Freitag, Juni 19, 2026
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Wird der Wocheneinkauf bald nur noch mit einem Klick geplant?

Sheap verbindet Angebote und Rezepte in einer App, die Nutzer bei der Planung ihres Einkaufs unterstützt und passende Mahlzeiten direkt aus aktuellen Supermarktaktionen ableitet

Wer steckt hinter Sheap, und wie entstand die Idee, Supermarktangebote direkt mit passenden Rezepten zu verbinden?

Hinter Sheap stecke ich, Roman Wolf. Ich bin 15 Jahre alt und beschäftige mich schon seit längerer Zeit intensiv mit App Entwicklung, Startups und digitalen Produkten. Die Idee zu Sheap entstand aus einem sehr alltäglichen Problem: Lebensmittel werden teurer, viele Menschen wollen sparen, aber klassische Prospekte sind oft unübersichtlich und nicht direkt mit konkreten Mahlzeiten verbunden. Ich wollte eine App entwickeln, die nicht nur Angebote zeigt, sondern daraus direkt passende Rezeptideen und eine Einkaufsliste macht.

Wie würden Sie die Mission von Sheap in wenigen Sätzen beschreiben?

Die Mission von Sheap ist es, Menschen dabei zu helfen, günstiger, bewusster und einfacher einzukaufen. Sheap verbindet aktuelle Supermarktangebote mit passenden Rezepten und macht daraus eine konkrete Einkaufshilfe für den Alltag. Unser Ziel ist es, dass Nutzer nicht mehr mühsam Prospekte vergleichen müssen, sondern direkt sehen, was sie aus aktuellen Angeboten kochen können.

Welche persönlichen Erfahrungen haben die Entwicklung von Sheap besonders geprägt?

Besonders geprägt hat mich die Erfahrung, wie schwierig es ist, eine gute Idee wirklich umzusetzen. Am Anfang klingt vieles einfach: Angebote sammeln, Rezepte erstellen, Einkaufsliste bauen. In der Praxis steckt dahinter aber sehr viel Arbeit, von der Datenstruktur über das Design bis hin zu rechtlichen und technischen Fragen. Außerdem habe ich gemerkt, wie wichtig echtes Feedback ist. Gespräche mit Nutzern, Läden, anderen Gründern und Medien haben mir sehr geholfen, Sheap Schritt für Schritt besser zu machen.

An welche Zielgruppe richtet sich die App vor allem, und welche Probleme möchten Sie im Alltag dieser Menschen lösen?

Sheap richtet sich vor allem an Menschen, die beim Einkaufen sparen möchten, aber trotzdem abwechslungsreich und sinnvoll essen wollen. Dazu gehören Familien, Studierende, Auszubildende, junge Erwachsene und alle, die bewusster mit ihrem Budget umgehen möchten. Das Problem ist oft nicht nur der Preis selbst, sondern die Planung dahinter: Welche Angebote lohnen sich? Was kann ich daraus kochen? Und wie vermeide ich unnötige Einkäufe? Genau hier soll Sheap helfen.

Viele Verbraucher achten heute stärker auf ihre Ausgaben. Wie unterstützt Sheap dabei, beim Lebensmitteleinkauf bewusster zu planen?

Sheap zeigt nicht nur einzelne Angebote, sondern macht daraus konkrete Rezeptvorschläge. Dadurch sehen Nutzer direkt, welche Mahlzeiten sie mit aktuellen Angeboten planen können. Die App hilft dabei, den Einkauf strukturierter vorzubereiten, Angebote sinnvoll zu nutzen und unnötige Spontankäufe zu reduzieren. In Zukunft soll Sheap noch stärker anzeigen, wie viel man durch bestimmte Rezepte oder Zutaten im Vergleich zum Normalpreis sparen kann.

Was macht Sheap aus Ihrer Sicht anders als klassische Rezept Apps oder reine Angebotsportale?

Klassische Rezept Apps starten meistens beim Rezept. Angebotsportale starten beim Preis. Sheap verbindet beides. Die App denkt vom echten Einkauf aus: Was ist diese Woche im Angebot, was kann ich daraus kochen und wie landet es direkt auf meiner Einkaufsliste? Dadurch entsteht ein praktischerer Ablauf für den Alltag. Nutzer sollen nicht zwischen Prospekt, Rezept App und Notizen wechseln müssen, sondern alles an einem Ort finden.

Wie aufwendig ist es, aktuelle Angebote mit passenden Rezeptvorschlägen sinnvoll zu verknüpfen?

Es ist deutlich aufwendiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Angebote müssen zuverlässig erkannt, gefiltert und strukturiert werden. Danach müssen daraus sinnvolle Rezepte entstehen, die wirklich kochbar sind und nicht nur zufällig Zutaten kombinieren. Zusätzlich müssen Preise, Mengen, Kategorien und die Darstellung in der App zusammenpassen. Genau diese Verbindung aus Daten, Logik, KI und Nutzerfreundlichkeit ist einer der spannendsten, aber auch schwierigsten Teile von Sheap.

Welche Herausforderungen sind Ihnen beim Aufbau von Sheap bislang begegnet, und wie haben Sie diese gemeistert?

Eine große Herausforderung war, aus einer Idee ein funktionierendes Produkt zu machen. Ich musste mich in Flutter, App Design, Datenverarbeitung, Supermarktangebote, rechtliche Fragen, App Stores und Nutzerfeedback einarbeiten. Auch technische Fehler gehören ständig dazu. Ich habe gelernt, Probleme Schritt für Schritt zu lösen, statt mich von der Größe des Projekts abschrecken zu lassen. Besonders geholfen haben mir Ausdauer, viel eigenes Lernen und der Austausch mit Menschen, die bereits Erfahrung im Startup oder Tech Bereich haben.

Gab es einen Moment, in dem Sie gemerkt haben, dass aus einer Idee ein echtes Startup werden könnte?

Ja, diesen Moment gab es, als ich gemerkt habe, dass Menschen die Idee sofort verstehen. Wenn ich Sheap erkläre, kommt oft direkt die Reaktion: „Das würde ich benutzen.“ Auch als Läden bereit waren, Flyer auszulegen, und erste Medien sowie Startup Netzwerke Interesse gezeigt haben, wurde mir klar, dass Sheap mehr sein kann als nur ein kleines App Projekt. Spätestens durch Feedback, erste Nutzer und die Teilnahme an Startup Formaten hat sich die Idee für mich viel realer angefühlt.

Wie soll sich Sheap in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Sheap soll sich zu einer Plattform entwickeln, die Menschen beim gesamten Wocheneinkauf unterstützt. Langfristig möchte ich, dass die App Angebote, Rezepte, Ernährungsvorlieben, Budget und Einkaufsplanung noch intelligenter verbindet. Ziel ist es, dass Nutzer schnell und einfach einen günstigen Wochenplan erstellen können, der zu ihrem Supermarkt, ihrem Alltag und ihren persönlichen Zielen passt.

Welche neuen Funktionen oder Verbesserungen stehen aktuell auf Ihrer Roadmap?

Aktuell arbeite ich vor allem daran, die App stabiler, übersichtlicher und nutzerfreundlicher zu machen. Wichtige Punkte sind bessere Rezeptvorschläge, eine klarere Einkaufsliste, eine schönere Darstellung der Ersparnis und eine bessere Verbindung zwischen Angeboten, Rezepten und Wochenplanung. Außerdem möchte ich das Design weiter verbessern und die Angebotsdaten noch zuverlässiger aktualisieren. Langfristig sind personalisierte Empfehlungen und smartere Filter nach Ernährung, Budget und Vorlieben geplant.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Fangt früher an, als ihr euch bereit fühlt. Man lernt beim Machen viel mehr als beim ewigen Planen.

Zweitens: Holt euch echtes Feedback. Nicht nur von Freunden, sondern von Menschen, die eure Idee wirklich nutzen oder kritisch einschätzen können.

Drittens: Gebt nicht zu schnell auf. Fast jedes Problem wirkt am Anfang größer, als es eigentlich ist. Wenn man es in kleine Schritte zerlegt, kommt man viel weiter, als man denkt.

Bildcredits: hydrop systems GmbH

Wir bedanken uns bei Roman Wolf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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