Mittwoch, Januar 14, 2026
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Sportmode neu gedacht: Nachhaltig, hochwertig und mit Haltung

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DSSLR: Sportmode und Nachhaltigkeit mit Quiet Luxury Gründerbild Christoph A Dassler

DSSLR verbindet Sportmode, Quiet Luxury und Nachhaltigkeit zu einer Premium-Marke, die höchste Ansprüche an Design, Qualität und Verantwortung erfüllt.

Wie ist die Idee zu DSSLR entstanden und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

1987, mit schon 7 Jahren, als ich realisiert habe, dass die Familie mit dem Verkauf des Unternehmens Puma beschäftigt war.

DSSLR verbindet Sport, Design und Nachhaltigkeit. Was war der Auslöser, diesen Weg einzuschlagen?

Eine über viele Jahre gewachsene Haltung nach der Beobachtung von vielen Fehltritten in der Luxus- und Sportartikelindustrie. Zudem eine persönliche Überzeugung, dass Design und Nachhaltigkeit keine Widersprüche sind.

Welche Vision verfolgt DSSLR mit der Verbindung von Quiet Luxury und Sportmode und wie möchten Sie diese Realität werden lassen?

Eine führende Marke im Highend-/Premium-Sport- und Lifestyle-Umfeld zu werden.

Wen möchten Sie mit Ihrer Marke besonders ansprechen. Welche Bedürfnisse hat Ihre Zielgruppe, die Sie mit Ihren Kollektionen erfüllen wollen?

Kunden und Kundinnen mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Design, auf und neben dem Platz. Moralische Integrität wird vorausgesetzt. DSSLR setzt somit auf das Zusammenspiel zwischen Herkunft, Design und Funktion auf höchster Produktqualität.

Die erste Kollektion ist stark vom Tennissport inspiriert. Warum haben Sie diesen Schwerpunkt gewählt und welche Rolle spielt Tennis für die Marke?

Der Tennissport stellt eine wichtige Säule in den geplanten Sportkapiteln der nächsten Jahre dar. Der Tennissport ist sowohl Plattform für sportlichen, kulturellen und modischen Austausch, den DSSLR auf und neben dem Platz bespielt und mitgestalten will. Zudem steckt eine Bewunderung für den Tennissport in meiner DNA, da wir in meiner Familie schon in den 70er Jahren mit den besten Tennisspielern der Welt zusammengearbeitet haben.

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element bei DSSLR. Wie stellen Sie sicher, dass Materialien und Produktion den hohen Ansprüchen gerecht werden?

Zertifizierungen, die überprüft sind und werden. Persönliche Erfahrungen und Erlebnisse inkl. Besuchen entlang der Produktionsorte und ein eigener Code of Conduct. Zudem durch enge und nahezu tägliches Zusammenarbeiten mit den Partnern an den einzelnen Stellen – auch im Rahmen der durch DSSLR gestellten Nachverfolgung der Produktherstellungsprozesse.

Was sind aktuell die größten Herausforderungen im Aufbau von DSSLR und wie gehen Sie im Team damit um?

Die Bekanntheit der Marke substanziell aufzubauen. Entrepreneurial- und Output-orientierte Abläufe zu entwickeln, die tatsächlich den Kunden bzw. die Kundin immer im Mittelpunkt haben.

Viele Marken sprechen über Premium und Nachhaltigkeit. Was macht DSSLR tatsächlich einzigartig und unverwechselbar?

Der Kollektionsaufbau ist durchgehend nachhaltig und nicht nur einzelne Kollektionsstücke zu einem gewissen Anteil von bis zu oder über 50 %, so wie das oftmals im Markt gehandhabt wird.

Wie sehen Sie die Weiterentwicklung von DSSLR in den kommenden Jahren. Welche nächsten Schritte oder Kollektionen sind geplant? Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie mit DSSLR. Soll die Marke auf den Tennissport fokussiert bleiben oder breiter aufgestellt werden?

Positionierung auch als kulturell relevante Sport- und Lifestyle-Brand mit dem Fokus Tennis. Eine logische Entwicklung von Tennis sieht DSSLR auch in einer weiteren und dort auch dedizierten Aufmerksamkeit für den Padel-Tennis-Sport. Langfristig stehen sowohl weitere sehr spannende neue Produktsegmente als auch Sportarten für DSSLR auf der Agenda.

Was möchten Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die ebenfalls eine Marke im Premiumsegment etablieren wollen?

Haltung. Es braucht klare DON’Ts, nicht nur DOs.
Fokussierung auf Kernprodukte und unverwechselbare DNA.

Wenn Sie auf Ihre bisherige Reise zurückblicken. Welche drei Ratschläge würden Sie Gründern geben, die am Anfang stehen?

Privates Umfeld vollständig einbinden und mitnehmen.
Manifestieren.
Reflektieren.

Titelbild Christoph A. Dassler @DSSLR

Wir bedanken uns bei Christoph A. Dassler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ist das die Zukunft, wie Industrie wirklich Energie sparen kann?

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encentive: Industrie und Energie im Wandel. Bild (v. l. n. r.): Torge Lahrsen (COO), Daniel Ehnes (CPO), Nicolás Juhl (CEO), Sascha Greve (CTO).

encentive unterstützt Industrieunternehmen dabei, Energiekosten zu senken und Emissionen intelligent mit KI zu reduzieren.

Können Sie uns encentive kurz vorstellen und erzählen, wer hinter dem Unternehmen steht?

encentive unterstützt Industrieunternehmen dabei, Energiekosten und Emissionen intelligent zu reduzieren. Unsere KI steuert komplexe Industrieanlagen vollautomatisch und erzielt messbare Ergebnisse ab dem ersten Tag. Hinter encentive steht ein interdisziplinäres Team aus IngenieurInnen, Data Scientists und Software DeveloperInnen das die Industrie fit für die Energiewende macht.

Was war die ursprüngliche Idee, die zur Gründung von encentive geführt hat?

Wir kommen ursprünglich aus dem Norden, wo man tagtäglich Windräder sieht, die oft trotz Wind stillstehen. Die Idee entstand aus dieser Beobachtung heraus: Erneuerbare Energien bleiben viel zu oft ungenutzt. Anfangs haben wir getestet, ob sich Haushalte und Gebäude besser auf erneuerbare Erzeugung abstimmen lassen. Schnell war aber klar, dass der größte Hebel in der Industrie liegt, dem größten Energieverbraucher in Deutschland. Also haben wir uns konsequent auf diesen Bereich fokussiert.

Welche Vision verfolgen Sie mit encentive und wie möchten Sie diese in den nächsten Jahren umsetzen?

Die Industrie ist nicht nur in Deutschland, sondern weltweit der größte Energieverbraucher. Unsere Vision ist es, die Industrie zum Motor einer klimaneutralen Zukunft machen, ihre Energie intelligent zu steuern und so wirtschaftlichen Erfolg und Nachhaltigkeit untrennbar zu verbinden. Unternehmen sparen sofort Energiekosten, reduzieren CO₂ und sichern ihre Wettbewerbsfähigkeit. Umsetzen wollen wir das mit unserer KI-Plattform flexOn, die das industrielle Energiemanagement revolutioniert.

Wie unterscheidet sich Ihre Lösung von klassischen Energiemanagementsystemen?

Klassische Systeme zeigen Daten an. Unsere Plattform steuert Anlagen automatisch. Wir bei encentive bringen KI direkt in den Maschinenraum, damit Energieflüsse dort optimiert und gesteuert werden, wo sie entstehen. Für unsere Kunden bedeutet das: bis zu 20 % weniger Energiekosten, geringere Emissionen und höhere Versorgungssicherheit. Und das ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Eingriff in Produktionsprozesse.

Welche Branchen oder Unternehmen profitieren besonders von Ihrer Plattform und warum?

Grundsätzlich profitieren alle energieintensiven Industrien mit einem Jahresverbrauch ab 2 GWh. Besonders stark ist der Hebel bei Branchen mit thermischen Prozessen. Unsere Plattform ist aber branchenübergreifend im Einsatz – von Lebensmittelproduktion über Logistik bis hin zu Werkstoffherstellung.

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen in Ihrem Marktumfeld und wie gehen Sie bei encentive damit um?

Die Energiewirtschaft verändert sich aktuell rasant – und das erfordert ein Umdenken auch in den Unternehmen. Oft dauert es, bis klar wird, welche direkten Auswirkungen die Veränderungen auf Geschäftsmodelle und Wettbewerbsfähigkeit hat. Wir sehen: Das Energiesystem wird dezentraler, die Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie gleichzeitig deutlich volatiler. Unternehmen, die das früh verstanden haben, profitieren heute schon von deutlich niedrigeren Energiekosten.
Damit einher geht der Aufbau von Know-how in den Unternehmen selbst. Viele unserer großen Kunden begleiten wir deshalb schon, bevor die eigentliche Flexibilisierung der Anlagen startet. Wir unterstützen sie auf ihrem Transformationspfad. Hinzu kommt Unsicherheit bei der Regulierung, zum Beispiel rund um die Netzentgelte. Sicher ist nur: Die Regulierung wird so umgestaltet, dass Flexibilität in Zukunft belohnt wird – und genau darauf bereiten wir unsere Kunden vor.

Ihr Ansatz basiert stark auf Künstlicher Intelligenz. Welche Rolle spielt diese Technologie konkret in Ihrer Lösung?

KI ist das Herzstück unserer intelligenten Energiemanagement-Plattform flexOn. Sie verbindet und analysiert die Daten aus Industrieanlagen, Energiepreisen und Erneuerbarer Energieerzeugung und steuert die Anlagen automatisch in Echtzeit. Das heißt: Sie greift nicht nur auf Dashboards zu, sondern steuert tatsächlich direkt in den Maschinenräumen – von Kühlanlagen über Heizprozesse bis hin zu Batterien. KI ist also nicht ein Add-on, sondern der Kern unseres Produktes und schlägt die Brücke zwischen Industrie und Energiewende.

Wie reagieren Ihre Kunden auf das Thema automatisierte Energiekontrolle – überwiegt Begeisterung oder auch Skepsis?

Das ist je nach Unternehmen unterschiedlich. Einige Unternehmen sind sehr offen und gespannt, neue Innovationen einzusetzen. Andere sind zu Beginn skeptisch. Dann starten wir mit einzelnen Anlagen oder Standorten des Unternehmens. Sobald die ersten Ergebnisse sichtbar werden, überwiegt schnell die Begeisterung. Wichtig ist: Wir arbeiten nur innerhalb klar definierter Parameter. Sollte es einmal zu einer Störung kommen, übernimmt sofort die bestehende Anlagensteuerung. Für unsere Kunden besteht also keinerlei Risiko.

Welche Alleinstellungsmerkmale machen encentive aus Ihrer Sicht einzigartig?

Was uns von unseren Wettbewerbern abhebt ist, dass wir die KI auf die Maschine bringen. Wir setzen mit unserer Plattform auf automatisierte Steuerung statt reiner Analyse setzen. Gleichzeitig ist sie als flexibler Baukasten konzipiert, der mit den Anforderungen unserer Kunden wächst und sich modular erweitern lässt. Das ist besonders deshalb möglich, weil wir sie komplett inhouse entwickeln. Unser Team vereint Energiemarktexpertise, Ingenieurwissen und Data Science. Wir kennen sowohl die Anlagen unserer Kunden genau, als auch die Technologie hinter unserer Plattform. Dadurch können wir schnell auf Kundenwünsche reagieren und die Plattform kontinuierlich weiterentwickeln – nah an den Bedürfnissen der Industrie.

In welche Richtung möchten Sie encentive in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Wir sehen das Flexibilisierungspotenzial der Industrie in drei klaren Wellen. Gestartet sind wir mit Kälte als Energiespeicher. Hier sind wir heute Marktführer. Die zweite Welle sind Batteriespeicher, die gerade mit enormer Dynamik in die Industrie kommen. Unser Ziel ist es, innerhalb des nächsten Jahres der Standard für die Optimierung industrieller Batteriespeicher zu sein. Und parallel bereiten wir uns bereits auf die dritte Welle vor: die Elektrifizierung der Wärme.
Um das zu erreichen, investieren wir massiv in unser Team. In den kommenden Monaten werden wir unsere Kapazitäten im Engineering – sowohl Hardware als auch Software – verdoppeln. Gleichzeitig bauen wir unsere Vertriebsseite über starke Partnerschaften mit Energieversorgern, Netzbetreibern und Stromhändlern aus. So werden wir schon bald den Großteil unserer Kunden über unsere Partner anbinden. Erste Kooperationen laufen bereits – bald bei unserem Event mit FlexPower in Hamburg.

Welche Chancen sehen Sie durch die zunehmende Nachfrage nach Nachhaltigkeit und Energieeffizienz?

Der Druck auf Industrieunternehmen, Kosten zu senken und CO₂ zu reduzieren, wächst rasant. Was früher ein „Nice-to-have“ war, ist heute ein Wettbewerbsfaktor. Für uns heißt das: Unsere Lösung trifft auf einen Markt, der nicht nur wächst, sondern der dringend skalierbare Lösungen braucht. Wir helfen Unternehmen, wirtschaftlichen Erfolg und Nachhaltigkeit zusammenzubringen. Genau darin liegt die größte Chance.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Unser wichtigster Rat lautet: Do the hard things first. Wir haben früh entschieden, nicht den einfachen Weg zu gehen. Statt bei Visualisierungen zu bleiben, sind wir in die Maschinenräume der Industrie gegangen, wissend, dass das deutlich komplexer und langwieriger wird. Aber nur so konnten wir eine Lösung entwickeln, die Anlagen wirklich steuert und nicht bloß Daten anzeigt.
Der zweite Rat: Don’t be afraid of the dark. Gerade in Bereichen, die zunächst unübersichtlich, technisch anspruchsvoll oder schwer zugänglich wirken, steckt oft der größte Hebel. Für uns war das der Maschinenraum, dort, wo die eigentliche Wertschöpfung entsteht.
Und drittens: Talk to customers early. Unsere Produktentwicklung wäre ohne die Gespräche mit den ersten Kunden nicht möglich gewesen. Ihr Feedback hat uns gezeigt, wo die echten Probleme liegen und was wirklich zählt – viel früher, als wir es allein durch Planung oder Theorie erkannt hätten.

Bild: Bild (v. l. n. r.): Torge Lahrsen (COO), Daniel Ehnes (CPO), Nicolás Juhl (CEO), Sascha Greve (CTO). @encentive GmbH

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann Mode gleichzeitig schön, nachhaltig und fair sein?

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KIKOONI Produkte und Mode – nachhaltige Accessoires mit Seele Claudia und Adelheid Zähle

KIKOONI steht für handgefertigte Mode- und Wohnaccessoires, die traditionelle Handwerkskunst mit nachhaltigem Design verbinden.

Wie würden Sie KIKOONI und die Geschichte hinter der Gründung kurz vorstellen?

Ich habe viele Jahre in einem Schmuck- und Accessoire-Unternehmen gearbeitet, das stark im Bereich Fast Fashion verankert war. Dort habe ich als Illustratorin angefangen und später als Designerin und Produktmanagerin gearbeitet – fest und frei. Diese Zeit war sehr prägend, aber irgendwann entstand in mir der Wunsch nach einer anderen Art von Mode: weg von kurzlebigen Trends, hin zu Produkten, die Seele und Wert haben.
Schon immer haben mich Farben, Muster und traditionelles Handwerk begeistert – vor allem auf meinen Reisen nach Indien und in andere ferne Länder. Als Grafikerin und Illustratorin war die visuelle Welt für mich stets ein Antrieb. Aus dieser Leidenschaft und dem Wunsch nach etwas Sinnvollem entstand 2018 KIKOONI in Berlin.

Meine Mutter war von Anfang an Teil der Idee. Durch ihren Beruf als Stewardess hat sie selbst viel von der Welt gesehen und ein besonderes Auge für Schönes entwickelt. Sie brachte sofort ihre Begeisterung mit ein, und so gründeten wir gemeinsam eine GbR.

Welche persönlichen Erfahrungen oder Werte haben Sie motiviert, KIKOONI ins Leben zu rufen?

Mich fasziniert die Schönheit von Handarbeit und die Geschichten, die dahinterstehen. Besonders berührt mich die Arbeit kleiner Betriebe – häufig von Frauen geführt – die mit viel Liebe und Tradition fertigen. Solche Strukturen möchte ich unterstützen.
Farben und Muster sind für mich mehr als nur Gestaltungselemente. Sie sind ein Ausdruck von Lebensfreude, kultureller Vielfalt und Individualität. Bei KIKOONI möchten wir genau das transportieren: Freude an schönen Dingen, die Sinn stiften.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Zusammenarbeit mit Projekten, die Frauen stärken. Zum Beispiel arbeiten wir aktuell mit einer Organisation in Indien zusammen, die verwitweten oder verstoßenen Frauen eine neue Perspektive gibt. Solche Partnerschaften zeigen, dass Mode nicht nur Konsum ist, sondern auch eine soziale Wirkung entfalten kann.

Welche Vision verfolgen Sie mit KIKOONI und wie möchten Sie diese Schritt für Schritt umsetzen?

Unsere Vision ist es, Mode und Accessoires zu schaffen, die eine Geschichte tragen – Produkte mit emotionalem und kulturellem Wert, die lange Freude machen. Wir wollen keine Teile, die nach einer Saison aussortiert werden, sondern Lieblingsstücke mit Persönlichkeit.
Wichtig ist uns dabei auch, die Menschen sichtbar zu machen, die diese Stücke herstellen. Sie sollen genauso profitieren wie die Konsumentinnen. Freude, Fairness und Wertschätzung stehen bei uns im Mittelpunkt.

Nachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle. Rund 80 % unserer Produkte bestehen aus Baumwolle oder anderen Naturfasern. Kleider und Jacken etwa sind zu 100 % aus Baumwolle gefertigt. Polyester versuchen wir komplett zu vermeiden – lediglich bei wasserfesten Innenfuttern, etwa für Kosmetiktaschen, kommt es noch vor. Hier suchen wir aktiv nach recycelten Alternativen. Schritt für Schritt wollen wir die Kollektion so konsequent wie möglich auf Naturmaterialien umstellen.

Wer ist die wichtigste Zielgruppe für Ihre handgefertigten Mode- und Wohnaccessoires?

Unsere Hauptkundinnen sind umweltbewusste Frauen, die bewusst konsumieren und Wert auf Langlebigkeit legen. Viele sind um die 40, oft Mütter, die nicht nur an sich, sondern auch an die Zukunft denken. Ich selbst bin Mutter und weiß daher sehr gut, was diese Zielgruppe braucht.
Aber auch jüngere Menschen in den 20ern gehören zu unseren Kundinnen – sie sind heute kritischer denn je und fragen ganz bewusst nach Herkunft, Produktionsbedingungen und Materialien. Ebenso begeistern sich Frauen über 50 für unsere Kollektionen, besonders für unsere Baumwollkleider und Kaschmirschals.

Durch meine Erfahrung in der Trendrecherche habe ich gelernt, zwischen kurzlebigen Hypes und echten Klassikern zu unterscheiden. Dieses Gespür hilft uns, eine Kollektion zu entwickeln, die nicht nur nachhaltig ist, sondern auch modisch Bestand hat.

Welche Rolle spielt Transparenz in der Wertschöpfungskette?

Transparenz ist ein Kernwert unserer Arbeit. Wir arbeiten ausschließlich mit kleinen Produzenten, die wir persönlich kennen und deren Arbeitsweise wir nachvollziehen können. In Indien haben wir unsere Partner mehrfach besucht, kennen die Produktionsstätten und wissen genau, unter welchen Bedingungen dort gearbeitet wird.
Wir legen großen Wert auf regionale Rohstoffe: In Indien verarbeiten wir indische Baumwolle, in Guatemala wird Baumwolle aus lokalem Anbau verwendet. Traditionelles Handwerk ist meist eng mit regionalen Materialien verknüpft – das macht unsere Produkte so authentisch. Regelmäßiger Austausch mit unseren Produzenten ist uns sehr wichtig.

Was unterscheidet KIKOONI von anderen Anbietern nachhaltiger Mode- und Wohnprodukte?

Wir sind mutiger in der Farbigkeit und fröhlicher im Ausdruck. Während viele nachhaltige Marken eher minimalistisch und neutral arbeiten, möchten wir Lebensfreude durch kräftige Muster und Farben vermitteln.
Zudem setzen wir bewusst auf kulturelle Vielfalt: Wir verbinden traditionelles Handwerk aus unterschiedlichen Ländern mit unseren eigenen Designs. Dadurch entstehen Produkte, die nicht nur schön, sondern auch einzigartig sind.

Mit welchen Herausforderungen mussten Sie sich bisher am stärksten auseinandersetzen?

Die größte Herausforderung war sicherlich die Balance zwischen Unternehmensaufbau und Familiengründung. Meine Kinder sind heute vier und sieben Jahre alt – die Anfangszeit war intensiv und manchmal auch überwältigend.
Hinzu kamen rechtliche Stolpersteine. Unsere Marke trug ursprünglich einen Namen mit dem Wort „Coco“ – und wir erhielten prompt ein Schreiben von Chanel. Das notwendige Rebranding war ein Schock, aber auch eine wertvolle Lektion. Wir haben gelernt, wo wir aufpassen müssen, wann man sich juristische Unterstützung holt und wo man selbst weiterkämpft.

Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit kleinen Manufakturen und Frauenkollektiven für KIKOONI?

Sie ist das Herzstück unserer Marke. KIKOONI lebt davon, dass wir mit Menschen zusammenarbeiten, die ihre Handwerkskunst in jedes Produkt einfließen lassen. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass diese Strukturen bestehen bleiben und weiterwachsen können.
Besonders wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit Frauenkollektiven, die oftmals unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Wir prüfen auch Projekte in Deutschland, bei denen Stoffe von Organisationen verarbeitet werden, die bedürftige Frauen unterstützen. So möchten wir auch lokal etwas bewirken.

Welche Produktlinien oder Märkte möchten Sie in Zukunft stärker ausbauen?

Wir möchten unser Engagement in Afrika ausweiten. Besonders die Textilkunst aus Ghana, aber auch das Handwerk aus Marokko und Westafrika inspiriert uns sehr. Hier sehen wir viel Potenzial. Auch unsere Kollektion aus Guatemala soll weiterwachsen.

Wie stellen Sie sicher, dass Nachhaltigkeit und Design bei KIKOONI im Einklang bleiben?

Ich begleite jedes Produkt von der Idee über die ersten Skizzen bis hin zum fertigen Design. So haben wir die volle Kontrolle über Materialien, Herstellungsweise und Gestaltung. Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht als Einschränkung, sondern als kreativen Motor zu verstehen.

Welche Chancen sehen Sie aktuell im wachsenden Markt für nachhaltige Lifestyle-Produkte?

Der Markt wächst enorm – und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ebenso. Immer mehr Menschen suchen gezielt nach Produkten mit Ursprung, Geschichte und Sinn. Hier sehen wir eine große Chance, unser Sortiment auszubauen und gleichzeitig zur Bewahrung von traditionellem Handwerk beizutragen.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Bleib dir selbst treu – Authentizität ist die Basis jeder Marke.

Warte nicht zu lange – wenn du überzeugt bist, mach es einfach.

Setze auf organisches Wachstum – gesundes, nachhaltiges Wachsen ist wertvoller als schnelle Skalierung.

Bild Claudia und Adelheid Zähle Bildcredit: Eva Kögler

Wir bedanken uns bei Claudia Zähle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ist das die Zukunft digitaler Werbung ohne Cookies?

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True Relevance Cookies Psychografie – Werbung neu gedacht-- Portrait Jörg Vogelsang @ Picture People

True Relevance verbindet Psychologie mit Adtech und ermöglicht cookieloses, psychografisches Targeting im Open Web

Können Sie uns True Relevance vorstellen und erläutern, wer die Gründer sind und welche Idee am Anfang stand?

Joost: True Relevance ist ein Spin-off aus unserer ersten Gründung CRONBACH, die seit 2017 psychografische Zielgruppenanalysen für Marken entwickelt. Gemeinsam mit Stefan Sindram haben wir True Relevance gegründet, um die wissenschaftliche Fundierung aus der Psychologie mit Adtech zu verbinden. Die Idee: das „Warum“ hinter dem Verhalten von Menschen für Marketing nutzbar machen – nicht durch mehr Datenmasse, sondern durch echtes Verständnis von Motiven und Einstellungen.

Jörg: Mich hat sofort überzeugt, dass hier ein Missing Link im Programmatic geschlossen wird. Ich habe nicht nur bei Google, The Trade Desk und BCN – Brand Community Network gesehen, wie sehr digitale Werbung an Cookies und IDs hing. True Relevance bricht genau das auf: Wir machen 100 % des Open Web adressierbar – cookielos, datenschutzkonform und skalierbar.

Was ist die zentrale Vision von True Relevance und wie wollen Sie diese mit Ihrer Technologie erreichen?

Joost: Unsere Vision ist einfach: Menschen nicht oberflächlich, sondern in der Tiefe zu verstehen. Wir kombinieren die Psychologie hinter Entscheidungen mit KI-gestützter Analyse von Inhalten. So erreichen Marken ihre Zielgruppen nicht „alle ein bisschen“, sondern „die Richtigen ganz genau“.

Jörg: Für die Industrie bedeutet das: Relevanz statt Datenmasse. Wir bringen Wirkung und Reichweite ins Open Web zurück, ganz ohne Third-Party-Cookies oder ID-Lösungen. Das ist Privacy-First und passt perfekt zur nächsten Dekade digitaler Werbung.

Welche Rolle spielen psychografische Muster in Ihrem Ansatz für kontextuelles Targeting?

Joost: Psychografie beantwortet das „Warum“. Menschen handeln aus Motiven wie Macht, Leistung oder Anschluss – und diese Motive lassen sich mit emotionalen, rationalen oder habituellen Entscheidungsmustern kombinieren. Daraus entstehen neun psychografische Typen, die wissenschaftlich fundiert sind. Sie machen sichtbar, warum zwei Menschen, die auf dem Papier gleich aussehen, in Wahrheit völlig unterschiedlich reagieren.

Jörg: Für Advertiser heißt das: Wirkung statt Streuverlust. Statt Content nach Keywords zu sortieren, erkennen wir die psychologische Grundhaltung dahinter. Ob statusgetrieben, sicherheitsorientiert oder innovationsfreudig – das entscheidet über den Erfolg einer Kampagne.

Für welche Zielgruppen ist Ihre Lösung besonders interessant und wie reagieren diese bisher auf Ihr Angebot?

Joost: Unsere Kunden sind Marken und Agenturen, die das Open Web nutzen wollen, ohne sich auf die Walled Gardens zu verlassen. Aber auch Publisher profitieren: Sie können ihren No-ID-Traffic veredeln und wieder werthaltig machen.

Jörg: Das Feedback ist sehr positiv. Wir sehen, dass Kampagnen effizienter werden – und kreativer. Marken entdecken plötzlich neue Umfelder, die perfekt zu ihren Zielgruppen passen, und Publisher steigern den Wert ihres Inventars.

Wie begegnen Sie Herausforderungen wie dem Wegfall von Third-Party-Cookies oder dem steigenden Einsatz von Ad-Blockern?

Joost: Third-Party-Cookies sind ein Auslaufmodell – das ist klar. Viele ID-Lösungen versuchen, diese Lücke technisch zu schließen. Aber: Sie bleiben fragmentiert, erreichen nie die nötige Reichweite und schaffen für Nutzer:innen neue Intransparenzen. Unser Ansatz ist ein anderer: Wir brauchen keine personenbezogenen IDs, sondern setzen auf den psychografischen Kontext. Das ist Privacy-First und für Konsument:innen nachvollziehbar.

Jörg: Adblocker sind ein Symptom dafür, dass sich Menschen von Werbung verfolgt fühlen. Sie differenzieren dabei nicht zwischen Marke, Publisher oder Technologie – das negative Erlebnis zahlt auf alle ein und beschädigt Vertrauen. Genau da setzen wir an: Unser Ansatz löst dieses Problem auf. Stattdessen fühlt sich die Ansprache im passenden Kontext natürlich und fair an. Das schützt die Reputation von Marken und Publishern und gibt der digitalen Werbung ihre Akzeptanz zurück.

Was unterscheidet True Relevance von anderen Anbietern im Bereich kontextuelles Advertising?

Joost: Klassisches Contextual bleibt oft bei Keywords oder Themen stehen. Wir gehen tiefer: Unsere KI erkennt die psychologische Bedeutung von Inhalten – also ob ein Artikel innovationsgetrieben, sicherheitsorientiert oder statusbetont ist.

Jörg: Dadurch schaffen wir eine Qualität von Relevanz, die andere nicht bieten können. Es ist nicht nur „Content passt zu Thema“, sondern „Content passt zur psychografischen Haltung der Zielgruppe“. Das ist ein echter Game-Changer.

Welche Bedeutung hatte die jüngste Verstärkung durch Jörg Vogelsang für die Entwicklung des Unternehmens?

Joost: Mit Jörg haben wir einen Partner gewonnen, der seit vielen Jahren im Programmatic Advertising tief verwurzelt ist. Er kennt den Ad-Tech Markt und das programmatische Geschäft von den Anfängen bis heute und hat es entscheidend mitgeprägt. Seine Erfahrung und sein Netzwerk helfen uns, True Relevance schnell in die Märkte zu tragen und Partnerschaften auf Agentur- und Publisherseite aufzubauen.

Jörg: Für mich ist True Relevance die nächste Evolutionsstufe im Programmatic. Meine Aufgabe ist, das Modell skalierbar zu machen – in DACH, aber auch international.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in den nächsten Jahren. Gibt es konkrete Pläne für die Skalierung oder internationale Expansion?

Joost: Wir bauen unsere Technologie so, dass sie kanalübergreifend funktioniert – von Display über CTV bis Audio und DOOH.

Jörg: Parallel starten wir die Expansion nach UK, Italien und USA. Ziel ist, True Relevance als führenden Anbieter für psychografisches Contextual Targeting im Open Web zu etablieren.

Wie wichtig ist der Standort Hamburg für Ihr Wachstum und die Vernetzung in der Ad-Tech-Szene?

Joost: Hamburg ist für uns ein idealer Standort, denn es ist neben Düsseldorf und München der Standort in Deutschland mit der höchsten Agentur-Dichte, viele Publisher und außerdem geografisch nahe an Berlin mit einer sehr hohen Adtech-Dichte. Und es ist auch mein persönliches akademisches Zuhause.

Jörg: Hamburg ist der Anker, Düsseldorf und München die Brücke zu Agenturen und Advertisern. Diese Mischung macht uns schlagkräftig.

Joost van Treeck True Relevance-Copyright True Relevance

Welche technologischen Weiterentwicklungen sind geplant, um Ihre Plattform noch leistungsfähiger zu machen?

Joost: Wir erweitern unsere KI von Text auf Bilder, Video und Audio. Damit können wir psychografisches Targeting auch auf visuelle und akustische Signale anwenden.

Jörg: Außerdem bauen wir unser Self-Service-Studio aus. Damit können Agenturen per Copy & Paste ihres Briefings ihre Zielgruppen automatisiert und psychografisch noch präziser definieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die sich in einem ähnlich dynamischen Markt bewegen?

Joost: 1) Haltet euch an echte Forschung statt an Buzzwords. 2) Habt Mut, das Unsichtbare sichtbar zu machen. 3) Baut Lösungen, die Menschen verstehen – nicht nur Algorithmen.

Jörg: 1) Problem vor Produkt. 2) Sucht früh Kundenvalidierung. 3) Nutzt Netzwerke und Standards – gerade in Adtech braucht es Vertrauen und Allianzen.

Welche Chancen eröffnet der cookieless-Ansatz aus Ihrer Sicht für die Zukunft digitaler Werbung?

Joost: Cookieless ist kein Rückschritt, sondern eine Befreiung. Marken können ihre Zielgruppen ethisch, datenschutzkonform und trotzdem hochpräzise erreichen.

Jörg: Es ist eine historische Chance für das Open Web. Wenn wir Qualität und Relevanz in den Vordergrund stellen, gewinnen am Ende alle: Marken, Publisher und Konsument:innen.

Titelbild: Jörg Vogelsang @ Picture People

Wir bedanken uns bei Joost van Treeck und Jörg Vogelsang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: True Relevance

True Relevance logo schwarz weiss

Kontakt:

True Relevance GmbH
Große Bäckerstraße 2
D-20095 Hamburg

hello@true-relevance.com
www.true-relevance.com

Ansprechpartner: Chris Schneider

Social Media:
LinkedIn

Mit digitaler Power gegen den Fachkräftemangel

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NewLifeJobs zeigt Recruiting Power in Höhle der Löwen Beim Battle treten "NewLifeJobs“ (l.) mit den Gründern Leon Eichhorst (l.) und Tetyana und Ralf Mühlen gegen „SwimPal“ mit den Gründern Marvin Schneiders (l.) und Julian Schäfers gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen? Bildcredit: RTL / Bernd-Michael Maurer

NewLifeJobs wird am 15. September 2025 um 20:15 in der Höhle der Löwen antreten und sich dort um einen Platz in der Höhle der Löwen batteln.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Wir sind Tetyana und Ralf Mühlen und damit sozusagen ein Familienunternehmen. Wir Beide bringen jahrzehntelange Erfahrung in Recruiting, Vertrieb und internationaler Zusammenarbeit mit.

Die Idee zu NewLifeJobs entstand aus zwei Dingen: der riesen spürbaren Arbeitskräftelücke in Deutschland, egal ob Fach- und Hilfskraft – und unseren eigenen Erfahrungen, wie schwer internationale Projekte ohne die richtigen Leute gelingen.

Gemeinsam mit unserem engagierten Team und starken Partnern haben wir dafür eine Lösung entwickelt, die wir seit 2023 mit großer Leidenschaft vorantreiben.

In welcher Branche ist NewLifeJobs tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir bewegen uns an der Schnittstelle zwischen Recruiting und digitaler Plattformtechnologie. Unseres Wissens nach ist NewLifeJobs deutschlandweit die erste und einzige Plattform, die deutsche Unternehmen digital, sprachbarrierefrei und in high-speed mit Talenten im Ausland verbindet, die einen Job in Deutschland suchen.

Unser Geschäftsmodell ist dabei klar und fair: Unternehmen zahlen nur, wenn eine Vermittlung erfolgreich abgeschlossen wird. Darüber hinaus bieten wir Premium-Services wie Übersetzungen, Integrationsunterstützung und Dokumentenmanagement.

Damit revolutionieren wir mit NewLifeJobs den Zugang deutscher Unternehmen zu internationalen Arbeitsmärkten.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Deutschland steht vor einem massiven Arbeitskräftemangel – bis 2035 fehlen bis zu sieben Millionen Menschen. Der klassische Rekrutierungsprozess aus dem Ausland ist kompliziert, teuer und voller Sprachbarrieren.

Diesen Prozess wollten wir radikal einfacher machen: digital, transparent und barrierefrei.

Um so faire Chancen für Menschen aus dem Ausland zu schaffen und gleichzeitig Unternehmen zu entlasten. Und damit wiederum langfristigen Erfolg und Wachstum auf beiden Seiten zu fördern.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Wir hatten die Idee zur richtigen Zeit. Denn natürlich nutzt unsere NewLifeJobs-App KI, übersetzt Kommunikation und Dokumente in Echtzeit und reduziert den Rekrutierungsprozess von Monaten auf wenige Tage.

Aber auch der richtige Mix macht es: NewLifeJobs vereint Jobbörse, Matching, Übersetzung, Vertragsmanagement und Integrationshilfe – alles in einer einzigen Plattform.

Damit reißen wir jede Menge Hürden beim Recruiting ausländischer Arbeitskräfte nieder. Und liefern eine Lösung, die Bewerbern und Unternehmen gleichermaßen hilft.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Unternehmen sparen mit NewLifeJobs Zeit, Kosten und Nerven: offene Stellen können überhaupt und dann auch in einer Woche statt in Monaten besetzt werden.

Kandidaten profitieren von Fairness, Transparenz und kostenfreier Nutzung.

Und im Gegensatz zum Wettbewerb bieten wir den kompletten End-to-End-Prozess inklusive Integration – alles digital, alles aus einer Hand.

NewLifeJobs verbindet deutsche Unternehmen und internationale Bewerber direkt, ohne Umwege.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Wir haben NewLifeJobs eng mit Recruitern, Unternehmen und internationalen Partnern entwickelt. Erste Pilotkunden bestätigten uns vor allem die enorme Zeitersparnis und die einfache Nutzung.

Besonders begeistert hat zum Beispiel die automatische Übersetzungsfunktion, die eine direkte und gleichwertige Kommunikation zwischen Bewerbern und Unternehmen ermöglicht.
Ein Beispiel: Ein Produktionshelfer konnte über NewLifeJobs innerhalb von zwei Tagen eingestellt werden – das wäre vorher undenkbar gewesen.

Welche Vision verfolgt NewLifeJobs? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Mit NewLifeJobs wollen wir globale Grenzen überwinden und Arbeitskräfte mit den richtigen Unternehmen zusammenbringen. Unsere Vision ist es, internationale Talente und deutsche Unternehmen direkt zu verbinden – fair, digital und nachhaltig.

Die Plattform steht und die Prozesse sind feingeschliffen. Daher wollen wir in den kommenden Jahren neue Länder erschließen und tausende erfolgreiche Vermittlungen möglich machen.
Mit NewLifeJobs wollen wir in Deutschland die starke, faire Marke für die Auslandsrekrutierung sein und in unseren Zielländern, im Ausland, der erste Ansprechpartner auf dem beruflichen Weg nach Deutschland.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

„Die Höhle der Löwen“ bietet die einmalige Gelegenheit, unsere Lösung NewLifeJobs einem großen Publikum vorzustellen. Es geht uns nicht nur um Kapital, sondern auch um Reichweite, starke Netzwerke und die Erfahrung erfahrener Investorinnen und Investoren.

All das hilft, schneller zu wachsen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir wünschen uns für NewLifeJobs einen Partner, der Kapital mit Marktzugang und strategischer Erfahrung verbindet. Eine mögliche Investition würden wir gezielt in Teamaufbau, Weiterentwicklung der Plattform, Marketing und Internationalisierung einsetzen.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Nach der Sendung werden wir die Skalierung in der DACH-Region vorantreiben, weitere Branchen erschließen und unsere NewLifeJobs-KI stetig verbessern.

Parallel bereiten wir den Eintritt in zusätzliche europäische Märkte vor und entwickeln neue Premium-Services, um die Integration internationaler Fachkräfte noch einfacher zu machen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Wir haben gelernt: Geschwindigkeit und Einfachheit sind entscheidend im Recruiting.

Ebenso wichtig sind starke Netzwerke und Partner in den Zielländern. Und nicht zuletzt: Kundennähe zahlt sich immer aus – Feedback aus der Praxis ist durch nichts zu ersetzen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Fokussiert euch konsequent auf das Kernproblem, das ihr löst.
Baut früh starke Netzwerke auf und hört euren Kunden wirklich zu.
Testet so schnell wie möglich in der Praxis. Und ganz wichtig:
Traut euch groß zu denken – aber bleibt flexibel, wie ihr euer Ziel erreicht.

Sehen Sie NewLifeJobs am 15. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Beim Battle treten „NewLifeJobs“ (l.) mit den Gründern Leon Eichhorst (l.) und Tetyana und Ralf Mühlen gegen „SwimPal“ mit den Gründern Marvin Schneiders (l.) und Julian Schäfers gegeneinander an. Wer kann die „Löwen“ mit seiner Geschäftsidee überzeugen und darf weiter pitchen? Bildcredit: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Tetyana und Ralf Mühlen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Frische-Kick für Zahnspangenträger

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freshie: Zahnspange trifft Frische – Innovation bei Höhle der Löwen Bettina Heick (l.) und Manuela Bauer präsentieren das Zahnspangen-Gel „freshie“. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. @RTL / Bernd-Michael Maurer

freshie wird am 15. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen pitchen und dabei sein innovatives Gel für Zahnspangenträger vorstellen.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

freshie wurde von Manu und Betti gegründet – zwei Freundinnen, die sich seit 20 Jahren kennen. Manu kommt aus der Eventbranche, Betti aus der Kosmetikindustrie. Zusammen bilden sie das perfekte Match aus Herz und Hirn.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Die Idee entstand, als Manus Tochter Pia im Urlaub ihre neue Zahnspange nicht einsetzen wollte – sie war unangenehm im Geschmack und nicht frisch. Manu hatte als Mutter nichts in der Handtasche, um zu helfen. Zwar gibt es auf dem Markt Reinigungsprodukte für Zahnspangen, aber kein Produkt, das zwischendurch schnell und unkompliziert für Frische sorgt. Genau diese Lücke wollten wir schließen.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

freshie ist ein kosmetisches Gel, das direkt auf die lose Zahnspange oder Schiene aufgetragen wird. Ohne Wasser, ohne Bürste – ideal für unterwegs. Während Reinigungsprodukte immer aufwändig und zeitintensiv sind, bietet freshie einen sofortigen Frische-Kick, angenehmen Geschmack und ein besseres Tragegefühl. Wichtig ist, dass freshie nicht die grundsätzliche Hygiene und Pflege der Zahnspange ersetzt.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

· Sofortige Frische & besseres Gefühl beim Einsetzen der Spange
· Anwendung überall und jederzeit – ohne Wasser oder Hilfsmittel
· Ergänzt die klassische Reinigung, ersetzt sie aber nicht
· Mehr Selbstbewusstsein für Kids & Teens, weil Tragen nicht mehr unangenehm ist
· Lifestyle-Ansatz statt reiner Pflichtpflege
· freshie sorgt für Familienfrieden. Lästige Diskussionen zwischen Eltern und Kindern über das Tragen der Spange gehören der Vergangenheit an.
· Weitere Zielgruppen:
Sportler, die Mundschutz tragen (z. B. Boxen, Hockey, Handball)
Erwachsene mit Korrektur- oder Knirschschiene, die sich unterwegs Frische wünschen

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung von freshie war ein intensiver Prozess: Von der Idee bis hin zur ersten marktfähigen Lösung hat es rund ein halbes Jahr gedauert.
Die Aufzeichnung bei Die Höhle der Löwen war dabei eine echte Punktlandung: Genau an diesem Tag war unsere Gründung sechs Monate her, zwei Tage zuvor hielten wir zum ersten Mal die fertigen Produkte in den Händen – und am Tag der Aufzeichnung erhielten wir die Bestätigung, dass freshie offiziell als kosmetisches Produkt in den Markt gehen darf.
Das macht uns besonders stolz, denn wir konnten den Löwen wirklich ein frisches, fertiges Produkt präsentieren.
Erste Tests mit Familien, Kindern und Jugendlichen haben gezeigt: Die Anwendung ist einfach, praktisch und wird mit Begeisterung angenommen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Wir wollten frischen Wind in ein bisher langweiliges Segment bringen – und wer könnte das besser unterstützen als die Löwen? Die Bühne bietet uns die Chance, Sichtbarkeit zu schaffen und Investoren mit Expertise für Handel & Marke an Bord zu holen. Zudem wussten wir, dass Herz und Hirn bei der Vermarktung des Produktes alleine nicht ausreichend sind, daher wollten wir uns die vielfältige Expertise der Löwen nutzen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir suchen Unterstützung in den Bereichen:
Kapital für Marketing & Markteintritt
Know-how & Kontakte im Handel
Mentoring für Markenaufbau und Skalierung

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir sehen für freshie weiterhin großes Potenzial und möchten das Produkt in die Hände von starken Partnern bringen, die die Markteinführung mit uns vorantreiben – oder freshie selbst übernehmen und groß machen. Unser Ziel bleibt, dass freshie in Drogerien, Apotheken und Online für alle Zahnspangenträger verfügbar wird.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

· Gute Ideen entstehen oft aus persönlichen Problemen.
· Netzwerke und ehrliches Feedback sind Gold wert.
· Man muss flexibel bleiben, auch wenn Pläne sich ändern.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Traut euch, verrückte Ideen ernst zu nehmen.
Sucht früh Partner, die euer Know-how ergänzen.
Akzeptiert, dass Rückschläge Teil des Weges sind – entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Abschließend

Uns ging es nie darum, um jeden Preis „Gründerinnen“ zu sein oder eine GmbH zu besitzen.
Der eigentliche Antrieb war von Beginn an, eine Lösung für ein ganz konkretes Problem zu schaffen und damit eine echte Lücke im Regal zu schließen. freshie ist aus einer persönlichen Alltagssituation heraus entstanden – und unser Ziel war immer, Familien, Kindern und Jugendlichen den Umgang mit der Zahnspange leichter und angenehmer zu machen.
Auch wenn sich unsere eigene Gründungsreise inzwischen verändert hat, glauben wir nach wie vor fest an die Idee von freshie. Wir freuen uns über Kontakte und Partner, die das Potenzial sehen und gemeinsam mit uns dafür sorgen, dass freshie den Weg ins Regal findet.

Grüße aus Hamburg
Manu & Betti

Sehen Sie freshie am 15. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Bettina Heick (l.) und Manuela Bauer präsentieren das Zahnspangen-Gel „freshie“. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Bildcredit: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Bettina Heick und Manuela Bauer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann Naschen wirklich ohne schlechtes Gewissen funktionieren?

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NALU Fruchtgummis zuckerreduziert – Naschen ohne Reue. Lisa Bella Ippolito und Max Schön präsentieren mit „NALU“ Zuckerreduzierte Fruchtgummis. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. RTL / Bernd-Michael Maurer

NALU wird am 15. September 2025 um 20:15 in der Höhle der Löwen pitchen und dort seine zuckerreduzierten Fruchtgummis vorstellen.

Wie ist NALU und welche Personen stehen dahinter?

Die Idee zu NALU entstand aus meinem (Max Schön) eigenen Leidensweg. Ich gehöre leider nicht zu der Sorte Mensch, die sich bei Süßigkeiten eine Handvoll nimmt und die angebrochene Tüte sorgfältig in der Schublade verstaut. Wenn ich eine Tüte öffne, ist sie danach leer.
Den zu hohen Zuckerkonsum sah man mir nicht nur an, ich habe ihn auch deutlich gespürt. Dieser Kontrollverlust, mehr zu essen als man möchte, hat mich frustriert. Also haben meine Partnerin (Lisa Bella Ippolito) und ich in der Küche begonnen, Fruchtgummis ohne den ganzen Zucker zu entwickeln.

In welcher Branche ist NALU tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir sind in der Süßwarenbranche tätig. Unser Geschäftsmodell: Wir entwickeln „Better-for-You“-Fruchtgummis mit deutlich weniger Zucker und vertreiben sie über den Lebensmitteleinzelhandel sowie unseren Online-Shop.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Zuckerfreie Fruchtgummis sind kein neues Konzept. In Apotheken gibt es sie schon lange, allerdings häufig mit einem entscheidenden Nachteil: Bereits nach wenigen Gummibärchen wirken sie abführend. Solche Zuckeralkohole, die zum Süßen verwendet werden, kommen bei uns nicht in die Tüte!

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Wir süßen vorrangig mit Ballaststoffen, die zum Beispiel aus Mais gewonnen werden. Die Süße stammt dabei aus Mehrfachzuckerketten. Im Vergleich zu klassischem Haushaltszucker liefern sie weniger Kalorien und lassen den Blutzucker nicht ansteigen.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Naschen ohne schlechtes Gewissen. Ich erlebe nicht mehr diesen Kontrollverlust: Wenn ich mir zehn unser Gummi-Schildkröten nehme, kann ich aufhören. Weil der Blutzucker nicht so stark ansteigt, gerate ich nicht in den typischen Naschrausch.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Fruchtgummis sind ein Mitnahmeartikel, ein Spontankauf. In den Supermärkten, in denen wir bereits gelistet sind, sehen wir, dass sich unsere drei Sorten super stark drehen. Daher wollen wir unsere Präsenz im Lebensmitteleinzelhandel weiter ausbauen.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die heutigen Konsumentinnen und Konsumenten sind immer besser informiert. Sie fordern nicht nur Transparenz von den Unternehmen, bei denen sie kaufen, sondern möchten auch wissen, welche Personen hinter einer Marke stehen. Wir finden diese Entwicklung großartig und einen besseren Ort, sich selbst und seine Geschäftsidee zu präsentieren, als in der „Höhle der Löwen“, gibt es nicht.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Als Consumer-Brand müssen wir vor allem wahrgenommen werden. Durch ein Investment erhoffen wir uns sowohl Kapital als auch wertvolle Expertise, insbesondere im Bereich Marketing.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Neben dem Ausbau unserer Präsenz im Einzelhandel arbeiten wir bereits mit Hochdruck an unserer nächsten Sorte: den Sauren Seesternen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Man überschätzt leicht, was man in einer Woche schaffen kann, aber man unterschätzt, was in ein oder zwei Jahren möglich ist. Als ich neulich in unseren OneDrive-Ordner geschaut habe, waren dort rund 8.400 Dokumente und über 1.000 Notizen in OneNote. All das haben wir in den letzten zwei Jahren entweder erstellt oder zumindest durchgearbeitet. Online-Shop, Sales-Folder, Pitch-Decks, Businesspläne, Verträge, Buchhaltung – das alles entsteht nicht in einer Woche, aber in zwei Jahren schafft man schon eine ganze Menge.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Niemals aufgeben. Als Gründer arbeitet man oft jahrelang in ein scheinbar schwarzes Loch hinein und weiß nicht, ob sich die Anstrengungen lohnen werden. Ich erinnere mich gut, dass ich kurz vor der Zusage zur DHDL-Sendung darüber nachgedacht habe aufzuhören. Bei meiner ersten Gründung vor fünf Jahren habe ich jedoch genau diesen Fehler gemacht. Also: nicht zu früh aufgeben, vor allem wenn grundsätzlich Interesse an deinem Produkt besteht.

Sehen Sie NALU am 15. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Lisa Bella Ippolito und Max Schön präsentieren mit „NALU“ Zuckerreduzierte Fruchtgummis. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile.
Bildcredit: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Max Schön für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Fünf visuelle Strategien, mit denen KMUs den umweltbewussten Verbraucher von heute erreichen

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Unternehmen Verbraucher Nachhaltigkeit – Studie zeigt neue Trends. Frau mit Einkaufstasche Obst und Gemüse credit iStock-ABRAHAM GONZALEZ FERNANDEZ

Eine neue Studie von iStock, einer führenden E-Commerce-Plattform, die Premium-Inhalte für KMUs, KMUs, Kreative und Studenten auf der ganzen Welt bereitstellt, zeigt:  Das Bewusstsein für Klimawandel ist ausgeprägter als je zuvor – und beeinflusst zunehmend das Verbraucherverhalten.

Die Ergebnisse der Forschungsplattform VisualGPS von iStock zeigen, dass bereits heute 63 % der Menschen in Deutschland die Auswirkungen des Klimawandels in ihrem Alltag spüren. Daher bemühen sich 65 % bewusst, negative Folgen für den Planeten zu vermeiden, und 57 % arbeiten aktiv daran, ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern. Dieses neue Denken beeinflusst nicht nur den Lebensstil, sondern auch Kaufentscheidungen. Sechs von zehn Verbraucher in Deutschland geben an, bevorzugt bei Unternehmen einzukaufen, deren Werte sie teilen.

Tatsächlich geben 73 % der Verbraucher an, dass sie sich bewusst darum bemühen, negative Auswirkungen auf den Planeten zu vermeiden, und 57 % arbeiten aktiv daran, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Unabhängig davon, ob ein Unternehmen bereits stark in Nachhaltigkeit investiert oder gerade erst beginnt, sich mit diesem Thema zu befassen, zeigt die Studie: Das, was ein Unternehmen nach außen hin präsentiert, ist genauso wichtig, wie seine tatsächlichen Handlungen. Laut der Studie von iStock vertrauen 80 % der deutschen Verbraucher Produkten nicht, die als „umweltfreundlich” gekennzeichnet sind. Das beweist, dass selbst aufrichtig gemeinte umweltfreundliche Bemühungen ohne die richtige visuelle Unterstützung leicht übersehen werden können.

„Umweltbewusste Kunden sprechen nicht nur über Nachhaltigkeit, sie kaufen auch mit diesem Gedanken im Hinterkopf ein. Unsere Studie hat ergeben, dass 82 % der deutschen Verbraucher möchten, dass Unternehmen ihre Ressourcen nutzen, um die Gesellschaft und die Umwelt zu verbessern“, sagt Jacqueline Bourke, Senior Director of Creative EMEA bei iStock. „In einer Zeit, in der die Menschen von Unternehmen erwarten, dass sie sich engagieren, ist visuelles Storytelling eines der mächtigsten Werkzeuge, die KMUs zur Verfügung stehen, um auf echte und unmittelbare Weise mit Kunden in Kontakt zu treten. Die Art und Weise, wie die Bemühungen präsentiert werden, kann direkten Einfluss darauf haben, ob Kunden kaufen – oder weiterscrollen.“

Um KMUs bei der Ansprache einer zunehmend umweltbewussten Zielgruppe zu unterstützen, haben die Experten von iStock fünf praxisnahe visuelle Strategien formuliert – unabhängig davon, an welchem Punkt sich ein Unternehmen auf seinem Weg zur Nachhaltigkeit befindet:

Zeigen Sie echte Bilder, keine Klischees

Generische Bilder von Blättern und Ozeanen sagen heute nicht mehr viel aus. Echte, ehrliche Bilder sind weitaus aussagekräftiger als abstrakte Konzepte. Verwenden Sie daher Bilder und Videos, die Ihre tatsächlichen Praktiken widerspiegeln, beispielsweise recycelbare Materialien, Nachfüllmöglichkeiten oder Bemühungen zur Abfallreduzierung.

Zeigen Sie reale Momente, keine Perfektion

Verbraucher möchten sehen, wie sich Ihr Unternehmen engagiert – und nicht nur das Endprodukt. Teilen Sie deshalb Einblicke von hinter den Kulissen. Zeigen Sie Fotos oder kurze Videos von Materialien, Verpackungen oder Prozessen. Ehrliche, ungefilterte Inhalte wirken authentischer als ausgefeilte Umweltversprechen.

Seien Sie klar und präzise

Überfordern Sie die Menschen nicht mit zu weit gefassten oder zu vagen Begriffen. Tatsächlich hat VisualGPS herausgefunden, dass 90 % der deutschen Verbraucher nicht mit Sicherheit sagen können, was ESG bedeutet. Stellen Sie stattdessen einfache Veränderungen in den Vordergrund, wie beispielsweise die Umstellung auf biologisch abbaubare Verpackungen oder die Reduzierung von Plastik. Veranschaulichen Sie diese Veränderungen mithilfe von Produktbildern oder Videos.

Stellen Sie den Menschen in den Mittelpunkt

Stellen Sie Ihre Kunden, Ihr Team oder Ihre lokale Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Verwenden Sie Bildmaterial, das zeigt, wie Ihr Unternehmen zu einem nachhaltigen Lebensstil passt. Regen Sie zum Handeln an, indem Sie die Idee bekräftigen, dass kleine, alltägliche Entscheidungen wichtig sind und sich leicht umsetzen lassen. Laut iStock ist die größte Hürde für ein nachhaltigeres Leben die Vorstellung, dass es zu teuer ist. Heben Sie daher nach Möglichkeit den Komfortaspekt hervor oder zeigen Sie deutlich die positiven Auswirkungen Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung auf.

grosser indoor garten mit pflanezen mit zwei menschen lila rosa credit iStock JohnnyGreig
credit iStock JohnnyGreig

Nachhaltigkeit sichtbar machen, nicht nur benennen

Eine einzige Produkteinführung, eine einzige HR-Initiative oder eine einzige Kampagne zum Thema Umweltschutz reichen nicht aus, um Vertrauen aufzubauen. Im Gegenteil: Sie könnten sogar Misstrauen wecken. Die umweltbewussten Käufer von heute legen Wert auf Beständigkeit und nicht auf einzelne Gesten. Anstatt sich auf Schlagworte oder Slogans zu verlassen, sollten Sie mit visuellen Mitteln zeigen, wie Nachhaltigkeit in der DNA Ihres Unternehmens verankert ist. Zeigen Sie Ihrem Publikum die alltäglichen Entscheidungen, die Ihr echtes Engagement für Umwelt und Gesellschaft widerspiegeln – von energieeffizienten Abläufen bis zu zirkulären Verpackungslösungen.

In einem Markt, in dem Werte zunehmend die Kaufentscheidungen bestimmen, haben Bilder die Kraft, Vertrauen zu festigen oder zu zerstören. Gerade für KMU ist es entscheidend, die konkreten Schritte ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen klar und ehrlich sichtbar zu machen, um Verbraucher zum Thema Nachhaltigkeit wirklich zu erreichen.

Weitere Informationen zu den hochwertigen, exklusiven und preiswerten Videos und Bildern von iStock finden Sie unter https://www.istockphoto.com/

Zur Methodologie:

Getty Images’ VisualGPS Reports bieten herausragende visuelle und kreative Erkenntnisse, die auf einer anspruchsvollen Methodik basieren. Diese verbindet visuelle Analysen von über 60 Experten aus den Bereichen visuelle Inhalte und Werbung mit kulturellen Einblicken, unternehmenseigenen Such- und Download-Trends von Getty Images und iStock (über 2,8 Milliarden Suchanfragen jährlich) sowie Verbraucherperspektiven aus fortlaufenden weltweiten Umfragen zu mehr als 250 Themen. In Zusammenarbeit mit der international renommierten Forschungsfirma MarketCast verfolgt diese Forschungsplattform seit über sechs Jahren kontinuierlich Veränderungen in den Bedürfnissen der Konsumenten. Die Daten für diese Pressemitteilung stammen aus weltweiten VisualGPS-Umfragen, die zwischen Juli 2022 und Juli 2024 durchgeführt wurden. Befragt wurden Erwachsene ab 18 Jahren, mit Stichprobengrößen von 5.300 bis 7.000 Teilnehmern. Die Forschung erstreckte sich über 25 Länder, darunter Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Spanien, Singapur, das Vereinigte Königreich, die USA und weitere.

Titelbild: credit iStock-ABRAHAM GONZALEZ FERNANDEZ

Autor: Jacqueline Bourke Senior Director of Creative EMEA bei iStock.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Größtes Cannabis-Investment Europas 2025

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Cannabis: German Cannabis Standard GCS erhält 10 Mio. Euro German Cannabis Standard (GCS) Co-Gründer Dr. Nikolaos Katsaras und Dogan Küncekli. Copyright: Markus Braumann

GCS schließt eine Finanzierungsrunde über 10 Mio. Euro ab

Unternehmensbewertung liegt bei 60 Mio. Euro

Bau einer der größten Cannabis-Produktionsanlagen Deutschlands (21.000 m²) in Bitterfeld-Wolfen gestartet

German Cannabis Standard (GCS), eines der führenden Cannabis-Tech-Unternehmen Europas, hat eine Finanzierung in Höhe von 10 Millionen Euro abgeschlossen. Die Kapitalrunde basiert auf einer Post-Money-Bewertung von 60 Millionen Euro und stellt damit das größte Cannabis-Investment Europas im Jahr 2025 dar.

Ein wesentlicher Teil der Investition stammt von einem deutschen Family Office, das nicht nur Kapital, sondern auch rund 21.000 m² Produktionsfläche im Solar Valley (Bitterfeld-Wolfen) bereitstellt. Damit entsteht eine der drei größten GMP-konformen Produktionsstätten für Medizinal-Cannabis in Deutschland. Der Bau der Anlage ist bereits gestartet und wird durch die Finanzierung weiter beschleunigt.

Vertikal integriertes Ökosystem – vom Anbau bis zur Apotheke

GCS entwickelt ein vollständig integriertes Technologie- und Produktionsökosystem, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt: von Forschung und Anbau über digitale Plattformen bis hin zur Versorgung von Patientinnen und Patienten in Apotheken – reguliert und skalierbar.

GCS Cultivation (Forschung & Anbau)

Die neue Produktionsanlage wird nach den strengen GMP-Richtlinien errichtet und durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zertifiziert. Neben der Expertise des eigenen Teams setzt GCS auf starke Partnerschaften im Bereich Anlagenbau und Cannabisproduktion.

GCS Technology

Das Technologie-Ökosystem von GCS umfasst mehrere Plattformen:

Blütezeit Health (B2C / Telemedizin)
Blütezeit ist eine Telemedizin-Plattform, die Patient:innen einen rechtskonformen Zugang zu Medizinal-Cannabis ermöglicht. Über einen kuratierten Ärzt:innen-Pool können Konsultationen digital durchgeführt werden. E-Rezepte werden medienbruchfrei an Apotheken übermittelt – für eine schnelle Versorgung vor Ort oder per Versand.

Cannaflow (B2B-Infrastruktur & ERP)
Cannaflow ist das digitale Rückgrat des Ökosystems und verbindet Apotheken, Großhändler und Telemedizinanbieter. Die Plattform digitalisiert den kompletten Bestellprozess von Medizinal-Cannabis und bietet eine integrierte Lösung inklusive Online-Shop, Rezeptmanagement, Zahlungsabwicklung und Logistik (z. B. über Uber Direct und DHL). Damit entfallen manuelle Abstimmungen zwischen Apotheken, Telemedizinanbietern und Versanddienstleistern.

Cannabiosan (Einkaufsgemeinschaft für Apotheken)
Cannabiosan bündelt die Nachfrage von Apotheken, verbessert Einkaufskonditionen und erleichtert den Zugang insbesondere für kleinere Apotheken und Standorte in ländlichen Regionen. Ziel ist es, die wohnortnahe Versorgung mit Medizinal-Cannabis zu stärken.

Stimmen der Gründer und Investoren

Dr. Nikolaos Katsaras, Co-Gründer & Geschäftsführer GCS:
„GCS und unsere Technologie-Töchter decken gemeinsam einen Großteil der Wertschöpfungskette für Medizinal-Cannabis in Deutschland ab – eine Positionierung, die in dieser Form einzigartig ist. Das Investment ermöglicht es uns, unseren erfolgreichen Kurs konsequent fortzusetzen und uns unter den führenden Cannabis-Unternehmen in Deutschland zu etablieren. Der Markt für Cannabis ist enorm – diese Finanzierung hilft uns, unseren Marktanteil nachhaltig zu sichern und gezielt auszubauen.“

Dogan Küncekli, Co-Gründer & Geschäftsführer GCS:
„Wir sind nicht als First Mover gestartet, doch unser klarer Anspruch ist es, als Best Mover Maßstäbe zu setzen. Unsere Vision wird dank der Finanzierung jetzt zur gelebten Mission. Mit einem kompromisslosen Qualitätsanspruch und einer klaren Strategie wollen wir den Markt nicht nur mitgestalten, sondern nachhaltig prägen.“

Andreas Rührig, Investor bei GCS:
„Mich begeistert, wie insbesondere der technologische Fokus der GCS immer mehr an Wert gewonnen hat und man Kund:innen über verschiedene Wege, z. B. über Partnerschaften mit Ärzten und Communities, in das Ökosystem einbinden kann. Die technische Basis ermöglicht es, allen Parteien in diesem Ökosystem den Zugang zu medizinischem Cannabis deutlich zu erleichtern und damit auch effektiv den Schwarzmarkt zu bekämpfen.“

Henrik Willen, Co-Gründer & Geschäftsführer von cannaflow und Blütezeit Health:
„Mit cannaflow bauen wir den digitalen Hub der Cannabis-Industrie – eine Plattform, auf der alle Akteure voneinander profitieren. Mit Blütezeit Health zeigen wir zugleich, dass rechtskonforme Telemedizin für medizinisches Cannabis auch mit großartiger Nutzererfahrung möglich ist.“

Markt & Regulierung

Seit Inkrafttreten des Medizinal-Cannabis-Gesetzes (MedCanG) im April 2024 – mit der Entfernung aus dem Betäubungsmittelgesetz, E-Rezept als Standardverfahren und Wegfall der Anbauquoten – hat sich der Markt in Deutschland neu aufgestellt. Die neue Rechtslage sorgt für Planungssicherheit und eröffnet attraktive Perspektiven für Investitionen in Qualität, Versorgungssicherheit und Patientenzugang.

Über German Cannabis Standard (GCS)

GCS ist ein Berliner Cannabis-Tech-Unternehmen, das Anbau, Verarbeitung und Distribution von Medizinal-Cannabis neu denkt. Mit einem modularen Ökosystem aus GMP-konformer Anbauanlage „Made in Germany“ und digitalen Plattformen (Telemedizin, Apotheken-Einkaufsgemeinschaft, B2B-ERP) schafft GCS eine lückenlose Infrastruktur – von der Produktion bis zur Abgabe in der Apotheke.

Bild: German Cannabis Standard (GCS) Co-Gründer Dr. Nikolaos Katsaras und Dogan Küncekli. Copyright: Markus Braumann

Text: Cléo Public Relations

Wird diese Idee das Schwimmenlernen für Familien verändern?

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SwimPal präsentiert eine innovative App, die Kindern spielerisch beim Schwimmenlernen hilft. Im Battle bei Höhle der Löwen. Beim Battle präsentieren Marvin Schneiders (l.) und Julian Schäfers die Schwimmlern-App SwimPal. @RTL / Bernd-Michael Maurer

SwimPal wird am 15. September 2025 um 20:15 in der Höhle der Löwen im Battle pitchen und seine digitale Lösung zum Schwimmenlernen präsentieren.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Die Idee zu SwimPal entstand im Jahr 2021 neben unserem Studium. Wir begannen, erste Trainingspläne zu entwickeln und die Grundlagen der App zu programmieren. Im Jahr 2023 erhielten wir das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, das über die Deutsche Sporthochschule Köln lief. Im April 2024 gründeten wir schließlich das Unternehmen und im November 2024 ging die SwimPal-App im Google Play Store und im Apple App Store live. Hinter SwimPal steht ein junges, interdisziplinäres Gründerteam mit sportwissenschaftlichem und technischem Hintergrund, das sich mit voller Leidenschaft dafür einsetzt, Kindern spielerisch und nachhaltig Schwimmen beizubringen.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

SwimPal bewegt sich im Bereich EdTech mit einem klaren Schwerpunkt auf Sport und Bewegung. Das Geschäftsmodell besteht aus einem Abonnement, das monatlich oder jährlich abgeschlossen werden kann und den Zugang zum gesamten Schwimmenlern-Paket ermöglicht. Dieses Paket ist so konzipiert, dass es direkt im Schwimmbad eingesetzt werden kann. Eltern nutzen dafür wasserdichte Handyhüllen, die die Smartphones zuverlässig schützen und gleichzeitig alle Kameras abdecken, sodass die App datenschutzkonform im Wasser genutzt werden kann. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Badewannen-Abenteuergeschichten als Einmalzahlung zu erwerben. Diese Geschichten dienen der frühzeitigen Wassergewöhnung und sind eine ideale Vorbereitung auf Schwimmkurse. Damit schaffen wir für Familien einen planbaren und sofort verfügbaren Zugang. Gleichzeitig ist das Modell auch für Bildungseinrichtungen, Kitas, Vereine und Bädergesellschaften interessant, da es ihnen ermöglicht, Eltern mit einem professionellen Werkzeug zu unterstützen.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Am Anfang stand die Beobachtung, dass die Wartelisten für Schwimmkurse in Deutschland extrem lang sind. Eltern warten teilweise bis zu zwei Jahre auf einen Kursplatz. Gleichzeitig steigt die Zahl unsicherer Schwimmerinnen und Schwimmer jedes Jahr weiter an. Viele Eltern versuchen deshalb, ihren Kindern selbst das Schwimmen beizubringen, was jedoch meist scheitert, da grundlegendes Wissen fehlt. Klassische Anweisungen wie „Mach den Frosch“ reichen nicht aus. Schwimmenlernen erfordert weit mehr, insbesondere die Fähigkeit, Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen abzuholen und sie spielerisch zu motivieren.

Wir haben die Erkenntnisse der modernen Schwimmpädagogik in eine intuitive App übersetzt und damit ein Werkzeug geschaffen, das erstmals Eltern in die Lage versetzt, ihre Kinder wirklich professionell im Schwimmbad zu begleiten. Dank der wasserdichten Handyhüllen, die die Smartphones zuverlässig schützen und zugleich alle Kameras abdecken, kann SwimPal direkt im Becken eingesetzt werden. Dadurch wird das Schwimmenlernen unabhängig von Kursplätzen möglich und gleichzeitig auf einem methodisch fundierten Niveau durchgeführt, wie es ohne SwimPal nicht erreichbar wäre. Kinder lernen nicht nur schneller und sicherer, sondern entwickeln auch nachhaltig Freude am Wasser, weil die Übungen genau auf ihre Entwicklungsstufe abgestimmt sind.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

SwimPal ist die erste Lösung, die wissenschaftlich fundierte Übungsreihen für das Schwimmenlernen digital und intuitiv aufbereitet. Eltern können alle Inhalte offline im Schwimmbad nutzen, da Videos eine Downloadfunktion haben. Die Anleitungen sind bewusst kurz, präzise und sofort umsetzbar. Kinder werden zusätzlich durch Geschichten, Spiele und Abenteuermotive motiviert. Die wasserdichten Handyhüllen sorgen dafür, dass Eltern ihr Smartphone bedenkenlos im Wasser einsetzen können, während gleichzeitig die Kamera abgedeckt ist und so der Datenschutz im Schwimmbad vollständig gewährleistet bleibt. Die App ist modular aufgebaut, sodass neue Techniken wie Kraul oder Delfin kontinuierlich ergänzt werden können. Damit wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der von der ersten Wassergewöhnung bis zu fortgeschrittenen Schwimmtechniken reicht.
Bei der Nutzung von SwimPal wird also nicht nur eine lebenswichtige Fertigkeit beigebracht, sondern die App gibt einzigartige Momente, die Kinder stark und Eltern stolz machen.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

SwimPal bietet Eltern die Möglichkeit, sofort mit dem Schwimmenlernen zu beginnen, unabhängig von langen Wartelisten. Die App ist intuitiv bedienbar und kann mit den wasserdichten Handyhüllen direkt im Schwimmbad eingesetzt werden. Eltern wissen jederzeit genau, welche Übungen sinnvoll sind und wie sie diese richtig umsetzen. Kinder erleben die Einheiten als Spiel und entwickeln dadurch Spaß und Motivation. Das Besondere ist, dass SwimPal wirkt. Eltern berichten, dass sie ohne SwimPal keine Fortschritte erzielen konnten und erst durch unsere App die nötige Sicherheit gewonnen haben, um ihren Kindern beim Schwimmenlernen wirklich erfolgreich zu helfen.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Wir haben SwimPal in verschiedenen Testphasen mit Eltern erprobt und kontinuierlich Feedback eingeholt. Auf Grundlage dieser Rückmeldungen wurde die App immer weiter verbessert, bis Eltern begeistert waren und SwimPal nicht mehr missen wollten. Heute nutzen über 1000 Familien SwimPal regelmäßig und die Rückmeldungen sind eindeutig: Die App macht Schwimmenlernen effektiver, strukturierter und gleichzeitig entspannter.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision ist es, Deutschland wieder zu einem Land der Schwimmer zu machen. Wir möchten, dass Kinder frühzeitig und nachhaltig schwimmen lernen und damit sicher aufwachsen können. SwimPal ist bereits Kooperationspartner der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen. Wir möchten in Zukunft weitere Partnerschaften mit Schwimmbädern, Kitas, Schulen und Schwimmvereinen eingehen. Zudem steht die Förderung der Schwimmausbildung auch im Koalitionsvertrag. Wir sind überzeugt, dass wir mit SwimPal die passende Lösung bieten, um dieses Ziel umzusetzen. Gleichzeitig entwickeln wir die App kontinuierlich weiter, um neue Schwimmtechniken und auch spezielle Angebote für Erwachsene zu integrieren.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die Entscheidung für Höhle der Löwen fiel, weil wir einen Investor suchen, der uns bei der Weiterentwicklung und Skalierung von SwimPal unterstützt. Darüber hinaus möchten wir unser Netzwerk erweitern und Menschen erreichen, insbesondere politische Entscheidungsträger, denen die Bedeutung dieses Themas bewusst ist und welche die Ziele zur Schwimmausbildung, die im Koalitionsvertrag niedergeschrieben wurden, erreichen möchten. Wir sehen die Show als eine große Chance, die Dringlichkeit des Themas Schwimmsicherheit sichtbar zu machen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Wir möchten durch eine Investition die Weiterentwicklung der App beschleunigen und neue Module für unterschiedliche Zielgruppen veröffentlichen. Gleichzeitig erhoffen wir uns Zugang zu Netzwerken, die uns helfen, SwimPal in Schulen, Kitas und Schwimmbädern zu etablieren. Mit finanzieller Unterstützung und starken Partnern können wir die Schwimmsicherheit in Deutschland nachhaltig verbessern.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir werden in Kürze das Modul Kraulschwimmen veröffentlichen und weitere methodische Übungsreihen ergänzen. Außerdem arbeiten wir an einer speziellen Version für Erwachsene, die das Schwimmen später im Leben erlernen möchten. Gleichzeitig möchten wir unser Kooperationsnetzwerk mit Schwimmbädern, Kitas und Schulen ausbauen, sodass SwimPal ein fester Bestandteil der Schwimmausbildung in Deutschland wird.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Besonders wertvoll war es, von Anfang an eng mit Eltern zusammenzuarbeiten. Durch den kontinuierlichen Austausch konnten wir das Produkt genau auf die Bedürfnisse der Familien zuschneiden. Wichtig war auch die Erkenntnis, dass iterative Entwicklung der Schlüssel zum Erfolg ist. Lieber kleine Schritte und ständiges Verbessern, als auf den großen Wurf zu warten. Die Kooperation mit Verbänden und Bildungseinrichtungen hat uns gezeigt, wie entscheidend Partnerschaften sind. Außerdem haben wir gelernt, dass ein klarer Fokus auf Wirkung wichtiger ist als eine Vielzahl an Features.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Mein wichtigster Ratschlag lautet: Sprecht von Anfang an mit euren Nutzerinnen und Nutzern und nehmt ihr Feedback ernst. Testet eure Ideen so früh wie möglich und verbessert sie konsequent. Sucht euch Partner, die euch Türen öffnen, die ihr allein nicht aufbekommt. Habt Ausdauer, denn von der ersten Idee bis zur Marktreife kann es Jahre dauern. Und bleibt immer fokussiert auf den Mehrwert für eure Zielgruppe.

Sehen Sie SwimPal am 15. September 2025 um 20:15 Uhr in der Höhle der Löwen

Bild: Beim Battle präsentieren Marvin Schneiders (l.) und Julian Schäfers die Schwimmlern-App SwimPal. @RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Marvin Schneiders für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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