Donnerstag, April 25, 2024
StartWorkbaseDer Weg in die Presse: Praktische Tipps für eine gelungene Pressearbeit

Der Weg in die Presse: Praktische Tipps für eine gelungene Pressearbeit

Positive Medienberichte sind von unschätzbarem Wert für Startups. Doch wie schafft man es erfolgreich in die Presse?

Presseartikel, die von professionellen Journalisten geschrieben werden, locken Kunden, Handelspartner und Investoren an. Sie bieten kostenlose Werbung und wirken glaubwürdiger als Influencer-Posts. Daher sind sie äußerst wertvoll, da sie verdient werden müssen. Im Bereich des Dialogmarketings spricht man daher von „Earned Media“ im Gegensatz zu „Paid Media“ (bezahlte Werbung) und „Owned Media“ (eigene Kanäle).

Pressearbeit ist, wie der Name schon sagt, Arbeit. Aber wenn man weiß, wie es geht, ist sie im Vergleich zur Werbung oft kostengünstiger und wird stärker wahrgenommen sowie als glaubwürdiger empfunden. Ein grundlegender Baustein ist eine Pressemeldung, die den gängigen journalistischen Standards in Bezug auf Aufbau und Sprache entspricht. Es ist jedoch auch wichtig, eine gute Geschichte zu haben und sicherzustellen, dass die Pressemeldung die relevanten Redaktionen erreicht, für die sie interessant sein könnte.

Gute Geschichten gewinnen

Wer regelmäßig Redakteure mit den richtigen Themen zur richtigen Zeit bedient, bleibt positiv in deren Gedächtnis haften. Dadurch steigen die Chancen auf Veröffentlichungen und Journalisten kommen aktiv auf das Unternehmen zu, wenn sie in Zukunft an einer passenden Geschichte arbeiten.

Große Konzerne haben bekannte Marken und können sich Werbeanzeigen und TV-Spots leisten. Dadurch erhalten sie in der Regel auch redaktionelle Aufmerksamkeit. Kleine Startups können in diesem Bereich kaum mithalten. Allerdings haben sie oft bessere Geschichten, die im medialen Wettbewerb um Aufmerksamkeit punkten. Im Allgemeinen gilt: Je höher der Nachrichtenwert meiner Geschichte ist, desto höher sind die Chancen auf Beachtung.

Der Nachrichtenwert entscheidet

Der Nachrichtenwert einer Geschichte wird anhand verschiedener Faktoren gemessen, nach denen Leser Informationen auswählen. Je mehr Kriterien erfüllt sind, desto größer ist die Chance auf die Veröffentlichung einer Pressemeldung. Am wichtigsten ist das Neue und Besondere, das durch sachliche und belegbare Superlative deutlich gemacht wird. Zum Beispiel das erste vegane Sashimi. Aktualität, Relevanz für viele Menschen oder räumliche Nähe spielen ebenfalls eine Rolle für den Nachrichtenwert.

Startups können mithilfe der Medien ihre Bekanntheit steigern. Journalistische Online-Artikel sind auch gut für das SEO und das Google-Ranking der Firmen-Website, einige arbeiten sogar mit Affiliate-Links. Insbesondere Online-Shops können so direkt mehr Umsatz generieren.

Gezieltes Vorgehen statt Massenversand

Es ist wichtig, Pressemeldungen gezielt zu versenden. Wer einmal als Spam-E-Mail-Absender gilt, wird ignoriert, blockiert oder aufgefordert, keine E-Mails mehr zu schicken. Fast alle großen Wirtschaftstitel haben beispielsweise Redakteure, die sich speziell um Startups kümmern. Es ist hilfreich zu recherchieren, wer in letzter Zeit über das eigene Thema berichtet hat.

Natürlich sind nicht nur Print- und Online-Medien interessant, sondern auch geeignete TV-Sendungen, Podcasts und Radioformate. Die Kontaktdaten der Redakteure sollten am besten in einer Excel-Liste gesammelt und regelmäßig aktualisiert werden, da in vielen Redaktionen eine hohe Fluktuation herrscht. Gastbeiträge in Fachmedien bieten ebenfalls gute Chancen, um den Geschäftsführer oder andere Mitarbeiter des Unternehmens als Experten zu positionieren. Diese Beiträge sollten jedoch nicht per Pressemeldung angeboten werden, sondern besser telefonisch.

Authentizität ist entscheidend

Wie sollte nun eine Pressemeldung aussehen, mit der Journalisten gut arbeiten können? Der größte Fehler, den Startups machen können, ist werbliche Sprache. Aussagen wie „supergut“ und „supergeil“ sind nicht angemessen, sondern eher kontraproduktiv. Journalisten möchten möglichst neutral und präzise informiert werden. Übertriebenes Eigenlob, Marketingslogos und unbelegte Behauptungen sind hinderlich und erwecken eher Misstrauen.

Stattdessen sollten Fakten im Vordergrund stehen und möglichst knapp und klar präsentiert werden. Journalisten haben wenig Zeit für Recherchen, daher sollte eine Pressemeldung keine der sogenannten W-Fragen unbeantwortet lassen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Woher? Das Wichtigste, die Kernaussage, gehört an den Anfang, in den Lead der Pressemeldung. Überschriften und Zwischenüberschriften strukturieren den Text und wecken die Neugierde der Leser, weiterzulesen.

Presseübersicht im Web

Ein Pressebereich auf der Website bietet Journalisten wichtige Informationen auf einen Blick. Dazu gehören ein Pressekontakt (mit E-Mail und Telefon), Bilder und bisherige Pressemeldungen zum Download. Die Bilder sollten in hoher Auflösung (mindestens 300 dpi) und professionell sein. Insbesondere die Qualität der Gründerporträts ist oft entscheidend für eine Veröffentlichung.

Titelbild/ Bildquelle: Bild von Gerd Altmann für pixabay

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.

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