. Nach Public Voting und Juryentscheidung wurden die Gewinner am ersten Konferenzabend von Verena Schlüpmann und Bella Wondra ausgezeichnet.

Ausblick auf die K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2027

Die nächste K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE findet am 22. und 23. Juni 2027 erneut im ESTREL Berlin statt.

Zum Abschluss bedanken sich die Veranstalter herzlich bei allen PartnerInnen, Sponsoren, SpeakerInnen und TeilnehmerInnen für ihre Unterstützung, ihre Zeit, ihre Neugier und ihre Leidenschaft, die den Erfolg der Veranstaltung ermöglicht haben.

Bild @K5 Konferenz 2026 Fotograf: www.robinwulff.de

Quelle K5 GmbH

Investorensuche: Hör auf zu hoffen – fang an, unternehmerisch zu handeln

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Investorensuche: Founder führen Unternehmen klug Clemens Ressel Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Wir reden viel über Risiken in der Investorensuche.
Wir reden viel über falsche Versprechen, langweilige Netzwerke. Reden üünfstellige Beträge, die einfach weg sind.
Ich weiß, wovon ich spreche – wir haben unser Lehrgeld selbst bezahlt.

Aber dieser Text hier ist kein Jammer-Artikel.

Das hier ist ein Weckruf.

Nicht für Opfer.

Für Gründer.

Niemand bewertet dich, weil du gerade klamm bist

Lass uns mit einem Missverständnis aufräumen:

Du bist als Founder nicht „schwach“, nur weil dein Runway knapp ist.
Du bist nicht „gescheitert“, weil du gerade um jeden Monat kämpfst.

Jeder, der selbst gegründet hat, kennt diese Phasen.
Konto am Limit, Zahlen eng, Kopf voll.

Niemand mit echter Unternehmer-Erfahrung bewertet dich dafür.

Was wirklich zählt, ist etwas anderes:

  • Wie ehrlich bist du mit deiner Situation?
  • Prüfst du, oder hoffst du?
  • Triffst du Entscheidungen, oder wartest du ab?

Kapitalengpass ist kein Makel.
Kapitalengpass ist ein Moment, in dem sichtbar wird,
wie ernst du es mit Verantwortung meinst.

Sprüche sind billig. Verantwortung ist teuer – und genau deshalb wertvoll.

Die Szene ist voll mit Sprüchen:

„Believe in yourself.“
„Trust the process.“
„Fake it till you make it.“

Alles nett.

Aber keiner dieser Sätze zahlt deine Rechnungen. Keiner verlängert dir deinen Runway. Dein Start-up lebt nicht von Sprüchen. Es lebt von Entscheidungen.

Deine Idee braucht kein Poster.
Deine Idee braucht klare, teilweise unbequeme Schritte.

Dazu gehört auch:
zu sagen: „Stopp. Wir brechen diesen Deal ab.“
zu sagen: „Nein. Diese Konditionen sind nicht akzeptabel.“
zu sagen: „Wir zahlen euch nicht dafür, dass ihr uns Hoffnung verkauft.“

Investor-Connectoren: Markt der Storys – und dein Job als Profi

Der Markt für Investor-Connectoren ist gewachsen.
Da draußen sind viele unterwegs, die dir folgendes versprechen:

  • „Wir haben ein riesiges Netzwerk.“
  • „Wir bringen euch vor Top-Fonds.“
  • „Wir machen Türen auf, an die ihr alleine nie rankommt.“

Kann alles stimmen.
Kann alles leer sein.

Der Punkt ist:
Das Problem ist nicht, dass es solche Anbieter gibt.
Das Problem ist, wenn du als Founder aufhörst, wie ein Profi zu prüfen.

Unternehmerisch handeln heißt:

  • Kein Retainer ohne klar definierte Leistung.
  • Keine Zusammenarbeit ohne nachvollziehbaren Track Record.
  • Kein Vertrag ohne Exit-Szenario, das dich nicht fesselt.

Profis prüfen.
Amateure hoffen.

Mensch, der Unterschied ist doch keine IQ-Frage.
Der Unterschied ist: Disziplin + Mut + Klarheit.

Aufbruchsstimmung statt Opferhaltung

Was ich gerade spüre, wenn ich mit Gründerinnen und Gründern spreche:

Es gibt wieder eine echte Aufbruchsstimmung.

Nicht dieses künstliche Hochglanz-Gejubel,
sondern ehrliche Sätze wie:

„Wir sind am Limit und wir machen trotzdem weiter.“
„Wir haben einen Fehler gemacht und korrigieren ihn jetzt.“
„Wir haben auf die falschen Versprechen gesetzt und stellen unser Setup um.“

Das sind die Momente, in denen Unternehmen entstehen, die später „über Nacht erfolgreich“ aussehen.

Die Nörgler haben Zeit, alles zu kommentieren. Du nicht !!!

Du bist damit beschäftigt, Lösungen zu suchen.
Du bist damit beschäftigt, dein Modell zu schärfen.
Du bist damit beschäftigt, deine Investorensuche ernst zu nehmen –
nicht als Hoffnung, sondern als Strategie.

Was heißt das ganz konkret für dich?

Wenn du gründest, baust du kein Märchen.
Du baust ein Unternehmen.

Das bedeutet:

  • Du sprichst offen über deine Zahlen – vor allem mit dir selbst.
  • Du gehst nicht zu Investoren, um gerettet zu werden,
    sondern um einen starken Partner zu finden.
  • Du gibst Verantwortung nicht ab, nur weil jemand „Netzwerk“ auf seine Website schreibt.

Stell dir eine simple Frage:

„Handele ich gerade wie jemand, der Kapital sucht oder wie jemand, der ein Unternehmen führt?“

Das ist ein Unterschied. Der eine hofft, dass jemand „Ja“ sagt. Der andere prüft, ob das „Ja“ überhaupt zu seinem Weg passt.

Dein Startpunkt: heute, nicht „nach der nächsten Runde“

Wenn du bis hier gelesen hast, dann bist du kein Tourist.
Dann bist du involviert.

Mach aus diesen Gedanken hier etwas Konkretes. Heute:

  1. Nimm dir deinen aktuell wichtigsten Investor- oder Connector-Deal vor.
  2. Schreib dir ehrlich auf:
    • Welche Leistung ist konkret definiert?
    • Welche Meilensteine sind messbar vereinbart?
    • Welches Exit-Szenario hast du, wenn es nicht funktioniert?
  3. Wenn du bei einer dieser Fragen keine klare Antwort hast:
    Stopp. Nachverhandeln. Prüfen. Oder beenden.

Nicht aus Drama. Aus Verantwortung.

Ja, es gibt eine dunkle Seite der Investorensuche.
Aber du musst dich nicht darin verlieren.

Du kannst dein eigenes Licht bauen, mit Klarheit, Verantwortung und dem Mut, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Deine Vision ist zu groß, um sie an Storys zu verschenken.
Behandle sie wie das, was sie ist:
ein echtes Asset – kein schönes Märchen.

Bildcredits/Fotograf: Fotostudio Wetzikon Yannik Scrugli

Wir bedanken uns bei Clemens Ressel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

KulturGilde fordert Creative Startup Voucher für Gründerland Bayern

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KulturGilde: Creative Startup Voucher für Bayern Image by StartupStockPhotos from Pixabay

Die KulturGilde begrüßt die Regierungserklärung von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zum Gründerland Bayern. Dass Firmengründerinnen, Firmengründer und Unternehmensübernehmer als Motor für Wohlstand, Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden, sei ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Bayern.

Kultur und Kreativwirtschaft als Erfolgsfaktor für Gründungen

Bayern ist bereits ein starkes Gründerland. Damit es noch stärker wird, sollte die Gründungs und Nachfolgepolitik künftig aber auch die Kultur und Kreativwirtschaft systematischer einbeziehen. Denn erfolgreiche Gründungen brauchen nicht nur Beratung, Finanzierung, Steuerwissen und weniger Bürokratie. Sie brauchen auch gutes Design, professionelle Kommunikation, digitale Sichtbarkeit, überzeugende Bilder, verständliche Erklärformate, Social Media, Markenentwicklung und eine überzeugende Darstellung ihres Angebots, damit Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, Banken, Investoren oder regionale Partner den Nutzen schnell erkennen.

KulturGilde schlägt Creative Startup Voucher vor

Die KulturGilde schlägt deshalb einen Creative Startup Voucher beziehungsweise einen Kreativwirtschafts Voucher für Gründung und Unternehmensnachfolge vor.

„Staatsminister Aiwanger hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass nicht jeder Gründer der geborene Steuerberater ist. Genau dieser Gedanke lässt sich weiterführen: Nicht jeder Gründer ist automatisch Designer, Kameramann, Texter, Social Media Experte, UX Spezialist oder Markenstratege“, erklärt Roland Weiniger, Vorstandsvorsitzender der KulturGilde.

„Wenn wir Gründungen in Bayern noch erfolgreicher machen wollen, müssen wir auch dafür sorgen, dass gute Ideen professionell erklärt, gestaltet und sichtbar gemacht werden.“

Förderung für professionelle Kreativleistungen

Mit einem Creative Startup Voucher könnten Gründerinnen, Gründer und Unternehmensnachfolger unkompliziert professionelle Leistungen aus der Kultur und Kreativwirtschaft einkaufen. Förderfähig wären beispielsweise Corporate Design, Website, Fotografie, Video, Social Media, Pitch Unterlagen, Produktkommunikation, Verpackungsdesign, Storytelling, Messeauftritt, Employer Branding, UX, Prototypenkommunikation oder Markteintrittskampagnen.

Doppelter Nutzen für Wirtschaft und Kreativbranche

Der Voucher hätte nach Einschätzung der KulturGilde eine doppelte Wirkung: Er würde Gründungen, Startups, Unternehmensnachfolgen, Handwerksbetriebe und KMU professioneller aufstellen. Gleichzeitig würde er direkte Aufträge für Kreativunternehmen, Agenturen, Designer, Filmproduktionen, Fotografen, Texter, Games und UX Studios, Social Media Profis und andere Dienstleister der Kultur und Kreativwirtschaft auslösen.

„Ein gutes Produkt verkauft sich nicht von allein. Eine technische Innovation erklärt sich nicht automatisch. Eine Unternehmensnachfolge gelingt nicht nur über Zahlen, sondern auch über Vertrauen, Identität, Kommunikation und eine erkennbare Zukunftsperspektive“, so Weiniger.

„Genau hier kann die Kultur und Kreativwirtschaft einen konkreten wirtschaftlichen Beitrag leisten.“

Pilotprojekt für die Metropolregion Nürnberg

Die KulturGilde versteht den Vorschlag ausdrücklich als konstruktive Ergänzung zur bayerischen Gründungspolitik. Ein solcher Voucher sollte bewusst bürokratiearm ausgestaltet werden. Mit einfacher Antragstellung, klar definierten förderfähigen Leistungen, schnellen Bewilligungen, regionalen Anbieterpools und überschaubaren Nachweisen. Als Pilotregion bietet sich aus Sicht der KulturGilde die Metropolregion Nürnberg beziehungsweise Nordbayern an, die zu den boomenden Startup Regionen in Bayern zählt.

KulturGilde bietet Zusammenarbeit an

Die KulturGilde bietet dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, Staatsminister Hubert Aiwanger, den Fraktionen im Bayerischen Landtag, Kommunen, Kammern, Wirtschaftsförderungen, Gründerzentren und regionalen Netzwerken an, ein solches Modell gemeinsam weiterzuentwickeln und als Pilotprojekt zu erproben.

Bild Image by StartupStockPhotos from Pixabay

Quelle KulturGilde Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland

Deep Tech Night in Hannover bringt Startups und Investoren zusammen

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Deep Tech Startups in Hannover vernetzen sich @ Deep Tech night

Erfolgreiches Warm-up am Pilotstandort der techfactory Hannover Nordstadt in der Hüttenstraße:

Sechs junge Startups aus dem Bereich Deep Tech haben sich auf Einladung der Region Hannover einem Pitch vor potenziellen Kunden und Geschäftspartnern gestellt. Die Veranstaltung mit rund hundert Gästen auf dem Gelände des soziokulturellen Zentrums Initiative Hüttenstraße e. V. lieferte einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die künftige Arbeit der techfactory Nordstadt als Plattform und Entwicklungsraum für technologieorientierte Startups an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Strukturwandel braucht innovative Startups

Ulf Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, eröffnete die in Kooperation mit dem Niedersächsischen Business Angel Netzwerk BANSON und dem Fraunhofer Venture Lab Silicon Allee aus Berlin organisierte Deep Tech Night mit Hinweis auf den Strukturwandel: Die ehemals starke Automobilregion habe mit zunehmenden Verlusten zu kämpfen.

„Neue Wirtschaftszweige müssen daher entstehen, um zukunftsfähig zu bleiben. Und Startups entscheiden über diese künftigen Strukturen“, betonte Franz.

Sechs Deep Tech Startups präsentieren ihre Innovationen

An klugen, innovativen und nachhaltigen Ideen zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland mangelt es nicht, wie die sechs jungen Unternehmen mit ihren Präsentationen bewiesen.

Gaia Aerospace aus Braunschweig will buchstäblich hoch hinaus und mit ihrer wiederverwendbaren AirLaunch Rakete von Europa aus mithilfe von Trägerflugzeugen Kleinstsatelliten ins All bringen.

Invecorum, ebenfalls aus Braunschweig, hat eine KI für deutsches Steuerrecht entwickelt, mit der Steuerberatungskanzleien ihre Arbeitsprozesse verkürzen und optimieren können.

Anori Tech aus Hamburg ist auf Batteriemanagementsysteme spezialisiert, die nach dem Legobaukastenprinzip dabei helfen sollen, Batterien schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen.

NovaCore Technology aus Göttingen nutzt Plasma als Plattformtechnologie, um Parasiten wie Kopfläuse sowie Pflanzenschädlinge chemiefrei und effizient zu bekämpfen.

Enerbeat, ein Braunschweiger Startup, entwickelt bedarfsgerecht geregelte Lüftungs und raumlufttechnische Anlagen für anspruchsvolle Industrie und Gewerbeumgebungen.

Ioncentric aus Heilbronn ist auf präzise Batteriediagnostik spezialisiert. Die Überprüfung von Kapazität, Zustand und Lebenszyklus von Batterien dient der Optimierung von Energiemanagement und Anlagenwartung.

Fortsetzung der Deep Tech Night bereits geplant

Nach der erfolgreichen Premiere der Deep Tech Night, die bisher nur in Berlin als regelmäßiges Event des Fraunhofer Venture Lab Silicon Allee stattfindet, soll es spätestens im kommenden Jahr eine weitere Ausgabe in Hannover geben. Dann in den Räumen der Hüttenstraße 22B.

Dort zieht demnächst eine Außenstelle der techfactory Nordstadt ein, die derzeit auf dem Gelände des Klinikums Region Hannover entsteht. Der Pilotstandort techfactory@Hüttenstraße dient als Reallabor, in dem Nutzungskonzepte und die technologische Ausstattung der künftigen techfactory erprobt werden.

Bildcredits: Deep Tech Night

Quelle hannover.contex 4.0

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