Mittwoch, März 25, 2026
Start Blog Seite 15

Plato sichert sich $14,5 Millionen Seed-Finanzierung

0
Großhandel: Plato erhält 14,5 Mio. für KI Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) and Matthias Heinrich (CPO)

Plato erhält 14,5 Millionen US-Dollar Seed-Finanzierung für KI-Betriebssystem im Großhandel

KI-Betriebssystem für den Großhandel soll international skaliert werden

Plato, das KI-basierte Betriebssystem für Großhändler, gibt den erfolgreichen Abschluss seiner 14,5 Millionen US-Dollar Seed-Finanzierungsrunde bekannt. Die Runde wurde vom führenden europäischen Venture-Capital-Fonds Atomico angeführt und von Bestandsinvestoren wie Cherry Ventures sowie Discovery Ventures und D11Z.Ventures begleitet. Die erneute Finanzierung unterstreicht das Vertrauen der Investoren in Platos Vision, die rund 3 Billionen US-Dollar große KI-Chance im globalen Großhandel zu erschließen.

Plato entwickelt KI-native Software, die zentrale Workflows in den Bereichen Vertrieb, Angebotserstellung und ERP-Prozesse für Großhandelsunternehmen automatisiert. Großhändler bewegen jeden fünften Dollar der globalen Produktionsleistung, sind jedoch bis heute massiv unterversorgt mit moderner Software. Platos Lösung stattet Vertriebsteams mit einem KI-Copiloten aus, steigert Profite und erhöht die Vertriebseffizienz durch AI Agents.

„Wir haben die Probleme aus erster Hand im Großhandel meiner Familie erlebt und Plato gemeinsam mit Experten entwickelt, um die Arbeitsweise der Branche neu zu denken. Wir bauen das KI-Betriebssystem für den Großhandel, beginnend mit einer intelligenten Automatisierungsplattform im Vertrieb. Mit dieser Finanzierung skalieren wir Plato, um die gesamte Branche zu transformieren und einen Tech-Champion für die Handelsökonomie aufzubauen – aus Deutschland, für die Welt“, sagt Benedikt Nolte, CEO von Plato.

Skalierung des KI-Betriebssystems für den Großhandel

Die Plattform erschließt verborgene ERP-Daten und automatisiert manuelle Aufgaben, sodass Vertriebsteams vom reaktiven ins proaktive Verkaufen wechseln können. Plato hat bereits mehrere der führenden Großhändler Europas mit sechsstelligen Vertragsvolumina gewonnen. Die Finanzierung ermöglicht es dem Unternehmen, sein vertikales Produktangebot auf Kundenservice und Einkauf auszuweiten und die internationale Expansion voranzutreiben.

Zu den zentralen Plattformfunktionen gehören:

Vertriebsintelligenz: Aufzeigen von Risiken und Chancen bei Kunden durch proaktive KI zur Umsatzsteigerung
Prozessautomatisierung: Automatisierung repetitiver Prozesse wie Auftragsabwicklung und interne Kommunikation
Branchensoftware: Speziell für den Großhandel entwickelt und optimal auf dessen Bedürfnisse zugeschnitten

„Besonders überzeugt hat uns an Plato die außergewöhnliche Qualität des Gründerteams. Das Team hat in diesem Bereich ein echtes Right to win und brennt für den Großhandel. Es vereint tiefgehende Branchenexpertise aus erster Hand mit starker technischer Umsetzung und dem Anspruch, ein branchenprägendes vertikales KI-Unternehmen aufzubauen. Großhändler suchen dringend nach branchenspezifischer KI-Software, um operative Herausforderungen zu lösen – und genau diese Lösung ist Plato“, sagt Andreas Helbig, Partner bei Atomico.

Eine Schlüsselbranche mit großem Innovationsbedarf

Gegründet wurde Plato von Benedikt Nolte, Matthias Heinrich Morales und Oliver Birch. Die Plattform entstand ursprünglich aus Noltes familiengeführtem Großhandelsunternehmen heraus, das mit veralteter Software und Fachkräftemangel zu kämpfen hatte. Dieser praxisnahe Ursprung prägt bis heute Platos industriegetriebenen Ansatz für KI-Transformation.

Der Großhandel sieht sich mit Fachkräftemangel, geringen Margen, einer stagnierenden Wirtschaft und den digitalen Erwartungen moderner B2B-Einkäufer konfrontiert. Plato ersetzt manuelle Vertriebs- und ERP-Prozesse durch agentenbasierte KI und steigert so direkt Umsatz und Effizienz.

Bis zu 15 Prozent Umsatzsteigerung durch bessere Vertriebsempfehlungen
5 Stunden Zeitersparnis durch automatisierte ERP-Angebotsprozesse
10x höhere Vertriebseffizienz durch optimierte Kommunikation im Außen- und Innendienst

Der Großhandel bewegt die Welt, Plato bewegt den Großhandel. Mit dieser Finanzierung ist das Unternehmen positioniert, die 3 Billionen US-Dollar große Vertical-AI-Chance als KI-Betriebssystem für die Handelsökonomie anzuführen. Sell smarter, grow faster.

Bild Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) und Matthias Heinrich (CPO) Bildcredits Plato

Quelle COHORT GmbH

Was entscheidet heute über nachhaltigen Erfolg?

0
Plato bringt KI Struktur in Vertrieb und ERP Leadership.Bild Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) und Matthias Heinrich (CPO) Bildcredits Plato

Plato entwickelt eine KI Plattform für den Großhandel, die Vertrieb und ERP Prozesse automatisiert und datenbasiert optimiert

Was war der persönliche Auslöser für die Gründung von Plato und welche Erfahrungen aus dem familiengeführten Großhandelsbetrieb haben Sie dabei konkret geprägt?

Der Auslöser für die Gründung von Plato war sehr persönlich. Ich bin Nachfolger in dritter Generation eines familiengeführten Großhandelsbetriebs. Mein Bruder hat das Familienunternehmen übernommen – für mich war klar, dass ich als Wirtschaftsinformatiker zumindest Software für den Mittelstand bauen wollte.
Im Alltag des Großhandels habe ich immer wieder gesehen, wie lange es dauert, bis Vertriebschancen im Außendienst zwischen allen Daten sichtbar werden und wie viel Zeit im Innendienst durch manuelle ERP-Prozesse verloren geht. Wichtige Daten sind zwar vorhanden, aber nicht nutzbar – genau dort gehen Umsatz und Effizienz verloren.
Zusammen mit meinen Mitgründern hat uns dies dazu gebracht, mit Plato eine KI-Vertriebsplattform für proaktiven Vertrieb im Großhandel zu bauen, die Daten intelligent zusammenführt und operative Prozesse im ERP automatisiert. Unsere Mission ist es, den Mittelstand mit KI so auszustatten, dass er auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt.

Wie würden Sie Plato heute in wenigen Sätzen beschreiben und welche Rollen spielen Sie und Ihr Team im Unternehmen?

Plato ist das KI-Betriebssystem für den Großhandel, mit dem wir beim Vertrieb beginnen. In vielen Großhandelsunternehmen sind alle relevanten Daten zwar vorhanden, aber über zahlreiche Systeme verteilt und im Alltag kaum nutzbar. Plato bündelt diese Daten und zeigt via Künstlicher Intelligenz auf einen Blick, wo Kunden abwandern und wo zusätzliche Umsatzpotenziale liegen – so lassen sich bis zu 15% mehr Umsatz generieren.
Gleichzeitig verbessern wir den Prozess operativ: Angebote können direkt aus den KI-Analysen im ERP erstellt werden, und Besuchsberichte lassen sich per Spracheingabe erfassen. So sparen Vertriebs- und Innendienstteams 3–5 Stunden pro Woche und können sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Meine Rolle als CEO ist es, Vision, Produkt und Markt eng zusammenzubringen. Gemeinsam mit meinem Team aus Großhandels-Experten und KI-Spezialisten bauen wir Plato Schritt für Schritt zum Industriestandard für den Großhandel.

Welche Vision verfolgen Sie mit Plato für den Großhandel und wie soll ein technologisch moderner Großhandel in fünf bis zehn Jahren aussehen?

Als Unternehmen helfen wir dem Mittelstand in Zeiten von Fachkräftemangel weiter zu wachsen und die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage zu meistern. Uns treibt es an, unsere Kunden erfolgreicher und nachhaltiger zu machen, indem wir einen Tech-Champion aus Europa heraus bauen.
Als Kunde merkt man in Zukunft sofort, ob ein Großhändler mit Plato arbeitet. Anfragen werden nicht mehr langsam per E-Mail beantwortet, sondern innerhalb von wenigen Sekunden. Egal ob ich eine Bestellung per Mail, WhatsApp, PDF oder GAEB schicke – sie wird automatisch erfasst, korrekt ins System übernommen und ich erhalte schnell ein passendes Angebot zum optimalen Preis.

Produkte sind verfügbar, weil der Händler genau weiß, was ich regelmäßig kaufe und hat automatisch beim Einkauf vorbestellt. Gibt es einen Artikel gerade nicht auf Lager, organisiert Plato automatisch den Nachschub via Sonderbestellung beim Hersteller und gibt mir die Wartezeit transparent weiter.

Auch im persönlichen Kontakt ist der Unterschied spürbar: Der Vertrieb kennt meine Bedürfnisse, macht relevante Vorschläge und meldet sich proaktiv, bevor Probleme entstehen. Ist die Leitung einmal besetzt, meldet sich stattdessen Plato KI-Assistent am Telefon. Bestellungen laufen reibungslos, Lieferzeiten sind zuverlässig, Plato übernimmt Vorfinanzierungen falls nötig und Preise sind individuell optimiert.
Kurz gesagt: Der Großhändler wird vom reaktiven Lieferanten zum proaktiven Partner. Plato sorgt im Hintergrund dafür, dass Prozesse automatisch laufen – und der Kunde davon profitiert, ohne die Komplexität zu sehen.

Der Großhandel gilt als technologisch vernachlässigt. Warum ist gerade diese Branche aus Ihrer Sicht besonders reif für ein KI-Betriebssystem?

Der Großhandel ist eine der größten, aber technologisch am stärksten vernachlässigten Branchen weltweit. Jeder fünfte Euro der globalen Produktion läuft durch den Handel – ein Marktvolumen von rund 50 Billionen Euro. Gleichzeitig gibt es bis heute keine vertikale KI-Lösung, die diesen Markt ganzheitlich adressiert. Die Herausforderungen sind branchenübergreifend ähnlich: Ob Schrauben oder Chemieprodukte – am Ende zählen Drehzahlen, Verfügbarkeiten und Effizienz.
Großhändler profitieren besonders stark von KI, da sie riesige Produktportfolios, tausende Kunden und hochkomplexe Preis- und Lieferstrukturen managen. Die relevanten Daten sind vorhanden, aber über viele Systeme verteilt. KI schafft hier erstmals Transparenz und liefert konkrete Handlungsempfehlungen.
Automatisierung ist dabei entscheidend. Klassische Sales-Tools stoßen in Märkten mit niedrigen Margen und großen Vertriebsorganisationen an ihre Grenzen. Genau hier setzt Plato an: Wir verknüpfen die bestehende Systemlandschaft intelligent, steigern Umsätze und senken Kosten – und machen den Großhandel effizient, skalierbar und zukunftsfähig.

An welche Großhändler richtet sich Plato konkret und welche zentralen Probleme lösen Sie im Vertriebs- und ERP-Alltag?

Plato richtet sich an mittelständische und große Großhändler mit komplexen Produktportfolios und Vertriebsorganisationen. Fokus ist dabei auf Großhändlern, die sich auf das Bauhandwerk und die Industrie konzentrieren.

Wie hilft die agentenbasierte KI von Plato Vertriebsteams dabei, effizienter zu verkaufen und bessere Entscheidungen zu treffen?

Unsere KI analysiert Kunden-, Preis- und Kaufdaten und gibt konkrete Handlungsempfehlungen, etwa zu Abwanderungsrisiken oder Cross-Selling-Potenzialen. Gleichzeitig automatisiert sie operative Aufgaben wie Angebotserstellung und Auftragserfassung. So können sich Vertriebsteams auf Beratung und Abschluss konzentrieren.

Plato spricht von bis zu 15 Prozent mehr Umsatz bei Kunden. Welche Veränderungen im Arbeitsalltag der Unternehmen sind dafür ausschlaggebend?

Der Umsatzanstieg entsteht durch proaktiven Vertrieb statt reaktiver Bearbeitung. Vertriebsmitarbeiter erkennen frühzeitig Kaufchancen, sprechen Kunden gezielter an und verlieren weniger Bestandskunden. Gleichzeitig reagieren Unternehmen schneller auf Anfragen und Marktveränderungen, da man mit Plato alles direkt ins ERP-System zurückspielen kann und Kundenanfragen direkt beantwortet werden.

Was war bislang die größte Herausforderung beim Aufbau von Plato und wie sind Sie als Gründer damit umgegangen?

Die größte Herausforderung war es, KI tief in hochkomplexe und individuelle ERP-Landschaften zu integrieren. Wir sind das Problem pragmatisch angegangen, indem wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten und iterativ aus dem realen Betrieb heraus entwickelt haben. Diese Nähe zum Markt ist heute ein klarer Vorteil, da wir am tiefsten von allen Anbietern am Markt integriert sind, was langfristig einen höheren Mehrwert beim Kunden ermöglicht.

Mit Atomico als Investor positioniert sich Plato als europäischer Vertical AI Champion. Was bedeutet dieser Schritt strategisch für das Unternehmen?

Atomico bestätigt unsere Ambition, ein europäischer Vertical-AI-Champion zu werden. Strategisch unterstützt uns das Team insbesondere beim internationalen Wachstum und beim Aufbau einer skalierbaren Organisation. Gleichzeitig stärkt es unsere Sichtbarkeit im globalen Markt.

Was unterscheidet Plato von anderen KI Lösungen im B2B Umfeld und warum ist Ihr Ansatz besonders relevant für den Mittelstand?

Plato ist keine generische KI, sondern eine vertikale Lösung, die speziell für die Prozesse des Großhandels gebaut wurde. Wir verstehen die Realität niedriger Margen, großer Vertriebsorganisationen und komplexer Produktdaten. Zudem können wir durch unsere tiefe Integration auf der KI Unternehmensdaten als Kontext geben was generische Tools wie ChatGPT nicht erlauben. Aus diesem Grund ist unser Ansatz besonders relevant für den Mittelstand.

Welche nächsten Entwicklungsschritte sind bei Plato geplant und welche Rolle soll KI künftig im globalen Großhandel spielen?

Ein zentraler nächster Entwicklungsschritt ist die automatische Verarbeitung von Textdateien wie E-Mails, PDFs oder WhatsApp-Nachrichten. Plato liest diese Informationen aus, überführt sie direkt ins ERP und erstellt Angebote und Aufträge autonom. Dadurch sparen Vertriebsteams bis zu 20 Stunden pro Woche und gewinnen Zeit für wertschöpfende Beratung und KI-gestützte Analysen. Gleichzeitig hilft das, den zunehmenden Fachkräftemangel im Großhandel nachhaltig abzufedern.

Welche Rolle soll KI künftig im globalen Großhandel spielen?

KI wird zum zentralen Steuerungsinstrument im Großhandel. Sie schlägt vor, priorisiert und automatisiert – der Mensch entscheidet. So entsteht ein effizienterer, transparenter und wettbewerbsfähiger Handel.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die KI-Lösungen für traditionelle Branchen entwickeln möchten?

Erstens: Probleme im echten Betrieb verstehen und überlegen, was ohne KI vorher nicht möglich war – große Datenmengen mit LLM schnell verarbeiten etc.
Zweitens: Bestehende Systeme wie ERPs als Partner integrieren, anstatt diese zu ersetzen.
Drittens: KI immer mit messbarem wirtschaftlichem Nutzen verbinden und mit dem Kunden definieren, welche Kennzahlen man optimieren will

Bild Oliver Birch (CTO), Benedikt Nolte (CEO) und Matthias Heinrich (CPO) Bildcredits Plato

Wir bedanken uns bei Benedikt Nolte für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Agaton sichert sich 10 Mio. US-Dollar für Voice-KI

0
KI bringt Agaton 10 Mio. US-Dollar im Enterprise. Bild: Agaton Team Bildcredits/Fotograf: Christine Knutsson

Agaton sammelt 10 Mio. US-Dollar für Voice-KI ein und verdoppelt Abschlussquoten im Enterprise-Vertrieb

Das Stockholmer KI-Startup verarbeitet über 4 Mio. Calls und erzielt 2x höhere Sales-Conversions

Agaton gibt heute seine 10 Mio. US-Dollar Seed-Finanzierung bekannt. Das Unternehmen hat eine agentische KI-Plattform entwickelt, welche die große Menge an Kundengesprächen von Enterprise-Unternehmen in Umsatzwachstum verwandelt, indem sie auf Basis fortschrittlicher Voice-Analyse Verkaufschancen für Sales-Teams identifiziert und deren Umsetzung vorantreibt. Mit dem neuen Kapital werden die Go-to-Market-Strategie, die Voice-AI-Fähigkeiten und die Produktentwicklung des Unternehmens beschleunigt. Zudem plant Agaton im kommenden Jahr die Teamgröße mehr als zu verdoppeln und zusätzliche globale Hubs aufzubauen.

Gespräche in Umsatzwachstum verwandeln

Agaton hilft Unternehmen, unstrukturierte Informationen aus Kunden- und Verkaufsgesprächen nutzbar zu machen. Die Plattform analysiert Inhalte, erkennt Verhaltensmuster sowie Stimmungen und automatisiert wiederkehrende Abläufe, um Umsatz und Kundenbindung zu steigern.

Indem quantitative Signale mit qualitativen Erkenntnissen aus Millionen Gesprächen verknüpft werden, erkennt die Plattform Kaufsignale frühzeitig, personalisiert Angebote in Echtzeit und identifiziert Potenziale, die klassischen Tools entgehen.

Nachweisbare Marktdynamik

Seit der Gründung hat Agaton mehrere Millionen an unterzeichnetem ARR gesichert und unterstützt Enterprise-Unternehmen wie Telenor, Telia, Lendo und Axo Finans. Die Plattform hat bislang über 4 Millionen Kundencalls analysiert, die Sales-Conversion bei Top-Performern verdoppelt, die Quality-Assurance-Zeit um bis zu 80 Prozent reduziert und ein 7x Umsatzwachstum im Jahresvergleich erreicht.

Entwickelt für die Zusammenarbeit von Mensch und KI

Agatons Plattform ist für hybride Belegschaften konzipiert, in denen Menschen und KI nahtlos zusammenarbeiten. Mit Fokus auf Enterprise-Security und Datenhoheit integriert sie sich in bestehende Tech-Stacks und ermöglicht es Unternehmen, eigene Gesprächsdaten sicher in konkrete Handlungsempfehlungen zu übersetzen.

Andreas Kullberg, CEO und Co-Founder von Agaton, betont, dass KI-gestützte Sales-Überlegenheit entscheidend für den Wettbewerbsvorteil moderner Enterprise-Teams sei. Unterstützt wird diese Vision von Investoren wie Inception Fund und Alstin Capital, die in der Seed-Runde als Lead-Investoren auftreten.

Bild: Agaton Team Bildcredits/Fotograf: Christine Knutsson

Quelle Maschmeyer Group MM Support GmbH

6,5 Millionen Euro Series A: happyhotel treibt KI im Revenue Management voran

0
KI-Agent von happyhotel für Hotels erhält 6,5 Mio Bildcredits happyhotel Founders Sebastian Kuhnhardt, Rafael Weissmüller und Marius Müller (c)happyhotel

KI-Agent übernimmt Revenue-Management-Aufgaben im Hotel, ergänzt durch menschliche Expertise

Die Series A wird die europaweite Expansion beschleunigen
Die Finanzierungsrunde wird von Reimann Investors angeführt

happyhotel, die Revenue-Management-Software für unabhängige Hotels und Hotelgruppen in Europa, hat erfolgreich eine Series-A-Finanzierungsrunde über 6,5 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom Venture-Capital-Fonds Reimann Investors. Auch bestehende Investoren wie der Start-up BW Innovation Fonds (verwaltet von der MBG Baden-Württemberg), seed + speed Ventures sowie das Family Office Wecken & Cie haben erneut investiert.

Hotels im Wandel – happyhotel bietet die Antwort

Hotels stehen heute unter zunehmendem Druck: Steigende Kosten, volatile Nachfrage, Personalmangel, und die Abhängigkeit von Online-Buchungsportalen erschweren es vielen Hotels, profitabel zu wirtschaften. happyhotel unterstützt Hoteliers mit automatisierter Preisoptimierung, kombiniert mit Expertenwissen und künstlicher Intelligenz. Bereits heute optimiert happyhotel den Vertrieb von über 50.000 Hotelzimmern in 12 Ländern und steigert damit den durchschnittlichen Hotelumsatz um rund 15%. Damit steuert happyhotel einen jährlichen Hotelumsatz von über 1 Milliarde Euro.

Der neue Standard für Hotels: Von der Revenue-Management-Software zum KI-Agenten

Mit dem frischen Kapital beschleunigt happyhotel seine Expansion in Europa und investiert in die Weiterentwicklung seines Commercial-KI-Agenten. Der KI-Agent unterstützt die Nutzer dabei, die richtigen Preis- und Vertriebsentscheidungen zu treffen, und soll sukzessive komplexere Aufgaben übernehmen. Dabei analysiert der KI-Agent in Echtzeit eine Vielzahl an Markt- und Nachfragedaten. Ein Team an internen erfahrenen Revenue Managern ergänzt den KI-Agenten bei grundlegenden strategischen Fragestellungen.

“Wir bauen unser System nicht für den Revenue Manager – wir automatisieren die Aufgaben eines Revenue Managers“, erklärt Rafael Weißmüller, CEO von happyhotel. „Unser Ziel ist es, jedem Hotel ein professionelles Revenue Management zu ermöglichen und den Verkauf von Hotelzimmern vollständig zu automatisieren, damit sie sich voll und ganz auf ihre Gäste konzentrieren können“.

Strategische Partnerschaft für europäische Expansion

„happyhotel vereint alles, was wir in dieser Phase suchen: ein erfahrenes Gründerteam, ein skalierbares Produkt mit messbarem Kundennutzen und einen großen, bislang nur teilweise erschlossenen Markt“, sagt Hans-Christian Perle von Reimann Investors. „Rafael und sein Team haben überzeugend gezeigt, dass sie die Anforderungen im Bereich Hospitality umfassend verstehen und in eine leistungsfähige Lösung übersetzen. Wir freuen uns darauf, happyhotel als aktiver Sparringspartner in der nächsten Wachstumsphase zu begleiten.“

Bildcredits happyhotel Founders Sebastian Kuhnhardt, Rafael Weissmüller und Marius Müller (c)happyhotel

Quelle Maschmeyer Group MM Support GmbH

Warum ist Menstruation noch immer ein Tabuthema?

0
Rouge Menstruation Zyklus Gründerin Tina Frey

Rouge entwickelt einen funktionalen Drink rund um Menstruation und Zyklus und setzt sich für mehr Sichtbarkeit und Enttabuisierung im Alltag ein

Wie ist Rouge entstanden und wie ist das Team heute aufgestellt?

Rouge wurde 2022 von mir und mit Unterstützung meines Partners in der Schweiz gegründet. Wir waren neugierig, ob sich meine Idee verwirklichen lässt. Mittlerweile haben wir 300’000 Rouge-Drinks verkauft, zahlreiche Projekte umgesetzt und sind seit Ende 2025 auch offiziell in Deutschland vertreten.

Ich bin als Gründerin und Geschäftsführerin zwar verantwortlich, aber im Alltag bin ich vor allem eines: Mädchen für alles. Zwei wunderbare Frauen unterstützen mich operativ, mein Partner hilft, wo immer es nötig ist und für den Markteintritt in Deutschland haben wir eine starke Partnerin im Schwarzwald gefunden.

Was war der persönliche Auslöser, sich mit Rouge so klar dem Thema Menstruation und Enttabuisierung zu widmen?

Ich habe in meinem Freundinnenkreis gemerkt, wie stark die Periode unseren Alltag beeinflusst. Gleichzeitig wird nur selten oder wenn, dann negativ darüber gesprochen. Dabei ist die Menstruation ein biologisches Wunder und hat diese Negativität und Tabuisierung sicher nicht verdient! Zumal die Hälfte der Menschheit einen Zyklus hat! Ich fragte mich also: Wie könnte man das ändern?

Ich habe Kommunikation studiert und weiss, dass Symbole mächtige Werkzeuge sind, um eine Botschaft auch emotional zu transportieren. Also sucht ich nach einem passenden Symbol und so kam ich auf Getränke. Denn heute gibt es für jede Lebenslage ein Getränk: Muskelaufbau, Energie, Konzentration, Erkältung, Fussball-WM usw. Aber für die Periode nicht. Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen.

Welche Vision verfolgt Rouge langfristig und welche konkreten Schritte sind notwendig, um diese Realität werden zu lassen?

Meine Vision ist, dass Menstruation kein Tabuthema mehr ist, sondern ein normaler Teil unserer Gesprächskultur. Dass eine Rouge-Flasche auf dem Schreibtisch keine Verwunderung auslöst, sondern vielleicht ein positives Gespräch. Und dass Frauen ihren Zyklus nicht als Schwäche, sondern als Teil ihrer Kraft sehen.

Um das zu erreichen, braucht es mehrere Ebenen: Sichtbarkeit im Alltag, nicht nur in Kampagnen. Kooperationen mit Marken und Organisationen, die ähnliche Werte vertreten. Eine starke Community, die mitträgt. Und wirtschaftliche Stabilität, denn nur ein gesundes Unternehmen kann langfristig Wirkung entfalten.

An wen richtet sich Rouge in erster Linie und welche Bedürfnisse rund um Menstruation möchtet ihr gezielt adressieren?

Rouge richtet sich in erster Linie an Frauen, die ihren Zyklus bewusster wahrnehmen möchten. Frauen, die sagen: Ich möchte in dieser Phase nicht immer leiden oder nur funktionieren, sondern gut für mich sorgen.

Wir adressieren drei zentrale Bedürfnisse: Erstens das Bedürfnis nach einem bewussten Ritual, das dich dabei unterstützt, deinen Zyklus als etwas Positives wahrzunehmen. Zweitens die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralien. Und drittens das Bedürfnis nach Normalität. Die Periode darf sichtbar sein, ohne dass man sich dafür erklären muss.

Welche Rolle spielt der Rouge Drink im Gesamtkonzept des Unternehmens und wie fügt er sich in eure Mission ein?

Der Drink ist Herzstück und Symbol zugleich. Er ist das erste coole Periodengetränk der Welt. Ein Nahrungsergänzungsmittel, das in Wasser gelöst wird und in unserer Rouge-Flasche seine charakteristische Farbe annimmt. So wird er zu einem Statement.

Wenn die Flasche auf dem Tisch steht, wird die Periode sichtbar. Und genau das ist Teil unserer Mission. Aus einem Blick wird eine Frage, aus einer Frage entsteht oft ein Gespräch. Gleichzeitig fließt ein Teil des Erlöses direkt in soziale Projekte. Der Drink verbindet also Selbstfürsorge und gesellschaftliches Engagement ganz konkret.

Was unterscheidet Rouge aus eurer Sicht von anderen Marken im Bereich Periodengesundheit und Selbstfürsorge?

Viele Marken setzen auf Diskretion. Möglichst unauffällig, möglichst funktional. Wir gehen bewusst einen anderen Weg. Rouge ist sichtbar, ästhetisch und selbstbewusst. Wir wollen nicht verstecken, sondern zeigen.

Außerdem verstehen wir uns nicht nur als Supplement Marke, sondern als Bewegung. Wir verbinden Produkt, Community und Social Impact. Diese Kombination aus Ritual, Haltung und Engagement macht Rouge für mich einzigartig.

Mit welchen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Herausforderungen ist Rouge konfrontiert und wie geht ihr damit um?

Gesellschaftlich stoßen wir immer noch auf Unsicherheiten. Manche sind begeistert, andere irritiert. Das gehört dazu, wenn man ein Tabu berührt. Für mich ist genau das ein Zeichen, dass wir etwas bewegen.

Wirtschaftlich ist es herausfordernd, ein physisches Produkt aufzubauen. Mindestbestellmengen, regulatorische Anforderungen, unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen in Deutschland und der Schweiz. Wir sind bewusst langsam gewachsen, haben viel gebootstrappt und immer wieder priorisiert. Nicht alles gleichzeitig, sondern Schritt für Schritt.

Wie wichtig ist der Social Impact für Rouge und wie wählt ihr die Projekte aus, die ihr unterstützt?

Social Impact ist kein Marketinginstrument für uns, sondern Teil unseres Selbstverständnisses. Ein Teil jedes verkauften Produkts fließt in Projekte, die Frauen in weniger privilegierten Situationen unterstützen.

Mir ist wichtig, dass wir Projekte sorgfältig auswählen und persönlich prüfen. Es geht nicht um große Worte, sondern um konkrete Wirkung. Hilfe zur Selbsthilfe, langfristige Perspektiven und Transparenz stehen für uns im Mittelpunkt.

Welche Entwicklungen oder neuen Angebote plant Rouge für die kommenden Jahre?

Wir möchten unsere Präsenz in Deutschland weiter ausbauen und noch stärker mit Partnern vor Ort arbeiten. Außerdem beschäftigen wir uns kontinuierlich mit Produktweiterentwicklungen, neuen Geschmacksrichtungen und zusätzlichen Mehrwerten rund um den Zyklus.

Gleichzeitig wollen wir unsere Community Formate ausbauen, mehr Events, mehr Austausch, mehr Kooperationen. Rouge soll wachsen, aber auf eine Art, die zu uns passt.

Wie reagiert eure Community auf den offenen Umgang mit Menstruation und die Sichtbarkeit, die ihr schafft?

Meistens sehr positiv und oft sehr emotional. Viele Frauen schreiben uns, dass sie sich durch Rouge bestärkt fühlen. Dass sie zum ersten Mal offen über ihre Periode sprechen oder die Flasche bewusst im Büro stehen lassen. Auf der anderen Seite wurden wir im Vorfeld einer Bestellung auch schon gefragt, ob die Verpackung neutral sei, weil man nicht will, dass Briefträger oder Nachbarn davon wissen.

Ich glaube, Sichtbarkeit verändert Verhalten. Wenn etwas ästhetisch und selbstverständlich präsentiert wird, verändert sich auch die Wahrnehmung. Es braucht Zeit, aber wir erleben es «live» mit in unserer Community.

Welche drei Ratschläge würdet ihr Gründerinnen und Gründern mitgeben, die ein wertegetriebenes Startup aufbauen möchten?

Erstens: Bleib offen, aber deiner inneren Überzeugung treu. Du wirst auf Widerstand stossen, gerade wenn du in der Gesellschaft etwas verändern möchtest.

Zweitens: Wähle deine Partner sehr bewusst. Insbesondere am Anfang ist es wichtig, dass alle den persönlichen «Drive» mitbringen.

Drittens: Wachse in deinem Tempo. Es ist verlockend, schnell zu skalieren. Aber nachhaltiges Wachstum schafft Stabilität und Glaubwürdigkeit.

Bildcredits Selfspring GmbH

Wir bedanken uns bei Tina Frey für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Rouge

Rouge logo

Kontakt:

Selfspring Deutschland
Bonndorfer Strasse 20
DE-79853 Lenzkirch

https://rouge-welt.de/

Ansprechpartner: Tina Frey

Social Media:
Instagram
Facebook
LinkedIn

Kann man ein alltägliches Handwerksproblem endlich dauerhaft lösen?

0
eezee macht Silikonieren mit innovativen Produkten einfacher eezee Höhle der Löwen v.l. Tom Lewis, Heiko Geffers, Sandra Geffers Credit RTL Bernd Michael Maurer

eezee entwickelt patentierte Fertigsilikonfugen und erleichtert das Silikonieren im Sanitärbereich mit innovativen Produkten für dauerhaft saubere Ergebnisse und wird am 23. Februar 2026 in der Höhle der Löwen vor den Investoren pitchen

Wie ist das Startup eezee entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Zunächst gab es nur den Anspruch, das Silikonieren im eigenen Sanitärbetrieb einfacher und weniger reklamationsanfällig zu machen. Sandra Geffers suchte bereits seit 15 Jahren nach einer Lösung, fand aber lange Zeit kein Gehör bei ihrem Mann. Als das Unternehmerpaar dann doch in die Entwicklung und Patentierung ging, stellte sich schnell heraus, dass alle Familienmitglieder zum Gelingen etwas beitragen konnten und mussten. Denn das Vorhaben wurde immer zeitintensiver und anspruchsvoller. Hinter eezee steht eine Familie mit Handwerkserfahrung: Heiko und Sandra Geffers gründeten 2023 zusammen mit ihren Söhnen Tom-Lewis und Tiago die eezee Vertriebs GmbH.

In welcher Branche ist eezee tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Das Unternehmen vertreibt Sanitärartikel, genauer beschrieben, selbst entwickelte, patentierte Fertigsilikonfugen für Sanitärporzellane. eezee Produkte schaffen einen Mehrwert durch Einsparung von Arbeitszeit, Trocknungszeit und Restmüll. Und sorgen zudem für einheitliche Optik und ein hohes Maß an Hygiene durch schimmelresistente Oberfläche und einfache Austauschbarkeit durch jedermann.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von eezee? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Es gab definitiv eine Marktlücke. Silikonfugen an WCs, Waschbecken, Bidets und Urinalen sind nach herkömmlichen Verfahren selten gleichmäßig. Oft reißt die Fuge in Benutzung schnell, vergilbt oder setzt Schimmel an. Eine einheitliche Optik ist eine Seltenheit und abhängig von der Fingerfertigkeit des Ausführenden. Und an manchen Objekten, wie z.B. den meisten Dusch-WCs ist auf herkömmliche Art überhaupt kein Silikonieren möglich, weil mit der Silikonspritze der Spalt nicht erreicht werden kann.

Was macht das Konzept oder die Technologie von eezee besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Seit eezee kann jeder Silikonieren, der Profi und Nichtprofi!

Die Produkte sind einzigartig, Form und Anwendungszweck sind geschützt. eezee Fugenringe passen sich durch Elastizität und die spezielle Formgebung ideal dem Fugenspalt an. Sie halten durch Eigenspannung ohne Klebstoffe und hinterlassen keine Rückstände beim Entfernen oder Wechseln. Für Formen, bei denen die Ringe nicht anwendbar sind, wurde das Fugenband mit porzellanseitiger Klebebeschichtung und ebenfalls patentierter Formgebung entwickelt. Auch hier entstehen bei Entfernen keine Rückstände. Das Grundmaterial der eezee Fertigsilikonfugen wird für andere Zwecke schon lange in der Lebensmittelindustrie verwendet, ist schimmelresistent und vergilbungsfrei. Durch Wegfall von Trocknungszeiten und Ausdünstungen haben eezee Produkte in Bereichen mit vorgeschriebenem Wechselturnus und bisher ärgerlichen Raumsperrzeiten einen doppelten Mehrwert.

Welche Vision verfolgt eezee? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Eine Weiterentwicklung von eezee für Anwendung über Sanitärporzellane und Waschtischkonsolen hinaus ist bereits in Arbeit. Wir gehen davon aus, dass eezee Produkte sich in absehbarer Zeit in Ausschreibungen für Haustechnik etablieren werden. Denn gerade im öffentlichen und medizinischen Bereich, sowie in großen Wohnanlagen bieten die Produkte einen hohen Mehrwert im Vergleich zum herkömmlichen Silikonieren. Darüber hinaus möchten wir eezee Produkte im 2026/2027 auch über Deutschland und Österreich hinaus etablieren.

Warum fiel die Entscheidung, sich mit eezee bei der Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Als wir auf den ersten beiden Messen im Jahr 2024 von fast jedem Besucher am Stand hörten: „Das ist ja wahnsinnig! Warum habe ich so einen Problemlöser nicht erfunden?“ war uns klar, dass unsere Produkte das Potential haben, zum Standard zu werden. Wir selbst hatten aber jahrzehntelange Erfahrung im Handwerk und nicht im Vertrieb. Für uns stellten sich zwei Fragen: Wie machen wir unsere Produkte möglichst schnell einem größeren Kreis bekannt. Und wie gewinnen wir einen Partner oder Investor mit Vertriebserfahrung, Kompetenz im Markenaufbau und entsprechenden Kontakten, damit wir Wachstum auch „wuppen“ können. Da wir „Die Höhle der Löwen“ als Unternehmer in den vergangenen Jahren auch oft mit großem Interesse verfolgt hatten, lag der Schritt auf der Hand.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an der Show angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Perfekt wäre, wenn eezee durch die Show an Bekanntheit gewinnt und wir einen Investor gewinnen, der zu unserer Familie und zu unseren langfristigen Plänen passt.

Welche nächsten Schritte sind nach der Show geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Im Grunde planen wir unseren Businessplan aus 2023 weiter zu verfolgen und den Absatz bis 2028 zu vervielfachen. Dafür werden wir im Produktionsprozess weiter automatisieren und investieren. Auch zu Weiterentwicklung werden wir sicher in absehbarer Zeit berichten.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Das Brennen für ein Vorhaben führt dazu, dass man jahrelang überall und mit jedem über sein Thema spricht. Dabei entstehen sehr viele Hinweise. Kritik und Zuspruch von Fremden sollte man jeweils ernst und nicht ruhen, bis man jede Kritik verstanden und bearbeitet hat und jedem Zuspruch Glauben schenken kann.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Etwas Neues zu beginnen braucht Durchhaltevermögen. Man sollte sich nicht schnell entmutigen lassen. Wenn auch Fremde Dein Produkt oder Deine Dienstleistung verstehen und sich dafür begeistern, bist Du auf dem richtigen Weg.

Sehen Sie eezee am 23. Februar 2023 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild: eezee v.l. Tom Lewis, Heiko Geffers, Sandra Geffers Credit RTL Bernd Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Sandra und Heiko Geffers für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wann beginnt Marge wirklich zu kippen?

0
MARGINOS macht Margenrisiko im Bestand sichtbar Patrick und Boris

MARGINOS hilft Autohäusern, Margenrisiko im Bestand frühzeitig zu erkennen und tägliche Priorisierungen datenbasiert zu steuern

Wie ist MARGINOS entstanden und wer sind die Menschen, die hinter dem Unternehmen stehen?

Hinter MARGINOS stehen Patrick Maghazehi und Boris Panic.

Der Ursprung war kein Businessplan, sondern der tägliche Blick in Autohäuser. Schnell wurde klar, dass es kein System gibt, das hilft, den Fahrzeugbestand konsequent zu priorisieren und Margenrisiken früh zu erkennen.

Auf dieser Basis wurde MARGINOS aufgebaut und anschließend gemeinsam mit über 25 Autohäusern weiterentwickelt, validiert und perfektioniert. Die Lösung ist direkt aus realen Problemen entstanden und genau dafür gemacht.

Was war der Auslöser für die Idee, Autohäusern bei der täglichen Priorisierung ihres Bestands zu helfen?

Der Auslöser war eine einfache Erkenntnis: Autohäuser verlieren Marge nicht, weil sie schlecht arbeiten, sondern weil sie zu spät reagieren. Im Alltag fehlt ein klarer Moment, der sagt, welche Fahrzeuge heute wirklich Aufmerksamkeit brauchen. Genau diese fehlende Priorisierung im Tagesgeschäft war der Startpunkt für MARGINOS.

MARGINOS spricht von Margenrisiko im Fahrzeugbestand. Wie definieren Sie dieses Risiko und warum wird es unterschätzt?

Margenrisiko entsteht lange vor dem Verkauf. Es entsteht durch Standzeit, falsche Preisentscheidungen und fehlende Reaktion. Dieses Risiko wird unterschätzt, weil es nicht plötzlich auftaucht, sondern schleichend wächst. MARGINOS macht sichtbar, wo dieser Punkt erreicht ist, bevor tatsächlich Geld verloren geht.

Welche konkreten Datenquellen verbindet MARGINOS, und wie entstehen daraus Handlungsempfehlungen?

MARGINOS nutzt bestehende Bestandsdaten, Marktinformationen und Vermarktungsdaten.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht in den Daten selbst, sondern in der Übersetzung. Es geht nicht darum, Zahlen zu analysieren, sondern zu verstehen, was sie konkret für ein einzelnes Fahrzeug bedeuten. Daraus entstehen klare Hinweise, ob gehandelt werden sollte oder nicht.

Mit über 25 Autohäusern wurde MARGINOS entwickelt und validiert. Wie sah diese Zusammenarbeit aus?

Die Zusammenarbeit war eng, ehrlich und sehr praxisnah. Wir haben Prototypen gezeigt, Feedback bekommen und vieles wieder verworfen. Über alle Autohäuser hinweg sind immer dieselben Probleme aufgetreten. Genau diese wiederkehrenden Muster haben MARGINOS geformt. Nicht als Theorie, sondern als Antwort auf reale Entscheidungen im Alltag.

An wen richtet sich MARGINOS konkret innerhalb eines Autohauses?

An alle, die Verantwortung für Bestand und Marge tragen. Geschäftsführung, Verkaufsleitung und Disposition. MARGINOS ersetzt keine Rollen, sondern sorgt dafür, dass alle auf Basis derselben Prioritäten entscheiden können.

Was unterscheidet MARGINOS von klassischen Reporting- oder Controlling-Tools?

Klassische Tools erklären, was bereits passiert ist. MARGINOS hilft dabei zu erkennen, was jetzt wichtig ist. Ein Blick genügt, um zu wissen, wo Handlungsbedarf besteht und wo bewusst nichts getan werden sollte. Diese Art der täglichen Priorisierung gab es im Autohandel so bisher nicht.

Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen für MARGINOS im Markt?

Die größte Herausforderung liegt im Umdenken. Weg von monatlicher Analyse, hin zu täglicher Entscheidung. Technisch ist vieles möglich. Entscheidend ist, dass Autohäuser lernen, ihre Aufmerksamkeit gezielt einzusetzen. Wer das einmal erlebt, will nicht mehr zurück.

Wie stellen Sie sicher, dass Empfehlungen nicht nur gelesen, sondern umgesetzt werden?

Indem MARGINOS keine Entscheidungen abnimmt. Das System zeigt Konsequenzen auf, die Verantwortung bleibt beim Menschen. Genau das sorgt dafür, dass Entscheidungen ernst genommen und umgesetzt werden.

Welche Vision verfolgen Sie mit MARGINOS für die kommenden Jahre?

MARGINOS soll der tägliche Startpunkt im Autohaus werden. Ein ruhiges System, das Orientierung gibt, bevor Probleme entstehen. Langfristig geht es darum, bessere Entscheidungen im gesamten Betrieb zu ermöglichen, nicht nur im Bestand.

Wie verändert sich aus Ihrer Sicht der Umgang mit Margen und Bestandsentscheidungen im Automobilhandel?

Marge wird künftig nicht mehr im Nachhinein erklärt, sondern im Voraus gesteuert.
Wer früh erkennt, wo etwas kippt, gewinnt Zeit. Und Zeit ist heute der wichtigste Faktor im Handel.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben?

Geht tief in den Alltag eurer Zielgruppe. Baut nichts, was ihr selbst nicht täglich nutzen würdet. Und unterschätzt niemals, wie groß ungelöste Alltagsprobleme wirklich sind.

Bildcredits: @privat

Wir bedanken uns bei Patrick Maghazehi für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: MARGINOS

MARGINOS LOGO

Kontakt:

MARGINOS
Erich-Kästner-Str. 12
80796 München

https://marginos.de
hello@marginos.de

Ansprechpartner: Patrick Maghazehi

Social Media:
LinkedIn
Instagram

Staffelauftakt mit mutigen Gründern

0
23. Februar 2026: KI Startup und Gründer Battle sorgen bei Die Höhle der Löwen für Spannung, Emotionen und kontroverse Diskussionen. Die "Löwen" Janna Ensthaler und Ralf Dümmel nehmen die Kondomschutzhülle von "Concard" genau unter die Lupe. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer
Die "Löwen" Janna Ensthaler und Ralf Dümmel nehmen die Kondomschutzhülle von "Concard" genau unter die Lupe. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Am 23. Februar 2026 startet Die Höhle der Löwen mit KI Startup, Gründer Battle und Familienunternehmen in die neue Staffel bei VOX.

Wenn sich die Türen der Höhle erneut öffnen, zeigt sich direkt zum Auftakt, wie vielfältig und ambitioniert die deutsche Gründerszene 2026 ist. Die erste Folge, die bereits ab dem 16. Februar auf RTL+ verfügbar ist, verbindet technologische Innovation, emotionale Familiengeschichten und ein temporeiches Wettbewerbsformat zu einem spannenden Staffelstart.

23. Februar 2026: Ein Auftakt mit Innovationskraft

Der 23. Februar 2026 markiert den Beginn einer neuen Staffel und setzt thematisch ein klares Zeichen. Von künstlicher Intelligenz über nachhaltige Ernährung bis hin zu handwerklicher Problemlösung reicht die Bandbreite der präsentierten Geschäftsideen.

Auffällig ist die Professionalität vieler Gründerinnen und Gründer. Sie betreten die Höhle nicht mehr nur mit einer Vision, sondern mit marktreifen Produkten, validierten Geschäftsmodellen und klarer Positionierung. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Investoren ist intensiver denn je.

KI Startup admark.ai sorgt für Diskussionen

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt ein außergewöhnlich junger Gründer. Christopher Luis Zoellner, 18 Jahre alt, präsentiert mit admark.ai eine KI gestützte Plattform für datenbasiertes Social Media Marketing Made in Germany.

Entwickelt wurde das Tool nach eigenen Angaben im Kinderzimmer. Die Idee entstand aus persönlicher Erfahrung: Als Teenager baute Zoellner mehrere erfolgreiche Instagram Accounts mit bis zu 200.000 Followern auf. Aus dieser Praxis entwickelte er ein skalierbares Analyse Tool für Unternehmen.

admark.ai bewertet Inhalte auf Instagram, Facebook und LinkedIn, vergibt Erfolgsscores und liefert Optimierungsvorschläge für Texte, Emojis sowie Bild und Videoinhalte. Ziel ist es, Social Media Marketing messbar erfolgreicher zu machen. In der Höhle sorgt der KI Ansatz für intensive Diskussionen. Während einige Investoren die technologische Tiefe und Marktpositionierung kritisch hinterfragen, zeigen sie sich zugleich beeindruckt von der unternehmerischen Reife des jungen Gründers.

Gründer Battle bringt Tempo in die Höhle der Löwen

Ein zentrales Element der Auftaktfolge ist das Gründer Battle. Zwei Startups treten direkt gegeneinander an und haben jeweils nur 60 Sekunden Zeit, um das Interesse der Investoren zu wecken. Nur wer überzeugt, darf seinen Pitch fortsetzen.

Im direkten Duell stehen sich Bierbommel und LUBELL gegenüber. Bierbommel präsentiert eine Lösung für sicheren Bechertransport im Stadion und adressiert damit ein alltagsnahes Problem mit großer Zielgruppe. LUBELL hingegen setzt auf ein duftspendendes Armband, das Lifestyle und Funktionalität verbindet.

Das Gründer Battle verdeutlicht, wie entscheidend Klarheit, Storytelling und Bühnenpräsenz sind. In nur einer Minute muss eine Geschäftsidee verständlich, relevant und investierbar erscheinen. Das Format erhöht den Druck und bringt zusätzliche Dynamik in die Verhandlungen.

Familienunternehmen eezee setzt alles auf eine Idee

Für einen der emotionalsten Momente sorgt das Familienunternehmen eezee aus der Nähe von Freiburg. Sandra und Heiko Geffers treten gemeinsam mit ihrem Sohn Tom Lewis an. Über zwei Jahrzehnte führten die Eltern einen erfolgreichen Heizungs und Sanitärbetrieb mit rund 50 Mitarbeitenden.

Die Idee zu eezee entstand direkt aus dem Arbeitsalltag. Ungleichmäßige oder rissige Silikonfugen führten regelmäßig zu unzufriedenen Kunden. Die Familie entwickelte eine flexible Fertigfuge, die sowohl Profis als auch Heimwerkern saubere Ergebnisse ermöglicht.

Um sich vollständig auf das neue Produkt zu konzentrieren, verkaufte die Familie ihren Handwerksbetrieb. eezee ist bereits am Markt etabliert und verzeichnet starke Verkaufszahlen. In der Höhle wird schnell deutlich, dass es sich nicht um ein Nischenprodukt handelt, sondern um einen universellen Problemlöser mit breitem Marktpotenzial. Die Verhandlungen entwickeln sich emotional und intensiv.

Nachhaltige Ernährung mit Andenkraft

Mit Andenkraft bringt Justinian Gomez Moreno eine natürliche Zuckeralternative auf Basis der Yaconwurzel aus den peruanischen Anden in die Höhle. Die Wurzel ist für ihre präbiotischen Eigenschaften bekannt und wird seit Jahrhunderten traditionell genutzt.

Gemeinsam mit Kleinbauern in Peru verarbeitet das Unternehmen die Yaconwurzel zu Sirup und Haselnusscreme, ohne Industriezucker und palmölfrei. Der Pitch erhält eine besondere emotionale Note, da die Familie des Gründers sichtbar hinter dem Projekt steht.

Die Investoren würdigen Geschmack und gesundheitlichen Ansatz, stellen jedoch kritische Fragen zur Marktaufklärung und Positionierung. Andenkraft steht exemplarisch für den wachsenden Trend zu funktionalen Lebensmitteln mit nachhaltigem Anspruch.

Kontroverse Reaktionen auf CONCARD

Für hitzige Diskussionen sorgt schließlich CONCARD, eine flache Kondomschutzhülle für das Portemonnaie. Gründer Patrick Beyer will damit sicherstellen, dass Kondome im Alltag tatsächlich geschützt bleiben und Safer Sex nicht an falscher Aufbewahrung scheitert.

Der provokante Pitch polarisiert. Während einige Investoren das Produkt kritisch beurteilen, erkennen andere das Potenzial hinter einem alltäglichen, aber sensiblen Thema. Auch hier zeigt sich, wie unterschiedlich Geschäftsmodelle bewertet werden können.

Der Staffelauftakt zeigt deutlich: Zwischen KI Startup, Gründer Battle und Familienunternehmen präsentiert sich die neue Runde von Die Höhle der Löwen vielfältig, emotional und innovationsgetrieben.

Bild Die „Löwen“ Janna Ensthaler und Ralf Dümmel nehmen die Kondomschutzhülle von „Concard“ genau unter die Lupe. Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wie sicher ist Rodeln wirklich – und warum unterschätzen so viele das Bremsen?

0
Rodelsport Björn mit Iron Brakes beim Rodeln

Rodelsport Björn e.U. entwickelt mit den Iron Brakes eine innovative Lösung für mehr Sicherheit beim Rodeln und wird am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Können Sie Rodelsport kurz vorstellen und erklären, welches Problem Sie im Bereich Rodeln und Sicherheit im Wintersport lösen möchten?

Der Rodelsport hat in Österreich eine lange Tradition und ist eigentlich ein niederschwelliger Sport „draufsetzen und los geht’s“. Er bekommt auch immer mehr Beliebtheit speziell bei Familien, doch leider wissen viele nicht wie man richtig lenkt und vor allem bremst. Damit alle beim Rodeln Spaß haben und sicher ins Ziel kommen, habe ich die patentierten Iron Brakes entwickelt. Iron Brakes sind Bremshilfen zum Rodeln, die man sich einfach um den Schuh schnallt und mit den Spikes kann man sofort sicher bremsen. Denn wer „sicher“ bremst gewinnt und kommt sicher ins Ziel!

Welche Vision steht hinter Rodelsport und welches langfristige Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Startup?

Die Vision ist, den Rodelsport sicherer zu machen und allen die Möglichkeit zu geben diesen coolen und rasanten Wintersport sicher ausüben zu können.

An wen richtet sich Ihr Produkt konkret und warum spielt das Thema Sicherheit beim Rodeln für diese Zielgruppe eine so zentrale Rolle?

An alle die sicheren Rodelspaß wollen. Speziell auch an Rodelverleiher, die wollen, dass ihre Kunden immer wieder sicher ins Ziel kommen.

Mit den Iron Brakes haben Sie ein eigenes Sicherheitsprodukt entwickelt. Wie funktionieren die Iron Brakes konkret und welches Sicherheitsproblem lösen sie beim Rodeln?

Iron Brakes sind Bremshilfen, die man sich einfach um den Schuh schnallt. Mit den integrierten Spikes kann man speziell auf Hartschnee und Eis sicher bremsen. Die Iron Brakes passen auf fast alle Schuhe in den Größen 30 bis 47 und sind daher geeignet für Jung und Alt.

Welche Erfahrungen oder Rückmeldungen aus der Praxis haben Sie bisher zu den Iron Brakes erhalten, etwa von Freizeitrodlern, Familien oder Profis?

Diejenigen die es probiert haben, waren sofort überzeugt, dass man sicher bremst! Die schönste Rückmeldung war bisher „jetzt habe ich endlich das gefunden, was ich schon jahrelang gesucht habe“.

Rodelsport Björn mit Iron Brakes beim Rodeln @rodelsport.at

Was unterscheidet die Iron Brakes von bestehenden Brems oder Sicherheitslösungen im Rodelsport?

Meist wird kommuniziert, dass festes Schuhwerk wichtig ist zum Rodeln. Das stimmt, aber oft braucht es mehr als dass, nämlich Spikes, mit denen man auch auf eisigem Untergrund rechtzeitig bremsen kann.

Was hat Sie dazu bewogen, Rodelsport am 17. Februar in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu präsentieren?

Die Überzeugung, dass der Rodelsport generell mehr ins Rampenlicht gehört und dass Rodeln mit „Sicherheit“ noch mehr Spaß macht!

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Sendung und welche Ziele verbinden Sie mit Ihrem Auftritt vor den Investoren?

Ich bin überzeugt, dass mein Produkt „Iron Brakes“ nicht nur für Rodler, sondern auch für Investoren eine sichere Investition sind.

Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf den Pitch?

Dass ich auf die Fragestellungen möglichst gut vorbereitet bin.

Welche Reaktionen oder Fragen der Investoren erwarten Sie insbesondere in Bezug auf die Iron Brakes und deren Marktpotenzial?

Für die Investoren sind Zahlen natürlich sehr wichtig. Ich kann ihnen sagen, dass jährlich in Österreich leider ca. 2200 Rodelunfälle im Spital landen und 2 sogar tödlich enden. Der Markt rund um den Rodelsport hat noch sehr viel Potential, denn es werden allein in Österreich jährlich ca. 2,5 Mio Rodeln verliehen.

Welche Bedeutung hätte ein Investment für die Weiterentwicklung der Iron Brakes, etwa in Bezug auf Weiterentwicklung, Produktion oder neue Einsatzbereiche?

Natürlich eine sehr große Bedeutung. Wir können die Produktion besser automatisieren und weitere Adaptierungen sind schon in Planung.

Was sind die nächsten Schritte für Rodelsport nach der Ausstrahlung der Sendung und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Monaten erreichen?

Die Bekanntheit der Iron Brakes wird sicher steigen und hoffentlich auch das Bewusstsein, dass sicher Rodeln noch viel mehr Spaß macht. Das Ziel ist es, dass zukünftig jede(r) ganz selbstverständlich mit Helm und Iron Brakes rodeln geht.

Welche Tipps würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die darüber nachdenken, ihr Startup in einer TV Startup Sendung zu präsentieren?

Wer den Mut hat ein Startup zu gründen, braucht unbedingt auch den Mut sein Produkt oder Innovation zu präsentieren. Puls4 bietet mit 2 Minuten 2 Millionen eine große Bühne für die Unternehmen, die für ihre Innovation brennen und davon 100% überzeugt sind. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Bühne zur Verfügung gestellt wurde und kann nur jedem empfehlen glaubt an euch und eure Ziele! Denn es ist alles schaffbar, weil wie eine bekannte österreichische Sängerin Die Mayerin singt „Du host ollas in dir“.

Sehen Sie Rodelsport am 17. Februar 2026 in 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits: Rodelsport

Wir bedanken uns bei Björn Kierspel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Rodelsport Björn e.U.

rodelsport Björn logo grün weiss

Kontakt:

Rodelsport Björn e.U.
Oberweg 123
6145 Navis

www.rodelsport.at
info@rodelsport.at

Ansprechpartner: Björn Kierspel

Social Media:
Instagram
LinkedIn

Warum scheitern so viele Unternehmen an der Finanzierung?

0
finmid integriert Finanzierung in B2B Plattformen finmid max schertel

finmid ermöglicht B2B Plattformen integrierte Finanzierungslösungen und verbindet Plattformen mit datenbasierter Finanzierung für KMUs in ganz Europa.

Wie würden Sie finmid heute beschreiben und wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen?

finmid hat sich zum Haupt-Ansprechpartner für globale B2B-Plattformen entwickelt, die mehr bieten wollen. Mit unserer leicht integrierbaren Infrastruktur ermöglichen wir es diesen Plattformen, ohne dass sie im Bankengeschäft tätig sind, maßgeschneiderte Finanzierungsprodukte für ihre Kunden in 30 europäischen Märkten anzubieten. So haben wir schon das Vertrauen der führenden Plattformen Europas in den Bereichen Gastronomie, Zahlungsdienstleistung, E-Commerce und Mobilität, wie etwa Wolt oder FREENOW, gewonnen.

Alexander Talkanitsa, Co-Founder von finmid, und ich haben uns bei N26 kennengelernt, wo wir fünf Jahre lang eng im Bereich Business Operations zusammengearbeitet haben. Dann haben wir eine Chance gesehen, die Marktlücke in der Unternehmensfinanzierung zu schließen – indem wir Plattformen, die schon über die Daten und Beziehungen verfügen, mit dem nötigen Kapital verbinden, das Unternehmen brauchen. Heute haben wir ein Team von rund 45 Mitarbeitern aus 23 Nationen.

Welche Idee oder welches spezifische Marktproblem war der Ausgangspunkt für die Gründung von finmid?

Unsere Kernthese ist: Jedes Unternehmen braucht Geld. Hier besteht eine fundamentale Diskrepanz zwischen was der Markt braucht, und was er bedient: Millionen von KMUs benötigen Kapital, um zu wachsen, aber traditionelle Banken können ihnen dies nicht effizient verschaffen. Diese Finanzierungslücke wird auf 400 Milliarden Euro geschätzt.

Banken fehlen drei Dinge:
Vertrieb, um diese Unternehmen in großem Umfang zu erreichen,
Zugang zu Echtzeitdaten, und
Bestehende Vertrauensbeziehungen.

Plattformen hingegen verfügen bereits über alles drei: Sie haben Zugang zu Tausenden von Unternehmen, sitzen auf massig Transaktionsdaten und haben bereits Vertrauen im Rahmen ihrer bestehenden Geschäftsbeziehungen aufgebaut. Aufgrund der regulatorischen und operativen Komplexität wollen Plattformen jedoch nicht selbst zu Banken werden.

finmid wurde gegründet, um genau diese Lücke zu füllen: Wir stellen die Infrastrukturlösung, die es Plattformen ermöglicht, integriert Finanzierung anzubieten, während wir uns um die „unangenehmen“ Teile wie regulatorische Anforderungen, Underwriting und operative Abläufe kümmern.

Welche Vision verfolgt finmid im Bereich der KMU-Finanzierung und wie wollen Sie diese Schritt für Schritt umsetzen?

Wir wollen in den nächsten Jahren der Unternehmensfinanzierung und der europäischen Wirtschaft einen Aufschwung verleihen.

Unsere Mission ist es, der führende Embedded-Lending-Anbieter für B2B-Plattformen zu sein und 32 Millionen europäischen Unternehmen Zugang zu Wachstumskapital direkt über die Plattformen zu gewähren, die sie ohnehin täglich nutzen. Wir skalieren Schritt für Schritt und erweitern unser Modell über drei Dimensionen – auf weitere geografische Gebiete, Branchen und Finanzierungsformen.

Schon heute sind wir in 30 europäischen Märkten aktiv und arbeiten mit Plattformen aus Bereichen wie Payments, Hospitality und Commerce sowie mit Marktplätzen und SaaS-Plattformen zusammen. Zudem decken wir unterschiedliche Finanzierungsformen ab, etwa umsatzbasierte oder asset-basierte Modelle.

An wen richtet sich Ihr Angebot konkret und welche Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe stehen im Mittelpunkt?

Unsere Partner sind B2B-Plattformen Handelsmarktplätze, Zahlungsdienstleister, vertikale SaaS-Unternehmen, Mobilitätsdienstleister und andere. Ihre Prioritäten sind Wachstum, Kundenbindung und Kapitalvermittlung ohne weitere Umstände.

Am Ende der Wertschöpfungskette stehen die Unternehmen auf den Plattformen, die Kapital für kurzfristigen Cashflow und langfristiges Wachstum benötigen. Sie wollen Schnelligkeit und Komfort durch vorab-genehmigte Finanzierung, verfügbar über ihre bereits vertrauten Plattform-Anbieter.

Wie unterscheidet sich Ihr plattformbasierter Finanzierungsansatz von herkömmlichen Kreditlösungen?

Bei herkömmlichen Krediten müssen Unternehmen Finanzierungen suchen und unzählige Anträge ausfüllen, nur um wochenlang auf eine Genehmigung zu warten, die am Ende an Bonität oder Sicherheitsleistungen scheitert. Der Prozess ist bürokratisch, langsam und am Ende werden viele rentable Unternehmen abgelehnt.

Wir drehen dieses Modell um, indem wir direkt in die Plattformen integrieren, auf denen Unternehmen bereits tätig sind. Auf Grundlage der breiten auf der Plattform schon vorhandenen Datenmasse können wir kontinuierlich verfügbare Finanzierungsangebote für das individuelle Unternehmen konfigurieren, mit Geld das sofort bereitgestellt wird, wenn das Unternehmen Kapital benötigt. Und das alles ganz ohne langwierige Anträge oder Wartezeiten.

Dies hat drei Vorteile:
Distribution zu Grenzkosten von nahezu null.
Risk Assessment auf der Grundlage von Echtzeitdaten an Stelle von rein historischen Finanzdaten.
Weg von Unternehmen, die Kapital suchen müssen, hin zu sofortiger Verfügbarkeit von Kapital bei Bedarf.

Welche Rolle spielen Echtzeitdaten bei Ihren Finanzierungsentscheidungen und welchen Mehrwert schaffen sie für Unternehmen?

Echtzeitdaten sind für unser Modell von grundlegender Bedeutung. Wir betrachten das tägliche Transaktionsvolumen, den Bruttowarenwert, Kundenbewertungen und andere Kennzahlen.

Dies schafft Mehrwert in zweierlei Hinsicht:
Erstens ermöglicht es uns, Unternehmen zu finanzieren, die von traditionellen Banken abgelehnt würden. Wir können erkennen, dass ein Unternehmen gesund ist und wächst, auch wenn es nicht über umfangreiche Finanzdaten verfügt.

Zweitens ermöglichen sie eine präzisere Risikobewertung und schnellere Entscheidungen. Ein Unternehmen kann innerhalb weniger Minuten auf der Grundlage von Daten, die bereits über die Plattform vorliegen, für Finanzierung genehmigt werden. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie effizienter an Geld kommen, aber noch wichtiger ist, dass Kapitalzugang für zahlreiche Unternehmen geschaffen wird, für die dies über traditionelle Wege niemals möglich gewesen wäre.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie derzeit in dem stark regulierten Finanzumfeld?

Bereits innereuropäisch zu expandieren ist komplex. Die Rechtsordnungen weisen oft unterschiedliche regulatorische Nuancen auf. Aber genau das ist mittlerweile zu einem unserer wichtigsten Wertversprechen geworden: Wir haben die Infrastruktur aufgebaut, um diese Komplexität zu bewältigen, sodass die Plattformen dies nicht tun müssen.

Wir haben die notwendige regulatorische Struktur aufgebaut, um in unseren Zielmärkten europaweit agieren zu können, ohne von fragilen Drittanbieter-Strukturen oder externen Faktoren abhängig zu sein. Die Einhaltung der auch kontinuierlich Veränderungen unterliegenden Vorschriften in allen Märkten und die Verwaltung grenzüberschreitender Aktivitäten erfordern jedoch ständige Investitionen von Zeit und Geld.

Genau diese regulatorische Komplexität hindert Plattformen daran, dies selbst aufzubauen, und ist der Grund, warum sie stattdessen lieber mit uns zusammenarbeiten.

Was macht Finmid aus Ihrer Sicht für Plattformpartner besonders attraktiv?

Zwei Dinge: das vereinfachte Anbieten von Finanzierungslösungen und wirtschaftliche Anreize.

Wir nehmen Ihnen die gesamte regulatorische und operative Komplexität ab, die mit dem Betrieb eines Kapital-produkts einhergeht. Plattformen können in diesen Bereich mittels einer einzigen Integration vordringen, ohne selbst zu Banken zu werden.

Der Business Case ist ebenso überzeugend. Unsere Partner verzeichnen einen GMV-Anstieg um 20 %, erhöhte Kundenbindung durch um 70 % verringerte Abwanderung und 85 % erneute Inanspruchnahme von Finanzierung. Dies stärkt ihr Kerngeschäft und schafft zudem eine zusätzliche Einnahmequelle.

Wie entwickeln sich Nachfrage und Akzeptanz für Embedded Finance bei kleinen und mittleren Unternehmen?

Die Akzeptanz steigt rapide. KMUs erwarten zunehmend, dass Finanzdienstleistungen in Plattformen integriert sind, die sie bereits täglich nutzen. Diese Entwicklung spiegelt wider, was im Bereich Verbraucherfinanzierung mit Produkten wie „Buy Now, Pay Later” geschehen ist. Im B2B-Bereich ist dieser Trend jedoch noch stärker ausgeprägt, da die Datengrundlage umfangreicher ist Besonders starke Nachfrage sehen wir in Branchen mit hoher Cashflow-Volatilität: Lebensmittellieferung, Transport. 85 % unserer Händler nehmen nach dem ersten Mal weitere Finanzierungen in Anspruch. Dies zeigt deutlich, dass Unternehmen, sobald sie einmal vorab genehmigte, in bestehende Arbeitsabläufe integrierte Finanzierung erlebt haben, dies gegenüber traditionellen Wegen deutlich bevorzugen.

Die Chance ist enorm: Zum einen bedienen wir einen Bereich, der zuvor nicht bedient wurde, zum anderen erfüllen wir den Bedarf nach effizienterer Zurverfügungstellung von Kapital.

Was sind die nächsten Entwicklungsschritte oder strategischen Prioritäten für finmid?

Unser aktueller Fokus liegt auf dem Aufbau der Kerninfrastruktur und dem Ausbau von Partnerschaften. Wir erweitern unsere geografische Abdeckung, vertiefen unsere Kompetenzen in verschiedenen Finanzierungsprodukten, von Merchant Cash Advances bis hin zu befristeten Darlehen, und zeigen, dass unser Modell plattformübergreifend funktioniert.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben?

Erstens: Ein echtes Problem identifizieren und dies lösen. Wir haben finmid gegründet, weil Millionen von Unternehmen keinen Zugang zu dem Kapital haben, das sie für ihr Wachstum benötigen. Wenn man kein dringendes und wichtiges Problem löst, wird der Weg deutlich herausfordernder.

Zweitens: Etwas aufbauen, das komplex ist. Expansion in 30 Märkte ist nicht glamourös, schafft aber Markteintrittsbarrieren. Keine Scheu vor operativen Herausforderungen, wenn dies zu dauerhafter Wertschöpfung führt.

Drittens: Nicht aufgeben. Ein Infrastruktur-Layer für Finanzierungsvermittlung zu entwickeln ist kein Wachstums-Hack. Diese Arbeit hängt von vielen externen Faktoren, wie Regulierung und Beziehungen zu Kapitalgebern sowie Vertrauenswürdigkeit der Plattformen ab. Als Gründer muss man seine Überzeugung bewahren, auch wenn der Fortschritt schleppend scheint. Unternehmen, deren Gründung sich lohnt, starten selten vom ersten Tag an durch.

Bild Bildcredits/Fotograf: Maurizio Sorvillo

Wir bedanken uns bei Max Schertel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neueste Beiträge