Donnerstag, April 23, 2026
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Round Finanzmanagement Automatisierung für Unternehmen

Round Finanzmanagement Automatisierung vereinfacht komplexe Finanzprozesse und entlastet moderne Finance Teams durch intelligente Systeme

Wie ist Round entstanden und wer sind die Köpfe hinter der Round Finanzmanagement Automatisierung?

Wir haben Round gegründet, nachdem wir uns bei Entrepreneur First kennengelernt hatten. Die Idee entstand, weil wir beide Seiten des Problems aus erster Hand kannten: etablierte Banken, die durch langsame Produktzyklen eingeschränkt sind, und moderne Unternehmen, die gezwungen sind, ihre Finanzen über fragmentierte Systeme hinweg zu verwalten. Auf der Grundlage unserer Erfahrungen in den Bereichen Fintech, Produktentwicklung und Infrastruktur machten wir uns daran, ein System zu entwickeln, das die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Finanzen verwalten und Geldbewegungen abwickeln, vereinheitlicht und automatisiert.

Welche konkrete Herausforderung im Finanz und Treasury Management wolltet ihr mit Round von Anfang an lösen?

Von Anfang an haben wir uns zum Ziel gesetzt, zwei zentrale Zielkonflikte im Finanzwesen zu lösen. Der erste betrifft das Spannungsfeld zwischen Vertrauen und Benutzerfreundlichkeit: Unternehmen vertrauen auf etablierte Banken, wenn es um Sicherheit geht, müssen dafür aber Abstriche bei der Benutzererfahrung und der Automatisierung machen. Der zweite betrifft das Spannungsfeld zwischen Liquidität und Rendite: Um Renditen zu erzielen, muss man in der Regel Geld binden oder den Betriebsablauf komplexer gestalten. Round wurde entwickelt, um beide Zielkonflikte zu beseitigen und Unternehmen eine Möglichkeit zu bieten, ihre Finanzen auf vertrauenswürdige und benutzerfreundliche Weise zu verwalten, während die Mittel gleichzeitig liquide und rentabel bleiben.

Anfangs haben wir uns auf zwei Zielkonflikte konzentriert, mit denen Finanzteams täglich konfrontiert sind.

Der erste ist Vertrauen versus Benutzerfreundlichkeit. Unternehmen verlassen sich aus Sicherheitsgründen auf etablierte Banken, doch das bedeutet in der Regel langsame Benutzeroberflächen, manuelle Arbeitsabläufe und nur sehr wenig Automatisierung.

Der zweite ist Liquidität versus Rendite. Wer Renditen erzielen will, muss in der Regel Geld binden oder den Betrieb komplexer gestalten, wofür die meisten Teams keine Zeit haben.

In der Praxis bedeutet dies, dass Finanzteams sich in mehrere Systeme einloggen, Geld manuell transferieren und ständig Salden überprüfen müssen, nur um den Überblick zu behalten. Round wurde entwickelt, um diese Kompromisse zu beseitigen und diesen gesamten Prozess automatisch ablaufen zu lassen.

Wie würdet ihr die Vision von Round beschreiben und welche Schritte sind entscheidend, um diese zu erreichen?

Unsere Vision ist es, dass Finanzvorgänge autonom ablaufen. Heute sind Unternehmen noch darauf angewiesen, dass sich Mitarbeiter in Systeme einloggen, Geld transferieren und Arbeitsabläufe über verschiedene Banken und Tools hinweg koordinieren. Wir glauben, dass sich dies hin zu KI Systemen verlagern wird, die Finanzvorgänge durchgängig verwalten und ausführen können.

Um dies zu erreichen, bauen wir sowohl die Infrastruktur als auch die Intelligenzebene auf. Das bedeutet, dass wir die Grundlagen für den Geldtransfer und die Geldverwahrung bereitstellen und gleichzeitig KI Systeme entwickeln, die darauf aufsetzen und nach klaren Regeln und Genehmigungen arbeiten. Kurzfristig konzentrieren wir uns auf die Automatisierung hochfrequenter Arbeitsabläufe in den Bereichen Treasury, Zahlungsverkehr und Gehaltsabrechnung. Im Laufe der Zeit entwickelt sich daraus ein System, in dem Finanzteams von der Ausführung der Arbeit zur Überwachung derselben übergehen.

An wen richtet sich eure Lösung konkret und welche Bedürfnisse dieser Zielgruppe stehen im Fokus?

Unsere Lösung richtet sich an moderne Finanzteams in wachstumsstarken Unternehmen. Diese Teams sind für die Abwicklung immer komplexerer Finanzvorgänge verantwortlich, verfügen jedoch nicht über die dafür erforderliche Personalstärke.

Wir konzentrieren uns darauf, die manuelle Arbeit zu eliminieren, die hinter Treasury, Zahlungsverkehr und Gehaltsabrechnung steckt, Dinge wie Geldtransfers zwischen Konten, die Finanzierung von Zahlungsläufen und systemübergreifende Abstimmungen. Das Ziel ist es, diesen Teams eine Möglichkeit zu geben, ihre Finanzen mit dem gleichen Maß an Kontrolle zu verwalten, jedoch ohne den operativen Aufwand.

Wie verändert die Round Finanzmanagement Automatisierung den Alltag von CFOs und Finance Teams?

Traditionell arbeiten Finanzvorstände und Finanzteams reaktiv und verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit manuellen Aufgaben wie Geldtransfers, der Abwicklung von Zahlungen und dem Abgleich von Daten zwischen verschiedenen Systemen. Mit Round wird diese Arbeit automatisiert. Die Teams legen die Regeln und Genehmigungswege einmalig fest, und die Plattform übernimmt die Ausführung im Hintergrund.

Dadurch müssen sich die Finanzteams nicht mehr mit Verwaltungsaufgaben herumschlagen, sondern können proaktiv handeln. Sie konzentrieren sich auf Entscheidungsfindung, Planung und die Steuerung des Unternehmens, anstatt Prozesse abzuwickeln.

Was unterscheidet Round von traditionellen Banken und bestehenden Treasury Tools am deutlichsten?

Was Round auszeichnet, ist die Kombination von Finanzinfrastruktur und Ausführung. Traditionelle Banken bieten Treuhand und Verwahrungsdienste, lassen jedoch in puncto Benutzerfreundlichkeit und Automatisierung zu wünschen übrig. Tools bieten Transparenz und Einblicke, führen jedoch keine tatsächlichen Geldtransfers durch und verwalten auch keine Gelder.

Round vereint beides. Es fungiert als Schnittstelle zwischen Banken, Zahlungssystemen und Buchhaltungssystemen und zeigt nicht nur an, was gerade geschieht, sondern führt Workflows durchgängig aus. Es bewegt Gelder, wickelt Zahlungen ab und verwaltet die Liquidität automatisch. So können Finanzteams von einem einzigen System aus arbeiten, anstatt mehrere Tools miteinander zu verknüpfen.

Welche Rolle spielt Automatisierung im Produkt von Round und wie autonom kann Finanzmanagement heute werden?

Automatisierung ist ein zentraler Bestandteil unseres Produkts. Heute kann Round große Teile der Finanzverwaltung, des Zahlungsverkehrs und der Lohn und Gehaltsabrechnung automatisieren, Geldtransfers, Kontoauffüllungen und die Ausführung von Arbeitsabläufen auf der Grundlage von Regeln, die vom Finanzteam festgelegt wurden.

Allerdings ist das Finanzmanagement noch nicht vollständig autonom und das sollte es auch nicht sein. Die Rolle der Automatisierung besteht heute darin, die Ausführung zu übernehmen, während die Finanzteams die Regeln, Genehmigungen und Sicherheitsvorkehrungen festlegen. Mit der Zeit, wenn sich diese Systeme verbessern, kann ein größerer Teil des Workflows automatisiert werden, jedoch stets unter menschlicher Aufsicht.

Welche Herausforderungen begegnen euch aktuell beim Aufbau und der Skalierung von Round?

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, sowohl die Infrastruktur als auch die intelligente Ebene gleichzeitig aufzubauen. Um Finanzabläufe durchgängig zu automatisieren, benötigt man zuverlässige Grundlagen für den Geldtransfer und die Geldverwahrung sowie Systeme, die darauf aufbauen können.

Hinzu kommt die Komponente des Vertrauens. Wir bitten Unternehmen, sich bei der Verwaltung kritischer Finanzvorgänge auf Software zu verlassen, daher sind Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kontrolle unerlässlich. Während wir skalieren, liegt der Fokus darauf, dieses Vertrauen zu wahren und gleichzeitig das Produkt und seine Funktionen weiter auszubauen.

Wie geht ihr bei Round mit dem Thema Sicherheit und Vertrauen um?

Sicherheit und Vertrauen sind von grundlegender Bedeutung, insbesondere wenn es um Unternehmensgelder geht. Round verwahrt oder hält Kundengelder nicht direkt; die Vermögenswerte werden bei erstklassigen Finanzinstituten wie HSBC und BlackRock verwahrt. Dadurch profitieren Unternehmen vom Vertrauen und der Sicherheit etablierter Anbieter.

Auf der Produktseite wird KI eingesetzt, um Workflows aufzubauen und zu optimieren, doch die Ausführung erfolgt deterministisch. Sobald ein Workflow, der Geldbewegungen beinhaltet, genehmigt ist, läuft er auf kontrollierte und vorhersehbare Weise ab. In Kombination mit Genehmigungen, Berechtigungen und lückenlosen Prüfpfaden erhalten Finanzteams so jederzeit vollständige Transparenz und Kontrolle.

Welche Weiterentwicklungen oder neuen Funktionen plant ihr für Round in der Zukunft?

Wir setzen verstärkt auf unsere agentenbasierten Workflows und unseren Workflow Builder, damit Finanzteams leichter festlegen können, was geschehen soll, und das System dies dann ausführt. Das Ziel ist eine autonomere Finanzfunktion, bei der ein größerer Teil der täglichen Arbeit im Hintergrund abläuft.

Welche Rolle spielt Kapitaloptimierung für eure Kunden und warum wird dieses Thema immer wichtiger?

Kapitaloptimierung ist theoretisch eine zentrale Priorität, doch in der Praxis setzen die meisten Unternehmen sie nicht um. Der Grund dafür ist, dass sie einen hohen manuellen Aufwand für Geldtransfers, die Kontoverwaltung und die systemübergreifende Überwachung von Kontoständen erfordert.

Wir haben erkannt, dass Kapitaloptimierung nur dann wirklich funktioniert, wenn die zugrunde liegenden Arbeitsabläufe automatisiert sind. Indem wir die operativen Aufgaben rund um Liquidität und Geldbewegungen übernehmen, ermöglichen wir es Unternehmen, ihre Mittel produktiv einzusetzen, ohne die Komplexität zu erhöhen.

Welche drei konkreten Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Sprich mit deinen Kunden. Das ist die beste Investition deiner Zeit, die du als Gründer tätigen kannst.
  2. Entwickle Lösungen für die Aufgaben, die die Leute hassen, und nicht für das, womit sie angeblich Hilfe brauchen.
  3. Dein Produkt sollte einfach zu kaufen sein.

Bild Round Treasury Hayyaan Ahmad und Pac O´Shea Bildrechte Round Treasury

Wir bedanken uns bei Hayyaan Ahmad und Pac O´Shea für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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