Montag, Mai 11, 2026
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Baue ein Team um dich auf

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felmo mobile tieräzte stressfrei

felmo: Mobile Tierärztinnen/ Tierärzte versorgen die Vierbeiner stressfrei zu Hause

Stellen Sie sich und das Startup felmo doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Lars Giere and Philip Trockels und haben zusammen felmo gegründet. felmo bietet Hunde- und Katzenbesitzer*innen tierärztliche Betreuung in den eigenen vier Wänden und kombiniert diesen Offline-Service mit der felmo App als digitalen Begleiter. Von Impfungen über Blutproben und Fellpflege bis hin zu kleineren Operationen – felmos mobile Tierärztinnen und Tierärzte versorgen die Vierbeiner stressfrei in gewohnter Umgebung auf höchstem medizinischen Niveau. Mittels der kostenlosen felmo App lassen sich Termine zeitnah und 24 Stunden rund um die Uhr bequem online buchen. Eine vollständige Gesundheits-Akte, Medikamenten-Erinnerung, Impfpass, Gewichtstagebuch, Wurm- und Floh/Zeckenvorsorge, individuelle Ernährungspläne sowie eine Tierarzt-Chatfunktion runden das digitale Angebot ab und bieten maximalen Komfort. Zukünftig werden wir das Produkt-Angebot auch noch weiter ausbauen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als wir uns bei eBay kennengelernt haben war schnell klar, dass die Zusammenarbeit etwas besonderes ist und wir verspürten früh den Drang gemeinsam ein Unternehmen zu gründen. Wir wollten mit der Gründung einen gesamten Bereich transformieren. Lars hat das erste Mal im Alter von 15 gegründet und Philip motiviert es eine Industrie komplett neu zu definieren. Wir beide haben einen starken unternehmerischen Blick und glauben daran, dass ein emotionales Thema wie Tiergesundheit eine Marke benötigt, die für Vertrauen steht. Aus der eigenen Familie und Freundeskreis wussten wir, wie viel Arbeit, Unsicherheit und Stress das Thema Tiergesundheit für Tiere und Besitzer*innen bedeuten kann.

Rund 25 Millionen Hunde und Katzen leben in 25 Prozent der deutschen Haushalte – ein durch die aktuelle Lage besonders schnell wachsender Markt. Lokale Praxen sind häufig überlastet, was zum Nachteil des Tierwohls führt, weil die Tiere nicht engmaschig betreut werden können. Nachdem wir uns tiefer eingearbeitet hatten, war schnell klar, dass wir mit der Mobilisierung und Digitalisierung der Veterinärmedizin den Bereich gefunden hatten, den wir auf ein neues Level heben können und mit so einem Angebot die tiermedizinische Versorgung generell verbessern.

Welche Vision steckt hinter felmo?

felmo hat es sich zum Ziel gesetzt die medizinische Versorgung der Tiere so einfach wie möglich zu gestalten, um die Tiergesundheit grundsätzlich zu verbessern. felmo will jegliche Barrieren im Umgang mit Tiergesundheit entfernen und über eine herausragende Kunden-Experience eine holistische europäische Marke für Tiergesundheit aufbauen. Hausbesuche durch die Tierärztin/den Tierarzt reduzieren den Stress für Haustier und Besitzer*in, indem sie die aufwändige Fahrt zur Praxis und die oft langen Wartezeiten vermeiden. Es fallen keine Anfahrtskosten an und die Preise sind die gleichen wie bei einem herkömmlichen stationären Tierarztbesuch.

Besonders wenn wir in Regionen starten, sehen unsere Ärztinnen und Ärzte Tiere, die häufig eine lange Zeit keine oder noch gar keine Kontrolle durch eine Tierärztin/einen Tierarzt erfahren haben. Daran sieht man, was für einen positiven Effekt felmo auf eine Region haben kann. Das ganze digital zu begleiten ermöglicht dem Kunden Tiergesundheit proaktiv zu gestalten und Zugriff auf ein holistisches Portfolio an relevanten Services und Produkten im Kontext Tiergesundheit zu haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben das Glück von Beginn an tolle Investoren gefunden zu haben und konnten innerhalb der ersten 12 Monate nach Gründung bereits einen hohen einstelligen Millionenbetrag in mehreren Runden einsammeln, was uns die Möglichkeit gegeben hat, ein starkes Team aufzubauen, das gemeinsam an unserer Vision arbeitet und diese mit vorantreibt. felmo ist die Kombination aus Veterinärmedizin und Tech-Company. Es ist unser Anspruch alle Prozesse sowohl für den Kunden als auch für die Tierärztin/den Tierarzt  zu automatisieren und so einfach wie möglich zu gestalten. Der eine Bereich funktioniert unserer Meinung ohne den anderen nicht. Wir haben schnell verstanden, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber für Tierärztinnen und Tierärzte sind, wenn wir Ihnen eine moderne Arbeitsweise mit flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit des selbstbestimmten Arbeitens bieten und gleichzeitig die medizinische Situation für Haustiere im Allgemeinen verbessern. Wir haben tolle Tierärztinnen und Tierärzte in unseren Teams und erhalten unzählige Nachrichten von unseren zufriedenen Tierbesitzer*innen.

Wer ist die Zielgruppe von felmo?

Unsere Zielgruppe sind Hunde- und Katzenbesitzer*in. Unter unseren Kund*innen sind sowohl neue als auch erfahrene Tierbesitzer*innen, die den Tierarztbesuch entspannt in den eigenen vier Wänden statt in vollen Praxen durchführen wollen.

Wie funktioniert felmo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

felmo ist im Moment der einzige Anbieter, der in Deutschland einen veterinärmedizinischen vor Ort-Service mit einem digitalen Angebot an Servicen und Produkten kombiniert. Eine typische*r Nutzer*in registriert sich und das Tier und bucht den Termin direkt über die App, was nur eine Minute dauert. Kurz bevor der Tierärztin/Tierarzt eintrifft, erhält der Nutzer*in eine Nachricht in der App. Der Termin ist auch für die Tierärztin/den Tierarzt perfekt vorbereitet und enthält alle relevanten Informationen. Während der Behandlung werden natürlich die gängigen Corona-Maßnahmen eingehalten und alle Tierärzte/Tierärztinnen sind mit FFP2-Masken ausgestattet und werden regelmäßig getestet.

Nach dem Besuch findet der/die Besitzer*in alle relevanten Gesundheitsdaten in der App und kann digitale Services und relevante Gesundheits-Services nutzen. Die Vorteile liegen ganz klar darin, dass Hausbesuche Stress reduzieren, indem sie die Fahrt zur Praxis, überfüllte Wartezimmer und damit unnötige Wartezeit vermeiden und über die App jederzeit Zugang zu tiermedizinischen Lösungen haben. Die Anfahrt ist kostenlos, abgerechnet wird wie in einer stationären Praxis.

felmo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Kurzfristig bauen wir unseren Service in ganz Deutschland aus. Aktuell sind wir nach einem Jahr bereits in Berlin, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart verfügbar. In den nächsten Monaten folgen dann Bonn, Hamburg, Nürnberg und Hannover. Wir planen schnellstmöglich flächendeckend ganz Deutschland abzudecken und in andere europäische Länder zu expandieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Hypothesen und Ideen so schnell es geht so real wie möglich werden lassen, um zu verstehen, ob man auf dem richtigen Weg ist und ein reales Problem löst
  2. Mit dem Mitgründer schon vor dem Start offen darüber reden was man mit der Gründung jeweils erreichen will und was einem selbst wichtig ist. Das hilft enorm dabei ein starkes Team zu sein und man ist viel schneller wenn es mal wirklich darauf ankommt.
  3. Sorge schnell dafür, dass du verstehst auf welche Bereich es in deinem Business Model ankommt und baue ein Team um dich auf, das besser ist in diesen Bereichen als du selbst.

Wir bedanken uns bei Lars Giere and Philip Trockels für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Als Unternehmer darf man nicht davor zurückschrecken, neue Wege zu gehen

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Geburts-TENS: Schmerzlinderung bei der Geburt ohne Medikamente

Geburts-TENS Schmerzlinderung Geburt gewinnt in Deutschland an Bedeutung, da Gründerin Christine Wendl mit ihrem Startup Mutterglück eine medikamentenfreie Alternative für selbstbestimmte Geburten etabliert.

Was steckt hinter Geburts-TENS zur Schmerzlinderung bei der Geburt und wer sind Sie?

Ich bin Christine Wendl, 43 Jahre alt und Mutter von zwei Töchtern. Ich habe Geburts-TENS als Label des Start-up Mutterglück gegründet. Die Geburt eines Menschen ist der wichtigste Moment des Elternseins, einer, an den man sich immer erinnern wird. Leider ist dieser Moment auch mit Schmerzen verbunden. Ich will Frauen helfen, diese Schmerzen zu lindern, ohne Medikamente, die sofort über die Blutbahn auf Mutter und Baby übergehen. Die Schmerzlinderung erfolgt über die Haut, sicher und ohne Nebenwirkungen.

Warum haben Sie sich entschieden, Geburts-TENS nach Deutschland zu bringen?

Ich habe einige Jahre in Australien gelebt und meine erste Tochter ist dort geboren. Wir hatten eine super-schöne Zeit. Die Menschen dort sind so offen und immer positiv. Im Geburtsvorbereitungskurs haben mein Mann und ich den Einsatz von Geburts-TENS Geräten kennengelernt. Dort nützen das sehr viele Frauen, und auch sehr erfolgreich.

Die Frauen kaufen oder mieten sich die Geräte und probieren sie schon vor der Geburt aus. Wenn die Wehen dann zuhause losgehen, wird das Geburts-TENS Gerät aus der Kliniktasche gepackt und eingesetzt. Die Australierinnen sind da sehr selbstbestimmt.

Nachdem wir wieder nach Deutschland gezogen sind, wurde unsere zweite Tochter geboren. Ich war ganz überrascht, dass weder Hebammen noch Mütter diese Methode kannten. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass Schwangere die Verantwortung gerne an die Hebamme abgeben. Das wollte ich ändern und hab Geburts-TENS.de gegründet.

Was war bei der Gründung von Geburts-TENS die größte Herausforderung?

Eine große Herausforderung sind die ganzen Regularien und die Bürokratie im Gesundheitswesen. Auch das Marketing erweist sich wegen des Heilmittelwerbegesetzes oft als Herausforderung. Ich kann nicht so frei kommunizieren, wie ich es aus dem Marketing gewohnt bin, und das ist gerade online ein wichtiger Punkt.

Dann ist das Thema Vertrauen bei mir sehr wichtig. Das Wichtigste für Eltern ist die Gesundheit ihres Babys. Sie greifen auf die Erfahrungen und das Wissen der Hebammen zurück. Wenn die Hebamme jedoch nie im Ausland gearbeitet hat, kennt sie diese Technologie nicht, da sie nicht Teil ihrer Ausbildung ist.

Ich habe viele Hebammen im Kreißsaal zu Geburts-TENS Geräten geschult. Diese wissen nun, was die Frauen von daheim in den Kreißsaal mitbringen. Die Geburtsvorbereitung machen aber meist ganz andere Hebammen.

Zudem sind die Geburtsvorbereitungskurse in Deutschland nicht standardisiert. Flächendeckend Innovationen in den Markt zu bekommen ist hier sehr aufwendig. Da sind uns andere Länder wie England, Australien, Niederlande und die skandinavischen Länder voraus.

Kann man mit einer Idee wie Geburts-TENS starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, absolut! Ein großer Teil meiner Aufgabe ist es, das Unternehmen ständig an eine geänderte Situation anzupassen. Am Anfang habe ich viel Aufklärungsarbeit für medizinische Fachkreise betrieben. Heute rede ich vor allem mit Schwangeren. Die ganze Kommunikation hat sich geändert.

Ich komme eigentlich aus der IT. Da entwickelt man auch nicht die Software und übergibt sie dem Kunden, wenn Sie perfekt ist. Das ist ein agiler Prozess, an dem man gemeinsam mit dem Kunden arbeitet, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. So ähnlich entwickle ich mich mit dem Markt zusammen.

Den Zustand des Perfekten gibt es gar nicht. Sobald etwas umgesetzt ist, habe ich schon wieder dazu gelernt und die nächste Änderung steht an. Der Perfektionismus findet sich eher in der stetigen Optimierung als im perfekten Ergebnis.

Welche Vision steckt hinter Geburts-TENS und der Schmerzlinderung bei der Geburt?

Die Geburt ist eines der prägendsten Erfahrungen im Leben eines Menschen. Leider ist dieser natürliche Prozess auch mit Schmerzen verbunden. Ich bekomme viele Zuschriften von Frauen, die sich dafür bedanken, ihnen diesen Moment verschönert zu haben. Das ist schon eine tolle Motivation weiterzumachen, bis alle Schwangeren die Methode kennen und selbst entscheiden können, ob sie ein Gerät nutzen wollen oder lieber etwas anderes.

Wer ist die Zielgruppe von Geburts-TENS?

Schwangere, die schon eine Kugel haben. Tatsächlich ist es so, dass sich Frauen am Anfang der Schwangerschaft nicht für mein Produkt interessieren. Das Baby steht im Mittelpunkt und es gibt so viele neue Themen. Erst wenn der Bauch gewachsen ist und man das Bewusstsein erlangt, dass das Baby ja auch irgendwie raus will, interessieren sich die Frauen auch für das „Wie“.

Was unterscheidet Geburts-TENS von anderen TENS Geräten bei der Geburt?

TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) ist ein etabliertes Verfahren in der Schmerztherapie. TENS Geräte werden in Kliniken und Praxen eingesetzt. Es gibt auch viele Geräte für Laien in den Haushalten. Diese Geräte haben automatisierte Programme, die vorprogrammiert sind und einfach ablaufen. Diese Programme sind aber für die Geburt nicht geeignet.

Ein Geburts-TENS Gerät wird manuell von der Anwenderin gesteuert. Es besitzt eine Wehen-Taste mit der per Knopfdruck zwischen Wehenpause und Wehenphase gewechselt werden kann. Das Gerät ist so einfach zu bedienen, dass die Gebärende auch während der Wehen intuitiv steuern kann. Sie soll sich nicht primär mit der Bedienung des Gerätes beschäftigen, sondern es soll sie beim natürlichen Wehen-Rhythmus unterstützen.

Auch die eingesetzten Geburts-Elektroden sind speziell dafür entwickelt, dass die Frau diese 12 Stunden und mehr nutzen kann, auch wenn sie schwitzt und eine höhere Körpertemperatur entwickelt.

Geburts-TENS: Wo sehen Sie die Zukunft in den nächsten fünf Jahren?

Ich finde, es gibt sehr wenige gute Produkte am Markt, die echte Frauenprobleme lösen. Es tut sich gerade viel, da immer mehr Frauen Unternehmen gründen. Sie sehen und verstehen die Bedürfnisse von Frauen und bieten Lösungen an. Auch ich habe noch viele Ideen für frauenspezifische Produkte und werde das Portfolio erweitern.

Welche Tipps haben Sie für Gründerinnen?

Als Unternehmer darf man nicht davor zurückschrecken, neue Wege zu gehen. Das erfordert viel Energie und einen klaren Gedanken. Deswegen sind Pausen wie Urlaube enorm wichtig. Ich habe seit dem ersten Gründungsjahr meine Urlaube genommen, und danach alles viel klarer gesehen.

Suche den Kontakt zu anderen Gründern und Mentoren, tausch dich aus und frage auch nach Tipps und Hilfe. Gründer ist nicht gleich Gründer: Suche also nach dem richtigen Partner für dich. Ich habe zum Beispiel auch einen Mentor, der aus der Sportindustrie kommt und in einem großen Konzern das Marketing geleitet hat und nun in Rente ist.

Gewöhne dich an das Gefühl, an einem Tag total motiviert zu sein, und am kommenden Tag alles in Frage zu stellen. Wachstum verläuft nicht stetig, sondern mit vielen Aufs und Abs.

Wir bedanken uns bei Christine Wendl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vernetzt euch

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FEMgmt Social Influencer:innen

FEMgmt: Management von Social Influencer:innen und deren Vermittlung an Marken und Unternehmen für Kooperationen und Partnerschaften

Stellen Sie sich und das Startup FEMgmt doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Josephine Drews, ich bin 31 Jahre alt und lebe und arbeite in München. Ich habe sieben Jahre in Berlin gelebt und dort zuletzt in einer namhaften Influencer-Marketing-Agentur gearbeitet und operativ und strategisch einen großen Pay TV Sender betreut. Im November letzten Jahres habe ich das FEMgmt (“female” + “management”) gegründet. Der Fokus liegt auf dem Management von Social Influencer:innen und deren Vermittlung an Marken und Unternehmen für Kooperationen und Partnerschaften. FEMgmt ist ein Ort, an dem Marken/Unternehmen, egal ob klein oder groß, auf relevante Influencer:innen aus dem Bereich Frauen, LGBTQIA+ und Diversity treffen und diese als Botschafter:innen buchen können. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Weil es ganz simpel der richtige Zeitpunkt war, sowohl für mich persönlich als auch mit Blick auf die Branche. Ich interessiere mich schon lange für feministische, queere und gesellschaftsrelevante Themen und mache mich auch auf Social Media dafür stark. Deshalb war 2020 genau der richtige Zeitpunkt, um ein Zeichen in der Influencer:innen Branche zu setzen und bei der Recherche für meinen Businessplan habe ich schnell herausgefunden, dass das was ich mache noch nicht gibt. Ich bin also deutschlandweit die erste Plattform in dieser Richtung. Ich wusste, dass die Spezialisierung einzigartig ist und vor allem dass Diversität ein Thema ist, welches einen immer größeren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen muss. Dann musste natürlich alles ganz schnell gehen.

Was war bei der Gründung von FEMgmt die größte Herausforderung?

Authentische und passgenaue Influencer:innen zu finden, die auch wirklich hinter der Philosophie von FEMgmt stehen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Unternehmen und Marken. Nachhaltige und gesellschaftsrelevante Marken wie gitti, everdrop und Armedangels gehören mittlerweile neben großen Konzernen wie Sky Deutschland, Ubisoft oder LinkedIn zu meinem Kundenstamm. Aber auch beliebte und relevante Influencer:innen wie Laura Gehlhaar, Phenix K., Fabian Grischkat, Melissa Lee und Victoria Müller arbeiten Hand in Hand mit dem FEMgmt und darauf bin ich wirklich unfassbar stolz.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt. Das kann ich gar nicht genug betonen. Wichtig ist, den ersten Schritt ins Unbekannte zu machen. Das ist die größte Hürde. Wenn die erst einmal genommen ist, ergeben sich alle Fragen und Antworten während der Gründungsphase und man tastet sich an alles heran. Dabei auch mal ins Straucheln zu geraten, sollte aber auf gar keinen Fall davon abhalten, weiterzumachen. Das sind wertvolle “Learnings”, wie man so schön sagt, und an denen wächst man und wird besser. 

Welche Vision steckt hinter FEMgmt?

Ich fördere und fordere mehr Sichtbarkeit im gesellschaftlich relevanten Diskurs für Frauen, Menschen aus der queeren Community und Menschen mit Behinderungen. Ich sehe mich als Botschafterin für mehr Diversität und möchte Platz schaffen für mehr Gleichberechtigung in der Mitte der Gesellschaft. Kurz: Inklusivität und Vielfalt soll fester Bestandteil der Kommunikationsstrategie von Marken und Unternehmen sein und nicht nur als Effekt verkauft werden. 

Wer ist die Zielgruppe von FEMgmt?

Zum einen Unternehmen, die ihre Werbebotschafter:innen diverser gestalten und einen nachhaltigen Eindruck in der Branche hinterlassen wollen. Zum anderen Influencer:innen, die etwas zu sagen haben und mit ihren Botschaften auf der Suche nach passgenauen Unternehmen/Marken sind, die diese Werte genauso vertreten.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

FEMgmt ist das deutschlandweit erste Influencer:innen Management mit diesem Schwerpunkt und eine von wenigen One-Woman-Shows in der Branche. Hinzu kommt, dass ich auch vor allen Dingen jungen Startups beratend zur Seite stehe, wenn es um Diversitätsthemen und authentisches Influencer Marketing geht. Das ist extra Arbeit, aber ohne die und nur mit “Moneymaking” würde ich meine selbst auferlegte Mission selbst torpedieren. 

FEMgmt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, ein mehrköpfiges Team bei FEMgmt  zu führen und mein Unternehmen nochmal mehr in einzelne Bereiche mit den Schwerpunkten PR, Markenkooperationen o.Ä. aufzuteilen. Im Angesicht des stetigen Wandels, vor allem im Online- und Social Media-Bereich können meine Vorhaben auch jederzeit über Bord geworfen werden. Da bringt es nichts, wenn ich mich an einer Idee festklammere, wenn diese eigentlich keinen Sinn mehr für mein Unternehmen ergibt. Eine Vorstellung und Ziele zu haben ist wichtig, Beweglichkeit aber noch wichtiger in meinen Augen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn ihr euch primär aus finanziellen Ängsten scheut, zu gründen, beantragt beim Arbeitsamt den Gründungszuschuss. Dafür solltet ihr dann das dazugehörige Gründerseminar buchen (kostenfrei) und einen schlüssigen und rentablen Businessplan aufstellen. Holt euch auch da ruhig Hilfe von anderen Gründer:innen. Hier sollten wir Frauen uns gegenseitig massiv unterstützen. Außerdem empfehle ich, eine:n Steuerberater:in an eurer Seite zu haben. Der Aufwand, den ihr in die finanziellen Details stecken müsstet und würdet, wird euch abgenommen und kann in die operative Arbeit und das Daily Business gesteckt werden. 

Der letzte Tipp, den ich jeder Gründerin mit auf dem Weg gebe, ist, dass man sich vernetzen sollte. LinkedIn ist da eine hervorragende Plattform, um sich mit anderen Gründer:innen zu connecten und auszutauschen. Traut euch, bei erfolgreicher Vernetzung auch eure Idee und euer Unternehmen in einer kurzen Nachricht vorzustellen. Manchmal ergeben sich sehr spannende Synergien und es macht einem den Start etwas einfacher. Es klingt abgedroschen, aber jede Mail könnte etwas Gutes, Neues anstoßen.

Wir bedanken uns bei Josephine Drews für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

So wird ein Schuh draus!

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botties sohlen diy schuhe

Botties: Die Sohlen ergeben zusammen mit den passenden Einlegesohlen die Basis für den DIY Schuh

Stellen Sie sich und das Startup mabottie doch kurz unseren Lesern vor!

Unser Startup ist Produzent ganz besonderer Schuhsohlen, die wir unter dem Label „Botties“ auf dem Handarbeitsmarkt positioniert haben. Mit haushaltsüblichen Handarbeitsutensilien und den gängigsten Techniken, wie z. B. nähen oder häkeln, kann sich jeder mit vorhandenen Grundkenntnissen seine Lieblingsschuhe selber herstellen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war schon immer ein sehr selbständiger Mensch. Bereits während meines Studiums zur Kommunikationsdesignerin betreute ich meine ersten Kunden und gründete mit einer Kommilitonin das Tape Art Kollektiv DUMBO AND GERALD. Nach dem Studium folgte mit der Gründung des Designstudios DMBO ein weiteres Standbein. Diese gestalterischen Tätigkeiten sind super abwechslungsreich und erfüllend.

Dennoch hatte ich immer diesen innerlichen Drang, ein Produkt zu entwickeln und daraus ein Business zu machen. Unsere Botties basieren genau genommen auch auf einer im Studium entwickelten Idee, die ich gedanklich über mehrere Jahre reifen lies. Bis es mich 2016 packte und – zusammen mit meiner Mutter – die mabottie GmbH gründete. Ich musste es einfach tun! Ich war überzeugt, dass meine Idee funktionieren würde und das Potential zu etwas ganz Großem hatte.

Was war bei der Gründung von Botties die größte Herausforderung?

Die Gründung an sich empfinde ich, auch im Rückblick, als die kleinste Herausforderung. Ich hatte ja bereits eine GbR gegründet und war darauf vorbereitet, dass eine GmbH etwas mehr Verbindlichkeiten mit sich bringt. Das war mir persönlich auch super wichtig, da ich die Schuh-Idee in meiner „Freizeit“ weiter entwickeln wollte, neben meiner Agenturtätigkeit. Freie Projekte verlaufen oft schnell im Sande, wenn andere Aufgaben überhand nehmen. Das wollte ich in jedem Fall vermeiden und baute mir mit der GmbH und dem darin investierten Geld künstlich etwas Druck auf.

Die größte Herausforderung erfolgte 2019. Die Sohlen waren alle entwickelt, ein erstes Vertriebsnetz aufgebaut und eine Mitarbeiterin eingestellt. Die Geschäftsidee ging auf. Wir wuchsen, und damit auch der finanzielle Jonglage-Akt. Mit der „Liquidität“ führe ich seitdem eine Hassliebe. Wir haben jedes Jahr nachfinanzieren müssen: ein Produkt auf den Markt zu bringen ist mit großem Kapitalaufwand verbunden.

Das sind Gedanken, die ich bei der Gründung erfolgreich beiseite schieben konnte. Als es aber dann akut wurde, musste ich Geld auftreiben. Da war es gut zu wissen, dass die Geschäftsidee funktioniert. Nicht nur für die Darlehensgeber, auch für mein eigenes Seelenheil. Als junges Unternehmen bürgt man ja immer noch persönlich. Da hilft das „GmbH“ im Firmennamen leider auch nicht viel weiter.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv. Die ersten Monate waren geprägt von Materialexperimenten, Produktionsrecherchen und selbstgebastelten Modellen. Ich hatte ja nur eine Idee, wusste aber noch gar nicht, wie das Ergebnis aussehen würde. Mit den Prototypen der ersten Sohle erfolgte dann die Marktanalyse, und zwar live auf einer Verbrauchermesse. Das direkte Feedback der Kunden und Medien gab uns enormen Rückenwind, aber auch jede Menge Ideen, das Produkt zu optimieren. Ich würde sogar behaupten, dass heute immer noch nicht alles perfekt ist. Mit den gesammelten Erfahrungen können wir aber nun viel zielführender an die nächste Produktentwicklung gehen.

Welche Vision steckt hinter Botties?

Ich liebe Schuhe. Alle lieben Schuhe. Ich habe mich immer gewundert, warum es auf dem Handarbeitsmarkt nicht schon ein viel größeres Angebot dafür gibt. Alles kann man selber machen, vom Kopf bis zum Knöchel: der Schuh aber wird noch sehr stiefmütterlich behandelt. Vielleicht weil er so komplex wirkt? Mir war es daher wichtig, den Herstellungsprozess von Schuhen stark zu vereinfachen. Es sollte nicht schwieriger sein als sich ein T-Shirt zu nähen oder einen Pulli zu stricken. 

Neben der Möglichkeit sich individuell auszudrücken, ist bei der Handarbeit auch der Weg das Ziel: Slow Fashion geht hier Hand in Hand mit Sustainable Fashion. In der Gesellschaft steigt das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Dem wollen wir gerecht werden durch ein besonders langlebiges Produkt, das – in seine einzelnen Bestandteile zerlegt – komplett dem Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden kann. Mit diesem nachhaltigen Ansatz und der unschlagbaren Kombination von Mode, Lifestyle und Handarbeit wollen wir mit unseren DIY Schuhen internationaler Marktführer werden.

Wer ist die Zielgruppe von Botties?

Handarbeitsaffine Menschen, überwiegend Frauen. Von der 20 jährigen Studentin, die ihre kreativen Ideen modisch verwirklicht, bis hin zur 70 jährigen Seniorin, die vor allem Freude daran hat ihr Umfeld mit gestrickten oder gehäkelten Botties zu beschenken. Die selber gemachten Schuhe gibt es in vielen Größen. So kommen sowohl Kindergartenkinder als auch Ehemänner in den Genuss.

Wie funktioniert Botties?

Die Sohlen ergeben zusammen mit den passenden Einlegesohlen die Basis für den DIY Schuh. Wir bieten auf unserer Webseite eine Menge Inspiration. So zeigen wir was alles damit möglich ist und verknüpfen zu jedem Look auch gleich die passenden Stoffe oder Garne. Viele unserer Basisanleitungen sind kostenfrei erhältlich. Bei komplexeren und neueren Entwicklungen zahlt man für die Anleitung eine geringe Gebühr.

Sobald man das Schuhoberteil gefertigt hat, wird es an die Sohle angenäht. Ein Verkleben ist nicht notwendig. Bei Häkelmodellen kann man sogar direkt von der Sohle aus los häkeln. Je nach Modell und Technik benötigt man ca. 1,5-3 Stunden je Schuh.

Was ist das Besondere an den Schuhen?

Neben dem schon beschriebenem nachhaltigen Ansatz haben sie auch ein besonderes Design. Durch die abgerundete Kante und dem weichen Material passt sich die Schuhsohle dem Fuß perfekt an. Daher gibt es auch keinen linken und rechten Fuß, sondern eine neutrale Form. Die Kanten sind bereits perforiert, so dass die Verbindung mit dem Oberteil einfach gelingt. Eine Fersenlasche stabilisiert das Material und dient beim Einstieg als integrierter Schuhlöffel.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Sohle schafft es alle Handarbeitstechniken zu bedienen und sowohl als Haus- als auch als Straßenschuh eingesetzt zu werden. Das schafft bisher keine andere Sohle für DIY Schuhe.

mabottie, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir befinden uns aktuell in einer strategisch sehr wichtigen Phase. Wir haben in den letzten 5 Jahre viel Arbeit, Geld und Leidenschaft investiert, konnten uns am Markt beweisen und wachsen. Nun ist es Zeit für den nächsten großen Schritt. Aktuell führen wir Gespräche mit potentiellen Investoren. Gemeinsam wollen wir das Unternehmen auf das nächste Level heben.

In fünf Jahren werden wir unsere Marktführerschaft international ausgebaut haben. Die Marke Botties wird Synonym sein für DIY Schuhe.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Fokussiere dich auf deine Idee und deine Vision. Lasse dich von deiner Motivation treiben und nicht ablenken von Business Plänen, Finanzierungen und anderen gedanklichen Hürden. Diese Themen werden zweifellos auf dich zukommen. Sie lassen sich aber leichter aus dem Prozess heraus anpacken. Also: einfach machen!

Du solltest den Moment, in dem du dich für die Gründung entscheidest – mit all seinen positiven Gefühlen – gut und sicher in deinem Gedächtnis verwahren. So kannst du in schwierigen Zeiten darauf zurückgreifen. Es werden immer wieder Phasen auftreten, die dich an deine Grenzen treiben und an deiner eigenen Motivation zweifeln lassen.

Hole dir von Anfang an wichtige Dienstleister ins Boot, die sich z. B. um deine Buchhaltung und Steuern kümmern. So hast du den Kopf frei für alle anderen kommenden Herausforderungen, die dir zwangsweise begegnen werden: Produktion, Zertifizierungen, Logistik, Finanzierung, Einkauf, Vertrieb, Marketing, Design und IT … deine Gründung wirst du rückwirkend als intensives Studium wahrnehmen. Das Gute: Wissen vergeht nicht!

Wir bedanken uns bei Isabelle Possehl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Botties

Kontakt:

mabottie GmbH
Hohenzollernstr. 90
DE-75177 Pforzheim

www.botties.de
hallo@botties.de

Ansprechpartner: Isabelle Possehl

Social Media:
Instagram: instagram.com/originalbotties
Facebook: facebook.com/originalbotties
Pinterest: pinterest.com/originalbotties

Macht das, was ihr für richtig haltet

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POTTBURRI Pflanzentop aus Sonnenblumenschalen Höhle der Löwen

Antonia und Alexander Cox Gründer von POTTBURRI, nachhaltiger Pflanzentopf aus Sonnenblumenschalen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Wir sind Toni (25) und Alex (31), Geschwister und schon immer ein gutes Team. Aufgewachsen sind wir mitten auf dem Land im Gartenbaubetrieb unserer Eltern in Straelen. Mit POTTBURRI wollen wir dem Plastikmüll den Kampf ansagen und die grüne Branche endlich wirklich grün gestalten. Unser Pflanzentopf besteht aus Sonnenblumenschalen, der sich in der Erde kompostiert. Ab sofort werden also Pflanzen mit POTT in die Erde eingegraben.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Durch den Gartenbaubetrieb unserer Eltern sind wir mit einem grünen Daumen auf die Welt gekommen. Seit wir denken können verfolgen wir die Vision, die Pflanzenwelt nachhaltiger zu gestalten und Plastikmüll einzusparen.  Die Pflanze an sich ist das ultimative grüne Produkt. Sie verbessert die Luft, reduziert CO2 und ist Natur pur. Hier gibt es nichts zu verbessern, ganz anders sieht es beim klassischen Plastiktopf aus. Da lag es nahe, dass wir dies ändern mussten, heraus kam POTTBURRI. Per Zufall hat uns das zu unserem jetzigen Innovationspartner Golden Compound GmbH geführt, mit dem wir mittlerweile gemeinsam die Rezeptur für unseren POTT auf unsere Bedürfnisse hin stetig anpassen.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Unser nachhaltiger Pflanzentopf POTTBURRI soll allen Hobbygärtnern, Naturliebhabern und Umweltfreunden den Plastikmüll ersparen und gleichzeitig das Gärtnern vereinfachen. Unsere Vision ist es, dass jeder Pflanzenliebhaber den POTT kennen und lieben lernt. 

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Der Topf selbst ist erst einmal für Gartenbaubetriebe gedacht, die darin wundervoll blühende und duftende Pflanzen heranzüchten. Zielgruppe der fertigen Pflanzen im POTTBURRI sind dann natürlich alle Blumenfreunde, Hobbygärtner, Urban Gardeners und sowieso jeder, der sich gerne mal eine Pflanze kauft; das gilt für Jung und Alt! Übrigens: Pflanzen im POTTBURRI sind auch perfekt als Geschenk geeignet. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Wir wurden häufiger angesprochen, dass die Idee so genial wäre und wir uns damit bei der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ bewerben sollten. Da wir für unseren Problemlöser brennen und gerne viele weitere Personen anstecken möchten, ging es mit der Bewerbung ganz schnell. Außerdem sind wir große Fans der Sendung!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns sämtliche alte Folgen angeschaut und Notizen zu möglichen Fragen gemacht. Dann haben wir unser kleines Business und die Ziele bis in das kleinste Detail in Zahlen und kurzen Fakten definiert und auf alle gesammelten Fragen eine Antwort formuliert. Die erste Probe war bei uns im Wohnzimmer. Da mussten unsere Familienmitglieder als „Löwen“ herhalten. Ungefähr eine Woche vor dem Drehtag haben wir noch einmal vor fünf Unternehmer:innen aus der Region gepitcht – das war die Generalprobe! Diese Übungen haben uns sehr geholfen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Allein die Vorstellung, dass sich gigantische und erfolgreiche Unternehmer:innen Zeit nehmen uns zuzuhören, dabei auch noch gefilmt zu werden und vor Millionen Zuschauen im TV gezeigt zu werden, ist absolut beflügelnd. Es hat uns gezeigt, dass nicht nur wir, sondern auch andere Menschen an unsere Vision glauben. Es ist tatsächlich auch sehr motivierend vor die Belastungsprobe gestellt zu werden, von den Löwen bewertet zu werden. Schaffen wir es in die Herzen der Zuhörer:innen?

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf POTTBURRI aufmerksam werden?

Die Marktführer belächeln uns für unsere kleinen Mengen und hohen Preise und möchten sich gar nicht mit so einem aufwändigen Spezialprodukt beschäftigen. Wir aber schon. Der Schritt war sehr wichtig für uns, um überhaupt das Problem der Masse an Einweg-Plastiktöpfen aufzudecken und unsere Lösung ausführlich erklären zu können. Gerade auch, dass durch „Die Höhle der Löwen“ neben der Fachpresse das Thema in die Mitte der Gesellschaft getragen wird, ist super wertvoll. Wir sind eine kleine Pflanze mit ersten Wurzeln, der Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ ist wie ein Dünger, der uns hilft, starke Wurzeln zu bilden und schneller zu wachsen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Da waren wir uns nicht ganz einig, sowohl Judith Williams als auch Ralf Dümmel waren beide hoch im Kurs.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir unsere POTTBURRI-Blümchen dauerhaft im europäischen Fachhandel. Dafür möchten wir ein starkes Team aufbauen, das täglich Spaß an der Arbeit, und Wachstum und Innovation fest im Blick hat. Alle Pflanzenliebhaber sollen den POTT kennen und lieben lernen. Unsere Vision: POTTBURRI macht den womöglich besten und nachhaltigsten Pflanzentopf der Welt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?


1. Feiert Erfolge größer, als dass ihr euch von Downs herunterziehen lasst. Die wird es immer geben.
2. Einfach machen! Macht das, was ihr für richtig haltet.
3. Denkt lieber drei Mal über eure Firmenbewertung nach. 

Antonia und Alexander Cox aus Straelen präsentieren mit POTTBURRI einen Pflanzentopf aus Sonnenblumenschalen zum eingraben. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 12,5 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Frank W. Hempel

Sehen Sie POTTBURRI am 26. April 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Antonia und Alexander Cox für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nach jedem Tief kommt ein Hoch

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Ebru Erkunt HaselHerz nuss-cremes höhle der löwen bio

Ebru Erkunt Gründerin von HaselHerz, Nuss-Cremes und Schokolade Bio glutenfrei mit Kokosblütenzucker , in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Ebru Erkunt und ich bin die Gründerin von HaselHerz. Vor meiner Gründung verbrachte ich etwa 14 Jahre in der Welt der Werbung. Ich habe Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Marketing & Logistik studiert und mit einem Zusatzstudium im Marketing an der UC Berkeley in San Francisco/USA abgerundet. Zwischen 2002 und 2016 habe ich als Beraterin in einigen Werbeagenturen Kommunikationsmaßnahmen adaptiert. Seit nunmehr vier Jahren widme ich mich mit voller Kraft und Engagement HaselHerz.

Mit HaselHerz kann man Nuss-Cremes und Schokoladen genießen, ohne es zu bereuen. Die Nuss-Cremes bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen, zertifizierten Bio-Zutaten, verzichten auf Palmöl und sind für eine glutenfreie Ernährung geeignet. Der Kokosblütenzucker und der hohe Nussanteil von 35 Prozent sorgen für den herrlich intensiven nussigen Geschmack. Seit der Gründung von HaselHerz kommen Veganer:innen mit den Sorten „Choco Nuss“, „Traube Nuss“ und „Crunchy Nuss“ auf ihre Kosten. Das Sortiment wird durch die neue spannende Nuss-Creme „Choco Nuss Milch“ und zwei verlockende vegane Schokoriegel abgerundet.
Da es mir wichtig ist auch etwas Gutes zu tun, unterstützte ich den Verein Orang-Utans in Not e.V. und setze mich damit für den Tierschutz und die Erhaltung natürlicher Lebensräume ein.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Ebru Erkunt: Wenn ich im Sommer in den Urlaub in die Türkei – der Heimat meiner Eltern – geflogen bin, habe ich oft einen traditionellen Nussaufstrich, der heute meiner Sorte „Crunchy Nuss“ entspricht, gegessen. Dabei kam die Frage auf, warum es diesen leckeren Aufstrich in dieser Form nicht in Deutschland gibt. Bei meiner damaligen Marktanalyse waren nur gängiges Haselnussmus und die üblichen Nuss-Nougat-Cremes im Regal erhältlich, doch Nussmuse mit einem Hauch Süße oder mit Sirup waren nicht zu finden. Voraussetzung bei meiner Produktentwicklung war für mich von Anfang an, dass meine Cremes und Riegel ohne Palmöl hergestellt werden.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Ich möchte dazu beitragen, dass sich der Konsum von palmölhaltigen Produkten weiter reduziert. Denn Palmöl, weißer Zucker und lange Zutatenlisten sind in Nuss-Cremes nicht nötig, deshalb gibt es HaselHerz.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Ebru Erkunt: Wir sprechen viele Zielgruppen an, im Grunde jeden, der Nuss -Nougat-Cremes liebt. Vor allem genau die, die derzeit auf der Suche nach einer Alternative ohne Palmöl sind, sind bei HaselHerz richtig. Nicht nur unser Geschmack kann überzeugen, auch die Qualität der Zutaten ist wirklich top. Wir nutzen erlesene Zutaten, verzichten auf weißen Zucker und lassen das Genießer- und Schlemmerherz höherschlagen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Da ich von meiner Idee, meiner Marke und meinen Produkten sehr überzeugt bin und diese Rückmeldung stets auch von Kunden zurückgespielt bekommen habe, wollte ich Investoren und ein breiteres Publikum überzeugen. Das nächste Level für HaselHerz, Reichweite und Bekanntheit zu erlangen, war einfach zu weit weg. Ich habe lange nach dem passenden strategischen Partner gesucht und hoffe, diesen nun bei „Die Höhle der Löwen“ zu finden. In der Lebensmittelindustrie ist es eine Herausforderung, einen Investor zu finden, da diese schnell skalierbare Produkte suchen, die in unserer Branche aber selten sind.  Da gehört neben einer Menge harter Arbeit auch ein wenig Glück dazu. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich bin seit der ersten Sendung schon treue Zuschauerin, daher war die Vorbereitung nicht weiter problematisch. Als Gründerin kennt man sein Startup ohnehin in- und auswendig.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ebru Erkunt: Seitdem ich in Vollzeit für HaselHerz arbeite, habe ich mich jedes Jahr bei „Die Höhle der Löwen“ beworben. Dass es nun endlich geklappt hat, zeigt mir, dass sich Fleiß, Engagement und Hingabe für mein Startup ausgezahlt haben. Ich freue mich riesig, nun vor die Löw:innen zu treten. Allein das gibt mir einen unglaublichen Motivationsschub, die nächsten Schritte zu gehen – am liebsten natürlich mit der Unterstützung eines Investors oder einer Investorin. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf HaselHerz aufmerksam werden?

Es war für mich ein sehr wichtiger Schritt, weil ich mein Produkt so einem großen Publikum vorstellen kann.  

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

In meinem Fokus standen Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ebru Erkunt: In fünf Jahren stelle ich mir zunächst vor, als Marke bundesweit bekannt und verfügbar zu sein. Darüber hinaus würde ich mich sehr freuen, wenn sich der Konsum von palmölhaltigen Produkten reduziert hat und wir so die Artenvielfalt stärken konnten. In fünf Jahren möchte ich als etablierte und beliebte Love Brand wahrgenommen werden, gerade bei der jungen Generation, die sich für Nachhaltigkeit interessiert und einsetzt. Ein Traum wäre es, in jedem fünftem deutschen Haushalt Teil des Frühstücksrituals zu sein. Ich hoffe, dass irgendwann ganz viele Menschen sagen: „Ich bin mit HaselHerz aufgewachsen“.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Nach jedem Tief kommt ein Hoch, den Kopf nicht in den Sand stecken und einfach durchhalten!

Ebru Erkunt aus Hamburg präsentiert mit Haselherz Aufstriche für Nussliebhaber. Sie erhofft sich ein Investment von 80.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie HaselHerz am 26. April 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Ebru Erkunt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Auf besondere Ereignisse schnell reagieren

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Coffee Colorato personalisierte Getränkeoberflächen Getränke Höhle der Löwen

Angelo und Sando Torcia Gründer von Coffee Colorato, personalisierte Getränkeoberflächen auf Getränke drucken, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Coffee Colorato doch kurz vor!

Wir von Coffee Colorato haben es uns zum Ziel gesetzt, Getränke zu personalisieren und als Marketing-Tool zu verwenden. Dafür haben wir Gründer-Brüder, Angelo (31 Jahre) und Sandro (27 Jahre), eine geschmacksneutrale Lebensmittelfarbe entwickelt, die mithilfe von Tintenstrahldruckern auf schaumige Oberflächen gedruckt werden kann. Mit unseren stationären oder mobilen Getränkedruckern kann so jedes beliebige Foto, Schriftzug oder Logo auf das jeweilige Getränk gedruckt werden.

Wie ist die Idee zu Coffee Colorato entstanden?

Das Dekorieren und spezielle Zubereiten von optisch ansprechenden Speisen ist nicht erst seit dem Trend des sogenannten „Food Blogging“ ein wichtiger Bestandteil in der Gastronomie. In der Kombination mit der Reichweite der Social Media, hat dies nochmal eine exponentiell verstärkende Wirkung erhalten und entsprechend an Bedeutung gewonnen. Zum größten Teil bezieht sich das Food Blogging allerdings auf Speisen. Getränke wurden bis auf gelegentliche „Latte Art“ komplett vernachlässigt. „Da muss doch mehr möglich sein“ dachte sich Angelo im Jahr 2017. Die Idee von Coffee Colorato war damit geboren. 

Welche Vision steckt hinter Coffee Colorato?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Getränkeoberflächen nicht langweilig und weiß sein müssen. Personalisierte Getränkeoberflächen bieten auf sehr vielen Ebenen einen enormen Mehrwert. Das könnte beispielsweise das Branding des eigenen Firmenlogos sein, individuell auf Situationen eingehen (z. B. Muttertag, Neujahr etc.) oder eine höhere Marge durchsetzen mit einem Selfieccino, der höchsten Form individuell auf Gäste einzugehen. Wer sein Selfie auf seinem Getränk sieht, wird sich für immer an das Lokal erinnern und den Moment mit all seinen Freunden auf Social Media teilen. Für den Gastronomen wird jeder Gast damit zum Gratis-Werbebotschafter.

Wer ist die Zielgruppe von Coffee Colorato?

Im Prinzip jede Lokalität bei denen Getränke ausgeschenkt werden. Vordergründig sind das natürlich Cafés und Restaurants, da die Getränkedrucker häufig für Getränke mit Milchschaum-Oberfläche verwendet werden. Wir haben aber auch Kunden wie Autohäuser, die ihre Kunden im Empfangsbereich einen Cappuccino mit Branding ausschenken. Besonders punkten konnte ein Hochzeits-Caterer, der das Foto des Hochzeitspaars auf die Desserts gedruckt hatte. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Unsere bedruckten Getränke sind so viral gegangen, dass wir uns tatsächlich gar nicht bewerben mussten. Sony ist auf uns aufmerksam geworden und fragte an, ob wir nicht bei „Die Höhle der Löwen“ teilnehmen möchten. Da wir selbst seit Jahren Fans der Sendung sind, fühlten wir uns von der Einladung zunächst geehrt, haben das Angebot natürlich dankend angenommen und uns beworben.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ehrlich gesagt viel zu kurz. Wir haben erst am Samstag erfahren, dass wir für den darauffolgenden Mittwoch für die Aufzeichnung in Köln eingeplant sind. Das war im Mai 2020 während des ersten Lockdowns. Die Geschäfte sowie fast alle Hotels waren zu diesem Zeitpunkt geschlossen und unser Unternehmen selbst in Kurzarbeit. All das ist für die Zuschauer natürlich nicht ersichtlich. Im Nachhinein hätten wir gerne mehr Zeit gehabt uns für die TV-Aufzeichnung vorzubereiten.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die finale Zusage war für uns sehr motivierend. Unser Unternehmen hatte zwar bereits gute Erfolge erzielen können, dennoch gibt es in Deutschland leider immer eine Grundskepsis was Unternehmensgründungen betrifft. Dass das wohl wichtigste TV-Format für Gründer und Gründerinnen in Deutschland an einen glaubt und einem diese Möglichkeit bietet, ähnelt einem Ritterschlag.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Coffee Colorato aufmerksam werden?

Wir freuen uns bereits auf die Ausstrahlung und die Reichweite der Sendung. Für uns war der Schritt vor allem deswegen wichtig, weil sämtliche Gastronomie-Messen seit Ausbruch der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Damit ist für uns als Unternehmen eine wichtige Umsatzsäule weggebrochen. Gleichzeitig wollen wir aber auch alle Beteiligten rund um das Thema Gastronomie ermutigen und zeigen, dass es sich lohnt weiterzukämpfen. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir waren lange hin und her gerissen, welcher Investor am besten zu uns passen könnte. Wir schwankten zwischen Carsten Maschmeyer mit seiner Vertriebserfahrung und Affinität zur Internationalisierung und Dagmar Wöhrl als Expertin in der Hotellerie und Gastronomie. 

Coffee Colorato, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns als internationalen Ansprechpartner und Referenz rund um das Thema Getränkeinnovation. Wir haben zusammen mit unserem Team noch so viele Ideen, die wir in den nächsten Jahren umsetzen möchten. Die Platzierung unserer Getränkedruck-Technologie in unbemannten Barista-Robotern ist da nur ein Beispiel, welches wir aktuell umsetzen. Wir sind überzeugt, dass man noch viel von uns hören wird und blicken optimistisch in die Zukunft.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Die Geschäftsidee. Das klingt banal aber häufig muss man sich bei all der Motivation auf die Frage besinnen: Wie lässt sich das umsetzen und wie kann man damit Geld verdienen? Dazu gehört auch die Fähigkeit flexibel zu bleiben und auf besondere Ereignisse schnell zu reagieren.
  2. Das Team. Gerade in einem kleinen Team ist es wichtig, dass alle für das Unternehmensziel brennen und mit voller Leidenschaft dabei sind. In einem Team voller Hingabe zu arbeiten macht nicht nur ungemein Spaß, es ist auch der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg.
  3. Fleiß. Groß zu Träumen gehört natürlich auch dazu aber ohne Fleiß geht es nun mal nicht. Es wird häufig unterschätzt mit welchen Themen man sich als Gründer auseinandersetzen muss. Ohne die Extra-Meile ist es nahezu unmöglich seine Träume zu verwirklichen.

Angelo (l.) und Sando Torcia präsentieren mit Coffee Colorato einen Getränkedrucker mit dem man Kaffee- oder Bierschaum mit gewünschten Motiven bedrucken kann. Sie erhoffen sich ein Investment von 175.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Coffee Colorato am 26. April 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Angelo und Sando Torcia für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Skalierbarkeit des Produktes sichtbar machen

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Steadify Film Fotografie Höhle der Löwen

Gert und Tobais Wagner Gründer von Steadify, Kamerastabilisator für Film und Fotografie, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Steadify doch kurz vor!

Die Swift Design GmbH wurde gegründet von Gert und Tobias Wagner, Profis aus den Bereichen Fotografie und Film. Aus ihrer Praxis entwickeln sie Ideen für neue Aufnahmetechniken.

Wie ist die Idee entstanden?

Steadify entstand aus den Erfahrungen zahlreicher Foto- und Filmproduktionen rund um den Globus, wo oft erschwerte Bedingungen praktische Lösungen erforderten.

Welche Vision steckt dahinter?

Weniger Gepäck und weniger Aufwand ohne Qualitätseinbußen bei den Resultaten.

Wer ist die Zielgruppe von Steadify?

Fotografen, Filmemacher und Naturbeobachter.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir suchen fachliche Unterstützung im Marketing und Vertrieb, außerdem Working Capital.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben den Pitch entwickelt und eingeübt.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Hoch motivierend und anregend!

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Steadify aufmerksam werden?

Wir wünschen uns eine Werbewirkung für das Produkt und neue Kontakte für den Vertrieb.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Ralf Dümmel, Nico Rosberg

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen Steadify als Marktführer in seinem Segment, werden neue Produkte im Portfolio haben und weltweit aktiv sein, primär in Europa, USA und Asien.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Die wichtigsten Zahlen zur Geschäftsentwicklung parat haben.

Skalierbarkeit des Produktes sichtbar machen.

Firmenbewertung bescheiden halten, und möglichst basierend auf Fakten.

Gert (l.) und Tobias Wagner aus Berlin präsentieren mit Steadify einen Kamerastabilisator für Film und Fotografie. Sie erhoffen sich ein Investment von 350.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Steadify am 26. April 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Gert und Tobias Wagner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Beharrlichkeit, Resilienz und Mut

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twenty:three Bettwäsche

twenty:three ® Luxus-Bettwäsche aus Lyocell nachhaltig zum fairen Preis

Stellen Sie sich und das Startup twenty:three ® doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind die beiden Gründer Julian Reick und Mikael Tas von twenty:three®. Zwei Sandkastenfreunde aus Stuttgart. Schon in der Vergangenheit gründeten wir 2017 erfolgreich das Online-Magazin www.schlafzimmer.de.

In dieser Zeit haben wir uns einen großen Pool an Wissen und fundierter Expertise im Bereich „Schlaf” aneignen können. Die Brücke zwischen unserem erfolgreichen Online-Magazin und unserem eigenen hochwertigen Schlafprodukt, war für uns eine logische Schlussfolgerung, zumal wir auch zu richtigen Fachexperten zum Thema „Schlaf” herangewachsen sind. Unser Startup twenty:three® bietet eine Bettwäsche aus Lyocellfasern an, die in Europa unter optimalen Bedingungen hergestellt wird und keine Umweltbelastungen oder Schadstoffe enthält.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir beide haben uns schon immer für das Thema Selbstständigkeit und Umwelt interessiert. Für uns war schon immer klar, dass wir früher oder später unser eigenes Unternehmen gründen werden und das am besten gemeinsam.

Schon in unserer Jugend haben wir zahlreiche Apps und kleinere Affiliate-Marketing basierte Webseiten erstellt und publiziert.

Dabei haben wir in der Vergangenheit nie den Aspekt Umwelt vergessen und sind bis heute dem Thema sehr treu. Unser Ziel ist es, die Nachhaltigkeit weiterzuverbreiten und trotzdem ein Premium Produkt in den Händen zu halten.

Welche Vision steckt hinter twenty:three ®?

Man spricht davon, dass der Mensch ca. 24 Jahre seines gesamten Lebens verschläft und dabei geben 80 Prozent der Erwerbstätigen an, dass sie schlecht schlafen. Aus diesem Grund ist der Schlaf aus unserer Sicht fundamental wichtig. Damit man sich körperlich fit fühlt und man mental gut durch den Tag kommt.

Mit unserem Produkt, der besonders kuscheligen Bettwäsche aus Lyocellfasern, wollen wir den Schlaf für Menschen Schrittweise angenehmer machen. Besser einschlafen und besser durchschlafen lautet hier die Devise. Unsere Vision lautet kurz gesagt: Jeder Mensch hat einen ausgewogenen Schlaf verdient. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Herausforderungen gab es fast überall. Angefangen bei der Finanzierungsphase über den Aufbau einer Webseite bis hin zum Aufbau von Vertriebskanälen. Unsere größte Challenge war mit Abstand die Frage nach der Finanzierung unserer Vision. Uns schwebten Dinge wie Business-Angel, Crowdfunding, Venture-Capital, Bankdarlehen und vieles mehr vor. 

Nach langem Hin und Her überlegen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass die Finanzierung über private Investoren die beste Entscheidung für uns ist. Wie Sie sich bestimmt vorstellen können, war die Suche nach einem Investor während Covid-19 alles andere als einfach. Aber durch unseren Willen und dem Glauben an unsere Vision auf eine nachhaltigere Welt haben wir es geschafft einen Investor davon zu überzeugen uns mit einem kleinen Startkapital für den Anfang zu unterstützen.

Parallel haben wir mit den „klassischen” Herausforderungen gekämpft, mit denen jeder Unternehmensgründer konfrontiert wird wie z.B. das Kreieren eines harmonischen Corporate Designs, die Erstellung einer optimal performenden Website sowie die Entwicklung einer zielgruppengerechten Marketingstrategie. Jedoch waren wir in der glücklichen Position diese großen Hürden einfach zu bewältigen, da wir durch unser vorheriges Business ein fundiertes Know-How in dem Bereich Online-Marketing, SEO, SEA, SEM, Corporate Design, Programmierung etc. aufgebaut haben.

Wer ist die Zielgruppe von twenty:three ®?

Alle Menschen die Werte auf eine gute „Sleep-Work-Balance” legen und damit auf ein gesundes und langes Leben. Darüber hinaus sprechen wir diejenigen unter uns an, denen die Umwelt und Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Denn die Herstellung unserer Bettwäsche aus hochwertigen Lyocellfasern (Lyocell) ist nachhaltiger im Vergleich zu der Produktion von Baumwollbettwäsche. Außerdem wird der Lebensraum der Koalas hiervon nicht bedroht. 

On top pflanzen wir bei jedem Kauf eines Bettwäsche-Sets aus Liebe zur Natur einen Baum. Und damit nicht genug, denn wenn es nach uns geht kann man die Umwelt in jeglichem Aspekt unterstützen. Durch jede Anschaffung von unserer Premium-Lyocell-Bettwäsche unterstützt uns der Käufer bei der Adoption eines weiteren Koalas. Somit vereinen wir eine umweltbewusste Herstellung unserer Bettwäsche mit den Umweltunterstützenden Maßnahmen, die daraus entstehen.

Was ist das Besondere am Produkt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind sehr stolz darauf es geschafft zu haben eine hochwertige und zugleich nachhaltige Bettwäsche zu kreieren – und zwar aus Lyocell! Die Bäume, aus deren Holz dieses Material in einem geschlossenen Produktionskreislauf hergestellt wird, stammen aus nachhaltiger, FSC-zertifizierter Forstwirtschaft in Europa. Lyocell wächst besonders schnell, braucht keine künstliche Bewässerung und kommt ohne Pestizide aus. 

Wir unterscheiden uns von anderen, indem wir den Königsweg einschlagen, der aus unserer Sicht schon längst der Standard sein sollte. Unser Geheimnis ist die Verwendung von Lyocellfasern (Lyocell) anstatt die übliche Baumwolle.

Folgende Vorteile hat unser verarbeiteter Stoff:

Die weiche Oberfläche ist sanft zur Haut und fühlt sich einfach himmlisch an.

– Lyocell ist hypoallergen und wirkt antibakteriell.

– Das Material ist atmungsaktiv und absorbiert 50 % mehr Feuchtigkeit als Baumwolle.

– Die innovative Faser wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Sie eignet sich auch dann optimal, wenn du nachts stark schwitzt.

– Vom Anbau bis zur Produktion werden (im Vergleich zu Baumwolle) pro Wäsche-Set mehr als 4000 Liter Wasser gespart.

twenty:three ®, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In einer Welt, die von Schnelllebigkeit, Komplexität und stetigen Veränderungen geprägt ist, ist die Frage, wo wir in fünf Jahren stehen werden nicht so einfach zu beantworten. Aktuell möchten wir das erste Geschäftsjahr unter der sehr schwierigen Covid-19 -Situation positiv abschließen. Danach gilt es die internationalen Märkte zu erschließen und unser Produktportfolio zu erweitern, die das Leben der Menschen besser und nachhaltiger machen. In unserer heutigen, sich immer schneller verändernden Gesellschaft gibt es jedoch für uns eine Konstante, und zwar das Ermöglichen eines nachhaltigen Lifestyles zu einem erschwinglichen fairen Preis für jedermann. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Die ersten drei Punkte, die uns bei dieser Frage direkt in den Kopf kommen sind, Beharrlichkeit, Resilienz und Mut. Unserer Erfahrung nach ist der Weg zu einem erfolgreichen Unternehmer geprägt von vielen Hindernissen und Rückschlägen. Daher braucht ein jeder Gründer Beharrlichkeit und Resilienz um diesen Problemen entgegenzuwirken. Selbstverständlich wird auch Mut benötigt und ein gewisses Unternehmerrisiko um Fortschritte zu erzielen.

Merkt euch bitte eins, wenn alles glattlaufen würde, dann würde einiges falsch laufen.

Bildquellen/ Fotograf: Leonie Pfeilmeier

Link zum Crowdfunding: https://www.startnext.com/twentythree

Wir bedanken uns bei Julian Reick und Mikael Tas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: twenty:three

Kontakt:

Reick und Tas GbR
Kirchstraße 31
DE-72667 Schlaitdorf

https://my23.de/
team@my23.de

Ansprechpartner: Julian Reick

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/my23.de/
Instagram: https://www.instagram.com/my23.de/
Pinterest: https://www.pinterest.de/twentythreede/

Durchhalten, wenn es hart wird

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Remazing: für Marken auf Amazon und anderen Online-Marktplätzen

Remazing: Dienstleister und Softwareanbieter für Marken auf Amazon und anderen Online-Marktplätzen

Stellen Sie sich und das Startup Remazing doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Hannes Detjen, ich bin Gründer und Geschäftsführer von Remazing. Ich habe das Unternehmen 2016 an den Start gebracht und seitdem gemeinsam mit meinem Mitgründer Emil Beck aufgebaut. Viereinhalb Jahre später sind wir in Europa einer der führenden Dienstleister und Softwareanbieter für Marken auf Amazon und anderen Online-Marktplätzen.

Wir helfen Unternehmen wie Beiersdorf, Henkel und Under Armour dabei, ihre Waren im “digitalen Regal” aller für sie relevanten Länder zu platzieren und sorgen dafür, dass diese dort möglichst leicht zu finden sind. Dafür beraten wir unsere Kunden auf strategischer Ebene und helfen ihnen auch gleichzeitig bei der Umsetzung der täglichen Aufgaben, die anfallen, um auf Amazon und auch anderen Online-Marktplätzen erfolgreich Kunden zu gewinnen und ihre Produkte zu verkaufen.

Über 60 internationale E-Commerce-Experten in unserem Team entwickeln dabei als Partner für unsere Kunden passgenaue Amazon-Marketing-Strategien und kümmern sich in verschiedenen Sprachen um die entsprechende Umsetzung von Content-Optimierungen, Amazon Advertising (Sponsored Ads & DSP) und Monitoring mithilfe unserer Software-Lösung Remdash.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Wunsch, selbstständig tätig zu sein, reifte bereits zu Schulzeiten in mir. Während meines Bachelor-Studiums hatte ich schon einige Ideen. Entscheidend war dann aber mit Sicherheit mein erster Master-Abschluss in Entrepreneurship an der ESADE Business School in Barcelona. Dort lernten wir viel über den Aufbau von Unternehmen. Das wichtigste, das uns vermittelt wurde, war in der Hinsicht: „Ihr werdet es schaffen! Macht es!“

Als es für mein zweites Masterstudium 2015 nach Seattle in die USA ging, hatte ich dann genug Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, in welchem Bereich ich gründen will. So war es auch der Professor eines Kurses, der mich für die damals noch recht unbekannte Disziplin des Amazon Marketing sensibilisierte – was aufgrund des Umfelds in der Heimatstadt des E-Commerce-Riesen sehr gut passte. So stand für mich der Entschluss, meine Idee eines eigenen Startups in die Realität umzusetzen und Remazing zu gründen, nach meiner Rückkehr nach Deutschland relativ schnell fest.

Welche Vision steckt hinter Remazing?

Auch wenn die E-Commerce-Branche global bereits seit vielen Jahren ein massives Wachstum erlebt, glauben wir daran, dass der Online-Handel immer noch erst am Anfang steht. Insbesondere das letzte Jahr hat durch die Corona-Pandemie gezeigt, wie viel unausgeschöpftes, digitales Potenzial weltweit noch im Handel schlummert.

Unser Ziel ist es, für Hersteller von Produkten und Markenunternehmen durch unseren hybriden Ansatz als Agentur und Software-Anbieter der globale Partner #1 sein, der ihnen dabei hilft, auf allen E-Commerce-Marktplätzen erfolgreich zu sein. Wir sind davon überzeugt, dass im Prinzip jede Marke im E-Commerce seine eigene Erfolgsgeschichte schreiben kann. Es ist unser täglicher Antrieb, dabei bestmöglich zu unterstützen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben es geschafft, seit unserem Start ohne externe Investoren zu wachsen und profitabel zu sein. Dank der positiven Ergebnisse, die wir für unsere Kunden erzielen, wurden wir seit jeher stetig weiterempfohlen und haben so mit Blick auf Umsatz, Team und unsere Kundenanzahl jedes Jahr nahezu verdoppelt. Dadurch konnten wir unsere in den letzten Jahren begonnene Entwicklung von einer reinen Agentur hin zum integrierten Tech-Dienstleister aus dem eigenen Cashflow heraus finanzieren.

Trotz aller Vorteile bringt der “Bootstrapping”-Ansatz aber natürlich auch ein paar Herausforderungen mit sich. So haben wir wie eigentlich alle Startups in den ersten Jahren an verschiedenen Stellen auch Lehrgeld zahlen müssen, u.a. standen wir am Anfang vor der Herausforderung, unser Kundenportfolio zu diversifizieren, und haben unsere Bürokapazitäten zu vorsichtig geplant.

Aufgrund unseres Wachstums hatten wir Phasen, in denen wir teilweise keine passenden Meetingräume mehr zur Verfügung hatten, da unser Team immer größer wurde. Mittlerweile sind wir in unser drittes Büro umgezogen, was aber für das nächste Jahr erst einmal genügend Platz bieten sollte.

Außerdem ist es herausfordernd, bei der steigenden Nachfrage nach unseren Services die Anzahl unserer Mitarbeiter ebenso schrittweise zu erhöhen, da wir ohne externes Investorengeld finanziell natürlich etwas vorsichtiger agieren. Mit Venture Capital könnte man sicherlich schneller mehr Leute einstellen. Unser Ansatz ist jedoch auf Qualität und Nachhaltigkeit ausgelegt, sodass wir lieber organisch aus den eigenen Mitteln heraus wachsen.

Wer ist die Zielgruppe von Remazing?

Neben führenden CPG-Konzernen und börsennotierten Unternehmen wie Henkel gehören Digitally Native Brands wie HelloBody und Mittelständler wie MAM zu Remazings Kunden. Diese Zielgruppe betrifft sowohl unsere Agentur-Tätigkeiten als auch unsere Softwarelösung Remdash.

Wie funktioniert Remazing? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Team arbeitet mit unseren Kunden auf Augenhöhe und gibt als unternehmerisch denkender Partner tagtäglich alles, um das Beste für sie auf Amazon und anderen Online-Marktplätzen herauszuholen. Dabei agieren wir vorausschauend und schlagen basierend auf unserer datengetriebenen Herangehensweise proaktiv neue Lösungen vor. 

Wir sind zudem seit Tag 1 international aufgestellt, was bei den meisten Anbietern in unserem Markt nicht der Fall ist. Für jedes Land, in dem Amazon aktiv ist, kennt unser jeweiliges Country Team mit Muttersprachlern die lokalen Besonderheiten. In unserem Headquarter in Hamburg arbeiten Digital Natives aus mehr als 15 Nationen in den Bereichen Consulting, Creation, Content, Advertising, Data Analytics, und Tech, wodurch wir unseren Kunden für ihre weltweiten Verkaufsaktivitäten alles aus einer Hand anbieten können.

Eine unserer größten Stärken liegt in der Hinsicht vor allem in den Bereichen Content und Advertising.

Wir bieten marktführende Lösungen insbesondere für Amazon SEO, Premium Brand Content und grafische Optimierungen. Visueller Content ist eine der wichtigsten Stellschrauben, um Amazon als Vertriebskanal erfolgreich auszunutzen. Unser Experten-Team kümmert sich darüber hinaus z.B. um Sponsored-Ads-Kampagnen. Als “verified Amazon DSP Partner” sind wir außerdem einer der wenigen Anbieter im Markt, der tiefgehende Expertise in Amazon DSP (“Demand Side Platform”) hat.

Amazon DSP ermöglicht Programmatic Advertising auf Basis von Amazon-Daten. Seit Anfang des Jahres setzt Amazon in der Hinsicht z.B. auf eine stärkere Verzahnung mit der Tochter-Plattform Twitch, die wir entsprechend als weiteren Werbekanal für unsere Kunden erschlossen haben.

Darüber hinaus stehen wir unseren Kunden auch beratend zur Seite, wenn es beispielsweise um Verhandlungen mit Amazon geht. Vor dem Hintergrund des Booms im “Amazon Seller”-Bereich helfen wir auch immer mehr Kunden beim Aufbau ihres Marktplatz-Kanals, u.a. großen Markenherstellern, die die meiste Zeit sehr tief auf der Retail-Seite verankert waren. Dabei ist es ein Vorteil, dass wir sowohl ehemalige als auch aktive Seller im Team haben. Als Firma haben wir selber Produkte über Amazon verkauft und wissen so aus erster Hand, was es zu beachten gilt.

Eine besonders wichtige Weiterentwicklung für die Zukunft stellt in der Hinsicht die erfolgte Einführung unseres eigenen Tech-Produkts Remdash dar. Dieses haben wir in den letzten Jahren basierend auf unserer Agenturarbeit entwickelt. Unsere eigene Softwarelösung hilft unseren Kunden, die Kontrolle über ihre Tätigkeiten auf Amazon zu behalten und zahlreiche manuelle Handgriffe zu automatisieren. Mit Remdash können wir auch Unternehmen bedienen, die unsere Agentur-Dienstleistungen nicht in Anspruch nehmen. Es ist uns extrem wichtig, dass wir unseren Kunden immer die technologisch besten Lösungen bieten. Dafür wollen wir in Zukunft auch verstärkt mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten.

Remazing, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, in unserem Bereich die #1 zu werden und für unsere Kunden der global beste Partner für Amazon und auch andere E-Commerce-Marktplätze wie z.B. Otto.de, Bol in den Niederlanden, Allegro in Polen oder Walmart in den USA zu sein. Dafür planen wir, in den nächsten Jahren weiter kräftig zu wachsen und international zu expandieren, wobei wir auch Büros im Ausland eröffnen werden. Wir wollen kontinuierlich neue Kunden gewinnen, weitere Mitarbeiter einstellen und neben unserer Agenturarbeit auch unsere Softwarelösung Remdash als eines der führenden Tools für Amazon-Marketing etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhalten, wenn es hart wird

Wenn man dann erst mal auf dem Weg ist und sein eigenes Startup aufbaut, werden unausweichlich nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen kommen. Fehler passieren, Dinge klappen nicht – das ist normal. Das allerwichtigste ist jedoch, nicht den Glauben an die eigene Idee, das eigene Team und den Markt, den man bearbeitet, zu verlieren. In den ersten Monaten von Remazing hatten wir quasi keine Umsätze. Es wäre leicht gewesen, damals direkt wieder aufzugeben. Unsere Hartnäckigkeit und Ausdauer haben sich dann im Laufe der Zeit jedoch ausgezahlt. 

Company Culture bewusst aufbauen

Das Team ist das wichtigste Asset jeder Firma. Deshalb sollten Gründer größten Wert auf den bewussten Aufbau ihrer Company Culture und das dementsprechende Hiring legen. Hohe Standards zahlen sich in dieser Hinsicht langfristig aus, da man nur mit einer starken Mannschaft gewinnen kann. 

Wenn möglich, auf Investoren verzichten

Je nachdem, was für ein Produkt oder welchen Service man als Unternehmen anbieten möchte, ist es sinnvoll oder gar notwendig, Investoren an Bord zu holen. Auch wir haben in der Anfangszeit u.a. mit Business Angels Gespräche geführt und überlegt, Wachstumskapital aufzunehmen. Letztendlich haben wir uns jedoch dagegen entschieden, um unsere Unabhängigkeit zu bewahren und durch gute Arbeit aus dem eigenen Cashflow heraus zu wachsen. Dies würde ich jedem Gründer empfehlen, wenn die Möglichkeit besteht, auf Fremdkapital zu verzichten. 

Wir bedanken uns bei Hannes Detjen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Remazing

Kontakt:

Remazing GmbH
Brandstwiete 1
20457 Hamburg

www.remazing.eu
info@remazing.eu

Ansprechpartner: Hannes Detjen

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