Dienstag, Juni 30, 2026
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Wer zählt heute noch stundenlang Pläne von Hand?

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monco.ai Mengenermittlung Baustelle effizienter monco.ai teambild

monco.ai automatisiert die Mengenermittlung auf der Baustelle und reduziert manuellen Aufwand in der Bauplanung deutlich

Wie ist monco.ai entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Startup?

monco.ai hat einen etwas ungewöhnlichen Ursprung. Wir sind drei Armenier in München – Ashot, Tigran und Victor – und unsere gemeinsame Geschichte beginnt nicht in einem Münchner Hörsaal, sondern bereits 2015 auf einem Tech Event in Eriwan. Wir waren damals Teenager mit demselben Faible für Mathematik und Software. Danach hat uns das Leben erst einmal getrennt: Victor kam 2018 für sein Bachelorstudium in Wirtschaftsinformatik an die TUM, Ashot und Tigran studierten in Armenien Mathematik und Data Science und arbeiteten parallel mehrere Jahre für das US Startup Embodied – an Computer Vision und NLP, lange bevor LLMs überhaupt ein Thema waren. 2021 hat uns dann ein Zufall wieder zusammengeführt: Ashot und Tigran sind beide für den Master nach München an die TUM gezogen, ohne zu wissen, dass Victor dort längst studiert. Drei Armenier, plötzlich im selben Hörsaal in einer Stadt, die keiner von uns ursprünglich auf dem Plan hatte.

Die eigentliche Idee zu monco.ai entstand kurz darauf – und sie kam aus Ashots Familie.

Sein Vater leitet seit Jahrzehnten Rohbau Projekte in Armenien. Ashot war zur selben Zeit Praktikant bei Mercedes und arbeitete dort an 3D Visualisierung für autonomes Fahren. Eines Abends hat er das Setup aus reiner Neugier auf ein Baustellenvideo angewendet – und in derselben Sekunde war klar: Das ist exakt das Problem, mit dem sein Vater jeden Tag zu tun hat – Materialien und Mengen präzise zu erfassen. Sein Vater hat uns daraufhin eine reale Baustelle als Testumgebung zur Verfügung gestellt, und wir haben zu dritt angefangen, neben Studium und Job mit Drohnen und Computer Vision zu experimentieren.

Die Drohne war am Ende technisch nicht die richtige Lösung – aber sie war unsere Eintrittskarte in die Branche. Aus diesem ersten Experiment ist über mehrere Iterationen das geworden, was monco.ai heute ist: eine KI gestützte Plattform für die Mengenermittlung, mit der wir im Elektrohandwerk gestartet sind und die wir Schritt für Schritt auf weitere Gewerke ausweiten – HKLS, Trockenbau und perspektivisch das gesamte Handwerk auf der Baustelle.

Welche persönliche Motivation stand am Anfang, eine KI Lösung für die Bauindustrie zu entwickeln?

Bei jedem von uns dreien lagen die Motivationen etwas anders – und gerade diese Mischung hat das Team tragfähig gemacht.
Für Ashot war es persönlich. Sein Vater steht seit Jahrzehnten als Bauleiter auf Rohbau Projekten in Armenien, und Ashot hat von Kindesbeinen an miterlebt, mit welchen eingeschränkten digitalen Mitteln Bauleiter im Alltag eigentlich arbeiten. Diesen Menschen etwas Sinnvolles in die Hand zu geben, war für ihn ein konkreter, fast familiärer Antrieb.
Victor brachte die Optimierungsfrage aus seinem Wirtschaftsinformatik Studium mit: Wenn eine Branche wirtschaftlich so groß, aber digital so wenig erschlossen ist, dann hat jeder Effizienzgewinn unmittelbare Wirkung – nicht nur auf einem Dashboard, sondern in der realen Welt.

Tigran reizte vor allem die technische Seite. Das, was er und Ashot bei Embodied jahrelang an Computer Vision und Deep Learning aufgebaut haben, wollte er an einem Problem einsetzen, das wirklich relevant ist und nicht nur in Forschungspapieren lebt – idealerweise in einem Team, mit dem er bereits jahrelang vertrauensvoll zusammengearbeitet hat.
Was uns drei verbindet, ist die Außenperspektive. Wir sind Quereinsteiger im doppelten Sinne – als Ausländer in Deutschland und als KI Leute in einer der traditionsreichsten Branchen überhaupt. Diese Distanz hilft, weil man Dinge hinterfragt, an die sich Insider längst gewöhnt haben. Ganz branchenfremd sind wir aber auch nicht: Victors Großvater war im Bau tätig, Tigrans Onkel ebenfalls. Wir kommen nur aus einer ungewohnten Richtung.

Welche Vision verfolgen Sie mit monco.ai für die Digitalisierung von Baustellen?

Unsere Vision beginnt nicht abstrakt, sondern bei einem ganz konkreten Schmerzpunkt, den wir in zahllosen Gesprächen mit Elektrobetrieben gehört haben: Bevor ein Betrieb überhaupt einen Preis für ein Pauschalangebot nennen kann, muss er die Mengen aus den Planunterlagen ermitteln. Wie viele Steckdosen, Schalter, Lichtauslässe, wie viele Leitungsmeter? Bei komplexen Projekten kostet das mehrere Tage bis zu einer ganzen Woche manueller Arbeit – und in vielen Betrieben übernehmen das Niederlassungs oder Standortleiter persönlich, weil schlicht das Personal fehlt.

Genau hier setzt unser Produkt an. Mit dem Smart Surveyor von monco.ai laden Anwender ihre PDF Pläne hoch, und unsere KI ermittelt die relevanten Mengen automatisch – aus Tagen werden Stunden. Bei einem unserer ersten Kunden, der Rudolf Fritz GmbH (Teil der Elevion Group), hat das Team allein an einem Standort über 41.000 Installationselemente und mehr als 73 Kilometer Kabeltrassen über acht Projekte hinweg ermittelt. Standortleiter Marius Nihorencu fasst es so zusammen: „Die Mengenermittlung hat uns früher bei größeren Projekten mehrere Wochen gekostet. Mit dem Smart Surveyor haben wir das Ergebnis innerhalb von Stunden – und können uns auf die eigentliche Kostenabrechnung konzentrieren.“

Wir haben uns bewusst für das Elektrohandwerk als Einstiegspunkt entschieden, weil hier der Schmerz besonders konkret und das Volumen an wiederkehrenden Plansymbolen besonders hoch ist. Aber das Problem ist gewerkeübergreifend: HKLS Betriebe, Trockenbauer, Sanitär und Klimatechniker stehen vor exakt derselben Herausforderung – Pläne durchgehen, zählen, dokumentieren, kalkulieren. Unsere langfristige Vision ist deshalb eine Plattform, die das gesamte Handwerk auf der Baustelle entlastet und dafür sorgt, dass das Bauwesen nicht weiter die letzte große undigitalisierte Branche bleibt.

Wie möchten Sie erreichen, dass Baustellen künftig stärker datenbasiert gesteuert werden?

Datenbasierte Steuerung im Bau beginnt nicht damit, dass man auf der Baustelle Sensoren installiert – sondern damit, dass man die wichtigsten Eingangsdaten überhaupt erst einmal in eine maschinenlesbare Form bringt. Heute liegen die meisten Planunterlagen als PDF vor, und in vielen Betrieben werden Mengen, Zeitansätze und Materialbedarfe nach wie vor manuell daraus extrahiert. Das heißt: Die wichtigste Informationsgrundlage eines Projekts ist faktisch nicht digital.

Genau diese Lücke schließen wir Schritt für Schritt. Sobald Mengen, Positionen und Projektparameter strukturiert vorliegen – als Excel Liste, als GAEB Leistungsverzeichnis oder direkt im ERP System des Kunden, etwa in PDS – lassen sie sich auswerten, vergleichen und in Echtzeit aktualisieren. Das ist die eigentliche Voraussetzung für datenbasierte Entscheidungen, von der ersten Bid No Bid Frage über die Angebotskalkulation bis zur späteren Soll Ist Steuerung im Projekt.
Unser Ansatz ist dabei bewusst pragmatisch: Wir versuchen nicht, alles auf einmal zu digitalisieren, sondern fangen bei jenem Schritt an, der heute am meisten Zeit kostet und am stärksten unterautomatisiert ist – der Mengenermittlung.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Ihrer Lösung konkret an und welche Probleme lösen Sie im Alltag?

Heute sprechen wir vor allem Elektrobetriebe im DACH Raum an – vom inhabergeführten Mittelstand bis zu größeren Unternehmen mit mehreren Standorten. Innerhalb dieser Betriebe richten wir uns an Kalkulationsteams sowie Niederlassungs und Standortleiter, die regelmäßig Pauschalangebote erstellen oder verantworten. Mittelfristig öffnen wir uns für weitere Gewerke – HKLS, Trockenbau und langfristig das gesamte ausführende Handwerk –, weil das zugrundeliegende Problem dort dasselbe ist.

Das vielleicht aufschlussreichste Detail haben wir in den Gesprächen mit unseren Kunden gelernt: In sehr vielen Betrieben gibt es gar kein eigenes Kalkulationsteam mehr. Dort übernehmen Standort oder Niederlassungsleiter selbst die Mengenermittlung, weil schlicht das Personal fehlt. Wir reden also über Führungskräfte, die abends auf Grundrissen Steckdosen zählen, statt ihre Niederlassung zu führen oder Mitarbeiter zu entwickeln. Betriebswirtschaftlich ist das schwer zu rechtfertigen – menschlich oft auch nicht.
Genau hier liegt unser eigentlicher Mehrwert im Alltag. Wir geben diesen Menschen ihre Zeit zurück. Und wir machen es Betrieben überhaupt erst möglich, deutlich mehr Pauschalangebote abzugeben – inklusive solcher Projekte, die sie aus reinen Zeitgründen früher gar nicht erst kalkuliert hätten. Aus einem Engpass wird damit ein Wachstumshebel.

Wie unterstützt monco.ai Bauleiter und Projektverantwortliche bei Entscheidungen?

Bauleiter und Projektverantwortliche – im Elektrohandwerk häufig Standort und Niederlassungsleiter sowie Kalkulationsverantwortliche – stehen täglich vor derselben kritischen Entscheidung: Soll dieses Projekt überhaupt angeboten werden, und wenn ja, zu welchem Preis? Heute fehlt vielen Betrieben schlicht die Zeit, jedes Pauschalangebot sauber durchzukalkulieren. Die Folge ist meist eine von zwei Varianten: Entweder wird das Angebot mit hohen Sicherheitsaufschlägen abgegeben und der Auftrag geht verloren, oder es wird aus Kapazitätsgründen gar nicht erst abgegeben. Beides ist teuer.

Mit monco.ai bekommen Entscheider die belastbaren Mengen für eine fundierte Bid No Bid Entscheidung in einem Bruchteil der bisherigen Zeit. Das verändert nicht nur Prozesse, sondern auch Rollen: Führungskräfte können sich wieder auf das Führen konzentrieren, statt selbst Pläne zu zählen. Im weiteren Projektverlauf bilden die strukturierten Daten aus monco.ai die Grundlage für Leistungsverzeichnisse, ERP Übergaben und Soll Ist Vergleiche – also genau jene Datenbasis, auf der echte Projektsteuerung überhaupt erst möglich wird.
Wichtig ist uns dabei: monco.ai konzentriert sich bewusst auf die Mengenermittlung – den zeitintensivsten und fehleranfälligsten Schritt im Kalkulationsprozess. Die Preisgestaltung, Stundensätze und Margen verbleiben beim Betrieb. Denn jeder Elektrounternehmer kalkuliert anders, je nach Region, Auftragslage und Strategie – und genau das soll auch so bleiben.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Integration von KI in bestehende Bauprozesse?

Die größte Herausforderung ist nicht technischer Natur, sondern liegt im Vertrauen. Das Bauhandwerk ist – aus guten Gründen – eine Branche, in der man sich auf Erfahrungswerte verlässt und nicht auf Versprechen. Ein Standortleiter, der seit zwanzig Jahren Mengen aus Plänen extrahiert, weiß ziemlich genau, wo man sich verzählen kann und welche Details über Gewinn oder Verlust eines Projekts entscheiden. Dieser Person erklären zu wollen, dass eine KI das jetzt besser macht, ist der falsche Ansatz. Wir haben gelernt, dass es viel überzeugender ist, das System parallel zur bestehenden Arbeit laufen zu lassen und die Ergebnisse direkt vergleichbar zu machen. Vertrauen entsteht über Treffer, nicht über Folien.

Eine zweite Herausforderung ist die Heterogenität der Planunterlagen. Es gibt keinen Standard – jedes Architektur und Planungsbüro hat eigene Symboliken, Maßstäbe, Beschriftungen und Detaillierungsgrade. Was für einen Menschen mit etwas Erfahrung trotzdem lesbar bleibt, ist für eine KI eine echte Herausforderung. Wir haben bewusst sehr viel Entwicklungsarbeit in genau diesen Punkt gesteckt – weil eine KI, die nur unter Idealbedingungen funktioniert, in der Bauwelt wertlos ist.

Und drittens: die Integration in bestehende Tool Landschaften. Ein Elektrobetrieb arbeitet selten mit nur einem System – da gibt es Branchensoftware wie PDS, Excel Vorlagen, eigene Preislisten, GAEB Schnittstellen. Wenn wir diese Welten nicht respektieren, sind wir nur ein weiteres Insel Tool. Genau deshalb ist der Export in die existierenden Systeme bei uns kein Add on, sondern Kernbestandteil des Produkts.

Wie gehen Sie mit der Komplexität und Vielfalt von Baustellen in Ihrer Technologie um?

Unser Ansatz ist, die Komplexität nicht zu ignorieren, sondern sie zur Trainingsgrundlage zu machen. Statt zu hoffen, dass irgendwann einmal alle Pläne im selben Format vorliegen, arbeiten wir mit der Realität, wie sie ist – mit handgezeichneten Notizen auf Plänen, mit unterschiedlichen Symboliken, mit Ausschreibungsunterlagen, die in einem PDF zwölf verschiedene Detaillierungsgrade vereinen.

Methodisch hilft uns dabei, dass Ashot und Tigran jahrelang an Computer Vision Problemen gearbeitet haben, die diese Art von Heterogenität erforderten – lange bevor KI im Mainstream angekommen ist. Wir kombinieren klassische Bildverarbeitungsmethoden mit modernen Vision und Sprachmodellen, weil keine der beiden Welten alleine reicht. Die KI muss verstehen, was sie sieht, und gleichzeitig die fachliche Logik dahinter kennen – ein Symbol ist nur so wertvoll wie das Wissen, was dieses Symbol im Kontext eines Elektroplans bedeutet.
Was uns dabei sehr hilft, ist die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Jedes Projekt, das durch unser System läuft, macht es ein Stück besser – nicht im Sinne von „die KI lernt von selbst“, sondern weil wir die Edge Cases, die uns unsere Kunden zeigen, systematisch in die Weiterentwicklung einfließen lassen. Komplexität wird so zum Vorteil, nicht zum Hindernis.

Was unterscheidet monco.ai von klassischen Baustellenkontrollen oder bestehenden Softwarelösungen?

Die ehrlichste Antwort ist: Aus Kundensicht ist unser Hauptwettbewerber gar keine Software – sondern manuelle Arbeit. In den allermeisten Betrieben werden Mengen heute nach wie vor von Hand aus PDF Plänen extrahiert, oft von Niederlassungs oder Standortleitern persönlich. Das ist der Status quo, gegen den wir antreten.
Die zweite Alternative, die uns regelmäßig begegnet, sind CAD Teams, die Mengen aus digitalen Planunterlagen ableiten. Dieser Weg funktioniert technisch, hat aber zwei strukturelle Schwächen: Er setzt voraus, dass DWG Dateien überhaupt vorliegen – was bei Angebotsanfragen meistens nicht der Fall ist, weil der Kunde nur PDF Pläne herausgibt. Und selbst wenn DWG vorhanden ist, dauert das Verfahren mehrere Wochen, bindet Personal und ist gerade bei mittleren Projekten wirtschaftlich kaum darstellbar. Klassische Baustellenkontrollen oder Mengen Software wiederum setzen voraus, dass Mengen schon strukturiert vorliegen – sie helfen also erst nach dem Schritt, an dem unsere Kunden den eigentlichen Schmerz haben.

Genau in diese Lücke gehen wir. monco.ai arbeitet mit dem, was tatsächlich da ist – PDF Plänen in unterschiedlichster Qualität – und liefert in Stunden, was ein CAD Team in Wochen erstellt. Dazu kommen drei bewusste Designentscheidungen: Wir sind herstellerunabhängig, also nicht an bestimmte Produktkataloge gebunden. Wir greifen nicht in die Preisgestaltung ein, weil jeder Betrieb anders kalkuliert. Und wir liefern unsere Ergebnisse in den Formaten, die unsere Kunden ohnehin nutzen – Excel, GAEB, PDS. Wir sind kein neues Insel System, sondern eine Beschleunigung der Prozesse, die ohnehin laufen.

Welche Rolle spielen Echtzeitdaten und automatisierte Analysen in Ihrem System?

Echtzeitdaten sind im Bau ein vielzitiertes Schlagwort, hinter dem oft wenig Substanz steht. Wir verstehen darunter etwas sehr Konkretes: Sobald ein Plan im System ist, sind Mengen, Positionen und Projektparameter unmittelbar verfügbar – nicht erst nach Tagen oder Wochen manueller Auswertung. Das ist die eigentliche Echtzeit, auf die es im Kalkulationsalltag ankommt.

Darauf bauen die automatisierten Analysen auf. Unser Research Tool ermöglicht es Kalkulatoren, schon vor der eigentlichen Mengenermittlung gezielte Fragen an die Planunterlagen zu stellen oder sich automatische Zusammenfassungen der wesentlichen Projektparameter geben zu lassen – etwa: Wie groß sind die Flächen, welche Anschlussarten sind vorgesehen, gibt es Besonderheiten in der Verkabelung. Damit lässt sich in Minuten beurteilen, ob ein Projekt überhaupt zum eigenen Betrieb passt, bevor man Stunden in eine detaillierte Kalkulation steckt.

Mittelfristig wird genau dieser Datenstrang die Grundlage für mehr: Soll Ist Vergleiche während der Bauausführung, automatisierte Nachkalkulation, frühzeitige Erkennung von Abweichungen. Aber wir wollen ehrlich bleiben – das ist Roadmap, nicht Status quo. Heute liegt unser Wert dort, wo der größte Schmerz ist: am Anfang des Projekts, wenn aus einem Plan eine belastbare Mengenliste werden muss.

In welche Richtung möchten Sie monco.ai in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Wir denken die Roadmap in drei Schichten – jede baut auf der vorherigen auf.
Kurzfristig erweitern wir den Smart Surveyor um die Kalkulation von Zeitaufwänden. Heute liefern wir präzise Mengen, aber die Übersetzung in Stunden – also wie lange ein Elektromonteur tatsächlich braucht, um diese Installationen umzusetzen – machen unsere Kunden noch selbst. Genau hier setzen wir als Nächstes an, weil das den Weg von der Planunterlage zum fertigen Angebot noch einmal massiv verkürzt. Wer mit monco.ai heute aus Wochen Stunden macht, wird künftig aus Stunden Minuten machen können.
Mittelfristig öffnen wir die Plattform für weitere Gewerke. Wir haben bewusst im Elektrohandwerk angefangen, weil dort der Schmerz besonders konkret und das Problem besonders klar abgegrenzt ist.

Aber HKLS Betriebe, Trockenbauer, Sanitär und Klimatechniker stehen vor exakt derselben Aufgabe. Unsere Technologie ist von Anfang an so gebaut, dass sich neue Gewerke darauf abbilden lassen – nicht durch Zukauf oder Insellösungen, sondern durch konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Plattform.
Langfristig wollen wir den Bogen von der Kalkulation in die Bauausführung schlagen. Wenn Mengen, Zeitansätze und Materialbedarfe einmal strukturiert vorliegen, ergeben sich daraus völlig neue Möglichkeiten: Soll Ist Vergleiche während der Bauphase, automatisierte Nachkalkulation, frühzeitige Erkennung von Abweichungen. Das ist die Brücke vom Angebot zur datenbasiert gesteuerten Baustelle – und damit zu der Vision, mit der wir gestartet sind.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Lasst das Problem euch finden, nicht umgekehrt. Wir sind mit einer Drohnen Idee gestartet, die technisch ambitioniert klang, aber das eigentliche Problem unserer Kunden nicht gelöst hat. Erst der direkte Kontakt mit der Realität auf einer Baustelle in Armenien – wo Ashots Vater uns ein echtes Projekt zur Verfügung gestellt hat – hat uns gezeigt, wo der Schmerz tatsächlich liegt. Wer im Elfenbeinturm baut, baut am Bedarf vorbei. Geht raus, fragt, beobachtet – und seid bereit, die eigene Lieblingsidee zu kippen, wenn die Realität sie nicht trägt.

Zweitens: Fokus ist eine Entscheidung, keine Einschränkung. Die größte Versuchung für ein junges Startup ist, allen alles versprechen zu wollen. Wir hätten leicht behaupten können, monco.ai sei „eine KI für die gesamte Bauindustrie“ – das hätte sich in Pitches besser verkauft. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden und mit einem klar abgegrenzten Segment angefangen, dem Elektrohandwerk. Diese Entscheidung war eine der wichtigsten, die wir bisher getroffen haben. Tiefe schlägt Breite – und ein zufriedener Erstkunde ist mehr wert als zehn neugierige Interessenten.

Drittens: Vertrauen im Gründerteam entsteht über Jahre, nicht über Pitches. Wir kennen uns seit 2015 von einem Tech Event in Eriwan, sind danach getrennte Wege gegangen und haben uns 2021 in München zufällig wiedergesehen. Diese Vorgeschichte ist kein netter Hintergrund, sondern die Grundlage dafür, dass wir auch in schwierigen Phasen miteinander funktionieren. Co Founder findet man nicht auf einem Networking Event – man erkennt sie über Jahre an der Art, wie sie unter Druck arbeiten, wie sie kommunizieren, wie sie mit Konflikten umgehen. Wenn die Wahl zwischen einem brillanten Lebenslauf und jahrelangem gegenseitigem Vertrauen steht – nehmt das Vertrauen.

Bild Bildcredits @monco.ai

Wir bedanken uns bei Victor Dzhagatspanyan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Boardrooms im Blindflug: Warum fehlende KI-Kompetenz Unternehmen teuer zu stehen kommen kann

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KI Governance EU AI Act Aufsichtsrat Risiko Peyman Pouryekta Portrait Fotograf- Peter Rigaud

In den letzten zwei Jahren haben wir eine beispiellose technologische Goldgräberstimmung erlebt. Nahezu jedes Unternehmen hat versucht, ein Stück vom KI Kuchen zu ergattern. Doch während die Marketingabteilungen die neuesten KI Features feiern, tickt im Hintergrund eine haftungsrechtliche Zeitbombe.

Die aktuellen Zahlen zeigen ein gefährliches Paradox: Laut DAX Digital Monitor weisen rund 95% der DAX Unternehmen Digitalkompetenz in ihren Aufsichtsräten aus – doch diese basiert häufig auf Selbsteinschätzung und ist in vielen Fällen nicht belegbar. Gleichzeitig erfüllen nur noch 30% der Unternehmen überhaupt die grundlegenden Kriterien für Digital Leadership.

Mit anderen Worten: Auf dem Papier ist Kompetenz fast flächendeckend vorhanden – in der Realität fehlt sie in der Breite. Genau in den Boards, die strategische Technologieentscheidungen kontrollieren und bei wesentlichen Investitionen zustimmen müssen, entsteht so ein strukturelles Verständnisdefizit. Und das in einem Umfeld, in dem der EU AI Act Bußgelder von bis zu 7 % des weltweiten Jahresumsatzes vorsieht.

Wir delegieren kritische KI und Datenrisiken in die IT Abteilung und behandeln sie als rein technisches Problem. Doch während der Aufsichtsrat rechtlich den Kopf hinhalten muss, tappt er bei den strategischen und regulatorischen Implikationen häufig im Dunkeln. Im Jahr 2026 ist das kein kalkulierbares Risiko mehr, sondern ein erhebliches Governance und Haftungsrisiko.

Die Illusion der Delegation ist Geschichte

Lange Zeit war es in deutschen Chefetagen normal, komplexe technische Themen nach „unten“ zu delegieren. Man kaufte Software ein, vertraute auf die IT Leitung und hakte das Thema Digitalisierung ab. Doch seit der EU AI Act 2026 vollumfänglich greift, ist diese Ära der Bequemlichkeit endgültig beendet.

Die Regulierung macht unmissverständlich klar: KI Systeme sind häufig systemkritische Infrastruktur. Wenn ein Algorithmus bei der Kreditvergabe diskriminiert, im Recruiting Bias zeigt oder finanzielle Fehlentscheidungen provoziert, haftet das Unternehmen – und zwar mit hohen Bußgeldern.

Für Aufsichtsräte und Vorstände bedeutet das: KI Governance wird zur zentralen Überwachungsaufgabe. Die Gesamtverantwortung lässt sich nicht delegieren. Im Rahmen der Business Judgment Rule müssen Entscheider heute sicherstellen, dass sie die Risiken ihrer Technologieeinsätze verstanden und angemessen bewertet haben. Wer hier auf den weit verbreiteten „Schulungs Geiz“ setzt, verlässt sich auf ein zu schwaches Fundament und erhöht sein Haftungsrisiko. Auch in 2026 ist Unwissenheit keine Verteidigungsstrategie, sondern kann im schlimmsten Fall zur Pflichtverletzung werden.

Investment auf Treibsand: Wie fehlende KI Governance zum Exit Killer wird

Wir müssen aufhören, KI Ethik als optionales Nice to have zu behandeln. In einer datengetriebenen Ökonomie ist KI Governance ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements.

Besonders für Gründer und Investoren gilt: Eine mangelhafte KI Governance ist 2026 das größte unsichtbare Risiko für die Bewertung. Zwar treibt die aktuelle Goldgräberstimmung viele VCs dazu, bei der Due Diligence beide Augen zuzudrücken, solange die Umsatzversprechen stimmen – oft auch, weil sie die technischen Risiken selbst nicht richtig bewerten können. Doch dieses Spiel auf Zeit endet spätestens beim Exit oder der nächsten Finanzierungsrunde. Wenn dann ein Investor oder Käufer mit entsprechender Expertise das unkalkulierbare Risiko entdeckt, wird die vermeintliche Goldgrube zum Deal Breaker.

Echte technologische Souveränität entsteht erst dann, wenn das Board klare Governance Leitplanken für den Einsatz von KI setzt. Wer blind auf externe Modelle vertraut, ohne eigene Kontrollmechanismen zu definieren, baut sein Business auf Treibsand.

Leadership Resilienz: Die Blackbox durchleuchten

Die entscheidende Frage für die C Suite lautet: Wie führt und überwacht man ein Unternehmen, dessen Kernprozesse von KI Systemen gesteuert werden, die man selbst nicht versteht? Die Antwort liegt in einer neuen Form der Leadership Resilienz.

Ein modernes Board muss in der Lage sein, das Governance Framework für den Einsatz von KI zu prüfen. Doch genau hier zeigt sich in der Praxis eine strukturelle Schwäche: In vielen Boards fehlt es weiterhin an tiefgehender Technologie und KI Expertise, um dieser Verantwortung wirklich gerecht zu werden.

Dabei dürfen wir uns nicht täuschen lassen: Oberflächliche Schulungen sind 2026 nur noch das absolute Minimum. KI Expertise sitzt meistens noch am Katzentisch – ohne echten Einfluss. Der entscheidende Hebel ist die strukturelle Verankerung direkt im Gremium, sei es durch die Besetzung des Aufsichtsrats oder die dauerhafte Einbindung externer Spezialisten. Es geht nicht darum, den Code zu lesen, sondern das Framework zu validieren:

Nach welchen spezifischen Kriterien wurde die KI getestet?
Welche regulatorischen Schwellenwerte des EU AI Act sind für unser Geschäftsmodell kritisch?
Wie sieht der „Human in the loop“ Prozess aus, um algorithmische Fehlentscheidungen jederzeit korrigieren zu können?

Ein resilientes Board lebt fachliche Diversität. Wir brauchen technische Expertise am Tisch, die Komplexität in rechtliche Sicherheit übersetzt.

Fazit: Governance als Wettbewerbsvorteil

Der erste Hype um KI ist der harten Realität der Regulierung gewichen. Was bleibt, ist die drängende Frage der persönlichen Verantwortung. Gründer, Investoren und Vorstände, die KI Governance als Teil ihrer strategischen DNA begreifen, gehen als Gewinner aus dieser Transformation hervor. Nicht, weil sie „ethischer“ handeln, sondern weil sie ihre Hausaufgaben im Risikomanagement gemacht haben.

Es ist Zeit, den fachlichen Stillstand zu beenden. Die Frage ist nicht mehr, ob die KI kommt – sie prägt bereits zentrale Prozesse und Geschäftsmodelle unserer Wirtschaft. Die Frage ist, ob Sie als Führungskraft bereit sind, die Verantwortung für diese Steuerung zu übernehmen, bevor der erste 7 Prozent Bescheid auf dem Tisch liegt.

Bild: Fotograf: Peter Rigaud

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Patronus Notruf Uhr: Sicherheit neu gedacht

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Patronus Notruf Uhr für mehr Sicherheit Senioren Ben Staudt

Die Patronus Notruf Uhr steht für eine neue Generation von Sicherheitstechnologie für Seniorinnen und Senioren

Wie ist Patronus entstanden und wer steht hinter der Entwicklung der Notruf-Uhr?

Patronus wurde 2020 von Ben Staudt und Tim Wagner in Berlin gegründet. Der Ausgangspunkt war eine persönliche Beobachtung: Bens Großmutter hatte einen Hausnotruf-Knopf und trug ihn nie. Sie nannte ihn ihre „Nachttischdekoration“. Zu klobig, zu stigmatisierend, zu sehr das Eingeständnis, dass man Hilfe braucht.

Bevor wir unser erstes Produkt entwickelt haben, haben wir mit über tausend potenziellen Kunden gesprochen. Was wir gehört haben, hat uns bestätigt: Das ist kein Einzelfall. Das ist ein strukturelles Problem.

Was hat euch dazu bewegt, den klassischen Hausnotruf neu zu denken?

Der rote Knopf ist seit Jahrzehnten unverändert, obwohl sich die Zielgruppe deutlich verändert hat. Heutige Senioren sind aktiver, mobiler, digital-affin und selbstbewusster als die Generationen vor ihnen. Sie wollen nicht als hilfsbedürftig wahrgenommen werden. Sie wollen raus, unterwegs sein, ihr Leben leben. Ein Gerät, das nur zu Hause funktioniert und nach Medizintechnik aussieht, passt nicht mehr zu dieser Realität. Wir haben uns gefragt: Wie würde ein Gerät aussehen, das Menschen wirklich tragen wollen, weil es ihr Leben erleichtert, nicht weil es sie an ihre Verletzlichkeit erinnert?

Welche Vision verfolgt Patronus im Bereich Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag?

Wir wollen eine Welt schaffen, in der Älterwerden Sicherheit, Unabhängigkeit und Verbindung bedeutet, unterstützt durch Technologie, die sich an Menschen anpasst, nicht umgekehrt. Das klingt groß, ist aber sehr konkret gemeint: Wer weiß, dass im Notfall sofort Hilfe da ist, traut sich mehr. Geht spazieren. Bleibt länger selbstständig.

Wie möchtet ihr diese Vision in den kommenden Jahren konkret umsetzen?

In drei Richtungen. Erstens: Marktführerschaft in Deutschland weiter ausbauen und in Europa expandieren. Zweitens: Die Familien-App weiterentwickeln, sodass Angehörige noch besser eingebunden sind. Drittens: Einsamkeit im Alter aktiv angehen. Wir arbeiten an einem KI-Begleiter auf der Uhr, einem digitalen Gesprächspartner für die Stunden, in denen niemand da ist. 12 % der Menschen über 75 führen an einem durchschnittlichen Tag kein persönliches Gespräch. Das ist ein Gesundheitsproblem, das wir nicht ignorieren können.

An wen richtet sich euer Produkt in erster Linie und welche Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?

Unsere Kernzielgruppe sind Seniorinnen und Senioren, die selbstständig leben. Unser durchschnittlicher Nutzer ist 78 Jahre alt, lebt allein und ist primär weiblich. Was sie eint: Sie wollen so lange wie möglich ihr eigenes Leben führen. Sie wollen nicht zur Last fallen. Und sie wollen wissen, dass im Ernstfall jemand da ist, ohne ständig daran erinnert zu werden, dass ein Ernstfall eintreten könnte. Genau dieses Spannungsfeld versuchen wir aufzulösen.

Welche Rolle spielen Angehörige im Konzept von Patronus?

Eine zentrale Rolle. Heute sind 25.000 Angehörige über die Patronus-Familien-App mit ihren älteren Familienmitgliedern verbunden. Die App löst ein emotionales Dilemma: Man macht sich Sorgen, will aber nicht kontrollieren. Sie zeigt, ob die Uhr getragen wird, ob die Person das Haus verlassen hat, wo sie gerade ist, und benachrichtigt im Notfall sofort. Eine Tochter, die weit weg wohnt, muss nicht mehr täglich anrufen, um sicherzugehen. Sie kann loslassen, weil sie Bescheid weiß. Und die Mutter behält ihre Selbstständigkeit, weil jemand im Hintergrund da ist, ohne dass sie sich täglich erklären muss.

Was unterscheidet Patronus von klassischen Hausnotrufsystemen und anderen Lösungen am Markt?

Drei Dinge. Erstens: Mobilität. Unsere Uhr funktioniert überall in Deutschland, nicht nur zu Hause. Eine integrierte SIM-Karte macht sie unabhängig von Basisstationen. Zweitens: Design. Sie sieht aus wie eine normale Smartwatch, kommt in verschiedenen Farben und signalisiert nichts außer Stil. Drittens: Nutzung. 85 % unserer Nutzerinnen und Nutzer tragen die Uhr täglich. Das ist der eigentliche Beweis. Ein Notfallgerät, das nicht getragen wird, ist kein Notfallgerät.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung und Verbreitung eurer Notruf-Uhr?

Die größte Herausforderung ist Vertrauen. Senioren sind eine Zielgruppe, die von der Technologiebranche jahrzehntelang enttäuscht oder ignoriert wurde. Komplizierte Geräte, überfordernde Interfaces, Produkte, die für sie gebaut wurden, ohne sie zu fragen. Wir müssen jeden Tag beweisen, dass wir es anders meinen. Durch Einfachheit, durch persönlichen Support, durch ein Produkt, das wirklich funktioniert.

Wie geht ihr mit dem Spannungsfeld zwischen einfacher Bedienbarkeit und moderner Technik um?

Indem wir Komplexität verstecken, nicht vereinfachen. Die Uhr hat im Wesentlichen einen Knopf. Dahinter steckt eine Infrastruktur aus Notrufzentralen, GPS-Tracking, Familien-App und bald KI. Aber das sieht der Nutzer nicht. Wir haben von Anfang an mit echten Nutzern entwickelt, nicht für sie. Über tausend Gespräche vor dem ersten Produkt. Kontinuierliches Feedback danach. Die Frage war immer: Was braucht eine Person, die 78 ist und nicht mit dem Smartphone groß geworden ist? Und was braucht sie nicht?

Welche Weiterentwicklungen oder neuen Funktionen plant ihr für Patronus?

Kurzfristig: Ausbau der Familien-App mit mehr Kommunikationsfunktionen und relevanten Notfallinformationen. Mittelfristig: der KI-Begleiter, ein digitaler Gesprächspartner auf der Uhr, der Einsamkeit im Alter aktiv adressiert. Langfristig: Vitalzeichen-Tracking für chronische Erkrankungen und die Expansion in weitere europäische Märkte. Wir denken Patronus nicht als Notfallgerät, sondern als Plattform für selbstbestimmtes Altern.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Lösung im Alltag zuverlässig funktioniert?

Zuverlässigkeit ist die Grundvoraussetzung. Wir arbeiten mit professionellen Notrufzentralen zusammen, die direkt an Rettungsleitstellen angeschlossen sind. Die Uhr ist staub- und wasserdicht. Die SIM-Karte nutzt das deutsche Mobilfunknetz. Und wir haben über eine halbe Million Notrufe beantwortet. Das ist kein theoretischer Stresstest, das ist gelebte Praxis.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründern geben, die ein relevantes Problem lösen möchten?

Erstens: Sprecht mit euren Kunden, bevor ihr irgendetwas baut. Wir haben über tausend Gespräche geführt, bevor wir eine einzige Zeile Code geschrieben haben. Das hat uns vor den teuersten Fehlern bewahrt.

Zweitens: Sucht euch eine Zielgruppe, die die Branche unterschätzt. Der Markt für Senioren-Technologie war jahrzehntelang vernachlässigt, nicht weil das Problem klein ist, sondern weil niemand hingeschaut hat. Genau dort entstehen die interessantesten Chancen.

Drittens: Messt, was wirklich zählt. Nicht Downloads, nicht Registrierungen, sondern ob die Menschen euer Produkt täglich benutzen. Bei uns ist das die Frage, ob die Uhr am Handgelenk ist. Alles andere ist eine Hilfsgröße.

Bild Bildcredits @Patronus

Wir bedanken uns bei Ben Staudt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was, wenn die besten Antworten längst da sind – aber niemand sie hört?

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Synfia.ai KI Feedback Gespräche Insights Plattform Bild: René Mähr und Simon Rutar © Cecilia Capri

Synfia.ai zeigt, wie KI-gestützte Gespräche Feedback auf ein neues Niveau heben und daraus verwertbare Insights für Unternehmen entstehen.

Wer steckt hinter Synfia.ai und welche Erfahrungen bringt das Team im Bereich KI und Marktforschung mit?

Hinter Synfia.ai steht ein interdisziplinäres Team aus Expertinnen und Experten an der Schnittstelle von Business, IT und Innovation. Ich selbst bringe über 15 Jahre Erfahrung in Venture Building und Corporate Innovation mit. Ergänzt wird das Team durch Psychologen mit starkem Fokus auf Interview-Methodik und Human-Machine Interaction, sowie Data-Analytics und Voice AI Experten.Wir verbinden technologische Kompetenz mit fundierter Interviewmethodik und sozialwissenschaftlichem Know-how. Zusätzlich arbeiten wir eng mit Universitäten in ganz Europa zusammen. So stellen wir sicher, dass unsere Lösung nicht nur technologisch stark ist, sondern auch methodisch sauber und menschlich wirksam.

Wie ist die Idee zu Synfia.ai entstanden und welches Problem wolltet ihr damit lösen?

Die Idee entstand aus der Überzeugung, dass Conversational AI ein zentrales Interface der Zukunft wird. Unser erster Anwendungsfall lag in der Innovations- und Ideenmobilisierung.
Unternehmen wollen viele Menschen einbinden, stoßen aber an Grenzen: Interviews sind nicht skalierbar, Formulare zu oberflächlich.
Wir haben daher KI-gestützte Sprachinterviews entwickelt. Mitarbeitende konnten ihre Ideen einbringen und wurden gleichzeitig durch gezielte Rückfragen zur Reflexion angeregt. So entstehen strukturierte, tiefgehende Datensätze.
Das hat global funktioniert und schnell gezeigt: Dieses Prinzip lässt sich auf viele Bereiche übertragen – von Kundenfeedback bis hin zu Mitarbeiter- und Stakeholderbefragungen.

Welche Vision verfolgt Synfia.ai im Umgang mit Feedback und datenbasierten Entscheidungen?

Wir bauen eine neue Kategorie: Conversational Insight Infrastructure. Unser Ziel ist es, Organisationen die Fähigkeit zu geben, jederzeit mit tausenden Menschen zu sprechen und daraus direkt verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen. Wir ermöglichen es, Feedback aus unterschiedlichsten Gruppen schnell, tief und skalierbar zu erfassen. Von Kunden über Mitarbeitende bis hin zu neuen Märkten. Entscheidungen sollen nicht mehr auf Annahmen basieren, sondern auf echten Stimmen. Dadurch befähigen wir Organisationen, systematisch zuzuhören und auch jene einzubeziehen, die bisher kaum gehört wurden. So entstehen fundiertere und bessere Entscheidungen.

An welche Zielgruppen richtet sich eure Lösung und welche Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?

Unsere Kunden sind mittelständische und Großunternehmen sowie öffentliche Organisationen. Alle stehen vor der gleichen Herausforderung: Sie müssen viele Menschen verstehen. Synfia.ai kommt überall dort zum Einsatz, wo das „Warum“ entscheidend ist. Von Kundenfeedback über Mitarbeiterbefragungen bis hin zu Innovation und Transformation. Wir liefern Tiefe bei gleichzeitiger Skalierbarkeit. Und das in Echtzeit, global und über 70 Sprachen hinweg.

Warum stoßen klassische Umfragen aus eurer Sicht an ihre Grenzen?

Gerade klassische Fragebögen reduzieren komplexe Meinungen auf einfache Antworten. Das reicht heute nicht mehr. Unternehmen brauchen Kontext, Nuancen und echte Beweggründe. Interviews liefern das. Sie sind aber nicht skalierbar und sehr teuer. Wir schließen genau diese Lücke. Mit KI-gestützten Gesprächen, die in die Tiefe gehen und gleichzeitig tausendfach parallel stattfinden können. Der entscheidende Unterschied: Wir generieren nicht nur Daten, sondern echte Insights. Dazu kommen neue Möglichkeiten wie Mehrsprachigkeit auf Knopfdruck und eine extrem niedrige Einstiegshürde durch Sprache.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Auswertung: Transkripte werden automatisch analysiert und in verwertbare Insights übersetzt.

Wie gelingt es Synfia.ai, aus Befragungen echte Gespräche zu machen?

Der Schlüssel liegt in der Kombination aus Technologie und Methodik. Wir verbinden leistungsfähige Sprach-KI mit psychologischem und sozialwissenschaftlichem Know-how. Unsere KI nutzt bewährte Interviewtechniken, stellt gezielte Rückfragen und schafft eine sichere Gesprächsatmosphäre. Gleichzeitig gestalten wir die Interaktion so, dass sie sich natürlich und sicher anfühlt. So entsteht ein Gespräch, das sich natürlich anfühlt und echte Offenheit ermöglicht. Und genau das verändert die Qualität der Antworten grundlegend.

Was unterscheidet euren Ansatz von traditionellen Marktforschungs- und Feedback-Tools?

Wir denken Feedback neu: Nicht als Formular, sondern als Dialog. Unser Ansatz ist Voice-first, KI-gestützt, dynamisch und individuell. Statt starrer Fragebögen entstehen Gespräche mit individuellen Folgefragen. Der größte Unterschied liegt im End-to-End-Prozess: Von der Erstellung über die Durchführung bis zur Auswertung passiert alles in einer Plattform.Was früh er Monate gedauert hat, ist heute in Tagen oder sogar Stunden möglich. Und das ohne technische Hürden. Unser Fokus ist klar: maximale Erkenntnis bei minimalem Aufwand.

Welche Rolle spielt die KI konkret während eines Gesprächs mit Nutzerinnen und Nutzern?

Die KI ist die Interviewerin. Sie führt durch das Gespräch, stellt vertiefende Fragen und sorgt dafür, dass relevante Themen wirklich verstanden werden. Sie erkennt Zusammenhänge, hält den Fokus und reagiert auf Unsicherheiten. Gleichzeitig ist sie ein unterstützender Gesprächspartner, der erklärt, einordnet und Orientierung gibt. So entsteht ein Dialog auf Augenhöhe.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von Synfia.ai konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Eine der größten Herausforderungen war die Marktaufklärung. Viele Unternehmen mussten erst erkennen, was KI-gestützte Gespräche leisten können. Zudem stellt sich oft die Frage, ob Menschen überhaupt mit einer KI sprechen wollen. Unsere Antwort ist klar: Ja (wenn es richtig umgesetzt ist). Wir setzen daher auf Pilotprojekte. Sie machen den Mehrwert sofort erlebbar und schaffen Vertrauen.

Wie stellt ihr sicher, dass qualitative Insights auch skalierbar und nutzbar werden?

Skalierung entsteht bei uns durch Struktur. Unsere KI arbeitet innerhalb klar definierter Leitplanken und sorgt für konsistente Gesprächsqualität. Alle Gespräche werden automatisch transkribiert, analysiert und strukturiert. So entstehen aus tausenden Einzelgesprächen belastbare Muster und klare Erkenntnisse. Qualität und Skalierung schließen sich bei uns nicht aus – sie verstärken sich.

In welche Richtung wollt ihr Synfia.ai in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Wir entwickeln Synfia.ai zur zentralen Infrastruktur für Feedback und Insights in Organisationen. Der Fokus liegt auf noch stärkerer Analyse, Integration und Nutzung im Alltag von Unternehmen. Unser Ziel ist klar: Jede wichtige Entscheidung soll auf echten, skalierbaren Gesprächen basieren.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Ratschläge sind immer so eine Sache, aber vielleicht so. Was für uns drei Prinzipien sind, die wir in unserem täglichen Handeln verinnerlicht haben:
Erstens: Klare Werte im Team sind das Fundament für alle Entscheidungen und nachhaltiges Wachstum.
Zweitens: Der größte Fortschritt entsteht dort, wo der aktuelle Engpass konsequent identifiziert und gelöst wird.
Drittens: Nähe zum Kunden ist entscheidend – kontinuierliches Feedback treibt Produktqualität und Wachstum.

Bild: René Mähr und Simon Rutar © Cecilia Capri

Wir bedanken uns bei René Mähr für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Patronus Smartwatch Senioren erhält 11 Millionen Euro für nächste Wachstumsphase

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Patronus Smartwatch Senioren erhält 11 Millionen Euro für nächste Wachstumsphase Ben Staudt

Patronus Smartwatch Senioren löst ein zentrales Problem im Alltag

11 Millionen Euro für Patronus: Die Smartwatch, die Senioren wirklich tragen

Patronus hat über eine halbe Million Notrufe beantwortet, zählt mehr als 25.000 Seniorinnen und Senioren zu seinen Nutzern und beweist: Technologie für Ältere muss weder hässlich noch kompliziert sein. Jetzt kommt die nächste Phase.

Bens Großmutter hatte einen. Den roten Knopf des Hausnotrufs. Er hing ihr um den Hals oder hätte es tun sollen. Stattdessen lag er auf dem Nachttisch. „Nachttischdekoration“ nannte sie ihn selbst. Viel zu klobig. Zu stigmatisierend. Zu sehr das stille Eingeständnis, dass man Hilfe braucht.

Ben Staudt, Gründer von Patronus, kennt diese Geschichte nicht nur aus seiner eigenen Familie. Bevor er und sein Team 2021 ihr erstes Produkt auf den Markt brachten, sprachen sie mit über tausend potenziellen Kunden. Was sie hörten, war jedes Mal dasselbe: Das Problem ist nicht technischer Natur. Es ist ein Würde-Problem.

43% der Menschen über 75 in Deutschland leben allein. Klassische Hausnotrufgeräte existieren seit Jahrzehnten und haben sich kaum verändert. Rund 1,2 Millionen Menschen nutzen sie. Wie viele sie besitzen, aber nicht tragen, wird nicht erfasst. Studien zeigen jedoch, dass nur 14 % sie durchgehend tragen.

Eine Uhr, die Opa seinen Boule-Kumpels zeigt
Die Antwort von Patronus ist eine Smartwatch, aber keine, die nach Medizintechnik aussieht. Das Gerät kommt in verschiedenen Farben, zeigt die Uhrzeit und sitzt wie eine normale Armbanduhr. Eine integrierte SIM-Karte macht sie unabhängig vom Heimnetzwerk. Ein einziger Knopfdruck verbindet im Notfall sofort mit der Notrufzentrale: 24 Stunden, sieben Tage die Woche, überall in Deutschland.

Patronus Smartwatch Senioren überzeugt Nutzer und Angehörige

Viele Senioren tragen ihren Notrufknopf aus Angst vor Fehlalarmen oder Stigmatisierung nicht. Patronus ist dieses Problem von Grund auf angegangen, mit dem Ergebnis, dass 85% der Nutzerinnen und Nutzer die Uhr täglich tragen. Heute sind das 25.000 Menschen und Patronus hat für sie bereits über eine halbe Million Mal den Notruf beantwortet. Die Patronus Smartwatch Senioren zeigt hier eine deutlich höhere Akzeptanz.

Nähe, ohne zur Last zu fallen

Parallel zur Uhr hat Patronus eine App für Angehörige entwickelt, die ein Dilemma löst, das viele Familien kennen: Man macht sich Sorgen. Aber man will nicht kontrollieren.
Die App zeigt, ob die Uhr getragen wird, ob die Person das Haus verlassen hat und wo sie gerade ist. Im Notfall werden Angehörige sofort benachrichtigt. Man kann direkt über die Uhr anrufen. Heute sind 50.000 Angehörige über die Patronus-Familien-App mit ihren älteren Familienmitgliedern verbunden.

Was sich dahinter verbirgt, ist eigentlich ein emotionales Produkt: Eine Tochter in München, deren Mutter in Berlin allein lebt, muss nicht mehr täglich anrufen, um sicherzugehen. Sie sieht in der App, dass ihre Mutter heute Morgen spazieren war. Sie kann loslassen, weil sie Bescheid weiß. Die Mutter kann loslassen, weil jemand im Hintergrund da ist, ohne dass sie sich täglich erklären muss.

Was als Nächstes kommt: der KI-Begleiter

12% der Menschen über 75 in Deutschland führen an einem durchschnittlichen Tag kein persönliches Gespräch. Einsamkeit unter älteren Menschen ist inzwischen als ernsthaftes Gesundheitsrisiko anerkannt und hat Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit, erhöht das Demenzrisiko und verkürzt die Lebenserwartung.

Patronus plant, diesem Problem mit einem KI-Begleiter zu begegnen: einem digitalen Assistenten auf der Uhr, der immer verfügbar ist. Kein Ersatz für menschliche Nähe, aber eine echte Antwort für die Stunden, in denen niemand da ist.

„Wir wollen eine Welt schaffen, in der das Älterwerden Sicherheit, Unabhängigkeit und Verbindung bedeutet“, sagt Ben Staudt, Gründer von Patronus. „Unterstützt durch Technologie, die sich an Menschen anpasst und nicht umgekehrt.“

Patronus Smartwatch Senioren profitiert von Millioneninvestition

11 Millionen Euro: Investoren setzen auf den demografischen Rückenwind
Für die Weiterentwicklung der Uhr hat Patronus kürzlich erneut Kapital aufgenommen. Insgesamt kamen 11 Millionen Euro von Investoren wie 3TS Capital Partners, Grazia Equity, Singular, Burda Principal Investments, Adjacent, NAP und UVC Partners. Die Patronus Smartwatch Senioren steht dabei im Zentrum der weiteren Entwicklung.

„Patronus hat bewiesen, dass man Produkte für Senioren entwickeln kann, die diese wirklich annehmen“, sagt Markus Fleischer von 3TS Capital Partners. „Wir investieren in Unternehmen, die Wachstumsbranchen neu definieren und positiven Impact haben. Ben und sein Team schaffen es, neueste Technologien wie KI im Alltag zu integrieren und das Leben vieler ein wenig besser zu machen.”

Der Zuspruch der Investoren spiegelt wider, was demografische Daten seit Jahren zeigen: Der Bedarf an digitalen Lösungen für ältere Menschen wächst rasant. In Deutschland allein gibt es heute 9,6 Millionen Menschen über 75. In Europa sind es 53,1 Millionen. Die Zahl der pflegenden Angehörigen nimmt ab, die Zahl derer, die allein leben wollen und können, steigt.

Bild Ben Staudt@Patronus

Quelle NAP Investment Management GmbH

The Green Deal Show: Neue YouTube-Startup-Show setzt auf Reichweite statt Millionen-Deals

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The Green Deal Show: Neue YouTube-Startup-Show mit Creator-Power

Key Takeaways

  • Die neue Show „The Green Deal Show“ verbindet nachhaltige Start-ups mit Creator-Power, um Sichtbarkeit als entscheidenden Faktor für Wachstum zu nutzen.
  • In jeder Episode pitchen Start-ups vor einer Creator-Jury und einem Live-Publikum, wobei Reichweite gegen Rabatte und prozentuale Erlöse getauscht wird.
  • Die Jury besteht aus bedeutenden Stimmen der Creator-Szene, die eine Millionenreichweite auf verschiedenen Plattformen haben.
  • Die erste Staffel umfasst drei Episoden, die am 22. Mai auf YouTube starten, und zeigt erfolgreiche, nachhaltige Ideen im Alltag.
  • Das Format fördert nachhaltige Innovationen und bringt unternehmerisches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung zusammen.

Reichweite statt Millionen-Deals: Neues YouTube-Format „The Green Deal Show“ verbindet Start-ups mit Creator-Power

Ein neues Showformat bringt Start-ups mit nachhaltigem Geschäftsmodell mit Creator-Power zusammen – und zeigt, wie Sichtbarkeit zur wichtigsten Währung für Wachstum wird. In „The Green Deal Show“ investieren Creator nicht Geld, sondern ihre Reichweite: Sie machen Produkte sichtbar und werden im Gegenzug am Erfolg beteiligt. Pro Episode pitchen vier Start-ups vor einer Creator-Jury und einem Live-Publikum – Community und Creator entscheiden gemeinsam, welches Potenzial in den Ideen steckt. Gleichzeitig zeigt das Format, dass Nachhaltigkeit auch anders erzählt werden kann: alltagstauglich, inspirierend und unterhaltsam. Die erste Folge von „The Green Deal Show“ erscheint am 22. Mai auf YouTube. Die erste Staffel umfasst drei Episoden.

The Green Deal Show: Ein neues Konzept für Startup-Wachstum

Was passiert, wenn nicht Investor:innen, sondern Creator darüber entscheiden, welche Startups groß werden? Wenn statt Millionen-Deals plötzlich Reichweite, Community und Vertrauen im Mittelpunkt stehen? Genau hier setzt „The Green Deal Show“ an – ein neues Showformat, das die Regeln klassischer Gründershows neu denkt. Für viele junge B2C-Start-ups ist Reichweite heute oft wichtiger als Kapital: Sichtbarkeit, Vertrauen und Community sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Das neue Youtube-Format bietet eine Alternative zu klassischen Finanzierungsmodellen: Wachstum entsteht nicht allein durch Investor:innen, sondern durch Menschen, die Produkte entdecken, teilen und weiterempfehlen.

Creator fungieren dabei als Schnittstelle zwischen Innovation und Konsument:innen. Sie übersetzen Ideen in Geschichten, bringen Produkte in den Alltag ihrer Communities und schaffen so eine Nähe, die klassische Werbung oft nicht erreicht. „Mit „The Green Deal Show“ wollen wir ein Format etablieren, das Millionen Menschen erreicht und Nachhaltigkeit in ein positives Licht rückt – unterhaltsam, zugänglich und nah an der Lebensrealität der Zielgruppe. Creator sind dabei die entscheidenden Multiplikator:innen, um genau diese Themen groß zu machen“, so Philipp Lippert, Showrunner der Produktionsfirma Quintus Studios.

Die Show bringt Creator und nachhaltige Start-ups zusammen

DAS SHOW-KONZEPT

Durch die Show führt Gen-Z-Journalistin und Moderatorin Magdalena Stefely, die auch in der aktuellen Staffel von „The Race“ dabei ist. Pro Episode pitchen vier bis fünf Start-ups mit nachhaltigem Geschäftsmodell ihre Ideen vor einer wechselnden, dreiköpfigen Creator-Jury und einem Live-Publikum. Entscheidet sich ein Creator für ein Start-up, wird ein individueller Deal verhandelt: Reichweite gegen einen Rabattcode für die Community und eine prozentuale Beteiligung an den Erlösen, die durch die Kommunikation auf den Kanälen der Creator entstehen.

So entsteht ein Modell, das Unternehmertum mit der Logik der digitalen Welt verbindet. Creator werden zu strategischen Partnern, die nicht nur Aufmerksamkeit schaffen, sondern aktiv am Erfolg der Start-ups beteiligt sind. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen vom direkten Zugang zu relevanten Zielgruppen – authentisch, nahbar und ohne Umweg über klassische Werbeformate.

Gedreht wird Mitte April 2026 vor Live-Publikum: Die Zuschauer:innen vor Ort stimmen in jeder Folge per Online-Tool darüber ab, wieviele digitale Coins sie in die einzelnen Startups investieren würden. Ein Joker-Mechanismus erlaubt es den Creatorn, Einblicke in das Abstimmungsverhalten zu erhalten und ihre Entscheidung daran auszurichten.

The Green Deal Show nutzt YouTube als Bühne für Impact

DIE JURY: MILLIONENREICHWEITE & VIELFÄLTIGE COMMUNITIES

Die Jury von „The Green Deal Show“ vereint einige der spannendsten Stimmen der deutschsprachigen Creator-Szene – von Wissenschaft über Comedy bis Lifestyle und Gaming. Mit dabei sind Marie Nasemann, Doktor Whatson, Staiy, Saskia Fröhlich, Alexander Prinz, Larsipilami, Just Leo und Hamel. Gemeinsam erreichen sie ein Millionenpublikum auf YouTube, Instagram, TikTok und Twitch – und stehen dabei für Haltung, Verantwortung und die Bereitschaft, ihre Reichweite für Themen zu nutzen, die über reines Entertainment hinausgehen.

FÖRDERUNG NACHHALTIGER IDEEN

„The Green Deal Show“ zeigt, dass Nachhaltigkeit alles andere als Verzicht bedeutet. Im Fokus stehen Ideen, die den Alltag smarter, schöner und bewusster machen – von innovativen Produkten über smarte Services bis hin zu neuen Lifestyle-Konzepten. Zu den Start-ups der ersten Staffel gehören unter anderem SIRPLUS, das sich für die Rettung überschüssiger Lebensmittel einsetzt, hey mela, das den weltweit ersten veganen Schwangerschaftstest entwickelt hat, sowie moot, das Upcycling-Mode für einen bewussten Lifestyle entwickelt.

Die Start-ups verbinden unternehmerisches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung und entwickeln Lösungen, die praktisch, inspirierend und alltagstauglich sind. Nachhaltigkeit wird damit nicht nur sichtbar, sondern positiv erlebbar – und zeigt: Veränderung kann Spaß machen und echten Impact erzeugen.

Alle teilnehmenden Start-ups durchlaufen eine Showtauglichkeitsprüfung, bei der sowohl die wirtschaftliche Tragfähigkeit als auch Nachhaltigkeitskriterien bewertet werden. „Wir schauen nicht nur auf Zahlen – uns interessiert, ob eine Idee wirklich trägt. Unser Ziel ist es, Start-ups zu pushen, die echten Impact schaffen und dabei wirtschaftlich erfolgreich sind. Denn nur so können sie Veränderungen im Alltag vieler Menschen anstoßen” erklärt Leon Reiner, Gründer von Impact Hub Berlin.

YOUTUBE ALS BÜHNE FÜR IMPACT

Für „The Green Deal Show“ fiel die Wahl bewusst auf YouTube. Die Plattform verbindet Unterhaltung, Information und Community und bietet damit ideale Bedingungen, um junge, digitale Zielgruppen direkt zu erreichen. Längere Aufmerksamkeitsspannen, Raum für Storytelling und die Möglichkeit, komplexe Themen verständlich und emotional zu erzählen, machen YouTube zum perfekten Ort, um nachhaltige Innovationen sichtbar zu machen.

Die erste Folge von The Green Deal Show erscheint am 22. Mai auf YouTube. Die erste Staffel umfasst drei Episoden.

WER STECKT DAHINTER?

Produziert wird das Format von Quintus Studios, die für digitale, reichweitenstarke Entertainment-Formate stehen und gezielt Inhalte mit gesellschaftlicher Relevanz entwickeln. Das Impact Hub Berlin begleitet das Projekt als Partner und prüft die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Start-ups. Als Teil eines globalen Netzwerks unterstützt es Gründer:innen dabei, nachhaltige Innovationen zu skalieren. Der zweite Partner, die ecosign.Akademie für Nachhaltigkeit und Design übernimmt die Prüfung der Nachhaltigkeitskriterien. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Format und bringt ihre Expertise im Bereich Umwelt- und Klimaschutz ein.

Foto/Quelle: Quintus Studios GmbH

Was, wenn im entscheidenden Moment jede Sekunde über Sicherheit entscheidet?

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Zwergensache Academy Eltern Sicherheit Erste Hilfe Wissen Bild: Zwergensache Academy 2 Minuten 2 Millionen Pitch Copyright/Fotograf PULS 4/ Gerry Frank

Zwergensache Academy stärkt Eltern mit digitalem Wissen für mehr Sicherheit und pitcht am 28 April in 2 Minuten 2 Millionen

Wie ist Zwergensache Academy entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Startup?

Wir sind Bianca und Adam, die Gründer von Zwergensache und gleichzeitig zweifache Eltern. Aus eigenen Erfahrungen mit kindlichen Notfällen wie Verschlucken, Pseudokrupp-Anfällen und leichten Brandverletzungen wissen wir, wie wichtig schnelles und sicheres Handeln in solchen Momenten ist.
Die eigentliche Idee zur Zwergensache Academy ist 2023 aus einer sehr persönlichen Situation heraus entstanden.
Unser Sohn hatte damals einen Vorfall, bei dem er plötzlich fast ohne Bewusstsein war. Wir waren in dem Moment völlig verunsichert und haben panisch unseren Freund Daniel angerufen, der Notarzt ist und uns sofort helfen konnte.
Danach war für uns klar: Eltern sollten in solchen Momenten nicht komplett hilflos sein. Sie brauchen Wissen, das verständlich, verlässlich und jederzeit abrufbar ist.
Genau daraus ist die Zwergensache Academy entstanden: eine Plattform, die Eltern und Betreuungspersonen Sicherheit gibt – im Notfall, aber auch in vielen anderen Situationen rund um Schwangerschaft, Baby und Kleinkind.

Welches Problem im Alltag von Eltern hat euch dazu motiviert, eine digitale Erste Hilfe Plattform für Babys und Kinder zu entwickeln?

Uns hat vor allem ein ganz konkretes Alltagsproblem motiviert: Viele Eltern wissen, dass bei Babys und Kindern im Notfall jede Minute zählt – aber im entscheidenden Moment fehlt oft die Sicherheit, was wirklich zu tun ist.
Genau hier wollten wir ansetzen. Im Alltag bleibt oft wenig Zeit, um einen klassischen Kurs vor Ort zu besuchen, gleichzeitig ist die Verunsicherung groß. Eltern finden online zwar unzählige Informationen, aber vieles ist unübersichtlich, widersprüchlich oder nicht speziell auf Notfälle bei Babys und Kindern abgestimmt.
Mit der Zwergensache Academy wollten wir deshalb eine digitale Plattform schaffen, die Wissen einfach, verständlich und alltagstauglich vermittelt. Unser Ziel war es, Eltern nicht noch mehr Informationen zu geben, sondern ihnen genau die Sicherheit zu vermitteln, die sie in kritischen Situationen wirklich brauchen.

Zwergensache Academy wird am 28. April 2026 in der finalen Folge der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen geht ihr in diesen Pitch?
Wir gehen mit großer Vorfreude und natürlich auch mit einer gewissen Spannung in diesen Pitch. Für uns ist 2 Minuten 2 Millionen eine besondere Möglichkeit, die Zwergensache Academy einem breiten Publikum vorzustellen und auf ein Thema aufmerksam zu machen, das im Familienalltag unglaublich wichtig ist: Sicherheit im Umgang mit Notfällen bei Babys und Kindern.
Unsere Erwartung ist gar nicht nur, Investorinnen und Investoren zu überzeugen, sondern vor allem zu zeigen, welchen echten Mehrwert unsere Plattform für Eltern bietet. Wenn es uns gelingt, im Pitch sichtbar zu machen, dass wir mit der Zwergensache Academy Wissen vermitteln, das im Ernstfall Sicherheit geben und sogar Leben retten kann, dann haben wir schon viel erreicht.

Natürlich hoffen wir auch auf wertvolle Kontakte, starke Partner und neue Reichweite. Vor allem wünschen wir uns aber, dass noch mehr Familien auf unser Angebot aufmerksam werden und dadurch einfacher Zugang zu fundiertem Erste-Hilfe-Wissen bekommen.

Wie bereitet ihr euch aktuell auf euren Auftritt in der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen vor?

Aktuell bereiten wir uns intensiv darauf vor, unsere Idee in kurzer Zeit klar und verständlich auf den Punkt zu bringen. Dabei schärfen wir unsere Kernbotschaften, gehen den Pitch immer wieder durch und überlegen genau, welche Aspekte der Zwergensache Academy wir besonders hervorheben möchten.
Gleichzeitig treffen wir auch technisch wichtige Vorbereitungen und arbeiten daran, unsere Server stabil aufzustellen, um einem erhofften großen Ansturm nach der Ausstrahlung standzuhalten. Uns ist wichtig, dass interessierte Eltern direkt und unkompliziert auf unsere Inhalte zugreifen können.
Bei allem Fokus auf die Vorbereitung wollen wir aber vor allem authentisch bleiben und zeigen, warum uns dieses Thema so am Herzen liegt.

Welche zentrale Botschaft möchtet ihr mit Zwergensache Academy vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Mit der Zwergensache Academy möchten wir zeigen, dass wir ein Angebot geschaffen haben, das echten gesellschaftlichen Mehrwert mit einem klaren, skalierbaren digitalen Geschäftsmodell verbindet.
Unsere zentrale Botschaft ist: Eltern brauchen in sensiblen Themen wie Baby- und Kindernotfällen verlässliches, verständlich aufbereitetes Wissen, auf das sie jederzeit zugreifen können. Genau dafür haben wir eine Plattform entwickelt, die Sicherheit vermittelt, Hemmschwellen abbaut und Familien im Alltag wirklich unterstützt.
Wir möchten den Investorinnen und Investoren vermitteln, dass Zwergensache Academy nicht nur ein digitales Produkt ist, sondern eine Lösung für ein reales Bedürfnis vieler Familien.

Was wäre für euch ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen?

Ein persönlicher Erfolg wäre für uns, wenn durch die Sendung noch mehr Eltern auf die Zwergensache Academy aufmerksam werden und erkennen, wie wertvoll dieses Wissen im Alltag sein kann.
Natürlich freuen wir uns, wenn sich durch den Auftritt neue Chancen, Partnerschaften oder Wachstumsmöglichkeiten ergeben. Am wichtigsten ist für uns aber, dass wir mit unserem Thema sichtbar werden und möglichst viele Familien erreichen.
Wenn wir es schaffen, mehr Sicherheit in Familien zu bringen und Eltern ein Stück mehr Vertrauen für Notfallsituationen zu geben, dann ist das für uns bereits ein großer Erfolg.

Welche Vision verfolgt ihr mit Zwergensache Academy für die Zukunft von Elternbildung und Kindersicherheit?

Unsere Vision ist es, Zwergensache Academy zu einer vertrauensvollen digitalen Anlaufstelle für Elternbildung zu machen – mit Wissen, das Sicherheit gibt, Orientierung schafft und Familien im Alltag wirklich unterstützt.
Dabei geht es für uns nicht nur um Erste Hilfe, sondern langfristig um eine moderne, umfassende Form der Elternbildung: flexibel, alltagstauglich, hochwertig und jederzeit verfügbar. Neben unserem Erste-Hilfe-Kurs bieten wir bereits weitere Inhalte wie Schwangerschaftsyoga, Geburtsvorbereitung und Schlafberatung an und möchten dieses Angebot in Zukunft noch weiter ausbauen.
Wir möchten dazu beitragen, dass Eltern in wichtigen Fragen rund um Gesundheit, Entwicklung und Sicherheit ihrer Kinder leichter Zugang zu fundiertem Wissen bekommen. Gerade im Bereich Kindersicherheit sehen wir großes Potenzial, noch mehr Bewusstsein zu schaffen und Eltern frühzeitig zu stärken – damit sie in entscheidenden Momenten nicht hilflos sind, sondern mit mehr Ruhe und Sicherheit handeln können.

Was macht eure Onlinekurse besonders im Vergleich zu klassischen Erste Hilfe Kursen?

Unsere Onlinekurse bieten Eltern vor allem maximale Flexibilität: Sie können die Inhalte jederzeit, ortsunabhängig und im eigenen Tempo ansehen. Im Unterschied zu klassischen Erste-Hilfe-Kursen ist der Zugang dauerhaft möglich. Das bedeutet, dass das Wissen nicht nur einmal konsumiert wird, sondern bei Bedarf immer wieder aufgefrischt werden kann – gerade bei einem so wichtigen Thema ein großer Vorteil. So schaffen wir eine moderne und niederschwellige Möglichkeit, Sicherheit im Familienalltag nachhaltig zu stärken.

Welche Rolle spielt die digitale Vermittlung von Wissen für eure Nutzerinnen und Nutzer?

Die digitale Vermittlung von Wissen spielt für unsere Nutzerinnen und Nutzer eine ganz zentrale Rolle, weil sie Lernen deutlich einfacher in den Familienalltag integriert. Gerade Eltern haben oft wenig Zeit und brauchen Inhalte, auf die sie flexibel und genau dann zugreifen können, wenn es für sie passt.
Ein großer Vorteil ist dabei auch, dass das Wissen nicht nur einmal vermittelt wird, sondern jederzeit wieder abrufbar bleibt. So können Inhalte bei Unsicherheit oder vor bestimmten Entwicklungsphasen des Kindes immer wieder angesehen und aufgefrischt werden.
Für uns ist digitale Wissensvermittlung deshalb weit mehr als nur ein technischer Zugang: Sie macht wichtiges Wissen niederschwellig, alltagstauglich und nachhaltig verfügbar. Genau das schafft mehr Sicherheit und Vertrauen im Umgang mit herausfordernden Situationen.

Welche konkreten Vorteile bietet Zwergensache Academy Eltern im Alltag und in Notfallsituationen?

Zwergensache Academy gibt Eltern vor allem mehr Sicherheit im Alltag und in Notfallsituationen. Durch den flexiblen und dauerhaften Zugang können sie wichtiges Wissen jederzeit ansehen und bei Bedarf wieder auffrischen.
Der große Vorteil ist, dass Eltern im Ernstfall nicht erst nach Informationen suchen müssen, sondern bereits vorbereitet sind. Das schafft mehr Ruhe, Orientierung und Handlungssicherheit genau in den Momenten, in denen es darauf ankommt.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit eurem Angebot besonders an und welche Unsicherheiten nehmt ihr ihnen?

Mit unserem Angebot sprechen wir vor allem (werdende) Eltern, junge Familien sowie Großeltern und andere enge Bezugspersonen an, die im Alltag Verantwortung für Babys und Kinder tragen.
Ihnen nehmen wir vor allem die Unsicherheit, im Notfall nicht zu wissen, was zu tun ist. Genau hier setzt Zwergensache Academy an: Wir vermitteln verständliches, praxisnahes Wissen, das Sicherheit gibt und dabei hilft, in entscheidenden Momenten ruhiger und sicherer zu handeln.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Vermittlung von medizinischem Wissen über digitale Formate?

Eine der größten Herausforderungen ist es, medizinisches Wissen fachlich korrekt und gleichzeitig so verständlich aufzubereiten, dass es Eltern in einer stressigen Situation auch wirklich hilft.
Gerade in digitalen Formaten ist es wichtig, komplexe Inhalte klar, praxisnah und gut strukturiert zu vermitteln, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Unser Anspruch ist deshalb, medizinische Themen so aufzubereiten, dass sie Vertrauen schaffen, gut nachvollziehbar sind und im Alltag auch wirklich anwendbar bleiben.

Was unterscheidet Zwergensache Academy von anderen Anbietern im Bereich Onlinekurse und Erste Hilfe Schulungen?

Was Zwergensache Academy besonders macht, ist die Verbindung aus fachlich fundiertem Wissen, hoher Alltagstauglichkeit und digitaler Flexibilität. Wir vermitteln Erste-Hilfe-Wissen für Babys und Kinder verständlich, praxisnah und so, dass Eltern es im Alltag wirklich nutzen können.
Dazu kommt der dauerhafte Zugang zu den Kursen, wodurch Wissen jederzeit wieder aufgefrischt werden kann. Gleichzeitig ist unser Angebot bewusst äußerst günstig gestaltet, damit möglichst viele Familien einfachen Zugang zu diesem wichtigen Wissen haben.

Welche Bedeutung haben Vertrauen, Qualität und fachliche Expertise für eure Marke?

Vertrauen, Qualität und fachliche Expertise sind für unsere Marke die absolute Grundlage. Gerade wenn es um Eltern, Babys und sensible Gesundheitsthemen geht, ist es entscheidend, dass Informationen nicht nur leicht zugänglich, sondern auch verlässlich und fachlich fundiert sind.
Genau deshalb legen wir großen Wert darauf, Inhalte mit hohem Qualitätsanspruch aufzubereiten und Wissen so zu vermitteln, dass es verständlich, praxisnah und gleichzeitig seriös ist. Für uns ist das die Basis, um Eltern nicht nur Informationen zu geben, sondern ihnen wirklich Sicherheit und ein gutes Gefühl im Alltag zu vermitteln.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Unsere drei wichtigsten Ratschläge wären: Erstens, ein echtes Problem lösen. Wenn das Bedürfnis klar da ist und euer Angebot im Alltag wirklich hilft, schafft das die beste Grundlage für nachhaltiges Wachstum.
Zweitens, mutig sein. Mut spielt beim Gründen eine entscheidende Rolle – sei es, eine Idee überhaupt umzusetzen, Entscheidungen zu treffen oder auch dann weiterzugehen, wenn nicht alles sofort nach Plan läuft.
Und drittens: authentisch bleiben und dranbleiben. Gerade als Gründerinnen und Gründer ist es wichtig, die eigene Motivation und Vision klar zu zeigen. Gleichzeitig machen Ausdauer, Lernbereitschaft und die Offenheit, sich weiterzuentwickeln, oft den entscheidenden Unterschied.

Bild: Zwergensache Academy 2 Minuten 2 Millionen Pitch Copyright/Fotograf PULS 4/ Gerry Frank

Sehen Sie Zwergensache Academy am 27. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Wir bedanken uns bei Bianca und Adam Samorajski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sereact Serie B Finanzierung über 110 Millionen Dollar treibt KI Robotik voran

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Sereact Serie B Finanzierung: 110 Mio für KI Robotik

Die Sereact Serie B Finanzierung markiert einen wichtigen Meilenstein für das deutsche KI Robotik Startup. Mit 110 Millionen Dollar Kapital will das Unternehmen seine Technologie Cortex 2 skalieren und den US Markt erschließen.

Sereact sammelt 110 Millionen Dollar in Serie-B-Finanzierungsrunde ein

Sereact hat eine Serie-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 110 Millionen US-Dollar unter der Führung von Headline abgeschlossen, an der sich Bullhound Capital, Daphni und Felix Capital beteiligten. Die bestehenden Investoren Air Street Capital, Creandum (das die Serie-A-Runde des Unternehmens im Jahr 2025 angeführt hatte) und Point Nine investierten erneut in Sereact.

Mit dem Geld sollen zwei Prioritäten finanziert werden: die Skalierung von Cortex 2 und der Eintritt in den US-Markt. Sereact wird diesen Sommer sein erstes US-Büro in Boston eröffnen und vor Ort Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb, Anwendung und Technik einstellen.

Cortex 2 ist das Robotergehirn, das Ergebnisse vorhersieht, bevor es handelt.

Das heutige Cortex sieht und greift. Cortex 2 hingegen denkt zuerst und handelt dann. Es erweitert ein Vision-Language-Action-Modell (VLA) um ein Weltmodell. Es gleicht mögliche Aktionen mit einem erlernten Modell der Physik und des Objektverhaltens ab, wählt die Aktion aus, die am ehesten funktioniert, und aktualisiert sich in Echtzeit, wenn sich die Szene ändert. Weltmodelle stellen die nächste Grenze in der KI dar, wobei der Großteil dieser Arbeit in Forschungslabors mit synthetischen Daten stattfindet. Cortex 2 ist das Modell, das auf mehr als einer Milliarde Greifvorgängen aus der realen Produktion trainiert wurde.

Der Wechsel vom Reagieren zum Schlussfolgern holt Cortex aus dem Bereich der Kommissionierung heraus und bringt es in die Kategorie von Arbeiten, bei denen der Kontakt eine Rolle spielt. Beispielsweise das Zusammenbauen einer Komponente unter Spannung. Das Anbringen eines Scheibenwischers, ohne ihn zu zerkratzen. Oder das Zusammenstellen von Teilen, die in genau der richtigen Ausrichtung für die nächste Station landen müssen. Das ist der nächste Markt, den Sereact anvisiert und Cortex 2 ist der Weg dorthin.

Sereact Serie B Finanzierung ermöglicht US Expansion und Cortex 2 Skalierung

Markteinführung in den USA

Amerikanischen Lagerhäuser und Hersteller haben klare Anforderungen: Sie brauchen produktreife KI, die sofort einsatzbereit ist. Maßgeschneiderte Bildverarbeitungssysteme, deren Implementierung ein Quartal dauert, sind tabu. Cortex funktioniert bereits so, und Cortex 2 erweitert diese Kategorie. Sereact hat die aktuelle Generation diesen Monat auf der MODEX in Atlanta vorgestellt: einarmiges Kommissionieren, zweiarme Retourenabwicklung und das 3D-Wahrnehmungssystem Sereact Lens. Seitdem ist das Interesse in Nordamerika stetig gewachsen.

„Wir haben früh erkannt, dass echte Robotik-KI nicht im Labor entwickelt werden kann“, sagte Ralf Gulde, CEO und Mitbegründer des Unternehmens. „Man entwickelt sie mit einem Daten-Flywheel, das durch reale Einsätze gespeist wird, indem man die KI in die Produktion bringt, mit den Fehlern lebt und das Modell aus dem lernen lässt, was tatsächlich vor Ort passiert. Die Zahlen zeigen, dass es funktioniert hat. Zweihundert Systeme. Eine Milliarde Kommissionierungen. Ein Eingriff pro 53.000. Niemand sonst kommt auch nur annähernd heran.“

„Wir geben Robottern eine Form von Vorstellungskraft, nämlich die Fähigkeit, vorauszusehen, wie die Welt reagieren wird, bevor er sich bewegt“, sagte Marc Tuscher, Mitbegründer und CTO. „Wir bauen keine Roboter. Und wir verkaufen keine Dienstleistungen. Liefern nur eines: das Modell, das auf jedem Roboter läuft. Egal, ob es sich um einen einarmigen, zweiarmigen, humanoiden oder stationären Roboter handelt: Überall kommt dasselbe Gehirn zum Einsatz. Die Hardware wird zur Massenware. Das Modell nicht.“

Sereact Serie B Finanzierung stärkt Marktposition in der KI Robotik

Sereact-Marktpassung

Sereact entwickelt KI für Roboter, die in der physischen Welt arbeiten. Lagerhäuser waren der erste Einsatzort, da keine andere Umgebung dieselbe Kombination von Datenpunkten bietet: Es gibt Milliarden von realen Interaktionen, jede erdenkliche Objektform, strenge Durchsatzbeschränkungen und Konsequenzen, wenn der Roboter einen Fehler macht.

In jeder Schicht und an jedem Kundenstandort lernt Cortex aus echten Kommissioniervorgängen mit echten Artikeln unter Bedingungen, die kein Simulator reproduzieren kann. Diese Daten treiben das Modell an, und das Modell bewegt sich mit dem Roboter: mobil, humanoid, stationär – was auch immer als Nächstes kommt.

Mit mehr als 200 Sereact-Systemen, die bereits europaweit im Einsatz sind, ist Sereact der weltweit am häufigsten eingesetzte Anbieter von KI-Kommissionierrobotern. Diese Systeme, die alle mit dem Cortex-Gehirn ausgestattet sind, haben über eine Milliarde echte Produktionskommissionierungen für Kunden wie Active Ants, die Österreichische Post, BMW, bol., Daimler Truck, DHL, Mercedes-Benz, Monta, MS Direct, PepsiCo und die Rohlik Group durchgeführt.

Etwa jeder 53.000. Kommissioniervorgang erfordert menschliche Fernunterstützung. Alles andere erledigt der Roboter selbstständig. Dieses Verhältnis ist ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal. Jeder von Cortex durchgeführte Kommissioniervorgang fließt zurück in das Modell. Wettbewerber hingegen sammeln Milliarden, um mit simulierten Daten und Labordemos zu trainieren. Sereact hat hingegen fünf Jahre damit verbracht, mit realen Betriebsabläufen zu trainieren: nachts, zu Spitzenzeiten und mit Artikeln, die für den Roboter unübersichtlich sind und die er noch nie gesehen hat. Es ist eine Lücke, die sich mit jeder Schicht vergrößert.

Investorenstatements

„Die Chancen im Bereich der physischen KI gehören zu den größten, die wir seit einer Generation gesehen haben, und wir glauben, dass sie die globalen Lieferketten und die Fertigung neu gestalten werden. Hinter großen Chancen und großartigen Unternehmen stehen großartige Gründer, und Ralf und Marc nutzen diese Chance auf die richtige Art und Weise: echte Einsätze, echte Daten und ein Modell, das sich mit jedem einzelnen Pick weiterentwickelt und verbessert. Die Kunden lieben das Produkt, was zu einer kontinuierlichen Expansion führt und das Daten-Flywheel nur noch weiter beschleunigt. Deshalb freuen wir uns so sehr, Sereact zu unterstützen“, sagte Trevor Neff, Growth Partner bei Headline.

Per Roman, Gründungspartner bei Bullhound Capital: „Nachdem wir uns eine Flut von Unternehmen im Bereich der humanoiden Robotik angesehen hatten, freuten sich mein Partner Alon Kuperman und ich sehr, Ralf und Marc, die Mitbegründer von Sereact, kennenzulernen, die ein KI-Betriebssystem entwickelt haben, das sich nahtlos in die riesige Flotte von Industrierobotern weltweit integrieren lässt, die bereits im Einsatz sind.“

„Wir sehen Sereact als europäischen Marktführer der neuen Generation, der fundiertes industrielles Know-how mit erstklassigen KI- und Robotik-Talenten verbindet, um eine der größten Herausforderungen in globalen Lieferketten zu bewältigen. Im Kern steht ein leistungsstarker, sich verstärkender Datenvorsprung, wobei jede Interaktion im Lager das System intelligenter und schwerer nachzubilden macht. Wir sind stolz darauf, mit dem Team zusammenzuarbeiten und dessen Bestreben zu unterstützen, die Kategorie der physischen KI für die weltweit größten Einzel- und Großhändler zu definieren“, sagte Antoine Nussenbaum, Mitbegründer und Investor bei Felix Capital.

Bild @ Sereact

Quelle additiv pr GmbH & Co. KG

Ein Geschmack, der im Kopf bleibt und Gespräche auslöst?

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Anderwald Geschmack Qualität: Startup pitcht bei 2 Minuten 2 Millionen Bild: Vienna Whisky Festival 2026 Bildcredits/Fotograf: Benni Schoen

Anderwald entwickelt Premium Spirituosen mit besonderem Geschmack und hoher Qualität und pitcht am 28. April in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Wie ist Anderwald entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Startup?

Anderwald ist als Idee und Vision in einem kleinen Pub in Irland entstanden – die Gründer waren Philipp Zima und Peter Janda.

Was hat euch dazu motiviert, hochwertige Spirituosen unter der Marke Anderwald zu entwickeln?

Wir sind stets auf der Suche nach einem Geschmackserlebnis, welches in Erinnerung bleibt und an Gefühle gekoppelt ist. Das erreicht man nur, wenn man die besten Rohstoffe und Techniken in der Prozessführung verwendet und anwendet, um qualitativ auf höchstem Niveau arbeiten zu können.

Anderwald wird am 28. April 2026 in der finalen Folge der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen geht ihr in diesen Pitch?

Wir würden uns einen Investor wünschen, der als Partner mit uns an unsere Vision glaubt und mit uns den Weg mit Leidenschaft geht.

Wie bereitet ihr euch aktuell auf euren Auftritt in der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen vor?

Wir fokussieren uns auf unsere Ziele und haben einen regen Gedankenaustausch.

Welche zentrale Botschaft möchtet ihr mit Anderwald vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Wir kombinieren Wissenschaft mit Seele und haben chemische Rezepturen entwickelt, die zwischen Alchemie und Kunst liegen und altes Handwerk neu interpretieren. Anderwald soll man nicht nur schmecken, sondern erleben.

Was wäre für euch ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen?

Wenn wir ganz viele Menschen mit unseren Produkten begeistern könnten und viele tolle Genussmomente schenken dürften.

Welche Vision verfolgt ihr mit Anderwald für die Zukunft von Premium-Spirituosen?

Wir wollen stets über uns hinauswachsen und in Zukunft die bessere Version von uns selbst werden. Es werden viele weitere Produkte und Geschmäcker auf den Markt kommen, die man in der Form noch nicht erlebt hat.

Was zeichnet eure Produkte geschmacklich und qualitativ besonders aus?

Wir interpretieren altes Alchemie-Handwerk neu und kombinieren Wissenschaft mit Seele. Ein zentraler Punkt ist natürlich die Verwendung von besten Ausgangsmaterialien und gemeinsam mit unseren selbstständig entwickelten Rezepturen schaffen wir es Gefühle ins Glas zu bringen, die besonders fruchtig und aromatisch sind. Ganz anders als klassische Whisky-Sorten.

Welche Rolle spielen Herkunft, Zutaten und Herstellungsprozess bei der Entwicklung eurer Spirituosen?

Natürlich oberste Priorität! Strikt nach dem Motto: Input = Output. Nur mit den besten Zutaten und Prozessen gelingen die besten Ergebnisse und unser Herstellungsprozess garantiert besonders fruchtige und sanfte Produkte.

Welche Besonderheiten bieten eure Produkte im Vergleich zu klassischen Angeboten am Markt?

Unser Geschmack hebt sich deutlich von anderen ab, wir bleiben in Erinnerung, da wir besonders fruchtig und sanft schmecken; ganz anders eben als die Whisky-Sorten am Markt.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit Anderwald besonders an und welche Bedürfnisse bedient ihr bei euren Kundinnen und Kunden?

Unsere Zielgruppe sind Genießer jeden Alters mit dem Ziel höchster Qualität und höchstem Geschmackserlebnis.

Welche Herausforderungen begegnen euch beim Aufbau einer Marke im wettbewerbsintensiven Spirituosenmarkt?

Tatsächlich ist jeder, der unser Produkt gekostet hat, ein treuer Kunde geworden. Das Schwierigste ist wohl, dass uns die Leute kennen lernen und von uns erfahren.

Was unterscheidet Anderwald von anderen Marken im Bereich Rum, Whisky oder Edelbrände?

Der Geschmack und die Qualität

Welche Bedeutung haben Qualität, Handwerk und Markenaufbau für euren langfristigen Erfolg?

Die höchste Bedeutung, denn nur so wird garantiert, dass der Erfolg nachhaltig ist und uns Kunden treu bleiben.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Lebe deine Träume
Gib niemals auf
Lerne Resilienz

Bild: Vienna Whisky Festival 2026 Bildcredits/Fotograf: Benni Schoen

Sehen Sie Anderwald am 27. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Wir bedanken uns bei Phlipp Zima für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein kleines Detail im Alltag, das viele stört und selten gelöst wird?

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LUKE Pflegeetiketten App: Startup pitcht bei 2 Minuten 2 Millionen

LUKE entwickelt ein Gerät und eine App, die Pflegeetiketten sauber entfernen und digital nutzbar machen, und pitcht am 28. April in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Wie ist LUKE entstanden und wer sind die Gründer hinter dem Startup?

LUKE entstand aus einer Alltagsfrustration: Pflegeetiketten kratzen oder hängen unschön aus der Kleidung. Mit einer Schere lassen sich die Dinger aber nur unbefriedigend entfernen. Wir beide (die Brüder Stefan & Christoph) hatten dann die Vision von einem Haushaltstool, das die Etiketten rückstandslos beseitigt.

Welches Problem aus dem Alltag hat euch dazu inspiriert, eine Lösung für störende Pflegeetiketten in Kleidung zu entwickeln?

Die Idee kam beim Zusammenlegen der Wäsche, wo bei allen rausgeschnittenen Etiketten der Rest ausgefranst heraushing oder Löcher in den Textilien waren. Mit LUKE haben wir eine patentierte Schnitttechnologie entwickelt, die mit einem Heissdraht das Etikett entfernt und den Rest gleichzeitig versiegelt.

LUKE wird am 28. April 2026 in der finalen Folge der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Mit welchen Erwartungen geht ihr in diesen Pitch?

Mit Vorfreude und einem klaren Kopf. Wir wissen, was LUKE kann. Jetzt geht es darum, das in zwei Minuten rüberzubringen. Eine Investition wäre schön, aber die Bühne selbst ist bereits ein Gewinn. Die Reichweite der Sendung ist super für uns.

Wie bereitet ihr euch aktuell auf euren Auftritt in der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen vor?

Pitch schärfen, Demo-Gerät perfektionieren und die Geschäftszahlen im Griff haben. Und ehrlich gesagt: immer wieder laut sprechen, damit die zwei Minuten sich anfühlen wie zwei Minuten – und nicht wie zwanzig.

Welche zentrale Botschaft möchtet ihr mit LUKE vor den Investorinnen und Investoren vermitteln?

Dass ein kleines Problem im Kleiderschrank eine grosse Marktchance sein kann. LUKE ist ein kleines patentiertes Hardware-Tool mit internationalem Potenzial. Und wenn man es einmal benutzt hat, wird man nie mehr darauf verzichten wollen.

Was wäre für euch ein persönlicher Erfolg nach der Teilnahme an der finalen Folge von 2 Minuten 2 Millionen?

Wenn Menschen nach der Sendung sagen: «Das Problem kenne ich – warum gibt es das Gerät erst jetzt?» Und wenn sich die erste Bestellwelle ankündigt, bevor wir die Bühne verlassen haben.

Welche Vision verfolgt ihr mit LUKE für die Zukunft von Kleidung, Textilpflege und digitalem Kleiderschrank?

Langfristig ist LUKE mehr als ein Etikettenentferner. Wir entwickeln bei LUKE auch einen digitalen Kleiderschrank, der die Infos auf den Pflegeetiketten enthält. Mit der App erhalten Nutzer Zugriff auf alle relevanten Themen rund um einen nachhaltigen Umgang mit Kleidern: Pflegetipps, Möglichkeiten zum Weiterverkaufen, Reparieren, Outfit-Vorschläge und Vieles mehr.

Was macht eure Lösung aus Gerät und App besonders und welchen Mehrwert bietet sie im Vergleich zu herkömmlichen Methoden, Pflegeetiketten zu entfernen?

Eine Schere löst das Problem nicht wirklich – sie hinterlässt immer einen Rest. LUKE entfernt das Etikett vollständig, ohne den Stoff zu beschädigen. Die App wird dann die Schnittstelle zwischen physischen Kleidern und digitalem Kleiderschrank sein.

Welche Rolle spielt die Kombination aus Hardware und digitaler Anwendung für euer Geschäftsmodell?

Das Gerät ist der Einstieg. Es löst ein unmittelbares Problem und schafft Vertrauen. Die App ist der langfristige Wert: für den Nutzer als persönlicher Kleiderschranks-Assistent, für uns als Plattform mit echtem Potenzial für Partnerschaften mit Marken und Handel.

Welche Vorteile bietet LUKE im Alltag für Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere in Bezug auf Komfort, Pflege und Nachhaltigkeit?

Komfort liegt auf der Hand, denn mit LUKE gibt es kein Kratzen mehr. Nachhaltigkeit kommt dann über die App dazu: Wer seine Kleidung kennt und richtig pflegt, trägt sie länger. LUKE hilft dabei, weil die Pflegeinfos nicht mehr weggeworfen werden, wenn das Etikett weg ist. Sie wandern in die App und unterstützen im Alltag.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit LUKE besonders an und welche konkreten Probleme löst ihr für diese?

Im Kern sind es Menschen, die viel Wert auf das legen, was sie tragen: bewusste Käufer, Eltern, die empfindliche Kinder anziehen, Menschen mit sensibler Haut – aber eigentlich alle, die auf Etiketten verzichten können. Das ist keine Nische. Das sind ziemlich viele potenzielle Kunden.

Welche Herausforderungen begegnen euch bei der Entwicklung eines Produkts, das sowohl physisch als auch digital funktioniert?

Die Hardware muss absolut zuverlässig funktionieren – an verschiedenen Stoffen, verschiedenen Etiketten, in verschiedenen Händen. Das erfordert sehr genaue Fertigung. Gleichzeitig muss die App intuitiv genug sein und wirklich einen Mehrwert stiften. Beides auf einmal zu entwickeln, ist anspruchsvoll. Deshalb starten wir auch erst mit dem Gerät und legen dann mit der App nach.

Was unterscheidet LUKE von anderen Lösungen oder Ansätzen im Bereich Textilpflege und Smart Wardrobe?

Es gibt App-Lösungen für den digitalen Kleiderschrank, aber bislang werden die wichtigen Infos auf den Etiketten nicht berücksichtigt. Bald werden unsere Kleider noch ein weiteres Etikett für den „Digital Product Passport“ haben, über den man viele Informationen zum Kleidungsstück abrufen kann. Auch diese werden dann in der LUKE App enthalten sein.

Welche Bedeutung haben Qualität, Benutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit für eure Marke?

LUKE ist eine anspruchsvolle Konstruktion mit vielen technischen Bauteilen, die alle sehr präzise miteinander arbeiten müssen. Das geht nur mit einem hohen Qualitätsstandard. Auch soll das Gerät möglichst lange funktionieren. Gleichzeitig soll es einfach zu bedienen sein. Wir haben alles darangesetzt, dass es so intuitiv wie möglich ist. Wir fertigen LUKE in der EU, um möglichst wenig Emissionen durch Transport zu erzeugen. Daneben wird der nachhaltige Umgang mit Kleidern dann ein Hauptmerkmal der LUKE App sein.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Löst ein Problem, das ihr selbst habt. Dann wisst ihr wirklich, ob die Lösung funktioniert. Zweitens: Hört auf das Feedback eurer ersten Nutzer, nicht auf das eurer Familie. Drittens: Traut euch, auch Ideen mit Hardware-Komponenten und ohne KI zu machen. Die haben Potenzial und die Entwicklung ist eine sehr spannende Reise.

Bild: @ LUKE

Sehen Sie LUKE am 27. April 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Wir bedanken uns bei Stefan Papst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: LUKE

Kontakt:

Luke AG
Ringlikerstrasse 80
8142 Uitikon Waldegg
Schweiz

www.luke-shop.com

Ansprechpartner: Stefan Pabst

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