Donnerstag, Juli 2, 2026
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Immer an sich selbst glauben

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Swantje van Uehm NUI Cosmetics Naturkosmetik in der Höhle der Löwen

Swantje van Uehm Gründerin von NUI Cosmetics, High Performance Make-Up in stylischen Farben und modernem Design, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup NUI COSMETICS doch kurz vor!

Mein Name ist Swantje van Uehm und ich habe NUI Cosmetics gegründet. Wir entwickeln exklusive, nachhaltige Beauty-Produkte. Für starke Persönlichkeiten mit dem Wunsch nach einer Prise Luxus.

NUI bietet natürliches, veganes und Glutenfreies High Performance Make-Up in stylischen Farben und modernem Design zu fairen Preisen. Das Wort „NUI“ steht beim neuseeländischen Maori Volk für „großartig“ – und so soll sich jede*r Mensch mit NUI Cosmetics fühlen.

THE STORY OF NUI – BE A PART OF SOMETHING PURE

Wie ist die Idee zu NUI entstanden?

„Naturkosmetik, Du?!“ – als ich damals in der Naturkosmetik Beauty Branche als Produkt und Brand Managerin anfing, bekam ich nicht selten verwunderte Reaktionen zu hören.

„… so siehst du aber gar nicht aus“. Ich arbeitete zuvor für Firmen wie Chanel im Produkt Management. Also ja, es stimmte, ich sah nicht so aus. Um mich so zu stylen, wie ich mich wohlfühtle, nutzte ich teils selbst noch synthetisches Make-Up. Ein Widerspruch, der mir bewusst war. Aber was war die Alternative?

Ich wollte vegane, natürliche Kosmetik und fand: Blasse Farben, bröselige Cremes, muffige Düfte – Hand aufs Herz: Viele nachhaltige Produkte waren gut gemeint, aber nicht gerade sexy. Einen leuchtenden, roten Lippenstift, ohne Karmin? Unmöglich. Nachhaltig und stylisch – das ging nicht. Beauty Boutique ODER Bio-Reformhaus.

Dazwischen lange nichts. Es sollte also noch ein paar Jahre dauern, bis ich auf einen veganen und trotzdem knallroten Lippenstift umsteigen würde. Denn: Ich musste ihn erst selbst entwickeln. Geboren war NUI. Seitdem sehen wir es als unsere Mission, der Beauty-Industrie neue Impulse zu liefern. Mit der Vision Naturkosmetik aus dem Staub von gestern zu befreien. Und klare Akzente zu setzen für eine bewusste und nachhaltige Zukunft, in der wir uns besser fühlen und aussehen als jemals zuvor.

Welche Vision steckt hinter NUI?

Swantje van Uehm: Die NUI Vision: High-Performance-Naturkosmetik, die unserem Bedürfnis nach Ästhetik zu 100% gerecht wird und dabei clean, vegan und nachhaltig bleibt. Wir entwickeln schillernde, kräftige, moderne Farben, die im Kopf bleiben. Edle Texturen, die sich sanft an deine Haut schmiegen. Produkte, mit denen du dich wohlfühlst. Die du gerne ansiehst. Gerne riechst. Gerne aufträgst. Wir wollen Conscious-Beauty, die Spaß macht und zu deinem Lifestyle passt. Damit Du dich nicht ständig fragen musst, ob Du heute den Lieblingslippenstift oder das Gewissen zu Hause lässt. Wir wollen nicht wählen müssen zwischen ökologischem Bewusstsein und Freude an femininer Eleganz.

Wer ist die Zielgruppe von NUI?

NUI ist für alle die Spaß an Make up haben und auf natürliche Inhaltsstoffe Wert legen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben? Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Neben NUI habe ich ein Unternehmen aufgebaut, welches parallel mehrere Absatzkanäle nutzt. Wir importieren internationale Premium-Naturkosmetik Marken und beliefern Business Partner in ganz Europas sowie Endkunden.

Wer mich kennt, weiß das ich zu 180% hinter unseren Ideen stehe und seit 2015 entschlossen bin der Beauty Branche neue Impulse zu geben. Aber es ist mir auch wichtig zu zeigen, dass weibliche Gründerinnen alles schaffen können, wenn sie wollen.

Ich bin einen klassischen Weg, inkl. Business Plan, vollem privaten Risiko und Bankkrediten gegangen. D.h. ich habe mich früh dafür entschieden die ersten 5 Jahre ohne Investoren zu arbeiten. Ich wollte mir unbedingt beweisen, dass ich die erste Million mit meinem Team alleine schaffe. Ich wollte ein gesundes, organisches Wachstum und ein profitables Unternehmen, bevor ich an Investoren herantreten würde.

Aber jetzt war die Zeit gekommen und ich habe DHDL als Chance genommen, um mich Investoren vorzustellen und gleichzeitig NUI einem breiten Publikum zu präsentieren.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf NUI aufmerksam werden?

Wer mich kennt, weiß auch, dass ich neugierig bin und gerne dazulerne. Daher war DHDL für mich eine sehr gute Option wie gesagt das Interesse der Investoren auf NUI zu lenken und gleichzeitig unsere Marke diesem Publikum zu präsentieren. Die Aufmerksamkeit, die das Thema Conscious-Beauty dadurch bekommt, ist wirklich toll und für uns als Marke, aber auch für mich persönlich von sehr großem Wert.

Unsere Mission ist es, Naturkosmetik der breiten Masse zugänglich zu machen und ich finde es großartig, mich mit Judith und ihrem Team auszutauschen und gemeinsam an neuen Ideen für NUI zu arbeiten.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Ich war von Beginn an gegenüber allen Löwen offen, aber das Judith die größte Expertise im Beauty Bereich hat ist klar. Daher war sie auch meine heimliche Favoritin, auch wenn ich großen Respekt davor hatte, NUI vor ihr zu pitchen.

Swantje, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren hoffe ich, dass ich noch mehr weibliche Gründer inspirieren konnte den Mut vor die Angst zu stellen. Wir werden weiter neue Impulse setzen, bis sich keiner mehr daran erinnern kann, dass es jemals anders war.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. immer an sich selbst glauben, alles wird gut 

2. keine Lösung ist keine Lösung 

3. auf das Bauchgefühl hören 

Bild: Swantje van Uehm aus Berlin präsentiert mit „NUI Cosmetics“ glamouröse Naturkosmetik. Sie erhofft sich ein Investment von 250.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie NUI Cosmetics am 19. Oktober in der Höhle der Löwen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Swantje van Uehm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Macht Euch einen Businessplan

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Kreativ gegen Müll: Weniger Müll. Mehr Kreativität Yuka Yume

Kreativ gegen Müll: Weniger Müll. Mehr Kreativität

Stellen Sie sich und Kreativ gegen Müll doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Gina Krüger. Ich bin 27 Jahre alt und lebe zusammen mit meinem Lebensgefährten und zwei Katzen in Würzburg. Das Grundkonzept von „Kreativ gegen Müll“ ist es, Verpackungsmüll nicht wegzuschmeißen, sondern stattdessen hübsche neue Dinge daraus zu machen und zu verkaufen. Wenn man so will haben mich übrigens meine beiden Katzen darauf gebracht. Die Futter-Dosen haben unseren Mülleimer regelmäßig so schnell zum überlaufen gebracht, dass der Deckel dauernd offen stand. Ich habe immer schon gerne gebastelt.

Darum habe ich überlegt, was man sonst noch so aus den Konservendosen und auch aus Altglas und anderen Verpackungen machen könnte. Aufgrund von Depressionen kann ich nicht „normal“ arbeiten. Zwei Stunden am Tag als Servicekraft in einem Krankenhaus. Das schaffe ich. Nur zum Leben reicht das nicht. Das Basteln für „Kreativ gegen Müll“ ist also ein zweites Standbein, aber auch ähnlich wie eine Ergotherapie. Der Plan ist, dass diese Form der Arbeit sich langfristig mit meiner Psyche vereinen lässt.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Wenn man in Deutschland etwas dauerhaft auf Gewinnerzielung auslegt, muss man es anmelden. Da genau das meine Absicht ist, wurde aus meinem Projekt schnell ein Unternehmen. Die Anmeldung steht allerdings noch aus. Bis jetzt befindet sich „Kreativ gegen Müll“ noch in der Vorgründungsphase. Das liegt aber auch daran, dass ich noch mit dem Steuerformular kämpfe.

Was war bei der Gründung die größte Herausforderung?

In meinem Fall vermutlich die eigene Ungeduld. Die Grundlage zur Gründung von „Kreativ gegen Müll“ ist momentan die Crowdfunding-Kampagne für das nötige Startkapital. Davon sollen Dinge wie Arbeits- und Verpackungsmaterial bezahlt werden, diverse Werkzeuge, ein Lagerraum, etc.. Durch meine Ungeduld habe ich beim Erstellen der Kampagne aber nicht gut voraus geplant. Das rächt sich jetzt. Dazu kommen viele Hintergrundinfos, an die man als Gründer-Neuling überhaupt nicht denkt. Ich z.B. habe bis vor Kurzem noch nie in meinem Leben etwas von der Impressumspflicht gehört.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Das hoffe ich! Denn bei mir ist definitiv noch nicht alles perfekt. Aber ich denke auch, wenn man tatsächlich erst alles perfekt haben möchte, bevor man startet, startet man nie. So lange ein Unternehmen oder Projekt besteht ist es in einem Entwicklungsprozess. Genau wie wir Menschen uns bis zum Tod fortwährend weiter entwickeln. Meiner Meinung nach kommt es auf das passende Mittelmaß zwischen „im Voraus alles perfekt“ und „irgendwie einfach mal anfangen“ an.

Welche Vision steckt hinter Yuka Yume und Kreativ gegen Müll?

Einen für mich depressionstauglichen Arbeitsalltag schaffen und dabei etwas für Umwelt, Tier und Mensch tun. Bei dem Projekt geht es nicht nur um Upcycling. Aus den Erlösen heraus sollen auch regelmäßige Spenden in verschiedene Organisationen für Umwelt- und Tierschutz und soziales Engagement fließen (z.B. Ärzte ohne Grenzen). Verpackung und Versand der Produkte erfolgt ohne Plastik und Druckaufträge für Werbung u.a. gehen an eine Druckerei, die ausschließlich Recycling-Papier und Öko-Farben verwendet und mit Öko-Strom produziert.

Ursprünglich waren „Yuka Yume“ und „Kreativ gegen Müll“ übrigens zwei völlig verschiedene Dinge. „Yuka Yume“ sollte eigentlich mein Pseudonym als Schriftstellerin werden.

Wer ist die Zielgruppe von Yuka Yume?

Absolut jeder. Es gibt so viele Möglichkeiten, was man aus altem Verpackungszeug alles machen kann. Das geht vom Nachtlicht für Kinder bis zum Gedenk-Windlicht für einen verstorbenen Freund über bunt bemalte Bonbon-Schalen, verwunschene Kerzenhalter, schlichte Organizer für den Schreibtisch oder Schmuckdosen im Leopardenmuster. Die Möglichkeiten sind schier endlos. Mittelfristig möchte ich auch Geschäftskunden mit meinem Angebot erreichen. Für Restaurants oder Cafés kämen zum Beispiel Tischdekorationen in Frage, die an den bestehenden Stil angepasst sind und die Tischnummer zeigen.

Yuka Yume, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Puh, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Seit 2018 hat sich so viel bei mir verändert, womit ich 2017 noch überhaupt nicht gerechnet hätte. Daher bin ich mit Vorhersagen sehr vorsichtig geworden. Was ich mir aber wünsche ist eine eigene Werkstatt, die nach meinen Bedürfnissen eingerichtet ist inkl. Lager und Büro. Sofern Corona es je wieder zulassen wird, würde ich über kurz oder lang auch gerne Kindergärten und Pflegeheime und dergleichen besuchen und dort gemeinsam basteln. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Zu aller erst: Macht Euch einen Businessplan. Er ist das Herz all Eurer Planung.

Als zweites: Holt Euch Hilfe bei Eurer zuständigen IHK. Dort finden Gründer eine Fülle an Informationen, Hilfestellungen, Seminaren und so weiter.

Und drittens: Lasst Euch von niemandem einreden, dass Ihr es aus diesem oder jenem Grund lieber bleiben lassen solltet. Wenn ihr etwas machen wollt, dann macht es. Hauptsache Ihr seit in Eurem Businessplan ehrlich zu Euch selbst.

Wir bedanken uns bei  Gina Krüger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

#FutureFood 2.0: Grillen-Snack statt Algenblatt

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Pinaks Insekten Cracker

Smarter Snacken mit Pinaks-Crackern aus Grille, Hafer & Saaten

Stellen Sie sich und das Startup Native Foods doch kurz unseren Lesern vor!

Als sich Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Kreßner und Diplom-Ingenieur für Technischen Umweltschutz Camilo Wilisch 2018 bei einem „Kochabend rund um Insekten“ erstmalig begegneten, ahnten die beiden mitnichten, dass sie sich nur zwei Jahre später in einer Produktionsstätte des Schweizer Getreideerzeugnis-Produzenten CORNU S.A. wiederfinden würden. Denn genau hier werden – nach einem mühsamen Akquise-Prozess, in welchem mehr als 300 Großbäckereien und Snackproduzenten involviert waren – ihre glutenfreien Cracker aus Grillenmehl produziert. 

Ab Oktober 2020 bereichern die Getreideerzeugnisse aus Haferflocken, Insektenmehl und Saaten wie Sesam, Mohn und Chiasamen die Speisegewohnheiten der deutschen Verbraucher. Pinaks nennt sich die brandneue Marke aus Berlin, die die Hemmschwelle zum Verzehr von Krabbeltieren durchbrechen und so exotische, aber vor allem nachhaltig-innovative Impulse im konventionellen Snacking-Regal des LEH setzen will. Denn generell sind Insekten fettarm, protein-und VitaminB12-reich und ihre Zucht ist effizient und klimafreundlich. Nun schickt sich das junge Food-Unternehmen an, Snacks aus Grille, Käfer und Co. endlich aus dem Nischendasein zu holen! 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Sebastian Kreßner: Bereits seit meiner frühesten Kindheit, genauer mit 12 Jahren, baute ich gemeinsam mit einem Freund eine kleine Hühnerfarm auf. Wir wollten uns unser Taschengeld selbst erarbeiten und legten ganz einfach los. Diese Geschäftsidee erscheint zunächst abwegig, ist aber eigentlich ganz natürlich und simple: Denn wir beiden wuchsen auf dem Brandenburger Land auf. Nebenjobs waren dort rar gesät und heiß begehrt. Man musste eben kreativ sein, um sich etwas dazuzuverdienen. Unsere Geschäftsidee florierte und wir hatten wirklich große Freude daran, die Hühner zu hegen und zu pflegen. Schon damals waren Eier von lokalen Züchtern aus dem Berliner Speckgürtel ja heiß begehrt.

Nach einiger Zeit veränderten sich jedoch unsere Interessen – wenig verwunderlich – denn wir waren ja noch Kids. Irgendwann lösten wir die Hühnerfarm schließlich auf und investierten unseren Gewinn fortan in Technik rund um die musikalische Untermalung von Veranstaltungen.  Worin für mich der Reiz am Gründen liegt? Etwas ganz Eigenes kreativ zu schaffen und dann langfristig erfolgreich aufzubauen. Wichtig ist mir dabei stets die Vielseitigkeit und abwechslungsreiche Aufgaben. Das Gründungsgen liegt bei uns offenbar in der Familie: Schon mein Vater startete seine berufliche Karriere als Gemüsebauer. 

Camilo Wilisch:

Ich wollte eigentlich keinesfalls selbst Gründen, denn in meiner Familie erlebte ich nicht nur die positiven Seiten ganz hautnah: Selbständigkeit und Unternehmensführung bedingen viel Stress, teils enorme Entbehrungen und wenig Zeit für Freunde und Familie. Da ich jedoch für das Thema Insekten, Nachhaltigkeit und Umweltschutz brenne, bin ich bereit das Risiko „Unternehmensgründung“ einzugehen. Denn nur so kann ich meine Visionen zur Weiterentwicklung einer ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Wirtschaftsethik in der Ernährungsindustrie vorantreiben.

Gemeinsam verbindet uns die Leidenschaft etwas Neues am Markt zu etablieren. Wir sind beide auf ein nachhaltiges, bewusstes Leben bedacht und wollen dies mit unseren Produkten vorleben und vor allem weitergeben. Denn wir haben nur ein Leben und nur diese eine Erde für uns Menschen.

Welche Vision steckt hinter PINAKS? 

Wir etablieren Insekten als wertvolle Nahrungs- und Proteinquelle in Deutschland. Gemeinsam mit unserem Partner, dem Schweizer Getreideerzeugnis-Produzenten CORNU S.A., brechen wir mit Speisetabus mit Insektensnacks für Jedermann. Pinaks sind ideale Einstiegsprodukte für einen nachhaltigeren, gesünderen und umweltbewussteren Speiseplan. 

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Neben der großen Herausforderung das anfängliche Projekt bis hin zum jetzigen Unternehmen zu finanzieren gab es zahlreiche Herausforderungen: Erstens die Produktentwicklung: Wir entwickeln die Rezepte für unsere Cracker aus Haferflocken, Insektenmehl und Saaten wie Sesam, Mohn und Chiasamen stets sehr kundennah und passen die Kreationen nach den Verkostungen basierend auf dem Feedback der Tester bei Bedarf hinsichtlich Geschmacksnote oder Konsistenz, wann immer möglich, an. Das war und ist ein langwieriger sowie aufwändiger Prozess. Für diverse Verkostungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Zielgruppen nutzen wir jede Gelegenheit, die sich uns bietet. Eine unserer ersten Veranstaltungen war bspw. die Grüne Woche in Berlin. Weiter waren wir auf der TedX Veranstaltung der TU München präsent und führten zudem beim Bayerischen Bauernverband sowie bei einem Nachhaltigkeitsabend bei Ernst & Young Verkostungen durch.

Dann mussten wir einen geeigneten Produktionsstandort finden:

Dazu kontaktierten wir alle deutschen Großbäckereien und auch etliche Betriebe in ganz Europa, bis wir endlich einen Produzenten fanden, der unsere Cracker nach unseren Bedingungen herstellen konnte und dies auch wollte. Die Verarbeitung von Insekten, ist in der Lebensmittelindustrie ein relativ neues Métier. Nicht jeder Hersteller ist gewillt und fähig mit Insekten als Nahrungsmittelbasis umzugehen und diese zu verarbeiten. Als wir endlich – nach einem mühsamen Akquise-Prozess, in welchem mehr als 300 Großbäckereien und Snackproduzenten involviert waren – in dem Schweizer Getreideerzeugnis-Produzenten CORNU S.A. unseren passenden Partner fanden, ging es daran, unsere Rezepturen in einer industriellen Anlage zum Laufen zu bringen.

Darüber hinaus ist für uns auch das Inhouse-Teambuilding ein äußerst wichtiger Faktor.

Seit Gründungsbeginn an entwickelte sich unsere Mitarbeiterstruktur dynamisch. Ein offener, transparenter und dynamischer Austausch untereinander liegt uns sehr am Herzen. Deswegen legen wir großen Wert auf fortwährende Teamentwicklungsmaßnahmen und sind bereit dazu, in die richtigen und zu uns passenden Teammitglieder zu investieren. Im Moment arbeiten wir mit ‘Young Professionals’ aus dem Bereich des Content Marketings zusammen, die ebenfalls an Insekten als Nahrungsmittel der Zukunft glauben und ihre jeweilige Expertise mit einbringen.

Schlussendlich stellte sich die Frage nach einer langfristig-soliden Finanzierung der von uns im Juli 2020 gegründeten „Native Foods GmbH“ mit der Marke Pinaks: Von Beginn an betrieben wir Bootstrapping und verfolgten einen LEAN Start Up Ansatz. Wir bezogen ein Start Up-Stipendium des Incubator der HWR Berlin und konnten uns somit voll auf die Gründung unserer GmbH und den Ausbau unserer Brand konzentrieren. Aktuell haben wir ein Seed Investment erhalten und können nun auch in unseren Marken- und Unternehmensaufbau investieren und so weitere spannende Produkte entwickeln. Unsere größte Herausforderung ist jedoch weiterhin, mittel- und langfristig stabile Umsätze zu erwirtschaften. Eine Crowdfunding-Kampagne, die ab dem 15.Oktober 2020 geplant ist, soll dafür einen sicheren Grundstein legen. Dann wird via Startnext.de unsere Marke Pinaks zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit zum Kauf angeboten.

Wer ist die Zielgruppe von PINAKS?

Pinaks-Cracker aus Grillenmehl sind Snacks für Jedermann und zukunftsweisend schmackhaft: Pinaks, übrigens abgeleitet vom Wort Käfer, pinacatl, ist eine Hommage an die traditionelle Küche Mexikos, wo seit jeher Insekten als wertvolle Proteinquelle auf dem Speiseplan stehen. So werden unsere Erzeugnisse aus u.a. Grillen auch hierzulande eine bewusste, zukunftsweisende und vor allem schmackhafte Food-Gap zwischen Fleischkonsum und Veganismus schließen. Davon sind wir überzeugt! Denn Nachhaltigkeit auf dem Teller ist und bleibt Megatrend. Insbesondere für Real Omnivores –KonsumentInnen der Generation Z & Y zwischen 25 bis 35 Jahren – spielen klimarelevante Überlegungen bei der Wahl ihres Essens eine immer größere Rolle. Denn sie suchen nach vielfältigen Alternativen für eine ausgewogene, nachhaltige Ernährungsweise.

Diese Real Omnivores decken ihren Proteinbedarf in Zukunft auch durch den Genuss von Produkten aus u.a. Insekten, legt Foodtrend-Expertin Hanni Rützler in ihrem Food Report 2021 dar (Quelle: Food Report 2021, Hanni Rützler, Wolfgang Reiter, Zukunftsinstitut GmbH, Seite 26.) Doch auch „reifere“ Konsumenten gen 30er und sogar weit über 50 Jahre zeigten sich von unseren Pinaks-Crackern auf Messen wie z.B. der Grünen Woche 2019 überaus aufgeschlossen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen Vorteile? Was unterscheidet Sie von Anbietern?

Wir glauben daran, dass Pinaks mit dem Fleischkonsum konkurrieren können. Laut DGE benötigen Männer 57g und Frauen 48g Protein. Mit 100g der auf Grillenmehl basierten Snacks können Frauen 51% und Männer 43% ihres Tagesbedarfs an Protein decken. Zusätzlich haben sie einen positiven Einfluss auf die Klima- und Umweltbilanz und verfügen über eine beeindruckende Nährwertbilanz: Unsere Krabbeltier-Cracker sind langsättigend, proteinhaltig, laktose- und glutenfrei, VitaminB12- und ballaststoffreich, frei von jeglichen Geschmacksverstärkern, Zusatzstoffen und Gentechnik. Pinaks-Cracker auf Grillenmehlbasis werden in einer der modernsten Backanlagen Europas produziert und bringen die Produkte aus der Nische. Wir bieten Insekten Snacks für Jedermann. Und zu guter Letzt, schmecken unsere Cracker einfach unglaublich gut, denn sie haben eine sehr knusprige Textur und sind in beliebten Geschmacksrichtungen wie Rosmarin und Zwiebel/Kräuter erhältlich.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir mussten unsere operative Geschäftstätigkeit komplett umdenken. 100% Homeoffice und somit längere Zeit komplett räumlich getrennt und dennoch effektiv zu arbeiten. Das war ja nur der Anfang aller Herausforderungen. Am Ende entwickelten wir eine komplett neue Vertriebs- und Marketingstrategie, die auf die neuen Gegebenheiten angepasst ist. So konzentrieren wir uns beispielsweise im Moment darauf, eine Onlinecommunity aufzubauen und erweitern unser B2B-Netzwerk fortwährend und zielgerichtet u.a. über LinkedIn.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen? 

Wir führten ein daily Meeting ein, um uns täglich abzusprechen und auszutauschen und arbeiteten nach dem Lockdown einmal in der Woche räumlich zusammen. Natürlich immer mit nötigem Abstand. Sales und Marketing verlagerten wir fast ausschließlich auf Onlineplattformen via Instagram, Facebook, LinkedIn. Zudem waren wir bei Online-Events & Kongressen u.a. als Speaker involviert, wie z.B. beim ZoomUp „#BestPractice | Food Produktmanagement – Kategorie Snack Produkte“, welches von Crowdfoods organisiert wurde. Auch nahmen wir die Gelegenheit wahr, uns beim Food Start Up Campus zu präsentieren. Zudem war Pinaks als eines von acht Startups im Rahmen dieses Events als „FoodNextGen“ nominiert. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance? 

Alte, verkrustete und ewig gleiche Denkmuster wurden notgedrungen aufgebrochen und machen nun Platz für neue Ideen und Möglichkeiten, die jetzt zwangsläufig erprobt werden. Die Themen Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und gesunde Ernährung in Verbindung mit Tierwohl erlangen im Moment noch mehr Gehör. So wird die fortwährende Abholzung des Regenwaldes als eine mögliche Ursache für das Ausbrechen diverser Pandemien diskutiert. Im Moment ist es zumindest wichtiger denn je, durch eine nachhaltige, bewusste und dabei gesündere Ernährungsweise ein starkes Immunsystem aufzubauen – ohne dabei unseren Planeten weiterhin zu zerstören und sinnloses Tierleid zu befördern. Denn trotz eines unaufhörlich steigenden Bevölkerungswachstums, würde durch einen klug durchdachten, „glokal“-konzipierten (global & lokal), ressourcenschonenden Anbau-, Verarbeitungs- und Wirtschaftsplan jene immense Ackerfläche, die unsere heutige, maßlose Ernährungsweise momentan bedingt, drastisch verringert werden können. Sehr zum langfristigen Wohle von Natur, Mensch und Tier.

Native Foods, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Getreu unserer Mission, Snacks aus Grille, Käfer und Co. endlich aus dem Nischendasein zu holen, werden wir mit Pinaks flächendeckend in der DACH-Region verfügbar sein und uns als Snackmarke auf Insektenmehlbasis langfristig erfolgreich etabliert haben. Verbraucher werden Insekten als nachhaltiges, und reichhaltiges Lebensmittel zu schätzen wissen. Mittelfristig streben wir eine Erweiterung unserer Produktrange mit zusätzlichen Dauerbackwaren-Snacks wie Brezel oder Flips mit Vermarktung in der DACH-Region im LEH, in Feinkostabteilungen, Outdoor-Shops, Kinos oder Fitness-Studios an. Die Verarbeitung weiterer Insektenarten, z.B. Heuschrecken oder Buffalo-Würmer, sowie eine eigene Zuchtanlage in Brandenburg zur Erschließung der Produktionskreisläufe sind ebenso geplant.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

1. Überlege dir wo du hinwillst und was du erreichen willst. Schaue dir dann an, was du dafür benötigst und in welcher Zeit es umzusetzen ist. Dann verdopple diese Zeit mindestens.

2. Das Leben ist keine Einbahnstraße. Sei mutig und traue dich auch Fehler zu machen. 

3. Überlege dir mit wem du den Weg gehen möchtest, hör auf dein Bauchgefühl, kommuniziere und sei offen für Konflikt.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Camilo Wilisch und Sebastian Kreßner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum schlägt eine Frau ein sechsstelliges Gehalt aus?

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Finanzen verbinden die meisten mit einer Männerdomäne. Die Gründerin Maria Mann setzt dem mit Financery den ersten Finanz-Service entgegen, der gezielt Frauen anspricht, ihr Geld zu investieren.

Wir wissen es. Wir reden darüber. Aber handeln? In ihrem Leben verdienen Frauen nur etwas mehr als halb so viel wie Männer, so das Statistische Bundesamt. Und was passiert? Nichts. Mit dem Ziel dies zu ändern und mehr Frauen Zugang zu Geld zu ermöglichen, hat Maria Mann in Düsseldorf Financery gegründet. Damit bespielt sie ein gesellschaftlich relevantes Thema und erklärt: „Wir möchten etwas bewegen und gerade Frauen wird keine lebensnahe Lösung angeboten, mit der sie sich finanziell unabhängig machen können. So habe ich mich gegen ein sechsstelliges Jahresgehalt und eine Karriere in der Beratung entschieden – und gegründet.”

Maria Mann ist 2018 mit dem Fintech gestartet und hat bereits die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Zuvor hat sie berufsbegleitend ihren MBA an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Düsseldorf absolviert. Als Unternehmensberaterin hat sie IT-Projekte für Banken sowie Finanzdienstleister geleitet und diese in der Digitalisierung ihrer Prozesse unterstützt.

Starkes Netzwerk in NRW

2019 hat Maria Mann das Gründerstipendium NRW des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie erhalten. Nicht zuletzt dadurch konnte sie sich ein starkes Netzwerk zu anderen Gründer*innen aus NRW und ganz Deutschland aufbauen. „Es freut uns, zu sehen, dass gerade Gründerinnen unser Stipendium nutzen, um unsere Gesellschaft einen Schritt nach vorne zu bringen”, so Andreas Pinkwart, NRW-Wirtschaftsminister. Derzeit steht die Gründerin im Finale des Digital Female Leader Award in der Kategorie Fintech/Money. Die Gewinnerin wird im November 2020 ausgezeichnet.

Weiblich geführtes Fintech in einer Männerbranche

Mit Financery hat die Düsseldorfer Gründerin einen Finanz-Service entwickelt, der sich flexibel an das Leben jeder Frau anpasst. Auf Basis der persönlichen Bedürfnisse sowie der finanziellen Situation erstellt die digitale Vermögensverwaltung einen auf die Kundin zugeschnittenen Anlagevorschlag. Das Portfolio besteht aus, wenn möglich, nachhaltigen ETFs (Exchange Traded Funds) der Marke iShares. In Kooperation mit einer Vermögensverwaltung und einer der größten Fondsbanken in Deutschland wird das Portfolio umgesetzt und kontinuierlich überwacht. Damit ist Financery der erste All-in-One Service für Frauen, mit dem sie einfach und flexibel Vermögen aufbauen.  

Zusammen mit den strategischen Partner*innen aus IT-Technologie und Vermögensverwaltung, umfasst das Team von Financery etwa 30 Mitarbeiter*innen. Trotz der Corona-Krise baut das junge Fintech sein Kernteam in Düsseldorf weiter aus und zeigt damit, dass eine einfache und flexible Geldanlage für Frauen den Nerv unserer Zeit trifft. 

Quelle: FFI Female Financial Invest GmbH

Hausaufgaben machen!

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SleevesUp!: Coworking Offices für echte Macher*innen

SleevesUp!: Coworking Offices für echte Macher*innen

Stellen Sie sich und das Startup SleevesUp! doch kurz unseren Lesern vor!

Du bist Gründer und gerade dabei den Schritt vom Küchentisch in ein eigenes Büro zu wagen? Planst kurzfristig und kannst dich nicht für 5-10 Jahre an einen Mietvertrag binden? Du hast nicht das Budget für ein Office, das 500€ und mehr pro Schreibtisch kostet? So ging es uns auch mal! Bevor wir SleevesUp! gestartet haben, war unser Team selbst mal Teil eines „Tech Startups“ und das Thema Büro hat von Tag 1 leider mehr Zeit gefressen als es sollte. Das Tech Startup gibt es heute nicht mehr – dafür aber SleevesUp!: Mit unserer Erfahrung haben wir angefangen Coworking Offices für echte Macher*innen zu erschaffen. Flexibel, professionell und vor allem bezahlbar – auch außerhalb der großen Metropolen wie Berlin oder München.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Das Unternehmertum lag unserem Team schon immer im Blut: Selbständig sein, einen eigenen Weg gehen, Entscheidungen treffen und Risiken eingehen. Natürlich hat das auch Nachteile und man schläft zeitweise schlecht. Aber der Lohn, etwas zu erschaffen, etwas Großes aufzubauen und eine Spur zu hinterlassen wiegt das locker auf!

Welche Vision steckt hinter SleevesUp!?

Wir wollen die Office Welt für KMU’s in Deutschland revolutionieren: In einer dynamischen Welt sollte niemand mehr Verträge mit einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten abschließen müssen und es gibt für Gründer und Unternehmer wirklich wichtigeres als sich um Kaffeemaschine, Drucker oder Internet kümmern zu müssen. Wir bringen unsere flexiblen Serviced Offices überall dorthin wo echte Macher*innen am Werk sind. In jeder deutschen Stadt soll es bald mindestens einen SleevesUp! Space geben, wo unternehmerisch geprägte Menschen sich voll auf Ihr Business konzentrieren können und sich nicht um das Office kümmern müssen. Und danach sehen wir weiter!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Vom ersten Prototyp in einem Hinterhaus mit 300qm bis heute, 11 Standorten in 8 Städten auf über 10.000qm haben wir einen langen Lernprozess hinter uns, der immer noch andauert. Wie schafft man es Prozesse skalierbar zu machen? Und wie können wir Büros in einer digitalen Welt effizient und profitabel betreiben? Wie können wir die Preise für unsere Kunden bezahlbar halten? Viele viele kleine Herausforderungen haben wir unterwegs gelöst, aber mit unserem Wachstum kommen immer wieder neue dazu. Besonders herausfordernd war dabei sicher der „Lockdown“ durch Corona, der uns mitten in einer Wachstumsphase getroffen hat. Aber auch das haben wir hinbekommen. Finanziert haben wir uns bislang über einen Mix aus Bootstrapping, Friends&Family Krediten und klassischer Bankfinanzierung. Um zukünftig noch schneller wachsen zu können planen wir in 2021 eine größere Finanzierungsrunde.

Wer ist die Zielgruppe von SleevesUp!?

Menschen, die unternehmerisch denken und handeln. Egal ob Freelancer, Selbständiger, Gründer, oder angestellter Teamleiter mit Verantwortung für Mitarbeiter und Budgets: Jeder der morgens aufsteht und den Drang hat, weiter zu kommen, das, was da ist, besser zu machen oder etwas aufzubauen. Bei uns arbeiten echte Macher*innen und das vereint den Spirit in unseren Spaces. Dieser gemeinsame Nenner lässt großartige Communities entstehen. Auch ohne aufwändiges Community-Event-Management.

Wie funktioniert SleevesUp!? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir schaffen als einziger Anbieter den Spagat aus Professionalität und Kosteneffizienz – auch außerhalb der großen Metropolen. Wir bringen unser Angebot vornehmlich in deutsche B- und C- Lagen, denn hier gibt es eine große Zielgruppe mit Bedarf nach Flexibilität und Service bei Ihren Offices, welcher bislang so gut wie nicht bedient wird. Klar hat mittlerweile fast jede Stadt ihr „Coworking Projekt“. Aber das sind in der Regel Leuchttürme, welche sich an eine sehr schmale Zielgruppe richten. Wir bieten mit unseren Spaces nicht nur professionelle Arbeitsplätze, sondern ein deutschlandweites Netzwerk, Struktur und schlanke kundenorientierte Prozesse – bei einem Preis, der für die inkludierte Leistung immer jeden Wettbewerber schlägt. 

sleevesUp!

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Während des Lockdown war, so wie in den meisten Branchen auch, bei uns erstmal „Atem anhalten“ angesagt. Nach 2 Monaten haben wir jedoch gemerkt, dass die Nachfrage nach flexiblen Modellen deutlich anstieg. Denn viele müssen irgendwie weiterarbeiten und benötigen ein professionelles Office, wollen aber erstmal auf Sicht fahren. Dazu gehören auch Arbeitnehmer, die merken, dass das Homeoffice auf Dauer doch nicht das Wahre ist oder auch Studenten, die trotz geschlossenen Bib’s konzentriert lernen wollen. Oder auch etliche Teams, die doch das ein oder andere Meeting abhalten müssen, deren „Corporate Office“ aber noch immer geschlossen ist. Natürlich haben wir auch unsere Hygienestandards angepasst – aber unsere Infrastruktur (Abstände, Raumgrößen) war schon immer auf genug Platz ausgelegt, sodass wir hier bereits sehr gut aufgestellt waren.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Neben den Anpassungen in unseren Prozessen (z.B. Reinigungsintervalle) und neuen Regeln (Maßnahmenkatalog je nach Risikoeinstufung für jeden Standort) haben wir aufgrund der Unsicherheit im Sommer 2020 unsere Wachstumspläne zunächst etwas weiter nach hinten geschoben um das Unternehmen stabil zu halten. Dies ist uns bislang gut gelungen und die Nachfrage und Marktentwicklung zeigt, dass wir schon wieder vorsichtig den Blick nach vorne werfen und bereits die nächsten Spaces angehen können.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Mittelfristig werden wir sicherlich ein Stück weit von der gestiegenen Dynamik in den Märkten profitieren können. Gefühlt jedes Unternehmen überdenkt derzeit seine Office Situation und fragt sich, wie viel eigene Bürofläche langfristig überhaupt noch benötigt wird und wie das Homeoffice oder „Mobiles Arbeiten“ zukünftig ins Bild passen werden. Hier werden wir mit unserem Modell der dezentral aufgestellten, flexiblen Office Lösungen eine wichtige Rolle spielen. Denn viele Unternehmen werden eigene Büroflächen langfristig abbauen, aber nicht jeder Mitarbeiter wird sich langfristig im Homeoffice wohlfühlen. 

SleevesUp!, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden unsere Flexiblen Serviced Offices weiter in mittelgroße deutsche Städte bringen. Dabei wollen wir in den nächsten 5 Jahren von derzeit 11 auf ca. 30 Standorte wachsen und vielen Gründern einen Ort zum Durchstarten geben, vielen Selbständigen und KMU das Risiko langfristiger Mietverträge nehmen und weiter daran arbeiten, dass Unternehmen mit dem lästigen Thema „Office Management“ nichts mehr zu tun haben müssen, sondern sich ganz auf das konzentrieren können, was für sie am wichtigsten ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Weniger planen, mehr machen! Nur der Markt gibt euch die echten Antworten auf eure Fragen und Annahmen. Habt keine Angst, mit einem „unfertigen“ Produkt auf die ersten Kunden zuzugehen – deren Feedback (und deren echte Euros) sind viel mehr wert als jeder Gründerpreis und jedes „Expertenfeedback“!

Agil bleiben! Zwischen der ersten Idee, dem ersten Prototyp und dem marktreifen Produkt liegen oft Welten! Hört genau zu, was die Kunden wollen, seht genau hin, wie die Kunden das Produkt nutzen. Der Go-To-Market ist ein nie endender Lernprozess und wer es schafft, am schnellsten zu lernen, wie der Markt funktioniert, was der Kunde wirklich will und wofür wirklich Geld bezahlt wird, der wird langfristig Erfolg haben. Auch wenn das was raus kommt vielleicht gar nicht das ist, was ihr mal vorhattet.

Hausaufgaben machen! Wer früh im Markt Erfolg hat vernachlässigt oft die wichtigen Hausaufgaben im eigenen Unternehmen, worüber man später wenn es um zu viel geht dann schmerzhaft stolpern und stürzen kann! Habt eure Buchhaltung im Griff (Belege im Schuhkarton = No Go!), identifiziert und messt die richtigen KPI, schaut genau auf die Kosten und schafft skalierbare Strukturen und Prozesse im Unternehmen. Nur auf einem stabilen Fundament könnt ihr hohe Türme errichten!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Team schlägt jeden Solospieler

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vivere marken produkten

VIVERE Plattform für die Entwicklung von Marken und Produkten

Stellen Sie sich und das Startup VIVERE doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Sebastian Johnston und Mitgründer des Hamburger Start-ups VIVERE, eine Plattform, für Consumer Brands and Products, der neuen Generation, angetrieben durch Verbraucherwünsche, Daten und Nachhaltigkeit.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mein Mitgründer Christopher Glatzel und ich hatten bereits 2013 eine Idee für ein erstes Produkt, welches wir produzieren ließen und schließlich über Apotheken und Amazon auf den Markt brachten. Die Nachfrage war groß, das weckte unser Interesse weitere Produkte für eine gezielte Nachfrage anzubieten. Schnell wurde klar, dass man hier auf Expertise angewiesen ist und zB Produktentwicklungen durch externe Dienstleister mit viel Wartezeit verbunden sind. Das hat den Nachteil, dass man nicht schnell und skalierbar genug auf die Nachfragen der Konsumenten reagieren kann. Uns wurde schnell klar, wir brauchen ein starkes Team und wollen alle Expertisen an einem Ort bündeln. Dies braucht seine Zeit. Im Dezember 2017 war es dann soweit und wir riefen VIVERE ins Leben. Schließlich kam Johann du Toit als dritter Gründer mit an Bord und wir haben mittlerweile alle Kompetenzen und Ressourcen inhouse und ein tolles, internationales Team zusammen.

Welche Vision steckt hinter VIVERE?

Mit VIVERE wollen wir schnell, international auf Daten und damit die Nachfrage der Konsumenten reagieren können. Die Vision war eine Wertschöpfungskette und Supply Chain “an einem Ort”, die es uns ermöglicht Produkte innerhalb von wenigen Wochen von der Idee bis hin zum Vertrieb auf den Markt zu bringen. Zudem ist es uns besonders wichtig, ausschließlich Marken und Produkte zu entwickeln, die frei von Tierversuchen, vegan und nachhaltig sind. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es ist z.B. eine große Aufgabe und sehr aufwändig ein exzellentes Team aufzubauen und jeden Tag zu motivieren. Wir sind ein sehr internationales Unternehmen, zentral gelegen in Hamburg und versuchen alle Ressourcen von der Marken- und Produktidee bis hin zur Vermarktung in mittlerweile 14 Ländern “inhouse” zu haben. Dies gepaart mit unserem Plattform-Gedanken hat im Aufbau etwas gedauert und Kraft gekostet. Wir sind finanziert durch einen VC und sind dankbar für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.  

Wer ist die Zielgruppe von VIVERE?

Für unsere Eigenmarken ist es der klassische Verbraucher. Da unsere Marken sehr vielfältig sind lässt sich das schwer auf ein Alter oder eine bestimmte Zielgruppe einschränken. Wir entwickeln nachhaltige Produkte für den täglichen Bedarf. Darüber hinaus entwickeln wir aber auch Marken und Produktsortimente für große deutsche Konzerne und unterstützen Start-ups, VIPs und Influencer in der Markenkreation, Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Supply Chain Management.

Wie funktioniert VIVERE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf dem europäischen Markt sind wir das einzige Unternehmen, dass eine Plattform für die Entwicklung von Marken (“D2C Brands”, “DtoC Brands”, Consumer Brands, CPG, FMCG) und Produkten bietet und die Wertschöpfungskette an einem Standort sicherstellen kann. Unsere schnellen Prozesse ermöglichen schnell auf Nachfragen zu reagieren. Für eine Marken- und Sortimentsentwicklung, wofür andere 1-2 Jahre brauchen, brauchen wir 10 Wochen. Dafür haben wir lange nach den richtigen Expertisen gesucht und sind auch weiterhin bestrebt uns stetig zu verbessern und Prozesse zu automatisieren. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Bis auf die üblichen Maßnahmen, wie Home Office, viele Hygienemaßnahmen und begrenzte Mitarbeiterzahl im Büro (social distancing) und Schichtbetrieb in der Produktion hat sich für uns nichts viel verändert. Das ist der große Vorteil, wenn man nicht auf externe Dienstleister angewiesen ist und eben alles aus eigener Hand macht. Wir können schnell reagieren und sind unabhängig. Unsere Marken sind stark im E-Commerce und auf Marktplätzen vertreten. Großteils gab es einen Nachfrageanstieg. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Für uns persönlich: Das Bedürfnis nach nachhaltigen Produkten wird vermutlich weiter steigen. Eine Krise lädt immer dazu ein, sich selbst, seinen Lebensstil und aktuelle Geschehnisse in der Gesellschaft zu reflektieren. Menschen machen sich mehr Gedanken über ihr Verhalten – auch das Konsumverhalten. Allen Mitarbeitern wollen wir einen sicheren Arbeitsplatz bieten. Daher sehen wir diese Krise als Chance und versuchen Ihr den Geschmack der Katastrophe zu nehmen. 

VIVERE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen weiter daran arbeiten unsere Prozesse zu automatisieren und weitere starke Marken und Produkte starten. Darüber hinaus wollen wir unser Netzwerk an Partnern weiter ausbauen, und unsere Expertise immer zugänglicher machen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Das Team schlägt jeden Solospieler
  2. Versuche permanent zu testen, Qualität zu hinterfragen und dich zu verbessern
  3. Passion ist die größte Motivation

Wir bedanken uns bei Sebastian Johnston für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Finden Sie eine völlig neue Idee, in die Sie richtig aufgehen können

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Vecnos ultrakompakte 360°-Kamera IQUI

Vecnos ultrakompakte 360°-Kamera IQUI- edel und elegant

Bitte stellen Sie sich und die Startup Vecnos unseren Lesern vor! 

Ich heiße Shu Ubukata und bin der CEO von Vecnos Inc. mit Sitz in Yokohama, Japan. Als ich zu Ricoh kam, wurde ich zunächst im Vertrieb eingesetzt. 2010 hatte ich eine Führungsposition im Bereich Consumer-Produkte übernommen. Damals schlug ich dem Management vor, die weltweit erste 360°-Kamera für Verbraucher zu entwickeln. Nach drei Jahren brachten wir dieses Produkt als Ricoh Theta auf den Markt, die weltweit erste 360°-Kamera für Consumer. Seitdem hat sich der 360°-Markt zu einem Markt von 5 Millionen USD (2018) entwickelt.

In dieser Zeit haben wir mit Vecnos ein Unternehmen für revolutionäre Imaging-Produkte gegründet. Unser erstes Produkt ist die ultrakompakte 360°-Kamera IQUI. Sie ist ab dem 15. Oktober 2020 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Japan erhältlich. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vecnos wurde im August 2019 als Spin-off von Ricoh gegründet. Das ursprüngliche Theta-Entwicklungsteam und ich konnten das Management davon überzeugen, dass wir mehr Wertschöpfung und Dynamik in den 360°-Kameramarkt bringen könnten – aber dafür ein neues unternehmerisches Umfeld brauchen. Dort waren wir dann in der Lage, IQUI und seine App IQUISPIN in sehr kurzer Zeit zu entwickeln, insbesondere dank offener Innovation und flexiblem Management.

Was ist die Vision hinter der IQUI 360°-Kamera?

IQUI ist eine neue Art von 360°-Kamera, die minimalistisch, superhandlich und extrem einfach zu bedienen ist. Gegenwärtig erfreuen sich 360°- und Action-Kameras bei Kamera-Enthusiasten großer Beliebtheit, aber sie haben sich noch nicht bei einem breiteren Verbraucherspektrum durchgesetzt. Auch sind 360°-Inhalte in ihrer jetzigen Form nicht so weit verbreitet, weil man sie in der Regel erst umständlich bearbeiten muss, bevor man sie über die sozialen Medien verbreiten kann. Kurz gesagt, IQUI und seine App IQUISPIN machen das Aufnehmen und Teilen von 360°-Inhalten einfach und attraktiv, wie keine andere Kombination aus Kamera und App zuvor.

Was waren von der Idee bis zum Start die bisher größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ricoh ist derzeit unser einziger Investor. Wir genießen die Freiheit, Entwicklungs-, Personal-, Management- und andere Entscheidungen unabhängig treffen zu können.

Wie andere Start-ups auf der ganzen Welt hat uns die globale Corona-Pandemie natürlich hart getroffen. Die Tatsache, dass wir nicht in der Lage waren, unsere Produktionsstätten physisch zu erreichen, hat die Entwicklung vor dem Start des globalen Vertriebs erschwert. Wir konnten aber die IQUI dank der beharrlichen Arbeit unseres Entwicklungsteams und unserer Partner auch „remote“ erfolgreich an die Ziellinie bringen. 

Wer ist die Zielgruppe der IQUI 360°-Kamera?

Wir möchten, dass ein neuer Typ von Verbrauchern IQUI nutzt – nämlich diejenigen, die in sozialen Medien aktiv sind. Die meisten haben wahrscheinlich noch keine Erfahrung mit einer 360°-Kamera haben, begeistern sich aber für neue Möglichkeiten der Selbstdarstellung. Wir glauben, dass gerade Frauen der Millennial-Generation gut in dieses Profil passen.

Wie funktioniert die IQUI 360°-Kamera? Was sind die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Vecnos ultrakompakte 360°-Kamera IQUI

IQUIs einzigartiges optisches System mit vier Linsen macht es möglich, dass die Kamera winzig klein ist. Sie hat einen Durchmesser von weniger als 20 mm und wiegt nur 60 g, und das bei einer konkurrenzfähigen Foto- und Videoqualität. Mit nur drei Tasten und automatischer Datenweiterleitung auf Ihr Smartphone ist IQUI total unkompliziert zu bedienen. Mit IQUISPIN ist die Bearbeitung von 360°-Fotos super einfach und macht echt Spaß. Der Benutzer kann bestimmte Details des 360°-Bildes hervorheben, oder auch tolle 3D-Elemente hinzufügen, die den Raumeindruck zusätzlich vertiefen. Das resultierende Minivideo hat die perfekte Länge und Dateigröße für eine einfache Veröffentlichung in sozialen Medien.

Wie hat sich Ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen? Wo sehen Sie die Chance in der Krise?

Unser Unternehmen hat sich trotz der Pandemie gut entwickelt. Unsere Mitarbeiter nutzen verschiedene digitale Tools, um sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Tatsächlich haben einige unserer Softwareentwicklungsmitarbeiter bei Ausbruch der Pandemie in ihre Heimatstädte in ganz Japan zurückgezogen und arbeiten seitdem produktiv mit unserem Team in Yokohama zusammen. Für unsere Mitarbeiter, die ins Büro kommen, ist die Arbeit im Home Office sowieso immer eine Option. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass diejenigen mit Kindern und anderen Verpflichtungen flexibel arbeiten können.

Von Anfang an haben wir eine Direct-to-Consumer (D2C)-Strategie geplant, so dass die Auswirkungen der Pandemie auf die Einzelhandelsumsätze in den Geschäften für uns kein großes Problem darstellten. Wir können die Bedrohung, die sie für die Logistik darstellt, nicht völlig ignorieren, aber unsere Partner gehen gut mit diesem Thema um.

Darüber hinaus sind auch die Marketingaktivitäten von Vecnos fast vollständig online. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Verbraucher wird natürlich täglich schärfer. Wir glauben aber dass unser Produkt den Verbrauchern eine einzigartige Erfahrung bietet – nicht zuletzt allen, unter der Eintönigkeit des Corona-Alltags leiden.

Vecnos, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Vecnos will durch visuelle Innovationen Emotionen und Freude wecken. Heute nutzt Vecnos, darunter das Kernteam, das bereits die erste 360°-Kamera der Welt entwickelt hat, bahnbrechende Technologien der optischen und künstlichen Intelligenz um Hardware und Anwendungen auf aufregend neue Weise zusammenzubringen. Auf diese Weise wollen wir die 360°-Fotografie in den nächsten fünf Jahren im Massenmarkt etablieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie potenziellen Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Finden Sie eine völlig neue Idee, in die Sie richtig aufgehen können
  2. Bauen Sie eine starke Basis mit Partnern auf, denen Sie vertrauen (Kernteam), und fügen Sie dann erst externe Talente hinzu
  3. Managen Sie klug und mit Liebe zum Detail, aber lassen Sie sich bei der Mittelbeschaffung Spielraum

Bildquellen Vecnos

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Shu Ubukata für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht durch Rückschläge verunsichern lassen

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mcbike24 e-bikes fahrräder

mcbike24 E-Bikes, Fahrräder, Ersatzteile und Zubehör zum fairen Preis

Stellen Sie sich und das Startup mcbike24 doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tim Mixdorf, ich bin 24 Jahre alt und komme aus Lindow in Brandenburg. 2019 habe ich mein Bachelor-Studium an der IUBH Internationalen Hochschule erfolgreich abgeschlossen und anschließend ein Master-Studium begonnen. Anfang 2020 habe ich die Mc Bike GmbH mit dem Onlineshop mcbike24.de gegründet. Hier verkaufe ich mit meinem Team Fahrräder und E-Bikes aller Art. Das Besondere sind allerdings unsere innovativen Service-Angebote.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Schon in meiner Kindheit habe ich davon geträumt mein eigenes Unternehmen zu führen – eigene Produkte zu entwickeln und zu verkaufen. Eine Leidenschaft für Fahrräder habe ich dabei in meiner frühen Jugendzeit entwickelt. Durch mein duales Studium an der IUBH in Berlin und meine praktische Berufserfahrung habe ich festgestellt, dass die Fahrradbranche bisher noch sehr klassisch aufgestellt ist. Zwar gibt es unterdessen viele große Online-Fahrradhändler, dennoch ist die Branche noch sehr stark vom stationären Handel geprägt. Gerade der Service kommt auch oft zu kurz. Für mich konnte ich durch die Gründung aus meinem Hobby auch meinen Beruf machen.

Welche Vision steckt hinter mcbike24?

Bisher haben sich viele Menschen vor dem Kauf eines Fahrrads im Internet gescheut. Zu groß war die Befürchtung ohne Probefahrt und ohne das Rad vorher gesehen zu haben etwas Unpassendes geliefert zu bekommen. Zusätzlich kam hinzu, dass im Falle einer Reklamation oder eines Services das Rad zum Hersteller geschickt werden musste.

Mit mcbike24.de möchten wir dieses Problem endgültig lösen und die Online- mit der Offlinewelt verknüpfen. Bei uns kann der Kunde entscheiden, ob er sein Rad vollständig selbst aufbauen oder ob er gegen Aufpreis das Rad aufgebaut und inklusive einfachem Bikefitting zu sich nach Hause geliefert haben möchte. Mit einer mobilen Werkstatt möchten wir unseren Kunden so den Komfort des Onlineshoppings und den persönlichen Service eine Fachwerkstatt in Einem bieten. Eine erste Testphase ist Anfang August in Berlin und Brandenburg gestartet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist es im E-Commerce eine Lücke zu finden. Letztlich muss man auch so ehrlich sein und sagen, dass es ähnliche Konzepte schon gab oder gibt. Wir versuchen nun das Konzept bis zum Ende zu denken und maximal auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten. Es gibt schon unzählige Onlineshops, die mehr Produkte, günstigere Preise oder besonders spezielle Teile bieten. Warum sollte also einfach ein weiterer Shop eröffnet werden? Ganz einfach – kein Shop ist beim Kunden zu Hause. Natürlich lohnt es sich nicht jeden Reifen und jeden Schlauch einzeln auszuliefern. Unsere Priorität liegt daher auf Fahrrädern und E-Bikes. Teile und Zubehör verkaufen wir eigentlich nur zusätzlich zu Rädern, wenn wir eh schon vor Ort beim Kunden sind und diesem dann einfällt, dass er zu seinem neuen E-Bike noch kein passendes Schloss hat.

Finanziert haben wir bisher alles aus Eigenkapital. Natürlich benötigt man auch Partner, die an das Konzept glauben. Aktuell kommen wir beinahe komplett ohne Lager aus, da wir bei unseren Partnern auf Abruf bestellen können. Teilweise übernehmen diese auch unseren Versand durch Drop-Shipping. Wir benötigen aber weiteres Kapital, um unser Konzept deutschlandweit auszuweiten. Diesbezüglich arbeiten wir gerade an einem Business-Paper, welches wir Kapitalgebern vorlegen können.

Wer ist die Zielgruppe von mcbike24?

Die Zielgruppe liegt aktuell im Bereich junger Erwachsener, die ein Faltrad für den Weg zur Arbeit brauchen bis hin zu Rentnern, die durch E-Bikes wieder die Freunde am Radfahren entdecken. Gerade hier sei auch noch einmal betont, dass gerade die Zielgruppe der Rentner bisher quasi vom Fahrrad-Onlinehandel ausgeschlossen wurde. Durch unser Konzept können wir diese Kunden ohne Probleme bedienen. Wir bieten dabei Produkte von der Einsteiger- bis zur Oberklasse. High-End-Produkte bieten wir aktuell nicht, da die entsprechende Kundschaft in der Regel exzellent informiert ist und weniger Beratung/Service benötigt. Wir arbeiten allerdings kontinuierlich dran weitere Zielgruppen anzusprechen.

Wie funktioniert mcbike24? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Diese Frage wurde mehr oder weniger in den vorhergehenden Fragen bereits beantwortet. Wir achten sehr stark auf eine Verknüpfung von Online- und Offlinehandel. Dabei möchten wir unsere Kundschaft im Internet informieren und letztlich vor Ort bedienen. Die Vorteile für den Kunden liegen insbesondere in den günstigeren Preisen bei dennoch exzellentem Service. Hinzu kommt eine größere Auswahl, als in den meisten Fahrradgeschäften.

Bei mcbike wird es dem Kunden überlassen, welchen Service er buchen möchte und damit auch, welchen Preis er am Ende zahlen möchte. Wir versuchen uns maximal auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten – nicht nur mit unseren Produkten, sondern auch mit unseren Services. Persönlich denke ich, dass dies noch kaum jemand in der Fahrradbranche macht. Hier findet man eher noch die klassischen Vertriebswege alla „Nimm es so oder kauf woanders“. Allerdings findet aber immer stärker ein Umdenken statt. Andere Branchen sind aber schon wesentlich weiter.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Da dies genau unsere Gründungszeit war, kann ich kaum von einer Veränderung sprechen. Wir haben unsere ersten Artikel  im April verkauft – also in der Zeit, in der Deutschland am stärksten getroffen war. Entgegen dem Branchentrend konnten wir allerdings weniger von Corona profitieren als andere. Da wir noch sehr stark auf die Arbeit anderer angewiesen waren, ging bei uns vieles langsamer als geplant. Beispielsweise haben Behörden viel länger für Genehmigungen gebraucht als üblich. Nach dem der Lockdown vorbei war, ist der Fahrradabsatz nahezu explodiert. Junge und kleine Unternehmen wie unseres sind hier einfach hinten heruntergefallen. Hersteller haben ihr Prioritäten auf größere und wichtige Händler gelegt. Für uns blieb da nicht sehr viel übrig. Dennoch haben wir es mit viel Engagement und durch unseren guten Service geschafft einige Kunden zu bedienen und blicken daher kurz vor dem Ende der Fahrrad-Saison zuversichtlich ins nächste Jahr.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Im Grunde mussten wir nehmen, was wir bekommen konnten und verkaufen, was ging. Es ist etwas schade für uns, dass Corona dieses Jahr kam. Wäre die Krise erst in einigen Jahren gekommen, hätten wir sicherlich mit unserem Vor-Ort-Service extrem profitiert. Von daher mussten wir keine Änderungen vornehmen, viel mehr wurde uns dadurch aufgezeigt, dass unser Konzept sehr gut funktionieren kann. Aus diesem Grund arbeiten wir nun daran alles so schnell wie möglich, so vielen Kunden wie möglich verfügbar zu machen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Corona-Krise hat aufgezeigt, dass wir mit unserer Vision vom Vertrieb auf dem richtigen Weg sind. Für uns ist es die Chance unsere Services bekannt zu machen und in den Köpfen der Menschen zu verankern. Insgesamt hat die Fahrrandbranche durch die Krise stark profitiert. Wer allerdings genauer hinsieht, konnte die Schwächen der traditionellen Vertriebsarten erkennen. Man könnte sagen, dass viele noch einmal mit einem „blauen Auge“ davon gekommen sind. Wäre der Lockdown länger gewesen oder sollte es in der Hauptsaison nächstes Jahr zu einem weiteren Lockdown kommen, könnte das für viele Händler gefährlich werden. Innovative Vertriebskonzepte sind also gefragt.

mcbike24, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben viele innovative Ideen, was künftig noch passieren soll. Wenn alles nach Plan läuft, haben wir uns in fünf Jahren als DER Vor-Ort-Händler in Deutschland etabliert. Wir möchten daher künftig unsere Services deutschlandweit anbieten. Außerdem möchten wir eine Eigenmarke entwickeln, um unserem Kunden ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis anzubieten und Lücken im Sortiment zu schließen. Unser Konzept besonders Laien anzusprechen und den Onlinekauf so einfach wir möglich zu gestalten, soll weiter verfeinert werden. Beispielsweise sollen dem Kunden zukünftig nur Produkte angezeigt werden, die perfekt zu seinen Bedürfnissen passen. Zusätzlich sollen möglichst gleich alle Fragen beantwortet werden, bevor sie überhaupt entstehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Zunächst sollte es eine wirklich innovative Idee geben. Einfach zu sagen: „Ich mache es einfach besser“ reicht meist nicht aus. Diese Idee sollte man auch nicht nur für sich behalten, sondern mit Bekannten oder Leuten, die sich auskennen besprechen – beispielsweise habe ich hier viele gute Tipps von meinen Professoren an der IUBH erhalten. Zusätzlich sollten vorab schon Partner mit ins Boot geholt werden. Unterstützung wird definitiv immer benötigt. Letztlich und das ist vielleicht das wichtigste, sollte man sich nicht durch Rückschläge verunsichern lassen. Ein Unternehmen zu Gründen ist unheimlich anstrengend. Sofern man nicht hundertprozentig überzeugt ist und nach jedem Rückschlag überlegt aufzugeben, sollte man es lieber gleich sein lassen.

Wir bedanken uns bei Tim Micdorf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Als digitaler Nomade die Welt erobern

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digitaler nomade

So bereitest du dich auf deine Karriere in der großen weiten Welt vor

Die Welt wird immer kleiner und das kannst du dir zu Nutze machen. Die Digitalisierung legt den Grundstein dazu. Du trittst mit allen möglichen Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt, baust dein Business-Netzwerk aus und bevor du dich versiehst, kannst du von überall auf der Welt aus arbeiten. Das bedeutet neue Erfahrungen, neue Kulturen, neue Bekanntschaften, während du deinem Job nachgehst. Du bist zum digitalen Nomaden geworden. Diese Art des Nomadentums kommt jedoch nicht ohne Vorbereitungen aus. Du musst dir Gedanken über Versicherungen, Visa und viele weitere Dinge machen. 

Was ist ein digitaler Nomade? 

Du bist unabhängig und kannst deinen Job von jedem Ort der Welt aus ausüben. Die Technik macht es möglich, denn du brauchst im Prinzip nicht viel mehr als einen Laptop und eine stabile Internetverbindung. Das bedeutet, dass eigentlich fast jeder heutzutage zu einem digitalen Nomaden werden und beispielsweise vom Strand aus seine Arbeit verrichten kann. 

Besonders gut geeignet ist das digitale Nomadentum für Selbstständige, Freiberufler oder Angestellte im Homeoffice. Grundsätzlich ist jede Art von Beruf möglich, bei der vom PC aus gearbeitet wird. 

Viele halten sich nicht nur an einem bestimmten Ort auf, sondern sind konstant auf der Rundreise. Sie tingeln also durch die ganze Weld und verdienen dabei digital ihr Geld. Was sich nach einem Traum anhört, gleichzeitig aber auch eine Menge Arbeit. 

EU oder die Welt?

Zunächst solltest du dich mit der Frage beschäftigen, wo du überhaupt arbeiten möchtest. Vielleicht sprichst du ja bereits die ein oder andere Fremdsprache, die dich zu einem bestimmten Land hin tendieren lasst. Du bist jedoch nicht an ein bestimmtes Land gebunden. 

Grundsätzlich ist es für Deutsche erst einmal einfacher in der Europäischen Union zu arbeiten. Der Vorteil dabei ist, dass du als EU-Bürger ohne Arbeitserlaubnis und ohne Visum einfach loslegen kannst. Während du dort arbeitest, darfst du auch dort leben, wenn du gewisse Voraussetzungen erfüllst. Dennoch solltest du dich über die genauen Eigenheiten der jeweiligen Länder informieren. 

Verschlägt dich der Weg in Länder, die außerhalb der Europäischen Union liegen, musst du in der Regel bestimmte Visa und/oder eine Arbeitserlaubnis vorweisen. Im Vorfeld solltest du dich unbedingt beim Auswärtigen Amt über eventuelle Reisewarnungen für das Wunschland erkundigen. Immerhin möchtest du mit deinem Unterfangen keine Risiken eingehen. Hast du dein Land gefunden, kannst du dich um alles Weitere kümmern. 

Versicherungen

Vor allem um eine Auslandskrankenversicherung solltest du dich kümmern. Zwar kannst du im EU-Ausland mit einer Karte der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung einen Arzt besuchen. Allerdings bedeutet das nicht, dass du dort die gleichen Leistungen erhältst, wie bei Medizinern in Deutschland. Mit der Auslandskrankenversicherung kannst du dich zusätzlich absichern, damit du die gleichen Leistungen wie in Deutschland bekommst. 

Auf der anderen Seite, wenn du in andere Länder der Welt reist, bist du auf eine Auslandskrankenversicherung angewiesen. Hier musst du von der Reisekrankenversicherung unterscheiden, denn die greift nur, wenn du als Tourist im Ausland unterwegs bist. 

Reisepass oder Personalausweis?

Auch hier bist du als EU-Bürger im Vorteil. Wenn du in die Länder reist, die zur Europäischen Union gehören, dann genügt dein deutscher Personalausweis, um in das Land ein- und auszureisen. Der Grund hierfür ist das Schengener Abkommen, dem auch noch ein paar andere Länder außerhalb der EU angehören. 

Wenn du ins nicht-EU-Land reist, musst du im Besitz eines Reisepasses sein. Den kannst du bei deinem aktuellen Einwohnermeldeamt beantragen. Das solltest du zeitig tun, denn die reguläre Bearbeitungszeit liegt bei vier bis sechs Wochen. Die Kosten betragen 60 Euro und er ist 10 Jahre gültig. Wenn du es eilig hast, gibt es auch eine Express-Möglichkeit. Gegen einen Aufpreis hast du den Pass dann in spätestens drei Tagen in der Hand. 

Wenn du bereits einen Reisepass hast, solltest du darauf achten, dass er noch mindestens sechs Monate gültig ist. Einige Länder würden dir ansonsten die Einreise verwehren. Ist er bereits vor dem Antritt der Reise abgelaufen, solltest du ihn erneuern lassen. 

Mehr als nur ein Touristenvisum

Während du in der EU wenig Probleme haben wirst, deinen Alltag als digitaler Nomade zu bestreiten, sieht es in nicht-EU-Ländern anders aus. In der Regel reicht hier ein normales Touristenvisum nicht aus, wenn du dort arbeiten möchtest. Berühmte Nomaden Hotspots, wie etwa Bali, Saigon oder Buenos Aires, verlangen eine Registrierung beim Einwohnermeldeamt. 

Gleichzeitig wird eine Arbeitserlaubnis benötigt, die als digitaler Nomade eher schwer zu beschaffen ist. Deshalb arbeiten viele illegal im Ausland, in der Hoffnung nicht erwischt zu werden. Allerdings sollte man die Regierungen nicht unterschätzen. 

Wenn du eines oder mehrere bestimmte Länder auf deiner Liste hast, in die du reisen und von wo aus du arbeiten möchtest, solltest du dich vorher unbedingt über die jeweiligen Einreise- und Arbeitsbedingungen informieren. Meist findest du nützliche Informationen bei den entsprechenden Botschaften in Deutschland. 

Bild: unsplash.com, © Content Pixie

Autor Marianne Schwarz

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Einfach machen und umsetzten

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straffr sportband training fitness

Die Gründer von STRAFFR, das intelligente Sportband für effektives und personalisiertes Training, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup STRAFFR doch kurz vor!

Hi, ich bin Stefan und mit STRAFFR haben wir eine Fitness Plattform entwickelt, die personalisiertes und effektives Training zu jeder Zeit und an jedem Ort ermöglicht. Unsere Plattform integriert unterschiedliche digitale und portable Fitnessgeräte, um ein intelligentes Training zu ermöglichen. STRAFFR ist ein Gym und Personal Trainer to Go.

Wie ist die Idee zu STRAFFR entstanden?

Ich war beruflich viel unterwegs und oft im Hotel. Obwohl ich sportbegeistert bin, habe ich mich in dieser Zeit viel zu wenig bewegt. Aus diesem Grund habe ich mir ein elastisches Trainingsband gekauft, um mich fit zu halten. Der Funktionsumfang dieser klassischen Bänder hat mich direkt begeistert. Mit Übungen, die man aus dem Fitnessstudio kennt, kann der komplette Körper effektiv trainiert werden. Jedoch blieb bei mir auch bei diesem Trainingsgerät die Motivation auf der Strecke, da man seinen Fortschritt nicht sieht: Wie viel Gewicht habe ich gezogen? Ziehe ich zu schnell oder zu langsam? Führe ich die Übung richtig aus? Dann kam die Idee: Warum kann man dieses Trainingsgerät, dass es bereits über 100 Jahre gibt nicht digitalisieren, um das Training intelligent zu machen – STRAFFR ist daraus entstanden.

Welche Vision steckt hinter STRAFFR?

STRAFFR lebt die Vision jedem Menschen zu jeder Zeit ein personalisiertes und effektives Training zu ermöglichen. Durch die Messung der Qualität des Trainings wollen wir dazu beitragen, dass die Menschen richtig und effektiv trainieren. Mit STRAFFR hast Du ein Fitnessstudio egal wo Du bist und der digitale Coach unterstützt Dich bei Deinem Training.

Wer ist die Zielgruppe von STRAFFR?

Unsere Zielgruppe umfasst Menschen, die sportlich affin sind und nach einem smarten Fitness Gerät suchen. Sie wollen eine Fitnesslösung, die sich ihrem Lebensstil anpasst. Da klassische Fitnessbänder sowohl in der Physiotherapie und Rehabilitation als auch im Leistungssport verwendet werden, sprechen wir eine große potentielle Nutzerzahl an.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Die Höhle der Löwen gibt es in Deutschland seit 2014, wenn ich auf Wikipedia richtig nachgelesen habe. Noch bevor DHDL nach Deutschland kam war ich ein großer Fan der amerikanischen Version „Shark Tank“. Ich war von dem Format direkt begeistert: Durch diese Show bekommt man als Gründer*in die einmalige Chance vor erfolgreichen und bekannten Unternehmern*innen das eigene Unternehmen zu präsentieren. Als wir STRAFFR gegründet haben, wussten wir direkt, dass wir bei DHDL pitchen wollen und waren überzeugt, dass unser Produkt auch für dieses Format geeignet ist.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Zunächst haben wir uns einige Folgen von DHDL zusammen angeschaut. Dabei haben wir uns vor allem auf die Folgen der Start-ups konzentriert, die auch im Fitness-/ Lifestyle- und Gesundheitsbereich liegen. Bei Fragen der einzelnen Investoren haben wir das Video gestoppt und uns überlegt, wie wir die Frage beantwortet hätten. Danach haben wir uns auch nochmal die Lebensläufe der Investoren angeschaut und überlegt welcher Investor uns den größten Mehrwert bieten kann. Am Ende wurde der Pitch geprobt bis wir ihn vorwärts und rückwärts aufsagen konnten.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Chance vor so gestandenen Unternehmern*innen pitchen zu dürfen hat uns tatsächlich sehr motiviert. Das Gesamterlebnis war wirklich eine außergewöhnliche Erfahrung und wir können jedem Start-up empfehlen sich auf diese Reise einzulassen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf STRAFFR aufmerksam werden?

Die Aufmerksamkeit, die diese Show erzeugt ist aus unserer Sicht einmalig und ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Unternehmensentwicklung. Aus diesem Grund war die Teilnahme an DHDL ein wichtiger Meilenstein für uns. Letztlich ist DHDL auch aus Kunden- und Mediensicht ein perfekter Katalysator, um als Start-up mit wenig Budget schnell Bekanntheit zu erreichen. Wir haben aber auch Respekt vor den Effekten dieser Show, da unser Startup noch sehr jung ist.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir haben vorab gesehen, dass wir mit vielen Löwen aus unterschiedlichen Gründen Synergien erzielen könnten. Aus diesem Grund sind wir sehr offen gegenüber den Löwen in den Pitch gegangen. Wir hatten aber unter anderem Nico Rosberg im Fokus, da wir wussten, dass auch er mit klassischen Trainingsbändern in seiner Formel-1 Karriere trainiert hat. Da wir ein digitales Geschäftsmodell aufgebaut haben, hatten wir auch auf Carsten Maschmeyer gehofft, der allerdings leider nicht beim Pitch dabei war. Somit bleibt uns zumindest zukünftig noch das Ziel auch vor Ihm unser Unternehmen vorstellen zu dürfen.

STRAFFR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir verfolgen weiter unsere Vision, Menschen ein effektives und personalisiertes Training zur ermöglichen. In den nächsten Jahren wollen wir die Menschen in und außerhalb Deutschlands zu mehr Bewegung und Sport motivieren und STRAFFR als internationales FitTech Unternehmen platzieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich finde Tipps an angehende Gründer*innen immer ein sehr spannendes, aber auch schwieriges Thema, da die Ausgangslage und die Erfahrung jeder/s Gründers/in sehr unterschiedlich ist. Aus diesem Grund gibt es am Ende sicherlich viele Erfolgsrezepte. Aus unserer Sicht ist die Bereitschaft zu Lernen, hohe Eigenmotivation und ein gutes Durchhaltevermögen sicherlich ein guter Start, um ein Unternehmen zu gründen. Einfach machen und umsetzten– der Rest wird schon schiefgehen.

Bild: V.l.: Torben Hellmuth, Stefan Weiß und Hanno Storz aus Kassel präsentieren das intelligente Sportband „STRAFFR“. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie STRAFFR am 12. Oktober in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Stefan Weiß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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