Dienstag, Februar 10, 2026
Start Blog Seite 15

Wie kann eine einfache Idee unsere Mülltrennung völlig neu denken?

0
Multibin Mülltrennung für eine digitale Kreislaufwirtschaft Marcus Trojan Multibin

Multibin entwickelt ein digitales Mehrkammer Müllbeutelsystem, das Haushalten, Unternehmen und dem Gesundheitswesen eine neue, datenbasierte Form der Mülltrennung ermöglicht.

Wie entstand bei Ihnen auf dem Segelboot die Idee zu Multibin und was war der Moment, in dem Ihnen klar wurde, dass daraus eine echte Innovation werden könnte?

Die Idee zu Multibin entstand an einem Ort, an dem man besonders bewusst lebt: einem Segelboot. In einer Marina musste ich meinen Müllbeutel aufreißen und nachträglich sortieren. Am Ende hing ich mehrere Beutel auf dem Boot auf – das war unästhetisch, platzraubend und ineffizient. Da fragte ich mich: Warum gibt es nicht einfach einen Müllbeutel mit mehreren Fächern? Ursprünglich ging es mir um Ästhetik und Platz.

Doch schnell wurde mir klar: Dieses Problem betrifft jeden Haushalt, besonders Ein- bis Zweipersonenhaushalte, die nicht ausreichend Platz für mehrere Behälter haben. Ich wollte einen solchen Beutel kaufen – es gab ihn nicht. Also ließ ich recherchieren, begann zu patentieren und verstand, dass hier mehr steckt als ein Produkt: Wir können die kleinste Einheit der Abfallwirtschaft digitalisieren.

Als ich dann über ein Belohnungssystem nachdachte, entstand die Idee oder Informationsträger in den Beutel zu integrieren. Damit wird Müll erstmals pro Beutel messbar und trackbar. Ab hier wurde Multibin zur digitalen Plattform – von Customizing (Farben, Kammergrößen) bis hin zu Mental-Load-Entlastung, Payment, Pfandsystemen und Loyalität.

Der Durchbruch war die Idee des UV-Klebers: Ein Beutel, der in einem Stück abgegeben und erst in der Sortieranlage automatisiert getrennt wird. Dadurch können selbst Länder ohne Infrastruktur hochwertige Sortierergebnisse erzielen. Spätestens an diesem Punkt war klar: Multibin ist nicht nur ein Beutel – Multibin gehört zur zukünftigen Infrastruktur einer digitalen Kreislaufwirtschaft.

Welche langfristige Vision verfolgen Sie persönlich mit Multibin und wie soll diese Vision die Kreislaufwirtschaft in Europa verändern?

Unsere Vision ist, die analoge Tonne langfristig zu ersetzen oder zu ergänzen – durch ein System, das ab Beutel denkt, nicht ab Tonne. Europa braucht ein standardisiertes, digitales System, um seine Recycling- und CO₂-Ziele zu erreichen. Wir wollen, dass jeder Beutel ein Datenpunkt, ein Wertstoffcontainer und ein Abrechnungselement wird.

Multibin soll zum europäischen Standard für Pay-Per-Bag, Wertstoffpfand und digitale Abfalltransparenz werden. Wir verbinden Haushalte, Kommunen, Entsorger und die Industrie in einem gemeinsamen System – erstmals rückverfolgbar bis auf Materialebene.

Für welche Zielgruppen wurde Multibin ursprünglich gedacht und wie unterscheiden sich die Bedürfnisse von Haushalten, Unternehmen und Einrichtungen im Gesundheitswesen?

Multibin war ursprünglich für Haushalte gedacht, aber wir bedienen mehrere Welten:

•⁠Privathaushalte: Platz sparen, intuitiver trennen, Belohnungen erhalten.
•⁠Unternehmen: Effizienz, Compliance, CO₂-Reporting, einfache Schulung.
•⁠Medizin & Kliniken: Hygienisch, klar getrennte Stoffströme, voller Audit-Trail.

Jede Zielgruppe trennt aus anderen Gründen – aber die Lösung ist dieselbe: ein Beutel, mehrere Kammern, digitale Identifikation.

Was hat Sie motiviert, einen völlig neuen Standard in der Mülltrennung zu schaffen und gleichzeitig ein global verständliches System zu entwickeln?

Mich hat motiviert, dass Mülltrennung weltweit kompliziert ist, weil sie auf analogen Symbolen und Fehlanreizen basiert. Wir wollten ein System schaffen, das global verständlich ist, unabhängig von Tonnenfarben, lokalen Systemen oder Sprachbarrieren.

Multibin ist radikal einfach: Wer einen Beutel öffnet, versteht das System. Genau darin liegt die Kraft, einen neuen globalen Standard zu setzen.

Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell bei der sortenreinen Erfassung von Wertstoffen und wie lösen Sie dieses Problem direkt an der Quelle?

Heute wird zu spät sortiert: aus der Tonne, aus Containern oder aus Mischabfällen. Die Sortierqualität ist entsprechend schlecht.

Multibin dreht das System um: Sortierung direkt im Haushalt – bevor Vermischung entsteht.

Mit den zwei Kammern, digitaler Identität und optionaler KI-Sortiererkennung erreichen wir eine völlig neue Qualität von Materialströmen. Gemeinden erhalten weniger Fehlwürfe, Recyclinganlagen höhere Reinheiten, Hersteller verwertbare Daten.

Sie sprechen von Multibin als Plattformtechnologie. Welche Bedeutung haben die patentierten Erweiterungen wie Mehrkammer-Varianten oder UV-Kleber für zukünftige Anwendungen?

Multibin ist ein Ökosystem:

•⁠Patente für 2/3/4-Kammer-Beutel
•⁠UV-Kleber für maschinelle Trennung
•⁠Optionale RFID- oder optische Identifikation
•⁠Bag-ID für Tracking, Bonusprogramme, Pfandsysteme
•⁠API-Integration für Städte, Hersteller und Anlagen

Jeder Beutel ist ein Datenobjekt – und damit eine neue Infrastruktursebene für die Abfallwirtschaft.

Wie wichtig ist die Multibin App für die Weiterentwicklung des Systems. Und welche Rolle spielen digitale Anreizmodelle für mehr Nachhaltigkeit im Alltag?

Die App verwandelt Mülltrennung in ein Anreizsystem und in eine transparente Datenplattform.
Sie ermöglicht:

•⁠Bonuspunkte, Pfand, Belohnungen
•⁠Materialtracking
•⁠CO₂-Visualisierung
•⁠Customizing (Farben, Kammergrößen, Abfallprofile)
•⁠Payment (Pay-per-Bag)
•⁠Warnungen zu Sonderabfällen

Die App ist der digitale Layer, der aus einem Alltagsprodukt ein Steuerungssystem für die Kreislaufwirtschaft macht.

Welche Chancen sehen Sie in smarten Recycling-Prozessen insgesamt und welchen Beitrag kann Multibin konkret zur nationalen Kreislaufstrategie leisten?

Europa braucht präzise Materialdaten, um PPWR, EPR und CO₂-Vorgaben zu erfüllen. Multibin liefert diese Daten erstmals auf der kleinsten, saubersten Ebene: dem Beutel.

Wir schaffen:

•⁠Höhere Sortierqualität
•⁠Daten für Herstellerpflichten
•⁠Faire Gebührenmodelle
•⁠Kommunale Transparenz
•⁠Digitale Infrastruktur für Pfandsysteme

Damit leisten wir direkten Beitrag zur nationalen und europäischen Kreislaufstrategie.

Was konnten Sie aus dem Pilotprojekt in der Penta Klinik in Prag lernen und welche Potenziale sehen Sie speziell beim Einsatz im medizinischen Bereich?

Das Pilotprojekt zeigt:

•⁠Kliniken sparen Wege
•⁠Fehlwürfe sinken drastisch
•⁠Hygiene verbessert sich
•⁠Abfallfraktionen werden sauber erfasst
•⁠Dokumentation wird einfacher

Gerade im medizinischen Sektor sind getrennte Stoffströme entscheidend – Multibin liefert hier einen skalierbaren Standard, der Prozesse messbar verbessert.

Was macht Multibin aus Ihrer Sicht zu einem echten Alleinstellungsmerkmal gegenüber herkömmlichen Mülltrennsystemen?

Unser USP ist dreifach:

1.⁠Ein Beutel mit mehreren Kammern – weltweit verständlich, platzsparend, intuitiv.
2.⁠Digitale Identität pro Beutel – damit wird Müll messbar, trackbar, abrechenbar.
3.⁠Patente auf die Digitalisierung des Müllbeutels – eine infrastrukturelle Monopolposition.

Kein anderes System schafft diese Kombination aus Produkt, Plattform und Daten.

Wohin möchten Sie sich in den nächsten Jahren entwickeln. Und welche technologischen oder marktorientierten Schritte stehen als Nächstes an?

Die nächsten Schritte:

•⁠Rollout in Medizin und Gewerbe
•⁠Pilotstädte für Pay-Per-Bag & Pfandsysteme
•⁠Europaweite Skalierung über Partner
•⁠Mehrkammer-Portfolio ausbauen
•⁠Sortier-KI und Wärmestraßenautomatik integrieren
•⁠Materialdaten-Marktplatz aufbauen

Unser langfristiges Ziel: Multibin wird der digitale Standard der europäischen Abfallwirtschaft

Welche drei Ratschläge möchten Sie anderen Gründerinnen und Gründern mitgeben, die nachhaltige Lösungen entwickeln wollen?

Löst ein echtes Systemproblem – nicht ein Imageproblem.

Denkt in Plattformen, nicht in Produkten. Nur Plattformen verändern Branchen.

Macht Nachhaltigkeit bequem. Menschen tun das Richtige, wenn es einfach ist.

Bildcredits: Multibin

Wir bedanken uns bei Marcus Trojan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

MP Space: Satellitenbau neu definiert

0
MP Space About Energy Team

Key Takeaways

  • Durch digitale Werkzeuge wie The Voltt gewinnen Satellitenbauer Zeit und optimieren die Batteriewahl erheblich.
  • The Voltt ermöglicht simulationsgestützte Batterieentwicklung in Echtzeit, was die Notwendigkeit umfangreicher physischer Tests reduziert.
  • MP Space profitiert von validierten Daten, um Risiken zu minimieren und die Entwicklungszeit zu verkürzen.
  • Digitale Modellierung schafft einen Wettbewerbsvorteil in der Raumfahrtbranche und erlaubt frühzeitige, evidenzbasierte Entscheidungen.
  • Kleine Teams erhalten durch The Voltt die Möglichkeit, mit großen Wettbewerbern gleichzuziehen, ohne die hohen Kosten traditioneller Methoden.

Wenn Satellitenbauer plötzlich sechs Monate Zeit gewinnen: Wie ein digitales Werkzeug aus London die Raumfahrt beschleunigt

Es gibt Momente in der Technik, in denen sich zeigt, wie viel leichter alles sein könnte, wenn man früher die richtigen Daten hätte. Ein solcher Moment spielte sich zwischen London und Australien ab – zwischen About:Energy, einem Softwarehaus für Batteriemodellierung, und MP Space, einem jungen Satellitentechnik-Unternehmen aus Down Under. Was trocken nach „Optimierung“ klingt, ist in Wahrheit ein kleines Lehrstück darüber, wie moderne Simulationen heute Entwicklungssprünge möglich machen, die früher nur mit Werkhallen voller Testgeräte und Monaten an Wartezeit zu haben waren.

Ein Problem, das jeder Satellitenbauer kennt

Wer Satelliten baut, wie MP Space der denkt in langen Zeiträumen. Ein Satellit im All lässt sich nicht eben schnell reparieren, wenn die Batterie schwächelt oder unter der Hitze im Orbit nachgibt. Die Energiesysteme müssen funktionieren, egal wie hart die Mission ist. Lebensdauer, minimale Entladetiefen, extreme Zuverlässigkeit – all das muss stimmen. Entsprechend aufwendig ist die Auswahl der passenden Batteriezellen. Normalerweise heißt das: testen, testen, testen.

Und zwar im eigenen Labor. Mit teuren Prototypen. Über Monate hinweg.

Genau an dieser Stelle saß MP Space fest. Das Team entwickelt Hochleistungs-Subsysteme für Satelliten und wollte für ein neues Projekt die beste Batteriechemie finden, ohne dass die Entwicklung ins Stocken gerät. „Wir hätten uns im Zweifel sechs Monate lang verrannt, wenn wir auf die falsche Zelle gesetzt hätten“, so beschreibt es das Unternehmen sinngemäß. Nur: So viel Zeit hat ein schnell wachsendes Raumfahrt-Startup schlicht nicht.

MP Space

Dann kam „The Voltt“ ins Spiel

About:Energy bietet eine Plattform an, die klingt, als wäre sie aus einem Ingenieursmärchen gefallen: The Voltt. Dahinter steckt ein cloudbasiertes Werkzeug, das Batterieentwicklung nahezu vollständig digitalisieren soll. Statt reale Zellen wochenlang im Testlabor durchzuprobieren, können Entwickler verschiedene Kandidaten am Bildschirm unter realistischen Lastprofilen simulieren. Und zwar nicht mit geschätzten oder groben Daten, sondern mit Modellen, die auf echten, validierten Messreihen beruhen.

Rund 30 verschiedene Hochleistungschemien sind in dieser Modellbibliothek bereits enthalten. Für MP Space bedeutete das: Zellen vergleichen, Lebensdauer simulieren, Degradation bewerten – alles in einem einzigen Tool. Und vor allem: alles bevor die erste reale Zelle überhaupt gekauft oder getestet wurde.

Riskantes Bauchgefühl? Nicht mit dieser Art von Daten

Dabei ging es nicht nur darum, eine geeignete Zelle zu finden, sondern die richtige beim ersten Versuch. Das klingt banal, ist aber in der Raumfahrt entscheidend. Eine falsche Entscheidung hätte MP Space zum Umplanen gezwungen. Neue Tests. Neue Hardware. Neue Modelle. Und Monate Verzögerung.

Durch die Nutzung von The Voltt konnte das Team alle kritischen Faktoren direkt in seine Simulationsumgebung integrieren – konkret in MATLAB Simulink, ein Standardwerkzeug in der Industrie. Die simulierten Daten zeigten, wie sich die Zellen über die gesamte Missionsdauer verhalten würden, wann die Leistung nachlässt und wie sicher die Batterie unter verschiedenen Lastbedingungen arbeitet.

Oder wie es About:Energy-Mitgründer Gavin White formuliert: „MP Space baut Energiesysteme, bei denen Zuverlässigkeit und Präzision entscheidend sind. Mit den validierten Daten in The Voltt konnten sie schneller entwickeln und das Risiko massiv reduzieren.“ Und man merkt: Ihm geht es nicht nur um Technik, sondern um eine Philosophie. Satelliten, sagt er, seien oft überkonstruiert – aus Angst vor Fehlern. Wer bessere Modelle hat, muss weniger überkompensieren.

Digitale Abkürzungen, die Platz für echte Innovation schaffen

Spannend an dieser Zusammenarbeit ist nicht nur der technische Nutzen, sondern der psychologische. Wenn Ingenieurteams ihre Zeit nicht mehr in wochenlange Testreihen stecken müssen, entsteht Raum für kreative Arbeit. Plötzlich lässt sich daran tüfteln, wie Systeme leichter, effizienter oder robuster werden können.

Genau das sagt auch Jay Manley, CEO von MP Space: „Die Datenplattform hat uns Entscheidungen ermöglicht, für die wir normalerweise Monate interner Tests gebraucht hätten.“ Sein Team habe unnötige Prototypen vermieden und wertvolle Zeit freigespielt. Und im nächsten Schritt wollen die Ingenieure die Modelle sogar nutzen, um thermische Effekte tiefer zu analysieren – also wie viel Wärme die Zellen erzeugen und wie sich das auf das Gesamtsystem auswirkt.

Das klingt nach Detailkram, ist aber in der Raumfahrt Gold wert. Jede falsche Annahme über Temperaturverhalten kann später im All zum Problem werden. Wenn sich solche Fragen früh und sicher klären lassen, steigt nicht nur die Qualität des Systems, sondern auch die Geschwindigkeit der Entwicklung.

Was bedeutet das für die Branche?

Natürlich ist dies nur ein Projekt von vielen. Aber es zeigt eine größere Entwicklung in der Raumfahrt und im Energiebereich: Klassische Testmethoden stoßen an ihre Grenzen, weil Produkte immer schneller auf den Markt müssen. Startups wie MP Space konkurrieren nicht nur mit etablierten Playern, sie arbeiten auch unter enormem Zeitdruck. Kunden erwarten kurze Lieferzeiten, niedrige Kosten und Technologien, die sich im Orbit bewähren.

Digitale Modellierung wird deshalb zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Sie ermöglicht, was früher kaum möglich war: frühzeitige Entscheidungen mit hoher Sicherheit. Weniger Bauchgefühl, mehr Evidenz. Weniger Risiko, mehr Tempo.

Und es geht nicht nur um den Bau von Satelliten. Auch Energieunternehmen, Batteriehersteller und Automobilentwickler setzen zunehmend auf digitale Zwillinge – also virtuelle Abbilder realer Bauteile. Die Raumfahrt ist lediglich das Feld, in dem die Anforderungen besonders gnadenlos sind.

Ein Werkzeug, das kleinen Teams Superkräfte gibt

The Voltt selbst bleibt dabei fast unauffällig. Eine Software, die still im Hintergrund arbeitet, Daten liefert, simuliert, vergleicht. Doch genau diese Unauffälligkeit ist ihre Stärke. Sie erlaubt kleinen Teams, auf Augenhöhe mit großen Konkurrenten zu arbeiten. Oder wie Manley es ausdrückt: „The Voltt hat für uns das Spielfeld ausgeglichen.“

Am Ende steht eine Erkenntnis, die weiter trägt: In einer Branche, in der Materialkosten hoch, Missionszeiten lang und Fehlertoleranzen niedrig sind, kann die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit über Erfolg oder Scheitern entscheiden. Und manchmal reicht dafür eben kein neues Labor, sondern ein smarteres digitales Werkzeug.

Geschützt: Verkaufen ohne Shop: Zahlungen erhalten mit PayPal Open

0
PayPal Zahlung erhalten einfach per Link oder Button Mit PayPal-Zahlungslinks und Kaufen-Buttons wird das Smartphone zur Kasse: Ohne Shop, direkt aus Post, DM oder per QR-Code. Copyright : PayPal

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Bitte gib unten das Passwort ein, um ihn anzeigen zu können.

Wie KI die Gründerszene neu definiert

0
KI Startups verändern die Gründerszene mit agentischer KI Bild: Garman Keynote Bildcredits: Amazon AWS re:Invent 2025

Weniger Kapital, mehr Impact: KI-First-Unternehmen verschieben die Machtverhältnisse in der Startup-Welt. Statt Millionenrunden entscheidet zunehmend die Qualität der Umsetzung über den Erfolg.

Künstliche Intelligenz ist längst kein Feature mehr, das Startups ihrer Software hinzufügen. Sie ist das Fundament, auf dem eine neue Generation von Unternehmen aufbaut. Auf der Amazon-Konferenz AWS re:Invent in Las Vegas wurde in zahlreichen Gesprächen mit Gründern und Branchenexperten deutlich: Diese KI-nativen Startups folgen anderen Regeln als ihre Vorgänger. Die Folgen dieser Entwicklung sind weitreichend. Teams erreichen mit einem Bruchteil der bisherigen Ressourcen leistungsfähige Produkte. Die klassische Logik der Venture-Capital-Finanzierung gerät ins Wanken.

Von der Finanzierungsrunde zur Umsetzungsqualität

Kapital war bislang der entscheidende Engpass für junge Technologieunternehmen. Wer früh große Summen einsammelte, konnte schneller wachsen, mehr Talente einstellen und länger durchhalten. Diese Logik verliert zunehmend an Bedeutung, berichtet Jason Bennett, Vice President Worldwide Startups und Venture Capital der Amazon-Tochter AWS im Interview. KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge beschleunigen den Produktaufbau erheblich. Minimum Viable Products entstehen in Wochen statt Monaten, Iterationszyklen verkürzen sich, der Weg zum Product-Market-Fit wird planbarer. Prozesse, die früher manuelle Prüfungen erforderten, laufen nun automatisiert, schneller und fehlerfreier ab.

Diese Effizienzgewinne verschieben die Machtverhältnisse. Nicht die Höhe der Seed-Runde bestimmt die Erfolgsaussichten, sondern die Fähigkeit, Technologie gezielt einzusetzen. Kapital bleibt wichtig, doch seine Rolle verändert sich – von der existenziellen Notwendigkeit zum strategischen Hebel. Damit steigt der Wert von Smart Money. Investoren, die neben Kapital auch technisches Know-how, Infrastruktur-Credits und Zugang zu erfahrenen CTOs bieten, werden für Gründer interessanter. Diese Form der Unterstützung ermöglicht es Startups, technologische Hürden schneller zu überwinden und von Beginn an professionelle Strukturen aufzubauen.

Agentische KI Chance und Risiko zugleich

Während generative KI bereits vielerorts Entwicklungsprozesse beschleunigt, deutet sich schon die nächste Evolutionsstufe an: KI-Agenten. Diese Systeme kombinieren verschiedene Fähigkeiten und Werkzeuge, um vorgegebene Ziele zu verfolgen, Prioritäten zu setzen und eigenständig Handlungspläne zu erstellen. Dabei bleiben sie jedoch klar durch Sicherheitsregeln und Vorgaben eingebettet. Anders als frühere Automatisierungssysteme sind sie nicht auf einen bestimmten Anwendungsfall spezialisiert, sondern flexibel konfigurierbar. Sie sind in der Lage, Aufgaben über mehrere Domänen hinweg zu orchestrieren. Ihre zentrale Stärke ist die weitreichende Autonomie, die es ihnen erlaubt, Ziele selbstständig zu erreichen und komplexe Handlungsstränge zu bewältigen. Sie agieren somit unabhängig von permanenten menschlichen Eingriffen.

Diese tiefere Integration verspricht weitere Effizienzsprünge. Agentische Systeme können so zum Beispiel Onboarding-Prozesse drastisch beschleunigen, physische Systeme wie Gebäudetechnik autonom steuern oder in isolierten Umgebungen als digitaler Programmierer arbeiten. Gleichzeitig wächst jedoch die Komplexität der Risiken.
Die Technologie ist nicht deterministisch. Halluzinationen, Fehleinschätzungen und mangelnde Kontrollierbarkeit können bei eng verzahnten Systemen erhebliche Folgen haben. Was bei einem einfachen Chatbot ärgerlich ist, wird bei geschäftskritischen Prozessen zum Sicherheitsproblem. Besonders in regulierten Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen sind Zuverlässigkeit und Konsistenz von größter Bedeutung.

Startups, die KI als tragendes Element ihrer Architektur nutzen, müssen diese Risiken von Anfang an mitdenken. Bei Systemen, die mit physischer Infrastruktur interagieren, muss die Sicherheit direkt auf der Edge-Maschine gewährleistet werden. Die Verwaltung von Agenten erfordert fein abgestimmte Zugriffs- und Berechtigungskontrollsysteme, da ihre Berechtigungen nicht eins zu eins denen menschlicher Mitarbeiter entsprechen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die Verallgemeinerungsfähigkeit der Agenten mit der notwendigen hohen, kontrollierten Leistung in Einklang zu bringen. Technische Robustheit, Transparenz und Kontrollmechanismen werden zu Wettbewerbsfaktoren.

Ein neues Erfolgsmodell

Die nächste Generation erfolgreicher Startups wird nicht daran gemessen, wie viel Geld sie eingesammelt hat. Entscheidend ist, ob es gelingt, mit intelligenten Werkzeugen maximale Wirkung zu erzielen. Startups werden schneller, schlanker und strategischer als je zuvor.
Für Gründer bedeutet das: mehr Fokus auf echte Meilensteine statt auf Finanzierungsrunden.
Für Investoren heißt es: ihre Rolle neu definieren und Mehrwert jenseits des Kapitals schaffen. Der Wandel hin zu agentischer und generativer KI demokratisiert die Gründerszene. Teamgeist und Umsetzungsgeschwindigkeit sind entscheidender denn je. Wer diese Verschiebung versteht, hat die Chance, die Startup-Landschaft der kommenden Jahre maßgeblich zu prägen.

Bild Bild: Garman Keynote Bildcredits: Amazon AWS re:Invent 2025

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was passiert, wenn klare Vision auf pure Kreativität trifft?

0
SYNTARI Vision und Kollektionen im Mittelpunkt Teambild Bildcredits SYNTARI®

SYNTARI ist ein deutsches Modeunternehmen, das minimalistische, typografisch präzise und exklusive Designs entwickelt und 2025 in Hamburg gegründet wurde

Wer steht hinter SYNTARI und wie ist die Idee entstanden?

SYNTARI [zyn ta:bi] ist ein deutsches Modeunternehmen, das 2025 in Hamburg gegründet wurde.
SYNTARI wurde von Maximilian Obert und Max Dorer gegründet, beide 19 Jahre alt. Wir wollten ein Modeprojekt starten, das minimalistische Designs, typografische Präzision und Exklusivität vereint. Unser Ziel: die nächste große Modebrand zu schaffen, die klare Ästhetik und Vision in jeder Kollektion zeigt.

Wie würdet ihr die kreative Vision von SYNTARI beschreiben?

Unsere Vision ist klar und radikal: minimalistische Linien, starke Typografie, limitierte Kollektionen. Jede Kollektion ist ein Statement, das Ästhetik, Qualität und kulturelle Relevanz vereint. Mode soll getragen und erlebt werden.

Welche Zielgruppen sprecht ihr an?

Modebewusste, Minimalismus-Liebhaber und Menschen, die Exklusivität, Qualität und klare Designs suchen. Wir sprechen alle an, die Klasse über Masse setzen.

Wie entstand SYNTARI x Inkasso Ingo?

Inkasso Ingo ist ein Influencer von der Reeperbahn, dessen kreative Vision und Reichweite perfekt zu uns passen. Die Kooperation entstand, um limitierte, auffällige Kollektionen zu kreieren, die Designästhetik und Community-Relevanz kombinieren. Und wir alle Bock drauf hatten.

Was unterscheidet SYNTARI von anderen jungen Labels?

Keine Kompromisse. Typografie, Minimalismus, limitierte Drops und volle kreative Kontrolle – wir setzen Standards, statt Trends hinterherzulaufen.

Welche Herausforderungen gibt es in der Modebranche?

Schnelle Trends, hohe Konkurrenz, Logistikprobleme. Wir reagieren mit kleinen, limitierten Kollektionen, kompromissloser Qualität und strategischer Markenführung.

Wie wichtig ist Ästhetik und Markenidentität?

Extrem wichtig. Unser Studio-Ansatz sichert konsistente Kollektionen. Ästhetik und Identität sind untrennbar – jede Kollektion repräsentiert SYNTARI klar.

Welche Rolle spielen Community und Kultur?

Community und Kultur sind zentral. Feedback, Trends und kulturelle Impulse fließen direkt in jedes neue Design.

Wie sieht die weitere Entwicklung aus?

Internationale Expansion, neue limitierte Kollektionen, weitere kreative Kooperationen. Ziel: SYNTARI als führende Premium-Modebrand etablieren, die Minimalismus, Qualität und Kultur vereint.

Welchen Stellenwert hat Exklusivität?

Maximal. Jede Kollektion ist streng limitiert, jedes Design bewusst gewählt. Exklusivität ist Kern unserer Marke.

Was habt ihr bisher gelernt? Drei Ratschläge?

Geduld, klare Vision, kompromisslose Qualität. Bleib dir selbst treu, kontrolliere deine Marke, setze auf kleine, gezielte Schritte mit langfristiger Wirkung.

Wie möchtet ihr wahrgenommen werden?

Als globale Modebrand, die Minimalismus, Kreativität und kulturelle Relevanz kombiniert. Wir wollen Trends setzen, nicht folgen.

Teambild Bildcredits SYNTARI®

Wir bedanken uns bei Maximilian Obert und Max Dorer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie gelingt es, zwei scheinbar getrennte Welten sinnvoll zusammenzuführen?

0
AckerKapital Agri-PV Landwirtschaft im Wandel AckerKapital Gründer

AckerKapital entwickelt standardisierte Agri PV Lösungen, die Landwirtschaft und Energieerzeugung auf hofnahen Flächen miteinander verbinden und Betrieben eine zusätzliche wirtschaftliche Perspektive bieten

Wie ist die Idee zu AckerKapital entstanden und wer sind die Köpfe hinter dem Unternehmen?

Wir, Dominik und ich, haben AckerKapital 2024 gegründet, weil wir eine Lösung gesucht haben, die Landwirtschaft und erneuerbare Energien wirklich zusammenbringt. Uns war früh klar, dass klassische Freiflächen-PV oft zu einem Verlust wertvoller Agrarflächen führt. Mit Agri-PV wollten wir zeigen, dass es anders geht: Energie erzeugen und gleichzeitig Landwirtschaft erhalten. Die Möglichkeit, bis 2,5 ha hofnah privilegiert zu bauen, hat uns den Weg in die Standardisierung geöffnet.

Welche Vision verfolgt AckerKapital im Bereich der Agri-PV und welchen Beitrag soll das Unternehmen zur Energiewende leisten?

Unsere Vision ist ein deutschlandweit verteiltes Netz aus kleinen, hochqualitativen Agri-PV-Kraftwerken direkt in Hofnähe. Wir glauben, dass die Kombination aus Landwirtschaft und Energieerzeugung ein zentrales Element der Energiewende ist. Unser Ziel ist es, Agri-PV für Landwirte so selbstverständlich zu machen wie Maschinen oder Stalltechnik – ein operativer Baustein ihres Betriebs.

Wie gelingt es, Landwirtschaft und Energiegewinnung so zu verbinden, dass beide Seiten davon profitieren?

Wir setzen ausschließlich auf echte Agri-PV-Systeme (Tracker, Durchfahrbarkeit, flexible Reihenabstände). Der Acker oder das Grünland bleibt bewirtschaftbar, während die Module Strom erzeugen. Gleichzeitig verbessern Verschattung und Mikroklima in trockenen Jahren die Ertragssicherheit. So entsteht eine „Doppelte Ernte“ (so heißt übrigens auch unser Podcast gemeinsam mit feld.energy): für Landwirtschaft und Energie gleichzeitig.

Was war die größte Herausforderung beim Aufbau von AckerKapital – technisch, rechtlich oder unternehmerisch?

Die größte Herausforderung war es, ein komplett neues Marktsegment zu operationalisieren: Genehmigungen, Netzanschlüsse, Finanzierung, technische Standards, denn all das muss zusammenpassen. Gleichzeitig mussten wir Landwirten, Behörden und Investoren erklären, wie Agri-PV rechtlich funktioniert. Und unternehmerisch ist es ein klassisches Startup: lange Tage, viele Iterationen, viel Aufbauarbeit.

Wie unterscheidet sich euer Ansatz von klassischen Photovoltaikprojekten auf Freiflächen?

Wir planen keine Großparks, sondern betriebsnahe 2,5-ha-Projekte, die nach §35 BauGB privilegiert genehmigt werden können. Die Fläche bleibt landwirtschaftliche Hauptnutzung, und der Landwirt bleibt zentraler Akteur. Dadurch entfallen kommunale Bauleitplanungen, und die Fläche bleibt produktiv.

An wen richtet sich euer Angebot in erster Linie – Landwirte, Flächeneigentümer oder Investoren?

An landwirtschaftliche Familienbetriebe und Flächeneigentümer in Hofnähe. Sie können entweder selbst investieren oder über Pachtmodelle mit Investoren arbeiten. Parallel bauen wir Portfoliomodelle für professionelle Investoren auf, die standardisierte 1-MWp-Projekte suchen.

Wie geht AckerKapital mit den unterschiedlichen regionalen Genehmigungsanforderungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen um?

Wir haben ein wachsendes internes Genehmigungswissen aufgebaut: insbesondere in NRW, Niedersachsen, SH und RLP. Dort arbeiten wir eng mit Landwirtschaftskammern, Bauämtern, Planern und Juristen zusammen. Jedes Projekt wird an die regionale Praxis angepasst, obwohl die rechtliche Grundlage bundesweit ähnlich ist.

Welche Vorteile bietet die 2,5-Hektar-Anlagengröße, auf die ihr euch spezialisiert habt?

2,5 ha ist die Grenze der hofnahen Privilegierung. Gleichzeitig entspricht das ca. 1 MWp, also der EEG-relevanter Schwellen, wenn es um Fixvergütungen geht. Für Landwirte entsteht dadurch ein idealer Sweet Spot aus Wirtschaftlichkeit, Genehmigungsfähigkeit und landwirtschaftlicher Nutzbarkeit.

Jonas Kczmarczyk Gründer AckerKapital

Wie wichtig ist euch Nachhaltigkeit über die reine Energieproduktion hinaus, zum Beispiel beim Erhalt landwirtschaftlicher Nutzung?

Sehr wichtig. Unser Ansatz basiert auf der DIN SPEC 91434, die die landwirtschaftliche Hauptnutzung definiert. Wir sehen Agri-PV als Werkzeug, Landwirtschaft resilienter zu machen: weniger Erosion, stabile Erträge, Schutz vor Trockenstress, bessere Investitionsbasis für Betriebe.

Was können wir in den kommenden Jahren von AckerKapital erwarten – gibt es neue Modelle oder Partnerschaften, an denen ihr arbeitet?

Wir entwickeln und bauen aktuell das erste dutzende Projekte und skalieren unsere Standardanlage. Parallel integrieren wir Speicherlösungen für Grünstromspeicher, testen neue Kooperationsmodelle und bauen mit unserem Podcast „Doppelte Ernte“ einen Ort, an dem unternehmensunabhängiges Wissen zu Agri-PV gemeinsam mit feld.energy gebündelt werden soll. Es gibt natürlich viele weitere geplante Themen und Partnerschaften. Vieles ist leider noch nicht spruchreif.

Wie seht ihr die Zukunft von Agri-PV in Deutschland und welche Rolle wollt ihr darin spielen?

Agri-PV wird in den nächsten Jahren zu einem der wichtigsten PV-Segmente werden. Nicht in Form riesiger Parks, sondern durch tausende kleinere Anlagen direkt an Höfen. Wir wollen der führende Anbieter für standardisierte, landwirtschaftsintegrierte 1 MWp-Projekte werden.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die in einem ähnlich regulierten Umfeld starten möchten?

  1. Regulatorik als Produktdesign und nicht als Hindernis verstehen.
  2. Validiert Lösungen so früh wie möglich mit echten Kunden auf der Fläche.
  3. Baut Wissen offen auf: das schafft Vertrauen in komplexen Märkten.

Bildcredits: Jonas Kaczmarczyk

Wir bedanken uns bei Jonas Kaczmarczyk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: AckerKapital

AckerKapital logo

Kontakt:

AckerKapital GmbH
Neue Weyerstraße 6
D- 50676 Köln

https://www.ackerkapital.com/
info@ackerkapital.com

Ansprechpartner
: Jonas Kaczmarczyk

Social Media
LinkedIn
Instagram

Wie verändert ein kleines Trainingsgerät den Alltag vieler Menschen?

0
Reflexit Spinball Unterarmmuskulatur im Überblick Setbild 5 Ralf Dümmel (links) Adrian Göldner (mitte) Fovad Karimi(rechts) Credit RTL BERND-MICHAEL MAURER

Reflexit hat am 08. Dezember 2025 um 20:15 einen Wiederauftritt in der Höhle der Löwen und wird in der Folge Die Höhle der Löwen Endlich Weihnachten den Spinball vorstellen

Seit eurem Auftritt in der Höhle der Löwen: Wie hat sich Reflexit entwickelt und welche Meilensteine habt ihr seitdem erreicht?

Einfach eine unglaubliche Reise! 15 Minuten nach der Ausstrahlung haben die Zuschauer der Sendung mehrere tausend Produkte gekauft, weswegen wir erstmal komplett ausverkauft waren. Das war wohl der erste Meilenstein und für uns einfach nur unfassbar. Mit Unterstützung von Ralf Dümmel und seinem Team konnten wir aber sehr schnell neue Ware produzieren und haben parallel bis zur Ankunft der Ware schon den Vorverkauf geöffnet. Wir hätten niemals damit gerechnet, dass auch wenn keine Ware verfügbar ist und das Lieferdatum nicht konkret benannt werden kann (nur auf den Monat genau), die Interessenten trotzdem weiterhin täglich bei uns eingekauft haben und bereit waren, auf den Reflexit zu warten. Auch in den Werbeanzeigen, die wir geschaltet haben, hatten wir so günstige Kosten pro Käufer wie noch nie zuvor. Das hat uns noch einmal gezeigt, dass wir mit unserer Produktidee scheinbar einen wirklichen Bedarf rund um das Thema Handgelenke, Ellenbogen und Unterarme decken können.

Was war der Impuls für die Entwicklung des Spinball und welches Problem löst das neue Produkt?

Wir denken Handgelenks- und Unterarmgesundheit ganzheitlich. Durch unsere jahrelange Arbeit als Personaltrainer, bei denen wir eins zu eins ganz nah mit Menschen arbeiten und daher auch aus erster Hand Feedback bekommen, wussten wir zum Beispiel von Anfang an, dass das simple Zusammendrücken der Hände nicht ausreicht, um die Unterarmmuskulatur ganzheitlich zu stärken. Der Reflexit hat einen großen Teil schon abgedeckt, da wir durch die Supinations- und Pronationsbewegung der Hände die Unterarmmuskulatur im vollen Bewegungsumfang gut erreichen.

Zeitgleich wird hier die Beweglichkeit des Handgelenks geschult, was insgesamt zu einem positiven Gefühl beitragen kann. Der Spinball setzt genau da an, was uns bisher noch gefehlt hat und sich nicht in einem Gerät allein abbilden lässt. Durch die kreisende Bewegung werden Flexion, Extension, Radialabduktion und Ulnarabduktion im Wechsel trainiert. So fordern wir die ergänzende und tief liegende Muskulatur, die teilweise direkt am Handwurzel- und Mittelhandknochen ansetzt. In Kombination trainieren Reflexit und Spinball die Muskulatur ganzheitlich, federn Alltagsbelastungen besser ab, fördern die Durchblutung und stärken nachhaltig die Griffkraft.

Welche Unterschiede und Neuerungen bringt der Spinball im Vergleich zu eurem bisherigen Unterarm- und Handgelenktrainer?

Die Unterschiede liegen hauptsächlich in den Bereichen der Unterarmmuskulatur, die beide Produkte ansprechen. Der Reflexit trainiert vor allem die großen Muskelgruppen sowie die Mobilität des Handgelenks. Der Spinball ergänzt dies durch das Training kleinerer, tiefer liegender Muskelgruppen, wodurch Stabilität, Durchblutung und Griffkraft zusätzlich gefördert werden.

Für welche Zielgruppen wurde der Spinball konzipiert und in welchen Anwendungsbereichen seht ihr das größte Potenzial?

Die Zielgruppe ähnelt der des Reflexit. Beide Produkte können jederzeit genutzt werden – beim Fernsehen, im Büro oder auf der Baustelle. Menschen, die viel mit Maus und Tastatur arbeiten, profitieren genauso wie Handwerkerinnen, die starke Belastungen auf dem Handgelenk haben. Auch Tennis- und Golfspielende, Kletternde und Kampfsportler gehören zur Zielgruppe. Zudem erhalten wir Feedback älterer Kundinnen, die berichten, dass Aufgaben wie das Aufschrauben einer Wasserflasche oder Gartenarbeit leichter geworden sind.

Welche Erkenntnisse habt ihr aus Tests mit Physiotherapeutinnen, Sportexpertinnen oder Nutzerfeedback gewonnen?

Fovads tägliche Arbeit im Personal-Training-Studio liefert wertvolle Erkenntnisse. Zwei bis fünf Minuten Training mit Reflexit und Spinball jeden zweiten Tag reichen aus, um spürbare Veränderungen zu erzielen. Viele Physiotherapiepraxen und Orthopäden empfehlen die Geräte, um konservative Behandlungsstrategien zu unterstützen und im besten Fall Operationen zu vermeiden. Eine starke und flexible Unterarmmuskulatur kann viele Beschwerden im Bereich von Handgelenk und Ellenbogen präventiv abwenden.

Welche Rolle spielt Ralf Dümmel in der Weiterentwicklung eurer Produkte und in eurem aktuellen Wachstum?

Ralf Dümmel und sein Team spielen eine zentrale Rolle. Ohne ihn wäre der Handelserfolg von zwei Millionen Euro deutlich später erreicht worden. Seine Expertise im Handelsbereich ist für uns immens wertvoll. Ein Beispiel ist der Spinball: Die Idee entstand gemeinsam. Während die Entwicklung des Reflexit drei Jahre dauerte, konnten wir den Spinball dank des Know-hows des gesamten Teams innerhalb weniger Monate fertigstellen.

Was bedeutet euch der Wiederbesuch in Die Höhle der Löwen – Endlich Weihnachten und welche Erwartungen habt ihr an die Präsentation des Spinball?

Wir haben uns riesig gefreut, erneut teilnehmen zu dürfen. Der Dreh bot die Möglichkeit, einen privateren Einblick in Reflexit und unser Unternehmen zu geben. Das Team um Ralf Dümmel besuchte uns im Personal-Training-Studio und wir konnten dort in weihnachtlicher Atmosphäre zeigen, wie der Spinball funktioniert und eingesetzt werden kann.

Reflexit Spinnball

Welche Vision verfolgt ihr für Reflexit in den nächsten Jahren und sind weitere Produktinnovationen geplant?

Fovad Karimi arbeitet bereits an der nächsten Produktinnovation, während Adrian Göldner das Online-Marketing weiter ausbaut. Die Vision bleibt, ganzheitlich zu helfen. Langfristig wünschen wir uns, dass Reflexit genauso selbstverständlich mit Handgelenk und Ellenbogen assoziiert wird wie die Faszienrolle mit dem Rücken. Zusätzlich wollen wir weitere Fitness-Standardprodukte in verbesserter Form entwickeln und arbeiten an einem Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Gelenkgesundheit. Unser Ziel ist es, den ganzheitlichen Ansatz stetig weiterzuentwickeln.

Bild Ralf Dümmel (links) Adrian Göldner (mitte) Fovad Karimi(rechts) Credit RTL BERND-MICHAEL MAURER

Wir bedanken uns bei Fovad Karimi und Adrian Göldner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie gelingt jungen Menschen heute ein erfolgreicher Start ins Berufsleben?

0
Uniwunder Studierende Erfolg im Fokus Matthias Auer Uniwunder GmbH

Uniwunder unterstützt Studierende und Absolventinnen dabei, ihr persönliches Erfolgspotenzial zu entfalten, indem das Unternehmen Orientierung, Wissen und praxisnahe Angebote rund um Studium, Thesis, Finanzen und Karriere bündelt.

Wie entstand die Idee zu Uniwunder und wer steht als Team hinter dem Unternehmen?

Uniwunder entstand 2016. Das damalige Gründungsteam befand sich selbst noch im Studium oder war gerade damit fertig und bemerkte, dass es außerhalb der Universität zu wenig Unterstützung gibt. Viele hilfreiche Aspekte für Studium und Karriere werden nicht vermittelt. Aus dem eigenen Bedarf heraus entstand die Idee, Studierende und Absolventinnen über das Uni-Angebot hinaus zu ihrem vollen Erfolgspotenzial zu führen.

Heute besteht das Team aus knapp 50 Personen. Uniwunder ist Tochter der MLP Finanzberatung SE und damit Teil der MLP Gruppe, die früh als Investor einstieg und die Vision des Unternehmens aktiv unterstützt.

Welche Lücke im Alltag von Studierenden möchte Uniwunder mit seinen Angeboten konkret schließen?

Uniwunder bündelt auf einer Plattform alles, was Studierende für ihren Erfolg benötigen – Finanzen, Thesis, Jobsuche. Die Plattform macht wichtige Themen zugänglich, in denen Studierende häufig wenig Erfahrung haben, und schafft Orientierung in der Informationsflut. Nutzerinnen finden alles an einem Ort und profitieren von einer kuratierten Auswahl statt unübersichtlicher Recherche.

Wie beschreibt Uniwunder die eigene Vision und welche Schritte sind geplant, um sie zu erreichen?

Uniwunder möchte Studierende zu ihrem vollen Erfolgspotenzial führen. Dafür wird ein digitaler Anlaufpunkt geschaffen, der alle relevanten Themen abdeckt, die Universitäten nicht bieten können. Das Unternehmen geht aktiv auf Studierende zu, um sie für wichtige Themen zu begeistern.

Mit dem Launch von uniwunder.de wurde ein großer Meilenstein erreicht. Die Plattform wird nun validiert und optimiert. Als nächstes stehen der Ausbau der Karriereangebote, der frühzeitige Kontakt zu Arbeitgebern sowie Erweiterungen in den Bereichen Ausland, Lernen, Self-Growth und das Partnerprogramm an.

Welche Rolle spielt die Unterstützung bei Thesis und Studium im Gesamtkonzept von Uniwunder?

Ein erfolgreiches Studium ist ein wichtiger Faktor beim Jobeinstieg. Deshalb unterstützt Uniwunder Studierende besonders intensiv bei der Thesis. Künftig soll der Bereich Lernen erweitert werden, wobei die inhaltliche Gestaltung weiter bei den Universitäten bleibt.

Worin unterscheidet sich Uniwunder von klassischen Career Services an Hochschulen und anderen Plattformen?

Uniwunder ist ein One-Stop-Shop für Erfolg im Studium und Berufseinstieg. Während andere Anbieter ein oder zwei Themen abdecken, vereint Uniwunder sämtliche relevanten Inhalte und Leistungen an einem Ort. Als Plattform werden viele Leistungen nicht selbst durchgeführt, sondern mit professionellen Partnern umgesetzt, die über besondere Expertise oder Kapazitäten verfügen.

Welche Herausforderungen begegnen euch im direkten Kontakt mit Studierenden und Berufsstarterinnen und wie geht Uniwunder damit um?

Uniwunder möchte nahbar und verständnisvoll sein, gleichzeitig klare Botschaften vermitteln und Studierende motivieren. Wichtig ist es, die Zielgruppe dort abzuholen, wo sie steht. Oft wissen Absolventinnen weniger über den Arbeitsmarkt, als Recruiter erwarten. Diese Lücken zu identifizieren und zu schließen gehört zu den zentralen Aufgaben von Uniwunder.

Wie stellt Uniwunder sicher, dass die Bedürfnisse von Studierenden und Absolventinnen wirklich verstanden und abgedeckt werden?

Durch große Reichweite und zahlreiche Nutzerinnen kann Uniwunder regelmäßig quantitative und qualitative Umfragen durchführen. Zusätzlich werden Feedbacks zu zentralen Angeboten analysiert und Marktrecherchen betrieben. So können relevante Themen identifiziert und passende Inhalte entwickelt werden. Auch wenn dieser Prozess aufwendig ist, bildet das Verständnis der Zielgruppe die Grundlage der Arbeit.

Welche Bedeutung hat der Bereich Karriere und Jobeinstieg für die langfristige Ausrichtung von Uniwunder?

Der Jobeinstieg ist das große Finale der User-Journey und daher strategisch sehr wichtig. Mit Jobwunder schafft Uniwunder eine Plattform, die Einsteigerjobs, Coachings und Bewerbungsunterstützung vereint. Da Studierende sich zunehmend früher orientieren, sollen Angebote zu Praktika, Werksstudierendenjobs und Firmenkontakten weiter ausgebaut werden.

Wirtschaftlich ist der Bereich relevant, da der Studierendenmarkt wenig skalierbare Modelle bietet. Die Arbeitsmarktlage macht es herausfordernd, doch Jobwunder bietet Berufseinsteigenden großen Mehrwert – unterstützt durch starke Partner.

Inwiefern spielen Themen wie Finanzen, Selbstorganisation und Weiterbildung eine zentrale Rolle für das Wachstum von Uniwunder?

Alle genannten Themen tragen zum Erfolg von Studierenden bei und sind daher wichtig für das Wachstum. Über die MLP Gruppe bietet Uniwunder ein umfassendes Finanzangebot und zahlreiche Weiterbildungen. Selbstorganisation fällt unter den Bereich Self-Growth, der künftig stärker ausgebaut werden soll.

Welche Entwicklungen oder Erweiterungen plant Uniwunder in den kommenden Monaten, um das Angebot noch breiter aufzustellen?

Kurzfristig soll das Karriereangebot auf der neuen Plattform weiterwachsen, damit Studierende früher mit Arbeitgebern in Kontakt treten können. Aufgrund der Arbeitsmarktentwicklung wird dieser frühe Austausch immer wichtiger.

Mittelfristig werden die Bereiche Ausland, Lernen und Self-Growth ausgebaut. Parallel soll das Partnerprogramm gestärkt werden, um bestehende Leistungen sichtbarer zu machen und Studierenden zugänglich zu halten.

Was können andere Gründerinnen aus eurer Erfahrung im Aufbau von Uniwunder für ihren eigenen Weg mitnehmen?

Wachstum braucht Fokus. In den letzten neun Jahren hat Uniwunder viel erreicht, hätte aber noch mehr erreichen können, wenn nicht zu viele Dinge gleichzeitig angegangen worden wären. Fokus im Team und in der Organisation ist entscheidend.

Kein Wachstum ohne Risiko. Der größte Schritt war zugleich der mutigste: der Aufbau einer nutzerzentrierten Plattform ohne belastbare wirtschaftliche Kalkulation. Dieser Leap-of-Faith war notwendig, um weiterzukommen. Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte beim bestehenden Geschäftsmodell bleiben.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Menschen geben, die selbst ein Startup gründen möchten?

Ihr braucht eine Idee, von der ihr wirklich überzeugt seid. Die Anfangsphase bringt Unsicherheiten, daher muss die Grundidee stabil bleiben, auch wenn sie sich weiterentwickelt. Strategische Diskussionen sollten nicht mit operativen Problemen vermischt werden.

Evaluiert euren Business Case ständig und seid ehrlich, wenn etwas nicht funktioniert. Visionen sind gut, aber es braucht realistische Zwölfmonatsziele. Wenn schon der nächste Schritt nicht klappt, ist der große Erfolg kaum erreichbar.

Baut ein fachlich komplementäres Team auf, das ihr menschlich schätzt. Gründung bedeutet lange Wochen, Unsicherheit und Herausforderungen. Streit gehört dazu – entscheidend ist, produktiv zu streiten. Ein guter Mitgründer ergänzt das eigene Skillset und ermöglicht konstruktive Diskussionen.

Bild: @Uniwunder

Wir bedanken uns bei Matthias Auer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Kann eine einfache Idee den Spaß am Backen völlig neu entfachen?

0
Streuselade Schokostreusel und Community verbinden Jennifer Kraus präsentiert mit „Streuselade“ bunte Streusel aus Schokolade. Sie erhofft sich ein Investment von 75.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Streuselade wird am 08. Dezember 2025 um 20:15 in der Höhle der Löwen in der Folge Die Höhle der Löwen Endlich Weihnachten pitchen und seine neuartige Idee einem großen Publikum vorstellen.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Vor und hinter der Kamera, der Kücheninsel, den Rezepten und den Produkten stehe ich, Jennifer Kraus, Kommunikationsdesignerin und leidenschaftliche Hobbybäckerin aus Frankfurt. Hinter dem Startup stehe ich als Gründerin – unterstützt von einem kleinen Team fantastischer Mitarbeiterinnen und einer treuen Community, die mich seit vielen Jahren begleitet. 2017 habe ich Meine Backbox gegründet, eine Überraschungsbox rund ums Backen. Daraus ist eine tolle Back-Community entstanden, die mich letztlich auch ermutigt hat, eigene Produkte zu entwickeln.
So entstand Streuselade – bunte Schokostreusel, die es vorher nicht gab.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir sind im Food- und Backsegment zuhause. Meine Backbox ist die Überraschungsbox rund ums Backen mit überraschenden Zutaten, nützlichem Zubehör und dazu passenden Rezepten. Mit Streuselade ergänzen wir nun eigenes Produkt, das Backdekoration neu denkt: farbenfrohe, zartschmelzende Schokostreusel.
Was uns auszeichnet ist die Kombination aus Kreativität, Marketing und Innovation im Backmarkt.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Die Idee entstand in der Adventszeit 2023, bei einer Tradition, die ich seit Jahren pflege: Ich mache jedes Jahr Pralinen für Freunde und Familie. Als ich Rumkugeln in dunklen Schokostreuseln gewälzt habe, dachte ich plötzlich: „Die Kugeln sehen so langweilig aus… Warum gibt es das eigentlich nicht auch in bunt?“ 
Zuckerstreusel sind hübsch, schmecken aber nicht und sind hart zu kauen. Schokostreusel sind zartschmelzend lecker, aber immer nur braun. Genau da lag die Marktlücke – und aus diesem Moment in meiner Küche heraus entstand die Idee zu Streuselade.

Was macht das Konzept oder die Technologie besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Die Innovation liegt darin, zwei Welten zu verbinden: die Optik klassischer Zuckerstreusel mit dem Geschmack zartschmelzender Schokolade. Das gab es vorher schlicht nicht. Dazu kommen saisonale Editionen mit kleinen Schokomotiven wie Tannenbäumchen, Herzen oder Perlen – alles aus Schokolade, aber modern und farbenfroh.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Man muss sich nicht mehr entscheiden zwischen „schön“ oder „lecker“.
Unsere Streuselade sieht aus wie herkömmliche Zuckerstreusel, schmecken aber nach Schokolade. Sie sind zart, schmelzen im Mund und passen zu Kuchen, Plätzchen, Desserts oder Eis. Das macht Backdeko alltagstauglicher und gleichzeitig besonders.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung hat über ein Jahr gedauert und war sehr herausfordernd. Ich habe mit so gut wie allen Zucker- als auch Schokostreusel-Produzenten aus ganz Europa gesprochen, doch jeder sagte mir, dass das nicht möglich sei oder man nicht die Maschinen dafür hätte. Zum Glück habe ich am Ende einen tollen Produzenten gefunden, der sich mit uns zusammen dieser Herausforderung gestellt hat. Wir haben viele Monate getestet und ausprobiert, bis Geschmack, Schmelz und Farbe perfekt zusammengepasst haben. Die ersten Kundentests liefen über die Community von Meine Backbox – und die Resonanz war überwältigend:
„Warum gibt es das nicht längst?“ und „Endlich schmeckt Deko auch nach etwas!“
Dieses Feedback hat uns bestätigt, dass wir eine echte Lücke schließen.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Meine Vision ist, dass Streuselade irgendwann als Synonym für bunte Schokostreusel verstanden wird. Während der Entwicklungsphase hatten wir zusätzlich eine Variante vorgestellt, die komplett ohne Kakao auskommt und auf Johannisbrot basiert. Die Idee war spannend, aber letztlich haben wir sie verworfen, weil wir uns vollständig auf das Wichtigste konzentrieren wollten: Geschmack und Genuss.
Ein großer Meilenstein ist bereits erreicht:
Wir stehen mit Streuselade bei REWE in den Regionen Ost und Süd sowie bundesweit bei HIT im Regal und natürlich in unserem Onlineshop unter www.streuselade.de

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Ich habe die Sendung viele Jahre verfolgt und mir vorgenommen: „Irgendwann traue ich mich hin.“ Mit Streuselade war dieser Moment gekommen. Es ist ein Produkt, das man wunderbar im Handel platzieren kann und worin ich großes Potential sehen. Aber auch, was man erklären muss, weil es völlig neu ist. Die Plattform, die die Show bietet, ist für solche Innovationen ideal. Und die Chance auf einen Deal sowie ehrliches Feedback von Expertinnen und Experten zu bekommen, wollte ich unbedingt nutzen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Mir ging es vor allem um strategische Unterstützung, den direkten Austausch mit Expertinnen und Experten und Zugang zum Handel. Ein Investment könnte uns ermöglichen, größere Chargen zu produzieren und schneller flächendeckend verfügbar zu werden.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir fokussieren uns klar auf unsere schokoladigen Streuselade-Sorten, bauen die Produktion aus und arbeiten an neuen saisonalen Mischungen. Außerdem möchten wir unsere Präsenz im Lebensmitteleinzelhandel weiter ausbauen.
Meine Backbox bleibt weiterhin unsere kreative Plattform – Streuselade ist die ideale Ergänzung dazu.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Die wichtigste Erkenntnis ist, wie wertvoll eine ehrliche und engagierte Community ist. Ihr Feedback und das der Löwen hat Streuselade in entscheidenden Momenten geformt.
Und ich habe gelernt, wie viel Mut, Geduld und Ausdauer eine Gründung wirklich erfordert. Höhen und Tiefen gehören dazu – und man wächst an beiden.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Startet, bevor ihr glaubt, bereit zu sein. Testet früh, hört zu, verbessert.
Lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht sofort klappt. Und sucht die Nähe zu eurer Community – sie ist oft der ehrlichste und beste Kompass.

Sehen Sie Streuselade am 8. Dezember 2025 in der Höhle der Löwen – Endlich Weihnachten

Bild: Jennifer Kraus präsentiert mit Streuselade bunte Streusel aus Schokolade. Sie erhofft sich ein Investment von 75.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei  Jennifer Kraus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie entsteht aus einer einfachen Idee ein Erlebnis, das Menschen berührt?

0
TannTastisch Produkte aus der Tanne begeistern Christian Mai präsentiert mit „Tanntastisch“ Genuss aus der Tanne. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. +++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++ RTL / Bernd-Michael Maurer

TannTastisch wird am 08. Dezember 2025 um 20:15 in der Höhle der Löwen in der Folge Die Höhle der Löwen Endlich Weihnachten pitchen und stellt dabei seine besondere Idee einem großen Publikum vor.

Wie ist TannTastisch entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Christian Mai: Mein Vater verkauft seit über 30 Jahren Weihnachtsbäume. Ich habe die Firma übernommen und baue diese weiter aus. Mein Ziel ist es nicht mehr nur Weihnachtsbäume zu verkaufen, sondern die Werte von Weihnachten zu vermitteln: Gemeinschaft, Familie, Liebe und Hoffnung. Außerdem möchte ich die Tanne mit allen Sinnen erlebbar machen. Daraus ist die Marke fantastisch entstanden, mit den Produkten in den Bereichen Kosmetik, Feinkost und Spirituosen.

In welcher Branche ist TannTastisch tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir sind innerhalb der Landwirtschaft und der Direktvermarktung tätig. Die Produkte gibt es mittlerweile auch im Einzelhandel, lokale Händlerinnen und Händler, beispielsweise Rewe und Edeka, haben unsere Produkte mit in das Sortiment aufgenommen.

Die Besonderheit der Produkte besteht darin, dass wir unsere eigenen Nadeln in den verschiedenen Produkten weiterverarbeiten. Außerdem sind die Kosmetikprodukte durch die Düfte unserer verschiedenen Tannen Sorten inspiriert.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Das größte Problem bestand darin, gute Partner zu finden, die auf den jeweiligen Gebieten Spezialisten sind und sich der Produktion unserer Produkte annehmen. So haben wir einen ausgezeichneten Hersteller in Sachsen gefunden, der unsere Spirituosen produziert. Wir haben ein hervorragendes Unternehmen in Österreich gefunden, welches sich mit unserem Signaturduft aus den Tannen beschäftigt hat und uns die ganzen Produkte im Bereich Kosmetik produziert.

Die Bio-Zertifizierung von TannTastisch im weiteren Verlauf war dann einfach.

Zur Initialen Inspiration: der rote Eierlikör von Erdbeer Karl, aus der Erdbeere, hat mich immer schon inspiriert. Ich wollte danach schon immer einen grünen Eierlikör mit Tannengeschmack.

2020 bin ich durch unsere Tannenplantage spaziert, und habe die jungen beitriebe der Norman seine probiert. Diese haben fruchtig, leicht Zitrone nicht geschmeckt. Daraus ist dann Initial die Tannen Orangenmarmelade entstanden. Aus meiner Erfahrung bei Lidl wusste ich, dass der Absatz von Orangenmarmelade im Winter stark ansteigt. Die Kombination aus orange und Tanne erschien mir danach passend.

Was macht das Konzept oder die Technologie von TannTastisch besonders? Welche innovativen Ansätze kommen zum Einsatz?

Der innovative Ansatz besteht darin, aus der Tanne mehr zu machen als nur den Baum für das Wohnzimmer. Die jungen Mai-Triebe werden beim Austrieb geerntet. Sie sind ohnehin Abfallprodukt, weil die Tonnen schlank, gehalten werden, und dafür werden die Triebe gekürzt.

Wir haben außerdem erstmalig in diesem Jahr die Nadeln der Nordmanntanne destilliert. Das Destillat hat auch heilende Wirkungen nachgewiesen bekommen, wir haben es entsprechend untersuchen lassen. Aus diesem Destillat werden wir in Zukunft selbstständig Kosmetikprodukte und Düfte zusammenstellen.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Die Produkte von uns bieten auf jeden Fall Abwechslung. Sie passen ausgezeichnet in die Zeit in die Zeit von Weihnachten, werden aber auch unterjährig gut gekauft.

Wie wurde das Produkt entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Es gibt insgesamt 41 verschiedene Produkte. Aus den Bereichen Kosmetik, Feinkost und Spirituosen. Alle Produkte sind marktreif, und es befinden sich aktuell vier Produkte in der Testphase.

Welche Vision verfolgt TannTastisch? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Wie als Unternehmen verfolgt die Strategie die Werte von Weihnachten, Gemeinschaft, Familie, Liebe und Hoffnung, auch ganzjährig, mit den Produkten von fantastisch und dem Erlebnis auf unseren Höfen zu vermitteln. Dabei ist wichtig, dass die immer grüne Nadel von der Tanne für die Hoffnung steht. Auch das ist etwas, was wir transportieren möchten. Unsere Vision ist daher sehr werteorientiert.

Wir planen für unser Unternehmen, den Bau eines kleinen Erlebnishofes. Außerdem ist der Ausbau des Onlineshops geplant.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Nachdem ich aus der Organisation Pallen Welt ausgestiegen bin und jetzt im Familienbetrieb arbeite, gibt es nicht mehr so viele Einflüsse von außen. Mein größtes Ziel war es über die Höhle der Löwen einen Mentor zu finden beziehungsweise ein Mentor. Außerdem hatten wir zum damaligen Zeitpunkt die Möglichkeit im Bereich des Einzelhandels zu skalieren, dafür wäre eine Investition nötig gewesen. Diese wollte ich gerne gemeinsam mit den Löwen umsetzen.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Die 100.000 € zu 25 % waren deshalb vor allem auch mit den 25 % versehen, weil es mir mehr auch um eine Partnerschaft geht. Mir ist wichtig einen Mentor beziehungsweise ein Mentor zu finden, mit der ich neue Ideen, verschiedene Ansätze und meine Vision diskutieren kann und zudem oder der ich auf blicken kann.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen für TannTastisch?

Es geht vor allen Dingen darum, die vielen Produkte zu stabilisieren, die Produktionskette zu festigen, den Onlineshop auszubauen und dann schlussendlich auch weiter im Einzelhandel präsenter zu werden.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Meine Erfahrung bei Lidl in Deutschland und in den USA ist auf jeden Fall richtungsweisend für das Handeln unserer Firma.

Die Erfahrung, die Senior und die Bodenständigkeit meines Herrn Vaters mit dem bodenständigen Produkt Tannenbaum, sind außerdem prägen für das Handeln in der Firma.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Nie aufgeben, immer weitermachen, neu justieren, anpassen und in der Umsetzung bleiben. Wenn man lange genug und diszipliniert an den verschiedenen Themen dranbleibt, werden die allermeisten sicherlich auch erfolgreich sein. Auch bei den Bewerbungsprozess zu den Löwen, war es ein mehrstufiger Prozess, an dem man dranbleiben musste, damit es am Ende erfolgreich wird.

Sehen Sie TannTastisch am 8. Dezember 2025 in der Höhle der Löwen – Endlich Weihnachten

Bild: Christian Mai präsentiert mit Tanntastisch Genuss aus der Tanne. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Dr Christian Mai für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neueste Beiträge

AMERIA AG sammelt 50 Millionen Euro über Companisto Albrecht Metter, CEO AMERIA AG

Wie ein deutsches Deep-Tech-Startup 50 Millionen Euro einsammelt

0
Die AMERIA AG hat über das Companisto Business Angel Netzwerk mehr als 50 Millionen Euro von privaten Investoren eingesammelt. Gemeinsam mit SONY bringt das Deep-Tech-Unternehmen ein innovatives Produkt für immersive Anwendungen weltweit auf den Markt.