Samstag, Februar 28, 2026
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Biete klaren Mehrwert: Unterscheide dich durch einzigartige, nützliche Lösungen

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juma

JUMA stellt sich als innovative Marke im Bereich der Energy Drinks vor, die auf Guayusa basiert und eine gesunde, natürliche Alternative zu herkömmlichen, zuckerreichen Produkten bietet

Stell dich und dein Startup food42morrow doch kurz unseren Lesern vor.

Hey, wir sind Carlos, Max & Raoul und sind die Gründer von JUMA, der BETTER ENERGY FOR YOU Brand. Auf Basis von Guayusa entwickeln wir moderne Sport-Lifestyle Drinks als gesunde Alternative zu Energy Drinks & Co. und liefern damit die BETTER ENERGY FOR YOU für alle ernährungsbewussten Konsumenten.

Warum hast du dich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass eine Entscheidung zur Gründung immer von mehreren Faktoren abhängig gemacht werden und dabei die eigene Lebenssituation berücksichtigt werden sollte. Im Wesentlichen waren bei uns 2 Gründe am wichtigsten:

Die Idee entstand, da das bestehende Angebot an Energy Drinks in der Regel von überzuckerten und unnatürlichen Produkten beherrscht wird. Um hier eine natürliche und bessere Alternative zu bieten, sind wir zunächst im Nebenerwerb mit unserer Idee gestartet. Da sich das Projekt positiv entwickelt und sich damit das Potenzial der Marke und des Vorhabens gezeigt hat, haben wir uns 2023 dazu entschlossen, mit „JUMA“ in Vollzeit durchzustarten.

Wir waren auf der Suche nach neuen Herausforderungen zur persönlichen Weiterentwicklung. Da man als Gründer eine extreme Lernkurve in diversen Bereichen genießt, die man in einem Angestelltenverhältnis so nie bekommt, war der Start ins Unternehmertum die ideale Option für uns.

Was war bei der Gründung von JUMA  die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung bei uns war, dass unser Konzept auf Guayusa – einem in Europa neuen und bislang unbekannten Rohstoff – basiert. Entsprechend mussten Lieferketten neu aufgebaut und unsere lokalen Produktionspartner erst von der neuen Zutat überzeugt werden, bzw. Produzenten gefunden werden, die mit Guayusa arbeiten wollen oder können. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv. Wir würden sogar so weit gehen und sagen, dass man starten muss, bevor alles perfekt ist und erst dann sollte das Produkt oder die Dienstleistung iterativ verbessert werden. Vermutlich gibt es einige Leute, welche eine ähnliche Idee haben, wie man sie selber hat. Der größte Unterschied zwischen Erfolg & Misserfolg liegt meistens darin, dass manche keine Angst vor Fehlern & Rückschlägen haben und direkt anfangen, während andere nie Ihre Komfort-Zone verlassen und es für diejenigen immer eine Idee bleibt. 

Welche Vision steckt hinter JUMA ?

Mit JUMA wollen wir zeigen, dass Energy & Lifestyle Drinks auch natürlich und gesund sein können und so insbesondere der jüngeren Zielgruppe eine ansprechende Alternative bieten. Auf Basis von Guayusa wollen wir die BETTER FOR YOU Alternativen in diversen Segmenten bieten. 

Wer ist die Zielgruppe von JUMA ?

Mit unserem RECHARGE targetieren wir alle Sport- und Fitnessbegeisterten in der DACH-Region. Dabei möchten wir insbesondere der jungen Zielgruppe eine gesündere und moderne Alternative zum bestehenden Angebot liefern.

Wie funktioniert JUMA ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet dich von anderen Anbietern?

Guayusa – das Superleaf aus Ecuador, zählt zu den koffeinreichsten Blättern der Welt. Die Blätter enthalten jedoch nicht nur Koffein, sondern auch eine einzigartige Mischung aus Aminosäuren, Antioxidantien und Polyphenolen. Dies führt zu einem gleichmäßigen Energieniveau ohne die abrupten Abstürze, die oft mit herkömmlichen Energy-Drinks anderer Anbieter verbunden sind. Entsprechend ist der Energieschub von unserem Produkt 100% natürlich, was unsere Konkurrenz nicht behaupten kann.

Wo geht der Weg hin? Wo siehst du dich und food42morrow in fünf Jahren?

Aktuell stehen wir kurz vor dem Release von unserem neuesten Vorhaben: Den ersten Energy & Sports Drink auf Basis einer 100% natürlichen Koffeinquelle in einer wiederverschließbaren Aluminiumdose. RECHARGE ENERGY TEA heißt das Produkt und steht für den Unternehmensslogan BETTER ENERGY FOR YOU. Auch hier basiert das Konzept auf dem Superfood Guayusa. Zusammen mit Vitaminen und Elektrolyten wird das Getränk zusätzlich zu einem Hydration-Drink. Somit soll das Produkt ideal für all diejenigen sein, die auf der Suche nach einer besseren Alternative zu herkömmlichen Energy- und Sportdrinks sind. In 5 Jahren wollen wir unsere Produktpalette um weitere Kategorien erweitert haben und in ganz Europa damit vertreten sein.

Welche drei Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei bereit Fehler zu machen ➝ Dass man als Unternehmer Fehler machen wird, könnte schon fast als eine Art unternehmerisches Naturgesetz gelten. Nur durch Fehler lernt man. Der Lernprozess sollte jedoch auch schnell sein, damit die Erfolgschancen am Leben bleiben.

Sei offen für andere Meinungen ➝ Oft verliebt man sich zu schnell in die eigene Idee und vergisst dabei, sich zu hinterfragen. Meinungen & Feedback des Marktes und anderer erfolgreicher Unternehmer sind essenziell. Nur so kann man feststellen, ob man auf dem richtigen Weg ist.

Glaube an deine Vision ➝ Gründe nur, wenn du auch zu 100% überzeugt bist. Denn eine Gründung ist ein Marathon und kein Sprint, weshalb hierfür ein gutes Durchhaltevermögen notwendig ist.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: JUMA

Kontakt:

food42morrow GmbH
Mainzer Landstr. 105
D-60329 Frankfurt am Main

www.drinkjuma.com
carlos@jumatea.eu

Ansprechpartner: Carlos Lopez Granado

Social-Media:
Instagram
Facebook
LinkedIn

Sei authentisch und zeige Leidenschaft für dein Produkt oder deine Dienstleistung

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Rock my Sleep

Rock my Sleep ist ein innovatives Startup, das einzigartige Spieluhren bietet, die eine individuelle Musikauswahl für eine besondere Schlafatmosphäre für Kinder ermöglichen

Können Sie uns und unseren Lesern Ihr Startup kurz vorstellen und erklären, was das Besondere an Ihrer Dienstleistung ist?

Rock my Sleep ist ein innovatives Startup, das Spieluhren mit einer vielfältigen Auswahl an Schlafmusik anbietet. Unsere Spieluhren unterscheiden sich von herkömmlichen Modellen durch ihr modernes Design, ihre Benutzerfreundlichkeit und natürlich die Möglichkeit, individuelle Musikinhalte abzuspielen. Wir ermöglichen es Eltern, ihren Kindern bereits in jungen Jahren eine Vorliebe für bspw. Rockmusik zu vermitteln und so eine einzigartige Schlafatmosphäre zu schaffen. Wir arbeiten dabei mit Musikern zusammen, die bekannte Musikhits als instrumentale Schlafliedversion einspielen.

Was ist die Vision von Rock my Sleep und was möchten Sie mit Ihrem Unternehmen langfristig erreichen?

Unsere Mission ist es, Eltern dabei zu unterstützen, eine positive und entspannte Schlafumgebung für ihre Kinder zu schaffen. Wir streben danach, innovative Produkte anzubieten, die nicht nur funktionell und sicher sind, sondern auch unterhaltsam für Kinder. Unsere Spieluhren sollen nicht nur dabei helfen, Kinder zum Schlafen zu bringen, sondern auch ihre Sinne anregen und ihre Entwicklung fördern. Letztendlich möchten wir dazu beitragen, dass sowohl Eltern als auch Kinder eine erholsame und friedliche Nachtruhe genießen können.

Wer ist die Zielgruppe für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung und warum gerade diese Gruppe?

Unsere Zielgruppe sind Eltern, die Wert auf eine musikalische und kreative Umgebung für ihre Kinder legen. Wir sprechen insbesondere Eltern an, die ihren Kindern frühzeitig eine Liebe zur Rockmusik vermitteln möchten und nach hochwertigen Schlafprodukten suchen, die sowohl funktional als auch unterhaltsam sind. Unter unseren Kunden tummeln sich auch viele „Beschenken“, die auf der Suche nach einer coolen Alternative sind und nicht zur herkömmlichen Spieluhr greifen wollen.

Was hat Sie dazu bewogen, Rock my Sleep in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ zu präsentieren?

Wir haben uns entschieden, unser Startup in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ zu präsentieren, um unsere Marke einem breiten Publikum vorzustellen, potenzielle Investoren zu gewinnen und unsere Wachstumspläne zu beschleunigen. Die Möglichkeit, vor einem renommierten Investorenpanel aufzutreten, war eine einmalige Chance, die wir nutzen wollten, um unser Geschäft auf die nächste Stufe zu heben. Natürlich sorgt die Show auch für eine mediale Reichweite, die sehr attraktiv ist.

Mit welchen Erwartungen und Zielen sind Sie in die Sendung gegangen und gab es spezielle Investoren, die Sie überzeugen wollten?

Unser Ziel war es, Investoren von unserem einzigartigen Produktkonzept zu überzeugen und eine Partnerschaft einzugehen, die unser Wachstum beschleunigt. Wir hofften, finanzielle Mittel zu sichern, um unsere Produktentwicklung und Vermarktungsaktivitäten voranzutreiben und unsere Marktposition zu stärken. 

Wie war Ihre Erfahrung in der Sendung und gab es überraschende Momente oder Herausforderungen?

Die Erfahrung in der Sendung war aufregend und herausfordernd zugleich. Wir mussten unsere Präsentation auf den Punkt bzw. „2 Minuten“ bringen und das Investorenpanel von unserem Produkt überzeugen. Die größte Herausforderung bestand darin, unter Druck souverän aufzutreten und unser Unternehmen überzeugend zu präsentieren. Neben den Investorenaugen waren natürlich auch diverse Kameras auf uns gerichtet, was die Aufregung nochmals steigerte.

Welches Feedback haben Sie erhalten und welcher Investor war besonders interessiert?

Wir haben durchweg positives Feedback von den Investoren erhalten, die unser Produktkonzept und unser Marktpotenzial lobten. Allerdings gab es auch Kritik, bezüglich unserer aktuellen Margensituation, was auch dazu führte, dass zwei Investoren ausstiegen. Trotzdem waren einige Investoren besonders interessiert. Heinrich Prokop bot 50.000 € und Bernd Hinteregger bot sogar 100.000 € für eine Beteiligung an unserem Unternehmen. Zusätzlich erhielten wir über Katharina Schneider das Mediashop-Ticket, was eine große Chance für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens darstellt.

Wie hat sich Rock my Sleep seit dem Auftritt in der Sendung entwickelt und gab es signifikante Veränderungen oder Erfolge?

Seit der Sendung konnten wir einen deutlichen Anstieg der Bestellungen verzeichnen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Anfragen erhalten, darunter Interviewanfragen, Interesse von weiteren potenziellen Investoren und umfangreiches Feedback von bestehenden Kunden. Dies zeigt, dass unser Auftritt in der Sendung dazu beigetragen hat, die Sichtbarkeit unseres Unternehmens zu erhöhen und das Interesse an unseren Produkten zu steigern. Wir freuen uns darüber natürlich extrem und es zeigt uns, dass wir mit unseren Spieluhren auf einem guten Weg sind.

Was sind die nächsten Schritte für Rock my Sleep und wo sehen Sie Ihr Startup in fünf Jahren?

Unsere nächsten Schritte umfassen die Einführung neuer Produktvarianten, bspw. neuer Stofftiere. Die Expansion in neue Märkte und die Stärkung unserer Marke durch gezielte Marketingmaßnahmen steht ebenfalls ganz oben auf unserer Agenda. In fünf Jahren sehen wir Rock my Sleep als etablierte Marke, die weltweit führende Schlafprodukte für Kinder anbietet und einen positiven Einfluss auf das Schlafverhalten von Kindern hat.

Zum Schluss, welche Tipps würden Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben, die überlegen, sich in ähnlichen Shows zu präsentieren?

Bereite dich gründlich vor und kenne deine Präsentation in- und auswendig.

Sei authentisch und zeige Leidenschaft für dein Produkt oder deine Dienstleistung.

Höre auf das Feedback der Investoren und sei bereit, Anpassungen vorzunehmen.

Nutze die Gelegenheit, um dein Netzwerk zu erweitern und potenzielle Investoren kennenzulernen.

Bleibe auch nach der Show am Ball und arbeite kontinuierlich an der Weiterentwicklung deines Unternehmens.

Bild Rock my Sleep Copyright: @ Gerry Frank Photography 2023

Wir bedanken uns bei Michael Heimrich und Hendrik Mahncke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Startups Pitchen um Investments bei 2 Minuten 2 Millionen

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12. märz

Am 12. März bei 2 Minuten 2 Millionen: Entdecken Sie die neuesten Innovationen und kreativen Lösungen von aufstrebenden Startups. Von kontaktlosem Bezahlen bis zu neuartigen Gesundheitskonzepten – erleben Sie, wie frische Ideen und unternehmerischer Geist die Zukunft gestalten

In der pulsierenden Welt der Startups, wo Innovation auf Unternehmertum trifft und kreative Ideen das Potenzial haben, Branchen zu revolutionieren, nimmt die österreichische Fernsehsendung „2 Minuten 2 Millionen“ einen besonderen Platz ein. In dieser Arena bekommen visionäre Gründer die Chance, ihre bahnbrechenden Konzepte vor einem Kreis erfahrener Investoren zu präsentieren, in der Hoffnung, nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch wertvolles Mentorship zu erhalten. Am 12. März war es wieder soweit: Vier vielversprechende Startups aus Österreich und Deutschland stellten sich dieser Herausforderung, jedes mit einem einzigartigen Produkt, das das Potenzial hat, den Markt zu verändern und das Leben der Menschen zu verbessern.

Von Oberösterreich bis Niederösterreich, von der technischen Innovation bis zur sozialen Initiative, spiegeln diese Unternehmen die Vielfalt und Kreativität der Startup-Szene im deutschsprachigen Raum wider. Sie zeigen, wie mit Unternehmergeist, Fachkenntnis und einem starken Glauben an ihre Visionen aus kleinen Ideen große Veränderungen entstehen können. Ob es darum geht, alltägliche Probleme zu lösen, wie Insekten in Getränkedosen, oder gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen, wie die Integration neurodiverser Menschen in den Arbeitsmarkt – diese Startups sind bereit, traditionelle Grenzen zu überschreiten und neue Wege zu beschreiten.

In der heutigen Ausgabe von „2 Minuten 2 Millionen“ präsentieren sich Canbug, Amazing 15, Pagopace und Wyld Fizz Wyldberry der kritischen Jury und dem faszinierten Publikum. Jedes dieser Unternehmen steht vor der Herausforderung, nicht nur ihre Produkte und Geschäftsmodelle zu erläutern, sondern auch die Herzen und Investitionstaschen der Jury zu erobern. Mit jedem Pitch, jeder Frage und jedem Dialog entfaltet sich ein fesselndes Drama um Risiko, Innovation und Unternehmertum – ein lebendiges Testament des kreativen und wirtschaftlichen Potenzials, das in der Startup-Welt schlummert.

Canbug – Die Innovation gegen Insekten in Getränkedosen am 12. März 2024 in 2 Minuten 2 Millionen

Im malerischen Oberösterreich, genauer im Bezirk Vöcklabruck, hat Hermann Schlattner, ein Erfinder mit dem Charme eines Daniel Düsentrieb, eine neue Erfindung präsentiert: den Canbug. Dieses raffinierte Gerät soll lästige und gefährliche Insekten davon abhalten, in Getränkedosen zu klettern. Ein cleveres System aus Flügeln ermöglicht es, aus der Dose zu trinken, ohne unliebsame Überraschungen zu erleben. Katharina Schneider zeigte sich begeistert von Schlattner, auch wenn ein Heiratsantrag im Raum schwebte – natürlich nur im Scherz.

Amazing 15 – Die Kraft der Neurodiversität am 12. März 2024 in 2 Minuten 2 Millionen

Aus dem Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich kommen Anna Marton und Iris Steyrer mit ihrem beeindruckenden Projekt „Amazing 15“. Sie erkennen neurodiverse Menschen als wertvolle Talente, die mit ihren einzigartigen Fähigkeiten Unternehmen bereichern können. Ihr Ziel ist es, diese besonderen Talente mit passenden Unternehmen im DACH-Raum zu verknüpfen. Ihr Engagement für Diversität und Inklusion hat nicht nur Christian Jäger beeindruckt, auch Eveline Steinberger lobte ihre Expertise und Geschäftssinn.

Pagopace – Revolution im kontaktlosen Bezahlen am 12. März 2024 in 2 Minuten 2 Millionen

Aus Deutschland stammen Steffen Kirilmaz und Lukas Schmitz, die mit ihrem innovativen Ring Pagopace den Markt des kontaktlosen Bezahlens aufmischen wollen. Der Ring ermöglicht es, weltweit Zahlungen durchzuführen, ähnlich wie mit einer Kreditkarte, aber ohne Akku, Batterie oder Smartphone. Die Sicherheit und Wasserdichte des Rings runden das Produkt ab. Kirilmaz träumt davon, sein Produkt global zu etablieren. Ob die Investoren diesen Traum teilen, bleibt abzuwarten.

Wyld Fizz Wyldberry – Der gesunde Partydrink am 12. März 2024 in 2 Minuten 2 Millionen

Raphael Reisinger und Marcel Winkler aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich haben eine Mission: Sie wollen den Kaloriengehalt von Partygetränken senken. Ihr zuckerfreier und kalorienarmer Drink Wyld Fizz Wyldberry verspricht Genuss ohne Reue. Zusätzlich haben sie einen „Back to life“-Shot entwickelt, der wichtige Nährstoffe liefert und die Leber bei der Entgiftung unterstützt.

In der spannenden Episode von „2 Minuten 2 Millionen“ haben wir eindrucksvoll erlebt, wie vier vielversprechende Startups aus Österreich und Deutschland mit ihren innovativen Ideen die Bühne betreten, um die Investoren zu überzeugen und Unterstützung für ihre zukunftsweisenden Projekte zu gewinnen. Canbug, Amazing 15, Pagopace und Wyld Fizz Wyldberry repräsentieren die Vielfalt und den Erfindungsreichtum der Startup-Landschaft im deutschsprachigen Raum und zeigen eindrücklich, wie Kreativität und unternehmerischer Mut Hand in Hand gehen, um die Herausforderungen von heute und morgen anzugehen.

Von der effektiven Lösung gegen Insekten in Getränkedosen bis hin zur Förderung neurodiverser Talente am Arbeitsmarkt, vom revolutionären Bezahlring bis zum gesunden Partydrink – jedes dieser Unternehmen bringt eine einzigartige Lösung für alltägliche und gesellschaftliche Probleme mit. Ihre Präsentationen vor den Investoren sind nicht nur ein Test ihrer Geschäftsmodelle, sondern auch eine Demonstration ihres Engagements, ihrer Visionen und ihres Potenzials, echte Veränderungen zu bewirken.

Während einige Startups die Investoren sofort begeistern konnten, mussten andere härter um ihre Anerkennung kämpfen. Doch unabhängig vom Ausgang ihrer Pitches ist klar, dass alle vier Unternehmen einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen haben und beispielhaft für den innovativen Geist und die dynamische Energie stehen, die die Startup-Welt antreiben. Ihre Teilnahme an „2 Minuten 2 Millionen“ ist nicht nur ein wichtiger Schritt auf ihrem unternehmerischen Weg, sondern auch eine Inspiration für andere Gründer, die mit ihren Visionen die Welt verändern wollen.

Copyright: PULS 4/Gerry Frank

Wie kann Ihre Marke in der heutigen Geschäftswelt erfolgreich bestehen?

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Best Practices

Best Practices für die Entwicklung und Pflege einer Marke

In einer Welt, in der die Wirtschaft ständig in Bewegung ist und sich Verbraucherpräferenzen schnell ändern, ist der Aufbau einer starken, wiedererkennbaren Marke entscheidender denn je. Eine Marke ist das Herzstück eines jeden Unternehmens, sie verkörpert dessen Identität, Werte und Versprechen an die Kunden. Doch eine Marke entsteht nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis sorgfältiger Planung, strategischer Entwicklung und konsequenter Pflege.

In einer Ära, in der der Wettbewerb intensiver ist und die Verbraucher mehr Auswahl als je zuvor haben, kann eine gut entwickelte und gepflegte Marke der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens sein. Dieser Artikel beleuchtet die Best Practices, die Unternehmen anwenden können, um ihre Marke effektiv zu entwickeln und zu pflegen, und wie diese Praktiken dazu beitragen können, in der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt erfolgreich zu sein.

Grundlagen der Markenentwicklung

Eine starke Marke beginnt mit einer klaren Vision und Botschaft, die die Kernwerte und das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens reflektieren. Farben, Design und Sprache spielen eine wichtige Rolle in der Schaffung einer kohärenten Markenidentität. Marktanalysen helfen, die Zielgruppe zu verstehen und deren Bedürfnisse zu adressieren.

Konsistenz ist der Schlüssel

Einheitlichkeit über alle Marketing- und Kommunikationskanäle ist essentiell. Das visuelle Erscheinungsbild, der Ton und die Botschaft der Marke müssen überall konsistent sein, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen.

Aktive Markenpflege

Markenpflege ist ein fortlaufender Prozess, der regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen erfordert. Unternehmen müssen auf Marktveränderungen reagieren und ihre Strategien entsprechend anpassen. Kundenfeedback ist dabei ein wertvolles Werkzeug.

Integration der digitalen Dimension

Digitale Plattformen sind unerlässlich für moderne Marken. Social Media, Content Marketing und SEO sind wichtige Werkzeuge, um die Marke online zu stärken. Authentizität und markenkonforme Inhalte sind dabei entscheidend.

Storytelling: Die Marke zum Leben erwecken

Gute Marken erzählen eine Geschichte. Storytelling hilft, emotionale Verbindungen mit dem Publikum aufzubauen. Es geht darum, die Marke in eine narrative Form zu bringen, die die Zielgruppe anspricht und bindet.

Zielgruppenverständnis vertiefen

Ein tiefes Verständnis der Zielgruppe ist unerlässlich. Unternehmen müssen die Bedürfnisse, Wünsche und das Verhalten ihrer Zielkunden verstehen. Dies ermöglicht eine gezieltere und effektivere Kommunikation.

Reaktion auf Feedback und Kritik

Die Reaktion auf Kundenfeedback und Kritik ist entscheidend für die Markenpflege. Unternehmen sollten offen für Feedback sein und darauf angemessen reagieren. Dies zeigt, dass sie ihre Kunden wertschätzen und bereit sind, sich weiterzuentwickeln.

Nachhaltigkeit in der Markenführung

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung werden immer wichtiger für Marken. Unternehmen sollten diese Aspekte in ihre Markenstrategie integrieren, um Relevanz und Glaubwürdigkeit bei einer umweltbewussten Zielgruppe zu gewinnen.

Anpassungsfähigkeit und Innovation

Märkte verändern sich schnell, und Marken müssen anpassungsfähig sein. Innovation sollte ein Kernbestandteil der Markenstrategie sein, um relevant zu bleiben und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Markenschutz und rechtliche Aspekte

Der rechtliche Schutz der Marke ist nicht zu vernachlässigen. Markenrechte sollten gesichert und gegen Verletzungen verteidigt werden, um die Einzigartigkeit und Integrität der Marke zu bewahren.

Die Kunst der Markenentwicklung und -pflege ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. In unserer zunehmend vernetzten und wettbewerbsorientierten Welt ist eine starke Marke mehr als nur ein Logo oder ein Name; sie ist das Fundament, auf dem das Vertrauen und die Loyalität der Kunden aufgebaut werden. Eine effektive Marke spiegelt die Identität und die Werte eines Unternehmens wider und schafft eine emotionale Verbindung mit dem Publikum.

Durch die Anwendung der hier diskutierten Best Practices können Unternehmen ihre Marken strategisch entwickeln und pflegen. Dies umfasst das Verständnis und die Ansprache der Zielgruppe, die Gewährleistung von Konsistenz in allen Aspekten der Markenkommunikation, die Reaktion auf Feedback und die Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen. Darüber hinaus ist die Integration von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung in die Markenstrategie zunehmend wichtig, um die Relevanz und Glaubwürdigkeit in einer umweltbewussten Gesellschaft zu stärken.

In einer Welt, in der Kunden täglich mit unzähligen Marken interagieren, ist die Fähigkeit, sich abzuheben und eine bleibende Wirkung zu erzielen, von unschätzbarem Wert. Unternehmen, die in ihre Marke investieren und diese kontinuierlich pflegen, werden nicht nur überleben, sondern gedeihen. Die Marke ist letztlich das Versprechen eines Unternehmens an seine Kunden – ein Versprechen, das kontinuierlich erfüllt werden muss, um Vertrauen und Treue zu gewährleisten

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – Rawpixel.com

Wir können alle voneinander lernen und gemeinsam Großartiges bewirken

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Ellen Bommersheim wird auf dem 3. Peru-Deutschland Entrepreneurship Kongress als Speakerin ihr Wissen weitergeben

Ellen Bommersheim wird auf dem 3. Peru-Deutschland Entrepreneurship Kongress als Speakerin ihr Wissen weitergeben

Frau Bommersheim, Sie sind als Sprecherin beim dritten Kongress für Entrepreneure aus Peru und Deutschland dabei. Welche Rolle spielt Kompass im Kontext des internationalen Gründungsgeschehens? 

Ellen Bommersheim: „Erstmal ganz herzlichen Dank an Holger Ehrsam für die Möglichkeit, bei diesem tollen Kongress dabei sein zu dürfen. Wir freuen uns sehr darüber, denn als internationales Start-up Zentrum ist genau das unser Thema. Wir bieten konkrete Unterstützung, wenn es um den Markteintritt in Deutschland geht und bieten fachliche Begleitung auf dem Weg zum erfolgreichen Business. Und dazu gehört es auch, peruanische und deutsche Startups zusammenzubringen. Darauf freuen wir uns.“

Sie kennen den peruanischen Markt sehr gut, Frau Bommersheim. Was ist ihrer Meinung nach das Besondere an peruanischen Gründer*innen? 

„Peruanische Startups haben einen besonderen Drive. Sie stehen für Nachhaltigkeit, Innovation und Schaffenskraft. Das begeistert mich immer wieder und inspiriert uns in der Zusammenarbeit. Denn gerade in der Kombination von Gründer*innen aus verschiedenen Ländern entstehenden spannende Partnerschaften.“

Wie können Sie peruanische oder Startups aus anderen Ländern ganz konkret mit ihren Angeboten unterstützen? 

„Wir als internationales Startup Zentrum können vielfältig unterstützen – mit praxisorientierter Starthilfe, individueller Beratung und spannenden Workshop zu Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Wir sind aber auch akkreditiert für öffentliche Förderprogramme und ermöglichen den Zugang zu Finanzierungsinstrumenten, um die finanzielle Basis für das entsprechende Gründungs- oder Expansionsvorhaben sicherzustellen. Ich denke, gerade in diesem Thema ergänzen wir perfekt die Arbeit von PeruConsult und freuen uns, dass die Zusammenarbeit ideal ineinandergreift.“

Was ist ihre Vision? „Unser Wunsch ist es, Gründer*innen auf nationaler wie internationaler Ebene zusammenzubringen, um innovative Ideen umzusetzen und nachhaltiges Business zu generieren. 

Ellen Bommersheim: Dies unterstützen wir von Kompass mit einem international aufgestellten und multikulturellen Team sowie Zugang zu einem internationalen Netzwerk von Institutionen, Start-up- und Technologiezentren, die beim länderübergreifenden Wachsen eine wichtige Rolle einnehmen. Es steckt eine besondere Kraft im Austausch von Gleichgesinnten und im Zusammenwirken unterschiedlicher Kulturen. Wir können alle voneinander lernen und gemeinsam Großartiges bewirken.“

Ellen Bommersheim, Geschäftsführerin Kompass Frankfurt

Das Interview führte Holger Ehrsam

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie revolutioniert KI das persönliche Kundenerlebnis?

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Wie künstliche Intelligenz das Kundenmanagement verändert

In einer Welt, die sich zunehmend digitalisiert und vernetzt, nimmt die Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) im Kundenmanagement eine Schlüsselrolle ein. Dieser technologische Wandel stellt eine echte Revolution in der Art und Weise dar, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren und kommunizieren. Mit fortschrittlichen Algorithmen und lernfähigen Systemen wird es möglich, Kundenbedürfnisse nicht nur zu erkennen, sondern auch vorherzusagen und darauf in Echtzeit zu reagieren.

Diese Entwicklung ist nicht nur ein Schritt hin zu mehr Effizienz und Automatisierung, sondern sie eröffnet auch neue Dimensionen der Kundenbindung und -zufriedenheit. Der Einsatz von KI im Kundenmanagement reicht von der Analyse großer Datenmengen bis hin zur personalisierten Kundenansprache, wodurch ein maßgeschneidertes und nahtloses Kundenerlebnis geschaffen wird. In dieser Einleitung werden wir die vielfältigen Auswirkungen von KI auf das Kundenmanagement beleuchten und einen Einblick in die transformative Kraft dieser Technologie geben.

Personalisierung durch KI: Ein neues Kundenerlebnis

KI-Systeme sind in der Lage, große Mengen von Kundendaten zu analysieren und daraus individuelle Bedürfnisse und Präferenzen abzuleiten. Dies ermöglicht eine bisher unerreichte Personalisierung in der Kundenansprache. Unternehmen können maßgeschneiderte Angebote und Inhalte erstellen, die genau auf die Interessen und Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten sind. Diese Art der Personalisierung erhöht die Kundenzufriedenheit und fördert die Kundenbindung.

Effizienzsteigerung in der Kundenbetreuung

Durch den Einsatz von KI im Kundenmanagement lassen sich viele Prozesse automatisieren. Chatbots und virtuelle Assistenten können beispielsweise einfache Kundenanfragen selbstständig bearbeiten. Dies entlastet die Kundenbetreuung und ermöglicht es den Mitarbeitern, sich auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren. Zudem reduziert die Automatisierung die Reaktionszeit auf Kundenanliegen, was zu einer höheren Kundenzufriedenheit führt.

Herausforderungen und ethische Fragen

Die Integration von KI in das Kundenmanagement bringt auch Herausforderungen mit sich. Datenschutz und die ethische Nutzung von Kundendaten stehen dabei im Vordergrund. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die Privatsphäre ihrer Kunden respektieren und transparent über den Einsatz von KI-Technologien informieren. Zudem besteht die Gefahr, dass eine zu starke Automatisierung die persönliche Komponente in der Kundenbeziehung beeinträchtigt.

Einsatz von KI in der Kundenanalyse und -segmentierung

Die Fähigkeit von KI, große Datenmengen zu verarbeiten und daraus Erkenntnisse zu gewinnen, ist besonders wertvoll für die Kundenanalyse und -segmentierung. Unternehmen können mithilfe von KI-Algorithmen ihre Kunden in spezifische Gruppen einteilen, basierend auf Verhalten, Vorlieben und Kaufhistorie. Diese gezielte Segmentierung ermöglicht es Unternehmen, maßgeschneiderte Marketingstrategien zu entwickeln und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, indem sie relevantere Produkte und Dienstleistungen anbieten.

KI in der Kundenbindung und im Feedbackmanagement

Künstliche Intelligenz spielt auch eine wichtige Rolle in der Kundenbindung und im Feedbackmanagement. KI-Systeme können Kundenfeedback in Echtzeit analysieren, um Trends und Muster zu erkennen, die für die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen wichtig sind. Zudem ermöglichen sie es, Kundenloyalitätsprogramme effektiver zu gestalten, indem sie individuelle Belohnungen und Anreize bieten, die auf den spezifischen Vorlieben und dem Verhalten der Kunden basieren.
Zukunftsaussichten: KI als Standard

KI wird zunehmend zum Standard in der Kundenbetreuung. Die Technologie entwickelt sich stetig weiter und bietet immer ausgefeiltere Lösungen für das Kundenmanagement. Unternehmen, die KI effektiv einsetzen, können sich einen signifikanten Wettbewerbsvorteil sichern. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Balance zwischen Automatisierung und persönlicher Kundenbetreuung zu finden.

Die Integration von künstlicher Intelligenz in das Kundenmanagement ist mehr als nur eine technologische Entwicklung; sie repräsentiert einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung. KI ermöglicht es, Kundenbeziehungen auf eine tiefere und persönlichere Ebene zu bringen, indem sie individuelle Bedürfnisse und Präferenzen erkennt und darauf reagiert. Diese Technologie hat bereits begonnen, die Art und Weise zu revolutionieren, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren, und wird dies auch weiterhin tun.

Die personalisierte Kundenansprache, gesteigerte Effizienz und schnelle Reaktionsfähigkeit, die KI ermöglicht, sind nicht nur für die Kunden attraktiv, sondern bieten auch den Unternehmen enorme Vorteile.

Sie können sich so von ihren Wettbewerbern abheben und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Allerdings ist es entscheidend, dass Unternehmen die Balance zwischen Automatisierung und menschlicher Interaktion wahren. Der persönliche Kontakt bleibt ein unersetzlicher Bestandteil des Kundenerlebnisses.

Darüber hinaus müssen sich Unternehmen den Herausforderungen des Datenschutzes und der ethischen Verantwortung stellen. Sie müssen transparent agieren und das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen und erhalten. Nur so kann die KI ihr volles Potenzial entfalten und zu einer nachhaltigen Verbesserung im Kundenmanagement beitragen.

Insgesamt ist klar, dass künstliche Intelligenz das Kundenmanagement nicht nur verändert, sondern neu definiert. Unternehmen, die diese Technologie klug und verantwortungsvoll einsetzen, werden in der Lage sein, sich in einer immer komplexer werdenden Geschäftswelt erfolgreich zu behaupten und ihre Kunden auf innovative und effektive Weise zu betreuen

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – phonlamaiphoto

Es ist wie beim Sport immer auf das nächste Spiel schauen, dann kommt der Rest von allein

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BergBiber ist ein Familienunternehmen aus dem Sauerland, das innovative, langlebige Baby-Bodys entwickelt, die mit dem Kind mitwachsen.

Stell dich und dein Startup BergBiber doch kurz unseren Lesern vor.

Wir sind BergBiber und wir machen länger passende Baby-Bodys. BergBiber ist ein kleines Familienunternehmen aus dem Sauerland. Zu unserem Team gehören Evelyn, Christina, René, Dennis und unser Maskottchen Bebi der BergBiber.

Der Name BergBiber hat seinen Ursprung in einem Running Gag der Familie. Während einer Weihnachtsfeier hat Evelyn einen Biber präsentiert, den sie im Biologieunterricht zeichnen sollte. Aber keiner hat diesen Biber als Biber erkannt und so wurde diese Geschichte immer wieder erzählt. Der zweite Teil des Namens ergibt sich aus unserem Wohnort, denn wir wohnen alle gemeinsam in einem Dorf auf einem Berg.

So wurde BergBiber geboren. Seit dem 01. Januar 2024 sind wir nun mit unserem Shop BergBiber.de online und freuen uns über erste Erfolge und positives Feedback

Warum hast du dich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Als frischgebackene Eltern war für uns die Welt der Kindermode komplett neu. Und so kauften auch wir damals neue süße schöne Klamotten. Diese Klamotten passten meistens leider nur kurze Zeit, da unser Sohn wieder einen Schub hatte.

Dieses Problem häufte sich in den ersten zwei Jahren und wir wollten eine Lösung. Zeitgleich war Evelyn monatlich auf der Suche nach neuen Klamotten für die Schule. Durch abendliche Gesprächen über Mode und Babys kam uns dann die Idee einfach selbst eine Marke zu entwerfen.

Wir wollten den Baby-Body aus Sicht der Eltern und mit dem besten Komfort fürs Babys neu erfinden. Über ein Jahr lang planten wir, suchten geeignete Partner und bauten ein Geschäftskonzept auf und so konnte BergBiber.de im Januar eröffnen.

Was war bei der Gründung von BergBiber die größte Herausforderung?

Wir hatten keinerlei Erfahrung und Expertise in der Gründung eines Unternehmens und so mussten wir uns von Beginn an alle Informationen selbst beschaffen. Wo sollen wir anfangen und welcher Schritt ist der Nächste, der in die richtige Richtung führt. Wir benötigten also zunächst eine Struktur und erstellten unseren Businessplan.

Zeitgleich mussten wir uns überlegen, wie unser Produkt aussehen sollte. Wir wollten einen Body, der mitwächst. Aber wie setzen wir das um? Wir gingen also auf die Suche nach verschiedenen Produzenten und dieser Schritt dauerte wirklich sehr lange. Über ein Jahr hatten wir mit diversen Anbietern Gespräche, bis wir die passende Lösung für uns fanden. 

Wichtig war uns, dass der Produzent unsere Werte teilte und seine Expertise einsetzen kann, um unsere Idee nach vorne zu bringen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv! Es ist auch gar nicht anders möglich. Wir haben gelernt, dass es nie den richtigen Zeitpunkt gibt, an dem wir sagen „Jetzt ist es perfekt!“

Man muss einfach starten und sich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Hierbei hat uns geholfen, dass wir auch die aller kleinsten Erfolge gefeiert und uns immer wieder mit dem Start verglichen haben. So konnten wir im Rückspiegel sehen, was wir eigentlich schon alles erreicht haben. Wer erst startet, wenn alles perfekt ist, wird wahrscheinlich niemals starten.

Welche Vision steckt hinter BergBiber?

Mit BergBiber wollten wir Produkte schaffen, die wir selbst als Eltern guten Gewissens kaufen können.

Dabei waren uns drei Punkte besonders wichtig:

Die Produkte müssen mindestens 100 Tage passen. Wir wollen weg von der Fast-Fashion und hin zur Slow-Fashion. Das Eltern sein ist schon stressig und so wollten wir den ständigen Bedarf neuer Kleidung durch Wachstumsschübe entschleunigen.

Die Produkte müssen absolute Top-Standards erfüllen. Durch das GOTS-Zertifikat gewährleisten wir eine schadstofffreie Produktion. Als Eltern ist uns die Qualität der Produkte besonders wichtig. Unseren eigenen Kindern würden wir auch nur Produkte mit guten Standards kaufen.

Unsere Produkte haben einen Bezug zur Natur und sind Unisex. Hier haben wir uns speziell in der Farbauswahl auf Naturtöne konzentriert. Diese haben einen beruhigenden Einfluss auf die Stimmung und passen zu jedem Outfit.

Von Beginn an, war uns klar, dass wir mit unserer Marke auch etwas zurückgeben möchten. Deswegen spenden wir mit jeder Bestellung in unserem Shop auf BergBiber.de einen Euro an KEKS e.V, die Selbsthilfeorganisation für Speiseröhrenerkrankungen. Damit unterstützen wir Kinder mit seltenen Fehlbildungen der Speiseröhre und ihre Familien.

Wer ist die Zielgruppe von BergBiber?

Zu unserer Zielgruppe zählen hauptsächlich junge und werdende Mütter. So konnten wir auf BergBiber.de bereits einen ersten Trend erkennen. Da wir selbst Teil dieser Zielgruppe sind, können wir uns in unsere Kunden sehr gut hineinversetzen und wissen welche Bedürfnisse erfüllt werden müssen. Zudem sind unsere Kunden sehr bewusste Käuferinnen, die eine Abwägung zwischen Qualität und Leistung zum Preis treffen. So sind die klassischen Schnäppchenjäger nicht Teil der Zielgruppe.

Wie funktioniert BergBiber? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet dich von anderen Anbietern?

Mit den BergBiber Baby Bodys haben wir zunächst zwei Produkte geschaffen, die vollkommen neu sind. Wir haben den Langarm-Body und den Wickelbody so kreiert, dass wir eine Passzeit von mindestens 100 Tagen garantieren können. Damit sind wir die einzigen am Markt, die diese 100-Tage-BergBiber-Fit-Garantie aussprechen können und auch dafür einstehen.

Wir haben den Schnitt der Bodys angepasst, sodass die kleinsten Babys schon hineinpassen, aber auch die größeren Babys noch genügend Spielraum für Schulten und Körper haben. Die Ärmel sind umschlagbar und die Knopfleiste im Schritt deckt drei Größen ab. Unser süßes Biberdesign rundet die Produkte ab.

Mit unserer konsequenten Umsetzung dieser Idee sind nun auch Mützen, ebenfalls mit einer Passgarantie für 100 Tage, in der Planung und werden 2024 unser Sortiment erweitern.

Wo geht der Weg hin? Wo siehst du dich und BergBiber in fünf Jahren?

Mit BergBiber und BergBiber.de wollen wir eine Marke und einen Shop erschaffen, der bei den Kunden direkt mit zwei Besonderheiten in Verbindung gebracht wird. Die Produkte passen 100 Tage und wir unterstützen Kinder mit einer seltenen Krankheit. Um dieses Ziel zu erreichen sind wir in unserer Markenbotschaft von Beginn an sehr präzise. 

Im nächsten Schritt stehe eine Ausweitung des Sortiments mit weiteren Farben und passenden Produkten an. Weiterhin wollen wir die Zusammenarbeit mit anderen Shops und Partnern ausbauen. Durch Wachstum kommen auch neue Engpässe, sodass wir uns wünschen, dass wir in fünf Jahren bereits erste motivierte Vollzeitmitarbeiter einstellen können und bereits über ein eigenes Büro und ein großes Lager verfügen.

Welche drei Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Im Grunde erscheint zu Beginn eines StartUps alles überwältigend, und die Menge an Aufgaben nicht zu überblicken, deshalb ist wohl der wichtigste Tipp einfach starten und die erste Aufgabe angehen. Mit jeder Aufgabe wird eine weitere Aufgabe folgen und man arbeitet sich stetig vorwärts. Es ist wie beim Sport immer auf das nächste Spiel schauen, dann kommt der Rest von allein.

Spreche mit anderen Gründern, denn diese haben die gleichen Dinge bereits durchgemacht oder stecken in einer ähnlichen Phase. Es tut gut einfach zu sehen, dass man nicht allein ist und aufkommende Hürden normal aber auch zu schaffen sind.

Baue ein Regionales Netzwerk auf. Informiere dich, welche Angebote es in der Region gibt. Wir selbst waren überrascht, wie groß doch die Gründerszene in unserer Region ist und welche Möglichkeiten durch Kontakte geschaffen wurden. Dies hilft ungemein, um einen Blick von außen zu erhalten und wichtigen Input zu bekommen.

Wir bedanken uns bei Dennis Schumacher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie revolutionieren Start-ups die medizinische und ökologische Zukunft?

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biotechnologie

Die Rolle der Biotechnologie in Start-ups und deren Zukunftsaussichten

Motor der Innovation in Start-ups

Im Zeitalter der Innovation und des technologischen Fortschritts erweist sich die Biotechnologie als einer der dynamischsten und vielversprechendsten Bereiche. Sie ist nicht nur ein Wissenschaftszweig, sondern ein echter Motor für Fortschritt und Wandel. In der Welt der Start-ups spielt die Biotechnologie eine zentrale Rolle, da sie die Grundlage für bahnbrechende Entwicklungen in zahlreichen Sektoren bildet. Von revolutionären medizinischen Behandlungen über nachhaltige landwirtschaftliche Methoden bis hin zu neuen Ansätzen im Umweltschutz – die Biotechnologie eröffnet Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar waren.

Innovative Start-ups nutzen die Biotechnologie, um Antworten auf einige der drängendsten Fragen unserer Zeit zu finden. Sie entwickeln Lösungen, die nicht nur kommerziell attraktiv sind, sondern auch gesellschaftlich relevant. Durch ihre Arbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft tragen diese jungen Unternehmen dazu bei, die Grenzen dessen, was möglich ist, kontinuierlich zu erweitern.

Die Einbindung der Technologie in Start-ups ist jedoch mehr als nur eine Frage der Produktentwicklung. Es geht darum, eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischer Anwendung zu schlagen. Diese Start-ups stehen oft an der Spitze der Forschung, wagen sich in unerforschte Gebiete und treiben den wissenschaftlichen Fortschritt voran. Ihre Arbeit hat das Potenzial, nicht nur Märkte, sondern auch das Leben von Menschen weltweit zu verändern.

In diesem Artikel werden wir uns eingehend mit der Rolle der Biotechnologie in Start-ups beschäftigen. Wir betrachten aktuelle Trends, Herausforderungen und Zukunftsaussichten dieses spannenden und sich ständig weiterentwickelnden Feldes. Dabei wird deutlich, dass Biotechnologie-Start-ups nicht nur wirtschaftliche Akteure sind, sondern auch wichtige Impulsgeber für gesellschaftlichen und technologischen Fortschritt.

Aktuelle Trends in der Biotechnologie

In der heutigen Zeit zeichnen sich einige Trends in der Biotechnologie ab. Zum einen ist eine starke Zunahme in der personalisierten Medizin zu beobachten. Start-ups entwickeln maßgeschneiderte Therapien, die auf die genetischen Besonderheiten einzelner Patienten abgestimmt sind. Ein weiterer Trend ist die Nutzung von Biotechnologie zur Lösung ökologischer Probleme. Unternehmen arbeiten an biobasierten Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen oder an Verfahren zur Reinigung von Umweltverschmutzungen.

Herausforderungen für Start-ups in der Biotechnologie

Trotz des großen Potenzials stehen Start-ups in der Biotechnologie vor zahlreichen Herausforderungen. Eine der größten ist die Finanzierung. Forschung und Entwicklung in der Biotechnologie sind oft zeit- und kapitalintensiv. Zudem benötigen Start-ups Zugang zu spezialisierten Laboratorien und Fachkräften. Ein weiteres Hindernis ist der strenge regulatorische Rahmen, der gerade in der Medizintechnik und Pharmazie herrscht. Start-ups müssen sicherstellen, dass ihre Produkte und Verfahren den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Zukunftsaussichten der Biotechnologie in Start-ups

Die Zukunftsaussichten für erfolgreiche Start-ups sind trotz der Herausforderungen positiv. Die wachsende Nachfrage nach innovativen Lösungen in der Gesundheitsversorgung, der Umwelttechnik und der Landwirtschaft bietet enorme Chancen. Mit der fortschreitenden Entwicklung in Bereichen wie Genomik, synthetischer Biologie und Bioinformatik eröffnen sich neue Möglichkeiten für Start-ups, bahnbrechende Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Erfolgsbeispiele in der zukunftsorientierten-Start-up-Szene

In den letzten Jahren haben einige erfolgreiche Start-ups beachtliche Erfolge erzielt. Diese Unternehmen haben gezeigt, wie mit innovativen Ideen und Technologien Probleme angegangen werden können, die zuvor unlösbar schienen. Ein Beispiel ist ein Unternehmen, das an der Entwicklung von biologisch abbaubaren Kunststoffen arbeitet, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Ein anderes Start-up hat einen Durchbruch in der frühzeitigen Erkennung bestimmter Krebsarten erzielt, was die Behandlungschancen erheblich verbessert.

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung

Biotechnologie-Start-ups haben nicht nur das Potenzial, profitable Unternehmen zu sein, sondern sie spielen auch eine entscheidende Rolle in der Lösung globaler Herausforderungen. Ihre Arbeit trägt dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern, Krankheiten zu bekämpfen und nachhaltige Lösungen für Umweltprobleme zu finden. Diese positive soziale Wirkung zieht zunehmend Investoren an, die nicht nur finanziellen, sondern auch gesellschaftlichen Nutzen suchen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Biotechnologie für Start-ups ein Feld mit enormem Potenzial ist. Trotz der Herausforderungen, die mit der Arbeit in diesem hochinnovativen und regulierten Bereich verbunden sind, bieten die Zukunftsaussichten viele Chancen. Start-ups, die in der Lage sind, innovative Lösungen zu entwickeln und sich an die schnell verändernden Marktbedingungen anzupassen, haben die Möglichkeit, die Welt nachhaltig zu verändern

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – Paulista

Erfolg im Finanzwesen: Bildung, Erfahrung, kontinuierliches Skill-Upgrade

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Counting the Apples Consulting

Counting the Apples Consulting: Expertenlösungen für finanzielle Klarheit und fundierte Unternehmensentscheidungen

Rebecca Troch ist Finanzexpertin und Virtual CFO. Nach fast 20 Jahren im Controlling und Finanzmanagement gründete sie 2018 Counting the Apples Consulting. Sie hilft Unternehmern und Gründern, ihre Zahlen endlich zu verstehen und faktenbasierte Entscheidungen zu treffen.

Rebecca, könntest du uns einen Einblick in deine beeindruckende Karriere im Finanzmanagement geben und was dich letztendlich dazu bewogen hat, Counting the Apples Consulting zu gründen?

1999 hatte ich die Möglichkeit mit meinem damaligen Arbeitgeber Decathlon von Brüssel nach Deutschland zu ziehen. Dort stieg ich in das Controlling ein und war später für weitere große Unternehmen wie H&M und New Yorker tätig. Auch wenn es extrem fordernd war, habe ich meine Arbeit immer gern gemacht. Aber als Angestellte hatte ich oft das Gefühl, keinen großen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens zu leisten.

Zudem beobachtete ich, dass viele Gründer kleiner und mittelständischer Unternehmen ihre Zahlen nicht richtig im Blick hatten – Entscheidungen basierten mehr auf Bauchgefühl als auf Fakten. Dabei ist es wichtig, das Bauchgefühl mit fundierten Zahlen zu untermauern, um langfristiges Wachstum und Profitabilität sicherzustellen und dadurch das Überleben des Unternehmens zu ermöglichen. 

Aus der Idee raus, diesen Unternehmen zu helfen, gründete ich vor sechs Jahren Counting the Apples Consulting. Als selbständige Interim-CFO trage ich direkt zum Erfolg meiner Kunden bei, was auch mir mehr erfüllt. 

Als Virtual CFO arbeitest du mit einer Vielzahl von Unternehmen zusammen. Was sind die häufigsten Finanzfehler, die du bei jungen und etablierten Unternehmen siehst, und wie hilfst du ihnen, diese zu überwinden?

Viele Unternehmen kämpfen mit finanziellen Herausforderungen wie mangelnder finanzieller Planung, schlechtem Cashflow-Management, unkontrollierten Ausgaben sowie fehlenden Einblicken in die Profitabilität ihrer Produkte und Dienstleistungen. 

Um diesen Finanzfehlern entgegenzuwirken, biete ich eine umfassende Unterstützung an. Das beinhaltet unter anderem Finanzberatung und -analyse, Entwicklung langfristiger finanzieller Strategien, Bereitstellung geeignetere Finanztools und Ressourcen sowie Coaching für Inhaber und Gründer, um ihre Finanzkompetenz zu stärken. Durch diese Maßnahmen können Unternehmen ein besseres Verständnis für ihre Finanzen entwickeln und fundierte Entscheidungen treffen, um langfristigen Erfolg zu sichern.

Du hast Erfahrungen bei großen Modeketten wie Decathlon, H&M und New Yorker gesammelt. Wie unterscheidet sich die Arbeit in solchen großen Unternehmen von der Arbeit mit den Unternehmen, die du jetzt berätst?

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass ich mich selbst steuern muss und komplett selbst für den Erfolg meines Unternehmens verantwortlich bin. Niemand setzt Ziele für mich oder sagt mir, woran ich meine Leistung messen soll. Dabei ist der Unterschied in den Ergebnissen meines Unternehmens viel stärker spürbar: Wenn bei H&M oder Decathlon eine Saison nicht gut lief, wurden wir informiert, aber es hatte keine Auswirkung auf meinen Alltag als Angestellte. Als Firmeninhaberin trage ich dagegen das volle Risiko und muss zu jederzeit den höchstmöglichen Mehrwert für meine Kunden liefern. 

Du hast den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, um eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen. Wie gestaltest du heute die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und was würdest du anderen berufstätigen Eltern empfehlen?

Da ich und auch einige meiner Mitarbeiter alleinerziehend sind, arbeiten wir komplett remote und haben flexible Arbeitszeiten. Es ist mir wichtig, meinen Mitarbeitern diesen Spielraum zu bieten, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie herausfordernd es sein kann, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Zudem ist diese Flexibilität sinnvoll für unseren langfristigen Wachstum: Meine Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich um ihre Familie zu kümmern und gleichzeitig gute Ergebnisse für unser Unternehmen und unsere Kunden zu erzielen. 

Als ich mich vor sechs Jahren selbständig gemacht habe, waren die heutigen flexiblen Arbeitsmöglichkeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Karriere in den meisten Unternehmen nicht gegeben. Seit Covid wissen wir, dass beides möglich ist und dass Remote-Arbeit ohne ständiges Pendeln funktioniert. Ich empfehle anderen berufstätigen Eltern, das zu tun, was sich für sie und ihre Familie richtig anfühlt, und sich nicht den gesellschaftlichen Erwartungen zu beugen.

Finanzwissen ist ein kritischer Punkt für den Erfolg eines Unternehmens. Warum denkst du, vernachlässigen viele Gründer:innen diesen Bereich und wie können sie dieses Defizit überwinden?

Vielen Gründern fehlt die Erfahrung, da sie meistens keine formale Ausbildung oder Berufserfahrung im Finanzbereich haben, sondern in der Branche, in der sie gegründet haben. Zudem konzentrieren sie sich oft stark auf die Produktentwicklung, den Vertrieb sowie das Marketing, vernachlässigen dabei jedoch wichtige Aspekte wie Finanzen. Dies wird durch begrenzte Zeit und Ressourcen verstärkt, besonders am Anfang eines Start-ups. 

Um dieses Defizit zu überwinden, sollten Gründer Beratung und Mentoring in Anspruch nehmen, Finanzkompetenz in ihr Team integrieren und Zeit sowie Ressourcen gezielt für die Entwicklung des Finanzbereichs einplanen. 

Könntest du uns einen Einblick geben, wie ein typischer Tag als Virtual CFO aussieht und wie du deine Dienstleistungen an die individuellen Bedürfnisse deiner Klienten anpasst?

Wir bieten jedem Kunden ein maßgeschneidertes Finanz-Dashboard für SOLL/IST-Analysen, Budgetplanung und Liquiditätsmanagement sowie operative KPIs an. Monatliche Überprüfungen der Zahlen ermöglichen uns, gemeinsam mit Kunden Maßnahmen zur Unternehmenssteuerung abzuleiten. Zusätzlich bieten wir AdHOC-Analysen wie Deckungsbeitragsrechnungen und Risikoanalysen an, um mehr in die Tiefe zu gehen und wirklich langfristig eine Verbesserung zu erzeugen. 

Als Teilzeit-CFO bei zwei Unternehmen bin ich in operative Meetings eingebunden und entwickle langfristige Strategien mit den CEOs. Zudem biete ich Coaching-Stunden für Gründer und unterstütze pro bono zwei Stiftungen und einen Fund, der Gründerinnen im Tech-Bereich unterstützt. 

Welche ersten Schritte sollten Gründer deiner Meinung nach unternehmen, um sicherzustellen, dass ihr Unternehmen finanziell gesund bleibt?

Um sicherzustellen, dass ihr Unternehmen finanziell gesund bleibt, sollten Gründer verschiedene Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört die Erstellung eines detaillierten Budgets, das regelmäßig aktualisiert wird, sowie der Aufbau einer Liquiditätsplanung, um Engpässe frühzeitig zu erkennen und dadurch proaktiv an der Lösung arbeiten zu können. 

Ein effektives Cashflow-Management sowie der Aufbau von Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben oder um besondere Investitionen tätigen zu können, sind ebenfalls entscheidend. Zudem sollten Gründer die Finanzkennzahlen regelmäßig überwachen und Investitionen sowie Kosten kontrollieren, um die finanzielle Leistung ihres Unternehmens langfristig zu optimieren.

Du betonst die Wichtigkeit, Zahlen zu verstehen und faktenbasierte Entscheidungen zu treffen. Kannst du ein Beispiel geben, wo diese Herangehensweise ein Unternehmen signifikant verändert hat?

Der größte Hebel ist der Einsatz von operativen KPIs. Angepasste KPIs verbessern die Messbarkeit und Transparenz, dienen als Frühwarnindikator für potenzielle Probleme oder Chancen und unterstützen die Ausrichtung auf Unternehmensziele. Zudem können wir mit KPIs Trends identifizieren, Schwachstellen erkennen und strategische Entscheidungen zur Leistungsverbesserung treffen. 

Wir arbeiten viel mit Agenturen im Bereich Marketing, Social Selling sowie Personal Branding und Corporate Branding zusammen. Oft zeigt sich hier schon bei der ersten Analyse der gemeinsam definierten KPIs, welche Kostenarten zu hoch oder welche Projekte nicht richtig budgetiert sind. Die Projekte sind dann nicht profitabel und nehmen nur Zeit in Anspruch. Gemeinsam finden wir eine Strategie, um die Preise und Projektkosten anzupassen – das merken die Kunden direkt im Profit. Zudem verbessern wir durch die passenden Zahlungsmodalitäten, Saisonalitäten und Ressourcenmanagement den Cashflow. 

Trends und Technologien sind da, um die Finanzwelt zu unterstützen. Zahlreiche Fintech-Unternehmen entwickeln ständig neue Technologien und Dienstleistungen, um traditionelle Finanzdienstleistungen zu verbessern und zu revolutionieren. Diese Innovationen finde ich besonders spannend, da sie Kunden neue Möglichkeiten bieten, ihre Finanzen zu verwalten und aktiv zu steuern, beispielweise durch ein effektives Liquiditätsmanagement. 

Zum Abschluss: Welchen Ratschlag würdest du jemandem geben, der in die Fußstapfen einer Finanzexpertin treten möchte, und was sind die Schlüsselelemente für eine erfolgreiche Karriere im Finanzwesen?

Um in die Fußstapfen einer Finanzexpertin zu treten, ist eine solide Ausbildung im Finanzwesen von entscheidender Bedeutung. Praktische Erfahrung ist ebenfalls unerlässlich, selbst wenn du bereits über jahrelange Erfahrung in der Finanzwelt verfügst.

Bleibe neugierig und baue kontinuierlich Fähigkeiten wie analytische und Problemlösungsfähigkeiten, effektive Kommunikation, Vertrauensbildung, Teamarbeit und Entscheidungsfindung aus. Diese Schlüsselelemente werden dir helfen, eine erfolgreiche Karriere im Finanzwesen aufzubauen und den Herausforderungen der Branche zu begegnen.

Wir bedanken uns bei Rebecca Troch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Wirtschaft braucht Mütter

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anne theiss

Anne Theiss hat genug davon, wie Politik und Gesellschaft mit Müttern umgehen. In ihrem Buch “Die Abwertung der Mütter” zeigt sie, wie sich Mütter vom sozialen Druck tradierter Rollen befreien können und was es braucht, um ihnen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Im Interview erzählt sie, warum die Wirtschaft nicht auf das Potential von Müttern verzichten kann, warum eine verlässliche Kinderbetreuung unverzichtbar ist und was sie das Leben mit einem Kind mit Behinderung gelehrt hat.

herCAREER: Anne, über deine Geschwister hast du gesagt: “Wir sind drei Schwestern, die es nicht ‘geschafft’ haben, dem Mütter-, Kinder- und Familienideal zu entsprechen” – wie sehen eure Leben aus?

Anne Theiss: Ich bin die Jüngste von uns dreien. Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich mir einen kleinen Bruder gewünscht. Meine Eltern meinten: Anne, es kommt tatsächlich ein Baby, deine 18-jährige Schwester ist schwanger. Ich habe so schon früh miterlebt, was es mit einer Frau macht, die außerhalb der Norm ein Kind bekommt.

herCAREER: Wie hat deine Familie reagiert?

Anne Theiss: Meine Eltern, selbst meine Großmutter, haben mit Verständnis reagiert, aber ich komme aus einem konservativen Milieu einer schwäbischen Mittelstadt. In der Kirche und in der Stadt wurde getuschelt. Als Mädchen im Teenageralter musste ich zusehen, wie meine Schwester von der Musterschülerin zur Mutter außerhalb der Norm wurde. Später wurde sie alleinerziehend. Wie über sie geredet wurde, empfand ich als große Ungerechtigkeit.

herCAREER: Wie ist es mit deiner anderen Schwester?

Anne Theiss: Unsere mittlere Schwester hat sich gegen Kinder entschieden. Auch zu kinderlosen Frauen hat die Gesellschaft eine Meinung, auch das ist außerhalb der Norm. Kinderlose Frauen scheinen aus tradierten Gründen nicht komplett zu sein.

herCAREER: Inwieweit passt deine eigene Familie nicht in die Norm?

Anne Theiss: Unsere Tochter kam vermeintlich gesund zur Welt, aber im zweiten Lebensjahr hat sich herausgestellt, dass sie das seltene Phelan-McDermid-Syndrom hat. Ich habe also ein Kind mit Behinderung und falle somit aus der Norm. Sie hat inzwischen noch einen Bruder bekommen. – Wir Schwestern ziehen mittlerweile Stärke aus unseren Situationen. Wir unterstützen uns in unserer besonderen Art, Frau zu sein.

herCAREER: Dein Buch trägt den Titel “Die Abwertung der Mütter”. Wie werden Mütter abgewertet?

Anne Theiss: Die Mehrheit der Frauen, insbesondere der Mütter mit kleinen Kindern, möchte mehr arbeiten. Wenn ihnen dafür nicht die benötigte Infrastruktur – wie eine verlässliche Betreuung – bereitgestellt wird, werden sie abgewertet. Mütter können ohne Erwerbsarbeit nur schwer ihre Wünsche umsetzen, ihre finanzielle Unabhängigkeit erhalten und verlieren mit Kindern oft den beruflichen Anschluss.

herCAREER: Wie kann eine Mutter den Anschluss nicht verlieren?

Anne Theiss: Indem sie in Vollzeit oder vollzeit-nah wieder einsteigt, wenn sie das möchte.

herCAREER: Das erste Jahr nach einer Geburt ist für viele Haushalte eine sehr vulnerable Zeit. Was ist mit den Frauen, die nicht gleich wieder einsteigen wollen?

Anne Theiss: Ich plädiere dafür, alle Modelle möglich zu machen. Frauen sollen sich diese Zeit so gestalten, wie sie wollen. Wenn sie zuhause bleiben, aber bitte mit guter Absicherung – auch im Falle einer Trennung. Momentan ist es jedoch so, dass viele Frauen mehr arbeiten würden, wenn die Infrastruktur vorhanden wäre. Aber der soziale Druck in unserem Land bleibt leider hoch, als Mutter die Hauptverantwortung für die Kinder zu tragen.

herCAREER: Ist dieses Buch wirklich nicht nur für Leute, denen Karriere sehr wichtig ist?

Anne Theiss: Dieses Buch ist für Mütter, die die (Entscheidungs-)Freiheit lieben. Ich komme aus einem konservativen Milieu, ich weiß, wofür ich kämpfe. Und ich weiß übrigens auch, wie konservative Unternehmer denken. Meine Hoffnung war, auch diese Unternehmer in der Gleichstellungsfrage mitzunehmen und ihnen klarzumachen, dass sie nicht auf das Potential von Müttern verzichten können. Die Wirtschaft braucht Mütter.

herCAREER: Du hältst also nichts von einer generellen Arbeitszeitreduzierung?

Anne Theiss: Mein Ansatz ist ein pragmatisch-realistischer. Ich plädiere dafür, dass wir uns nicht zu weit von der wirtschaftlichen Realität in diesem Land entfernen. Über Arbeitszeitverkürzungen zu sprechen, während wir einen großen Arbeitskräftemangel haben, geht an der Realität eines Landes ohne Vermögen aus Rohstoffvorkommen vorbei.

herCAREER: Wie wichtig ist dir selbst Karriere?

Anne Theiss: Mir persönlich war es immer wichtig, zu arbeiten. Es ist nicht immer nur spaßig. Aber auch durch die Geschichte meiner ältesten Schwester, die später alleinerziehend wurde, sehe ich meine Arbeit nicht nur als meinen Wunsch, sondern auch als eine Notwendigkeit. Wir müssen jedoch mehr in der Masse denken und es für alle möglich machen, gut zu arbeiten.

herCAREER: Was bedeutet die jetzige Situation für die Wirtschaftskraft des Landes?

Anne Theiss: Das Arbeitskraft-Potential wird nicht abgerufen, das BIP sinkt, aber nicht, weil da nichts mehr zu holen ist. Deutschlands größte Ressource ist Arbeit und es gibt eine Gruppe, die arbeiten will. Aber die Mütter werden nicht ernst genommen, unter sozialen Druck gesetzt. Sie bezeichnen es als “Glück”, einen Kita-Platz für ihr Kind zu bekommen, wobei das eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

herCAREER: Inwieweit klaffen Mutter-Ideal und Mutter-Realität auseinander?

Anne Theiss: Ich denke, hier handelt es sich um einen Generationenkonflikt. Heute ist das Ideal: Mütter bleiben finanziell unabhängig, können arbeiten, ihnen wird ihre individuelle Entscheidung ermöglicht, kurz: die Unabhängigkeit der Frau. In den älteren Generationen herrscht oft ein traditionelles Mutterbild vor. Wenn es um die Vereinbarkeitsfrage geht, sagen ältere Frauen oft: “So schlimm war es ja auch nicht!” – das ist eine grobe Verzerrung. Es hat bestimmt auch etwas mit Privilegien zu tun, wenn man es “einfacher” geschafft hat. Junge Frauen werden für ihren Wunsch, zu arbeiten, von dieser Generation oft abgewertet. Diese Generation hat aber über Jahrzehnte wichtige Dinge wie den Kita-Ausbau verschlafen, obwohl sich schon sehr lange ein gesellschaftlicher Wandel abgezeichnet hat.

herCAREER: Bei der letzten Bundestagswahl waren 58,1% der Wahlberechtigten älter als 50 Jahre. Das heißt, die wirtschaftliche und politische Macht liegt maßgeblich bei den Älteren. Wie kann sich die jüngere Generation Gehör verschaffen?

Anne Theiss: Wir müssen uns klarmachen: Es geht hier nicht um Befindlichkeiten, es geht darum, diesen Staat am Laufen zu halten. Das sollte eigentlich Argument genug sein. Es braucht eine gewisse Kaltschnäuzigkeit. Wir sind im Recht. Wir sehen die Zahlen, wir können einschätzen, was wir für uns als Familie brauchen, als Vater und als Mutter. Ich bin sehr optimistisch, dass sich hier gesellschaftlich etwas ändern wird.

herCAREER: Warum dauert das so lange?

Anne Theiss: Wenn wir noch mal auf die Generationen zu sprechen kommen, spielt Kränkung eine Rolle. Man gibt nicht gerne zu, dass selbst gelebte Modelle falsch waren oder es zumindest auch anders geht. Es braucht einerseits eine große Sensibilität in der Sprache, andererseits aber eine kompromisslose Klarheit.

herCAREER: Was macht es jungen Frauen heute schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren?

Anne Theiss: Wie selbstverständlich wird jungen Frauen heute mitgegeben: Du kannst alles haben. Und dann werden sie Mutter und es wird nicht nur wirtschaftlich schwieriger, dabei zu bleiben, wie man möchte, sondern auch sozial. Sie werden in Frage gestellt. Ich zitiere gerne Belén Garijo, die CEO von Merck. Diese Frau hat die ganze Welt gesehen. Und in Deutschland sagt sie: „Der soziale Druck, dem die Frauen hier ausgesetzt sind, ist höher als überall sonst.“

herCAREER: Hast du diesen sozialen Druck selbst gespürt?

Anne Theiss: Ja, ich weiß, was Übergriffigkeit bei mir anrichtet, wie sie mich verletzt und verunsichert. Wenn meine Art, Mutter zu sein, angezweifelt wird oder ein dummer Spruch von der Seite kommt à la “So früh wieder arbeiten?!” Nach der Geburt meines Sohnes bin ich nach vier Monaten wieder vollzeit-nah eingestiegen. Da mein erstes Kind eine Behinderung hat, sah man mich zudem schon davor als Mutter in der Hauptverantwortung der Pflege. Mein Partner war auf meiner Seite, aber klar hat es auch hier Auseinandersetzungen gegeben. Auch wir haben erlebt, wie tief unsere Muster sitzen.

herCAREER: Wie kann man als Paar unter enormem Druck bestehen?

Anne Theiss: Wenn es irgendwie geht, sollten sich Paare immer wieder Freiheiten schaffen. Es lohnt sich, in regelmäßigen Abständen zu fragen: Wo stehen wir? Gerade nach besonders fordernden Jahren. Familie und Partnerschaft sind immer ein Kompromiss. Es schadet nicht, wenn auch die Männer mal ein paar Kompromisse mehr schließen müssen. Beispiel Elternzeit: Wir wissen, dass sich für eine gleichberechtigte Verteilung von unbezahlter Arbeit erst etwas tut, wenn Väter mindestens drei Monate Elternzeit nehmen.

herCAREER: Was wird in unserer Gesellschaft nicht mitgedacht, wenn Eltern Kinder mit Behinderung bekommen?

Anne Theiss: Wir leben in einer Gesellschaft, in der der Perfektionsdrang sehr groß ist, vor allem für Frauen. Wir sollen möglichst lange leben, möglichst gut dabei aussehen und immer gesund sein. Ich glaube nicht mehr daran, dass, wenn wir nur den richtigen Smoothie trinken und 10.000 Schritte am Tag gehen, alles gut wird. Ich finde, “Hauptsache, das Kind ist gesund!” ist ein schrecklicher Satz, und würde ihn mit “Hauptsache, das Kind wird geliebt!” ersetzen. Ein Kind mit Behinderung zu bekommen, ist heutzutage schwer, weil es überhaupt nicht in den Trend passt, der Perfektion und ewiges Leben propagiert.

herCAREER: Wie war dein Weg, deine Situation zu akzeptieren?

Anne Theiss: Meine Tochter hat meinen eigenen Narzissmus hinterfragt und tut es stetig. Ich achte zwar auf meine Gesundheit, aber ich weiß, dass morgen alles anders sein kann. Ich will das Schicksal meiner Tochter nicht schönreden, aber durch sie habe ich gelernt, jeden Tag so zu nehmen, wie er ist. Und dadurch erstaunlicherweise auch sehr viel geschafft. Es gibt kein Leben ohne Krankheit. Jede:n von uns wird es auf unterschiedliche Weise treffen. Wenn man das akzeptiert, wird vieles erstaunlicherweise wieder einfacher.

herCAREER: Hast du Frieden geschlossen mit deiner Situation?

Anne Theiss: Es fühlt sich manchmal so an, als säßen wir am Ufer eines Gewässers auf einer eigenen Wiese. Dort sind wir nicht allein, es gibt viele Familien mit besonderen Kindern. Am anderen Ufer ist das Leben der „normalen” Familien. Dort geht alles etwas schneller. Ich stelle mir aber die Wiese, auf der wir sitzen, als nicht weniger blühend vor. Natürlich schiele ich manchmal ans Ufer der Familien mit gesunden Kindern und fühle mich abgehängt und abgewertet. Meine Art damit umzugehen ist, offen darüber zu sprechen und auch den Finger in die Wunde zu legen, was gesellschaftlich schiefläuft.

herCAREER: Du hast geschrieben: “Mütter müssen ihre Kleinkriege sein lassen und das große Ganze in den Blick nehmen: die Gesellschaft, die Wirtschaft sowie den Staat.” Warum ist es wichtig, dass wir uns als Mütter – und als Frauen – mit dem größtmöglichen Verständnis begegnen?

Anne Theiss: Wenn wir Verständnis für die individuellen Lebenswege von Frauen haben, können wir in den großen Fragen viel besser zusammenstehen. Ich hoffe, wir Frauen halten immer mehr zusammen, weil es zunehmend politische Strömungen gibt, die versuchen, tradierte Frauenbilder wieder in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Abwertung und Übergriffigkeit geschehen nur, wenn wir nicht bei uns sind. Es ist immer besser, selbstbewusst, befreit von jeglichen Normen den eigenen Weg zu gehen. Im Prinzip wie wir drei Schwestern – wir leben in ganz unterschiedlichen Settings, was uns aber nicht davon abhält, uns zu unterstützen.

Das Interview führte herCAREER-Chefredakteurin Julia Hägele.

Bild: © Tom Ziora

Quelle messe.rocks GmbH

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