Donnerstag, April 3, 2025
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Diese Innovationen könnten deinen Alltag verändern

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7. Oktober Die "Löwen" Tillman Schulz und Tijen Onaran nehmen das Instant Katzenfutter von "PuriPet" genau unter die Lupe. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Ein Tag, viele Ideen: Die Innovationen vom 7. Oktober

Der 7. Oktober steht vor der Tür, und damit auch eine weitere spannende Folge von „Die Höhle der Löwen“. Fünf Startups kämpfen um das Interesse der Investoren – mit ganz unterschiedlichen Ideen. Aber was steckt hinter den Konzepten? Hier ein Überblick, der neugierig macht und zeigt, warum dieser Abend ein Muss für alle Gründungs- und Innovationsbegeisterten ist.

PuriPet: Nachhaltiges Katzenfutter aus Kreuzau

Wer hätte gedacht, dass die Ernährung von Hauskatzen eine solche Herausforderung darstellen kann? PuriPet, gegründet von Ann-Kathrin Stockhorst und Swantje Rollersbroich, nimmt sich dieser Problematik an. Die beiden jungen Gründerinnen bieten nachhaltiges Katzenfutter zum Selbstanrühren an, das zu 90 Prozent aus Fleisch besteht und ganz ohne Zusatzstoffe auskommt. „Futter raus, Wasser drauf – fertig ist der Katzenschmaus“, lautet ihr Motto. Der Clou: Durch die Gefriertrocknung bleiben Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Und das Beste? Kein überflüssiger Verpackungsmüll wie bei den herkömmlichen Dosen.

PuriPet geht es um mehr als nur Futter. Es geht um einen nachhaltigen Lebensstil, auch für unsere geliebten Vierbeiner. Am 7. Oktober wollen die Gründerinnen die Löwen überzeugen und bieten 15 Prozent ihrer Firma für ein Investment von 100.000 Euro an. Ob die Löwen Teil des „Rudels“ werden?

Backboon: Eine Revolution für den Büroalltag aus Apensen

Langes Sitzen ist das neue Rauchen – diese Tatsache ist mittlerweile in aller Munde. Volker Groß, Gründer von Backboon, hat eine Lösung entwickelt, die nicht nur bequem ist, sondern auch für mehr Bewegung im Büroalltag sorgt. Der Backboon ist eine Stehhilfe mit Wippfunktion, die dabei hilft, Muskeln zu aktivieren und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Der 67-jährige Gründer präsentiert am 7. Oktober seine Erfindung den Löwen und hofft, dass seine Idee Schwung in die Investorenrunde bringt.

Judith Williams testet den Backboon sofort und ist begeistert von der „sensationellen“ Wirkung. Ob die anderen Löwen ebenso überzeugt sind? Volker Groß fordert 150.000 Euro für 15 Prozent seiner Firma – ob die Investoren sich auf das wippende Geschäft einlassen?

nomadi: Mieten statt kaufen, jetzt auch für Babyprodukte aus Berlin/Brandenburg

Kristina und Manuel Heinemann, Gründer von nomadi, möchten die Art und Weise, wie Eltern Baby- und Kinderprodukte nutzen, grundlegend verändern. Ihr Konzept: Mieten statt kaufen. Auf ihrer Plattform können Eltern hochwertige Produkte aus den Bereichen Mobilität, Spielzeug und Möbel flexibel mieten. Ein Vorteil, der nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch die Umwelt. Denn warum sollte man Produkte kaufen, die oft nur für wenige Monate genutzt werden?

Das Ehepaar Heinemann setzt auf den wachsenden Trend der Sharing Economy. Am 7. Oktober präsentieren sie ihr Geschäftsmodell und bieten 15 Prozent ihrer Firma für stolze 400.000 Euro an. Werden die Löwen in nomadi das Potenzial erkennen, um Eltern den Alltag zu erleichtern?

Holocafé: Virtuelle Abenteuer aus Düsseldorf

Die Welt der Virtual Reality fasziniert viele, doch nur wenige haben die Möglichkeit, diese Technologie in ihrer vollen Bandbreite zu erleben. Sebastian Kreutz und Oliver Eberlei wollen das ändern – mit ihrem Holocafé. Hier können die Gäste mit speziellen VR-Brillen in selbstentwickelte Spiele eintauchen und mit Freunden interagieren. Das Besondere: Die Spieler sehen sich nicht nur in der virtuellen Welt, sondern auch in der realen Umgebung, was eine intuitive Interaktion ermöglicht.

Am 7. Oktober möchten die beiden Gründer die Löwen in ihre virtuelle Welt entführen und hoffen auf ein Investment von 400.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Ob die Löwen diese Reise wagen?

alla/jen: Der Schönheitsschlaf neu gedacht aus Herdecke

Falten im Schlaf minimieren? Das klingt nach einem Traum, den Jen Sternemann und Alla Emmerich mit ihren alla/jen Skintapes wahr werden lassen möchten. Diese speziellen Tapes bestehen aus elastischer Baumwolle und enthalten Wirkstoffe wie Gojibeere und Hyaluron, die während der Nacht in die Haut einziehen. Das Ziel: Eine verbesserte Mikrozirkulation und mehr Elastizität, um Falten zu reduzieren.

Am 7. Oktober stellen die beiden Gründerinnen ihr Beauty-Produkt den Löwen vor und bieten 20 Prozent ihrer Firma für 125.000 Euro an. Wird dieser Traum von faltenfreier Haut auch für die Löwen Realität?

Fazit: Der 7. Oktober verspricht Spannung pur

Mit Ideen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, ist der 7. Oktober ein Abend, den man nicht verpassen sollte. Ob nachhaltiges Katzenfutter, bewegungsfördernde Stehhilfen, eine Mietplattform für Eltern, virtuelle Spielwelten oder innovative Beauty-Tapes – die Gründer sind bereit, die Löwen zu überzeugen. Doch werden die Investoren zuschlagen? Einschalten lohnt sich!

Bild: Die „Löwen“ Tillman Schulz und Tijen Onaran nehmen das Instant Katzenfutter von „PuriPet“ genau unter die Lupe. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

EU AI Act: Eine Herausforderung für Start-ups – aber auch eine Chance

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EU AI Act Dorothea Gotthardt COO QuantPi

Der EU AI Act stellt Start-ups und KMU vor eine doppelte Herausforderung: Einerseits birgt Künstliche Intelligenz (KI) ein enormes Innovations- und Wachstumspotenzial. Andererseits sind die neuen Regelungen komplex und stellen hohe Anforderungen. Für viele kleinere Unternehmen mit begrenzten Ressourcen kann dies schnell zu einer entmutigenden Aufgabe werden.

Warum ist der EU AI Act für Start-ups so wichtig? 

Die Regulierung von KI ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass diese Technologie sicher und zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt wird. Für Start-ups bedeutet dies aber auch, dass sie sich frühzeitig mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen müssen. Insbesondere, wenn man bedenkt, wie viele Start-ups ihre Produkte auf KI-Technologie aufbauen! Verstöße gegen die Vorschriften können nicht nur Strafen nach sich ziehen, sondern auch das Vertrauen von Investoren und Kunden untergraben.

Der EU AI Act eröffnet Start-ups jedoch auch Chancen. Wer seine Konformität nachweisen kann, gewinnt nicht nur Zugang zu Großunternehmen, sondern signalisiert dem Markt zugleich, dass seine KI-Systeme vertrauenswürdig und von hoher Qualität sind. Misstrauen ist derzeit die größte Herausforderung für KI. Start-ups, die zeigen, dass sie qualitativ hochwertige KI nach europäischen Standards entwickeln, schaffen das notwendige Vertrauen in ihre Lösungen. Dieses Vertrauen wird sich sowohl im Vertrieb als auch im Investmentbereich auszahlen.

Compliance als Schlüsselherausforderung

Die Anforderungen des EU AI Act sind komplex und erfordern ein tiefes Verständnis der eigenen KI-Systeme und deren Anwendungen. Dies gestaltet sich oft schwierig, da viele Lösungen auf Third-Party KI-Lösungen aufbauen. Start-ups müssen ihre Systeme klassifizieren, Risiken bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung ergreifen. Doch gerade hierfür fehlen vielen jungen Unternehmen oft die nötigen Ressourcen und das erforderliche Fachwissen.

Die Alternative: die Zusammenarbeit mit Anwälten und Beratern. Aber auch das ist mit hohen finanziellen Ausgaben verbunden.

Die Europäische Union bietet Start-ups und KMU zwar dringend benötigte Unterstützung, wie etwa durch KI-Fabriken, den Zugang zu Supercomputern und finanzielle Hilfen. Diese Hilfen sind jedoch nicht für jeden zugänglich und die Beantragung ist oft aufwendig.

Technische Lösungen für eine kostengünstige Compliance

Die gute Nachricht: Es gibt bereits technische Lösungen, die Start-ups bei der Umsetzung des EU AI Act unterstützen – ohne dabei das Budget zu sprengen. Diese Lösungen bieten oft eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Konformität sicherzustellen und zu dokumentieren. Sie gliedern das Gesetz in relativ einfach zu beantwortende Fragen und geben Hinweise, an wen man sich bei Unklarheiten wenden kann. Die Antworten werden automatisch ausgewertet und konkrete Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Werden diese befolgt, können Start-ups das Vertrauen in die Qualität ihrer KI-Systeme stärken und Kunden und Investoren zeigen, dass sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben und es ernst nehmen.

Was sollte eine solche Lösung enthalten, um den Anforderungen des EU AI Acts zu genügen?

  • Bestandsaufnahme: Eine umfassende Bestandsaufnahme aller KI-Systeme im Unternehmen.
  • Risikobewertung: Eine Klassifizierung der Systeme nach den Risiken, die sie in verschiedenen Dimensionen wie Bias oder Performance bergen.
  • Compliance-Matrix: Eine klare Übersicht der rechtlichen Anforderungen sowie der notwendigen Maßnahmen, um diese zu erfüllen.
  • Dokumentation: Eine systematische Dokumentation aller getroffenen Maßnahmen.

Warum ist Compliance ein Wettbewerbsvorteil? 

Die Einhaltung des EU AI Act ist nicht nur eine rechtliche Verpflichtung, sondern auch ein strategischer Vorteil. Unternehmen, die die Anforderungen frühzeitig erfüllen, können sich als vertrauenswürdige Partner positionieren und die Vorteile der KI-Transformation voll ausschöpfen. Darüber hinaus lässt sich ein Vorsprung gegenüber Wettbewerbern erzielen, die den Vorgaben noch nicht nachgekommen sind. Denn klare und dokumentierbare Compliance schafft Vertrauen, und Vertrauen ist die Währung der Wirtschaft.

Fazit 

Der EU AI Act ist für Start-ups nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Chance. Wer die rechtlichen Anforderungen frühzeitig umsetzt, kann das volle Potenzial von KI ausschöpfen, die Qualität seiner Systeme zuverlässig bewerten und sich als innovativer, verantwortungsbewusster Akteur positionieren. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig mit dem Thema Compliance zu befassen und auf die Unterstützung von Technologieanbietern zu setzen.

Bildcredits QuantiPi

Autorin:

Dorothea Gotthardt engagiert sich mit Leidenschaft für verantwortungsvolle KI. Während ihrer Zeit als VC-Investmentmanagerin verliebte sie sich in die Mission von QuantPi und stieg dort als COO ein. Ihre VC-Erfahrung schärfte sowohl ihren Blick für vielversprechende Startups als auch ihr Bewusstsein für die Bedeutung vertrauenswürdiger KI.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Innovative Lösung für Komfort und Leistung beim Radfahren – Was steckt dahinter?

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Andreas Tscheining (r.) und Josef Bogenschütz präsentieren die Fahrradrückenstütze „Rollerback“. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Rollerback stellte am 30. September in „Die Höhle der Löwen“ ihr innovatives Startup vor, das Radfahren durch eine einzigartige Lösung ergonomischer und effizienter macht.

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer? 

Wir beide lieben das Radfahren und das Entwickeln von Innovationen. Aus unserer Leidenschaft und unserem Innovationsdrang ist die Idee entstanden, das Radfahren ergonomischer und effizienter zu machen und daraus haben wir unser Start-up gegründet. 

Andreas und Josef sind beide Ingenieure und haben bereits Start-up Erfahrung. 

Andreas Tscheinig (Graz, Österreich): 60 Jahre alt – mehr als 40 Jahre Berufserfahrung in der Produktentwicklung in verschiedenen Bereichen. Aufgabe im Unternehmen alle technischen Belange – CTO 

Josef Bogenschütz (Bisingen, BW) 58 Jahre: Dipl.-Ing. Maschinenbau, MBA, über 34 Jahre Berufserfahrung, 24 Jahre in der Medizintechnik mit Schwerpunkt GF und eigenen Patenten, viele Jahre als GF in verschiedenen Medtec-Unternehmen national und international tätig.

Erfahrung in Produktion, F&E, Vertrieb, Marketing, Finanzen. 

Funktion im Unternehmen: Produktion,Logistik,Marketing,Verkauf,Finanzen

In welcher Branche ist euer Startup tätig und was ist euer Kernprodukt oder eure Kern-Dienstleistung? Unsere Kerndienstleistung ist die Produktentwicklung. Mit Rollerback haben wir allerdings zum ersten Mal ein eigenes Produkt entwickelt und weshalb wir auch unser Unternehmen dann gegründet haben. Rollerback ist unser Kernprodukt für eine bessere Ergonomie und Performance beim Radfahren.

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet? 

Im Jahr 2018 haben wir uns bei einer Gründerveranstaltung in Graz (Österreich) kennengelernt. Es wurden gemeinsame Ideen ausgetauscht, die dann zu diesem Projekt führten. Schnell wurde klar, dass die Ideen zum gleichen Ergebnis führten, aber aus unterschiedlichen Richtungen kamen

Josef, der aus der Medizintechnik kommt, Mountainbike fährt und selbst Beschwerden (Lendenwirbelbereich) hat, fragte sich eines Tages beim Bergfahren auf der Schwäbischen Alb „warum muss ich mich eigentlich so gebückt den Berg hochquälen“ und spürte dabei seinen Rücken. Der Josef hat das dann weiter beobachtet und hat in seinem Umfeld mitbekommen, warum Leute nicht mehr Rad fahren, aber gerne Rad fahren wollen oder eben Beschwerden haben und deshalb eher nicht aufs Rad steigen wollen, das ist natürlich ein Hemmschuh. Es sollte etwas sein, was jeder leicht bedienen kann und was auch die Nachhaltigkeit unterstützt, also für jeden Laien leicht anwendbar ist. Die Idee einer Art Lordosenstütze für das Fahrrad war geboren.

Andreas, der seit 30 Jahren Triathlet ist, hat sich gefragt – wie kann ich schneller werden – natürlich wird überall viel optimiert und das ist auch der Ansporn von Andreas – die Leistung zu verbessern. Gerade im Triathlon steht der Wirkungsgrad im Vordergrund – Andreas hat erkannt, dass man über die Sitzposition und das Rutschen auf dem Sattel Energie verliert, ein gleichmäßiges Treten und Reduzieren des Rutschens und auch des Abrutschens vom Sattel ist notwendig, unnötig mehr Energie auch über die Arme und den Armzug. Die Idee war geboren – durch ein Gegenlager mehr Kraft auf die Pedale zu bringen.

Marktlücke: Reduzierung der Beschwerden beim Radfahren, Rückenschmerzen reduzieren – durch Radfahren, Produkt zur optimalen Einstellung und Haltung, Trägersystem und Erhöhung des Wirkunsgrades beim Radfahren mit all seinen Vorteilen. Menschen die ein Handicap haben wieder das Radfahren zu ermöglichen. Zielgruppe: Alle Radfahrer oder auch nicht Radfahrer, die aber gerne Radfahren wollen.

Was macht euer Produkt oder eure Dienstleistung im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

Derzeit gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt, das sowohl die Ergonomie des Fahrrads als auch die Leistung verbessert. 

Es gibt Rückenlehnen für Fahrräder, die aber weit von unserem System entfernt sind und eine Art Sitz auf Stuhlbasis oder den „Bonanza“-Sattel – lange Sitzbank mit Rückenlehne – darstellen. Die bekannten Rückenlehnen sind meist in Kombination mit einem billigen Sattel zu kaufen, sind weder funktionell noch verstellbar – nicht an den Fahrer und seine Bedürfnisse anpassbar. 

Wir haben  mit Rollerback die Wechselwirkungen der biomechanischen, physikalischen als auch physiologischen Zusammenhänge im Zusammenhang mit einem neuen Fixpunkt im Rückenbereich beim Radfahren erforscht.

Dies dient der Vertiefung der Grundlagen der biomechanischen/physiologischen Prozesse für neue zukünftige Fahrradtechnologien mit verbessertem Wirkungsgrad, sowie daraus abgeleitet neue ergonomische Gestaltung und Gesichtspunkte für den Radfahrer.

Dies beinhaltet die biomechanischen, physikalischen Wechselwirkungen zwischen Radfahrer, Radkurbel, Drehmomente, Winkel, kinematische Beschleunigung, Kurbelbelastung, Druck/Zugbelastung, ergonomische Haltung, Kraftübertragung, Kraftumlenkung und den physiologischen Zusammenhang hinsichtlich metabolischer und respiratorischer Parameter in Korrelation zur Biomechanik und letztendlich welche Wirkung beim Radfahrer ankommt. Der Ansatz gilt nicht nur für „normale“ Fahrräder, sondern auch für E-Bikes, durch einen höheren Wirkungsgrad beim Radfahren höhere Eigenleistung, dadurch weniger Wattverbrauch beim E-Bike – Reichweite wird erhöht, Akku geschont, geringerer CO2-Fußabdruck.

Die Druchführung der Tests erfolgte mit renommierten Sportwissenschaftlern des Leistungszentrum in Graz. Die Analysen erfolgt mit verschiedenen Probanden – Sportler und Nichtsportler und werden in Studienprotokollen zusammengefasst. Methoden:1SRM (Schoberer Rad Methoden: Analyse:Anwendung fortschrittlicher SRM-Drehmomentmessungen zur präzisen Analyse des biomechanischen Ablaufs mit Fixpunkt am Rücken während des Radfahrens. Dies umfasst die Messung von Drehmomenten, Geschwindigkeiten und Winkeln, um den Einfluss der Rückenstütze auf die Kraftverteilung und -umlenkung auf die Pedale zu bestimmen.

2. Biomechanische Messungen: Durchführung von biomechanischen Messungen, einschließlich Ganganalyse und kinematischer Untersuchungen, um den neuen Fixpunkt und dessen Auswirkungen auf die Gesamtbewegung während des Radfahrens zu verstehen. 3.Physiologische Messungen: Integration von physiologischen Messungen, wie Laktat, O2, CO2 und SPO2, um den Einfluss auf die metabolischen und respiratorischen Parameter des Radfahrers in Korrelation der physikalischen Parameter zu analysieren.4. Kontinuierliche Leistungsanalyse durch Messungen der auf die Pedale übertragenen Leistung, um die Effizienz und den Wirkungsgrad des Radfahrens zu quantifizieren

Unser Produkt unterscheidet sich davon wesentlich:

Unterschiede pro Rollerback:

  1. Sattelunabhängig montierbar, für jedes Rad anwendbar 
  2. Kein Sattel gebundenes Produkt – jeder kann seinen Sattel verwenden
  3. Funktionelles – auf den Radfahrer einstellbares System
  4. Automatische Anpassung an die Haltung 
  5. Spezielles Design und Funktion zur Rücken-/Lendenwirbelabstützung
  6. Schnell montierbar am Sattel
  7. Abnehmbar in Sekunden – abschließbar
  8. Spezielle Rollen-Stützelemente die sich der Bewegung anpassen 
  9. Rostfreie Produkte – Langlebigkeit – Nachhaltigkeit 
  10. Medizinisch anwendbar – med. zulassungsfähig
  11. Geeignet für Ergometer und Indooranwendung 
  12. Wechselsystem leicht auf anderes Rad /Fahrradtyp transferierbar 
  13. Trägersystem – All in One Funktion (Getränke-Taschenhalter)
  14. Sattelzentrierung geringes Rutschverhalten
  15. Massageeffekte
  16. Made in Germany 
  17. Höhere Stabilität und Festigkeit 
  18. E-Bike Stromeinsparung 
  19. Erhöhung Sicherheit
  20. Patentiert- Wettbewerb kein Patentschutz
  21. 100% recyclefähig 

Zu diesem Produkt gibt es keine direkte Konkurrenz, diese Art der Anwendung am Fahrrad ist einmalig und patentrechtlich abgesichert.

Was ist die langfristige Vision eures Startups? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Wir planen das Produkt an den Markt zu bringen und streben einen Verkauf des Unternehmens an. 

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte eures Startups möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Wir sind erfahrene Gründer mit viel Know-how, aber es fehlen uns gewisse Zugänge und Marketingexpertise. Unser Produkt steht im Vordergrund, die Gesundheit – der präventive Einsatz beim Radfahren. Radfahren ist ein ungebrochener Trend, Sportler oder auch Gelegenheitsfahrer haben Beschwerden oder auch für Menschen mit Behinderungen die nicht mehr Radfahren können aber wollen.  Gründer – Produkt – Markt sind unsere Aspekte.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Unser Produkt ist technisch entwickelt und marktreif. Wir haben die ersten Marktaktivitäten gestartet, sehen aber, dass wir Unterstützung brauchen, uns fehlt das entsprechende Marketing und der Marktzugang zum B2C-Kunden und zum B2B-Handel, um das Produkt zu skalieren.

Unsere finanzielle Decke lässt derzeit nur sehr kleine Aktivitäten zu. Wir brauchen also finanzielle Unterstützung und das Know-how für die Markteinführung – Erhöhung der Sichtbarkeit, das Netzwerk und die Verbindung zu den Lions, die Erfahrung der Markteinführung, für so ein neuartiges innovatives Produkt. Auch für die weitere Produktentwicklung, die Produktion und das Working Capital erhoffen wir uns weiteren positiven Input von den Löwen.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte/Dienstleistungen? 

Wir wollen expandieren und das Produkt weiter skalieren. Wir wollen das Unternehmen entsprechend ausbauen, dazu sind wie beschrieben weitere finanzielle Mittel nötig – sowie die Skalierung des Produktes vorantreiben.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründer gelernt habt?

Es ist wichtig, einen Businessplan zu haben, ein gutes Projektmanagement, Ziele klar zu definieren, Reserven im Investment zu haben, damit man gerade bei Rückschlägen noch finanzielle Reserven hat. Man muss relativ schnell versuchen, die Machbarkeit zu beweisen – und natürlich die Kundenbedürfnisse einbeziehen, damit man nicht am Markt vorbei entwickelt. Man darf nicht gleich den Glauben verlieren, wenn es nicht klappt und muss dranbleiben. Die finanzielle Basis ist sehr wichtig, dass sie zumindest so lange steht, bis die ersten Prototypen zum Testen zur Verfügung stehen.

Markt und Nutzen müssen gut analysiert sein. Wichtig ist auch ein gutes Netzwerk und eigenes Know How einzubringen. Flexibilität und auch Durchhaltevermögen sind wichtig, wir haben 5 Jahre gebraucht um so weit zu kommen. Ständig an der Weiterentwicklung des Produktes arbeiten. Ganz wichtig, ein klarer Fokus, ein Ziel und konsequent darauf hinarbeiten, sich nicht von neuen Ideen ablenken lassen, sondern zuerst ein Ziel zu Ende bringen, um dann schnell auf den Markt zu kommen. Ganz wichtig vor Beginn die Patentlage zu prüfen.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Wichtig sind klare Visionen und Ziele, realistische Businesspläne, Netzwerke für die Beschaffung finanzieller Mittel, Business Angel , Mentoren sind sehr hilfreich. Die Zielgruppen /Nutzen erstehen, Marktrecherche. Finanzen sollte man immer im Blick haben, Kosten so gering wie möglich halten.Geduld und Durchhaltevermögen. Ein Start up ist eine besondere Herausforderung die man Entschlossen mit der entsprechenden Leidenschaft angehen sollte. Wichtig Patentlage prüfen.

Bild: Andreas Tscheining (r.) und Josef Bogenschütz präsentieren die Fahrradrückenstütze „Rollerback“. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Rollerback am 30. September 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Andreas Tscheining und Josef Bogenschütz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Den lokalen Handel stärken

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Alexander Arend (CEO von Zmyle)

Zmyle: Gutscheinsysteme fürs Stadtmarketing

Könnten Sie uns Zmyle und die Personen, die hinter dem Unternehmen stehen, kurz vorstellen, insbesondere Ihre persönliche Reise als Gründer?

Alexander Arend: Ich bin gelernter Automobilkaufmann und habe eine Verkäuferausbildung bei BMW und nebenberuflich meinen Marketingfachwirt gemacht. Mit meinem Bruder habe ich 2003 eine Werbeagentur gegründet: Bruderherz. Von Print bis digital und Internetauftritten haben wir alles geboten …

Ralf Schreijer: … und ich war deren erster Programmierer. Wir sind beide hier in Coesfeld, einer Kleinstadt in Westfalen, aufgewachsen. Während meines Informatikstudiums habe ich bei Alex die Webseiten zusammengebaut, danach bin ich raus in die Welt für ein paar Jahre. 2015 dann hat mich Alexander kontaktiert mit der Zmyle Idee.

Alex: 2015 hatten wir schließlich die Idee, dem stationären Einzelhandel mit einem digitalen Tool unter die Arme zu greifen, damit er gegen den Onlinehandel bestehen kann. Hier fiel uns ein Gutscheinsystem ein. Gutscheine kennt jeder. Diese können nun beim Händler, Gastronomen, lokalen Dienstleister, wie Friseur oder Fahrradwerkstatt, jeweils in einer Stadt eingelöst werden. Das gab es damals nicht und so haben wir angefangen, zu basteln. Den ersten Stadtgutschein haben wir 2018 online gestellt. Das war drei Jahre, nachdem wir die Einzelhändlergutscheine gemacht haben. Jetzt haben wir über 120 Netzwerke, die 200 Städte abdecken. 

Was war Ihre ursprüngliche Motivation, Zmyle zu gründen, und welche Vision verfolgen Sie?

Ralf: Letztlich geht es um Kaufkraftbindung, um die lokale Wertschöpfung, so dass möglichst viel Geld vor Ort bleibt. Ein wesentlicher Teil unseres Systems sind Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmern den steuerfreien Sachbezug als Stadtgutschein zur Verfügung stellen – statt den Karten großen Onlinehändler. So leisten sie ihren Beitrag dazu, dass die Stadt lebendig bleibt – was wiederum attraktiv für (künftige) Mitarbeiter ist.

Wie hat sich Zmyle zu einem relevanten Akteur im Bereich Stadtmarketing entwickelt?

Alex: Das war ein hartes Klinkenputzen. Ich habe Tausende Stunden in Ämtern, Kneipen, bei Werbegemeinschaften, Stadtmarketingleuten und Mitgliederversammlungen gesessen und präsentiert. Die ersten vier Jahre von Zmyle bin ich nur durch Deutschland gefahren und war jeden Abend in einer anderen Stadt. Unser strategischer Ansatz ist: Jede Stadt bekommt von uns ein eigenes Portal mit Domain, Stadtgutschein, Logos und Farben. Das ist ein hermetisch abgeriegeltes System. Der Erfolg basiert aber darauf, dass wir ehrlich, sicher, zuverlässig und vor allem transparent sind.

Wer zählt zu den Hauptzielgruppen von Zmyle, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse, insbesondere von Städten und lokalen Geschäften, erfüllt werden?

Alex: Wir haben vier zentrale Zielgruppen. Unsere Netzwerkpartner sind unsere ersten Kunden: das Stadtmarketing, eine Werbegemeinschaft, auch mal ein Zeitungsverlag oder die Stadtwerke. Sobald das Netzwerk steht, geht es an die Akzeptanzstellen: Händler, Gastronomen, lokale Dienstleister. Unsere dritte Zielgruppe sind die Arbeitgeber: sie können für bis zu 50 Euro pro Monat ihren Mitarbeitern steuer- und abgabenfrei Gutscheine geben. Die Beschenkten sind die vierte Zielgruppe. Wichtig ist, dass alles gut zusammenspielt.

Welche Herausforderungen sind Ihnen bei der Digitalisierung von Stadtgutscheinen und der Einführung von Treuhandkonten begegnet, und wie haben Sie diese gemeistert?

Ralf: Als wir gestartet sind, gab es keine digitalen Stadtgutscheine. Die Herausforderungen drehten und drehen sich um Kernfrage unserer Stadtmarketingkunden: Willst du selbst machen oder nicht? Denn wenn du ein Emittent sein willst, also der juristische Herausgeber eines Gutscheins, bist du derjenige, der mit jeder Akzeptanzstelle, jedem Kunden und den Arbeitgebern ein Vertragsverhältnis hat. Du musst die Gelder verwalten und dich an die gesetzlichen Rahmenbedingungen halten, Konten eröffnen, die Verwaltung machen, den Geldfluss abwickeln, Versicherungen abschließen. Wer das selbst machen will, ist nicht unser Kunde – aber wer will sich das antun? Also machen wir es, als Deutschlands einziger Full Service-Anbieter.

Alex: Die Städte wünschen sich den Rundum-Service, aber sie wollen auch, dass wir die Gelder absichern. Das Einrichten von Treuhandkonten war die größte Hürde: Hierfür gab es keine Lösungen. Treuhandkonten kannte man bei Banken nur für Notare, Rechtsanwälte und Ähnliches. Auch hier haben wir 20 Institute abgeklappert – eine Lösung hatte niemand, jedenfalls nicht bei einem Volumen unter 100 Millionen Euro. Mit Anwälten, Empfehlungsschreiben und Gutachten haben wir es schließlich bei unserer hiesigen Sparkasse geschafft. Aber das hat uns zwei Jahre Arbeit gekostet. Dabei hatten wir schon Vereinbarungen mit Städten und mussten das zwischenzeitlich über Bürgschaften lösen. 

Was unterscheidet Zmyle von anderen Anbietern im Bereich Stadtmarketing und Stadtgutscheine, und wie schaffen Sie Vertrauen bei Ihren Nutzern und Partnern?

Ralf: Es gibt keinen Gutscheinpartner, der nicht eine hundertprozentige Transparenz für sein Gutscheinsystem verlangt. Daher kann jeder Gutscheininhaber einfach den QR-Code scannen und sehen, wie viel Geld da drauf ist und wann und wo mit dem Gutschein schon eingekauft worden ist? Jede Akzeptanzstelle hat ein Backend mit einer Liste sämtlicher Transaktionen des Unternehmens. Die Arbeitgeber haben ebenfalls einen Loginbereich, können aber natürlich nicht verfolgen, wo der Mitarbeiter mit dem Gutschein eingekauft hat. Jeder Partner, ob Stadtmarketing oder Werbegemeinschaft, hat einen Überblick: Wie viel Gutscheine sind verkauft und wo entwertet worden.

Welche Rolle spielen Städte bis 100.000 Einwohner in Ihrem Geschäftsmodell und welche Vorteile bietet Zmyle speziell diesen Städten? 

Alex: Einzugsbereiche aller Größen sind willkommen, aber unser System funktioniert am besten in Städten bis etwa 150.000 Einwohnern. Denn ein erfolgreiches Gutscheinsystem muss gut vor Ort vermarktet werden. Ist die Stadt zu groß, schafft das Stadtmarketing das nicht und es gibt auch keinen räumlichen Bezug zu den Läden, weil sich alles in Stadtteile aufsplittet. Wir haben immer einen Lokalpatrioten, der mit uns die Geschäfte scannt und betreut. Diese Person ist unglaublich wichtig. Nach unten wiederum benötigen wir um die 25 Geschäfte und Dienstleister, wir haben aber auch ein erfolgreiches Netzwerk mit 15 Partnern. 

Wie planen Sie, Zmyle in Zukunft weiterzuentwickeln und welche neuen Features oder Entwicklungen können Städte und Nutzer von ihrer Plattform erwarten? 

Ralf: Wichtig ist, immer mehr Protagonisten ins Boot zu holen. Daneben bauen wir unsere Funktionen ständig aus, aber da wollen wir nichts verraten. Wir haben inzwischen sechs Gutscheintypen, die alle anders funktionieren. Wir haben Aktionen, wie digitale Schnitzeljagden, und arbeiten immer weiter an der Benutzeroberfläche und der Kommunikation. Eine Idee von uns ist, via KI-generierten Bildern Grußnachrichten inklusive Gutschein zu verschicken. Ein lang ersehntes Projekt und bislang noch nicht realisiert: Wir wollen Parkknöllchen gegen Stadtgutscheine tauschen; also derjenige zahlt seine Strafe, erhält dafür aber einen Gutschein, den er wiederum lokal einsetzt.

Wie fördern Sie die Zusammenarbeit mit Stadtmarketing, Vereinen und Werbegemeinschaften, um den stationären Einzelhandel in Zeiten zunehmender Digitalisierung zu stärken? 

Alex: Jede Gemeinde bekommt von uns nicht nur den Stadtgutschein, sondern ein komplettes Marketinghandbuch mit sämtlichen auf das Design abgestimmten Werbematerialien, von Flyer über Plakate bis Social Media Posts und E-Mail-Texten. Rein theoretisch müssen die nichts mehr machen, sondern nur zu Ostern in den entsprechenden Ordner gehen, den Anweisungen folgen und posten. 

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die eine ähnliche Reise durch die Herausforderungen der Digitalisierung und des stationären Handels antreten möchten? 

Ralf: Man muss sich bewusst machen, dass die Zielgruppe bei der Digitalisierung ein bisschen hinterherhinkt. Daneben: Immer einen kurzen Draht und ein offenes Ohr haben. Aufpassen, wo es gerade hakt. Riesiges Durchhaltevermögen und Geduld. Und dann mussten wir stets zusehen, dass wir als Unternehmer nicht den Fokus verlieren, und sich unsere Ideen in einem Produkt äußern, das schließlich funktioniert.

Gab es einen bestimmten Moment oder ein Projekt, das Ihnen gezeigt hat, dass Zmyle auf dem richtigen Weg ist, und wie haben Sie diesen Erfolg genutzt, um weiter zu wachsen?

Alex: Bevor wir Stadtgutscheine gemacht, hatten wir ein System für Einzelhändler. Und als die ersten 10, 15 Gutscheine gekauft wurden, war das ein besonderer Moment, ein starkes Signal. Später natürlich die erste Stadt, die online gegangen ist. Da war klar, das kann man jetzt weiter entwickeln, verbreiten und auf immer neue Städte übertragen. 

Bildcredits: zmyle GmbH

Wir bedanken uns bei Alexander Arend und Ralf Schreijer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Licht neu erleben: Ein Startup sorgt für magische Effekte

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Chris Herbold (r.) und Patrick Fomferra präsentieren „lixl“, die Licht-Panele mit Webstoffen. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.  Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

lixl stellt am 30. September in der „Höhle der Löwen“ sein innovatives Beleuchtungssystem vor, das mit dreidimensionalen Lichteffekten eine besondere Atmosphäre in jeden Raum bringt

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Patrick: „Wir sind Chris und Patrick, die Gründer von lixl. Mit lixl bringen wir einzigartige Lichteffekte in jeden Raum.“

In welcher Branche ist euer Startup tätig und was ist euer Kernprodukt oder eure Kern-Dienstleistung?

Chris: „lixl ist eine flächige Wandleuchte, die dreidimensionale Lichteffekte erzeugt und so immer für die richtige Lichtstimmung sorgt. Die Effekte können dabei statisch oder dynamisch sein oder auch synchron zur Musik oder dem Computerspiel, so dass ich mich fast wie live auf der Bühne oder direkt im Spielgeschehen fühle.“

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Chris: „Schon vor einigen Jahren bin ich während meiner Forschungstätigkeit am Lichttechnischen Institut des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit einem Textil in Berührung gekommen, das aus einem einzelnen Lichtpunkt einen dreidimensionalen Lichtbogen erzeugt. Jahre später sind mir ein paar Stücke des Materials wieder in die Hände gefallen. Da wir gerade dabei waren neue Ideen zu sammeln, habe ich die Stücke mitgenommen und wir haben im dunklen Keller unseres Studios am Alten Schlachthof mit verschiedenen Materialien und Lichtquellen experimentiert.“

Patrick: „Das war einzigartig: Wenn man die LEDs genau passend hinter dem Textil angeordnet hat, entstand ein richtig langer Lichtbogen in die Tiefe. Dieser Effekt hat uns nicht mehr losgelassen und wir haben überlegt, wir man ihn in ein Produkt bringen kann, so dass ihn jeder zuhause haben kann. Die Idee für lixl war geboren – das war im Frühjahr 2022 – und damit unzählige Stunden an Experimenten, Entwicklungen und Verbesserungen bis endlich ein fertiges Produkt draus entstanden ist. Wir entwickeln mit unserem Studio seit 2017 smarte Produkte unter eigenen Labeln, aber auch für andere Marken. Deshalb sind viele Prozesse schon eingespielt, aber jedes Produkt bringt natürlich seine eigenen Herausforderungen mit sich.“

Was macht euer Produkt oder eure Dienstleistung im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

Chris: „Das Besondere an lixl sind die Lichteffekte, die aus dreidimensionalen Lichtlinien entstehen. Sie werden erzeugt durch ein spezielles Textil, das von einer Weberei ganz in unserer Nähe stammt und auch hier in der Gegend passend für die jeweilige lixl-Größe vernäht wird. In lixl kombinieren wir dieses Textil mit einzeln ansteuerbaren, farbigen Lichtquellen. Schon während der Entwicklung haben wir darauf geachtet, dass lixl einfach zu montieren ist und so einzelne Teile auch einfach auszutauschen sind. Dadurch und durch die eingesetzte Firmware auf Open-Source Basis möchten wir erreichen, dass jeder lange Freude an seinem lixl hat und auf Wunsch sogar selbst neue Features hinzufügen kann.“ 

Was ist die langfristige Vision eures Startups? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Patrick: „Wir sehen lixl als Start für eine Reihe von Produkten, die besondere Highlights in verschiedene Räume bringen. Auf der einen Seite möchten wir das Potenzial der dreidimensionalen Lichteffekte nutzen, um die Lichtstimmung in ganz unterschiedlichen Anwendungen zu beeinflussen, neben dem Zuhause zum Beispiel auch in der Gastronomie, Hotellerie oder für Veranstaltungen. Auf der anderen Seite haben wir schon viele Ideen für ergänzende Produkte, die das Anwendungsspektrum von lixl erweitern. Jedenfalls wollen wir unserem Ansatz hochwertiger Produkte treu bleiben, an denen man sehr lange Freude hat.“

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte eures Startups möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Chris: „Die Höhle der Löwen bietet eine Menge positive Punkte. So hat man die Möglichkeit Feedback von erfahrenen Investoren zu bekommen, die Chance das Produkt einem großen Publikum zu präsentieren und hat am Ende möglicherweise einen starken Partner an der Seite. In unserem Studio haben wir bereits einige Produkte entwickelt, aber bisher war die Zielgruppe nie so richtig passend. Mit lixl haben wir jetzt ein Produkt, das die Menge begeistert.“

Patrick: „Klar, viele Vorteile, aber auch ein Risiko. Denn wenn der Auftritt schief läuft, dann hat man es danach sicherlich schwerer mit dem Produkt. Aber wir hatten schon sehr viel positives Feedback von den ersten Kunden und sind 100% überzeugt von unserem Produkt. Dass sich auch die Löwen davon begeistern lassen werden, war für uns klar. Deshalb stand der Plan: Wir bewerben uns und drücken die Daumen, dass es lixl in die Höhe schafft.“

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Patrick: „Für lixl benötigen wir jedenfalls beides: Eine Investition und die Expertise, die die Löwen mitbringen. Gerade die Entwicklung und Produktion von Hardware ist kapitalintensiv und benötigt entsprechend einiges an „Working-Capital“. Durch das Netzwerk der Löwen hoffen wir den Markstart von lixl einfacher bewältigen zu können und mit größeren Schritten voranzukommen als alleine.“

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte/Dienstleistungen?

Chris: „Mit lixl sind wir gerade am Start in den Markt. Wir haben eine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich abgeschlossen und inzwischen sind alle vorbestellten lixl ausgeliefert. Jetzt ist lixl für alle verfügbar und wir fahren die Fertigung hoch. Aktuell konzentrieren wir uns auf Deutschland, aber durch die Crowdfunding-Kampagne haben wir gemerkt, dass auch andere Märke sehr relevant für das Produkt sind. Diese gehen wir im nächsten Schritt an. Neue Ideen für ergänzende Produkte haben wir schon einige. Aber unsere Konzentration liegt in nächster Zeit voll bei lixl.“

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründer gelernt habt?

Chris: „Loslegen und durchhalten. Gerade die ersten Jahre waren schwierig für uns, wenn man ein erstes Produkt entwickelt und noch kein Netzwerk hat, das einem Sicherheit gibt. Aber wenn man auf seine Fähigkeiten vertraut und durchhält – gegebenenfalls auch durch flexible Anpassungen am Produkt und/oder Geschäftsmodell – wird sich am Ende der Erfolg einstellen.“

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Patrick: “Was für uns ganz wichtig war, war das Kundenfeedback. Wir haben bei jeder Produktentwicklung schon frühzeitig hochwertige Prototypen gebaut, die wir potenziellen Kunden vorstellen konnten. Dadurch bekamen wir wichtiges Feedback und haben gemerkt was gut oder schlecht ankommt. Das macht ein Produkt natürlich vom Start an besser und hilft gerade in einem kleinen Team, keine Ressourcen zu verschwenden. Genau so ist auch lixl entstanden und hat bereits während der Crowdfunding-Kampagne neue Features bekommen, die von Kunden gewünscht wurden.“

Bild: Chris Herbold (r.) und Patrick Fomferra präsentieren „lixl“, die Licht-Panele mit Webstoffen. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.  Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie lixl am 30. September 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Chris Herbold und Patrick Fomferra für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Das Geheimnis eines aufstrebenden Beauty-Startups

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Azuka Stekovics präsentiert mit „LANIN LABS“ ein Hautserum für melaninreiche Haut. Sie erhofft sich ein Investment von 130.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

LANIN LABS stellt am 30. September in der „Höhle der Löwen“ ihr Startup vor, das sich als erste evidenzbasierte Hautpflegemarke in Deutschland speziell auf die Bedürfnisse von melaninreicher Haut konzentriert

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

LĀNIN LABS ist Deutschlands erste evidenzbasierte Hautpflegemarke, die sich speziell auf die Bedürfnisse von melaninreicher Haut konzentriert. Mein Name ist Azuka, ich bin die Gründerin, und unsere Mission ist es, eine Hautpflege zu entwickeln, die den spezifischen Herausforderungen von Menschen mit melaninreicher Haut gerecht wird – wie Hyperpigmentierung, Trockenheit und einem unebenen Teint. Mit unserem Performance-orientierten Serum setzen wir ein Zeichen für mehr Inklusion in der Schönheitsbranche.

In welcher Branche ist LANIN LABS tätig und was ist euer Kernprodukt ?

Wir sind im Bereich der Beauty- und Hautpflegebranche tätig. Unser Kernprodukt ist ein Gesichtsserum, das auf modernster Melanin-Wissenschaft basiert. Dieses Produkt ist speziell darauf ausgerichtet, die einzigartigen Hautbedürfnisse von Menschen mit dunklerer Hautfarbe zu adressieren – was in der Schönheitsindustrie lange Zeit vernachlässigt wurde.

Da Hyperpigmentierung die Nummer 1 Problematik bei dunkleren Hauttypen ist, haben wir uns der Entwicklung von Performance-getriebenen Produkten verschrieben, die Pigmentstörung jeglicher Art adressieren.

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Die Idee für LĀNIN LABS entstand, als ich selbst nach Hautpflegeprodukten suchte, die speziell auf die Bedürfnisse meiner melaninreichen Haut abgestimmt sind, und feststellen musste, dass es hier eine große Lücke gab. Es war nicht so sehr, dass die Beauty-Industrie absichtlich Menschen mit dunklerer Haut ignoriert hat, sondern vielmehr, dass die Forschung und Produktentwicklung für diese spezifischen Hautbedürfnisse einfach noch nicht ausreichend fortgeschritten war. Hier wollten wir ansetzen. Mit LĀNIN LABS schließen wir diese Lücke, indem wir stark forschungsgetrieben arbeiten und am Anfang der wissenschaftlichen Kette ansetzen, um Hautpflegeprodukte zu entwickeln, die gezielt auf die besonderen Herausforderungen von melaninreicher Haut eingehen. Dabei haben wir uns von Anfang an auf die Behandlung von Pigmentstörungen fokussiert und durch das Feedback unserer Kundinnen erkannt, dass unser Serum auch bei hellen Hauttypen hervorragend wirkt.

Was macht euer Produkt im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

Unsere Formulierungen entwickeln wir gemeinsam mit einer Dermatologin und einer Chemikerin, die beide auch melaninreiche Haut haben. Das macht einen großen Unterschied, denn sie wissen aus eigener Erfahrung, was unsere Haut wirklich braucht. So können wir Produkte kreieren, die nicht nur oberflächlich wirken, sondern gezielt tief in die Haut eindringen und dabei besonders Hyperpigmentierung und ungleichmäßigen Hautton angehen. Unser Produkt ist außerdem clean, nachhaltig und wird in Bayern mit höchsten Qualitätsansprüchen hergestellt. Unser nächster großer Schritt ist, einen eigenen Inhaltsstoff zu entwickeln, der speziell für melaninreiche Haut erforscht wird. Das ist uns wichtig, weil wir mit unserer Arbeit die bestehende Lücke in der Wissenschaft an melaninreicher Haut schneller schließen wollen.

Was ist die langfristige Vision von LANIN LABS ? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Langfristig möchten wir die Hautpflegebranche nachhaltig verändern und das Narrativ in Richtung Inklusion und Repräsentation verschieben. In den nächsten 1-5 Jahren streben wir die internationale Expansion an, vor allem in Märkte, in denen der Bedarf an speziell entwickelten Produkten für melaninreiche Haut besonders hoch ist. Zudem arbeiten wir an der Forschung und Entwicklung innovativer Inhaltsstoffe und planen, uns als führende Marke im Bereich der Melanin-Hautpflege zu etablieren.

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte eures Startups möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

„Die Höhle der Löwen“ bietet uns eine einzigartige Plattform, um unser Anliegen und unsere Mission einem breiten Publikum zu präsentieren. Wir möchten den Investoren zeigen, dass wir nicht nur ein Nischenprodukt anbieten, sondern eine Lösung für ein globales Problem – die mangelnde Repräsentation in der Beauty-Industrie. Besonders hervorheben möchten wir unsere fundierte wissenschaftliche Basis und das Potenzial, eine bislang unterversorgte Zielgruppe zu begeistern und zu versorgen.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Wir suchen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch strategische Partnerschaften, die uns helfen, schneller zu wachsen. Die Expertise der Löwen, insbesondere im Bereich Vertrieb, Marketing und Internationalisierung, könnte uns dabei helfen, unsere Produkte einer breiteren Kundschaft zugänglich zu machen. Mit der richtigen Unterstützung können wir auch unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter ausbauen.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte?

Nach „Die Höhle der Löwen“ planen wir eine deutliche Skalierung – sowohl in Bezug auf die Produktpalette als auch auf unsere Marktpräsenz. Wir wollen nicht nur in Deutschland, sondern auch international expandieren. Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Formeln, die sich gezielt den Herausforderungen melaninreicher Haut und Pigmentstörungen widmen. Auch der Aufbau eines starken Online-Vertriebsnetzwerks ist ein zentraler Teil unserer Wachstumsstrategie.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die du auf deinem Weg als Gründerin gelernt hast?

Eine der größten Lektionen, die ich gelernt habe, ist, dass es keine Fehler gibt – entweder es funktioniert, oder man lernt etwas dabei. Diese Perspektive hat mir geholfen, mich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen. Stattdessen sehe ich Hindernisse als Möglichkeiten, zu wachsen und neue Wege zu finden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass man sich Unterstützung suchen sollte. Es gibt in Deutschland großartige Start-up-Netzwerke, Accelerators und Events, die Gründern und Gründerinnen wertvolle Ressourcen und Kontakte bieten. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann enorm helfen und oft neue Türen öffnen. Besonders wenn man bootstrapped und finanzielle Entscheidungen mit Bedacht treffen muss, ist ein starkes Netzwerk entscheidend. Und zuletzt: Es ist wichtig, outside the box zu denken. Manchmal führt ein unerwarteter Weg zu den besten Lösungen.

Welche Tipps würdest du anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Ich habe aus einer echten, persönlichen Motivation gegründet. Solche Erfahrungen können ein starker Antrieb sein. „Make your mess your message“ – also die eigenen Herausforderungen in Stärken zu verwandeln. Eine Gründung ist kein Sprint, sondern ein Marathon, und da hilft es enorm, sich mit anderen zusammenzutun, die die gleichen Herausforderungen teilen. Ich habe beispielsweise eine Mastermind-Gruppe von Gründerinnen, und der Austausch hilft mir, neue Perspektiven zu gewinnen, Kontakte zu teilen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. 

Bild: Azuka Stekovics präsentiert mit „LANIN LABS“ ein Hautserum für melaninreiche Haut. Sie erhofft sich ein Investment von 130.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Sehen Sie LANIN LABS am 30. September 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Azuka Stekovics  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie kann dieses System die Luftqualität in deinem Zuhause oder Büro verbessern?

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AIRY Gründerteam Elisabeth und Peer-Arne Böttcher

AIRY entwickelt innovative Systeme zur natürlichen Luftreinigung in Innenräumen, die durch Pflanzen für bessere Luftqualität und ein gesünderes Raumklima sorgen.

Könnten Sie uns AIRY kurz vorstellen und uns einen Einblick geben, wer hinter dem Unternehmen steht?

AIRY ist ein  familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Hamburg. Wir produzieren und vertreiben ein weltweit einzigartiges System zur Luftreinigung in Innenräumen

Was war der ursprüngliche Antrieb, AIRY zu gründen, und welche Vision verfolgen Sie mit Ihrem Unternehmen?

Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel. Ein erwachsener Mensch nimmt davon rund 15 Kilogramm täglich zu sich. Ist die Luftqualität gut, führt das zu mehr Wohlbefinden, erholsamen Schlaf oder auch besserer Konzentration am Arbeitsplatz. 
Unsere Mission: bessere Luftqualität in Innenräumen – und das einfach und effektiv. 
Das AIRY-System arbeitet mit Zimmerpflanzen. NASA-Studien haben gezeigt, dass bestimmte Pflanzen Schadstoffe aus der Luft einsammeln und über ihre Wurzeln abbauen. AIRY beschleunigt diesen Prozess, indem die Luft erst durch ein spezielles Mineralsubstrat gefiltert wird. Dieser Filter wird durch die Pflanzenwurzeln 24/7 gereinigt. Ohne teuren Strom oder lästige Geräusche und Filterwechsel. Pflegeleicht auch für Menschen ohne “grünen Daumen” und perfekt für jeden Raum.

Wie soll AIRY langfristig dazu beitragen, den Markt für nachhaltige Luftqualität zu verändern?



Technische Geräte können die Luft filtern. Pflanzen hingegen können die Luft tatsächlich reinigen und neue, frische Luft produzieren. Nachhaltiger, effizienter und grüner geht es nicht. 

Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe, und welche spezifischen Bedürfnisse möchten Sie mit Ihren Produkten oder Dienstleistungen erfüllen?

Wir wenden uns an Menschen, die in Innenräumen leben, schlafen und arbeiten. 
Unsere Räume sind durch Ausdünstungen von Baustoffen und Möbeln, Farben und technische Geräte oft hoch belastet. Das führt zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und schlechtem Schlaf. Das alles kann AIRY positiv verbessern.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen als junges Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Technologien, und wie gehen Sie mit diesen Hindernissen um?

Wir bringen ein Produkt auf den Markt, das erklärungsbedürftig ist. Manche Menschen vergleichen uns mit einem technischen Luftfilter, dann sind wir spottbillig. Andere wiederum sehen in uns einen Blumentopf – dann sind wir eher hochpreisig. Insofern investieren wir viel Zeit und Geld in unsere Kommunikation und Werbung. 

Was unterscheidet AIRY von anderen Anbietern im Bereich der Luftreinhaltung, und was macht Ihr Unternehmen einzigartig?

Wir gehören zu den Pionieren im Bereich der natürlichen Luftreinigung mit Pflanzen und haben ein weltweit einzigartiges Produkt entwickelt, das durch mehrere Patente international geschützt ist. 

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um die Qualität Ihrer Produkte und die Zufriedenheit Ihrer Kunden langfristig zu sichern?

Wir sind täglich mit unseren Kunden im Gespräch. Uns erreichen viele Fragen, aber auch Tipps und Verbesserungsvorschläge. Wenn es möglich und sinnvoll ist, setzen wir die Ideen um. Unser Newsletter informiert unsere Kunden, inspiriert sie, Neues auszuprobieren und wir bekommen auf diesem Wege viel direktes Feedback. 

Wo sehen Sie AIRY in den nächsten fünf Jahren, und welche Entwicklungen sind bereits in Planung?

Ein AIRY System für jeden Raum, an diesem Ziel arbeiten wir. Gerade Unternehmen können von AIRY profitieren, denn gesündere Raumluft hilft, Krankentage zu reduzieren, die Konzentration hoch zu halten und spart so bares Geld. Nachdem wir bereits über 20.000 private Kunden überzeugen konnten, wollen wir in fünf Jahren ein starkes Firmenkundengeschäft aufgebaut haben. 

Gab es einen Moment, der besonders herausfordernd war, und wie haben Sie als Team darauf reagiert?

Solche Momente gab es häufig, beispielsweise als wir begonnen hatten, einen eigenen Sensor zu entwickeln. Der sollte die Luftqualität fortlaufend überprüfen und somit die Leistung von AIRY transparent und nachvollziehbar machen. Heute nutzen wir keinen eigenen Sensor, sondern den eines leistungsstarken Partners (air-Q aus Leipzig). 

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein nachhaltiges Startup aufbauen möchten?

Leite aus Deiner Vision klare Ziele ab. Nähere Dich diesen Zielen Schritt für Schritt. Bleib bei der Wegfindung flexibel und ausdauernd, denn nur dann hast Du eine Chance, es schaffen zu können. 


Wie stellen Sie sicher, dass AIRY auch in Zukunft innovativ und wettbewerbsfähig bleibt?

Wir stellen den Bedarf und die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten. 
 

In welchem Bereich sehen Sie das größte Potenzial für zukünftige Kooperationen oder Partnerschaften?

AIRY ist die nachhaltige und kostengünstige Betriebsklima-Anlage für jedes Büro. Unsere Systeme verbessern die Luftqualität, regulieren die Luftfeuchtigkeit und sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre durch schöne Pflanzen. Davon können Unternehmen besonders profitieren, denn die “grünen Kollegen” schreiben schnell schwarze Zahlen.

Bild: Elisabeth und Peer-Arne Böttcher Bildcredits: AIRY Green Solutions GmbH

Wir bedanken uns bei Elisabeth und Peer-Arne Böttcher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie vernetzt dieses Event Start-ups und Investoren neu?

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Bits & Pretzels Gründer Andreas Bruckschlögl Bernd Storm vans Gravesande und Felix Haas 

Bits & Pretzels, gegründet von Andreas Bruckschlögl, Bernd Storm van’s Gravesande und Felix Haas, ist ein führendes Gründerfestival, das Start-ups, Investoren und Innovatoren zusammenbringt, um Vernetzung und Wissensaustausch zu fördern

Wie ist die Idee zur Gründung entstanden und was hat Sie motiviert, dieses Event ins Leben zu rufen?

Andy Bruckschloegl: Die Idee der Bits & Pretzels entstand aus unserem Wunsch, die Münchner Start-up-Szene zu vernetzen und eine Plattform für Gründerinnen und Gründer, Unternehmen und Investorinnen und Investoren zu schaffen. Wir sind selbst Gründer und haben die Herausforderungen und Chancen der Start-up-Welt erlebt. Aus der Erfahrung heraus erwuchs der Wunsch eines Formats, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern echte Verbindungen schafft. Und das am besten in lockerer Atmosphäre, die zum Austausch auf Augenhöhe einlädt – daher auch die bayerische Komponente am dritten Tag unseres Events mit Brezeln und Gemütlichkeit im Rahmen des Oktoberfests.

Mit der Bits & Pretzels bringen Sie eine große Bandbreite von Unternehmern und Investoren zusammen. Wer ist Ihre Hauptzielgruppe und welche speziellen Bedürfnisse decken Sie mit Ihrem Event ab?

Bernd Storm van’s Gravesande: Unsere Hauptzielgruppe besteht aus führenden Persönlichkeiten der Technologie- und Digitalbranche. Dazu gehören Gründerinnen und Gründer, Investorinnen und Investoren, aber auch Business Angels. Besonders profitieren junge Unternehmen, die nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen, sowie Investorinnen und Investoren, die in vielversprechende Start-ups investieren möchten. Unser Event bietet diesen Gruppen ein Umfeld, in dem sie sich vernetzen, Wissen austauschen und konkrete Geschäftsanbahnungen vorantreiben können – sei es durch Vorträge, Panel-Diskussionen oder gezielte Networking-Formate.

Die Investitionsbereitschaft in europäische Start-ups hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Wie haben Sie diese Entwicklung in der Start-up-Szene erlebt und welche Strategien empfehlen Sie jungen Gründern in dieser Phase?

Felix Haas: Im Jahr 2024 ist das Investitionsvolumen in europäische Start-ups laut Crunchbase auf etwa 45 Milliarden USD zurückgegangen. Dies stellt einen erheblichen Rückgang im Vergleich zu den 121 Milliarden USD im Jahr 2021 dar, was die derzeitige Unsicherheit auf dem Markt widerspiegelt. Gleichzeitig sehen wir einen verstärkten Fokus auf alternative Finanzierungsmodelle wie Debt oder staatliche Förderungen. Unser Rat an junge Gründerinnen und Gründer ist, auf nachhaltige Geschäftsmodelle zu setzen, viel in Talent und Team zu investieren und sich auf wirkliche Innovationen zu fokussieren. Eine Diversifizierung der Finanzierungskanäle kann in diesen Zeiten besonders wertvoll sein.

In Vorbereitung zur anstehenden Konferenz haben wir gemeinsam mit Rise Europe eine Umfrage erhoben, die sich ebenfalls mit den Herausforderungen europäischer Gründerinnen und Gründer auseinandersetzt. Trotz der sinkenden Investitionsbereitschaft konnten wir feststellen, dass Europa bereits letztes Jahr die USA im Bereich nachhaltiger Innovationen übertroffen hat. Die vollständigen Ergebnisse sind in unserem ausführlichen Report “KICKSTART EUROPE – CATALYSTS FOR CHANGE IN THE EUROPEAN START-UP ECOSYSTEM” zusammengefasst und werden zeitnah auf unserer Webseite zum Download zur Verfügung stehen.

Was unterscheidet Bits & Pretzels von anderen Gründerevents? Was ist Ihrer Meinung nach der besondere USP Ihrer Veranstaltung?

Andy Bruckschloegl: Die Bits & Pretzels zeichnet sich durch die Kombination von inspirierenden Vorträgen, hochkarätiger Speaker und einer Vielzahl an Networking-Formaten aus. In diesem Jahr haben wir zudem mit dem Investor Summit und dem CXO Summit zwei neue Plattformen geschaffen, die noch mehr wichtige Akteurinnen und Akteure der europäischen Startup-Szene zusammenbringen. Unser „Table Captain“-Konzept, ein Networkingformat welches am dritten Eventtag auf den Wiesn stattfindet, stellt den glorreichen Abschluss dar und dient dazu, sich in einer einzigartigen Atmosphäre auf dem Oktoberfest zu vernetzen.

Europäische Start-ups stehen oft vor anderen Herausforderungen als ihre amerikanischen oder asiatischen Pendants. Welche Hürden sehen Sie aktuell für europäische Gründer und wie können diese erfolgreich überwunden werden?

Bernd Storm van’s Gravesande: Unsere Umfrage hat es gezeigt: Besonders herausfordernd sind oft die strengen regulatorischen Anforderungen, der recht fragmentierte Markt und die teils eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten. Die Bürokratie und die unterschiedlichen Marktanforderungen in den einzelnen Ländern kosten Unternehmen Zeit und Geld. Ein Beispiel dafür ist die unterschiedliche Regulierung von Finanzdienstleistungen in den verschiedenen EU-Ländern. Ein Start-up, das im Bereich Fintech tätig ist und grenzüberschreitend operieren möchte, muss sich mit den nationalen Vorschriften jedes Landes auseinandersetzen, in das es expandiert.

Dies führt zu erhöhten Kosten und bürokratischen Hürden, da die Harmonisierung von Finanzvorschriften innerhalb der EU noch nicht vollständig erreicht ist. Wir sehen die Lösung in einer stärkeren Zusammenarbeit und Vernetzung auf europäischer Ebene sowie in der Nutzung von EU-weiten Förderprogrammen. Innovation und Flexibilität sind entscheidend, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.

In den letzten Jahren sind Innovationszentren wie Berlin, Stockholm und Paris stärker in den Fokus gerückt. Welche Entwicklungen beobachten Sie in diesen Regionen und was kann Deutschland von diesen Märkten lernen?

Felix Haas: Berlin, Stockholm und Paris haben sich als Hotspots für Start-ups etabliert, unter anderem durch starke staatliche Unterstützung und den intensiven Austausch zwischen Hochschulen und Industrie. Diese Städte bieten lebendige Ökosysteme für Start-ups, die auf Technologie und Innovation ausgerichtet sind. Deutschland kann von der Agilität und dem internationalen Mindset dieser Städte lernen, insbesondere durch eine stärkere Vernetzung von Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft sowie eine weitere Förderung von Risikokapital.

München ist der aus meiner Sicht bedeutendste Start-up-Standort, vor allem aufgrund der starken industriellen Basis sowie der engen Vernetzung von Hochschulen wie der TUM und der LMU mit der Wirtschaft. Die Stadt bietet zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten mit großen Unternehmen, wie beispielsweise BMW und Siemens. Auch Initiativen wie UnternehmerTUM und das wachsende Netzwerk von Venture-Capital-Investoren unterstützen junge Unternehmen und tragen zur Dynamik der Münchner Start-up-Szene bei.

Können Sie uns Einblicke in die zukünftige Ausrichtung von Bits & Pretzels geben? Welche Entwicklungen oder neuen Formate planen Sie für die kommenden Jahre?

Andy Bruckschloegl: Wir wollen die Bits & Pretzels weiter internationalisieren und die Vernetzung von Gründerinnen und Gründern über europäische Grenzen hinweg fördern. Zudem wollen wir weitere spezifische Formate für unsere Zielgruppen schaffen. Die ersten Vorbereitungen für 2025 laufen bereits und wir freuen uns, bald weitere Details bekannt geben zu können.

Das europäische Venture-Capital-Umfeld verändert sich rapide. Welche Chancen sehen Sie für alternative Finanzierungsmodelle wie Crowdfunding oder staatliche Förderungen?

Bernd Storm vans Gravesande: Crowdfunding und staatlichen Förderungen sind in wirtschaftlich instabilen Zeiten gute Alternativen. Sie werden aber klassische Investments nie ganz ersetzen. Für die Zukunft wünschen wir uns eine höhere Diversität in Finanzierungsmodellen, um je nach Geschäftsmodell und Ausgangslage ein passendes Modell auswählen zu können. Wer beispielsweise besonders nah an seiner Zielgruppe sein möchte und diese auch aktiv in die Unternehmens- oder Produktgestaltung einbinden möchte, ist im Crowdfunding gut aufgehoben. Wer weniger demokratisch vorgehen möchte, stößt hier an seine Grenzen. In dem Fall ist es besser, die Finanzierungsrunde so klein wie möglich zu halten.  

Viele Start-ups blicken auf die Unterstützung durch Business Angels und Family-Offices. Welche Rolle spielen diese Finanzierungsquellen Ihrer Meinung nach, besonders im europäischen Kontext?

Felix Haas: Business Angels und industrielle Family-Offices spielen im europäischen Kontext eine zentrale Rolle, da sie oft risikofreudiger sind als traditionelle Venture-Capital-Geber und unternehmerische Expertise mitbringen. Sie bieten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch wertvolle Netzwerke und Mentoring. Hier sind uns die USA voraus und ich wünsche mir mehr investierende Business Angel und Family-Offices in Europa.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Gründern mit auf den Weg geben, die in der heutigen, zunehmend herausfordernden Start-up-Landschaft bestehen wollen?

1) Andy Bruckschloegl: Nothing is impossible! Oft wurden wir mit Skepsis oder Kopfschütteln konfrontiert, als wir ankündigten, mit den Teilnehmenden am dritten Tag der Bits & Pretzels aufs Oktoberfest zu gehen oder Barack Obama als Keynote-Speaker zu gewinnen. Doch wir hoffen, mit verschiedenen Beispielen gezeigt zu haben, dass alles möglich ist, wenn man den Mut hat, groß zu denken, hart arbeitet und das nötige Quäntchen Glück mitbringt.

2) Bernd Storm van’s Gravesande: No business plan survives first contact with customers! Teste dein Produkt kontinuierlich und früh mit echten Kundenfeedbacks. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es noch wichtiger, auf kleine, schnelle Experimente zu setzen, um zu lernen und das Produkt zu optimieren. Minimale Ressourcen für maximale Erkenntnisse einzusetzen, kann deine Überlebensstrategien stärken.

3)Felix Haas: Durchhalten, die richtigen Investor:innen auswählen, ehrlich zu sich selbst mit Product Market Fit und Feedback von Kund:innen sein, nie die eigenen Werte für finanzielle Optimierung opfern, den Versuchungen von Ruhm und “Gründer Coolness” widerstehen und sich ausschließlich auf den erfolgreichen Aufbau von Unternehmen fokussieren.

Inwiefern sehen Sie eine Verschiebung der Rolle Europas in der globalen Start-up-Landschaft? Wie kann Europa im Vergleich zu den USA und Asien wettbewerbsfähig bleiben?

Andy Bruckschloegl: Wir denken, dass Europa stärker auf eine tiefere wirtschaftliche Integration und Zusammenarbeit setzen muss, um seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Ein zentraler Schritt ist der Abbau bürokratischer Hürden, die derzeit den grenzüberschreitenden Handel und die Expansion von Start-ups erschweren. Ebenso entscheidend ist die stärkere Investition in Schlüsselbereiche wie digitale Infrastruktur, künstliche Intelligenz und grüne Technologien, um Innovationen voranzutreiben und globale Technologieführerschaft zu erlangen.

Die Schaffung eines umfassenden digitalen Binnenmarktes ist dabei unerlässlich, um die Fragmentierung des europäischen Marktes zu beseitigen, Skaleneffekte zu ermöglichen und europäische Unternehmen international konkurrenzfähig zu machen. Nur durch eine klare Fokussierung auf zukunftsweisende Technologien und einen vereinten digitalen Markt kann Europa auf Augenhöhe mit den USA und Asien im globalen Wettbewerb bestehen.

Als Gründer und Veranstalter einer der bekanntesten Start-up-Konferenzen in Europa: Was motiviert Sie persönlich, weiterhin in die Start-up-Szene zu investieren und sie zu fördern?

Bernd Storm van’s Gravesande: Unsere persönliche Motivation ist es, neue Ideen und innovative Geschäftsmodelle zu fördern und die nächste Generation von Gründerinnen und Gründern zu unterstützen. Es erfüllt uns, den Fortschritt der Start-up-Szene mitzuerleben und einen positiven Einfluss auf ihre Entwicklung zu haben. 

Felix Haas: Wir sind überzeugt, dass mutige Ideen und innovative Lösungen die Zukunft gestalten, und deshalb investieren wir weiterhin Zeit und Energie in die Förderung der Start-up-Szene mit unserem beliebten Start-up-Festival aus München heraus.

Bild Bits & Pretzels Gründer Andreas Bruckschlögl Bernd Storm vans Gravesande und Felix Haas  Bildcredits:Bits & Pretzels Photo by Dan Taylor – ©Dan Taylor

Wir bedanken uns bei Andreas Bruckschlögl Bernd Storm vans Gravesande und Felix Haas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

E-Rechnung – Das müssen Gründer bei der Rechnungsstellung beachten

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Die Rechnungsstellung gehört zu den wichtigsten administrativen Aufgaben für Unternehmen aller Art. Durch die Digitalisierung wird es immer wichtiger, auf elektronische Rechnungen (E-Rechnungen) zu setzen. Diese bieten nicht nur Vorteile in Bezug auf Effizienz und Kostenersparnis, sondern sind in vielen Fällen auch gesetzlich vorgeschrieben. Aber was genau müssen Gründer bei der Ausstellung von E-Rechnungen beachten? 

Die E-Rechnung und ihre Vorteile

Eine E-Rechnung ist eine elektronische Rechnung, die in einem strukturierten Datenformat erstellt, gesendet und empfangen wird. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen PDF-Rechnung enthält eine E-Rechnung standardisierte Informationen, die maschinell verarbeitet werden können. Dies erleichtert die automatische Weiterverarbeitung durch Buchhaltungssoftware oder Finanzämter.

Ein wesentlicher Vorteil ist die Zeitersparnis, da Rechnungen digital verschickt werden, was den gesamten Prozess deutlich beschleunigt. Dadurch entfallen manuelle Schritte wie das Drucken und Versenden von Papierrechnungen, was gleichzeitig zu einer erheblichen Kostenreduktion führt, da keine Ausgaben für Papier, Druck oder Porto anfallen.

Darüber hinaus bieten E-Rechnungen großes Automatisierungspotenzial, da sie problemlos in Buchhaltungs- und ERP-Systeme integriert werden können, was eine effizientere Verarbeitung und Verwaltung ermöglicht. Ein weiterer Vorteil liegt in der Gesetzeskonformität, denn E-Rechnungen erfüllen oft höhere Standards als klassische Papierrechnungen, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Nachvollziehbarkeit. Dies gewährleistet eine höhere rechtliche Sicherheit und reduziert das Risiko von Fehlern oder Verstößen.

Gesetzliche Vorgaben für E-Rechnungen in Deutschland

Seit November 2020 sind öffentliche Auftraggeber in Deutschland verpflichtet, E-Rechnungen anzunehmen. Diese Regelung betrifft vor allem Unternehmen, die im B2B-Bereich mit der öffentlichen Hand zusammenarbeiten. Für alle anderen Geschäftsbereiche gibt es bisher keine flächendeckende Verpflichtung – aber das wird sich bald ändern.

Ab dem 1. Januar 2025 wird die E-Rechnung in Deutschland für alle Unternehmen verpflichtend, wenn sie an andere Unternehmen (B2B) Rechnungen stellen. Das bedeutet, dass Gründer und Startups sich jetzt bereits auf die kommende Umstellung vorbereiten sollten. Der Gesetzgeber zielt darauf ab, den Austausch von Rechnungen effizienter und transparenter zu gestalten. Mit der Einführung dieser Pflicht sollen Steuerausfälle reduziert und die Prozesse in der Finanzverwaltung digitalisiert werden.

Eine E-Rechnung muss verschiedene wichtige Bestandteile enthalten, um vollständig und rechtskonform zu sein. Dazu gehören die vollständigen Unternehmensangaben, also der Name, die Anschrift und die Steuernummer des ausstellenden Unternehmens. Ein weiterer Bestandteil ist die Rechnungsnummer, die eindeutig und fortlaufend sein muss, um die Rechnung korrekt zu identifizieren. 

Eine Leistungsbeschreibung muss ebenfalls enthalten sein, da sie eine detaillierte Auflistung der gelieferten Produkte oder erbrachten Dienstleistungen enthält. Zudem müssen sowohl der Netto- als auch der Bruttobetrag angegeben werden. Schließlich ist es wichtig, dass die Steuerinformationen korrekt ausgewiesen werden, insbesondere der Mehrwertsteuersatz beziehungsweise der Umsatzsteuersatz, der für die Berechnung der Bruttobeträge relevant ist. 

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Praktische Tipps für Gründer bei der Nutzung von E-Rechnungen

  1. Umstellung auf ein E-Rechnungsformat: Ab 2025 muss jede Rechnung, die zwischen Unternehmen ausgestellt wird, in einem elektronischen Format wie XRechnung oder ZUGFeRD vorliegen.
  2. Passende Software nutzen: Viele Buchhaltungsprogramme bieten mittlerweile die Möglichkeit, E-Rechnungen zu erstellen und zu versenden. Prüfe, ob deine Software das Format XRechnung oder ZUGFeRD unterstützt.
  3. Buchhaltungssoftware aktualisieren: Gründer sollten sicherstellen, dass ihre Buchhaltungs- oder ERP-Systeme rechtzeitig auf das E-Rechnungsformat umgestellt werden, um rechtliche Probleme zu vermeiden.
  4. Rechtskonformität sicherstellen: Achte darauf, dass deine E-Rechnungen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Dazu gehört nicht nur die richtige Formatierung, sondern auch die sichere Archivierung der Rechnungen.
  5. Archivierung und Aufbewahrungspflichten: E-Rechnungen müssen, wie andere Rechnungen auch, gesetzeskonform archiviert werden – für mindestens 10 Jahre.

Häufige Fehler vermeiden

Am Anfang machen viele Fehler bei der Rechnungsstellung. Zu den häufigsten zählen unvollständige oder fehlerhafte Rechnungen, die nicht alle rechtlichen Anforderungen erfüllen. Auch eine falsche oder verspätete Rechnungsstellung kann zu Liquiditätsproblemen führen.

Um das zu vermeiden, sollten Gründer die folgenden Punkte beachten:

  • Korrekte Dateneingabe: Achte darauf, dass alle Pflichtangaben vorhanden und korrekt sind.
  • Fristen beachten: Rechnungen müssen fristgerecht gestellt werden, um Verzögerungen bei der Zahlung zu vermeiden.
  • Ordnungsgemäße Archivierung: Elektronische Rechnungen müssen für mindestens 10 Jahre archiviert werden.

E-Rechnungen als Effizienzsteigerung für Gründer

Für Gründer ist die E-Rechnung eine einfache Möglichkeit, die Rechnungsstellung effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Besonders im Hinblick auf die zukünftige Gesetzeslage ab 2025 und die Digitalisierung des Rechnungswesens lohnt sich die Umstellung auf dieses moderne Format. Mit der richtigen Software und Beachtung der gesetzlichen Vorgaben sind Gründer bestens aufgestellt, um ihre Prozesse zu optimieren und langfristig von den Vorteilen der E-Rechnung zu profitieren.

Titelbild: Bild von rawpixel.com auf Freepik

Autor Nicole Pfeiffer

Als erfahrene Autorin ist Nicole Pfeiffer eine Inspiration in der Branche der Buchhaltung. Sie zeichnete sich schon in der Schule durch ihr hohes Mathematikverständnis aus. Im „Mathe-Leistungskurs“ schnitt sie nicht nur mit Bestnoten ab, sondern unterstützte ihre Mitschüler mit Herz und Leidenschaft. Nachdem sie als staatliche Buchhalterin in verschiedenen Unternehmen Erfahrungen sammelte, ist sie nun seit fünf Jahren fest in einem Technologie-Betrieb angestellt. Wenn Sie nicht gerade in den Bergen wandern geht, erstellt sie immer wieder neue Denkansätze, Ratgeber und Schriften, die von ihren Kollegen sehr geschätzt werden.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was steckt wirklich hinter dem Erfolg dieser Haarpflege-Marke?

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Hairlust Gründer Rasmus Serup

Hairlust bietet nachhaltige, innovative Haarpflegeprodukte, die auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren und sowohl äußerlich als auch innerlich für gesundes Haar sorgen

Wie ist die Idee zu Hairlust entstanden, und wer sind die Gründer, die hinter diesem Unternehmen stehen?

Die Idee zu Hairlust entstand aus einer sehr persönlichen Erfahrung, die sowohl ich, Rasmus Serup, als auch meine Mitgründerin Sofie Tidemand in unseren 20ern gemacht haben. Wir beide litten unter den Auswirkungen von dünner werdendem Haar und Haarausfall. Ich glaube, jede Person, die schon mal mit Haarproblemen zu kämpfen hat, weiß, dass dies einen mitnehmen kann. So haben wir auch bemerkt, dass es auf dem Markt an qualitativ hochwertigen Haarpflegeprodukten mangelte, die nicht nur wirksam, sondern auch nachhaltig und transparent sind. Sofie und ich hatten beide bereits einige Jahre in der Nahrungsergänzungsmittelbranche gearbeitet, und genau dort sahen wir das Potenzial, innere Haarpflege neu zu definieren. Die Idee war, Nahrungsergänzungsmittel speziell für das Haar zu entwickeln und sie direkt an die Verbraucherinnen und Verbraucher zu verkaufen. 

Es war uns wichtig, nicht nur innovative Produkte zu entwickeln, sondern auch einen Raum zu schaffen, in dem unsere Kundschaft lehrreiche und inspirierende Inhalte finden und persönlichen Service erhält. Unser Ziel war es, die Haarpflegebranche zu revolutionieren – und zwar nicht nur von außen, sondern auch von innen. So wurde Hairlust 2017 Realität, und seitdem haben wir gemeinsam mit einem großartigen Team hart daran gearbeitet, den verschiedensten Personen zu helfen, ihre Ziele für gesundes Haar zu erreichen.

Was treibt Hairlust an, und welche Vision verfolgen Sie mit Ihrem Unternehmen?

Seit unserer Gründung haben wir uns vorgenommen, Haarpflege ganzheitlich zu betrachten – Schönheit beginnt von innen und strahlt nach außen. Deshalb konzentrieren wir uns auf natürliche Produkte, die sowohl die innere als auch die äußere Haarpflege unterstützen.

Unsere Vision ist es, Haarpflege zu kreieren, die jenseits des Looks geht, indem wir skandinavische Prinzipien in den Mittelpunkt stellen. Dabei wollen wir nicht nur innovative Produkte schaffen, sondern auch Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Produktion sein. Unser Ziel ist es, dass sich unsere Kundschaft mit ihren Haaren wohlfühlen, stolz darauf ist und sich selbstbewusst präsentieren kann. Es geht um mehr als nur die äußere Ästhetik – es geht um Selbstbestimmung und das Recht, seine Geschichte durch seine Haare zu erzählen.

„Wear your hair proud and loud!“

Wer ist die Kernzielgruppe von Hairlust, und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte die spezifischen Bedürfnisse dieser Kunden erfüllen?

Unsere Kernzielgruppe bei Hairlust sind vor allem Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren, die ein starkes Interesse an nachhaltiger und hochwertiger Kosmetik haben. Diese Frauen legen großen Wert auf natürliche, vegane Produkte und suchen gezielt nach Lösungen, die nicht nur ihre Haare pflegen, sondern auch im Einklang mit ethischen und umweltfreundlichen Prinzipien stehen. Sie achten darauf, dass die Produkte, die sie verwenden, frei von schädlichen Chemikalien sind, um sowohl ihrer eigenen Gesundheit als auch der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Um sicherzustellen, dass unsere Produkte auch genau auf diese Bedürfnisse abgestimmt sind, verwenden wir qualitativ-hochwertige, natürlichen Inhaltsstoffen, die für eine umfassende Haarpflege entwickelt wurden. Wir arbeiten eng mit Expertinnen und Experten in unserer Lieferkette zusammen und verwenden nachhaltig beschaffte Rohstoffe, um sowohl Wirksamkeit als auch Umweltfreundlichkeit zu gewährleisten. Der direkte Dialog mit unserer Kundschaft ist uns dabei besonders wichtig: Durch regelmäßiges Feedback können wir die Produkte kontinuierlich weiterentwickeln. So garantieren wir, dass unsere Produkte nicht nur effektive Ergebnisse liefern, sondern auch mit den Werten unserer Zielgruppe übereinstimmen.

Welche Herausforderungen haben Sie auf Ihrem Weg zur Marktreife erlebt, und wie haben Sie diese als Team bewältigt?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Beliebtheit mancher Produkte stark verändern kann, dass manche in einem Jahr trendy und in einem anderen Jahr schon wieder veraltet sein können. Wir versuchen, langlebige Produkte zu schaffen, die nicht saisonal oder nur für eine begrenzte Zeit relevant sind – das ist ein wichtiger Wert für uns. Gleichzeitig versuchen wir, innovative Produkte zu entwickeln, die ein neues Bedürfnis oder eine neue Nachfrage wecken, die es bisher noch nicht gab, sei es ein Pre-Shampoo Haarbalsam, ein Haarstyling Stick oder ein Kopfhautpeeling.

Manchmal werden diese innovativeren und riskanteren Produktentwicklungen von unserer Kundschaft sehr gut angenommen, manchmal aber auch nicht – oder nur für kurze Zeit. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die horizontale und vertikale Erweiterung unseres Produktportfolios uns hilft, einen stabileren Einkommensstrom zu erhalten und weniger anfällig für Produkte zu sein, die an Popularität verlieren. Diese Stabilität gibt uns Raum für weitere Innovationen, um den Status quo in der natürlichen, sauberen Haarpflege herauszufordern.

Was unterscheidet Hairlust von anderen Marken im Bereich Haarpflege, und was ist Ihr einzigartiges Verkaufsargument?

Unser ganzheitlicher Ansatz und unser Fokus auf Innovation, Nachhaltigkeit und Kreativität lässt uns aus der Masse herausstechen. Wir glauben an Haarpflege, die über das Aussehen hinausgeht: reine, bewusste und wirklich effektive Haarpflege. Hochwertige Haarpflege, die dennoch rein und größtenteils biologisch zertifiziert ist.

Während viele Naturkosmetikmarken sich stark auf Nachhaltigkeit konzentrieren und dabei oft einen minimalistischen Look mit Naturtönen verfolgen, möchten wir bei Hairlust eine verspielte und farbenfrohe Ästhetik einbringen. Unser Design soll nicht nur funktional sein, sondern auch Freude und Inspiration ausstrahlen. Dabei legen wir Wert darauf, dass unsere Produkte vegan, nachhaltig und umweltfreundlich sind, ohne dabei Kompromisse bei der Wirksamkeit einzugehen. Viele unserer Inhaltsstoffe sind in der Branche einzigartig und bieten unseren Kundinnen und Kunden eine ganzheitliche Lösung, die sowohl von außen als auch von innen wirkt.

Unser Ziel ist es, Haarpflege zugänglicher und inspirierender zu machen, indem wir die traditionellen Grenzen der Naturkosmetik erweitern. Durch unseren spielerischen und farbenfrohen Ansatz schaffen wir eine positive und ansprechende Marke, die sich von anderen abhebt und gleichzeitig höchste Standards in Bezug auf Nachhaltigkeit und Innovation erfüllt.

Welche neuen Produkte oder Innovationen dürfen wir in der Zukunft von Hairlust erwarten?

In der Zukunft dürfen Sie von Hairlust weiterhin spannende neue Produkte und Innovationen erwarten. Unsere Reise ist noch lange nicht zu Ende, und wir entwickeln uns ständig weiter, um die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden noch besser zu erfüllen. Unser Ziel ist es, Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen mit hochwertigen, natürlichen Haarpflegeprodukten zu unterstützen.

Zudem werden wir uns weiterhin auf nachhaltige Innovationen konzentrieren, sei es durch die Verwendung neuer, einzigartiger Inhaltsstoffe oder durch die Verbesserung der Umweltfreundlichkeit unserer Verpackungen. Unsere Mission bleibt es, Haarpflege auf kreative und nachhaltige Weise zu revolutionieren und dabei stets offen für die Bedürfnisse unserer wachsenden Community zu bleiben.

Wie stellt Hairlust sicher, dass es sich in einem stark umkämpften Markt langfristig behaupten kann?

Um sicherzustellen, dass sich Hairlust langfristig in einem stark umkämpften Markt behaupten kann, bleiben wir fest unseren Werten treu. Nachhaltigkeit, Innovation und Transparenz stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir entwickeln uns stetig weiter, sind aber immer auf die Kernwerte fokussiert, die unsere Kundschaft schätzen. So schaffen wir nicht nur eine einzigartige Marke, sondern bauen eine starke Gemeinschaft von Menschen auf, die uns langfristig treu bleiben.

Dabei konzentrieren wir uns darauf, langfristige Beziehungen zu unserer treuen Kundschaft zu pflegen und zu fördern. Durch einen persönlichen und engagierten Kundenservice, lehrreiche Inhalte und eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte sorgen wir dafür, dass unsere Kundschaft sich gut betreut und verstanden fühlen. Ihre Bedürfnisse und ihr Feedback fließen direkt in unsere Produktentwicklung und unsere Markenstrategie ein.

Welche Rolle spielt das Feedback Ihrer Kunden in der Weiterentwicklung Ihrer Produkte?

Das Feedback unserer Kundschaft spielt eine äußerst wichtige Rolle in der Weiterentwicklung unserer Produkte. Wir sehen sie als eine zentrale Quelle für Ideen und Innovationen. Indem wir kontinuierlich Rückmeldungen sammeln, gewinnen wir wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kundschaft. Dies hilft uns nicht nur dabei, bestehende Produkte zu optimieren, sondern auch gezielt neue Produkte zu entwickeln, die auf die spezifischen Anforderungen unserer Kundschaft abgestimmt sind.

Wie hat sich Hairlust seit der Gründung entwickelt, und welche Meilensteine haben Sie bisher erreicht?

Seit 2017, als Hairlust die erste Produktion von 2.000 Flaschen unserer Haarvitamine, unserem ersten Produkt, gestartet und abgeschlossen hat, ist viel passiert. Zunächst einmal haben wir unser Hobbyprojekt in ein gesundes Geschäft verwandelt. In den ersten zwei Jahren waren wir nicht einmal hauptberuflich an Hairlust beteiligt. Unser Büro und unser Lager befanden sich zunächst in meiner 1-Zimmer-Mietswohnung. Seitdem haben wir einen langen Weg zurückgelegt, und heute sind wir ein etabliertes und anerkanntes Naturkosmetikunternehmen, auf das wir stolz sind.

Seit unserer Gründung haben wir kontinuierlich bedeutende Fortschritte gemacht:. Wir haben Hairlust vor allem durch die Erweiterung unserer Produktauswahl und unserer geografischen Präsenz entwickelt. Anfangs konzentrierten wir uns nur auf unseren Heimatmarkt, Dänemark. Wir haben uns schnell auf die übrigen nordischen Länder ausgedehnt und sind jetzt in 12 Ländern, hauptsächlich in Europa, präsent. 

Im Laufe der Jahre waren einige der größten Meilensteine die Einführung neuer Produkte, die Markteinführung in neuen Märkten, Partnerschaften mit führenden Beauty-Einzelhändlern und Kaufhäusern (wie Sokos in Finnland), die Erweiterung des Teams, der Gewinn renommierter Beauty- und Business-Preise (wie der dänische und der niederländische Beauty Award) und der Børsen Gazelle für bemerkenswertes Wachstum, die Einführung eines Recycling-Programms, die Entwicklung eines fortschrittlichen Hair Tests und zuletzt die Zertifizierung als B Corp.

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie mit Hairlust, und wie planen Sie, diese zu verwirklichen?

Unsere langfristigen Ziele mit Hairlust sind ambitioniert und vielfältig. Wir streben an, unser Produktportfolio kontinuierlich zu erweitern und bieten in diesem Jahr bereits einige spannende Produktlaunches an, über die wir leider noch keine weiteren Details verraten können. Unser Ziel ist es, eine breite Palette von Produkten zu entwickeln, die alle Bedürfnisse und Haartypen abdecken – von Accessoires über Shampoos und Conditioner bis hin zu Styling-Produkten. Es gibt noch viele Möglichkeiten, die wir bisher nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft haben.

Ein wesentlicher Teil unserer langfristigen Vision ist es, uns ständig weiterzuentwickeln und in allen Bereichen, in denen wir tätig sind, Verbesserungen zu erzielen. Dies bedeutet für uns, dass wir noch nachhaltigere Produkte herstellen und unsere Prozesse noch effizienter gestalten wollen. Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, unsere Umweltbilanz zu verbessern und gleichzeitig den höchsten Qualitätsstandard für unsere Kundschaft zu gewährleisten.

Außerdem wollen wir den Verbraucherinnen und Verbrauchern auf der ganzen Welt mit einer stärkeren lokalen Präsenz, einschließlich lokaler Einzelhandelspartner, zur Verfügung stehen.

Welche drei wesentlichen Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die in einer ähnlichen Branche starten möchten?

Wenn ich drei wesentliche Ratschläge an andere Gründerinnen und Gründern in der Kosmetikbranche weitergeben würde, wären diese:

Bleiben Sie Ihren Werten treu: Auch wenn Ihr Unternehmen wächst, ist es wichtig, die grundlegenden Werte und Visionen nicht aus den Augen zu verlieren.

Seien Sie mutig und glauben Sie an sich selbst: Es ist entscheidend, an Ihr Produkt und Ihre Vision zu glauben, auch wenn es herausfordernd oder beängstigend sein kann. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl und die Expertise Ihres Teams. Der Glaube an sich selbst und an die eigene Idee ist oft der Schlüssel zum Erfolg, insbesondere in der Anfangsphase.

Stellen Sie ein engagiertes und wertorientiertes Team zusammen: Wählen Sie Teammitglieder aus, die nicht nur Ihre Vision und Werte teilen, sondern auch mit Leidenschaft und Freude an der Sache arbeiten. Der Spaß an der Arbeit und das gemeinsame Engagement für die Unternehmensziele tragen maßgeblich zum Erfolg bei.

Was motiviert Sie persönlich, Hairlust weiter voranzubringen und kontinuierlich neue Ideen zu entwickeln?

Die Werte von Hairlust – Nachhaltigkeit, Innovation und Transparenz – sind nicht nur Prinzipien für uns im Team, sondern auch eine ständige Inspiration. Sie motivieren mich, immer mein Bestes für unsere Kundschaft und die Umwelt zu geben. Es ist besonders erfüllend, ein Unternehmen aufzubauen, das durch ethisches Handeln und positive Auswirkungen auffällt. Ebenso wichtig ist das Vertrauen unserer Kundschaft in unsere Produkte. Zu sehen, wie unsere Produkte ihnen helfen, ihre Haarpflegeziele zu erreichen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken, gibt mir immer wieder neuen Antrieb. Dieses Zusammenspiel aus festen Werten und dem Vertrauen unserer Kundschaft treibt mich an, Hairlust ständig weiterzuentwickeln und neue Ziele zu erreichen.

Bildcredits: Hairlust

Wir bedanken uns bei Rasmus Serup für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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