Donnerstag, April 3, 2025
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Welche Schlüsselstrategien sollten Unternehmen bei ihren Onboarding-Prozessen berücksichtigen?

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Onboarding-Prozess

Onboarding-Prozesse: Einführung neuer Teammitglieder effektiv gestalten

In der heutigen dynamischen Geschäftswelt, die von ständigen Veränderungen und wachsendem Wettbewerb geprägt ist, kommt der effektiven Einführung neuer Teammitglieder eine Schlüsselrolle zu. Ein gut durchdachter Onboarding-Prozess geht über die reine administrative Abwicklung hinaus – er ist eine strategische Investition in den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Ein solcher Prozess dient nicht nur dazu, neue Mitarbeiter willkommen zu heißen, sondern auch dazu, sie schnell und effizient in das Team zu integrieren, ihre Produktivität zu steigern und ihr Engagement für das Unternehmen zu fördern.

Ein gelungener Onboarding-Prozess trägt dazu bei, die Mitarbeiterbindung zu erhöhen, die Fluktuation zu reduzieren und das gesamte Team auf einen erfolgreichen Kurs zu bringen. Doch wie gestaltet man einen Onboarding-Prozess, der diese ehrgeizigen Ziele erreicht? In diesem Artikel werden bewährte Methoden und bewährte Strategien aufgezeigt, die dazu beitragen, dass Ihr Unternehmen von Anfang an effektiv arbeitet und dass neue Teammitglieder sich in einer Weise integrieren, die den langfristigen Erfolg des Unternehmens fördert.

Der Wert eines effektiven Onboarding-Prozesses

Ein reibungsloser Einstieg für neue Mitarbeiter ist nicht nur von Vorteil, sondern von entscheidender Bedeutung. Er sorgt dafür, dass neue Teammitglieder sich willkommen fühlen und sich schneller in die Unternehmenskultur einfügen. Ein effektiver Onboarding-Prozess kann die Fluktuation reduzieren und die Mitarbeiterbindung erhöhen. Doch wie gestaltet man einen solchen Prozess?

1. Frühzeitige Vorbereitung

Der Onboarding-Prozess beginnt bereits vor dem ersten Arbeitstag des neuen Mitarbeiters. Eine frühzeitige Vorbereitung, die das Willkommenspaket, die notwendigen Schulungsunterlagen und die Terminplanung einschließt, ist entscheidend. Dies vermittelt dem neuen Mitarbeiter von Anfang an ein positives Bild von Ihrem Unternehmen.

2. Persönliche Betreuung

Eine persönliche Begrüßung am ersten Arbeitstag ist ein wichtiger Schritt. Dies kann durch eine Willkommensrede des Geschäftsführers oder durch einen Mentor erfolgen. Diese persönliche Note trägt dazu bei, eine Verbindung herzustellen und Ängste abzubauen.

3. Strukturierte Schulung und Einführung

Ein strukturierter Schulungsplan ist ein wesentlicher Bestandteil des Onboarding-Prozesses. Neue Mitarbeiter sollten klare Erwartungen und Ziele kennenlernen und die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt bekommen, um effektiv arbeiten zu können.

4. Feedback und Anpassung

Der Onboarding-Prozess sollte nicht als einmaliger Akt betrachtet werden. Es ist wichtig, Feedback von neuen Mitarbeitern zu sammeln und den Prozess kontinuierlich zu verbessern. Dies trägt dazu bei, Schwachstellen zu identifizieren und die Effektivität des Onboardings zu steigern.

5. Integration in die Unternehmenskultur

Die Integration neuer Mitarbeiter in die Unternehmenskultur ist von zentraler Bedeutung. Dies kann durch soziale Aktivitäten, Teambuilding-Übungen und die Schaffung eines inklusiven Umfelds erreicht werden.

6. Digitalisierung und Technologieintegration

In der heutigen digitalisierten Welt ist es entscheidend, den Onboarding-Prozess mithilfe von Technologie zu optimieren. Die Erstellung von digitalen Onboarding-Plattformen, die es neuen Mitarbeitern ermöglichen, Schulungsmaterialien online abzurufen und elektronische Formulare auszufüllen, kann den Prozess effizienter und benutzerfreundlicher gestalten. Darüber hinaus können digitale Tools dazu beitragen, den Fortschritt zu verfolgen und sicherzustellen, dass keine wichtigen Schritte übersehen werden.

7. Kulturelle Sensibilität und Diversität fördern

In einer globalisierten Arbeitswelt ist die Förderung von kultureller Sensibilität und Diversität von entscheidender Bedeutung. Ein effektiver Onboarding-Prozess sollte sicherstellen, dass neue Mitarbeiter sich in einer inklusiven Umgebung willkommen fühlen. Schulungen zu kulturellen Unterschieden und die Betonung von Diversität können dazu beitragen, ein offenes und integratives Arbeitsumfeld zu schaffen.

8. Mentoring und Unterstützungsnetzwerke etablieren

Das Zuweisen von Mentoren oder die Schaffung von Unterstützungsnetzwerken für neue Mitarbeiter kann den Onboarding-Prozess erheblich verbessern. Diese erfahrenen Kollegen können Fragen beantworten, Orientierung bieten und einen wertvollen Einblick in die Unternehmenskultur und -dynamik geben. Dies kann dazu beitragen, das Vertrauen und die Produktivität der neuen Mitarbeiter zu steigern.

9. Leistungsüberprüfung und Feedbackmechanismen

Ein effektiver Onboarding-Prozess sollte über eine klare Leistungsüberprüfung verfügen. Dies ermöglicht es, den Fortschritt der neuen Mitarbeiter zu bewerten und sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben. Regelmäßige Feedbackmechanismen sollten ebenfalls implementiert werden, um Rückmeldungen von neuen Mitarbeitern zu sammeln und den Prozess kontinuierlich zu verbessern.

10. Flexibilität und Individualisierung

Jeder neue Mitarbeiter ist einzigartig, und daher sollte der Onboarding-Prozess flexibel und anpassungsfähig sein. Die Bedürfnisse und Lernstile können variieren, daher ist es wichtig, den Prozess so zu gestalten, dass er auf die individuellen Anforderungen jedes neuen Teammitglieds eingeht. Dies kann durch die Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen, Schulungen oder Unterstützung erreicht werden.

11. Langfristige Bindung und Weiterentwicklung

Ein erfolgreicher Onboarding-Prozess endet nicht mit dem ersten Arbeitstag, sondern geht nahtlos in die langfristige Bindung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter über. Unternehmen sollten Programme und Strategien entwickeln, um das Wachstum und die Karriereentwicklung ihrer Teammitglieder zu fördern. Dies kann dazu beitragen, talentierte Mitarbeiter zu halten und sie zu wertvollen Vermögenswerten für das Unternehmen zu machen.

Insgesamt ist ein gut durchdachter Onboarding-Prozess nicht nur ein Mittel zur Integration neuer Mitarbeiter, sondern auch ein Schlüssel zur Maximierung ihres Potenzials und ihres langfristigen Engagements im Unternehmen. Die Implementierung dieser zusätzlichen Punkte in den Onboarding-Prozess kann dazu beitragen, dass neue Mitarbeiter sich schneller einleben, produktiver sind und zu einer positiven Unternehmenskultur beitragen.

Onboarding als Schlüssel zur langfristigen Erfolgsgeschichte

Ein effektiver Onboarding-Prozess ist weit mehr als nur eine administrative Aufgabe – er ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration neuer Teammitglieder und zur Gestaltung einer positiven, produktiven und nachhaltigen Arbeitsumgebung. In einer sich ständig verändernden Geschäftswelt, die von Digitalisierung, Vielfalt und globalen Herausforderungen geprägt ist, gewinnt das Onboarding immer mehr an Bedeutung.

Die in diesem Artikel aufgezeigten Punkte unterstreichen die Vielfalt und die wachsenden Anforderungen des modernen Onboardings. Die Digitalisierung ermöglicht einen reibungslosen und benutzerfreundlichen Prozess, kulturelle Sensibilität fördert ein inklusives Arbeitsumfeld, Mentoren und Unterstützungsnetzwerke bieten wertvolle Unterstützung, Leistungsüberprüfung und Feedbackmechanismen gewährleisten eine effiziente Entwicklung, Individualisierung und Flexibilität berücksichtigen die Vielfalt der Mitarbeiter, und die Betonung der langfristigen Bindung und Weiterentwicklung sorgt für die nachhaltige Entwicklung von Talenten.

Ein erfolgreich gestalteter Onboarding-Prozess ist nicht nur ein Mittel zur Einarbeitung von Mitarbeitern. Sondern auch zur Sicherung von Talenten und zur Förderung der Unternehmenskultur. Durch die Implementierung dieser zusätzlichen Elemente können Unternehmen sicherstellen, dass ihre neuen Mitarbeiter nicht nur willkommen geheißen, sondern auch in die Wachstums- und Erfolgsgeschichte des Unternehmens integriert werden. Ein solcher Ansatz zahlt sich langfristig aus, indem er die Mitarbeiterbindung stärkt, die Produktivität steigert. Und eine positive und effiziente Arbeitsumgebung schafft, die für alle von Vorteil ist.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Pixel-Shot

Lerne, Nein zu sagen

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UpVisit macht physische Orte interaktiv erlebbar

Stellen Sie sich und das Start-up UpVisit doch kurz unseren Lesern vor!

Sehr gern! Mein Name ist Katharina Aguilar, Mitgründer*in und CEO von UpVisit, der ersten App für neue „phygitale” Erlebnisse. Mit UpVisit wollen wir mit meinen Mitgründer*innen Alicia Sophia Hinon (Co-CEO) und Baver Acu (CTO) und dem gesamten Team wieder mehr Leben in unsere Innenstädte bringen.

UpVisit ist die einzige Plattform, die es analogen Orten (sogenannten “Places”) – Museen, Shops, Märkten, Showrooms sowie Messen und vielen weiteren – ermöglicht, unabhängig von Größe, Kapazität und Budget ein maßgeschneidertes digitales und immersives Erlebnis zu entwickeln und ihre Präsenz off- und online zu erweitern. Ziel ist es, die Leute wieder aus ihren Wohnungen und in die Städte zu locken. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Wir reden immer mehr über Smart Cities, schaffen es aber nicht, die Angebote zu entwickeln, um Menschen in die Städte zu ziehen oder dort zu halten. Bereits jetzt finden 60 % aller Interaktionen online statt, und dieser Trend nimmt stetig zu. Die Konsequenz: Physische Orte fallen in der digitalen Welt zurück. Wir haben UpVisit gegründet, um dieser dramatischen Entwicklung entgegenzuwirken.

Unserer Meinung nach sind Physische Orte die Quelle für eindrucksvolle Lebenserfahrungen, die die rein virtuelle Welt nicht bieten kann. Heute haben Betreiber*innen den Bedarf zur Digitalisierung erkannt und schreiben jährlich tausende Apps aus. Wollen Orte nicht nur in einer digitalen Karte erscheinen oder alleinstehende Displays installieren, sondern spannende, multimediale Customer Journeys anbieten, bleibt ihnen heute nur die Eigenentwicklung oder der Gang zu Agenturen – beides enorm teuer und zeitintensiv. Mit der UpVisit-Technologie, die auf QR-Codes und einem KI-gesteuerten CMS basiert, können sie rund 90 % an Kosten und Aufwand einsparen. 

Was war bei der Gründung von UpVisit die größte Herausforderung?

Mit unserem derzeitigen Team haben wir bereits Großes erreicht: ein marktnahes Produkt, das bei den Kunden sehr gut ankommt. Dennoch, eine gute Finanzierungsrunde auf die Beine zu stellen, ist eine andere Geschichte.

Angesichts des derzeitigen wirtschaftlichen Klimas und des risikoscheuen Umfelds müssen wir uns außerordentlich bemühen, um die richtigen Leute zu finden, die in Lösungen wie unsere investieren. Wir erfahren auch, dass wir als weibliches Gründerteam in einer tendenziell von Männern dominierten Investmentwelt doppelt herausgefordert sind. 

Dennoch bleiben wir entschlossen und zuversichtlich, dass unsere Lösung den Nutzer*innen in vielen Bereichen neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen kann. Unser Team und unsere Vision sind unsere größten Trümpfe.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut! Beim Gründen muss man sich im Klaren darüber sein, dass man auf Sicht fährt und nicht alles von Anfang an perfekt sein wird. Diese Entwicklung sollte man nicht als unangenehm empfinden, sondern als eine natürliche Phase des Unternehmertums. 

Wir arbeiten sehr eng mit unseren Kunden zusammen, um die App und das CMS kontinuierlich zu verbessern. Wir sind bestrebt, unsere Lösungen so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen, um wertvolles Feedback zu erhalten. Bei unseren Demo-Terminen verlieben wir uns immer wieder aufs Neue in unser Produkt und sehen genau darin eine spannende Reise zur kontinuierlichen Verbesserung.

Welche Vision steckt hinter UpVisit?

Wir haben eine ganz klare Vision: Wir sehen die Verflechtung von digitaler und realer Welt als Schlüssel, um neue, unterhaltsame und immersive Erlebnisse zu schaffen. Der Schritt ins digitale Zeitalter darf dabei nicht länger eine teure und komplexe Hürde sein.

Wer ist die Zielgruppe von UpVisit?

Ob Museen, Geschäfte, Einkaufszentren, Showrooms, Erlebnisorte oder Städte – UpVisit kann für jedes stationäre Geschäft eingesetzt werden. Diese Places, wie wir sie nennen, leben von Menschen und Interaktionen. Das Problem ist, dass die Kund*innen sich immer mehr auf die Technologie verlassen statt auf echte Verbindungen. Deshalb wollen wir den Places helfen, digitale und immersive Erlebnisse in ihre Läden zu integrieren, um die Menschen wieder zurückzuholen. Wir arbeiten bereits mit vielen Geschäften und Kultureinrichtungen rund um Stuttgart zusammen, wie z.B. vomFASS, Kulturinsel oder Messe Stuttgart. Sie alle haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, mehr Kunden zu binden und die Sichtbarkeit zu unterstützen.

Wie funktioniert UpVisit? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Plattform hat zwei Ebenen: Die Betreiberseite und die B2C-Ansicht.  

Betreiber*innen können innerhalb weniger Tage eine personalisierte und multidimensionale Customer Journey mit Spielen, Bildern, Videos, Indoor Navigation, Audiodateien oder 3D-Grundrissen einfach per Drag-und-Drop erstellen. Außerdem steht ihnen UpVisit bei der Erstellung von Inhalten und Materialien mit integrierter KI zur Seite. Dadurch beobachten die Geschäfte eine erhöhte Kundenzufriedenheit und -aktivierung: Besucher*innen bleiben länger vor Ort, erhöhen ihren Warenkorb und kommen eher zurück oder betreiben positive Mundpropaganda. Aufgrund dieser Faktoren, sowohl auf individueller Ebene als auch im gesamten Ökosystem, steigen die Sichtbarkeit und der Umsatz. 

Für Nutzer*innen lassen sich schnell spannende Places in der Nähe finden und als Favoriten speichern. Beim Besuch des Ortes können Nutzer*innen durch einige gut platzierte QR-Codes auf multimediale und mehrsprachige Informationen zurückgreifen: von Speaker Line-ups auf Messen, Aromaprofilen im Weinladen, Challenges und Touren auf Messen, Navigation oder Audiodateien im Museum. Damit unterscheidet sich UpVisit deutlich von anderen Apps, wie zum Beispiel Google Maps: Orte können nicht nur gefunden, sondern mit derselben App auch vor Ort interaktiv erlebt werden. 

UpVisit wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Weg ist klar, und das Potenzial ist riesig: Drei von vier analogen Orten planen, in den nächsten fünf Jahren ein digitales Erlebnis anzubieten. In dieser Zeit können wir rund 30.000 Places in die App integrieren und einen Umsatz von 120 Millionen Euro generieren. Um uns dafür aufzustellen, befinden wir uns heute in einer Seed-Runde über die Crowdfunding-Plattform Companisto (dort läuft die Kampagne noch bis Mitte November und wir freuen uns über jede neue Beteiligung). 

Seit März 2023 haben wir bereits eine Kundenzufriedenheit von 100 % (in Befragungen vor Ort) erreicht und konnten in weniger als einem Jahr rund 60 Places – von Berlin über Stuttgart bis Mallorca – onboarden. Das macht uns unheimlich stolz und gibt uns die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein. In der Tat wachsen wir ständig und verbessern unsere Features, zuletzt bereits mit der Erstellung von KI-Bildern und -Audiomaterial. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ein schlechtes Feedback ist viel hilfreicher als ein gutes. Aber bitte nicht persönlich nehmen. Offen annehmen und damit weiter arbeiten. 

Only quality people: die menschliche Qualität über alles stellen – beim Team, bei Kunden und bei Investoren. Entscheide nach der menschlichen Qualität und nicht ausschließlich nach dem Skill-Set, ob du mit jemandem den Weg gehen willst.

Lerne, Nein zu sagen.

Wir bedanken uns bei Katharina Aguilar für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Welche steuerlichen Fallstricke sollten Start-ups unbedingt vermeiden?

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Steuerliche Herausforderungen können für Start-up-Gründer oft überwältigend sein, doch mit dem richtigen Wissen und Vorbereitung werden sie zu handhabbaren Aufgaben, die den Weg zum Unternehmenserfolg ebnen.

Jeder, der den Schritt in die Selbstständigkeit wagt und ein Start-up gründet, betritt nicht nur die Welt der Innovation und des Unternehmertums, sondern auch das komplexe Terrain des deutschen Steuersystems. Während die Visionen und Geschäftsideen junger Gründer oft grenzenlos sind, setzt das Steuerrecht klare Rahmenbedingungen. Diese zu übersehen oder zu missachten, kann schnell zu unerwarteten finanziellen Belastungen führen. Daher ist es von zentraler Bedeutung, sich frühzeitig mit den steuerlichen Anforderungen und Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Ein fundiertes Verständnis der steuerlichen Grundlagen ist nicht nur eine Pflicht, sondern kann auch zu einem entscheidenden Vorteil werden, der es ermöglicht, Ressourcen effizient zu nutzen und finanzielle Fallstricke zu vermeiden. In diesem Beitrag beleuchten wir die Schlüsselaspekte, die jeder Start-up-Gründer in Bezug auf Steuern kennen sollte.

1. Wahl der Rechtsform

Die Wahl der Rechtsform hat erhebliche steuerliche Auswirkungen. Ob Einzelunternehmen, GbR, UG oder GmbH – jede Form hat ihre eigenen steuerlichen Vorteile und Pflichten. Es ist wichtig, sich über die steuerlichen Implikationen jeder Rechtsform im Klaren zu sein, bevor man eine Entscheidung trifft.

2. Umsatzsteuer und Vorsteuer

Start-ups müssen sich mit dem Umsatzsteuergesetz auseinandersetzen. Dies beinhaltet das Verständnis von Vorsteuerabzug, Kleinunternehmerregelung und den korrekten Umsatzsteuersätzen für angebotene Produkte oder Dienstleistungen.

3. Betriebsausgaben und Abschreibungen

Nicht alle Ausgaben, die ein Start-up tätigt, können steuerlich geltend gemacht werden. Es ist wichtig zu wissen, welche Ausgaben als Betriebsausgaben abzugsfähig sind und wie Abschreibungen, insbesondere für Anlagevermögen, korrekt vorgenommen werden.

4. Lohnsteuer und Sozialabgaben

Wenn ein Start-up Mitarbeiter einstellt, kommen Lohnsteuer und Sozialabgaben ins Spiel. Gründer müssen sicherstellen, dass sie alle relevanten Abgaben korrekt berechnen und fristgerecht abführen.

5. Steuerliche Fördermöglichkeiten

Es gibt zahlreiche steuerliche Fördermöglichkeiten und Vergünstigungen für Start-ups, von Forschungszulagen bis hin zu Investitionsabzugsbeträgen. Es lohnt sich, diese Möglichkeiten zu erkunden und zu nutzen.

6. Jahresabschluss und Steuererklärung

Jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, muss einen Jahresabschluss erstellen und eine Steuererklärung abgeben. Dies kann komplex sein, und viele Start-ups ziehen es vor, hierfür einen Steuerberater zu konsultieren.

7. Gewerbesteuer und Freibeträge

Jedes gewerbliche Unternehmen in Deutschland ist grundsätzlich gewerbesteuerpflichtig. Für Start-ups ist es wichtig zu wissen, dass ein jährlicher Freibetrag von 24.500 Euro für Einzelunternehmen und Personengesellschaften gilt. Dies bedeutet, dass Gewinne bis zu diesem Betrag von der Gewerbesteuer befreit sind. Es ist jedoch zu beachten, dass die Gewerbesteuer je nach Gemeinde variieren kann.

8. Verlustvortrag nutzen

Viele Start-ups generieren in den ersten Jahren Verluste. Diese können steuerlich geltend gemacht und mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden. Der sogenannte Verlustvortrag kann somit zu erheblichen Steuerersparnissen in den Folgejahren führen, wenn das Unternehmen profitabel wird.

9. Umgang mit Investoren und Beteiligungen

Wenn Investoren ins Spiel kommen, gibt es steuerliche Aspekte zu beachten, insbesondere in Bezug auf Beteiligungsverkäufe und Kapitalerhöhungen. Es ist wichtig, steuerliche Auswirkungen im Voraus zu klären, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

10. Elektronische Buchführung und GoBD

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) setzen Standards für die elektronische Buchführung. Start-ups sollten sicherstellen, dass ihre Buchhaltungssysteme diesen Anforderungen entsprechen.

11. Internationale Steueraspekte

Für Start-ups, die grenzüberschreitend tätig sind oder es planen, sind internationale Steuerregelungen relevant. Doppelbesteuerungsabkommen, Umsatzsteuer im Ausland und Transferpreise sind nur einige der Themen, die beachtet werden sollten.

12. Steuerberater als Partner

Obwohl es wichtig ist, grundlegende steuerliche Kenntnisse zu haben, kann die Komplexität des Steuersystems überwältigend sein. Ein erfahrener Steuerberater kann nicht nur bei der Einhaltung aller Vorschriften helfen, sondern auch wertvolle steuerliche Einsparungsmöglichkeiten aufzeigen.

Das Navigieren durch das deutsche Steuersystem kann für Start-up-Gründer eine gewaltige Herausforderung darstellen. Es ist ein komplexes Geflecht aus Gesetzen, Regelungen und Ausnahmen, das ständigem Wandel unterliegt. Doch trotz dieser Komplexität bietet es auch Chancen: Steuerliche Vergünstigungen, Freibeträge und Fördermöglichkeiten können, wenn sie richtig genutzt werden, erheblich zum finanziellen Erfolg eines jungen Unternehmens beitragen.

Für Start-up-Gründer ist es daher unerlässlich, sich nicht nur auf Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb zu konzentrieren, sondern auch ein fundiertes Verständnis für steuerliche Aspekte zu entwickeln. Dies schützt nicht nur vor unerwarteten finanziellen Belastungen, sondern kann auch dazu beitragen, das volle Potenzial des Unternehmens auszuschöpfen.

Doch bei all den Details und Feinheiten sollte man nie vergessen: Ein guter Steuerberater kann ein unschätzbarer Partner auf diesem Weg sein. Er oder sie kann nicht nur bei der Einhaltung aller Vorschriften unterstützen, sondern auch proaktiv Möglichkeiten zur Steueroptimierung aufzeigen. In einem dynamischen und oft unsicheren Umfeld wie dem eines Start-ups kann dies den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Ralf Geithe

Ruhe bewahren

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theyo

Theyo setzt sich für nachhaltigen und bewussten Schokoladengenuss ein und präsentiert einen Neuzugang: Das DIY Schoko Tasting

Stellen Sie sich und das Startup Theyo doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von Theyo sind ein Team von Schoko-Fans der ersten Stunde. Gemeinsam mit Madita Best habe ich Theyo mit dem Ziel gegründet, Menschen für einen bewussten Schokoladengenuss zu inspirieren.

Als Team haben wir das Ziel, die Schokoladenwelt ein Stückchen fairer, nachhaltiger und solidarischer zu machen. Diese Idee geht für uns Hand in Hand mit einem Wandel von der Masse zu Klasse. Vom Essen zum Genuss. Von Industrie-Schokolade zur nachhaltiger und fair produzierter Bean-to-Bar-Schokolade.

Wir vertreiben nicht nur die leckersten Schoko-Produkte, wir sind auch davon überzeugt, dass sie leckerer werden, je mehr man über sie erfahrt. Daher bieten wir als zertifizierte Schoko-Expert:innen Tastings an – insbesondere für Firmenkund:innen als Teamevents!

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich persönlich hatte schon zu Schulzeiten Wunsch, mal etwas von Grund auf neu aufzubauen. Wo ich zu 100% hinter stehen kann. Gleichzeitig war ich mich auch immer bewusst, dass ich nie etwas alleine gründen wollen würde. Als mir meine jetzige Mitgründerin vor ein paar Jahren dann von der Idee berichtete, im Schokoladenbereich etwas Neues gründen zu wollen, war ich sofort Feuer und Flamme. Nicht zuletzt, weil ich schon immer verrückt nach Schokolade war!

Was war bei der Gründung von Theyo die größte Herausforderung?

Am Anfang war eine der größten Herausforderungen sicherlich, sich nicht direkt am Anfang entmutigen zu lassen. Im ersten Jahr waren wir auf diversen Wochen- und Weihnachtsmärkten mit einem Stand präsent & haben manchmal nur ein paar unserer Schoko-Boxen verkaufen können. Wir haben, denke ich, relativ früh gelernt, Ruhe und einen langen Atem zu bewahren und als Gründerteam einander immer wieder aufs Neue zu motivieren.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, auf jeden Fall. Feedback ist unbezahlbar. Wir haben zum Beispiel Produkte zunächst auf dem Markt getestet und ehrliches Feedback erhalten, bevor wir sie in den Shop genommen haben. Dieses Feedback ist oft viel wertvoller als jede noch so gründliche interne Planung. Fehler sind ein natürlicher und oft notwendiger Bestandteil des Lernprozesses. Wenn man akzeptiert, dass nicht alles von Anfang an perfekt sein wird, ist man oft besser darauf vorbereitet, aus Fehlern zu lernen und sich anzupassen.

Welche Vision steckt hinter Theyo?

Bei Theyo streben wir danach, die Welt der Schokolade gerechter, nachhaltiger und solidarischer zu gestalten. Wir möchten Menschen für den Genuss von hochwertigen und nachhaltigen Schokoladenprodukten begeistern. Denn jede Tafel erzählt ihre einzigartige Geschichte – von der nachhaltigen Kultivierung der Kakaobohnen bis zur liebevollen Verarbeitung. Es ist an der Zeit, Schokolade nicht nur als Süßigkeit, sondern als ein wahres Genusserlebnis zu erkennen!

Wer ist die Zielgruppe von Theyo?

Unsere Zielgruppe sind zum einen Firmen, wie Konzerne, NGOs, Start-ups etc., die mit unserem Schoko-Tasting für ein köstliches, achtsames und sehr verbindenden Teamevent sorgen oder auf der Suche nach Geschenken für ihre Mitarbeitenden oder Firmenkund:innen sind. Wir bieten für unsere B2B-Kund:innen eine Bandbreite an personalisierten Schoko-Produkten, die sehr köstlich sind und zugleich Social Impact schaffen.

In unserem Online-Shop bieten wir für unsere B2C-Kund:innen eine Auswahl an sehr köstlichen und fair produzierten Schoko-Produkten an: Neben Ursprungsschokoladen aus aller Welt, Trinkschokoladen, zeremoniellen Kakao, karamellisierten Kakaobohnen, Kakaonibs und Kakaoschalentee bieten wir auch Geschenksets und unser bekanntes Schoko-Abo für alle Schoko-Liebhaber:innen an.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir legen großen Wert auf die Qualität und den Genuss des Schoko-Produktes. Im Gegensatz zu einem reinen Vertrieb bzw. klassischen Online-Shop liegt bei uns das Schaffen von Erfahrungen im Vordergrund: sei es als eine von uns geführte Verkostung oder eine Achtsamkeits-Box mit eingesprochenen Schokoladen-Meditationen: Wir möchten Menschen dazu inspirieren, Schokolade völlig neu für sich zu entdecken und letztendlich als Genussprodukt verstehen zu lernen.

Theyo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir gehen davon aus, dass die “Bean-to-Bar”-Bewegung in den kommenden Jahren in Deutschland (endlich!) ankommt. In England gibt es beispielsweise schon jetzt eine Szene von “Craft Chocolate Maker”, die Schokolade mit viel Hingabe komplett in Eigenregie herstellen, d.h. auch die rohen Kakaobohnen selbst beziehen.

Dies ist eine vergleichbare Entwicklung zu den aufstrebenden “Specialty Coffee”-Röstereien: Beide setzen auf handwerkliche Herstellung, lokale Beschaffung von Rohstoffen und ein tieferes Verständnis für die Aromen und Nuancen der Ausgangsprodukte. Dieser Fokus auf Qualität und Handwerkskunst schafft nicht nur einzigartige Produkte, sondern unterstützt auch nachhaltige Praktiken und fairen Handel!

Wir bei Theyo werden hier Vorreiter sein und diesen Weg (mit-)ebnen für die Schokoladenwelt!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Anschließend zu den oben erwähnten Herausforderungen: Ruhe bewahren und sich nicht von frühen Rückschlägen unterkriegen lassen.

Außerdem den Fokus bewahren: oft tendiert man dazu, sich zu viel vorzunehmen, weil sich eine Vielzahl von Projekten vielversprechend anhört, die man gerade umsetzen könnte. Auch wenn es oft schwerfällt: Es ist wichtiger, weniger Projekte richtig umzusetzen, statt am Ende keine der vielen geplanten Unternehmungen zu Ende zu bringen

Früh genug verschiedene Pläne in der Schublade zu haben. Der Vorteil eines Start-ups liegt gerade darin, schnell auf sich verändere Rahmenbedingungen reagieren zu können und wenn nötig manchmal sein ganzes Geschäftsmodell in kürzester Zeit neu auszurichten.

Wir bedanken uns bei Moritz kleine Bornhorst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Das Wichtigste ist es, das eigene Warum zu finden

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HerbiBox vegane Kochbox

HerbiBox vegane Kochbox einfach und bequem, leckere, gesunde Gerichte zubereiten

Stellen Sie sich und das Startup HerbiBox doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Cara, die Gründerin von HerbiBox. Ich lebe seit 8 Jahren vegan und habe in der Zeit von vielen Menschen in meinem Umfeld gehört, dass sie ebenfalls Lust hätten, sich mit einer pflanzlichen Ernährungsweise auseinander zu setzen, aber nicht so richtig wissen, wo sie anfangen sollen. Daher habe ich beschlossen, genau für diese Menschen eine perfekte Lösung zu schaffen: HerbiBox ist eine komplett vegane Kochbox. Das bedeutet, alle Zutaten für simple, leckere Gerichte werden genau in der richtigen Menge nach Hause geliefert, samt passender Rezeptkarten, und das Ganze auch noch in nachhaltiger Verpackung und mit emissionsfreier Lieferung. Mit HerbiBox wollen wir nicht nur einen einfachen Einstieg in eine pflanzliche Ernährung bieten, sondern setzen auch auf einen nachhaltigen, vollwertigen Ansatz. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte schon mit 20 das Bedürfnis, etwas Eigenes zu kreieren und hatte keine Lust, den „gängigen Weg“ mit Schule, Studium und Vollzeitjob zu gehen. Ich habe verschiedene Dinge im selbstständigen Bereich ausprobiert, bis dann die Idee der HerbiBox kam, die mich so begeistert und gefesselt hat, dass ich mich getraut habe, das Projekt zu starten, trotz möglicher, großer Herausforderungen.

Was war bei der Gründung von HerbiBox die größte Herausforderung?

Es gab und gibt jeden Tag Herausforderungen, sodass es schwer ist, die „größte“ heraus zu kristallisieren. Was auf jeden Fall eher unerwartet kam, ist das Problem mit der Verpackung. Nicht nur ist es sehr komplex, eine nachhaltige Möglichkeit zu finden, es kommt natürlich noch der Preis hinzu und die Tatsache, dass Lebensmittel darin geliefert werden. Wir sind hier mit unserer aktuellen Entscheidung – Verpackung aus Holzfaserresten – auch noch nicht zu hundert Prozent zufrieden, sondern würden gerne ein Mehrwegsystem integrieren, welches natürlich immer nachhaltiger ist als Einwegverpackungen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man kann nicht nur, man sollte sogar. Ich glaube, wenn jede Person mit ihrer Idee so lange gewartet hätte, bis sie perfekt ist, dann hätten wir heute deutlich weniger Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung. Das meiste kommt eh im Prozess und mal ehrlich – wer oder was ist schon perfekt?

Welche Vision steckt hinter HerbiBox?

HerbiBox hat die Vision, eine vegane Welt zu kreieren, in der wir gut zu uns, zu den Tieren und zum Planeten sind. 

Wer ist die Zielgruppe von HerbiBox?

HerbiBox richtet sich vor allem an Familien, die im Alltag wenig Zeit haben, gesund, lecker und ausgewogen zu kochen, denen diese Aspekte aber wichtig sind. Zwar ist HerbiBox vor allem dafür entwickelt worden, Menschen den Einstieg in eine pflanzliche Ernährung zu bieten, aber natürlich können auch bereits vegan lebende Menschen von der Idee profitieren, da der Einkauf und die Ideenfindung für Rezepte wegfällt. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit HerbiBox denken wir das Prinzip Kochbox neu. Der ganzheitlich nachhaltige und gesunde Ansatz hebt uns von unserer Konkurrenz ab und es geht darum, ein veganes Erlebnis zu bieten und Menschen auf dem Weg in eine rein pflanzliche Ernährung richtig an die Hand zu nehmen. 

HerbiBox, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Da wir aktuell nur in Berlin verkaufen, ist das Hauptziel der nächsten fünf Jahre, in weitere Städte zu expandieren und HerbiBox für alle Haushalte zugänglich zu machen – natürlich immer mit den Nachhaltigkeitswerten im Hinterkopf. HerbiBox soll das Erste sein, woran eine Person denkt, wenn sie sich dazu entscheidet, pflanzliche Gerichte in den Alltag zu integrieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist es, das eigene Warum zu finden. Wenn man ohne einen emotionalen Hintergrund ein Start-up gründet, wird man vermutlich nicht lange dabei bleiben, da die Hürden und Hindernisse zu groß sind und die Motivation ohne ein Warum schnell verloren gehen kann. Auch sehr wichtig ist es, mit der Idee rauszugehen und diese zu validieren. Wenn man nie darüber spricht, kann man auch keine Rückmeldung zur Idee erhalten und weiß letztendlich nicht, ob es für das Produkt oder die Dienstleistung überhaupt einen Markt gibt. Und zu guter Letzt ist auch ein Netzwerk sehr sehr wichtig. Start-up-Events, Accelerator-Programme oder Inkubatoren können hier helfen, sich mit den richtigen Menschen zu vernetzen und einen ersten Weg in die Start-up-Welt zu finden. 

Wir bedanken uns bei Cara Drummond für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie navigiert man sein Start-up erfolgreich durch Krisenzeiten?

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krisenmanagement

Krisenmanagement ist in der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt ein unverzichtbares Instrument, um unvorhersehbare Herausforderungen effektiv zu bewältigen und den Fortbestand eines Unternehmens zu sichern.

In der dynamischen Welt der Start-ups sind Unsicherheit und Volatilität oft die einzigen Konstanten. Während der Anfangseuphorie, wenn innovative Ideen auf den Markt gebracht werden, können unerwartete Herausforderungen und Stolpersteine den Fortschritt eines jungen Unternehmens schnell ins Stocken bringen. Krisen, ob durch externe Faktoren wie wirtschaftliche Abschwünge und Marktveränderungen oder durch interne Probleme wie Teamkonflikte und finanzielle Engpässe verursacht, können den Traum eines jeden Gründers bedrohen.

Doch in solchen Momenten zeigt sich die wahre Stärke eines Unternehmers. Die Fähigkeit, in schwierigen Zeiten ruhig zu bleiben, strategisch zu denken und das Schiff sicher durch stürmische Gewässer zu steuern, kann den Unterschied zwischen dem langfristigen Erfolg und dem vorzeitigen Ende eines Start-ups ausmachen. In diesem Beitrag werden wir uns damit befassen, wie man sein Start-up in solchen kritischen Phasen effektiv navigiert und gestärkt aus Krisen hervorgeht.

1. Frühwarnsysteme etablieren

Bevor eine Krise zuschlägt, sollte jedes Start-up Mechanismen haben, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Dies kann durch regelmäßige Marktanalysen, Kundenfeedback-Schleifen und interne Überprüfungen erreicht werden.

2. Flexibilität bewahren

Start-ups haben oft den Vorteil, agiler zu sein als etablierte Unternehmen. Nutzen Sie diese Flexibilität, um schnell auf Veränderungen zu reagieren, sei es durch Anpassung des Geschäftsmodells oder durch Erschließung neuer Märkte.

3. Kommunikation ist der Schlüssel

In Krisenzeiten ist klare und ehrliche Kommunikation unerlässlich. Dies gilt sowohl für interne Teams als auch für Kunden und Investoren. Halten Sie alle Stakeholder regelmäßig über die Situation und die geplanten Maßnahmen informiert.

4. Finanzen im Blick behalten

Liquidität ist in Krisenzeiten oft das größte Problem für Start-ups. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Finanzen, reduzieren Sie unnötige Ausgaben und suchen Sie nach Möglichkeiten, zusätzliches Kapital zu beschaffen, sei es durch Investoren, Kredite oder staatliche Förderprogramme.

5. Teamzusammenhalt stärken

Krisen können demoralisierend sein. Es ist wichtig, das Team zusammenzuhalten, den Zusammenhalt zu stärken und eine positive Unternehmenskultur zu fördern. Dies kann durch regelmäßige Check-ins, Teambuilding-Aktivitäten oder einfach durch offene Gespräche erreicht werden.

6. Externe Beratung in Erwägung ziehen

Manchmal kann ein externer Blickwinkel helfen, Lösungen für interne Probleme zu finden. Überlegen Sie, ob es sinnvoll ist, einen Berater oder Mentor hinzuzuziehen, der Erfahrung im Krisenmanagement hat.

7. Lernen aus Fehlern

Jede Krise bietet auch eine Lernmöglichkeit. Analysieren Sie, was schief gelaufen ist, und entwickeln Sie Strategien, um ähnliche Fehler in der Zukunft zu vermeiden. Ein postmortales Meeting nach einer Krise kann hierbei sehr aufschlussreich sein.

8. Kundenbeziehungen pflegen

In schwierigen Zeiten ist es wichtig, die Beziehungen zu Ihren Kunden zu stärken. Seien Sie transparent über die Herausforderungen, denen Sie gegenüberstehen, und zeigen Sie, dass Sie alles daran setzen, Ihre Dienstleistungen oder Produkte weiterhin auf hohem Niveau anzubieten.

9. Technologie als Unterstützung

Nutzen Sie moderne Technologien und Tools, um Ihr Unternehmen effizienter zu gestalten. Automatisierung, künstliche Intelligenz oder Datenanalyse können helfen, Prozesse zu optimieren und Kosten zu reduzieren.

10. Netzwerk nutzen

In Krisenzeiten kann Ihr professionelles Netzwerk zu einer wertvollen Ressource werden. Andere Unternehmer, Berater oder Branchenexperten können wertvolle Ratschläge und Unterstützung bieten.

11. Resilienz aufbauen

Resilienz, die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen, ist für Start-up-Gründer von entscheidender Bedeutung. Dies kann durch regelmäßige Weiterbildung, Mentoring und auch durch Achtsamkeitspraktiken gefördert werden.

12. Langfristige Vision beibehalten

Trotz kurzfristiger Herausforderungen ist es wichtig, die langfristige Vision und Mission Ihres Start-ups nicht aus den Augen zu verlieren. Dies gibt Ihnen und Ihrem Team eine klare Richtung und Motivation, auch in schwierigen Zeiten weiterzumachen.

In der schnelllebigen und oft unberechenbaren Welt der Start-ups sind Krisen nicht nur unvermeidlich, sondern oft auch Wendepunkte, die den Charakter und die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens definieren. Ein effektives Krisenmanagement geht über schnelle Lösungen und kurzfristige Strategien hinaus. Es erfordert eine tiefe Reflexion, eine proaktive Haltung und die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und sich ständig weiterzuentwickeln.

Die oben genannten Punkte bieten nicht nur Lösungen für aktuelle Herausforderungen, sondern auch Wege, um zukünftige Krisen besser zu bewältigen. Es ist die Kombination aus Vorbereitung, Flexibilität, Lernbereitschaft und der unerschütterlichen Fokussierung auf die langfristige Vision, die Start-ups ermöglicht, selbst in den stürmischsten Zeiten zu gedeihen.

In einer Krise zeigt sich nicht nur die Stärke der Führung, sondern auch die Kultur und die Werte eines Unternehmens. Start-ups, die diese Prinzipien verinnerlichen und in ihre DNA integrieren, sind besser gerüstet, um nicht nur zu überleben, sondern auch gestärkt und mit neuer Energie aus jeder Herausforderung hervorzugehen.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – rangizzz

Bodyshaping leicht gemacht

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CryoShapewear

Mit SlimCOOL CryoShapewear in die Festagssaison starten

Die Partysaison mit Weihnachtsfeiern, Adventscocktails und Silvester-Events steht vor der Tür! Passt nach den Corona-Jahren das gewünschte Outfit noch? SlimCOOL die CryoShapewear ebnet den Weg zur schlanken Silhouette – auf die denkbar einfachste Art und Weise. Denn sie kühlt unliebsames Fett einfach weg.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kälte beim Abnehmen hilft. Deswegen sind beispielsweise Kältekammern und auch Kryotherapie so effektiv. Allerdings sind beide Methoden unangenehm, aufwändig und teuer. Genau da setzt die SlimCOOL Cryo-Shapewear an: Statt schmerzhaften und anstrengenden Behandlungen, umfasst die SlimCOOL Kollektion kühlende Shapewear, wie T-Shirt, Halstuch, ShapeBelt oder ShapePants, die störende Fettpölsterchen auf angenehme Art und Weise entfernen. So kann man quasi ganz nebenbei an der Bikinifigur arbeiten. Im Büro oder Home-Office. Beim Einkaufen. Beim Wäsche aufhängen oder Netflix schauen.   

Das ist perfekt für die anstehende Partysaison mit Weihnachtsfeiern und Silvesterevents. Es soll unbedingt das eine, traumhafte aber taillenbetonte Cocktailkleid sein? Oder zwickt die Paillettenhose ein wenig? Genau für solche Problemchen ist das SlimCOOL Produktsortiment optimal. Bei regelmäßiger Anwendung werden Problemzonen immer weniger und die Kleidung passt wie angegossen.  

Doch wie genau funktioniert das?

Der Körper besitzt zwei verschiedene Arten von Fett: Das weiße, das wir alle gerne loswerden wollen und das braune – das “gute” Fett. Letzteres dient der Thermoregulation des Körpers. Es ist überlebensnotwendig, da es bei Kälte den Körper warmhält. Für diesen Vorgang brauchen die “Kraftwerke” im braunen Fett viel Energie. Diese holt sich das braune Fett aus dem weißen Fettdepot und verbrennt dadurch Kalorien. Mit leichter Kühlung nehmen wir damit automatisch ab – und verbessern ganz nebenher Zucker- und Fettstoffwechsel – tun also auch noch etwas für unsere Gesundheit.

So wird SlimCOOL angewendet

Eben diese Erkenntnis macht sich SlimCOOL mit seiner kühlenden Shapewear zunutze. PowerShirt, ShapePants & Co. haben jeweils einen wattierten Teil. Dieser wird kurz mit Wasser getränkt. Das Besondere ist das Material der CryoShapewear von SlimCOOL. Alle Produkte bestehen aus dem Hightech-Vlies COOLINE SX3. Es hat die Eigenschaft, Wasser in Sekundenschnelle im Inneren zu binden. Der Außenstoff wird einfach abgetrocknet – das Wasser ist im Innern fest gebunden. Aufgrund der normalen Wärmeentwicklung unseres Körpers und der großen Oberfläche verdunsten die in dem 3D-Vliesmaterial gebundenen Wassermoleküle. 

Das Kleidungsstück kühlt auf eine angenehme Temperatur von ca. 18-20 Grad. Bei dieser Temperatur wird – wissenschaftlich nachgewiesen – braunes Fett aktiviert. Der Körper schaltet in den Kalorienverbrennungs-Modus. Komplett schmerzfrei und ohne unangenehme Nebeneffekte.  

Jetzt gleich mit der SlimCOOL Kühlung starten

Ein wenig Geduld bedarf es allerdings schon. Bestenfalls wird die Cryo-Shapewear von SlimCOOL pro Tag mindestens eine Stunde oder länger getragen, und das über 4 Wochen. Kombiniert mit moderater Bewegung und einem ausgewogenen Ernährungsplan werden schon in wenigen Wochen die Ergebnisse deutlich sichtbar. So reicht es jetzt noch, um für die Festagssaison in der schönsten Form zu sein.

Von Frauen für Frauen: SlimCOOL – die CryoShapewear

Hinter SlimCOOL stehen die beiden Gründerinnen Sabine Stein, Sportwissenschaftlerin, und Gabriele Renner, Apothekerin. Gemeinsam mit einem rein weiblichen Team haben es sich die beiden Frauen zum Ziel gesetzt, mit den alten Abnehm-Regeln aufzuräumen. SlimCOOL ist der Beweis, dass man sich auch ganz ohne strenge Diät wohlfühlen kann.  

Natürlich ersetzt die CryoShapewear eine gesunde Ernährung und auch Bewegung im Alltag nicht. Bestenfalls kombiniert man die Shapewear mit einem gesunden Lebensstil. Generell geht es bei SlimCOOL nicht darum, Kilo um Kilo zu verlieren. Es geht darum, dass sich Frauen in ihrem eigenen wunderbar weiblichen Körper wohlfühlen – unabhängig von Konfektionsgröße und Gewicht. Und eben nicht jeden freien Gedanken ans Kalorienzählen zu verschwenden. Kurzum: Dank SlimCOOL wird Abnehmen im wahrsten Sinne des Wortes zur schönsten Nebensache der Welt.

Quelle SPApress

Nachhaltiger spülen komplett ohne Plastik – die neuen everdrop Spülmaschinen-Tabs

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everdrop Spülmaschinen-Tabs

Die everdrop Spülmaschinen-Tabs ohne Plastikfolie jetzt mit 2-Phasen-Aktiv-Formel – für noch kraftvollere Reinigung und strahlenden Glanz

Die neuen everdrop Spülmaschinen-Tabs sind jetzt noch leistungsstärker: Mit ihrem 2-Phasen-Aktiv-Komplex sagen sie auch hartnäckigen Verschmutzungen und Eingebranntem den Kampf an. Und dabei belasten sie die Umwelt viel weniger als herkömmliche Tabs! Als echte “Naked Tabs” kommen sie ganz ohne Plastikverpackung oder wasserlösliche PVA-Folie aus.

Natürlich verzichten die Spülmaschinen-Tabs wie gewohnt auf Mikroplastik und schädliche Stoffe wie Phosphate, Chlor oder das Silberschutzmittel Benzotriazol. Dafür überzeugen sie mit 100% pflanzlich-basierten Tensiden und duften wunderbar natürlich nach Limone, Minze und Ingwer. Die unverpackten Spülmaschinen-Tabs von everdrop mit verbesserter Rezeptur beweisen es: Strahlend sauberes Geschirr geht auch umweltverträglich

Die Produkte von everdrop können einzeln oder im persönlichen Abo-Paket online auf everdrop.de gekauft werden. Im Abo lassen sich die Lieferintervalle ganz einfach festlegen und können für alle Folgelieferungen jederzeit angepasst werden – spart Zeit und Geld.

  • Spülmaschinen-Tabs mit 2-Phasen-Aktiv-Komplex
  • reinigt Geschirr effektiv und streifenfrei
  • 100 % pflanzlich-basierte Tenside
  • vegane Inhaltsstoffe
  • ohne Mikroplastik und Plastikfolie
  • Verpackung aus Pappe, kann nach Gebrauch im Altpapier vollständig recycelt werden
  • Preis auf everdrop.de: 60 Tabs im Spar-Abo für 17,99 € (0,30 € pro Spülgang), im Starter-Set mit Aufbewahrungsbox im Spar-Abo ab 29,99 €

Quelle Sonja Berger Public Relations

Motivation steigern – die besten Tipps für zufriedene Mitarbeiter! 

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motivation

Der Erfolg eines jeden Unternehmens beruht auf die Leistung seiner Mitarbeiter. So ist die Motivation am Arbeitsplatz ein ausschlaggebender Punkt für die Produktivität und Effizienz eines Unternehmens. Nur, wenn es Arbeitgebern gelingt, ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem Fachkräfte sich wohlfühlen, kann ein Unternehmen sein maximales Potenzial ausschöpfen. In vielen Unternehmen hierzulande wird der Mitarbeitermotivation jedoch nur wenig Bedeutung zugeteilt.

Mit fatalen Folgen: Unmotivierte Mitarbeiter leisten deutlich weniger für den Erfolg eines Unternehmens, als Angestellte, die gerne in einem Betrieb arbeiten. Um die Motivation in einem Unternehmen zu steigern, gibt es ganz unterschiedliche Ansätze.

Hier erhalten Sie einen Überblick von verschiedenen Maßnahmen, mit denen sich die Motivation am Arbeitsplatz deutlich steigern lässt.

Es gibt nicht wenige Betriebe hierzulande, die trotz modernster Einrichtungen und eines überdurchschnittlichen Gehalts nicht schaffen, gut ausgebildete Mitarbeiter dauerhaft zu beschäftigen. So ist die Mitarbeiterzufriedenheit zu einem wichtigen Faktor aufgestiegen, um ein Unternehmen zum Erfolg zu führen. Dabei sind es nicht selten kleine Stellschrauben im gewöhnlichen Arbeitsalltag, die einen großen Effekt auf die Motivation haben können. Der folgende Ratgeber enthält eine Reihe von hilfreichen Tipps, um die Zufriedenheit von Mitarbeitern deutlich zu steigern.

Digitale Buchhaltungssoftware für eine pünktliche Lohnabrechnung 

Eine pünktliche Lohnabrechnung ist für viele Angestellten in Deutschland ein zentraler Punkt, wenn es um die Zufriedenheit am Arbeitsplatz geht. Unternehmen haben mittlerweile die Möglichkeit, die Gehaltsabrechnung vollständig elektronisch zu verwalten, um damit für eine pünktliche und fehlerfreie Auszahlung zu sorgen. Durch eine Software zur Gehaltsabrechnung gelingt es demnach auch, die Mitarbeitermotivation zu steigern.

Nicht nur in der Buchhaltungsabteilung selbst können Angestellte besser und effektiver arbeiten, auch in den anderen Abteilungen eines Unternehmens steigt die Zufriedenheit, wenn Mitarbeiter sich auf ein festes Datum der Lohnabrechnung verlassen können. Eine digitale Buchhaltungssoftware bietet somit gleich mehrere Vorteile, da Unternehmen nicht nur den Aufwand der Buchführung deutlich reduzieren, sondern gleichzeitig auch die Mitarbeitermotivation erhöhen können.

Eine sichere und gepflegte Arbeitsumgebung 

Nicht nur für eine erfolgreiche Mitarbeitergewinnung spielt das Arbeitsumfeld eine große Rolle, sondern auch für die vorhandene Belegschaft. Mitarbeiter in einem Unternehmen arbeiten deutlich effektiver, wenn das Arbeitsumfeld sicher und gepflegt ist. Damit haben es Unternehmen selbst in der Hand, die Basis für eine hohe Zufriedenheit zu legen. Umso aufgeräumter und moderner die Arbeitsumgebung ist, desto höher ist auch die Produktivität der Belegschaft.

Führungskräfte übernehmen viel Verantwortung

Damit in einem Betrieb Arbeitsprozesse wie gewünscht vorangetrieben werden können, ist auch ein Blick auf den Führungsstil in verschiedenen Abteilungen empfehlenswert. Ein moderner Führungsstil ist dabei immer auf Augenhöhe und ermöglicht es Mitarbeitern auch Kritik äußern zu dürfen. Mitarbeiter sollen sich bei der Bewältigung von Arbeitsprozessen selbst verwirklichen und sich einbringen. So sollten Führungskräfte darauf achten, die Kreativität und den Input von Angestellten nicht zu untergraben.

Die interne Kommunikation verbessern

Einzelgespräche mit Mitarbeitern kann die Mitarbeitermotivation beträchtlich steigern. Es gilt ein Vertrauensverhältnis zu allen Angestellten in einem Betrieb aufzubauen und damit auch gleichzeitig die Motivation zu steigern. Denn nur, wenn sich Mitarbeiter trauen ein Feedback zu geben, lässt sich die Zufriedenheit steigern. Die interne Kommunikation zwischen Angestellten und Vorgesetzten ist demzufolge ein wichtiger Faktor für die Motivation am Arbeitsplatz. 

Titelbild/ Bildquelle: Bild von StockSnap für pixabay

Autor:  Elisabeth Müller

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ehrlich und authentisch sein und bleiben

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Foodforecast

Foodforecast ermittelt auf Basis von künstlicher Intelligenz exakte Verkaufsprognosen

Stellen Sie sich und das Startup Foodforecast doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Justus Lauten und ich habe Foodforecast Ende 2018 gegründet. Gemeinsam mit Studienkollegen der RWTH Aachen habe ich eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die exakte Verkaufsprognosen ermittelt, sodass Unternehmen genau wissen, wieviel Ware am jeweiligen Tag verkauft wird und welche Menge an Lebensmitteln dafür produziert und bestellt werden muss. So wandern täglich mehr Lebensmittel über die Theke als in die Tonne. Mittlerweile sind wir ein 17-köpfiges Team. Wir arbeiten fleißig daran, jeden Tag die Ressourcen- und Lebensmittelverschwendung zu minimieren.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Mir ist es wichtig, etwas zu bewegen und selbst in die Hand zu nehmen. Das ist in bestehenden Unternehmen, insbesondere in größeren Konzernen, oftmals schwierig und langwierig. Da Nachhaltigkeit für mich eine sehr wichtige Rolle spielt, suchte ich nach Problemstellungen, bei denen ich meine Fähigkeiten in den Bereichen Data Science und Software-Entwicklung einsetzen konnte. Dabei kamen zwei Bäckereien unabhängig voneinander mit derselben Herausforderung auf mich zu: hohe Backwarenabfälle aufgrund von Schwankungen bei den Verkaufsprognosen.

Was war bei der Gründung von Foodforecast die größte Herausforderung?

Als Gründer hat man erst einmal eine Idee und ist von dieser hundertprozentig überzeugt. Die Herausforderung war für mich anschließend, Kunden für die Idee zu gewinnen. Insbesondere die Suche nach den allerersten Kunden war eine große Hürde. Auch neue Mitarbeiter von der Startup-Idee zu überzeugen war anfangs nicht leicht. Die Suche im persönlichen Netzwerk ist dabei sehr hilfreich gewesen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, das kann man. Ich glaube, dass die Idee vom Anfang selten dem endgültigen Produkt entspricht, welches dann auf dem Markt landet. Sobald man in den Austausch mit potentiellen Kunden tritt, merkt man schnell, an welchen Stellen des Produkts noch gedreht werden muss. 

Welche Vision steckt hinter Foodforecast?

Wir sind ein innovatives, zukunftsorientiertes und verantwortungsbewusstes Team, das die Vision verfolgt, durch Künstliche Intelligenz den weltweiten Nahrungsmittelabfall zu bekämpfen. Entlang der Wertschöpfungskette liegt dieser allein im Einzelhandel und Vertrieb weltweit bei rund 200 Mio. Tonnen pro Jahr. Mit unserer KI-basierten Software möchten wir Unternehmen der Lebensmittelbranche dabei helfen, ihre Prozesse zu optimieren. Unsere KI ermittelt genaue Bestellvorschläge, sodass nur produziert wird, was auch tatsächlich verkauft wird und wertvolle Ressourcen gespart werden.  

Wer ist die Zielgruppe von Foodforecast?

Die Kunden von foodforecast sind aktuell Bäckereien, da wir unsere KI-basierte Software mit zwei großen Bäckereibetrieben entwickelt und auf die Besonderheiten der Branche trainiert haben. Grundsätzlich umfasst unsere Zielgruppe aber alle Unternehmen der Lebensmittelproduktion, denn das Potential unserer Software, den Nahrungsmittelabfall zu bekämpfen, ist auch in anderen Branchen groß. So haben wir z.B. Pilotprojekte in der Systemgastronomie und im Einzelhandel gestartet.

Wie funktioniert Foodforecast? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Software von Foodforecast ermittelt auf Basis von künstlicher Intelligenz exakte Verkaufsprognosen und trägt so zu mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion bei. Die KI-Lösung wird mit der bereits bestehenden IT-Software des Kunden verknüpft und kombiniert interne, historische Daten wie Verkaufs-, oder Bestelldaten mit wichtigen externen Einflussfaktoren wie Wetterdaten und Feiertagen. Der selbstlernende Algorithmus kann anhand dieser Daten eigenständig Muster und Abhängigkeiten erkennen und in Echtzeit exakte Prognosen und Bestellvorschläge ermitteln. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Bäckerei- und Gastronomiebranche werden branchenspezifische Besonderheiten wie Mindestbestellmengen individuell berücksichtigt.

Mit der KI-Software von Foodforecast werden der Warenüberbestand und Lebensmittelabfall um durchschnittlich 30% gesenkt. Gleichzeitig steigt der Mehrumsatz um durchschnittlich 4%. Die KI ist somit eine intelligente Lösung für eine nachhaltige und wirtschaftliche Lebensmittelproduktion. Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Prognosegenauigkeit unserer selbst entwickelten KI. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden persönliche Beratung und Mehrwertanalysen an.

Foodforecast, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, den weltweiten Lebensmittelabfall zu bekämpfen und diesen in den nächsten 10 Jahren um 10 Mrd. € zu reduzieren. Dabei möchten wir weitere Bäckereifilialen anschließen und uns ebenfalls in andere Lebensmittelbranchen wie der Systemgastronomie und dem Einzelhandel ausweiten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich würde anstehenden Gründer:innen raten, die Wahl der Investoren nicht zu überstürzen. So wie die Investoren sich über das Startup erkundigen, in das sie investieren, sollte sich auch der Gründer, z.B. bei anderen Startups, über den Investor erkundigen. So können beide Seiten überprüfen, ob eine Zusammenarbeit passt.  

Wichtig ist für mich auch, ehrlich und authentisch zu sein und es zu bleiben. Das schafft eine Vertrauensbasis mit seinen Mitarbeitern und Investoren und ist die Grundlage dafür, dass das Startup auch in schwierigeren Zeiten Bestand hat.   

Zu guter Letzt sollte man nie den Spaß an der Sache verlieren. 

Wir bedanken uns bei Justus Lauten für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Foodforecast

Kontakt:

Foodforecast Technologies GmbH
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Ansprechpartnerin: Claudia Päffgen

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