Freitag, April 3, 2026
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Foto Osner 360-Grad-Dienstleister Foto, Video Social Media-Marketing

Foto Osner 360-Grad-Dienstleister im Bereich Foto, Video und Social Media-Marketing

Stellen Sie sich und das Start-Up Foto Osner doch kurz unseren Lesern vor!

Foto Osner ist 360-Grad-Dienstleister im Bereich Foto, Video und Social Media-Marketing für Unternehmen und Privatkunden. Die Firma sitzt in Lindau, meiner Heimatstadt. Durch die Nähe zu Österreich und zur Schweiz habe ich meine Fühler schon früh ins Ausland ausstrecken können. Erste Aufträge habe ich mit neun Jahren angenommen. Vor kurzem, mit 15 Jahren, habe ich mich selbstständig gemacht und ein Gewerbe angemeldet. 

Sie sind erst 15, warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Zum einen bin ich familiär im besten Sinne „vorbelastet“. Auch mein Vater und mein Opa waren selbstständig. Insofern ist mir diese Lebensform mit all ihren Chancen und Risiken sehr vertraut. Zum anderen begeistern mich Foto und Video schon seit mehreren Jahren. Es arbeitet etwas in mir, das mich immer wieder antreibt, noch besser und noch professioneller zu werden. Mittlerweile habe ich ein Niveau erreicht, bei dem ich auch größere Aufträge annehmen kann. Und ich habe das gute Gefühl, darauf später meine berufliche Existenz aufbauen zu können. 

Welche Vision steckt hinter Foto Osner?

Zum Psychologen will ich nicht, deshalb arbeite ich ohne Visionen. Ich will einfach nur die Qualität abliefern, die meine Kunden auch von ihren Mitarbeitern und ihren Produkten erwarten. Ganz bestimmt bin ich geprägt durch die Gegend, in der ich aufgewachsen bin. Die Menschen und die Unternehmen hier am Bodensee sind bodenständig, authentisch, qualitätsbewusst. Das wiederum in eine moderne, zeitgemäße Bildersprache zu übersetzen, macht mir sehr viel Spaß. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Natürlich mein Alter. Sie müssen erst mal einen Betrieb, eine Hoteliersfamilie oder einen Ladenbesitzer finden, der einem 13- oder 14-Jährigen vertraut und sagt: „Mach das für mich!“ Zum Glück gab es solche Leute. Sie waren überzeugt und empfahlen mich weiter, als sie das fertige Produkt sahen. Wichtig war außerdem, auch meine Lehrer davon zu überzeugen, das eigene Unternehmen und die Schule unter einen Hut bringen zu können.

Wer ist die Zielgruppe von Foto Osner?

Ehrlich gesagt: Mein Unternehmen ist noch zu jung, um sich allzu sehr zu konzentrieren. Ich stehe erst am Anfang. Wo ich besondere Stärken habe, wird sich noch herausstellen. Fürs erste bietet Foto Osner Unternehmen und Privatkunden das gesamte Spektrum visueller Medien an – angefangen vom Imagefilm über Werbe- und Produktfotos und Social Media-Marketing bis hin zu Event-, Hochzeits- und Naturfotografie. 

Wie funktioniert Foto Osner? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Aus meiner Sicht sind es zwei Dinge, mit denen meine beiden Partner und ich punkten. Zum einen haben wir als Jugendliche einfach einen jungen, frischen Blick auf die Welt. Wir kennen die Sehgewohnheiten eines jungen Publikums. Zum anderen gehen wir an die sozialen Medien mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit heran. Wir sind damit aufgewachsen und haben einfach ein gutes Gefühl für das, was dort funktioniert und was nicht. So gesehen sind wir ein idealer Partner für Unternehmen, die ihre Tradition und ihre Werte zwar nicht aufgeben, sich in der Außendarstellung aber modernisieren wollen, um neue Kundengruppen anzusprechen. Das können sie mit Foto Osner zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und innerhalb relativ kurzer Zeit realisieren.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit der „Corona“-Krise verändert?

Ganz klar, im Eventbereich sind etliche Aufträge erst mal weggebrochen. Gleichzeitig gab es zahlreiche neue Anfragen von Unternehmen und Geschäften, die sich in der Außenkommunikation bisher auf den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden konzentriert hatten. Sie sind jetzt gezwungen, neue digitale Kommunikationswege zu gehen. Bei meinem Unternehmen bekommen sie maßgeschneiderte Social Media-Dienstleistungen zu einem sehr vernünftigen Preis. Denn eines ist klar: Vielen dieser Betriebe fehlen derzeit schlicht die finanziellen Polster für große Marketingbudgets. Für mich sehe ich die Krise unterm Strich eher als Chance. 

Foto Osner, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren habe ich hoffentlich noch genauso viel Spaß am Fotografieren und am Filmen wie heute. Wer sich für etwas begeistern kann, hat über kurz oder lang Erfolg damit. Bei der Schule ist das Ende in Sicht. Damit werde ich mich künftig stärker auf mein Unternehmen konzentrieren können. Klar ist auch: Mit 15 oder 16 Jahren ist man noch nicht „fertig“. Ich kann noch viel dazulernen. Es wird also in den nächsten Jahren auch wichtig sein, das ich mich mit anderen Professionals gut vernetze. 

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nie aufgeben. Nie aufgeben. Tipp Nummer 3: nie aufgeben.

Wir bedanken uns bei Julius Osner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Witzige und freche Sprüche auf Kartoffeln

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Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Warum haben Sie sich entschlossen das Franchise Potato Parcel für Europa und Großbritannien zu kaufen?

Vor zwei Jahren habe ich selbst eine Kartoffel mit einer Nachricht erhalten. Mein Bruder hat mir diese über Potato Parcel zukommen lassen. Diese kleine Geste hatte mir ein großes Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Daraufhin habe ich selber 2 Kartoffeln verschickt und es hatte denselben Effekt bei meinen Freunden. Etwas mehr als ein Jahr später habe ich mitbekommen, dass Potato Parcel Unterstützung für Ihr Team in Europa und Großbritannien braucht und habe mich beworben.

Was war die größte Herausforderung bis jetzt?

Die größte Herausforderung war es, den europaweiten Versand zu organisieren und Kartoffel-Sorten zu finden, die sich am besten zum Versand eignen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Meine amerikanischen Kollegen haben sich mir  gegenüber viel Mühe gegeben, mich bei der Einarbeitung, zu unterstützen. Dies hat mir anfangs sehr geholfen. Ich glaube, dass man mit positiven Gedanken, viel Einsatz und Spaß an der Sache sehr viel schaffen kann. Die Lernkurve ging in den letzten Monaten steil nach oben. Ich habe sehr viel dazu gelernt und bekomme viel Kundenfeedback, das mir hilft, immer besser zu werden. 

Welche Vision steckt hinter Potato Parcel?

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Es geht darum, neben all den schlechten Nachrichten, die uns täglich erreichen, etwas Positives in die Welt zu bringen. Daher ist es sicher eines der wichtigsten Ziele, immer mehr Menschen rund um den Globus mit witzigen oder frechen Sprüchen auf Kartoffeln zu überraschen und ihnen damit einen Grund zum Lächeln zu geben, da der Alltag nicht immer nur Freude bereitet.

Wer ist die Zielgruppe von Potato Parcel?

Potato Parcels Zielgruppe ist nicht klar definiert. Es liegt am Humor der Menschen, wer uns witzig findet und seinen liebsten eine bearbeitete Kartoffel zukommen lassen möchte. Auffallend ist, dass wir mehr weibliche als männliche Kunden haben und der Großteil der Kunden zwischen 20 – 35 Jahre alt sind.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Seit Anfang März ging die Nachfrage hoch. Viele Kunden senden ihren Freunden Grüß und witzige Botschaften. Vor allem Großbritannien, die Niederlande und Deutschland nutzen unseren Service derzeit sehr.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

​Corona hat bei Potato Parcel bisher nicht viel verändert. Es muss täglich darauf geachtet werden, in welche Länder und Regionen die Post noch ausliefert bzw. wo nicht, der Versand dauert derzeit länger und aus diesem Grund muss mehr Zeit eingeplant werden, Material zu kaufen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die aktuelle Lage bringt auch viel Positives. Ich denke, da ein Großteil der Menschen gezwungen ist zu entschleunigen, werden kleine Gesten besser wahrgenommen, Liebe und Freundschaft besser gesehen und geschätzt. Dies bringt die Leute wieder dahin zurück, Briefe und Postkarten zu schreiben und das manchmal auch einfach auf einer Kartoffel.

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Potato Parcel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mein Ziel mit Potato Parcel ist es, diese ungewöhnliche Geschenkidee in den kommenden fünf Jahren in Europa immer bekannter zu machen und so viele Menschen wie möglich zum Lachen zu bringen. 

Wir bedanken uns bei Alexa Hoesch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Geschäftsmodell auf Innovationsgrad, Marktpotenzial und Skalierbarkeit prüfen

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Unicaps nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio Kaffee und Bio Tee

UniCaps nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio Kaffee und Bio Tee

Stellen Sie sich und das Startup UniCaps doch kurz unseren Lesern vor!

Sehr gerne doch! Mein Name ist Dirk N. Tillmann und bin Mit-Gründer und CEO von UniCaps. Unter den Marken My-CoffeeCup und My-TeaCup stellen wir in Frankfurt/O. seit 2016 nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio-Kaffees und Bio-Tees für das Nespresso- und Dolce Gusto-System her.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich persönlich habe mich immer schon früh gefragt, wie will ich arbeiten, woran habe ich Freude und welche Motivation brauche ich für mich selbst. Und ich sehe in den Dingen mehr Chancen und Freiheiten als Herausforderungen und Risiken.

Ich bin bereits seit 2008 unternehmerisch tätig und habe bereits drei erfolgreiche Unternehmen in der Food- und Konsumgüterindustrie gegründet. Vor der Gründung von UniCaps war ich als CEO und Mit-Investor bei der Tpresso AG in Zürich (Schweiz) tätig, einer eigenständigen Teemarke auf Kapselbasis. Dabei hatte ich die Möglichkeit unter anderem mit Eric Favre, dem Gründer und Erfinder von Nespresso zu arbeiten – eine spannende und lehrreiche Zeit.

Welche Vision steckt hinter UniCaps?

In meiner Zeit in der Schweiz ist die Idee entstanden, die Bequemlichkeit und Modernität der Kapselmaschine endlich mit nachhaltigen Produkten zu verbinden. Wir wollten dabei kein eigenes Kapselmaschinensystem entwickeln, sondern den Markt mit kompatiblen Kapseln für bestehende Kapselmaschinen revolutionieren, die bereits millionenfach in Hauhalten, Büros und Hotels im Einsatz sind.

Wir wollen Menschen für hochwertige Bio-Produkte mit umweltverträglichem Lebenszyklus begeistern, um so einen Beitrag zum Schutz der Umwelt, zur Gesundheit, zu Glück und Wohlstand zu leisten. Diese Vision wird von den Kunden gut angenommen – wir halten derzeit die marktführende Position bei nachhaltigen Kaffee-Kapseln und sind neben unserem eigenen Online-Shop (https://www.my-cups.de) in über 14.000 Verkaufsstellen bundesweit erhältlich. Gerade erst ist die Drogeriekette Rossmann neu dazugekommen, worüber wir uns sehr freuen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Gründung eines Unternehmens bringt immer Herausforderungen mit sich, an die man zuvor nicht gedacht hat. Angefangen von einzelnen bürokratischen Hürden bis hin zu verfahrenstechnischen Fragen. Trotzdem ist es uns innerhalb weniger Monate gelungen eine Produktion aufzubauen, die von Anfang an die unterschiedlichsten Prüfungen, Audits und Zertifizierungen nach höchsten Standards bestanden hat. Darauf sind wir stolz! Die Finanzierung erfolgte dabei wesentlich mit Unterstützung des Landes Brandenburg, sowie privater Investoren. Zu nennen sind dabei wesentlich die BFB Brandenburg Kapital GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Brandenburger Förderbank ILB, sowie die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH (MBG).

Wer ist die Zielgruppe von UniCaps?

Kunden, die Genuss und Convenience mit sinnvollen, ökologischen Produkten verbinden möchten. Wir wollen alle diejenigen ansprechen, für die Nachhaltigkeit von Produkten das entscheidende Kriterium ist. Unsere Zielgruppe will die eigene Konsumroutine nicht zwangsläufig einschränken, aber gerne durch nachhaltige Alternativen ersetzen.

Aus welchem Material bestehen die UniCaps Kapseln? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Kapseln bestehen mehrheitlich aus nachwachsenden Rohstoffen, unter anderem aus natürlicher Stärke, Glukose und Lignin, einem Nebenprodukt aus der Holzverarbeitung und sind vollständig industriell kompostierbar. Die Kapseln sind zertifiziert CO2-neutral von der Ernte bis ins Regal.

UniCaps ökologische nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio Kaffee und Bio Tee für das Nespresso - und Dolce Gusto-Systeme

Die Vorteile für Kunden und Umwelt: Täglich werden rund acht Mio. Kapseln in Deutschland verbraucht, diese bestehen vielfach noch aus herkömmlichem Plastik und Aluminium. Nun wissen wir, dass Plastik- und Alu-Kapseln sowohl bei der Herstellung als auch bei der Entsorgung höchstproblematisch sind. Die UniCaps Kapseln können nach der Verwendung guten Gewissens in der Bio-Tonnen entsorgt werden. Sollten diese dennoch einmal im Hausmüll landen, setzen sie bei einer anschließenden Müllverbrennung kein zusätzliches CO2 frei und leisten z.B. in einem Heizkraftwerk einen Beitrag zur Gewinnung von nachhaltiger Energie. Auch unsere Produktverpackungen setzen auf umweltverträgliche, nachhaltige Lösungen. Wir verwenden Boxen aus Recyclingmaterial, die ohne überflüssige Umverpackung auskommen und nur auf der Außenseite bedruckt sind – natürlich mit lebensmittelrechtskonformen Farben.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir sehen einen verstärkten Bedarf im eCommerce und im stationären Einzelhandel, Neu-Akquisen vor Allem im Hotellerie- und Gastronomieumfeld verschieben sich zeitlich. Natürlich sind auch wir nicht von den bestehenden Vorschriften und bestimmten Einschränkungen, u.a. bei den Vertriebswegen ausgenommen. Wir halten die Vorschriften ein und versuchen auch als Team aufeinander acht zu geben.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben umfangreiche Maßnahmen an unserem Produktionsstandort in Frankfurt/Oder ergriffen, um Infektionen von Mitarbeitern auszuschließen. Hierzu gehören vollständig getrennte Schichtsysteme, sowie höchste Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen– wie Schutzanzüge und Masken in der Produktion. Wir bitten alle Kollegen, durch umsichtiges Verhalten auch privat mögliche Risiken auszuschließen. Der administrative Bereich arbeitet vornehmlich im Homeoffice, wir empfangen derzeit keinen Besuch und kommunizieren vielfach über Videokonferenzen, was mittlerweile sehr gut funktioniert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Kaffee und Tee sind Grundnahrungsmittel, Kunden sind in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und verbringen mehr Zeit zu Hause, möchten aber trotzdem ihren perfekten Espresso und Lungo genießen. Aufgrund der derzeitigen Homeoffice Situation, die vielfach mit Kinderbetreuung in Einklang gebracht werden muss, stehen Convenience, Effizienz und Schnelligkeit ganz besonders hoch im Kurs, dies spricht für Kapselanwendungen, die einfach per Knopfdruck zubereitet werden können. Viele Menschen sehen das Virus als Abwehrreaktion des Planeten auf Ausbeutung der Natur und Umweltzerstörung, dies wird dem ohnehin präsenten Nachhaltigkeitstrend auch zukünftig weiteres Gewicht verleihen. Diese Faktoren stimmen uns sehr zuversichtlich, dass wir auch zukünftig viele Kunden erfolgreich erreichen können.

UniCaps, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir bei UniCaps arbeiten daran, unsere Marktstellung weiter auszubauen, unsere Marken noch bekannter zu machen, stark auf Internationalisierung zu setzen, neue Kooperationspartner zu finden und disruptiv an neuen Ideen zu arbeiten.

Derzeit bauen wir unseren Produktionsstandort in Brandenburg weiter aus und werden Abfüllkapazitäten in der Produktion stark ausweiten. Auf der Mitarbeiterseite konnten bereits vor der Krise sowohl in der Forschung und Entwicklungsabteilung als auch im Vertrieb Experten aus der FMCG Industrie gewonnen werden, worüber wir uns sehr freuen und mit denen wir viel erreichen wollen. Die UniCaps beschäftigt derzeit 43 Mitarbeiter – Tendenz steigend. In 2025 werden wir in mindestens 5 weitere, europäische Länder distribuieren und unsere Marken als die nachhaltigen Alternativen zu Nespresso & Co. etabliert haben, sowie nicht nur Kapselprodukte sondern das ganze Kaffee-Spektrum besetzen. Wir werden uns nicht nur über unsere Marken, sondern auch über unseren Technologien definieren und ein weltweites Netzwerk an Kunden und Lieferanten unterhalten, mein persönliches Ziel ist, dass wir in 2025 auch in den USA erfolgreich angekommen sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Das Geschäftsmodell sehr intensiv auf Innovationsgrad, USPs gegenüber Wettbewerbern, Marktpotenzial und Skalierbarkeit zu prüfen.
  2. Sich auf lange Jahre sehr harter Arbeit und vieler Rückschläge einzustellen, den „Trick“ gibt es nicht
  3. Niemals aufgeben

Wir bedanken uns bei Dirk N. Tillmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Weitergedacht: Brandschutz trifft Nachhaltigkeit

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Tarelkin I Brandschutz vorbeugenden Brandschutz mit Nachhaltigkeit

Tarelkin I Brandschutz verbindet vorbeugenden Brandschutz mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit.

Stellen Sie sich und das Start-up „Tarelkin I Brandschutz“ doch kurz vor! 

Ich bin Architektin, habe mich schon vor circa zehn Jahren zur Sachverständigen für vorbeugenden Brandschutz weitergebildet und bin Alleingründerin des Sachverständigenbüros Tarelkin I Brandschutz.

Wir fertigen Unterlagen an, die für den Baugenehmigungsprozess eines Gebäudes notwendig sind. Dabei ist die Fachkenntnis von Sachverständigen im vorbeugenden Brandschutz insbesondere bei Sonderbauten (Gebäude mit besonderer Nutzung) und dem Geschosswohnungsbau gefragt. Es schließt aber auch Teilbereiche von Gebäuden (Nutzungseinheiten) mit ein. 

Zu den Unterlagen gehören Gutachten, die sich fachlich in Brandschutznachweise, Brandschutzkonzepte und Gutachterliche Stellungnahmen gliedern. Diese bewerten die Gebäude und stellen sicher, dass die bauordnungsrechtlich erforderlichen Brandschutzmaßnahmen eingehalten werden. Für solche Gutachten fertigen wir Brandschutzpläne an, um die erforderlichen Maßnahmen im Gebäude verständlich darzustellen. Wir erarbeiten aber auch Feuerwehrpläne sowie Flucht-und Rettungspläne. Darüber hinaus bieten wir eine Fachbauleitung Brandschutz an: Dabei wird der Bauherr oder zuständige Architekt während des Bauprozesses fachlich vor Ort unterstützt. Ausländische Investoren beraten wir auf Englisch und fertigen ebenso Gutachten in englischer Sprache an. Diese Leistungen bieten wir aus einer Hand an: für Berlin und das Land Brandenburg. Und nicht zuletzt verbinden wir das Ganze mit einem nachhaltigen Grundgedanken. 

Sprechen Sie damit die Vision an, die hinter Tarelkin I Brandschutz steckt?

Genau. Mit meinem Unternehmen möchte ich Leistungen etablieren, die über die des vorbeugenden Brandschutzes hinausgehen.

Wir möchten Bauherren und Architekten Möglichkeiten aufzeigen, nachhaltiger zu planen und bauen. Indem wir beispielsweise dazu beraten, die Nutzung von erneuerbaren Energien oder auch den Anteil von recycelbaren und nachhaltigen Materialien zu erhöhen, aber auch solche Dinge, wie man mehr Parkplätze für Elektromobil- und Wasserstoffautos in Parkhäusern schaffen kann. Das alles in Zusammenspiel mit den Planungsleistungen für den Brandschutz. 

Wir zeigen Möglichkeiten auf, solche progressiven und notwendigen Schritte ohne Reibungsverluste voranzutreiben, Genehmigungsprozesse erfolgreich zu gestalten sowie die Kosten für Nachhaltigkeit in der Waage zu halten. Ich nenne diesen Ansatz „Nachhaltigen Brandschutz“.

Wer gehört, neben Bauherren und Architekten, noch zur Zielgruppe von Tarelkin I Brandschutz?

Wir richten uns ebenso an Baugruppen, Wohnungsbaugenossenschaften, die öffentlichen und privaten Bauträger, aber auch an Weltverbesserer, pragmatische Idealisten und andere schlaue Köpfe, die einen Brandschutznachweis für ihr Projekt benötigen und den Mut haben, sich auf Neues einzulassen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich betrachte die Dinge gerne ganzheitlich. Das wollte ich ebenso mit meinem Ansatz des nachhaltigen Brandschutzes verbinden, wie meinen Forschungsdrang und Spieltrieb. Meiner Meinung nach lassen sich diese Eigenschaften am besten ausleben, wenn man eigene Wege beschreitet. Deshalb lag eine Unternehmensgründung nah. Dabei ist es hilfreich, ebenso Architektin wie Sachverständige zu sein, weil ich Möglichkeiten und Chancen erkenne, wie ich den „nachhaltigen Anteil“ eines Projektes positiv unterstützen und mit dem Brandschutz verbinden kann. 

Was war bei der Gründung von Tarelkin I Brandschutz die größte Herausforderung?

Die Herausforderung besteht wohl immer noch in der täglichen Disziplin, sich zu organisieren, Ideen zu sortieren und zu bündeln und natürlich Menschen von der Idee des nachhaltigen Brandschutzes zu überzeugen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall. Nichts ist perfekt. 

Tarelkin I Brandschutz: Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Reise hat erst begonnen und ich hoffe sie bleibt weiter spannend. Derzeit lerne ich täglich Neues und hoffe, dass das weiterhin so bleibt: ob in fünf oder zehn Jahren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Mut. 

Zuversicht. 

Entspannt bleiben.

Bildquelle: ©Jayda Cortez Photography

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Stephanie Tarelkin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nachhaltigkeit, Gesundheit und die Macht der Gemeinschaft – das sind unsere wichtigsten Werte

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Mana Pulver deckt den Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen ab

Mana wurde 2014 in einer Garage gegründet und wird nun weltweit verkauft. Mana spendet derzeit zusammen mit Kunden und Kundinnen Mana Drinks an medizinisches Personal, um in der Coronakrise zu helfen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vor ungefähr sechs Jahren habe ich mich ausgiebig mit Ernährung beschäftigt. Dann habe ich irgendwann im Schnelldurchlauf eine 14-tägige Entgiftung gemacht. Ich habe in dieser Zeit also buchstäblich gehungert und gleichzeitig habe ich mir so viel Wissen wie möglich darüber angeeignet, was wir unserem Körper eigentlich zuführen. Ich las eine Menge Bücher zu diesem Thema und fragte mich, ob es möglich sei, die „Bioakkumulation“ zu beseitigen, bei der sich unnötige Substanzen aus der Nahrung im Körper ansammeln. Auf diese Weise kam mir die Idee, ein Lebensmittelpulver herzustellen, das „reine Ernährung“ ohne unnötige Sättigungsprodukte ist. Im Sommer 2014 habe ich nach einem halben Jahr intensiven Studiums die erste Version unseres Mana Pulver Origin in meiner Garage hergestellt. Heute verkaufen wir nicht nur Mana Pulver, sondern auch Drinks und sogar bereits den ersten veganen Burger, der sämtliche Nährstoffe enthält, die wir brauchen.

Anfangs war es nur ein Hobby, aber dann boten die Leute an, mich dafür zu bezahlen, und so gründete ich das Unternehmen. Jetzt treten wir in unser 7. Jahr ein und haben gerade unser 6. Pulverrezept veröffentlicht, das wir Mark 6 nennen. Es ist definitiv unser bisher komplexestes Pulver. Es beinhaltet 6 verschiedene Proteine, 6 Fette, 6 Ballaststoffe und eine Menge anderer guter Sachen. 

Was als Bootstrap-Versuch begann, ein vollständiges und gesundes Essen für Freunde und Familie zu entwickeln, wandelte sich schnell zu einer groß angelegten Initiative.

Welche Vision steckt hinter Mana?

Bei Mana (benannt nach Manna, einer essbaren Substanz, die in der Bibel beschrieben wird) dreht sich alles um Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ein pflanzliches Lebensmittel entspricht also perfekt unserer eigenen Philosophie.

Viele Menschen haben heutzutage zu wenig Zeit, um sich gesund zu ernähren, weshalb sie zu ungesundem Fast Food greifen. Mana spart Zeit, ist aber gleichzeitig gesund und deckt den Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen ab, die unser Körper benötigt. Es wird ständig in die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Technologien investiert. Wir versuchen bei Mana immer, umweltbewusst und nachhaltig zu arbeiten und zu handeln. So stellen wir beispielsweise seit einiger Zeit den Messlöffel für unser Mana Pulver nicht mehr aus Plastik, sondern Edelstahl her, und haben eine 12 kg Packung, das Mana Powder Family Pack auf den Markt gebracht, um Verpackung zu sparen. 

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung bestand definitiv darin, das gesamte System des Unternehmens “vertikal” aufzubauen, vom Forschungsteam über das eigene Labor bis hin zum Endprodukt und der Marketingstrategie. Es war das Schwierigste, diese Teile des Unternehmens unter eigener Kontrolle zu haben, ohne Auslagerung, was uns sehr wichtig ist.

Ich habe Mana ganz ohne die finanzielle Unterstützung anderer aufgebaut. Alles, was wir mit Mana verdienen, wird wieder reinvestiert, um unsere Produkte zu verbessern, bessere Inhaltsstoffe zu bekommen, mehr produzieren zu können etc. Schritt für Schritt  habe ich Mana zu dem aufgebaut, was es heute ist, aber wir sind sicher noch nicht am Ende angekommen. Seit 2014 haben wir uns ständig vergrößert und können heute weltweit liefern. Von der Garage wurde bald ein größeres Lagerhaus gemietet und bald ein noch größeres. Es wurden und werden viele Menschen eingestellt, sodass Mana stetig wachsen kann. 

Wer ist die Zielgruppe von Mana?

Mana ist für alle gedacht, die gut und schnell essen wollen, aber gleichzeitig darüber nachdenken, welche Auswirkungen Lebensmittel auf die Umwelt haben und wie sie unseren Planeten belasten. Deshalb möchten wir, dass Mana nicht nur für VeganerInnen und VegetarierInnen geeignet ist, sondern dass es auch weiterhin eine erschwingliche Variante für eine vollwertige Mahlzeit ist. Es ist perfekt für Menschen geeignet, die aufgrund ihrer Arbeitsbelastung keine Zeit für herkömmliches Essen haben, die Sport treiben und eine ausgewogene, aber dennoch leichte Mahlzeit wünschen, die genau wissen wollen, was sie konsumieren, die reisen oder aktiv sind. Die Einzigartigkeit von Mana liegt in dieser Vielseitigkeit der Verwendbarkeit.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das moderne Leben ist voller Produkte, die helfen sollen, wenn beispielsweise die Zeit zum Kochen zu knapp ist. Die Regale der Supermärkte sind mit Fertiggerichten gefüllt, von abgepackten Snacks bis hin zu gefrorenen Pizzen, Burgern, Lasagne gibt es alles. Hat man es eilig, findet man immer etwas, das einen zumindest für kurze Zeit satt macht.

Nur weil es praktisch ist, heißt das nicht immer, dass es nahrhaft und gesund ist. Im Gegenteil. Jeder Mensch braucht Nährstoffe wie Proteine und Ballaststoffe sowie gesunde Fette und die richtigen Vitamine und Mineralien. Ohne wird es schwierig sein, Energie zu haben und produktiv zu sein.

Mana will dieses Problem beheben. Das cremige, subtil süße und vor allem nahrhafte Mana besteht zu 100 Prozent aus pflanzlichen Zutaten. Als Pulver muss es nur mit Wasser gemixt werden, als Drink ist es immer gleich trinkfertig. In nur wenigen Sekunden liefern 300ml Mana 20 Prozent des durchschnittlichen täglichen Nährstoffbedarfs für Erwachsene in Shake-Form. Es können auch zur Verfeinerung beliebige Zutaten hinzugefügt werden. 

Wir sind ein wissenschaftlich fundiertes Unternehmen und produzieren ein hochkomplexes Produkt. Wir haben ein eigenes R&D-Team, ein eigenes Labor und eine eigene Produktionslinie. Dies ist der Weg, den wir gehen, alle Prozesse sind unter unserer Kontrolle, deshalb sind wir anders als andere. Wir machen alle Schritte von der Produktion bis zur Verpackung und zum Verkauf selbst. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Gibt es etwas besonderes, das Sie während Corona unternommen haben?

Während Corona stieg die Zahl der Bestellungen schnell an, da die Leute vor allem von den Vorteilen von Mana begeistert sind. Mana ist eine ernährungsphysiologisch vollständige Mahlzeit, leicht zu lagern, es ist keine Kühlung erforderlich und was vor allem während Corona sehr attraktiv ist, ist die lange Haltbarkeit. Die Drinks sind ungekühlt 12 Monate und das Pulver sogar 18 Monate haltbar. Unsere Arbeit geschieht schon seit fast zwei Monaten im Homeoffice, was die Arbeit natürlich auch verändert hat.

Mana Pulver deckt den Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen ab

Wir haben etwas besonderes unternommen, ja. Wir alle glauben bei Mana fest an die Macht der Gemeinschaft und wollen deshalb gemeinsam mit unseren KundInnen die Menschen unterstützen, die sich gerade täglich für unsere Gesundheit einsetzen. Dafür möchten wir eine möglichst große Zahl an Mana Drinks spenden, indem wir jeden Drink, den unsere KundInnen für Menschen in Krankenhäuser, Rettungsdiensten etc. spenden, verdoppeln. Unter diesem Link gibt es über unsere Aktion mehr Infos, wir freuen uns über noch mehr Unterstützung: https://drink-mana.de/products/energie-an-die-front

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Der Anstieg der Bestellungen kam für uns wirklich ziemlich schnell, und wir mussten darauf reagieren. Wir haben vor allem sehr viel getan zum Schutz unserer MitarbeiterInnen, die Produktionslinie und das Lager. Seit März arbeitet das gesamt Team im Homeoffice, jede Person im Lager und der Produktion desinfiziert sich regelmäßig, trägt Mundschutz und Handschuhe und die Temperatur wird regelmäßig kontrolliert. Wir haben 3 Teams in der Produktion geschaffen, die sich nicht treffen, sodass der Kontakt untereinander minimiert wird. Außerdem werden die MitarbeiterInnen regelmäßig mit Vitaminen versorgt, die nach Hause gesendet werden. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Diese Pandemie hat uns als Menschen auf die Probe gestellt, um wirklich zu sehen, was wichtig ist und wo echte Vorteile für das Leben liegen. KundInnen konnten hier den Vorteil des Produkts Mana herausfinden und sehen, dass es sich um ernährungsphysiologisch vollständige Lebensmittel handelt, die leicht zu lagern, leicht zuzubereiten, langlebig, nicht verderblich, voller Vitamine und Mineralien sind. Selbst Menschen, die gegen Lebensmittelpulver waren, haben jetzt erkannt, wie nützlich Mana ist und wie viele Vorteile es hat. Diese Krise hat gezeigt, welche Grundsegmente für unseren modernen Lebensstil am wichtigsten sind: Gesundheitswesen, Energie, Ernährung und Wasser. Mana ist Nahrung und Wasser in einem.

Mana, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben ganz klare Ziele. Wir wollen eine globale Marke in der pflanzlichen Lebensmittelindustrie sein, die an der Spitze des Wandels für nachhaltiges Leben und Lebensmittelproduktion steht. Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis, und die Menschen werden immer geschäftiger, besonders in großen Städten. Lebensmittel wie Mana geben ihnen in einem Bruchteil der Zeit alles, was sie brauchen. Daneben wächst die Weltbevölkerung und damit auch die Nachfrage nach Ressourcen. Diese Trends deuten darauf hin, dass vegane und alternative Lebensmittel nur noch wichtiger werden. Wir wollen eine globale Marke sein, die an der Spitze des Wandels steht, weshalb wir auch damit begonnen haben, neben den Drinks und Pulvern einen veganen Burger auf den Markt zu bringen, der den gesamten Nährstoffbedarf deckt. 

Und wir möchten weiterhin großartige Produkte liefern, die den Menschen echte Vorteile bringen. Wir möchten, dass Mana die spezifischen Bedürfnisse der KundInnen erfüllt, damit ein solches Produkt gut verträglich und für alle erschwinglich ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sie sollten immer versuchen, etwas zu schaffen, das einer großen Anzahl von Menschen eine Lösung bringen kann. Es muss einen Zweck geben. Es ist kein Ziel, ein Startup zu haben, Investitionen zu tätigen und ein Produkt für eine enge KundInnengruppe zu entwickeln. Sie müssen langfristig denken. Es geht darum, gesellschaftliche Lösungen zu bringen, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, etwas sinnvolles aufzubauen, das die Menschen benötigen. Wenn Sie ein Produkt haben, das einer kleinen Anzahl von Menschen dient, ist es nutzlos. 

Sie sollten mit Ihrem Produkt niemals 100 Prozent zufrieden sein. Dies ist die Motivation, die Sie dazu drängt, hart zu arbeiten und Ihr Produkt jedes Jahr besser zu entwickeln. Das ist es, was wir bei Mana tun. Jedes Jahr veröffentlichen wir ein neues Mana-Rezept, das auf neuesten wissenschaftlichen Daten, klinischen Studien der EFSA, der WHO und unseren eigenen Labortests basiert.

Und zu guter Letzt stehen natürlich die Kunden und Kundinnen an erster Stelle. Sie müssen sich um die Anliegen aller (potentieller) KundInnen kümmern, egal, ob diese das Produkt schon lieben oder ihm noch kritisch gegenüberstehen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jakub Krejcik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Frankfurter Startup ermöglicht Kommunikation für beatmete COVID-19 Patienten

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Eliah Semiotics

Eliah Semiotics Softwarelösungen für den Therapiebereich

Stellen Sie sich und das Startup Eliah Semiotics doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Tina Hillebrecht, Gründerin von Eliah Semiotics. Im November 2019 habe ich mit Dennis Stritzke die Eliah Semiotics UG (haftungsbeschränkt) gegründet. Zusammen entwickeln wir Softwarelösungen für den Therapiebereich. Mit der Eliah App unterstützen wir Menschen mit sprachlichen Einschränkungen bei der Kommunikation. Ich habe die Idee für Eliah durch meine Arbeit als Logopädin mit schwer betroffenen Schlaganfall-Patienten entwickelt. Dennis ist Softwareentwickler und neben Eliah in seiner eigenen Beratungsfirma tätig.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Den ersten Prototypen für Eliah haben wir schon 2018 entwickelt. Damals waren wir beide noch angestellt und ich habe im Master studiert. Mit dem Prototypen haben wir vielversprechende Tests mit der Zielgruppe durchgeführt. Im November 2019 haben wir uns dann zusammengesetzt und entschieden, was aus dem Prototypen werden soll. Um das große Potential ernsthaft verfolgen zu können, war die Gründung der nächste logische Schritt.

Was war bei der Gründung von Eliah Semiotics die größte Herausforderung?

Das war eindeutig die Medizinproduktezulassung.

Dennis hatte ein Jahr vor unserer Gründung seine Beratungsfirma gegründet, deshalb waren die Formalitäten der Gründung schnell erledigt. Aber es ist natürlich etwas anderes, zu zweit zu gründen. Wir mussten uns mit den Worst-Case Szenarien auseinandersetzen. Daran haben wir gemerkt, dass es ernst wurde, wie wichtig Offenheit ist und auch, dass Formalitäten einige Zeit in Anspruch nehmen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall! Das Produkt muss noch nicht durchdesignt sein, bevor man mit Leuten darüber spricht. Wir haben zum Beispiel schon früh mit anderen Logopädinnen gesprochen und Tests mit der Zielgruppe gemacht. Das war super hilfreich für die Weiterentwicklung.

Welche Vision steckt hinter Eliah Semiotics?

Wir glauben, dass jeder Mensch das Recht hat gehört zu werden. Daher entwickeln wir Hilfsmittel für Patienten, um Kommunikation zu ermöglichen.

Wer ist die Zielgruppe von Eliah Semiotics?

Patienten in Kliniken, Pflegeheimen und Therapieeinrichtungen, die gar nicht oder nur schlecht sprechen können. Das sind zum Beispiel Menschen, wie die jährlich 144.000 Personen die nach einem Schlaganfall – zumindest temporär – nicht mehr sprechen können, beatmete Patienten oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Gegensatz zu anderen Anbietern haben wir Eliah für die Akutversorgung von erwachsenen Patienten entwickelt. Hier sind sehr selten Kommunikationshilfen im Einsatz. Das Besondere an Eliah ist, dass die Inhalte auf die akute Behandlung zugeschnitten sind und die App auch für schwer betroffene Patienten leicht zu bedienen ist.

Wie hat sich Ihr Unternehmen mit Corona verändert?

An unserer Arbeitsweise hat sich kaum etwas geändert. Im Homeoffice habe ich schon vorher oft gearbeitet. Die einzigen Änderungen: Es gibt mehr Online Meetings und leider keinen leckeren Cappuccino im Büro.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da wir schon vorher oft verteilt gearbeitet haben, mussten wir kaum etwas ändern. Lediglich in unseren Meetings mussten wir dafür sorgen, expliziter über alle Aufgaben zu sprechen, da es nicht einfach so auffällt, an was die andere Person gerade arbeitet.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Tatsächlich ist die Krise eine sehr große Chance, da wir unser Produkt auch für beatmete Patienten eingesetzt werden kann. Wir haben uns entschieden, unser Produkt schneller als eigentlich geplant auf den Markt zu bringen und bis zum 31. Juli komplett kostenlos anzubieten. Das war noch eine Herausforderung, da innerhalb von 2 Wochen die Arbeit erledigt haben, die eigentlich für 2 Monate gedacht war.

Nun sind wir seit dem 24. April auf dem Markt!

Eliah Semiotics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, dass Eliah möglichst schnell in den Kliniken in Deutschland verteilt wird. Durch das Digitale-Versorgung-Gesetz wird sich in der Gesundheitsbranche einiges tun und hoffentlich auch der Einsatz von Tablets in deutschen Kliniken zur Normalität werden.

In fünf Jahren wollen wir unsere Reichweite mit Eliah mindestens auf Europa ausgeweitet haben. Wir haben bei der Entwicklung darauf geachtet, dass die Integration anderer Sprachen und Anpassung an andere Kulturen kein Problem wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Traut euch Ideen zu teilen. Der Austausch mit anderen hat uns von Beginn an geholfen, unsere Ideen weiterzudenken. Geheimniskrämerei mag zwar ein Sicherheitsgefühl geben, aber die Angst, dass andere die Idee klauen können ist wohl oft unbegründet. Schließlich muss man das Ganze auch durchziehen, um aus der Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell zu machen.

Als Startup im Gesundheitsbereich müssen viele Auflagen erfüllt werden, Gesetze einhalten, oft auch klinische Studien durchführen. Das ist sehr abschreckend. Viele Leute habe eine tolle Idee und scheitern an der Umsetzung. Deshalb sind ein gutes Netzwerk und der Erfahrungsaustausch so wichtig. Das Gefühl ein Produkt auf den Markt zu bringen, das kranken Menschen mehr Lebensqualität bringt, ist dafür unbeschreiblich gut!

Seid offen und ehrlich mit euren Mitgründerinnen. Wenn ihr euch auf die gemeinsame Reise in die Unternehmenswelt begebt, solltet ihr einander vertrauen. Deshalb ist für uns Offenheit und Ehrlichkeit im Team sehr wichtig. Heimlichtuerei hat in einem Startup nichts verloren. Und wenn es nicht passt, sollte man sich lieber früh andere Mitgründer suchen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tina Hillebrecht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Den eigenen Überzeugungen folgen

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Ameria: Connected Experience® Plattform Cloudsoftware Touchpoints

Ameria Connected Experience® Plattform Cloudsoftware für das Management und den Betrieb sämtlicher digitaler Touchpoints.

Stellen Sie sich und das Startup AMERIA doch kurz unseren Lesern vor!

AMERIA wurde bereits 2001 gegründet und ist daher kein richtiges Startup mehr. Zu Beginn haben wir Softwareentwicklungsprojekte im Bereich Digital-Marketing realisiert. Im Laufe der Jahre haben wir die Ausrichtung von AMERIA vom Projektgeschäft immer mehr zum Produktgeschäft umgewandelt. So entstanden zunächst Lösungen zur Digitalisierung der stationären Fläche (Handel, Messen & Events, städtischer Bereich) und schließlich die Connected Experience® Plattform, eine Cloudsoftware für das Management und den Betrieb sämtlicher digitaler Touchpoints.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe das Unternehmen während meines Studiums zusammen mit einem Kommilitonen aus der Ukraine gegründet. Dort gibt es erstklassige Entwickler. Wir haben damals schnell die starke Nachfrage erkannt, Softwareentwicklungsprojekte in Deutschland zu managen und durch Entwickler in der Ukraine umzusetzen.

Welche Vision steckt hinter AMERIA?

Die Vision hinter AMERIA ist die stetige Bedienung konkreter Markt- und Kundenbedürfnisse mit innovativen Technologien und Lösungen, die einen echten Mehrwert liefern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das initiale Projektgeschäft ist immer sehr gut weitergelaufen – durch die kontinuierlichen Einnahmen in diesem Bereich konnten wir die Neuausrichtung hin zum Produktgeschäft mitfinanzieren. Zudem haben wir bereits sehr erfolgreiche Crowdinvestingkampagnen durchgeführt, die uns eine große Publicity gebracht haben. Dadurch konnten wiederum neue Kunden für das Produktgeschäft gewonnen werden.

Wer ist die Zielgruppe der Connected Experience® von AMERIA?

Die Zielgruppe sind Ansprechpartner aus dem B2B-Bereich. Die Connected Experience® ist überall dort von Interesse und Mehrwert, wo es um den digitalen und interaktiven Kundendialog geht. Dies ist z.B. auf Handelsflächen der Fall, auf Messen & Events sowie auf städtischen Flächen.

Wie funktioniert die Connected Experience®? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kunden erwarten und wünschen sich ein individuelles, spannendes Erlebnis am Point of Sale in der realen Welt. Doch für dieses Erlebnis braucht es Daten, um das Verhalten der Kunden zu verstehen und relevante Inhalte zur richtigen Zeit bereitzustellen. Online ist das bereits heute kein Problem. Hier gibt es beides: ein individuelles spannendes Erlebnis für den Kunden und wertvolle Daten für B2B, zum Beispiel durch Google Analytics. Doch in der realen Welt, der Offline-Welt ist das Kundenverhalten hingegen bisher eine Black Box – es fehlen Daten und damit folgerichtig das personalisierte, spannende Erlebnis. AMERIA schließt diese Lücke in der Offline-Welt. Durch die Connected Experience® gewinnen B2C-Kunden ein personalisiertes Erlebnis in der realen Welt und unsere B2B-Kunden erhalten wichtige Daten, um relevante Inhalte zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen.

Die Connected Experience® ist die einzige Cloud-Plattform der Welt, über die alle digitalen Installationen eines Unternehmens betrieben werden können . In einzigartiger Weise ermöglicht die Plattform es, global und hochskalierbar Inhalte zu verteilen, Daten zu erfassen und interaktive Installationen in Echtzeit zu verbinden. Standardschnittstellen erleichtern dabei die Verknüpfung der Connected Experience® Plattform mit gängigen Software-Lösungen . Durch die Integration in zum Beispiel die SAP Customer Experience entsteht ein einzigartiges Ökosystem: Daten werden zusammengefasst, durch Kundenaktionen kontinuierlich erweitert und über alle Kanäle nutzbar gemacht. AMERIA bietet dabei das passende Bindeglied, um die nahtlose 360° Customer Journey on- wie offline zu realisieren .

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Unser Impuls ist es jeher in Krisenzeiten vor allem die Chancen zu identifizieren. Im Rahmen unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Flächendigitalisierung sind wir schon immer Verfechter der berührungslosen Interaktion und sind im Bereich gestengesteuerter Lösungen Marktführer. Dies hat mit der Erfindung und Entwicklung unseres Virtual Promoter im Jahr 2013 begonnen, www.virtualpromoter.com, der bei vielen namhaften Kunden, wie z.B. Porsche, Haribo, Henkel u.v.m. bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz ist.

In Zeiten von Corona ist unser Erfahrungsschatz und Entwicklungsvorsprung innerhalb der berührungslosen Interaktion natürlich von großer Bedeutung. Somit haben wir innerhalb kürzester Zeit den Corona Protection Point (https://virtualpromoter.com/de/protection-point/) entwickelt. Der Corona Protection Point bietet Desinfektion und Information für Bürgerinnen und Bürger – alles auf Basis der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Eingesetzt in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen, Schulen etc. ermöglicht er „safer work“ und das schnelle Hochfahren aus dem Lockdown.

AMERIA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden unsere Marktführerschaft sowohl im Bereich der berührungslosen Interaktion als auch hinsichtlich der Connected Experience® Cloud Plattform weiter ausbauen – und unsere Weiterentwicklung wie bereits in der Vergangenheit stets an den Anforderungen und Bedürfnissen der sich dynamisch ändernden Markt- und Kundenanforderungen ausrichten. Unser Team ist innovativ, agil und hochmotiviert die Zukunft auf diesem Weg weiter zu gestalten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Den eigenen Überzeugungen folgen – auch wenn man vielen Kritikern begegnet und dies einen langen Atem erfordert.

Schneller sein als der Wettbewerb

Ideen nie auf der „grünen Wiese“ entwickeln, sondern stets entlang konkreter Kundenanforderungen

Wir bedanken uns bei Albrecht Metter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

WANDLE unberechtigte Kritiken deiner Startup Idee in deine persönliche Stärke um!

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Seitenbunt Selbstmalbuch 2 minuten 2 millionen

Gloria Hiltmair Gründerin von Seitenbunt das kinderleichte Selbstmalbuch, war in der PULS4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Seitenbunt doch kurz vor!

Mein Name ist Gloria Hiltmair, Mama einer 3 jährigen Tochter. Während meiner Elternzeit habe ich mich von über 100 Kinderhänden inspirieren und beraten lassen zu einem völlig neuen Produkt. Mein Startup heißt SEITENBUNT – das kinderleichte Selbstmachbuch. Endlich können Kinder alle tolle einzigartigen Geschichten, Ideen und Erlebnisse in einem eigenen gebunden Buch entstehen lassen. Das Besondere dabei ist, dass es ganz egal ist ob man gut schreiben oder schön malen kann. Denn mit meinen selbst-illustrierten Ausmal-Aufklebern entstehen über 1 Mio unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten, die jede Geschichte einzigartig werden lassen und jedes Kind auf seiner Reise durch die eigene Ideenwelt begleiten. Meine Bastel-Buch-Sets haben sich als das perfekte Geschenk von Tanten und Verwandten erwiesen für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren.

Nachhaltigkeit ist mir besonders wichtig. Ich habe zu 90% auf Plastik verzichtet bei meinen Produkten. Alle Papiersorten und Verpackungen bestehen aus nachwachsenden Rohstoffquellen UND darüber hinaus lasse ich einen Großteil in der DONBOSCO Druckerei herstellen – diese sind ausgezeichnet worden, da sie sogar klimaneutral herstellen.

Wie ist die Idee zu Seitenbunt entstanden?

Ein Mädchen hat mich besonders zur Idee eines Selbstmachbuches inspiriert, denn sie schrieb schon mit sieben Jahren Kurzgeschichten. Sie verschenkt ihre mittlerweile langen Geschichten, indem sie ihre DIN4 Papiere zu einem „Heft“ zusammenfaltet und so einen Buchcharakter erzeugt. Da habe ich mit der Idee in meinem Kopf angefangen: Es muss doch möglich sein, dass Kinder – egal ob sie schreiben oder malen – am Ende ein eigenes, selbstgemachtes Buch ganz stolz in den Händen halten. Und zwar ohne, dass die Eltern kompliziert die Geschichten abtippen und in eine Book-on-demand Druckerei gehen müssen. Alle Sticker sind von mir selbstgemalt – auch hier habe ich mich von vielen kreativen und coolen Kindern beraten lassen, was sie gerne zeichnen oder schreiben!

Welche Vision steckt hinter Seitenbunt?

SCHENKE Kindern ihre erste Schaffensmomente. Für die Eltern ist es ein wertvolles Werk für die Ewigkeit.

Wer ist die Zielgruppe von Seitenbunt?

Alle Vorschul- und Grundschulkinder.

Seitenbunt Selbstmalbuch 2 minuten 2 millionen

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Die Idee war lange Jahre mein Wunsch zu Gründen und dann durch die Bewerbung und durch das Investment in einer Startup-Show durchstarten zu können. Ich kenne einige, die durch solche Formate den notwendigen Rückenwind bekamen, erst recht wenn man eine One-Man-Show / One-Woman-Show ist.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

IN der Sendung „2Min2Mio“ müssen wir Startups in einem exakten 2 Minuten COUNTDOWN unser Produkt, unsere Erfolge, unsere Vision und unser Vorhaben mit dem Investment so präzise wie möglich den fünf Investoren darbringen… es ist alles Live.. es gibt keine 2te Chance für diese zwei Minuten. Dafür wurde uns vom Sender ein sehr wertvoller und extrem fähiger „PITCH TRAINER“ zur Seite gestellt. Ich danke dir sehr @floriankandler. GetFunding.how  für die vielen Stunden des Austausches, der Motivation und Beruhigung . Obwohl er unzähligen Startups gleichzeitig helfen muss, hat er mir nie das Gefühl gegeben, dass ich mit meinen Fragen störe. Er hat mein Startup sogar besser analysiert als ich  und schafft es Dinge so knackig formuliert auf den Punkt zu bringen. DAS hat mir die große Nervosität stark genommen! 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es war im ersten Moment eine motivierende Bestätigung, dass es sich doch gelohnt hat das vorhergesagte „Unmögliche“ zu schaffen. Das trägt einen dann die nächsten Schritte weiter, dass es doch dann auch möglich sein muss, einen Investor zu motivieren 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Seitenbunt aufmerksam werden?

Ein Tag von großer Tragweite: Nicht nur, dass sehr viele Bestellungen eingehen, was ja auch gleichzeitig eine Art Markttest ist, ob das Produkt überhaupt so gut ankommt, wie man sich das erhofft in der breiten Masse. Das großartige Feedback durch so viele Kunden gleichzeitig ist ebenso wertvoll! Denn nur durch Feedback kann man sich weiterentwickeln, neue Ideen erhalten, besser werden – WACHSEN.

DANKE PULS4 !

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Hans-Peter Haselsteiner: Er hatte ja schon in das ein oder andere Kinderspielzeug investiert

Martin Rohla: erfolgreicher Nachhaltigkeitsexperte, investiert gerne in analoge Produkte, und ist sehr gut vernetzt!

Katharina Schneider: Durch ihre starke Marketing Kompetenz und Handels-Kontakte

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Nach mehrmaligen Treffen mit Martin Rohla in seiner Goodshares Company in Wien und einer intensiven Due Dilligence Prüfung meines SEITENBUNT Einzelunternehmens haben wir nun eine GmbH gegründet – mitten in der Corona Zeit… Da zeigt sich schon, dass wir gemeinsam den Weg durch die doch schwierige Wirtschaftslage beschreiten werden. Mit der Goodshares Company bin ich in intensiven, kreativen und auch für die Corona-Krise erfolgreichen Austausch.  

Seitenbunt, wo geht der Weg hin? 

Es ist ja eine Produktneuheit. Daher ist es schwer den Weg und den Wettbewerb vorherzusagen.  DOCH nur mit SEITENBUNT können Kinder egal ob sie gut schreiben oder malen können dennoch alle Geschichten, Ideen, Erlebniss in einem eigenen Buchwerk intuitiv und OHNE Hilfe der Eltern entstehen lassen. Und für die ELTERN ist es eine Momentaufnahme der kindlichen Seele und gleichzeitig ein hochwertiges gelungenes Schaffenswerk für die Ewigkeit.

Sowas gab es und gibt es eben noch nicht in der Verlagswelt und soll auch noch lange so bleiben. 

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich sehe mich in 5 Jahren mit meinem Allzeit-Lebensmotto: Dankbar Rückwärts und positiv Vorwärts auf SEITENBUNT blickend. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich habe alle meine Erst-Ideen sofort von meinen KUNDEN intensivst prüfen lassen  – in meinem Fall waren es KINDER , deren ELTERN und Großeltern. NUR DADURCH konnte ich rechtzeitig meine Ideen im Kopf zielgruppengerecht überhaupt entwickeln. Und ich habe ständige Kleinst-Entwicklungen wieder testen lassen. Es gibt nichts Schlimmeres als mit einem komplett fertigen Prototypen Produkt erst testen zu lassen, da man dann selbst die KRITIK schwer verarbeiten möchte. Zudem geht es auch ganz schön ins Geld, wenn berechtigte Kritik an der Basis passiert – da muss man ja quasi alles neu aufziehen – das ist nicht nur zeit- sondern kostenintensiv selbst in der prototypen Phase.

WANDLE unberechtigte Kritiken deiner Startup Idee in deine persönliche Stärke um! Gib nicht auf egal wieviel Menschen dir vorrechnen, dass das nie etwas wird. Arbeite dann erst recht intensiv an einem Business Modell, dass genau das Gegenteil beweist und das ist dann dein Ziel auf das zu hinarbeitest. Wenn du es da nicht schaffst positiv zu bleiben und durchzuhalten, wirst du den Startup Alltag nicht standhalten können. Mental musst du dich wappnen und Menschen, die dir von Anfang an negativ zureden  – heiße Sie willkommen – sie sind dein erster Test. Bestehe ihn – dann wirst du vieles andere auch meistern können.

Do it – Do it – Just do it!

Titelbild Copyright/Fotograf: PULS4/ Gerry Frank

Wir bedanken uns bei Gloria Hiltmair für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach loslegen, den „perfekten Zeitpunkt“ wird es nämlich nie geben.

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InnoNature natürliche und vegane Nahrungsergänzungsmittel

InnoNature natürliche und vegane Nahrungsergänzungsmittel

Stellen Sie sich und das Startup InnoNature doch kurz unseren Lesern vor! 

Wir, mein Mann Gil und ich, sind die Gründer vom Hamburger Startup InnoNature. InnoNature steht für natürliche sowie vegane Nahrungsergänzungsmittel. Unsere Produkte sind frei von jeglichen Füll- und Zusatzstoffen und werden lokal in Deutschland produziert, das ist uns als Gründer absolut wichtig und dafür stehen wir ein. Wir stecken nicht nur als Gründer hinter der Firma, sondern uns ist es besonders wichtig, unser ganzheitliches Wissen zum Thema Gesundheit mit unseren Kunden zu teilen. Besonders hervorzuheben ist unsere PETA Zertifizierung, ein weiterer Mehrwert für unsere Kunden, der uns von unseren Mitbewerbern abhebt. Schon früh hatten wir die Vision von einem gemeinsamen Unternehmen und vor knapp vier Jahren haben wir dann InnoNature gegründet.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Die Idee zu InnoNature entstammt unserer persönlichen Geschichte. Ich bin ganzheitliche Ernährungsberaterin und wir waren lange auf der Suche nach Nahrungsergänzungsmitteln, die nichts Falsches versprechen. Unsere Vision vom eigenen Unternehmen ließ sich dann ideal mit unserer Leidenschaft für einen gesunden Lebensstil verbinden. Also beschlossen Gil und ich eigenständig ein Unternehmen aufzubauen, welches unseren Ansprüchen an Nahrungsergänzungsmittel gerecht wird.

Welche Vision steckt hinter InnoNature? 

InnoNature steht für mehr Freude und Energie im Alltag. Wir wollen unsere Leidenschaft mit unseren Kunden teilen, aufklären und mehr Menschen für einen gesunden, bewussten Lebensstil begeistern. Ganz getreu unserem Motto: Natürlich. Ganzheitlich. Rein.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Seit unserer Gründung finanzieren wir uns komplett aus Eigenmitteln, ganz ohne die Hilfe von Investoren. Besonders der Cashflow war in den ersten zwei Jahren eine besondere Herausforderung für uns. Auch durch den Aufbau unseres inzwischen 20 köpfigen Teams konnten wir als Gründer viel lernen. 

Wer ist die Zielgruppe von InnoNature? 

Mit InnoNature sprechen wir jeden an, der seinen Alltag mit mehr Energie füllen möchte und allgemein ein höheres Wohlbefinden anstrebt. Unsere Kunden bestehen größtenteils aus Frauen, die einen gesundheitsbewussten Lebensstil verfolgen und besonderen Wert auf die Themen Natürlichkeit und Nachhaltigkeit legen. Im besten Fall entwickeln immer mehr Menschen ein größeres Interesse und Bewusstsein für eine nährstoffreiche Ernährung und einen aktiven Alltag.

Welche Produkte findet man auf InnoNature? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Bei uns findet ihr alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie besondere Superfoods. Zunächst einmal heben sich unsere Produkte durch die Natürlichkeit und ihre hohe Bioverfügbarkeit ab. Wir weisen immer wieder darauf hin, das man unbedingt eine Unterscheidung zwischen chemischen und natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln machen sollte. Unsere Produkte haben Lebensmittelqualität und werden in Deutschland hergestellt. Die Inhaltsstoffe sind sehr stark reduziert und rein gehalten. Darüber hinaus sind all unsere Produkte nicht nur vegan, sondern auch komplett tierversuchsfrei, was durch das PETA Siegel für jeden schnell ersichtlich ist. Mit jedem gekauften Produkt wird zusätzlich, in Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe, eine Schulmahlzeit in Afrika gespendet.

InnoNature, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Spannende Frage! An erster Stelle steht für uns immer ein natürliches Produkt, das wirklich hilft. Ganzheitlich, natürlich, rein ist das InnoNature Leitmotiv unter dessen Prämisse wir alle neuen Produkte und Ideen entwickeln. Auch bei unserem rasanten Wachstum ist uns besonders wichtig, unseren Fokus auf Ehrlichkeit und Qualität immer gleichbleibend hoch zu halten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Sobald du eine interessante Idee hast, frage dich zunächst:
Erfüllt mich der Unternehmenszweck mit Stolz?
Welchen Mehrwert bietet mein Produkt/meine Dienstleistung?
Und zu guter Letzt solltest du einfach loslegen, den „perfekten Zeitpunkt“ wird es nämlich nie geben. 

Wir bedanken uns bei Gil und Julia Lang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach machen und keine Angst haben zu scheitern

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Sinnema Animation Studio

Sinnema Animation Studio: Erklärfilme, VR Projekt sowie Apps und Spiele

Stellen Sie sich und das Startup Sinnema Animation Studio doch kurz unseren Lesern vor!

Ursprünglich komme ich vom Drehbuch und der Produktion für Spielfilme. Nach einem Studium des digitalen Fernsehens in Österreich und Australien und einem Abschluss als Dipl. Ing. bin ich nach Berlin gekommen, um dort an der Filmhochschule zu studieren. Im Jahr 2015 habe ich Simon Reichenbach und Adam Yassour in einer Agentur kennengelernt, in der ich Teilzeit als Producerin in der Animationsabteilung gearbeitet habe. Die beiden sind Animatoren im 3D und 2D Bereich und im Jahr 2016 haben wir den Schritt tatsächlich gewagt und gemeinsam das Sinnema Animation Studio gegründet.

Durch unsere gemeinsame Arbeitserfahrung haben wir festgestellt, dass wir uns gut ergänzen und im Kern die gleichen Vorstellungen habe, wo es hingehen soll. Sinnema ist die Verbindung von Sinn und Sinnlichkeit und der Leidenschaft für das Geschichtenerzählen – wir setzen uns für Projekte ein, die bewegen, mit Menschen, die was bewegen wollen und wir kreieren ihre Geschichte und passen es dem Format an. Dabei produzieren wir die unterschiedlichsten Formate in den unterschiedlichsten Medien, von Erklärfilm zu Kurzfilm, von Doku zu VR Projekt und auch Apps und Spiele haben wir schon entwickelt und gestaltet. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Nach mehreren Jahren in verschiedenen beruflichen Situationen in der Filmbranche (Produktion, Verleih, Stoffentwicklung) ist mir klar geworden, wenn man wirklich Geschichten zu erzählen hat, dann muss man selbst an deren Verwirklichung arbeiten. Als Frau ist es schwieriger, in einer männlich besetzten Produzentenwelt, die eigenen Ideen für Charaktere und Stoffe umsetzen zu können. Oft habe ich den Satz gehört, wie: „Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das bei Frauen so ist“. Das waren Geschichten, die auf meinen Erfahrungen und Wahrnehmungen dieser Welt basierten. Das ist schon hart, wenn man dann hört, dass die Vorstellungskraft deutlich begrenzt ist, obwohl knapp 50% der Menschheit in diesen Welten lebt. Da zweifelt man irgendwann an seiner eigenen geistigen Leistung. Also war der einzig folgenrichtige Schritt der, etwas Eigenes zu gründen. Durch die Verschmelzung mit der Animation eröffnet sich zusätzlich auch noch ein besonderer Raum der Gestaltung. Der Phantasie sind keine Grenzen mehr gesetzt. 

Was war bei der Gründung von Sinnema Animation Studio die größte Herausforderung?

Es gab zu Beginn zwei Herausforderungen: Wir mussten zeitgleich versuchen, an Projekte zu kommen und diese umzusetzen, um unsere Grundkosten abzudecken, während wir gleichzeitig an eigenen Stoffen gearbeitet haben, um Sinnema als Produktionsstudio etablieren zu können. Die zweite Herausforderung war dieses Ziel mit der familiären Situation meiner zwei Partner zu vereinen, da beide zu dem Zeitpunkt gerade Nachwuchs bekommen hatten. Das verlangte viel Kommunikation und gegenseitige Motivation, denn gerade bei der Entwicklung eigener Ideen und Projekte muss man zunächst in Vorleistung gehen, die auch nicht bezahlt wird.

Und gleichzeitig aber will man ja noch ein lebenswertes Leben haben, und nicht völlig in der Arbeit versinken. Da ich von der Stoffentwicklung komme, habe ich da einen anderen Ansatz als meine zwei Partner, die wiederum sehr in ihre jeweilige Animationstechnik eintauchen können. Bei Simon ist das 3D und bei Adam 2D. Es war also ein stetiges Kommunizieren und ausbalancieren, von unseren Wünschen und den jeweiligen Bedürfnissen her, damit Sinnema wachsen kann. Bis heute begleitet uns dieser Prozess.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man muss es einfach machen. Keiner von uns wusste wirklich, wie es wird und wie lange wir es schaffen, Sinnema voran zu bringen. Und jetzt sind wir nach wie vor hier und gehen unseren Weg. Ich glaube, in Deutschland ist es insgesamt schwieriger, einfach in etwas hineinzuspringen und es zu versuchen, weil wir hier keine wirkliche Kultur des Scheiterns haben. In den USA zum Beispiel ist das ganz anders: Da gehen die Menschen es an, und sie machen auch Fehler.

Aber Hinfallen gehört dort eben dazu; Liegenbleiben ist das Schlimme. In Deutschland hört man immer schnell: Ja, aber geht denn das wirklich? – Ja, es geht wirklich. Und mit der Zeit lernt man viel dazu und springt über Hürden. Wenn man hängenbleibt und hinfällt, dann muss man wieder aufstehen und weiterlaufen. Es geht auch nicht darum, als erster in Ziel zu kommen, sondern überhaupt zu laufen. Um mal bei dieser Metapher zu bleiben.

Welche Vision steckt hinter Sinnema Animation Studio?

Wir wollen Geschichten erzählen, die anders sind, die bewegen, und die aufklären. Mein persönliches Hauptaugenmerk dabei liegt klar auf Charakteren und Welten, die aus der Perspektive von Frauen erzählt sind. Unter anderem stecken wir gerade mitten in der Entwicklung des VR Projektes „The Matriarx“, welches sich mit matriarchalen Strukturen auseinandersetzt und dem Experiencer eine Welt in VR zeigt, in der es auch mit anderen ökonomischen und sozialen Regeln als den unseren ein gesellschaftlich funktionierendes Miteinander gibt. Ich möchte mehr Inhalte schaffen, die ich selber auch spannend finde und die es noch viel zu wenig gibt.

Wenn es um Projekte mit unseren Partnern und Kunden geht, gehen wir neue Wege mit Medien, Inhalten und Design, um ihre Visionen bestmöglich umzusetzen. Dabei ist uns wichtig, dass das Inhaltliche stets auch mit dem Design verbunden ist. Bei jedem Projekt fragen wir uns: Wie kann man die Idee, das Konzept oder die Geschichte visuell am kraftvollsten ausarbeiten? Welcher Stil schafft es, auch das emotionale herauszufiltern? Gerade bei Kampagnen für die sozialen Medien oder bei Gestaltungen für Apps kann das den entscheidenden Unterschied machen, wie die Zielgruppe den Inhalt am Ende wahrnimmt. Alles was eine Geschichte hat, braucht auch ein Design – und unsere Vision ist es, beides stets miteinander zu verbinden.

Wer ist die Zielgruppe von Sinnema Animation Studio?

Unsere Zielgruppe sind Menschen und Unternehmen, die den etwas anderen Weg gehen. Denen eine gute Zusammenarbeit wichtiger ist, als ein schnelles, günstiges und nach Schema-X laufendes Video. Die auch Interesse daran haben, Neues auszuprobieren und offen sind, für Ideen, die dafür sorgen, dass ihre eigene Botschaft klarer transportiert wird. So sind Unternehmen, die sich für Corporate Social Resposibility (CSR) einsetzen genauso Teil unserer Zielgruppe, wie NGOs oder öffentliche Einrichtungen, deren Budgets manchmal kleiner sind und auch Künstler und Produkthersteller, die noch am Anfang stehen. Aber Ministerien, Museen und kulturellen Einrichtungen, bei denen es oft komplexe Inhalte gibt, die wir inhaltlich und visuell stark transportieren, gehören dazu.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Kombination aus handwerklichem Können innerhalb einer Entwicklung und Umsetzung von Projekten, von der Idee, über die Ausarbeitung des Scriptes, hin zu den Designs und der 2D oder 3D Animation und unserem Ansatz, Projekte zu verwirklichen, die „Sinn“ machen. Dabei geht es nicht um die Größe der Budgets;  die fruchtbare Zusammenarbeit ist uns wichtig, Partner zu finden, die mit einem einen längeren Weg gehen. Deshalb kommen die gleichen Kunden immer wieder zu uns zurück, seit Jahren. Wir haben z.B. einen geringeren Tagessatz für gemeinnützige Unternehmen, damit auch sie ihre Projekte umsetzen können.

Uns ist das oberste Gebot, herauszubekommen, wohin jemand mit seiner Idee, seinem Produkt oder seiner Firma will, und das mit ihren möglichen Budgets dann zu vereinen. Wir haben aufgehört bei den Pitches mitzumachen, in denen von kreativen Firmen eine immense Vorleistung verlangt wird, die aber nicht bezahlt wird. Im Pitch entwickelt man eine Idee und die ist vorrangig dass, was den Kern ausmacht. Wenn Firmen kommen und genau diesen Prozess umsonst verlangen, um sich dann die beste Idee herauszupicken, dann macht das unsere Branche kaputt. Deshalb sagen wir das inzwischen auch gleich zu Beginn. Erfreulicherweise wird das von vielen respektiert und es bedeutet nicht im Rückschluss, dass man weniger Aufträge hat. Im Gegenteil, eine klare Kommunikation zum Thema Pitch scheinen Viele zu befürworten. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir sind alle komplett ins Home Office umgestiegen. Das hat zunächst Auswirkungen auf die Arbeitszeiten und Möglichkeiten vor allem der Kollegen mit Kindern. Aber wir gehen aufeinander ein und schaffen so dennoch die vorhandenen Aufträge und Produktionen zu stemmen. Ansonsten, da wir sonst auch viel vorm Computer arbeiten, und erprobt sind mit Teammanagement Tools, hat sich zunächst im Workflow selber nicht allzu viel verändert.

In der Akquise ist es schwieriger geworden, da wir nicht mehr auf Veranstaltungen und Events gehen können. Auch das VR Projekt „The Matriarx“ und dessen Premiere auf der re:publica 2020 musste verschoben werden. Zeitgleich bauen wir unsere Onlinepräsenz innerhalb der sozialen Medien aus, auf Instagram haben wir einen regelrechten Schub in den letzten Wochen bekommen. Das hilft innerhalb der Sichtbarkeit und führt auch zu Anfragen über diese Plattformen. Wir bleiben positiv und nehmen jeden Tag, wie er kommt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da wir durch unsere langjährige Erfahrungen wie wir Familienleben und Workflows unter einen Hut bringen können, schon sehr erprobt waren, hat es mit Corona einen recht flüssigen Übergang gegeben. Wir sprechen viel über Skype, um die Kommunikation aufrecht zu halten – überhaupt ist es eine Zeit, in der klar wird, vor allem das Miteinander austauschen ist das Wichtige und hält die Motivation und die Projekte am Laufen. Natürlich hat jeder auch mal einen schlechten Tag, aber das gehört dazu.

Ansonsten habe ich begonnen mich virtuell mit anderen Menschen zu treffen, sprichwörtlich mit VR Brille in virtuellen Räumen im Netz. Altspace VR ist eine solche Plattform, das macht für mich fast mehr Sinn als Videokonferenzen. Allerdings haben noch zu wenig Menschen eine VR Brille, als das man dies wirklich mit allen Kunden durchführen kann. Es ist aber eine interessante Erfahrung, die ich auch nach den Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt, weiterverfolgen will.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Da gerade überall Drehverbote herrschen, haben wir vermehrt Anfragen von Musiklabels oder Produktherstellern, die eigentlich vor hatten zu drehen, aber das jetzt nicht mehr so durchführen können und dennoch aber Starttermine einhalten müssen. Die Animation wird jetzt interessant für viele, die sie vorher gar nicht auf dem Schirm hatten. So birgt die Krise für uns tatsächlich die Möglichkeit, mehr gesehen und angefragt zu werden. 

Sinnema Animation Studio, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden weiterhin die Projekte mit Kunden umsetzen wie bisher. Das ist und wird auch für eine Weile unser finanzielles Standbein bleiben. Mehr und mehr wird es eigene Produktionen von Sinnema geben, das liegt im Bereich Animationsserie, im Bereich Virtual Reality aber auch in der Appentwicklung wagen wir uns vor. Wir wollen als das wahrgenommen werden, was wir sind:  Ein Animationsstudio, dass neue Wege geht und mit dem es Freude macht, Projekte umzusetzen.   

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Der erste Tipp ist wahrscheinlich der banalste und dennoch wichtigste: Einfach machen und keine Angst haben zu scheitern. Ich habe über die Zeit definitiv festgestellt, dass die Ängste und negativen Gedanken in meinem Kopf, zu „was passiert wenn“ viel mehr Platz eingenommen haben, als die tatsächlichen Situationen dann Lösungszeit in Anspruch genommen haben. Bringt euch absichtlich in die Situation, dass ihr die Herausforderung annehmen müsst, dann werdet ihr sie auf die ein oder andere Art auch meistern. Es NICHT zu machen, ist KEINE Option.

Zweiter Tipp:

Wenn es dir möglich ist, suche dir Partner/Innen die dich ergänzen, in dem, was du weniger gut kannst oder vielleicht auch gar nicht kannst. Bei einer gemeinsamen Gründung müsst ihr nicht unbedingt die besten Freunde sein, ihr müsst auch ergänzen können, um möglichst breit gefächert auf Kunden und Situationen reagieren und eingehen zu können. Ihr braucht ein gemeinsames Ziel welches über die Zeit immer wieder überarbeitet werden muss. Nichts ist fix – panta rei wie der Grieche sagen würde.

Dritter Tipp: Alles braucht seine Zeit.

Viele denken bei Start-Up immer an kurze Zeit, ganz viel Arbeit und dann viel Geld. In Wirklichkeit aber bedeutet Start-Up nichts anderes, als Firmengründung und der weitere Weg kann und soll meiner Meinung nach sogar dauern. Ein langsames aber stetiges Wachstum ist viel gesünder und organischer für einen selber, als eine Explosion die letztlich für viel Aufruhr und Chaos sorgen kann. Das heißt nicht, dass ich es schlecht finde, wenn man immer wieder von tollen Erfolgsgeschichten hört. Ich denke aber, für den Großteil von uns ist es erdend, wenn wir gesunde und realistische Vorstellungen haben und so mit dem eigenen Unternehmen und den Erwartungen an uns selbst und unsere Kollegen auch fair umgehen.

Wir bedanken uns bei Julia Bruton für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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