Donnerstag, April 2, 2026
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Netzwerk aufbauen

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Promateur Fußball Manager Amateurfußball

Promateur Online Fußball Manager für den Amateurfußball 

Stellen Sie sich und das Startup Promateur doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, wir sind Hendrik, Uwe, Tobi und Stefan und wir haben gemeinsam das Startup Promateur gegründet. Promateur ist ein Online Fußball Manager für den Amateurfußball, welcher auf den realen Ereignissen der Amateurligen basiert. Es ist also das Comunio für die Kreisliga. Mit Promateur machen wir einfache Amateure zu den Stars in den Amateurligen. Jeder Amateurfußballer wird individuell für seine sportliche Leistung bewertet und kann somit das Spiel aktiv beeinflussen. Als Kreisligamanager kann man außerdem sein Wissen innerhalb seiner Liga unter Beweis stellen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als kleine Jungs träumten wir, wie fast jeder Junge, davon einmal Fußballprofi zu werden. Wir haben es jedoch nie höher als bis zur Bezirksliga geschafft und sind schließlich alle Amateure geblieben. 

Wir fanden jedoch, dass wir den Profis in Sachen Leidenschaft und Herzblut in nichts nachstehen. Im Gegenteil: Wir Amateurfußballer sind es doch, die mit zerrissenen Stutzen, viel zu kleinen kurzen Hosen und immer den falschen Trikotgrössen voller Stolz auf dem Platz stehen und alles für unsere Mannschaft geben. 

Und weil wir der Meinung sind, dass das mehr Anerkennung verdient hat, haben wir Promateur entwickelt. Einen Online Fussball Manager, nur für uns Amateure. Es ist nicht nur ein Online Game, sondern eine Bühne, auf der jeder Amateurfußballer seine Leistung und Leidenschaft zeigen kann.

Welche Vision steckt hinter Promateur?

Wir möchten allen deutschen Amateurfußballern und dem gesamten deutschen Amateurfußball mehr Respekt und Anerkennung zukommen lassen. Schließlich bilden die Amateure die Basis für den Profifußball. Wir wollen das sich jeder Amateur durch unsere App wie ein Profi fühlen kann, da er zur Hauptfigur eines Online Games wird. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Finanziert haben wir uns komplett selbst, also 100% Bootstrapping. 

Von der Idee bis zur Gründung lief erst einmal alles wie geplant: Wir hatten schnell das perfekte Team mit allen nötigen Fähigkeiten gefunden: Tobi kümmerte sich um Vertrieb und Finanzen und ich fokussierte mich auf Marketing und Kommunikation. Zusammen besprachen wir alle strategischen Entscheidungen. Uwe und Hendrik sind zwei unglaublich talentierte Entwickler, welche direkt loslegten und den ersten MVP programmierten. Das User-Feedback für unseren MVP in einer Testliga in unserer Heimat Ostfriesland war gigantisch. Deshalb beschlossen wir die App weiteren Ligen zur Verfügung zu stellen. Wir tippten bis dato jedoch alle Fußball-Daten bis spät Sonntagsnachts per Hand in die App ein. Für mehrere Ligen wäre das unmöglich gewesen, also musste eine automatische Schnittstelle zu einem der großen Datenlieferanten für Fussballdaten her. Frag mal als kleines Startup, welches noch nicht mal gegründet hat bei den Big Playern an und bitte sie um deren Daten. No Chance. 

Einige Zeit später flogen Tobi und ich im Rahmen einer Studiums-Exkursion in das Silicon Valley (San Francisco, USA). Und wie der Zufall es so wollte lernten wir jemanden kennen, der uns die erste Tür öffnen konnte. Seitdem beziehen wir unsere Daten aus offizieller Hand.

Wer ist die Zielgruppe von Promateur?

Unsere Zielgruppe sind Amateurfußballer, männlich, 14-45 Jahre.

Wie funktioniert Promateur? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Promateur funktioniert so: Als erstes gründet man eine Managerliga, um mit Freunden oder Fremden innerhalb dieser Liga zu spielen. Dann erhält man eine zufällige Mannschaft aus echten Amateurfußballern und etwas Budget für den Transfermarkt. Dort kann man nämlich Spieler kaufen und verkaufen, um seine bestmögliche Start-11 aufzustellen. Je nach dem wie gut oder schlecht diese Spieler dann in der Realität spielen, bekomme ich als Manager Punkte. Und jeder Fußballer erhält individuell Punkte für jeden Spieltag und entwickelt somit seinen Marktwert. 

Die User können so vielmehr über ihre „local heroes“ erfahren und die einzelnen Spieler sowie sich selbst genauer analysieren. 

Promateur Fußball Manager Amateurfußball

Es gibt viele Anbieter in Bereich Online Fußball Manager, aber lediglich für den Profifußball – wir sind die einzigen im Amateurbereich. Um die Amateure objektiv bewerten zu können haben wir einen einzigartigen Algorithmus entwickelt. Damit werden alle zugrundeliegenden Daten miteinander in Relation gebracht und jeder Spieler individuell analysiert und bewertet. Dieser Algorithmus bildet übrigens das Herzstück von Promateur. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir sind gerade an den Start gegangen, da kam Corona und der fussballerische Spielbetrieb ruhte. Das war für uns natürlich eine große Herausforderung. Aber dadurch, dass der Transfermarkt unabhängig vom Spielbetrieb ist, konnten wir viele aktive User in der App behalten. Nichs desto trotz sind die wiederkehrenden User sichtlich zurückgegangen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben den USP, dass wir unsere User trotz der spielfreien Zeit aktiv in der App behalten genutzt, um in der Branche strategische Kooperationsgespräche aufzunehmen. Die Ergebnisse dieser Gespräche werden wir recht bald verkünden.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

In dieser Krise kommt es mehr denn je auf die Entrepreneure an, denn nun heißt kreative Lösungen zu finden, um aus seinem Nachteil einen Vorteil zu machen.

Promateur, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Als erstes wollen wir Promateur jedem deutschen Amateurfussballer zur Verfügung stellen können. Dazu müssen wir natürlich jede Amateurliga bis in die unterste Kreisliga mit aufnehmen. Das wird die nächste Herausforderung. In 5 Jahren hat nicht nur jeder deutsche Amateurkicker unsere App auf dem Smartphone, sondern ganz Fußball-Europa.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Einfach machen! Nicht lange alles zerdenken, sondern schnell aus den Quark kommen, raus gehen und seine Idee z.B. mit einem MVP validieren.

2. Netzwerk aufbauen! Es ist so wichtig ein gutes Netzwerk zu haben. 

3. Gründe im Team! Was uns sehr geholfen hat: Wir waren zu viert. Ängste aber auch Erfolge werden geteilt. Entscheidungen werden diskutiert und durchlaufen immer mehrere Köpfe. Ganz nach dem Zitat: „If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.” 

Wir bedanken uns bei Stefan Sunken, Hendrik Zimmermann, Uwe Kettler, Tobias Reinhardt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Geduld haben

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Fixando Online Portal Suche und Vermittlung von lokalen Dienstleistungen

Fixando Online Portal Suche und Vermittlung von lokalen Dienstleistungen

Stellen Sie sich und das Startup Fixando doch kurz unseren Lesern vor! 

Fixando, ist ein Online Portal für die einfache Suche und Vermittlung von lokalen Dienstleistungen, quasi die Gelben Seiten 2.0. Unsere Kunden finden über die Fixando Webseite oder die Fixando App Dienstleister aus 1200 verschiedenen Kategorien – vom Fotografen, über den DJ und den Personal Trainer bis hin zum Handwerker ist da wirklich alles dabei. Umgekehrt sind wir für diese Freiberufler, Selbstständigen und Kleinunternehmer ein effektives Werkzeug, um neue Kunden und Aufträge zu akquirieren und ihren Webauftritt zu optimieren.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Tatsächlich ist Fixando nicht das erste Unternehmen, das wir mit unserem Team gegründet haben. Insgesamt verfügen wir alle über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Bereich Online Kleinanzeigen. Wir haben uns diesen Markt dann nochmal genauer angesehen und in der Vermittlung von Dienstleistungen eine gewisse Marktlücke entdeckt. Denn für den Kauf und Verkauf von physischen Produkten – egal ob neu oder gebraucht – gibt es viele Plattformen. Für Services aber eben noch nicht so viele. Und da kommt Fixando dann ins Spiel!

Welche Vision steckt hinter Fixando?

Fixando möchte es für Kunden und Servicedienstleister so einfach wie möglich machen ins Geschäft zu kommen. Unsere Kunden können mit wenigen Klicks einen Dienstleister beauftragen. Und zwar nicht irgendeinen, sondern einen absoluten Experten in seinem Gebiet und das natürlich zu einem fairen Preis. Da kommt dann zum Beispiel unsere Bewertungsfunktion, mit der jeder Kunde seinen Dienstleister nach Abschluss der Arbeiten bewerten kann, ins Spiel. 

Das gleiche gilt letztlich auch für unsere Dienstleister. Auch diesen möchten wir es so einfach wie möglich machen neue Kunden und Aufträge zu gewinnen, sowie einen Überblick über verfügbare Auftrräge zu erhalten. Gerade bei Handwerkern gibt es zum Beispiel viele Topleute, absolute Experten auf ihrem Gebiet. Aber beim Thema Marketing und insbesondere Online Marketing tun sich diese Menschen dann doch oft schwer. Genau da setzen wir an. Fixando bietet dieser Zielgruppe auf einfache Weise einen Online Auftritt und versorgt sie mit neuen Aufträgen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben uns bisher aus eigenen Mitteln der Gründer finanziert, sowie natürlich aus den regelmäßigen Umsatzeinnahmen.

Wer ist die Zielgruppe von Fixando?

Unsere Auftraggeber sind alle Privatleute und Unternehmen, die eine Dienstleistung benötigen. Auf der anderen Seite zählen zu unseren Dienstleistern vor allem Selbstständige und Freiberufler, aber auch kleine und mittelständische Betriebe. In Deutschland gab es in 2019 alleine 1,43 Mio Selbstständige – da sprechen wir also schon über eine ziemlich große Zielgruppe.

Wie funktioniert Fixando? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alles geht los in dem ein Kunde, also der Auftraggeber, eine Dienstleistungsanfrage bei uns einstellt. Das geht ganz einfach, indem er oder sie einen kurzen Fragebogen ausfüllt. Damit erheben wir alle notwendigen Informationen, die der Dienstleister für die Abagbe seines Angebots benötigt. Anschließend senden wir diese Anfrage an alle Dienstleister, die aufgrund ihrer Kenntnisse, ihrem Berufsbereich und ihrem Standort für den Auftrag in Frage kommen. Für den Auftraggeber ist das alles kostenlos.

Unsere Dienstleister können sich die Anfrage dann in allen Details dann ebenfalls kostenfrei ansehen. Wenn die Anfrage dann wirklich gut passt und der Dienstleister ein Angebot abgeben möchte, kann er das dann gegen eine geringe Gebühr tun und er erhält sofort die bestätigten Kontaktdaten des Kunden.

Viele andere Plattformen verwenden hier ein Abomodell oder verlangen eine Provision vom Auftragsvolumen. Das alles tun wir bei Fixando nicht. Und damit der Kunde das Angebot der Dienstleister auch wahrnehmen kann und jeder Dienstleister eine realistische Chance hat den Auftrag zu gewinnen, dürfen pro Anfrage auch immer nur max. 5 Angebote abgegeben werden.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Unsere Dienstleister haben den Lockdown natürlich schon zu spüren bekommen. Mit der Schließung der Fitnessstudios waren zum Beispiel unsere Fitness Trainer von heute auf morgen ohne Arbeit. Wir haben dann mit unseren Partnern zusammengearbeitet, um innovative Lösungen für die von der Krise besonders betroffenen Bereiche zu finden.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Zunächst haben wir unsere Dienstleister und Auftraggeber dazu aufgerufen innovativ zu denken. Manche Dienstleistungen können zum Beispiel auch als Remote Service über das Telefon oder per Skype oder Zoom Telefonat durchgeführt werden. 

Außerdem ermöglichen wir jetzt jedem Dienstleister sich als „sicher“ zu kennzeichnen. Das kann er dann tun, wenn er sich an gewisse Hygienevorschriften in der Zusammenarbeit mit seinen Kunden hält, also zum Beispiel eine Maske trägt und sich regelmäßig die Hände desinfiziert. 

Darüber hinaus haben wir ein paar Features etabliert mit denen der Dienstleister seine Arbeitsabläufe noch effizienter gestalten kann. Das beinhaltet zum Beispiel eine Kalenderfunktion und die Möglichkeit direkt mit dem Auftraggeber per Whatsapp in Kontakt zu treten.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir denken, dass sich unsere Gesellschaft nun noch schneller ins digitale Zeitalter weiter entwickeln wird. Durch Corona arbeiten viel mehr Menschen und viel mehr Betriebe virtuell zusammen – und wir sehen es funktioniert. Deshalb sehen wir die Krise durchaus als Chance für unser Unternehmen, denn die immer mehr Menschen werden immer mehr online machen wollen. Und dann gucken sie bei der verstopften Wasserleitung eben nicht mehr in die Gelben Seiten, sondern beauftragen gleich online einen Experten – zum Beispiel über Fixando.

Fixando, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es weiterhin das Beauftragen von lokalen Dienstleistern so einfach und so transparent wie möglich zu gestalten. Wir sind da auf einem guten Weg, aber es gibt da noch einige Features, die wir aufbauen möchten. 

Außerdem wollen wir international weiter wachsen. Aktuell sind wir außerhalb der DACH-Region insbesonderen noch auf der iberischen Halbinsel, also in Spanien und Portugal aktiv. Weitere Länder stehen aber schon in den Startlöchern – diese Schnelligkeit ist eben das schöne bei einem skalierbaren Business! 

Insgesamt wollen wir uns einer Referenz, also einer Institution für das Suchen von lokalen Services entwickeln. Vor 10, 20 Jahren griff jeder zu den Gelben Seiten, wenn er einen Experten gesucht hat. Und da wollen wir irgendwann auch hin – Fixando als die Gelben Seiten des 21. Jahrhunderts.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mein erster Tipp lautet: Habt Geduld! Ein Internet Start-Up wird nicht über Nacht groß. Es braucht 5-7 Jahre bis man sich in einem Markt richtig etabliert hat. Also seht zu, dass ihr die notwendige Geduld und die entsprechenden finanziellen Mittel habt um diesen Zeitraum zu überbrücken.

Außerdem sollte eurer Gründerteam divers sein. Es bringt nichts ein Team aus 5 Entwicklern zu haben. Gleichzeitig ist es aber auch Quatsch, wenn sich 5 BWLer zusammen tun, von denen keiner ein technisches Grundwissen hat. Jedes Unternehmen braucht verschiedene Fähigkeiten. Davon könnt ihr euch natürlich einige zukaufen oder Experten einstellen, aber es ist immer gut mit einem Team aus verschiedenen Leuten an den Start zu gehen.

Die Entwicklung eures Produkts und der Aufbau eines Kundenstamms sollte immer im Mittelpunkt stehen. Ich habe schon Firmen gesehen, die immer nur von einem Investment aufs nächste hin gearbeitet haben, dabei aber völlig den Fokus auf die Entwicklung ihres Produkts und das Zufriedenstellen ihrer Kunden verloren haben. Deshalb – passt auf das euch das nicht passiert.

Wir bedanken uns bei Miguel Mascarenhas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Diversität im Unternehmen ist immer eine Stärke

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Stellen Sie sich und das Startup Taxando doch kurz unseren Lesern vor!

Maciej Wawrzyniak und ich haben 2017 das FinTech Taxando zusammen gegründet. Taxando ist eine Steuer-App, mit der Nutzer vollständig digital in rund 15 Minuten ihre Steuererklärung per App erstellen und an das Finanzamt übermitteln lassen können.  Zudem ist die App auf Deutsch, Polnisch, Englisch und Russisch verfügbar, eine türkische Version ist ebenfalls geplant. Wer zusätzliche Beratung benötigt, dem steht ein Steuerberater zur Seite. Er überprüft die Steuererklärung, schlägt zusätzliche Steuerabzüge vor und vertritt den Kunden komplett gegenüber dem Finanzamt. Eine Besonderheit ist, dass für Expats bzw. deren noch im Ausland lebende Partner*innen auch Angaben von ausländischem Einkommen möglich sind.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Der Ausgangspunkt war natürlich die Erkenntnis, wie schwierig und vor allem aufwendig es für viele Menschen ist, ihre Steuererklärung zu erledigen. Wir sahen allerdings zusätzlich eine Marktlücke in den besonderen Bedürfnissen, von beispielsweise Expats, die bisher so nicht wahrgenommen wurden. Also haben wir die Initiative in die Hand genommen, um den Prozess der Steuererklärung für alle einfacher und schneller zu machen. 

Welche Vision steckt hinter Taxando?

Unser Ziel ist es, Steuererklärungen für alle, inklusive in Deutschland lebende Ausländer sowie Expats, einfach und schnell zu gestalten. Wenn schon deutsche Muttersprachler an manchen Formulierungen und Angaben scheitern, so gestaltet sich diese Aufgabe für Menschen, die keine Muttersprachler sind, noch schwieriger. Unsere App ist daher auch in drei weiteren Sprachen verfügbar. Dabei haben wir allerdings nicht auf eine automatische, sondern auf eine professionelle Übersetzung gesetzt. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Vor uns gingen bereits mehrere Anbieter von Steuer-Apps an den Markt und konnten sich dementsprechend etablieren. Wir haben zwar eine Marktlücke erkannt, die nun zu den USPs unseres Startups zählt, dennoch ist es ein langer Weg vom Erkennen des eigenen Mehrwerts bis hin zur zufriedenstellenden Umsetzung für uns und unsere Kunden.

Bisher haben wir uns über Eigenkapital und durch Einnahmen aus dem B2B-Geschäft, digitale Lösungen für Steuerkanzleien für Expats in Polen, finanziert. Ende 2018 und 2019 hat die EURO-TAX.pl AG Anteile an Taxando gekauft. Die EURO-TAX.pl AG in Polen und in anderen Ländern Europas ist eine der führenden Steuerkanzleien für im Ausland Beschäftigte. Damit haben wir einen professionellen Partner gewonnen sowie sein wertvolles Wissen.

Wer ist die Zielgruppe von Taxando?

Alle Arbeitnehmer*innen in Deutschland, die steuerpflichtig sind und ihre Steuererklärung abgeben müssen bzw. wollen, sind Zielgruppe für Taxando. Da die App auch ausländische Einnahmen berechnen kann, richten wir uns auch an ebenso englisch-, polnisch- und russisch-sprachige Expats Natürlich wollen wir auch Selbständigen, wie bspw. Freelancern sowie kleinen Gewerbetreibenden, unsere Lösung anbieten und arbeiten derzeit daran, dies zu ermöglichen – sowohl im Self-Service als auch mit Unterstützung eines Steuerberaters.

Wie funktioniert Taxando? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die App erstellt automatisch mittels eines Fotos der Lohnsteuerbescheinigung die Steuererklärung und führt den Nutzer durch weitere Fragen und Formalitäten. Innerhalb von 15 Minuten ist der Prozess der Steuererklärung zu 100 Prozent digital abgeschlossen. Direkt im Anschluss berechnet Taxandos Steuerrechner die zu erwartende Steuerrückzahlung. Mit unserem Premiumpaket übermitteln wir die Steuererklärung online ans Finanzamt für eine einmalige Gebühr. Mit der kostenlosen Basisversion erstellen Nutzer die Erklärung auch vollständig online, schicken diese aber selbst per Post an das Finanzamt und haben keine Möglichkeit, Werbungskosten geltend zu machen. 

Ein weiterer, besonderer Aspekt – neben der Erklärung von ausländischem Einkommen sowie der Sprachenvielfalt – unserer App ist die Möglichkeit, einen Steuerberater hinzuzuziehen. In dem Paket STEUER++ ist eine persönliche Beratung zu komplexen Sachverhalten enthalten. Darauf sind wir besonders stolz.

Taxando – wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Markt und somit auch das Potential für Taxando ist mit circa 45 Millionen Steuerzahlern sehr groß. Wir möchten uns langfristig auf diesem Markt als der Experte für einfache, schnelle und digitale Steuererklärungen in Deutschland beweisen. Zudem arbeiten wir fortlaufend an sprachlichen Erweiterungen unserer App, um diese möglichst vielen Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache beherrschen, zugänglich zu machen. Zudem möchten wir zukünftig den Dienst von Steuerberatern mehr einbinden bzw. noch weiter ausbauen, so dass unsere Kunden zumindest ihre steuerlichen Sorgen komplett dem Berater überlassen können. Durch den automatisierten Prozess der Online-Beratung können wir unseren Klienten einen vergleichsweise niedrigen Preis für diese professionelle Hilfe anbieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Diversität im Unternehmen ist immer eine Stärke. Dadurch findet ein steter Perspektivenwechsel statt und ihr könnt über eure eigene Brille hinaus blicken. Davon wird letztendlich auch euer Produkt profitieren. Fördert also von Anfang an die Diversität in euren Startups.

Zudem solltet ihr euch stets fragen, ob ihr die Bedürfnisse der Kunden im Blick habt. Schließlich ist das Ziel, das Leben eurer Nutzer, auf welche Weise auch immer, einfacher zu machen. Daher würde ich die Extrameile gehen und mir kontinuierlich Feedback holen.

Nicht zuletzt müssen sowohl Gründer*innen als auch gestandene Unternehmer*innen den Markt im Blick behalten und schauen, welche Wege die Konkurrenz einschlägt. Man kann viel von den Wettbewerbern lernen. Das heißt aber nicht, dass diese nachgeahmt werden sollten. Startups sollten vielmehr innovative Wege gehen, um sich durch Besonderheiten von der Masse abzusetzen.

Wir bedanken uns bei Maciej Tadeusz Szewczyk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Umgebt Euch mit den richtigen Menschen

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Quite Quiet nachhaltiges Schmucklabel: Schmuck aus Fairtrade zertifiziertem Gold und laborgezüchteten Edelsteinen

Quite Quiet nachhaltiges Schmucklabel: Schmuck aus Fairtrade zertifiziertem Gold und laborgezüchteten Edelsteinen

Stellen Sie sich und das Startup Quite Quiet doch kurz unseren Lesern vor!

Quite Quiet ist ein nachhaltiges Schmucklabel mit Sitz in Berlin, mit einem designfokussierten und nachhaltigen Ansatz, und das erste deutsche Schmucklabel, das von Anfang an ausschließlich Fairtrade zertifiziertes Gold und laborgezüchtete Edelsteine verarbeitet. Wir sind Johanna Schoemaker und Jonas Buck und haben vor unserer Gründung als Produktdesigner in Design Agenturen in den USA gearbeitet.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind beide von Herzen Produktdesigner und wollten unser eigenes Unternehmen gründen, um ganzheitlich gute Produkte zu gestalten. Wir wollten tiefer gehen als Form und Funktion und uns auch damit auseinandersetzen wie und unter welchen Bedingungen die Produkte produziert werden, woher die Materialien dafür kommen und wie die Produkte präsentiert und verkauft werden. Nachhaltigkeit war für uns schon immer ein wichtiges Thema und die Gründung eines eigenen Unternehmens ermöglicht uns darauf einen Schwerpunkt zu legen.

Welche Vision steckt hinter Quite Quiet?

Schmuck ist ein sehr emotionales Produkt, welches oft im Zusammenhang mit einem besonderen Anlass im Leben gekauft oder verschenkt wird. Gerade deshalb finden wir es umso wichtiger, dass auch die Materialien, aus denen der Schmuck gemacht ist, eine rundum positive Geschichte in sich tragen. Wir möchten mit Quite Quiet im Schmuckbereich eine ethisch, nachhaltige Alternative bieten. In vielen Lebensbereichen gibt es unserer Meinung nach leider noch nicht genug wirklich gute nachhaltige Alternativen. Denn ein Produkt ist letztendlich nur dann nachhaltig, wenn es auch in allen anderen Bereichen mindestens so gut funktioniert oder aussieht, wie ein weniger nachhaltig hergestelltes Konkurrenzprodukt.

Unsere Vision ist, dass unsere Schmuckstücke durch ihre besondere, jedoch zeitlose Ästhetik und einer positiven Geschichte ein Leben lang getragen werden und unsere Kunden glücklich machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Einige unserer Schmuckstücke stellen wir komplett in unserer eigenen Werkstatt her, für bestimmte Designs und Herstellungstechniken sind wir aber auf die Hilfe von größeren Schmuckmanufakturen angewiesen. Am Anfang war es sehr schwierig Hersteller zu finden, die diese Schritte für uns übernehmen konnten und bereit waren, Fairtrade Gold zu verarbeiten, da die Fairtrade Gold Richtlinien sehr streng sind und die komplette Rückverfolgbarkeit garantiert werden muss.

Eine weitere sehr große Herausforderung ist es Sichtbarkeit zu bekommen. Unser Marketing Budget ist relativ klein gewesen und das Wachstum daher organisch. Auch ist es im Schmuckbereich anders als bei der Mode und viele Menschen wissen gar nichts über die Problematik des Gold– und Diamant Bergbaus. So muss man erst einmal viel Aufklärungsarbeit leisten.

Unabhängigkeit war uns sehr wichtig und daher sind wir finanziert durch Kredite und Eigenkapital aus unserer Beratungsarbeit als Produktdesigner.

Wer ist die Zielgruppe von Quite Quiet?

Auf Grund unseres breiten Sortiments haben wir verschiedene Zielgruppen. Ehe- und Verlobungsringe werden von jüngeren Kunden (25+ gekauft) und gerade diese kommen oft sehr bewusst zu uns, weil Nachhaltigkeit für sie ein wichtiges Thema ist und sie gut aufgeklärt sind. Andere Schmuckstücke werden oft eher von älteren Kunden gekauft, die wegen unserer klaren Designsprache zu uns kommen und die Nachhaltigkeit aber meistens auch sehr schätzen. Das ist dann mehr ein „Aha“ Moment. Verbindend ist das Interesse an visuell klaren und nachhaltigen Optionen.

Wie funktioniert Quite Quiet? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Da wir eine eigene Werkstatt haben und viele Goldschmiedearbeiten bei uns durchgeführt werden, haben wir ein tiefes Verständnis der Produkte und können dementsprechend gut beraten. Viele Kunden finden es toll, dass sie aus unserem Laden direkt in die Werkstatt schauen können und sehen, wie die Schmuckstücke entstehen.

Gleichzeitig haben wir durch unseren Hintergrund als Produktdesigner eine breitere Perspektive. Wir sind dadurch sehr vertraut mit vielen verschiedenen Herstellungstechniken und diese ermöglichen uns wiederum eine größere Formenvielfalt. Durch die Kombination von traditionellem Handwerk mit computergestütztem Design und digitalen Herstellungstechniken schaffen wir eine neue Ästhetik im traditionellen Schmuckbereich. Unsere Schmuckstücke der Frames Kollektion welche eine technische Keramik mit Fairtrade Gold kombinieren oder unsere „Woven“ Ketten aus hauchdünnen gesponnenen Golddrähten mit natürlich gegerbtem Leder sind schöne Beispiele dafür.

Ein weiteres Unterscheidungsmaterial ist unsere ethische und nachhaltige Ausrichtung durch die bewusste Wahl der von uns verwendeten Materialien und die lokale Herstellung.

Für die ausschließliche Verwendung von Fairtrade-Gold haben wir uns entschieden, weil die Benutzung von recyceltem Gold den Goldabbau nicht stoppen kann. Aufgrund des hohen Wertes von Gold wurde dieses schon immer recycelt, doch den Abbau von Gold und die damit verbundenen negativen Folgen hat dies nicht verhindert oder verringert.
Weltweit leben über 100 Millionen Menschen vom kleingewerblichem Gold Bergbau und arbeiten unter häufig schlechten Arbeitsbedingungen mit mangelndem Zugang zu Trinkwasser, Gesundheitsversorgung und Schulbildung. Nach Fairtrade-Standards zertifiziertes Gold ermöglicht kleingewerblichen Bergbauarbeitern bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Durch die Verwendung von laborgezüchteten Diamanten und Farbedelsteinen können negative Umwelteinflüsse von Minen, wie z.B. Trinkwasser-Verschmutzung, Bodenerosion, Abholzung und die Zerstörung von Ökosystemen vermieden werden, und laborgezüchtete Edelsteine sind garantiert konfliktfrei.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Quite Quiet nachhaltiges Schmucklabel: Schmuck aus Fairtrade zertifiziertem Gold und laborgezüchteten Edelsteinen

Wir sehen eine leichte Verlagerung zu mehr Onlinekäufen über unseren Onlineshop. In dem für uns wichtigen eigenen Ladengeschäft in Berlin Mitte hatten wir durch die Schließungen natürlich starke Ausfälle.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da wir auch schon zuvor auf unser eigenes Ladengeschäft + Onlineverkauf gesetzt haben, ändert sich an unserer Grundausrichtung nichts. Wir haben jedoch einen etwas größeren Fokus auf Social Media Kanäle (https://www.instagram.com/quitequietjewelry/) gelegt und die Zeit der Ladenschließung genutzt kleinere Änderungen auf unserer Website vorzunehmen und neue Produkte einzupflegen.
Um einen guten Infektionsschutz zu gewährleisten gibt es natürlich im Detail viele Veränderungen im Laden. Wir beraten mit Mundschutz und alle Ringe werden nach einer Beratung gründlich desinfiziert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir glauben, dass eine solche Krise auch Anlass zur Reflektion sein kann. Wir hoffen stark, dass eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung in den Fokus rückt.

Quite Quiet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen uns fest als nachhaltige Alternative im Schmuckbereich etablieren und den Bekanntheitsgrad deutlich steigern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen und Geduld: Es ist sehr wichtig nicht zu schnell aufzugeben. Der Anfang ist schwierig und langsam. Man muss an seine Idee glauben und braucht vor Allem viel Geduld und Durchhaltevermögen. Auch finanziell sollte man sich immer einen guten Puffer einplanen oder wenn möglich erstmal noch ein zweites Standbein aufrechterhalten. Die ersten Jahre haben wir nur geschafft, weil wir gleichzeitig noch beratend als Produktdesigner gearbeitet haben.

Umgebt Euch mit den richtigen Menschen: Es ist sehr wichtig, sich in allen Bereichen die richtigen Menschen auszusuchen, mit denen man zusammenarbeiten möchte. Egal ob Hersteller, Zulieferer, Personal oder sogar Kunden – die Arbeit macht viel mehr Spaß und es erspart Stress, Zeit und Ärger, wenn man mit und für die richtigen Leute arbeitet.

Flexibilität: Man muss flexibel bleiben und sollte alle Prozesse so offen wie möglich gestalten, sodass man aus anfänglichen Fehlern lernen kann und Dinge schnell verändern kann.

Wir bedanken uns bei Johanna Schoemaker und Jonas Buck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Jetzt loslegen, offen zuhören und nicht aufgeben

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Skin Match Technology bietet innovative Beauty-Tech und AI-Lösungen

Skin Match Technology bietet innovative Beauty-Tech und AI-Lösungen

Stellen Sie sich und das Startup Skin Match Technology doch kurz unseren Lesern vor!

Als Konsumenten sind wir in den letzten Jahren im Einkauf aufmerksamer und fordernder geworden, wir achten auf Ethik sowie umweltschädigende Einflüsse von Produkten. So auch in der Kosmetik. Hier wollen wir jedoch Produkte die beides können, unsere persönlichen Präferenzen entsprechen und unsere Hautbedürfnisse befriedigen. Skin Match Technology bietet innovative Beauty-Tech und AI-Lösungen um Kosmetikmarken und Händler in der Konsumentenberatung gewinnbringend zu unterstützen. Vom bekannten Skin Care Quiz im Online-Shop bis hin zu Barcode-Scannern auf dem Handy mit persönlicher Beratung im Geschäft bieten wir da Beratung wo sie der Konsument fordert.

Dabei steht Transparenz ganz im Zentrum unserer Beratung, denn 60 Prozent der Konsumenten lesen Bewertungen vor dem Kauf und 72 Prozent wollen mehr über Inhaltsstoffe erfahren. Durch unseren B2B Ansatz können Marken jeder Größe sowie Händler Marken-Übergreifend den Konsumenten die nötige Information über ihre Produkte liefern, damit sich beide einem geglückten Einkauf erfreuen können. Unsere Beratungstools sind z.B bei der Import Parfumerie (https://www.impo.ch/skinmatch), Team Dr. Joseph (https://www.teamdrjoseph.com/en/) oder Puresense.ch (https://www.puresense.ch/de/was-ist-skin-match-technology) im Einsatz.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Für mich war nie die Frage warum, sondern immer nur wann. Mein Vater hat mir die Selbständigkeit vorgelebt und ich habe gespürt, dass sein Einsatz, Freude und Motivation eine Andere ist als ich in meiner Anstellung bei der Bank erlebt habe. Auch ich wollte morgens aufstehen und Tag für Tag etwas Aufbauen auf was ich später stolz zurückschauen kann.

Was war bei der Gründung von Skin Match die größte Herausforderung?

Ursprünglich hatte ich die Idee für Skin Match als Online-Shop für Kosmetik der Kunden hilft das beste Produkt schnell zu finden und abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse transparente Informationen zu bekommen. Alles zugeschnitten auf das eigene Profil. Dieses Unternehmen habe ich dazumal auch gegründet und in den USA gestartet. Nach einer Weile wurden Kosmetikunternehmen und Händler darauf aufmerksam und so ist das B2B Software Geschäft von Skin Match Technology Switzerland AG entstanden. Die Firma in den USA haben wir beibehalten und in einen innovativen Beauty Blog umfunktioniert. Auf https://www.ruecinq.com publizieren wir einmal im Monat ein Skin Care Quiz „powered by Skin Match“ für ein spezielles Hautbedürfnis, Thema oder einen Hauttyp. Dabei gehen wir voll und ganz auf Wunschthemen der Leser ein. Die empfohlenen Produkte sind ein Gemisch von bekannten Namen wie Lancôme oder Esteé Lauder bis hin zu jungen Niche-Marken wie KLARSKIN oder COOLA.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Gibt es eine andere Möglichkeit? Spaß bei Seite, ich glaube es ist extrem wichtig so früh wie möglich auf den Markt zu gehen um Kundenfeedbacks zu sammeln. Egal ob Idee, Prototype, Design oder fertiges Produkt. In der Tech-Szene sprechen wir von der Erreichung des „Product-Market-Fit“ bevor überhaupt je große Kampagnen lanciert werden. Wir haben offiziell fünf Produkte auf dem Markt und sind immer noch konstant am Optimieren. Dabei haben wir intern ein eigenes Vorgehen entwickelt welches wir „100 Customers“ nennen. Jede Rückmeldung der ersten 100 Kunden werden notiert und wo immer möglich und für alle Sinnvoll umgesetzt. Das Ziel ist am Ende ein Produkt zu haben, dass 100 Kunden lieben und auch weiterempfehlen würden. Was uns einige Türen öffnet und davon abhält tausende von potentiellen Kunden erfolglos anzugehen. 

Welche Vision steckt hinter Skin Match Technology?

Konsumenten können ihr persönliches Profil über getskinmatch.com speichern und bei verschiedenen Händlern ihre Produktvorschläge direkt sehen. Mit ihrem persönlichen Skin Match Profil haben sie ihre Haut- bzw. Haar-Typ und Bedürfnisse, Präferenzen und auch sonstige Informationen wie z.B Allergien einmalig gespeichert. Beim Händler wie z.B Jelmoli.ch erhalten sie dann mit der Auswahl von Skin Match persönliche Vorschläge mit detaillierter Erklärung geliefert. Unsere Vision ist es für den Online-Handel von Kosmetik zum Standard zu werden. Was heute mühsam gefiltert und über mehrere Seiten gesucht werden muss, wird schnell gefunden und mit komplett transparenter und persönlicher Information angezeigt.

Wer ist die Zielgruppe von Skin Match Technology?

Beautymarken sowie Kosmetikhändler denen Beratung und Kundenservice ein Anliegen ist. Unsere Lösungen können von jungen Startups bis Groß-Unternehmen eingesetzt werden, bezahlt wird nur wenn der Konsument das gelieferte Tool auch wirklich verwendet.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Produkt-Vorschlagsalgorithmen sind im E-Commerce und dem Beauty Markt schon länger ein Begriff, dabei gibt es auch schon diverse Online-Fragebogen mit Produktempfehlungen. Was mir jedoch immer gefehlt hat ist die Erklärung dahinter. Ich will eine unkomplizierte Produktempfehlung, welche all meinen Bedürfnissen entspricht und mir erklärt weshalb dieses Produkt empfohlen wird. Was ist im Produkt, ist dieses vegan, hat es eine Anti-Aging Wirkung und enthält es keine Inhaltsstoffe, welche meine sensible Haut irritieren könnten? Unsere eigen entwickelte AI-Technologie liefert darauf alle Antworten in Verbindung mit einer sehr detaillierten Produktdatenbank sowie einer eigens aufgebauten Inhaltsstoff-Datenbank.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Neue Technologien können beim „social distancing selling“ unterstützen, indem sie Einzelhändlern helfen, den physischen Kontakt zum Personal oder den Kosmetikprodukten einzuschränken. Laut einer Umfrage des Zahlungsdienstes Service Fast haben 89 Prozent der Käufer Bedenken gegenüber dem Einkauf in Geschäften. Wir haben den Lockdown genutzt und den Skin Match Mobile Scanner entwickelt. Dieser erleichtert den Verkauf in den Geschäften durch Selbstbedienung in der Produktberatung. Das testen, öffnen oder ausprobieren von Kosmetikartikeln in den Geschäften ist ab sofort nicht mehr erlaubt. Das Online-Berater Tool mit Produktempfehlungen, haben wir somit in einen mobilen Scanner umgewandelt, der es den Verbrauchern ermöglicht, sich auf ihrem eigenen Handy im Geschäft kontaktlos beraten zu lassen.

Einzelhändler oder Marken können innerhalb weniger Tage QR-Codes in ihren Geschäften verteilen und Konsumenten können den Scanner auf ihrem eigenen Handy aktivieren. Der Kunde äußert seine Bedürfnisse und scannt dann den EAN-Code der Produkte. Der erforderliche Abstand zum Personal wird eingehalten und der Kunde erhält alle Informationen für einen erfolgreichen Kauf. DUFRY Duty-Free, der Marktführer im Duty-Free Geschäft, hat sich bereits entschlossen, die mobilen Produkte-Scanner von Skin Match Technology in ausgewählten Filialen zu testen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

In der Beauty-Branche ist das digitale Wachstum in vollem Gange, dennoch ist es noch immer so, dass die Top 20 Marken nur 14% des digitalen Umsatzes, aber noch 96% des Offline-Umsatzes ausmachen. Der Lockdown hat, so hoffe ich, vielen Händlern und Marken die Augen geöffnet. Der Online-Shop sollte so gut betreut sein wie eine Filiale und auch dort qualitative Beratung liefern. Unsere Tools haben in den letzten Monaten einen Nutzungsanstieg von 80% erlebt. Ich sehe somit eine sehr gute Chance für unsere Lösungen da das Anliegen der Kunden rund um Beratung online mehr Gewicht erhalten hat.

Skin Match, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich sehe einen starken Ausbau in Richtung Standardisierung und „Do it yourself“ Lösungen für Beauty-Unternehmen. Wir streben es an das „Shopify“ für Beauty-Tech Lösungen zu werden und dabei Produkt- und Marktdaten in der Qualität von Google Analytics zu liefern. Einfach online selbst konfigurieren und ohne IT-Ressourcen auf dem eigenen Shop integrieren und den Markt mit Beauty Insight analysieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Jetzt loslegen, offen zuhören und nicht aufgeben. 

Als Gründerin bist du jeden Tag mit einer neuen Situation konfrontiert. Es lohnt sich nicht „mehr Erfahrung“ im angestellten Verhältnis zu sammeln. Am meisten lernst du, wenn du einfach loslegst. Frage dich; „Was kann ich heute tun, um meine Geschäftsidee vorwärts zu treiben?“ und dann lege los. 

Am Fashion Institute of Technology in New York hatte ich eine Dozentin, die uns aufgetragen hatte für eine Geschäftsidee mit drei Personen aus der Branche zusammenzusitzen, um Fragen zu stellen. Ich war so positiv von der Hilfsbereitschaft und der daraus gezogenen Inspiration überrascht, dass ich es auch heute noch mache. Oft verlieft man sich in Themen und versucht alles selber zu lösen. Heute versuche ich mich zu fragen „Wer hat dies schon mal erlebt/gemacht?“ und gehe mit offenen Ohren in ein Gespräch.

In der Presse liest man oft immer nur die Erfolgsgeschichten von Gründern und Startups, die Realität ist jedoch geprägt von einem konstanten auf und ab. Hier ist Durchhaltevermögen gefragt. Ich empfehle mal einen Podcast Beitrag von „How I built this“ von NPR zu hören, die Interviews geben einen guten Einblick und zeigen, dass es sich lohnt nicht aufzugeben.

Wir bedanken uns bei Estella Benz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleibt nicht zu lange in der Theorie

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Come on Closet individuelle Stilberatung mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität

Come on Closet individuelle Stilberatung mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität

Stellen Sie sich und das Startup Come on Closet doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Beatriz aus Frankfurt am Main und ich habe mit CoC eine individuelle Stilberatung gegründet. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität, möchte ich meinen Kundinnen dabei helfen, ihren persönlichen Stil zu finden und dabei den Anstoß geben, sich mit dem eigenen Konsumverhalten zu beschäftigen und diesen zu verbessern.  

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte schon lange meine eigenen Ideen und Visionen umsetzen. Dann habe ich mich entschieden, erstmal nebenberuflich zu gründen, um es auf dem Markt zu testen. Dadurch war es kein großer Aufwand und kein finanzielles Risiko für mich. 

Was war bei der Gründung von Come on Closet die größte Herausforderung?

Da ich Angestellte bin und in Schicht arbeite, war die größte Herausforderung für mich, die Zeit und Energie für dieses Projekt zu finden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall. Man lernt mit der Zeit vieles dazu. Nicht zu lange in der Theorie verweilen, sondern auch mal ins kalte Wasser springen und ausprobieren!

Welche Vision steckt hinter Come on Closet?

Als Stylecoach möchte ich Menschen helfen, mit der eigenen Garberobe ihre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen, sich dabei wohlzufühlen und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit & Qualität im eigenen Kleiderschrank zu entwickeln.

Wer ist die Zielgruppe von Come on Closet?

Das sind Frauen, die den starken Wunsch haben, an ihrer äußeren Erscheinung und an ihrem Konsumverhalten etwas zu verändern. Die sich für Mode und Stil interessieren, die offen sind, sich auszuprobieren, sich neu zu erfinden. Frauen, die an ihrem selbstbewussten Auftritt arbeiten möchten oder z.B. ihr Auftreten passend zum Beruf einsetzen möchten.

Oder auch Frauen, die im Privaten ihr Äußeres der Lebenssituation (durch Kinder, nach einer Trennung, im körperlichen Umbruch) anpassen wollen, um sich wohler zu fühlen und dafür einen Berater brauchen, der sie in dieser Phase unterstützt und begleitet. 

Come on Closet individuelle Stilberatung mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Meine Stilberatung ist sehr individuell, zeitgemäß und weniger klassisch. Ich verzichte auf Farbpaletten, Farbtypen und aktuelle Trends und konzentriere mich auf die Person, die vor mir steht, und höre mir ihre Geschichte an. So kann ich besser auf die persönlichen Bedürfnisse eingehen und ihr somit langfristig helfen. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Da meine Beratung im persönlichen Kontakt stattfindet, war es sehr schwer, neue Kundinnen zu gewinnen. Da die Massnahmen nun etwas gelockert wurden, habe ich wieder die Möglichkeit zu einer Kundin nach Hause zu gehen (für die Kleiderschrank Analyse) oder in einem Shop zu beraten. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da durch die Hygienevorschriften die Beratung etwas eingeschränkt ist, biete ich bei meinen Beratungspaketen Rabatte an. Falls es mit den Corona Einschränkungen länger dauern soll, werde ich mir neue Online Konzepte überlegen, um trotzallem meinen Kundinnen helfen zu können.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Chance sehe ich darin, dass solche Krisen einen dazu bringen, in sich selbst zu investieren und dass man sich mehr Gedanken über Konsum im Allgemeinen macht. Dadurch wäre es möglich, dass für immer mehr Menschen das Thema Nachhaltigkeit in der Mode präsent wird.

Come on Closet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte in Zukunft vielen Frauen und auch Männern zu ihrem eigenen Stil verhelfen und zwar nicht nur mit einer persönlichen Beratung, sondern möglichst auch mit Workshops und Seminaren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

-seid offen für die Meinungen Anderer, aber lasst euch nicht verunsichern

-sucht euch inspirierende Menschen, die selbst was zu erzählen haben und euch dadurch motivieren können

-bleibt nicht zu lange in der Theorie 

Wir bedanken uns bei Beatriz Monteiro de Britto für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Erschafft Werte die nachhaltig sind

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cannatrust cbd cannabis

CannaTrust unabhängige Bewertungsplattform für CBD und Cannabis Produkte

Stellen Sie sich und das Startup CannaTrust doch kurz unseren Lesern vor!

CannaTrust ist ein Aufklärungs- und Bewertungsportal für CBD & Cannabisprodukte. Wir helfen den Markt transparenter zu machen, wir klären die Verbraucher über Produkte und potenzielle Wirkungen auf und wir versuchen auf der rechtlichen Seite für den CBD-Markt in Deutschland, Österreich und Schweiz zu kämpfen. CannaTrust hat ein eigenes Bewertungssystem mit vielen unterschiedlichen Produkten erschaffen, ein hauseigenes hochqualitatives Magazin und zudem sind wir auf Messen oder Talks präsent. Zur Zeit sitzen wir auch am runden Tisch mit einer Bundesbehörde, um rechtliche Thematiken für die Branche zu klären.

Ich selbst bin Hendrik Brettschneider, Gründer des Projekts, bald 30 Jahre alt, Vater von 2 kleinen Töchtern und verheiratet mit einer wunderbaren Frau. Ich bin studierter Wirtschaftswissenschaftler und für mein Leben gern Unternehmer.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mein tägliches Einkommen erziele ich als stellvertretender Geschäftsführer einer großartigen Firma mit einem eindrucksvollen Gründer. Dieser Gründer hat mich in den letzten zwei Jahren sehr gefördert und mir völligen Handlungsspielraum für meine Ideen gegeben. In der CBD Branche, in der wir operieren, gab es einen großen Bedarf an werbefreier Aufklärungsarbeit mit großem Benefit für Händler und Verbraucher. Diesen Bedarf haben wir gesehen. Da wir schon länger Aufklärungsarbeit geleistet haben, war die Gründung ein Selbstläufer. Hinzu kam, dass ich hier das persönliche Ziel der Gründung eines Unternehmens verfolgen konnte. Das Ziel war weniger monetärer Natur, sondern vielmehr die Erfahrung. Ich wollte in meinem Leben eine funktionierende, nachhaltige und Sinn-gebende Unternehmung erschaffen haben.

Welche Vision steckt hinter CannaTrust?

Einen virtuellen Ort zu erschaffen, wo sich der Cannabis-Markt aller deutschsprachigen Regionen bündelt. Auf Basis dessen möchten wir dies auch europaweit durchsetzen, was bereits mit CannaTrust UK geschieht. Wir sehen in CannaTrust eine unabdingbare Notwendigkeit, dass alle Marktteilnehmer an diesem Projekt mitwirken sollten. Wenn wir diese Möglichkeiten, die wir haben, nicht nutzen, dann könnte viel Negatives am Markt geschehen. Unsere Vision ist es mit CannaTrust Gutes zu tun.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Finanzierung war komplette Eigenleistung und ist es auch heute noch. Wir haben und werden sehr wahrscheinlich kein Geld aus der Firma nehmen. Und wir verfolgen den Ansatz einer aufklärerischen schwarzen Null. Wir möchten das Projekt möglichst wenig kommerziell gestalten und nur das Geld einnehmen, was wir für den täglichen Betrieb und die Aufklärung brauchen. Die größte Herausforderung ist gerade CannaTrust in der UK bekannt zu machen, weil uns hier das Netzwerk zum Start fehlt. Wir glauben aber auch hier an den Nutzen und sind uns sicher, dass wir erfolgreich sein werden.

Wer ist die Zielgruppe von CannaTrust?

Wir arbeiten nur mit Unternehmen zusammen, die auf dem deutschsprachigen Markt operieren und eine eigene Marke vertreiben. Die Produkte sollten „Cannabis“ enthalten. Ob mit Cannabinoide wie CBD oder nicht, ist egal.

Wie funktioniert CannaTrust? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Cannabis-Marken listen ihre Produkte auf unserer Plattform und geben diese zur Bewertung von echten Nutzern frei. Das Prinzip kennt man von den Produktbewertungen auf z.B. Trusted Shops. Durch unsere große Reichweite und über die vermittelten Verbraucher werden nun Bewertungen gesammelt. Da wird nichts verkaufen, dürfen wir in diesen Bewertungen auch Heilaussagen Dritter sammeln. Auf der Plattform selbst bilden wir dann den Markt für den Verbraucher ab. Dies geschieht werbefrei und zudem auch randomisiert. 

Die Vorteile liegen auf der Hand. Wir sind die einzige Instanz auf dem Markt mit einer so großen Reichweite und mit solch nützlichen Funktionen. Hinzu kommt natürlich die Reichweite, die wir generieren, unsere Trust-Badge zur Markenbildung und die Aufklärungsarbeit, die man durch die Teilnahme finanziert. Das Konstrukt CannaTrust ist ein absolutes WIN-WIN für alle Parteien für ein sehr kleines Geld, welches weit unterhalb betriebswirtschaftlich-sinnvoller Preise ist, da wir quasi nicht-kommerziell operieren wollen.

CannaTrust ist zudem einzigartig und eine Innovation.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Durch unsere Arbeitsweise, die 100% remote gestaltet ist, und durch unsere treuen Partner hat sich nichts geändert. Leider haben wir ein paar Kooperationen verloren, was aber verständlich ist, da viele Umsätze aufseiten der Partner ausgefallen sind.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Ich selbst und mein Gesellschafter haben noch einmal aus eigener Tasche für die Liquidität der Firma gesorgt. Da uns die Aufklärung am Herzen liegt, war dies kein Problem. Durch die Besonderheit unserer Firma und des Geschäftsmodells haben wir sehr wenige Kosten. Wir haben unsere physische Aufklärung ein wenig reduzieren müssen, aber ansonsten durften wir genauso weitermachen wie vorher.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Es sollte den teilnehmenden CBD Herstellern noch einmal bewusst geworden sein, dass der Fokus immer auf dem Verbraucher liegen sollte. Ohne diesen braucht man kein Geschäft aufbauen. Da CannaTrust diesen Weg geht und gleichzeitig eine Chance ist, um hier den Fokus zu legen, glauben wir auf viel Nachfrage. Dies bestätigen uns die letzten zwei Wochen.

CannaTrust, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

CannaTrust wird immer quasi nicht-kommerziell bleiben. In fünf Jahren wird unser Projekt europaweit in mehr als 5 Ländern vertreten sein und den CBD Markt in Deutschland mithilfe unseres Netzwerkes und Partnern 100% transparent gemacht haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Denkt nicht daran reich zu werden, sondern erschafft Werte, die nachhaltig sind.
  2. Ihr müsst vor der Gründung auf jede kritische Frage die perfekte Antwort wissen. 
  3. Network is KEY! Ohne weitreichende Kontakte in der Zielbranche solltet ihr mit der Gründung warten.

Wir bedanken uns bei Hendrik Brettschneider für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht stehen bleiben!

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HR Frog Bewerberberatung, Personalmanagement und HR-Beratung

HR Frog Bewerberberatung, Personalmanagement und HR-Beratung 

Stellen Sie sich und das Startup HR Frog doch kurz unseren Lesern vor!

In der asiatischen Mythologie steht der Frosch als Symbol für Glück. Genauso möchte HR Frog für seine Kunden ein Glücksbringer sein. Ich heiße Amela Birindžić und ich bin die Gründerin von HR Frog.​ Nach Abschluss meines Studiums „Unternehmensführung & E-Business-Management“ kann ich über 10 Jahre Berufserfahrung im Personalwesen in den Branchen Reisevermittler & Reiseveranstalter, Pharmaindustrie & Pharmaprodukte, IT-Services, Ingenieursdienstleistungen und Luxusgüterhandel vorweisen. Dabei war ich bei namenhaften Unternehmen wie BVLGARI, Hermès und Roche Diagnostics tätig. 

Ich biete folgende Dienstleistungen an: 

Bewerberberatung für Privatpersonen:

  • Erstellung / Optimierung von Bewerbungsunterlagen
  • Individuelles Online-Training eines Vorstellungsgesprächs
  • Prüfung von Arbeitszeugnissen 

Personalmanagement und HR-Beratung für Unternehmen:

  • Recruiting von Mitarbeitern 
  • Personalmarketing / Konzepterstellung eines Employer Brandings inkl. Umsetzung der Maßnahmen
  • Übernahme der Personaladministration 
  • Personalentwicklung / Durchführung des Trainingsmanagements
  • Beratung bei Prozessoptimierung und Digitalisierung von Personalabteilungen

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

In den letzten Jahren kamen viele Freunde und Verwandte mit verschieden Personalfragen auf mich zu oder um ihnen bei ihren Bewerbungen oder Vorstellungsgesprächen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Daraus entwickelte sich die Idee HR Frog für zu gründen. Nach 10 Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Festanstellungen im Personalwesen wollte ich meine Leidenschaft für Human Resources in mein eigenes Unternehmen einbringen. Ich helfe Bewerbern schnellstmöglich eine Arbeitsstelle zu bekommen und setze mein gewonnenes Wissen in verschiedenen Kundenprojekten bei Unternehmen ein. Die Tätigkeit ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Man gewinnt zudem sehr viel an Freiheit und Unabhängigkeit.

Was war bei der Gründung von HR Frog die größte Herausforderung?

Es kommen einige Schritte auf dem Weg zur Gründung auf einen Gründer zu. Durch mein Studium konnte ich vieles wie die Erstellung des Businessplans oder der Webseite selbst erledigen, aber dennoch ist es auch wichtig sich externe Unterstützung zu holen. Die größte Herausforderung ist ein Unternehmen zu gründen, dass in sich stimmig ist und wo der Mehrwert für Kunden klar erkennbar ist. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja! Ich denke, dass es generell keine Perfektion gibt. Als Gründer hat man eine Idee, aber eine Gründung lebt von der Weiterentwicklung und der Anpassung an verschiedene Gegebenheiten und Herausforderung, an der man selbst sowie das Unternehmen wachsen können. 

Welche Vision steckt hinter HR Frog?

Die Vision von HR Frog ist der vollumfängliche Personalberater für Privatpersonen und Unternehmen zu sein, der sich durch Kompetenz, Professionalität und Individualität auszeichnet. 

Wer ist die Zielgruppe von HR Frog?

Die Zielgruppe von HR Frog sind Bewerber und Jobsuchende, die in Deutschland auf Jobsuche sind sowie kleine und mittlere Unternehmen, die eine temporäre Unterstützung im Personalwesen benötigen oder Ihre Personalprozesse optimieren oder digitalisieren wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ich gehe individuell auf die Bedürfnisse meiner Kunden ein und stimme meine Dienstleistung darauf ab. Bei mir erhalten Bewerber z.B. keine Standardbewerbung, sondern individuell auf Sie zugeschnittene Bewerbungsunterlagen. Dafür nehme ich mir sehr viel Zeit für jeden einzelnen Kunden. Als Personalexpertin habe ich sowohl den fachlichen Background durch mein Studium wie auch fundierte mehrjährige Berufserfahrung im Personalwesen, wodurch meine Kunden eine hohe Professionalität in der Abwicklung meiner Dienstleistungen erwarten können.  

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

In der Bewerberberatung merke ich, dass es einen sehr hohen Bedarf an meinen Dienstleistungen gibt, da viele Menschen ihre Arbeitsstelle verloren haben. Auf der Unternehmensseite sind Kunden aktuell sehr vorsichtig mit Neueinstellungen und warten ab, wie sich die Coronasituation weiterentwickelt. Trainingsmaßnahmen wurden bei den meisten Kunden für dieses Jahr erstmal komplett gestrichen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Ich habe meine Dienstleistung im Hinblick auf die Digitalisierung noch mehr ausgerichtet. Meine Beratungsdienstleistungen biete ich online per Videokonferenz oder per Telefon an. Kundenmeetings finden genauso verstärkt online oder telefonisch statt. Durch die Lockerungen sind jetzt jedoch auch Kundenbesuche vor Ort möglich.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Ich denke, dass die Krise uns zwingt Verhaltensweisen und Handlungen zu hinterfragen. Was vor der Krise (z.B. Homeoffice) undenkbar war, geht jetzt auf einmal. Die Krise entschleunigt auch vieles und lässt uns über Wichtiges im Leben nachdenken. 

HR Frog, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehe ich HR Frog als ein etabliertes und erfolgreiches Unternehmen in der Personalberatung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  1. Während der Erstellung des Businessplans sich genügend Zeit nehmen und die Geschäftsidee gut prüfen
  2. Ein gutes Netzwerk aus Experten aufbauen 
  3. Nicht stehen bleiben, sondern regelmäßig sein Tun und Handeln hinterfragen und ggf. anpassen

Wir bedanken uns bei Amela Birindžić für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie viele Leute sind bereit, für eine neue Lösung zu bezahlen

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FinCompare Finanzierung

FinCompare Plattform für Finanzierung wie Kredite, Leasing oder Factoring

Stellen Sie sich und das Startup FinCompare doch kurz unseren Lesern vor!

FinCompare verbindet als Hybrid-Berater digitale Antrags-, Analyse- und Kommunikationstechnologien mit der persönlichen Beratung seiner KMU-Kunden durch unabhängige Finanzierungsberater. Auf unserer Plattform haben wir mehr als 250 Banken und Finanzierungspartner, die verschiedene Finanzierungsformen wie Kredite, Leasing, Factoring oder Einkaufsfinanzierung anbieten. Anfragende Unternehmen mit Finanzierungsbedarf können sich so schnell einen breiten Marktüberblick über die Finanzierungsmöglichkeiten verschaffen, diese vergleichen und gleich abschließen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

FinCompare ist meine zweite Gründung. Davor habe ich Watchmaster gegründet, einen Marktplatz für Luxusuhren. Bei Watchmaster habe ich gemerkt, wie langsam und komplex es mit den Hausbanken wird, passende Finanzierungen zu finden. In meinem Fall war es eine Working Capital-Finanzierung für Watchmaster. Das Ergebnis sowie der Prozess waren unbefriedigend und deswegen habe ich FinCompare gegründet.

Welche Vision steckt hinter FinCompare?

FinCompare soll die führende Plattform für Unternehmensfinanzierung werden. Wir wollen wie eine unabhängige Hausbank agieren und Unternehmer, Selbstständige und Gewerbetreibende, Finanzpartner sowie professionelle Berater zusammenbringen – also Menschen mit Technik verbinden. Dabei steht der Mensch, also der User, immer im Vordergrund. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die ersten Monate habe ich FinCompare, das ich Ende 2016 gegründet hatte, selbst finanziert und dann eine Seed Finanzierung mit Angel- und Venture Capital-Investoren gemacht. Zu Beginn des Jahres haben wir unsere erweiterte Series A-Runde erfolgreich abgeschlossen. Eine der größten Herausforderungen auf dem Weg war und ist es, die richtigen Köpfe für das Team zu finden. Wir sind in den vergangenen Jahren schnell gewachsen, alleine der Blick auf die Mitarbeiterzahl von drei auf über 80 zeigt das deutlich. Als Gründer muss man in der Wachstumsphase zunehmend Manager-Qualitäten beweisen und sich um viele andere Dinge kümmern als um das ursprüngliche Ziel: Das beste Produkt am Markt zu bauen. Auch das war und ist sicherlich eine persönliche Herausforderung für mich. 

Wer ist die Zielgruppe von FinCompare?

Wir richten uns an alle KMU mit Finanzierungsbedarf ab 10.000 Euro. Unsere Kunden reichen von Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern und Selbstständigen bis hin zu Firmen mit mehreren Millionen Euro Umsatz. Unsere mehr als 30.000 Kunden bilden also ziemlich genau den deutschen Mittelstand ab.

Wie funktioniert FinCompare? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

FinCompare

Wir haben ein automatisiertes Matching auf unserer Plattform, das mit wenigen Fragen den richtigen Finanzierungsbedarf ermittelt. Anschließend erhält das anfragende Unternehmen erste Angebote, die bereits abschlussfertig sind. Nach einem einmaligen Upload von benötigten Dokumenten, z.B. Jahresabschlüssen, können viele Finanzierungsanfragen innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen werden. Was uns unterscheidet ist der weitgehende digitale Antragsprozess gepaart mit unabhängiger Beratung durch unsere Finanzierungsprofis. Das ist eines unserer Alleinstellungsmerkmale: Unsere Berater begleiten das anfragende Unternehmen bis hin zum erfolgreichen Abschluss der Finanzierung – unabhängig und auf Augenhöhe. Gerade diesen Service schätzen KMU sehr.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir haben natürlich sehr viele Anfragen von Unternehmen erhalten, die die Fördermittel-Programme der Bundesregierung, wie beispielsweise die KfW-Sofortkredite, erhalten möchten. Wir haben mit einer schnellen technischen Lösung dazu beigetragen, KfW und Hausbanken bei der Fördermittelvergabe zu unterstützen. Wir sehen uns als Partner des Mittelstandes, der stark und unverschuldet unter der gegenwärtigen Krise leidet. Corona hat der Digitalisierung einen starken Schub gegeben, die Auswirkungen werden wir allerdings erst in den nächsten Monaten und Jahren sehen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben vor allem unser Informationsangebot für Unternehmen rund um Corona ausgebaut. Wir haben eine Landingpage gebaut, auf der unsere Redaktion alle offiziellen Inhalte über Maßnahmen zu Fördermittel, Kurzarbeit, Steuer usw. zusammengetragen hat. Das kam sehr gut bei unseren Kunden an. Zusätzlich halten wir seit Beginn der Corona-Krise wöchentlich ein Webinar mit Experten ab, die zu den unterschiedlichsten unternehmerischen Maßnahmen mit Fachwissen Stellung nehmen. Experten sind dabei häufig Anwälte und Steuerberater, die Themen abdecken, die nicht unbedingt direkt etwas mit Finanzierung zu tun haben. Durch diese Experten-Talks werden wir als vertrauensvoller und kompetenter Partner für unsere Kunden wahrgenommen. Last but not least haben wir uns mit unseren Finanzierungspartnern zusammengesetzt und identifiziert, wie wir Fördermittel, wie beispielsweise die Corona Sofortkredite der KfW und klassische Produkte die aktuell besonders nachgefragt werden wie Factoring und Leasing, noch besser integrieren können.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir sehen die große Chance, dass wir im Bereich Banking einen massiven Digitalisierungsschub erfahren. Wir beobachten diese Entwicklung beispielsweise bei Videoberatung, Video-Legitimation (als Teil des KYC-Prozesses) oder bei digitalen Unterschriften – digitale Basics, die endlich bei Banken Einzug halten. Und siehe da: Es geht auch ohne den Filialbesuch. Wir erhoffen uns ein Aufwachen in Bezug auf Digitalisierung und erwarten, dass viele der Ankündigungen der Banken in Bezug auf Innovationen jetzt rasant in die Tat umgesetzt werden und mehr sind als Lippenbekenntnisse. 

FinCompare, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen Marktführer sein mit unserer Plattform, immer mit dem Ziel, unseren Kunden, den KMU, noch mehr Service zu bieten. Sowohl mit unserer eigenen Marke (FinCompare) als auch mit unserer White-Label Plattform für Banken sowie unserer Lösung für Finanzierungsberater. Wenn alle diese Stakeholder über unsere Plattform zusammenarbeiten sind wir Infrastrukturanbieter. Das ist unser oberstes Ziel.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach machen. Darin steckt, dass man seine Lösung sehr einfach konzipieren sollte aber es dann rach rasch umsetzt. 

Stelle Leute ein, die besser sind als Du. Als Gründer skaliert man selbst nicht. Du musst Köpfe einstellen, die für dich arbeiten, selbstständig denken und entscheiden können. Das bedeutet eine gute Fehler- und Feedbackkultur zu haben. Ich glaube mittlerweile stark an den “Zinseszinseffekt” bei Managementteams.

Marktgröße ist extrem wichtig. Mein Rat an Gründerinnen und Gründer: Baut kein “Feature”, um ein kleines Problem zu lösen. Schaut euch immer an, wie groß das Problem (“Pain Point”) ist und wie groß der Markt ist. Stellt euch also die Frage: Wie viele Leute sind bereit, für eine neue Lösung zu bezahlen? Sofern ihr Venture Capital einsammeln wollt, solltet ihr immer einen Markt nehmen, der mindestens mehrere Milliarden Euro beziehungsweise Dollar groß ist. 

Wir bedanken uns bei Stephan Heller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich niemals von Rückschlägen einschüchtern lassen

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metamo bollerwagen

Metamo variabler Bollerwagen lässt sich in einen Tisch, einen Grill, eine Liege und weitere nützliche Funktionen umbauen

Stellt Euch und das Startup Metamo doch kurz unseren Lesern vor!

Der Metamo ist der variabelste Bollerwagen der Welt. Das besondere am Metamo ist die Möglichkeit, den Bollerwagen in einen Grill, einen Tisch und verschiedene andere praktische Funktionen, in kurzer Zeit, umzubauen.

Warum habt Ihr euch entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als der erste Prototyp des Metamo fertiggestellt war, war die Begeisterung unserer Freunde und Bekannten gigantisch. Der Wunsch mehr aus dem Multifunktionsbollerwagen zu machen und ihn auch der Öffentlichkeit anbieten zu können, bewegte uns dazu, ein Unternehmen zu gründen und das Produkt bis zur Serienreife zu entwickeln.

metamo bollerwagen

Welche Vision steckt hinter dem Metamo?

Unsere Große Vision ist es, einen einfachen alltäglichen Gegenstand zu einem multifunktionalen Produkt mit einem vielseitigen Nutzen und hoher Qualität zu verändern. Vergleichbar mit dem Schweizer Offiziersmesser.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie habt Ihr Euch finanziert?

Die größte Herausforderung war auf jeden Fall einen Mittelweg zwischen der Vielseitigkeit des Produkts und den Herstellungs- und Materialkosten zu finden. So mussten wir immer wieder kreativ sein um Bauteile so einfach und praktisch zu gestalten, dass Einsparungen möglich waren. In so einem Prozess muss man natürlich jede einzelne Schraube genau unter die Lupe nehmen. Das Ziel war ein Produkt zu erschaffen, was auch für den Otto-Normalverbraucher erschwinglich ist. Die Finanzierung des Projekts haben wir überwiegend aus der eigenen Tasche gestemmt.

Wer ist die Zielgruppe von Metamo?

Junge, technikbegeisterte Menschen, die gerne auf Festivals oder mit Freunden wandern bzw. campen gehen, aber auch junge Familien, welche ihre Familienausflüge mit dem Metamo etwas aufpeppen möchten.

Wie funktioniert der Metamo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Euch von anderen Anbietern?

Der Metamo lässt sich durch ausgeklügelte Mechanismen schnell und unkompliziert in verschiedene Funktionen umbauen. Der Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Bollerwagen ist, dass man so ziemlich alles was man auf einem Ausflug benötigt automatisch dabei hat. – Bollerwagen, Tisch, Grill. Außerdem heben wir uns auf einem Markt, der vor allem durch sehr billige low quality Produkte geprägt ist mit Qualität und Langlebigkeit von vielen anderen Herstellern ab.

Metamo, wo geht der Weg hin? Wo seht Ihr Euch in fünf Jahren?

Im Juni diesen Jahres konnten wir mit dem Verkauf unserer Erfindung über unseren Online-Shop starten und ab 01. Juli erfolgt die Auslieferung unserer ersten Serienproduktion. Wir hoffen, dass unsere ersten Kunden mit dem Metamo eine Menge Spaß haben und sich unsere Erfindung auf den Campingplätzen, Festivals und den Vatertags- und Familienwanderungen etabliert. Unser Wunsch ist es in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich zu wachsen und den Bollerwagenmarkt ein klein wenig zu verändern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würdet Ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geduld, Durchhaltevermögen und sich niemals von Rückschlägen einschüchtern lassen!

Wir bedanken uns bei Marc Wenzinger und Niklas Roth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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