Freitag, Oktober 2, 2026
Start Blog Seite 475

So gelingt ein begeisternder Jahresauftakt

0

Eine Jahresauftaktveranstaltung bietet Gründern eine gute Möglichkeit, ihr Team von Anfang an auf das neue Jahr – die neuen Ziele und Projekte – einzuschwören.

Im Idealfall fahren die Mitarbeiter anschließend voller Motivation und Vorfreude auf das neue Jahr nach Hause.

Die Transformation der Arbeitswelt 2020 beschäftigt neben alteingesessenen Unternehmen natürlich ebenso Gründer und junge Unternehmer. Auch wenn diese längst noch nicht so festgefahren sind und Veränderungen eher als Chance sehen, müssen sie doch, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, Veränderungen aktiv gestalten. Damit dies gelingt, sollten sich Gründer fragen: Was bedeutet Transformation für unser junges Unternehmen? Was bedeutet es für die Zusammenarbeit mit anderen? Und vor allem: Wie kann ich mein Team für bevorstehende Veränderungen begeistern?

Öde Ansprachen und schlecht vorbereitete Veranstaltungen, die nebenbei abgehalten werden, reichen dafür nicht aus. Was es braucht, ist eine fulminante Jahresauftaktveranstaltung. Junge Unternehmer mit wenig Erfahrung fragen sich zu Recht: Wie lässt sich dieser so wichtige Tag zu Beginn des Jahres wirklich erfolgreich gestalten? Wie viel Zeit und Mühe sollte ich in die Planung des Jahresauftakts stecken? Mit den folgenden Tipps schaffen Gründer eine Jahresauftaktveranstaltung, die Lust auf das neue Jahr weckt und sogar den konservativen und skeptischen Teil des Teams neugierig auf Veränderungen macht:

Mitarbeiter frühzeitig und persönlich einladen

Damit möglichst alle Mitarbeiter an der Veranstaltung teilnehmen können, sollten Gründer den Termin frühzeitig ankündigen. Je persönlicher die Einladung formuliert und adressiert ist, umso besser. Der Einladungstext soll Spannung erzeugen und Lust auf die Veranstaltung machen.

Die richtige Länge der Veranstaltung wählen

Die Länge der Veranstaltung ist entscheidend: Am besten sind zwischen 60 und 90 Minuten, einschließlich eines kleinen Imbisses. So kommt keine Langeweile auf.

Teilnahme – verpflichtend oder freiwillig?

Die Jahresauftaktveranstaltung ist eine Pflichtveranstaltung. Wichtig ist, dass sich keine Unternehmensbereiche entziehen. Es sollten also Mitglieder von allen Teams und Abteilungen präsent sein. Gibt es auffällig viele Absagen, müssen Gründer genauer hinsehen. Eventuell ist dies ein Hinweis darauf, dass dringender Teamentwicklungsbedarf besteht.

Die Veranstaltung emotional beginnen

Die Jahresauftaktveranstaltung beginnt idealerweise mit einem kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Dabei kann gerne auf interaktive Inhalte wie Bilder, Videos und Audios zurückgegriffen werden – sie sprechen die Mitarbeiter emotional an und rufen positive Erinnerungen hervor. Ganz entscheidend ist es hier, das Positive, also die Erfolge hervorzuheben.

Einen positiven Ausblick auf das kommende Jahr geben

Dann kommt der Ausblick. Der Gründer präsentiert optimistisch die Ziele und Projekte für das kommende Jahr. Ein positiv formuliertes Jahresmotto kann neben der Unternehmensvision als Leuchtturm fungieren. Ein besonderer Fokus sollte auf positive Veränderungsprozesse gelegt werden. Dazu gehören Potentiale und Chancen für das Unternehmen als Ganzes und jeden Mitarbeiter als Einzelnen – zum Beispiel durch Weiterbildungen. Gibt es herausfordernde Veränderungen, die abzusehen sind, wird das Team auch darauf offen eingestimmt.

Ein begeisterndes Ende für einen begeisternden Start

Zum Ende spricht der Gründer den Mitarbeitern für ihr Engagement ein aufrichtiges Danke aus. Für echte Begeisterung zaubert er jetzt eine Überraschung aus dem Hut, zum Beispiel ein kleines Präsent passend zum Jahresmotto. Die abschließenden Worte müssen dem Team ans Herz gehen – das heißt, jeder fühlt sich noch einmal wertschätzend abgeholt. Anschließend gibt es noch einen guten Ausklang bei einem kleinen Imbiss.

Kein begeisternder Auftakt ohne gute Vorbereitung und gute Rhetorik

Zwei große Fehler gilt es zu vermeiden: schlechte Vorbereitung und eine schlechte Präsentation. Der Jahresauftakt muss sitzen wie ein Maßanzug. Eine gute Vorbereitung gelingt garantiert mit einem kleinen Drehbuch. Es muss geklärt sein, wer was wann sagt. Mitwirkende üben ihre Reden ausgiebig und holen sich bei Bedarf eventuell sogar Hilfe vom Rhetorik-Profi. Eine Jahresauftaktveranstaltung, die Lust auf das neue Jahr und Freude auf Neuerungen macht, wird schnell zu einem extrem starken Fundament für ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gründen bedeutet den Mut zu haben, ausgetretene Pfade zu verlassen

0
iuvando innovative Therapien für Patienten mit Krebs

iuvando innovative Therapien für Patienten mit Krebs

Stellen Sie sich unseren Lesern doch bitte kurz vor!

iuvando ist eine digitale Patientenplattform mit dem Ziel, an Krebs erkrankte Menschen über innovative Behandlungsformen im Rahmen klinischer Studien zu informieren. Dabei erhalten Krebspatienten in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Erkrankungssituation einen personalisierten Suchbericht, der aktuell angebotene Studientherapien zusammenfasst und so das therapeutische Spektrum für Patient und behandelnden Arzt erweitern kann. 

Jedes Jahr kommt eine Vielzahl neuer, vielversprechender Medikamente in der Krebsmedizin zur Anwendungsreife. Für etliche Patienten kommt die Zulassung dieser Medikamente jedoch zu spät. Die Philosophie von iuvando wird von der Vision geleitet, innovative Therapieverfahren bereits während der klinischen Erprobung für alle Krebspatienten erreichbar zu machen und dabei dem Patienten ein Stück Initiative zurückzugeben („Patient Empowerment“).

Warum haben Sie sich entschieden ein Startup zu gründen?

Während unserer klinischen Tätigkeit als Ärzte in der Krebsmedizin sind wir auf folgendes – noch ungelöste – Problem aufmerksam geworden: Patienten, die nach Durchlaufen mehrerer etablierter Therapien unter einer fortschreitenden Erkrankung leiden, haben oft nur noch mit neuen, noch nicht zugelassene Krebsmedikamenten eine Aussicht auf ein Therapieansprechen. Diese Medikamente werden im Rahmen klinischer Arzneimittelstudien an bestimmten Studienzentren angeboten. Für Patienten geht es dann um einen Gewinn an Lebensqualität und Lebenszeit. Viele Patienten haben auch in dieser Situation einen ausgeprägten Therapiewunsch, sie finden passende Studien aber häufig nicht, weil sie oder ihr behandelnder Arzt schlicht keine Kenntnis davon hat, welche Studien aktuell an den nächstgelegenen Studienzentren angeboten werden.

All diesen Patienten möchten wir mit iuvando eine Tür öffnen. Grundsätzlich werden alle neuen Krebsmedikamente zunächst nur im Rahmen klinischer Studien an bestimmten Studienzentren, z.B. Universitätskliniken, angeboten. Viele Patienten, die nicht ohnehin an einem Studienzentrum behandelt werden, erfahren nicht von dieser Möglichkeit. Für ihre behandelnden Ärzte ist das sich täglich ändernde Studienangebot inzwischen unüberschaubar geworden. 

Patienten können sich direkt über das Internet an iuvando wenden und erhalten einen personalisierten Suchbericht, der alle klinischen Studien benennt, in die sie mit ihrer individuellen Krankheitsgeschichte eingeschlossen werden können und die in ihrer Nähe verfügbar sind. Im Anschluss beraten Patienten zusammen mit ihrem behandelnden Arzt, ob eine Studienteilnahme möglich und medizinisch sinnvoll ist.

Wie lange hat es von der Idee bis zum fertigen Produkt gedauert?

Wir haben etwa ein halbes Jahr darauf verwendet Prozesse zu entwickeln, die die unterschiedlichen Beteiligten wie Patienten, behandelnde Ärzte, Studienzentren und Sponsoren klinischer Studien richtig ansprechen. Wir sehen uns als prozedurales Startup, das die unterschiedlichen Stakeholder auf eine neue Art und Weise zusammenbringt und so einen Mehrwert für alle generiert. Der Mehrwert für Patienten und Ärzte liegt in der Erweiterung der therapeutischen Optionen. Der Mehrwert für Studienzentrum und Allgemeinheit liegt in der Beschleunigung der klinischen Forschung durch die schnellere Rekrutierung von Studienpatienten. Wirksamere Krebsmedikamente können so schneller identifiziert und nach Zulassung allen Patienten zugänglich gemacht werden.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Im Fokus unserer Arbeit stehen Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung, für die keine Standardtherapie mehr in Frage kommt, weil diese bereits durchlaufen oder nicht vertragen wurde. Mit Hilfe unserer Datenbank und IT-Anwendung finden wir für die meisten dieser Patienten weitere Therapiemöglichkeiten im Rahmen einer klinischen Studie. 

Bedingt durch die unterschiedliche Affinität zuweisender Ärzte zu klinischen Studien und den Unterschied zwischen in Ballungsräumen verfügbaren Studienzentren und kleineren Praxen ergibt sich aus Patientensicht eine deutlich heterogene Versorgungsqualität. Dies ist für einzelne Patienten unter Umständen weder zu erkennen noch zu beeinflussen. iuvando möchte über seinen Online-Ansatz ein Angebot schaffen, das sich in gleicher Gewichtung an alle Patienten richtet, um die die teilweise erheblichen Informationsasymmetrien aufzulösen. Dabei soll das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient unangetastet bleiben. Die iuvando-Studienrecherche kann dem Patienten ermöglichen zusätzliche Impulse in die Entscheidungsfindung einzubringen (“Patient Empowerment“) und den Arzt in seiner Arbeit unterstützen. 

Welchen USP haben Sie?

Das Konzept einer ärztlich kuratierten, onkologischen Studienrecherche, die sich online direkt an Patienten wendet und ihnen so ermöglicht, sich aktiv in die Entscheidungsfindung gemeinsam mit ihrem Arzt einzubringen ist nach unserem Wissen neu und alleinstehend. Darüber hinaus agieren wir für Patienten und Ärzte kostenlos.

Wie hat sich Ihr Startup seit der Gründung entwickelt?

Wir erleben großen Zuspruch aufseiten der Krebspatienten, ihren Angehörigen, sowie ihnen nahestehender Menschen – das ist sehr erfüllend. Gleichzeitig geht das Interesse an iuvando erfreulicherweise weit über den Individualnutzen hinaus, sodass wir große Offenheit auf ganz unterschiedlichen Ebenen erfahren. Unser innovatives Angebot fungiert als wichtiges Bindeglied zwischen den verschiedenen Beteiligten in der Versorgung von Krebspatienten. Für alle entsteht ein erheblicher Mehrwert, der aktuell durch das Fehlen einer professionellen Mediatorinstanz nicht in vollem Maße ausgeschöpft wird. Im Einzelnen werden die folgenden Gruppen adressiert: 1) Patienten, 2) behandelnde Ärzte, 3) Studienzentren (z.B. Universitätskliniken) und Wissenschaftler, 4) Forschende Arzneimittelhersteller und 5) Krankenversicherungen. 

Welches waren die größten Hürden bei der Gründung?

Wir Gründer von iuvando sind Ärzte. iuvando ist für uns beide eine Erweiterung unseres beruflichen Spektrums, da wir ursprünglich aus der Patientenversorgung und Grundlagenforschung kommen. Die Gründung war daher für uns beide ein großer Schritt. iuvando ist zwar medizinnah, aber das unternehmerische Handeln stellt doch ganz andere Anforderungen als der ärztliche Beruf. Wir sind beide in unserer Persönlichkeit sehr unternehmerisch geprägt und gleichzeitig in der Medizin verwurzelt, sonst hätten wir uns nicht auf diesen Weg begeben. Dazu kommt, dass wir mit iuvando in einem sensiblen und hoch regulierten Bereich völliges Neuland betreten. So gesehen war bzw. ist es die Extradosis „Entrepreneurship“, die uns am meisten fordert. 

Wie bewerten Sie die deutsche Startup-Szene?

Wir sind immer wieder erstaunt und begeistert wenn wir der Vielfalt an innovativen und kreativen Gründungen in Deutschland begegnen, gerade auch in unserer Heimat, der Rhein-Neckar Region.    

Wie wichtig ist es für Startups auf Events zu gehen?

Startup-Events sind eine wunderbare Gelegenheit sich auszutauschen, Feedback zu bekommen und das eigene Projekt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wie wichtig ist für Sie beim EY Public Value Award gewonnen zu haben?

Die Auszeichnung mit dem Public Value Award ist eine große Ehre für uns und gleichzeitig Ansporn uns weiter mit ganzer Kraft für die verbesserte Versorgung von Menschen mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung einsetzen. Wir freuen uns sehr, dass der Gemeinwohl-Aspekt, der fester Kern unserer Unternehmensphilosophie ist, durch den Public Value Award Anerkennung findet. 

Wie schwer ist es Ihrer Meinung nach an Investoren und Wachstumskapital zu kommen? 

Nach unserer Einschätzung ist es derzeit eher einfacher geworden an Investoren und Wagniskapital zu gelangen. Wichtig ist ein gesellschaftlich relevantes Problem zu identifizieren und innovative Lösungen dafür aufzuzeigen. 

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Derzeit sind wir ausschließlich in den Gebieten Brust- und Lungenkrebs tätig. Das ist bereits ein guter Anfang, bietet aber noch enormes Steigerungspotential. Wir möchten in der Zukunft mit iuvando möglichst allen Krebspatienten bei der Suche nach einer geeigneten Studientherapie helfen, gerne auch über Deutschland hinaus.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Gründen bedeutet den Mut zu haben, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue, unsichere Wege zu gehen. Das ist zwar unglaublich spannend, aber nicht immer einfach. Daher ist es wichtig als Gründer-Team sich in Stärken zu ergänzen und jeweilige Schwächen auszugleichen. Wir sind froh, dass wir uns immer gegenseitig challengen können, offen diskutieren und dabei auf Augenhöhe begegnen. Ansonsten halten wir es für wichtig einerseits visionär zu sein, andererseits jedoch die Dinge bis ins kleinste Detail mit größtmöglicher Sorgfalt zu durchdenken, um am Ende das beste Ergebnis zu erreichen. Last but not least – es gibt Aufs und Abs, nicht aus jeder Böe wird ein Sturm und wenn es doch einmal etwas stürmisch ist, enjoy the ride! 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Objektives Feedback einholen und auf dieses auch hören

0
mexican tears scharfe chili saucen

Mexican Tears scharfe Chili Saucen sowie den Chili Saucen Mixer

Stellen Sie sich und das Startup Mexican Tears doch kurz unseren Lesern vor!

Mexican Tears stellt seit 2010 scharfe Saucen in Handarbeit her und bringt sie auf den Teller. Wir verstehen uns als Vertreter des scharfen Geschmacks unter dem Motto: „Nicht scharf essen, ist auch keine Lösung!“. Im Fokus stehen dabei in erster Linie Geschmack und Qualität. Wir konnten in den letzten Jahren organisch wachsen, ohne eine Niere verkaufen zu müssen oder unsere Seele und exportieren mittlerweile in die schöne Schweiz und nach China.

Da wir große Freunde von Nordic Noir sind, versuchen wir auch eine Brücke nach Schweden zu schlagen. In Deutschland fokussieren wir uns auf zwei Pfeiler und vertreiben sowohl online, als auch im Einzelhandel. Unser Chili Saucen Adventskalender konnte sich in den letzten Jahren zum Topseller mausern. Neu eingeführt haben wir den Chili Saucen Mixer, bei dem sich Interessierte ihre ganz eigene Sauce aus 8 verschiedenen Chilisorten und mehr als einem dutzend Gewürzen zusammenstellen können. Den Feinschliff übernimmt „Mexican Tears“. Außerdem darf die Sauce getauft werden, zum Beispiel „Brigitte“ oder „Hans“ und ein paar Tage später, kann man mit „Brigitte“ oder „Hans“ würzen, marinieren und sie in die Pfanne hauen.      

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Das war eine Frage des subjektiven Mangels an hochwertiger scharfer Sauce. In einem Selbstversuch testete ich damals mit meinem alten Herren scharfe Saucen aus aller Welt und erkannte, dass in der großen, weiten bisher noch keine für meinen Geschmack entwickelt wurde. Um „die scharfe Sauce“ zu machen, brauchte ich 3 Jahre, obwohl ich 7 Tage angesetzt hatte, denn in 7 Tagen schafft man viel.  Als damaliger BWL-Student konnte ich gut mit Zahlen.

In der Entwicklungszeit wurde ich immer wieder weiter und neu motiviert, in Besonderem durch meinen jetzigen Partner Thommy. Wir bilden heute eine Doppelspitze, frei nach dem Motto „Geteiltes Leid ist…“ und tragen gemeinsam Verantwortung. Außerdem hat Thommy wesentlich breitere Schultern als ich.

Welche Vision steckt hinter Mexican Tears?

Wir wollen Innovationstreiber im Bereich scharfer Saucen und scharfer Produkte sein und sind es teilweise schon. Unser Adventskalender oder der Chili Saucen Mixer sind dafür gute Beispiele. Wir wollen den Fokus scharf stellen, dem „guten“ Essen wieder mehr Bedeutung, mehr Gewicht geben, obwohl unsere Saucen relativ kalorienarm sind. Essen soll wieder Emotionen wecken, wir benutzen nicht umsonst den Slogan: „Zu Tränen gerührt!“. Wir sind zwar keine Romantiker aber machen das, was wir machen, mit Herzblut.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Nach dem Auftritt bei der „Höhle der Löwen“ im Jahre 2014 wurden wir mit Bestellungen bombardiert. Das mag an der Performance von Vural Öger gelegen haben oder an meiner Entscheidung mit 40 Grad Fieber das Angebot auszuschlagen. Diese Flut an Bestellungen zu händeln, als damals noch relativ kleines Unternehmen war gelinde gesagt, schwierig.

Kurz nach der Ausstrahlung waren wir ausverkauft, restlos, überall. Irgendwann hatten wir nicht mal mehr Flaschen, in die wir die Sauce hätten abfüllen können. In einer Nacht und Nebel Aktion mussten zwei unserer Mitarbeiter selbst nach Italien fahren und eine Glashütte aus dem Winterschlaf reißen. Unsere Kunden erwiesen sich als sehr verständnisvoll. In solchen Zeiten ist ein direkter offener Kontakt mit dem Endverbraucher imens wichtig. Wir hatten in dieser Zeit 2 Stornierungen.

Über Geld sprechen wir wenig. Natürlich gab es in den vergangenen Jahren Anfragen verschiedenster Investoren, die wir nicht kategorisch aber bisher abgelehnt haben, weil es einfach nicht gepasst hat. Außerdem wollen und wollten wir aus eigener Kraft wachsen. Wenn man zu schnell wächst, kann dies zu Wachstumsschmerzen führen. Wir wollen guten Gewissens die nächsten, wenn auch eventuell kleineren, Schritte gehen.

Wer ist die Zielgruppe von Mexican Tears?

Wir kennen unsere Kunden. Sie sehen wesentlich besser aus als wir, tragen wie Thommy Karohemden und hacken gerne Holz. Spaß beiseite. Unsere Kunden lernen wir persönlich auf Messen kennen und diese sind so divers, wie unsere Saucen. Da steht der 20-jährige Student neben der Hausfrau oder dem Hausmann, der gerne Hausmannskost kocht. De facto haben unsere Kunden nur eins gemeinsam –  exzellenten Geschmack. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wie ist das Feedback?

Man kann nicht gut kochen, wenn man an den Zutaten spart. Die Qualität der Ausgangsprodukte ist maßgeblich. Das ist kein Hexenwerk, sondern einfach nur logisch. Wir verzichten auf Geschmacksverstärker, weil wir sie schlicht nicht brauchen.

Wir sind von Anfang an durch Feedback gewachsen, hatten eine recht lange Entwicklungszeit, bevor wir auf dem Markt vertreten waren und lernen nie aus. Gerade in der Anfangszeit haben wir viele Verkostungen in Supermärkten durchgeführt und waren auf etlichen Messen vertreten. Wir können nicht hinter Produkten stehen, wenn diese nicht gewisse Entwicklungsprozesse durchlaufen haben. Und ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Punkt, ist nochmals das Feedback vom Endverbaucher. Wir wollen 9 von 10 Leuten abholen, lieber 10 von 10, und wollen uns Kompromisse in Sachen Qualität und Geschmack einfach nicht leisten.

Mexican Tears, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im Allgemeinen möchten wir uns breiter aufstellen, sowohl in den Supermärkten, als auch im Exportgeschäft. Außerdem ist die Gastronomie ein spannendes Feld. Mit Mexican Tears verfeinerte Bloody Maries oder Mexikaner öfter in den Bars zu begegnen, würde uns sehr freuen und daran arbeiten wir.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Angehenden Gründern können wir raten, nicht gleich die Pferde wild zu machen, sondern in Ruhe an der Idee im kleinen Kreis pfeilen, objektives Feedback einholen und auf dieses auch hören. Dann die Ärmel hochkrempeln und den Gürtel so eng wie möglich schnallen. Von der Idee bis zur Marktreife kann und wird es dauern, so wie bei uns. Darauf sollte man sich einstellen. Dies ist ein stetiger Prozess und sicher keine Sisyphusarbeit, weil sie Sinn ergibt. Wenn man einige Schritte gegangen ist, wiederum Feedback einholen, so schließt sich der Kreis und wenn möglich alles in die Firma investieren.

Hier geht es zu den scharfen Chili-Saucen

Wir bedanken uns bei David Weyhe und Thomas Abeln für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Flexibel bleiben: Meistens kommt es anders als geplant

0
Garamantis Messen Showrooms interaktiv

Garamantis macht Inhalte auf Messen und in Showrooms spielerisch und interaktiv

Stellen Sie sich und das Startup Garamantis kurz unseren Lesern vor!

Garamantis Interactive Technologies wurde 2014 von Marcus Dittebrand und mir in Berlin gegründet. Wir hatten beide schon etliche Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung und der Realisierung von interaktiven Projekten. Mit Garamantis helfen wir Unternehmen und Organisationen, sich und ihre Inhalte auf Messen und in Showrooms spielerisch und interaktiv erfahrbar zu machen. Konkret entwickeln wir beispielsweise Multitouch-Tische mit individueller Software für Messen und Showrooms.

Weitere Schwerpunkte liegen in der Konzeption und Entwicklung von interaktiven Wänden, Vitrinen, Virtual Reality-Anwendungen sowie in der Entwicklung von Prototypen. Unser Team mit aktuell sieben Tech-Spezialisten befindet sich zusammen mit unserem Showroom auf dem EUREF-Campus in Berlin und unsere Partner und Zulieferer sitzen größtenteils ebenfalls „um die Ecke“ in Berlin. Trotz weltweiter Projekte sind wir ein Stück weit auch eine lokale Innovationswerkstatt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben eine Nische bzw. Angebotslücke im Bereich unserer speziellen Fertigkeiten gesehen: Unternehmen und Institutionen, die sich einzigartig und innovativ präsentieren möchten. Sei es, das Business-Modell eindrucksvoll Investoren zu präsentieren, ein interaktives Messe-Highlight für Besucher zu entwickeln oder Produkte im eigenen Showroom interaktiv vorzustellen. Das alles in einem individuellen Full-Service Angebot. Das heißt, der Kunde bekommt von uns Konzept, Design, Software, Hardware, Rollout und Service aus einer Hand. Er muss lediglich mit seiner Idee bzw. Vision zu uns kommen und wir nehmen ihn für das gesamte folgende Projekt an die Hand. Diese Technologieoffenheit und Individualität erfordert einen großen Erfahrungsschatz. Gestärkt von unserem Partner Ars Electronica aus Österreich, für den wir schon zahlreiche Projekte gemacht hatten, lag eine Gründung dann nahe. Wir konnten uns gar nicht vorstellen, irgendwo angestellt zu arbeiten.

Welche Vision steckt hinter Garamantis?

Mit den heutigen technischen Möglichkeiten hat nahezu jedes Unternehmen die Möglichkeit, sich atemberaubend zu präsentieren und mit seiner Botschaft dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben. Das schafft man jedoch nicht mit Powerpoint-Präsentationen, Broschüren oder Info-Tafeln. Vielmehr wollen wir die Zielgruppen intuitiv und spielerisch mit den Inhalten und Botschaften des Unternehmens erreichen, sodass sie sich selbst damit beschäftigen und ausprobieren möchten. Dazu bieten wir den Zielgruppen Erlebnisse, die sie noch nicht kennen. Beispielsweise steuern sie multimediale Inhalte durch Gesten oder Berührungen auf ungewöhnlichen Materialien wie interaktiven Vitrinen oder interaktiven Wänden. Oder sie bewegen sich in Virtuellen Realitäten, erzeugt durch VR-Brillen oder Raumprojektionen. Oder sie sprechen mit interaktiven Tischen, zeigen diesen einfach Produkte oder Zeichnungen und können Dank Objekterkennung intuitiv in Interaktion treten. Wir setzen Technik so ein, dass Barrieren zwischen Mensch und Technik möglichst verschwinden und bleibende Erinnerungen erzeugt werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Finanzierung von Garamantis ist aus heutiger Sicht vielleicht tatsächlich ungewöhnlich, da wir komplett eigen finanziert arbeiten und wachsen. Das Unternehmen war vom ersten Tag an profitabel und wir legen größten Wert auf Unabhängigkeit in vielerlei Hinsicht. Wir haben gegründet, um mit den neusten Technologien zu experimentieren, auch im künstlerischen Umfeld, und die Projekte zu realisieren, die wir für außergewöhnlich halten. Durch die Verweigerung von Investoren ist unsere Wachstumsgeschwindigkeit natürlich begrenzt, aber das finden wir gar nicht schlecht. Unsere Maxime ist der Spaß an der Arbeit und mit den Kunden Neues zu entwickeln. Das würde nicht zusammenpassen mit aggressiven Expansionsstrategien von Investoren.

Herausforderungen in den ersten Jahren waren sicherlich, die ersten Festanstellungen zu finanzieren und uns auch räumlich mehr Platz in Berlin zu verschaffen. Die steigenden Fixkosten müssen trotz teilweise schwer zu kalkulierendem Projektgeschäft natürlich immer gedeckt sein. Durch die Erfahrungen und Einnahmen im Projektgeschäft wurden zudem Produkte und Hardware-Lösungen entwickelt. Diese in Kleinserien zu produzieren und weiterzuentwickeln und zusammen mit einer individuellen Softwarelösung zu vertreiben ist ebenfalls eine spannende Herausforderung.

Wer ist die Zielgruppe von Garamantis?

Die Zielgruppen für unsere Interaktiven Installationen sind in erster Linie Unternehmen, die für Messen, Events und Showrooms nach einem individuellen Highlight suchen. Wir arbeiten jedoch auch für Institutionen wie die Europäische Weltraumorganisation ESA, das Bundespresseamt, Universitäten sowie Museen. Ein Langjähriger Kunde ist z.B. auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). In Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur Super an der Spree haben wir für das BMZ eine Virtual Reality „Klimakuppel“ entwickelt, in der Messebesucher die Folgen des Klimawandels multisensorisch am eigenen Leib erleben können.

Wie funktioniert Garamantis? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Garamantis besteht zum größten Teil aus neugierigen und experimentierfreudigen Entwicklern. Ich würde behaupten, wir leben für interaktive Technologien und möchten aktuelle Technik neu kombinieren und auf ungewohnte Weise einsetzen. In den letzten Jahren sind dabei immer wieder ausgezeichnete Exponate und Software-Lösungen entstanden. Wir arbeiten immer am internationalen Puls der Zeit und entwickeln uns schnell weiter. Andere Anbieter versuchen eher, sich auf ein Produkt zu konzentrieren und dieses über die Jahre immer weiter zu perfektionieren und für möglichst viele Kunden gleichzeitig passend zu machen. Wir sind dagegen technologisch breit aufgestellt und arbeiten sehr individuell. Das kann dann bei einer last-minute Anfrage für einen Messeauftritt auch mal ein Hack sein – der aber funktioniert.

Wie ist das Feedback?

Wenn sich Kunden entscheiden, mit uns zu arbeiten und uns zu vertrauen, ist das Feedback fast ausnahmslos positiv. Unser Ziel ist es ja auch, ein Ergebnis zu erzielen, das die Kunden staunen lässt. Software und Inhalte müssen nicht nur funktionieren, sondern auch einen Wow-Effekt erzielen. Wir sammeln von allen Kunden Feedback ein und versuchen natürlich, immer besser zu werden. Besonders stolz sind wir auf unsere wachsende Kundenliste, die wir uns zum Start noch kaum hätten vorstellen können.

Garamantis, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden uns auch in fünf Jahren mit den neusten Technologien beschäftigen. Welche das dann sein werden, kann ich auch noch nicht sagen. Wahrscheinlich werden Virtual Reality und Augmented Reality dann auf einem ganz anderen Level verfügbar sein. Dazu kommt, dass der Bedarf auf Kundenseite in den nächsten Jahren noch wachsen wird. Es bleibt also nicht nur spannend, sondern wird noch immer spannender!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens, flexibel bleiben. Meistens kommt es anders als geplant. Manche Dinge klappen vielleicht nicht so wie vorhergesehen, dafür tun sich an anderer Stelle plötzlich Möglichkeiten auf, die es zu ergreifen gilt. Dazu kommt noch Zufall und Glück. Ich denke, eine gute Planung sollte sich die Balance halten mit Anpassungsfähigkeit und Spontanität.

Zweitens, Kreativ bleiben. Ein Unternehmen gründet man meist auf Grundlage einer einzigartigen Idee, wird dann aber meist von neuen Aufgabenbereichen und Herausforderungen überrollt. Deshalb ist es wichtig, sich dennoch regelmäßig die Zeit zu nehmen den Kern des Unternehmens in kreativen Prozessen weiterzudenken.

Drittens, Spaß an der Arbeit haben. Ohne jeden Tag mit Freude auf die Aufgaben und die Kollegen ins Büro zu kommen, macht das eigene Unternehmen keinen Sinn. Im Ernst, jeder Gründer sollte die eigene Freude an der Sache über alle anderen Faktoren stellen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Oliver Elias  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Beginnt frühzeitig an eurem strategischen Netzwerk zu arbeiten

0
Panther Solutions: Panther Pricing generiert Preisempfehlungen Einzelhandel

Panther Solutions: Panther Pricing generiert Preisempfehlungen für den Einzelhandel

Stellen Sie sich und das Startup Panther Solutions doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Nils Streitbürger und ich bin der Gründer und Geschäftsführer von Panther Solutions.  

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich arbeite seit über 15 Jahren als Unternehmensberater und leite seit mehr als 7 Jahren meine eigene Beratungsgesellschaft mit einem Branchen-Fokus auf den Einzelhandel.

Die Erfahrungen aus meiner Beratungstätigkeit haben mich an die Probleme herangeführt, die wir nun mittels künstlicher Intelligenz erstmalig für den Einzelhandel lösen können. Von daher hätte es ohne diese Erfahrungen die Gründung von Panther Solutions und die Entwicklung unser Pricing Engine Panther Pricing niemals gegeben. 

Dieser Markt für AI Anwendungen im Einzelhandel steht gerade erst am Anfang seiner Entwicklung und mit prognostiziertem exponentiellem Wachstum mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von ca. 40 % wird bereits 2030 ein Marktvolumen von über 50 Milliarden Euro erwartet. Das Wertpotential welches wir für die Einzelhändler in diesem Markt, durch die Ansätze von Panther Solutions mittels Einsatz von KI heben können ist unglaublich groß, dass die Gründung von Panther Solutions für mich der logische Schritt als Unternehmer war, um diese Wertpotentiale zu heben.

Ich muss hinzufügen, dass ein Unternehmen wie Panther Solutions komplett neu aufzubauen natürlich auch eine spannende Herausforderung darstellt, die mich enorm reizte. Meine über viele Jahre aufgebaute Handelskompetenz quasi über Panther Solutions zu digitalisieren, und durch die SaaS Skalierungsansätze einer nahezu unbegrenzten Anzahl an Händlern dabei helfen zu können, von künstlicher Intelligenz zu profitieren, fühlte sich einfach gut an.

Das ganze war allerdings ein längerer Entwicklungsprozess.

Man wacht nicht eines Tages auf und denkt sich, hey ab morgen entwickle ich ein Dynamic Pricing System unter Anwendung künstlicher Intelligenz und gründe hierzu ein Unternehmen.

Nein, das hat sich tatsächlich aus meiner operativen Beratungstätigkeit heraus entwickelt. Ich habe dort einfach täglich gesehen wie die Einzelhändler sich mit unglaublich viel Aufwand abmühen diverse Herausforderungen zu lösen, Ihnen dies aber aufgrund fehlender Informationsbasis faktisch nicht optimal gelingen kann. 

Dies ist nicht nur für den Einzelhändler, sondern war natürlich auch für mich als Berater ziemlich frustrierend, da auch ich hier keinen erfolgversprechenden Ansatz aus der Beratung heraus anbieten konnte außer auf die Konzentration der Fehlervermeidung beim Einkauf abzustellen.

Gerade beim Thema Reduzierungen und Preisabschriften hat mich da die Herausforderung gepackt eine Lösung zu entwickeln mit der ich zunächst mal meinen Mandanten bei der Lösung eines ihrer größten Ertragsprobleme mittels optimaler Reduzierungen weiterhelfen kann. 

Zunächst ging es also mal um die Frage: stecken die benötigten Informationen, wie z. B. Preiselastizitäten in den Daten der Händler überhaupt drin und wie bekommen wir sie heraus.

Relativ schnell bin ich dann zur Erkenntnis gelangt, dass es nur über die Verarbeitung großer Datenmengen gehen kann, bis wir die vielen Einflussfaktoren und deren Wirkungen greifbar bekommen, bis dahin war alles noch recht einfache Statistik. Als wir dann einen Ansatz stehen hatten und quasi die Informationen zutage befördert hatten, gab es drei wesentliche Erkenntnisse: Erstens es gibt einen Ansatz zweitens das Ertragsoptimierungspotential für den Einzelhandel ist riesig groß und drittens KI ist genau hierfür prädestiniert um diese Ergebnisse noch besser herauszuholen. Das KI Thema kam erst ins Spiel als wir nach den idealen Instrumenten suchten um unsere Lösung Softwareseitig aufzusetzen. Im Vordergrund der Konzeptentwicklung stand immer das eigentliche Kundenproblem.

Welche Vision steckt hinter Panther Solutions?

Der Einzelhandel unterliegt aktuell einem massiven Veränderungsprozess. Dieser erfordert hohe Reaktions- und Anpassungsfähigkeit der Einzelhändler. Die allgemeine Situation im Einzelhandel ist in den meisten Branchen aufgrund sehr dünner Ertragslage und weiter erodierender Kundenfrequenzen in den Geschäften zugunsten des Online-Handels bereits sehr angespannt.  Der Einzelhandel ist bisher an der Komplexität dieser Herausforderung gescheitert.

„Panther Solutions Vision ist es, ein Cloud-Eco-System für KI-Auswertungen im Einzelhandel entstehen zu lassen.“

Wir wollen jeden Einzelhändler mittels KI-basierter Lösungen zu befähigen, auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein. Einzelhändler suchen händeringend nach den „richtigen“ Ansätzen der Digitalisierung – Panther Solutions bietet sie. Durch unseren Daten-Pooling-Ansatz haben wir die Strukturen geschaffen, um jedem Einzelhändler, ganz gleich welcher Größe, KI-basierte Lösungen anzubieten.

Mit jedem neuen Kunden erhöht sich durch zusätzlich gewonnene Daten die Genauigkeit unserer Algorithmen. Somit haben wir einen Wettbewerbsvorteil für alle Panther-Kunden geschaffen.

Die weiteren KI-gestützten Optimierungsansätze für den Einzelhandel liegen in der Panther Solutions eigenen Entwicklung ergänzender Module wie zum Beispiel unserem „TIM  – Total Impulse Management“ Konzept an welchem wir bereits mit Entwicklungs- und Forschungspartnern arbeiten – ebenso können ergänzende Entwicklungen aber auch von Partnern im Eco-System realisiert werden.

Somit wird ein Eco-System rund um die originäre Kernfunktion von Panther Pricing aufgebaut und permanent weiterentwickelt. Die Möglichkeiten des wertstiftenden Einsatzes von KI im Einzelhandel sind unglaublich vielseitig und genau das macht es so wahnsinnig spannend, diese Ansätze nun innerhalb Panther Solutions zu entwickeln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben uns mit dem Branchenfokus der Fashion und Sportartikelbranche aufgrund der kurzen Saisonzyklen und der resultierend geringen Produktlebenszyklen eigentlich die größte Herausforderung selbst aufgebürdet. Je länger Produkte am Markt verfügbar sind wie zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel umso einfacher ist es die KI Modelle auf gute Ergebnisse zu trimmen.  Dies war schon eine enorme Herausforderung. Das Gute daran ist natürlich, dass wir nun bestens gewappnet sind, um in die anderen vertikalen Einzelhandelsbranchen zu expandieren. Dar zweite Punkt ist, dass man sich die volle Skalierbarkeit des Systems recht mühsam erarbeiten muss. Dies hat uns zuletzt viel Entwicklungsleistung gekostet, die ich gerne schon in neue Module investiert hätte.

Die Erstfinanzierung lief zunächst über eigene Mittel. Wir haben uns dann auch öffentliche Förderstrukturen, ein Bankdarlehen abgesichert über die Bürgschaftsbank, in Anspruch genommen. Dies war schon ein ziemlicher Akt. 

Es hat sich einfach ganz klar gezeigt, dass klassische Banken und Start-Up Finanzierung nicht zusammenpassen, da die Banken ihre Prozesse nicht an die Bedürfnisse und Situationen von Gründern angepasst haben und somit die Finanzierung unter Einbeziehung von KfW-Förderungen oder Bürgschaftsbanken eigentlich gar nicht ins Schema passen. Hier sind Monate ins Land gegangen bis die Finanzierung endlich Stand – dies war eine der ganz großen ersten Herausforderungen, mit der ich so nicht gerechnet hatte. 

Nun gehen wir mit Seedmatch den nächsten Finanzierungsschritt. 

Wer ist die Zielgruppe von Panther Solutions?

Unsere Pricng Engine, Panther Pricing, generiert automatisierte Preisempfehlungen für alle Einzelhändler (stationär und E-Commerce). Mit Hilfe von unserer Deep-Learning-Technologie können wir grundsätzlich im Handel die Kernfragen optimaler Preise beantworten und rohertragsoptimierte Preise generieren – individuell für jeden Einzelhändler, Größen und Branchen-unabhängig.

Das eröffnet uns ein gesamtes Kundenpotential im Einzelhandel von ca. 125.000 Einzelhändlern alleine in Deutschland. Unsere aktuellen Fokusbranchen im Einzelhandel sind der Textil-, Schuh- und Sportartikeleinzelhandel. Unsere Wachstumsstrategie schließt die Erschließung angrenzender vertikaler Einzelhandelsbereiche perspektivisch mit ein. 

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wurden bisher kaum berücksichtigt, da ihr Datenvolumen nicht ausreicht, um KI anzuwenden. Panther adressiert genau dieses riesige Marktsegment des KMU-Einzelhandels und bietet bereits mit Panther Pricing eine auf diese Zielgruppe zugeschnittene Lösung. 

Mit unserer ich nenne es mal „Pooled Data Intelligence“ haben wir auch ein USP geschaffen, welches nicht nur für KMUs, sondern auch für große Unternehmen von großem Nutzen ist, da diese gleichermaßen von Auswertungen basierend  auf größeren Datenmengen  profitieren.

Wie funktioniert Panther Solutions? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Einfach gesprochen ermitteln wir für jeden unserer Kunden den Maximalen Preis, mit dem er genau seine Abverkaufsziele erreichen wird.Hierzu arbeiten wir mit den Daten unserer Kunden und ergänzen diese durch weitere Daten wie Zum Beispiel Wetterdaten, die einen gewichtigen Einflussfaktor im Einzelhandel repräsentieren. 

Unsere Algorithmen stellen nun auf die gesamte Verkaufshistorie jedes einzelnen Artikels an jedem individuellen Standorts unserer Kunden ab. Durch den Einsatz von KI können wir dann belastbare Prognosen zukünftiger Artikelverkäufe ermitteln. Dies können unsere Algorithmen sogar in Abhängigkeit unterschiedlicher Reduzierungen ermitteln.

Hierdurch haben wir die Basis geschaffen, um nun die strategischen Abverkaufsziele unserer Kunden, die wir über unsere Web-App erfassen, optimal durch unsere Preisempfehlung zu erreichen. Am Ende ist natürlich das primäre Ziel den Ertrag und den Gewinn zu maximieren – genau dabei helfen wir dem Händler.

Durch unseren Pooling Ansatz, haben wir uns befähigt unsere Lösung jedem Einzelhändler anbieten zu können, auch wenn er alleine nicht die benötigte kritische Datenmenge aufbringen kann, was im Übrigen für die allermeisten Einzelhändler der Fall ist. Dies ist unser wichtigstes Differenzierungsmerkmal.

Ganz wichtig ist hierbei, dass wir für jeden unserer Kunden den individuell optimalen Preis generieren. Dies geschieht in Bezug auf der individuellen Performance jedes Artikels je Standort, der aktuellen Bestandssituation, sowie der Zielfunktion des Händlers und natürlich auch in Abhängigkeit der Kunden-individuellen Wirkungen von Reduzierungen.

Somit helfen wir den Einzelhändlern die höchstmögliche Kalkulation aus dem Abverkauf ihrer Ware am Markt zu erreichen und ihren Gewinn somit deutlich zu steigern.

Wie ist das Feedback?

Unsere Churn Rate liegt aktuell bei 0%. Unsere Kunden sind begeistert, weil sie auf vielfältige Weise durch den Einsatz von Panther Pricing profitieren. Zum einen ermöglicht Panther Pricing durch den Einsatz künstlicher Intelligenz bessere Preis-Entscheidungen und somit höhere Gewinne für jeden Einzelhändler. Durch eine bessere Endlagerzielerreichung senkt der Einzelhändler seinen durchschnittlichen Warenlagerbestand und setzt somit gebundenes Kapital frei. Desweiteren profitiert von einer deutlichen Prozessvereinfachung des Preisfindungsprozesses und spart hierbei massiv an Aufwand und Kosten. Zusätzlich profitiert durch eine optimale Kenntnis über notwendige Reduzierungen bei seinen Marken in der laufenden Saison von deutlich verbesserter Planbarkeit seiner Umsätze und noch viel wichtiger von besseren möglichen Einkaufsentscheidungen für die nächste Saison.

Durch den Einsatz von Panther Pricing in Kombination mit digitalen Preisschildern (ESL) können wir nun den gesamten Preissetzungs- und Preisauszeichnungsprozess komplett automatisieren.

Der Einsatz von KI bedingt große Datenmengen. Den meisten Händlern fehlt jedoch die notwendige kritische Masse an Daten. Durch unseren Pooling-Ansatz ermöglichen wir nun erstmalig jedem Einzelhändler dieses Dilemma zu lösen und von KI-gestützten Auswertungen zu profitieren, wie es sonst nur den „Großen“ der Branche vorbehalten ist.

Perspektivisch, durch die Entwicklung der weiteren geplanten Module, bieten wir unseren Kunden vielfältige neue Informationen mittels KI-Einsatz und verbessern somit ihre Entscheidungen in ganz vielen Bereichen. 

Panther Solutions, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wenn ich in den letzten Jahren seit Gründung von Panther Solutions etwas gelernt habe, dann ist es, dass KI definitiv jede Branche revolutionieren wird. Dies liegt darin begründet, dass einfach bessere Mustererkennungen von Zusammenhängen durch KI ermöglicht werden als es die kognitiven Fähigkeiten des Menschen erlauben. 

Es wird eine Spaltung der Unternehmen geben in jene, die sich der Anwendung von KI konsequent befähigen und jene die es nicht tun. Aus meiner Sicht bedeutet dies einen maßgeblichen Wettbewerbsvorteil derer, die es tun, gegenüber all jenen Unternehmen, die KI nicht einsetzen. Wenn ich es also mal Plakativ formulieren möchte lautet meine These für den gesamten Einzelhandel ganz klar: AI OR DIE. 

Unternehmen, die sich heute nicht intensiv mit den Einsatzmöglichkeiten von KI beschäftigen und fast noch wichtiger, wer heute nicht anfängt die Datengrundlage am besten direkt in der Cloud zu schaffen um KI Anwendungen zukünftig flexibel applizieren zu können, der wird sich perspektivisch aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit aus dem Markt verabschieden.

Der Umschwung der Branche die die Digitalisierung im Allgemeinen und durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Speziellen wird weitere radikale Veränderungen mit sich bringen. Die Händler sind hierbei auf Unternehmen wie uns angewiesen, die die entsprechende Technologie-Kompetenz aber auch die Branchenexpertise haben, um sie bei dem Veränderungsprozess mit entsprechenden Software-Lösungen zu begleiten. Die Beherrschung von KI Technologie ist hierbei ein ganz wichtiger Grundbaustein unseres zukünftigen Erfolgs.

Wir sehen uns bestens aufgestellt, um uns in diesem spannenden entstehenden Markt zu positionieren und diese Entwicklungen mit zu gestalten und entsprechend in den nächsten Jahren zu wachsen. Wenn ich bereits in 5 Jahren darüber nachdenken könnte einen Börsengang einzuleiten, würde ich mich freuen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das mache ich gerne: 

1. Fangt keine Startups an, von dessen Idee oder Marktpotential ihr nicht zu 100% überzeugt seid. Denn es wird euch mehr abverlangt werden, als ihr euch vorstellen könnt und das hierfür notwendige Durchhaltevermögen bringt man meist nur auf, wenn der Wille und die absolute Überzeugung gegeben sind. 

2. Beginnt erst, Kosten zu produzieren, wenn die Finanzierung gesichert ist. Und betreibt Fundraising, wenn ihr Cash habt, um aus einer Situation der Stärke heraus verhandeln zu können. Ich weiß es ist ein Klassiker und nicht immer ganz einfach einzurichten aber die Bedeutung dieser Grundsätze kann man nicht hoch genug bewerten. 

3. Beginnt frühzeitig an eurem strategischen Netzwerk zu arbeiten und legt Euch anfänglich nicht zu früh auf einen Partner fest sondern schafft Optionen und somit Unabhängigkeit.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nils Streitbürger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Volabo gewinnt den Innovators Award 2019 von Arrow Electronics

0
Volabo gewinnt den Innovators Award 2019 von Arrow Electronics

Das Unternehmen Volabo aus Ottobrunn ist der diesjährige Gewinner des Innovator Awards von Arrow Electronics. Technologie-Start-ups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen an dem Wettbewerb teil.

Volabo entwickelte einen elektrischen Antrieb, der hohe Leistungen bis zu 300 kW bei sicheren Spannungen von 48 V darstellen kann. Er ist kostengünstiger herzustellen als vergleichbare elektrische Antriebe, verwendet keine seltenen Erden und ist dabei sehr effizient.

Mit dem mittlerweile dritten Innovators Award unterstützt und fördert Arrow gezielt Start-ups aus den Bereichen Elektrotechnik und IoT.

Bewerber aus unterschiedlichsten Branchen konnten sich bis Mitte Mai für Satelliten-Events an mehreren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz für ein intensives, gegenseitiges Kennenlernen anmelden und sich bei den Veranstaltungen für die Endrunde zum Award qualifizieren. An der Endrunde nahmen 12 Unternehmen teil. Die Preisverleihung unter den Finalisten erfolgte im Oktober bei der Siemens AG in München-Perlach, die den Innovators Award sponserte.

Auch in diesem Jahr bestand die Jury aus Vertretern der Hersteller Analog Devices, Molex und STMicroelectronics, sowie Arrow und dem auf Start-ups spezialisierten Beratungsunternehmen BatchOne. Die Jury beurteilte die eingereichten Produkte anhand der Kriterien Innovationsgrad, technische Schwierigkeit und Lösungsansatz sowie Business Case und Team. 

Von dem Programm profitieren alle Teilnehmer der Satelliten Events und der Endrunde.

Alle qualifizierten Bewerber erhalten Zugang zum Hersteller-Netzwerk von Arrow mit umfangreicher Unterstützung entlang der Produktentstehung. Dies hilft den Start-ups, ihre Produkte zu optimieren und erfolgreich am Markt zu platzieren. Zudem kann Arrow über sein Partner-Netzwerk auch Kontakte herstellen für Finanzierung und Fertigung. Als Gewinner erhält Volabo darüber hinaus individuelle Supportleistungen, beispielsweise für Marketingmaßnahmen im Wert von 10.000 EUR.

Bildunterschrift (v.l.n.r.):

Vido Ravlic, Global Key Account Manager, Automotive, Arrow Electronics, Florian Bachheibl, Managing Director, Volabo GmbH, Dr. Andreas Baumgardt, Head of Drive Control, Volabo GmbH, Alexej Schulz, ADR Sales Manager DACH, Arrow Electronics, Sebastian Scholz, Field Application Engineer, Automotive, Arrow Electronics

Quelle Arrow Electronics

Frank Thelen zeichnet Augmented Reality Startup Vuframe aus

0
Frank Thelen zeichnet Augmented Reality Startup Vuframe aus

Frank Thelen, deutscher Risikokapital-Investor bekannt aus „Die Höhle der Löwen“, zeichnet das Regensburger Augmented Reality Startup Vuframe als “Logitech Startup Partner 2019“ aus.

Die Software von Vuframe ermöglicht es, Produkte direkt vom digitalen Bauplan weg virtuell vorzuführen. So kommt zum Beispiel die neue Couch bereits vor dem Kauf virtuell ins eigene Wohnzimmer.

Das Konzept hat sowohl Frank Thelen als auch das Unternehmen Logitech überzeugt: Vuframe hat gestern den begehrten Titel „Logitech Startup Partner 2019“ erhalten. Der von Logitech und Frank Thelen ins Leben gerufene Wettbewerb „Logitech Startup Partner“ geht bereits in die zweite Runde und zeichnet agile, digital versierte und flexible Startups für Kriterien wie Innovation und Skalierbarkeit aus.

Logitech und Frank Thelen fördern die Gewinner des Awards durch direkten Zugang vom geballten Erfahrungsschatz der Partner – neben dem Hauptpreis im Wert von knapp 5.000 Euro. Unter Hunderten von Bewerbern überzeugte Vuframe dabei mit dem innovativen Konzept, Produkte aller Art virtuell darzustellen. Andreas Zeitler, Gründer und Geschäftsführer von Vuframe, hat die Auszeichnung „Logitech Startup Partner 2019“ in Bonn entgegengenommen und konnte sein Unternehmen der Jury – bestehend aus Frank Thelen und Vertretern von Logitech – vorstellen. Zudem fand ein Live-Video-Pitch vor Thelen’s 150.000 LinkedIn Followern statt.

Neben dieser neusten Auszeichnung von Frank Thelen hat Vuframe weitere namhafte Titel der Digitalbranche erhalten, unter anderem den Bayerischen Innovationspreis des Wirtschaftsministeriums, den Deutschen Digital Award sowie den German Design Award. Zu Vuframe’s Kunden zählen Unternehmen wie Siemens, s.Oliver oder der Flughafen München. Das Regensburger Startup wächst weiterhin stark und sucht fachkundige neue Mitarbeiter, um offene Stellen zu besetzen.

Quelle Vuframe GmbH

Vertraut dem eigenen Bauchgefühl

0
emma & noah Babyprodukte aus natürlichen Materialien -Nachhaltigkeit

emma & noah Babyprodukte aus natürlichen Materialien mit Fokus auf Nachhaltigkeit

Stellen Sie sich und das Startup emma & noah kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Aline Gallois (29) und Fabian Bitta (24) von emma & noah. emma & noah steht für liebevoll designte Babyprodukte aus natürlichen Materialien mit Wohlfühlgarantie. Ob Krabbeldecken, Schlafsäcke oder Mullwindeln – durch den Einsatz hochwertiger, zertifizierter Baumwolle sind alle unsere Produkte besonders weich, atmungsaktiv und damit optimal für Babys zarte Haut geeignet. Beste Qualität, individuelle Designs und ein Fokus auf Nachhaltigkeit stehen für uns an oberster Stelle. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mit emma & noah bringen wir unsere zwei Leidenschaften unter einen Hut: Wir können Unternehmertum und unseren ausgeprägten Familiensinn miteinander verbinden. 

Bei Aline standen bereits im Studium alle Zeichen auf Unternehmerin: Nach dem International-Management-Studium in Reutlingen ging es in die USA für ein Business-Administration-Studium, bevor sie ihren Master in Management an der WHU machte. Im Anschluss hat sie bei verschiedenen Startups wie Springlane und Lesara das Category und Merchandise Management verantwortet. Dort hat sie wertvolle Erfahrungen im eCommerce Bereich gesammelt, von denen wir bei emma & noah jetzt sehr profitieren.

Fabian verschlug es nach dem Business-Administration-Studium an der WHU in die Textilbranche, erst zu tigha, wo er in Los Angeles für den Unternehmensausbau in den USA verantwortlich war, und anschließend zu FOND OF als Country Head für die USA. Dort war er u. a. für Affenzahn verantwortlich und hatte so die ersten Berührungspunkte mit dem Baby- und Kleinkindbereich, der ihn sofort in seinen Bann zog. Aber auch unsere Familien, unter denen sich selbst Gründer befinden, sind wichtiger Bestandteil unserer Motivation und Leidenschaft – vor allem die allerkleinsten Familienmitglieder, für die das Beste gerade gut genug ist.

Welche Vision steckt hinter emma & noah?

Wir wollen durch unsere individuell und liebevoll designten Babyprodukte aus hochwertigen und natürlichen Materialien und einem Fokus auf Nachhaltigkeit eine Wohlfühlgarantie für alle Eltern und Babys liefern. Wir wollen, dass emma & noah das Synonym für die besten Babyprodukte wird. Unsere qualitativ hochwertigen und individuell designten Babyprodukte aus Naturmaterialien sollen ständige Begleiter in den emotionalen Lebenssituationen werden und schon Schwangere bei der Vorfreude auf das Baby begleiten. 

Aber nicht nur die Kunden stehen bei uns im Fokus – die Auswahl der Produzenten und deren Arbeitsbedingungen sind für uns elementarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. 

Und last but not least setzen wir uns kontinuierlich damit auseinander, wie wir bei steigender Unternehmensgröße ein nachhaltiges Unternehmen aufbauen können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es, Produzenten zu finden, die unseren nachhaltigen Ansatz mitgehen und sich kontinuierlich, mit uns gemeinsam in diese Richtung weiterentwickeln möchten. Das fängt bei nachwachsenden natürlichen Rohstoffen an, geht über die Weiterverarbeitung der Stoffreste aus dem Herstellungsprozess bis hin zu einer CO2 neutralen Produktion und Transportkette. Wir sind sehr froh, dass wir solche Partner für unsere Mission von stylischen und nachhaltigen Babyprodukten gefunden haben.

Bei der Finanzierung war es uns wichtig, dass wir nicht nur Geld einsammeln, sondern erfahrene Investoren an Bord holen, die uns mit starkem Know-How aus unterschiedlichen Fachbereichen, wie z.B. D2C, Brand-Building, Sourcing etc. zur Seite stehen. Auch das haben wir geschafft und sind sehr dankbar für den intensiven fachlichen Austausch.

Wer ist die Zielgruppe von emma & noah?

Auf den ersten Blick ist wahrscheinlich für jeden ganz klar, dass Schwangere und junge Eltern unsere Hauptzielgruppe sind. Aber auch das Umfeld, also Großeltern, Freunde und Kollegen, sind für uns spannend, weil sich unsere Produkte natürlich auch hervorragend als Geschenke zur Babyshower oder Geburt eignen.

Wie funktioniert emma & noah? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wenn man nur auf unsere Produkte schaut, fällt sicherlich direkt unser modernes Design ins Auge. Allerdings sind die zentralen Punkte bei emma & noah vielmehr als das. Nämlich, dass wir die beste Produktqualität für die Kleinsten liefern und gleichzeitig ein kompetenter Partner an der Seite von (werdenden) Eltern sein wollen, der mit Rat und Tat zur Seite steht.
Deswegen ist unsere Website auch kein reiner Shop mit FAQ zu Produkten, Versand etc., sondern wir liefern mit unserem Blog fundiertes Wissen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und das Leben mit Baby und Kleinkind. Dafür ziehen wir auch immer wieder Experten wie Hebammen zu Rate. Auf das Expertenwissen bauen wir auch bei der Entwicklung der Produkte, um Eltern im Alltag bestmöglich unterstützen zu können. Und weil junge Eltern besonders sensibel sind, wenn es um Produkte für das eigene Kind geht, legen wir größten Wert auf die Qualität der Naturmaterialien und sind maximal transparent, wenn es um unsere Wertschöpfungskette geht.

Und nicht zuletzt sollen unsere Produkte schön aussehen und dem Designanspruch moderner Eltern genügen.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback unserer Kunden zeigt, dass wir unsere hohen Ansprüche erfolgreich in die Tat umsetzen. An den Designs haben nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern Spaß und die flauschig weichen Materialien sorgen für Wohlfühlmomente. 

Aber auch der Servicegedanke wird an vielen Stellen gelobt: Die Bundles, die wir im Shop anbieten, ersparen hin und her überlegen, was bspw. für die Kliniktasche gebraucht wird, und Kunden bekommen alles aus einer Hand. Die vielen fachlichen Infos rund um Schwangerschaft und Geburt sowie unser Kundenservice, der auch Fragen über die reinen Produkte hinaus individuell beantwortet, geben Orientierung in einer Zeit voller Unsicherheit.

Und wenn wir nur auf die Zahlen schauen, sprechen auch die eine ganz deutliche Sprache: So waren unsere neuen Schlafsäcke mit Füßen schon wenige Tage nach dem Launch ausverkauft, obwohl wir äußerst großzügig kalkuliert hatten. 

emma & noah, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit inzwischen acht Mitarbeitern stieg unser Umsatz von 2017 auf 2018 in den sechsstelligen Bereich. 2019 knackt emma & noah unser erklärtes Ziel mit einem siebenstelligen Umsatz. Wenn wir wie geplant weiterwachsen, wird sich auch unser Team deutlich vergrößern, und wir machen uns aktuell schon viele Gedanken, wie wir als Unternehmen ein guter und nachhaltiger Arbeitgeber sein können. Hier gibt es so viele Stellschrauben, und wir sind voller Tatendrang, von Anfang an den richtigen Weg zu gehen und mit den richtigen Partnern zusammenzuarbeiten. 

In fünf Jahren stellen sich Eltern hoffentlich nicht mehr die Frage, ob sie emma & noah Produkte für ihren Nachwuchs kaufen, sondern nur noch, welches Design sie nehmen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sprecht mit so vielen Personen wie möglich über die eigenen Ideen – auch wenn es dabei Gegenwind gibt. So findet ihr Schwachpunkte, die ihr noch optimieren oder zumindest im Kopf haben könnt.

Sucht einen Co-Founder mit den gleichen Werten und komplementären Fähigkeiten. Wenn ihr als Gründerteam möglichst viele Fachbereiche abdecken könnt und die gleiche Vision habt, lassen sich harte Phasen und Rückschläge besser durchstehen.

Vertraut dem eigenen Bauchgefühl. Je mehr Leute ihr fragt, desto mehr Meinungen bekommt ihr, aber am Ende müsst ihr euch mit den Entscheidungen wohl fühlen und sie vertreten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Aline Gallois und Fabian Bitta für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Risiko muss überschaubar bleiben

0
BIOCANNOVEA Vitamine und Vitalstoffe Bioverfügbarkeit
Biocannovea Team

BIOCANNOVEA Vitamine und Vitalstoffe auf Basis von CBD wasserlöslich mit einer Bioverfügbarkeit von 95%

Stellen Sie sich und das Startup Biocannovea doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Martin Krupitza, ich bin Geschäftsführer der Biocannovea GmbH. Ich habe bereits erfolgreich mehrere Gastro-Konzepte und Franchise-Unternehmen aufgebaut und damit unter anderem den Franchise Award 2015 gewonnen. Durch einen familiären Anlassfall bin ich mit meinem Team auf das Thema medizinisches Cannabis sowie „hoch verfügbare Nahrungsergänzungsmittel“ gestoßen, wodurch sich eine einzigartige Chance ergeben hat die wir nun gemeinsam umsetzen. Die Biocannovea ist auf die Produktion und den Vertrieb natürlicher, hochwertiger und hoch verfügbarer Vitamine und Vitalstoffe spezialisiert. Hoch verfügbar deswegen, weil wir durch ein einzigartiges und patentiertes Produktionsverfahren fettlösliche Stoffe wasserlöslich und hochstabil machen können, wodurch die Aufnahme der Wirkstoffe im Körper von durchschnittlich 3-5 % auf nahezu 100 % gesteigert wird.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin schon seit langem selbstständig und genieße die unternehmerische Freiheit und den dabei entstehenden Sog sehr. Nach über 15 Jahren der Selbstständigkeit kann ich mir das Leben eines Angestellten auch gar nicht mehr vorstellen. Um spannende Themen direkt und ohne Umwege mit meinem Team umzusetzen ist das natürlich auch eine Grundvoraussetzung.

Welche Vision steckt hinter Biocannovea?

Wie oben schon erwähnt wurde aufgrund einer schweren Erkrankung im Familienkreis eines Gesellschafters nach alternativmedizinischen Linderungs- bzw. Heilungsmöglichkeiten gesucht und mit medizinischem Cannabis auch gefunden – nach einigen Wochen konnte eine massive Verbesserung der Lebensqualität des Angehörigen festgestellt werden. Stark von diesem Naturheilmittel begeistert, hat das Team auf einer internationalen Messe zufällig erste Kontakte zu jenen Wissenschaftlern geknüpft, die das Mizellierungsverfahren erfunden haben. Eins und Eins wurden zusammengezählt und der Weg zum wasserlöslichen – und somit deutlich wirksameren – CBD war vorgezeichnet.

Die Schweizer Partner gewannen daraufhin den World Pharma Award, was dem ganzen Projekt den nötigen Schub und die Aufmerksamkeit gegeben hat, die es verdiente. Der nächste Schritt wurde geplant und auch direkt umgesetzt. Eine umfassende wasserlösliche Produktlinie wurde entwickelt, um aus der Nische des Wirkstoffes CBD heraus zu treten und andere wertvolle Vitalstoffe anzubieten. Dieser Prozess ist ein fortlaufender, da BIOCANNOVEA auch aktuell an der Entwicklung weiterer, spannender Nährstoffe arbeitet. Die Gesellschafter verbindet neben einer mehrjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit an diversen Projekten eine gemeinsame Freundschaft.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da wir in der Schweiz produzieren und unsere Produkte in Deutschland abfüllen, standen wir vor der Herausforderung, die Ware in den EU Raum einzuführen. Was einfach klingt, war ein langwieriger Prozess mit diversen Zoll-Stellen und Zertifizierungen der glücklicherweise nach einigen Wochen positiv abgeschlossen war. Und natürlich die gesetzliche Regelung rund um den Wirkstoff CBD, obwohl nahezu THC frei (<0,2 % THC Gehalt) und natürlich ohne berauschende Wirkung, wird der Verkauf CBD-haltiger Produkte extrem erschwert. CBD ist nicht als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen und muss deshalb als Aromaprodukt verkauft werden, was absoluter Schwachsinn ist und viele Konsumente aber – zurecht – irritiert.

Finanziert haben wir uns über Eigenmittel und aktuell läuft auf Green Rocket unsere Crowdinvesting Kampagne mit der wir die nächsten Schritte finanzieren.

 Wer ist die Zielgruppe von Biocannovea?

Alle Menschen die gesund werden oder bleiben wollen. Im Kern, das hat sich in den letzten Monaten herauskristallisiert, Frauen zwischen 34 und 48 mit der notwendigen Aufgeschlossenheit gegenüber „exotischen“ Produkten wie zum Beispiel Curcumin, aber vor allem Menschen ab 55, da ab diesem Alter die Aufnahmefähigkeit von Wirkstoffen stark abnimmt.

Unsere Produkte decken ein breites Spektrum an Vitaminen und Vitalstoffen ab und unterstützen den Organismus an vielen wichtigen Stellen damit man sich langfristig wohl fühlt. Nehmen wir das vorher genannte Curcumin. In unserer wasserlöslichen Form ist es ein extrem starker Entzündungshemmer und sehr gut für Magen und Darm. Das sind nur zwei von sehr vielen positiven Eigenschaften. Natürlich reicht das alleine nicht, viel Bewegung und eine abwechslungsreiche und vorwiegend pflanzliche Ernährung tragen hauptsächlich zu Gesundheit und Wohlbefinden bei. Ergänzt durch unsere Naturprodukte, kann man aber vielen negativen Vorgängen im Körper perfekt entgegenwirken.   

Wie funktioniert Biocannovea? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das bei der Herstellung unserer Produkte zur Anwendung kommende, patentierte Mizellierungs-Verfahren ist eine einzigartige, natürliche Methode, fettlösliche Stoffe und Vitamine wasserlöslich und hoch stabil zu machen. Dadurch kann der Körper eine deutlich höhere Menge des Wirkstoffs aufnehmen. Dieses einzigartige Verfahren ermöglicht eine bisher nie erreichte Bioverfügbarkeit von mindestens 90 %. Der Durchschnittswert bei fettlöslichen Substanzen liegt zwischen 3-20 %. Das heißt, je nach Vitalstoff, können Biocannovea-Produkte vom Körper mindestens 5 bis 20-mal besser aufgenommen werden. Als es bei herkömmlichen Nahrungsergänzungsmitteln der Fall ist.

Die Biocannovea-Produkte sind durch die praktischen und sicheren Pipettenflaschen einfach zu dosieren. Die Wirkstoffe können in Wasser, Saft, Tee oder sonst irgendein Getränk getropft und getrunken werden. Was die Einnahme stark vereinfacht und auch Personen die ein Problem mit gewissen Geschmäckern haben eine Therapie ermöglicht. Zum Beispiel Kindern.

Alle Vitamine und Vitalstoffe sind natürlichen Ursprungs, gentechnikfrei und ohne chemische Zusätze. Alle verwendeten Rohstoffe sind von höchster geprüfter Qualität. Die Biocannovea-Produkte werden in der Schweiz produziert.

Wie ist das Feedback?

Gelinde gesagt überwältigend. Wir hatten Ende Februar unsere Produktpräsentation in der Privatklinik Döbling in Wien. Dadurch ist Rewe/BIPA auf unsere Produkte aufmerksam geworden. Seit Juli gibt es unsere Produkte österreichweit in über 640 BIPA Filialen. Auch abseits der größeren Märkte verkaufen wir sehr gut über kleine aber hochwertige mit viel Hingabe geführte Drogeriemärkte, in denen unsere Produkte sehr gut aufgenommen werden. Trotz allem sind die Biocannovea-Produkt erklärungsintensiv. Oft ist den Kunden nicht klar, warum sie für die gleiche Menge eines Stoffes den gleichen. Bzw. einen etwas höheren Preis zahlen sollen. Das die Wirkung eine bis zu 20-Fache ist, klingt ja im ersten Moment auch übertrieben , ist aber durch Studien belegt und die Wirkung spricht für sich.

Biocannovea, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nachdem wir nun recht stark nach Deutschland und Österreich  – mit dem Kapital aus der aktuellen Crowdinvesting Kampagne möchten wir Marketing und Vertrieb in diesen beiden Märkte noch stärker stützen. Verkaufen und hier noch viel in den Markenaufbau investieren werden, konzentrieren wir uns zeitnah auf die Erweiterung unserer Produkte. Hier stehen OPC (Traubenkernextrakt) und Weihrauch – zwei wahnsinnig interessante Wirkstoffe mit unglaublichen Eigenschaften – in den Startlöchern.

Darüber hinaus werden unsere Produkte aktuell sehr stark von Getränkeherstellern angefragt, weil damit der erste wirkliche Functional Drink möglich ist. Es werden also 2020 diverse Getränke mit unseren Wirkstoffen auf den Markt kommen. Unter anderem ein CBD-haltiges Erfrischungsgetränk in Nordamerika.

Langfristig werden wir auch medizinische Produkte entwickeln, es gibt viele Medikamente deren Wirkung mit dem Mizellierungsverfahren um ein Vielfaches verstärkt werden kann. Das bedeutet weniger von dem Wirkstoffen muss eingenommen werden wodurch es weniger Nebenwirkungen gibt. Die Folge ist eine deutlich geringere Belastung für Organismus und Umwelt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.       Das Risiko muss überschaubar bleiben, es zahlt sich niemals aus, sich einem übermäßigen finanziellen Risiko auszusetzen.

2.       Das Produkt ist natürlich sehr wichtig, aber vergesst weder Vertrieb noch Marketing. Ein Produkt kann noch so gut sein, in den wenigsten Fällen verkauft es sich von selber.

3.       Dranbleiben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martin Krupitza für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Jungunternehmer mit unter 20 Jahren – Neue Wege durch Online Marketing

0
Jungunternehmer mit unter 20 Jahren - Neue Wege durch Online Marketing

Als die zwei Jungunternehmer Marvin und Janis 2018 in Heidelberg ihr Abitur ablegten, ahnten sie vielleicht nur im Ansatz, wohin sich ihr Leben in den kommenden Monaten entwickeln würde.

Beide hatten sich schon in der Schulzeit überaus intensiv dem Online-Marketing gewidmet und ihre Fähigkeiten in der Freizeit aus dem Kinderzimmer heraus eingesetzt. Ihr eigenes Business fasste umgehend nach der Gründung Fuß und schon nach kurzer Zeit generierten sie mit ihrem Marketingkonzept einen Umsatz von mehr als einhundert tausend Euro. Ihnen war klar, dass, sollte ihr Unternehmen nicht nur eine Eintagsfliege bleiben, sie sich auch um die Ausbildung der eigenen Fähigkeiten kümmern mussten und sich nicht nur auf dem Erfolg der ersten sechs Monate ausruhen konnten. Deshalb machten sie sich auf die Suche nach ihrer persönlichen Chance, wohl wissend, dass sie dabei zu zweit waren und in die gleiche Richtung liefen. 

Ihre größten Chancen zur Weiterentwicklung sahen sie in der Firma ihres Mentors Cristian Andrei Ghenta, der in Wien lebte und dort Stellen für Praktikanten anbot, die von ihm alles über das Online-Marketing lernen wollten. Cristian Andrei Ghenta stand schon zum damaligen Zeitpunkt in dem Ruf, einer der erfolgreichsten Online-Marketer im deutschsprachigen Raum zu sein. Dass sie bei ihm lernen konnte, sollte sich für beide Seiten als sehr gewinnbringend erweisen. Denn Cristian enttäuschte die beiden Jungunternehmer nicht, die Teil seiner Vision sein wollten, ein Unternehmen nur durch die Macht von Online-Marketing zu 100 Million Euro Jahresumsatz zu skalieren.

Das bedurfte von ihrer Seite keiner langen Überlegung, denn sie waren schon vorher von der Macht des Online-Marketing überzeugt, die das Internet heute auf den gesamten Markt ausübt. 

Zwar waren Janis und Marvin nicht die einzigen, die bei dem Marketing-Genie ein Praktikum absolvierten, doch keiner der anderen zwanzig damaligen Praktikanten erkannte, welche Macht wirklich hinter dem Online-Marketing steht. Sie alle legten es darauf an, aus kurzfristigen Internetprojekten möglichst hohe Gewinne zu erzielen und waren zum Beispiel als Coaches im Internet unterwegs. Sicher waren auch ihre Geschäftsmodelle geeignet, um damit kurzfristiges Geld zu verdienen, aber Janis und Marvin selbst hatten es eben nicht auf den Gewinn eines schnellen Euros angelegt, hinter dem scheinbar alle anderen her waren. Marvin und Janis teilten die Vision von Cristian und gaben ihm 100% ihrer Leistungsfähigkeit, um gemeinsam mit ihm das große Ziel der 100-Million Euro Company zu schaffen. Ihre Skills und Fähigkeiten, die sich die Unternehmer bereits im deutschen Kinderzimmer im Bereich des Online-Marketing erworben hatten, legten sie in die Waagschale, statt sich – wie die anderen – dem schnellen Geld zuzuwenden. 

Es ging dabei weniger um ein bestimmtes Produkt als um die Art und Weise, wie sich neue Online-Kunden an eine Marke binden lassen, die echte Mehrwerte schafft. Dafür nutzten die zwei ihr Talent für Markenpositionierung und entwarfen – als rechte Hand ihres anleitenden Mentors Cristian – unter anderem Geschäfts-Konzepte für ein Franchise in der Beauty-Branche, sowie erfolgreiche Startup-Projekte im Bereich Künstliche-Intelligenz, Mergers & Acquisitions, sowie Immobilien-Investments. Die Holding-Gesellschaft, an deren Gründung Janis und Marvin unter Cristian als Online-Unternehmer beteiligt waren, haben innerhalb des ersten Jahres mehr als $20M umgesetzt. Ein horrender Betrag, der zeigt, dass die Einschätzung des Mentors Cristian durchaus korrekt gewesen ist. 

Und es scheint nicht nur aus Sicht der Jungunternehmer so zu sein, dass allein die Etablierung und stete Präsenz im Online Marketing dafür sorgt, dass die Firmen wie eine Bombe ins jeweilige Geschäftsfeld einschlugen.

Alle Unternehmen sind inzwischen auf dem Weg, weiter zu expandieren und befinden sich an Standorten wie Frankfurt, Österreich und Italien, mit dem Head-Quarter in Dubai. Somit ist deutlich, dass ein solch durchschlagender Erfolg nicht auf deutsche oder europäische Marktfelder reduziert werden kann. 

Trotz ihrer eigenen Erfolge, die sie sich mit großem Einsatz erarbeitet haben, schwören die beiden nach wie vor auf die gemeinsame Vision mit Mentor Cristian, die Holding mit all ihren Projekten nun noch weiter und größer auszubauen. 

Cristian Andrei Ghenta hat sich neben seiner Tätigkeit in der Holding- Organisation in Dubai bereits weiteren Aufgaben zugewandt, nachdem er die Weichen als Online Unternehmer für die Jungprofis gestellt hatte. Als Philantrop kümmert er sich heute vor allem in Osteuropa verstärkt dem Aufbau von Schulen und gilt als großzügiger Spender für notleidende Kinder. 

„Ohne unseren Mentor und Partner Cristian wäre der ganze Erfolg niemals möglich gewesen… Als wir 2018 zu ihm gekommen sind haben wir seine Vision erkannt und waren bereit alles dafür zu geben. Gates hatte Buffet, J.J. Abrams hatte Spielberg, Zuckerberg hatte Sean Parker – Um im Business wirklich erfolgreich zu werden braucht man einen Mentor. “, so Marvin in einem kürzlichen Interview. 

Eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte, die es sich sicher weiterhin zu verfolgen lohnt. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neueste Beiträge

Charms: PopCharms in Die Höhle der Löwen Kerstin Raibold Gründerin

Handys als Fashion-Accessoire: Wie PopCharms in Die Höhle der Löwen geht

0
PopCharms verwandelt Handyhüllen mit individuell kombinierbaren Charms in persönliche Fashion-Accessoires. Gründerin Kerstin Raibold wird am 05. Oktober 2026 in der Höhle der Löwen pitchen und im Battle gegen whiffy aus Berlin antreten.