Donnerstag, Februar 12, 2026
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Verifiziert eure Geschäftsidee am Markt!

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aiConomix Software Arbeitsprozesse

aiConomix Software die Arbeitsprozesse analysiert und automatisiert

Stellen Sie sich und das Startup aiConomix doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Alex Schwabauer, Eric Marre und Denis Golovin von dem B2B Deep-Tech Startup aiConomix. Wir bauen eine intelligente Software, die Arbeitsprozesse eigenständig analysiert und automatisiert. In unserem neuartigen Ansatz verwerten wir Daten, die bereits bei Arbeitsprozessen anfallen, und nutzen diese, um Menschen mit einer individualisierten Hilfestellung bei der Arbeit zu unterstützen. 

Unsere Lösung kann man sich analog zur Autovervollständigung beim Tippen von Texten auf dem Smartphone vorstellen. Nur schlägt unsere Lösung keine Worte vor, sondern ganze Arbeitsschritte, wie beispielsweise das Kopieren von Daten oder das Ausfüllen von ganzen Formularen. Der Mensch kann dann wie beim Smartphone entscheiden, ob er den Vorschlag ausführen oder ignorieren möchte.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Vor der Gründung von aiConomix hatten wir sichere und gut bezahlte Jobs in der IT-Branche, die wir nun gekündigt haben, weil wir fest davon überzeugt sind, dass aiConomix einen immensen und positiven Einfluss auf das Arbeiten von Millionen Menschen haben wird. Die Gründung eines Unternehmens ist für die meisten Menschen – und so auch für uns – die einzige Option, ein Ziel dieser Größenordnung realistisch verfolgen zu können.

Welche Vision steckt hinter aiConomix?

Mit unserer Technologie automatisieren wir langweilige und fehleranfällige Arbeitsschritte, sodass sich der Mensch ganz auf die hochwertigen und kreativen Arbeiten konzentrieren kann. Wir glauben, dass unsere Technologie in Zukunft so weit verbreitet sein wird wie die Autovervollständigung auf Smartphones.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung bestand darin, den Übergang von unseren vorherigen Tätigkeiten zum Startup zu schaffen. Diese Hürde haben wir genommen, indem wir einen beträchtlichen Anteil unserer Freizeit in das Startup investiert haben. Wir haben es geschafft, dass wir uns inzwischen alle voll und ganz auf aiConomix konzentrieren können. Gefördert werden wir über das EXIST Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, sodass wir eine gewisse finanzielle Sicherheit haben. 

Wer ist die Zielgruppe von aiConomix?

Unsere Zielgruppe sind Organisationen, die einen erhöhten Verwaltungsaufwand haben, wie beispielsweise Versicherungen, Banken, Polizeien und generell die öffentliche Verwaltung. Die meisten größeren Unternehmen haben auch beträchtliche HR- und Finanzabteilungen die ebenfalls enorm von unserer Lösung profitieren können. 

Wie funktioniert aiConomix? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

aiConomix verwertet die Daten, die bei der Ausführung von Arbeitsprozessen anfallen und nutzt diese, um Prozesse zu analysieren und einzelne Automatisierungen von Prozessabschnitten zu erlernen. Die erlernten Automatisierungen werden dem Nutzer in Form eines Buttons in der gewohnten Arbeitsumgebung vorgeschlagen. Der Nutzer kann dann einfach auf den Button klicken, um aiConomix die Aufgabe erledigen zu lassen.  Die Automatisierung von vielen kleinen Arbeitsschritten resultiert in einer signifikanten Effizienzsteigerung. In unseren Studien beträgt die Zeiteinsparung bis zu 60%. Außer aiConomix gibt es niemanden auf dem Markt, der in diesem Maße Automatisierungspotentiale vollautomatisch entdeckt und nutzt. Alle anderen Anbieter müssen erst eine teure und manuelle Prozessanalyse durchführen, bevor sie eine Lösung anbieten können.

aiConomix, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird es für alle informationsverarbeitenden Organisationen unvorstellbar sein, ohne aiConomix zu arbeiten. So wie es heute unvorstellbar ist, eine WhatsApp Nachricht zu schreiben ohne die Wortvorschläge zu nutzen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Bei der Ausgestaltung eurer Vision – egal wie groß diese auch ist – solltet ihr zunächst  einmal alle Hürden, die auf dem Weg liegen, ausblenden. Habt stattdessen stets euer Ziel vor Augen und motiviert euch gegenseitig.
  2. Ein Startup ist ein Marathon, kein Sprint! Üblicherweise arbeitet man mehrere Jahre an seinem Startup. Damit man das auch durchhält, sollte man darauf achten physisch sowie psychisch möglichst fit und gesund zu bleiben.
  3. Verifiziert eure Geschäftsidee am Markt! Sprecht möglichst früh mit potentiellen Kunden und findet heraus, was sie über euer Produkt denken. Denn das Letzte was ihr wollt, ist die Entwicklung eines Produktes, das niemand haben will.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Alex Schwabauer, Eric Marre und Denis Golovin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ohne Kunden gibt es auch kein Start-up

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HelloBello Frischfutter Hunde

HelloBello individuelles, gesundes Frischfutter für Hunde

Stellen Sie sich und das Startup HelloBello doch kurz unseren Lesern vor!

HelloBello ist ein FoodTech Startup, das Hundefutter völlig neu gedacht hat. Wir bieten Vierbeinern mehr als braune Brösel und undefinierbare Fleischklumpen. HelloBello ist frisch. individuell. geliefert. 

Unser eigens gebauter Konfigurator ermöglicht uns die Ernährung von Hunden zu individualisieren und zukunftsweisend zu denken. HelloBello Frischfutter wird auf jeden Hund passgenau zugeschnitten, bei niedrigen Temperaturen schonend gekocht und mit einem einzigartigen Nährstoffmix abgerundet. Ein bedarfsdeckendes Hundefutter in Lebensmittelqualität, das dem Kunden im Abosystem in 14 oder 28 Tagen Abstand an die Haustür geliefert wird – eine absolute Neuheit auf dem Futtermarkt in Deutschland und Österreich.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Hunde haben im Leben von uns Gründern – Wolfgang Maurer, Stephan Freh und Patrick Etz – schon immer eine große, ja sogar omni-präsente Rolle gespielt. Im Sommer 2019 hat Wolfgang für ein paar Tage auf die Labradorhündin seiner Schwester aufgepasst. Labradore sind zwar vierbeinige Staubsauger, Mia hat allerdings einige körperliche Baustellen, weswegen sie nicht alles fressen darf. Da Wolfgang kein Futter mehr zuhause hatte, wollte er auf Nummer sicher gehen und im Internet rausfinden, welches Futter für sie am besten geeignet ist. Leichter gesagt als getan, wie es so schön heißt. Denn der Futtermarkt ist ein Dschungel. Innerhalb von zwei Minuten wissen, was der eigene Hund braucht, um optimal versorgt zu sein? Keine Chance. 

Auf seinem Segelboot kann Wolfgang besonders gut nachdenken und kam mitten auf dem oberösterreichischen Traunsee zu dem Entschluss, dass das so nicht weitergehen kann. Hundeernährung muss einfacher, transparenter und besser werden. Und so war die Idee für HelloBello geboren. 

Welche Vision steckt hinter HelloBello?

Hunde werden ein immer wichtigerer Bestandteil unserer sich schnell wandelnden Gesellschaft. Nicht nur die Bedürfnisse des Hundes, sondern auch der menschliche Anspruch an das Tier entwickelt und verändert sich kontinuierlich. Der Wunsch jedes Hundebesitzers ist es, seinen Vierbeiner so lange wie möglich und so gesund wie möglich an seiner Seite zu haben. Mit unserem gesunden Frischfutter können wir die Grundlage für die Erfüllung dieses Wunsches schaffen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten drei Herausforderungen waren sicherlich das Zusammenstellen unseres schlagkräftigen Kernteams, die komplexe Entwicklung der Rezepte samt natürlicher Nährstoffmischung und Feinjustierung der Produktionsparameter, als auch die Konzipierung des Verpackungs- und Kühlsystems, welches die Lieferung des Frischfutters erst ermöglicht. Die Finanzierung von HelloBello setzt sich zusammen aus EUR 130.000 EUR Eigenkapital, einer AWS Double Equity Finanzierung von EUR 130.000, EUR 200.000 aus einer Seed Finanzierungsrunde und aus einer Fremdfinanzierung von EUR 100.000.

Wer ist die Zielgruppe von HelloBello?

Unsere Zielgruppe lässt sich ganz einfach definieren: Hundebesitzer. Denn wir sind überzeugt davon, dass jeder Hundebesitzer nur das Beste für seinen Hund möchte. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

HelloBello ist der einzige Anbieter für individualisiertes Frischfutter im deutschsprachigen Raum. 

Von anderen Fütterungsformen unterscheiden uns diverse Faktoren: Die Möglichkeit das Futter für jeden Hund zu individualisieren basiert auf unserem Konfigurator, welcher uns zusätzlich ermöglicht jeden weiteren Schritt des Unternehmens voll und ganz auf den gesellschaftlichen und gesundheitlichen Wandel des Hundes auszurichten. Im Gegensatz zu Trockenfutter, Nassfutter oder Rohfutter, wird unser Frischfutter aus – wie der Name schon sagt – frischen Zutaten hergestellt. Zutaten, die auch wir essen würden. Es wird weder ultrahoch erhitzt oder durchgefroren, sondern bei schonenden Temperaturen gekocht, um den größtmöglichen Erhalt an natürlichen Nährstoffen zu sichern. HelloBello ist kein massengefertigtes One-Fits-All Produkt, sondern ein Qualitätsfutter mit dem Fokus auf Individualität, Regionalität und Natürlichkeit.

Der Vorteil für den Hundebesitzer ist eindeutig: Er gibt alle relevanten Informationen zu seinem Hund im Konfigurator ein, wählt ein Abonnement aus und bekommt das Futter in regelmäßigen Zyklen an die Tür geliefert. Er muss sich nicht nur keine Gedanken mehr darüber machen, ob er noch Futter zuhause hat und wann und wo er es einkaufen kann, sondern muss auch nichts mehr schleppen. Gesunde Hundeernährung war noch nie so bequem. 

HelloBello, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir uns als den erfolgreichsten Anbieter von individualisiertem Frischfutter im deutschsprachigen Raum. Unser Anspruch ist es HelloBello so vielen Hunden und Hundebesitzern wie möglich zugänglich zu machen, denn nur so schaffen wir es den Hundefuttermarkt in unseren Breiten nachaltig zu verändern und gesundes Frischfutter als neue Kategorie am Markt maßgeblich zu etablieren. Die digitale Vermarktung, hochautomatisierte Prozessabläufe und die Verwertung von umfangreichen Daten sind dabei wesentliche Säulen, welche die Individualisierung der Produkte für eine breite Kundenschicht möglich machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1) Das Gründerteam sollte nach Möglichkeit auf langjährigen Bekanntschaften basieren. Je besser und je länger man Werte und Arbeitsweise eines zukünftigen Partners kennt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zusammenarbeit dann auch tatsächlich harmonisch und reibungsfrei abläuft.

2) Ohne Kunden gibt es auch kein Start-up. Daher nach Möglichkeit so früh wie möglich ein Minium Viable Product (MVP) auf die Beine stellen, welches dann als Basis für wertvolles Feedback von ersten Testkunden dient. So können allenfalls nötige Adaptierungen schnell erkannt werden und unmittelbar in die weitere Produktentwicklung einfließen.

3) Wer primär nach dem schnellen Geld trachtet und dann vielleicht zusätzlich nicht den längsten Geduldsfaden hat, sollte es sich lieber zwei Mal überlegen, ob sie/er sich hinkünftig tatsächlich dafür berufen fühlt, ein Start-up Unternehmen mit all seinen Höhen und Tiefen von Grund auf aus dem Boden zu stampfen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Alexa Hammerschmidt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wir brauchen mehr Gründer die die Welt positiv verbessern wollen

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Vinokilo vintage mode secondhand

Vinokilo Pop-Up Event für Vintage Kleidung

Stellen Sie sich und das Startup Vinokilo doch kurz unseren Lesern vor!

Vinokilo ist Europa’s größter Pop-Up Event für Vintage Kleidung. VinoKilo bezieht weltweit Vintage- und Secondhand-Mode und bereitet sie von Hand auf, um sie dann für einen fairen Kilopreis bei internationalen Pop-up-Events mit Wohlfühlatmosphäre, Food, Musik und einem Glas Wein zu verkaufen. Innerhalb der letzten 36 Monate haben wir so ca. +530.000 Fashion Fans in +150 Events in 62 Städten in 8 Länder in Europa besucht und dazu beigetragen, 350,000 kg Kleidung zu retten.In den letzten drei Jahren wurden so schätzungsweise 5.165 Tonnen CO2, 836.635 Kubikmeter Wasser und 39 Terajoule Energie eingespart. Das gleicht 70,6 Million gefahrenen Kilometern, 5,3 Millionen Badewannen voll Wasser und 8.9Millionen Waschmaschinen Gänge.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe keine bewusste Entscheidung getroffen, sondern bin mehr oder minder in die Gründung gefallen. Alles begann mit einem Kleidertauschladen den ich in Groningen, Holland betrieb. Als mein Vermieter mir kurzfristig kündigte, musste ich die gesammelten Kleidungsstücke kurzfristig loswerden und ich entschloss mich das zum Kilopreis zu tun. Es lockte mehr Menschen und schneller an als erwartet. Mein Freund Dominik Breu sah die Bilder der Veranstaltung und sagte, „Mainz ist bereit für einen Vintageverkauf, mach das doch mal in Mainz Neustadt in unserer WG“. Auf 100 qm lief dann unsere erste Veranstaltung. Es waren gleich 450 Besucher da. Wir haben dann entschieden eine zweite Veranstaltung zu machen und so lief das dann weiter.

Welche Vision steckt hinter Vinokilo?

Seit wir begonnen haben, also seit Tag 1, haben wir gesagt, dass es unser Anspruch ist, global oder zumindest in Europa zu agieren. Als wirkliche Alternative zur Fast Fashion und First Hand ist es unser Anspruch in allen Städten in Europa den Menschen eine Alternative mit qualitativ hochwertiger Secondhand / Vintagekleidung zu bieten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderung ist einer der größten Freuden. Wir arbeiten mit +45 Personen aus 17 Nationen zusammen und sind damit ein Vorbild für integration in Deutschland. Ein Team so vieler so verschiedenen Kulturellen Background zu formen ist eine Herausforderung und deutlich komplexer als ein rein Deutsch – Stämmiges Team. Des weiteren sind die bürokratischen Hürden deutlich anspruchsvoller bei Personen die als Flüchtlinge nach Deutschland gereist sind. Wir sind eigenFinanziert.

Haben immer mal wieder kleine Darlehen ( 50k – 100k ) genommen von Privatpersonen haben aber kein Venture Capital oder Angel Money bisher gebraucht.

Wer ist die Zielgruppe von Vinokilo?

Mit unserem Rebrand was am 2ten November gelauncht wurde. Werden wir mehr und mehr die Altersgruppe 18 – 30 verlassen. Mit dem Ziel, möglichst inklusive, also alle Altersschichten ( 18 – 65 ) anzusprechen und Secondhand Kleidung als erste alternative zu präsentieren.

Wie funktioniert Vinokilo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Konzept von Vinokilo sieht vor Leute / Gäste / Kunden zu einer echt coolen Location zu bekommen – das bewerben wir so auf den sozialen Medien. Die Besucher sollen dort einen schönen Tag erleben, egal ob sie was gekauft haben oder nicht. Wir verkaufen Vintage Kleidung von den 60ern- 90ern zum Kilopreis. Kilopreis heisst man zahlt nach Gewicht, frei vom Modediktat, sondern persönlich, individuell – eben das was man sich ausgesucht hat. Wir sind einzigartig in Qualität und Experience, da es unser Anspruch ist besser als jeder Laden zu sein der Fast-Fashion oder Firsthand Fashion verkauft.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

In Corona Zeit haben wir zwischen März – Juli 2020, ca. 92% unseren Umsatzes verloren ( ca. 2.9 Mio ). Ein großer Schlag und eine schwierige Zeit. Nach 1-2 Wochen haben wir angefangen die Krise als Chance wahrzunehmen und haben Vinokilo im E-Commerce Geschäft besser aufgestellt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben unsere Märkte leicht verändert und den Hygienevorschriften angepasst. Die größten Veränderungen gab es im E-Commerce Bereich, wo wir ein Tech – Team aufgebaut und uns zu einem Rebranding entschlossen haben.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir glauben ganz fest, das Vinokilo ein Teil des ‚New Normal‘ sein wird. Die Menschen werden nach der Corona Krise, weniger aber gleichzeitig bewusster Einkaufen. Ein Schritt von dem Vinokilo profitieren wird. Da sind wir uns ganz sicher!

Vinokilo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind auf einem guten Weg in 5 Jahren in allen grösseren Städten in Europa den Menschen eine Alternative mit qualitativ hochwertiger Secondhand / Vintagekleidung zu bieten. Sprich Europa’s größter Anbieter für Secondhand Kleidung

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Für angehenden Gründern habe Ich den Tipp etwas zu kreieren das die Welt verbessert eine Sogenannte ‚Purpose – Driven Company‘. Wir brauchen mehr Gründer die die Welt positiv verbessern wollen, und das von ganzem Herzen!

Wir bedanken uns bei Robin Balser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Baut euch eine Community auf

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STUR Cookware Kochgeschirr Gusseisenpfanne

STUR Cookware hochwertiges, langlebiges und umweltfreundliches Kochgeschirr, das erste Produkt ist eine Gusseisenpfanne

Stellen Sie sich und das Startup STUR Cookware doch kurz unseren Lesern vor!

STUR ist ein in Berlin gegründetes Startup, das für hochwertiges, langlebiges und umweltfreundliches Kochgeschirr steht. Wir entwerfen unsere Produkte nicht im Geheimen sondern binden unsere Community frühzeitig in die Produktentwicklung mit ein. Jetzt haben wir eine Crowdfundingkampagne gestartet, um unser erstes Produkt, eine Gusseisenpfanne auf den Markt zu bringen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben uns schon neben dem Studium im E-Commerce selbstständig gemacht. Für uns beide war relativ früh klar, dass wir Unternehmer werden möchten und zu 100 % etwas Eigenes auf die Beine stellen wollen. Mit STUR bringen wir zum ersten Mal ein eigenes Produkt auf den Markt.

Welche Vision steckt hinter STUR Cookware?

Unser Ziel ist, nachhaltiges Kochgeschirr (komplett in Deutschland) zu produzieren und mehr Hobbyköche davon zu überzeugen, dass sich die Investition in gutes Kochgeschirr langfristig immer auszahlt. Für unsere Pfanne arbeiten wir z. B. mit einer pfälzischen Gießerei zusammen, die schon den Motor für den ersten Bugatti-Rennwagen gegossen hat.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Der schwierigste Teil war wohl das Finden von Produktionspartnern, die die gewünschte Qualität liefern konnten. Bis zu unserer sehr erfolgreichen Crowdfundingkampagne (450.000 € am ersten Tag), haben wir das Projekt zum Großteil aus eigenen Mitteln finanziert. Dazu kam ein kleiner Zuschuss für die Entwicklung des Designs von der Stadt Berlin.

Wer ist die Zielgruppe von STUR Cookware?

Wir sprechen ambtionierte Hobbyköche an, die Langlebigkeit und Qualität schätzen.

Was ist das Besondere an der Pfanne? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Pfanne ist durch bestimmte Fertigungsschritte deutlich leichter als andere Gusseisenpfannen. Durch die natürliche Antihaftschicht und die extra geglättete Oberfläche eignet sich die Pfanne für fast jedes Gericht. Die “Patina”-Schicht, die durch Öl entsteht, lässt sich immer wieder zu Hause erneuern und wird mit der Zeit sogar besser. Durch die Fertigung in Deutschland können wir eine Qualität garantieren, die bei Kochgeschirr nicht mehr alltäglich ist.

STUR Cookware, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren steht in jedem dritten deutschen Haushalt Kochgeschirr von STUR. Die Expansion in andere europäsiche Länder ist geglückt. Jetzt wird Asien in Angriff genommen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Baut euch eine Community auf

2. Bindet die Community in die Produktentwicklung mit ein

3. Nehmt euch Zeit für eure ersten Kunden, sie werden eure treuesten sein.

Wir bedanken uns bei Filip Mierzwa und Simon Köstler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Für die Sache brennen

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FairCup Mehrweg Pfandsystem Schulprojekt Startup

FairCup ( Mehrweg- Pfandsystem) vom Schulprojekt zum Startup

Stellen Sie sich und das Startup FairCup doch kurz unseren Lesern vor! Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

FairCup ist aus einem Schulprojekt entstanden, daher haben wir zunächst die günstigste Form einer Kapitalgesellschaft die UG (Unternehmensgesellschaft haftungsbeschränkt) gewählt, da unser Schulleiter keine Haftung übernehmen wollte. Die Zeit für FairCup war richtig gewählt „Coffee-to-Go“ war in jedermanns Munde. Auch die Politik und der damalige Umweltminister Niedersachsens S.Wenzel bekräftigte uns das Projekt größer aufzuziehen. Da ein Schulprojekt in der Regel nach einem Schuljahr eingestellt wird und FairCup erst nach einem Jahr an Aufmerksamkeit gewann habe ich die Firma allein weitergeführt und 2020 die UG in eine GmbH überführt.

Welche Vision steckt hinter FairCup?

FairCup Mehrweg Pfandsystem Schulprojekt Startup

Den FairCup – Mehrwegprodukten die Bedeutung und Nutzen einer Pfandflasche zugeben und bundesweit in jedem Supermarkt als Verpackungsersatz gebraucht zu werden. Wir wollen einen geschlossenen Kreislauf von der Herstellung bis zur Wiedergewinnung und Neuproduktion (Cradle to Cradle) schaffen, so Müll einsparen und Ressourcen schonen. Ein rundes ökologische System schaffen ohne Greenwashing zu betreiben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Partner zu finden, die Finanzierung dauerhaft zu sichern, gutes Personal zu finden, Corona zu überstehen

Wer ist die Zielgruppe von FairCup?

Jung bis alt, die einen Coffee auf die Schnelle genießen wollen, im Supermarkt geschnittenes Obst, Käse, Salate und unverpackte Produkte kaufen und auf die Verpackung achten.

Wie funktioniert FairCup? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das FairCup Mehrweg- Pfandsystem funktioniert über Systempartnerverträge, ähnlich einem Franchise. Der Partner schließt einen Vertrag mit uns ab und hat dadurch die Möglichkeit FairCup Produkte, gegen eine monatliche Gebühr, in seiner Lokalität anzubieten. In dem von uns angebotenen System bieten wir zusätzlich zu den Mehrwegprodukten, die auch während der Nutzungsdauer durch die Partner weiterhin unser Eigentum sind, noch diverse weitere Dienstleistungen innerhalb des Systems an, bspw. gratis Werbepaket oder das Pfandclearing.

Die Vorteile sind gleichzeitig die Unterscheidungsmerkmale zu den anderen Anbietern. Fair Cup ist bisher das einzige Mehrwegbecher-Pfandsystem, das das Umweltsiegel „Blauer Engel“ erhalten hat. Bei Uns gibt es dir größte Bechervielfalt, was Größe (0,2 L – 0,5 L) und Farbauswahl (Zehn verschiedene Farben) betrifft. Außerdem haben wir zwei Deckelarten im System (Trink- und Verschlussdeckel), deshalb sind unsere Produkte nicht nur für Coffee-to-go ausgrichtet, sondern eignen sich als Verpackungsersatz für eine Vielzahl von Getränken und Speisen. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die konische Becherform, jeder unserer Deckel auf jede unserer Bechergrößen passt. Zudem sind die FairCup Mehrwegprodukte Leergutautomatentauglich und zertifiziert.

FairCup, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

FairCup Mehrweg Pfandsystem Schulprojekt Startup

Im Fokus steht die weitere Marktdurchdringung und die stetige Weiterentwicklung unserer Produkte, sowie die Kooperation mit Supermärkten & Tankstellen, um so ein möglichst bundeseinheitliches und flächendeckendes Mehrwegsystem zu haben. Wir möchten irgendwann so in den tägl. Gebrauch übergehen, wie die Pfandflasche

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Für die Sache brennen; nicht aufgeben auch wenn es mal schwierige Phasen gibt; schneller und besser sein als die Konkurrenz.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sibylle Meyer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Immer offen sein und den Status Quo hinterfragen

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wirsinddu menschen geschichten storytelling purpose gründerteambild

WirSindDu bringt Menschen mit Menschen zusammen, durch die Kraft ihrer eigenen Geschichten

Stellen Sie sich und das Startup WirSindDu doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Carmen Forrest und seit 2020 Gründerin von WirSindDu. Bin ein neugieriger Mensch, der immer den Status Quo infrage stellt. Ich liebe es, etwas zu kreieren, nicht nur Schönheit durch Design, sondern auch, dem Design einen Sinn zu geben. “Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung“ ist eines meiner Lieblingszitate von Leonardo da Vinci.

Als internationaler Marketing-Absolvent in New York City, fand ich meine Leidenschaft in Corporate Identity, Branding, Online- und Offline-Design. Über mehr als 20 Jahre führte ich meine eigene Designagentur in New York City und dabei gewann ich eine Vielzahl von Geschäftserfahrungen in einem der vielfältigsten, aber auch schwierigsten Märkte. Seit sechs Jahren bin ich nach Stuttgart (Sindelfingen) umgezogen, der Liebe wegen.  

Der neue Lebensabschnitt hatte sofort seine Höhen und Tiefen, nicht nur in kultureller Hinsicht, sondern betraf alle Aspekte meines Lebens, sowohl privat als auch geschäftlich. Nachdem ich so viele Jahre selbstständig war, wurde es mir klar, dass eine Anstellung nicht unbedingt mein Ziel war.  Ich musste Resilienz zeigen, meine Werte neu ordnen, meinen Sinn im Leben finden und neu anfangen. In diesem Denkprozess wurden die ersten Gedanken von WirSindDu geboren. Ich verstand, dass meine Probleme nicht nur meine eigenen waren. Viele Menschen kämpfen mit den gleichen Themen und fragen sich nach dem Sinn – dem Purpose des Lebens.

Mir wurde es klar, dass Purpose nicht nur eine private Lebensfrage ist, sondern Purpose zeichnet auch ein erfolgreiches Unternehmen aus. Immer mehr Menschen wollen wissen welches Unternehmen hinter einem Angebot steckt. Was treibt es an, wie geht es mit den Stakeholdern um, wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen? So kam ich zum Storytelling. Geschichten sind einzigartig für uns Menschen, sie zwingen uns zu reflektieren, unsere Erfahrungen neu zu bewerten, unseren Purpose wieder zu definieren. Sie verwandeln Informationen in Emotionen. 

„Stories are data with soul“(Brene Brown) 

WirSindDu ist eine Online Plattform und gleichzeitig ein Marketing Tool basierend auf Storytelling. Wir bringen Menschen durch die Kraft ihrer eigenen Geschichten zusammen. Egal ob Privatperson oder Unternehmen, hinter jedem Menschen wartet eine wertvolle Geschichte, die es zu erzählen gilt. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Es war ein Prozess, den ich am Anfang eigentlich nicht erkannt habe. Ich war schon mehr als 20 Jahre selbständig gewesen und wusste schon, dass ich erneut 24/7 arbeiten muss. Der New York Market war nicht einfach. Ich hatte nie länger als fünf Tage Urlaub in den letzten 20 Jahre, nur selten gab es Wochenenden ohne Arbeit. Wenn du weißt was dich erwartet, fehlt der Überraschungseffekt. Aber die Idee und Leidenschaft hinter WirSindDu, das Potenzial, etwas zu verändern, hat mich bewegt und überzeugt, dass es der richtige Weg für mich ist. Es war eigentlich keine Frage ob ich es mache, sondern wann ich damit starte. Das war und ist mein Antrieb.

Welche Vision steckt hinter WirSindDu?

Wir bringen Menschen mit Menschen zusammen durch die Kraft ihrer eigenen Geschichten. Und beim Menschen meine ich auch Unternehmen, weil hinter jedem Unternehmen Menschen stehen. Eigentlich sind Menschen und Unternehmen gleichzusetzen. Es gibt ein Trend in USA, dass eigentlich B2B und B2C sich in H2H (Human2Human) ändern sollte. Am Ende des Tages sind wir alle Menschen. Wenn WirSindDu dieses Konzept durch Geschichten verbreitet, dann sind wir glücklich. Das Menschliche in der Formel unseres Lebens herauszuarbeiten, das ist unser Ziel. One story at a time. 

Von der Idee bis zum Start  – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind mitten in der Coronakrise operativ gestartet. Selbstverständlich konnten wir nicht für diese Zeiten vorbereitet sein. Aber wir sind überzeugt, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt. Die menschliche Interaktion und die Konnektivität stehen heute mehr als früher im Vordergrund. Wir leben in Zeiten, die uns zwingen, unser Leben und unseren Purpose wieder zu definieren. Resilienz, Offenheit, Empathie sind heute Chefsachen. Das treibt WirSindDu an.

Ich finde, Herausforderungen sind das Beste, was passieren kann, denn man muss sich ständig hinterfragen, man muss hinhören und kreativ sein. Dadurch entstehen Fortschritt und Erfolg. Herausforderungen sind für mich die Gründe warum ich lebe, sie machen mich zu einem besseren Menschen. Ich stehe nicht still, lerne und verbessere mich jeden Tag. Und natürlich mache ich auch Fehler, weil ich menschlich bin. Bis jetzt haben wir uns durch eigene Quellen finanziert, aber jetzt suchen wir einen menschlichen Investor.

Wer ist die Zielgruppe von WirSindDu?

Einerseits sind es Privatpersonen, die ihren Purpose im Leben hinterfragen, die offen sind und von anderen lernen und sich inspirieren lassen wollen. Die Querdenker, die den Status Quo hinterfragen. Die eine bessere menschliche Interaktion schätzen und Ihre Erfahrung an andere weitergeben wollen. Die Menschen, die den Mut haben anders zu denken und Neues zu wagen.  

Anderseits stehen Menschen hinter den Unternehmen, die ihre eigenen Geschichten zu erzählen haben. Die “Leaders from tomorrow“ die erkennen, dass Unternehmen ihr Verhalten ändern müssen. Die erkennen, dass die Zukunft mit einem neuen Denken beginnt. Unternehmen müssen menschlich auftreten, wenn sie etwas bewirken wollen. Dabei entsteht ein Wettbewerbsvorteil. Sich allein durch Produktmerkmalen zu unterscheiden ist heute, oder in der Zukunft, nicht mehr genug. Man muss die aktuelle Denkweise verändern und den Faktor Mensch in den  Mittelpunkt setzen. Unternehmen sind da, um Menschen zu helfen. Sich so zu positionieren ist ein radikaler Pivot für die meisten Unternehmen.

Sich zu fragen: Warum bin ich als Unternehmer da? Die Antwort darf nicht nur sein: um Geld zu verdienen. Schließlich gehen Purpose und Profit Hand in Hand. Mit dem WirSindDu Purpose-Marketingkonzept begleiten und unterstützen wir Unternehmen im Purpose-Entdeckungsprozess. 

Wie funktioniert WirSindDu? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für private Menschen ist WirSindDu kostenfrei. Jeder kann seine Erfahrungen und Erlebnisse auf unserem Portal teilen und weitergeben. Wie eine Bibliothek von Lebensgeschichten. Selbstverständlich haben wir Werte, die hochgehalten und gelebt werden müssen. Authentizität ist das wichtigste im Storytelling. Für Unternehmen haben wir verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Zusätzlich bieten wir für Unternehmen unser Purpose-Marketing mit Konzeptunterstützung und Corporate Branding, Corporate Identity und Design Dienstleistungen. 

WirSindDu wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind aktuell bei der Bekanntheitssteigerung und Akquise. Zurzeit sind wir nur in der DACH Region tätig und arbeiten gerade an der englischen Version der WirSindDu Website, damit WirSindDu überregional auftreten kann. Lebenserfahrungen und Geschichten sind überall wo Menschen sind. Desto mehr internationale Erfahrungen wir auf unserem Portal zusammenbringen, desto mehr lernen wir voneinander.  

In fünf Jahren sehen wir uns als so etwas wie das „Amazon“ der Geschichten, eine „knowledge-sharing Plattform“, wo wir unsere Fragen aus den Erfahrungen anderen beantworten können.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Immer offen sein und den Status Quo hinterfragen. Man muss jeden Tag etwas Neues lernen. Egal ob 20 oder 70 Jahre alt. Niemals aufhören zu lernen, denn das macht uns Menschen einzigartig. 
  2. Ausdauer ist meiner Meinung nach die beste Eigenschaft, die zum Erfolg führt.
  3. Sich immer die Frage stellen: Wie kann ich mit dem, was ich mache, anderen Menschen helfen? Wie kann ich etwas bewirken? 

Und nicht zuletzt … das Leben genießen! Für mich ist es, jedes Jahr das magische blaue Meer der griechischen Inseln einzuatmen! 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Carmen Forrest für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kekz gewinnt Peter Maffay als Investor

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Kekz gewinnt Peter Maffay als Investor

Kekz gewinnt Peter Maffay als Investor und strategischen Partner für sein Kinderkopfhörersystem

Der Startup-Standort Bayern holt trotz Krise kräftig auf und kann laut aktuellem EY Startup Barometer alleine im ersten Halbjahr 2020 das Investitionsvolumen vervierfachen. Jetzt sichert sich auch der Münchner Newcomer Kekz mit Peter Maffay einen namhaften Investor, der gemeinsam mit den Gründern Carl Taylor und Adin Mumma den Traveltainment-Markt für Kinder neu definieren will. Das kabellose Kopfhörersystem gibt Kindern unterwegs die volle Kontrolle über ihre Lieblingsmusik und -hörbücher – unabhängig vom Handy der Eltern und ohne Ablenkung, ohne Bildschirm und ohne externe Audioquelle.

„Kekz wurde durch unseren eigenen Alltag mit Kindern inspiriert“, erklärt Carl Taylor, Gründer von Kekz. „Umso stolzer sind wir, mit Peter Maffay nicht nur einen strategisch starken Partner an Board zu haben, sondern jemanden mit jahrzehntelanger Erfahrung, unzähligen Erfolgen und großer Leidenschaft für Kinderunterhaltung“. Adin Mumma, zweiter Gründer von Kekz, erzählt weiter: „Wir wünschen uns für unsere Kinder auch eine kindgerechte Unterhaltung, die sie selbst steuern können. Mit Kekz haben wir die perfekte Lösung für die Reiseunterhaltung gefunden, die wir erst einmal Familien im deutschsprachigen Raum zugänglich machen wollen. Dafür könnten wir uns keinen besseren Partner an der Seite vorstellen.“

Peter Maffay:

„Kekz löst ein Problem, das vermutlich jede Familie kennt, die mit Kindern unterwegs ist. Die Idee einer ablenkungsfreien Unterhaltungsmöglichkeit, die schon fast an analoge Zeiten erinnert, hat uns sofort begeistert. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Carl und Adin.“

Anfang 2021 startet die Serienproduktion der Kekz Kopfhörer, die Markteinführung ist für Frühjahr 2021 geplant. Interessenten können sich hier als Betatester registrieren.

Quelle Kekz GmbH

Tipps, Tricks und Hilfe annehmen

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Der vegane Flammkuchen Zutaten aus der regionalen Bio Landwirtschaft

Der vegane Flammkuchen frei von Konservierungsstoffen, ohne Gentechnik und mit Zutaten aus der regionalen Bio Landwirtschaft

Stellen Sie sich und Der Vegane Flammkuchen doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Der Vegane Flammkuchen – und der Name ist natürlich Programm. Unser Flammkuchen ist mit dem deutschen und europäischen Bio-Siegel zertifiziert: Das bedeutet er ist unter anderem frei von Konservierungsstoffen, ohne Gentechnik und mit Zutaten aus der Biowirtschaft. Für uns ist Der Vegane Flammkuchen ein Herzensprojekt. Mein Freund Pascal und ich essen leidenschaftlich gerne Flammkuchen – aber eine vegane Alternative zum Original Elsässer gab es nicht. So kamen wir auf die Idee, eine vegane Variante zu entwickeln. Vor etwas über 2 Jahren haben wir die ersten Prototypen in unserer Küche zu Hause getestet und heute sind wir deutschlandweit in den Tiefkühlregalen vertreten, unter anderem in denn’s Biomarkt und in den Berliner Veganz-Stores. Darauf sind wir richtig stolz!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Pascal und ich sind sehr kreative Menschen, die sich für viele Dinge interessieren und die im Leben die Abwechslung und das Abenteuer suchen. Ein eigenes Produkt zu entwickeln und es von der ersten Produktion bis hin zur Markteinführung in allen Bereichen zu begleiten, macht uns sehr viel Spaß – da ist immer etwas los. Und auch als Künstler konnten wir gerade in der Gestaltung der Verpackung, der Webseite und unseres Messestands unsere Kreativität ausleben und damit etwas Großartiges schaffen. Am wichtigsten war für uns aber, dass wir selbst bestimmen können, welchen Weg wir mit Der Vegane Flammkuchen gehen. Wir sind sehr natur- und umweltverbunden – deshalb sorgen wir auch dafür, dass unser Produkt so nachhaltig wie möglich produziert, vertrieben und vermarktet wird.

Welche Vision steckt hinter Der Vegane Flammkuchen?

Mein Team und ich sind der Überzeugung, dass es in unserer Gesellschaft einen Umbruch geben muss. Wir müssen viel bewusster darüber nachdenken, woher unsere Ressourcen kommen. Denn unser aktueller Lifestyle kann viele, meist negative Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Gesundheit haben. Mit der Bio-Bewegung, unter anderem in der Food-Branche, wird der Markt nach und nach umwelt- und tierfreundlicher. Auch die vegane Bewegung wird zunehmend größer. Wir sind überzeugt, dass vegan zu leben für viele eine Art Erwachen ist. Für viele andere ist es aber immer noch einfach ein Trend, der Verzicht bedeutet. Um auch Nicht-Veganer zu überzeugen, muss vegan alltagstauglicher werden. Mit Der Vegane Flammkuchen können wir hier unseren Teil dazu beitragen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben das Glück, dass der Hersteller Flammkuchen Profi hinter uns steht und uns sowohl finanziell etwas unter die Arme greift, aber auch durch bereits bestehende Produktionsmaschinen unterstützt, das hat uns den Start sehr erleichtert. Auch die Expertise des Teams von Flammkuchen Profi ist für Pascal und mich eine große Hilfe. Eine große Herausforderung stellte es aber ganz klar da, die Produktion auf Bio einzustellen. Für ein Bio-Siegel müssen alle Zutaten aus dem ökologischen Landbau stammen und auch bei der Verarbeitung gibt es strenge Regeln. Für uns war aber von Anfang an klar, dass saisonale und regionale Bio-Produkte auf unseren Flammkuchen kommen sollen, damit wir eine höchstmögliche Qualität erreichen. Deshalb war Aufgeben hier nie eine Option.

Wer ist die Zielgruppe vom Der Vegane Flammkuchen?

Natürlich richten wir uns zunächst an Menschen, die sich mit dem veganen Lebensstil identifizieren können. Derzeit werden Veganer von der Gesellschaft oft als Trenderscheinung wahrgenommen. Mit unserem Produkt möchten wir dazu beitragen, dass auch Menschen, die ihre Ernährung nicht radikal auf Vegan umstellen möchten oder können, vegane Produkte nicht als Alternative zu klassischen Gerichten sehen, sondern als ein leckeres Essen wie jedes andere.

Woher stammen die Zutaten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir geben uns viel Mühe, die besten und nachhaltigsten Zutaten für unser Produkt zu verwenden. Deshalb beziehen wir unsere Zutaten, soweit es geht, regional bzw. außerhalb der Saison aus Europa. Dass wir regional einkaufen, hat einige Vorteile: Die Umweltbelastung durch kürzere Transportwege fällt geringer aus, die Zutaten sind frisch – und bei uns auch ökologisch und nachhaltig angebaut. Dazu kommt noch, dass man die Wirtschaft in der eigenen Region aktiv unterstützen kann.

Aktuell gibt es in unserem Marktsegment noch keine Wettbewerber, da wir den einzigen veganen Flammkuchen im Tiefkühlregal haben. Deshalb tüfteln wir auch fleißig weiter, um unser Produktportfolio weiter auszubauen. In diesem Jahr konnten wir mit unserem 7-Gemüse-Flammkuchen sogar eine unabhängige Jury aus renommierten Chefköchen vom International Taste Institute überzeugen. Bei einer Blindverkostung ohne Hintergrundinformationen bewerteten sie unseren Flammkuchen mit 3 von 3 Sternen – also ohne zu wissen, dass unser Produkt vegan ist. Wenn das mal kein Grund ist, den Flammkuchen zu probieren.

Welche Sorten gibt es?

Wir bieten derzeit unseren Bio-Flammkuchen in zwei Varianten an: Zum einen den 7-Gemüse-Flammkuchen mit Tomaten, Paprika, Zucchini, Champignons, Rotkohl, Zwiebeln und Lauchzwiebeln. Und zum anderen eine unbelegte Variante, die man zu Hause mit der Familie oder mit Freunden ganz nach dem eigenen Geschmack belegen kann – so ist für jeden genau das Richtige dabei. Für Gastronomen bieten wir den belegten und unbelegten Flammkuchen in Gastro-Größe an. So können Restaurants ganz simpel und schnell auch Veganern leckere Gerichte anbieten.

Wir arbeiten fleißig daran, weitere Varianten unseres Bio-Flammkuchens zu entwickeln. Bei uns stehen aber Nachhaltigkeit, Qualität und Geschmack an erster Stelle. Deshalb testen wir alle potenziellen Zutaten zunächst sehr gewissenhaft, bevor wir darüber entscheiden, wie der Flammkuchen am Ende aussehen wird. So dauert es zwar etwas länger, bis unser Flammkuchen von der Idee in den Markt und auf die Teller zu Hause kommt. Aber das ist es uns wert! 

Der Vegane Flammkuchen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind ganz neu auf dem Markt, deshalb ist unser erstes Ziel, auf dem deutschen Markt richtig durchzustarten. Wir sind unter anderem in denn’s Biomarkt vertreten und in den Berliner Veganz-Stores. Allgemein ist Flammkuchen eher ein Produkt, das in Frankreich und in Süddeutschland sehr beliebt ist. Im Norden Deutschlands ist Flammkuchen bislang weniger etabliert. Mit dem veganen Flammkuchen wollen wir dieses Gericht weiter in Deutschland bekannt machen. In den kommenden Jahren wollen wir Der Vegane Flammkuchen gerne auch in die Schweiz und Österreich sowie weitere europäische Länder bringen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Auch bei größeren Herausforderungen die Vision nicht aus den Augen verlieren – genauso wenig wie den Spaß an der Arbeit. Für alle in unserem Team ist Der Vegane Flammkuchen nicht einfach nur ein Produkt, sondern eine gemeinsame Reise, durch die wir gemeinsam wachsen. Und es hilft ungemein, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die das genauso sehen. So schaffen wir jede Herausforderung.
  • Authentizität und Transparenz. Wir sind ein sehr junges Team und haben deshalb nicht gerade die größte Erfahrung in der Geschäftswelt oder im Marketing. Aber wir geben jeden Tag unser Bestes. Deshalb fragen wir manchmal auch einfach die Community, was sie sich wünschen. So bekommen wir nicht nur ein Gespür für unsere Kunden und sind ganz nah dran. Das macht uns viel Freude und kommt zum Glück auch sehr gut an.
  • Tipps, Tricks und Hilfe annehmen – oder aktiv danach fragen. Um ein so großes Projekt umzusetzen benötigt es viel Expertise und Erfahrung. Egal wie viel Ehrgeiz und Motivation man in sein Produkt fließen lässt, es gibt immer Punkte, an denen man selbst einfach nicht weiterweiß. In solchen Fällen sollte man sich unbedingt an jemanden wenden, der eine andere Sichtweise auf die Dinge hat und mit seiner Erfahrung weiterhelfen kann. Oft findet man diese Leute sogar im direkten Umfeld – man muss sich nur trauen, zu fragen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Angelique Hutter und Pascal Knodel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habt Eure Zahlen im Griff!

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NichtraucherHelden Raucher Raucherinnen Rauchstopp

NichtraucherHelden unterstützt Raucher und Raucherinnen beim Rauchstopp

Stellen Sie sich und das Startup NichtraucherHelden doch kurz unseren Lesern vor! Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin Andy Bosch, einer der vier Gründer der NichtraucherHelden. Ich selbst war bereits seit Anfang 2000 selbständig im Bereich der Softwarenentwicklung. Irgendwann wollte ich aber mein „eigens Baby“ großziehen und nicht nur Kundenprojekte voranbringen. Aus der früheren Zusammenarbeit mit einer Onlineplattform im Bereich Ernährung und Fitness entstand die Idee und Großteils auch das Team der NichtraucherHelden. Wir haben uns bereits 2016 als Team zusammengefunden, um die Tabakentwöhnung zu digitalisieren. Die ersten Jahre lief das Projekt NichtraucherHelden noch über meine Softwarefirma. Im April 2020 haben wir nun den Schritt gewagt und haben die NichtraucherHelden GmbH als eigenständiges Unternehmen ausgegründet.

Welche Vision steckt hinter NichtraucherHelden?

Wir möchten möglichst viele Raucher und Raucherinnen bestmöglich beim Rauchstopp unterstützen und ihnen helfen, von der Sucht loszukommen. Unser Ziel ist es, möglichst viele stolze NichtraucherHelden und -Heldinnen auf den Weg zu bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten bereits Erfahrungen, wie man Online-Plattformen im Gesundheitsbereich aufbaut. Daher ist uns die Entwicklung und die technische Umsetzung des Online-Nichtraucherkurses nicht schwergefallen. Allerdings mussten wir lernen, dass unsere potenziellen Kunden nicht die einfachste Zielgruppe sind. Einen Nichtraucherkurs „zu verkaufen“ ist etwas ganz anderes als zum Beispiele Schuhe über einen Onlineshop an den Mann oder die Frau zu bringen. Es ist eine Lebensentscheidung, die damit verbunden ist und die vielen nicht einfach fällt. Auch mussten wir lernen, wie Krankenkassen und auch Firmen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements arbeiten. Die Mühlen mahlen manchmal einfach viel langsamer als man sich das als agiles Start-up so vorstellt. Vor allem auch gegenüber der Digitalisierung sind nicht alle immer gleich super aufgeschlossen. 

Ausschlaggebend für die Ausgründung der NichtraucherHelden GmbH war dann unser neues Projekt: der Entwicklung einer Rauchfrei-App speziell für tabakabhängige Rauchern und Raucherinnen. Die App soll eine sogenannte DiGA (Digitale Gesundheitsanwendung) werden und künftig auf Rezept verordnet werden können. Hier gab es so einige Herausforderungen zu meistern, da bisher keiner von uns ein Medizinprodukt entwickelt hat und wir und in diesem Bereich sehr viel Know how aneignen mussten. Aber wir haben es geschafft! Wir sind bisher komplett eigenfinanziert, wobei so eine Medizinproduktentwicklung sehr teuer ist. Über kurz oder lang werden wir voraussichtlich (früher oder später) auf Fremdkapital angewiesen sein, um unsere App noch bekannter zu machen.

Wer ist die Zielgruppe von NichtraucherHelden?

Die Zielgruppe von NichtraucherHelden sind Raucher und Raucherinnen, die gerne mit dem Rauchen aufhören möchten. Letzteres ist extrem wichtig, denn ansonsten wird es schwierig mit dem erfolgreichen Rauchstopp. Auch wir können nicht hexen und haben keine Wunderpille, mit der man über Nacht ohne Anstrengung zum Nichtraucher wird.

Wie funktioniert NichtraucherHelden? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben mittlerweile zwei zertifizierte Online-Nichtraucherkurse und eine passende App, deren Kosten die Krankenkasse im Rahmen der Prävention erstatten. Als wir 2016 gestartet sind, war die gängige Unterstützung ein Nichtraucherkurs vor Ort. Solche Kurse werden jedoch immer seltener genutzt, da die Hemmschwelle sehr hoch ist und oftmals weder die Zeit noch die Möglichkeit für solchen einen Kurs besteht. Daher haben wir die evidenzbasierte Tabakentwöhnung in Coaching-Videos und Übungen gepackt und haben daraus einen Online-Nichtraucherkurs und später die passende App gemacht. Wir sind aktuell in Deutschland das umfangreichste Nichtraucher-Coaching-Programm im Online-Bereich als auch unter den Apps Es gibt zwar zahlreiche kostenfreie Rauchfrei-Apps. Diese bieten aber letztlich in der Regel nicht mehr als ein paar Trackingfunktionen und einfache Tipps.

Die Vorteile des digitalen Nichtraucher-Coachings liegen auf der Hand: die Hemmschwelle ist für Raucher deutlich niedriger, da sie sich anonym anmelden können. Der Kurs kann in jeden Alltag flexibel integriert werden und ist weder an eine Zeit noch an einen Ort gebunden. Alle Coaching-Videos können auch später immer wieder angesehen und das Wissen aufgefrischt werden. Es gibt eine aktive Community, in der man sich jederzeit mit anderen Aufhörern austauschen kann, z.B. auch bei akutem Rauchverlangen. Wir bieten auch nach dem Rauchstopp weitere 3 Monate tägliche Begleitung, um einen Rückfall zu vermeiden. Außerdem bieten wir Fitnessvideos und gesunde Rezepte, um einer Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp aktiv entgegenwirken zu können.

NichtraucherHelden, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Weg ist klar: wir wollen ins DiGA-Verzeichnis. Wir wollen, dass unsere neu entwickelte Medizin-App von Ärzten verschrieben wird. Unseren Antrag haben wir kürzlich dafür beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eingereicht. Jetzt heißt es Daumen drücken, während wir natürlich bereits wie wild den Vertrieb vorbereiten. In fünf Jahren wollen wir unter der Ärzteschaft zu den Apps zählen, die jeder kennt und gerne verschreibt. Ebenso sollen alle Raucher und Raucherinnen schon einmal irgendwo mit den NichtraucherHelden in Kontakt gekommen sein. Und wer weiß, ob wir nicht irgendwann eine weitere DiGA entwickeln werden, wenn das Geschäftsmodell gut funktioniert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Habt Eure Zahlen im Griff! Wir haben mittlerweile schon so einige Start-ups im direkten Umfeld mitbekommen, die früher oder später von der Bildfläche verschwunden sind, obwohl sie bereits gute Umsätze eingefahren haben. Haltet daher unbedingt Eure Kosten im Auge!

2. Legt Euren Perfektionismus ab! Diesen Fehler haben wir auch gemacht. Man feilt und macht am Produkt bis zur absoluten Perfektion. Das Problem: Du wirst nie fertig! Haltet euch am besten an die 80/20 Regel. Wenn 80% fertig sind, könnt ihr damit raus gehen und das Produkt testen. Geht lieber früh raus mit Eurem Produkt, schaut ob es funktioniert und holt euch Feedback.

3. Denkt frühzeitig an Marketing und Vertrieb! Welcher Gründer kennt das nicht? Man ist voll und ganz auf die Entwicklung des Produktes fokussiert. Hier fließt die volle Aufmerksamkeit rein und jede Menge Geld. Am Ende des Tages habt ihr ein Wahnsinns-Produkt, aber kein Geld mehr, um es zu vermarkten. Macht diesen Fehler nicht! Den haben schon viele vor Euch gemacht. 

Wir bedanken uns bei Andy Bosch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die eigenen Ziele und Überzeugungen konsequent verfolgen

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aedifion Cloud-Plattform Gebäude digitaler nachhaltiger

aedifion mit der Cloud-Plattform Gebäude digitaler, nachhaltiger und transparenter machen

Stellen Sie sich und das Startup aedifion doch kurz unseren Lesern vor!

aedifion wurde 2017 als Spin-Off der RWTH Aachen mit Hilfe des EXIST Forschungstransfers gegründet. Schon vor unserer Gründung greifen wir dabei auf jahrelanges Know-How im gebäudetechnischen Bereich zurück, kombinieren Stand-der-Technik aus Informations- und Ingenieurwissenschaften und unterstützen so die digitale Transformation der Immobilienbranche. Gestartet als Viererkette sind wir nun über 25 Teammitglieder, die sich um den sicheren Betrieb unserer Cloud-Plattform, die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen und viele andere Services kümmern.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Über Nachhaltigkeit wird derzeit vielschichtig und in den verschiedensten Kontexten diskutiert, was dazu führt, dass jeder sich in seinem Handeln hinterfragen sollte. Das haben wir auch im Kontext unserer Neugründung mit aedifion gemacht und Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit von Gebäuden als zentrale Aspekte unserer Dienstleistungen herausgestellt. Dafür haben wir unsere Expertise im Bereich IT und Ingenieurswissenschaften gebündelt und eine Cloud-Plattform entwickelt, die aus unserer Sicht in jedem Bestandsgebäude und in jedem Neubau notwendig ist, um eine Immobilie automatisiert zu verbessern und damit nachhaltiger, effizienter und komfortabler machen.

Welche Vision steckt hinter aedifion?

Gebäude sind verschwenderische Ökosysteme mit viel Potenzial für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit. Daran setzen wir an und möchten mit unsere Cloud-Plattform dazu beitragen, dass Gebäude digitaler, nachhaltiger und transparenter werden. Das möchten wir dadurch erreichen, dass die cloudbasierte Optimierung und Steuerung der Gebäudeautomation zum Standard in Gebäuden wird.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Durch unsere jahrelange Forschungsarbeit und unser interdisziplinäres Gründerteam hatten wir jedoch eine gute Basis für einen erfolgreichen Start geschaffen. Zu Beginn war sicherlich eine der größten Herausforderungen, die wissenschaftliche Arbeitsweise aus der Forschung abzulegen. Wir mussten wirtschaftlicher denken und pragmatischer vorgehen. Wir haben vor allem in unserer Anfangszeit viel ausprobiert, dazugelernt und aus jedem Fehler heraus etwas verbessern können. Da wir aus der Wissenschaft heraus gegründet haben, waren wir für die ersten Schritte durch den EXIST-Forschungstransfer gut abgesichert. Unsere nächsten Schritte haben wir durch erfahrene Branchengrößen gehen können, welche als Business-Angels mit an Bord gekommen sind. Später haben wir dann mit Bitstone Capital einen starken Venture Capital Investor gefunden, der sich gezielt auf digitale Real Estate-Geschäftsmodelle fokussiert hat.

Eine große ideelle und mentale Stütze war in der Gründungszeit und darüber hinaus aber auch Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller, der Leiter des Lehrstuhls für Gebäude- und Raumklimatechnik der RWTH Aachen University.

Wer ist die Zielgruppe von aedifion?

Wir sind als Start-Up mit einer fundierten wissenschaftlichen Basis in den Markt gestartet und haben uns zu einem wettbewerbsfähigen PropTech mit Cloud-Plattform als SaaS weiterentwickelt. Durch unser breites Lösungsportfolio gestaltet sich auch unsere Zielgruppe sehr heterogen und reicht von Bestandshalter, über Vermieter und Projektentwickler hin zu Gebäudemanager, Facility-Manager, Innovation-Manager oder Portfolio-Manager. Dadurch sind wir nicht ausschließlich im Bereich der Immobilienbewirtschaftung zu finden, sondern auch im Sektor Datenvisualisierung, Bauprojektberatung und Dokumentation vertreten.

Wie funktioniert aedifion? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

aedifion macht Smart Buildings möglich. Das erreichen wir, indem wir mit Hilfe unserer Cloud-Plattform smarte Einzellösungen im Gebäude zusammen führen, den Gebäudebetrieb automatisiert verbessern und die Immobilie damit nachhaltiger, effizienter und komfortabler machen. Damit das möglich wird, können wir ganz bequem Plug-and-Play per Edge Device für die notwendige Datenverfügbarkeit sorgen. Alle wichtigen Datensätze werden dann in unserem webbasierten Frontend dargestellt, können ausgewertet und verglichen werden. Für Betreiber und Facility Manager wird es dadurch so einfach wie nie, denn sie brauchen nur noch eine zentrale Plattform für ihr Gebäudemanagement.

Darin liegt auch der entscheidende Vorteil. Wir können mit unserer Cloud-Plattform sämtliche Gewerke im Gebäude bedienen und dadurch die unterschiedlichsten Use Cases abbilden. Dabei ist es uns wichtig, dass wir schnittstellenoffen und herstellerunabhängig sind. Ein Vendor Lock-In im Gebäude wird damit vermieden und die Betreiber können die Gebäudetechnik ganz anhand ihrer individuellen Anforderungen zusammenstellen und sind nicht an einen Hersteller gebunden. Durch unsere offene Schnittstelle können sich sämtliche Anbieter ganz einfach andocken.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Also Software-Unternehmen sind wir es gewohnt fast vollständig digital zu arbeiten. Der Sprung ins Home Office war daher sehr unkompliziert, wenn auch ungewohnt. Wir haben uns jedoch schnell und gut organisiert bekommen und daher kaum maßgebliche Veränderungen erlebt. Der massivste Einschnitt war, wie für viele andere Unternehmen auch, das Wegfallen des persönlichen Austauschs. Aber auch hier haben wir Lösungen gefunden, wie wir uns digital in lockerer Atmosphäre austauschen können.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Krise zeigt die Defizite in der Immobilienbranche schonungslos auf. Vor allem hinsichtlich Digitalisierung und Effizienz wird deutlich, dass eine datenbasierte und nutzungsbasierte Optimierung möglich, aber eben noch nicht der Standard ist. Und darin liegt dir größte Chance in der Krise: Die Gebäudebewirtschaftung an der tatsächlichen Nutzung zu orientieren (Beispiel Predictive Maintenance) und diese datenbasiert zu optimieren. Solche Optimierungen sind vor allem in Krisenzeiten wie diesen wertvoll, wenn ganze Belegschaften ins Home Office geschickt werden und das Gebäude beispielsweise einen höheren Leerstand hat.

aedifion, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden auch in Zukunft mit aedifion weiter daran arbeiten, Gebäude nachhaltiger und energieeffizienter zu machen, um so mit unserer Expertise im Bereich Gebäudeautomation und Smart Buildings unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt zu leisten. Aus unserer Sicht wird eine Cloud-Plattform zum Standardgewerk der TGA werden. Wir wünschen uns einen Gebäudebestand, der sich optimal in das Energiesystem der Zukunft eingliedert. Daran arbeiten wir schon heute auch in verschiedenen Forschungsprojekten mit.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir haben auf unserem Weg gelernt, dass man viel ausprobieren und sich auch Fehler erlauben sollte. So wächst man weiter mit seinen Herausforderungen. Es lohnt sich außerdem offen zu bleiben für Veränderungen, so kann man Gelungenes übernehmen und Fehler nicht ein zweites Mal machen. Und mit das Wichtigste: Die eigenen Ziele und Überzeugungen konsequent verfolgen. Kunden merken schnell, wenn man von seinen Lösungen und Produkten überzeugt ist und diesen echten Enthusiasmus dafür auch nach außen zeigt.

Wir bedanken uns bei Felix Dorner und Dr. Johannes Fütterer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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