Freitag, April 3, 2026
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Je besser du dein Produkt verstehst, desto besser kannst du es entwickeln und vermarkten

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Scaling Spaces aus Berlin und bietet professionell gemanagte Büros mit Flexibilität bei Vertrag, Raumplanung, Ausstattung

Scaling Spaces professionell gemanagte Büros mit Flexibilität bei Vertrag, Raumplanung, Ausstattung

Stellen Sie sich und das Startup Scaling Spaces doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Scaling Spaces aus Berlin und bieten professionell gemanagte Büros mit Flexibilität bei Vertrag, Raumplanung, Ausstattung und Services für sowohl den langfristigen als auch für den vorübergehenden Bedarf an. Von der Suche bis zum Betrieb übernehmen wir alle Leistungen für professionelles Arbeiten als One-Stop-Lösung oder auch in einzelnen Bausteinen.

Wir glauben, viele Unternehmen brauchen flexiblen Platz zum Wachsen und zum Ausgleich von temporären Personalschwankungen – oft kurzfristig, kaum planbar und mit operativen Herausforderungen. Weder traditionelle Büros noch Coworking-Spaces sind hierbei die richtige Antwort. 

Als Lösung bieten wir daher schlüsselfertige Büros ohne Kapitalbindung an, dafür mit Flexibilität – auf Wunsch auch maßgeschneidert. Sowohl fix angemietete Büros als auch spontane Ausweichflächen stehen zur Verfügung, beispielsweise für Home-Office-Mitarbeiter. Wir übernehmen den kompletten Betrieb und schaffen eine private, aber auch professionelle Arbeitsatmosphäre. Nutzflächen können dabei zwischen Mietern geteilt werden, sodass ein ideales Kosten-Nutzen-Verhältnis entsteht. Die Lösung aus einer Hand – von der Suche bis zum Betrieb – gibt mehr Raum und Zeit für die Entwicklung unserer Kunden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Schon im Studium hatte ich das Ziel, ein eigenes Unternehmen zu entwickeln. Mich reizt es dabei vor allem, selbst etwas Neues nach eigenen Vorstellungen zu schaffen und dabei ein motiviertes Team mit spannenden Persönlichkeiten aufzubauen. Genauso bedeutend ist für mich das Produkt als Mittelpunkt meines Unternehmens. Mein Ziel ist es, entweder ein Problem zu lösen, das ich selbst kannte oder ein gesellschaftliches Problem in Angriff zu nehmen, das mich persönlich interessiert. 

Welche Vision steckt hinter Scaling Spaces?

Scaling Spaces – The Flexible Office Company. Unsere Vision ist das funktionierende Büro als unkomplizierte, flexibel verfügbare Serviceleistung. Damit entwickeln wir die traditionelle Gewerbemiete zum One-Stop-Service-Angebot.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Jeder Unternehmensgründer weiß, dass der Aufbau eines Unternehmens eine einzige nie endende Herausforderung ist. Das im Übrigen ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe, warum der Aufbau eines Unternehmens für viele so spannend und persönlich erfüllend ist – gleichermaßen aber auch mindestens genauso viele davon abhält. Ich kann kaum sagen, was die größte Herausforderung ist oder war, da sich das wie gesagt fortlaufend weiterentwickelt. Aktuell ist sicherlich die Wirtschaftskrise eine neue, noch nie dagewesene Herausforderung für mich und mein Unternehmen. 

Wir haben uns zu Anfang über eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital finanziert. Inzwischen können wir uns sehr gut über unseren Cashflow finanzieren und stemmen neue Projekte vor allem über Fremdkapital. 

Wer ist die Zielgruppe von Scaling Spaces?

Unsere Zielgruppen sind alle Unternehmen und Teams, die flexible Bürolösungen brauchen. Insbesondere bei schnellem Wachstum oder in Phasen der Unsicherheit ist Flexibilität besonders gefragt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass wir Kunden aus diversen Branchen bei uns haben und sich daraus eine interessante Mischung aus Startups, KMUs, Investoren und großen Corporates ergeben hat.

Wie funktioniert Scaling Spaces? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir kombinieren die Vorteile eines eigenen Büros – wie Privatsphäre und individuelle Firmenkultur im Büro – mit den Vorteilen von Coworking, wie Flexibilität und Gemeinschaftsaktivitäten. Dabei können wir (fast) alles ermöglichen, was Kunden sich wünschen. Die Größe des Kunden spielt dabei keine Rolle. Diese Kombination von professionell gemanagten Büros mit individueller Arbeitsatmosphäre und Flexibilität bei Vertrag, Raumplanung, Ausstattung und Services kennen wir so nicht von anderen Anbietern. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Es ist natürlich klar, dass sich in dieser noch nie dagewesenen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Krise, jedes Unternehmen irgendwie verändert – sei es wegen der direkten wirtschaftlichen Auswirkungen oder wegen der persönlichen Erfahrungen mit der neuen Lebenssituation. Um sagen zu können, wie genau sich unser Unternehmen bereits verändert hat oder noch verändern wird, ist es aus meiner Sicht noch zu früh. Fest steht allerdings, dass uns die fest in unserem Mindset verankerte Kernkompetenz der Flexibilität in diesen Zeiten eher hilft als schadet.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Also zuerst versucht man in solchen Zeiten natürlich Kosten zu sparen. Wo vorher oftmals Wachstum an erster Stelle stand, geht es nun recht schnell um Schadensbegrenzung. Ich denke, das trifft auf so ziemlich jedes Unternehmen in dieser Phase zu. Da sind wir keine Ausnahme. Wir sind jedoch schnell wieder dazu übergegangen, uns auf langfristige Fragen zu konzentrieren: Wie wird sich der Büromarkt langfristig entwickeln? Wie gehen Kunden mit der neuen Situation um? Welche Rolle wird Home Office in Zukunft spielen? Diese Fragen können wir zwar noch nicht abschließend beantworten, aber uns zumindest schon mit möglichen Lösungen beschäftigen. Eine Konsequenz ist zum Beispiel, dass wir unseren Kunden spontane Ausweichflächen anbieten, die „Besucher“ aus dem Home Office bei Bedarf nutzen können. Ob unsere Kunden das Angebot tatsächlich in Anspruch nehmen, werden wir sehen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir haben auch in der Vergangenheit schon immer die These vertreten, dass gerade in Krisenzeiten flexible Büroflächen für viele Unternehmen eine Chance sind. Steht ein Unternehmen möglicherweise aktuell vor der Entscheidung, einen mehrjährigen Mietvertrag verlängern zu müssen, dürfte es stattdessen womöglich eher eine kurzfristige, flexible Lösung bevorzugen. Schließlich sind diese Vorteile in unsicheren Zeiten besonders wertvoll. Auch kann sich durch die Krise insgesamt ein Trend zu neuen Arbeitsplatzmodellen ergeben, der bei Konzepten mit Rund-Um-Service viel besser abgebildet werden könnte, als in einem komplett selbst angemieteten und eigenständig gemanagten Bürokomplex mit hohen Investitions- und Bindungskosten. Auch wenn sich dadurch viele Fragen ergeben, die sich erst mit der Zeit beantworten lassen, empfinden wir diese Herausforderung als eine spannende Möglichkeit, die Vorteile von Scaling Spaces noch besser unter Beweis stellen zu können.

Scaling Spaces, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zugegebenermaßen sind Fünf-Jahres-Pläne zurzeit nicht unser Hauptaugenmerk. Grundsätzlich haben wir jedoch nach wie vor geplant, unser Unternehmen weiter auszubauen. Wir haben nun sieben Standorte in Berlin und planen weitere. Auch der Sprung in andere Städte gehört zu unseren Wachstumsplänen. Wir wachsen jedoch nicht um jeden Preis, sondern gehen neue Projekte mit Bedacht und großer Sorgfalt an. Im Kern unserer Expansion steht immer die nachhaltige Profitabilität unseres Geschäftsmodells. Daher verzichten wir im Zweifel lieber auf etwas Geschwindigkeit und wachsen weiter gesund und langfristig. Das schätzen nicht nur unsere Gesellschafter, Geldgeber und Mitarbeiter, sondern auch die Gebäudeeigentümer und unsere Kunden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es gibt so unfassbar viele Tipps, die man als Gründer beachten sollte. Am Ende muss man die meisten Erfahrungen dann allerdings immer noch selbst machen. Nichtsdestotrotz kann ich aus meiner eigenen Gründungserfahrung natürlich sagen, was mir persönlich besonders wichtig erscheint. 

Auch wenn es zunächst abgedroschen klingt: Überlegt euch gut, mit wem ihr zusammen ein Unternehmen gründen und aufbauen möchtet. Ihr werdet sehr viel Zeit miteinander verbringen und hitzige Diskussionen führen. Da ist es wichtig, sich auch auf persönlicher Ebene gut miteinander zu verstehen. Man muss nicht zwangsläufig mit seinem besten Freund gründen – das kann sogar für manche eher hinderlich sein – aber man muss gut und gerne zusammenarbeiten können. 

Gleiches gilt aus meiner Sicht auch für das Produkt. Je besser du dein Produkt verstehst und je mehr du dich damit identifizierst, desto besser kannst du es entwickeln und vermarkten. 

Und zu guter Letzt: Unweigerlich wird es viele sehr harte Momente für dich geben. Lass dich davon nicht unterkriegen. Deine Erfolge werden dich für die ganzen Anstrengungen und Schmerzen mehr als belohnen und sind durch nichts zu ersetzen. Ob dir das Spaß macht, wirst du schnell merken. 

Wir bedanken uns bei Martin Ballweg das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Es kommt immer anders als man denkt

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Die Gründer von TULIPANS, Keto Produkte zuckerarm und Lower Carb, waren in der PULS4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup TULIPANS doch kurz vor!

Die Gründer von TULIPANS, sind mein Mann Leo und ich Julia Tulipan. Wir sind seit mehr als 20 Jahren ein Team und gehen durch dick und dünn. Julia ist Biologin, Master of Science in klinischer Ernährungsmedizin und Beststeller Autorin. Leo ist IT-Ingenieur mit langjähriger Erfahrung in Marketing und Design.

35 kg Zucker pro Jahr isst jeder Österreicher und über 50 % der Menschen sind übergewichtig. Aber woran liegts? Wir sehen eine Ursache dafür, im erhöhten Zucker- und Kohlenhydratkonsum. Oft fehlt es Konsumentinnen und Konsumenten an der Zeit für die Essenszubereitung. Es muss schnell gehen und so wird tendenziell zu den falschen Lebensmitteln gegriffen. TULIPANS bietet dafür eine Lösung: zuckerarme Lebensmittel mit genialem Geschmack. Zudem machen die Produkte richtig satt und geben langanhaltende Energie.

Eines unserer ersten Produkte, das Keto Granola, besteht ausschließlich aus schonend gebackenen Nüssen und Saaten. Wir verzichten bewusst auf Soja und künstliche Süßstoffe. Dadurch ist unser Granola besonders gut verträglich und macht lange satt. Es hat 80 % weniger Kohlenhydrate als vergleichbare Granolas. Wir sind der Überzeugung: Geschmack braucht keinen Zucker.

Wie ist die Idee zu TULIPANS entstanden?

Ich, Julia, hatte selbst über 15 Jahre lang mit meiner Gesundheit und meinem Gewicht zu kämpfen. Nach jahrelanger Suche konnte ich erst durch die ketogenen Ernährung meine Gesundheit wieder zurückerobern. Begeistert von dieser Ernährungsweise ermöglichen wir nun auch anderen Menschen einen einfachen Einstieg in ein zuckerfreies Leben. Wir entwickeln die low-carb/keto Lebensmittel die uns selbst immer für eine einfache Umsetzung und den Umstieg auf diese Ernährungsweise gefehlt haben.

Welche Vision steckt hinter TULIPANS?

Unsere Vision ist es Menschen dabei zu helfen, die Kontrolle über ihren Körper und ihre Gesundheit zurückzuerobern. Die Idee, dass fettarme und kalorienarme Ernährung eine Lösung aller Gesundheitsprobleme ist, hat sich als Irrweg herausgestellt. Niemand kann ein Leben lang kalorienzählen und hungern. Das ist auch nicht notwendig, wenn man die richtigen Lebensmittel auswählt. Nicht Kalorien, sondern die hormonelle Reaktion des Körpers auf das Essen bestimmt, ob Fett eingelagert wird und wie hungrig oder satt wir uns fühlen.

Besonders Zucker und Kohlenhydrate bringen dieses sensible Gleichgewicht durcheinander. Dauerhunger und Energielöcher sind die Folge. Die Bedeutung einer low-carb Ernährung haben auch schon die großen Fachgesellschaften erkannt. So empfiehlt die American Diabetes Association Low-Carb zur Therapie von Typ 2 Diabetes. Wir wollen mit unseren low-carb Lebensmitteln einen Beitrag leisten und die Reduktion von Zucker im Alltag leichter machen.

Wer ist die Zielgruppe von TULIPANS?

Unsere Zielgruppe sind gesundheitsbewusste Menschen, denen ihr Körper wichtig ist und die immer top leistungsfähig sein möchten. Unsere Kunden sind oft High Performer – also Personen in Positionen und Berufen, die sehr viel von ihnen abverlangen – die den ganzen Tag über leistungsfähig bleiben müssen. Gerade diese Menschen haben oft wenig Zeit selbst zu kochen und da sind unsere Produkte eine einfache und praktische Möglichkeit. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir verfolgen schon lange die britische Sendung „Dragon‘s Den“ und waren immer begeistert von der Idee sich vor kritischen Investoren und UnternehmerInnen zu präsentieren. Dann haben wir begonnen uns auch die PULS 4 Start Up Show „2 Minuten 2 Millionen“ anzusehen. Wir haben lange mit der Idee gespielt uns einfach einmal zu bewerben, haben aber bald den Entschluss gefasst, dass wir es versuchen wollen. Wir wollten dafür allerdings schon etwas vorzuweisen haben. Nachdem wir 2017 mit dem Verkauf von unserem Keto Granola begonnen hatten, erste Erfolge verzeichnen durften und natürlich auch sehr viel dazu gelernt hatten, haben wir dann beschlossen uns zu bewerben. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Nachdem wir die Zusage von PULS 4 bekommen haben, überschlugen sich die Ereignisse. Wir hatten für unseren bevorstehenden Auftritt noch einiges vorzubereiten. Neben dem Pitch selbst mussten wir uns überlegen, wie wir am besten unser Müsli zum Verkosten anbieten und präsentieren. Wir haben uns auch vor der Zusage schon viele Folgen von „2 Minuten 2 Millionen“ angesehen, um ein Gefühl für die Stimmung zu bekommen und auch welche Fragen üblicherweise von den Investoren gestellt werden.

Zum Glück hatten wir in dieser Zeit schon Heinrich Prokop und das Team von Clever Clover an unserer Seite. Wir hatten auch schon in der Vergangenheit an einigen Startup Pitch Programme teilgenommen, dadurch war die Situation selbst nicht mehr ganz so neu für uns und wir hatten dadurch die Möglichkeit immer wieder Feedback zu unserem Pitch einzubauen und diesen zu verfeinern.  Sehr hilfreich waren auch die Pitch Tipps von Florian Kandler. Zum Schluss bleibt nur proben, proben, proben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das war extrem motivierend. Außerdem hat es uns den Anstoß gegeben, eine lang diskutierte Namensänderung durchzuführen. Uns war klar, dass wir nur diese eine Chance haben uns einem breiten Publikum erstmals zu präsentieren. Damit war klar, wenn die Namensänderung, dann jetzt. Wir haben von da an jeden Moment genutzt, um den neuen Namen zu finalisieren, das Branding zu ändern, die Produktmuster drucken zu lassen, Rollups zu machen. Das war schon ein Gewaltakt, den wir ohne unsere Mentoren, Stefan Wagner und dem Team der Agentur Union Wagner nicht geschafft hätten.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf TULIPANS aufmerksam werden?

Die Teilnahme bei „2 Minuten 2 Millionen“ auf PULS 4 hat und hatte für uns große Bedeutung. Einerseits ist es für uns eine große Bühne und bietet die Möglichkeit sich einem breiteren Publikum zu präsentieren und unser Produkt vorzustellen, andererseits ist es ein wichtiges außenwirksames Signal. Gerade als Food Startup ist es nicht leicht neben den ganz großen Marken aufzufallen. Ein weiterer wichtiger Ansporn war das REWE Startup Ticket. Die Möglichkeit sich in Österreich im Lebensmitteleinzelhandel präsentieren zu können, ist besonders wertvoll und wir wollen auch mit Handelspartnern in Deutschland bald durchstarten. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir dachten eigentlich zuerst an Katharina Schneider vom mediashop.tv. Da low carb und insbesondere Keto immer noch erklärungsbedürftig sind und wir wussten, dass ähnliche Produkte in Deutschland über Tele-Shopping gut angenommen werden. 

Aber auch Florian Gschwandtner war für uns eine Möglichkeit, da er als Sportler einen Zugang zu gesunder Ernährung hat und auch Keto für Ihn nichts Unbekanntes ist. Es war uns aber klar, dass Florian Gschwandtner auch ein großes Interesse an Technologie-Startups hat.

Das eigentliche Investment Angebot von Dr. Hans-Peter Haselsteiner kam dann wirklich sehr überraschend. Doch umso mehr freuen wir uns, dass wir einen so versierten Unternehmer wie Herrn Dr. Haselsteiner durch unsere Qualitäten als Gründer überzeugen konnten. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Nach unserem Pitch bei „2 Minuten 2 Millionen“ ist es dann erst so richtig losgegangen. Bis dahin hatten wir mit einem kleinen Bäcker zusammen produziert. Unser Erfolg in der Sendung war dann für uns der Startschuss nach einem weiteren Partner zu suchen, der uns bei der Großproduktion unseres GRANOLAS unterstützen kann. Die Adaptierung der Rezeptur für die Industrialisierung, Branding und Verpackung mussten finalisiert werden. All das hat uns gepusht noch fokussierter und konzentrierter an unserem Business zu arbeiten. Die vielen neuen Herausforderungen haben uns als Unternehmer und Menschen wachsen lassen. Wir haben auch wieder einmal gesehen, dass wir als Team einfach unschlagbar sind.

TULIPANS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es KETO als Lebensstil so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen und den Einstieg zu erleichtern. Wir haben schon jetzt ein breites Produktportfolio, doch werden wir hier weiter innovativ sein und unsere einzigartige Stärke, ein tiefes Verständnis von Keto-Ernährung, dazu nutzen das Portfolio weiter auszubauen. In fünf Jahren sehen wir uns im Keto-Segment als Leader am internationalen Markt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Keine Angst haben, um Unterstützung zu bitten. Es gibt viele Menschen, die einen wirklich gerne unterstützen und ihr Wissen teilen. Mentoren waren für uns sehr wichtig. 

Auch wenn man am Anfang vielleicht nur allein oder zu zweit im Startup arbeitet, ist es wichtig gleich die richtigen Strukturen aufzubauen. Es geht darum Abläufe zu definieren, Strukturen zu schaffen. Baut man dieses saubere Fundament, dann kann später das Startup auch leichter wachsen. Hier gibt es viele kostengünstige Tools. Lerne die Tools kennen, denn wenn du wächst ist es zu spät die Workflows einzuführen.

„Es kommt immer anders als man denkt“ – es läuft ja selten wie geplant, aber gerade am Anfang besteht das Startup-Leben beinahe nur daraus Hindernisse zu umschiffen. Hier hat uns tatsächlich das Gedankenkonzept der Stoiker sehr geholfen. Denn Hindernisse zu bewältigen heißt auch neue Perspektiven zu finden. Sich darauf konzentrieren was in deiner Macht steht zu verändern und nicht über Dinge ärgern, die sowieso außerhalb des persönlichen Einflussbereiches liegen. 

Bild/Copyright: Credits:(c) PULS 4/ Gerry Frank

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Julia und Leo Tulipan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habe keine Angst um Hilfe zu fragen

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CanMixx, nachhaltiges Misch- und Siebkonzept 2 Minuten 2 Millionen

Lukas Grasser Gründer von CanMixx, nachhaltiges Misch- und Siebkonzept, war in der PULS4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup CanMixx doch kurz vor!

Hallo mein Name ist Lukas Grasser und ich bin Geschäftsführer bei CanMixx. Ursprünglich habe ich Maurer gelernt und war auf vielen Baustellen tätig, wo ich immer wieder mit der Problematik der Mischmaschine konfrontiert war. Nicht nur das Gewicht, der Transport oder der Aufbau gestalten sich als mühselig, sondern die Reinigung wo Unmengen an Wasser benötigt werden, war mir ein Dorn im Auge.

Bei CanMixx handelt es sich um ein absolut neues und innovatives Produkt. Egal ob Beton, Mörtel, Putz, Estrich oder Futtermittel, mit uns gelingt ihr Wunsch-Projekt kinderleicht. Das lästige Kabel legen und der störende Lärm fallen bei uns weg, denn CanMixx funktioniert absolut stromfrei und nahezu geräuschlos. Auch eine Reinigung mit Wasser ist nicht mehr nötig, denn in Zeiten des Klimawandels setzen wir stark auf Nachhaltigkeit und sparen somit wertvolles Trinkwasser ein.

Im Garten, Rund ums Haus oder auf Kleinbaustellen, CanMixx ist vielseitig einsetzbar und leicht zu Transportieren. Aber auch für unsere Gartenfreunde bietet wir ein breites Spektrum, denn ihr Kompost kann jetzt ganz einfach und schnell durchgesiebt werden. Zusätzlich aber auch im Sommer als Hängematte, Anhängernetz oder als Unterlage für den Baum- und Grünschnitt verwendet werden.

Wie ist die Idee zu CanMixx entstanden?

Vor ein paar Jahren hat mein Freund und Geschäftspartner Wolfgang ein Grundstück in Kanada erworben und wollte darauf ein Blockhaus bauen. Da das Grundstück nur mit einem Boot erreichbar ist mussten alle Baumaterialien mit dem Boot gebracht werden. Natürlich auch eine Mischmaschine und einem Stromaggregat. Als ein Sturm aufzog deckten wir den Beton und die Maschinen mit Planen zu und fuhren mit dem Boot in die nächstgelegene Stadt. Am nächsten Tag fuhren wir wieder zum Grundstück und wollten die Fundamente betonieren, als wir bemerkten das der Sturm unserem Beton abgedeckt hat und mehrere Betonsäcke aufgerissen waren. Die aufgerissenen Betonsäcke lagen auf der Plane die mit Wasser vollgelaufen war. Wir nahmen die Plane und begannen den Beton und das Wasser durchzumischen. Wir staunten über das Ergebnis und betonierten gleich mit der Plane die restlichen Fundamente.  

Welche Vision steckt hinter CanMixx?

Unsere Vision ist ein nachhaltiges Misch- und Siebangebot für Daheim. Nachhaltig deswegen, weil man für die Herstellung des Mischguts keinen Strom benötigt, auch eine Reinigung mit unserem wertvollen Trinkwasser ist nicht mehr nötig. Somit werden unsere kostbaren Ressourcen eingespart und nebenbei unsere Umwelt geschont.

Wer ist die Zielgruppe von CanMixx?

Egal ob Handwerker oder Hobbygärtner Jung oder Alt, Canmixx kann jeder bedienen. Einen neuen Zaun oder einfach die Erde sieben für das neue Hochbeet. Die Punktfundamente für das neue Carport oder nur als Hängematte im Sommer. Canmixx ist vielseitig einsetzbar und ein echter Allrounder.  

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Da wir ein junges Unternehmen sind und „2 Minuten 2 Millionen“ auf PULS 4 eine große Chance für Start-Ups bieten kann, haben wir uns dazu entschlossen uns zu bewerben. Wir wollten unsere Idee einfach einmal vorstellen und hatten nichts zu verlieren

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Es war uns wichtig, dass wir den Investoren bei der PULS 4 Start Up Show zeigen, was unser Produkt kann. Wir haben uns schon ein wenig auf den Pitch und die Sendung vorbereitet. Nach Wien sind wir dann einfach auf gut Glück gefahren und haben gesagt, es wird schon irgendwie klappen.

CanMixx, nachhaltiges Misch- und Siebkonzept 2 Minuten 2 Millionen

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Natürlich waren wir alle sehr erfreut, dass unsere Idee vom Nachhaltigen Mischen- und Sieben gut angekommen ist und dass wir bei „2 Minuten 2 Millionen“ unser Produkt präsentieren konnten. Wir wollen einfach das die Menschen mehr auf unsere Ressourcen Acht geben und nicht so verschwenderisch damit umgehen. Unsere Vision ist es einfach ein wenig Nachhaltigkeit in jeden Haushalt zu bringen.  

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Canmixx aufmerksam werden?

Im Nachhinein betrachtet war das die beste Situation für uns.  Wir hatten die Möglichkeit unser Produkt und unsere Vision vor den Investoren und den Zusehern zu präsentieren. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten keinen speziellen Investor im Fokus, jeder Investor hat seine eigenen Fachgebiete. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Für diese Frage ist es noch etwas zu früh. Wie unser Pitch ausgegangen ist, ist in der Sendung am 28. April um 20:15 Uhr auf PULS 4 zu sehen. 

Canmixx, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir wollen natürlich mit unserem nachhaltigen Misch- und Siebkonzept jeden Heimwerker und Hobbygärtner erreichen. Einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Weg beschreiten.

Leider kann ich nicht in die Zukunft schauen, aber ich hoffe, dass Canmixx in 5 Jahren europaweit bekannt ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Sei von deiner Idee/Produkt absolut überzeugt.

2. Habe keine Angst um Hilfe zu fragen, wenn man mit seinem Latein am Ende ist.

3. Zeige Durchhaltevermögen und bewahre in schwierigen Zeiten einen kühlen Kopf

Wir bedanken uns bei Lukas Grasser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neues wagen und ausprobieren

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efriends community ökostrom
e friends

eFriends Community die regional erzeugten sauberen Ökostrom miteinander teilt

Stellen Sie sich und das Startup eFriends Energy doch kurz unseren Lesern vor!

Die eFriends sind eine österreichweite Community, die regional erzeugten, 100% sauberen Ökostrom miteinander teilt – als Stromproduzenten und als Stromkonsumenten. In den Stromverteilerkästen ihrer Häuser und Wohnungen steckt die revolutionäre eFriends-Technik “eFriends Energy Control”. Über die eFriends App finden und verbinden sie sich und entscheiden, von wem sie Strom beziehen bzw. an wen sie überschüssigen Strom liefern wollen – und zu welchem Preis.

Gemeinsam gestalten die eFriends ihre ganz private Energiewende – unabhängig von großen Stromkonzernen. Denn geteilter Strom ist besserer Strom. Und je mehr Strom wir teilen, desto besser ist unser Strom, desto besser unsere Welt!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee enstand bei der Errichtung einer gemeinschaftlichen Photovoltaikanlage mit dem Verein Energiebündel Weinviertel. Innerhalb weniger Monate wurden 2 Photovoltaik Gemeinschaftsanlagen projektiert, Mitglieder für den Verein angeworben und die Finanzierung aufgestellt. Die bereits geplante weitere Photovoltaik Gemeinschaftsanlage des „Energiebündel Weinviertels“ konnte wegen fehlender Förderzusage nicht umgesetzt werden. Eine alternative Lösung, die ohne Förderungen auskommt, wurde gesucht und in der eFriends Idee gefunden: Dabei wurde erkannt, dass der überschüssige Strom unkontrolliert und nicht sinnvoll genutzt ins Netz fließt. Mess-Serien bestätigen das Gefühl: Unterschiedliche Tagesrhythmen und Verbrauchsverhalten laden dazu ein, sich zu verbinden, um PV-Anlagen besser auszunutzen. Dadurch kann der Eigenverbrauch von etwa 1/3 durch die Anzahl der verbundenen Haushalte erheblich gesteigert werden.

Welche Vision steckt hinter eFriends Energy?

Die eFriends Energy GmbH, als Technologieträger und Startup-Stromanbieter, aber auch jede(r) einzelne eFriend – wir alle als Community kämpfen für besseren Strom. Wir sind überzeugt davon, dass die Energiewende nicht kommen wird, wenn wir nur große Sprüche klopfen und dabei weitermachen wie bisher. Und wir wollen als Gemeinschaft wachsen, regional erzeugten Strom miteinander teilen und unabhängig sein – von großen Stromkonzernen und veralteten, unsauberen Erzeugungsmethoden. Wir möchten die Welt ein Stückchen besser machen und über die Grenzen Österreichs wachsen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

efriends community ökostrom

Mit unserer revolutionären Technologie haben wir etwas ganz Neues gemacht und sind Pioniere im Bereich Energiegemeinschaften. Das was von der EU mit dem Clean Energy Package bereits als Richtlinie formuliert worden ist, haben wir bereits in Taten umgesetzt. Wir sind dafür Stromanbieter in Österreich geworden um den Reststrom der gerade nicht von der Community bereit gestellt werden kann, anzubieten. Die Lizenz zum Stromhandel, unser Patent für unser Gesamtsystem zum Sharing und unsere technologische Lösung waren die größten Herausforderungen, die wir durch unsere starke Community und durch Forschungsförderung finanziert haben.

Wer ist die Zielgruppe von eFriends Energy?

Jeder, der mit uns die Energiewende gestalten möchte.

Wie funktioniert eFriends Energy? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

eFriend werden ist wie Stromanbieter wechseln – mit einem kleinen Unterschied: eFriends machen sich ihren Strompreis untereinander aus. Das heißt: Der „bessere Tarif“ setzt sich zusammen aus einer Grundgebühr und aus dem, was eFriends untereinander vereinbaren: einem Strom-Bezugspreis für eFriends, die Strom beziehen und einem Strom-Einlieferungspreis für eFriends, die Strom verkaufen. Dazu kommt für alle eFriends einmalig eine Investition in unsere Technik eFriends Energy Control, die das Strom teilen erst möglich macht – sie entfällt wenn du in ein Projekt investierst. Die geniale eFriends Watch gibt’s für alle eFriends kostenlos dazu!

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Dezentrale Strukturen und Regionalität sind durch Corona wichtiger denn je. Uabhängig von Stromkonzernen und eine Selbstversorgung durch eine starke Community ist genau das was eFriends bietet und die Zukunft ist. Wir wissen somit, dass wir am richtigen Weg sind und wir eine nachhaltige Lösung bieten.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Alle notwendigen und wichtigen Sicherheitsvorkehrungen werden bei den Installation eingehalten und somit können wir derzeit auch unsere Technik verbauen wenn der Kunde den Einbau einwilligt. Ansonsten arbeiten wir im Home Office bzw. im Office im Einzelbüro.

eFriends Energy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zu den nächsten Schritten gehören weitere Produktentwicklungen, die auf dem Energy-Sharing Modell aufbauen wie das Schalten von Geräten mit besserem Strom (= Community Energie) und eine internationale Skalierung.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Neues wagen und ausprobieren, Durchhaltevermögen und Konsequenz. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vom Warten ist noch keiner erfolgreich geworden.

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STORE ROOM digitalisierte und Energie-neutrale Selfstorage Österreichs

STORE ROOM das erste digitalisierte und Energie-neutrale Selfstorage in Österreich

Stellen Sie sich und das Startup STORE ROOM doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Martin Wild (26), ich bin Teil des Gründerteams und arbeite bereits seit über 2 Jahren gemeinsam mit unserem inzwischen 5-köpfigen Innovation-Team intensiv an der Entwicklung von STORE ROOM.

STORE ROOM ist das erste komplett digitalisierte und auch das erste Energie-neutrale Selfstorage Österreichs. Wir bieten hochwertige Lagerabteile, welche völlig unkompliziert online gebucht werden können. Den Zugang erhält der Kunde über das Smartphone.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee der Gründung von STORE ROOM stammt von Martin Kopf, Geschäftsführer auch von anderen Unternehmen wie ZINKPOWER, ein Unternehmen in der Metallindustrie sowie der KIMBA einem Unternehmen in der Immobilien Branche welches bereits seit über 30 Jahren Lagerhallen und Bürogebäude entwickelt und betreibt. Auf Grund der schon länger bestehenden Nachfrage nach kleineren anmietbaren Lagerflächen, hatte Martin Kopf das Vorhaben diese auch anzubieten. Jedoch, je kleiner die vermieteten Flächen, desto größer der administrative Aufwand in Summe. Deshalb musste eine komplett digitalisierte Lösung her – STORE ROOM. In kurzer Zeit hat sich ein kleines Team geformt welches bis heute stetig wächst und auf Volldampf STORE ROOM realisiert und weiter entwickelt.

Welche Vision steckt hinter STORE ROOM?

Die Vision besteht darin, das Anmieten von Lagerabteilen so einfach, praktisch und schnell wie möglich zu gestalten bzw. für Kunden aus den unzähligen Möglichkeiten der Digitalisierung das volle Potential zu schöpfen.

Ebenso ist es unsere Vision den Green Deal der EU Komission auch in der Selfstorage Branche Realität werden zu lassen. Wir wollen den Mitbewerbern zeigen, dass nachhaltiges Handeln keine Gewinneinbußen bedeutet, sondern ganz im Gegenteil, Selfstorage Betriebe profitabler macht. Eine unsere Maßnahmen ist unsere Photovoltaikanlage, wodurch wir das erste Energie-neutrale Selfstorage in Österreich sind. Die Bekämpfung der Klimakrise hat bei STORE ROOM höchste Priorität.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die mit Abstand größte Herausforderung war es eine solide Basis für unsere Software zu schaffen, welche unsere Prozesse möglichst Kundenorientiert abbildet – aller Anfang ist schwer. Eine Software kann sehr schnell sehr viel Geld kosten. Daher ist der stabile finanzielle Background der Familienunternehmen von Martin Kopf wie der ZINKPOWER als auch der KIMBA essentiell, wodurch sich die Finanzierung von STORE ROOM langfristig stemmen lässt.

Wer ist die Zielgruppe von STORE ROOM?

Die Zielgruppe von STORE ROOM könnte nicht bunter sein. Im Grunde, jede/r der/die unkompliziert und preiswert ein Lagerabteil anmieten will. Bereits jetzt haben wir Kunden von jung bis alt aus allen möglichen Gesellschaftsschichten. Uns freut es besonders dass trotz unseres modernen Ansatzes, oder oft sogar genau deswegen, auch ältere Kunden zu uns finden.

Ich werde oft gefragt, ob wir mit unserem Onlineangebot ältere oder nicht technisch versierte Kunden abschrecken. Wir können jetzt schon bestätigen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Bei uns ist das Buchen viel einfacher und transparenter als bei herkömmlichen Anbietern, welche bis heute mit komplizierten Papierverträgen und aufwändigen austeilen von physischen Schlüsseln den Kunden aufhalten.

Wie funktioniert STORE ROOM? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Von der Besichtigung via virtueller 3D Tour, über Buchung bis zur Stornierung des Selfstroages bzw. des Lagerabteils kann alles Online abgewickelt werden. Am Standort STORE ROOM Wien Süd ist es Kunden aber natürlich auch möglich den konventionellen Weg zu gehen und vor Ort gemeinsam mit einem Mitarbeiter alles zu erledigen.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert, wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da unsere Prozesse nicht nur für unsere Kunden sondern auch intern komplett digitalisiert sind, kommt uns unsere Lösung vor allem jetzt in Corona-Zeiten besonders gelegen. Kunden wollen aktuell den Kontakt zu Menschen möglichst gering halten. Bei STORE ROOM erfolgte auch vor Corona bereits alles kontaktlos, somit mussten wir durch die Krise tatsächlich nichts umstellen. Alles was der Kunde bei uns berühren muss ist das eigene Smartphone und die einzulagernden Gegenstände. Der Betrieb läuft bei STORE ROOM ganz normal weiter, nur unser Team arbeitet von Zuhause aus, was für unsere Kunden aber keine Unterschied macht.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

In den Medien hört man nun viel von Unternehmen die durch Digitalisierung am Ende sogar gestärkt aus der Krise gehen werden. Ich denke wir gehören zu diesen Unternehmen. Es ist aber sicherlich noch zu früh zu sagen, in welchem Ausmaß die Krise Kunden dazu bewegt digitalisierte Selfstorages gegenüber Konventionellen zu bevorzugen.

STORE ROOM, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Es bestehen bereits Pläne weitere STORE ROOM Standorte in Wien, aber auch im EU-Ausland zu eröffnen bzw. als Franchisegeber oder Lizenzgeber anderen anzubieten. STORE ROOM sieht sich aber nicht nur als Selfstoragebetreiber sondern genauso auch als Softwareentwickler in der Digitalisierung von Immobilien. Im Laufe der Zeit haben wir erkannt, dass sich unsere Software nicht nur im Selfstorage Bereich, sondern auch in anderen Sektoren der Immobilen-Branche einsetzen lässt und haben hierfür auch schon Zusagen diverser Projekte, welche in Kürze gestartet werden. Wir wollen unsere Software nicht nur in unseren eigenen vier Wänden einsetzten, sondern arbeiten gerne mit interessierten Partnern zusammen um die beste, individuell auf den Partner abgestimmte Lösung umzusetzen. In fünf Jahren wollen wir eine Vielzahl an eigenen Standorten in verschiedenen Ländern betreiben, sowie Selfstorages, Coworking Spaces, Offices etc. anderer Betreiber mit unserer Lösung ausstatten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.    Zerbrich dir bei der Planung nicht zu sehr den Kopf. Vieles kommt im Laufe der Zeit ohnehin ganz anders als geplant. Unsere Devise ist „Just make it happen!“, vom Warten ist noch keiner erfolgreich geworden.

2.    Höre auf Altbewährtes und lerne daraus. Lass dich aber nicht davon abhalten deinen eigenen Weg zu gehen. USPs erarbeitet man sich nicht durch das Kopieren anderer.

3.    Dein Team ist das mit Abstand wichtigste! Funktioniert das Team nicht funktioniert gar nichts.

Wir bedanken uns bei Martin Wild für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Business-Canvas-Model hilft bei der Konzeptionierung

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BIRKENSPANNER Bioglitzer für Festivals plastikfrei

BIRKENSPANNER Bioglitzer für Festivals: 100% plastikfreier und biologisch abbaubarer Glitzer, der auch frei von Schwermetallen ist.

Stellen Sie sich und das Startup DraussenImFreien doch kurz unseren Lesern vor!

Mit der DraussenImFreien GmbH, die wir letztes Jahr im Sommer gegründet haben, bringen wir nachhaltige Erlebnislösungen hervor. Sie ist unter anderem die Dachfirma der Marke BIRKENSPANNER, die wir schon Ende 2017 gegründet haben. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir, das sind Tim und Maxence, träumten schon lange und unabhängig voneinander von den Freiheiten des Selbstständigseins. Außerdem war und ist uns nach wie vor wichtig, mit unserer Energie und Arbeit die Welt positiv zu verändern. Unsere gemeinsame Begeisterung für Festivals war dann ausschlaggebend. 

Wir haben festgestellt, dass die Eventbranche eine riesige Umweltsünde ist. Aufgrund unserer großen Leidenschaft für Festivals wollen wir zunächst diese mit unserer gesamten Energie und Begeisterung nachhaltig gestalten. Zurzeit konzentrieren wir uns daher auf die Marke BIRKENSPANNER. Mit der DraussenImFreien GmbH wollen wir in Zukunft alle Erlebnisse nachhaltig umgestalten. 

Welche Vision steckt hinter BIRKENSPANNER?

BIRKENSPANNER ist angetrieben durch die Vision, Festivals und den Outdoor-Bereich von Müll zu befreien. Dazu entwickeln wir umweltfreundliche und innovative Produkte, die Alternativen zu herkömmlichen, kurz-gedachten Produkten darstellen. Unser Bioglitzer, der zu 100% plastikfrei ist, ist dabei besonders beliebt. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist tatsächlich der zweite Teil deiner Frage. Am Anfang haben wir nebenbei studiert und unsere gesamten Ersparnisse in das Projekt investiert. Wenig später haben wir neben unserem Herzensprojekt in Vollzeit gearbeitet, um uns zu finanzieren. Wir haben aber schnell gemerkt, dass wir BIRKENSPANNER mit der übrig gebliebenen Zeit kaum vorantreiben konnten, was frustrierend war. Die größte Hürde, die viel Mut verlangte, war der endgültige Sprung in die Vollselbstständigkeit, der uns mit der Unterstützung des Gründerstipendiums NRW Anfang des Jahres gelang. 

Wer ist die Zielgruppe von BIRKENSPANNER?

BIRKENSPANNER Bioglitzer für Festivals plastikfrei

Wir sprechen vor allem Kundinnen und Kunden im Alter von 16-35 Jahren an. Sie zeichnen sich durch den Wunsch aus, das Leben im Einklang mit der Natur zu zelebrieren. Unsere Zielgruppe ist hipp und legt Wert auf bewussten Konsum.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind first mover in einem jungen dynamischen Markt, der bisher noch sehr unerschlossen ist. Mit BIRKENSPANNER haben wir eine Marke gegründet, die den gesamten Festivalmarkt im Fokus hat. Mit unserer Marke erzählen wir eine einheitliche Geschichte und designen Produkte, die den Festivalspirit für die Kundinnen und Kunden auch mit in ihren Alltag transportiert. Dabei glauben wir den Zahn der Zeit zu treffen, denn viele junge Menschen haben Lust das Leben zu feiern, ohne dabei ihrer Umwelt zu schaden.

Den Besucher:innen von Festivals geht es nicht nur um ein gutes Wochenende im Freien. Die Besucher:innen stecken viel Liebe in die Vorbereitungen des Festivalwochenendes und sie identifizieren sich mit ihrem Festival. Dazu gehört das perfekte Festivaloutfit und die richtigen Accessoires. Glitzer ist das Accessoire, das zu allen Outfits passt und ist beliebter denn je. Dabei stellt herkömmlicher Glitzer ein großes Problem für die Umwelt dar, denn die kleinen Glitzerpartikel bestehen aus Plastik. Glitzer ist also nichts anderes als instant-Mikroplastik. 

Der Bioglitzer von BIRKENSPANNER bietet die Lösung für Menschen, die sich der Problematik bewusst sind. Wir bieten den ersten 100% plastikfreien und biologisch abbaubare Glitzer an, der auch frei von Schwermetallen ist.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Durch den Beschluss der Bundesregierung, Großveranstaltungen bis zum 31. August zu untersagen, sind die meisten Festivals dieses Jahr abgesagt. Ob die Festivals ab dem 31. August stattfinden, weiß natürlich auch noch niemand. Normalerweise fahren wir im Sommer mit unserem Stand auf viele Festivals und zeigen Alternativen auf, bieten Workshops an und holen Feedback und Inspiration von unserer Zielgruppe ein. Für diesen Sommer standen bisher 10 Festivals an. Dieser Bereich pausiert nun ein Jahr und stellt eine große Veränderung für unser Unternehmen dar. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir werden die Zeit primär nutzen, um neue Produkte zu entwickeln und unsere Präsenz bei Einzelhändler:innen zu stärken. 

Damit es außerdem im nächsten Sommer wie gewohnt weitergehen kann und kein Festival oder Club die Pforten für immer schließen muss, haben wir eine Rettungsaktion mit den liebenswürdigsten und besondersten Orten, Kollektiven und Festivals in Deutschland gestartet. Unsere Idee: Unterstützer:innen können bei uns im Shop Emaille-Tassen mit dem Logo ihrer Lieblingsorte kaufen. Der Gewinn geht als Spende an die Clubs oder Festivals. Wir stellen die Infrastruktur und organisieren die Logistik. Diese Form von Kultursupport bedarf viel Aufmerksamkeit, macht aber auch viel Spaß. 

BIRKENSPANNER Bioglitzer für Festivals plastikfrei

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir sind der Meinung, dass der aktuelle Stillstand unserer Welt in vielen Bereichen gut tut. Vielerorts nehmen wir auch in unserer Gesellschaft positive Entwicklungen wahr: es werden neue Gesellschaftssysteme diskutiert (z.B. das Grundeinkommen), die Menschen konsumieren bewusster und viele Selbstverständlichkeiten werden neu hinterfragt. Bewusster Konsum ist genau das, woran wir arbeiten. Schrumpft die Nachfrage für verschwenderische Produkte, können wir als Weltgemeinschaft wichtige Ressourcen einsparen. Im Folgeschluss wächst die Nachfrage für nachhaltige Produkte. 

BIRKENSPANNER bietet genau das: Produkte die lebenslang halten. Geht eins unserer Produkte dennoch kaputt, reparieren wir es kostenfrei, oder wir ersetzen es. 

DraussenImFreien, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen in fünf Jahren die Marke BIRKENSPANNER auf dem europäischen Markt etabliert sehen. Das heißt konkret, dass wir unsere Produkte in Läden in ganz Europa anbieten, mit allen großen Festivalorganisatoren zusammenarbeiten und auf Festivals in ganz Europa präsent sind. 

Die DraussenImFreien GmbH wird von dieser Erfahrung profitieren. Wir wollen uns hier alle Möglichkeiten offenhalten. Vielleicht organisieren wir eigene CO2 neutrale und müllfreie Festivals, vielleicht gründen wir eine nachhaltige Beratung oder bieten vegane Snacks an. Wir werden versuchen, immer am Nabel der Zeit, spontan und vor allem mit Herz an der Sache zu bleiben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir haben den Beschluss gefasst eine Firma zu gründen und wollten dies so schnell wie möglich amtlich machen. Wir wollten uns nicht lange mit einem Business-Plan aufhalten, da wir uns sicher waren, an zu viel theoretischer Arbeit schnell die Lust zu verlieren. Heute würden wir die Gründung mit mehr Geduld angehen. Wir würden wahrscheinlich immer noch keinen 25-seitigen Businessplan schreiben, aber unser Konzept genauestens durchdenken. Dazu zählt z.B. in der Außenkommunikation von Anfang an konsequent zu sein. Das heißt das Design der Produkte, der Verpackungen, die Instagram Sprache, die Website und die Werbung einheitlich zu gestalten. Tipp Nr. 1: Das Business-Canvas-Model hilft bei der Konzeptionierung.

Wir haben im Laufe der Zeit extrem von der Hilfe und den Tipps erfahrener Gründer:innen profitiert. Anfangs waren wir sehr zaghaft, Expertinnen und Experten nach ihrer Meinung zu fragen. Heute wissen wir, dass viele der Menschen, mit denen wir gerne zusammenarbeiten, froh sind, ihr Wissen weiterzugeben. Tipp Nr. 2: Das Konzept mit den Gründer:innen in eurer Umgebung besprechen, die eure Philosophie teilen. Vom Austausch im Netzwerk können alle profitieren.

Wir sind sehr froh darüber, die Gründung im Team durchgeführt zu haben. Alle Aufs und Abs lassen sich im Team viel besser verarbeiten. Die Freude wird im Team umso größer und geteiltes Leid ist halbes Leid. Wichtige Entscheidungen aus mehreren Perspektiven zu beleuchten, hat uns bisher oft vor potentiellen Fehlern bewahrt und zu neuen Ideen inspiriert. Tipp Nr. 3: Sucht euch mindestens eine Person, mit der ihr euer Hobby zum Beruf machen wollt und mit der ihr menschlich sehr gut könnt. 

Wir bedanken uns bei Tim Gewiss und Maxence Bolle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Finde Gleichgesinnte und hole sie in dein Team.

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VerticalArts Studio für Pole Dance , Arial Fitness , Yoga und Akrobatik

VerticalArts Studio für Pole Dance , Arial Fitness , Yoga und Akrobatik

Stellen Sie sich und das Startup VerticalArts doch kurz unseren Lesern vor!

Ich habe 2013 das Studio VerticalArts für Pole und Aerial Fitness in Stuttgart-West gegründet. Zusammen mit meinem Team aus zehn Mitarbeiterinnen bieten wir wöchentlich mehr als 30 Gruppenkurse in den Bereichen Pole Dance und Fitness, Luftakrobatik, Aerial Yoga, Kraftaufbau und Mobility an.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Weil ich das, was ich gesucht habe, am Markt nicht finden konnte: Ich habe mit Pole Dance während meines Studiums im Ausland begonnen. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland fand ich kein Studio, dessen Konzept mir zugesagt hat. Pole Dance war damals in Deutschland noch eher ein Nischensport und so habe ich meine Chance gesehen, diese Sportdisziplin alltagstauglich zu machen und nach Stuttgart zu bringen.

Was war bei der Gründung von VerticalArts die größte Herausforderung?

Schwierig war, geeignete Räumlichkeiten zu finden. Viele verbinden mit Pole Sport ganz klischeehaft das Rotlicht Milieu und distanzieren sich davon. Zum Glück hat sich in diesem Bereich in den letzten Jahren viel getan und der Sport wird immer mehr als solcher anerkannt und befindet sich stetig im Aufschwung.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, definitiv. Bei mir war am Anfang bei weitem nicht alles perfekt und ist es auch heute noch nicht. Man lernt stetig dazu. Ich finde es sogar wichtig, lieber frühzeitig zu starten als alles bis in kleinste auszuplanen. Wichtig ist es, am Anfang Aufmerksamkeit und Kunden zu gewinnen. Der Feinschliff kommt mit der Zeit und der gesammelten praktischen Erfahrung.

Welche Vision steckt hinter VerticalArts?

VerticalArts ist weit mehr als nur ein Tanz- oder Fitnessstudio, wir sind ein Ort voller Offenheit, Toleranz, Gemeinschaft und Leidenschaft. Bei uns kann man Selbstbewusstsein und -vertrauen gewinnen und neue Freundschaften knüpfen. Wir setzen auf eine familiäre Atmosphäre, in der man aus dem Miteinander im Training körperliche und geistige Stärke gewinnt.

Wer ist die Zielgruppe von VerticalArts?

Die Zielgruppe sind primär Frauen, Männer sind auch herzlich willkommen, verirren sich aber leider bisher eher selten zu uns. Die meisten Schüler sind zwischen 20 und 35 Jahre alt, es trainieren aber auch über 60-Jährige bei uns.

VerticalArts Studio für Pole Dance , Arial Fitness , Yoga und Akrobatik

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir legen Wert auf einen positiven, liebevollen Umgang unter den Schülern und im Umgang mit den Trainern. Außerdem möchten wir Pole Dance so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen und haben daher für die Branche ein vergleichsweise günstiges Gruppenkurskonzept aufgestellt, das für niedrige Preise trotzdem eine möglichst effiziente und individuelle Förderung des Einzelnen ermöglicht.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Durch Corona wurde der normale Präsenz-Betrieb vollständig eingestellt. Am 13. März mussten wir die Türen schließen und wissen bislang nicht, wann wir sie wieder für den Publikumsverkehr öffnen können. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir hatten nicht viel Zeit für die Übergangsphase. Innerhalb von wenigen Tagen war klar, dass uns eine Schließung bevorsteht. Über die sozialen Medien habe ich dann kurzfristig Umfragen durchgeführt, um herauszufinden, was die Schüler sich wünschen. Dabei kristallisierte sich der Wunsch nach ondemand-Onlinekursen heraus und das haben wir dann schnell umgesetzt. Die Schüler können – mit oder ohne Ausrüstung – von zu Hause aus trainieren. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Krise ist eine harte Zeit, denn es fällt vieles weg, das online nicht umsetzbar ist: Sei es das Neukunden-Onboarding, die Betreuung von Anfängern, persönliche Beratung, Motivation und Hilfestellungen. Die Chance sehe ich für die Zeit nach der Krise, unser generelles Angebot dann weiterhin um das Online-Angebot zu erweitern. Das ist ein Modell, dass sich skalieren lässt und unser Portfolio langfristig ergänzen kann.

VerticalArts, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich arbeite weiter daran, dass unsere Schüler gerne zum Sport kommen und auf dem neusten Stand der Trainingsmethoden trainieren. Außerdem würde ich das Kursangebot gerne um Kurse für Schwangere, Mütter mit Kindern und Kinderkurse erweitern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?


Du solltest selbst eine Leidenschaft für das haben, was du vorhast, dann springt der Funke von ganz alleine auch zum Kunden über. Ein zuverlässiges, starkes Team ist mein Schlüssel zum Erfolg, finde Gleichgesinnte und hole sie in dein Team. Für mich hat es sich bewährt, regelmäßig ins kalte Wasser zu springen und nicht alles bis ins Detail zu durchdenken, natürlich sollte man nicht kopflos handeln, aber jedes Wagnis hat mich fast immer ein großes Stück nach vorne gebracht.

Wir bedanken uns bei Franziska Dietrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Präsent sein

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ForSports, trainieren wie die Profis waren in 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von ForSports, trainieren wie die Profis, waren in der PULS4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup ForSports doch kurz vor! 

ForSports: Wir bei ForSports sind ein kleines aber feines Team, bestehend aus Top-Ingenieuren, Technikern und einem ehemaligen Profisportler, die sich allesamt der Entwicklung eines innovativen Sportproduktes verschrieben haben. Im Leistungs- aber auch im Amateursport, stehen die Athleten und die Trainer vor der großen Herausforderung, Leistungen und Verbesserungen sichtbar zu machen und gezielt zu trainieren. Es gibt kaum Trainingsgeräte, die beiden Ansprüchen gerecht werden können und da wollten wir mit unserem Produkt Abhilfe schaffen.
 

Wie ist die Idee zu ForSports entstanden?

ForSports: Marc Payer der Gründer und Initiator war selbst viele Jahre im Amateurfußball mit dieser Thematik konfrontiert. Für Leistungstests musste man lange Anreisen in Kauf nehmen und die Testbatterien pro Athlet waren ebenfalls alles andere als billig. Da dachte er sich, dass das auch anders gehen muss und er hat nach einer Lösung gesucht, die die Tests direkt zu den Athleten und Vereinen bringt. Er ist ein richtiger Tüftler und nach vielen Weiterentwicklungen und unzähligen Nächten in der Werkstatt stehen wir jetzt vor einem Trainingsgerät, welches die Leistung sichtbar und messbar macht und noch dazu einfach zu bedienen ist. 

Welche Vision steckt hinter ForSports ?

Den Trainern die Arbeit zu vereinfachen, Sportlern die Möglichkeit zu geben ihre Leistung zu steigern und dabei auch Spaß zu haben. Gerade im Profisport ist es ja ein Problem, dass das regelmäßige Training schnell monoton und langweilig werden kann. Wir bringen mit unserem Produkt definitiv mehr Abwechslung in den Trainingsalltag.Aber auch bei Amateur- und Hobbysportler soll es den Anreiz zum Trainieren steigern, weshalb wir Challenges anbieten, bei denen man sich mit den besten Athleten der Welt vergleichen kann. Die spielerische Komponente steht dabei im Vordergrund. 

Wer ist die Zielgruppe von ForSports ?

Fußballvereine und allgemein Sportvereine, Trainer und Physiotherapeuten, Schulen (Turnunterricht), Nachwuchssportler, Hobbysportler, Amateur- und Hochleistungssportler. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Auf der einen Seite ist die PULS 4 Start Up Show „2 Minuten 2 Millionen“eine sehr gute Möglichkeit, um knallhartes Feedback für das Produkt und das Auftreten der Firma zu erhalten und auf der anderen Seite ist die Chance da, ein Investment und insbesondere auch Know How der Investoren ins Unternehmen zu holen. Zudem können wir bei „2 Minuten 2 Millionen“ unser Produkt und unser Unternehmen nicht nur vor den Investoren, sondern auch vor den Zuschauern präsentieren. Wir erwarten uns, dass auch der eine oder andere Kunde über uns stolpert oder vielleicht andere affine Investoren und Zielgruppen auf uns aufmerksam werden. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet? 

Für den Pitch bei „2 Minuten 2 Millionen“ konnten wir in den letzten Jahren schon einiges an Erfahrung sammeln und vor kleineren und größeren Publika präsentieren. Da bekommt man schnell Feedback und so wie auch im Sport gilt die Devise: Learning by doing. Je öfter man präsentiert, umso sicherer wird man und umso besser geht man auch damit um, wenn beim Pitch mal etwas daneben geht. Bei uns übernimmt diese Aufgabe meistens Matthias Stelzmüller. Dem liegt das im Blut und er hat uns schon öfters mit gutem Schmäh aus herausfordernden Pitch-Situationen gerettet. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?
 

Natürlich hat uns das wieder einen Push gegeben, dran zu bleiben und für unser Produkt zu kämpfen. Es ist schön, wenn man nach so viel harter Arbeit, einigen Rückschlägen und dem Risiko, das man auf sich nimmt, über so ein Format wie die PULS 4 Start Up Show auch eine gewisse Wertschätzung erfährt. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf ForSports aufmerksam werden?

Wir glauben, dass es ein großer Schritt nach vorne ist und wir haben mit dem Datum der Ausstrahlung auch den offiziellen Produktlaunch angesetzt. Ursprünglich wollten wir unseren Pitch bei „2 Minuten 2 Millionen“ auf PULS 4 gemeinsam mit Bekannten, Familie und Freunden feiern. Leider ist das ja momentan nicht möglich. Da hat uns aber – wie so vielen anderen auch – Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir hoffen dennoch, dass wir mit unserer Idee die Menschen erreichen können und viele Sportbegeisterte aus unterschiedlichsten Bereichen auf uns  aufmerksam werden. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Mit seiner großen Affinität für Sport und Technologie war natürlich Florian Gschwandtner unser primärer Wunschinvestor. Dass er uns angeboten hat, uns zu unterstützen und eventuell zu begleiten ist natürlich als Erfolg zu werten. 

Wie ging es nach der Sendung weiter? 

Für uns ging es kurz nach der Sendung auf eine Geschäftsreise. Wir waren schon einige Monate zuvor mit einer Delegation der WKO in Fernost und konnten offensichtlich einige Interessenten gewinnen, die uns erneut zu sich einluden. Wir waren dann aber trotzdem überrascht, als uns vor Ort der Vizepräsident von IBM in Empfang nahm. Das war uns bei unserer Abreise nämlich noch nicht bekannt, dass ausgerechnet dieser die Investmentgruppe verwaltet die uns eingeladen hat, zeigt aber auch, welches Potenzial bei ForSports gesehen wird. 

ForSports , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den Top-Sportvereinen der Welt im alltäglichen Training. Es würde uns ehren, wenn wir beispielsweise beim FC Barcelona, den New England Patriots oder den Montreal Canadiens ein kleines Stück zum Erfolg beitragen können. Aber genauso wünschen wir uns auch, dass wir in vielen Schulen eingesetzt werden und insbesondere bei jungen Menschen den Drang zur Bewegung wecken. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Dranzubleiben: Oft braucht es länger als man geplant hat oder es sich wünscht (insbesondere wenn man mit Software und externen Entwicklern zu tun hat).
Präsent zu sein: Immer wieder bei diversen Veranstaltungen zu präsentieren, um im Gespräch zu bleiben. Man weiß nie wer im Publikum sitzt. 

Ausdauer: Um sich durchzusetzen gehört auch das “Hackln wie ein Blöder”. Im Gründerleben werden die Nächte kürzer und die Tage länger. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhalten und nie den Glauben verlieren

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E-Autos.de Online Marktplatz der Elektromobilität: elektrische Zweiräder, Elektroautos und Nutzfahrzeuge anbieten und finden

E-Autos.de Online Marktplatz der Elektromobilität elektrische Zweiräder, Elektroautos und Nutzfahrzeuge anbieten und finden

Stellen Sie sich und das Startup E-Autos doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Ronny Blochwitz, 31 Jahre jung und bin Gründer und Geschäftsführer von E-Autos.de. E-Autos.de ist der erste Online Marktplatz der Elektromobilität. Auf der Plattform können Händler und Privatpersonen elektrische Zweiräder, Elektroautos und Nutzfahrzeuge anbieten und natürlich auch finden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Selbstständig werden, stand für mich tatsächlich schon in der Schule fest. In der letzten Jahrgangsstufe im Gymnasium hat uns unsere Lehrerin in Gemeinschaftskunde einen Brief an unser ICH in 10 Jahren schreiben lassen. Zu unserem 10-jährigen Klassentreffen gab sie uns dann die Briefe. In meinem stand tatsächlich drin, dass ich hoffentlich meine eigene Firma mit Mitarbeitern habe und ein cooles Firmenauto mit schwarzen Felgen fahre. Also offensichtlich war die intrinsiche Motivation sehr früh da. 

Heute ist es einfach die komplette Erfüllung an meiner eigenen Firma zu bauen und sie jeden Tag weiterzuentwickeln. Das macht einfach unglaublich zufrieden. 

Welche Vision steckt hinter E-Autos?

Die Plattform soll die komplette Customer Journey der Mobilitätswende online abbilden können. Vom Ankauf des alten Verbrenner-Fahrzeuges, über die Auswahl des neuen E-Autos, bis hin zur passenden Wallbox für Zuhause, dem richtigen Ladekabel, einem Ökostromtarif und sonstigen Peripherie-Themen dieser neuen Mobilität.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Idee und Entscheidung zu gründen, dauerte eine halbe Stunde. Ich war bereits selbständig, daher ging es einfach direkt los. 

Bei der Entwicklung eines Online-Marktplatzes ist die Schwierigkeit das bekannte „Henne-Ei-Problem“. Man muss für Nachfrage und Angebot auf der Plattform sorgen. Demnach dauert es ohne finanzieller Ausstattung sehr lange, bis man eine erste Monetarisierung realisieren kann. Das war und ist für uns als bootstrapp-finanziertes Unternehmen sicher die größte Challenge. 

Wer ist die Zielgruppe von E-Autos?

Jeder, der ein neues oder gebrauchtes Elektroauto in Betracht zieht oder konkret sucht und alle wichtigen Informationen zur Reichweite, Akkugröße, Lademöglichkeiten etc. schnell, übersichtlich sehen will.

Wie funktioniert E-Autos? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ich wollte ursprünglich ein elektrisches Quad von einem Auftraggeber meiner vorherigen Firma auf den üblichen Autoplattformen inserieren. Dabei stellte ich fest, dass der Informationsbedarf bei E-Fahrzeugen eine ganz anderer ist, als bei Verbrennern. Kein Hubraum, CO2-Ausstoß und Verbrauch in Litern ist wichtig, sondern Reichweite, Ladezeit, Akkugarantie. Also nahm ich die Idee und nun haben wir alle Informationen rund um Elektroautos auf der Plattform. Der Nutzer findet alle technischen Angaben zu Fahrzeugangeboten, Ladezubehör und viel Content. Weitere nützliche Features sind bereits in der Entwicklung und werden uns weiter profilieren.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Zum einen ist unsere Zielgruppe natürlich das klassische Autohaus, die E-Autos bei uns inserieren. Diese haben geschlossen und sind im Home Office, einige sind existentiell bedroht. Das macht die Akquisition neuer Inserate gerade recht schwierig. 

Zum anderen stehen natürlich die Bänder der Automobilbauer still, was sicher die Auslieferung weiterer E-Autos verzögert und auch einen Nachhall in den nächsten Monaten bedeuten wird. Wir entwickeln demnach unsere Seitenstruktur aktuell weiter und erzeugen viel Content und Marketingideen, um die Plattform vorwärts zu bringen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben natürlich direkt von daheim gearbeitet, was für uns als digitales Startup kein großes Thema war. Natürlich haben wir in Kreativ-Telko´s auch Opportunitäten für uns identifiziert und sind mit kurzfristigen Geschäftsmodellen im Consulting-Bereich und Workshop-Ideen für Autohäuser an unsere Händler herangetreten.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Ich glaube jedes Unternehmen muss wieder seine Agilität in der Reaktion auf derartige Einflüsse überprüfen. Wir sind eine kleine Organisation, aber auch wir hatten eine kurze Schockstarre. Dann konnten wir die Energie zum Glück in positive, kreative Ansätze wandeln. Welche wirklichen Umsetzungen und Erfolge daraus entstehen, sei erstmal zweitens, aber die Fähigkeiten in dieser Ausnahmesituation aktiv Probleme anzupacken, finde ich total positiv und lehrreich.

E-Autos.de, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden in fünf Jahren die größte Plattform für vollelektrische Fahrzeuge in Europa sein und viele coole Leute in unserer Firma beschäftigen. Mein Traum wäre, in fünf Jahren einen eigenen Unternehmenssitz mit einem Experience Center für E-Mobilität zu betreiben, sozusagen Büros und Elektroautohaus in einem. Konzept ist fertig

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens, wenn ihr von eurer Idee überzeugt seid und euren Markt gecheckt habt, lasst euch nicht von anderen Leuten die Passion nehmen – zieht es durch! Man kann nicht Scheitern – denn sollte das Geschäftsmodell nicht funktionieren, lernt ihr in der Zeit als Gründer fünffach so viel, wie im Angestelltenverhältnis. Als ich mit E-Autos.de gestartet bin, wurde die Elektromobilität belächelt und die meisten haben mir davon abgeraten, diese Leute sehen das mittlerweile anders.

Zweitens, wenn ihr könnt, gründet im Team! Alle Herausforderungen und Probleme alleine zu schultern, ist manchmal sehr belastend. Im Team reflektieren, Aufgaben verteilen und gemeinsam Verantwortung übernehmen, ist klar besser.

Drittens, durchhalten und nie den Glauben verlieren. Wir standen schon zwei Mal an scheinbar unüberwindlichen Schwellen und haben es immer durch Mut, Fleiß und Kreativität gelöst. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Ronny Blochwitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein starkes Team aufbauen

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BEAT81 gruppentraining

BEAT81 Gruppen­training im High-Intensity-­Interval-Format

Stellen Sie sich und das Startup BEAT81 doch kurz unseren Lesern vor!

BEAT81 ist ein Gruppen­training im High-Intensity-­Interval-Format. Das Ziel aller Teilnehmer ist es, 81% ihrer maximalen Herzfrequenz zu schlagen. Das ist die optimale Trainingszone. Hier werden nicht nur während des Workouts die meisten Kalorien verbrannt, sondern noch bis zu 36 Stunden danach. Das Ergebnis: Jeder Teilnehmer sieht ganz genau, wann sein Workout am effizientesten ist. Für jede Minute über 81% gibt’s einen BeatPoint. Das motiviert ohne Ende! Jeder sieht schneller Resultate und wird mit jeder Class fitter. Herzfrequenzmessung plus die Unterstützung von starken Coaches und der Community helfen den inneren Schweinehund zu überwinden. Ich selbst war lange Jahre in der Badminton-Nationalmannschaft habe dort gelernt, was Motivation bedeutet und wie man auch nach der zigsten Trainingseinheit noch am Ball bleibt. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Motivation zu gründen hatte ich bereits vor 8 Jahren mit meinem damaligen Co-Founder und guten Freund Moritz. Unsere Idee war es immer, Menschen im echten Leben mit Sport zu verbinden. Nach etwa 4 Jahren hat uns dann endgültig die Vision und Leidenschaft gepackt das Ganze dann auch zu verwirklichen. Damals hieß unsere Plattform noch Meet2Move mit über 10 Sportarten, wie Basketball oder Joggen im Angebot. Erst etwa 6 Monate nach dem Launch fing ich selbst an, Fitness im Weinbergspark anzubieten. Aus der Community selbst und der Begeisterung, Menschenleben positiv zu beeinflussen, ist dann BEAT81 entstanden.

Welche Vision steckt hinter BEAT81?

Wir wollen der weltweit erste Anbieter sein, der es mit einem traditionellen Gruppentraining mit modernster Technologie schafft, eine neue Kategorie auf dem Fitnessmarkt aufzubauen. Dabei steht für uns weiterhin der Community-Gedanke an erster Stelle. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, unsere Trainer auf persönlicher Ebene mit den Teilnehmern zu verbinden, um damit die Motivation für alle zu steigern.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Schwer zu beantworten. Es gab in so ziemlich jedem Quartal große Herausforderungen. Das macht auch gerade den Reiz aus, da man unfassbar viel lernt. In den letzten Monaten sind wir personell sehr schnell von 10 auf knapp 50 Mitarbeiter gewachsen. Solche Zeiten sind super motivierend aber auch sehr anspruchsvoll im Bezug auf Kommunikation und Ausrichtung. Allein das ausarbeiten von OKRs und die Abstimmungen zwischen den Teams nehmen komplett andere Umfänge an. Die Finanzierungen selbst liefen bislang sehr gut. Sowohl die Seed-Runde als auch unsere Series A liefen sehr glatt und wir sind bislang sehr glücklich mit den Investoren.

Wer ist die Zielgruppe von BEAT81?

BEAT81 ist für jedes Fitnesslevel gemacht. Aktuell sind etwa 63% unsere Kunden Frauen. Über 70% sind zwischen 25-35 Jahren alt. Viele kommen aus Startups und schätzen unser Konzept: modernste Technologien, um Fortschritte messbar zu machen und ein einfach effizientes Workout mit Freunden oder Kollegen.

BEAT81

Wie funktioniert BEAT81? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben dem erwähnten Tracking fokussiert sich unsere Technologie vor allem darauf, Coaches viel Arbeit abzunehmen, um sich voll auf den Kunden konzentrieren zu können. Auch können wir über Daten analysieren, wie stark die Coaches sind. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit den besten Coaches der Welt auch das beste Trainingsangebot der Welt liefern können. Hinzu kommt unsere Hospitality-Kultur. Der fürsorgende Umgang mit unseren Coaches ist uns genauso wichtig, wie unseren Kunden ein einladendes Workout-Umfeld anzubieten.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Von außen gesehen natürlich viel. Wir können keine Gruppen-Workoutsmehr in unseren Studios oder Parks anbieten. Dank eines agilen Teams konnten wir aber sehr schnell ein erfolgreiches Online-Live-Stream-Angebot aufbauen, dass unsere Kunden trotzdem fit und vor allem in der Community zusammenhält. Intern fokussieren wir uns weiter stark auf unsere Produktthemen, um BEAT81 nach Corona noch besser zu machen. Unsere operativen Teams sind zu einem großen Teil in Kurzarbeit und brennen jetzt schon darauf, , BEAT81 bald wieder in die Welt zu tragen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Chancen sind für uns eher Erkenntnisse, die wir ohne die Krise nicht gehabt hätten. Wir konnten bereits schon jetzt mehrere Sachen aus dem Online-Angebot lernen, die wir auch nach der Krise sinnvoll nutzen können.

BEAT81, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wollen wir auch jeden Fall ein globaler Player wie CrossFit sein. Unsere Technologie wird uns dabei helfen schneller zu skalieren als traditionelle Fitnessanbieter. Auch werden wir weitere Verticals anbieten, die unseren Kunden mehr Abwechslung liefert: Mehr Locations, mehr Workout-Formate. Ein Beispiel dafür ist unser Cycling-Studio in Berlin-Friedrichshain, das Ende 2019 an den Start gegangen ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Am Anfang so viel Zeit wie möglich mit echten Kunden verbringen und im direkten Gespräch mehr über ihre Probleme und Herausforderungen erfahren. Diese Zeit bekommt man nie wieder.

Sich darüber im Klaren sein, was es bedeutet zu gründen. Von außen mag das häufig sexy aussehen. Da steckt jedoch extrem viel Arbeit über eine sehr lange Zeit drin, der man sich bewusst sein muss. Ähnlich wie beim Leistungssport, da sind es bei mir 15 Jahre geworden.

Großen Wert darauf zu legen von Anfang an ein starkes Team aufzubauen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tim Dettmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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