Sonntag, Oktober 25, 2026
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Günstiger und kompakter: Eight Sleep stellt das smarte Schlafsystem Pod 6 vor

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Pod 6: Eight Sleep verbessert sein Schlafsystem Credits eight sleep

Kleiner, stärker, smarter: Eight Sleep präsentiert den Pod 6

Am 23. September 2026 hat Eight Sleep mit Pod 6 die sechste Generation seines intelligenten Schlafsystems und die bislang ambitionierteste Produktgeneration vorgestellt. Pod 6 wurde von Grund auf neu entwickelt und stellt den bedeutendsten Hardware-Launch in der Historie des Unternehmens dar. Zu den Neuerungen zählen ein Hub, der kompakt genug ist, um unter die meisten Bettrahmen zu passen, neunmal mehr biometrische Sensoren für eine noch präzisere Datenerfassung, neue Solo-Größen für Einzelschläfer:innen sowie die bislang schnellste Temperaturregulierung eines Eight Sleep Pod. Mit einem Einstiegspreis von 2.199 Euro ist Pod 6 zugleich das bisher preiswerteste Modell des Unternehmens.

Pod 6 vereint mehr als ein Jahrzehnt Schlafforschung mit den Erkenntnissen aus sechs Produktgenerationen seit der Einführung des ersten Pod im Jahr 2019. Im Laufe dieser Entwicklung wurde Eight Sleep in den Jahren 2019, 2022, 2023 und 2026 von Fast Company als eines der innovativsten Unternehmen ausgezeichnet. Der Pod wurde zudem bereits zweimal in die renommierte Liste „Best Inventions“ des TIME Magazine aufgenommen. Gestützt auf mehr als 50 klinische Studien wird die Technologie weltweit Nacht für Nacht von Profisportler:innen, Unternehmer:innen und gesundheitsbewussten Menschen genutzt.

Halb so groß. Noch leistungsstärker.

Der Hub, das technische Herzstück des Pod, wurde von Grund auf neu entwickelt. Dabei wurden Elektronik, Mechanik und Software vollständig neu konzipiert und optimal aufeinander abgestimmt. Das Ergebnis ist ein kompakter Hub, der unter die meisten gängigen Bettrahmen passt, ohne Kompromisse bei der Leistung einzugehen. Es handelt sich um die umfassendste Weiterentwicklung seit der Einführung des ersten Pod. Gleichzeitig ist der neue Hub leistungsstärker denn je und reagiert bis zu 20 Prozent schneller auf nächtliches Schwitzen oder Frieren.

Das Thermosystem des Pod 6 leitet überschüssige Wärme über neu entwickelte thermoelektrische Kühler im Hub ab. Ein optimierter Luftstrom und eine verbesserte Akustik ermöglichen Temperaturanpassungen, die 20 Prozent schneller erfolgen als bei allen bisherigen Pod-Generationen. Beide Bettseiten verfügen außerdem über eine vollständig unabhängige Temperaturregelung und Datenerfassung, somit haben die Einstellungen auf einer Seite keinen Einfluss auf die andere.

Auch optisch wurde der neue Hub vollständig überarbeitet. Das Design stammt vom renommierten Industriedesigner Joe Tan. Dank seiner kompakten Bauweise lässt sich der Hub unauffällig unter dem Bett verstauen. Seine schlanke, geriffelte Silhouette macht ihn zugleich zu einem eleganten Designobjekt, das sich auch auf oder neben dem Nachttisch harmonisch in den Raum einfügt.

„Unsere Mission ist es, Menschen durch optimalen Schlaf dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Pod 6 ist bislang der konsequenteste Ausdruck dieser Mission. Er vereint höhere Leistung, verbessertes Design und einen einfacheren Zugang in einem Produkt und erreicht damit mehr Menschen als je zuvor.“

– Matteo Franceschetti, CEO und Mitbegründer Eight Sleep

Neunmal mehr Sensoren für noch präzisere Messungen

Das Cover wird auf der Matratze angebracht und erfasst direkt während des Schlafens unter anderem Herzfrequenz, Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Schnarchen und Schlafphasen. Ein zusätzliches Wearable ist dafür nicht erforderlich.

Beim Pod 6 verfügt das Cover über 18 biometrische Sensoren und damit über neunmal mehr als beim Vorgängermodell. Die höhere Sensordichte ermöglicht eine präzisere räumliche Zuordnung der Messsignale. So kann das System zwei nah beieinander schlafende Personen voneinander unterscheiden und die Signale der Nutzer:innen von denen eines Kindes oder Haustiers im Bett abgrenzen. Das ermöglicht eine branchenführende Erkennung der Schlafphasen sowie Messungen von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Atemfrequenz, die nahezu die Genauigkeit medizinischer Referenzgeräte erreichen.

Die erfassten Sensordaten fließen direkt in den Autopilot, die KI-gestützte Technologie von Eight Sleep. Der Autopilot lernt die individuellen Schlafmuster der Nutzer:innen und passt den Pod automatisch an die jeweilige Schlafphase, die Umgebungsbedingungen und die Aktivitäten des Tages an. Manuelle Einstellungen sind dafür nicht erforderlich.

Neue Solo-Größen: Der Pod jetzt auch für Einzelschläfer:innen

Mit den neuen Solo-Größen ist Pod 6 erstmals auch für Einzelschläfer:innen und kleinere Schlafzimmer verfügbar. Während die Standardgrößen die gesamte Matratze abdecken und für eine oder zwei Personen ausgelegt sind, passen die Solo-Größen auf jeweils eine Seite eines Bettes der Größe Double (135 x 190 cm), Large Double (160 x 200 cm), Super King (180 x 200 cm) oder Emperor (200 x 200 cm).

Die Solo-Größen sind für eine Person konzipiert und eignen sich damit besonders für Jugendliche sowie für alle, die die Technologie des Pod ausschließlich auf einer Bettseite nutzen möchten.

Der bislang günstigste Einstiegspreis für den Eight Sleep Pod

Pod 6 ist in den Solo-Größen ab 2.199 Euro und in den Standardgrößen ab 2.899 Euro erhältlich. Zudem ist er mit bestehendem Zubehör von Eight Sleep kompatibel, darunter die Blanket, das Pillow Cover und die Base.

Dank effizienterer Entwicklungs- und Produktionsprozesse kann Eight Sleep den Einstiegspreis der neuen Generation senken und die daraus entstehenden Einsparungen direkt an die Kund:innen weitergeben.

„Die beste Technologie entwickelt sich weiter, indem sie konkrete Probleme der Nutzer:innen löst und darin immer intelligenter wird. Mit der Weiterentwicklung von Eight Sleep folgen wir genau diesem Prinzip und bieten einen Pod, der intelligenter, schneller und erschwinglicher ist.“

– Sam Kang, Chief Product Officer bei Eight Sleep

Nach sechs Produktgenerationen und mehr als einer Million optimierten Nächten zählt der Pod heute zu den vielfach ausgezeichneten Schlaftechnologien. Seine Wirksamkeit wird durch mehr als 50 klinische Studien gestützt.

Pod 6 ist ab dem 23. September 2026 in mehr als 37 Ländern über eightsleep.com erhältlich.

Preise und Verfügbarkeit

  • Pod 6 kann ab sofort über eightsleep.com bestellt werden. Die neuen Solo-Größen sind ab 2.199 Euro, die Standardgrößen ab 2.899 Euro erhältlich.
  • Pod 6 Solo in der Größe Single (90 x 200 cm) kostet 2.199 Euro.
  • Pod 6 in der Standardausführung kostet 2.899 Euro in Double (135 x 190 cm), 2.999 Euro in Large Double (160 x 200 cm), 3.199 Euro in Super King (180 x 200 cm) sowie 3.399 Euro in Emperor (200 x 200 cm).
  • Pod 6 ist mit bestehendem Zubehör von Eight Sleep kompatibel, darunter Blanket, Pillow Cover und Base.
  • Für jeden Pod 6 ist eine Autopilot-Mitgliedschaft erforderlich. Die Software von Eight Sleep erfasst biometrische Daten und passt Temperatur, Höhenposition und Sound während der Nacht automatisch an. Jede Mitgliedschaft umfasst zwei separate Schlafprofile und ist in drei Varianten erhältlich:
    • Standard: 17 Euro pro Monat oder 199 Euro pro Jahr
    • Enhanced: 25 Euro pro Monat oder 299 Euro pro Jahr
    • Elite: 33 Euro pro Monat oder 399 Euro pro Jahr, einschließlich erweiterter Funktionen zur Überwachung des allgemeinen Wohlbefindens sowie der Herz-Kreislauf- und Atemgesundheit
  • Der Garantieumfang ist in der Autopilot-Mitgliedschaft enthalten. Standard umfasst eine zweijährige Garantie, Enhanced und Elite jeweils eine erweiterte fünfjährige Garantie.
  • Eight Sleep ist in 37 Ländern erhältlich, darunter Australien, Bahrain, Kanada, Kuwait, Mexiko, Katar, Saudi-Arabien, die Schweiz, Singapur, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Arabischen Emirate, China und die USA. Innerhalb der Europäischen Union ist Eight Sleep mit Ausnahme von Zypern, Griechenland und Malta verfügbar. In den USA sind Alaska, Hawaii, Puerto Rico und weitere US-Gebiete ausgenommen.

Ein Jahr im Wachstum

Pod 6 erscheint nach dem bisher aktivsten Jahr in der Geschichte von Eight Sleep. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr seine Präsenz auf China, Katar, Bahrain, Kuwait und Singapur ausgeweitet und ist damit mittlerweile in 37 Ländern vertreten. In China wächst das Geschäft zwölfmal schneller als bei jedem bisherigen Markteintritt.

Auch die Softwareentwicklung hat mit den Hardware-Innovationen Schritt gehalten. Allein in diesem Jahr hat Eight Sleep Pregnancy Mode, Biological Age sowie Autopilot 4.0 eingeführt. Autopilot 4.0 fungiert als persönlicher Schlafassistent, der individuelle Bedürfnisse vorhersagt und Temperatur sowie Einstellungen während der Nacht automatisch anpasst.

Eight Sleep treibt zudem die Weiterentwicklung des Pod in Richtung Medizinprodukt voran. Das Unternehmen strebt eine HTA-Zulassung, das Pendant zur FDA in Abu Dhabi, für Schlafapnoe sowie eine Zulassung durch die US-amerikanische FDA an.

Bild Eight Sleep Pod 6 Morning Bedroom Bildcredits Eight Sleep

Einen anderen Ansatz im Bereich SleepTech verfolgt plümoBaum: Das System soll Bettdecken und Kissen belüften und trocknen und damit die Schlafhygiene verbessern.

Quelle Schröder+Schömbs PR GmbH

Rechts-KI Noxtua sichert sich über 100 Millionen Euro – C.H.BECK wird Mehrheitseigner

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Noxtua Finanzierungsrunde: Über 100 Mio. Euro für Rechts-KI Bild MANZ Noxtua Dr. Leif-Nissen Lundbæk (Noxtua), Mag. Susanne Stein-Pressl (MANZ) Bildcredits Kidizin Sane

Das Berliner KI-Unternehmen Noxtua hat eine Finanzierungsrunde der Serie C über mehr als 100 Millionen Euro abgeschlossen. Der juristische Fachverlag C.H.BECK übernimmt dabei die Mehrheit, der österreichische Verlag MANZ steigt neu ein. Mit dem Geld will Noxtua seine Software weiterentwickeln und in weitere europäische Märkte expandieren.

Noxtua Finanzierungsrunde: Zwei Fachverlage als Geldgeber

  • Unternehmen: Noxtua, Scale-up mit Ursprung in Berlin
  • Finanzierungsrunde: Series C
  • Volumen: mehr als 100 Millionen Euro
  • Investoren: C.H.BECK (neuer Mehrheitsgesellschafter, bereits Hauptinvestor der Series B), MANZ (neu)
  • Ausgeschiedene Investoren: Global Brain Corporation, KDDI Open Innovation Fund, CMS, Dentons, Dominik Schiener
  • Ursprung: 2017 aus Forschung an der Oxford University und dem Imperial College London
  • Gründer und CEO: Dr. Leif-Nissen Lundbæk
  • Kennzahlen: mehr als 30.000 Nutzer, rund 100 Mitarbeitende
  • Standorte: Berlin, Paris, Stockholm, Zagreb, München, Fribourg

Eine KI für den gesamten juristischen Arbeitsablauf

Noxtua brachte 2024 die erste Version seiner Software auf den Markt. Die Rechts-KI deckt heute die typische Textarbeit von Juristinnen und Juristen ab. Dazu zählen die Recherche, die Analyse komplexer Rechtsfragen und das Erstellen von Dokumenten.

Das Besondere liegt in der Datenbasis. Noxtua baut für jedes Rechtssystem einen eigenen Arbeitsbereich, den das Unternehmen „Legal AI Workspace“ nennt. Diese Workspaces greifen auf geprüfte Inhalte führender Fachverlage zu. Neben C.H.BECK und MANZ gehören dazu unter anderem Helbing Lichtenhahn, die Blendow Group, Ciela Norma sowie mehrere C.H.-Beck-Verlage in Polen, Tschechien und der Slowakei.

„Wir entwickeln Noxtua basierend auf den exklusiven Inhalten führender Fachverlage vom ganzen Kontinent“, sagt Gründer Lundbæk. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen so Europas größte Rechtsdatenbank und das größte Netzwerk unabhängiger Rechtsverlage aufgebaut.

Allein C.H.BECK bringt viel Material ein. Die Datenbank beck-online umfasst mehr als 60 Millionen Dokumente aus allen relevanten Rechtsgebieten. Zudem enthält sie die größte Sammlung an Kommentarliteratur im deutschsprachigen Raum. Beide Verlage arbeiten außerdem seit 2025 mit eigenen Produkten mit Noxtua zusammen: C.H.BECK mit Beck-Noxtua in Deutschland, MANZ mit MANZ-Noxtua in Österreich.

Warum Traditionsverlage auf Rechts-KI setzen

Für C.H.BECK ist die Beteiligung ein historischer Schritt. Der 1763 gegründete Verlag tätigt damit das größte Investment seiner über 260-jährigen Geschichte. Schon im April 2025 war C.H.BECK als Hauptinvestor in die Series B eingestiegen. Diese Runde galt damals als die größte Finanzierung für Rechts-KI in Europa.

Die Verlage verfolgen dabei ein klares Ziel. Sie wollen ihre Inhalte in KI-Anwendungen einbringen, ohne die Kontrolle über die Qualität abzugeben. „Die Verbindung qualitativ hochwertiger Daten mit innovativer KI-Technologie ist das Erfolgsrezept in einem sich rasch wandelnden Markt“, sagt Prof. Dr. Klaus Weber aus der Gesamtgeschäftsführung von C.H.BECK.

MANZ argumentiert ähnlich. Der Verlag führte bereits 1986 die erste Rechtsdatenbank in Österreich ein. Geschäftsführende Gesellschafterin Mag. Susanne Stein-Pressl sieht Verlage daher als „Garant dafür, dass die Qualität der Rechtsinhalte gewahrt bleibt“. Für MANZ sei die Beteiligung deshalb der nächste logische Schritt.

Mit der Runde ordnet Noxtua zugleich seinen Kreis der Gesellschafter neu. Mehrere bisherige Investoren steigen aus, darunter die Kanzleien CMS und Dentons. Beide bleiben jedoch als wichtige Ankerkunden an Bord. CMS hatte Noxtua 2024 sogar mitinitiiert. Wie sich die Summe auf die beiden Verlage verteilt und welcher Anteil an die ausscheidenden Investoren fließt, geben die Beteiligten nicht an. Auch zur Höhe der Mehrheitsbeteiligung und zur Bewertung macht Noxtua keine Angaben.

Nächster Schritt: Expansion in weitere Märkte Europas

Noxtua spricht selbst von einer „neuen Phase“. Mit Verlagen als Hauptgesellschaftern gewinnt das Scale-up nach eigener Aussage längere Planungshorizonte. Das frische Kapital soll daher vor allem zwei Dingen dienen: der Weiterentwicklung der Software und der Expansion in weitere europäische Märkte. Welche Länder als Nächstes folgen, nennt das Unternehmen bisher nicht. Da Noxtua pro Rechtssystem eigene Workspaces aufbaut, dürfte der Ausbau jedoch eng an neue Verlagspartner gekoppelt sein.

Wie viel Kapital hat Noxtua in der Series C eingesammelt?

Noxtua hat in seiner Series-C-Finanzierungsrunde mehr als 100 Millionen Euro eingesammelt.

Wer sind die Investoren von Noxtua?

Die Geldgeber der Series C sind die Fachverlage C.H.BECK und MANZ. C.H.BECK wird damit Mehrheitsgesellschafter. Frühere Investoren wie Global Brain, KDDI Open Innovation Fund, CMS, Dentons und Dominik Schiener scheiden aus.

Was macht Noxtua?

Noxtua entwickelt eine Rechts-KI für Juristinnen und Juristen. Sie unterstützt bei Recherche, Analyse und Dokumentenerstellung und nutzt dafür kuratierte Inhalte europäischer Fachverlage.

Wann wurde Noxtua gegründet?

Noxtua ging 2017 aus Forschung an der Oxford University und dem Imperial College London hervor. Die erste Version der Software kam 2024 auf den Markt.

Wofür verwendet Noxtua das Geld?

Das Unternehmen investiert in die Weiterentwicklung seiner KI und in die Expansion in weitere europäische Märkte.

Bild MANZ Noxtua Dr. Leif-Nissen Lundbæk (Noxtua), Mag. Susanne Stein-Pressl (MANZ) Bildcredits Kidizin Sane

Quelle Noxtua

Ticketverkauf gestartet: Nox Mobility rollt ab März 2027 über die Schiene

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Nox Mobility: Nachtzug startet ab Hamburg nach München Bild Nox Mobility Mitgründer, L-R: Janek Smalla, Artur Hasselbach, Thibault Constant – © Nox Mobility

Ticketverkauf startet heute: Ab März 2027 fährt Nox Mobility seinen ersten Nachtzug zwischen Hamburg und München

  • Betriebsstart am 23. März 2027, Buchung ab sofort auf noxmobility.com, ab 65 Euro
  • Nox Suites: Privater Bereich mit Sitz und Lounge-Funktion zum Arbeiten und Ausruhen
  • Bis 2035 soll ein Verbindungsnetz aus 100 europäischen Städten aufgebaut werden

Berlin, 23. September 2026 – Das Berliner Nachtzug-Startup Nox Mobility nimmt im März 2027 Fahrt auf. Auf der InnoTrans in Berlin enthüllt Nox Mobility heute den ersten fertigen Waggon und öffnet gleichzeitig den Ticketverkauf. Ab dem 23. März 2027 fährt der Nachtzug zunächst dreimal pro Woche in jede Richtung zwischen Hamburg und München, mit Halt in Bremen und Augsburg. Tickets kosten ab 65 Euro für eine einfache Fahrt und sind ab sofort online auf noxmobility.com buchbar. An Bord reist jeder Fahrgast in einer eigenen „Nox Suite“: tagsüber ein Arbeitsplatz, abends eine Lounge zum Entspannen.

Ein neues Reiseerlebnis mit Boutique-Hotel-Charme an Bord

Nox Mobility will eine neue Kategorie des Reisens schaffen, in der sich Einsteigen wie Nachhausekommen anfühlt und die Reise erst mit der erholten Ankunft am Ziel endet. An Bord erwarten Fahrgäste durchdachtes Design und Service, wie man ihn aus dem Boutique-Hotel kennt.

Zum Start fahren die Züge zwischen Hamburg und München mit den „Nox Suites“. Jeder Reisende erhält einen eigenen Bereich mit großem Sitz, einem Tisch zum Arbeiten und Essen, Stauraum für großes Gepäck und Steckdosen in greifbarer Nähe. In der Lounge-Position bietet der Sitz zwei Meter Platz zum Ausstrecken entlang des Fensters.

Auf der InnoTrans zeigt Nox Mobility zusätzlich einen ersten Blick auf die „Nox Rooms“, das künftige Flaggschiffprodukt mit privaten Zimmern für ein oder zwei Personen. Die „Nox Rooms“ sollen ab 2029 Teil der Nox-Flotte werden.

Langfristig will Nox Mobility die Reise über die Fahrt hinaus denken: Über die eigene Buchungsplattform sollen künftig auch Zusatzleistungen am Reiseziel wie Duschmöglichkeiten, Coworking-Plätze oder Hotelzimmer für mehr Komfort buchbar sein.

„Nachtzugfahren heißt in Europa bis heute: Man teilt sich eine Kabine mit vier Fremden und hofft, dass die Fahrt einigermaßen erträglich wird. Bei Nox Mobility hat jeder Fahrgast seinen eigenen Bereich, in dem er arbeiten und ausruhen kann. Am Ende soll eine Nacht im Nox-Zug alles vereinen, was sonst drei Buchungen braucht: die Fahrt, die Übernachtung, den Morgen am Ziel“, sagt Thibault Constant, Mitgründer von Nox Mobility. „So bringen wir Gastfreundschaft in Bewegung. Der Zug ist das Herzstück, aber erst der Anfang.“

Eine der meistgeflogenen Inlandsstrecken bekommt einen Nachtzug

Hamburg–München ist eine der meistgeflogenen Inlandsstrecken Deutschlands. 2024 hoben allein zwischen den beiden Städten mehr als 1,2 Millionen Fluggäste ab. Zum Auftakt steuert Nox Mobility zwei der stärksten Wirtschaftsstandorte des Landes an. Mit Bremen und Augsburg nimmt er unterwegs zwei Städte mit, die im Fern- und im Flugverkehr bislang stiefmütterlich behandelt wurden.

Die erste Verbindung führt zwischen Hamburg und München, mit Halten in Bremen und Augsburg, jeweils am Hauptbahnhof. Der Zug fährt in Hamburg um 21:22 Uhr ab und ist am nächsten Morgen um 8:14 Uhr in München, mit Zwischenhalten in Bremen um 22:30 Uhr und in Augsburg um 7:35 Uhr. In der Gegenrichtung startet er in München um 21:20 Uhr und ist um 8:27 Uhr in Hamburg, mit Zwischenhalten in Augsburg um 21:51 Uhr und in Bremen um 7:20 Uhr.

„Wer die Mobilitätswende voranbringen will, muss gerade auf längeren Strecken attraktive Alternativen zum Flugzeug schaffen. Nachtzüge können dabei eine wichtige Rolle spielen: Sie verbinden große Städte komfortabel und klimafreundlich über Nacht“, sagt Dr. Anjes Tjarks, Senator Freie und Hansestadt Hamburg. „Die neue Verbindung von Nox Mobility stärkt den Bahnverkehr in Deutschland und den Mobilitätsstandort Hamburg. Und wenn künftig immer mehr europäische Metropolen über Nacht miteinander verbunden werden, wächst Europa auch auf der Schiene weiter zusammen.“

Erholt ankommen, statt einen halben Arbeitstag zu verschwenden

Für Geschäftsreisende rechnet sich die Fahrt mit Nox Mobility doppelt. Laut Geschäftsreiseanalyse 2026 des Verbands Deutsches Reisemanagement liegt die Bahn bei Inlandsreisen inzwischen deutlich vor dem Flugzeug. Die Gründe: Kosten, CO2-Bilanz und Reisezeit, die sich als Arbeitszeit nutzen lässt. Von den 116,1 Millionen Geschäftsreisen, die 2025 in Deutschland unternommen wurden, dauerten die meisten ein bis drei Tage. Bei einem Flug ist schnell ein halber Arbeitstag weg. Wer abends gegen 21 Uhr in München einsteigt und morgens um 8 Uhr mitten in Hamburg ankommt, spart sich Flughafentransfer, Sicherheitskontrolle und eine Hotelnacht gleich mit.

Schneller als die Branche: 100 europäische Städte bis 2035

Nox Mobility wurde 2025 von Simply-Railway-Gründer und Trainfluencer Thibault Constant, FlixTrain-Projektmanager Janek Smalla und Mobility-Unternehmer und -Investor Artur Hasselbach gegründet. Im April 2026 sicherte sich das Unternehmen eine Pre-Seed-Finanzierung über zwei Millionen Euro, angeführt von IBB Ventures.

Fünf Monate später steht der erste fertige Waggon auf der Berliner Messe, in sechs Monaten soll er über die Schienen rollen. Damit schlägt Nox Mobility ein neues Tempo an, denn neue Verbindungen brauchen in der traditionellen Bahnbranche üblicherweise über fünf Jahre.

„Nox Mobility baut weit mehr als einen neuen Bahnbetreiber auf. Hier entsteht eine eigenständige Reisekategorie neben Fliegen und Hotellerie“, sagt Roman Pimonov, Senior Investment Manager IBB Ventures. „Wir sehen darin enormes Marktpotenzial, das weit über die erste Strecke hinausreicht.“

Bild Nox Mobility Mitgründer, L-R: Janek Smalla, Artur Hasselbach, Thibault Constant – © Nox Mobility

Quelle Breforth Communications GmbH

Ginmon: Christian Lindner steigt als Investor beim Frankfurter Fintech ein

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Ginmon: Christian Lindner investiert vor Altersvorsorgedepot Bild Ginmon Lindner Reiner Bauer Copyright Diana Riazantsev Ginmon

Christian Lindner beteiligt sich an der Ginmon Gruppe. Das Frankfurter Fintech liefert Banken, Finanzdienstleistern und unabhängigen Beratern die Technik für digitale Geldanlage und Altersvorsorge unter eigener Marke. Im Fokus steht dabei vor allem das neue Altersvorsorgedepot, das am 1. Januar 2027 startet. Zur Höhe der Beteiligung macht das Unternehmen keine Angaben.

Ginmon und Christian Lindner: Die Eckdaten des Investments

  • Investor: Christian Lindner
  • Unternehmen: Ginmon Gruppe
  • Sitz: Frankfurt am Main
  • Gründungsjahr: 2014
  • Gründer und CEO: Lars Reiner
  • Kundenvermögen: über 500 Millionen Euro
  • Endkunden: mehr als 100.000
  • Märkte: elf Länder
  • Wirtschaftliche Lage: profitabel
  • Bekanntgabe: 23. September 2026

Vom digitalen Vermögensverwalter zum Technik-Partner der Finanzbranche

Ginmon startete 2014 als Anbieter für digitales Vermögensmanagement. Heute ruht das Geschäft jedoch auf drei Säulen. Neben der eigenen Geldanlage für Privat- und Firmenkunden betreibt die Gruppe zwei Angebote für andere Finanzunternehmen.

Das erste heißt Ginmon Technology. Über ginmon.tech erhalten Banken und Finanzdienstleister eine modulare Technik für digitale Geldanlage und Vorsorge. Diese Lösung ist White-Label: Partner bauen damit eigene Produkte, die sie unter ihrer Marke anbieten. Dabei greifen sie auf eine bestehende technische und regulatorische Basis zurück und binden diese in ihre Apps und Portale ein. Zu den Nutzern zählt unter anderem die europäische Neobank bunq.

Die zweite Plattform heißt apeiron Wealth. Sie richtet sich an unabhängige Finanz- und Vermögensberater sowie an Finanzvertriebe. Die Software deckt dabei die ganze Kette ab: vom Onboarding über Portfoliomanagement und Reporting bis zur Gebührenabrechnung. Außerdem sind Depotführung und Wertpapierabwicklung integriert. Berater können die Plattform ebenfalls unter eigener Marke nutzen, und zwar sowohl in rein digitaler als auch in persönlicher Beratung.

„Wir haben Ginmon in den vergangenen Jahren konsequent neben dem digitalen Vermögensmanagement zu einem Technologieanbieter für die Finanzindustrie ausgebaut“, sagt Lars Reiner, Gründer und CEO der Ginmon Gruppe.

Altersvorsorgedepot als neuer Wachstumsmarkt

Den Zeitpunkt des Einstiegs prägt vor allem ein Termin: Ab dem 1. Januar 2027 gibt es das Altersvorsorgedepot. Damit entsteht nach Einschätzung von Ginmon ein neuer Markt für Vorsorge über den Kapitalmarkt. Für das Fintech ist das daher ein zusätzliches Einsatzfeld seiner Technik. Banken und andere Anbieter sollen auf der Ginmon-Basis eigene digitale Produkte für das Depot entwickeln. Unabhängige Berater wiederum sollen solche Lösungen über apeiron Wealth in ihre Beratung einbinden können.

Erste Schritte in diese Richtung gibt es bereits. So haben Ginmon und der globale Vermögensverwalter Franklin Templeton kürzlich eine Partnerschaft für das Altersvorsorgedepot bekannt gegeben. Sie baut auf der apeiron-Wealth-Plattform auf.

Lindner begründet sein Investment mit einem Thema, für das er sich seit Jahren einsetzt: mehr Aktienkultur und mehr kapitalgedeckte Vorsorge in Deutschland. „Deutschland braucht mehr Kapitalbildung in privater Hand“, sagt er. Überzeugt habe ihn zudem das Geschäftsmodell. Ginmon biete nicht nur einzelne Finanzprodukte an, sondern die technische Infrastruktur dahinter. Dadurch könnten Banken und andere Anbieter moderne Lösungen „schnell und skalierbar“ an den Markt bringen.

Mit Blick auf das neue Depot ergänzt Lindner: „Mit dem Altersvorsorgedepot wird Kapitalmarktinvestment für die private Altersvorsorge erheblich an Bedeutung gewinnen. Entscheidend ist jetzt, dass daraus attraktive, kosteneffiziente und digitale Angebote für möglichst viele Menschen entstehen.“ Genau an dieser Stelle zwischen Kapitalmarkt und Technik sieht er für Ginmon großes Potenzial.

Nächste Wachstumsphase in Deutschland und Europa

Ginmon arbeitet bereits profitabel. Das Unternehmen will seine Plattform nun als Basis für digitale Geldanlage und Vorsorge in Deutschland und Europa weiter ausbauen. Die Zielgruppe ist dabei breit: Neben Banken nennt Reiner auch Versicherer, Vertriebe und unabhängige Berater.

„Das Altersvorsorgedepot ist dafür ein besonders aktuelles Beispiel“, sagt Reiner. „Wir freuen uns, Christian Lindner als Investor für diese nächste Wachstumsphase gewonnen zu haben.“

In welches Unternehmen investiert Christian Lindner?

Christian Lindner beteiligt sich an der Ginmon Gruppe. Das Fintech aus Frankfurt am Main entwickelt digitale Technik für Geldanlage und Altersvorsorge.

Wie viel hat Christian Lindner in Ginmon investiert?

Zur Höhe der Beteiligung haben Ginmon und Lindner keine Angaben gemacht.

Was macht Ginmon?

Ginmon bietet digitales Vermögensmanagement für Endkunden an. Zudem stellt die Gruppe Banken, Finanzdienstleistern und unabhängigen Beratern White-Label-Technik bereit – über Ginmon Technology und die Beraterplattform apeiron Wealth.

Wann wurde Ginmon gegründet?

Ginmon startete 2014. Gründer und CEO ist Lars Reiner.

Welche Rolle spielt das Altersvorsorgedepot für Ginmon?

Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027. Banken und Berater sollen auf Basis der Ginmon-Technik eigene Angebote dafür unter eigener Marke entwickeln können.

Bild Christian Lindner, Lars Reiner und Ulrich Bauer Copyright Diana Riazantsev Ginmon

Quelle Ginmon GmbH

 

Heidi sichert sich 340 Millionen US-Dollar für KI im klinischen Alltag

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Heidi erhält 340 Mio. Dollar für Klinik-KI Dr. Thomas Kelly Gründer von Heidi

Das Health-Tech-Unternehmen Heidi hat eine Series-C-Runde über 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Lead-Investor ist Blackbird, die Runde bewertet Heidi mit 900 Millionen US-Dollar. Zusätzlich erhält das Unternehmen 240 Millionen US-Dollar Wachstumskapital vom Customer Value Fund (CVF) von General Catalyst. Mit dem Geld will Heidi seinen KI-Assistenten für medizinisches Fachpersonal ausbauen und in der DACH-Region deutlich wachsen.

Die Eckdaten der Heidi Finanzierung

  • Volumen gesamt: 340 Mio. US-Dollar
  • Series C: 100 Mio. US-Dollar
  • Lead-Investor: Blackbird
  • Weitere Investoren: Phoenix Court (Investmentgesellschaft hinter LocalGlobe, Latitude und Solar Funds), Point72 Private Investments, Headline (alle bereits investiert)
  • Wachstumsfinanzierung: 240 Mio. US-Dollar aus dem Customer Value Fund von General Catalyst
  • Bewertung: 900 Mio. US-Dollar
  • Eigenkapital gesamt (inkl. Series C): 436,6 Mio. US-Dollar
  • Gründung: 2019 in Melbourne
  • Gründer: Dr. Thomas Kelly (CEO), Waleed Mussa, Yu Liu
  • Sitz: Melbourne, Australien

Vom KI-Scribe zum Begleiter für den ganzen Arbeitstag

Heidi startete als sogenannter Scribe: eine KI, die Sprechstunden transkribiert und daraus Arztnotizen erstellt. Inzwischen versteht sich das Unternehmen als „AI Care Partner“. Die Plattform soll Ärzt:innen und anderes Fachpersonal durch den ganzen Arbeitstag begleiten – von Verwaltungsaufgaben über klinisches Wissen bis zur Arbeit rund um den Patientenkontakt.

„Von dem Tag an, an dem ich Heidi gegründet habe, ging meine Vision immer weit über das Schreiben von Arztnotizen hinaus“, sagt Mitgründer und CEO Dr. Thomas Kelly. Ihm schwebte von Anfang an eine KI vor, die auch die Folgearbeit nach dem Gespräch übernimmt.

Dazu hat Heidi sein Angebot zuletzt deutlich erweitert. Die Funktion Heidi Evidenz liefert Informationen zum jeweiligen Fall direkt am Behandlungsort. Seit dem Start im März 2026 hat sie weltweit fast acht Millionen Anfragen beantwortet. Außerdem bringt Heidi mit Remote sein erstes tragbares Gerät auf den Markt. Eine Diktierfunktion ergänzt das Angebot, sodass Fachkräfte Gespräche auch unterwegs festhalten können. Zudem verbindet sich die Plattform zunehmend mit Systemen für elektronische Patientenakten.

Technisch setzt Heidi dabei nicht allein auf große KI-Modelle anderer Anbieter, sogenannte Frontier-Modelle. Transkription und Notizen, die den Großteil der Rechenleistung verbrauchen, laufen fast vollständig auf eigenen Modellen. Ein eigenes Forschungsteam testet und prüft die Produkte, bevor sie im Alltag ankommen.

Die Nutzung wächst schnell. Aktuell setzt Fachpersonal Heidi bei 2,8 Millionen Patientenkontakten pro Woche ein. Insgesamt kommt die Plattform auf mehr als 175 Millionen Kontakte und über 67 Millionen klinische Arbeitsstunden. Damit hat sich die Nutzung seit September 2025 mehr als verdreifacht. Der wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) stieg in den zwei Jahren seit Verkaufsstart von einer Million auf 50 Millionen US-Dollar (Stand: April 2026). Heidi ist in 190 Ländern und 110 Sprachen im Einsatz.

Weniger Papierkram gegen den Personalmangel

Heidi zielt auf ein Kernproblem vieler Gesundheitssysteme. Die Nachfrage nach Versorgung steigt, das Personal bleibt knapp. Gleichzeitig wächst der Aufwand für Dokumentation. Das Unternehmen formuliert daher ein ehrgeiziges Ziel: Es will die weltweiten Versorgungskapazitäten verdoppeln.

Große öffentliche Auftraggeber setzen bereits auf die Lösung. So hat NHS England Midlands Heidi Anfang des Jahres als einzigen Anbieter ausgewählt. Laut Unternehmen ist das die bisher größte Beschaffung klinischer KI-Dokumentation in der Geschichte des britischen NHS. Der Auftrag umfasst 15 Akut- und Community Trusts, alle Integrated Care Boards der Region sowie 1.239 Hausarztpraxen. In Australien nutzen unter anderem das Royal Children’s Hospital Melbourne und Metro South Health die Software. In Neuseeland läuft Heidi in allen Notaufnahmen des Landes.

Die Investoren sehen darin eine solide Basis. Phoenix Court verweist auf die Fachkenntnis des Teams und auf ein Produkt, dem das medizinische Personal stark vertraue. Das mache die Ambition „absolut erreichbar“, heißt es von dem Investor.

Wichtig für die Einordnung der Summe: Nur die 100 Millionen US-Dollar der Series C bilden die Eigenkapitalrunde mit der Bewertung von 900 Millionen. Die 240 Millionen von General Catalyst fließen separat als Wachstumsfinanzierung.

Klar ist auch: In Europa hängt der weitere Ausbau stark an der Regulierung. Ein Teil der Series C fließt deshalb in Zulassungsverfahren für weiterführende klinische Funktionen in Europa und Großbritannien. DSGVO und Datensicherheit bleiben dabei zentrale Themen. Die Entscheidung über Diagnose und Behandlung liegt laut Heidi stets beim Fachpersonal.

Das DACH-Team von Heidi soll sich verdoppeln

Die DACH-Region zählt für Heidi zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Seit dem Markteintritt im Zuge der Series B stieg die Zahl der monatlich aktiven Nutzer:innen bis August 2026 um 205 Prozent. In diesem Zeitraum gab es über 600.000 Interaktionen mit Patient:innen. Zu den Kunden zählt unter anderem das Swiss Medical Network, eine private Klinikgruppe aus der Schweiz.

Mit dem neuen Kapital will Heidi die Zahl seiner Mitarbeitenden in der Region verdoppeln. Besonders in Deutschland soll ein eigenes Führungsteam entstehen. Außerdem entwickelt das Unternehmen Produkte, die auf die Gesundheitssysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugeschnitten sind.

„Die Finanzierungsrunde gibt uns die Möglichkeit, noch weiterzugehen“, sagt Kelly. Heidi wolle Produkte für europäische Gesundheitssysteme bauen und in die nötigen regulatorischen Grundlagen investieren. Am Ende solle das Fachpersonal mehr Zeit für Patientinnen und Patienten haben. Parallel will Heidi seine Rolle im NHS und in anderen öffentlichen Systemen ausbauen und im privaten Gesundheitssektor weiter wachsen.

FAQ über Heidi

Wie viel Kapital hat Heidi eingesammelt?

Heidi erhält insgesamt 340 Millionen US-Dollar: 100 Millionen aus einer Series-C-Runde und 240 Millionen Wachstumsfinanzierung vom Customer Value Fund von General Catalyst.

Wer sind die Investoren von Heidi?

Blackbird führt die Series C an. Außerdem beteiligen sich Phoenix Court, Point72 Private Investments und Headline. Die Wachstumsfinanzierung stammt von General Catalyst.

Wie hoch ist Heidi bewertet?

Die Series C bewertet das Unternehmen mit 900 Millionen US-Dollar.

Was macht Heidi?

Heidi entwickelt einen KI-Assistenten für medizinisches Fachpersonal. Die Software dokumentiert Sprechstunden, liefert klinisches Wissen und unterstützt bei Aufgaben rund um den Patientenkontakt.

Wann und wo wurde Heidi gegründet?

Dr. Thomas Kelly, Waleed Mussa und Yu Liu haben Heidi 2019 in Melbourne gegründet.

Gegen Lebensmittelverschwendung: Wie better bites Großküchen digitalisiert

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better bites: Prognose mit KI für Großküchen teamfoto better bites

better bites nutzt KI, um mit einer präzisen Prognose die Produktionsplanung in Großküchen zu verbessern und Lebensmittelüberschüsse zu reduzieren.

Können Sie better bites kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee für die KI-SaaS-Plattform entstanden ist?

better bites ist eine KI-SaaS-Plattform für Großküchen. Wir prognostizieren, wie viele Gäste an einem Tag kommen und welche Gerichte wie oft bestellt werden, bis zu sechs Wochen im Voraus. Auf dieser Basis planen Mensen und Betriebsrestaurants ihre Produktion, statt nach Erfahrungswerten zu schätzen. Weil wir selbst seit Jahren fast jeden Mittag in der Mensa essen, haben wir uns gefragt, wie so ein Betrieb eigentlich mehrere tausend Essen am Tag plant, und das Studierendenwerk Münster angeschrieben. Von dort aus ist alles gewachsen.

Wer steht hinter better bites, und wie ergänzen sich Ihre Erfahrungen in Sales, Tech und Data Science?

Gegründet haben Nico Nonnen und ich, Mattis Sippel. Nico verantwortet Technik und Modellentwicklung, ich Vertrieb und Kundenprojekte, beide mit Data-Science-Hintergrund. Das ist der eigentliche Vorteil: Ich sitze nicht als reiner Vertriebler in Küchengesprächen, sondern kann einschätzen, was mit den Daten eines Standorts machbar ist und was nicht. Umgekehrt entwickelt Nico nicht an der Praxis vorbei, weil er weiß, welche Fragen aus den Betrieben kommen. In einem Feld, in dem Vertrieb und Produkt technisch eng zusammenhängen, spart das sehr viele Schleifen.

Viele Großküchen planen ihre Produktionsmengen noch auf Basis von Erfahrungswerten. Welches Problem möchten Sie dabei konkret lösen?

Küchenleitungen planen meist nach Vorjahreswerten und Bauchgefühl, und weil kaum jemand riskieren will, dass um 13 Uhr nichts mehr da ist, wird im Zweifel zu viel produziert. Nach Zahlen des Thünen-Instituts landen so im Schnitt rund 10,8 Tonnen Lebensmittel pro Großküche und Jahr im Abfall, umgerechnet über 40.000 Euro Wareneinsatz. Das ist kein Erfahrungsproblem, sondern ein Datenproblem: Gästezahlen hängen gleichzeitig an Wetter, Semesterzeiten, Feiertagen, Veranstaltungen und dem Speiseplan des Tages. Diese Faktoren kann ein Mensch nicht parallel im Kopf verrechnen, ein Modell schon. Wir liefern deshalb keine Meinung, sondern eine belastbare Zahl als Planungsgrundlage.

Ihre Prognosen reichen bis zu sechs Wochen in die Zukunft und arbeiten in 15-Minuten-Intervallen. Welche Faktoren sind für eine hohe Genauigkeit besonders entscheidend?

An erster Stelle steht die Datenhistorie des Standorts: mehrere Jahre Kassendaten mit Zeitstempeln sind die Grundlage dafür, dass wir überhaupt in 15-Minuten-Intervallen rechnen können. Danach kommt der Speiseplan, weil die Gerichtswahl die Nachfrage massiv verschiebt, gefolgt vom Semesterkalender, der in der Hochschulgastronomie der stärkste Treiber überhaupt ist. Wetter, Feiertage, Brückentage und lokale Veranstaltungen erklären dann die kurzfristigen Ausschläge. Entscheidend ist außerdem, dass wir pro Standort modellieren und nicht ein Durchschnittsmodell über alle Mensen legen, denn zwei Häuser derselben Stadt verhalten sich unterschiedlich. Und ganz praktisch ist die Datenqualität in unserer Datenbank entscheidend, ein großer Teil unserer Arbeit steckt in der Aufbereitung.

better bites setzt bereits vor der Entstehung von Lebensmittelüberschüssen an. Warum sehen Sie gerade in der Produktionsplanung einen besonders großen Hebel?

Der größte Teil der Lebensmittel, die in einer Großküche verloren gehen, kommt nie bei einem Gast an. Es ist Ware, die produziert wurde, obwohl die Nachfrage an diesem Tag nicht da war. Die meisten Ansätze setzen am Ende der Kette an, bei der Verwertung von Resten oder bei Appellen an die Gäste. Wenn die Entscheidung über die Produktionsmenge aber besser wird, entsteht der Überschuss gar nicht erst. Das Wirksame daran ist, dass niemand sein Verhalten ändern muss: keine kleineren Portionen, kein eingeschränktes Angebot, kein zusätzlicher Arbeitsschritt für die Küche. Die Einsparung kommt allein aus einer besseren Planungszahl.

Ihre Software läuft aktuell an 42 Standorten mit rund 45.000 Gästen täglich. Was haben Sie aus dem Einsatz im realen Küchenbetrieb gelernt?

Dass der Küchenalltag unberechenbarer ist, als jede Datenanalyse vermuten lässt. Baustellen, Ausfälle, kurzfristige Speiseplanänderungen oder eine geschlossene Nachbarmensa verschieben Zahlen sofort, und ein Modell, das solche Sonderfälle nicht kennt, verliert schnell an Glaubwürdigkeit. Gelernt haben wir auch, dass eine Prognose in den Arbeitsablauf passen muss und nicht umgekehrt: Wer morgens um sechs an der Ausgabe steht, öffnet kein Analysetool mit zwölf Diagrammen. Deshalb sind unsere Ansichten bewusst schlicht und liefern die Zahl, die für den nächsten Arbeitsschritt gebraucht wird. Fast alle Funktionen, die wir seitdem gebaut haben, stammen aus Gesprächen mit Küchenleitungen, nicht aus unserem eigenen Kopf.

Eine Prognose ist nur hilfreich, wenn Küchenleitungen ihr auch vertrauen. Wie schaffen Sie Akzeptanz für KI-basierte Entscheidungen im Arbeitsalltag?

Vertrauen entsteht bei uns über Nachvollziehbarkeit, nicht über Versprechen. Wir zeigen jedem Standort rückblickend, was wir prognostiziert haben und was tatsächlich eingetreten ist, Tag für Tag. Nach einigen Wochen sehen die Küchenleitungen selbst, wie nah die Zahlen liegen, und ab da dreht sich das Verhältnis: Die Prognose wird zur Grundlage, das Bauchgefühl zur Gegenprobe. Wir kommunizieren dabei offen, wo ein Modell unsicher ist, statt jede Zahl als Wahrheit zu verkaufen, und die Entscheidung bleibt immer bei der Küche. Dazu kommt persönlicher Kontakt: Wir besuchen die Standorte, stehen in der Küche und sind erreichbar.

Gewachsene Kassensysteme und unterschiedliche Datenstrukturen erschweren die Integration. Wie geht better bites mit dieser technischen Herausforderung um?

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, eine bestimmte Systemlandschaft vorauszusetzen. Der Einstieg funktioniert über einen CSV-Export aus Kasse und Warenwirtschaft, wo eine Schnittstelle verfügbar ist, binden wir per API an. Die eigentliche Arbeit liegt danach in der Aufbereitung, und genau dafür gibt es bei uns eine dreimonatige Onboardingphase, in der wir die Daten analysieren, bereinigen und die ersten Prognosen simulieren. So merken beide Seiten früh, ob die Datenlage trägt, bevor eine langfristige Entscheidung fällt. Wichtig ist außerdem der Aufwand auf Kundenseite: Für die IT der Einrichtung soll es bei wenigen Stunden bleiben, alles andere übernehmen wir.

Zu Ihren Kunden gehören mehrere Studierendenwerke. Welche besonderen Anforderungen bringt die Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor mit sich?

Entscheidungen brauchen länger und laufen über mehrere Stellen: Geschäftsführung, IT, Datenschutz und die Küchenleitung sitzen mit am Tisch, dazu kommen feste Budgetzyklen. Dafür bekommt man Partner, die offen für neue Technologien sind sowie langfristig denken. In Deutschland gibt es 57 Studierendenwerke, die sich untereinander gut kennen. Eine Empfehlung aus diesem Netzwerk wirkt stärker als jede Kampagne.

Mehr als 90 Prozent Prognosegenauigkeit sowie Einsparungen bei Kosten, Lebensmitteln und CO2 sind zentrale Kennzahlen. Was unterscheidet better bites damit von anderen Ansätzen gegen Lebensmittelverschwendung?

Bei uns ist die Umweltwirkung kein Nebeneffekt, sondern eine direkte Funktion der Softwarequalität: Je genauer die Prognose, desto weniger wird zu viel produziert. Das lässt sich messen, pro Standort und Jahr sprechen wir von über 10.000 Euro Einsparung, 2,8 Tonnen geretteten Lebensmitteln und rund 19 Tonnen weniger CO2. Viele andere Ansätze dokumentieren Abfall oder verwerten ihn weiter, was sinnvoll ist, aber erst greift, wenn das Essen schon gekocht ist. Unser Unterschied liegt außerdem in der Spezialisierung: Wir sind auf die Betriebsstruktur der Hochschul- und Gemeinschaftsgastronomie zugeschnitten, mit Semesterlogik, Speiseplanzyklen und Kassenstruktur, statt ein allgemeines Prognosetool anzubieten.

Als Nächstes wollen Sie Betriebsrestaurants erschließen und eine KI-gestützte Speiseplanoptimierung entwickeln. Welche neuen Möglichkeiten entstehen dadurch für better bites?

Tatsächlich sind bereits drei Betriebsrestaurants live in unserer Software. Was uns dabei aufgefallen ist: Betriebsrestaurants haben dieselbe Grundstruktur wie Mensen, eine feste Gästebasis und einen täglich wechselnden Plan, aber andere Treiber: Homeoffice-Quoten, Anwesenheitstage und Veranstaltungen im Unternehmen. Unsere Modelle lassen sich darauf übertragen, und der Markt ist um ein Vielfaches größer als der der Studierendenwerke. Die Speiseplanoptimierung ist der zweite Schritt: Bisher sagen wir voraus, was passieren wird, künftig geben wir eine Empfehlung, was überhaupt auf den Plan gehört. Grundlage sind Absatzanteil, Wareneinsatz und Inhaltsstoffe je Gericht. Daraus wird sichtbar, welche Gerichte tragen, welche zu teuer für ihre Nachfrage sind und welche man streichen kann. Damit wird aus einem Prognosewerkzeug eine Planungsplattform für die gesamte Küche.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit einer KI-Lösung eine etablierte Branche verändern möchten?

Erstens: Verliebt euch nicht in eure Lösung, sondern sucht das passende Problem. Wir haben mit der falschen Zielgruppe angefangen und sind erst durch Gespräche in der richtigen Nische gelandet, das war die wichtigste Entscheidung überhaupt. Zweitens: Ein enger erster Kunde ist mehr wert als zehn lose Kontakte. Das Studierendenwerk Münster hat uns Daten, Branchenwissen und Glaubwürdigkeit gegeben, und in einem vernetzten Segment öffnet eine gute Referenz alle weiteren Türen. Drittens: Lasst euch auch für Testphasen bezahlen. Solange unsere Tests kostenlos waren, wurden sie nebenbei behandelt und weckten sogar Zweifel an der Qualität. Seit sie etwas kosten, arbeiten beide Seiten verbindlich zusammen.

Bildcredits better bites

Wir bedanken uns bei Mattis Sippel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Headhunting fürs Herz: Wie Philipp Schwarzenberg das Dating revolutioniert

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Hearthunter: Partnervermittlung für die Partnersuche Philipp Scwarzenberg Bildquelle Paul König

Hearthunter denkt Partnervermittlung neu und überträgt das Prinzip des Headhuntings auf die individuelle Partnersuche.

Können Sie Hearthunter kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee entstanden ist, das Prinzip des Headhuntings auf die Partnersuche zu übertragen?

Philipp Schwarzenberg: „Ich war rund zehn Jahre in einer klassischen Partnervermittlung tätig, zunächst als Angestellter und später mit der Perspektive, das Unternehmen zu übernehmen. In dieser Zeit habe ich sehr genau gesehen, was in der klassischen Partnervermittlung gut funktioniert, aber auch, wo ihre Grenzen liegen. Am Ende habe ich mich aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens dazu entschieden, einen eigenen Weg zu gehen. Für mich stellte sich damals die Frage: Unternehmensberatung oder Partnervermittlung?

Ich habe mich ganz bewusst für die Partnervermittlung entschieden, weil ich die Branche kannte und gleichzeitig überzeugt war, dass man sie neu denken kann. Durch meine langjährige Erfahrung mit Social Media und digitaler Kommunikation kam dann die Idee, nicht einfach eine weitere klassische Vermittlung aufzubauen, sondern ein anderes Modell zu entwickeln. Wenn man ohnehin auf der grünen Wiese startet, kann man auch konsequent neue Wege gehen. So entstand ein System, das auf Mandatsbasis funktioniert und sich am klassischen Headhunting orientiert: Wir suchen gezielt, diskret und individuell nach passenden Partnern. Im Grunde ist es Headhunting, nur fürs Herz. So ist Hearthunter entstanden.“

Wer steht hinter Hearthunter, und welche Erfahrungen haben Ihren Blick auf professionelle Partnervermittlung geprägt?

Philipp Schwarzenberg: „Partnervermittlung begleitet mich tatsächlich fast mein ganzes Leben. Meine Mutter hat bereits 1985 eine eigene Agentur gegründet. Dadurch bin ich sehr früh mit diesem Geschäft in Berührung gekommen. Mit vier Jahren wollte ich meiner kleinen Schwester schon ihren ersten Freund vermitteln, mit 15 habe ich meinen ersten Ferienjob in der Firma gemacht. Und bereits als Kind war ich bei Kundenterminen in Städten wie Freiburg, München oder Stuttgart dabei und habe erlebt, wie Beratungsgespräche geführt wurden. Ich kenne nicht nur die schönen Seiten dieses Geschäfts, sondern auch die Herausforderungen, die Erwartungen der Kunden und die Verantwortung, die damit verbunden ist. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Partnersuche stark geprägt.

Ich sage manchmal etwas zugespitzt: Dating liegt bei mir in der DNA. Dahinter steckt aber ein ernsthafter Punkt. Hearthunter ist für mich weder ein Hobby noch ein kurzfristiges Geschäftsmodell, sondern die konsequente Fortführung dessen, womit ich praktisch aufgewachsen bin. Diese Verbindung aus jahrzehntelanger Branchenerfahrung, persönlicher Prägung und unternehmerischem Anspruch ist sicherlich etwas, das mich von vielen anderen Anbietern im Markt unterscheidet.

Professionelles Matchmaking bedeutet für mich deshalb auch deutlich mehr, als zwei Menschen miteinander bekannt zu machen. Es geht darum, Menschen wirklich zu verstehen, sehr genau zuzuhören und eine Suche mit derselben Ernsthaftigkeit zu betreiben, mit der Unternehmen nach einer Schlüsselperson suchen.“

Sie richten sich vor allem an erfolgreiche Führungskräfte und Unternehmer mit wenig Zeit. Warum funktionieren klassische Dating-Apps für diese Zielgruppe aus Ihrer Sicht häufig nicht?

Philipp Schwarzenberg: „Für viele unserer Kunden ist Zeit die knappste Ressource. Genau deshalb sind klassische Dating-Apps für vielbeschäftigte Führungskräfte und Unternehmer schlichtweg Zeitverschwendung – völlig egal, ob für den etablierten Unternehmer oder die erfolgreiche Managerin.

Auf der Männerseite scheitert das System an harter Mathematik: Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Nutzer auf den gängigen Dating-Plattformen sind weiblich. Ein kostenpflichtiges Premium-Upgrade bringt in der Praxis kaum bessere Ergebnisse. Es kostet Geld und erhöht vielleicht die Sichtbarkeit, ändert aber nichts an der Verteilung. Man vergeudet Zeit mit Fakes, Scams oder Kontakten, bei denen monetäre Interessen im Vordergrund stehen.

Frauen wiederum erhalten häufig eine Flut an Anfragen, von denen viele unpassend, oberflächlich oder schlicht unangenehm sind. In beiden Fällen entsteht derselbe Effekt: viel Aufwand bei vergleichsweise wenig relevanten Begegnungen.

Genau hier setzt Hearthunter an. Unsere Kunden müssen sich nicht selbst durch hunderte Profile arbeiten. Wir analysieren vorab sehr genau, welche Lebensentwürfe und Kriterien wirklich zählen, und gehen anschließend gezielt und persönlich in die Suche. Der Unterschied liegt nicht in einer neuen App, sondern in einem völlig anderen Ansatz: weniger Masse, kompromisslose Vorauswahl und maximaler Zeitgewinn.“

Ihre Kunden lagern einen sehr persönlichen Teil ihres Lebens an einen Dienstleister aus. Was braucht es, damit dieses Vertrauen überhaupt entsteht?

Philipp Schwarzenberg: „Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit, Offenheit und einen guten persönlichen Draht. Wir sprechen mit unseren Kunden über sehr private Themen. Deshalb müssen sie das Gefühl haben, dass wir zuhören, ihre Wünsche verstehen und auch unangenehme Punkte klar ansprechen.

Genauso wichtig sind Diskretion und Verlässlichkeit. Wer die Partnersuche in fremde Hände gibt, muss sicher sein können, dass persönliche Informationen geschützt sind und die Suche mit der nötigen Sorgfalt geführt wird. Ohne diese Basis funktioniert professionelle Partnervermittlung nicht.“

Beim Executive Search lassen sich Qualifikationen relativ klar definieren. Nach welchen Kriterien suchen Sie dagegen nach einem Menschen, der wirklich als Lebenspartner passen könnte?

Philipp Schwarzenberg: „Natürlich spielen zunächst klassische Kriterien wie Alter, Wohnort, Bildung, äußere Erscheinung oder der persönliche und finanzielle Hintergrund eine Rolle. Entscheidend ist für mich aber, was dahinterliegt: Welche Werte vertritt ein Mensch, wie gestaltet er seinen Alltag und was braucht er langfristig in einer Partnerschaft, um glücklich zu sein?

Um das nicht dem Zufall zu überlassen, nutze ich das PERMA-Modell von Martin Seligman. Wir beleuchten Faktoren wie Werte, Beziehungsmuster, Emotionen, persönliche Stärken und den Umgang mit Erfolgen. Diese Faktoren helfen dabei, nicht nur oberflächliche Gemeinsamkeiten zu erkennen, sondern genauer einzuschätzen, ob zwei Menschen auch in ihren grundlegenden Vorstellungen und Bedürfnissen zueinander passen.“

Hearthunter sucht auf Mandat bundesweit nach passenden Partnerinnen und Partnern. Wie läuft dieses „Liebes-Scouting“ grundsätzlich ab?

Philipp Schwarzenberg: „Meine genaue Methode werde ich natürlich nicht vollständig offenlegen. Grundsätzlich beginnt jede Suche aber mit einem sehr klaren Wunschprofil. Anschließend prüfe ich zunächst meinen eigenen, bewusst klein gehaltenen und sorgfältig kuratierten Pool. Findet sich dort noch kein passender Kontakt, beginnt das eigentliche Scouting über soziale Netzwerke. Dabei arbeite ich ausschließlich inbound und schreibe potenzielle Kandidatinnen oder Kandidaten nicht ungefragt an. Eingehende Nachrichten durchlaufen einen mehrstufigen Auswahlprozess. Danach folgt ein persönliches Gespräch, in dem ich prüfe, ob neben den äußeren Rahmendaten auch die persönliche Kompatibilität stimmt. Erst wenn beide Seiten grundsätzlich passen, werden Profil und Foto gegenseitig vorgestellt. Besteht auf beiden Seiten Interesse, stelle ich den Kontakt her und organisiere auf Wunsch auch das erste Date. So bleibt der Prozess persönlich, diskret und zugleich sehr strukturiert.“

Hohe berufliche Ansprüche übertragen sich nicht zwangsläufig auf die Partnersuche. Was suchen sogenannte Top-Performer heute tatsächlich in einer Beziehung?

Philipp Schwarzenberg: „Viele Top-Performer suchen in einer Beziehung vor allem das, was im beruflichen Alltag oft zu kurz kommt: Ruhe, Verlässlichkeit und echte Nähe. Gleichzeitig wünschen sie sich einen Partner, mit dem sie sich intellektuell austauschen, gemeinsame Interessen verfolgen und sich auch persönlich weiterentwickeln können.

Entscheidend sind außerdem eine wertschätzende Kommunikation, ähnliche Werte sowie emotionale und körperliche Intimität. Es geht also weniger um Status oder Perfektion, sondern um das Gefühl, sich wirklich auf Augenhöhe zu begegnen. Auf allen Ebenen.“

Sie stellen das Bild der klassischen „Trophy Wife“ infrage. Haben sich die Erwartungen erfolgreicher Männer an eine Partnerin in den vergangenen Jahren verändert?

Philipp Schwarzenberg: „Wer als Mann seine Partnerin nicht als persönlichen Gewinn sieht, hat schlicht die falsche Person an seiner Seite. Was ich jedoch massiv infrage stelle, ist das veraltete Klischee der reinen Statusergänzung: Frauen, deren einziger Beitrag darin besteht, sich zu inszenieren und die Kreditkarte des Mannes zu belasten. Wenn zwei Menschen mit diesem Modell glücklich werden – bitte. Das stelle ich nicht infrage. Aber für eine langfristige Beziehung auf Augenhöhe trägt das nicht. Die Männer, die mich engagieren, suchen eine echte Sparringspartnerin.

Wer zu mir kommt und eine 30 Jahre jüngere Frau nur als Dekoobjekt sucht, ist bei mir falsch. Erstens bin ich Matchmaker und kein Zauberer. Und zweitens passt eine so oberflächliche Suche schlichtweg nicht zu den Werten von Hearthunter.“

Eine Beziehung lebt von Emotionen und persönlicher Chemie. Wo endet deshalb selbst die beste professionelle Vorauswahl?

Philipp Schwarzenberg: „Beim Date. Ich kann Werte abgleichen, Lebensentwürfe prüfen und alle relevanten Rahmenbedingungen filtern. Das ist das Fundament. Aber die Magie, der Funke beim ersten Lachen – das lässt sich in keiner Excel-Tabelle der Welt berechnen. Genau dort endet meine professionelle Vorauswahl. Und das ist auch gut so.“

Der Erfolg Ihrer Dienstleistung hängt stark von individuellen Ergebnissen und persönlicher Betreuung ab. Wie lässt sich ein solches Geschäftsmodell überhaupt skalieren?

Philipp Schwarzenberg: „Dass hochgradig individuelle Dienstleistungen skalierbar sind, habe ich bereits in meiner vorherigen Agentur erlebt und mitgestaltet, die sich zu einem Millionenbusiness entwickelt hat. Ich kenne die Mechanik und die Zahlen dahinter also sehr genau. Die exakte Architektur meines heutigen Systems bleibt natürlich mein Betriebsgeheimnis. Das Grundprinzip ist aber klar: Es kommt auf das perfekte Zusammenspiel aus hochqualifiziertem Personal und einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur an.Technologie übernimmt die Datenanalyse, die Vorfilterung und die organisatorischen Prozesse. Der Mensch bleibt dort entscheidend, wo Empathie, Erfahrung, Intuition und persönliche Begleitung gefragt sind. Wer diese beiden Welten sinnvoll miteinander verbindet, baut eine skalierbare High-End-Manufaktur. Und genau das revolutioniert die Dating-Welt.“

Welche Vision verfolgen Sie mit Hearthunter, und wie möchten Sie die Partnervermittlung in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Philipp Schwarzenberg: „An allererster Stelle steht für mich Transparenz. Über Social Media dokumentiere ich meine tägliche Arbeit ganz offen. Wer heute eine klassische Agentur beauftragt, kauft oft die Katze im Sack. Bei Hearthunter soll jeder Klient vom ersten Tag an exakt verstehen, wie wir arbeiten und welchen Mehrwert wir liefern.

Mein persönlicher Antrieb ist einfach: Ich führe selbst eine unerschütterliche Partnerschaft auf Augenhöhe. Genau dieses Fundament möchte ich so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen. Meine Frau ist selbst erfolgreiche Unternehmerin – wir teilen diese Vision und ziehen (meistens) an einem Strang. Das gibt mir eine enorme Grundstärke.

Beim Wachstum denke ich in klaren Phasen. Der Fokus liegt aktuell auf dem DACH-Raum, als Nächstes folgt der europäische Markt und langfristig die globale Aufstellung.

Ich bin erst 37 Jahre alt und habe noch viel vor. Mein Anspruch ist es, Hearthunter über die kommenden zwei Jahrzehnte zu einer festen Größe in der modernen Partnervermittlung zu entwickeln und die Branche dabei spürbar zu verändern.“

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Unternehmen in einem besonders persönlichen und vertrauenssensiblen Markt aufbauen möchten?

Philipp Schwarzenberg: „Erstens: Sei immer authentisch! Gerade in einem persönlichen und vertrauenssensiblen Markt merken Kunden sehr schnell, ob jemand wirklich hinter dem steht, was er sagt.

Zweitens: Respektiere dich selbst und deine Zeit! Nicht jeder Kunde passt zu jedem Unternehmen. Wer versucht, es allen recht zu machen, verliert irgendwann seine eigene Linie.

Drittens: Mach alles für deine Kunden! Wer Vertrauen erwartet, muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, erreichbar zu sein und konsequent die bestmögliche Leistung zu liefern. Am Ende entscheidet genau das darüber, ob aus einem guten Angebot eine starke Marke wird.“

Bildcredits Paul Königer

Wir bedanken uns bei Philipp Schwarzenberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Warum gute Produkte schlechte Pitches nicht überleben

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Pitch: Gründer überzeugen Investoren mit ihrem Auftritt

Acht Minuten, ein Publikum, das nebenher Nachrichten liest, und danach eine Entscheidung. So sieht die Situation aus, in der über Geld gesprochen wird. Das Produkt kann gut sein, der Markt kann stimmen, die Zahlen können tragen. Wenn der Vortrag nicht funktioniert, wird das alles nicht geprüft.

Die Fehler, die dabei passieren, haben selten etwas mit den Zahlen zu tun. Sie liegen davor.

Zu lange beim Problem

Der häufigste Fehler ist die Verteilung der Zeit. Viele Gründer verbringen die Hälfte ihres Auftritts damit, ein Problem zu erklären, das im Raum längst bekannt ist. Wer vor Investoren spricht, die auf dieses Feld spezialisiert sind, muss ihnen den Markt nicht beibringen.

Zwei Sätze zum Problem reichen fast immer. Danach gehört die Zeit der Lösung, dem Beleg, dass sie funktioniert, und der Frage, warum ausgerechnet dieses Team sie umsetzt. Wer diese Verteilung dreht, verliert die interessanten Minuten an eine Einleitung.

Die Stimme verrät die Unsicherheit

Der zweite Fehler ist unbewusst und deshalb hartnäckig. Bei vielen geht die Stimme am Ende jedes Satzes nach oben. Aus einer Aussage wird damit eine Frage, aus einer Zahl eine Bitte um Zustimmung. Der Inhalt ändert sich nicht, die Wirkung schon.

Das lässt sich hören, sobald man sich einmal aufnimmt, und es lässt sich in wenigen Tagen ändern. Bewusst am Satzende die Stimme senken, an drei markierten Stellen im Vortrag, mehr braucht es zu Beginn nicht. Es klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber, wie ein Publikum die Sicherheit des Vortragenden einschätzt.

Zahlen wie eine Entschuldigung

Der dritte Fehler betrifft den Umgang mit den eigenen Zahlen. Wer eine Marktzahl oder einen Umsatz vorträgt und dabei schneller wird, leiser oder beides, signalisiert, dass er sie selbst für zu klein hält. Investoren registrieren das sofort.

Die Regel dagegen ist unspektakulär. Eine Zahl wird langsam gesagt, danach kommt eine Pause. Die Pause ist der Teil, den fast niemand aushält, und genau sie macht den Unterschied. Wer die Zahl in einen Nebensatz packt, hat sie faktisch nicht genannt.

Der Punkt, an dem der Vortrag kippt

Es gibt in fast jedem Pitch eine Stelle, an der die Aufmerksamkeit im Raum wegbricht. Meist liegt sie zwischen der Lösung und dem Geschäftsmodell, dort, wo der Vortrag von der Erzählung in die Aufzählung wechselt.

Wer das kennt, kann es vorbereiten. An dieser Stelle hilft ein konkretes Beispiel, ein einzelner Kunde, ein Satz aus einem echten Gespräch, irgendetwas, das nicht nach Folie klingt. Danach lässt sich die Aufzählung wieder aufnehmen, und sie wird gehört.

Die Fragerunde gehört zum Auftritt

Fast alle bereiten den Vortrag vor und niemand die Fragen danach. Dabei entscheidet sich dort oft mehr, weil die Antworten nicht geprobt klingen können und deshalb ehrlicher wirken.

Zwei Dinge helfen. Erstens eine Liste der fünf Fragen, die man selbst am wenigsten gern beantwortet, mit je einer ausformulierten Antwort. Diese Fragen kommen erfahrungsgemäß, und wer sie zum ersten Mal auf der Bühne hört, weicht aus. Zweitens die Bereitschaft, etwas nicht zu wissen. Ein klares „Das haben wir noch nicht entschieden, wir prüfen es gerade“ ist stärker als eine Antwort, die im Raum als improvisiert erkannt wird.

Was sich in einer Woche ändern lässt

Nicht alles ist kurzfristig zu beheben, manches schon.

In einer Woche änderbar sind die Zeitverteilung, die Stimme am Satzende, der Umgang mit Zahlen und der Einstieg. Der Einstieg besonders: Die ersten zwanzig Sekunden entscheiden darüber, ob das Publikum zuhört oder das Gerät in der Hand wieder wichtig wird. Ein Vortrag, der mit dem Firmennamen und dem Gründungsjahr beginnt, verschenkt sie.

Nicht in einer Woche änderbar ist alles, was mit Nervosität zu tun hat. Sie verschwindet nicht durch Vorbereitung, sie wird nur handhabbar. Wer damit rechnet, dass die ersten zwei Minuten unangenehm sind, überlebt sie besser als jemand, der sich vorgenommen hat, ruhig zu sein.

Warum das Üben unbeliebt ist

Gründer bereiten ihre Zahlen sorgfältig vor und ihren Auftritt fast nie. Dahinter steckt eine verbreitete Annahme: dass Reden entweder liegt oder nicht.

Das stimmt nicht. Was auf einer Bühne wirkt, ist zu einem großen Teil handwerklich und damit lernbar. Der Unterschied zwischen einem Vortrag, der überzeugt, und einem, der es nicht tut, liegt selten in der Persönlichkeit und meistens in Vorbereitung, die niemand sieht.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Schweizer Startup Bee People holt 1,3 Millionen Franken

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Bee People: Propolis im Zentrum neuer Finanzierungsrunde Die Gründer Marie So und Daniel Meyer

Bee People sichert sich CHF 1,3 Millionen in neuer Finanzierungsrunde

Das Schweizer Gesundheitsunternehmen Bee People hat eine Seed-Finanzierungsrunde über CHF 1,3 Millionen erfolgreich abgeschlossen. Die Investitionszusagen überstiegen das angestrebte Finanzierungsvolumen um mehr als 30 Prozent.

Bee People entwickelt wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Propolis und weiteren Inhaltsstoffen aus dem Bienenstock. Das Unternehmen verbindet die natürlichen Schutzmechanismen der Bienen mit moderner Forschung, Produktentwicklung und Schweizer Qualitätsstandards. Das bestehende Produktsortiment wird derzeit deutlich ausgebaut und kontinuierlich um neue Anwendungen ergänzt.

Erfahrenes Gründerteam erhält erneut Unterstützung von Investoren

Die Gründer Marie So und Daniel Meyer haben bereits das Schweizer E-Mobility-Unternehmen EGO Movement aufgebaut, international expandiert und erfolgreich an die indische TVS Motor Group veräußert. Mehrere Investoren aus dieser Zeit unterstützen das Team nun erneut bei Bee People.

Zu den Kapitalgebern zählen mehrere bekannte Schweizer Unternehmer und Investoren. Hinzu kommen anerkannte Mediziner und Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen sowie erfahrene Persönlichkeiten, die für die Expansion von Bee People in Asien von strategischer Bedeutung sind.

„Daß uns mehrere Investoren zum zweiten Mal unterstützen, ist ein starkes Zeichen des Vertrauens. Sie kennen unsere Arbeitsweise und unsere Ambition, Unternehmen langfristig und international aufzubauen“, sagen Marie und Daniel.

Bee People baut Präsenz in der Schweiz und Asien aus

Seit dem Marktstart baut Bee People seine Präsenz in Schweizer Apotheken sowie Drogerien, im Fachhandel und auf E-Commerce-Plattformen aus. Auch im asiatischen Markt hat das Unternehmen bereits Fuß gefasst.

Traditionelle und natürliche Gesundheitsprodukte sind dort stark verankert, und Propolis ist als Inhaltsstoff deutlich bekannter als in vielen europäischen Märkten.

Deutschland wird Teil der europäischen Wachstumsstrategie

Die DACH-Region spielt in der europäischen Wachstumsstrategie von Bee People eine zentrale Rolle. Das Unternehmen sieht hier großes Potenzial, Propolis aus seiner bisherigen Nische zu holen und als zeitgemäßen Inhaltsstoff für die tägliche Gesundheitsvorsorge zu positionieren. Der Markteintritt in Deutschland erfolgt im September 2026 über den eigenen Onlinehandel.

„Propolis ist in der Schweiz, Österreich und Deutschland zwar bereits vertreten, doch häufig fehlt es an einheitlichen Qualitätsstandards und wissenschaftlicher Fundierung. Genau hier setzen wir an: Mit Produkten, in die die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung einfließen, und mit Schweizer Qualität wollen wir Propolis auf ein neues Niveau heben.“, erklären die Gründer.

Neues Kapital für Forschung, Vertrieb und internationale Expansion

Das neue Kapital fließt in Forschung und Entwicklung, den Ausbau des Vertriebs und die internationale Expansion. Neben Deutschland plant Bee People die Erschließung weiterer Märkte in Europa und Asien.

„Bienen haben über Millionen von Jahren hochentwickelte Mechanismen entwickelt, um ihren Stock zu schützen. Dieses Wissen möchten wir für moderne Gesundheitsprodukte nutzbar machen. Unsere Ambition ist der Aufbau einer globalen Schweizer Gesundheitsmarke an der Schnittstelle von Natur und Wissenschaft“, so die Gründer.

Wer ist Bee People?

Bee People ist ein Schweizer Gesundheitsunternehmen, das wissenschaftlich fundierte Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Propolis und weiteren Inhaltsstoffen aus dem Bienenstock entwickelt.

Wie hoch ist die neue Finanzierungsrunde von Bee People?

Bee People hat eine Seed-Finanzierungsrunde über CHF 1,3 Millionen abgeschlossen. Die Investitionszusagen lagen nach Unternehmensangaben mehr als 30 Prozent über dem angestrebten Finanzierungsvolumen.

Wofür will Bee People das neue Kapital einsetzen?

Das Unternehmen will das Kapital für Forschung und Entwicklung, den Ausbau des Vertriebs sowie die internationale Expansion nutzen. Neben Deutschland sollen weitere Märkte in Europa und Asien erschlossen werden.

Bild Bildcredits @ Bee People

Quelle blackbird/berlin Agency for Public Relations, Marketing and Events

Schluss mit dem Duschkopf-Trick: So revolutioniert SchaumPo das Schaumbad

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SchaumPo: Schaumbad für Die Höhle der Löwen Bild Sebastian Wild präsentiert Investorin Janna Ensthaler seinen Plug and Play Badespaß „SchaumPo“. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

SchaumPo will das Schaumbad neu denken und wird am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen

Wie ist die Idee zu SchaumPo entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Die Idee zu SchaumPo ist tatsächlich in der Badewanne entstanden. Beim Baden meiner drei Töchter wollte ich eigentlich nur eines: möglichst viel richtig guten Schaum. So, wie Kinder sich ein perfektes Schaumbad eben vorstellen, so wie ich es mir selber immer als Kind gewünscht habe: dieses richtige Schaumbad wie im Film oder Fernsehen, mit dichtem, langanhaltendem Schaum, der die ganze Badewanne bedeckt. Genau so, wie es auf den Produktbildern meistens versprochen wird – und in der Realität dann erstaunlich selten so aussieht.

In der eigenen Badewanne war das Ergebnis aber schwer bis unmöglich reproduzierbar.

Mal entstand viel Schaum, mal kaum welcher. Es hing davon ab, wie das Wasser einlief, wie viel Schaummittel man schlussendlich verwendete und wie kräftig u d motiviert man anschließend noch selbst nachhalf.

Irgendwann entstand daraus die ganz simple Frage: Warum gibt es eigentlich kein Gerät, das genau diesen Job übernimmt und zuverlässig richtig viel Schaum erzeugt – so wie die Feuerwehr eins hat?

Damit begann die Entwicklung von SchaumPo.

Je tiefer ich mich anschließend mit dem Thema beschäftigte, desto mehr fiel mir auf, dass das Problem noch größer ist als gedacht. Schon bei der Dosierung der Schaummittel gibt es kaum eine einheitliche Logik: Bei einem Produkt heißt es beispielsweise ein oder zwei Kappen, bei einem anderen zwei bis drei kräftige Spritzer. Aber was ist eigentlich ein „kräftiger Spritzer“ … und wie viel Produkt braucht man tatsächlich für ein bestimmtes Schaumergebnis?

Aus der ursprünglichen Frage nach maximalem Schaum wurde damit zunehmend eine technische Frage nach kontrollierter Dosierung, reproduzierbarer und kinderleichter Schaumerzeugung und effizientem Produkteinsatz.

Und spätestens an diesem Punkt meldete sich dann wohl auch mein schwäbisches Erbgut. Ich bin gebürtiger Schwabe aus Ulm und ein altschwäbisches Sprichwort besagt: „sparen ist keine Schande“.

Wenn ein Gerät sehr genau steuern kann, wie viel Schaummittel tatsächlich benötigt wird, stellt sich irgendwann zwangsläufig die nächste Frage: Warum transportieren, lagern und verpacken wir große Mengen fertiger Flüssigkeit, wenn das Wasser beim Kunden ohnehin aus dem Hahn kommt?

Daraus entstand die nächste Ebene unseres Konzepts: ein langlebiges, wasserdruckbetriebenes Gerät kombiniert mit kompakten, trockenen Refills, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Aus dem Versuch, meinen Kindern einfach das bestmögliche Schaumbad zu bauen, ist so Schritt für Schritt ein Consumer-Hardware-Projekt mit eigenem Refill-System, funktionierenden Prototypen, österreichischen Entwicklungspartnern und einer zum Patent angemeldeten Technologie entstanden.

In welcher Branche seid ihr mit SchaumPo tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?

Wir bewegen uns im Bereich Consumer Hardware an der Schnittstelle von Bath & Personal Care, Selfcare und Home & Lifestyle – und irgendwie auch Sanitärtechnik.

SchaumPo ist ein wasserdruckbetriebener Schaumbadgenerator, oder international gesprochen ein „Bubble Bath Maker“. Das Gerät wird an einen handelsüblichen Badewannenschlauch angeschlossen und nutzt den vorhandenen Wasserdruck, um Wasser, Luft und Schaummittel zu einem kontinuierlichen Schaumstrom zu verbinden. Es benötigt dafür weder Akku noch Strom noch Motor – lediglich Wasserdruck.

Das Geschäftsmodell dahinter besteht aus zwei miteinander verbundenen Ebenen: Hardware und wiederkehrenden Verbrauchsprodukten.

Mit dem Gerät schaffen wir zunächst eine installierte Basis beim Kunden. Darauf bauen wir ein proprietäres Refill-System auf, das langfristig einen wesentlichen Teil unseres Geschäftsmodells bilden soll. Geplant sind unter anderem kompakte, trockene Nachfüllprodukte, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Das ist für uns aus mehreren Gründen spannend: Es schafft wiederkehrende Umsätze, ermöglicht unterschiedliche Düfte, Anwendungen und Markenkooperationen und kann gleichzeitig die Supply Chain effizienter machen. Anstatt große Mengen fertiger Flüssigkeit zu transportieren, zu lagern und zu verpacken, wollen wir perspektivisch vor allem das liefern, was der Kunde zuhause noch nicht hat – das Wasser samt Druck kommt schließlich bereits aus der Leitung.

Langfristig lässt sich daraus auch ein sehr einfaches Convenience-Modell entwickeln: beispielsweise ein Schaumbad-Abonnement, bei dem neue Refills, Düfte oder saisonale Editionen regelmäßig direkt in den Briefkasten kommen. Der einmalige Hardwarekauf wird damit zur Basis für eine dauerhafte Kundenbeziehung mit wiederkehrenden Umsätzen.

Für den Markteintritt setzen wir zunächst auf Direct-to-Consumer. Damit können wir Nachfrage, Conversion, Nutzung, Kundenfeedback und später auch Wiederkaufsraten sehr direkt messen. Anschließend sehen wir erhebliches Skalierungspotenzial über Retail, internationale Vertriebspartner sowie perspektivisch Hospitality, Licensing, Spielzeug und Brand Collaborations.

SchaumPo betrachten wir deshalb nicht nur als einzelnes Produkt: Unser Ziel ist eine skalierbare Produkt- und Markenplattform aus Consumer Hardware, proprietären Verbrauchsprodukten, Technologie und IP rund um das Thema Schaumerzeugung im Badezimmer.

Welches konkrete Problem löst SchaumPo und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Wer Schaumbad kauft, kauft zunächst eine Flüssigkeit. Was der Kunde eigentlich haben möchte, ist aber etwas völlig anderes: eine Badewanne voller dichtem, langanhaltendem Schaum, eben dieses „Schaumbad wie im Film“.

Genau zwischen dem gekauften Produkt und dem gewünschten Ergebnis sehen wir die eigentliche Marktlücke.

Bislang hängt das Schaumergebnis von erstaunlich vielen Variablen ab: Wasserdruck und Durchfluss, Art des Wassereinlaufs, Dosierung, Viskosität des Schaummittels, Luftzufuhr und häufig auch davon, wie kräftig und motiviert der Nutzer anschließend selbst noch nachhilft.

Hinzu kommt ein Dosierungsproblem. Je nach Hersteller findet man Angaben wie eine oder zwei Kappen oder „zwei bis drei kräftige Spritzer“.

Solche Angaben helfen zwar bei einer groben Dosierung, sagen aber wenig darüber aus, wie viel Produkt tatsächlich nötig ist, um ein bestimmtes Schaumergebnis zu erzielen.

SchaumPo versucht deshalb nicht einfach, einen weiteren Badezusatz auf den Markt zu bringen. Wir verlagern die eigentliche Schaumerzeugung in ein dafür entwickeltes Gerät.

Der vorhandene Wasserdruck treibt den Prozess an, Luft und Schaummittel werden kontrolliert zusammengeführt und aus einem bislang stark variablen Vorgang soll ein möglichst reproduzierbares Ergebnis entstehen: viel dichter Schaum bei kontrolliertem Produkteinsatz.

Unternehmerisch ist genau das für uns besonders interessant. Wir konkurrieren damit nicht einfach um die nächste Rezeptur im Schaumbadregal, sondern versuchen, eine neue Hardware-Ebene in einem etablierten Markt zu schaffen.

Und diese Hardware eröffnet wiederum eine zweite Ebene: Wenn Dosierung und Schaumerzeugung kontrolliert werden können, lässt sich auch der Badezusatz neu denken, etwa über hochkonzentrierte oder trockene Refills, die leichter zu transportieren, kompakter zu lagern und erst zuhause mit Wasser zu verwenden sind.

Aus einem zunächst sehr einfachen Consumer Problem entsteht damit potenziell eine neue Produktkategorie mit eigenem Gerät, proprietären Verbrauchsprodukten und einem wiederkehrenden Geschäftsmodell.

Warum habt ihr euch mit SchaumPo für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Für uns war Die Höhle der Löwen nie ausschließlich eine Frage des Kapitals.

Natürlich ist Finanzierung für ein Hardware-Startup wichtig. Aber mindestens genauso wertvoll ist in dieser Phase das, was man gerne als „Smart Money“ bezeichnet: Erfahrung, Netzwerk und Geschwindigkeit.

Zwischen einem funktionierenden Prototyp und einem Produkt, das irgendwann in größeren Stückzahlen zuverlässig produziert, ausgeliefert und im Handel verkauft werden kann, liegen sehr unterschiedliche Disziplinen: Industrialisierung, Werkzeugbau, Einkauf, Qualitätssicherung, Logistik, Markenaufbau, Vertrieb und Working Capital. Ein strategischer Investor, der diese Strecke bereits mehrfach gegangen ist, kann einem jungen Unternehmen Jahre an Trial-and-Error ersparen.

Genau deshalb ist Die Höhle der Löwen für uns spannend. Dort sitzen Unternehmerinnen und Unternehmer, die nicht nur Kapital investieren, sondern funktionierende Strukturen, Netzwerke und sehr konkrete operative Erfahrung mitbringen.

Dazu kommt, dass SchaumPo ein extrem visuelles Produkt ist. Man kann lange über Schaumerzeugung, Wasserdruck oder unsere Technologie sprechen, oder man dreht das Wasser auf und versteht innerhalb weniger Sekunden, worum es geht.

Die Reichweite der Sendung ist für uns deshalb gleichzeitig eine außergewöhnliche Möglichkeit zur Marktvalidierung.

Wie reagieren Menschen auf ein Produkt, das sie vorher noch nie gesehen haben?

Verstehen sie die Idee?

Bleibt die Marke hängen?

Besuchen sie anschließend unsere Website – und sind sie am Ende tatsächlich bereit, dafür zu bezahlen?

Damit ist Die Höhle der Löwen für uns weit mehr als eine reine Investorensuche: Investmentgespräch, Markttest, Brand-Awareness und Demand Validation auf einer einzigen Bühne.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Unser absoluter Wunschlöwe war Ralf Dümmel.

Der Grund dafür ist eigentlich ziemlich pragmatisch: Bei SchaumPo liegt ein großer Teil der kommenden Herausforderung nicht mehr darin, zu beweisen, dass das physikalische Prinzip funktioniert. Die entscheidende Aufgabe ist jetzt, daraus ein skalierbares Consumer Product zu machen.

Und genau dafür bringt Ralf Dümmel eine Kombination mit, die für uns ausgesprochen interessant ist: Erfahrung mit physischen Produkten, Produktion, Einkauf, Logistik und Distribution und vor allem auch ein enormes, über viele Jahre aufgebautes Netzwerk in den Einzelhandel.

Für ein Produkt wie SchaumPo ist dieser Zugang besonders wertvoll. Wir wollen langfristig nicht nur einen erfolgreichen Online-Shop betreiben, sondern eine neue Produktkategorie etablieren. Wenn Menschen irgendwann im Handel vor einem SchaumPo stehen und sofort verstehen: „Ah – das ist der Schaumbadgenerator“, dann beginnt aus unserer Sicht die wirklich spannende Skalierung.

Wir bringen Technologie, IP, Produktvision und Marke mit. Ralf Dümmel bringt genau die Erfahrung und Infrastruktur mit, die dabei helfen kann, ein physisches Consumer Product möglichst schnell und professionell vom Produkt zur breiten Distribution zu entwickeln. Strategisch passt das ausgesprochen gut zusammen.

Sehr spannend ist für uns auch Andreas Herb. Bei ihm reizen uns vor allem seine Erfahrung mit Consumer Brands und sein Gespür für Markenkommunikation. SchaumPo soll langfristig eben nicht nur ein funktionales Badezimmergerät sein. Wir wollen eine Marke aufbauen, die Spaß macht, emotional funktioniert und international verstanden wird.

Denn am Ende verkaufen wir nicht einfach Kunststoff, Wasser und ein bisschen Physik.

Wir verkaufen das Schaumbad wie im Film – und wir verkaufen ein neues Ritual.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Vor allem eines: Geschwindigkeit durch Erfahrung.

Kapital allein löst bei einem Hardware-Startup erstaunlich wenige Probleme. Man kann damit Werkzeuge bezahlen, Ware bestellen und Marketing finanzieren – aber Geld sagt einem nicht, welches Werkzeug man zu früh bestellt, welcher Produktionspartner wirklich skalieren kann oder welche Entscheidung sechs Monate später zum Problem wird.

Genau deshalb erhoffen wir uns von einem strategischen Investor vor allem operatives Know-how.

Zwischen unserem heutigen Prototypen und einem SchaumPo, der zunächst zehntausend-, später hunderttausendfach zuverlässig bei Kunden im Badezimmer hängt, liegt eine ganze Kette unterschiedlicher Disziplinen: Industrialisierung, Werkzeugbau, Materialauswahl, Einkauf, Qualitätssicherung, Verpackung, Logistik und Working Capital. Wenn das Produkt europaweit funktioniert, sprechen wir langfristig potenziell nicht mehr über Tausende – sondern über einen Markt für Millionen Geräte.

Und genau auf diese Größenordnung muss man Produktion und Supply Chain vorbereiten können, ohne dabei Qualität, Marge oder Lieferfähigkeit zu verlieren.

Ein erfahrener strategischer Investor kann diese Lernkurve enorm verkürzen. Besonders wertvoll sind für uns deshalb Kontakte zu Produktion und Handel, Erfahrung mit Consumer Hardware, Unterstützung beim Aufbau belastbarer Lieferketten sowie Zugang zu internationalen Distributions- und Retail-Strukturen.

Und dann gibt es noch etwas, das man schwer in Excel abbilden kann: gutes Sparring.

Als Gründer verbringt man viel Zeit damit, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen. Ein erfahrener Unternehmer, der einem gelegentlich sagt „Das haben schon hundert andere versucht… mach es anders“ oder umgekehrt „Genau da musst du jetzt Gas geben“, kann manchmal wertvoller sein als der nächste Finanzierungsscheck.

Deshalb suchen wir nicht einfach Kapital.

Wir suchen Partner, die uns dabei helfen können, aus einer funktionierenden Erfindung ein skalierbares Consumer-Unternehmen und aus SchaumPo langfristig eine internationale Produktkategorie zu bauen.

Welche nächsten Schritte sind nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen mit SchaumPo geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Der nächste große Schritt ist sehr konkret: aus SchaumPo ein serienreifes und anschließend skalierbares Produkt machen.

Zum Marktstart bieten wir über schaumpo.at zunächst eine auf 3.333 Stück limitierte Founder Edition zum Preis von 29,90 Euro an. Die Auslieferung ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Diese erste Serie ist für uns bewusst mehr als nur ein Verkaufsstart. Sie ist gleichzeitig der nächste große Validierungsschritt.

Bislang konnten wir Technologie, Prototypen und grundsätzliches Kundeninteresse testen.

Mit der Founder Edition können wir erstmals unter realen Marktbedingungen messen, was für den Aufbau eines skalierbaren Consumer-Unternehmens entscheidend wird:

Wie hoch ist die tatsächliche Zahlungsbereitschaft?

Welche Zielgruppen konvertieren?

Wie nutzen Kunden das Produkt?

Wie hoch ist die Zufriedenheit?

Welche Refills werden bevorzugt – und wie entwickelt sich später die Wiederkaufsrate?

Mit anderen Worten: Aus Aufmerksamkeit werden Daten.

Parallel läuft die Industrialisierung des Geräts.

Gemeinsam mit unseren Entwicklungspartnern optimieren wir Geometrien, Materialien, Fertigungsverfahren und die Reproduzierbarkeit der Schaumerzeugung.

Unser Anspruch ist nicht, möglichst schnell irgendeine Serienversion auf den Markt zu werfen, sondern eine technische Plattform zu schaffen, die sich von einigen Tausend Stück auf Zehntausende, Hunderttausende und – bei entsprechendem Markterfolg – perspektivisch auch auf europäische und internationale Stückzahlen im Millionenbereich skalieren lässt.

Dabei wollen wir möglichst viel relevantes Prozess-Know-how und IP im Unternehmen halten. Denn Skalierbarkeit bedeutet für uns nicht nur, mehr Kunststoffteile fertigen zu können. Entscheidend ist, dass Funktion, Schaumqualität, Dosierung und Nutzererlebnis auch bei sehr großen Stückzahlen reproduzierbar bleiben.

Gleichzeitig entwickeln wir unser proprietäres Refill-System weiter. Besonders spannend finden wir dabei kompakte, trockene Nachfüllprodukte, die erst beim Kunden mit Wasser zum eigentlichen Schaumbad werden.

Langfristig eröffnet das weit mehr als nur verschiedene Düfte.

Denkbar sind unterschiedliche Schaumeigenschaften, Selfcare-Varianten, saisonale Editionen, Kooperationen mit bestehenden Marken oder auch ein Schaumbad-Abonnement, bei dem regelmäßig neue Refills direkt im Briefkasten landen.

Dadurch entsteht aus einem einmaligen Hardwareverkauf perspektivisch ein wiederkehrendes Geschäftsmodell.

Beim Wachstum verfolgen wir bewusst eine gestufte Strategie: Die Founder Edition dient zunächst als kontrollierter Markteintritt und Demand Validation. Danach wollen wir Direct-to-Consumer im DACH-Raum skalieren, Produkt, Zielgruppen und Unit Economics möglichst nah am Kunden verstehen und darauf aufbauend Retail-Partnerschaften und weitere europäische Märkte erschließen.

Auch Hospitality ist langfristig interessant – etwa Hotelketten, Resorts und andere Orte, an denen ein außergewöhnliches markenbasiertes Badeerlebnis einen konkreten „neuen“ Mehrwert schafft.

International denken wir SchaumPo von Beginn an. Der deutsche Name darf dabei gerne seinen Charme behalten; technologisch und unternehmerisch ist unser Anspruch deutlich größer als ein einzelnes Produkt für den deutschsprachigen Markt.

Unser langfristiges Ziel ist deshalb nicht einfach, möglichst viele SchaumPos zu verkaufen.

Wir wollen rund um die Technologie eine neue Produktkategorie etablieren, mit Hardware, proprietären Refills, IP, Marke und wiederkehrenden Umsätzen und diese Kategorie perspektivisch europaweit und darüber hinaus skalieren.

Oder etwas weniger nach Businessplan formuliert:

Wir möchten, dass irgendwann niemand mehr mit dem Duschkopf in der Badewanne kunstvoll herumwedeln muss, um ein Schaumbad einfach hinzubekommen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit SchaumPo als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war für mich, dass man als Gründer permanent zwischen Vision und subjektiven Annahmen und Beweis am Markt unterscheiden muss.

Eine große Vision ist wichtig, aber sie ersetzt keine Validierung.

Deshalb versuchen wir inzwischen, möglichst viele Annahmen einzeln j d möglichst früh mit der Realität zu konfrontieren:

Funktioniert die Physik?

Funktioniert sie reproduzierbar?

Lässt sich das Produkt wirtschaftlich fertigen?

Verstehen Menschen innerhalb weniger Sekunden, was SchaumPo macht?

Sind sie bereit, dafür zu bezahlen?

Verwenden sie es tatsächlich regelmäßig?

Und entsteht daraus am Ende ein Geschäftsmodell, das sich skalieren und wiederholen lässt?

Gerade bei SchaumPo habe ich außerdem gelernt, wie viel technische Komplexität häufig nötig ist, damit etwas für den Kunden am Ende ganz einfach aussieht.

Der Nutzer soll später idealerweise nur Schaummittel beziehungsweise einen Refill einsetzen, das Wasser aufdrehen und bekommt ein Schaumbad – so wie er es noch nie hatte. Und das immer wieder.

Damit das zuverlässig funktioniert, beschäftigen wir uns im Hintergrund mit allerlei physikalischen Gesetzmäßigkeiten… Von Strömungslehre, Materialwissenschaften und Physik bis hin zur Chemie.

Einfachheit für den Kunden ist häufig das Ergebnis ziemlich krasser Komplexität auf der Entwicklerseite.

Und vielleicht die wertvollste Lektion: Präsentationen sind geduldig. Physik, Kunden und Märkte sind es nicht.

Man sollte eine Idee deshalb möglichst früh mit allen drei konfrontieren.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

So früh wie möglich herausfinden, welche subjektiven Annahmen das eigene Unternehmen überhaupt tragen.

Fast jedes Startup beginnt mit einer Reihe von Hypothesen: Gründer haben eine wage Idee, der Kunde hat dieses Problem – oder könnte es vielleicht haben.

Unsere Lösung ist vielleicht besser.

Er versteht sie. Tut er wirklich?

Er ist bereit, dafür zu bezahlen.

Wir können sie wirtschaftlich produzieren.

Wir können Kunden effizient erreichen.

Und im besten Fall kommen sie anschließend wieder.

Je früher man diese Annahmen einzeln testet, desto günstiger werden Fehler.

Ich würde deshalb immer möglichst früh etwas bauen, das echte Menschen mal benutzen können.

Ein funktionierender, hässlicher Prototyp kann zigfach wertvoller sein als ein wunderschönes fertiges Produkt, das noch nie jemand ausprobiert hat – oder vielleicht gar nicht braucht.

Gleichzeitig sollte man lernen, Kritik am aktuellen Produkt von Kritik an der eigentlichen Idee zu unterscheiden.

Ein schlechter erster Prototyp beweist nicht zwangsläufig, dass die Idee schlecht ist!

Er zeigt zunächst einmal sehr präzise, was funktioniert und was Version zwei dann besser machen muss.

Und man sollte Aufmerksamkeit, Show, echte Nachfrage und Geschäftsmodell nicht miteinander verwechseln.

Viele Menschen können etwas lustig finden. Viele können darüber sprechen. Und viele können auf eine Website klicken.

„Real“ wird es erst, wenn jemand seine Kreditkarte herausnimmt.

Und noch spannender wird es, wenn der Kunde später wiederkommt.

Was unterscheidet SchaumPo im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?

Der vielleicht größte Unterschied ist, dass wir uns gar nicht mit dem nächsten Schaumbad zwischen bestehende Schaumbäder stellen wollen.

SchaumPo ist Consumer Hardware.

Wir ergänzen einen Markt, der bislang fast ausschließlich aus Verbrauchsprodukten besteht, um ein eigenes Gerät zur Schaumerzeugung.

Das schafft schon visuell eine völlig andere Situation.

Man muss nicht lange erklären, warum unsere Flüssigkeit etwas anders formuliert ist als die Flasche daneben. Man sieht SchaumPo in Aktion – Wasser an, Schaum kommt heraus – und versteht innerhalb weniger Sekunden, was das Produkt macht.

Genau diese Demonstrierbarkeit ist für uns auch ein wichtiger Bestandteil der Marke und unseres Marketings.

Dazu kommt ein Name, den man vermutlich nicht so schnell vergisst. „SchaumPo“ darf ruhig ein bisschen frech sein.

Wir wollen technische Funktionalität nicht in eine sterile Engineering-Marke verpacken, sondern eine Consumer Brand schaffen, die Humor, Selfcare und dieses fast kindliche Vergnügen an einer komplett eingeschäumten Badewanne miteinander verbindet.

Denn das eigentliche Versprechen bleibt sehr einfach: Schaumbad wie im Film.

Inhaltlich geht die Differenzierung aber deutlich tiefer. Hinter dem Gerät steht eine zum Patent angemeldete Technologie, und auf der Hardware soll unser proprietäres Refill-System aufbauen.

Damit entsteht perspektivisch ein eigenes Ökosystem: Gerät, unterschiedliche Refills, Düfte, saisonale Editionen, mögliche Markenkooperationen und später vielleicht sogar das Schaumbad-Abo, das regelmäßig kompakte Nachfüllungen direkt in den Briefkasten bringt.

Das verändert auch die Rolle des Badezusatzes: Statt immer wieder große Flaschen fertiger Flüssigkeit zu kaufen, wollen wir langfristig möglichst konzentriert nur das liefern, was zuhause tatsächlich noch fehlt.

Das Wasser hat der Kunde schließlich schon.

Wie bereitet ihr SchaumPo und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir haben uns ganz bewusst gegen die Illusion entschieden, zum Zeitpunkt der Ausstrahlung bereits unbegrenzt serienreife, perfekte Ware auf Lager zu haben.

Stattdessen starten wir mit einer auf 3.333 Stück limitierten Founder Edition für 29,90 Euro, die über schaumpo.at vorbestellt werden kann. Die geplante Auslieferung erfolgt früh im ersten Quartal 2027.

Diese Begrenzung ist für uns nicht nur Marketing, sondern Teil unserer Skalierungsstrategie.

Aus einem theoretisch unbegrenzten Nachfragerisiko wird damit eine klar definierte erste Produktionsmenge. Wir können reale Nachfrage messen, ohne auf Verdacht riesige Stückzahlen zu produzieren, Kapital in Lagerbestände zu binden und anschließend zu hoffen, dass unsere Prognosen stimmen.

Gerade nach einer TV-Ausstrahlung können Reichweite und Nachfrage innerhalb kürzester Zeit extrem schwanken. Für uns ist es deshalb sinnvoller, die Aufmerksamkeit zunächst in belastbare Daten zu übersetzen.

Wie viele Menschen besuchen schaumpo.at?

Und wie viele verstehen das Produkt?

Wie viele bestellen tatsächlich?

Woher kommen sie?

Welche Zielgruppen reagieren besonders stark?

Aus Aufmerksamkeit werden Daten – und aus diesen Daten können wir die nächste Produktionsstufe planen.

Parallel arbeiten wir mit unseren Entwicklungspartnern an Industrialisierung, Fertigungsprozessen und einer Supply Chain, die nicht nur einige Tausend Geräte abbilden kann, sondern perspektivisch auf Zehntausende, Hunderttausende und bei entsprechender internationaler Nachfrage noch deutlich größere Stückzahlen skalierbar ist.

Dabei ist Transparenz für uns entscheidend. Wer die Founder Edition bestellt, soll wissen, dass es sich um eine Vorbestellung handelt und die Auslieferung für das erste Quartal 2027 vorgesehen ist.

Lieber kommunizieren wir heute klar, wo wir stehen, als kurzfristig Lieferfähigkeit zu suggerieren, die ein junges Hardware-Unternehmen in dieser Phase noch nicht seriös garantieren kann.

Und genau darin liegt für uns auch der Sinn der Founder Edition:

Nicht erst hunderttausend Geräte produzieren und danach hoffen, dass jemand sie möchte.

Sondern zuerst beweisen, dass Menschen SchaumPo wirklich haben wollen – und anschließend kontrolliert skalieren.

Sehen sie SchaumPo am 28. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Sebastian Wild präsentiert Investorin Janna Ensthaler seinen Plug and Play Badespaß „SchaumPo“. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Sebastian Wild für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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