Montag, Juni 22, 2026
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bae treat: Wird Darmgesundheit zum nächsten großen Snacktrend?

bae treat entwickelt funktionelle Snacks mit Ballaststoffe und Fokus auf Darmgesundheit, um bewusste Ernährung und Genuss im Alltag miteinander zu verbinden

Frau Schmidel, Frau Unterrader, können Sie bae treat kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung entstanden ist?

Lorena und ich haben uns bereits im Alter von 13 und 14 Jahren in unserer Heimat Tirol kennengelernt. Seitdem teilen wir die Leidenschaft für gesunde und zugleich leckere Snacks.

Die Idee zur Gründung von bae treat entstand aus sehr persönlichen Beweggründen: Unser Ziel war es von Anfang an, Snacking neu zu denken und dabei die Darmgesundheit in den Mittelpunkt zu stellen – ohne Kompromisse bei Geschmack und Konsistenz.

Dabei war unser Anspruch klar: Produkte zu entwickeln, die eine bessere Wahl für den Darm sind – mit 40 % weniger Zucker, präbiotischen Ballaststoffen, hochwertigen Proteinen sowie 100 % Bio-Qualität und vegan. Und das alles, ohne beim Geschmack oder der Textur Abstriche zu machen.

Wie kamen Sie auf die Idee, Darmgesundheit und Snackprodukte miteinander zu verbinden?

Die Idee entstand aus persönlichen Beweggründen, die uns dazu gebracht haben, uns intensiv mit dem Thema Darmgesundheit auseinanderzusetzen. Dabei wurde uns schnell klar, wie groß der Einfluss des Darms auf das allgemeine Wohlbefinden ist.

Aus dieser Erkenntnis heraus entstand der Wunsch, Snacks nicht nur lecker, sondern auch funktional zu gestalten – also hochwertige, präbiotische Ballaststoffe gezielt in unsere Produkte zu integrieren. So können wir Genuss und einen echten Mehrwert für die Darmgesundheit miteinander verbinden.

Welche Vision verfolgen Sie mit bae treat, und wie möchten Sie diese in den kommenden Jahren verwirklichen?

Unsere Vision mit bae treat ist es, unsere Produkte möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und gesünderes Snacking in den Alltag zu integrieren.

Unsere Mission ist es, die führende Brand für darmfreundlichere Snacks in Europa zu werden. Dafür arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung unseres Sortiments und an neuen, noch funktionaleren Produkten, die Genuss und einen echten Mehrwert für die Gesundheit vereinen.

In den kommenden Jahren möchten wir dieses Wachstum konsequent vorantreiben und unsere Vision Schritt für Schritt in den Alltag unserer Kund bringen.

An welche Zielgruppe richten sich Ihre Produkte hauptsächlich, und welche Bedürfnisse stehen dabei im Mittelpunkt?

Unsere Zielgruppe sind vor allem gesundheitsbewusste Menschen, die bewusst auf ihre Ernährung achten und mehr hochwertige Ballaststoffe unkompliziert in ihren Alltag integrieren möchten.

Im Markt für funktionelle Lebensmittel beobachten wir vor allem, dass das Bewusstsein für Darmgesundheit und ganzheitliches Wohlbefinden stark zunimmt. Konsument achten immer mehr auf transparente Inhaltsstoffe, weniger Zucker und funktionelle Mehrwerte, die über reine Sättigung hinausgehen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach natürlichen, clean-label Produkten, die Genuss und Gesundheit miteinander verbinden.

Der Markt für funktionelle Lebensmittel wächst stetig. Welche Entwicklungen beobachten Sie in diesem Bereich besonders aufmerksam?

Wir beobachten sehr deutlich, dass immer mehr Brands das Thema Ballaststoffe für sich entdecken. Besonders sichtbar wird das aktuell im Bereich der funktionellen Getränke, etwa durch Ballaststoff-Sodas, die dem Trend eine hohe Aufmerksamkeit gegeben haben.

Generell sehen wir, dass Ballaststoffe zunehmend als zentraler Bestandteil einer gesundheitsbewussten Ernährung verstanden werden und sich das Thema stark aus der Nische heraus in den Mainstream entwickelt.

Was macht bae treat aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu anderen Snackmarken?

Was bae treat besonders macht, ist die enge Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftler sowie unser klarer Fokus auf funktionelle Inhaltsstoffe.

Wir setzen bewusst auf eine hochwertige Ballaststoffmischung, die gezielt auf die Darmgesundheit abgestimmt ist. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass unsere Produkte nicht nur einen funktionellen Mehrwert bieten, sondern auch geschmacklich überzeugen.

Diese Kombination aus wissenschaftlich fundierter Entwicklung, funktionellen Benefits und Genuss hebt uns klar von vielen anderen Snackmarken ab.

Wie gelingt es Ihnen, Themen wie Präbiotika und Ballaststoffe in Produkte zu integrieren, die gleichzeitig Genuss bieten sollen?

Die Integration von Präbiotika und Ballaststoffen in Produkte, die gleichzeitig Genuss bieten sollen, ist tatsächlich eine echte Herausforderung. Ballaststoffe beeinflussen beispielsweise die Textur und Konsistenz deutlich, was in der Produktentwicklung viel Feinarbeit erfordert.

Genau deshalb arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Rezepturen, testen neue Ansätze und entwickeln unsere Produkte iterativ weiter. Unser Anspruch ist es, die funktionellen Vorteile so zu integrieren, dass sie geschmacklich und sensorisch nicht als Kompromiss wahrgenommen werden.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer Marke im Bereich Darmgesundheit und Functional Food?

Eine der größten Herausforderungen ist es, sich in einem stark wachsenden und bereits gut besetzten Markt durchzusetzen – die Regale sind voll und es gibt viele großartige Mitbewerber.

Umso wichtiger ist es für uns, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und klar zu differenzieren. Unser Fokus liegt darauf, unserer Community nicht nur Produkte, sondern einen echten Mehrwert zu bieten, sowohl funktional als auch geschmacklich.

Viele Verbraucher achten heute stärker auf Inhaltsstoffe und Zuckergehalt. Wie beeinflusst das Ihre Produktentwicklung?

Der steigende Fokus der Verbraucher auf Inhaltsstoffe und Zuckergehalt beeinflusst unsere Produktentwicklung sehr positiv. Er bestärkt unseren Ansatz, Zucker zu reduzieren und durch Ballaststoffsirups teilweise zu ersetzen.

Gleichzeitig bringt das auch Herausforderungen mit sich, da sich solche Anpassungen auf Konsistenz, Textur und teilweise auch auf die Haltbarkeit auswirken können. Genau deshalb arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Rezepturen.

Insgesamt sehen wir diesen Trend aber als klaren Vorteil, da er unser Konzept von funktionellen, zuckerreduzierten und gleichzeitig genussvollen Snacks unterstützt.

Welche Erfahrungen haben Sie seit dem Rebranding und der Neuausrichtung von bae treat gesammelt?

Wir haben seit dem Rebranding sehr viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Neuausrichtung war für uns ein wichtiger Schritt, um die Marke klarer zu positionieren und unser Produktverständnis weiter zu schärfen.

Besonders hilfreich war dabei, unsere Kund und ihr Kaufverhalten noch besser zu verstehen und unsere Produkte konsequent daran auszurichten. Dadurch konnten wir nicht nur unser Angebot weiterentwickeln, sondern auch die Bedürfnisse unserer Zielgruppe deutlich gezielter adressieren.

Welche nächsten Entwicklungsschritte und Wachstumspläne stehen bei bae treat aktuell im Fokus?

Für die Zukunft liegt unser Fokus darauf, weiter zu wachsen und noch mehr Menschen mit unseren Produkten zu erreichen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Distribution auszubauen und bae treat Schritt für Schritt in weiteren Märkten zu etablieren.

Gleichzeitig entwickeln wir unser Sortiment laufend weiter und arbeiten an neuen, noch funktionaleren Produkten, die unseren Anspruch an Genuss und Gesundheit weiter vorantreiben. Unser Ziel ist es, unsere Marke nachhaltig zu skalieren und unsere Vision von funktionellem Snacking weiter in den Alltag der Menschen zu bringen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein innovatives Food Startup aufbauen möchten?

Unser wichtigster Ratschlag wäre: lieber klein starten, statt zu lange auf Perfektion zu warten. Entscheidend ist, überhaupt ins Tun zu kommen und das Produkt in den Markt zu bringen.

Im zweiten Schritt ist es essenziell, möglichst viel Kundenfeedback einzuholen. Kund nehmen Produkte oft anders wahr, als man selbst es aus der Entwicklungsphase heraus erwartet – dieses Feedback ist unglaublich wertvoll für die Weiterentwicklung.

Und drittens lohnt es sich, frühzeitig nach passenden Förderungen und Unterstützungsprogrammen zu suchen. Gerade im Food-Bereich gibt es hier oft spannende Möglichkeiten, die beim Aufbau eines Startups sehr hilfreich sein können.

Bildcredits/Fotograf: Maren Braust

Wir bedanken uns bei Laura Schmidel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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