Dienstag, Oktober 27, 2026
StartInterviewsAmazon-SEO per KI: Wie das E-Commerce-Startup Listimo die Händler-Optimierung automatisiert

Amazon-SEO per KI: Wie das E-Commerce-Startup Listimo die Händler-Optimierung automatisiert

Das Startup Listimo entwickelt eine KI-gestützte Softwareplattform, mit der Händler ihre Produkte auf Amazon datenbasiert optimieren, Angebote verbessern und neue Marktplätze erschließen können.

Enes, kannst du dich und Listimo kurz vorstellen und erzählen, wie aus deinen zehn Jahren Erfahrung als Amazon-Händler die Idee für eine eigene Softwareplattform entstanden ist?

Ich bin Enes Kurt, Gründer von Listimo, und seit rund zehn Jahren selbst Amazon-Händler. In der Hochphase hatte ich über 4.000 Artikel im Sortiment. Ich war sieben Tage die Woche beschäftigt, meistens von acht Uhr morgens bis 23 Uhr abends. Ein großer Teil dieser Zeit ging für Listings, Angebote und laufende Optimierungen drauf.

Meine Tochter war damals zwei Jahre alt, mein Sohn gerade zur Welt gekommen. In dieser Phase habe ich kaum etwas von meinen Kindern mitbekommen. Diese Erfahrung hat mich geprägt und ist ein wichtiger persönlicher Hintergrund von Listimo.

Gleichzeitig weiß ich, wie entscheidend die Qualität eines Angebots für den Verkauf ist. Mit Listimo möchte ich Händlern helfen, ihre Produkte durch datenbasierte SEO besser auffindbar zu machen, überzeugend zu präsentieren und weitere Marktplätze zu erschließen. Die Plattform verbindet dafür Such- und Wettbewerbsdaten, KI-gestützte Inhaltserstellung und die Arbeit am Verkäuferkonto. Mein Ziel ist, Händler beim Aufbau eines erfolgreichen Geschäfts zu unterstützen und ihnen dabei auch mehr Raum für ihr eigenes Leben zu ermöglichen.

Welche Herausforderungen haben dich im täglichen Amazon-Geschäft besonders beschäftigt und wann wurde dir klar, dass du dafür eine eigene technologische Lösung entwickeln möchtest?

Bei über 4.000 Artikeln muss man laufend entscheiden, wo eine Optimierung sinnvoll ist. Welche Suchbegriffe fehlen? Wie groß ist die Nachfrage dahinter? Warum bekommt ein Angebot Besucher, aber kaum Verkäufe? Und welche Produkte könnten auch in einem weiteren Land interessant sein? Dazu kommen Bilder, Varianten und Hinweise von Amazon, die bearbeitet werden müssen.

Diese Aufgaben hängen eng zusammen. Ein neuer Text hilft wenig, wenn die relevanten Suchbegriffe fehlen oder das Hauptbild den Lieferumfang unklar zeigt. Daraus entstand mein Wunsch nach einer Lösung, die Daten, Analyse und Umsetzung zusammenbringt. Händler sollen ihre nächsten Schritte besser begründen können und die passenden Werkzeuge direkt zur Hand haben.

Listimo analysiert bestehende Amazon-Angebote und unterstützt Händler bei deren Optimierung. Wie funktioniert eure Plattform konkret und welche Aufgaben können Verkäufer damit automatisieren oder vereinfachen?

Händler können mit einem Produktfoto, einer ASIN oder einem Amazon-Link starten. Der Listing-Check bewertet bestehende Angebote in sieben Bereichen mit einem Score von 0 bis 100, erklärt die gefundenen Schwächen und priorisiert Verbesserungen. Dazu gehören Texte, Suchbegriffe, Bilder, A+ Content und die Einhaltung von Amazon-Vorgaben. Auch Wettbewerbsvergleiche und Kundenrezensionen fließen in die Analyse ein.

Auf dieser Grundlage lassen sich SEO-Titel, Bulletpoints, Beschreibungen und Backend-Keywords erstellen, also die im Hintergrund hinterlegten Suchbegriffe. Hinzu kommen Produktbilder, A+ und A+ Premium sowie Videos. Die Ergebnisse können heruntergeladen oder mit verbundenem Verkäuferkonto nach Prüfung und Freigabe übertragen werden.

„Mein Amazon“, aktuell im Frühzugang, erweitert das auf das Sortiment: Amazons Beanstandungen nach Ursache bündeln, gesperrte Angebote identifizieren, mehrere Produkte und Varianten bearbeiten, fehlende Inhalte erkennen und Angebote für weitere Länder vorbereiten. Unser Assistent Timo bezieht dabei die Daten des verbundenen Kontos ein und hilft bei der Priorisierung. Die Inhaltserstellung unterstützt zwölf Amazon-Marktplätze; Texte und Bildbeschriftungen entstehen in der jeweiligen Landessprache.

Bei der Optimierung von Produktangeboten berücksichtigt ihr unter anderem Suchdaten und Kundenfeedback. Wie nutzt Listimo diese Informationen, um relevante Inhalte zu erstellen und Verbesserungspotenziale zu erkennen?

Für eine datenbasierte SEO betrachten wir Suchbegriffe zusammen mit ihrem Suchvolumen, ihrer Relevanz für das Produkt und dem Wettbewerbsumfeld. Unsere Datengrundlage umfasst derzeit 1.437 Nischen auf sieben Marktplätzen und 13.089 Suchbegriffe mit Volumen. Das Suchvolumen hilft, die Nachfrage hinter einem Begriff einzuordnen. Die Produktrelevanz entscheidet, ob wir damit tatsächlich die passenden Käufer erreichen. Wettbewerbsvergleiche zeigen zusätzlich, welche Inhalte und Informationen bei anderen Angeboten vorhanden sind.

Daraus ergeben sich konkrete Ansatzpunkte: relevante Suchanfragen, die bisher zu wenig berücksichtigt werden, eine bessere Gewichtung im Titel oder zusätzliche Begriffe für Bulletpoints und Backend-Keywords. Zeichen- und Byte-Grenzen werden dabei berücksichtigt. Mit der Index- und Positionsprüfung lässt sich außerdem untersuchen, ob ein Produkt für bestimmte Begriffe gefunden wird und an welcher Stelle es erscheint.

Der Rezensions-Radar ergänzt die Sicht der Käufer: Was wird gelobt, welche Fragen bleiben offen und wo entstehen falsche Erwartungen oder Hinweise auf Rückgabegründe? Wenn etwa die Größe häufig falsch eingeschätzt wird, kann daraus ein klareres Maßbild entstehen. So verbinden wir Auffindbarkeit mit Inhalten, die eine fundierte Kaufentscheidung erleichtern.

Zusätzlich prüft unser Rezensions-Melder kritische Bewertungen auf mögliche Verstöße gegen Amazons Richtlinien. Beispiele sind Beleidigungen, persönliche Daten oder reine Versandkritik in einer Produktrezension. Er erkennt Hinweise auf unberechtigte negative Bewertungen, liefert eine Begründung und führt den Händler zum passenden Meldeweg. Über eine Entfernung entscheidet Amazon. Berechtigte Kritik fließt dagegen in die Verbesserung des Angebots ein.

Neben Produktbeschreibungen können Händler mit Listimo auch Bilder, A+ Content und Produktvideos erstellen. Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz dabei und wie stellt ihr sicher, dass die Ergebnisse zur jeweiligen Marke und zum Produkt passen?

Die KI übernimmt die Erstellung von Texten und visuellen Inhalten auf Basis der Produktfotos, vorhandener Listing-Inhalte und der Angaben des Händlers. Bei Bildern reicht das von Haupt- und Anwendungsbildern bis zu Infografiken, Maßbildern und Set-Darstellungen. A+ Inhalte können technische Daten und Produktvergleiche enthalten. A+ und A+ Premium setzen die entsprechende Berechtigung bei Amazon voraus.

Über Markenprofile, Bildstile, Markenfarben und Tonalität lässt sich ein zusammenhängender Auftritt festlegen. Für Videos stehen unterschiedliche Arten, Stile und Formate zur Verfügung, beispielsweise Produktvideos oder Werbevideos in Quer- und Hochformat.

Zur Qualitätssicherung gehört eine Belegprüfung: Aussagen werden mit den hinterlegten Produktangaben abgeglichen. Bilder lassen sich außerdem auf technische Anforderungen prüfen. Der Händler kontrolliert vor der Verwendung insbesondere Aussehen, Maße, Material und Lieferumfang. Einzelne Ergebnisse können bearbeitet, neu erstellt oder durch eigene Aufnahmen ersetzt werden.

Der Wettbewerb auf Amazon ist groß und viele Händler kämpfen um Sichtbarkeit und Kaufabschlüsse. Welche Faktoren sind aus deiner Erfahrung für erfolgreiche Produktlistings entscheidend und welche typischen Fehler beobachtest du immer wieder?

Ich betrachte drei Dinge zusammen: Auffindbarkeit, Kaufentscheidung und Wirtschaftlichkeit. Für die Auffindbarkeit braucht es relevante Keywords, deren Nachfrage man anhand von Suchvolumen einordnet, und eine sinnvolle Verteilung auf die verfügbaren Textfelder. Für die Kaufentscheidung zählen ein verständliches Hauptbild, hilfreiche Detailbilder und klare Antworten zu Anwendung, Größe und Lieferumfang. Auch Kundenbewertungen sind wichtig für das Vertrauen in ein Angebot.

Typische Fehler sind wahllos aneinandergereihte Suchbegriffe, sehr allgemeine Nutzenversprechen und fehlende Produktinformationen. Danach lohnt sich der Blick auf die Ergebnisse: Wird das Produkt gefunden? Kommen Besucher? Wie viele kaufen? In „Mein Amazon“ können Händler für eigene Marken bis zu drei Hauptbilder im Wechsel testen und Besucher, Verkäufe und Kaufrate je Bild vergleichen.

Auch Preis, Lieferbarkeit und Marge gehören dazu. Mir ist wichtig, dass Händler nachvollziehen können, an welcher Stelle eine Verbesserung ansetzen sollte und ob sie wirtschaftlich sinnvoll ist.

Mittlerweile gibt es zahlreiche KI-Tools für Texte, Bilder und Marketing. Was unterscheidet Listimo von allgemeinen KI-Anwendungen und anderen spezialisierten Lösungen für Amazon-Händler?

Listimo verbindet die Erstellung mit Daten und dem konkreten Arbeitsablauf eines Amazon-Händlers. Suchvolumen, relevante Keywords, Wettbewerbsvergleiche und Kundenfeedback helfen dabei, Inhalte auf den Markt und die Käufer auszurichten. Amazon-spezifische Anforderungen wie Textgrenzen, Backend-Keywords, Bildvorgaben und Varianten werden im Prozess berücksichtigt.

Mit verbundenem Verkäuferkonto kommen eigene Geschäftsdaten hinzu: unter anderem Umsatz, Besuche, Kaufrate und Buybox, also das hervorgehobene Kaufangebot auf einer Produktseite. Timo kann beispielsweise Produkte mit Besuchern ohne Verkäufe oder fehlende Angebote in weiteren Ländern aufzeigen. Daraus lassen sich konkrete Aufgaben ableiten und nach Freigabe bearbeiten.

Zusätzlich gibt es 27 Werkzeuge, etwa für Index- und Positionsprüfungen, GPSR-Pflichtangaben, Bildprüfungen, Rezensionen sowie FBA-Gebühren und Margen. Der Rezensions-Melder hilft dabei, möglicherweise unberechtigte negative Bewertungen zu erkennen und bei Amazon zu melden. Hinzu kommen beispielsweise ein Kategorie-Check, ein Retouren-Senker sowie Rechner für Werbung und Rabattaktionen. Die Browser-Erweiterung bringt Analysen direkt auf die Amazon-Seite. Mein Anspruch ist, dass Händler Zusammenhänge besser verstehen und vom erkannten Problem bis zur Umsetzung weiterkommen.

Du kennst die Herausforderungen deiner Zielgruppe aus eigener Erfahrung. Wie haben dir diese Kenntnisse bei der Produktentwicklung geholfen und welche Schwierigkeiten musstest du beim Aufbau von Listimo überwinden?

Die Händlererfahrung hilft mir vor allem bei der Frage, welche Information zu welcher Entscheidung führt. Bei einem großen Sortiment muss ich erkennen können, ob ich zuerst Suchbegriffe überarbeiten, Produktfragen besser beantworten, ein Angebotsproblem beheben oder einen weiteren Markt prüfen sollte. Eine Funktion muss deshalb verständlich machen, welchen Nutzen ihr Ergebnis für den Händler hat.

Eine Herausforderung beim Aufbau ist, Produkt-, Markt- und Kontodaten sinnvoll zusammenzuführen. Kategorien, Varianten und Länder unterscheiden sich, und Produktangaben sind nicht immer vollständig. Die Software muss fehlende Angaben kenntlich machen und verhindern helfen, dass daraus erfundene Produkteigenschaften werden. Ebenso wichtig sind nachvollziehbare Änderungen und die Freigabe durch den Händler vor der Übertragung. Meine Erfahrung hilft mir, diese Punkte aus der späteren Nutzung heraus zu beurteilen.

Für welche Händler ist Listimo besonders interessant, vom kleinen Amazon-Seller bis zur etablierten Marke, und wie berücksichtigt ihr die unterschiedlichen Anforderungen und Budgets eurer Zielgruppen?

Ein neuer Seller kann ein erstes Listing samt Suchbegriffen und Bildern aufbauen. Eine etablierte Marke kann die SEO bestehender Angebote verbessern, einen einheitlichen Markenauftritt schaffen und zusätzliche Länder erschließen. Bei großen Sortimenten und Agenturen sind die gemeinsame Bearbeitung mehrerer Produkte, Variantenfamilien und die Verwaltung mehrerer Verkäuferkonten besonders hilfreich.

Für die Expansion lassen sich Texte und Bildbeschriftungen in der jeweiligen Landessprache erstellen. Mit der Amazon-Anbindung können fehlende Angebote in weiteren Ländern vorbereitet werden; erforderliche Marken- oder Kategoriefreigaben werden vorab geprüft.

Beim Budget arbeiten wir mit Credits ohne verpflichtendes Abo. Die Kosten stehen vor der Erstellung fest, gekaufte Credits verfallen nicht. Elf der 27 Werkzeuge sind kostenlos. Ergänzend gibt es unsere Academy. So kann ein Händler zunächst eine konkrete Aufgabe lösen und den Umfang nach seinem Bedarf ausweiten.

Welche Erfahrungen habt ihr seit dem Start mit euren Anwendern gesammelt und welche Rückmeldungen haben die Weiterentwicklung der Plattform besonders beeinflusst?

Besonders hilfreich sind Rückmeldungen direkt an einem Produkt oder Arbeitsschritt. Dazu gehören Fragen wie: Ist bei einem Set die richtige Stückzahl dargestellt? Soll die Verpackung sichtbar sein? Wird beim Wechsel des Videoformats etwas Wichtiges abgeschnitten? Welche Herstellerangabe fehlt, damit sich ein Angebot übertragen lässt?

Diese Rückmeldungen zeigen sehr konkret, wo Qualität und Verwendbarkeit noch verbessert werden müssen. Sie beeinflussen deshalb Themen wie die Steuerung von Verpackungs- und Set-Darstellungen, die Formatunterstützung, das gezielte Neuerstellen einzelner Ergebnisse und verständlichere Hinweise bei Pflichtangaben.

Für mich zählt dabei, ob Händler mit dem Ergebnis wirklich weiterarbeiten können. Ein korrekt dargestellter Lieferumfang hilft dem Käufer, eine vollständige Pflichtangabe kann ein Übertragungsproblem lösen. Solche Verbesserungen machen den Nutzen im Alltag greifbar.

Der E-Commerce verändert sich durch künstliche Intelligenz und neue Such- und Kaufgewohnheiten. Welche Entwicklungen werden deiner Meinung nach den Amazon-Handel in den kommenden Jahren besonders prägen und welche Funktionen plant ihr für Listimo?

Ich erwarte, dass Produktsuche und Kaufberatung stärker miteinander verschmelzen. Wenn Kunden einem Einkaufsassistenten eine konkrete Frage stellen, gewinnen verständliche Eigenschaften, Anwendungsfälle, Vergleichsmerkmale und Antworten auf typische Käuferfragen an Bedeutung. Die datenbasierte SEO bleibt dabei wichtig: Händler müssen verstehen, wonach ihre Kunden suchen und welche Nachfrage hinter diesen Begriffen steht.

Mit unserem Rufus-Check können Händler bereits untersuchen, welche Käuferfragen ein Listing beantwortet und wo Informationen fehlen. Auch die Verbindung aus Suchdaten, Inhaltserstellung und Verkäuferkonto ist schon Teil von Listimo.

Weiterentwickeln möchten wir vor allem, wie daraus verständliche Handlungsempfehlungen für größere Sortimente und mehrere Länder entstehen. Dazu gehören Timo, die Priorisierung von Verbesserungen und die Auswertung ihrer Ergebnisse. Händler sollen besser erkennen, welche Maßnahmen ihnen bei Sichtbarkeit, Verkaufschancen und Expansion tatsächlich weiterhelfen.

Welche langfristige Vision verfolgst du mit Listimo und welche drei Ratschläge würdest du anderen Gründerinnen und Gründern geben, die aus einem Problem ihres eigenen Berufsalltags ein erfolgreiches Softwareprodukt entwickeln möchten?

Meine Vision ist, dass Händler mit Listimo ihre Produkte auf Amazon erfolgreicher verkaufen und sich langfristig ein gesundes Geschäft aufbauen können. Dazu gehören datenbasierte SEO, überzeugende Inhalte, ein besserer Überblick über das Sortiment und die Expansion auf weitere Marktplätze. Auch kleinere Seller sollen diese Möglichkeiten nutzen können, ohne dafür ein großes Team aufbauen zu müssen.

Erfolg bedeutet für mich, dass sich der Einsatz wirtschaftlich lohnt. Umsatz, Marge und Aufwand müssen zusammenpassen. Und wenn ein Händler sein Geschäft gut weiterentwickeln kann und dabei mehr von seiner Familie mitbekommt, hat das für mich auch persönlich einen großen Wert.

Drei Dinge würde ich anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben. Erstens: Prüft den Bedarf an echten Fällen. Lasst euch von potenziellen Kunden zeigen, wie oft das Problem auftritt, wie sie es heute lösen und welche wirtschaftlichen Folgen es hat. So erkennt ihr, welche Anforderungen für sie wirklich entscheidend sind.

Zweitens: Seid selbst von dem überzeugt, was ihr aufbauen wollt, und bleibt dran. Es wird Phasen geben, in denen etwas länger dauert, Rückschläge kommen oder der Erfolg auf sich warten lässt. Dann hilft ein klarer eigener Antrieb: zu wissen, welches Problem man lösen will und warum es die Mühe wert ist. Holt euch ehrliches Feedback und entwickelt eure Lösung weiter. Ausdauer und die Bereitschaft dazuzulernen gehören für mich zusammen.

Drittens: Schützt die Zeit mit euren Liebsten. Ich habe selbst erlebt, wie schnell das eigene Geschäft den gesamten Alltag einnehmen kann. Diese Zeit bekomme ich nicht zurück. Plant Zeit für eure Familie deshalb genauso verbindlich ein wie einen wichtigen Geschäftstermin. Für mich gehört zu einem erfolgreichen Unternehmen auch, dass Raum für die Menschen bleibt, die einem am meisten bedeuten.

Fotocredits: privat

Wir bedanken uns bei Enes Kurt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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