Dienstag, Februar 10, 2026
Start Blog Seite 364

Unterstützt euch

0
Evermood App Unterstützung Mitarbeiter

Beratungsangebote an einem Ort: Das Startup Evermood bietet eine App zur Unterstützung der Mitarbeiter. 

Stellen Sie sich und das Startup Evermood doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Marvin Homburg und Lara von Petersdorff-Campen, CEOs und Co-Founder von Evermood. Wir haben Anfang 2019 ein Software-Unternehmen gegründet, das eine App für die Beratung und Unterstützung von Mitarbeiter*innen anbietet. Die Lösung ermöglicht es, interne Anlaufstellen und externe Beratungsangebote zu bündeln, um Mitarbeiter*innen bei Problemen mit der richtigen Ansprechperson zu vernetzen. Das reduziert den Kommunikationsaufwand und macht Hilfsangebote persönlicher. Zu unseren Kunden zählen vor allem Konzerne und öffentliche Organisationen mit einer innovativen Personalentwicklungsabteilung. Aktuell gehören zu unseren Kunden etwa die Deutsche Bahn, die Handelsblatt Media Group und die Stadt Aachen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Für Arbeitgebende ist es wichtig, ein offenes Ohr für Mitarbeiter*innen zu haben. Oft fühlen sich diese nicht wertgeschätzt. Die Folge: Immer mehr Menschen erkranken wegen der Arbeit. Wir wollten dem etwas entgegensetzen und sind zunächst mit dem digitalen Meldesystem Lytt gestartet, mit dem Mitarbeiter*innen Missstände im Unternehmen kommunizieren konnten. Inzwischen sind wir gewachsen, haben unser Produkt in Evermood umbenannt und bieten neben dem digitalen Meldeweg weitere Funktionen rund um Prävention und Beratung.

Welche Vision steckt hinter Evermood?

Wir wollen die Art und Weise revolutionieren, wie Mitarbeiter*innen Unterstützung erhalten. Wir sehen eine Zukunft, in der Beschäftigte rund um die Uhr und von überall aus Zugang zu bestmöglicher Unterstützung haben, um ihr Wohlbefinden stärken und ihr volles Potenzial entfalten zu können.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im letzten Jahr war die Corona-Krise die größte Herausforderung. Viele potenzielle Kunden haben die Gespräche nach hinten verschoben, was bei einem Pre-Profit-Startup selbstverständlich zu Existenzsorgen führen kann. Gestartet sind wir mit dem EXIST-Gründerstipendium an der WWU in Münster, an der wir, also die Co-Founder von Evermood, unseren Bachelor in BWL absolviert haben. Zudem haben wir Zweitag Ventures als Investor und weitere Business Angel für unsere Idee gewinnen können.

Wie hat Evermood von TechBoost, dem Startup-Programm der Telekom, profitiert? 

Wir haben von Anfang an den Fokus auf Datensicherheit und Datenschutz gelegt. Deswegen ist das TechBoost-Programm auch so spannend für uns, denn darüber erhalten wir Zugriff auf die Open Telekom Cloud. Diese bietet das beste Angebot, um unsere Leistungen DSGVO-konform zur Verfügung zu stellen und die Anforderungen von stärker regulierten Branchen und öffentlichen Einrichtungen zu erfüllen. Für uns war es zudem wichtig, dass wir einen kompetenten Partner an unserer Seite haben. Wir freuen uns auf kommende Events und hoffen, dass wir dort unser Netzwerk mit Startups und Kunden erweitern können.

Wie funktioniert Evermood? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Evermood ist eine Web-App, mit der Unternehmen Unterstützungs- und Gesundheitsangebote, aber auch Betriebsvereinbarungen, häufig gestellte Fragen und Ansprechpersonen an einem Ort zusammenbringen. Solch effiziente Strukturen reduzieren den Arbeitsaufwand. Die Vorteile liegen in der Kombination aus digitalen Selbsthilfe-Angeboten für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte sowie persönlicher Beratung durch Expert*innen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen decken wir den gesamten Prozess der Mitarbeiterunterstützung ab: von der Prävention von Krisen und Konfliktsituationen über persönliche sowie anonyme Beratung in dringenden Fällen bis zu detaillierten Auswertungen für die Maßnahmenplanung im Personal- und Gesundheitsbereich. 

Wie hat sich Ihr Unternehmen durch Corona verändert?

Wir hatten die große Sorge, dass allgemein Prioritäten verlagert und Budgets reduziert werden. Nach wenigen Wochen Corona hat sich jedoch gezeigt, wie wichtig Mitarbeiterunterstützung gerade in Krisenzeiten ist und dass es Lösungen braucht, mit denen auch unter den aktuellen Umständen alle Mitarbeiter*innen effektiv erreicht werden. Wir erfahren derzeit eine deutlich gesteigerte Nachfrage. Mitarbeiter*innen wurden von heute auf morgen ins Homeoffice geschickt. Damit sind auch Belastungen entstanden, wodurch es neuer Konzepte in der Mitarbeiterunterstützung bedarf. Die meisten Unternehmen haben diesen Shift sehr gut gemeistert, unter anderem durch die Vorteile der Digitalisierung. Genau an dieser Stelle setzen wir an und unterstützen Arbeitgebende, passende Angebote für ihre Beschäftigten zu schaffen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Mobiles Arbeiten ist quasi über Nacht zur „neuen Normalität” geworden. Darüber hinaus haben wir zwei-wöchentliche Retros und regelmäßige digitale Hangout Sessions eingeführt, die uns als Team helfen, trotz Social Distancing digital näher zusammenzurücken.

Wo geht der Weg für Evermood hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir für alle großen Städte in Deutschland und die DAX-40-Konzerne der zentrale Anbieter für Mitarbeiterunterstützung sein. Unser Ziel ist es, alle Leistungen von der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen über allgemeine Informations- und Unterstützungsleistungen bis hin zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement an einem Ort anzubieten und so die Arbeit vieler Personalentwickler*innen, Betriebsräte und vor allem Mitarbeiter*innen nachhaltig zu verbessern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. So abgedroschen es klingen mag: THINK BIG! Wer sein eigenes Unternehmen gründen möchte, sollte ausgeprägten Ideenreichtum mitbringen. Das hilft nicht nur, ein Produkt zu entwickeln, das gebraucht und geliebt wird, sondern auch dabei, Stolpersteine gekonnt zu umgehen und visionär zu bleiben.

2. Der Austausch mit anderen Gründer*innen und deren ehrliches Feedback ist viel wert. Das bekommt man in der Form nicht von Freund*innen oder Verwandten. Dazu gehört es auch, die eigene rosarote Brille abzusetzen, die richtigen Fragen zu stellen und nicht nur solche, bei denen man sich Bestätigung abholt.

3. Es ist außerdem wichtig, nicht sofort den Stecker zu ziehen, wenn klar wird, dass sich die Richtung ändern muss. Uns hat in der Vergangenheit geholfen, uns nicht nur auf unseren Ansatz zu fokussieren, sondern gezielt auf das Problem, das wir lösen wollen. Denn wenn es darum geht, ein Problem zu lösen, dann fällt es auch nicht schwer, so lange Neues auszuprobieren, bis alles passt.

Wir bedanken uns bei Lara von Petersdorff-Campen und Marvin Homburg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid immer flexibel

0
compacToys

compacToys Problemlösungen für den Alltag: 7in1 Sand Toys

Stellen Sie sich und das Startup compacToys doch kurz unseren Lesern vor!

compacToys wurde vor einem guten Jahr von Sutepan und mir (Steffen) gegründet. Wir leben beide im Raum Freiburg und sind schon lange gut befreundet. Viele Gemeinsamkeiten verbinden uns und besonders gerne tüfteln wir an Problemlösungen für den Alltag. Die Idee für compacToys ist mehrere Jahre gereift und hat dann, mit dem Schritt an die Öffentlichkeit auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2020 richtig Fahrt aufgenommen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir (Sutepan und ich, die beiden Gründer von compacToys) kennen uns schon lange und tüfteln seither an Problemlösungen für den Alltag. Doch dieses Mal wussten wir sofort, dass wir etwas Besonderes erfunden hatten und entschlossen ein Unternehmen zu gründen.

Welche Vision steckt hinter compacToys?

Unsere Vision ist, auf Basis unseres Patents, eine ganz Reihe an Produkten herauszubringen. Wir haben eine gut gefüllte Roadmap, die ordentlich Potential hat. Das „7in1 Sand Toys“ ist erst der Anfang.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine unserer größten Herausforderungen dabei war die Finanzierung, denn zu Beginn hat man als StartUp oft erhebliche Ausgaben. Um dies mit eigenen Mitteln zu stemmen, muss man sehr kreativ werden und schlussendlich führen viele Wege ans Ziel.

Wer ist die Zielgruppe von compacToys?

Mit unserer Erfindung wollen wir den Alltag von Familien ein Stückchen einfacher gestalten. Als Familienväter kennen wir das Problem dieser großen, unhandlichen Plastiktüte voller Sandspielzeuge nur zu gut. Daraus leitet sich unsere Zielgruppe ab, nämlich hauptsächlich Eltern mit Kindern zwischen ein und sechs Jahren. Sei es die urbane Mutter, die auf dem Rückweg vom Kindergarten direkt den Spielplatz besuchen möchte. Oder der Vater, der mit seinen Kindern einen Ausflug macht. Die Camper, bei denen sowieso alles so kompakt wie möglich sein sollte und nicht zuletzt all die Pauschalreisenden, die typischerweise das Sandspielzeug im Urlaubsort zurück lassen. Unsere Zielgruppe ist sehr breit gefächert.

Was ist das Besondere an den Proudkten ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere an unseren Produkten ist die Funktionalität gepaart mit einem durchdachten Design. Hierdurch schaffen wir es, einen vergleichbaren Inhalt auf nur einem Drittel des üblichen Volumens unterzubringen. Darauf halten wir ein Patent und grenzen uns somit von anderen Anbieter auf dem Markt ab.

Mit unserem Konzept wollen wir aber vor allem auch das Thema Nachhaltigkeit adressieren. Im direkten Vergleich reduziert sich der in der Logistik benötigte Transportraum erheblich und es können Unmengen an Kohlendioxid eingespart werden. Unzählige Ladungen an Plastikmüll entstehen Jahr für Jahr allein durch Sandspielzeug, das im Urlaubsort zurückgelassen wird. Unser Produkt passt ohne Probleme in jeden Koffer oder in das kleinste Staufach im Wohnmobil. Zudem achten wir auf eine hohe Qualität und legen unsere Produkte auf eine möglichst lange Lebensdauer aus. Unsere Verpackung besteht selbstverständlich nicht aus Plastik, sondern aus recyceltem Papier.

compacToys, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten Jahren wollen wir an ökologischen Kunststoffen mit forschen, um unsere Produkte noch nachhaltiger zu gestalten. Biologisch abbaubarer Kunststoff ist die Zukunft und an deren Gestaltung wollen wir auf jeden Fall teil haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Allen Gründern wollen wir in diesen schwierigen Zeiten vor allem Mut zusprechen. Durchhalten und dran bleiben.

Bindet enge Vertraute in Euer Vorhaben ein und hinterfragt Eure Schritte immer wieder gemeinsam.

Wir mussten uns oft neu orientieren, seid also immer flexibel und haltet stets einen Plan B in der Hinterhand.

Wir bedanken uns bei Steffen und Sutepan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein gutdurchdachtes Unternehmenskonzept

0
KindCare organisiert Pflege für pflegende Angehörige

KindCare organisiert Pflege für pflegende Angehörige über eine digitale Plattform in Verbindung mit persönlichen Care-Managern

Stellen Sie sich und das Startup KindCare doch kurz unseren Lesern vor.

Ich bin Alexandra, seit über 10 Jahren Unternehmerin im Medienbereich, aber auch ein richtiger Familienmensch. Zusammen mit meinem Sohn Robert, Produktentwickler mit Erfahrung in Unternehmensentwicklung, habe ich KindCare im November 2019 gegründet. KindCare organisiert Pflege für pflegende Angehörige über eine digitale Plattform in Verbindung mit persönlichen Care-Managern. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben im eigenen Unternehmen die Erfahrung gemacht, welche großen Schwierigkeiten und Belastungen für Mitarbeiter entstehen, wenn plötzlich ein Angehöriger Pflege benötigt. Solche Situationen sind sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen belastend. Gesellschaftlich ist davon auszugehen, dass die Pflege von Angehörigen zukünftig immer mehr zunehmen wird. Deshalb wollten wir für alle Beteiligten eine funktionierende Hilfestellung erarbeiten. 

Welche Vision steckt hinter KindCare?

Kindcare bietet mit seinen Dienstleistungen Lösungen für Probleme an, die immer mehr an gesellschaftlicher und auch politischer Relevanz zunehmen. Digitalisierte Prozesse im Dienstleistungsangebot von KindCare unterstützen den Trend im Bereich Digital Health und machen die Erreichbarkeit der Hilfestellungen einfach und effizient. Damit leistet KindCare einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte Herausforderung war, unsere Idee in ein tragfähiges Unternehmenskonzept einzubringen, ohne dass unsere eigenen Ansprüche an unsere Dienstleistungen eingeschränkt werden. Bisher haben wir zusammen mit Friends und Family die GmbH Gründung vollzogen und alle weiteren Entwicklungen selbst gestemmt. Aktuell sind wir auf der Suche nach Investoren, um den ersten „Step to Market“ vollziehen zu können. 

Wer ist die Zielgruppe ?

Jeder, der Hilfe bei der Organisation von Pflege für Angehörige benötigt. Außerdem Unternehmen, die mit der Zurverfügungstellung der Dienstleistungen von KindCare an Ihre Mitarbeiter diese verantwortungsvoll unterstützen und Pflegedienstanbieter, die durch die Vorbereitung der Kunden durch KindCare passgenau ihre Dienste anbieten können. 

Wie funktioniert KindCare? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

KindCare organisiert über eine Web APP alle Dienstleistungen, die mit einer schnellen und effektiven Pflegeorganisation zusammenhängen. Die KindCare-Manager stehen dabei als persönliche Berater an der Seite des Kunden und begleiten ihn durch den gesamten Prozess. Über die APP kann der Kunde schnell, einfach und von überall Hilfestellung anfordern, Wissen und Infos erhalten und damit wertvolle Zeit sparen. Die Dienstleistungen von KindCare werden B2B über Unternehmen an die Mitarbeiter oder direkt an Privatpersonen angeboten. Mitarbeiter erhalten die Dienstleistungen kostenfrei durch den Arbeitgeber. Durch die Nutzung der Dienstleistungen von KindCare kann Arbeitsausfall verhindert oder minimiert werden. KindCare organisiert Pflege umfassend (Beratung, Betreuung, Information, Vermittlung von Dienstleistungen, seelische Unterstützung) und entlastet damit alle Beteiligten. Pflegedienste können über eine Matchingplattform zielgerichtet Kunden auswählen, dies erleichtert die Vermittlung von Pflege für alle Seiten.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen möglichst schnell mit einer 6-monatigen Test-Phase beginnen. Dafür haben wir bereits ein größeres Unternehmen gewinnen können, dass mit seinen Mitarbeitern an der Testphase teilnehmen wird. In den nächsten zwei Jahren möchten wir unsere Idee in Deutschland etablieren. Auch erste Schritte ins Ausland sind bereits angedacht. Diesen Schritt könnten wir in ca. 5 Jahren schaffen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Jeder, der sich auf den Weg macht und eine neue Idee in ein marktfähiges Unternehmen verwandeln möchte, ist gerade in der heutigen Zeit ein mutiger Mensch. Man muss mit vielen unbekannten Situationen umgehen. Deshalb ist es wirklich wichtig zu 150% von der eigenen Geschäftsidee überzeugt zu sein. Nur damit ist genügend Enthusiasmus vorhanden, um auch schwere Zeiten zu überstehen. Ebenso wichtig finden wir das dazu gehörende tragfähige und durchdachte Unternehmenskonzept mit einem reellen Zeitplan für die Unternehmensentwicklung. Auch wenn man sich nicht immer sklavisch an solche Pläne halten kann, so sind sie ein guter und motivierender Leitfaden, um sich nicht zu verzetteln. 

Wir bedanken uns bei Alexandra Duesmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kenne deinen Markt

0
Chrisitan Lutz Crate.io CrateDB eine SQL-Datenbank

Chrisitan Lutz Geschäftsführer von Crate.io stellt uns im Interview CrateDB eine SQL-Datenbank vor

Stellen Sie sich und das Unternehmen doch kurz unseren Lesern vor!

Christian Lutz: Wir von Crate.io sind die Entwickler einer hochskalierbaren, verteilten Datenbanklösung, die Skalierbarkeit und Performance von NoSQL mit der Leistungsfähigkeit und Einfachheit von Standard-SQL verknüpft: Unserer CrateDB. Die Datenbank kommt mit Timeseries-Daten, z. B. im industriellen Internet der Dinge (IIoT) zum Einsatz, da sie für Anwendungen mit Machine-Data optimiert ist und auf Azure oder anderen Clouds, sowie im eigenen Datencenter eines Unternehmens läuft. Seit Juni 2013 helfen wir der Industrie dabei, die Unmengen an Daten, die von Sensoren, Maschinen, Logfiles etc. anfallen, kostengünstig zu speichern und in Echtzeit auslesbar zu machen, damit z. B. Arbeitsprozesse optimiert oder Echtzeit-Analysen gemacht werden können. Ich selbst bin Mitbegründer und Geschäftsführer von crate.io. Schon vor meiner Zeit bei Crate.io war ich als Serial-Entrepreneur unterwegs und konnte mir ein umfangreiches Wissen in den Bereichen Telekommunikation, (mobiles) Internet, Software, Medien und Konsumgüter aneignen – ein Wissen, das mir auch jetzt noch immer hilfreich ist.

Welche Vision steckt hinter Crate.io?

Unser Ziel ist es, die Industrie nachhaltig zu digitalisieren, in dem wir der Branche das beste nur mögliche Tool dafür zur Verfügung stellen: Eine Datenbanklösung, die extra für die Verarbeitung von Maschinendaten entwickelt wurde und die Needs and Pains abdeckt. Die Industrie stellt dabei Anforderungen an Kosteneffizienz und Skalierung, die viele Datenbanklösungen derzeit nicht abdecken können, weil sie gar nicht auf diese Größen ausgelegt sind bzw. zu teure Ressourcen beanspruchen. Daher ist unsere CrateDB hochverfügbar, ausfallsicher und skalierbar.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Christian Lutz: Herausforderungen gab es so einige und auch heute noch gibt es diverse Hürden, wie wir nehmen müssen. Eine besondere Herausforderung hatten wir gleich zu Beginn. Der Erfolg, den wir hinter einigen Awards sagen, die wir für Crate.io gewinnen konnten, hat uns einen zu langen Augenblick lang geblendet. Wir haben damals unter anderem den renommierten Techcrunch Disrupt Award gewonnen und dachten, dass wir jetzt bei den richtigen Kunden angekommen sind. Viele User sind auf uns aufmerksam geworden, doch am Ende hat unser Produkt bei den meisten nicht gepasst. Wir haben viel Geld und Zeit verloren, ehe wir den Grund verstanden haben: Es sind eben die industriellen Kunden, die unsere hauptsächliche Zielgruppe sind. Stattdessen haben wir uns kurzzeitig echt blenden lassen. 

Was unsere Finanzierung angeht, so haben wir eine sehr lange Phase der Aufbauarbeit hinter uns, die uns dafür mit einem Jahresumsatz im einstelligen Millionenbereich bei starkem Wachstum von 2017 auf 2018 belohnt hat. Dadurch wurden wir schließlich auch attraktiv für Investoren und konnten im Sommer 2018 eine Series A-Finanzierungsrunde über 11 Mio. US-Dollar mit Silicon Valley VCs abschließen – und schliessen bald die nächnste Runde ab.

Wer ist die Zielgruppe von crate.io?

Wir richten uns mit unserer CrateDB an use-cases mit Timeseries-Daten, wo Echtzeit, SQL und Kosteneffizient eine Rolle spielen, zB. an Unternehmen aus dem Bereich Industrie (IIoT), aber auch Cybersecurity oder Log-Analytics. Das Feld ist in IIoT enorm weit denkbar, denn vernetzte Fabriken produzieren am laufenden Band enorme Datenmengen, die sich mithilfe unseres Produkts auslesen und bearbeiten lassen.

Aber auch andere Einsatzbereiche sind schon erprobt:

Wir haben Kunden aus dem Bereich Cybersecurity und auch mit Geospatial Tracking, da kommt unsere Datenbank für die Fahrzeugverfolgung und andere GIS-Anwendungen bzw. deren Datenverarbeitung zum Einsatz. Mittlerweile haben wir über 1600 internationale Kunden aus diesen Bereichen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Christian Lutz: Die CrateDB ist eine Datenbank, die besonders gut für Zeitreihendaten geeignet ist, da sich mit ihr große Datenmengen leicht horizontal und auch vertikal trivial skalieren lassen und sie Standard-SQL verwendet. Wir setzen dabei auf die Shared-Nothing-Architektur, was bedeutet, dass die CrateDB ausfallssicher und cloud-native ist und mit Tools wie Docker oder Kubernetes (vor Ort oder in einer Cloud) zusammenarbeiten kann. Durch hochparalleles Computing ermöglichen wir den Anwendern die Nutzung ihres gesamten Datenbank-Clusters, sodass Verarbeitungsleistung und Abfrageleistung maximiert werden können. Außerdem ist die CrateDB durch SQL und Postgres kompatibel mit vielen Drittanbietern, sodass es einfache Migration ohne Lock-In-Effekt gibt. 

Christian Lutz, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Erst im letzten Jahr wurden wir von Forbes in die “Top 25 IoT Companies in 2019” aufgenommen – das kann von uns aus gern so weitergehen! Wir wollen unbedingt noch besser werden, aber auch bekannter, damit die Industrie auf uns und unser Produkt aufmerksam wird. Da helfen solche Auszeichnungen natürlich. Sie zeigen uns aber auch, dass der Weg, den wir beschreiten, der richtige ist. In fünf Jahren sind wir daher noch immer das gleiche Unternehmen, nur noch besser, grösser und mit viel mehr zufriedenen Kunden.

Einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir sogar erst kürzlich getan:

Wir haben vor ein paar Wochen Eva Schönleitner als neue CEO bei uns eingestellt. Wir haben sie vor einem Jahr als Gegenüber bei ABB kennengelernt und waren sofort beeindruckt von ihrer Persönlichkeit sowie dem tiefen Verständnis und Expertise in unserem Markt und freuen uns, dass sie unsere nächste, starke Wachstumsphase mit ihrer Erfahrung und Expertise führend mitgestalten wird. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Christian Lutz: Sehr hart am MVP arbeiten und schnell mit Kunden testen. Sei überzeugt von deiner Idee. Kritisches Hinterfragen ist immer wichtig, aber wenn du einmal etwas gefunden hast, was es dir Wert war, ein Unternehmen darauf zu gründen, dann stehe auch in schlechten Zeiten dazu. Apropos Kritik: Du musst nicht alles können, viel wichtiger ist eh, zu wissen, was du nicht kannst – dann kannst du die richtigen (also die besten) Leute für die Jobs einstellen, die du selbst nicht kannst. Und drittens: Suche Dir Mitgründer als auch Investoren sehr genau und wohlüberlegt aus, denn das lässt sich nicht mehr leicht ändern und ist eine jahrelange, sehr enge Beziehung, die gut funktionieren muss.

Und noch drei Kurztipps: 

Kenne deinen Markt, Deine Zielgruppe und deren Bedürfnis

Konzentriere Dich auf den Kundennutzen (nicht die Technologie)

Schnell probieren und schnell verbessern

Wir bedanken uns bei Christian Lutz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Höre auf die Ratschläge derer, die dort sind, wo Du hinwillst

0
the mama set

The Mama Set Premium Kollektion moderner Umstands Basics im zeitlosem Style für die Schwangerschaft

Bitte stellen Sie sich und das Startup The Mama Set doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin gebürtige Australierin mit italienischen Wurzeln und lebe in Hamburg. Nachdem ich über 18 Jahre lang in der Modebranche in verschiedenen renommierten internationalen Unternehmen wie Hugo Boss und Closed gearbeitet habe, wurde ich Mutter von zwei kleinen Mädchen und gründete 2019 The Mama Set. 

The Mama Set ist eine Premium-Kollektion moderner Umstands-Basics, die ich entworfen habe, um die perfekte Grundlage für werdende Mamas zu schaffen. Alle Teile lassen sich mit der bestehenden Garderobe kombinieren, damit sich Frauen während der Schwangerschaft selbstbewusst, komfortabel und wie sie selbst fühlen können. Unser Konzept ist, dass man während der Schwangerschaft nicht viel Umstandskleidung braucht, sondern nur die richtigen Basics, damit man weiterhin seine eigene Kleidung tragen kann. 

Die Mama Set Basics sind zeitlose, vielseitige Styles, die ich mir während meiner eigenen Schwangerschaften gewünscht hätte: Es sind moderne, klare Basics in neutralen Farben, die auch noch lange nach der Schwangerschaft getragen werden können.

Erhältlich sind drei verschiedenen Sets, The Base Set (3-teilig), The Minimalist Set (5-teilig) und The Capsule Set (8-teilig). Alles wird nachhaltig von einem Familienunternehmen in Portugal hergestellt, alle verwendeten Materialien sind nach Standard 100 von OEKO-TEX® zertifiziert.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte schon immer einen unternehmerischen Geist und den Wunsch, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Nachdem ich in meinen vorherigen Funktionen in der Modebranche genug Erfahrung gesammelt hatte, fühlte ich mich bereit für diese Herausforderung. Das Konzept, hochwertige Schwangerschaftsmode in einem Set aus zeitlosen Basics zu kreieren, hatte ich schon seit vielen Jahren im Kopf. Während meiner ersten Schwangerschaft wuchs dieser Wunsch, da ich auf dem bestehenden Markt keine Umstandsmode finden konnte, die meinen Qualitätsanforderungen entsprach und gleichzeitig zu meinem eigenen Stil passte. Mit all den Details und Anforderungen im Kopf begann ich während meiner zweiten Schwangerschaft mit dem Design der Kollektion von The Mama Set. Ich wusste, wie viel positiven Einfluss die richtigen bequemen und stilvollen Basics in dieser Zeit auf das Wohlbefinden werdender Mütter haben können.

Was war die größte Herausforderung bei der Gründung von The Mama Set?

Zweifellos das Jonglieren von Arbeit und Privatem mit zwei Kindern im Alter von unter zwei Jahren, während man ein Unternehmen von Grund auf neu aufbaut. Gleichzeitig war auch die Verwaltung des Lagerbestands eine Herausforderung, um auf die hohe Nachfrage zu reagieren, da die Produktion im Voraus bezahlt werden musste. Auch aufgrund von COVID-19 ergaben sich Herausforderungen mit verlängerten Vorlaufzeiten für die Produktion.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall, nichts ist jemals perfekt. Die Idee entwickelt sich, während man sie kreiert und erforscht. Meine besten Ideen und Konzepte entstehen, während ich jemandem das Problem erkläre und Ideen austausche. Außerdem gibt es nie genug Zeit. Ich hatte eindeutig mehr Zeit, bevor ich Kinder hatte, aber jetzt gehe ich noch effizienter mit meiner Zeit um. Ich habe das Gefühl, je weniger Zeit ich habe, desto produktiver bin ich. Als Mutter habe ich viel über die Erwartungen an Perfektion und die Priorisierung von Wichtigem gelernt.

Welche Vision steckt hinter The Mama Set?

Frauen während dieser unglaublich schönen, aber auch anspruchsvollen Zeit in ihrem Leben zu unterstützen, damit sie sich auf ihrem Weg zum Muttersein wohl und wie sie selbst fühlen. Warum sollten wir unseren Stil ändern, nur weil wir eine Mama werden? Komfort wird zu einem neuen Faktor, der noch nie so wichtig war, aber wir wollen uns trotzdem in unserem eigenen Stil kleiden und uns gut fühlen. Die Vereinfachung der Garderobe während der Schwangerschaft auf eine nachhaltige Art und Weise, das ist unsere Vision.

Wer ist die Zielgruppe von The Mama Set?

Stylische, moderne Frauen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Qualität und unser Fokus auf die Herstellung nachhaltiger Produkte, die Frauen während der Schwangerschaft wirklich brauchen. Wir glauben an „Slow Fashion“ und entwickeln hochwertige Basics in zeitlosen, vielseitigen Styles, die auch noch lange nach der Schwangerschaft getragen werden können.

Unsere kuratierten Sets helfen, die Kombinationen während der Schwangerschaft mit den wichtigsten Stücken zu vereinfachen und ermöglichen es werdenden Mamas, ihre eigene Garderobe und ihren Stil weiter zu tragen.

Das Mama Set, wo geht der Weg? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Plan ist, The Mama Set schlank und nachhaltig wachsen zu lassen, mit der Einführung weiterer Lösungen für Mamas, wie zum Beispiel Kleidung für die Stillzeit. Wir werden die Internationalisierung weiter vorantreiben und unsere Community rund um die Marke für unsere Kunden weiter ausbauen. Als Arbeitgeberin würde ich gerne anderen Müttern Beschäftigungsmöglichkeiten in einem flexiblen Arbeitsumfeld bieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Höre auf die Ratschläge derer, die dort sind, wo Du hinwillst. 

Wähle ein Thema, das Dir wirklich Freude bereitet und für das Du brennst.

Der Aufbau von vertrauensvollen, starken Beziehungen zu Menschen, egal ob es sich um Kunden, Lieferanten oder Mitarbeiter handelt, ist ein entscheidender Teil für den Erfolg eines jeden Unternehmens.

Wir bedanken uns bei Cynthia Voelkers für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach loslegen und nicht zaudern!

0
only one kostenlose Dating-App mit Chatfunktion und Voice Grußnachrichten

only one kostenlose Dating-App mit Chatfunktion und Voice Grußnachrichten

Stellen Sie sich und das Startup only one doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Manuel Tolle, gebürtiger Hamburger und habe die kostenlose Dating-App only one entwickelt. Ich glaube, dass eine Dating-App mehr bieten sollte als austauschbaren Small Talk und schnelle Kontakte. Die Besonderheit von only one liegt darin, dass pro Nutzer nur eine Verbindung zu einer anderen Person zugelassen wird. Dazu bieten wir weitere kostenlose Features an, wie persönliche Voice-Grußnachrichten, die manuelle Freigabe von Bildern und die Option, ein verworfenes Profil wieder aufzurufen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe rund zehn Jahre lang mit diversen Online Dating-Unternehmen zusammengearbeitet. Was mich jedoch störte: Kein Anbieter war ernsthaft darauf aus, seine Nutzenden langfristig in eine Partnerschaft zu vermitteln. Die Erfahrung machte ich auch privat. Viele parallel laufende Chats haben mich überfordert. Trotz ernsthafter Absichten stellte ich mir immer wieder die Frage, ob hinter dem nächsten Wisch nicht eine passendere Partnerin auf mich warten könnte. So formte sich meine Ideal-Vorstellung einer Dating-Plattform – und ich habe only one entwickelt.

Welche Vision steckt hinter only one?

Mit only one unterstützen wir Menschen, die ernsthaft an einer Partnerschaft interessiert sind. Mit dem Fokus auf einer einzigen Verbindung kehren wir zu einer natürlichen Art des Online Datings zurück und verbannen Multichats und Warmhaltetaktiken. Denn wer sich Zeit nimmt und seine Aufmerksamkeit auf nur eine Person richtet, legt die Basis für einen authentischen und vertrauensvollen Austausch, bei dem sich beide Seiten öffnen können. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind mit only one im Mai 2020 gestartet, also inmitten der Pandemie und den Kontaktbeschränkungen. Unsere größte Herausforderung lag darin, ob wir mit unserem Konzept zur richtigen Zeit an den Markt gegangen sind und ob unsere Serverkapazitäten einem möglichen Download- und Nutzer-Hoch standhalten können. Beides ging sich glücklicherweise sehr gut aus. Finanziert haben wir uns über Eigenkapital. Zukünftig planen wir eine kostenpflichtige Premium-Funktion für mehr Favorisierungen pro Tag, aber die Grundfunktionen von only one sollen dabei für alle NutzerInnen kostenlos bleiben.

Wer ist die Zielgruppe von only one?

only one ist für User ab 18 Jahren und kennt keine Altersgrenze. Wer auf der Suche nach einem ernsthaftem Kennenlernen ist, wird bei only one fündig. So spricht unser Konzept auch die ältere Generation ab 50 Jahren an.

Wie funktioniert only one? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es wird ein Profil mit Namen, Alter, Größenangabe und Bild angelegt. Wer mag, beantwortet einige Fragen zu Vorlieben und Charakter, die für andere Nutzende sichtbar im eigenen Profil hinterlegt werden. Im Profilkatalog entscheidet ein Swipe nach rechts oder links wird darüber, ob der/die vorgeschlagene PartnerIn gefällt und kennengelernt werden möchte. Verklickt? Über den Zurück-Icon wird das zuvor verworfene Profil wieder aufgerufen. Wer einen Stern vergibt, favorisiert einen User und signalisiert besonderes Interesse. Dabei kann schon beim Favorisieren eine Voice Grußnachricht mitgesendet werden, um einen besseren ersten Eindruck zu hinterlassen.

Haben beide User Interesse, entsteht eine Verbindung und das Chatten kann losgehen. Während einer aktiven Verbindung wird der Profilkatalog ausgeschaltet und es können keine weiteren NutzerInnen angesehen oder kontaktiert werden. Bilder lassen sich manuell im Chat freigeben, ein Algorithmus stellt außerdem sicher, dass keine unerwünschten Bilder verschickt werden. Neu ist eine Übersicht, die Nutzer zeigt, denen das eigene Profil gefällt – so kann direkt eine neue Verbindung hergestellt werden. Im Gegensatz zu gängigen Apps sind bei only one alle Grundfunktionen kostenlos. Lediglich wer mehr als einen Stern pro Tag vergeben möchte, kann zusätzliche Favorisierungen in-App kaufen.  

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir haben unsere App unabhängig von der Pandemie weiterentwickelt und sind unseren Plänen treu geblieben. Spannend für uns war, ob sich das Datingverhalten unserer NutzerInnen verändert hat. Wir haben kurzerhand eine Online-Befragung durchgeführt und konnten aufzeigen, dass sich die Wertevorstellungen zu Gunsten unserer App entwickelt haben. Die Mehrheit spricht sich dabei für längeres Chatten vor dem ersten Treffen aus, wünscht sich ernsthaftes, authentisches Interesse, fühlt sich bereit für eine neue Beziehung und möchte nicht mehr Eine/r von Vielen sein. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen? Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Pandemie bietet uns die Chance, bewusster und entschleunigt durchs Leben zu gehen. Das betrifft auch das (Online) Dating. Streng genommen war es schon vor Corona uncool, mehrgleisig zu daten. Mit dem Anstieg der Fallzahlen müssen wir unsere Kontakte weiter beschränken. Unser Konzept ist genau darauf ausgelegt und ermöglicht über die Chatfunktion und Voice Grußnachrichten ein Corona-sicheres Kennenlernen, zumal die eigene Handynummer nicht preisgegeben wird und eine Verbindung jederzeit gelöst werden kann. Ich sehe unsere Chance darin, dass wir beim Online Dating umsichtiger werden und verstehen lernen, dass auf der anderen Seite ein ernsthaft interessierter Mensch sitzt, den wir aufrichtig kennenlernen können, wenn wir unsere Aufmerksamkeit gezielt einsetzen. Besser könnte eine Dating-App nicht in die aktuelle Zeit passen. 

only one, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Derzeit können wir rund 40.000 Downloads und 5.000 aktive Verbindungen verzeichnen – ein tolles Wachstum in so kurzer Zeit! In fünf Jahren möchten wir die beliebteste Dating-App in Europa sein und dem Online Dating mit unserem Konzept eine neue Marschrichtung vorgeben: Slow und Conscious Dating.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach loslegen, nicht zaudern! 

Wir bedanken uns bei Manuel Tolle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein motiviertes Team zusammenstellen

0
Qunomedical

Qunomedical verbindet Patient:innen aus aller Welt mit Ärzt:innen aus aller Welt schnell, unkompliziert und transparent

Stellen Sie sich und das Startup Qunomedical doch kurz unseren Lesern vor!

Qunomedical ist eine Plattform für Medizinreisen, mit der wir die medizinische Versorgung weltweit verbessern und gerechter machen wollen. Denn viel zu oft folgt unser Gesundheitssystem einem standardisierten Modell: Die Patient:innen sehen sich gezwungen, folgenschwere Entscheidungen alleine zu treffen – mit unzureichenden Informationen über die Behandlung, langen Wartezeiten, hohen Kosten und ohne persönliche Unterstützung. Qunomedical ist angetreten, um das zu ändern und verfolgt die Mission, Patient:innen besseren Zugang zu Behandlungen auf der ganzen Welt zu ermöglichen.

Wir kooperieren dafür mit mehr als 1.000 führenden Ärzt:innen und Krankenhäusern in 25 verschiedenen Ländern, wobei das Behandlungsspektrum von Zahnimplantaten, über Haartransplantationen oder Fettabsaugungen bis hin zu Herzoperationen reicht. Dank strenger Qualitätsstandards werden nur Kliniken auf internationalem Top-Niveau zugelassen und stetig entlang der Patientenzufriedenheit geprüft. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Nach meinem Medizinstudium bin ich – zugegebenermaßen etwas untypisch – bei der Unternehmensberatung McKinsey eingestiegen und habe rund fünf Jahre hauptsächlich als Beraterin für den Healthcare-Bereich gearbeitet. Durch mein medizinisches Vorwissen und die Einblicke durch die Beratung, habe ich die enormen Potenziale erkannt, die durch die fortschreitende Digitalisierung des Gesundheitssystems entstehen.

2013 bin ich deshalb zum New Yorker Start-up Zocdoc gewechselt und wurde dort als Director of Healthcare Strategy zur rechten Hand des Gründers und CEO Oliver Kharraz. Zocdoc ist eine Online-Buchungsplattform für Arzttermine in den USA. In dieser Zeit ist in mir dann die Idee eines eigenen Unternehmens gereift, mit dem ich einen interessanten, aber bislang wenig beachteten Markt erobern wollte. Und so habe ich 2015 Qunomedical gegründet.

Was war bei der Gründung von Qunomedical die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war und ist die Branche selbst. Der Healthcare-Bereich ist sehr komplex, wodurch es junge Unternehmen nicht immer leicht haben. In unserem Fall war es so, dass wir noch dazu mit einem komplett neuen Konzept auf den Markt gegangen sind, etwas das es so in dieser Form und Größenordnung noch nicht wirklich gab. Da ist der Weg der Überzeugungsarbeit bei relevanten Stakeholdern anfänglich oft etwas steiniger.   

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wenn erfolgreiche Unternehmen immer nur dann entstehen würden, wenn von Anfang an alles perfekt ist, dann hätten wir wohl fast keine Start-ups mehr. Denn sind wir doch ehrlich: Nichts ist sofort perfekt. Das darf aber auf keinen Fall eine Ausrede dafür sein, mit einem nur halb fertigen Produkt zu starten. Gerade im Healthcare-Bereich muss der Service für unsere Kund:innen von Beginn an sicher und qualitativ hochwertig sein.

Welche Vision steckt hinter Qunomedical?

Mein Ziel ist es, den weltweiten Gesundheitsmarkt zu revolutionieren. Die Patient:innen sollen in der Lage sein, sich die beste Ärztin oder den besten Arzt aussuchen zu können, sich schnell und zu einem erschwinglichen Preis behandeln zu lassen. Ländergrenzen dürfen dabei keine Rolle mehr spielen. 

Wer ist die Zielgruppe von Qunomedical?

Im Prinzip gehören alle Patient:innen, die auf der Suche nach der besten Behandlungsoption sind, zu unserer Zielgruppe – ganz egal, ob sie sich dabei vom Preis, der Qualität oder der Wartezeit leiten lassen. Das Spektrum der Behandlungen, die wir anbieten, ist breit gefächert: Es reicht von Zahnkorrekturen über Eingriffe aus der plastischen Chirurgie bis hin zu hochspezialisierten Fächern wie der Onkologie oder Kardiologie. 

Wie funktioniert Qunomedical?

Den Service von Qunomedical beschreibe ich am liebsten anhand eines Beispiels: Ein Patient aus Deutschland interessiert sich für eine Haartransplantation. Da er hierzulande mit hohen Kosten und langen Wartezeiten bis zur Operation zu rechnen hat, sucht er im Ausland nach geeigneten Alternativen. Qunomedical ist dabei der vertrauensvolle Partner, der ihn bei jedem Schritt begleitet. Die über 1.000 Ärzt:innen in 25 Ländern, die auf Qunomedical zur Auswahl stehen, wurden sorgfältig entlang höchster Qualitätsstandards geprüft. Auf diese Weise gewährleisten wir die Sicherheit der Eingriffe. Beginnend bei Fragen zur Behandlung selbst, zur Kostenübernahme durch die Versicherung, zu den Ärzt:innen oder zur Klinik steht Qunomedical bereit.

Hat sich der Patient sodann für eine Klinik entschieden, erhält er ein individuelles Angebot. Außerdem steht ihm ein:e persönliche Gesundheitsberater:in zur Verfügung, um dafür zu sorgen, dass der Patient bestmöglich auf ihren Eingriff vorbereitet ist und auch die Klinik alle notwendigen Informationen hat. Der Patient kann sich vor Ort dann voll und ganz auf den Eingriff und die anschließende Erholung konzentrieren. 

Wieder zurück in Deutschland wird sich der oder die Gesundheitsberater:in noch von Zeit zu Zeit melden, um sicher zu gehen, dass der Heilungsprozess gut verläuft. Die Betreuung durch Qunomedical ist für alle Patient:innen übrigens vollkommen kostenfrei. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als Plattform, die nicht nur vermittelt, sondern die Patient:innen bei jedem einzelnen Schritt begleitet, sind wir einzigartig. Sie stehen bei uns stets im Mittelpunkt unseres Tuns. Unsere Technologie ermöglicht es uns Patient:innen aus aller Welt mit Ärzt:innen aus aller Welt schnell, unkompliziert und transparent zu verbinden. 

Qunomedical, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Qunomedical befindet sich momentan auf Expansionskurs: Wir erweitern sowohl das Spektrum der angebotenen Behandlungen, als auch gleichzeitig das Einzugsgebiet unserer Kund:innen. Inzwischen vertrauen uns Patient:innen aus 16 Ländern ihre Gesundheit an. In den kommenden fünf Jahren wollen wir diese Zahl deutlich steigern und die internationale Plattform sein, durch die Patient:innen auf der ganzen Welt Zugang zu einer besseren Gesundheitsversorgung haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Für den Erfolg einer jeden Gründung ist erstens wichtig, dass der Business-Case relevant und auf einen offenen, großen Markt zugeschnitten ist. Ist das nicht der Fall, platzt der Traum mit einer vielleicht wirklich guten Idee viel zu schnell. 

Zweitens ist es wichtig, ein motiviertes Team zusammenzustellen. Gerade in der Anfangszeit, die bei Start-ups wahnsinnig intensiv werden kann, muss die Chemie stimmen und bei allen – egal ob Sales-Verantwortliche, Entwickler:innen oder Praktikant:innen – sollte ein unternehmerisches Denken zu spüren sein.

Und schließlich rate ich allen Gründer:innen, sich ihrer Motivation bewusst zu werden und sich diese ständig vor Augen zu führen. Mich motiviert der unermüdliche und optimistische Glaube an eine bessere und gesündere Welt – dafür trete ich jeden Tag aufs Neue an.

Wir bedanken uns bei Sophie Chung für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden

0
Naughty Nuts Bio Nussmus vegan

Naughty Nuts Bio Nussmus vegan aus natürlichen Zutaten

Stellen Sie sich und das Startup Naughty Nuts doch kurz unseren Lesern vor!

Mit Naughty Nuts bringen wir frischen Wind in den Nussmus-Markt. Wir kreieren Bio Nussmus aus 100 % natürlichen Zutaten. Neben unseren puren Nussmus-Sorten bieten wir auch neuartige Rezepturen an, wie beispielsweise das Bio Erdnussmus Cacao Crunch oder unser Bio Mandelmus Blueberry Bash, die für ein überraschendes Geschmackserlebnis sorgen.

Wir, Ben und Lorenz, sind die Gründer von Naughty Nuts und kennen uns bereits aus dem Studium über eine Gründerinitiative, den Entrepreneurs Club Cologne e.V. 

Ben kümmert sich bei Naughty Nuts um die Bereiche Marketing, Online-Shop und Finance. Er hat nach dem Studium mehrere Jahre als Berater bei der Boston Consulting Group gearbeitet und diverse Projekte betreut. Anschließend hat er sein Master Studium in Maastricht in den Bereichen Marketing und Data Science absolviert. Lorenz ist für die Bereiche Sales, Product und Supply Chain zuständig. Ihn hat es nach dem Studium in die Startup-Welt gezogen und er hat den Vertrieb für ein deutsches Food Startup aufgebaut. Dabei konnte er viel Erfahrung im Lebensmitteleinzelhandel sammeln, von großer Lagerlogistik bis hin zur Betreuung einzelner Märkte.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Neben der Begeisterung für Startups und die Kölner Gründerszene sind wir beide passionierte Foodies: Ben hat eine Ausbildung in der 5* Hotellerie absolviert und Lorenz ist passionierter Hobbykoch. Gemeinsam haben wir uns schon viel über Gründungsideen im Bereich Food ausgetauscht.

Im Sommer 2019 kam es zu einem enormen Engpass an Erdnussbutter, auch bekannt als die Erdnussbutterkrise. Als absolute Erdnussbutter-Fans hat uns das fehlende Angebot direkt getroffen. Gleichzeitig hat Lorenz den Vertrieb für ein Food-Startup aufgebaut und auch die enorme Nachfrage des Handels nach einer innovativen deutschen Marke für Nussmus direkt mitbekommen. Eine Love Brand für Nussmus gibt es in Deutschland nicht, das aktuelle Angebot besteht größtenteils aus Eigenmarken und Produkten mit jeder Menge zugesetztem Zucker und Palmöl. Von Innovation in diesem Sortiment fehlt jede Spur. Der Anspruch es selbst und viel besser zu machen war geboren!

Ausgerüstet mit vielen Ideen für spannende Sorten haben wir uns nachts in die WG-Küche gestellt und getüftelt. Wir haben einen Produzenten gefunden, der unsere neuen leckeren Sorten in großem Maßstab produzieren kann. Am 18.01. ist es soweit und wir eröffnen unseren Online-Shop

Welche Vision steckt hinter Naughty Nuts?

Unser Ziel ist es die bekannteste und beliebteste Nussmus-Marke in Deutschland zu werden. Wir sorgen für Freude und ein überraschendes Geschmackserlebnis und wollen auch die letzten Skeptiker:innen für Nussmus begeistern. 

Dabei verwenden wir kein Schnickschnack wie Palmöl, zugesetzter Zucker oder Molkepulver. Zudem machen wir uns nackig und bieten absolute Transparenz über die Herkunft der Bio Nüsse und mittelfristig über den CO2-Ausstoß unserer Produkte.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es einen ersten Produktionspartner zu finden. Wir haben, soweit es die Corona-Pandemie ermöglichte, diverse Produzenten in ganz Europa besucht. Dabei haben wir festgestellt, dass viele gar nicht in der Lage sind neuartige Sorten, wie wir sie haben möchten zu produzieren. Einige andere Hersteller verlangen Mindestbestellmengen, die es absolut unmöglich machen für ein junges Unternehmen in diesen Markt einzutreten. 

Natürlich bringt das Gründen in Corona Zeiten einige Herausforderungen und höhere Risiken mit sich – insbesondere wenn Geschwindigkeit und Flexibilität wichtig sind. Teilweise war es für uns eine Herausforderung ein komplett neues Team teils im Homeoffice aufzubauen. 

Für ein Food-Startup ist eine frühe Finanzierung besonders wichtig um die erste Produktion zu stemmen. Deswegen haben wir parallel nach strategischen Business Angels gesucht, die an unsere Idee glauben und uns mit unserem Vorhaben unterstützen. Wir konnten namhafte Business-Angels, Ole und Béla, zwei der drei Gründer von Just Spices mit unserer Idee überzeugen. Die beiden unterstützen uns mit einem finanziellen Investment und stehen uns auch als Mentoren bei allen strategischen belangen zur Seite. 

Wer ist die Zielgruppe von Naughty Nuts?

Mit Naughty Nuts bauen wir eine Lifestyle-Marke für Nussmus auf. Einige Trends spielen uns hier stark in die Karten. Unser Nussmus ist immer vegan, also ohne Molkepulver. Daher profitieren wir vom enormen Wachstum der veganen Zielgruppe. Zudem haben Nüsse und Nussmus super Nährwerte, sind reich an Ballaststoffen, Proteinen und gesunden Fetten und werden immer beliebter in der Fitness-Community. Unsere Zielgruppe legt großen Wert darauf sich mit einer Marke zu identifizieren und gemeinsame Werte zu teilen, genau hier setzen wir an. Naughty Nuts steht für puren Genuss, Freude, Qualität aber auch für Nachhaltigkeit und Transparenz.

Wir fokussieren uns beim Aufbau der Marke Naughty Nuts auch stark auf Social Media. Daher erreichen wir automatisch eine junge trendbewusste Zielgruppe.

Was ist das Besondere an den Produkten ? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das aktuelle Angebot für Nussmus ist gekennzeichnet durch Produkte mit katastrophalen Zutaten (u.a. Palmöl, zugesetzter Zucker, Emulgatoren, Molkepulver…) und durch innovationslose Eigenmarken. Ein attraktives Markenprodukt fehlt komplett.

Naughty Nuts steht für neue und spannende Sorten, diese sind stets bio, vegan, ohne zugesetzten Zucker und Palmöl. Unser Portfolio aus puren und fancy Nussmus-Sorten bietet Abwechslung und eine breiten Anwendungsbereich. Insbesondere ausgefallenere Nussmus-Sorten, wie z.B. unser Bio Mandelmus Blueberry Bash gibt es auf dem deutschen Markt nicht. Hier bilden wir die innovative Spitze im Nussmus-Segment. Viele andere Marken bieten neben Nussmus eine Menge komplett anderer Produkte an. Bei Naughty Nuts steht das Produkt Nussmus immer im Vordergrund. Zudem bieten wir dem Konsumenten absolute Transparenz, z.B. über die Herkunft unserer Bio Nüsse. Diese steht auf jeder Verpackung. Aktuell arbeiten wir gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmen Carbon Cloud auch daran, den Co2-Ausstoß der gesamten Produktionskette transparent unseren Konsumenten bereitzustellen. Durch diese Transparenz können wir Schritt für Schritt an unserem Ziel arbeiten, klimapositiv zu werden. 

Naughty Nuts, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nussmus ist ein vielseitiges Multitalent und das ideale Produkt zum Markteintritt und Aufbau der Marke Naughty Nuts. Wir werden unser Portfolio innerhalb des Nussmus-Segmentes stets durch neue Nuss-Sorten oder neuartigen Rezepturen, aber auch in anderen naheliegenden Segmenten erweitern. Darüber Hinaus sehen wir auch großes Potential für unser Produkt und unsere Marke in vielen anderen europäischen Ländern und können uns eine Expansion innerhalb der nächsten 5 Jahre sehr gut vorstellen.

Letzten Endes möchten wir viele Menschen von unserem leckeren Nussmus begeistern und mit großartigen, gesunden und nachhaltigen Produkten Freude bereiten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Man muss das Rad nicht immer neu erfinden, wenn man die Dinge ins Rollen bringen will. Es gibt unendliche viele Ecken, an denen sich das Rad besser machen lässt! Mit Naughty Nuts knüpfen wir uns eben den Bereich Lebensmittel und insbesondere das Nussmus-Rad vor!
  2. Klammert euch nicht an eure Anteile und holt euch frühzeitig strategische Partner an Bord. Für uns hat sich dies jetzt schon mehr als ausgezahlt.
  3. Fokussiere dich nicht zu sehr auf die Idee, sondern auf das Gründungsteam und den Markt. Ein A-Team mit einer B-Idee, schlägt immer ein B-Team mit einer A-Idee! Versuche die wirklichen Probleme und Wünsche deiner Kernzielgruppe herauszufinden, anhand dessen kannst du die perfekte Lösung entwickeln.

Wir bedanken uns bei Benjamin Porten und Lorenz Greiner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Findet den richtigen Mitgründer

0
suitepad-tablet-hotelzimmer

SuitePad Tablet für Hotelzimmer ersetzt die klassische Gästemappe

Stellen Sie sich und das Startup SuitePad doch kurz unseren Lesern vor!

SuitePad ist ein junges Unternehmen mit Sitz in Berlin und rund 60 Mitarbeitern in ganz Europa. Unser Produkt – das SuitePad – ist ein hochmodernes Tablet für das Hotelgästezimmer. Dies ersetzt nicht nur die klassische Gästemappe, sondern auch das Telefon und die TV-Fernbedienung, es kann zum Beispiel für die Bestellung des Roomservices oder die Reservierung einer Spa-Anwendung genutzt werden und hält eine ganze Menge Infos rund um den Aufenthalt, das Hotel und die Stadt/Region bereit. Weltweit, von Indonesien bis USA, findet sich das SuitePad inzwischen in etwa 60.000 Zimmern von circa 1.000 Hotels, die von uns in Sachen digitale Gästekommunikation betreut werden. Damit erreichen wir knapp fast eine Million Gäste im Monat. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Es hat uns vor einigen Jahren erstaunt, dass – inzwischen ja weit im 21. Jahrhundert angekommen – noch immer Teile eines Hotelaufenthalts komplett analog oder zumindest unterdigitalisiert sind. Anders als das Buchungsprozedere im Vorfeld oder das Feedback im Nachgang, herrscht(e) in diesem Bereich oftmals noch das Zeitalter von Papier, Bleistift und Telefonhörer. Hier musste etwas passieren: Es kann einfach nicht sein, dass diese wichtigste Phase während des Hotelaufenthalts nicht digitalisiert ist! Die Reiseindustrie – speziell die Hotellerie – muss jetzt aktiv werden und diese digitale Lücke schließen. Mehr und mehr Häuser erkennen dies auch und setzen auf zeitgemäße Kommunikations- und Informationsmedien.    

Welche Vision steckt hinter SuitePad?

Unsere Vision ist es, dass die Digitalisierung und damit das SuitePad während des Aufenthalts genauso selbstverständlich wird, wie die digitale Buchung vor und das digitale Feedback nach dem Aufenthalt. Ganz gleich, in welchem Sterne-Segment, ob Business-, City- oder Wellness-Hotel, ob Ketten- oder Einzelhaus. Mit der wachsenden Zahl digital affiner Gäste tut sich unserer Überzeugung nach genau in unserem Segment die größte Opportunity der Reisebranche auf.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zweifelsohne ist die Corona-Pandemie eine unternehmerische Mega-Herausforderung, auf die man nicht vorbereitet sein kann. Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 und gegen Ende des letzten Jahres hatten die meisten Hotels schlichtweg geschlossen. Keine Frage, dass wir das im Neukundengeschäft und auch bei unseren Umsätzen spürten und spüren. Glücklicherweise dreht sich das jetzt stark, weil Hotels mehr und mehr verstehen, dass die Digitalisierung für den weiteren Betrieb notwendig ist und sich zudem ein Hoffnungsstreifen auf allgemeine Markterholung am Horizont abzeichnet.

In Sachen Finanzierung hatten wir gleich zu Anfang das Glück, in unseren ersten Finanzierungsrunden eine ganze Reihe von Business Angels von uns und unserem Produkt überzeugen zu können. Hinzu kamen Venture-Capital-Firmen wie HW Capital, die IBB Beteiligungsgesellschaft und Kizoo. Anschließend kamen Target Partners als Hauptinvestor sowie HOWZAT dazu. Letztes Jahr schließlich konnten wir eine Finanzierungsrunde mit dem US-Investor Riverside Acceleration Capital abschließen.

Wer ist die Zielgruppe von SuitePad?

Zu unseren wichtigsten Kunden gehören Individualhotels, vor allem aber auch Hotelgruppen im drei bis fünf Sterne-Segment – beispielsweise nationale Champions wie Dorint Hotels, Van der Valk und Falkensteiner, aber auch internationale Ketten wie Kempinski Hotels oder Melia Hotels. Wie schon erwähnt, kann das SuitePad aber auch für jedes andere Hotel konfiguriert und passend gemacht werden.

Wie funktioniert SuitePad? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Das SuitePad ist ein Tablet auf dem Zimmer, dass sich über WiFi mit unserem Server verbindet und dort auf die vom Hotel definierten Daten und Funktionen zugreift. Es ist also eine „Hardware enabled Software as a Service Solution”. Das baut praktisch einen völlig neuen Kanal zum Gast auf und hilft so den Hotels, den Gast schneller und besser zu informieren, mehr Services zu bieten und zu verkaufen, zugleich an anderer Stelle aber auch Kosten einzusparen oder dem Gast einen tollen Aufenthalt zu bereiten. Die Telefonie funktioniert entweder mit einer In-House-Telefonanlage oder einer Cloud-Lösung, den Fernseher kann der Gast über einen im Gerät verbauten Infrarot-Sender steuern.

Im Vergleich zu Mitbewerbern heben wir uns vor allem durch extrem starke Nutzungsstatistiken ab: Da wir neben den Tablets auch Lösungen für den Fernseher und die gasteigenen Geräte anbieten, wissen wir, dass die Nutzung auf den Tablets oft zehnmal höher ist als auf dem Gerät des Gastes. 

SuitePad, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In diesen Wochen und Monaten passiert gerade etwas Entscheidendes für uns: Wir merken, wie sich die Hotellerie aufgrund der Pandemie massiv wandelt und sind überzeugt, dass die Digitalisierung nun auch in den letzten Betrieb einziehen wird. Daher gehen wir davon aus, dass sich das starke Wachstum der letzten Jahre nun noch weiter beschleunigen wird. Insbesondere unsere internationale Marktpräsenz möchten wir in den nächsten Jahren massiv ausbauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Findet den richtigen Mitgründer: Die Reise in und mit deinem Startup dauert manchmal länger als man denkt und es hilft uns bei SuitePad sehr, dass wir uns vertrauen und verstehen. 

Sucht euch Investoren, die euch in guten und in schlechten Zeiten unterstützen. Wir hatten hier ein gutes Händchen und viel Glück – was sich jetzt für alle rechnet.

Tracke deinen Net Promoter Score oder eine andere Kundenzufriedenheits-Metrik. Das hilft sehr dabei, den Puls am Kundenfeedback zu haben und schnell zu lernen, was ihr am Produkt oder euren Prozessen noch verbessern müsst.

Wir bedanken uns bei Moritz von Petersdorff-Campen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Konsequenz bei allem was Du anpackst

0
Salz-Vitalofen Infrarotheizung 2 Minuten 2 Millionen

Der Gründer von Salz-Vitalofen, Infrarotheizung mit Meeresklima, war in der PULS4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Salz+Salz doch kurz vor!

Der Idee zur Gründung von Salz+Salz entstand 2011. Durch die überhöhten Preise von unbehandelten Kristall-/Steinsalzen angetrieben, und weil ich gerade etwas Geld übrig hatte, habe ich ein paar Container „Himalaya“- Salz in Pakistan bestellt und es zum EU-Bestpreis über einen online-shop in AT, DE und IT auf Google beworben und verkauft. 

Und dadurch eine ganze Branche, nämlich die der „Himalaya-„ Salz-Haie dazu gebracht, ihr Preisgefüge gründlich zu überdenken. Und in der Folge erheblich nach unten hin zu korrigieren.  Jeder Mensch soll sich ein unbehandeltes Salz leisten können. Das war meine Idee. Und während der Verwirklichung dieser Idee entstand eine weitere: Das Projekt „Salz-Vitalofen“

Wie ist die Idee zum Salz-Vitalofen entstanden?

Während meiner Arbeit mit Salz und Salzbausteinen ist mir aufgefallen, dass die früher überall eingesetzten sogenannten Glühlampen (jetzt abgelöst von Energiesparlampen) imstande waren, Salzbausteine aufzuwärmen.
Die Salzbausteine ihrerseits schienen Wärme sehr gut speichern zu können.
Es fehlte jetzt noch ein Heizmittel, welches imstande ist, die doch recht massiven Salzziegel nicht nur, wie es die Glühlampen tun, aufzuwärmen sondern sie auf Ofentemperaturen zu bringen. Da war es für mich nur ein kleiner Denk-Schritt zum Wiederentdecken der guten, alten IR-Halogen-Heizlampen, die man wahrscheinlich vom Italienurlaub (von vor 30 Jahren) kennt. Sie waren damals omnipräsent, in jedem Badezimmer: Die Heizlampen, deren Wärme man sofort beim Einschalten spürt.

Und aus diesen 4 Bausteinen wurde die dazugehörige Patentidee:
Salzbausteine als Speichermasse in Verbindung mit IR-Halogen-Heizstrahlern.
2014 Patenteinreichung, 2019 Patenterteilung.
Vor dieser unserer „Erfindung“ wurden diese Heizstrahler immer mit einem Reflektor ausgestattet.
Durch unsere Patentidee wird erstmals die unmittelbar beim Einschalten spürbare Wärmestrahlung dieser Heizstrahler mit der ausgezeichneten Speicherkapazität von Salzbausteinen kombiniert…
 – und dadurch ward ein ausgesprochen energiesparender Heizkörper – der dazu noch super aussieht – geschaffen: Der Salz-Vitalofen.

Welche Vision steckt hinter dem Salz-Vitalofen?

Der Versuch einer knappen Antwort. Ich wollte ursprünglich mit der Positionierung eines Salz-Vitalofens in jedem umwelt- und energiebewußten Haushalt ausschließlich einen optisch ansprechenden Beitrag zur Elektrifizierung der Heiztechnik leisten, welche ich zum Erreichen der Energiewende als unumgänglich angesehen habe und weiterhin als unumgänglich einschätze….

Die Faktenlage zum Thema Energiewende:

+ 2/3 des Gesamtenergieverbrauchs in privaten Haushalten werden zur Wärmeerzeugung benötigt (DE)*
+ Diese Wärmeenergie wird zu 85% (DE) durch Verbrennen fossiler Energieträger erzeugt (Tendenz seit vielen Jahren: gleichbleibend). Mal ganz abgesehen von der dadurch entstehenden immensen Feinstaubbelastung in den Ballungsräumen während der Wintermonate ist das energietechnisch ein unhaltbarer Zustand.*
+ Im Vergleich dazu: 52% der Stromerzeugung in DE (72% in AT) stammte 2020 bereits aus erneuerbaren Energien* – Tendenz stark steigend.
+ Dazu kommt noch, dass das Heizen mittels IR-Heiztechnik durch Strom grundsätzlich „Die Zukunft des Heizens“** ist.

* Quellen im Anhang
** Prof. Dr. Claus Meier, TU Berlin in „Heizen wie die Sonne“ sowie
Dr. Ing. Peter Kosack, TU Kaiserslautern in seiner Studie und als Ergebnis seiner diversen Workshops.

Doch das mit Umweltverträglichkeit und der Energieeffizienz war erst der Anfang der Geschichte des Salz-Vitalofens:


Ich hatte in der Folge, während meiner jahrelangen Tests mit den Öfen, immer wieder das Gefühl, unsere Heizkörper schaffen „während sie ihre Arbeit tun“ zusätzlich auch eine salzhaltige Atemluft in meinen Räumlichkeiten.
Und wirklich, bei Messungen mit einem Holbach-Ionometer wurde festgestellt, dass beim Erwärmen unserer Öfen Ionen freigesetzt werden, und zwar Unmengen davon – das war also die physikalische Erklärung für die auch von einigen Ofenkunden reklamierten wohltuenden Eigenschaften unserer Salz-Vitalöfen für die Atemwege.
 – Es gibt Mails schon aus 2014, 2015 in welchen überraschte Kunden mir diese Eigenschaften von sich aus bestätigen. Das „Meeresklima fürs Wohnzimmer“ wurde Wirklichkeit.

Die dritte Begegnung mit einem Geistesblitz in Bezug auf unsere Öfen hatte ich, als IR-Kabinenhersteller damit angefangen haben, ihre IR-Kabinen mit Salzziegeln aufzupeppen. Ich habe mir daraufhin die Leucht-/Heizmittel dieser Kabinen angesehen und siehe da: Es werden dieselben IR-Halogen-Heizstrahler verwendet wie in unseren Öfen, manche mit Wendel aus Wolfram, manche mit Wendel aus Karbon – aber es sind immer IR-Halogen-Heizlampen.

Die Idee eines äußerst energieeffizienten Heizkörpers, eines Heizkörpers der dazu noch wunderschön aussieht – UND DER NEBENBEI NOCH GESUNDHEITSFÖRDERNDE FEATURES aufweist war zur Welt gebracht – der Salz-Vitalofen wurde:


1. vom HEATING-POINT – durch seine unglaubliche Energieeffizienz und Mobilität ist er DER Heizkörper zum Beheizen von Komfortzonen/ Couchlandschaften
2. zum MEETING-POINT – durch seine angenehme Wärme und sein umwerfendes Aussehen wird der Salz-Vitalofen zum Anziehungspunkt für Mensch und Tier, welche sich IMMER rund um/ in der Nähe des Ofens platzieren. JEDER und SOFORT.
3. und er wurde überdies zum HEALING-POINT (ein Faktum, das bisher bei Heizkörpern nicht anzutreffen war) – durch die angeführten wohltuenden Eigenschaften von erwärmtem Salz und der Verwendung derselben IR-Heizstrahler wie in IR-Kabinen „heilt“ der Salz-Vitalofen im Hintergrund – ohne dass Sie das bewußt wahrnehmen – Sie spüren es nur, wie ich, mit der Zeit.

A STAR WAS BORN!

Wer ist die Zielgruppe für die Salz-Vitalöfen

Wegen der Energieeffizienz plus den Zusatzfeatures sehen wir uns in JEDEM Wohnzimmer von energie- und umweltbewußten Menschen, die zusätzlich noch die extra geleistete, oben beschriebene „Hintergrundarbeit“ unserer Öfen zu schätzen wissen. Als unverzichtbares Nischenprodukt sehen wir uns auch in gehobener Hotellerie und Gastronomie.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die PULS 4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ zu bewerben? 

Wir entwickeln seit nunmehr 8 Jahren das Projekt „Salz-Vitalofen“. Nachdem ich auf entscheidende Fehleinschätzungen in der herrschenden Meinung bei Heizungs-Experten (-Beratern) und beim Heizungs-Käufer-Publikum bezüglich IR-Heiztechnik und den dafür benötigtem Energieaufwand draufgekommen bin, habe ich mir gedacht. Die Zeit ist reif, unser Projekt einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen… – doch wie sollte das gehen? Ich habe mich, überzeugt von der Idee Salz-Vitalofen, schriftlich bei der PULS 4 Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ und bei der „Höhle des Löwen“ angemeldet.

Wir wurden von PULS 4 auch prompt zur Abgabe eines Casting-Videos – und daraufhin auch zur Show – eingeladen. Das war dann auch die beste Werbung für unser Produkt, die wir uns haben wünschen können. Und das kam, wie alles bisherige bei diesem Projekt, „just in time“ – unmittelbar nach Erreichen der Serienreife der ersten Modelle. Dank dieses Glücksgriffs werden wir ziemlich sicher auch weiterhin an unserem bisherigen Prinzip festhalten können. Wir beanspruchen keine Lieferanten- oder gar Bankkredite – wir gewähren aber auch keinen Kredit.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet? 

Für das Casting-Video hatte mein Pitching-Partner Jimmy das 2-Minuten-Einstiegsvideo ja schon lange vor der Fixierung unseres Auftritts auswendig lernen müssen. Nachdem wir die freudige Nachricht bekommen hatten, dass wir mit dabei sind, habe sicherheitshalber auch ich den Pitch gelernt – man weiß ja nie… Und: ich hatte mich in den letzten Jahren ja intensiv mit IR-Heiztechnik und deren Hintergründen beschäftigt, mit IR im allgemeinen – und natürlich auch speziell in Richtung Salz-Vitalofen. Ich war daher mE bereits recht sattelfest beim Thema IR-Heizungen – doch dann stellte sich für mich erst heraus, dass man das, was man weiß, ja auch strukturiert artikulieren können muß – und genau das war in den 5 Wochen vor der Aufzeichnung unseres Pitches meine Aufgabe.

Mithilfe unseres talentierten Mitarbeiters Janus – und auch dank des Inputs eines eingefleischten Klagenfurter Investors, haben wir es gemeinsam geschafft, Hintergründe der „Zukunft des Heizens“ derartig in Worte zu fassen, sodass es von mir danach in kleinen Dosen – ohne meine gewohnten ausschweifenden Darstellungen – dieses Interview ist ja der beste Beweis für diese meine Schwäche – kurz und bündig an ein auf dem Gebiet wahrscheinlich weitgehend unbedarftes Publikum weitergegeben werden konnte. Ich war als interessierter und engagierter Dilettant und dem fast täglichen Sparring, so glaub ich, bestens vorbereitet – das hat mir schlußendlich auch das nötige Selbstvertrauen für diesen nicht alltäglichen Auftritt gegeben. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch meinen beiden ausgezeichneten Helfern.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „2 Minuten 2 Millionen“ viele Interessenten und auch Medien auf Salz+Salz aufmerksam werden? 

Es war der bedeutendste Schritt seit der Fertigentwicklung des Salz-Vitalofens. Weil: Was nützt es, wenn man ein in vieler Hinsicht exzellentes Produkt anzubieten hat, das jedoch keiner kennt. Seit unserem Auftritt bei „2 Minuten 2 Millionen“ kennen den Salz-Vitalofen geschätzt 300.000 Zuseher. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle nochmals – an „2 Minuten 2 Millionen“, sprich: PULS 4. Und an das professionelle Team, das die Startup-Show möglich macht. Dies auch im Namen all jener, die wegen dieser Sendung noch von den wohltuenden Eigenschaften eines Salz-Vitalofens profitieren werden 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus? 

Das hat sich im Laufe der Zeit verändert – ursprünglich waren der Herr Hillinger und Dr. Haselsteiner meine #1 und #2 – wegen ihrer Beziehungen zu gehobener Gastronomie/Hotellerie bzw. zu Bauträgern. Danach, kurz vor der Aufnahme des Pitches, hatte sich der Schwerpunkt aber verlagert – eben zu Herrn Rohla, der es ja dann auch geworden ist. Auch wir sind sehr zufrieden mit Herrn Rohlas Wahl – wir schätzen das Potenzial und das know-how von Herrn Rohla. Der Salz-Vitalofen wird von Experten – offensichtlich auch von einigen Investoren in der Show – als Nischenprojekt angesehen; was er aber nicht lange bleiben wird, dessen bin ich mir sicher. 

Wie ging es nach der Sendung weiter? 

Es gab seither ein unverbindlich verlaufenes Kennenlern-Treffen mit Herrn Rohla und Partnern. Ich glaube, dass beide Seiten zufrieden mit der Wahl sind.

Salz+Salz, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In fünf Jahren sind wir mit unserem „Nischenprodukt“ Marktführer in allen relevanten EU-Märkten – auch in Italien, wo versucht wurde, unsere Öfen – trotz bestehenden EU-Patents – zu kopieren. 

Und dadurch, dass wir immer das in unseren Augen Wichtige konsequent durchgezogen haben, haben wir es auch zu „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft. Und genau aus diesem Grund werden wir es innnerhalb der kommenden 5 Jahre auch EU-weit schaffen, unsere Idee aus ihrer angeblichen Nischenprodukt-Position herauszuführen und einen bedeutenden Beitrag bei der unbedingt notwendigen Elektrifizierung der Wärmegewinnung zu leisten – wollen wir die Energiewende auch auf dem Sektor „Heiztechnik“ wirklich schaffen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


1. Konsequenz bei allem was Du anpackst!
2. Konsequenz!!
3. Konsequenz!!!!

Bildquelle PULS 4 Gerry Frank

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neueste Beiträge

Prof. Dr. med. Sandra Eifert über Frauen und Longevity Bild Prof. Dr. med. Sandra Eifert Bildcredit/Fotograf: Michael Bader

Longevity: Biologisch sind Frauen für ein langes Leben bestens ausgestattet

0
Frauen leben so lange wie nie zuvor und stehen vor der Frage, wie sie diese Jahre gesund gestalten können. Prof. Dr. med. Sandra Eifert erklärt, warum Longevity körperliche, hormonelle und emotionale Faktoren vereint.
Bild Robin Söder @ Entrepreneur University. The Founder Summit feiert Jubiläum 10 Jahre Business Festival

10 Jahre The Founder Summit