Sonntag, August 31, 2025
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Startup Events Herbst 2025: Top Gründer-Termine in Europa

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Startup Events Herbst 2025: Top Gründer-Termine in Europa Publikum auf einem Event auf der Bühne ist ein sPSrecher blaue Beleuchtung

Startup Events Herbst 2025: Europas Startup-Agenda steht im Zeichen von Austausch, Innovation und Wachstum

In den kommenden Monaten rückt Europas Startup-Landschaft noch enger zusammen. Ob Gründer, Investoren, Branchenexperte oder Innovationsinteressierte – der Herbst 2025, insbesondere die Startup Events Herbst 2025, bietet zahlreiche Gelegenheiten, um sich zu vernetzen, Impulse zu setzen und neue Kooperationen anzustoßen. Von München über Turin bis Helsinki präsentieren internationale Events neue Technologien, nachhaltige Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Ideen. Wer am Puls der Szene bleiben will, kommt an diesen Veranstaltungen nicht vorbei. Wir stellen fünf ausgewählte Events vor, die du dir schon jetzt vormerken solltest. Sie bieten nicht nur fundierten Input und exzellente Speaker, sondern auch Raum für Dialog, Partnerschaften und nachhaltige Geschäftsbeziehungen. Denn der direkte Austausch bleibt einer der wichtigsten Treiber für Innovation – und genau das ermöglichen diese Plattformen.

Italian Tech Week 2025

Datum: 24.–26. September 2025

Wo: OGR Torino (Corso Castelfidardo 22), Turin, Italien

Mehr Infos: https://italiantechweek.com/

Die Italian Tech Week 2025, die vom 24. bis 26. September in den OGR Turin stattfindet, gilt als das bedeutendste Tech-Event Italiens und zieht ein internationales Publikum aus Startups, Investoren, Corporates und Tech-Enthusiasten an. Mit dem diesjährigen Motto „The Wave Ahead“ richtet sich der Fokus auf die Frage, wie technologische Umbrüche frühzeitig erkannt und aktiv mitgestaltet werden können. Besucher:innen erwartet ein intensives Programm aus inspirierenden Keynotes, praxisnahen Masterclasses, Panels und interaktiven Formaten, das sich über mehrere Bühnen und Orte in ganz Turin erstreckt.

Ein zentrales Element ist das kuratierte Matchmaking, das über die offizielle Event-App organisiert wird und tausende gezielte 1:1-Gespräche ermöglicht – eine effektive Plattform für Kooperationen und neue Impulse. Neben zahlreichen Side-Events in der Stadt bietet die Tech-Expo Raum für innovative Lösungen, Produkte und Unternehmen, die das italienische Startup-Ökosystem in Verbindung mit internationalen Trends präsentieren. Das Event ist für die meisten Besucher kostenlos zugänglich; wer tiefer eintauchen möchte, kann mit einem Premium-Pass exklusive Bereiche und Networking-Lounges nutzen.

Mit hochkarätigen Sprecher:innen – darunter Größen wie Jeff Bezos – und einem offenen, zukunftsorientierten Spirit ist die Italian Tech Week ein europäisches Leuchtturm-Event für digitale Innovation und unternehmerisches Denken.

Bits & Pretzels 2025

Datum: 29. September – 01. Oktober 2025

Wo: International Congress Center Messe (ICM), Munich.

Mehr Infos: https://www.bitsandpretzels.com/

Bits & Pretzels 2025 findet vom 29. September bis 1. Oktober in München statt und zählt zu den bedeutendsten Gründer-Events Europas. Das Festival bringt Tausende Start-up-Gründer, Investor:innen und Entscheider:innen aus der Tech- und Innovationsszene zusammen – eingebettet in eine Atmosphäre, die Business und bayerische Lebensfreude auf besondere Weise verbindet. Was Bits & Pretzels auszeichnet, ist der Mix aus strategischem Know-how, zukunftsorientierten Diskussionen und echten Begegnungen auf Augenhöhe. Hochkarätige Speaker, tiefgehende Masterclasses und interaktive Formate sorgen für inhaltliche Substanz. Gleichzeitig bietet das Festival Raum für spontanes Netzwerken – sei es in themenspezifischen Sessions, in persönlichen 1:1 Meetings oder beim legendären Abschluss auf dem Münchner Oktoberfest. Das Ziel des Events ist klar: Menschen mit Visionen zu verbinden, Kooperationen zu fördern und Gründergeist im europäischen Kontext zu stärken. Bits & Pretzels ist mehr als eine Konferenz – es ist ein Erlebnis, das Gründerkultur, Business-Impulse und Gemeinschaft vereint.

How to Web 2025

Datum: 1. – 2. Oktober 2025

Ort: Bukarest, Rumänien

Mehr Infos: https://www.howtoweb.co/

How to Web 2025 zählt zu den führenden Startup- und Tech-Konferenzen Osteuropas und bringt Anfang Oktober wieder Gründer:innen, Investor:innen und Vordenker:innen aus aller Welt in Bukarest zusammen. Die Konferenz gilt als zentraler Treffpunkt für mehr als 500 Startups, die auf der Suche nach Kapital, Sichtbarkeit und Partnerschaften sind. Was How to Web besonders macht, ist der starke Fokus auf technologische Innovation, fundierte Einblicke und aktiven Austausch. Internationale Speaker geben in Keynotes und Panels wertvolle Impulse, während Networking-Sessions gezielt Raum für neue Kooperationen schaffen – ob im persönlichen Gespräch oder über kuratierte Matchmaking-Formate.

Die Atmosphäre ist lebendig, dynamisch und international – ideal für junge Unternehmen, um ihre Ideen weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu gehen. Auch Investor:innen und Corporates nutzen das Event, um neue Trends zu erkennen und spannende Teams frühzeitig zu entdecken. Wer den Puls der osteuropäischen Innovationsszene fühlen will, findet auf How to Web 2025 die perfekte Bühne – mit Substanz, Kontakten und Inspiration für den nächsten großen Schritt.

Innovation Week Prague 2025

Datum: 9. – 10. Oktober 2025

Ort: Prag, Tschechien

Mehr Infos: https://www.innovationweek.ai/

Die Innovation Week Prague 2025 ist eines der wichtigsten Events in Tschechien für alle, die sich mit zukunftsweisenden Technologien, unternehmerischem Denken und kreativen Innovationen beschäftigen. Zwei Tage lang wird Prag zum Treffpunkt für Startups, Investor:innen und Branchenexpert:innen aus ganz Europa, die gemeinsam an der Schnittstelle von Technologie und Unternehmertum arbeiten.

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Trends, praxisnahe Einblicke und der Austausch über die Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels. Ob im Rahmen von Keynotes, Panels oder interaktiven Formaten – die Teilnehmer:innen erhalten Zugang zu wertvollem Wissen, zukunftsweisenden Ideen und neuen Kontakten. Die Veranstaltung bietet zudem ideale Bedingungen für gezieltes Networking: Startups treffen auf potenzielle Investor:innen, Vordenker:innen diskutieren mit Innovator:innen – und alles in der inspirierenden Kulisse der tschechischen Hauptstadt.

Die Innovation Week Prague ist weit mehr als eine klassische Konferenz: Sie ist ein Katalysator für Ideen, ein Marktplatz für Visionen und ein Ort, an dem aus Gesprächen echte Kooperationen entstehen. Wer europäische Innovationskraft live erleben will, ist hier genau richtig.

Slush 2025

Datum: 20. – 21. November 2025

Ort: Helsinki, Finnland

Mehr Infos: https://www.slush.org/

Slush 2025 zählt zu den bedeutendsten internationalen Startup-Events und verwandelt Helsinki einmal im Jahr in den globalen Hotspot für Innovation und Unternehmertum. Mehr als 13.000 Teilnehmer:innen, darunter über 5.000 Startups und 3.000 Investor:innen, kommen zusammen, um Ideen, Visionen und Kapital zu vernetzen. Das Event überzeugt durch seine Mischung aus hochkarätigen Bühnenauftritten, interaktiven Sessions und strategisch geplanten Networking-Formaten. Slush versteht es, die Magie der Start-up-Welt mit der Klarheit wirtschaftlicher Zielorientierung zu verbinden. Von intensiven 1:1 Meetings bis zu visionären Keynotes – hier entstehen Partnerschaften, die die Tech-Zukunft Europas und darüber hinaus mitgestalten. In einer einzigartigen Atmosphäre zwischen Dunkelheit, Laserlicht und kreativer Energie bietet Slush einen idealen Rahmen für Gründungserfolg.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Anton Gvozdikov

Eternalyte: 24M revolutioniert Batterien für E-Autos

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eternalyte batterie 24m ein mann der gerade ein elektorauto auflädt das autosieht man von dresiete

24M Technologies stellt bahnbrechende Eternalyte-Elektrolyt-Technologie für ultraschnelles Batterieladen und extreme Kältebeständigkeit vor

Das US-amerikanische Batterieunternehmen 24M Technologies, hervorgegangen aus den Forschungslaboren des MIT, hat mit Eternalyte ein neues Elektrolyt vorgestellt, das zentrale Schwächen heutiger Lithium-Ionen-Batterien gezielt adressiert. Die Technologie ermöglicht extrem schnelles Laden sowie eine zuverlässige Performance selbst bei arktischen Temperaturen – und könnte damit einen entscheidenden Beitrag zur Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen leisten.

Im Zentrum des technologischen Fortschritts steht die deutlich erhöhte ionische Leitfähigkeit – also die Geschwindigkeit, mit der sich Ionen zwischen Anode und Kathode bewegen. Eternalyte erreicht hierbei das Dreifache herkömmlicher Elektrolyte, wodurch die Ladegeschwindigkeit auf das bis zu Vierfache steigt – ohne dabei die Energiedichte zu beeinträchtigen.

eternalyte batterie 24m Balken Diagram mit Elektorfahrzeug!

Konkret bedeutet das: Ein Elektrofahrzeug mit Eternalyte-Technologie kann in weniger als vier Minuten über 300 Kilometer zusätzliche Reichweite aufnehmen – und zwar beim Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent State of Charge (SOC). Das Besondere: Diese Geschwindigkeit erfordert keine Hochleistungs Ladeinfrastruktur im Megawattbereich, was die Anwendung alltagstauglich und skalierbar macht.

Doch Eternalyte punktet nicht nur bei der Ladezeit, sondern auch dort, wo viele Elektrofahrzeuge bislang an ihre Grenzen stoßen: im Winter. Während herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien bei 0 °C bis zu 25 Prozent ihrer Kapazität einbüßen und bei noch niedrigeren Temperaturen fast vollständig versagen, zeigt Eternalyte nahezu keine Einbußen bei 0 °C und behält selbst bei -40 °C über 80 Prozent seiner Leistung. Damit wird der Einsatz von E-Fahrzeugen auch in Regionen mit strengem Winter deutlich praktikabler.

eternalyte batterie 24m Grafik mit Winterlandschaft wo schneebedekte Bäume zu sehen sind und auf der straße fährt ein elektroauto

Naoki Ota, Präsident und CEO von 24M Technologies, bezeichnet Eternalyte als „einen Durchbruch, der mehrere der größten Herausforderungen moderner Batterietechnologie löst“. Neben der beeindruckenden Ladeleistung und Kälteresistenz betont er vor allem die langfristige Zyklenstabilität, insbesondere im Zusammenspiel mit Lithium-Metall-Zellen. Eternalyte sei der Wegbereiter für Batterien der nächsten Generation – mit Reichweiten von bis zu 1.600 Kilometern und einer Lebensdauer, die der des Fahrzeugs entspricht.

Ursprünglich für Lithium-Metall-Batterien konzipiert, lässt sich Eternalyte auch mit Silizium- und Graphit-Anoden einsetzen. Seine Vielseitigkeit macht die Lösung ideal für Anwendungen mit hohen Leistungsanforderungen, kurzen Ladezeiten und anspruchsvollen Temperaturbedingungen. Zudem ist Eternalyte nahtlos in bestehende Produktionsprozesse integrierbar. In Kombination mit dem firmeneigenen Impervio™ Separator, der Sicherheitsrisiken wie thermische Zwischenfälle reduziert, entsteht ein besonders stabiles und langlebiges Batteriesystem.

eternalyte batterie 24m Zu sehen ist eine Grafik mit einer Herkömlichen Baterie und einer mit 24M ETERNALYTE

24M Technologies wurde 2010 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, zentrale Hürden auf dem Weg zu sicheren, kostengünstigen und leistungsstarken Batteriesystemen zu überwinden. Neben Eternalyte gehören auch andere Schlüsseltechnologien zum Portfolio: Impervio zur Verbesserung der Batteriesicherheit und gezielter Rückrufmaßnahmen, 24M ETOP – ein innovatives Zell- und Packdesign zur Maximierung der Energiedichte, sowie LiForever – eine chemie-agnostische Elektrodentechnologie auf halbfester Basis, die Kosten senkt und bis zu 98 Prozent der Batteriematerialien recycelbar macht.

Durch Partnerschaften mit globalen OEMs und Akteuren aus den Bereichen Elektromobilität und Energiespeicherung arbeitet 24M daran, den Wandel hin zu einer elektrifizierten Zukunft aktiv mitzugestalten. Eternalyte könnte dabei als Schlüsselfaktor für eine neue Generation von Batterien dienen – schnell, langlebig und kompromisslos einsetzbar unter allen klimatischen Bedingungen.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – teksomolika

Wie viel Kraft steckt in einem gemeinsamen „Wir“?

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Startups for Tomorrow: Startups, Produkte und Netzwerk Teambild @SFT

Startups for Tomorrow ist ein wachsendes Netzwerk nachhaltiger Startups, das sich für eine gerechtere, ökologische und zukunftsfähige Wirtschaft einsetzt.

Wie ist Startups for Tomorrow entstanden und wer steckt hinter dem Konzept?

Startups for Tomorrow ist 2020 aus dem gemeinsamen Antrieb einer Gruppe engagierter Startups wie everdrop, GOT BAG, The Female Company, nucao, erlich textil, JUNGLÜCK, soulbottles und etepetete hervorgegangen, die ein besseres Morgen mitgestalten wollen. Was als regelmäßiger, informeller Austausch über gemeinsame Herausforderungen begann, wurde schnell zu etwas Größerem: Wir erkannten, dass wir als starkes Netzwerk nicht nur voneinander lernen, sondern auch gemeinsam mehr bewegen können.

Was ist die übergeordnete Mission von Startups for Tomorrow?

Von Anfang an stand der Gedanke im Mittelpunkt, sich gegenseitig zu stärken, Wissen zu teilen und gemeinsam als Alternative zur traditionellen Industrie aufzutreten. Startups for Tomorrow will zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften und soziales Engagement miteinander verbindbar sind.

An wen richtet sich euer Angebot konkret und wie erreicht ihr eure Zielgruppe?

Mit eigenen Events, großer Reichweite über soziale Medien und einem Newsletter sowie einer wachsenden Community-Plattform für gleichgesinnte Startups setzen wir uns bei Startups for Tomorrow dafür ein, nachhaltige Produkte in die Mitte der Gesellschaft zu bringen und Teil der Lösung anstatt Teil des Problems sein.

Wie geht ihr bei Startups for Tomorrow auf die Herausforderungen der Nachhaltigkeitsbranche ein?

Wir setzen uns dafür ein, dass Nachhaltigkeit und Impact allgemein auch in Zeiten gesellschaftlicher Turbulenzen relevant bleiben. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, ihre Kommunikation und Produkte dem Massenmarkt zugänglich zu machen.

Was unterscheidet Startups for Tomorrow von anderen Startup-Communities?

Wir sind kein Lobbyverein, sondern verstehen uns als Wachstumsbegleiter unserer Startups. Wir identifizieren Kollaborations- und Einsparpotential durch die Kraft der Gemeinschaft. Beispielsweise durch gemeinsame Budgets für Kampagnen oder Mitarbeitende. Und da wir neben Ehrenamtlichen auch festangestellte Mitarbeitende haben, können wir viel Mehrwert in Form von Services für unsere Mitglieder generieren.

Welche konkreten Angebote stellt ihr Startups zur Verfügung, um ihre nachhaltige Entwicklung zu fördern?

Um die Masse zu erreichen, reicht es nicht mehr aus, “nur” nachhaltig zu sein. Alle Brands müssen sich weiterentwickeln, um für die Kund*innen attraktiv zu bleiben. Wir beschäftigen uns also damit, wie es möglich ist, sich als Unternehmen zu entwickeln und trotzdem seinen Werten treu zu bleiben. Dazu gehören Fortbildungen, wie zu den “Green Claims”, rechtliche Unterstützung oder auch Austauschformate, um voneinander zu lernen.

Welche langfristige Vision verfolgt ihr mit Startups for Tomorrow?

Unsere langfristige Vision mit Startups for Tomorrow ist es, eine lebenswerte Zukunft aktiv mitzugestalten. Für uns bedeutet das weit mehr als nur innovative oder umweltbewusste Produkte zu entwickeln. Wir setzen uns für ein neues Verständnis von Wirtschaft ein, in dem ökologisches Verantwortungsbewusstsein, soziale Gerechtigkeit und unternehmerisches Handeln zusammengedacht werden.

Wie soll sich eure Plattform in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Wir wollen weiterhin die stärksten Brands und zukunftsfähigsten Impact-Unternehmen in unserem Verein zusammenbringen, um gemeinsam noch mehr zu bewegen. Es gibt noch viel unausgeschöpftes Potenzial für Synergien. Und abseits von AI braucht es dafür sogar noch mehr Personen, um dieses Potential zu identifizieren und vor allem in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig wollen wir uns für immer jüngere Unternehmen öffnen, um so auch etwas zurückzugeben und ihnen zu ermöglichen, sich der Bewegung anzuschließen.

Gab es bislang ein besonders prägendes Projekt oder einen Meilenstein?

Der erste Pop-up Store war eine tolle Möglichkeit für viele unserer e-Commerce Unternehmen, erste Schritte “offline” zu gehen und Dinge auszuprobieren. Ein weiteres Highlight war das erste Startups for Tomorrow Festival – kurz SFT Festival – welches wir auch dieses Jahr wieder mit tollen Unternehmer*innen in München veranstalten werden.

Wie unterstützt ihr junge Gründerinnen und Gründer bei den ersten Schritten?

Vor allem in Form von Austauschformaten und Best Practices geben wir jungen Unternehmen die Möglichkeit, schneller zu wachsen. Des Weiteren haben wir viele exklusive Angebote für Softwareanbieter, damit sie von Anfang an auf ihrem Weg Geld sparen.

Was sind eure wichtigsten Learnings aus der bisherigen Arbeit mit nachhaltigen Startups?

Nachhaltigkeit darf nicht nur als Buzzword verstanden werden, sondern muss sich in den Werten des Unternehmens widerspiegeln. Ungeachtet dessen müssen sich alle Impact-Unternehmen über ihre Botschaften hinaus entwickeln und zu Marken werden, deren liebgewonnene Fans in guten wie in schlechten Zeiten zu ihnen stehen. Das geht nicht nur mit einer plakativen Aufschrift, sondern man muss auch die Regeln der einzelnen Märkte sehr gut kennen und sie beherrschen.

Welche drei persönlichen Tipps gebt ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg?

1: Versteht das Problem oder die Wünsche der Zielgruppe so gut, dass euer Produkt gerne gekauft wird.

2: Je größer die Problemlösung, desto weniger Marketing ist notwendig

3: Und wenn es nur kleine Differenzierungsmerkmale gibt, baut so schnell es geht eine starke Community aus Kundinnen und Unterstützerinnen auf, damit eure starken Botschaften auch dadurch in die Welt getragen werden.

Bild: Teambild @ SFT

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Startup Gründen 2025: Checkliste für Gründer zum Durchstarten

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Startup Gründen 2025 Gründer Team die sich an einem Tisch im Office beraten!Gruppe junger Geschäftsleute und Seniorchef arbeiten zusammen mit Laptop, Tablet, Smartphone, Notebook und Grafiken. Erfolgreiches Team im Coworking

Vom Buzzword zum Business – worauf es jetzt wirklich ankommt beim Startup Gründen 2025

2025 ist ein starkes Jahr für Gründerinnen und Gründer, insbesondere für alle, die planen, ein Startup zu gründen. „Startup Gründen 2025“ ist nicht nur ein Thema, sondern eine Bewegung. Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt, aber neue Technologien, klare Förderangebote und ein wachsendes Ökosystem eröffnen echte Chancen. Wenn du ein neues Startup gründen willst, hast du Zugang zu Tools, Wissen und Kapital wie nie zuvor – aber auch mehr Komplexität zu bewältigen. Nutze diese Checkliste, um dein Vorhaben strukturiert und mit klarem Kopf anzugehen.

Deine Idee braucht mehr als Intuition

Ob KI-gestützter Service, GreenTech oder Plattform-Modell – auf dem Weg zum eigenen Unternehmen zählt vor allem: Löst dein Konzept ein konkretes Problem? Möchtest du wirklich gerade 2025 dein Startup gründen, ist frühes Feedback Gold wert. Methoden wie Lean Startup, MVP-Tests oder gezielte Kundeninterviews helfen dir, raus aus der Gründerblase zu kommen und echte Marktsignale zu nutzen. Verzichte auf theoretische Planspiele – teste direkt, wie dein Angebot am Markt performt.

Finanzierung: Kapital trifft auf Verantwortung

Ein überzeugender Businessplan bleibt 2025 der Türöffner für Kapital. Er zeigt nicht nur deine Vision, sondern deine Fähigkeit, realistisch zu planen. Neben klassischen Finanzierungswegen wird auch Impact immer relevanter: Gründer:innen punkten zunehmend, wenn sie ökologische oder soziale Verantwortung (ESG-Kriterien) in ihr Modell integrieren. Planst du ein Startup zu gründen 2025, dann bei vielen Kapitalgebern ist das inzwischen Pflicht, nicht Kür. Die Förderlandschaft ist dabei so vielfältig wie nie – von regionalen Zuschüssen über EXIST bis zu privaten Pre-Seed-Fonds. Deine Finanzplanung sollte dabei alles abbilden: Wachstumsphasen, Personalbedarf und realistische Worst-Case-Szenarien.

Startup Gründen 2025 Bürokratie: Präzise, aber effizient

Gründen 2025 heißt: Formalitäten digital erledigen, aber sauber durchziehen. Die Wahl der Rechtsform beeinflusst Haftung, Steuern und Investoren-Zugang – viele Gründer:innen starten mit UG oder GmbH. Doch auch Details wie ein professioneller Gesellschaftervertrag sind entscheidend – besonders bei Teamgründungen. Klärt früh, wer was einbringt, wie Entscheidungen fallen und was passiert, wenn jemand aussteigt. Gerade wenn du ein Startup gründen möchtest, ist dieser Vertrag euer Sicherheitsnetz, bevor es ernst wird.

Standortwahl: Mehr als nur Mieten vergleichen

Natürlich bleiben Metropolen wie Berlin oder München attraktiv, aber gerade Mittelstädte mit Universitäten, Tech-Transfer oder aktiven Gründernetzwerken bieten 2025 viel – oft günstiger und mit besserem Zugang zu Talenten. Wer ein Startup gründen möchte, sollte Standorte auch danach bewerten, wie stark dort gefördert, vernetzt und experimentiert wird. Tipp: Regionale Programme können oft schneller, flexibler und passgenauer helfen als bundesweite Töpfe.

Startup Gründen 2025 Technologie und KI: Pflichtprogramm mit Potenzial

Digitale Prozesse sind heute kein Add-on, sondern Grundausstattung. Ob automatisierter Vertrieb, skalierbare Software oder datengestützter Service – ohne Tech-Know-how wird’s schwierig. Wenn du gerade 2025 dein Startup gründen willst, kann KI sinnvoll eingesetzt Prozesse verschlanken und Wettbewerbsvorteile sichern. Doch die Anforderungen steigen: Der EU AI Act bringt klare Regeln – etwa zu Transparenz, Fairness und Risikokontrolle. Frühzeitig die richtigen Schnittstellen und Datenstrukturen zu wählen, spart dir später teure Umwege.

Startup Gründen 2025 Team und Kultur: Das Unsichtbare sichtbar machen

Dein Startup steht und fällt mit dem Team. Unterschiedliche Skills, gemeinsame Ziele und eine saubere Rollenverteilung machen den Unterschied – gerade in der frühen Phase. 2025 zählt aber auch die Frage: Wie führt ihr? Welche Werte prägen eure Entscheidungen? Und wie geht ihr mit Remote-Arbeit, Vielfalt und Konflikten um? Eine reflektierte, werteorientierte Kultur ist heute kein Soft-Faktor mehr, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil – intern wie extern.

Systematik schlägt Genialität

Viele Startups scheitern nicht an der Idee, sondern an chaotischer Umsetzung. Wenn Gründer:innen 2025 Erfolg haben wollen, denken sie in klaren Prozessen: Wie prüfen wir Hypothesen? Wie steuern wir Ziele? Wie dokumentieren wir Fortschritt? Strukturen sind kein Gegner von Kreativität – sie machen sie erst skalierbar. Und sie schaffen Vertrauen bei Partnern, Kund:innen und Investoren.

Fazit: Erfolgreich gründen heißt vorbereitet handeln

Startup zu gründen bedeutet 2025, Chancen mutig zu nutzen – aber mit System. Die richtige Mischung aus Kreativität, Disziplin und Offenheit entscheidet. Technologie, ESG, neue Fördermechanismen und hybride Arbeitsmodelle bieten dir viele Hebel – aber nur, wenn du sie strategisch einsetzt.

Experten-Tipp zum Schluss: Block dir jeden Monat einen halben Tag, um dein Startup wie ein Außenstehender zu betrachten: Was läuft? Was blockiert? Was hast du übersehen? Gründer:innen, die sich regelmäßig selbst herausfordern, kommen weiter – auch wenn der Markt härter wird.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Vasyl

Was gute Schlafprodukte wirklich leisten müssen

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Dailydream Produkte besseren Schlaf Geschäfsführer Tobias Jaroschek mitsamt Hündin Emma

Dailydream entwickelt hochwertige, alltagstaugliche Produkte, die Menschen in jeder Lebensphase zu einem besseren Schlaf verhelfen sollen.

Können Sie Dailydream kurz vorstellen und uns erzählen, wer die Köpfe hinter dem Unternehmen sind?

Ich bin Tobias Jaroschek, Gründer und Geschäftsführer von Dailydream. Gemeinsam mit einem kleinen, engagierten Team entwickeln wir Produkte, die Menschen zu einem besseren Schlaf verhelfen sollen – individuell, alltagstauglich und mit einem klaren Fokus auf Qualität. Unser Büro ist in Gräfelfing bei München. Dort arbeite ich nicht nur, sondern lebe auch mit meiner Frau und unseren drei Kindern – was den Alltag nicht weniger intensiv macht, aber umso inspirierender.

Was war die ursprüngliche Inspiration für die Gründung von Dailydream?

Die Idee kam aus dem Alltag: Ich habe selbst erlebt, wie sehr Schlaf das eigene Energielevel, die Stimmung und die Leistungsfähigkeit beeinflusst. Und wie schwer es gleichzeitig sein kann, passende Produkte zu finden, die wirklich helfen. Das wollte ich ändern – mit Lösungen, die nicht kompliziert, sondern durchdacht, hochwertig und auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt sind.

Welche Vision verfolgt Dailydream und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu verwirklichen?

Unsere Mission lautet: Guter Schlaf für jeden – immer und überall. Dahinter steckt der Gedanke, dass Schlaf nicht nur Erholung ist, sondern eine Art täglicher Neustart – für Körper und Kopf.
Unsere Produkte folgen einem klaren System, mit dem man sich schnell zurechtfindet, ohne lang zu suchen. Wir achten auf hochwertige Materialien, eine ehrliche Preispolitik und einen klaren Qualitätsanspruch. Unser Ziel ist nicht das größte Sortiment, sondern das sinnvollste.

Wer gehört zur Hauptzielgruppe von Dailydream und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse optimal erfüllt werden?

Unsere Zielgruppe ist breit gefächert – vom Baby bis zum Erwachsenen. Denn guter Schlaf ist in jeder Lebensphase wichtig. Wir entwickeln Produkte, die ergonomisch durchdacht, langlebig und gesundheitlich unbedenklich sind. Außerdem arbeiten wir sehr eng mit unserem Kundenfeedback: Viele Weiterentwicklungen entstehen direkt aus Rückmeldungen, die wir im Alltag bekommen.

Gab es Momente in der Unternehmensgeschichte, die Sie vor besondere Herausforderungen gestellt haben? Wie haben Sie diese gemeistert?

Natürlich – die gab es. Gerade in den ersten Jahren stößt man immer wieder an Grenzen: Lieferengpässe, Budgetdruck, technische Hürden. Wir haben versucht, ruhig zu bleiben, pragmatisch zu handeln und immer offen für Lösungen zu bleiben. Was hilft, ist ein sehr gutes Team, das flexibel denkt und Verantwortung übernimmt.

Was unterscheidet Dailydream von anderen Anbietern auf dem Markt?

Wir arbeiten sehr fokussiert – als kleines Team mit viel Fachwissen und klaren Prioritäten. Unser Anspruch ist, dass unsere Produkte nicht nur gut aussehen, sondern wirklich helfen. Wir setzen von Anfang an auf Qualität, Sicherheit und Allergikerfreundlichkeit – auch wenn das manchmal mehr Aufwand bedeutet.
Was uns außerdem wichtig ist: Unsere Produkte sind so konzipiert, dass der Kunde in wenigen, klaren Schritten das passende Produkt für seine Schlafbedürfnisse findet. Keine überladenen Sortimente, kein Rätselraten – sondern eine nachvollziehbare Struktur, die Orientierung bietet.
Wir sind nicht perfekt, aber wir arbeiten jeden Tag daran, besser zu werden – pragmatisch, ehrlich und mit einem klaren Ziel vor Augen: besserer Schlaf für unsere Kunden.

Wie reagieren Ihre Kundinnen und Kunden auf das Angebot von Dailydream? Gibt es besonderes Feedback, das Sie geprägt hat?

Viele Kunden schreiben uns, dass sie nach langer Zeit endlich wieder gut schlafen – das ist natürlich sehr motivierend. Besonders bleibt mir ein Feedback im Kopf, in dem jemand schrieb: „Ich hätte nicht gedacht, dass ein Topper so viel verändern kann.“ Das zeigt uns: Die Wirkung ist da – und sie kommt an.

Welche Entwicklungen oder Innovationen planen Sie für die nahe Zukunft?

Wir beschäftigen uns intensiv mit Materialien, die nicht nur angenehm, sondern auch funktional sind – wie z. B. klimaregulierende Stoffe oder Textilien. Außerdem legen wir einen immer stärkeren Fokus auf nachhaltige Materialien und recyclingfreundliche Lösungen. Große Produktoffensiven stehen nicht im Fokus – wir wollen bestehende Produkte weiterentwickeln und mehr Menschen damit erreichen.

Wir schauen genau hin, was sich im Markt verändert, lassen uns aber nicht verrückt machen. Es gibt viele neue Anbieter mit viel Marketingdruck, aber nicht immer mit Substanz. Wir konzentrieren uns lieber darauf, unsere Qualität zu halten und unsere Prozesse weiter zu verbessern. Und darauf, dass unsere Kunden das bekommen, was sie wirklich brauchen – nicht mehr und nicht weniger.

Wenn Sie auf die bisherige Reise zurückblicken: Was war Ihr größter Erfolg?

Dass wir es geschafft haben, aus einer Idee eine Marke zu machen, die Menschen wirklich hilft. Und dass wir ein kleines Team aufgebaut haben, das mit Herzblut bei der Sache ist. Ich sehe Erfolg nicht ausschließlich in Umsatzkurven, sondern in dem Vertrauen, das uns Kunden entgegenbringen – das wiegt am meisten.

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie mit Dailydream?

Wir wollen Dailydream weiterentwickeln – nicht nur als Produktmarke, sondern als Impulsgeber für gesunden Schlaf. Ob durch bessere Produkte, neue Services oder inspirierende Inhalte: Unser Ziel ist, dass Schlaf nicht länger als Problem, sondern als Potenzial gesehen wird.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach anfangen. Vieles ergibt sich im Tun, nicht im Planen.
Die Zahlen kennen. Auch wenn’s nicht die Lieblingsdisziplin ist – ein klarer Blick auf die Finanzen ist entscheidend.
Offen sprechen. Die eigene Idee zu teilen hilft nicht nur beim Netzwerken, sondern auch beim Klarwerden über das eigene Konzept.

Bild: Tobias Jaroschek mit Hündin Emma @ Dailydream

Wir bedanken uns bei Tobias Jaroschek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Dailydream

Kontakt:

nivion GmbH
Gstaller Weg 13
D- 82166 Gräfelfing

www.dailydream.de
service@dailydream.eu

Ansprechpartner: Tobias Jaroschek

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Warum warten, bis es zu spät ist?

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BioExoTec: Krebs erkennen mit Exosomen Founderteambild Prof. Dr. Marie-Nicole Theodoraki, Dr. Linda Hofmann, Tobias Theodorakis und Dr. Gaby Wiegran

BioExoTec entwickelt eine innovative Diagnostikplattform, mit der Krebs bereits im frühesten Stadium über Exosomen in Blut oder Speichel erkannt werden kann.

Wie ist BioExoTec entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Unternehmen?

Der Ursprung von BioExoTec liegt in der Krebsforschung und in einer sehr persönlichen Erfahrung. Prof. Dr. Marie-Nicole Theodoraki forschte als Postdoc zwei Jahre an der University of Pittsburgh in den USA. Dort stieß sie auf das damals noch wenig erforschte Feld der Exosomen und erkannte deren Potenzial für die frühzeitige Krebsdiagnostik. In genau dieser Zeit erkrankte ihr Großvater an Krebs – und verstarb. Eine frühere Diagnose hätte vielleicht sein Leben retten können.

Zurück in Deutschland begann Marie-Nicole gemeinsam mit ihrer Doktorandin Linda, die wissenschaftliche Arbeit weiterzuentwickeln. Es entstand die Idee, eine Diagnostikplattform auf Basis von Exosomen zu schaffen. Tobias kam früh hinzu und übernahm den komplexen Bereich rund um Regulierung und Zulassung. Unternehmerische Verstärkung bringt Gaby, die als erfahrene Gründerin den strategischen und wirtschaftlichen Teil verantwortet. Gemeinsam bildet das Team eine seltene Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, medizinischer Tiefe, regulatorischer Kompetenz und Unternehmergeist.

Welche Vision verfolgt BioExoTec im Bereich der Krebsfrüherkennung und wie sieht der Weg dorthin aus?

Die Vision von BioExoTec ist klar: Krebs so früh wie möglich erkennen, idealerweise, bevor erste Symptome auftreten. Viele Tumoren werden heute erst in einem späten Stadium diagnostiziert, wenn eine Heilung nur noch schwer möglich ist und 50 % der Patienten nicht überleben. Dabei wären über 90 Prozent aller Krebsfälle im Frühstadium heilbar.

BioExoTec entwickelt deshalb einen Test, der mit einer einfachen Blut- oder Speichelprobe bereits sehr frühe Tumorstadien erkennen kann: minimalinvasiv, präzise und deutlich früher als aktuelle Methoden. Der Weg dahin führt über klinische Studien, technologischen Feinschliff und den Einstieg in die medizinische Regelversorgung. Ziel ist ein praxistauglicher, standardisierter Test, der sich nahtlos in den Alltag von Kliniken und Praxen integrieren lässt.

Was war der ausschlaggebende Moment, sich auf Exosomen als Grundlage für die Diagnose zu konzentrieren?

Es war ein Moment der wissenschaftlichen Neugier gepaart mit persönlicher Betroffenheit. Während ihrer Zeit in Pittsburgh erkannte Marie-Nicole, wie präzise Exosomen Informationen über Tumoren liefern können. Anders als andere Biomarker werden sie aktiv von Tumorzellen ausgeschieden und zwar schon im Frühstadium. Sie enthalten nicht nur DNA, sondern auch Proteine, RNA und andere Biomoleküle, die ein umfassendes Bild des Tumors liefern.

Gleichzeitig erlebte sie den Krebstod ihres Großvaters. Diese Kombination aus wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlichem Verlust wurde zum Antrieb, die Forschung in konkrete medizinische Anwendung zu überführen.

An welche Zielgruppe richtet sich BioExoTec konkret und wie stellen Sie sicher, deren Bedürfnisse zu treffen?

BioExoTec richtet sich in erster Linie an onkologische Fachkliniken, Labore und künftig auch an niedergelassene Ärzte. Die Tests sollen in der Diagnostik, in der Nachsorge sowie bei Risikopatienten als präventives Screening eingesetzt werden.

Damit die Anwendung im klinischen Alltag reibungslos funktioniert, arbeitet BioExoTec eng mit medizinischen Partnern zusammen. Acht Universitätskliniken sind bereits am Board und liefern frühzeitig Feedback, das in die Testentwicklung einfließt. Ziel ist ein unkomplizierter Test, der mit bestehenden Laborgeräten durchführbar und leicht in den Praxisablauf integrierbar ist.

Wie grenzt sich BioExoTec von anderen Ansätzen im Bereich der Liquid Biopsy ab?

Viele bestehende Liquid-Biopsy-Verfahren setzen auf zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) oder Tumorzellen (CTCs). Das Problem: Diese Marker sind im Blut oft nur in späten Stadien nachweisbar und dann ist es meist zu spät.

Exosomen hingegen werden von Tumorzellen kontinuierlich und früh ausgeschieden. Sie enthalten ein ganzes Paket an Informationen – darunter RNA, Proteine und Lipide. BioExoTec nutzt diese Datenfülle mithilfe einer patentierten Signatur, um Tumoren präzise zu identifizieren, selbst wenn sie sich noch im Anfangsstadium befinden.

Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich aktuell konfrontiert – wissenschaftlich wie unternehmerisch?

Wissenschaftlich ist vor allem die Vereinfachung des Tests eine zentrale Herausforderung: Er soll hochpräzise bleiben, aber gleichzeitig so einfach sein, dass er in jedem kommerziellen Labor durchführbar ist. Parallel dazu braucht es weitere klinische Studien, die Zeit und erhebliche finanzielle Mittel erfordern.

Auf unternehmerischer Seite ist die regulatorische Komplexität die größte Hürde. Zulassungsverfahren, klinische Validierung, Erstattungsfähigkeit durch Krankenkassen – jeder dieser Schritte muss strategisch geplant werden. Der Prozess hat rund zwei Jahre gedauert, aber heute verfügt BioExoTec über ein starkes Netzwerk an Experten, die das Team auf diesem Weg begleiten.

Worin sehen Sie aktuell die größten Chancen für Ihre Technologie im medizinischen Alltag?

Früherkennung ist der Schlüssel für bessere Krebsbehandlung und genau hier liegt die große Chance von BioExoTec. Der Exosomentest erlaubt nicht nur die Diagnose in einem sehr frühen Stadium, sondern auch die Überwachung von Therapieverläufen und die Früherkennung von Rückfällen.

Die Plattform ist flexibel einsetzbar und hat das Potenzial, langfristig auch in anderen Bereichen der Medizin Anwendung zu finden. Exosomen könnten sich zu einem neuen Standard der präzisen, minimalinvasiven Diagnostik entwickeln.

Was steht als nächstes an? Gibt es neue Indikationen oder Anwendungsfelder, die BioExoTec erschließen möchte?

Aktuell liegt der Fokus auf Kopf-Hals-Tumoren – hier ist BioExoTec besonders weit. Parallel arbeitet das Team an weiteren Indikationen und an einem Speicheltest, der direkt in der Arztpraxis anwendbar ist. Dieser hat bereits die erste klinische Studie erfolgreich bestanden.

Mit dem Speicheltest wird die Früherkennung noch einfacher und niederschwelliger – ein nächster Schritt in Richtung flächendeckender Prävention.

Wie wichtig ist die Verbindung zu Hochschulen und Förderprogrammen wie dem TUM IDEAward für Ihr Wachstum?

Die enge Anbindung an die Wissenschaft war für BioExoTec essenziell. Programme wie der TUM IDEAward oder der Münchner Businessplan Wettbewerb gaben dem Team nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch wertvolle Sichtbarkeit und Zugang zu Netzwerken.

Gerade die Nähe zur Technischen Universität München, zu UnternehmerTUM und BayStartup hat es ermöglicht, die wissenschaftliche Forschung in eine marktfähige Lösung zu überführen – ein Paradebeispiel für gelungene akademische Ausgründung.

Welche Entwicklungen wünschen Sie sich künftig im Gesundheitssystem, um Innovationen wie Ihre besser zu fördern?

Das deutsche Gesundheitssystem braucht mehr Tempo und Klarheit, vor allem in der Regulierung. Wer heute eine neue Diagnostik auf den Markt bringen will, muss mit jahrelangen Verfahren rechnen. Schnellere Zulassungsprozesse, klar definierte Erstattungswege und mehr Mut zu Pilotprojekten könnten Innovationen erheblich beschleunigen. Vor allem bei innovativen Technologien wie Liquid Biopsy oder KI-gestützter Diagnostik ist Deutschland derzeit noch zu zögerlich.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern aus dem Gesundheitsbereich mit auf den Weg geben?

Baut früh ein interdisziplinäres Team auf – Medizin, Wissenschaft, Regulatorik und Wirtschaft müssen von Anfang an zusammenkommen.

Plant den regulatorischen Weg von Anfang an mit – wer hier falsch abbiegt, verliert Jahre.

Habt Ausdauer – Innovation im Gesundheitsbereich ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Bild: Gründerteambild v.l.n.r Prof. Dr. Marie-Nicole Theodoraki, Dr. Linda Hofmann, Tobias Theodorakis und Dr. Gaby Wiegran @ privat

Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Marie-Nicole Theodorakis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie KI der Industrie hilft, Ausfälle zu vermeiden, bevor sie entstehen

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remberg ki intelligente wartung David Hahn Geschäftsführer im schwarzen t-shirt

remberg entwickelt eine KI-gestützte Software für Wartung und Instandhaltung, mit der Industrieunternehmen ihre Anlagen effizienter betreiben und ungeplante Stillstände vermeiden können.

Was genau macht remberg in einem Satz?

remberg bietet eine intelligente Software für Wartung & Instandhaltung mit der Industrieunternehmen ihre Anlagen effizienter betreiben und ungeplante Stillstände nachhaltig vermeiden können.

Welche Herausforderungen spüren Ihre Kund:innen aktuell am stärksten?

Unsere Kundinnen aus der Industrie kämpfen mit einer wachsenden Komplexität ihrer Anlagenparks, die häufig aus gemischten Maschinen­generationen bestehen und sich über mehrere Werke verteilen, ohne dass eine einheitliche Datengrundlage existiert. Gleichzeitig verschärft der Fachkräftemangel den Verlust von Erfahrungswissen, weil viele langjährige Technikerinnen in den Ruhestand gehen, während junge Talente moderne digitale Werkzeuge erwarten. Hinzu kommt ein zunehmender regulatorischer Druck: Wartungen müssen lückenlos und revisionssicher dokumentiert werden, und ESG- sowie Lieferkettenvorgaben verlangen jederzeit nachweisbare Transparenz.

Wie adressiert remberg genau diese Punkte?

Unsere intelligente Instandhaltungssoftware bündelt sämtliche Prozesse an einem Ort und stützt sich dabei auf den remberg KI-Copilot als klares Alleinstellungsmerkmal. Dieser intelligente Assistent liest Handbücher, Schaltpläne, Wartungsprotokolle und sogar handschriftliche Notizen, beantwortet in Sekunden konkrete Reparatur- oder Wartungsfragen, schlägt Maßnahmen samt Ersatzteilen vor und erstellt automatisch Berichte, die Auditor*innen schätzen. Dadurch verkürzt sich die Diagnosezeit um bis zu 25 Prozent, Stillstände nehmen spürbar ab und das wertvolle Erfahrungswissen bleibt im Unternehmen, selbst wenn Personal wechselt.

2018 starteten Sie mit einer IoT-Box – warum der Richtungswechsel?

Wir stellten schnell fest, dass die Grundlagen der Digitalisierung in den Prozessen und Abläufen zuerst gegeben sein müssen, bevor Konnektivität hilft. Denn Sensordaten allein bieten kaum einen Mehrwert. Darum richteten wir uns 2019 konsequent neu aus: Software only, digitale Prozesse und eine KI im Kern. Heute zahlt sich dieser Fokus aus, weil unser Copilot auf strukturierte Prozessdaten zugreifen kann.

Sie haben 28 Millionen Euro eingesammelt. Wo setzen Sie das Kapital ein?

Ein wesentlicher Teil fließt in die Weiterentwicklung unserer KI-Roadmap, zum Beispiel in vorausschauende Ersatzteilverwaltung und vollautomatisierte Wartungsplanerstellung. Zudem bauen wir unsere Präsenz in Europa aus und vertiefen Integrationen mit ERP-, MES- und IoT-Systemen, damit die remberg KI in jedem Kontext wirksam unterstützen kann.

Können Sie ein Beispiel für den Mehrwert Ihrer Lösung nennen?

Bei Liqui Moly / Meguin erhöhte die remberg Software die Anlagenverfügbarkeit um über 20 Prozent. Darüber hinaus wurde Meguin für den Einsatz des remberg KI-Copilot im Mai 2025 mit dem Maintainer-Sonderpreis für Innovation ausgezeichnet. Das zeigt, dass generative KI in der Instandhaltung weit mehr als ein Buzzword ist – sie liefert messbare Verbesserungen.

Was haben Sie auf dem Weg gelernt?

Der wichtigste Lerneffekt war, zuerst die echten Herausforderungen unserer Kund*innen zu verstehen, bevor wir skalieren. Unsere erste IoT-Box war ein klassisches Beispiel für Over-Engineering. Während der Energiekrise 2022 fokussierten wir uns zudem zu stark auf den exportorientierten Maschinenbau. Heute validieren wir jede Produkterweiterung eng mit Partnern, bevor wir investieren.

remberg beschäftigt 60 Mitarbeitende. Wie bleiben Sie agil?

Wir folgen konsequent der „Hell-Yeah-Hiring“-Regel. Nur wer uneingeschränkt überzeugt, wird eingestellt, und jede Bewerberin und jeder Bewerber führt ein Interview mit einem Gründer, um den Fit mit der Kultur zu prüfen. Viele Teammitglieder erhalten Unternehmensanteile, das fördert Ownership und hält Entscheidungswege kurz.

Wo steht remberg in zwölf Monaten?

In einem Jahr wird unsere KI-gestützte Instandhaltungssoftware in hunderten weiteren Fabriken in Europa im täglichen Einsatz sein. In den nächsten Jahren werden wir damit einen sichtbaren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Industriestandorts leisten.

Bild: David Hahn Geschäftsführer @ remberg GmbH

Wir bedanken uns bei David Hahn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann Coaching wirklich jede Karriere verändern?

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CoachHub – Coaching-Plattform für Unternehmen CEO Matti Niebelschütz

CoachHub ist eine digitale Plattform für berufliches Coaching die Mitarbeitende weltweit mit zertifizierten Business-Coaches verbindet

Wer steckt hinter CoachHub und wie kam es zur Gründung der digitalen Coaching-Plattform?

CoachHub wurde von meinem Bruder Yannis und mir gegründet. Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass in Unternehmen die Nachfrage nach professionellem Coaching stark zunimmt – gleichzeitig war Coaching oft nur Führungskräften vorbehalten. Uns war schnell klar: Das muss nicht so bleiben. Wir haben eine Chance gesehen, Technologie zu nutzen, um Coaching zu demokratisieren – also einer viel breiteren Gruppe von Mitarbeitenden zugänglich zu machen, unabhängig von Faktoren wie der Hierarchie oder dem Standort.

Unser Ziel war es von Anfang an, eine Plattform zu schaffen, die Mitarbeitende weltweit mit zertifizierten Coaches verbindet – individuell passend und über ein digitales, skalierbares Interface.

Was ist die zentrale Vision von CoachHub und welche Schritte unternehmen Sie, um diese langfristig zu realisieren?

Unsere Vision ist es, jedem Menschen in einem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sein oder ihr volles Potenzial zu entfalten. Coaching soll nicht länger ein exklusives Privileg für Führungskräfte sein, sondern ein integraler Bestandteil moderner Personalentwicklung auf allen Ebenen. Um dieses Ziel zu erreichen, bauen wir unser globales Netzwerk zertifizierter Coaches fortlaufend aus. Gleichzeitig investieren wir stark in unsere Technologie.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Integration von Coaching in den Arbeitsalltag. Coaching muss in den täglichen Abläufen verankert sein und auf der organisatorischen Seite nahtlos in bestehende HR-Systeme eingebettet sein. Unser Anspruch ist, gemeinsam mit unseren Kund:innen Coaching langfristig in der gesamten Organisation zu verankern.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit CoachHub konkret an und wie stellen Sie sicher, dass deren individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden?

Mit CoachHub richten wir uns an Unternehmen – vom mittelständischen Unternehmen bis zum globalen Konzern –, die gezielt in die Weiterentwicklung und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden investieren wollen. Innerhalb dieser Organisationen begleiten wir eine große Bandbreite an Menschen: Führungsnachwuchs, High Potentials, erfahrene Führungskräfte und Mitarbeitende, die sich gezielt in bestimmten Bereichen weiterentwickeln möchten.

Um ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, setzen wir auf eine personalisierte Coaching-Erfahrung. Unsere KI-basierte Matching-Technologie bringt Coachees mit passenden zertifizierten Coaches aus unserem globalen Netzwerk zusammen – abgestimmt auf Ziele, Branche, Sprache und persönliche Präferenzen. Gemeinsam mit dem Coach werden individuelle Entwicklungspläne erarbeitet, die konkrete Herausforderungen und Ziele adressieren. Dabei bieten wir flexible Formate und begleiten den Prozess mit digitalen Tools, die Nutzer:innen helfen, ihre Fortschritte zu verfolgen und den nachhaltigen Coaching-Erfolg sicherstellen.

Was unterscheidet CoachHub von anderen Anbietern im Bereich digitales Coaching?

Ich denke, was uns wirklich unterscheidet, ist die Kombination aus wissenschaftlich fundierten Coaching-Ansätzen, moderner Technologie und unserer globalen Reichweite. Wir haben ein internationales Netzwerk aus zertifizierten Coaches – alle mit langjähriger Führungserfahrung und ganz unterschiedlichen Hintergründen. Das hilft uns, für jede:n Coachee den passenden Sparringspartner zu finden.

Und: Unsere Coaches gehören nachweislich zu den besten am Markt – CoachHub bietet die höchste Dichte an zertifizierten, erfahrenen Business-Coaches im Vergleich zu anderen Anbietern und setzt dabei auf die höchsten Standards. Darauf sind wir ehrlich gesagt ziemlich stolz.

Uns ist dabei der nachweisbare Impact besonders wichtig. Wir machen Coaching-Erfolge sichtbar und helfen Unternehmen, messbare Ergebnisse zu erzielen.

Gab es einen besonderen Meilenstein in der bisherigen Entwicklung des Unternehmens, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ein Moment, der für mich besonders heraussticht, war die Ankündigung unseres KI-Coaches AIMY™. Am 11. Februar dieses Jahres haben wir AIMY™ im Rahmen eines globalen Events vorgestellt – gleichzeitig in Paris, London, Berlin und auf dem NASDAQ-Tower am Times Square in New York. Es ging dabei nicht nur um ein neues Produkt, sondern um ein ganz klares Signal: So sieht die Zukunft des Coachings aus.

Mit AIMY™ haben wir einen der ersten skalierbaren, wissenschaftlich fundierten KI-Coaches auf den Markt gebracht – und damit einen weiteren großen Schritt gemacht, um Coaching wirklich für alle zugänglich zu machen. ICF Germany bringt im Rahmen unserer Partnerschaft seine fundierte Coaching-Expertise in die Arbeit der AI Consulting Group (AICG) von CoachHub ein und ist damit aktiv an der Entwicklung von AIMY™ beteiligt – vom Benutzererlebnis über das theoretische Fundament bis hin zu ethischen Leitlinien. Diese Kooperation, die 2024 begann, markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung verantwortungsvoller und qualitativ hochwertiger KI-Coaching-Lösungen.

Für mich war das nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern auch ein kultureller und strategischer. Es hat gezeigt, was möglich ist, wenn Wissenschaft, Coaching-Expertise und Technologie zusammenkommen.

Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich aktuell am häufigsten konfrontiert und wie gehen Sie als Team damit um?

Während wir unser Team, unsere Technologie und unsere Prozesse skalieren, wollen wir sowohl unsere hohen Qualitätsstandards als auch unsere Unternehmenskultur wahren. Wir sind stolz, dass wir es schaffen, ein einheitlich hohes Niveau bei der Coaching-Qualität in unserem globalen Netzwerk von Coaches zu garantieren.

Wie wählen Sie die Coaches aus, die Teil der CoachHub-Plattform werden, und welche Qualitätsstandards legen Sie dabei an?

Der Auswahlprozess für unsere Coaches ist anspruchsvoll und mehrstufig, um sicherzustellen, dass wir nur die Besten an Bord holen. Wir überprüfen Bewerbungen, achten auf relevante Zertifizierungen, einen umfangreichen Coaching-Hintergrund und relevante Fachkenntnisse. Coaches mit fundierter Führungserfahrung und anerkannten Zertifikaten stehen bei uns im Fokus. Es folgt ein ausführliches Interview, um die Coaching-Philosophie, Fähigkeiten und die Übereinstimmung mit unseren Werten zu prüfen, sowie mögliche Assessments oder Fallstudien, um die praktischen Fähigkeiten zu testen. Zudem führen wir umfassende Hintergrundprüfungen durch.

Unsere Qualitätsstandards umfassen anerkannte Zertifizierungen (wie PCC für Einzelcoaching, MCC für Executive Coaching) plus relevante Erfahrung – mindestens sechs Jahre für Einzelcoaching und zehn Jahre für Executive Coaching.

Welche Rolle spielen technologische Entwicklungen wie KI oder Datenanalyse in Ihrem Coaching-Angebot?

KI und Datenanalyse sind ein zentraler Bestandteil unseres Coaching-Angebots und werden immer wichtiger. Ein Beispiel für unsere Innovationskraft in diesem Bereich ist AIMY™, unser KI-Coach. Die KI-Systeme für unser Matching analysieren die Profile, Ziele und Präferenzen der Coachees, um den optimalen Coach aus unserem globalen Netzwerk vorzuschlagen – das führt zu höherer Zufriedenheit und besseren Ergebnissen. KI hilft uns zudem dabei, maßgeschneiderte Lernressourcen für Coachees bereitzustellen.

Anhand von Daten lässt sich der Zielfortschritt des Coachings verfolgen, Trends erkennen und den Erfolg unserer Programme sowohl auf individueller als auch auf organisatorischer Ebene messen.

Was können Nutzerinnen und Nutzer in naher Zukunft von CoachHub erwarten?

Da tut sich gerade einiges – ganz besonders freuen wir uns auf den offiziellen Launch unseres KI-Coaches AIMY im Juni. Das wird ein echter Meilenstein, weil AIMY Coaching noch zugänglicher und flexibler macht – und dabei auf ethische und wissenschaftliche Standards setzt.

Parallel erweitern wir kontinuierlich unsere On-Demand-Inhalte wie Artikel, Videos und Übungen. Auch bei der Integration mit HR- und Talentplattformen geht es voran – zum Beispiel mit unserer App für Microsoft Teams, die ein besonders einfaches Onboarding ermöglicht. Und: Unsere Analytics- und Reporting-Funktionen bauen wir weiter aus, damit Unternehmen noch besser nachvollziehen können, wie Coaching wirkt und welchen Impact es hat.

Wie sehen Sie die Zukunft des digitalen Coachings insgesamt – wo geht die Reise Ihrer Branche hin?

Wir sehen da gleich mehrere entscheidende Trends: Digitale Coaching-Angebote werden zunehmend zum integralen Baustein der Personalentwicklungsprogramme von Unternehmen. Technologie wird es ermöglichen, noch personalisiertere und adaptivere Coaching-Erfahrungen zu bieten, die auf individuelle Bedürfnisse und Lernstile abgestimmt sind. Wir erwarten, dass hybride Modelle, die digitales Coaching mit persönlichen Interaktionen kombinieren, an Bedeutung gewinnen.

Entscheidend wird sein, dass Coaching künftig nicht nur auf individuelle Entwicklung abzielt, sondern systematisch jene Schlüsselkompetenzen fördert, die Unternehmen brauchen, um in einer sich rasant verändernden Welt wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben.

Gibt es Werte oder Prinzipien, die bei der täglichen Arbeit mit Kunden und Partnern im Zentrum stehen?

Wir konzentrieren uns auf die messbaren Ergebnisse und die positive Auswirkung unserer Coaching-Programme, die konkrete Geschäftsziele unterstützen. Wir setzen uns selbst hohe Standards in unseren Coaching-Diensten, unserer Technologie und unserem Netzwerk.

Welche drei Ratschläge würden Sie angehenden Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Nummer eins mag überraschend simpel wirken: nicht zu viel nachdenken, sondern einfach anfangen. Die Realität ist, dass keine Idee eine Chance hat, bevor man nicht den ersten Schritt geht. Bei der Gründung von CoachHub ging es uns nicht um Perfektion. Wir haben uns auf drei sehr konkrete Ziele konzentriert: ein erstes, funktionierendes Produkt zu entwickeln, unsere ersten 30 Top-Coaches an Bord zu nehmen und unsere ersten 10 Kunden zu gewinnen.

Gründen ist ein Extremsport. Es zieht einen in tausend Richtungen. An einem Tag fühlt man sich unbesiegbar und am nächsten kann man kaum aufstehen. Man muss lernen, Nein zu sagen, die richtigen Prioritäten zu setzen und für ausreichend Ausgleich zu sorgen.

Last but not least: Zusammen seid ihr stärker. Etwas Sinnvolles aufzubauen, ist immer eine Teamleistung. Ein Unternehmen zu gründen ist anstrengend – geistig, emotional und körperlich. Die richtigen Mitgründer:innen um sich zu haben, macht den Unterschied. Ich hatte das Glück, CoachHub zusammen mit meinem Bruder zu gründen. Diese Partnerschaft hat uns beiden viel Kraft gegeben.

Bild: Matti Niebelschütz Co-Founder und CEO @ CoachHub

Wir bedanken uns bei Matti Niebelschütz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Vielfalt, Emotionen und bahnbrechenden Ideen

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23. Juni 2025 Höhle der Löwen Staffelfinale- Bild: „mySTOPY“ - ferngesteuerter Bremsassistent für Laufräder. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Am 23. Juni 2025 endet die Höhle der Löwen mit einem packenden Staffelfinale voller Innovationen, Emotionen und Gründergeist.

mySTOPY beeindruckt am 23. Juni 2025 in der Höhle der Löwen

Eltern kennen die Situation nur zu gut: Das Kind flitzt mit dem Laufrad auf die Straße zu, und man selbst ist machtlos. Genau hier setzt mySTOPY an – eine Weltneuheit, die beim Staffelfinale von „Die Höhle der Löwen“ am 23. Juni 2025 vorgestellt wird.

Die Gründer Julius Müller (37) und Sebastian Lyschick (44) aus Unsleben präsentieren einen fernsteuerbaren Bremsassistenten für Kinderlaufräder. Das Besondere: Die Bremsung erfolgt rein mechanisch über die vorhandene Bewegungsenergie – ohne Motor, dafür mit hoher Effizienz und geprüfter Sicherheit. Die Fernbedienung ist in ein Armband integriert, das Eltern jederzeit betriebsbereit am Handgelenk tragen können.

Ansprechen möchten die Gründer vor allem Eltern von Kindern im Alter zwischen eineinhalb und fünf Jahren – Menschen, denen die Sicherheit ihres Nachwuchses besonders am Herzen liegt. Für ihr innovatives System bieten sie den Löwen 135.000 Euro im Austausch für 15 Prozent der Unternehmensanteile. Ob sich einer der Investoren auf diesen Deal einlässt?

family.cards verbindet Generationen am 23. Juni 2025 bei Höhle der Löwen

Ein emotionales Thema mit großer gesellschaftlicher Relevanz: Teo Ortega (47) und Simon Hafner (36) stellen mit family.cards ein technisches System vor, das älteren Menschen die digitale Welt zugänglich macht – und das ganz ohne Touchscreen oder komplizierte Menüführung.

Ein Kartenleser, eine Kamera und bedruckte Karten reichen aus, um Videoanrufe zu tätigen, Musik zu hören oder Fotos auf dem Fernseher zu betrachten. Die Technik bleibt im Hintergrund – die Bedienung ist intuitiv. Entwickelt wurde das System aus einem persönlichen Bedürfnis heraus, als Teo Ortega seinen Vater an einem wichtigen Geburtstag nur über das Smartphone der Schwester sehen konnte.

Für ihre smarte Lösung bieten die Gründer 250.000 Euro für fünf Prozent der Firmenanteile. Ein starkes Angebot für ein starkes Anliegen – und vielleicht ein Deal beim großen Showdown am 23. Juni 2025 in der Höhle der Löwen?

The Poutine Kitchen bringt kanadisches Soulfood am 23. Juni 2025 in die Höhle der Löwen

Holger Böckner (47) und Geneviève Pilon (39) wollen mit The Poutine Kitchen eine kulinarische Lücke in Deutschland schließen – und das am 23. Juni 2025 bei „Die Höhle der Löwen“. Ihr Ziel: Kanadas Nationalgericht Poutine etablieren.

Das Gericht besteht aus Pommes, Bratensauce und original kanadischen Cheese Curds – deftig, herzhaft und in Nordamerika Kult. Holger, einst PR-Manager, reiste mehrfach nach Kanada, um das Originalrezept zurückzubringen. Geneviève, gebürtige Québecerin, sorgt für Authentizität in Geschmack und Zubereitung.

Ob als Gastronomie-Konzept oder als Produkt für Zuhause – das Potenzial ist groß. Für 125.000 Euro bei 15 Prozent Beteiligung möchten sie einen Löwen ins Boot holen. Wird es klappen?

Artenglück macht Naturschutz greifbar am 23. Juni 2025 in der Höhle der Löwen

Felix Schulze-Varnholt (27) und Lara Boye (32) aus Berlin stehen für ein Ziel: regionalen Naturschutz. Ihr Startup Artenglück, das sie beim Finale von „Die Höhle der Löwen“ am 23. Juni 2025 präsentieren, will bedrohten heimischen Arten wieder Lebensraum schaffen.

Konkret ermöglichen sie Privatpersonen und Unternehmen, Naturschutzprojekte wie Blühfelder, Feldvogel-Fenster oder Aufforstungen lokal zu fördern – wissenschaftlich begleitet und über ein Dashboard transparent dokumentiert. Bereits jetzt sind namhafte Partner mit dabei.

Für 250.000 Euro bei zehn Prozent Beteiligung wollen sie mit einem Löwen die nächste Wachstumsebene erreichen. Eindrucksvoll: Zwei Löwen helfen beim Saatgut-Aussäen live in der Sendung mit.

BLISSAND präsentiert medizinische Innovation in der Höhle der Löwen

Auch medizinisch wird es spannend: BLISSAND, entwickelt von Dr. Dana Adyani-Fard (42) und Dr. Thomas Greussing (47), ist ein Mundgel zur Pflege des Zahnfleisches und zur Unterstützung bei Parodontitis – vorgestellt im großen Finale am 23. Juni 2025 bei „Die Höhle der Löwen“.

Der Wirkstoffkomplex besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Kamille, Grüntee, Lotuswurzel und Hyaluronsäure. Die Anwendung erfolgt entweder direkt oder über eine Schiene. Die Zahnärztin Dr. Adyani-Fard bringt dabei jahrelange praktische Erfahrung aus zwei Praxen mit über 10.000 Patienten ein.

Die Gründer fordern 200.000 Euro für zehn Prozent und ernten großes Interesse. Die Löwen testen sogar live die Varianten „BLISSAND Care“ und „BLISSAND Cool“. Ein Deal scheint zum Greifen nah – doch wer macht das Rennen?

Höhle der Löwen geht mit starkem Finale in die Sommerpause

Die Höhle der Löwen-Folge am 23. Juni 2025 ist mehr als nur ein Staffelfinale. Sie ist eine Bühne für mutige Ideen, gesellschaftlich relevante Innovationen und emotionale Geschichten. Ob Kinder-Sicherheit, Seniorentechnik, nachhaltiger Naturschutz oder Zahnmedizin: Diese Gründer:innen zeigen, was Unternehmertum im Jahr 2025 bedeutet.

Für Zuschauer:innen bietet der Abend Spannung, Inspiration und vielleicht das eine oder andere Produkt, das bald schon den Alltag verändert. Wer den besten Deal macht, bleibt offen – aber eines ist klar. Die Höhle der Löwen am 23. Juni 2025 ist ein echtes Must-See zum Staffelende.

Bild: „mySTOPY“ – ferngesteuerter Bremsassistent für Laufräder.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Was kann KI in der Buchhaltung – und was nicht?

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taxdoo buchhaltung plattform Gründerteambild sitzend v.l. Christian Königsheim, CEO und Co-Founder und Roger Gothmann, Geschäftsführer und Co-Founder von Taxdoo @ Taxdoo

Taxdoo vereinfacht steuerliche Prozesse für E-Commerce-Unternehmen, indem Buchhaltung und Umsatzsteuer auf einer digitalen Plattform automatisiert und verständlich gemacht werden

Wie kam es zur Entscheidung, AccountDigital zu übernehmen und was war der ausschlaggebende Punkt?

Wir wollten mit Taxdoo seit Tag 1 eine Plattform schaffen, auf der Unternehmen im E-Commerce – die häufig nicht sehr groß sind – all die komplexen Steuer- und Buchhaltungsprozesse auslagern können, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren können.
Das ist uns mit dem Thema Umsatzsteuer auch gelungen, weil ich persönlich dafür brenne und in meinem Leben vor Taxdoo nie etwas anderes gemacht habe. Ich wollte aber auch immer, dass Steuern ihren komplizierten Selbstzweck verlieren.
Bei dem Thema Buchhaltung wurde uns dann irgendwann klar, dass wir diese Passion ebenso benötigen – also jemanden mit „Skin in the Game“, der Buchhaltung lebt und dennoch will, dass es durch innovative Produkte aus dem Blickfeld der Nutzer verschwindet. Die Steuerwelt ist klein. Als 2024 die Entscheidung fiel, diese Passion mittels M&A ins Haus zu holen, wussten wir, wen wir ansprechen mussten.

Was bedeutet diese Übernahme strategisch für Taxdoo und wie verändert sie euren Kurs?

Die Übernahme erspart uns viele Jahre an Entwicklungszeit und bereichert das Team mit sehr viel Erfahrung. Stefan Gostomzik und Nadine Jobst, die beiden Gründer von AccountDigital, haben im Bereich der E-Commerce-Buchhaltung wirklich alles gesehen, was man gesehen haben kann. Das ermöglicht es uns, viel schneller auf Augenhöhe auf Steuerkanzleien zuzugehen und sie zu überzeugen, dass eine Plattform wie Taxdoo viele ihrer bisherigen Kernprozesse sicherer und effizienter abbilden kann.
Die Strategie bleibt, aber wir haben das KI-Momentum genutzt, in dem viele in der Steuerwelt noch nach Orientierung suchen, um uns klar zu positionieren.

Welche Zielgruppen profitieren konkret von der Integration der KI-Lösungen von AccountDigital?

Die Zielgruppen sind Unternehmen im E-Commerce und deren Steuerberater/Steuerkanzleien. Diese waren bei den Steuer- und Buchhaltungsthemen häufig in einem ineffizienten Abstimmungsdreieck von Kanzlei-Mandant-Toolanbieter gefangen. Das brechen wir jetzt auf, indem wir den Prozess der Buchhaltung in Gänze abbilden können und dafür natürlich auch die Verantwortung tragen.

Wie verändert Künstliche Intelligenz aktuell die Steuerberatung – und wo steht die Branche in fünf Jahren?

Die Steuerberatung steht vor einem fundamentalen Wandel durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Bereits heute treten Mandanten mit KI-generierten Steuergutachten an ihre Berater heran, die inhaltlich auf dem Niveau eines Big4-Associates liegen. Angesichts der Tatsache, dass diese Modelle meist nur mit öffentlich zugänglichem Steuerwissen trainiert wurden, ist es lediglich eine Frage von Monaten, bis Sprachmodelle wie ChatGPT auch komplexe steuerliche Sachverhalte zu 100 Prozent korrekt beurteilen können.
Dies wird die Rolle von Steuerberatern grundlegend verändern. Derzeit basiert ein Großteil ihrer Tätigkeit auf reaktiver Wissensvermittlung und repetitiven Aufgaben wie der Buchhaltung. Diese Bereiche werden vollständig wegfallen, da generative KI hier deutlich effizienter ist und in spätestens fünf Jahren qualitativ bessere Ergebnisse liefern wird, als es ein Mensch im Durchschnitt jemals könnte.
Die Zukunft der Steuerberatung liegt in der proaktiven, strategischen Beratung, die menschliche Kreativität, Empathie und ethisches Urteilsvermögen erfordert – Fähigkeiten, die KI nicht ersetzen kann.

Was unterscheidet Taxdoo nach der Übernahme technologisch und inhaltlich vom Wettbewerb?

Durch die Übernahme von einem 30-köpfigen Team aus Buchhaltern und Buchhaltungsexperten sowie 1000 Kunden haben wir eine Daten- und Prozessbasis, auf der wir unsere Sprachmodelle sehr effizient trainieren können. Wir glauben, dass wir trotz starkem Wachstum im Bereich der Buchhaltung das Team nicht signifikant vergrößern müssen, da diese stetig effizienter werden. Wir verbinden die Effizienz von KI mit der Umsicht von Fachkräften auf einer Plattform. Das ist einzigartig.

Wie gelingt es euch, Steuerprozesse nicht nur zu automatisieren, sondern auch verständlich zu machen?

Das machen wir auf zwei Wegen. Zunächst haben wir ein Team aus Produktdesignern, die mittlerweile auch ein fundiertes Steuerwissen haben. Die aber auch, dass die Nutzer nicht zwingend für Steuerrecht brennen, sondern ihre Arbeit damit möglichst intuitiv erledigen wollen. Denen würde ich auch niemals in ihre Arbeit hereinreden.
Der zweite Weg ist die Kommunikation an sich in Marketing, Sales, Support. Alle Teammitglieder wissen, dass Steuern, Buchhaltung etc. für die wenigsten Menschen einen Selbstzweck haben, sondern möglichst schnell und effizient erledigt werden sollten. Daher versuchen wir bei allem immer direkt auf den Kern zu kommen und haben uns schon vor Jahren von Claims wie „VAT is Love“ verabschiedet.

Welche Herausforderungen bringt die Integration zweier Unternehmen mit sich?

Der größte Unterschied besteht natürlich zunächst in der Unternehmenskultur. Beide Unternehmen sind sehr geprägt von den Gründern. Das fängt bei der Meetingkultur an und hört nicht bei der Erfassung von Arbeitszeiten auf. Hier gilt es, den Spirit der Gründer zu erhalten und dennoch zu einem gemeinsamen Fundament zu kommen. Das ist eine Herausforderung. Am besten beginnt man damit, zusammen zu feiern. Das haben wir kürzlich auf dem ersten gemeinsamen Taxdoo-Account-Digital-Sommerfest getan.

War es von Anfang an Teil eurer Vision, Taxdoo durch gezielte Zukäufe weiterzuentwickeln?

Nein. Zu Beginn war es die Vision, alles aus eigener Kraft und organisch zu lösen. Irgendwann kamen wir an den Punkt, an dem wir merkten, dass die Account-Digital-Gründer uns im Bereich Buchhaltung technologisch voraus waren. Das lag insbesondere daran, dass Stefan und Nadine eine Passion für das Thema haben. Genau diese Passion haben wir gesucht und sie auf diesem Weg gefunden.

Wie sieht euer gemeinsames Produktportfolio künftig aus und welche Entwicklungen sind geplant?

Unser Asset sind natürlich die Daten. Wir wickeln aktuell ca. 12 Mrd. Euro GMV pro Jahr im E-Commerce ab. Das wollen wir nutzbar machen, damit Unternehmen und auch Steuer- und Rechtsexperten in Zukunft bessere Entscheidungen treffen können.
Ein Beispiel ist, dass wir mittels KI steuerliche Gestaltungen und deren Auswirkungen auf Unternehmensebene simulieren wollen.

Was braucht es eurer Meinung nach, damit deutsche Unternehmen mutiger in Richtung Digitalisierung und KI gehen?

Ganz ehrlich: Es ist alles vorhanden. Die KI-Infrastruktur ist da. Deutschland gehört schon jetzt weltweit zu den Top-5-Nutzern in absoluten Zahlen von OpenAI. In meiner Start-up-Bubble kenne ich keine Gründerin und keinen Gründer, die nicht einem AI-first-Ansatz folgen.
Ich sehe die Herausforderung in der Transformation an sich mit den bekannten Transformationsmustern. In vielen klassischen Branchen wird KI entweder als Bedrohung wahrgenommen oder als unausgereifte Technologie, wenn es gerade in meiner Steuerwelt zu „Halluzinationen“ kommt.
Dabei hilft nur eines: Den Mut zu haben, mit greifbaren Use Cases voranzugehen und zu zeigen, dass KI uns nicht alle wegrationalisiert, sondern uns von drögen Arbeiten befreien kann – wie z. B. der Buchhaltung.

Wie erlebt ihr den Wandel der steuerberatenden Branche aus Sicht eines technologiegetriebenen Unternehmens?

Im Durchschnitt würde ich von einer optimistischen Skepsis sprechen. Viele in der Steuerbranche wissen, dass generative KI ihre Arbeit grundlegend verändern wird. Wenn man dann aber selbst zum Disruptor und zeitgleich Überbringer dieser Botschaft wird, dann wird man nicht überall mit offenen Armen empfangen.
Dennoch braucht es für den Anfang keine hundertprozentige Überzeugung im Markt, sondern nur wenige Steuerkanzleien, die hier voranschreiten wollen. Diese haben wir gefunden und setzen darauf, dass die anderen nachziehen werden, wenn sie sehen, dass es funktioniert.

Welche drei Ratschläge würdest du Gründerinnen und Gründern mitgeben, die in regulierten Märkten wie dem Steuerwesen durchstarten wollen?

Erstens: Du brauchst im Gründerteam auf jeden Fall jemanden, der diese Regulatorik, die du anpacken willst, grundlegend verstanden hat – idealerweise einen anerkannten Branchenexperten. Häufig sehe ich Start-ups in diesem Bereich, die sich dieses Wissen dann punktuell von externen Beratern holen. Das kann meiner Meinung nach nicht funktionieren, weil du sonst bei jedem Gegenargument aus diesem starren Markt aus dem Takt kommst.
Zweitens: Baue schnell ein MVP und geh damit raus. Gerade im Steuerwesen greifst du in der Regel tief in Unternehmensprozesse ein, sodass du schnell Rückmeldungen der Nutzer benötigst, um das Produkt weiterzuentwickeln.
Drittens: Sorge dafür, dass dein Produktteam bei allen Entscheidungen in Bezug auf das Produkt im Lead ist – und nicht die internen oder externen Steuerexperten. Diese denken oft viel zu komplex und kompliziert. Zapfe daher nur ihr Regulierungswissen an.

Bild: v.l. Christian Königsheim, CEO und Co-Founder und Roger Gothmann, Geschäftsführer und Co-Founder @ Taxdoo

Wir bedanken uns bei Roger Gothmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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