Freitag, April 3, 2026
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Fangt lieber klein an, als perfekt und zu spät

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C!RCLY Hautpflege: Upcycling meets Skincare vegan und nachhaltig made in Munich

C!RCLY Hautpflege: Upcycling meets Skincare vegan und nachhaltig made in Munich

Stellen Sie sich und das Startup C!RCLY doch kurz unseren Lesern vor!

Wir (Oliver, 33 Jahre und Max, 31 Jahre) sind die Gründer der Foodignity Labs GmbH, dem Unternehmen hinter der nachhaltigen Hautpflegemarke C!RCLY. Mit C!RCLY kombinieren wir die Ideen des Upcycling und hochwertiger Hautpflege miteinander.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

In unserem Beruf als Unternehmensberater haben wir erkannt, dass viele Produkte des täglichen Bedarfs noch nicht ganzheitlich nachhaltig sind. So haben beispielsweise viele existierende Hautpflegeprodukte zwar tolle Inhaltsstoffe, sind aber durch eine unnötige Verpackung die nur der Optik dient, nicht wirklich gut für die Umwelt. Auch enthalten viele Produkte noch immer Mikroplastik oder andere Inhaltsstoffe, die eigentlich nicht an die Haut sollten.

Welche Vision steckt hinter C!RCLY?

Mit C!RCLY wollen wir eine Hautpflegemarke schaffen, die nicht nur tolle Inhaltsstoffe zu einem guten Preis bietet, sondern darüber hinaus noch so umweltfreundlich wie irgend möglich ist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war es für uns beide, die richtigen Partnerunternehmen zu finden mit denen wir entsprechende Produkte entwickeln können.  Aktuell sind wir komplett aus eigenen Mitteln finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von C!RCLY?

Unsere Zielgruppe sind alle, die Interesse an natürlicher Hautpflege haben und dabei noch etwas Gutes für die Umwelt tun wollen. Wir sprechen dabei sowohl die junge als auch die etablierte Generation an, die Interesse an gesunden und nachhaltigen Produkten hat.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

C!RCLY Hautpflege: Upcycling meets Skincare vegan und nachhaltig

Das Besondere ist, dass wir bei den Inhaltsstoffen wertvolle Stoffe aus der Getränkeindustrie, die sonst nicht weiterverarbeitet werden, verwenden um daraus hochwertige Hautpflege herzustellen.

Der Vorteil hierbei ist einerseits für den Kunden, dass dieser seine Haut mit dem Besten aus der Natur pflegt. Andererseits profitiert aber auch die Umwelt, da wir durch den Gedanken von „Upcycling meets Skincare“ den Rohstoffkreislauf verlängern. C!RCLY ist damit im Gegensatz zu manch anderen Anbietern die Hautpflegemarke, die sowohl gut für dich als auch für die Umwelt ist.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir hatten von Marktstart an eine starke Nachfrage insbesondere nach unseren Seifen. Aktuell merken wir Verzögerungen im Retail, da bedingt durch Corona und Homeoffice Abstimmungen teilweise länger dauern.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir stimmen uns mit unseren Lieferanten und Retailern durch regelmäßige Telefonate besser ab. Aktuell haben wir auf der Lieferseite zum Glück keine Engpässe. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Gerade bei dieser weltweit besonderen Situation wird für alle noch klarer, dass Umweltschutz, bewusster Konsum und Lokalität auch in den kommenden Jahren für weite Teile der Bevölkerung immer wichtiger werden.

C!RCLY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten Monaten wollen wir noch weitere Produkte, gemäß der C!RCLY Philosophie auf den Markt bringen. So erscheint zum Beispiel im Juli unser Ölserum für das Gesicht, welches durch das upgecycelte Kaffeeöl Falten hautstraffend und feuchtigkeitsspendend wirkt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Studiert euren Markt genau

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Baut euch ein Team von Unterstützern auf, die euch neue Impulse geben und eure Ideen kritisch hinterfragen

Wir bedanken uns bei Oliver und Max für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Arbeite an etwas, das dir wirklich am Herzen liegt

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Ophigo Plattform für die Bürosuche von Unternehmen

Ophigo Plattform für die Bürosuche von Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Ophigo doch kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Valerio Siviero und ich habe gemeinsam mit Suprith Reddy und Ampolon Ventures im Jahre 2019 das PropTech-Startup Ophigo gegründet. 

Ophigo verbindet neueste Technologien und persönlichen Service, um die Bürosuche von Unternehmen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Dafür digitalisiert Ophigo auf seiner Plattform alle notwendigen Schritte von der Gewerbeimmobiliensuche bis hin zum tatsächlichen Einzug. Die Bürosuche ist für Unternehmen oft langwierig, unübersichtlich und (u.a. mietrechtlich) kompliziert. Ophigo löst mit seiner Plattform die Unübersichtlichkeit und Intransparenz des Gewerbeimmobilienmarktes mit neuen Such- und Interaktionsmöglichkeiten. Kunden können völlig digital zu ihrem Traumbüro finden und dabei die Unterstützung unserer Experten in Anspruch nehmen, die bei administrativen Prozessen, der Raumplanung und den Mietpreisverhandlungen helfen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe in meiner letzten Tätigkeit erlebt, wie zeitaufwendig und anstrengend es ist, ein Büro zu suchen und wie viele ungeahnte Zwischenschritte es braucht – zum Beispiel langwierige Absprachen und Verhandlungen mit Vermietern – bis das Büro letztendlich bezogen werden kann. Das Thema ließ mich nicht mehr los. Per Zufall habe ich meinen Mitgründer und unseren Gründungsinvestor kennen gelernt, die sich genau für dieses Problem interessierten. Die Gründung von Ophigo war demnach eine Konsequenz aus unserer gemeinsamen Leidenschaft für das Thema.  

Welche Vision steckt hinter Ophigo?

Wer schon einmal ein Büro gesucht hat, weiß, wie langwierig und umständlich die Suche und die darauffolgenden administrativen Prozesse und Verhandlungen sind. Zudem sind viele wichtige Informationen bisher nur Immobilienmaklern und -besitzern zugänglich – deswegen ist der Markt insbesondere für Mieter nicht sehr transparent. Das wollen wir ändern!

Denn unsere Vision ist es, die Bürosuche so einfach und transparent wie noch nie zu gestalten – und dafür das typische Gewerbeimmobilien-Geschäft zu verändern. Die Technologie und die persönliche Beratung von Ophigo werden in Zukunft für mehr Transparenz im Markt sorgen und Prozesse vereinfachen. Wir nehmen Mietern und Vermietern bzw. Maklern Arbeit ab, und geben vor allem Gewerbemietern hilfreiches Wissen an die Hand. So versetzen wir sie in eine bessere Position. Wir schaffen eine neue Sucherfahrung, die allen Parteien zugute kommt.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind Newcomer in der Gewerbeimmobilien-Branche – das ist eine Herausforderung aber auch eine große Chance zugleich. Gerade Newcomer werden gerne unterschätzt, haben aber das Potenzial eine Branche zu disruptieren. Wir bei Ophigo haben eine neue Perspektive auf den Markt und die Bedürfnisse seiner Akteure. In unserem Fokus stehen die Mieter, deshalb haben wir unser Geschäftsmodell, unser Produkt und unsere Prozesse  so aufgebaut, dass die Mieter im Mittelpunkt stehen. Wir verlassen uns nicht auf Bewährtes und gehen neue Wege. Das erfordert hohes Engagement und einen großen Zeitaufwand. Dafür braucht es ein solides Team mit starken Talenten, das wir früh aufgebaut haben. Nur mit diesem starken Team konnten wir innerhalb von fünf Monaten die erste Version unserer Plattform auf den Markt bringen. Wir genießen die finanzielle Unterstützung von unseren Investoren Ampolon Ventures, die Venture-Tochtergesellschaft der Aareon Gruppe. 

Wer ist die Zielgruppe von Ophigo?

Wir fokussieren uns auf Mieter, die Gewerbeflächen bis zu 1.000 Quadratmeter suchen.  

Wie funktioniert Ophigo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bieten Kunden die Möglichkeit, einfach und digital ein Büro zu finden und die damit verbundenen administrativen Prozesse gemeinsam mit Experten aus unserem Team zu durchlaufen. Wir unterscheiden uns nicht nur durch unsere Beratung von anderen Anbietern, sondern auch durch differenzierte Suchfunktionen. So gibt es bei uns keine “Köder-Anzeigen” oder Dopplungen in den angebotenen Immobilien. Unsere Filtermöglichkeiten sind intelligent, zum Beispiel können Suchende über die Eingabe der Mitarbeiteranzahl in der Suchmaske Empfehlungen dazu einholen, wie groß ihr Büro sein sollte. Besichtigungstouren können virtuell durchgeführt werden. Selbst die Vertragsunterzeichnung kann digital erfolgen. 

Ergänzt wird dies durch die Betreuung unserer Experten, die mit fachlichem Knowhow unseren Kunden von der Erstellung des Suchprofils bis hin zur Verhandlung unterstützen. Für Makler und Vermieter bieten wir einen komfortablen Service, der ihnen vor allem Zeit verschafft und damit die Rentabilität ihres Geschäfts erhöht.

Wie hat sich Ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Ophigo Plattform für die Bürosuche von Unternehmen

Schon Monate vor Beginn der Covid-19-Pandemie haben wir flexibles und standortunabhängiges Arbeiten getestet und letztendlich als Standard eingeführt. Bei uns kann demnach jeder Mitarbeiter auch unabhängig von der derzeitigen Krise digital von Zuhause arbeiten.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir nutzen ohnehin neue Technologien, um das futuristische Erlebnis eines voll möblierten Büros zu bieten. Mit dieser Technologie können unsere Kunden schnellere, bessere und effizientere Entscheidungen bezüglich ihrer Büro-Wahl treffen, nachdem sie selbst oder geführt eine virtuelle Tour erlebt haben.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Bei Ophigo haben wir die Krise als Herausforderung angenommen und bereits innovative Arbeitslösungen, Geschäftsideen, Produktideen und technologische Neuerungen bevor und während dieser Pandemie entwickelt. Die Krise ist eine große Chance für digitale Lösungen und neue Lösungswege, da sie noch stärker gefordert werden. Wir sehen uns gut gerüstet für die stärkere Nachfrage nach digitalen Lösungen. Auch jetzt stehen wir unseren Kunden und Interessierten als Partner mit Rat und Tat zur Seite, und helfen ihnen beispielsweise dabei, ihre Büroflächen aufgrund von vermehrtem Home Office zu verkleinern.

Ophigo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Derzeit ist die Bürosuche lediglich zu 20 Prozent digital – 80 Prozent der Suche läuft immer noch analog ab. Wir arbeiten daran, diese Verteilung umzukehren, indem wir die Bürosuche komplett digitalisieren. Wir wollen insbesondere administrative Prozesse wie Terminvereinbarungen, Auflistungen von Immobilien und Vertragsunterzeichnungen automatisieren. Mieter, Vermieter und Makler gewinnen dadurch Zeit für die wesentlichen Dinge, wie dem Finden einer Bürofläche, die zur Unternehmenskultur und den Zielen eines Unternehmens passt. 

Diese “User Experience” möchten wir auch in andere europäische Länder tragen. Außerdem können wir uns vorstellen, auch in Bereiche wie Logistik – und Einzelhandelsimmobilien zu expandieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Arbeite an etwas, das dir wirklich am Herzen liegt. Ein Unternehmen aufzubauen ist eine Mammutaufgabe und kann sehr lange dauern. Deswegen ist es wichtig, etwas zu finden, mit dem man sich ein Jahrzehnt lang beschäftigen kann. 

Umgebe dich mit Menschen, die anders sind als du. Wir leben in einer komplexen Welt, die unterschiedliche Herausforderungen an uns stellt. Es ist unwahrscheinlich, dass alle erfolgskritischen Skills in einem selbst stecken. Ein diverses Team ist daher der Schlüssel zu einem erfolgreichen Unternehmen. 

Simpel aber effektiv: Einfach machen! Bevor ich Ophigo mit gegründet habe, habe ich mehrfach versucht, andere Unternehmen zu gründen. Dabei habe ich so viel Zeit an planen, vorbereiten und recherchieren verloren, dass ich letztlich nicht gegründet habe. Deswegen: Gründen ist nicht Rocket Science. Es kommt am Ende darauf an, es einfach zu tun. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Valerio Siviero für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gebt Gas, steht hinter dem Produkt und geht in den direkten Kundenkontakt

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glastrinkhalm

GLATRINKHALM: Trinkhalm aus Glas plastikfrei, hygienisch made in Munich

Stellen Sie sich und das Startup GLASTRINKHALM doch kurz unseren Lesern vor!

Wir, Martin und Jonathan, von derGLASTRINKHALM.de glauben daran, dass eine Welt ohne Verschwendung möglich ist. Unsere Philosophie lautet: 

„Mehrweg statt Einweg. Glas statt Plastik. Verantwortung statt Verschwendung!“

Unser GLASTRINKHALM ist ein echtes Qualitätsprodukt – Made in Munich. Aus hochwertigem Schottglas wird er in einer Traditionsglaserei in München von Hand gefertigt und verpackt. Der Rohstoff Glas garantiert einen unverfälschten Geschmack (im Gegensatz zu Metall) und höchste Hygiene (im Gegensatz zu Bambus). Durch unsere Nähe zur Produktion, dem Material und den Menschen dahinter bieten wir eine echte Mehrweglösung zu herkömmlichen Einwegtrinkhalmen an. Absolut frei von Chemikalien, unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt und ohne lange Transportwege. Zusätzlich fördern wir regionales und traditionelles Handwerk. Damit können wir garantieren, dass unser GLASTRINKHALM den hohen Ansprüchen in der Gastronomie und im privaten Gebrauch gerecht wird. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wie schon in unserem Motto steht, möchten wir Verantwortung übernehmen. Das tun wir mit unserem Unternehmen gleich in unterschiedlicher Weise. Wir übernehmen Verantwortung für die Umwelt, indem wir ein innovatives umweltfreundliches Produkt vermarkten. Wir übernehmen Verantwortung indem wir das Unternehmen selbständig führen. Und wir übernehmen nicht zuletzt mit jedem GLASTRINKHALM, den wir verschicken, Verantwortung dafür, dass der Kunde zufrieden mit unserem Produkt ist. Diese Verantwortung, die natürlich auch Risiko bedeutet, haben wir bewusst übernommen. In vollem Bewusstsein, dass auch ein Scheitern möglich ist. Aber der unternehmerische Ehrgeiz und die Freude an unserem Produkt waren und sind größer.  

Welche Vision steckt hinter dem GLASTRINKHALM?

Eine Welt ohne sinnlosen Müll. Plastiktrinkhalme stehen wie kaum ein anderes Produkt für sinnlosen und kurzlebigen Konsum. Hergestellt werden sie meist weit weg unter fragwürdigen Umwelt- und Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern. Sie sind für wenige Minuten im Gebrauch, jedoch ewig in unserer Umwelt. Die Vision hinter derGLASTRINKHALM ist genau das zu ändern. Statt einen Wegwerfartikel, der um die halbe Welt reist, möchten wir ein lokal produziertes Mehrwegprodukt anbieten. Jeder Glastrinkhalm ersetzt hunderte Plastiktrinkhalme. Kein Müll, keine Chemikalien, weniger Co2. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war für uns zwei, dass wir den kompletten Aufbau des Unternehmens allein stemmen wollten (und dann auch gestemmt haben). Die Produktentwicklung, das Marken- und Verpackungsdesign, die Website, die Texte, das Marketing sowie alle weiteren administrativen Aspekte wurden von uns komplett in Eigenregie aufgebaut. Vieles davon, vor allem bei den Themen Design und Marketing, war für uns dabei völlig neu. Wir kommen aus dem Vertrieb im Großhandel. 

Die Anfangsfinanzierung unseres Unternehmens haben wir aus eigener Tasche geleistet. Schon nach extrem kurzer Zeit, ca. 4-6 Monaten, konnten wir das weitere Wachstum aus unseren Einnahmen finanzieren. Dabei ist uns ein Teil unserer Markenphilosophie zugutegekommen: Die Regionalität und der direkte Kontakt zu unserem Hersteller. Hierdurch war es uns Möglich ohne lange Vorlaufzeiten, durch z.B. Containertransport, unsere Bestände gering zu halten. Die Produktion erfolgte bedarfsgerecht in kleinen Lieferungen. Natürlich hat auch der große Anteil an Eigenleistung geholfen. Die Werbung erfolgt über die sozialen Medien, sowie über viele Offlineaktionen. 

Wer ist die Zielgruppe vom GLASTRINKHALM?

Unsere Zielgruppe sind Menschen die einen verantwortungsvollen Konsum leben. Wir haben festgestellt, dass diese nicht aus einer spezifischen Gruppe stammen. Unsere älteste uns bekannte Kundin ist 79 Jahre alt und verwendet den GLASTRINKHALM nicht nur selbst sondern hat gleich 8 Packungen gekauft und zu Weihnachten weiter verschenkt. Unsere jüngsten und längsten Fans sind die Kinder von Martin, 5 und 7 Jahre. Sie lieben die GLASTRINKHALME. 

Was uns ganz besonders freut ist, dass wir schon ganz früh tolle Einzelhändler gefunden haben, die unser Produkt und unsere Philosophie unterstützen und uns im Sortiment aufgenommen haben. Der stationäre Handel macht das Einkaufen zum Erlebnis. 

Was ist das Besondere an dem Trinkhalm? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der GLASTRINKHALM ist ein wirklich praktikables Mehrwegprodukt, welches den herkömmlichen Plastiktrinkhalm ersetzt. Wir betreiben hier kein Greenwashing mit PLA, Papier oder anderen Einwegmaterialien. Der GLASTRINKHALM ist kein „weiter so“, sondern ein Statement gegen das Wegwerfen. Glas ist hierfür das beste Material. Im Gegensatz zu Kunststoffen, Einweg oder Mehrweg, lösen sich keinerlei Chemikalien oder Weichmacher. Dazu ist es komplett geschmacksneutral. Halme aus Metall oder auch Bambus geben den Getränken leider oft einen negativen Beigeschmack. Bambushalme lassen sich dazu noch sehr schlecht reinigen.

Der GLASTRINKHALM kann in jede Spülmaschine und er ist durchsichtig, man sieht ob er sauber ist. Hier am Ende beantworten wir vielleicht noch die am häufigsten gestellte Frage zum GALSTRINKHALM: „Bricht der nicht sehr leicht?, „Ja, Glas kann brechen., sowie jedes Glas das wir zum Trinken verwenden. Aber der GLASTRINKHALM ist aus sehr stabilem Laborglas. Wir haben mit verschiedenen Durchmessern und Wandstärken experimentiert und können sagen: unser Halm ist extrem stabil. Durchbeißen können sie ihn nicht und er ist auch, unter der normalen Vorsicht, hervorragend für Kinder geeignet!„ 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Eigentlich hat sich bei uns nicht so vieles verändert. Wir merken seit März, dass bei uns wieder mehr los ist. Dies liegt daran, dass der GLASTRINKHALM ein Saisonprodukt ist. Unsere GLASTRINKHALME vertreiben wir über den Onlineshop und viel über Unverpackt-Läden. Beides ging trotz Corona weiter. Einen Vergleich dazu, wie es ohne die Krise gewesen wäre, lässt sich natürlich schlecht ziehen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Unser Marketing bzw. unser Vertriebsbemühungen haben wir natürlich angepasst. Wir haben mehr Gewicht auf den Endverbraucher und den Onlineshop gelegt. Anfragen an die Gastronomie- und Hotellerie haben wir natürlich nicht gestellt. Die Betreiber haben, verständlicherweise, gerade andere Sorgen. Sie sind wirklich existenziell getroffen. 

Ganz praktisch verpacken wir unsere Pakete seit Ende März natürlich auch mit Mundschutz und Handschuhen. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Viele unserer Kunden bzw. potentiellen Kunden haben aktuell mehr Zeit und viele überdenken aktuell auch ihr Konsumverhalten. Durch den Notstopp merken einige „es geht auch mit weniger“, viele sind mehr in der Natur und der Alltag ist unterbrochen. Genau hier können wir sie erreichen, da unser Produkt und unsere Philosophie hier ansetzt. Ich hoffe diese Einstellung wird in der viel beschworenen „neuen“ Normalität erhalten bleiben. 

Der GLASTRINKHALM, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aktuell freuen wir uns auf die Sommermonate, auch wenn wir etwas traurig sind, dass durch Corona einige Events ausfallen müssen, bei denen wir sonst unser Produkt direkt bei Kunden präsentiert hätten. Wir hoffen natürlich auch, dass die Gastronomie wieder auf die Beine kommt. Denn sie ist einerseits ein guter Kunde, aber auch ein Multiplikator für uns. Wer den GLASTRINKHALM in seinem Lieblingsrestaurant testet, dessen Interesse ist geweckt. Verstärkt bewerben wir auch den GLASTRINKHALM mit Lasergravur, vor allem auch bei Firmen als nachhaltige Mitarbeiter- oder Kundengeschenke. 

Langfristig ist uns das Wichtigste weiterhin mit unserer Philosophie am Markt zu bestehen. Es gibt mehr und mehr Anbieter von Glastrinkhalmen, die auch günstigere Preise ansetzen. Wir setzen aber bewusst auf Persönlichkeit und Qualitätsware aus Deutschland ohne lange Transportwege. Nachhaltige Produkte aus Fernost und Übersee sind einfach nicht nachhaltig. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben

Der wichtigste Tipp: Gebt Gas, steht hinter dem Produkt und geht in den direkten Kundenkontakt. Das gibt euch Feedback zu eurem Produkt und zu eurer Business Case. Wir hatten am Anfang den Vertrieb über Retailer überhaupt nicht auf dem Schirm. Wir dachten wir machen 100% über die Website und die Leute klicken diese, da wir ja ein neues cooles Produkt haben. Die Realität: Die ersten Monate einstellige Klickzahlen, pro Woche (die meisten davon waren wir oder unsere Freunde). Wir haben reagiert und sind in München und Stuttgart tageweise durch die Stadt getigert. So haben wir bemerkt, dass die Vermarktung über kleinere Läden gut funktioniert. Der Kunde kann hier das Produkt in die Hand nehmen und hat einen Verkäufer, der es anpreist und erklärt, der Offlinevorteil den wir sehr schätzen.

Der zweite Tipp geht eigentlich in eine ähnliche Richtung: Stellt euer Marketing breit auf. Natürlich sind heutzutage Soziale Medien wichtig, aber es gibt eben auch noch andere Kanäle. Zeitungen, Konsumentenmessen, Gründermessen, Aktionen des lokalen Einzelhandels, Gutscheinhefte und natürlich das klassische Klinkenputzen. Auch wenn diese Aktionen nicht direkt in einem Verkauf münden, schaffen sie doch eine Markensichtbarkeit und die nötige Aufmerksamkeit, um dann auch die Kunden auf die Website zu bekommen. Dazuhin halfen sie uns einen breiteren Kundenstamm aufzubauen. 

Als letztes: Unterschätzt den Aufwand nicht. Krempelt die Ärmel hoch legt los und lasst auch durch kleine und größere Rückschläge nicht entmutigen. Wir hatten zu Beginn gleich einmal eine komplette Produktion Verpackungen, die vom Hersteller falsch verklebt waren. Wir waren tierisch genervt, weil viele Päckchen teilweise mehrmals wieder aufgegangen sind. Aber genau das ist Verantwortung und Unternehmertum. Weitermachen auch wenn Gegenwind herrscht!  

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martin Ebert und Jonathan Layer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Euer Erfolg hängt vom Produkt ab und nicht von euren Visitenkarten.

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Sandhelden Designprodukte Sand Design 3D

Sandhelden Designprodukte aus Sand verbindet hochwertiges Design mit 3D-Druck

Stellen Sie sich und das Start-up Sandhelden doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Laurens Faure und ich bin der Gründer und Geschäftsführer von Sandhelden. Wir sind das führende Unternehmen für Designprodukte aus Sand. Wir verbinden hochwertiges Design mit den ästhetischen Möglichkeiten des 3D-Drucks. Dabei schaffen wir in allen Wohn- und Kunstbereichen des täglichen Lebens ein Angebot abseits von Standards und revolutionieren damit den Design-Markt. Dabei bieten wir einerseits eigene Produkte wie Waschbecken im Bad-Bereich an und stellen gleichzeitig in unserer Kreativen Manufaktur Designprodukte für verschiedene Kunden her.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee zu Sandhelden kam noch während meines Masterstudiums in Maastricht (Niederlande) auf. Mein Schwerpunkt dort lag bereits im Bereich Entrepreneurship & SME Management. Meine erste Berufserfahrung zwischen Bachelor und Masterstudium habe ich auch schon in einem Start-up gesammelt, dies war auch der Grundstein für die Begeisterung, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Mir war jedoch immer bewusst, dass man nicht einfach ein Unternehmen gründen sollte, nur um Gründer zu sein. Eine klare Vision und auch ein Mehrwert im Produkt sind zwingend notwendig. Die Idee zu Sandhelden kam zur richtigen Zeit und diese Chance habe ich bewusst genutzt. 

Welche Vision steckt hinter Sandhelden?

Mit Sandhelden wollen wir die Wahrnehmung von Sand und auch alternativen Materialien verändern. Ganz nach dem Motto: Changing perceptions. Jeder hat eine bestimmte Assoziation mit Sand, jedoch bringen wir dieses Material in eine Form, die es so vorher noch nicht gab. Wir wollen damit das bereits positive Image von Sand (Erholung, warm, nachhaltig, etc.) weiter ergänzen und es zum neuen Designmaterial machen. Dies lässt sich auch auf weitere Materialien ausweiten, an denen wir aktuell bereits arbeiten und welche wir im gleichen 3D-Druckverfahren einsetzen wollen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen für uns waren zum einen die Suche nach den richtigen Partnern und zum anderen die Steigerung des Vertrauens in unser Produkt. Ersteres hat vor allem damit zu tun, dass es außerhalb klassischer Gießerei bisher keinen Markt für 3D-gedruckte Design-Produkte aus Sand gibt. Dabei ist vor allem die Veredlung dieser Produkte äußerst wichtig und entscheidend. Dieses Know-How fehlte uns am Anfang und wir mussten uns dieses mühsam selbst aneignen. Dabei waren es aber vor allem wenige entscheidende Partner, die uns dabei geholfen haben. Diese jedoch zu finden, war eine der größten Hürden, die wir bewältigen mussten.

Das gilt für produktionsrelevante Themen, wie auch für den Vertrieb im Sanitärmarkt. Die richtigen Vertriebspartner zu finden, hat auch was mit Vertrauen in unser Produkt zu tun. Der Sanitärmarkt ist sehr konservativ und leider nicht sehr von Innovation getrieben. Die Assoziation mit Sand ist zwar eine sehr positive, jedoch wird es nicht mit Haltbarkeit oder Stabilität in Verbindung gebracht. Gegen diesen Stereotyp mussten wir lange ankämpfen, bis wir es geschafft haben, Kunden und Partner von unserem Produkt zu überzeugen.

Das Unternehmen wurde in den ersten Jahren durch Bootstrapping finanziert. Seit 2017 haben wir einen Business Angel als Investor.

Wer ist die Zielgruppe von Sandhelden?

Im Bad-Bereich fokussieren wir uns vor allem auf zwei verschiedene Segmente. Zum einen auf Kunden, die Exklusivität und Innovation suchen, zum anderen aber auch auf Kunden mit individuellen Bedürfnissen – beispielsweise hinsichtlich Größe, Farbe, Design, etc. – an ihr persönliches Bad.

Sandhelden Designprodukte Sand Design 3D

Die Zielgruppe für unsere Kreative Manufaktur sind vor allem Designer, Künstler oder Markenhersteller, die auf der Suche nach neuen Materialien und geometrischer Freiheit sind. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere an unseren Produkten ist zum einen das Material selbst. Mit Sand setzen wir bewusst ein nachhaltiges Material ein, dass regional abgebaut wird. Jeder kennt Sand und hat auch oftmals positive Assoziationen damit. Zum anderen ist es auch die Technologie des 3D-Drucks, die den Sand in jede mögliche Form bringen kann. Dabei sind wir komplett von Stückzahlen losgelöst. Dies ist auch der größte Vorteil für uns. Wir können individuelle Einzelstücke sowie auch Kleinserien anbieten. Durch das Druckverfahren haben wir keine Mehrkosten für den Werkzeugbau und sind so flexibel gegenüber unseren Kunden.

Im Bad-Bereich können wir uns so klar von anderen Herstellern unterscheiden, da wir neue Produkte oder individuelle Anfertigungen in wenigen Tagen realisieren können. Im Vergleich zu anderen Anbietern in der additiven Fertigung besitzen wir auch einen der größten Bauräume und sind dabei deutlich kostengünstiger – das ist vor allem für Markenhersteller interessant.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Die Nachfrage ist wie bei vielen anderen Unternehmen auch bei uns gesunken. Jedoch reagiert die Baubranche (Bad) sehr verzögert, womit aktuell noch nicht der ganze Effekt spürbar ist. Im Bereich Luxus-Immobilien, wo wir hauptsächlich mit unserem Produkt platziert sind, erwarten wir nur einen geringen Rückgang im aktuellen Geschäftsjahr. Bei der Kreativen Manufaktur (Dienstleistung) konnten wir nur bei unseren italienischen und spanischen Kunden einen prägnanten Umsatzrückgang verzeichnen. Aktuell nutzen wir diese Zeit auch sehr intensiv, um uns strategisch weiterzuentwickeln und auch die Kommunikation mit unseren Kunden zu optimieren.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

In erster Linie haben wir größere Investitionen vorerstl gestoppt. Dies betrifft auch viele Messeauftritte, die jedoch ohnehin abgesagt wurden. Des Weiteren haben wir unsere Produktion auf eine höhere Effizienz umgestellt, um eine gleichbleibende Auslastung zu gewährleisten. Für uns ist es wichtig, auch weiterhin unseren Kunden klar zu signalisieren, dass wir in dieser schweren Zeit für sie da sind.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Zum einen sehen wir in der Zeit von Home-Office den starken Trend dazu, sein Zuhause noch schöner und individueller zu gestalten. Da wir vor allem im Bereich Design und Interior mit unseren eigenen, sowie wie auch Fremdprodukten sind, wird die Nachfrage hierzu mittelfristig weiter steigen. Des Weiteren steigt hier auch das Bewusstsein für regionale und nachhaltige Produkte. Unser Herstellungsverfahren ist komplett „Made in Bavaria“. Das ist bereits jetzt ein großer Vorteil für uns und wird auch zukünftiger noch wichtiger sein.

Sandhelden, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im Bad-Bereich wollen wir uns Produktportfolio noch weiter ausbauen. Dabei ist das Ziel, mit verschiedenen Designern zusammenzuarbeiten und neue Kollektionen anzubieten. Hier wollen wir auch die Designfreiheit unserer Technologie in den Produkten deutlicher widerspiegeln.

Ebenfalls arbeiten wir jetzt schon an neuen Materialien, die wir in unserem Verfahren verwenden können. Bestes Beispiel ist die Verwendung von recyceltem Kunststoff, welches die ökologische Nachhaltigkeit unterstützt. Wir sehen uns in 5 Jahren deshalb als Multi-Materialanbieter für exklusive Designs.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Jeder Gründer bzw. jede Gründerin wird im Laufe der Zeit Fehler machen. Dieses gehört jedoch zum Gründen dazu und deshalb ist es wichtig, dass man aus diesen Fehlern lernt. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich folgende 3 Tipps geben:

  1. Konzentriert euch auf das Minimum Viable Product (MVP) und investiert nicht erst in unnötige Ausgaben (Marketing, etc.). Euer Erfolg hängt vom Produkt ab und nicht von euren Visitenkarten.
  2. Networking, Networking und Networking. Geht raus, redet mit Leuten und Firmen und besucht Veranstaltungen. Wir selbst haben so den größten Teil unserer Entwicklung geschafft, indem uns Leute und Firmen ihre Hilfe angeboten haben.
  3. Das Team ist alles! Die meisten Start-ups scheitern leider am Team selbst. Deshalb ist es wichtig, immer offen miteinander zu kommunizieren und Konflikte konstruktiv zu lösen.

Wir bedanken uns bei Laurens Faure für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Glück ist mit den Mutigen und vor allem den Tüchtigen!

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hygi hands: Handhygiene Station zum Händewaschen auf Baustellen

hygi hands: Handhygiene Station zum Händewaschen auf Baustellen

Stellen Sie sich und das Startup hygi hands doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind fünf Freunde und Kollegen aus Hessen und NRW. Eigentlich liegt unsere tägliche Beschäftigung im Bereich der Abwicklung von Großbaustellen mit Schwerpunt TGA und Straßenbau. 

Hierdurch sind wir auf die Idee gekommen unsere hygi hands – Hygienestation zu entwickeln, da aufgrund der Corona-Pandemie plötzlich ein Hygienekonzept und die Möglichkeit zum Händewaschen auf Baustellen gefordert wurden. 

Unser Produkt hygi hands ist eine mobile Handwaschstation, welche es ermöglicht sich überall (egal ob drinnen oder draußen) die Hände mit fließend warmen Wassern zu waschen, zu trocknen und zu desinfizieren. 

Schnell wurde uns bewusst, dass dieses Thema nicht nur aktuell auf Baustellen relevant ist, sondern überall im öffentlichen Leben eine Möglichkeit zur ständigen Handhygiene gefordert wird. Durch Corona wird unser Bewusstsein für Handhygiene nachhaltig verändert, sodass dieses Thema auch nach Corona brand aktuell sein wird.  Denn wir alle erleben es selbst im Alltag, ob beim Einkaufen im Supermarkt oder bald hoffentlich wieder im Biergarten und bei öffentlichen Veranstaltungen, sich zwischendurch die Hände waschen zu können gibt nicht nur ein gutes Gefühl, sondern hilft aktiv Viren und Bakterien zu reduzieren.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben sehr schnell beschlossen die CIS Construction Industry Solution GmbH zu gründen, da dies ein notweniger Schritt war um professionell entwickeln und produzieren zu können. Zudem sind eine ganze Menge rechtliche und organisatorische Aspekte bei einer Produktenwicklung und Markteinführung zu beachten. Aber wir haben hier ein unglaubliches Team von Familienmitgliedern und engen Freunden, welche die letzten Wochen zusammen mit uns durchgearbeitet und unglaubliches geleistet haben. Jeder einzelne war von Anfang an motiviert und glaubt an unser Produkt. Trotz der für alle sehr anstrengenden Gründungsphase, hat dieser  Teamgeist unserem Unternehmen einen enormen Aufschub gegeben und uns geholfen ein einzigartiges Produkt zu entwickeln.  

Welche Vision steckt hinter hygi hands?

Wir wollen eine nachhaltige, aber auch smarte und vor allem funktionale Möglichkeit bieten,  die einfachsten und effektivsten Handhygiene-Maßnahmen überall erfüllen zu können und so effektiv die Ausbreitung von Viren und Bakterien eindämmen zu können.  

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war unsere Vision so zu formen, dass  das Produkt alles das abdeckt was wir selbst als Nutzer einer Handhygiene-Station abverlangen würden. Zum Glück haben wir in unserem Umfeld viele top Handwerker und eine sehr gutes Netzwerk an Lieferanten. Die Finanzierung erfolgt über uns Gründer. Da wir zu fünft sind ist die Finanzierung und der Einsatz von jedem zwar beachtlich aber stemmbar.

Wer ist die Zielgruppe von hygi hands?

Da könnte man pauschal sagen alle und jeder. Aber im Ernst, wir sehen derzeit Schulen, Kitas Supermärkte, Gastronomen im Vordergrund, damit das öffentliche Leben weitergehen kann. Wenn man weiterdenkt ist unser Produkt wirklich überall langfristig und immer wieder einsetzbar, was am Ende auch wirtschaftlich ist.

Wie funktioniert hygi hands? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Ich versuche mich kurz zu halten

Wir sind:

  • funktional – große Volumen an Betriebsmitteln
  • mobil
  • einfach aufstell- und anschließbar
  • werbewirksam durch unsere individuelle Folierung
  • für den rauen Outdoor-Einsatz geeignet
  • Made in Germany
  • und dazu auch noch schick anzuschauen 

Die hygi hands Station ist einfach und funktional und sieht dazu auch noch schick aus. Wir arbeiten mit großen 5 Liter Seife- und Desinfektionsmittel-Vorratsbehältern, welche über einfache Pumpspender bedient werden, was lange Intervalle bezüglich der Nachfüllung und des „drum kümmern“  zulässt. Zudem verwenden wir eine Wasserarmatur mit Infrarotsensor, welche mittels Durchlauferhitzers Warmwasser spendet und als letzte Schnittstelle berührungslos fungiert. Des Weiteren ist unsere Station sehr modular und wir kaufen lediglich die Technik zu. Der Papierspender und der Papierauffangbehälter sind ebenfalls Modular gefertigt. Die Station benötigt nur einen Zuwasser- und einen Abwasseranschluss, sowie bei Warmwasserbedarf einen 230 V Anschluss. Für manche sind diese Anschlüsse auf den ersten Blick eine Hürde.

Hier kommt uns unsere Herkunft aus dem Bauwesen zugute, denn ein Schlauch und Abwasser findet man bei genauem Hinschauen nahezu überall und erfordert meist auch keinen großen Aufwand zur Installation. Natürlich kann man auch mit Tanksystemen arbeiten, aber wir sehen dies als in der Praxis als zu aufwändig an. Ergänzend bieten wir eine Abwasserhebepumpe an, mit der das Abwasser auch über Berg und Tal in entfernte Abwassereinleitepunkte gepumpt werden kann. Also einfach einen Zu- und Abwasserschlauch bündeln und meinetwegen 50 m bis zum nächsten Zu- und Abwasseranschluss verziehen  – und los geht’s. Dieses Package gibt es so einfach noch nicht, ähnliche Produkte können maximal einen Teil abdecken.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Ich denke den Impuls hygi  hands zu entwickeln hätten wir ohne Corona so nicht bekommen. Durch Corona haben wir jedoch erkannt, welch großes Erfordernis und welch großer Nutzen permanente Handhygiene mit sich bringt,  da Covid -19 tatsächlich nur ein Virus von sehr, sehr vielen im Umlauf ist! 

Für die Unternehmen in denen wir hauptberuflich tätig sind, haben sich natürlich die Hygienevorschriften verändert und teilweise wurden Lieferketten beeinträchtig. Bis jetzt läuft die Baubranche aber noch halbwegs weiter – wir hoffen, dass dies auch so bleibt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Es wurde natürlich allen Mitarbeitern Homeoffice angeboten und auf unnötige Termine verzichtet bzw. wie derzeit überall mit Videotelefonie gearbeitet. Draußen auf der Baustelle sieht die Welt allerdings anders aus und hier wurden in der Tat hygi hands installiert, welche auch täglich genutzt werden.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Jede Krise bietet Chancen für Neues – nach jedem Waldbrand entstehen auch neue Pflanzen! Aber wir als Handwerker hoffen, dass sich wieder auf unserer Werte und Kompetenzen vor allem innerhalb Deutschlands besonnen wird und die Wertschätzung vor allem im Handwerk, der Pflege, der Betreuung und überall dort wo täglich angepackt wird,  gesehen und anerkannt wird.

hygi hands, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen uns weiter entwickeln und hoffen unser Produkt überzeugt nicht nur kurzfristig! Es sind bereits weitere Produkte in Planung, auch hygi hands rent ist angedacht. Sodass wir in 5 Jahren ein stabiles Unternehmen mit sicheren und sauberen Arbeitsplätzen vorweisen können, welches auch langfristig Bestand hat.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfachen machen – das Glück ist mit den Mutigen und vor allem den Tüchtigen! Tut euch zusammen um eventuelle Risiken zu minimieren und Kapital zu bündeln. Auch die Gründung einer Gesellschaft hilft um direkt Strukturen und klare Verhältnisse zu schaffen.

Bildquelle: Ramona Laurisch Fotografin AmbrosiaArt Photography | handmade photography with love

Wir bedanken uns bei Sebastian Dienst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das große Ganze im Blick behalten

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amparo

Amparo hat eine neue Methode zur Anpassung eines Prothesenschaftes (der Teil einer Prothese, der Stumpf und mechanisches Bein verbindet) entwickelt

Stellen Sie sich und das Startup Amparo doch kurz unseren Lesern vor!

Amparo ist ein im Jahr 2018 gegründetes Start-up-Unternehmen, das eine neue Methode zur Anpassung eines Prothesenschaftes (der Teil einer Prothese, der Stumpf und mechanisches Bein verbindet) entwickelt hat. Traditionell ist die Herstellung eines Prothesenschaftes ein langer und langwieriger Prozess, der bis zu 20 Stunden in Anspruch nimmt und große Spezialmaschinen erfordert. Wenn das Bein sein Volumen verändert, was in den ersten 6-12 Monaten nach der Amputation häufig vorkommt, muss der Schaft weggeworfen und ein neuer angefertigt werden.

Die innovative Lösung von Amparo, der Confidence Schaft, kann mit Hilfe vollständig transportabler, leichtgewichtiger Werkzeuge direkt auf den Stumpf eines Amputierten aufgesetzt und neu geformt werden, wenn sich das Volumen des Stumpfes eines Amputierten ändert. Kurz gesagt, jetzt kann ein Amputierter in einem kurzen Termin mit einer voll funktionsfähigen Prothese versorgt werden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als Universitätsprojekt stand das Gründungsteam von Amparo vor der Herausforderung, eine bessere Lösung für Unterschenkelamputierte zu finden. Der Erfolg dieses Projekts veranlasste das Team, noch einen Schritt weiter zu gehen und sich um eine Finanzierung für die Entwicklung eines funktionierenden Prototyps zu bewerben. Bald darauf wurde dem Gründerteam von Amparo klar, dass der Prototyp die Lebensqualität von Amputierten auf der ganzen Welt wirklich verbessern könnte, und so wurde Amparo geboren.

Welche Vision steckt hinter Amparo?

Amparos Vision ist es, innovative, kosteneffiziente und qualitativ hochwertige Produkte anzubieten, die die Mobilität wiederherstellen, Komfort für Prothesenträger bieten und langfristigen Gesundheitsproblemen vorbeugen.Amparos oberstes Ziel ist es, den 90% der Amputierten weltweit, die derzeit keinen Zugang zu moderner prothetischer Versorgung haben, Zugang zu verschaffen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war wohl die Marktakzeptanz. Innovation braucht immer ein bisschen Zeit, bis sie sich etabliert hat. Finanziert wurden wir von verschiedenen lokalen Förderprogrammen und durch eine Finanzierungsrunde von Business Angels.

Wer ist die Zielgruppe von Amparo?

Während unsere Produkte letztlich für den Gebrauch durch Amputierte bestimmt sind, ist unsere Zielgruppe die der Orthopädietechniker. Bei unseren Produkten handelt es sich um medizinische Geräte, die (laut Gesetz) von einer ausgebildeten Fachkraft angepasst werden müssen.

Wie funktioniert Amparo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Amparo bietet eine schnelle, direkt anpassbare Lösung, die überall mit einem Stromanschluss durchgeführt werden kann. In dieser Hinsicht bietet Amparo eine einzigartige prothetische Lösung. Einer der Hauptvorteile der von uns geschaffenen Methode besteht darin, dass die Amputierten ihre Rehabilitation ohne Unterbrechung oder Wartezeiten beginnen oder fortsetzen können. Außerdem sind unsere Produkte wiederverwendbar, wenn sich an der Körperstruktur etwas ändert. Das spart Kosten und Abfall.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

In der Orthopädietechnik sind Veränderungen auf jeden Fall zu spüren. Die meisten Patienten mit Amputation sind über 70. Das bedeutet, die Kunden unserer Kunden sind in der Risikogruppe und müssen durch besondere Maßnahmen geschützt werden. Viele Sachen lassen sich zwar mit Schutzausrüstung umgehen, aber wo es geht, werden Termine erstmal geschoben. Außerdem werden unsere persönlichen Beratungs- und Schulungstermine auch erstmal geschoben, was sich natürlich auf unseren Umsatz auswirkt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben ziemlich schnell unsere Arbeitzeit erstmal reduziert und haben alle, für die es möglich ist, ins Home Office geschickt. In unseren Räumlichkeiten gelten derzeit besondere Hygieneregeln. Darüber hinaus beobachten wir den Markt genau und entwickeln Konzepte um das beste aus dieser Zeit zu machen. Sobald es wieder Sinn macht, werden wir dann wieder zurückkommen, voller neuer Ideen und Energie!

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Home Office war für uns immer ein heißdiskutiertes Thema. Wir dachten immer, dass es wegen der Natur der Arbeit nicht für alle machbar wäre und jetzt musste es einfach umgesetzt werden. Und es klappt erstaunlich gut! Auch wenn alle es vermissen, sich zu sehen und mal ‘nen Kaffee zusammen zu trinken, werden wir in Teilen bestimmt Home Office in unseren Alltag integrieren.

Amparo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen natürlich weiter wachsen. Dazu wollen wir unser Portfolio erweitern, unter anderem um eine Oberschenkel-Variante unseres jetzigen Produkts. Außerdem wollen wir noch mehr Partnerschaften knüpfen, um mit unseren Prothesen mehr Menschen zu erreichen, die sonst keinen Zugang zur Prothesenversorgung gehabt hätten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Team first. Ein gutes und eingespieltes Team ist alles.
  2. Das große Ganze im Blick behalten – jederzeit.
  3. Innovation braucht viel Geduld.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Achtet gut darauf, mit wem ihr zusammen auf die Reise geht.

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Targomo Location Intelligence Plattform Analyse künstlicher Intelligenz

Targomo Location Intelligence Plattform analysiert raumbezogene Daten mithilfe künstlicher Intelligenz

Stellen Sie sich und das Startup Targomo doch kurz unseren Lesern vor!

Targomo wurde 2013 als Spin-Off des Hasso-Plattner- Instituts (HPI) der Universität Potsdam gegründet. Unsere Location Intelligence Plattform analysiert raumbezogene Daten mithilfe künstlicher Intelligenz und deckt komplexe Abhängigkeiten auf. Der Fokus liegt hier stets auf der Frage, wie sich Menschen im Raum bewegen. So können zum Beispiel Standorte und deren Potenzial bewertet oder Verkehrswege optimiert werden. Die Ergebnisse werden in anschaulichen Karten visualisiert. 

Inzwischen sind wir rund 40 Mitarbeiter, die von Potsdam und Berlin aus arbeiten. Anfang dieses Jahrs kam Patrick Schönemann als CEO an Bord. Als Ex-Google-Manager bringt er 13 Jahre Erfahrung in der internationalen Vermarktung von Google Maps mit und wird entscheidend dabei helfen, die Vermarktung auszubauen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee zur Location Intelligence Plattform kam Henning Hollburg bereits während des Studiums. Henning hat eine Wohnung in Berlin gesucht, von der aus er gut nach Potsdam kommt. Um nicht jedes Wohnungsangebot einzeln auf die ÖV-Anbindung checken zu müssen, hat er eine kleine Anwendung programmiert, die die Fahrplandaten des VBB mit der API von Immobilienscout verknüpft. Nachdem einige Firmen/Institutionen auf diese Anwendung aufmerksam geworden sind und diese Technologie lizensieren wollten, fand die Unternehmensgründung dann eher als Mittel zum Zweck statt.

Welche Vision steckt hinter Targomo? 

Unser Mission Statement lautet „Pioneering Technologies that provide location-based insights, empowering businesses and communities to shape the future”. Wir möchten Unternehmen, Organisationen und Gemeinden dazu befähigen, bessere Entscheidungen zu treffen, indem wir ihnen standortbezogene Erkenntnisse liefern, und so aktiv die Zukunft mitgestalten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung besteht darin, gute Leute zu finden mit denen man auf Dauer gut und gerne(!) zusammenarbeitet. Mit den Kollegen verbringt man schließlich am Ende deutlich mehr Zeit als mit der eigenen Familie. Das klappt natürlich nicht immer, aber alles in allem haben wir hier ein wirklich tolles Team auf die Beine gestellt.

Wir erleben auch die Herausforderung, mit der viele Deep Tech / Artificial Intelligence Startups zu kämpfen haben: Es handelt sich um komplexe, forschungsbasierte Technologien, die neue Geschäftsfelder definieren oder bewährte Bereiche disruptiv ersetzen. Die Entscheidungswege im Einkauf können sehr komplex sein, da viele Bereiche und Ebenen involviert sind, das macht den Sales Cycle langwierig. Hier ist Durchhaltevermögen gefragt!

Dennoch haben wir von Anfang an Umsätze generiert, was uns ein kontinuierliches organisches Wachstum ermöglichte. Erst als die Wachstumsphase eingeleitet wurde, haben wir 2018 mit Earlybird einen versierten Frühphaseninvestor an Bord geholt. Bis dahin wurde Targmomo „gebootstrapped“ zusammen mit Co-Founder und Serial-Entrepreneur Marc Hildebrandt, der mit seinem Company Builder German Deep Tech bereits einige Tech-Startups hochgezogen hat. 

Wer ist die Zielgruppe von Targomo? 

Wir sprechen alle Unternehmen an, die Standort- oder Routenentscheidungen treffen müssen und die Frage nach dem „Wo“ stellen. Wo kann die Filiale den höchsten Umsatz erreichen? Wo ist der bessere Standort für das neue Büro? Und wo sollte die Ersatzhaltestelle aufgestellt werden? Beispiel Einzelhandel: Der Standort hat ganz entscheidende Auswirkungen auf den Erfolg oder Misserfolg einer Filiale, schon kleine geografische Unterschiede können eine große Wirkung haben. Wir helfen, diese Effekte vorherzusagen. 

Wir analysieren auch Immobilienstandorte hinsichtlich verschiedener Einflussgrößen. Für einen unserer Kunden ist es zum Beispiel entscheidend, wie sich der Bürostandort auf den Arbeitsweg der Mitarbeiter auswirkt, da sie längere Wegen Arbeitsweg finanziell entschädigen müssen. Weitere Einsatzgebiete finden sich in der Routenplanung und im öffentlichen Sektor. Hier analysieren wir die öffentliche Versorgung, z.B. wie es um Kitas oder Krankenhäuser bestellt ist, und optimieren Routen für den öffentlichen Personennahverkehr.

Übrigens können auch andere Unternehmen unsere Funktionalitäten über unseren API-Service integrieren, insofern richten wir uns auch an Entwickler.

Wie funktioniert Targomo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Targomo analysiert Standorte und deren Einflussgrößen einschließlich menschlicher Bewegung. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz leiten wir Annahmen und Prognosen ab, zum Beispiel Umsatzprognosen. Im Gegensatz zu anderen Technologien benötigen Unternehmen keinen GIS (Geoinformationssystem-)Experten, um das volle Potenzial von Standortanalysen zu erschließen. Wir liefern Ergebnisse in kürzester Zeit, anschaulich in Karten visualisiert, und ohne, dass weitere Experten einbezogen werden müssen.

Das zuvor erwähnte französische Unternehmen hat vor Targomo zwei Monaten zur Standortbewertung benötigt – da war die Immobilie dann schon oft nicht mehr verfügbar. Mit Targomo liegt das Ergebnis innerhalb von Sekunden vor.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir erleben das, was wohl für viele Unternehmen gilt: Wir werden digitaler, Mitarbeiter tauschen sich nicht nur in Video-Calls aus, sondern treffen sich auch jetzt virtuell zum Mittagessen. Auch die Prioritäten verschieben sich: die Standortanalyse für den Retail-Sektor, eine unserer Stärken, ist in den Hintergrund getreten, wo hingegen wir eine steigende Nachfrage nach Analysen im Bereich von Immobilien, öffentlicher Versorgung oder Tourenplanung sehen. Wir erwarten aber, dass sich diese Verschiebung mit Ende der Eindämmungsmaßnahmen wieder aufhebt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Von Unternehmensseite haben wir uns bemüht, gute Voraussetzungen für die Mitarbeiter zu schaffen: Home-Office war schon immer möglich, aber die Mitarbeiter können auch Equipment wie Monitore mit nach Hause nehmen. Wir nehmen Rücksicht auf die Betreuungszeiten von Kindern durch flexible Arbeitszeiten und achten noch mehr als vorher auf eine transparente und regelmäßige Kommunikation. 

In diesen Zeiten sind Struktur und Werte besonders wichtig. Solange alles schön rund läuft, fallen sie weniger auf. Aber sobald es wie jetzt unübersichtlicher wird, geben sie Rückhalt und treten stärker in den Vordergrund.

Eine tolle Initiative ging vom Team selbst aus: Sie haben am ersten Wochenende der Kontaktsperre einen internen Hackathon organisiert, um Ideen zu entwickeln, welchen Beitrag unsere Technologie leisten kann. Daraus sind zwei Projekte entstanden: Ein kostenloser Routenplaner für Liefer- und Pick-up-Dienste, der unter https://app.targomo.com/fleet kostenlos zur Verfügung steht. Des weiteren arbeiten wir an einer Kapazitätenanalyse für die medizinische Versorgung. Hier sind wir auch an Kooperationen interessiert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance? 

In Zeiten der Krise sehen wir, wo es rund läuft und wo noch „Luft nach oben“ ist. Unsere Strukturen und übergeordnete Werte werden auf die Probe gestellt. 

Die Krise treibt auch die Digitalisierung voran, und zwar im Großen und im Kleinen. Es wird offensichtlich, dass es einen großen Aufholbedarf in vielen Verwaltungsbereichen gibt. Aber auch einzelne Unternehmen werden verstärkt digitale Lösungen für ihre Prozesse einsetzen. Hier liegt eine große Chance für Startups mit digitalen Technologien.

Targomo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind die Themen Standortanalyse und Location Intelligence hoffentlich in der Mitte angekommen. Die Nutzung von Tools und Technologien mit Künstlicher Intelligenz wie Targomo sollte für jeden verfügbar und so selbstverständlich sein wie heute die tägliche Nutzung von Google Maps. Unternehmen und Organisationen aller Größen können in Standort- und Bewegungsfragen präzise Vorhersagen treffen und ihre Maßnahmen noch gezielter aussteuern.

Mit Targomo wollen wir ein wesentlicher Player dieser Entwicklung sein und in zweifacher Hinsicht wachsen: 1. Internationalisierung. Wir haben bereits einige internationale Kunden wie Orange in Frankreich oder Ruter, die Verkehrsbetriebe in Oslo. In fünf Jahren wollen wir ganz Europa abdecken. 2. Branchen: Wir wollen noch mehr Branchen und den öffentlichen Sektor in ihren Standort- und Routenentscheidungen unterstützen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Achtet gut darauf, mit wem ihr zusammen auf die Reise geht. Der Rest ist eigentlich zweitrangig.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Henning Hollburg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit gesundem Tee durch die Krise

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B.TEALY verkauft BIO-zertifizierte lose Tees ohne Zuckerzusatz und ohne künstliche Aromen, einzeln, in der Teebox und im Teeabo

Stellen Sie sich und das Startup B.TEALY doch kurz unseren Lesern vor!

Hey! Wir sind Chris und Beate von B.TEALY und wir verkaufen Biotee ohne künstliche Aromen, ohne Zucker und ohne Plastikverpackung einzeln, in der Teebox und im Teeabo. Bei uns steht die Nachhaltigkeit und die Bioqualität im Vordergrund, aber auch die gesundheitlichen Aspekte des Tees und deren Verbreitung. Chris ist ein ehemaliger Unternehmensberater und Beate eine (noch aktive) Sängerin und Schauspielerin.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind seit vielen Jahren beide leidenschaftliche Teetrinker. Auch auf unseren vielen Reisen waren wir immer wieder in Teeanbaugebieten unterwegs und haben auch viele Tees von unseren Reisen mitgenommen. Die Leidenschaft des Tees reist also seit langer Zeit mit uns mit 

Gestört hat uns auch früher schon, dass der Tee meistens ausschließlich in Plastik verpackt ist oder aromatisierte Tees häufig seltsame, fast undefinierbare Zusätze haben. Auch die Dominanz des Teebeutels in den meisten westlichen Ländern ist aus unserer Sicht problematisch, sowohl aus gesundheitlicher als auch aus ökologischer Perspektive.

Daher gibt es bei uns auch keine Teebeutel, denn diese werden teilweise immer noch chemisch gebleicht. Sie produzieren viel zusätzlichen Müll, können in der Regel nicht recycled werden und sind daher nicht nachhaltig. Außerdem nennt sich das, was in den meisten Teebeuteln abgefüllt wird, in der Fachsprache „Dust“, also Staub. Das sind also meistens maximal die Überreste der Teeproduktion. Mit richtigem Tee hat das wenig zu tun und ist auch ehrlich gesagt nicht sonderlich gesund. Die Qualität von losem Tee ist fast immer hochwertiger und der Tee kann sich in einem offenen Teesieb zudem viel besser entfalten als in einem Beutel.

Wir haben uns letztlich dafür entschieden, eine Online Tee Boutique zu eröffnen, da wir gerne unseren Beitrag zu einem gesunden und nachhaltigen Teekonsum leisten möchten. Auch das Abomodell ist in Deutschland bisher noch nicht so verbreitet. Außerdem möchten wir die Menschen gerne von der gesunden Wirkung des Tees überzeugen. Und wir wollen zeigen, dass Tees auch wesentlich zur Entspannung im stressigen Alltag der Menschen beitragen können.

Welche Vision steckt hinter B.TEALY?

B.TEALY ist aus dem Gedanken heraus entstanden, sich jeden Tag eine gute Tasse Tee zu gönnen. Aus dem englischen „Tea Daily“ wurde zunächst „Tealy“ und letztlich B.TEALY. Hinter B.TEALY steckt die Philosophie, Tee als ein Lebensgefühl zu betrachten. Tee kann so viel mehr sein als ein einfaches Getränk. Es kann Entspannung sein, schon in der Zubereitung. Es kann aber auch den Geist anregen, nach oder während dem Sport gesund erfrischen oder man kann sich mit einer Tasse Tee einfach ein paar ruhige, süße Minuten gönnen (und das ganz ohne Zucker). Unser Ziel ist es, dass Menschen wieder genießen lernen, und sich gerne eine gute Tasse Tee gönnen, statt irgendetwas schnell „in sich hinein zu leeren“. Diese Philosophie verknüpfen wir zusätzlich mit unserem Ansatz, ausschließlich BIO-Tees anzubieten, nachhaltig und ohne Plastik verpackt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war bestimmt, dass wir aufgrund von Beates Engagement an der Staatsoperette Dresden in eine neue Stadt gezogen sind, und so zunächst alles nur zu zweit machen mussten, während Beate Vollzeit arbeitet und wir noch eine kleine Tochter haben. Der ursprüngliche Plan war, alles von Wien aus zu gründen, wo wir die letzten Jahre gelebt haben. Aber man bekommt alles hin, wenn man nur will. Finanziert haben wir bis jetzt alles selbst, was natürlich schwierig ist, aber so ist es momentan auch noch unser eigenes Ding. 

Wer ist die Zielgruppe von B.TEALY?

Wir sprechen leidenschaftliche Teetrinker an und die, die es werden wollen. Menschen, denen bewusster Konsum wichtig ist, sowohl mit Blick auf die eigene Gesundheit als auch mit Blick auf die uns umgebende Umwelt. Und da auch das keine homogene Gruppe ist, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, haben wir zunächst über eine umfassende Marktforschung verschiedene Segmente von Teetrinkern identifiziert. Auf Basis dieser Ergebnisse haben wir dann 5 thematische Teeboxen entwickelt, die einzeln oder im monatlichen Teeabo bei uns erworben werden können.

  • Der Explorer, der gerne die Welt entdeckt und stehts offen für Neues ist, 
  • Das Sweetheart, das gerne Süßigkeiten und Kuchen isst und seinen Tee am liebsten mit einem Buch genießt,
  • Der Health Coach, dem seine Gesundheit sehr wichtig ist und der auch gerne Sport oder Yoga macht 
  • Der Purist, der nur den Tee der eigentlichen Teepflanze trinkt und diesen am besten rein, also nur weiße, grüne und schwarze und Oolong-Tees
  • Und schließlich der Connaisseur, der nur die teuersten und exklusivsten Tees trinkt und genießt

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alle unsere Tees sind BIO-zertifizierte lose Tees. D.h. es werden keine Pestizide oder sonstige Chemikalien beim Anbau oder bei der Verarbeitung eingesetzt. Darüber hinaus werden keine künstlichen Aromastoffe verwendet und kein Zucker hinzugesetzt. All dies spiegelt sich in einem intensiven Geruchs- und Geschmackserlebnis wider. Unser Tee ist daher deutlich gesünder als viele konventionelle Alternativen am Markt oder bspw. auch Produkte, die sich als „100% natürlich“ bezeichnen, was faktisch eine nette Marketing-Floskel ist, mehr aber nicht. 

Unsere Tees sind nicht in Plastik verpackt! Sie werden in wiederverwendbaren aromadichten Dosen abgefüllt, die im Teeabo sogar gesammelt an uns zurückgegeben werden können. Eine klare Differenzierung ist unser hochwertiges Teeabo-Konzept mit unseren 5 thematischen Boxen, welches so am Markt nicht existiert.

Ergänzt wird unser Portfolio durch Tee-Accessoires für den nachhaltigen Teekonsum zu Hause und unterwegs. So haben wir bspw. Teeflaschen mit integriertem Teefilter, so dass sich unsere Kunden auch unterwegs jederzeit ihren Tee frisch zubereiten können, sowohl warm als auch als kalt als sogenannter Cold Brew Tee. Lose hochwertige Tees kann man übrigens mehrmals aufgießen. Das rückt auch die Preise von Premium-Tees, wie wir sie anbieten in eine ganz andere Perspektive. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Es wäre nicht richtig zu behaupten, dass Corona keinen Einfluss auf uns hatte, nur weil wir ein Online-Shop ohne eigene Läden sind. Zu Beginn ließ sich ein Rückgang feststellen, da die Leute sich dann doch erstmal mit Klopapier und Desinfektionsmitteln eingedeckt haben und nicht so sehr mit hochwertigen BIO-Tees. Aber grundsätzlich hat sich dadurch für unsere Arbeit nicht allzu viel verändert. 

Schwieriger gestaltet sich momentan die Geschäftsanbahnung mit Restaurants, Cafés und Hotels. Wir sind aber positiv, dass sich das bald wieder ändern wird.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Viele akute Änderungen waren nicht notwendig. Wir können weiterhin alle unsere Produkte liefern. Das ist das Wichtigste! Wir haben lediglich unsere Kunden darüber informiert, dass es in der momentanen Situation zu etwas längeren Versandzeiten kommen kann. Doch auch hier haben wir keine negativen Rückmeldungen von Kunden erhalten. Unser Versand-Partner DHL hat die Situation bisher ohne wesentliche Einschränkungen gemeistert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir hoffen ehrlich gesagt, dass die Menschen durch die Krise wieder ein wenig mehr zu sich finden und vielleicht sehen, dass man lieber wenige hochwertige Produkte konsumieren sollte, statt alles in billigen Massen zu kaufen. Die riesigen Schlangen, die sich in den ersten Schritten der Öffnung des Einzelhandels bilden, geben uns da nur leider wenig Grund zur Hoffnung.

Für uns selbst ist die Krise einfach auch eine Zeit, in der wir mit ein wenig mehr Ruhe und Weitblick die nächsten Schritte für B.TEALY planen können. Dies war in den letzten Monaten seit der Eröffnung unseres Online-Shops im November 2019 noch nicht möglich.

B.TEALY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist B.TEALY eine etablierte Marke am deutschsprachigen Premium-Teemarkt und hat sich auch bereits über die Landesgrenzen hinweg einen ersten, treuen Kundenstamm erarbeitet. 

In fünf Jahren wollen wir neben unserem bisherigen Standbein, dem Online-Shop, eine feste Größe in den Regalen von BIO-Supermärkten und Feinkostläden sein und darüber hinaus einige der besten Restaurants und Hotels als Kunden für unsere hochwertigen BIO-Tees und unsere ganzheitlichen Tee-Lösungen gewonnen haben.

Noch eine allgemeine Hoffnung: Am Gesamt-Teemarkt überholt der Anteil verkaufter loser Tees den Teebeutel und mehr und mehr Menschen lassen sich auch im Kaffeetrinker-Land Deutschland von den Vorzügen guter loser Tees überzeugen

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei offen für alles, denn es werden alle erdenklichen Herausforderungen auf dich zu kommen

Setze Prioritäten, im Kleinen, wie im Großen. Sei dir immer im Klaren darüber, ob du deine Zeit gerade im Sinne deiner Ziele ausrichtest. Es geht nicht um 18-Stunden-Tage, sondern um Effizienz, das lernt man spätestens mit einem kleinen Kind zu Hause

Hol dir Feedback, von allen Seiten. Sei offen dafür, fordere es aktiv ein. Jedes Feedback bringt dich und deine Idee ein Stück weiter!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christopher Kanitz und Beate Korntner-Kanitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nie aufgeben

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Foto Osner 360-Grad-Dienstleister Foto, Video Social Media-Marketing

Foto Osner 360-Grad-Dienstleister im Bereich Foto, Video und Social Media-Marketing

Stellen Sie sich und das Start-Up Foto Osner doch kurz unseren Lesern vor!

Foto Osner ist 360-Grad-Dienstleister im Bereich Foto, Video und Social Media-Marketing für Unternehmen und Privatkunden. Die Firma sitzt in Lindau, meiner Heimatstadt. Durch die Nähe zu Österreich und zur Schweiz habe ich meine Fühler schon früh ins Ausland ausstrecken können. Erste Aufträge habe ich mit neun Jahren angenommen. Vor kurzem, mit 15 Jahren, habe ich mich selbstständig gemacht und ein Gewerbe angemeldet. 

Sie sind erst 15, warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Zum einen bin ich familiär im besten Sinne „vorbelastet“. Auch mein Vater und mein Opa waren selbstständig. Insofern ist mir diese Lebensform mit all ihren Chancen und Risiken sehr vertraut. Zum anderen begeistern mich Foto und Video schon seit mehreren Jahren. Es arbeitet etwas in mir, das mich immer wieder antreibt, noch besser und noch professioneller zu werden. Mittlerweile habe ich ein Niveau erreicht, bei dem ich auch größere Aufträge annehmen kann. Und ich habe das gute Gefühl, darauf später meine berufliche Existenz aufbauen zu können. 

Welche Vision steckt hinter Foto Osner?

Zum Psychologen will ich nicht, deshalb arbeite ich ohne Visionen. Ich will einfach nur die Qualität abliefern, die meine Kunden auch von ihren Mitarbeitern und ihren Produkten erwarten. Ganz bestimmt bin ich geprägt durch die Gegend, in der ich aufgewachsen bin. Die Menschen und die Unternehmen hier am Bodensee sind bodenständig, authentisch, qualitätsbewusst. Das wiederum in eine moderne, zeitgemäße Bildersprache zu übersetzen, macht mir sehr viel Spaß. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Natürlich mein Alter. Sie müssen erst mal einen Betrieb, eine Hoteliersfamilie oder einen Ladenbesitzer finden, der einem 13- oder 14-Jährigen vertraut und sagt: „Mach das für mich!“ Zum Glück gab es solche Leute. Sie waren überzeugt und empfahlen mich weiter, als sie das fertige Produkt sahen. Wichtig war außerdem, auch meine Lehrer davon zu überzeugen, das eigene Unternehmen und die Schule unter einen Hut bringen zu können.

Wer ist die Zielgruppe von Foto Osner?

Ehrlich gesagt: Mein Unternehmen ist noch zu jung, um sich allzu sehr zu konzentrieren. Ich stehe erst am Anfang. Wo ich besondere Stärken habe, wird sich noch herausstellen. Fürs erste bietet Foto Osner Unternehmen und Privatkunden das gesamte Spektrum visueller Medien an – angefangen vom Imagefilm über Werbe- und Produktfotos und Social Media-Marketing bis hin zu Event-, Hochzeits- und Naturfotografie. 

Wie funktioniert Foto Osner? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Aus meiner Sicht sind es zwei Dinge, mit denen meine beiden Partner und ich punkten. Zum einen haben wir als Jugendliche einfach einen jungen, frischen Blick auf die Welt. Wir kennen die Sehgewohnheiten eines jungen Publikums. Zum anderen gehen wir an die sozialen Medien mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit heran. Wir sind damit aufgewachsen und haben einfach ein gutes Gefühl für das, was dort funktioniert und was nicht. So gesehen sind wir ein idealer Partner für Unternehmen, die ihre Tradition und ihre Werte zwar nicht aufgeben, sich in der Außendarstellung aber modernisieren wollen, um neue Kundengruppen anzusprechen. Das können sie mit Foto Osner zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und innerhalb relativ kurzer Zeit realisieren.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit der „Corona“-Krise verändert?

Ganz klar, im Eventbereich sind etliche Aufträge erst mal weggebrochen. Gleichzeitig gab es zahlreiche neue Anfragen von Unternehmen und Geschäften, die sich in der Außenkommunikation bisher auf den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden konzentriert hatten. Sie sind jetzt gezwungen, neue digitale Kommunikationswege zu gehen. Bei meinem Unternehmen bekommen sie maßgeschneiderte Social Media-Dienstleistungen zu einem sehr vernünftigen Preis. Denn eines ist klar: Vielen dieser Betriebe fehlen derzeit schlicht die finanziellen Polster für große Marketingbudgets. Für mich sehe ich die Krise unterm Strich eher als Chance. 

Foto Osner, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren habe ich hoffentlich noch genauso viel Spaß am Fotografieren und am Filmen wie heute. Wer sich für etwas begeistern kann, hat über kurz oder lang Erfolg damit. Bei der Schule ist das Ende in Sicht. Damit werde ich mich künftig stärker auf mein Unternehmen konzentrieren können. Klar ist auch: Mit 15 oder 16 Jahren ist man noch nicht „fertig“. Ich kann noch viel dazulernen. Es wird also in den nächsten Jahren auch wichtig sein, das ich mich mit anderen Professionals gut vernetze. 

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nie aufgeben. Nie aufgeben. Tipp Nummer 3: nie aufgeben.

Wir bedanken uns bei Julius Osner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Witzige und freche Sprüche auf Kartoffeln

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Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Warum haben Sie sich entschlossen das Franchise Potato Parcel für Europa und Großbritannien zu kaufen?

Vor zwei Jahren habe ich selbst eine Kartoffel mit einer Nachricht erhalten. Mein Bruder hat mir diese über Potato Parcel zukommen lassen. Diese kleine Geste hatte mir ein großes Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Daraufhin habe ich selber 2 Kartoffeln verschickt und es hatte denselben Effekt bei meinen Freunden. Etwas mehr als ein Jahr später habe ich mitbekommen, dass Potato Parcel Unterstützung für Ihr Team in Europa und Großbritannien braucht und habe mich beworben.

Was war die größte Herausforderung bis jetzt?

Die größte Herausforderung war es, den europaweiten Versand zu organisieren und Kartoffel-Sorten zu finden, die sich am besten zum Versand eignen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Meine amerikanischen Kollegen haben sich mir  gegenüber viel Mühe gegeben, mich bei der Einarbeitung, zu unterstützen. Dies hat mir anfangs sehr geholfen. Ich glaube, dass man mit positiven Gedanken, viel Einsatz und Spaß an der Sache sehr viel schaffen kann. Die Lernkurve ging in den letzten Monaten steil nach oben. Ich habe sehr viel dazu gelernt und bekomme viel Kundenfeedback, das mir hilft, immer besser zu werden. 

Welche Vision steckt hinter Potato Parcel?

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Es geht darum, neben all den schlechten Nachrichten, die uns täglich erreichen, etwas Positives in die Welt zu bringen. Daher ist es sicher eines der wichtigsten Ziele, immer mehr Menschen rund um den Globus mit witzigen oder frechen Sprüchen auf Kartoffeln zu überraschen und ihnen damit einen Grund zum Lächeln zu geben, da der Alltag nicht immer nur Freude bereitet.

Wer ist die Zielgruppe von Potato Parcel?

Potato Parcels Zielgruppe ist nicht klar definiert. Es liegt am Humor der Menschen, wer uns witzig findet und seinen liebsten eine bearbeitete Kartoffel zukommen lassen möchte. Auffallend ist, dass wir mehr weibliche als männliche Kunden haben und der Großteil der Kunden zwischen 20 – 35 Jahre alt sind.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Seit Anfang März ging die Nachfrage hoch. Viele Kunden senden ihren Freunden Grüß und witzige Botschaften. Vor allem Großbritannien, die Niederlande und Deutschland nutzen unseren Service derzeit sehr.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

​Corona hat bei Potato Parcel bisher nicht viel verändert. Es muss täglich darauf geachtet werden, in welche Länder und Regionen die Post noch ausliefert bzw. wo nicht, der Versand dauert derzeit länger und aus diesem Grund muss mehr Zeit eingeplant werden, Material zu kaufen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die aktuelle Lage bringt auch viel Positives. Ich denke, da ein Großteil der Menschen gezwungen ist zu entschleunigen, werden kleine Gesten besser wahrgenommen, Liebe und Freundschaft besser gesehen und geschätzt. Dies bringt die Leute wieder dahin zurück, Briefe und Postkarten zu schreiben und das manchmal auch einfach auf einer Kartoffel.

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Potato Parcel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mein Ziel mit Potato Parcel ist es, diese ungewöhnliche Geschenkidee in den kommenden fünf Jahren in Europa immer bekannter zu machen und so viele Menschen wie möglich zum Lachen zu bringen. 

Wir bedanken uns bei Alexa Hoesch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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