Donnerstag, Januar 1, 2026
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Nehmt Eure Zielgruppe früh mit auf die Reise

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Hiersein: Plattform für nachhaltige Urlaubsunterkünfte in Deutschland

Hiersein: Plattform für nachhaltige Urlaubsunterkünfte in Deutschland

Stellen Sie sich und das Startup hiersein doch kurz unseren Lesern vor!

 Mein Name ist Daniela Jahn, ich lebe in München und bin Gründerin und Inhaberin von hiersein – einer Plattform für nachhaltige Urlaubsunterkünfte in Deutschland.

Mit hiersein möchte ich Menschen zeigen, dass man nicht weit wegfahren muss, um zu erleben, was den meisten im Urlaub wichtig ist. Nämlich Zeit für sich und die Familie, Erholung vom Alltag und das am liebsten in der Natur. Auf hiersein werden neben den beliebten Reiseregionen auch Plätze fernab der stärker touristisch geprägten Orte gezeigt, die bisher weniger bekannt sind. Denn dort entstehen immer spannendere Unterkünfte, die mit ihrem frischen Konzept Bewegung in die Regionen bringen und die zeigen wie schön es sein kann, Urlaub im eigenen Land zu machen und hier-zu-sein. In den meisten Fällen hat man die Möglichkeit bequem mit dem Zug anzureisen, was nicht nur klimafreundlich ist, sondern auch ein entspannte Art des Reisens. Denn immer mehr Menschen möchten auch im Urlaub ökologisch, sozialverträglich, ressourcenschonend und umweltfreundlich konsumieren.

Auf dem Portal stelle ich eine handselektierte Auswahl an Unterkünften wie z.B. Hotels, B&Bs, Ferienwohnungen/-häuser und außergewöhnlichere Übernachtungsmöglichkeiten vor.

Es sind meist kleinere, inhabergeführte Unterkünfte, die durch ihre Individualität und ihre geschmackvolle Gestaltung auffallen. Der Fokus bei hiersein liegt auf dem Gastgeber und seinem Angebot. Er sieht eine große Verantwortung darin, wie er seinen Betrieb führt. Er tut das mit dem Bewusstsein, dass auch er einen Beitrag für eine bessere Umwelt leisten kann. Einige der Betreiber haben beispielsweise bei der Bauweise auf natürliche und heimische Materialien gesetzt, bieten ein frisches, regionales oder biologisches Frühstück an oder versuchen den anfallenden Plastikmüll auf ein Minimum zu reduzieren.

Andere legen großen Wert auf eine lokale und regionale Wertschöpfung, denn sie empfinden eine tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimat und möchten die Region stärken. Um sich besser auf dem Portal zurechtzufinden hat hiersein das nachhaltige Engagement der Gastgeber in vier Rubriken – Essen, Natur, Mensch und Haus – unterteilt und zeigt welche für den Gastgeber jeweils zutreffend sind und um welche konkreten Maßnahmen es sich dabei handelt.

Nicht zuletzt möchte ich mit hiersein Geschichten erzählen. Nämlich die der Unterkunft und die ihrer Gastgeber. Um zu begeistern, eine Verbindung entstehen zu lassen – zwischen Gast und Gastgeber – und dem Reisenden einen authentischen Einblick zu geben. Hiersein ist keine anonyme Such- und Buchungsplattform, sondern unterstützt den Gedanken, dass Reisende und Unterkunftsanbieter schon vor dem Aufenthalt direkt miteinander in Kontakt treten.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Vor meinem Schritt in die Selbstständigkeit habe ich 15 Jahre im Projektmanagement eines Großkonzerns mit Schwerpunkt HR/Learning gearbeitet. In dieser Zeit bin zweimal schwer erkrankt und musste mich langwierigen Therapien unterziehen. Mein Arbeitgeber hat in beiden Fällen großartig reagiert. Trotz monatelanger Abwesenheit hat er es mir ermöglicht, wieder in meinen alten Job zurückzukehren. Irgendwann habe ich festgestellt, dass es zwar bequem war, mich aber nicht mehr wirklich erfüllt hat.

Der Wunsch, meine Erfahrung mit meinen Interessen und meinen Wertevorstellungen zu verbinden, ist immer größer geworden.

Eine Beschäftigung mit dem Thema Reisen war naheliegend, denn ich tue es nicht nur ausgesprochen gerne, sondern habe auch BWL mit Schwerpunkt Touristik studiert und einige Jahre in der Branche gearbeitet. Für meine eigenen Reisen habe über die ganzen Jahre hinweg unglaublich viel Zeit damit verbracht, in unzähligen Zeitschriften, Magazinen, im Internet und in Reiseblogs nach kleinen, liebevoll gestalteten Unterkünften zu suchen. Freunde, Familie und Bekannte kannten meine Begeisterung und wussten, dass ich für beinahe jede Ecke etwas im ‚Köcher‘ hatte. Sie selbst hatten weder die Zeit noch die Geduld stundenlang im Internet zu recherchieren und waren dankbar für meine Tipps.

 Und so hat sich langsam diese Idee entwickelt – meine persönliche Sammlung an besonderen Urlaubsunterkünften auf einem Portal zusammenzustellen und mit anderen zu teilen. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir, dass allen Unterkünften etwas gemeinsam war. Denn ich mag es, wenn Menschen schöne und geschmackvolle Orte schaffen, an denen man bleiben möchte.

Man vom Gastgeber herzlich und liebevoll empfangen wird und sich willkommen fühlt. Wenn man das Gefühl hat, dass es eigentlich ganz okay wäre, wenn jetzt die Zeit stehenbleiben würde und der Alltag so richtig schön weit weg ist. Sich inspirierende Gespräche mit Gastgebern ergeben, die einen respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Natur pflegen. Und auch wenn ich meine Urlaubsorte bisher nicht bewusst nach diesen Kriterien gewählt hatte, so waren es in der Vergangenheit genau diese Plätze, die mir in Erinnerung geblieben sind und die ich nun mit anderen teilen wollte.

Was war bei der Gründung von hiersein die größte Herausforderung?

Die Tatsache, dass ich alleine gegründet habe, hat mich manchmal sehr an meine Grenzen gebracht. Als Mitarbeiter eines Großkonzerns konnte ich von der vorhandenen Infrastruktur profitieren, definierten Prozessen, klaren Projektvorgaben und mich auf meine eigentliche Arbeit konzentrieren. Als Einzelunternehmerin musste ich mir diese Basis nun erst einmal erarbeiten und mir viel neues Wissen aneignen. Ziemlich oft fehlte mir bei wichtigen Entscheidungen auch der Austausch mit einem Sparring Partner. Mein Weg bis zur eigentlichen Gründung war also zwischenzeitlich immer wieder einmal von Zweifeln gesät. Deswegen habe ich mir wertvolle Unterstützung durch einen Vorgründungs-Coach geholt, mich von Beginn an mit Gleichgesinnten und Neugründerinnen in lokalen Netzwerken und auch online ausgetauscht und dabei unglaublich viel Wertschätzung und Motivation erfahren.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich würde sagen, man muss sogar. Ich habe festgestellt, dass mich mein vermeintlicher Hang zum Perfektionismus zwischendurch ganz schön ausgebremst hat. Dabei ist es oft nur ein vorgeschobener Grund, um sich nicht angreifbar zu machen und möglicher Kritik aus dem Weg zu gehen. Was eigentlich eine vertane Chance ist, denn jede Art von Rückkopplung ist ungemein hilfreich, seine Idee immer weiter zu schärfen und seine Zielgruppe besser kennenzulernen. Also, lieber früher in die Sichtbarkeit gehen, wenn nicht alles ‚fertig‘ ist, wohlwollendes Feedback nicht persönlich nehmen und die Idee immer weiterwachsen lassen.

Welche Vision steckt hinter Hiersein?

Ich möchte mit hiersein dazu beitragen, aus der Tourismusnische des nachhaltigen Reisens eine selbstverständliche Form des Urlaubs zu machen und mehr Menschen dazu bringen, mit größerem Bewusstsein zu verreisen. Auch möchte ich mehr Urlauber für das Reisen im eigenen Land begeistern, denn unsere Heimat ist unfassbar reich an geschichtsträchtigen Orten, imposanter Kultur und unterschiedlichsten Landschaften.

Wer ist die Zielgruppe von Hiersein?

Hiersein richtet sich an Menschen, die schon im Alltag einen möglichst gesunden und nachhaltigen Lebensstil leben und auch im Urlaub nicht darauf verzichten möchten. Zusätzlich werden aber auch diejenigen angesprochen, die dem Thema Nachhaltigkeit gegenüber grundsätzlich offen und aufgeschlossen sind, bisher aber nur wenig im Alltag umsetzen konnten. Beiden ist Gesundheit und Wohlbefinden wichtig, sie lieben es in der Natur zu sein und haben keine große Lust auf lange Anfahrtswege. Sie sind Individualreisende, die kleine und geschmackvoll gestaltete Unterkünfte bevorzugen. Durch das Angebot unterschiedlicher Übernachtungsmöglichkeiten werden sowohl Familien, Paare als auch Singles und Menschen aus allen Einkommensschichten angesprochen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt bereits einige gute Plattformen auf dem Markt, die nachhaltige Unterkünfte in unterschiedlicher Ausrichtung präsentieren. Auf hiersein stelle ich Unterkünfte vor, die ich entweder persönlich kenne oder direkt vor Ort besucht habe. Denn es ist mir wichtig, einen authentischen Eindruck von der Unterkunft und dem Gastgeber zu bekommen. Sollte es für mich zeitlich nicht möglich sein, vor Ort zu sein, dann führe ich mit jedem Gastgeber mindestens ein ausgiebigeres Telefongespräch. Es ist also neben den Hauptthemen Nachhaltigkeit und Urlaub in Deutschland insbesondere die persönliche Note, die mich von anderen Anbietern unterscheidet.

Hiersein, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Da es hiersein ja erst seit ein paar Wochen gibt, liegt der Fokus vorerst auf der weiteren Bekanntmachung der Plattform im deutschsprachigen Raum und der Ausweitung des Angebotes an Unterkünften. Zukünftig wird es hiersein auch in englischer Sprache geben, so dass sich auch Urlauber aus dem Ausland auf der Plattform zurechtfinden und Gastgeber von einer größeren Reichweite profitieren können. Die Rückmeldung von Kunden ist mir wichtig, denn auch technisch soll sich die Plattform ja stetig weiterentwickeln und das Feedback der Nutzer berücksichtigen.

In 5 Jahren möchte ich mit hiersein die erste Anlaufstelle für alle Urlauber sein, die auf der Suche sind nach besonderen nachhaltigen Unterkünften in Deutschland und denen es wichtig ist, dass die Gastgeber ihren Betrieb mit dem Verantwortungsbewusstsein führen, dass auch sie einen Beitrag für bessere Zukunft leisten können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Erst einmal sollte man tatsächlich herausfinden, ob die Idee, sich selbständig zu machen, vielleicht auch nur aus Frustration über die momentane Arbeitssituation resultiert. Manchmal kann so ein Wunsch aus einem Gefühl der mangelnden Wertschätzung entstehen – oder weil man einfach lange nicht mehr hinterfragt hat, was es eigentlich ist, dass man gerne tun würde. Hilfreich ist hier auch immer mal wieder die Sicht von außen. Manchmal reichen vielleicht auch schon ein oder zwei Termine mit einem Business-Coach, der einem beispielsweise Tipps für ein klärendes Gespräch mit dem Vorgesetzten geben kann.

Wer aber ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, sollte sich frühzeitig Unterstützung suchen. Hier kann die ortsansässige oder für die Region zuständige IHK ein erster Ansprechpartner sein. Sie liefert Euch auch Informationen über lokale Netzwerke für Gründerinnen.

Nehmt Eure Zielgruppe früh mit auf die Reise.

Lasst Sie teilhaben an Eurer Entstehungsgeschichte. Kunden lieben den Blick hinter die Kulissen und wollen nicht nur die Dienstleistung oder das Produkt kennenlernen, sondern auch den Menschen, der dahintersteckt. Auch wenn Ihr das Gefühl habt, dass es doch nicht um Euch geht, sondern um Euer Produkt oder Eure Dienstleistung geht, so werden Eure zukünftigen Kunden es sehr schätzen, denn es macht Euch nahbar und menschlich.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniela Jahn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Haben Sie eine klare Vorstellung davon, wohin Sie wollen

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Alexandar Vassilev Joyn Streaming exklusive Serien und Filme

Im Interview mit Alexandar Vassilev, CEO der Streaming-Plattform Joyn, der Streaming Dienst mit über 60 Free-TV Kanälen, Live Streams sowie exklusiven Serien und Filmen

Stellen Sie sich doch kurz vor! 

Alexandar Vassilev: Mein Name ist Alex und ich bin Technologie-Enthusiast. Ich komme ursprünglich aus Bulgarien, aber jetzt bin ich in München ansässig, wo ich als CEO der Streaming-Plattform Joyn arbeite. Bevor ich hier anfing, verbrachte ich ein Jahrzehnt bei Google und YouTube, wo ich unter anderem an Produkten wie Adwords für Video, XFP Video und Google Search gearbeitet habe. Dazwischen habe ich einen MBA an der Harvard Business School absolviert. Ursprünglich studiert habe ich Informatik und Computermathematik. 

Stellen Sie uns doch kurz Joyn vor! 

Joyn ist eine vielfältige Unterhaltungs-Streaming-Plattform. Sie bietet mehr als 60 Free-TV-Kanäle mit Live-Streams und Medienbibliotheken sowie exklusive Serien und Filme, Originals und Vorschauen von noch nicht ausgestrahlten TV-Sendungen auf Abruf. Anfangs hat Joyn die Inhalte der Free-TV-Sender von ProSiebenSat.1 und Discovery gebündelt; schnell haben wir das Angebot jedoch ausgeweitet und mit 15 weiteren Content-Partnern kooperiert, auf unserer Plattform und in der App. Mit unserem Premium-Angebot Joyn PLUS+ kamen noch mehr Live-TV-Kanäle in HD, Hollywood-Filme und -Serien, Originals und Exclusives dazu.

Welche Vision steckt hinter Joyn? 

Alexandar Vassilev: Von Anfang an wollten wir eine Streaming-Plattform kreieren, auf der die Zuschauer Geschichten finden, die ihre Gesellschaft, Sprache und kulturelle Identität widerspiegeln. Deshalb haben wir einen starken Fokus auf hyperlokale und kontextbezogene Inhalte und bieten dennoch die beste Auswahl an internationalen und bekannten Filmen und Serien. Außerdem wollen wir, dass Joyn mehr als nur eine Streaming-Plattform ist: Es geht um eine Community. Deshalb ist für uns Feedback ein so wesentlicher Bestandteil unseres Produkts.

Wir ermutigen unsere Nutzer, uns zu kontaktieren und uns ihre Erfahrungen mitzuteilen, damit wir die Plattform aufbauen können, die sie nutzen wollen. Bei Joyn sind wir ein Team von Technik-Enthusiasten mit dem Ziel, die gleiche Freude zu vermitteln, die Konsumenten von anderen erfolgreichen digitalen Diensten kennen und schätzen gelernt haben. Wir haben große Ambitionen, den ersten wirklich pan-europäischen lokalen Video-Streaming-Service zu schaffen und ein Produkt aufzubauen, das extrem gut zu den Bedürfnissen des Marktes passt.

Was waren die größten Herausforderungen? 

Wir haben Joyn mit nur 3 Leuten gestartet. Jetzt sind wir mehr als 300. In weniger als 2 Jahren mussten wir uns als Unternehmen formieren, eine adaptive Kultur schaffen, die Innovationen fördert, und unser komplettes Produkt auf den Markt bringen. In weniger als einem Jahr haben wir aufgebaut, was Joyn heute ist: eine benutzerfreundliche, leicht zugängliche Plattform, die eine breite Auswahl an spannenden Videoinhalten bietet.

Wie kann man Joyn streamen? Ist Joyn auf Deutschland beschränkt? 

Alexandar Vassilev: Joyn kann man kostenlos und ohne Registrierungspflicht auf iOS- und Android-Geräten sowie im Web und über Smart TVs benutzen. Wer noch mehr spannende Inhalte möchte, kann unseren Premiumdienst Joyn PLUS+ abonnieren. Der Dienst ist derzeit nur in Deutschland verfügbar, aber wir planen, in naher Zukunft europaweit zu expandieren.

Was sind ihre Aufgaben bei Joyn? 

Lassen Sie mich zwei aus einer Reihe von Aufgaben herausheben: Erstens müssen mein Team und ich dafür sorgen, dass Joyn die richtigen Leute hat, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Zweitens achte ich sehr darauf, dass alle Maßnahmen, die wir ergreifen, voll und ganz auf unsere langfristige Vision abgestimmt sind und dass sich unsere Kultur als noch stärkerer Wettbewerbsvorteil weiter entwickelt.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Alexandar Vassilev aus? 

Alexandar Vassilev: Normalerweise wache ich recht früh auf und frühstücke mit meiner Frau – das lasse ich selten aus. Danach schaue ich kurz in meinen Posteingang und gehe dann ins Büro. Meine Tage sind in der Regel voll mit Besprechungen und Telefonaten mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Außerdem reise ich viel, so dass meine Tage nie ganz gleich sind. Trotzdem versuche ich immer, an jedem Tag etwas Zeit zu blockieren, in der ich ungestört arbeiten kann. Das hilft mir, einen klaren Blick auf unsere Gesamtziele zu behalten.

Was unterscheidet Joyn von den anderen Streaming Diensten? 

Joyn hat einen sehr starken Fokus auf lokale Geschichten. Unsere Serie „Jerks“ zum Beispiel, die in Potsdam spielt, setzt auf lokale Prominenz und einen Humor, der sicher nicht überall funktioniert – der aber bei unseren Zuschauern in Deutschland auf jeden Fall ankommt. Darüber hinaus sind wir nutzergetrieben wie keine andere Streaming-Plattform in Deutschland. Wir arbeiten unermüdlich daran, Barrieren für die Nutzung von Inhalten zu beseitigen – und wir wissen, dass der Schlüssel dazu eine State-of-the-art Nutzererfahrung ist.

Wie schwer war die Entwicklung der Software/Apps? 

Alexandar Vassilev: Wir haben Joyn von Grund auf neu geschaffen und wir konzentrieren uns darauf, alle unsere Schlüsseltechnologien im eigenen Haus zu entwickeln, anstatt uns stark auf Dritte zu verlassen. Die harte Arbeit zahlt sich aus: als Entwickler unserer eigenen Technologie können wir sehr schnell das Feedback der Nutzer umsetzen und unseren Service ständig verbessern.

War es schwer, die Sender für Ihr Angebot zu begeistern? 

Zum Glück haben die meisten sofort den Wert einer gut zugänglichen Plattform erkannt. Mit der Aufnahme von Live-TV in unser Angebot geben wir den Sendern die Chance, von einem jüngeren Publikum entdeckt zu werden. Viele unserer jüngeren Zuschauer haben die Vorteile von Live-TV über uns überhaupt zum ersten Mal kennengelernt. Und sie lieben es. Live-TV nimmt ihnen die Last ab, nach Inhalten suchen zu müssen. Kein endloses Scrollen, Bewerten von Optionen und Auswählen. Sie müssen einfach nur einschalten und entspannt kuratierte Inhalte ansehen.

Die Idee des linearen Fernsehens wird weiterhin sehr lebendig bleiben. Höchstwahrscheinlich wird das Streaming sogar sein Retter sein.

Wie schwer war es Kunden für Werbung zu bekommen? 

Alexandar Vassilev: Es ist immer Arbeit, aber machbar. Wir sind sehr dankbar, dass wir sowohl ProSiebenSat.1 als auch Discovery als Aktionäre haben, denn sie verfügen über langjährige Beziehungen zu Werbekunden. Zudem sind sich die Werbetreibenden der Bedeutung von Streaming-Plattformen bewusst, um wichtige Konsumenten-Segmente zu erreichen.

Welche technische Innovationen werden in Zukunft in die Apps und auf der Seite einfließen? 

Als Technik- und Produktenthusiasten arbeiten wir bei Joyn ständig daran, unseren Service zu verbessern. So haben wir beispielsweise in den wenigen Monaten seit unserem Start im Juni 2019 unser Produkt um Google Chromecast erweitert und den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Reise ermöglicht – mit Hilfe von Lesezeichen oder einer noch personalisierteren Erfahrung. Und, was am wichtigsten ist, wir haben unseren Premiumdienst Joyn PLUS+ eingeführt.

Unser Team hat hart daran gearbeitet, Joyn PLUS+ zu einem Erfolg zu machen. Beginnend bei den Content-Providern haben wir unseren Medien-Onboarding-Prozess und unsere Pipelines komplett überarbeitet – so bringen wir mehr Inhalte schneller zu den Nutzern. Wir haben auch mehrere User Experience-Studien durchgeführt, um die Erwartungen der Nutzer an einen Premium-Service besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse haben wir in unser Produkt integriert. Gleichzeitig haben wir die Leistung des Players über alle Plattformen verstärkt.

Das ist nur eine Momentaufnahme all der Innovationen, an denen wir gearbeitet haben. Wir arbeiten jeden Tag mit einem klaren Ziel vor Augen: Wir wollen sicherstellen, dass Joyn immer auf dem neuesten Stand der Technik ist und Benutzern stets ein Top-Erlebnis bietet.

Wer ist die Zielgruppe von Joyn? 

Alexandar Vassilev: Sie ist breit aufgestellt, angesichts des Spektrums unserer Angebote. Außerdem steigt die Zahl der Menschen stetig an, die in Deutschland streamen. Genießen können unsere Zuschauer neben Live-TV, exklusive und originelle Inhalte, die es nur auf unserer Plattform gibt, ihre Lieblings-TV-Sendung und viele weitere Unterhaltungsmöglichkeiten. Jeder ist bei Joyn herzlich willkommen, und jeder kann bei Joyn etwas finden, das ihm gefallen wird.

Worin liegt der Unterschied von Joyn zu Joyn PLUS+? 

Joyn PLUS+ bietet mehr exklusive Inhalte, mehr Originals, die besten Filme und Serien und noch mehr Live-TV in HD. Joyn PLUS+ Abonnenten haben Zugang zu mehr als 60 Live-TV-Kanälen, darunter die Pay-TV-Kanäle ProSieben FUN, SAT.1 emotions, Kabel Eins CLASSICS, Eurosport 2, Discovery Channel und Animal Planet. Ein großer Teil der Joyn Mediathek ist auch in HD verfügbar und für Abonnenten weitgehend werbefrei. Die besten Filme und Serien von maxdome sind ebenfalls Teil unseres PLUS+ Angebots. Und als Krönung des Ganzen wird der Eurosport Player ab 2020 in Joyn PLUS+ integriert.

Unser Joyn-Basisangebot steht allen kostenlos zur Verfügung. Es bietet den Nutzern eine breite Auswahl an Videoangeboten, die wir ständig erweitern. So haben wir beispielsweise erst kürzlich unsere eigene TV-Show-Produktion „Slavik – Auf Staats Nacken“ mit dem Social Media-Star Slavik Junge hinzugefügt. Wir wollen, dass jeder Teil unserer Joyn-Community ist und bieten deshalb verschiedene Möglichkeiten des Videokonsums an.

Wie hat sich Joyn bis jetzt entwickelt? Sind Sie mit der Entwicklung zufrieden? 

Alexandar Vassilev: Wir sind sehr glücklich, stehen aber noch am Anfang. Seit unserem Start im Juni 2019 haben wir eine schnell wachsende Community von mehr als 6,5 Millionen monatlich aktiven Nutzern aufgebaut, und die Zahl wächst stetig weiter. Wir sind sehr stolz auf die Leistung unseres Teams, aber wir bleiben am Boden und arbeiten weiterhin hart daran, uns zu verbessern.

Wie wird sich ihrer Meinung der Streaming Markt verändern? 

Das Streaming hat inzwischen mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland erreicht – trotzdem wird der Kuchen größer werden. Streaming ist kein „Winner-takes-it-all“-Geschäft. Auch wenn sich der Markt irgendwann einmal konsolidieren wird, gilt, dass Content schon immer ein recht vielfältiges Feld war. Ich glaube nicht, dass es ausschließlich auf ein oder zwei globale Plattformen hinausläuft. Hyperlokale und kontextbezogene Angebote wie unseres beginnen gerade erst, größer zu werden. Wir leben im goldenen Zeitalter des Streaming.

Wo sehen Sie Joyn in fünf Jahren? 

Alexandar Vassilev: Unser Ziel bei Joyn ist es, einen hyper-lokalen, pan-europäischen Streaming-Service zu kreieren – und ich glaube wirklich, dass wir in einer hervorragenden Ausgangslage sind, um dieses Ziel zu erreichen. Wir haben ein großartiges Produkt, großartige Inhalte und, was am wichtigsten ist, ein Team von Menschen, die dieses Ziel mit Leidenschaft teilen. Ich bin sehr optimistisch, was unsere Zukunft betrifft.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Das ist schwer vorherzusagen. Vor ein paar Jahren war ich noch im Silicon Valley und habe für Google gearbeitet, heute bin ich in München und versuche die Art und Weise zu verbessern, wie wir Videoinhalte konsumieren und genießen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch in fünf Jahren weiterhin Technologie so gestalten werde, dass sie jedermann genießen kann.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern auf den Weg geben? 

Haben Sie eine klare Vorstellung davon, wohin Sie wollen; umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihre Leidenschaft teilen und die bereit sind, Sie während der gesamten Reise herauszufordern; und am wichtigsten, vergessen Sie nicht Spaß zu haben!

Wir bedanken uns bei Alexandar Vassilev für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

GreenBill: Die digitale Antwort auf die Bonpflicht

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GreenBill

GreenBill ermöglicht ohne App, ohne Registrierung und ohne die Preisgabe privater Informationen datenschutzkonform das Versenden digitaler Bons. Unternehmer und Gastronom Ludwig Heer, Technologie-Experte Tobias Kiessling und Giulia Siegel haben die innovative Lösung entwickelt.

„Begrüße, was Du nicht verhindern kannst!“ Nach diesem Motto lebt und handelt Ludwig Heer.

Das gilt auch für die Anfang des Jahres in Kraft getretene Kassenbonpflicht, als Teil der sogenannten Kassensicherungsverordnung. Denn warum sich gegen etwas auflehnen, das Steuerbetrug verhindert und ordentliche Geschäftsleute vor unseriösen Mitbewerbern schützt? In einigen deutschen Nachbarländern wie Österreich, Frankreich und Belgien sind diese Maßnahmen bereits längerfristig erfolgreich im Einsatz. 

Doch trotzdem wird derzeit über die Bonpflicht überwiegend negativ berichtet. Dabei gilt es zukunftsorientierte Lösungsansätze zu finden. Der digitale Wandel bestimmt unseren Alltag, weshalb die Bonpflicht als Chance gesehen werden sollte. 

Aktuelle Herausforderungen digital meistern

Die Lösung: Das digitale System von GreenBill. Das schwäbisch-bayerische Start-up beschäftigt sich seit zwei Jahren mit der Entwicklung eines Mini-Computers, mit dem Unternehmen Belege für ihre Kunden digitalisieren können.

Die GreenBill Box wird an die Kasse oder ins LAN-Netz eingebunden, wodurch ein digitaler Beleg ausgestellt und auf einem Tablet angezeigt wird. Auf diesem kann der Kunde nun je nach Bedarf aus verschiedenen Optionen wählen: Über das Scannen des QR-Codes erscheint der Beleg als PDF auf dem Handy, lässt sich per E-Mail versenden, an der Kasse ausdrucken oder gar komplett ablehnen. Und das ohne App, Registrierung oder Preisgabe persönlicher Daten.

Unternehmen befinden sich damit auf der sicheren Seite. Sie gehen kein Risiko ein, weil sie mit GreenBill datenschutzkonform handeln – und durch das Einsparen unzähliger Kassenbonrollen nachhaltig und zukunftsorientiert wirtschaften. Zudem lässt sich das System unkompliziert einsetzen: Die GreenBill Box erfordert weder das Herunterladen oder Installieren einer Software auf dem Kassensystem des Händlers, noch die Installation einer App oder die Abgabe personenbezogener Daten durch den Endkunden. Es ist eine webbasierte Lösung, die sofort und plattformunabhängig von allen Kunden genutzt werden kann.

GreenBill ist die Lösung für alle Handelsbetriebe, in denen Bezahlvorgänge schnell abgewickelt werden müssen. Kein Beleg geht mehr verloren, daher sind Umtausch oder Reklamationen ohne Probleme für die Kunden auch nach Wochen möglich. Das System ist auch optimal für Spesenabrechnungen geeignet, denn Bewirtungsbelege werden ebenfalls digital erstellt und können direkt an die Buchhaltung weitergeleitet werden. 

Firmengründer Ludwig Heer:

„Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung ist GreenBill ein entscheidender Schritt. Mittelfristig können sich nur Unternehmen am Markt durchsetzen, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren und den Datenfluss zum Steuerberater, Finanzamt oder zu hauseigenen Auswertungen automatisieren.“ 

Die Idee zu GreenBill kam Ludwig Heer in seinem eigenen Arbeitsalltag. In seinem Restaurant hat er bereits länger alle Betriebsabläufe digitalisiert und somit optimiert. Für die Erfüllung der Bonpflicht stellten ihm Kassenhersteller allerdings keine digitale Lösung in Aussicht – also entwickelte er mit GreenBill sein eigenes Konzept. „Wir hätten zur Erfüllung der Bonpflicht monatlich mehr als 5.000 Belege auf Papier drucken müssen. Das ist weder zeitgemäß, noch umweltfreundlich. Deswegen habe ich mich nach Alternativen umgeschaut – aber keine smarte Lösung gefunden. Das wollte ich ändern.“

Derzeit ist GreenBill erfolgreich im Einsatz im Ulmer „LAGO Hotel & Restaurant am See“, im Michelin Sterne Restaurant „Burg Stauffeneck“, im Designer Store „Offline“ in Göppingen, im Stuttgarter Gasthaus „Zur Linde“ und in Ludwig Heers Restaurant „Alte Post“ im schwäbischen Kuchen. Offizielle Markteinführung des digitalen Systems ist der 15. Februar 2020 auf der Stuttgarter Messe Intergastra. 

Vertrieben wird das digitale System sowohl im Direktvertrieb, als auch über Kassensystemanbieter wie Geister GmbH, Kassen-Häge GmbH und Kassensysteme Geiger GmbH & Co. KG.

Das Team hinter GreenBill 

Der Gastronom Ludwig Heer ist seit 2006 Unternehmer, Entwickler von GreenBill und Erfinder von hochwertigen Produkten für die Sterne Gastronomie.

Giulia Siegel hat die gestalterische Leitung inne, kümmert sich um Marketing sowie Networking und ist gleichzeitig Chief Evangelist der Firma.

Digital- und Technologieexperte Tobias Kiessling ist für die technische Umsetzung von GreenBill verantwortlich. Zuvor war er unter anderem als Mitgründer und Chief Technology Officer für IntelliAd Media tätig. 

Bild: Tobias Kiessling, Giulia Siegel und Ludwig Heer ©GreenBill

Quelle cocodibu/ GreenBill GmbH

Das Wichtigste ist: Sie dürfen nicht aufhören, sich weiterzuentwickeln!

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Acadybot

Acadybot ist ein auf Künstlicher Intelligenz basierende Lernbot

Stellen Sie sich und das Startup Acadybot doch kurz unseren Lesern vor!

Der Acadybot ist das Ergebnis meiner langjährigen Erfahrung in der Erwachsenenbildung als lizenzierter Coach: Der auf Künstlicher Intelligenz basierende Lernbot unterrichtet Mitarbeiter online und in Dialogform via Chat. Die Unternehmen können die benötigten Informationen dabei zuvor selbst einspeisen, die KI erledigt die Umsetzung mit einer sehr hohen semantischen Genauigkeit innerhalb von 30 Sekunden. Eine klare Stärke: Je häufiger wir die Künstliche Intelligenz beanspruchen, desto exakter wird sie. Mein Team und ich haben den Acadybot als Lernpartner, sprechendes “Firmen-Wiki” oder auch als virtuelle Lehrkraft entworfen. Nachdem wir im Juni 2019 als Acadybot GmbH gelauncht sind, kann unser MVP, das Minimum Viable Product, nun von deutschsprachigen Unternehmen getestet werden. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Der ausschlaggebende Punkt zur Gründung waren einerseits die typischen Probleme bei Fortbildungen: Immer wieder musste ich feststellen, dass Unternehmen kaum Zeit und Geld für wichtige Fortbildungen ihrer Mitarbeiter haben. Zudem ist die Organisation der Schulungen oftmals sehr zeitaufwendig. Beim praktischen Teil von Seminaren oder Planspielen sind die Angestellten dann meist nicht auf dem gleichen Wissensstand. Es treten auch oftmals Motivationsprobleme auf. Das hat mich als Fortbildner selbstverständlich beschäftigt. Es musste eine Lösung her, bei der die Mitarbeiter zeitlich flexibel, ortsunabhängig und im persönlichen Tempo lernen können. Die Motivation darf dabei natürlich nicht auf der Strecke bleiben. Lernen muss immer noch spaß machen. Daraus entstand die Idee eines Lernbots, der dank Künstlicher Intelligenz eigenständig mit den Lernenden interagieren kann. 

Andererseits benötigt man nicht nur die Idee, sondern auch die technischen Möglichkeiten, um sie umzusetzen. Inzwischen sind Künstliche Intelligenzen so weit entwickelt, dass sie mit Menschen interagieren und komplexe Aufgaben lösen können. Das ist die Hauptvoraussetzung für den Acadybot. Zudem wollte ich mich selbst weiterentwickeln und meinen Teil zur eLearnings-Branche beitragen. Nicht zuletzt sind eLearning-Konzepte und Technologie mit Künstlicher Intelligenz zukunftsträchtige Märkte mit enormen Wachstumspotenzial – auch das spielt eine entscheidende Rolle beim Entschluss, Gründer zu werden.

Welche Vision steckt hinter Acadybot?

Der Acadybot soll künftig überall dort eingesetzt werden, wo Wissen vermittelt wird: als Lernpartner, Ergänzung zum Präsenzunterricht, Tutor, Firmen-Wiki, Motivator oder Berater. Die Möglichkeiten des dialogischen Lernens sind umfangreich.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Durch meine langjährige Arbeit als Coach waren inhaltliche Fragen in der Regel nie ein großes Problem. Eine größere Herausforderung war es indes, fachkundige Mitarbeiter für die Softwareentwicklung zu finden. Doch auch diese Hürde konnte genommen werden. Seitdem das aktuelle Team steht, haben wir den Acadybot entwickelt und stetig verbessert. Dabei können wir selbst das Tempo bestimmen, da die Unternehmung aus eigener Tasche finanziert ist. Ganz ohne Unterstützung sind jedoch auch wir nicht. So wird der Acadybot von der staatlichen Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft unterstützt. Nachdem wir uns nun eine gute Grundlage erarbeitet haben, sind wir nun auch aktiv auf der Suche nach Investoren und weiteren Unterstützern.   

Wer ist die Zielgruppe von Acadybot?

Alle deutschsprachigen Unternehmen und Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter fortbilden, schulen oder trainieren. Das ist besonders für Unternehmen spannend, die ihre Mitarbeiter stetig mit den neuesten Änderungen versorgen müssen. Das ist beispielsweise in Bereichen der Wartung der Fall, wo Fehler durch Unkenntnis zu schwerwiegende Folgen führen können. Diese notwendigen Schulungen der Mitarbeiter kann der Acadybot autark und personalisiert durchführen.

Wie funktioniert Acadybot? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unternehmen speisen in den Acadybot die Informationen ein, die sie für die Schulung brauchen. Die Künstliche Intelligenz des Bots verarbeitet anschließend selbstständig den Inhalt und bereitet diesen in dialogbasierten Lehreinheiten auf. Lehrkräfte oder Coaches können in den Acadybot allerdings nicht nur Texte einspeisen, sondern auch Grafiken, Bilder und anderes didaktisches Material. Andere Anbieter von Lernbots haben sich meist auf bestimmte Themen spezialisiert, wir hingegen bringen dem Acadybot jedes Thema bei, welches für das Unternehmen relevant ist.

Die gespeicherten Lehreinheiten werden in Dialogform vermittelt, wobei die Lernenden nicht nach vorgegebenen Mustern fragen müssen. Auch hier erkennt die KI Kontext sowie Inhalt und versteht alternative Fragestellungen zu 95 %. Da der Acacdybot während seiner Nutzung Daten über das Lernverhalten erhebt, entwirft er zudem einen individualisierten Lernplan. Er weiß daher genau, was nochmal geübt werden sollte und motiviert die Lernenden per Push-Nachricht. 

Zudem bieten wir nicht nur die Integration des Bots in bestehende Kommunikationskanäle an, sondern auch eine eigenständige App, deren Software auf den firmeneigenen Servern installiert wird. Der Vorteil: Die Betriebe behalten die volle Datenhoheit. In Zeiten von DSGVO ein enormer Vorteil.

Acadybot, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das Lernen über KI-basierte Bots bietet großes Zukunftspotenzial, da viele Menschen gleichzeitig und individualisiert unterrichtet werden können. Diese Art der personalisierten Differenzierung zwischen den Bedürfnissen der Lernenden, die sogenannte Binnendifferenzierung, können Lehrkräfte bei einer großen Klassenstärke nicht ohne erheblichen Mehraufwand leisten. Außerdem ist die schnelle und effektive Vermittlung von Wissen in einer Informationsgesellschaft wie der unseren gefragter denn je. Immer mehr Menschen lernen beispielsweise täglich mit Apps wie Duolingo oder Babbel nebenbei eine Sprache. Dieser Trend wird nicht abreißen. Das heißt, dass der Markt für die Lernbots anwachsen und die Nachfrage nach weiteren Produkten, wie einem beratenden Consultybot oder als Ergänzung zum Unterricht als Tutorybot, steigen wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Innovator sollte man versuchen, seiner Zeit voraus zu sein. Auch wenn das häufig mit einer ordentlichen Portion Skepsis einhergeht. Mit einem strukturierten Plan zusätzlich zur Idee kann man allerdings auch Skeptiker überzeugen. Gründer sollten sich also nicht vom Widerstand abschrecken lassen und einen so hieb- und stichfesten Plan entwickeln, dass jeder Kritiker das Projekt unterstützen würde. Das Wichtigste ist aber: Sie dürfen nicht aufhören, sich weiterzuentwickeln! Wir profitieren schließlich von Agilität und Innovation.

Wir bedanken uns bei Thomas Gernbauer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Zufriedenheit im Team = hohe Output

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discoverize

discoverize Branchenportal Software mit Support und Beratung

Stellen Sie sich und das Startup discoverize doch kurz unseren Lesern vor!

discoverize ist ein kleines, wachsendes Team aus Berlin, dass bereits seit 2006 an Branchenportalen entwickelt. Ursprünglich von 2 Schulfreunden gegründet, haben sich unsere Wege mittlerweile getrennt und mittlerweile sind wir 8 Mitarbeiter, die sich um die Entwicklung der Software so wie die Betreuung der Kunden kümmern. 

Begonnen haben wir als klassischer Web bzw. IT Dienstleister und haben 2007 camping.info von Grund auf neu gebaut und designed. Das Portal ist seit über 10 Jahren Marktführer im Bereich Campingplatz-Suche in Europa. Das Portal wurde 2018 an eine Investorengruppe verkauft. 
Parallel haben wir uns entschieden, mit unserem Know-How von camping.info eine eigene Software zu entwickeln, mit der beliebige Branchenportale betrieben werden können. Der Startschuss hierfür viel 2011 und bereits 2013 konnten wir mit unserem Kunden und dem Portal marinas.info live gehen.

Viele Portale folgten, unter anderem werwowas vom Werben und Verkaufen Verlag sowie kinderhotel.info – eines der erfolgreichsten Portale im Bereich familienfreundliche Hotels. Mittlerweile betreuen wir über 60 Portal in den verschiedensten Branchen und Themen.Seit 2019 konnten wir den Anteil unserer Dienstleistungs-Arbeit nahezu auf Null reduzieren und haben unseren gesamten Fokus auf die Entwicklung, Vertrieb und Vermarktung von discoverize gelegt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollten von Anfang an unsere eigenen Ideen und Wünsche realisieren. Langfristig angestellt zu sein oder als reiner Dienstleister aufzutreten, kam für uns nicht in Frage. Wirtschaftliche Unabhängigkeit und kreative Freiheiten so wie selbstbestimmte Work-Life Balance standen für uns von Anfang im Vordergrund.

Welche Vision steckt hinter discoverize?

Wir wollen unseren Kunden ermöglich, in ihrer jeweiligen Branche/Nische das beste Portal zu betreiben. Konkret heißt dies für uns: Wir bauen eine produktive und gut gestaltete Software, liefern großartigen Support und Beratung und unterstützen unsere Portalbetreiber, ihre Ziele zu erreichen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Größten Herausforderungen: Eine Software von der Architektur und den Features so aufzubauen, dass sie für die verschiedensten Branchen, Nischen und Anwendungsfällen gleichermaßen gut funktioniert, war mit die größte Challenge. 

Die zweite große Herausforderung ergibt sich im Vertrieb und Marketing: Die Produktkategorie „Branchenportal Software“ ist nicht wirklich etabliert, viele unserer Kunden kennen das Konzept nur bedingt und wir haben regelmäßig einiges an Erklärungsbedarf
Sobald wir aber die Idee und auch das Potential für Reichweite und Monetarisierung erläutert haben, war das Feedback durchweg positiv und wir treffen regelmäßig auf große Begeisterung bei unseren Kunden.

Finanzierung: Wir sind komplett Bootstrap, d.h. selbst-finanziert. Im Wesentlichen haben wir die Entwicklung von discoverize durch Dienstleistungsarbeit an Branchenportalen finanziert. Vor allen Dingen die Entwicklung des Projekts camping.info haben wir über 12 Jahre erfolgreich betreut.

Wer ist die Zielgruppe von discoverize?

Es gibt mehrere Zielgruppen für Brancheportale:
1. Startups und Unternehmensgründer: Im Kern liefert discoverize ein Schlüssel-fertiges, komplettes Paket zum Start eines eigenen Geschäfts. Wir liefern die stets weiterentwickelte Software, ermöglichen einen Risiko-freien Start durch das Software as a Service (SaaS) Mietkonzept und unterstützen bei der Umsetzung des Portals. Der Aufbau der Reichweite und Aufmerksamkeit ist durch die smarten SEO optimierten Algorithmen unserer Software gegeben. Und die Monetarisierung ist bereits durch das integrierte Premium-Abo Geschäftsmodell eingebaut. Daher profitieren Neugründer von einem Franchise-ähnlichen Konzept und können direkt durchstarten.

2. Branchenexperten:

Unternehmen, die in einer bestimmten Branche bereits etabliert sind und ihr Angebot erweitern möchten. Reichweite und Aufmerksamkeit lassen sich durch discoverize stark steigern. Und gleichzeitig lassen sich mit Premium Einnahmen generieren. Die Idee ist es, mit dem Branchenportal ein eigenes Produkt und damit ein weiteres Standbein aufzubauen. 

3. Verlage und Marketing Agenturen:

Die Digitalisierung macht auch bei klassischen Wirtschaftszweigen keinen Halt. Gerade Verlage und Marketing Agenturen verfügen oft bereits über eine etablierte Zielgruppe und das Know-How im Bereich Vertrieb und Marketing, um besonders erfolgreiche Portale zu starten. Gleichzeitig können sie ihre Zielgruppen mit einem Branchenportal gezielter erreichen und sogar neue Zielgruppen mit neuen Themen aufbauen. 

Gleichzeitig lassen sich die Branchenportale, wie bei den anderen Zielgruppen auch, bestens monetarisieren: Wir haben eine Kündigungsrate bei den Premium-Abos von unter 5%. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher liegt bei ca. 4 Minuten, was weit über den Industrie-Durchschnitten liegt.

4. Umsteiger:

Unternehmer, die bereits Portale betreiben, aber auf eine veraltete, nicht mehr unterstützte Software zurückgreifen müssen. In vielen dieser Fälle hat der ursprüngliche Entwickler der Software kein Interesse mehr, die Software zu warten oder weiterzuentwickeln. Das führt dazu, dass grundlegende Anforderungen nicht umgesetzt sind, wie z.B. mobile, benutzerfreundliche Seiten, Umsetzung der DSGVO, aktuelle SEO-Anforderungen aber auch individuelle Anforderungen und Features, die wir z.B. im Rahmen von Customizing umsetzen. Ein Wechsel zu discoverize kann sich für viele dieser Umsteiger lohnen.

Wie funktioniert discoverize? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Funktion: Als Portalbetreiber kann ich für eine Branche (mit einem oder mehreren Unternehmenstypen) ein Portal starten mit Bewertungen und Suchfunktion. Jede Branche oder Nische lässt sich individuell mit eigenen Eigenschaften, Filtern, Bewertungskriterien, Inhalten und Design präsentieren. Besucher finden so über die Karte und Filter zum passenden Unternehmen. Unternehmen können mit dem kostenfreien Basiseintrag neue Kunden gewinnen und profitieren gleichzeitig von hochqualifizierten Leads, da nur Anfragen aus der Branche/Nische eintreffen. Gleichzeitig kann ich als Portalbetreiber das Portal durch das eingebaute Premium-Abo Geschäftsmodell monetarisieren und ein langfristiges Einkommen aufbauen.

Vorteile:

1. hohe Expertise und große Erfahrung im discoverize Team mit Branchen- und Bewertungsportalen. Mittlerweile über 60 Portale
2. kontinuierlich weiterentwickelte Software: Unser Fokus liegt auf einer langfristigen Partnerschaft mit unseren Kunden. Wir investieren kontinuierlich in neue Features, Verbesserung vorhandener Features und strategische Milestones, die die Reichweite und den Erfolg der Portale noch weiter verbessern.

3. Beratung, Know-How, Betreuung: Wir geben gerne unsere langjährige Erfahrung mit Branchenportalen an unsere Kunden weiter. Ob bei der Ausrichtung des Portals, zur Einrichtung oder Vermarktung/Vertrieb – wir geben unser Know-How gerne weiter.

4. Customizing: Wir bieten priorisiertes Customizing an – d.h. individuelle Anforderungen oder Features werden vor der regulären Produktroadmap für unseren Kunden umgesetzt. D.h. ich kann als Portalbetreiber neue Ideen schnell umsetzen.

Unterscheidungsmerkmal:

Neben klassischen Web Agenturen, die in kleinem Umfang solche Software als Auftragsarbeit umsetzen, gibt es kaum vergleichbare Anbieter. Grundsätzlich profitieren wir von einer etablierten Lösung, mit verschiedensten Anwendungsfällen, vielen erfolgreichen Kunden und einer langfristig und unabhängig umgesetzten Geschäftsidee.

discoverize, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren dominieren wir den deutsch-sprachigen Markt und sind der etablierte Anbieter für Branchen- und Bewertungsportale. Parallel bauen wir unsere Reichweite im Englisch-sprachigen Raum aus und sind auch hier eine bekannte Größe. 

Auf der inhaltlichen Ebene wollen wir unseren Portalbetreibern ermöglichen, die absolut zentrale Anlaufstelle für ihre Branche/Nische zu sein. Also nicht nur Unternehmen und Besucher zusammenbringen, sondern auch weiterführende Themen einzubringen: Mehr Community, mehr Interaktion, mehr hilfreiche Inhalte. Besucher und Unternehmen sollen die jeweiligen Portale regelmäßig zu besuchen, um neue Informationen zu erhalten oder sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. 

Ebenso wollen wir die Monetarisierungs-Möglichkeiten erweitern: Verbesserungen im Bereich Premium, Schnittstellen, direkte Buchbarkeit von Dienstleistungen oder Produkten soll möglich sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fokus auf ein zentrales Projekt/Idee. Lieber weniger machen aber dafür das richtige. Unsere Erfahrung zeigt, dass wir als Team produktiver sind, wenn wir alle am selben Strang ziehen und unsere Energie nicht auf mehrere Projekte verteilen. So entstehen starke Synergien, man kann umfangreiche Kompetenz und Spezialisierung aufbauen.
Unsere Empfehlung: Das Lieblingsprojekt auswählen, einen Plan für die Realisierung machen und zu allem anderen Nein sagen.

Zufriedenheit im Team = hohe Output.

Kunden glücklich machen ist wichtig und sollte für jedes Startup ein wichtiger Fokus sein. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man frühzeitig in Team Building, die Infrastruktur und letztendlich die Zufriedenheit der Mitarbeiter investieren sollte. Flache Hierarchien, klare Ziele und Vision, transparente Kommunikation, regelmäßiges Feedback, Ermutigung zum selbstständigen Denken und Entscheiden scheinen langfristig mehr Einfluss auf den Erfolg eines Produkts/Unternehmens zu haben, als die schlausten, eifrigsten oder kreativsten Mitarbeiter.


Unsere Empfehlung: Investiert viel Zeit und Energie in die Zufriedenheit und Entwicklung eurer Mitarbeiter. Nur wenn sie verstehen, warum sie machen, was sie machen, werden sie auch glücklich im Job sein und die richtigen Aufgaben lösen.

Vertrieb, Vertrieb, Vertrieb.

Erst sehr spät haben wir verstanden, dass ein Software Produkt ohne Vertrieb tot ist. Man kann noch die produktivsten und besten Features bauen – solange diese nicht von Kunden eingesetzt werden, bleibt es eine tote Software. Zufriedenheit und positives Feedback steigt enorm, je mehr Kunden man hat und je häufiger und erfolgreicher die Software eingesetzt wird. 

Bonus Tipp:

Holt euch Hilfe. Lasst euch von Experten beraten. Gerade am Anfang sind Coaches zwar teuer, aber sie können einen enormen Impact auf euer Produkt haben. Alles was nicht Kernbestandteil eures Produkts ist, solltet ihr extern als Kompetenz einkaufen. Ob dies ein Mentor ist oder ein Berater – jegliches kompetente Feedback von außen hilft, die eigenen Scheuklappen abzuwerfen, neue Ideen zu entwickeln oder tatsächlich eine fachmännische Einschätzung einer Idee zu erhalten.

Wir bedanken uns bei Andrej Telle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fragen kostet nichts!

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KOMBUCHERY: Kombucha Teegetränk mit Tee und frischen Obst und Gemüse bio, vegan, nachhaltig, glutenfrei

KOMBUCHERY: Kombucha Teegetränk mit Tee und frischem Obst und Gemüse bio, vegan, nachhaltig und glutenfrei

Stellen Sie sich und das Startup KOMBUCHERY doch kurz unseren Lesern vor!

Cheers! Ich bin Maximilian Seedorf, geboren und aufgewachsen in Berlin und mit viel Leidenschaft seit über 8 Jahren in der Startup-Szene aktiv. Neben meinem eigentlichen Job beim Inkubator eines deutschen Automobilherstellers, haben drei gute Freunde und ich im Sommer 2019 unser eigenes Startup KOMBUCHERY gegründet. Unser Ziel ist Erfrischungsgetränke auf Kombucha-Basis in Deutschland, Österreich und der Schweiz als gesunde Alternative zu heutigen Softdrinks und Limonaden zu etablieren.

Kombucha bildet sich bei der natürlichen Fermentation einer Kultur aus Bakterien und Hefen auf Basis eines gesüßten Tees. Dabei entwickeln sich natürliche Kohlensäure, Probiotika und viele weitere wohltuende Inhaltsstoffe, wie Vitamine und Nährstoffe. Gemischt mit Bio-Säften aus Obst, Gemüse und Superfoods entsteht so der perfekte Erfrischer mit einem unverwechselbaren süss-sauren Geschmack und deutlich weniger Zucker als in vielen herkömmlichen Erfrischungsgetränken.

Um direkten Kundenkontakt zu ermöglichen und schneller auf den Markt zu kommen, fokussieren wir uns bei KOMBUCHERY vor allem auf digitale D2C-Vertriebswege. Neben der Entwicklung einer starken und emotionalen Marke können wir auf diesem Weg eine loyale und feste Kundenbasis aufbauen und z.B. ein flexibles Kombucha Abonnement anbieten. Für alle, die unseren Kombucha probieren wollen, ist unser Produkt natürlich auch bei ausgewählten Händlern und Gastronomen zu finden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Kombucha begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Damals kannte ich das Getränk als eher faden Tee von meiner Oma. So richtig auf den Geschmack gekommen bin ich vor sieben Jahren während einer meiner Geschäftsreisen nach Los Angeles. Dort wurde ich quasi “süchtig” nach diesem ganz anders schmeckenden erfrischenden Getränk und lernte die vielen Vorteile der Millionen gesunden Bakterien und Hefen zu schätzen. Seitdem brachte ich von jeder Reise nach Nordamerika etliche Kombucha-Flaschen in meinem Koffer, sicher eingewickelt in Socken oder Handtüchern, nach Berlin. Während im Ausland selbst konventionelle Supermärkte ein riesiges Kombucha-Angebot hatten, gab es einfach kein vergleichbares Produkt in Deutschland zu kaufen. Außerdem fing ich an zu Hause selbst Kombucha in vielen verschiedenen Geschmackssorten herzustellen. Zusammen mit drei Freunden beschloss ich schließlich, ein eigenes Kombucha-Erfrischungsgetränk auf den zu Markt bringen. Ich konnte hierbei von meinen vorherigen Erfahrungen im eCommerce-Handel und gesammelten Know-How aus dem Bereich der Lebensmittelproduktion profitieren.

Welche Vision steckt hinter KOMBUCHERY?

KOMBUCHERY möchte Kombucha als erfrischende Alternative zu herkömmlichen Softdrinks und Limonaden am Markt etablieren. Bei uns kommt immer nur das in die Flasche, was dem Körper gut tut: bio, vegan, nachhaltig und mit möglichst wenig Zucker. Neben unseren bisherigen vier Geschmackssorten, Raw-Original, Raw-Ingwer, Raw-Heidelbeere und Raw-Johannisbeere, wird es noch weitere innovative Produkte geben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten das Glück durch unsere vorherigen Berufserfahrungen bereits über ein Netzwerk an verschiedenen Kontakten zu verfügen und während der Gründung von KOMBUCHERY auf dieses zugreifen zu können.

Dies half uns ungemein bei Themen wie der Auswahl von Lieferanten, Abfüllern, der richtigen Logistik, aber auch kleineren Themen wie der GmbH-Gründung oder Bio-Zertifizierung. Trotzdem lief natürlich auch bei uns nicht immer alles glatt, worüber wir in einiger Zeit wahrscheinlich lachen werden. Zum Beispiel wurden nur wenige Tage vor der ersten Produktion zwei Paletten mit all unseren Glasflaschen von einem Gabelstapler angefahren und zerstört, parallel dazu herrschte weltweit bereits großer Glasmangel. Nur mit viel Glück und einigen Nachtschichten haben wir es am Ende doch noch geschafft die Produktion fertig zu stellen. Zu guter Letzt gab es natürlich auch die Ungewissheit, wie der Markt und die Kunden das Produkt annehmen würden. Aus diesem Grund hatten wir uns zunächst für eine Testproduktion mit wenigen tausend Flaschen entschieden. So konnten mein Mitgründer und ich die Firma Stück für Stück eigenfinanzieren und mögliche Risiken minimieren.

Wer ist die Zielgruppe von KOMBUCHERY?

Zukünftig hoffentlich jeder, der sich mit einem Getränk erfrischen möchte. In anderen Ländern ist Kombucha bereits deutlich bekannter und wird dort statt einer Cola oder anderen Limonaden getrunken. Bis dahin fokussieren wir uns auf gesundheitsbewusste Kundinnen und Kunden zwischen 18 und 55 Jahren, die offen für neue und nachhaltige Produkte sind.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

KOMBUCHERY: Kombucha Teegetränk mit Tee und frischen Obst und Gemüse bio, vegan, nachhaltig, glutenfrei

Neben den vielen schon erwähnten gesundheitlichen Vorteilen von Kombucha, sind uns vor allem seit Tag 1 hochwertige Bio-Zutaten, ein fairer Umgang mit unseren Geschäftspartnern und soziale Verantwortung sehr wichtig. Daher spenden wir 5% unserer Erlöse an einen sozialen Verein aus St. Pauli, welcher Trinkwasserbrunnen und Hygiene-Einrichtungen in Entwicklungsländern baut. Außerdem wird unser Kombucha in einer Werkstatt für behinderte Menschen in umweltfreundliche Glasflaschen abgefüllt.

Wir freuen uns über alle anderen Anbieter und Manufakturen, die zum Wachstum der Bekanntheit von Kombucha beitragen. Am Ende gibt es vor allem Unterschiede beim Geschmack, den Zutaten und der Rezeptur. Unser Kombucha ist natürlich, traditionell fermentiert, unpasteurisiert, kalorienarm und enthält bis zu 50% weniger Zucker als andere Kombucha-Getränke.

KOMBUCHERY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren hat hoffentlich jede Leserin und jeder Leser von Startup-Valley unseren Kombucha probiert. Wir hoffen, dass der Trend nach Deutschland übergeschwappt ist und sich Kombucha als neues alltägliches Erfrischungsgetränk etabliert hat. Für unsere Firma wünschen wir uns einen Aufgang der digitalen Strategie mit stetigem Wachstum und selbstverständlich die Schaffung eines Arbeitsumfeldes mit viel Spaß, Freiheit, sozialer Verantwortung und Gleichberechtigung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fail. Learn. Repeat. Diese Floskel hört man vermutlich von jedem Zweiten aus der Startup-Szene, aber es stimmt wirklich. Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nicht den richtigen Plan über Jahre hinweg und nie kann man Risikos komplett minimieren. Wichtig ist, dass man einfach anfängt, egal wie klein und versucht das Produkt (physisch oder digital) mit möglichst wenig Aufwand zu testen. Wenn man einmal diesen kritischen Punkt überwunden hat wird man merken, wie erfüllend das Gefühl des eigenen Startups ist.

Geheimtipp: Je nach Region und Geschäftsmodell bieten inzwischen auch der Staat und Investitionsbanken tolle Fördermöglichkeiten und Unterstützung an. Wie zum Beispiel das IBB Business Team zusammen mit dem Berliner Senat. Fragen kostet nichts!

Wir bedanken uns bei Maximilian Seedorf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Geht raus in die Welt und verbreitet eure Message

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HiBox videobox veranstaltungen

HiBox: Die Videobox für Veranstaltungen aus recycelten PET Flaschen

Stellen Sie sich und das Startup HiBox doch kurz unseren Lesern vor!

Als wir Anfang 2019 mit der Innovations-Event Serie Innolution Valley und Innolution Night zusammen nach Konzepten suchten, Pitches von aufstrebenden Startups und Zukunftstüftlern vereinfacht aufzunehmen und Ihnen so mehr Reichweite für Ihre Projekte zu ermöglichen, entstand die Idee der HiBox.

Jeder kennt das Konzept einer Fotobox, welche oft in Bahnhöfen oder ähnlichen Locations stehen. Wir hatten die Idee die Fotobox auf das nächste Level zu bringen – die HiBox. Mit der HiBox kann man auf Veranstaltungen jeglicher Art seine Gäste und Besucher kurze Videoformate automatisiert aufzeichnen lassen. Dabei müssen die Besucher lediglich einen Knopf drücken, um die Aufnahme Ihres Videos zu starten. Aber dazu später mehr.

Das Team hinter der HiBox besteht aus einer Kooperation aus drei Unternehmen. Wir (Leander Audehm & Anselm Schaub) sind ein Teil der Dreier-Kombo. Unser erstes Unternehmen ist unsere Werbefilmproduktion Goldamsel Film. Durch unsere Erfahrungen in der professionellen Filmproduktion können wir gezielt unser technisches und kreatives Know-How einfließen lassen. Neben der Geschäftsführung kümmern wir uns um die technische und Software-seitige Ausstattung der HiBox und die Kreativ-Beratung.

Mit der Firma Fröscher haben wir einen starken Partner, der sich um den Bau der HiBox kümmert und uns mit seiner langjährigen Erfahrung am Markt unterstützt. Die Zusammenarbeit wird durch die Veranstalter des Innolution Valley und der Innolution Night vollendet. Sie tragen Ihr Netzwerk und Wissen aus der Startup-Welt und Ihren Innovations-Veranstaltungen bei.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Nach nur einem Meeting war uns bereits klar, dass die HiBox Potential für ein erfolgreiches Geschäftsmodell bietet und wir entschieden uns, den gemeinsamen Aufbau dieser Idee zu verfolgen. Das war im März 2019. Von diesem Zeitpunkt an haben wir die HiBox entwickelt, getestet und uns auf die Gründung und Markteinführung vorbereitet. Nun sind wir mitten in der Gründungsphase und bringen die HiBox Anfang 2020 offiziell auf den Markt.

Welche Vision steckt hinter HiBox?

Mit der HiBox wollen wir die Art und Weise, wie auf Veranstaltungen Content generiert wird revolutionieren. Es war nie einfacher im direkten Kontakt mit den Gästen Erinnerungen und Marketing-Material zu erschaffen. Die Gäste und Besucher der Veranstaltung können in der HiBox z.B. besonders einfach Feedback oder Testimonials (Kundenstimmen) für ein Event aufnehmen, welche im Nachgang in der Eventoptimierung oder im Marketing als wertvolle Tools eingesetzt werden können. In anderen Use-Cases kann die HiBox z.B. Startups eine Plattform bieten ihre Ideen in Form von Videopitches einfach zu verbreiten und so z.B. über die Plattform eines Eventveranstalters einem größeren Publikum präsentieren. Des weiteren Planen wir auch auf Recruiting-Events mit der HiBox ein Medium für Live-Video-Bewerbungen zu bieten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen von der Idee bis jetzt ist sicher das einfache Übermitteln des Konzepts und des Nutzens der HiBox. Da die HiBox ein völlig neues Medium ist, müssen wir viel Energie investieren, um die HiBox vorstellbar zu präsentieren und weg von dem Fotobox Image zu kommen.

Wir haben uns von der ersten Idee bis jetzt vollständig durch Privateinlagen und erste Einsätze der HiBox finanziert. 

Wer ist die Zielgruppe von HiBox?

Die HiBox richtet sich bisher hauptsächlich an B2B Kunden. Im Gegenteil zu der typischen Fotobox bedienen wir mit unseren Use-Cases bis jetzt eher kommerzielle Veranstaltungen. Die HiBox ist ein hilfreiches Tool für Eventveranstalter, Unternehmen und Recruiter. Zu den Hauptformaten, für welche die HiBox gut genutzt werden kann, zählen die Erstellung von Video-Kundenstimmen und Video-Feedback für die Optimierung und das Marketing von Events und Veranstaltungen z.B. auf Kundenevents oder Unternehmensjubiläen. In naher Zukunft werden wir die HiBox aber auch für den Consumer Markt optimieren und zur Verfügung stellen.

Wie funktioniert HiBox? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Gehäuse der HiBox dient als Schutz vor den Einflüssen der Umgebung. Zum größten Teil aus recycelten PET Flaschen bestehend, verhindert es den direkten Schall- und Lichteinfluss aus dem Umfeld. In der Box sorgt eine sanfte Ausleuchtung für den perfekten Beauty-Look. Über einen Monitor werden dem Nutzer Anweisungen und die Fragestellung oder auch Call-to-action angezeigt. Auf dem selben Screen sieht er auch sein Live-Bild und einen Countdown, wieviel Zeit ihm für seine Aufnahme bleibt. Mit einem Knopfdruck aktiviert man die Aufzeichnung und die Zeit läuft ab. Nach der vom Kunde gewünschten Zeit bricht die Aufnahme dann automatisch ab.

Die HiBox unterscheidet sich allein im Konzept von den meisten Anbietern.

Wie ist das Feedback?

Wir haben die HiBox bereits auf verschiedenen Events in Deutschland zu verschiedenen Einsatzzwecken getestet. Unsere Kunden waren von dem Konzept stets begeistert und schätzen den Innovations-Faktor, den die HiBox mit sich bringt. Auch bei der Nutzung der HiBox kam es vermehrt zu besonders lustigen Situationen, die ein Highlight für die Besucher der Veranstaltungen darstellten.

Aus wirtschaftlicher Sicht wurde uns ebenfalls bestätigt, dass die HiBox, wenn richtig eingesetzt, ein äußerst effizientes Tool ist und der Return-on-investment stimmt.

HiBox, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Um die HiBox auch für den Consumer Markt zur Verfügung zu stellen, entwickeln wir zurzeit an einer neuen Verwendungsart, um das Konzept der HiBox einer breiten Masse zugänglich zu machen. Sobald wir damit fertig sind, können wir eine wesentlich größere Zielgruppe bedienen und auch den Fotobox Markt abdecken. So hoffen wir in näherer Zukunft einen wesentlichen Teil des Fotobox- und Videobox-Marktes bedienen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

“Einfach machen!” wie einer unserer Partner zu sagen pflegt. Die learnings und Erfahrung, die man auf dem Weg durch trial and error einsammelt sind viel Wert und würden wir jedem Empfehlen. Wenn man von seiner Idee begeistert ist und einigermaßen überblicken kann, was funktioniert und nicht, wird man, durch die Leidenschaft getrieben, schon irgendwo hinkommen.

Gut zuhören und offen für alles sein. Wenn man den Menschen, die z.B. das eigene Produkt testen, nur richtig zuhört, kann man enorm viel lernen und seinen Horizont um Fremde Sichtweisen ergänzen. Durch die Offenheit für neue Ansätze und Ideen kommt man sicherlich weiter, als im Tunnelblick. “Teamwork makes the dream work!”

Neue Menschen kennenlernen. Diese Aktion hat besonders uns (Goldamsel Film) sehr viel gebracht. Die HiBox würde es nicht geben, wenn wir uns nicht aktiv an andere Menschen gewendet hätten, um sie besser kennen zu lernen und mit Ihnen zu arbeiten. Dabei haben wir viel neuen Input und gute Geschäftspartner dazugewonnen. 

Ganz nach unserem Slogan “Tell the world.”. Geht raus in die Welt und verbreitet eure Message, wir helfen Euch mit der HiBox dabei gerne!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Finde dein A-Team

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immocloud immobilien immobilienverwaltung

immocloud digitale Immoblienverwaltung für die private Verwaltung von Immobilien

Stellen Sie sich und das Startup immocloud doch kurz unseren Lesern vor!

Man muss sich einmal vorstellen, dass die Mieterverwaltung von einem Großteil der Immobilienbesitzer immer noch mit zahlreichen Aktenordnern und Excel-Dateien vorgenommen wird. Was bei der Buchung einer Reise oder der Reservierung eines Autos bereits üblich ist, vermissen jedoch viele Immobilienbesitzer: die digitalen Prozesse mit Mietern. Genau hier setzen wir an.

Hinter immocloud steht ein Team passionierter Immobilienbesitzer. Als Geschäftsführer bin ich für die strategische Unternehmensentwicklung und das Neugeschäft verantwortlich.

Mit immocloud haben wir eine intelligente, ganzheitlich gedachte Online-Lösung für die private Verwaltung von Immobilien auf den Markt gebracht. Sämtliche Vorgänge zwischen Mietern und Vermietern haben wir damit voll digitalisiert. So sparen Vermieter etliche Stunden Verwaltungsaufwand, erhalten unmittelbar wichtige Einblicke sowie Kennzahlen und können die Profitabilität ihrer Objekte steigern. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Unser Kern-Team hat sich über den Freundeskreis kennengelernt. Das gemeinsame Interesse am Immobilienmarkt war die Basis und die Herausforderungen bei der Verwaltung der eigenen Immobilien unsere Inspiration, sich als Geschäftspartner zusammenzutun – mit einem Ziel: eine digitale Lösung für die Immobilienverwaltung zu entwickeln, die einfach verständlich sowie effizient in der Anwendung ist und einen echten Mehrwert hat. 

Welche Vision steckt hinter immocloud?

Kurz gesagt: wir möchten unseren Nutzern eine effiziente und profitable Immobilienverwaltung ermöglichen. Dazu nehmen wird die Komplexität aus der Verwaltung und führen private Immobilienbesitzer intuitiv durch den Dokumenten- und Themendschungel. Einzelne Module wie Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen, Mieteingangskontrolle etc. betrachten wir nicht als Insellösungen, sondern als ganzheitlichen Prozess in einer umfassenden digitalen Lösung, die über das Dokumentenmanagement weit hinaus geht und Nutzern eine bessere Rendite bieten kann.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die mit Abstand größte Herausforderung war das A-Team zu formen, das heute das Management darstellt, und anschließend die richtigen Mitarbeiter zu finden, die mit dem gleichen Spirit an und in unserem Unternehmen arbeiten. Unsere Ziele bei der Umsetzung sind hoch und mit dem Backlog, was den Funktionsausbau der Plattform angeht, könnten wir wohl unser Büro tapezieren. Daher war es stets wichtig, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Wir freuen uns trotzdem sehr auf das, was noch kommt. Die Finanzierung erfolgte über Private Equity. 

Wer ist die Zielgruppe von immocloud?

Unsere Lösung ist vor allem für private Immobilienbesitzer konzipiert, die eine effiziente Verwaltung ihres vermieteten Eigentums anstreben und die Profitabilität steigern möchten.

Wie funktioniert immocloud? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

immocloud denkt Immobilienverwaltung neu – als ganzheitlichen Prozess. Unter www.immocloud.de werden sämtliche Bearbeitungsprozesse, Formulare und die Kommunikation zwischen Vermieter und Mieter digitalisiert, was viel Zeit und Kosten spart.

Die Lösung bietet die folgenden Features:

Kennzahlen zur Rendite – ein individuelles Dashboard informiert Vermieter über Cashflow, Rendite, Leerstandsquote etc.

Alle Dokumente zur Hand – Mietverträge, Rechnungen, Bescheinigung etc. können in immocloud gespeichert und bei Bedarf direkt mit den Mietern geteilt werden

Einfache Mieter-Interaktion – Mieter erhalten online Zugang zu allen wichtigen Informationen über das Mieterportal

Mieter-Ampel – Vermieter erhalten einen transparenten Überblick über Mieteingänge. In Kürze: Erstellung von Nebenkostenabrechnungen

Übersichtliche Objektverwaltung –Vermieter haben jederzeit den vollen Überblick über das eigene Objektportfolio

Digitaler Nachrichtenversand – Versand von Briefen, SMS oder E-Mail ist direkt aus immocloud möglich.

Außerdem wird Kundenservice bei uns großgeschrieben: der Wechsel zu immocloud wird den Kunden mit dem Onboarding Concierge Service leicht gemacht.

immocloud, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten stetig an der Weiterentwicklung unserer Lösung basierend auf den Bedürfnissen der Vermieter. Dazu veranstalten wir zum Beispiel regelmäßig aktive Roundtables mit unseren Kunden. Wir möchten ein ganzheitlicher Prop Tech-Service Anbieter sein und immocloud als Full Service-Lösung etablieren. Zukünftig soll sich immocloud zu einem „digitalen Assistenten“ entwickeln, der es Vermietern ermöglicht, ihre Hausverwaltung nahezu vollständig zu automatisieren, indem er mitdenkt und nächste Schritte vorschlägt. Ziel ist es, in Zukunft auch Dienstleister wie Handwerker etc. sowie smarte Devices in die Lösung einzubinden, um die Immobilienverwaltung noch effizienter zu gestalten. Nach dem aktuellen Launch der Version, die sich vor allem an private Immobilienbesitzer richtet, stehen wir der Erschließung weiterer Zielgruppen offen gegenüber.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sprecht mit so vielen Menschen über eure Idee, wie nur eben möglich. Egal ob sie aus der „richtigen“ Branche kommen oder nicht. Nehmt dabei insbesondere die Kritik als wertvollen Input für die Weiterentwicklung eurer Idee an.

Machen, machen, machen – auch wenn nicht immer alles bis ins Detail zu Ende gedacht ist. Ich lebe das Prinzip IKIWISI („I know it when I see it“) – was ich von unserem CTO gelernt habe. Manchmal muss man erst schnell eine Richtung einschlagen, um dann zu sehen, wie man den Weg zum Ziel während der Fahrt verbessert und den Stau umfährt.

Finde dein A-Team, das mit dem gleichen Spirit an der Idee arbeitet, wie du selbst.

Wir bedanken uns bei Andreas Schneider für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gibt es Kunden die JETZT Dein Produkt kaufen wollen?

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MindPeak Krebsdiagnostik mit Künstlicher Intelligenz BreastIHC

MindPeak Krebsdiagnostik mit Künstlicher Intelligenz

Stellen Sie sich und das Startup MindPeak doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein Hamburger Unternehmen mit mittlerweile 20 Mitarbeitern, dass sich bei seiner Gründung vor zwei Jahren ganz dem Thema Künstliche Intelligenz in der Krebsdiagnostik verschrieben hat. Unser erstes Produkt „BreastIHC“  ist im Kern ein Deep Learning – Algorithmus, der schnell und sehr zuverlässig Brustkrebszellen zählt und so dem Pathologen bei seiner Krebsdiagnose unterstützt. Das ist ein völlig neuer Ansatz, denn bisher zählen Pathologen wie vor 100 Jahren quasi „per Hand“ Krebszellen unter dem Mikroskop: das dauert relativ lange, ist teuer und führt mitunter zu Wartezeiten bei den Patienten. Mit unserem Produkt werden Pathologen deutlich entlastet. Zudem wird die Krebsdiagnose sehr viel günstiger und schneller und damit am Ende für viel mehr Menschen als bisher zugänglich.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte vor MindPeak bereits ein anderes Unternehmen gegründet – ein Startup für Onlinespiele – welches wir 2015 zusammen mit der Stillfront Gruppe an die Börse gebracht haben. Das war super spannend, eine wirklich tolle Sache. Mein MindPeak-Mitbegründer und früherer Kommilitone Dr. Tobias Lang und ich hatten aber immer wieder darüber gesprochen, irgendwann auf unseren Studienschwerpunkt Künstliche Intelligenz zurückzukommen. Mein Onkel ist dann an Prostatakrebs gestorben, eine Krebsart die gut behandelbar ist, wenn sie früh genug und richtig diagnostiziert wird. Das führte zu der Idee, KI für die Krebsdiagnostik einzusetzen.

Welche Vision steckt hinter MindPeak?

Unsere Vision ist es, Krebsdiagnostik allen Menschen verfügbar zu machen. Künstliche Intelligenz ist jetzt an einem Punkt, an der sie im Alltag von Menschen Dinge verbessern kann – also reif für die Anwendung. Damit stellt sich nicht mehr so sehr die Frage, „was kann KI?“, sondern viel mehr, „was soll KI für unsere Gesellschaft – für unser Zusammenleben leisten“? Das finde ich eine der spannendsten Fragen überhaupt und wir geben mit MindPeak für einen Bereich eine Antwort. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Es waren im wesentlichen drei Punkte: unser Neuronales Netz muss robust sein, dass es auch unter sehr schwierigen Bedingungen – also zum Beispiel bei nicht ganz sauber eingefärbten Gewebeproben – absolut zuverlässig arbeitet. Falls nicht, ist er für den Pathologen keine Hilfe. Zweitens brauchen wir gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist für den gesamten Bereich der KI keine einfache Sache – da zum Beispiel Machine Learner derzeit unglaublich gesucht sind. Aber uns ist das bislang sehr gut gelungen: wir haben Mitarbeiter, die hätten auch zu Google oder Apple gehen können, haben sich aber für uns entschieden. Und der dritte Punkt ist, Menschen zu finden, die an unseren Erfolg glauben und bereit sind, in MindPeak zu investieren. Auch das hat bisher richtig gut geklappt. Wir haben allein in der letzten Investorenrunde drei Millionen Euro von VCs und Angels zusammenbekommen.  

Wer ist die Zielgruppe von MindPeak?

Im wesentlichen pathologische Labore, die Gewebeproben für Krebsdiagnostik aufbereiten. Für „BreastIHC“ haben wir schon erste Lizenzen verkauft. Zudem arbeiten wir eng mit Laboren – darunter dem größten deutschen Privatlabor HP-Hamburg und der Charité in Berlin- und vielen weiteren Pathologen zusammen.

Wie funktioniert MindPeak? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Sicherlich ein großer Vorteil für uns ist unser Zugang zu Daten. Unsere Partnerlabore haben in ihren Archiven über 20 Millionen Objektträger. Ein weiterer Vorteil von MindPeak ist, dass wir in der Vergangenheit schon skalierende Deep-Learning-Systeme entwickelt haben. Tobias Deep-Learning-System bei Zalando wurde schon von millionen Kunden verwendet. Zur Skalierbarkeit – also Anwendung im großen Maßstab –  zählen Themen wie Sicherheit, Robustheit und Geschwindigkeit. Man muss es sich so vorstellen: es gibt zwar hunderte Startups für autonomes Fahren, aber immer noch keine autonomen Autos. Das liegt an der hohen Komplexität, die die echte Welt mit sich bringt. Wir schaffen es, ein System zu entwickeln, dass der harten Alltagsrealität standhält und dem Arzt einen echten Nutzen schafft. Damit sind wir den meisten Mitbewerbern weit voraus.

MindPeak, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten fünf Jahren wollen wir 80 Prozent der Tätigkeiten, die ein Pathologe im Alltag durchführt, unterstützen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Timing des Marktes ist häufig entscheidend. Gibt es Kunden die JETZT Dein Produkt kaufen wollen?

Lass Dich intensiv beraten, aber tue am Ende was DU für richtig hälst. Du trägst die Verantwortung für Entscheidungen im Unternehmen und nicht Deine Berater.

Lass Dich nicht aus der Ruhe bringen von Ankündigungen von Mitbewerbern. Viel entscheidender ist, ob Dein Kunde Dein Produkt feiert.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Felix Faber für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fokussiere Dich auf Dein Kernprodukt.

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ONLOGIST

ONLOGIST digitale Plattform für Fahrzeugüberführungen

Stellen Sie sich und das Startup ONLOGIST doch kurz unseren Lesern vor!

Unser Ziel war es mit ONLOGIST einen Online-Marktplatz für europaweite Fahrzeugüberführungen zu schaffen. Wir bringen Auftraggeber und Dienstleister direkt zusammen. Erstere können so Überführungsaufträge schnell, transparent und rund um die Uhr auf der Website oder per App einstellen und Fahrer dafür finden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Täglich müssen Fahrzeuge in Deutschland und Europa von einem Standort zu einem anderen überführt werden. Das stellt für Autohäuser, Fahrzeugverleiher oder Hersteller jeden Tag erneut eine logistische Herausforderung dar. Denn die Planung und Abwicklung der Fahrzeugüberführungen ist noch längst nicht flexibel und digital genug. Oft erfolgt das Abstimmen von Fahrzeug, Fahrt und Fahrdienst noch mithilfe einfacher Exceltabellen, was einen erheblichen Verwaltungsaufwand mit sich bringt. Dazu kommen die mangelnde Transparenz und das Problem, für jede Fahrt einen zuverlässigen Dienstleister zu nachvollziehbaren Kosten zu finden. Auch die Frage nach der Versicherung bleibt häufig offen.

All diese Punkte führten letztendlich zur Gründung der ONLOGIST GmbH und der Entwicklung unserer Smart-Solution-Plattform. Wir haben erkannt, dass es eine digitale Lösung für den Prozess der Fahrzeugüberführungen geben muss, die sich für alle Beteiligten transparenter, effizienter und sicherer gestaltet und haben daraufhin gehandelt.

Was ist die Vision hinter ONLOGIST?

Unsere Vision ist es, flexibel und skalierbar alle Services zu vermitteln, die Autovermieter, Werkstätten und andere potenzielle Auftraggeber brauchen, um ihre Fahrzeugflotten zu verwalten und die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen. Die Mobilität der Zukunft ist auf eine einfache Beauftragung von zuverlässigen Dienstleistern zu wettbewerbsfähigen Preisen in hoher Zahl auf Ebene der einzelnen Fahrzeugeinheiten angewiesen – genau hier setzt ONLOGIST an.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wie wir bisher größere Katastrophen verhindern konnten: Bei der Entwicklung von ONLOGIST haben wir von Anfang an sehr auf das Kostenmanagement geachtet. Als ONLOGIST die ersten Umsätze gemacht hat, hatte die Firma nach gar keine Kosten. Außer der kurzen Investitionsphase nach der Markteinführung hat ONLOGIST immer kostendeckend gearbeitet. Dadurch hatten wir auch immer die erforderliche Ruhe für die branchentypisch langen Salescycles.

Wer ist die Zielgruppe von ONLOGIST?

Alle Firmen, bei denen ein Überführungsbedarf besteht, sind für uns relevant. An vorderster Stelle stehen die Fahrzeugvermietungen, aber auch Autohäuser, Werkstätten, Automobilhersteller und viele andere Firmen profitieren von ONLOGIST. Zu unseren Kunden gehören zum Beispiel SIXT, Europcar, A.T.U, HERTZ und Enterprise.

Wie funktioniert ONLOGIST? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben einen digitalen Marktplatz entwickelt, auf dem Dienstleister und Auftraggeber zusammengebracht werden. Auftraggeber erfassen ihre Transportaufträge entweder manuell oder bei größeren Volumen auch ganz komfortabel automatisiert. 

Der gesamte Workflow wird von ONLOGIST in maximaler Transparenz abgebildet: Von der Tourenplanung über die Fahrerauswahl bis hin zum Schadenmanagement im Fall eines Unfalls. 

Auf der anderen Seite können Fahrer oder Fahrdienste mit ONLOGIST Fahraufträge koordinieren. Das heißt, sie können sie finden, reservieren und schlussendlich auch abrechnen. Da die Fahrt über ONLOGIST versichert ist, müssen sich die Fahrer auch keinerlei Gedanken über eventuelle Versicherungsfälle machen.

Das Besondere an ONLOGIST und das was uns von anderen unterscheidet, ist unsere innovative Technik:

Wir arbeiten mit einem KI-basierten Algorithmus, mit dem Auftraggeber den optimalen Angebotspreis für jede Fahrt bestimmen können. Das sorgt dafür, dass 80 Prozent aller Aufträge innerhalb von 10 Minuten nach der Veröffentlichung bereits vermittelt sind.

Aber auch Sicherheit und Qualität sind uns sehr wichtig. Beim Registrierungsprozess werden die Fahrer genau geprüft und einer Sicherheitskontrolle unterzogen. Zum einen können wir so eine gleichbleibende, hohe Qualität sicherstellen und zum anderen haben Arbeitgeber die Möglichkeit die Fahrer nach Kriterien, wie zum Beispiel nach bestimmten Führerscheinklassen, zu filtern.

Seit ungefähr 5 Jahren entwickelt sich die Logistikbranche sehr rasant und digitale Lösungen finden immer größeren Anklang. Unser Produkt erhält daher viel positives Feedback bei den Kunden und das zeigt sich auch in den Absatzzahlen.

ONLOGIST, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Was ist eure Vision?

Auf lange Sicht wollen wir noch mehr Services rund um das Flottenmanagement anbieten. Dazu sollen zum Beispiel Wartung und Autopflege, oder auch Dienstleistungen für E-Scooter gehören. Denn die Mobilität der Zukunft erwartet eine höhere Flexibilität innerhalb aller Dienstleistungen!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Betrachte Probleme ganzheitlich und versuche immer, eine Lösung zu entwickeln, die der Markt, die dein Kunde wirklich braucht. 
  2. Fokussiere Dich auf Dein Kernprodukt.
  3. Mache keine Abstriche bei den Mitarbeitern, denn sie stellen den Wert des Unternehmens dar.

Wir bedanken uns bei Felix Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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