Freitag, Juli 3, 2026
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Gehe lieber kleine Schritte

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WebID fintech frank jorga digitale Identifizierungsverfahren Online-Signaturen

Frank Jorga, Gründer und CEO von WebID über die aktuelle Lage der deutschen Fintechs

Wie siehst du aktuell die deutsche Startupszene – und speziell die FinTechszene?

Frank Jorga: In der deutschen Startupszene, und insbesondere im FinTech-Kontext, beobachte ich mit Freude einen stetigen Strom von neuen Ideen. Die Innovationsvielfalt trifft auf einen enormen Bedarf, der sich zu einem erheblichen Teil aus der andauernd wachsenden Digitalisierungsdynamik speist. Bei WebID merken wir das auch, etwa an der steigenden Nachfrage nach automatisierten Lösungen neben unserer GwG-konformen Video-Identifikation. Hier setzen dementsprechend auch unsere jüngsten Innovationen an, zum Beispiel eine vollautomatisierte Identifikation auf Basis von Online-Banking, auch diese GwG-konform. Ich beobachte zudem, dass es immer mehr Talente sind, die mit Mut und Engagement ein eigenes Unternehmen gründen, anstatt sich für die vermeintlich sichere Perspektive in einem großen Konzern zu entscheiden, wie es vor Jahren noch häufig der Fall war. Mittlerweile vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht von einer interessanten und vielversprechenden Idee höre. 

Du warst selbst in den USA, hast dann aber 2012 in Berlin WebID gegründet. Was schätzt du am Standort Deutschland und welche Unterschiede siehst du zu den USA?

Frank Jorga: Beide Länder verbindet eine starke Technikaffinität. In den USA dominiert insbesondere im technologischen Kontext eine „Fast-is-better-than-perfect“-Mentalität, in Deutschland bevorzugt man hingegen solide und ausgereifte Lösungen. Diese Soliditäts-Präferenz zeigt sich auch bei der Finanzierung: Risikokapital steht immer noch nicht so einfach zur Verfügung wie in den Staaten. In der Konsequenz bedeutet das oft langsameres und vielleicht gesünderes Wachstum. Demzufolge herrscht hier auch noch kein so harter Verdrängungswettbewerb, wie man ihn etwa aus dem Silicon Valley kennt. Und auch wenn es oft anders wahrgenommen wird: Die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland schätze ich eher unternehmensfreundlicher ein – auch hinsichtlich der Kosten, die bei einer Neugründung anfallen.

Erzähle uns mehr von Deiner Wachstumsphilosophie und WebIDs Plänen.

Frank Jorga: Wir setzen unbedingt auf Wachstum. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir dem Markt einen echten Mehrwert bieten und mit unseren Lösungen rund um Online-Identifikation und -Vertragsabschlüsse inklusive unserer leistungsfähigen Plattform entsprechende Aufmerksamkeit und Verbreitung verdienen. Wachstum sollte jedoch auch nachhaltig und gesund für Mitarbeiterschaft und Unternehmen sein. Das Interesse der Investoren bewegt sich bereits auf einem hohen Niveau, bei der Auswahl von Partnern sind wir jedoch wählerisch, da wir nicht notwendigerweise auf Investmentkapital angewiesen sind. Wir sind profitabel und haben unsere Zahlen im Griff. Neues Kapital würde primär in die technologische und die internationale Expansion fließen. Aktuell sehen wir einen Schwerpunkt im Bereich der Entwicklung von automatisierten Lösungen. Hier herrscht gerade im Mittelstand ein ziemlich großer Bedarf bei Unternehmen, die keine explizite GwG-Identifikation benötigen – und sich im Übrigen auch nicht leisten können oder wollen. Überflüssig zu sagen, dass alle unsere Produkte bereits einen hohen Automationsgrad haben.

Werden FinTechs Deiner Meinung nach von der Coronakrise profitieren?

Frank Jorga: Unterm Strich auf jeden Fall, die Corona-bedingten Maßnahmen lösten tatsächlich einen wahren Digitalisierungsschub im Denken und Handeln aus, der andernfalls noch wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen hätte. FinTechs bieten ja per Definitionem digitale, technologiefokussierte Lösungen und Innovationen für die Finanzindustrie an. Wir haben bei WebID direkt mitbekommen, welche Auswirkungen die Coronakrise hatte – einige Kunden verzeichneten zwar zeitweilige Einbrüche, insgesamt betrachtet nahm das Geschäft aber zu. Für uns war der April zum Beispiel der erfolgreichste Monat seit Gründung des Unternehmens! Digitalisierungsvorhaben, denen auf Kundenseite bisher nicht die höchste Priorität eingeräumt wurde, müssen „von jetzt auf gleich“ umgesetzt werden. Diese Erfahrung werden sicherlich auch andere FinTechs gemacht haben oder noch machen.

Welche Tipps kannst Du Gründern geben, bezogen auf die aktuelle Situation?

Drei Dinge sind aus meiner Sicht wichtig, um als Unternehmer erfolgreich zu sein:

  1. Eine gute Idee zu haben ist toll. Sie bringt Dich aber langfristig nicht zum Ziel, wenn Du sie nicht unter kaufmännischen, technischen und rechtlichen Gesichtspunkten nüchtern überdenkst und dahingehend prüfst, ob sich aus ihr wirklich ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln lässt. Diese Aufgabe musst Du auf jeden Fall selbst übernehmen, Du kannst sie nicht delegieren.
  2. Stelle Dir mit Sorgfalt und gesundem Menschenverstand ein passendes Team zusammen – und verbringe dann eine Woche Urlaub mit der gesamten Mannschaft. Danach kennt ihr euch gut genug, um die Herausforderungen des Arbeitsalltags gemeinsam durchstehen zu können.
  3. Sichere Deine Liquidität. Viele können eine vielversprechende Idee nicht weiterverfolgen, weil ihnen auf halber Strecke das Geld ausgeht. Gehe lieber kleine Schritte, denn auch Wachstumserfolg kostet Geld. Setze Deine Kalkulation immer großzügig genug an und plane auch Reserven für unerwartete Situationen (die es immer geben wird) ein. 

Wir bedanken uns bei Frank Jorga für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Führung kann und muss man lernen

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granny

Granny Socialtainment Agentur: strategische Konzeption macht Marken zu Popkultur!

Stellen Sie sich und das Startup Granny doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Moritz Preißer und einer der Co-Founder von Granny, der Berliner Socialtainment Agentur. Kurz gesagt: Wir machen Marken zu Popkultur! Wir entwickeln für unsere Kunden sowohl die strategische Konzeption als auch die Umsetzung von social-first gedachten 360° Kampagnen, über die man spricht, weil man sie so noch nicht gesehen hat. 

Wir sind überzeugt, dass Marken Kultur nicht nur hinterherlaufen dürfen, sondern sie aktiv mitgestalten müssen, um in den Communities wirklich relevant zu sein. Mit diesem Ansatz schaffen wir es, dass unsere Kampagnen über alle Kanäle hinweg begeistern, wie beispielsweise die Dark Ticket Kampagne, die wir zum Start der ersten Staffel der Netflix-Serie Dark entwickelt haben.

Das Besondere an Granny ist unser diverses Team: Unsere Kultur erlaubt es, dass Talente mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Interessen effektiv zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen. So können wir jedem die Freiheit lassen, sich kreativ auszuleben und geben jedem die Chance, zum Ergebnis beizutragen. Mit Erfolg bisher!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Kommunikation im digitalen Zeitalter hat sich verändert. Wir wissen, dass Marken heute anders kommunizieren müssen – und dass klassisch aufgestellte Agenturen nicht mehr optimal aufgestellt sind, um den neuen Bedürfnissen gerecht zu werden. 

Aus dieser Überzeugung habe ich unter anderem mit Philip Hohn ein Agentur-Netzwerk gegründet. Im Netzwerk konnten wir sehr viele Dinge testen:  Zum Beispiel neue Formen der Zusammenarbeit wie die Entwicklung von Kampagnen direkt mit Influencern oder Szene-Insidern. Das war eine sehr spannende Zeit. Aber letztlich hatten wir das Gefühl in diesem Netzwerk nicht genau das aufbauen zu können, was wir uns vorgestellt hatten. Glücklicherweise haben wir dort Sari Munz kennen gelernt, die ähnliche Vorstellungen wie Philip und ich vertrat. Aus den gemeinsamen Ideen ist dann das Fundament für Granny entstanden und wir haben dann die neue Agentur gegründet.

Welche Vision steckt hinter Granny ?

Mit Granny wollen wir zeigen, dass Marken viel mehr als Logos, Claims und Anzeigen sind. Marken erschaffen ganze Lebenswelten und sind die Schnittstelle zwischen Produkt und Konsument. So werden sie zu einem Teil des eigentlichen Gefüges der Popkultur. Und genau da setzt auch unsere Vision an: Wir wollen Marken über ihr Zielpublikum hinaus zu kulturellen Symbolen ihrer Zeit machen – sprich, durch unsere innovativen Kommunikationsansätze aus Social und Entertainment Marken zu Ikonen der Popkultur heranwachsen lassen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die mit Abstand größte Herausforderung für Granny war unser schnelles Wachstum. Wir sind seit Gründung jedes Jahr fast 100% gewachsen und das hat unsere interne Kultur schon stark herausgefordert. Wir wussten natürlich, dass Unternehmenskultur sich verändert, wenn man von 5 auf 15 MitarbeiterInnen wächst und dann von 30 auf 40. Es gab auch Zeiten, in denen unsere Kultur und Organisation nicht mehr so reibungslos funktioniert hat und man sich wieder justieren musste. Denn: Kultur ist harte Arbeit. 

Das war auch ein persönliches Learning für mich: zu erfahren, dass man noch keine gute Führungsperson ist, nur weil man gut ist, in dem was man tut. Das zu erkennen und auch anzunehmen, dass man vielleicht gerade keinen guten Job mehr macht, war tatsächlich nicht einfach. Diese Entwicklung hat mich auf der einen Seite zwar herausgefordert, aber durch die eingeflossenen Änderungen hat die Arbeit dann wieder richtig Spaß gemacht: Besser werden und lernen macht wirklich zufrieden.

Wer ist die Zielgruppe von Granny ?

Unsere Kunden sind vor allem internationale Marken aus dem Entertainment und Lifestyle Sektor. In der Zusammenarbeit ist uns besonders wichtig, dass wir ein gemeinsames Verständnis teilen, die Bereitschaft zeigen, neue Wege zu gehen und auf Augenhöhe arbeiten. Das verstehen wir übrigens wechselseitig. Ich finde es schrecklich, wie arrogant in vielen Agenturen über ‘Kunden’ gesprochen wird, die vermeintlich keine Ahnung haben. Wir lernen sehr viel von inspirierenden KollegInnen auf Kundenseite. Und es ist sicher kein Zufall, dass Dora Osinde von Netflix zu uns gewechselt ist.

Wie funktioniert Granny? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Moritz Preißer

Granny unterscheidet sich ganz elementar von klassischen Agenturen, die sich rein auf Entertainment oder Social-Media spezialisiert haben. Wir bieten alles aus einer Hand an. Und wir  lieben es aufzufallen und an der richtigen Stelle zu provozieren. Wir investieren viel Arbeit darein, Communities und ihre Kultur wirklich zu verstehen. Was im ersten Schritt  wie eine verrückte Idee aussieht, folgt bei uns immer einem starken Insight und einer klaren Idee für die Positionierung der Marke. Deswegen sehen wir uns als strategischer Partner unser Kunden.

Unsere Superkraft liegt aber ganz klar in der Zusammenstellung von engagierten Teams. Wir sind ein diverses Team, das die besten kreativen Köpfe ins Boot holt, ganz egal wie sich ihre bisherige berufliche Laufbahn gestaltet hat. Wir finden Talente, die perfekt auf jedes Projekt passen und fördern damit eine einzigartige Arbeitskultur. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Natürlich mussten wir wie auch jedes andere Unternehmen alle unsere Mitarbeiter ins Home Office schicken. An den Prozessen hat sich dabei bei uns nicht viel geändert, weil wir auch schon vor der COVID-19 Pandemie bestens remote arbeiten konnten. 

Aber natürlich war die Situation für viele MitarbeiterInnen nicht immer einfach. In Berlin leben viele in WG-Zimmern. Wochenlang zu Hause zu bleiben ist da eine echte psychische Belastung. Mittlerweile kommen die Teams auch wieder ins Büro, jedoch immer im Wechsel, sodass Abstände und Hygieneprotokolle eingehalten werden können. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben uns einerseits darum bemüht, dass es für alle einen echten Start und ein echtes Ende der Arbeit gibt. Das ist im Homeoffice ja oft schwierig und belastend, wenn Arbeit und Freizeit über Wochen miteinander verschwimmen. Deshalb haben wir zum Beispiel in allen Teams morgens ein Stand-Up eingeführt, in dem dann auch erstmal beim Kaffee über Persönliches und das Wochenende gesprochen wird – wie wenn man ins Büro kommt. Und wir haben insgesamt mehr kurze Check-Ins in den Teams. Gerne auch mal für 15 Minuten zwischendurch. Ideen entstehen ja letztlich im Austausch.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Ich finde es schwierig die Pandemie als Chance zu sehen. Es sterben immer noch sehr viele Menschen. Man kann momentan nur hoffen, dass wir als Gesellschaft  solidarischer aus dieser Krise gehen.  

Granny, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen uns internationaler aufstellen, gerne mit weiteren Standorten. Communities werden immer globaler. Marken sind es ohnehin. Andererseits sind lokale Insights und ein Gefühl für die lokalen Kulturen weiterhin extrem wichtig. Wir glauben, dass wir für diese Herausforderung mit mehreren Standorten mit kleinen Teams am besten aufgestellt sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Eine gute Unternehmenskultur zu entwickeln ist harte Arbeit und hört nicht mit dem Bekenntnis zu flachen Hierarchien und dem Aufstellen von ein paar Prinzipien auf.
2. Persönliche Weiterentwicklung ernst nehmen. Führung kann und muss man lernen.
3. Teams, aber vor allem auch die Unternehmensführung, wirklich divers aufstellen. Unterschiedliche Perspektiven und Stärken bieten sehr viele Chancen.

Wir bedanken uns bei Moritz Preißer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Verlasst Eure Komfortzone

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JoinMyTrip Reisen

JoinMyTrip individuelle und authentische Reisen

Stellen Sie sich und das Startup JoinMyTrip doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Niels, Co-Founder des Hamburger Startups JoinMyTrip. Wir sind ein Portal, das Reisende auf besondere Weise zusammenbringt. Auf unserer Plattform können Solo-Traveler, Paare oder Freunde passende Reisepartner finden. Die werden von erfahrenen Globetrottern mit Spaß an der Reiseplanung organisiert. Man könnte also sagen: Wir sind eine Mitreisezentrale, die Gleichgesinnte verbindet und ihnen Zugang zu individuellen Insider-Touren verschafft. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Meine Wurzeln habe ich in der Wirtschaftsinformatik, zuletzt war ich bei einem großen deutschen Versicherer. Die Entscheidung, zu gründen und in die Travel-Industrie einzusteigen, kommt von meiner Leidenschaft für fremde Länder und Menschen. Den endgültigen Entschluss habe ich nach meiner Weltreise gefasst. Als ich zurück war, fühlte sich mein altes Leben irgendwie falsch an. Ich fing an, darüber nachzudenken, was mir wirklich wichtig ist. Und da bin ich dann unweigerlich beim Reisen hängengeblieben und dem Wunsch danach, möglichst vielen Menschen authentische Travel-Erfahrungen zu ermöglichen. 

Welche Vision steckt hinter JoinMyTrip?

Mit JoinMyTrip möchten wir das Prinzip und die Potenziale der Sharing Economy auf das Reisen übertragen. Wer in einer Gruppe mit Gleichgesinnten reist, der kann auch Kosten und Ressourcen für Transport, Unterkunft und Freizeit teilen. Unser Credo lautet: Weg von Pauschalurlaub und ausgetretenen Touri-Pfaden, hin zu einer individuellen und authentischen Reiseplanung.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war bisher, ein top Team zusammen zu stellen und JoinMyTrip bekannt zu machen. Hierfür haben wir unter anderem Wagniskapital aufgenommen. In unserem Gründungsjahr mit Travelsation, so hießen wir anfangs, finanzierten uns STS Ventures und Stefan Wiskemann. Ury Steinweg und Matzen Ventures legten im folgenden Sommer zusammen mit den Bestandsinvestoren noch einmal nach. 2018 gewannen wir dann JoinMyTrip dazu und behielten den Namen. 

Wer ist die Zielgruppe von JoinMyTrip?

Die meisten unserer Nutzer sind junge Menschen, die noch keine Kinder haben. Wir haben aber Nutzer aller Altersgruppen und über alle Budgetrahmen hinweg. Mit der Möglichkeit, sich als Alleinreisender neuen Leuten anzuschließen, sprechen wir natürlich besonders Single-Haushalte an.

Wie funktioniert JoinMyTrip? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Erfolgsrezept von JoinMyTrip ist, dass wir unsere Nutzer in zwei Gruppen einteilen und damit direkt unterschiedliche Bedürfnisse adressieren. Es gibt die TripLeader und die TripMates. Die TripLeader stellen bei JoinMyTrip eine Reise ein, geben Zeitraum und Route vor und erheben dafür eine Gebühr, deren Höhe sie selbst bestimmen. Die TripMates können dann frei wählen, welcher Reise – ob City-Trips, Abendteuer-Fernreisen oder Segeltörns – sie sich anschließen wollen. Aktuell sind mehr als 500 Trips online und jede Woche kommen viele weitere dazu. JoinMyTrip verdient an der Gebühr mit und verzichtet komplett auf Werbung. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? 

In den ersten drei Monaten der Krise sank die Reiseaktivität auf unserem Portal schlagartig. Mittlerweile beobachten wir, dass unsere User viele regionale Trips organisieren. Anstelle der Fernreise nach Bali, geht es nun vermehrt zum Surfen an die Ostseeküste. Entsprechend haben die Trips wieder Fahrt aufgenommen, aber unsere Nutzer wägen deutlich stärker ab: Muss es wirklich der 10 Stunden Flug für ein paar Tage Billigurlaub am Strand sein oder sind die Bahn oder der Roadtrip nicht genauso spannend? Momentan erhalten viele User einen ganz neuen Blickwinkel auf das Reisen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wie viele andere in der Reisebranche, hat Corona natürlich auch uns vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Wir haben einen kühlen Kopf bewahrt und uns an die Gegebenheiten angepasst. Das erforderte zum Beispiel, die Marketingaktivitäten und die Priorisierung einiger Features zu verändern. Insgesamt sind wir bisher aber sehr gut durch die Krise gekommen. Anders als andere Unternehmen mussten wir  Budgets nicht direkt für das ganze Jahr einfrieren. Daran haben auch ein verständnisvolles Team und treue User mit großem Reisehunger einen großen Anteil.  

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Bezogen auf das Thema Reisen lese ich aktuell viele Meinungen, die sich zwischen „es verändert sich langfristig nichts“ bis hin zu „jetzt ist alles anders“ bewegen. Ich denke, dass Menschen, die auch schon vor Corona verantwortungsvoller und individueller reisen wollten, das zukünftig noch stärker umsetzen. Unter unseren Nutzern hat sich da bereits 2019 ein klarer Trend abgezeichnet. Regionales Reisen ist auch ein Effekt, aber exotische Ziele und Traumdestination werden reizvoll bleiben. Ich könnte mir vorstellen, dass wir seltener Langstrecke fliegen und wenn, dann für längere Aufenthalte, sodass es sich „lohnt“. Ich glaube an einen Mittelweg, wie beispielweise in fernen Ländern lokaler zu reisen: Weniger 5-Sterne all-inclusive Schuppen, mehr kleine Pensionen, Homestays oder andere Unterkunftsformen, lokale Transportmittel nutzen etc.  

JoinMyTrip, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere Mission ist es, das Leben von 15 Millionen Menschen in den nächsten fünf Jahren zu verändern. Wir glauben, dass Menschen auf Reisen ihren Blickwinkel ändern, Ängste abbauen und das eigene Warum finden.“ 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geht auf Reisen. Verlasst Eure Komfortzone, eure Blase. Entdeckt neue Länder, trefft neue Menschen und öffnet Euer Herz für andere Kulturen. Aus diesen Begegnungen und Eindrücken kann man sehr viel für den weiteren Weg als Unternehmer mitnehmen.  

Wir bedanken uns bei Niels Mueller-Wickop für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einen Schritt nach dem anderen machen

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Hongmei Ivy Zhang und Kevin Brück Gründer von Yumbau, Convenience Dim Sum und Soßen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Yumbau doch kurz vor!

Yumbau ist ein innovativer asiatischer Lebensmittelhersteller, der regionale, qualitativ hochwertige Zutaten verwendet, die durch Technologie unterstützt werden, um Spitzenergebnisse zu erzielen.

Wie ist die Idee zu Yumbau entstanden?

Ivy ist im Norden China aufgewachsen, dem Tor zu Tibet. Als kleines Mädchen hat sie zusammen mit ihrer Oma immer für die ganze Familie gekocht: Am liebsten Dim Sum – das sind gefüllte Teigtaschen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ivy und Kevin haben sich an der TU München angefreundet. Dadurch kam auch Kevin in den Genuss, ihre selbstgemachten Dim Sum zu kosten. So entstand die Idee, Deutschland mit den besten Dim Sum der Welt zu versorgen!

Welche Vision steckt hinter Yumbau?

Unser Traum ist es, dass jede/r unsere hochqualitativen chinesischen Gerichte überall einfach kochen und genießen kann.

Wer ist die Zielgruppe von Yumbau?

Der hohe Beliebtheitsgrad der asiatischen Küche in Europa sowie der Trend zur gesunden/bewussten Ernährung bieten optimale Voraussetzungen für die erfolgversprechenden Verkaufszahlen der Yumbau Dim Sum und Soßen.

Eine Zielgruppe sind die Endverbraucher, die die asiatische Küche in hoher Qualität mögen und in ihrem stressigen Alltag keine Zeit mehr haben lange zu kochen. Die andere Zielgruppe ist die große Food-Service-Industrie, die neue trendige Premium-Produkte will und immer weniger Zubereitungszeit hat. Hierfür sind die einfach und schnell zubereiteten bunten Dim Sum und Soßen ideal geeignet und werden von vielen Gastronomen in Europa schon begeistert benutzt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Freunde schlugen uns vor, uns für DHDL zu bewerben, weil unsere Produkte innovative Nischenprodukte mit internationalem Hintergrund sind und daher interessant sein könnten.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir wollten die Löwen einfach mit unserem hochwertigen Dim Sum und Sauce beeindrucken. Die meiste Zeit haben wir uns darauf konzentriert, wie wir die Qualität der Produkte verbessern konnten.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Natürlich freuten wir uns sehr über die Chance unsere Dim Sum und Soßen bei Die Höhle der Löwen vorstellen zu dürfen! Der Auftritt selber und auch die Nachbereitung bis zur Ausstrahlung waren sehr spannend.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Yumbau aufmerksam werden?

Wir sehen die Auswahl zum Auftritt bei der Sendung als Anerkennung für den Aufbau unserer eigenen Produktion bei München und Entwicklung von innovativen asiatischen Gerichten, die in der Gastronomie und Handel schon sehr geschätzt werden. Die Medienpräsenz soll mehr Personen die Chance geben Yumbaus Philosophie kennenzulernen und Produkte zu probieren.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten Herrn Dümmel im Fokus, da er schon zahlreiche Food-Startup Erfahrung aufweisen konnte und über ein Distributionsnetzwerk verfügt.

Yumbau, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Yumbau Dim Sum und Soßen waren zuerst für den Handel gedacht. Unsere Produkte werden jetzt vom Einzelhandel und der Gastronomie sehr geschätzt, besonders aufgrund unseres Konzepts ”Natürlich – Convenient – Gesund“. In fünf Jahren sollen unsere Gerichte und Soßen überall verfügbar sein und die Lebensmittelbranche allgemein dazu bewegt werden, natürlichere Lebensmittel anzubieten. Außerdem soll in der ganzen Welt bekannt sein, dass die besten chinesischen Dim Sum und Soßen aus München kommen und nicht aus China oder den USA.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Nicht alle Probleme auf einmal lösen und einen Schritt nach dem anderen machen.

2. Gehen Sie auf den Markt, obwohl Ihre Produkte nicht perfekt sind. Bis sie perfekt sind, ist es schon zu spät.

3. Befolge nicht alle Ratschläge von Experten. Du musst auch deinem Bauchgefühl vertrauen.

Bild: Hongmei „Ivy“ Zhang und Kevin Brück aus München präsentieren mit „Yumbau“ Convenience Dim Sum und Soßen. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Yumbau am 31. August in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Hongmei Ivy Zhang und Kevin Brück für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Keine Angst vor neuen, unbekannten Dingen

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GRPSTAR Sportschuhstollen Halt Grip Höhle der Löwen
grpstar

David Krusch und Manuel Kössl Gründer von GRPSTAR, mehrteiliger Sportschuhstollen für den perfekten Halt (Grip) , in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup GRPSTAR doch kurz vor!

Wir heißen David Krusch und Manuel Kössl und gemeinsam sind wir GRPSTAR. Wir sind Erfinder von GRPS®, der einzigen mehrteiligen Sportschuhstolle, die dem Athleten perfekten Halt verleiht und ermöglicht, sein Leistungspotential trotz schwieriger Bodenverhältnisse voll auszuschöpfen, und zwar dauerhaft.

Wie ist die Idee zu GRPS® entstanden?

David Krusch: Ich bin seit meiner Kindheit leidenschaftlicher Fußballer. Mit den am Markt vorhandenen Stollenprodukten war ich schon längere Zeit unzufrieden. Vor allem die minderwertige Qualität der Materialien und die Abnutzung innerhalb kürzester Zeit störten mich extrem. Daher habe ich in unserer hauseigenen Werkstatt begonnen an neuen, besseren Stollen zu tüfteln.

Welche Vision steckt hinter GRPSTAR?

Wir wollen mit GRPSTAR und unseren Produkten der Inbegriff für perfekten Halt (Grip) am grünen Rasen werden, das ist unsere Vision.

Wer ist die Zielgruppe von GRPSTAR?

Alle Fußballer und Fußballerinnen aus dem Profi- und Amateurbereich ab 15 Jahren. Ab diesem Alter ist es in den meisten Ländern erlaubt, Stollenschuhe zu tragen. Zukünftig wollen wir unsere Produkte aber auch für andere Sportarten wie bspw. Rugby anbieten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir haben erkannt, dass es für neue Marken sehr schwierig ist, ein völlig neues Produkt zu etablieren, selbst wenn das Produkt „top“ ist und man mit positiven Rückmeldungen überhäuft wird. Sofort war klar, dass eine Gründershow wie „Die Höhle des Löwen“ ein Sprungbrett für uns sein könnte und so haben wir uns gleich beworben. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir hatten ehrlich gesagt nicht viel Zeit. Wir wurden von der Produktionsfirma kontaktiert und mussten innerhalb weniger Tage alle Vorbereitungen treffen. Das war wohl auch gut so, denn dadurch hatten wir kaum Zeit uns großartig Gedanken zu machen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Freude über die Teilnahme war groß, währte aber wegen des engen Zeitplans nicht lange. Uns war bewusst, dass man so eine Chance nicht oft erhält, das motivierte uns besonders.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf GRPSTAR aufmerksam werden?

Das ist noch schwer einzuschätzen, aber wir sind überzeugt, dass es ein enorm wichtiger Schritt ist. Wir haben ehrlich gesagt nicht mit einem derartigen Kunden- und Medieninteresse bereits vor der Ausstrahlung gerechnet. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Eigentlich von Beginn an Nils Glagau, aufgrund seiner sehr guten Vertriebskontakte im Sportbereich.

GRPSTAR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind bereits dabei unser Produktportfolio zu erweitern, zwei neue Produkte stehen kurz vor der Markteinführung. Zudem haben wir noch viele weitere Ideen, an denen wir schon fleißig arbeiten. Wie bereits erwähnt soll GRPSTAR in fünf Jahren der Inbegriff für perfekten Halt (Grip) am grünen Rasen sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Keine Angst vor neuen, unbekannten Dingen!

Nicht zu viel überlegen, einfach tun!

Dranbleiben! Wir wurden erst nach fast 3 Jahren nach unserer ersten Bewerbung „von der Höhle“ eingeladen.

Bild: David Krusch (l.) und Manuel Kössl aus Schlierbach präsentieren mit „GRPSTAR“ einen zweiteiligen Sportstollen der aus Stahl und Aluminium besteht. Dadurch ist er variabel in der Höhe und kann der Bodensituation angepasst werden. Sie erhoffen sich ein Investment von 85.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie GRPSTAR am 31. August in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei David Krusch und Manuel Kössl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Spart nicht an der falschen Ecke

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Charge X Mehrfachsteckdose Elektroautos höhle der löwen
ChargeX

Tobias Wagner und Michael Masnitza Gründer von ChargeX, Mehrfachsteckdose für Elektroautos, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup ChargeX doch kurz vor!

ChargeX ist ein E-Mobility Startup mit Sitz in München. Mit Aqueduct haben wir die erste intelligente Mehrfachsteckdose für Elektroautos entwickelt.
Unser System kann Plug&Play installiert werden und lädt mehrere Elektroautos zeitversetzt mit einem cleveren Lademanagement auf.

Wie ist die Idee zu ChargeX entstanden?

Die Idee entstand im Alltag mit dem Elektroauto. Unser früherer Arbeitgeber hatte nur sehr wenige Ladepunkte und der Ausbau wäre sehr teuer und aufwendig gewesen. Wir waren überzeugt, dass wir nicht die einzigen mit dem Problem sind – so kam uns die Idee einer Mehrfachsteckdose in den Sinn. Nach mehreren Prototypen war es dann soweit und Aqueduct war geboren.

Welche Vision steckt hinter ChargeX?

Wir müssen dringend unsere Emissionen im Transportsektor reduzieren. Elektromobilität in Kombination mit erneuerbaren Energien ist ganz klar die Zukunft unserer Mobilität. Damit wir jedem diese Zukunft ermöglichen können, muss jeder Stellplatz zu einem Ladeplatz werden. Deswegen gibt es ChargeX.

Wer ist die Zielgruppe von ChargeX?

Unsere wichtigste Zielgruppe sind derzeit Unternehmen und Flottenbetreiber. In naher Zukunft wollen wir unsere Lösung aber auch Wohnungsbaugesellschaften und privaten Eigentümergemeinschaften anbieten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Ein Löwe würde nicht nur Kapital, sondern auch viel Erfahrung und Wissen in unser Startup bringen. Zudem lieben wir es in unserem Startup Ideen auf die Probe zu stellen – wo könnte man das besser tun als in der Höhle der Löwen?

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns durch die alten Staffeln gewühlt und uns viele Pitches angesehen. Als Gründer ist man allerdings gewöhnt seine Idee vor Publikum zu pitchen, also waren wir davor gar nicht so nervös. Zumindest bis dann das Licht anging und die Kameras auf uns gerichtet wurden 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Uns war sehr schnell klar, dass man eine solche Chance nicht jeden Tag bekommt. Als man uns angesprochen hat, haben wir daher auch keine Sekunde gezögert und sofort unsere Unterlagen für die Bewerbung eingereicht.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf ChargeX aufmerksam werden?

Wir erhoffen uns sehr viel für die Bekanntheit unserer Marke ChargeX, die für das einfache und flexible Laden von Elektroautos steht. Als junges Startup ist es eine Herausforderung seine Zielgruppe flächendeckend zu erreichen. Wir sind sehr neugierig, wie sich die Ausstrahlung auf die Kundenanfragen auswirkt.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir sind selbst Green-Tech Unternehmer – daher war Nico Rosberg auf jeden Fall unser Wunschlöwe.

ChargeX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für uns geht es nun darum unsere Ladelösung zu skalieren und sehr viele Ladepunkte im Feld zu installieren. ChargeX soll sich zum führenden Anbieter von flexibler Ladeinfrastruktur entwickeln, der sehr viele Elektroautos in Einklang mit dem Stromnetz auflädt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Genug Schlaf: Ein Startup gründen ist ein Marathon und kein Sprint. Spart nicht an der falschen Ecke.
  • Mama-Test: Wenn ihr eure Lösung oder eine neue Funktion kommunizieren wollt, fragt eure Mama ob sie es verstanden hat. Falls nicht, wird es euer Kunde vermutlich auch schwer haben
  • Unterstützung holen: Besonders als junger Gründer hat man zwar genug Motivation, aber noch wenig Erfahrungswerte. Umgebe dich mit Menschen von denen du lernen kannst, wie z.B. Mentoren, andere Gründer oder Business Angels wie Nico Rosberg

Bild: Tobias Wagner (l.) und Michael Masnitza aus München präsentieren mit „Charge X“ die Mehrfachsteckdose für Elektroautos. Sie erhoffen sich ein Investment von 1 Million Euro für 16,7 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie ChargeX am 31. August in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Tobias Wagner und Michael Masnitza für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Rekord-Bieterei für Traum-Start-up!

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staffel hoehle der loewen

Start der neuen Staffel „Die Höhle der Löwen“ am 31.08. um 20:15 Uhr bei VOX

Die mehrfach preisgekrönte Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ kehrt am Montag, 31.08. um 20:15 Uhr endlich mit acht neuen Folgen zurück auf den VOX-Bildschirm! In der achten Staffel warten auf das Löwen-Rudel wieder innovative Erfindungen, leidenschaftliche Gründer und hart umkämpfte Deals.

Pro Pitch sitzen fünf Investoren in der Höhle, darunter Beauty-Expertin Judith Williams, Wirtschaftsgröße Carsten Maschmeyer, Medienunternehmer Georg Kofler, Handelsmogul Ralf Dümmel, Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl, Orthomol-Geschäftsführer Nils Glagau und Neu-Löwe Nico Rosberg!

Und gleich in Folge 1 gibt es ein absolutes Novum: Bei einem Start-up geben alle Löwen ein Einzelangebot ab!

Carsten Maschmeyer: „Ich finde Sie Weltklasse! Sie sind absolut ein Gründer-Traum!“ Und auch Georg Kofler wittert: „Ich sehe eine Weltmarke!“ Doch das letzte Wort hat die Gründerin; für welches Angebot wird sie sich entscheiden? 

Außerdem in Folge 1: 

Manuel Kössl (37) und David Krusch (25) haben mit „GRPSTAR“ den Fußballschuhen ein Update verpasst. Während sich normale Fußballstollen relativ schnell abnutzen, basieren ihre Stollen auf einem zum Patent angemeldeten System. Die GRPS können individuell in der Höhe und der Bodensituation angepasst werden. Für die anstehende Internationalisierung benötigen die Gründer 85.000 Euro, im Gegenzug bieten sie 10 Prozent ihrer Firmenanteile. 

Das Thema E-Mobilität gewinnt immer mehr an Relevanz im Alltag und doch gibt es immer noch ein Problem: Für all die E-Autos sind einfach zu wenig Ladestationen vorhanden. Das wollen Tobias Wagner (27) und Michael Masnitza (27) mit ihrem Start-up „Charge-X“ ändern. Ihr Modul funktioniert wie eine Mehrfachsteckdose und ermöglicht das zeitversetzte Aufladen von zehn Autos an einer Ladestation. Um ihr Produkt überall anbieten zu können, benötigen die Jungunternehmer 1.000.000 Euro und bieten dafür 16,7 Prozent ihrer Anteile. Kommt es zum großen Deal in der Höhle?

Zudem wollen diese Start-ups in der ersten neuen Folge bei den Investoren punkten: „Yumbau“ (asiatische Dim Sum und Soßen), „gitti“ (innovativer Nagellack) und „Flapgrip“ (Smartphone-Halterung). Außerdem gibt es für die Zuschauer ein Wiedersehen mit „iCapio“ und „Gentle Monkeys“. 

VOX zeigt die acht neuen Folgen „Die Höhle der Löwen“, moderiert von Amiaz Habtu, ab 31. August 2020 immer montags um 20:15 Uhr. Im Anschluss an die VOX-Ausstrahlung ist die Gründer-Show auf TVNOW abrufbar. Außerdem zeigt VOXup freitags um 20:15 Uhr und ntv sonntags um 10:30 Uhr die aktuelle DHDL-Folge von Montag als Wiederholung. Für hörgeschädigte Zuschauer besteht wieder die Möglichkeit, „Die Höhle der Löwen“ mit Untertiteln zu sehen.

Bild: V.l.: (hinten) Carsten Maschmeyer, Nils Glagau, Ralf Dümmel, (vorne) Dr. Georg Kofler, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Nico Rosberg
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Quelle MEDIENGRUPPE RTL DEUTSCHLAND GMBH

Durchhaltevermögen und Widerstandsfähigkeit

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Foodiary persönlicher und individueller Ernährungsplan

Foodiary persönlicher und individueller Ernährungsplan

Stellen Sie sich und das Startup Foodiary doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Felix Mergenthaler und ich habe mich vor fünf Jahren dazu entschieden Foodiary, eine App für die Ernährungsplanung zu entwickeln. Die App von Foodiary erstellt persönliche Ernährungspläne. Hierbei verfolgen wir den Ansatz einer ganzheitlichen und individuellen Erstellung. So analysieren wir im ersten Schritt den Kunden, fragen nach den Zielen, den körperlichen Daten und den aktuellen Essensgewohnheiten.

Anhand dieser Daten werden die benötigten Kalorien und Makronährwerte berechnet. Im Anschluss wählt ein Algorithmus die passende Ernährungsformen und kombiniert diese direkt mit passenden den Rezepten. Der Nutzer erhält dadurch umgehend seinen persönlichen Ernährungsplan für 12 Wochen, welcher einfach über unsere App zu bedienen ist.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als Fitnesstrainer und Ernährungsberater für namenhafte Studios habe ich täglich Kunden betreut, welche ihre körperlichen Ziele erreichen wollten. Dabei kamen immer wieder die gleichen Fragen auf: Wie viel Kalorien darf ich essen? Welche Lebensmittel/Rezepte soll ich wählen? Brauche ich Proteinshakes?

Und meine Antworten waren ebenfalls immer die Gleichen. Du musst Deine Kalorien und mit der Zeit anpassen. Die Lebensmittel hängen von Deiner Ernährungsform und Deinen Gewohnheiten ab. Proteinshakes benötigst Du nur, wenn Du Deinen Tagesbedarf nicht decken kannst.

Diese Situation der sich ständig wiederholenden Fragen & Antworten wollte ich ändern und habe damit begonnen, kleine Excel Programme zu schreiben und so den Alltag der Kunden zu erleichtern. Schritt für Schritt wurde daraus eine Webanwendung, ein kleines Unternehmen und mit der Zeit wuchs die ursprüngliche Excel Datei, zu einem größeren Unternehmen und folglich der App von Foodiary. n und mit der Zeit wuchs es zu einem größeren Unternehmen und der App von Foodiary.

Welche Vision steckt hinter Foodiary?

Mit Foodiary möchte ich unsere Kunden dazu motivieren und sie dabei unterstützen, eine gesunde Ernährung in ihren Alltag zu integrieren. Durch das bestehende Überangebot und die Informationsflut auf dem Markt sind potentielle Kunden mit der Erstellung eines Ernährungsplans überfordert und kommen dadurch nicht effektiv an ihr gesetztes Ziel. Foodiary unterstützt sie bei dieser Herausforderung und gibt ihnen alles an die Hand, was sie für einen dauerhaft gesunden Ernährungsstil benötigen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich denke, dass der größte Schritt der erste Schritt war. Sich von den alten Denkmustern zu lösen und damit zu beginnen sein Ziel zu verfolgen. Im Laufe der Zeit folgen dann immer weitere Herausforderungen, welche man aber Schritt für Schritt meistert. Durch viele Nebenjobs und vorangegangenen unternehmerischen Tätigkeiten konnte ich das Unternehmen und die App bis heute bootstrappen. Dies war mir immer wichtig, da ich kein Fan von zu frühem Venture-Capital oder Investoren bin.

Wer ist die Zielgruppe von Foodiary?

Foodiary hat eine ganz klare Mission und somit auch eine klare Zielgruppe. Es geht nicht darum, einen sportlichen Athleten noch sportlicher zu machen, sondern darum Menschen zu mehr Selbstvertrauen und zu einem besseren Selbstwertgefühl zu verhelfen. Wer sich gut ernährt, der fühlt sich auch gut, wer sich gut fühlt, stahlt dies aus und gewinnt so ein Vielfaches an Lebensenergie und -qualität.

Wie funktioniert Foodiary? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Geschäftsmodell verfolgt das Ziel der Erstellung eines ganzheitlichen und individuellen Ernährungsplans. Der USP liegt darin, dass wir unsere Kunden dort abholen, wo sie stehen und ihnen nicht einfach nur ein Tool zum Kalorientracken an die Hand geben, sondern Rezepte für ihre individuellen Ziel integrieren und sogar Einkauflisten basierend auf ihren Plänen erstellen. Wir achten auch auf den Tagesablauf und passen jeden Tag entsprechend an.

Viele Mitbewerber fokussieren sich nur auf ein Teilgebiet. So gibt es z. B. Apps für das Intervallfasten, die ketogene Ernährung oder aber auch das reine Kalorientracken. Jedoch nur wenige haben es sich zum Ziel gemacht, einen ganzheitlichen Ernährungsplan anzubieten.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Das Unternehmen Foodiary besteht aus zwei Apps, die App von Greenline Nutrition, einer B2B-Ernährungsberatung und Foodiary, der B2C Variante. Durch Corona und die Schließung der Fitnessstudios wurden in den Fitnessstudios natürlich auch keine Beratungen mehr angeboten. Aus diesem Grund haben wir beschlossen Greenline Nutrition erstmal vom Markt zu nehmen und in der unsicheren Zeit neu aufzusetzen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da das Unternehmen digital und remote aufgebaut ist, hatten wir zum Glück keine weiteren Einschränkungen im Arbeitsalltag.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Persönlich finde ich, dass wir aus der Krise menschlich, aber auch unternehmerisch viel lernen können. Zum einen ist es wichtig, dass wir privat aber auch beruflich enger zusammenwachsen und so gemeinsam viel erreichen können. Zum andern, dass wir mit der Digitalisierung von Prozessen, wie dem Homeoffice deutlich hinterher sind/waren und vieles diesbezüglich überdenken können und neue Strukturen aufbauen sollten.

Foodiary, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aktuell planen wir das Wachstum des Unternehmens, wozu auch das Erschaffen neuer Arbeitsplätze gehört. Für diesen Schritt treten wir mit Investoren in Verbindung, welche uns in diesem Prozess unterstützen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Dazu fällt mir spontan ein „Einfach mal machen“.

Klar sollte man immer eine Strategie dahinter stecken, aber man sollte auch nicht alles 100 % durchplanen. Oft kommt es anders als man erwartet.

Man benötigt viel Durchhaltevermögen und Widerstandsfähigkeit um an seinem Ziel festzuhalten. Oft gibt es Rückschläge und Situationen, in denen man Ratlos ist, aber es gibt immer ein Weg!

Der schnellste Weg muss nicht immer der Beste sein. Oft ist es wichtig ein Gang zurückzuschalten und nachhaltiges Wachstum vor schnellem Skalieren zu wählen.

Wir bedanken uns bei Felix Mergenthaler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Teste Dein Produkt in realer Umgebung

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lialo Berlin

Mit lialo Berlin auf eine spielerische Art entdecken und kennenlernen

Stellen Sie sich und das Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Andree Sadilek. Ich bin Gründer und Geschäftsführer von lialo, einer App für alle, die Berlin auf eine andere, spielerische Art entdecken oder genauer kennenlernen möchten. Ganz ohne Download oder Anmeldung kann man mit dem Smartphone lialo aufrufen und zwischen aktuell 21 unterschiedlichen Touren wählen und sofort in kurzweilige und zugleich informative Themenwelten mit spannenden Aufgaben, die es zu lösen gilt, eintauchen. 

Das Besondere an lialo – eine Abkürzung für „like a local“ – ist dabei, dass der Fokus weniger auf typisch touristischen Informationen liegt, sondern vielmehr auf weniger bekannten Geschichten und Geheimtipps, die nur echte Berlin-Kenner parat haben. Zudem kann man lialo nicht nur in Berlin, sondern überall nutzen, um selbst Touren zu erstellen, die nicht öffentlich, sondern privat oder von Freunden gespielt werden können. So kann man bspw. anlässlich einer Geburtstagsparty die Lieblingsorte des Jubilars erkunden oder zu einem Junggesellenabschied die vom Brautpaar gemeinsam besuchten Plätze besuchen und jeweils mit Anekdoten und Erinnerungen versehen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Weil wir erkannt haben, dass den Spaß, den unsere Kinder auf spielerischen Erkundungstouren hatten, auch erwachsene Menschen haben können, wenn man sie interessante, häufig verborgene Orte erkunden lässt. lialo Touren führen Menschen nun genau zu solchen Orten.

Welche Vision steckt hinter lialo?

Spaß am Entdecken wunderbarer Orte und ihrer Geschichten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es ist uns gelungen, die spielerische Idee in ein klar strukturiertes Spiel- und Tourkonzept in einer App umzusetzen. lialo wird vom Mitgründer, Christian Wegner (Momox-Gründer), finanziert.

Wer ist die Zielgruppe?

lialo bietet viele unterschiedliche Touren an. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei, deswegen sprechen wir Familien, Paare, Kinder, Touristen und Berliner gleichermaßen an. Viele unserer Touren sind zudem barrierefrei und können somit auch von Rollstuhlfahrern oder Familien mit Kinderwagen gespielt werden. 

Wie funktioniert lialo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ohne Download, Installation oder Anmeldung können aktuell 21 thematisch ganz unterschiedliche Touren kostenlos in der Stadt gespielt werden.

Das Erkunden von Orten steht im Mittelpunkt. Jede Tour besteht aus einer Einleitung, Wegbeschreibungen, Aufgaben und Informationen an den einzelnen Zwischenstopps sowie Informationen zum Abschluss der Tour. Was uns zudem von anderen Anbietern unterscheidet ist, dass man mithilfe von lialo auch eigene, private Touren erstellen und Freunde und Familie auf selbst konzipierte Entdeckungstour schicken kann.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Das lialo Team hat von Anfang an dezentral gearbeitet, daher gab bezüglich der Arbeitsabläufe keine Veränderungen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

An unseren lialo Touren mussten wir nichts ändern. Ganz im Gegenteil: Insbesondere jetzt während der Corona-Pandemie ist lialo eine tolle Möglichkeit, für eine unterhaltsame Freizeitaktivität, bei der alle geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregeln problemlos eingehalten werden können. Mit lialo kann man Berlin kennenlernen oder auch neu entdecken. Die Touren sind also für Berlin Besucher, sowie für Berliner interessant.

Insbesondere unsere Touren in den Außenbezirken laden zum Entdecken neuer Orte ein. Das ist Urlaub in der eigenen Stadt.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Krise brachte auch eine Art der Besinnung. Vielleicht ist nun Zeit, sich endlich mal all die wunderbaren Orte in der Nachbarschaft anzusehen und deren Geschichten zu hören.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich würde mich über ein buntes Tourangebot in Deutschland freuen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Konzentriere Dich auf die wesentlichsten Produktfeatures.

2. Teste Dein Produkt in realer Umgebung mit echten Menschen in jeder einzelnen Entwicklungsphase.

3. Höre anderen Menschen zu und lerne für das Produkt.

Wir bedanken uns bei Andree Sadilek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Glück ist mit den Tüchtigen

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McBrikett Grillkohle grillen Kokokosnussschalen Bambus Marabu

McBrikett hochwertige und umweltfreundlicher Grillkohle aus Kokokosnussschalen, Bambus und Marabu

Stellen Sie sich und das Startup McBrikett doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Kasper Damkier, Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer der McBrikett GmbH. Wir haben uns auf die Vermarktung von hochwertiger und umweltfreundlicher Grillkohle aus Kokokosnussschalen, Bambus und Marabu spezialisiert. Inzwischen ist der FUSL – Fett und Schmutzlöser mit dazu gekommen. Und weitere spannende innovative Produkte rund um das Grillen folgen. Wir sind mit unserer Grillkohle absoluter Platzhirsch in der Grill- und BBQ-Szene, alle letzten 6 BBQ-Europameister schwören auf unsere Produkte, wir beliefern seit 3 Jahren Grill den Hennsler und möchten jetzt mit unseren Produkten die Gärten der Nation erobern.  

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Nach meinem Burnout 2010 war es Zeit, etwas Neues zu machen. Ich fand das Produkt Kokoskohle einfach gut, weil ich auf Qualität, Grillen und Nachhaltigkeit stehe. Und all das vereint Kokoskohle, mit der ich angefangen habe. 

Welche Vision steckt hinter McBrikett?

Wir möchten Grillen nachhaltiger, entspannter und bequemer machen, durch Qualität und schonenden Umgang mit Ressourcen. Das eine schließt das andere nicht aus. Im Gegenteil, unsere verwendeten Rohstoffe, sind alle energieehaltiger als das hierzulande beliebte Buchenholz.
Qualität nicht trotz Upcycling, sondern dank Upcycling. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Finanziert wurde das Projekt mit Eigenkapital. Der Anfang ist noch überschaubar, aber in die Tiefe und in Breite wachsen ist dann die große Herausforderung, da die Lieferzeiten 10-12 Wochen betragen und man dadurch große Teile seines Kapitals in Ware stecken muss, was die Liquidität natürlich schmälert. Und, weil Ware für Banken keine Sicherheit darstellt, waren die leider auch keine Hilfe. Der Anfang war nicht einfach, aber das Gröbste haben wir hinter uns.

Aber die größte Herausforderung ist es immer noch die potentiellen Kunden (Endverbraucher) davon zu überzeugen, dass sie etwas mehr pro Kilo Grillkohle ausgeben müssen, um Geld zu sparen. Denn unsere Kohle glüht 3 mal länger als normale Baumarktkohle, was zu einen nahezu unerreichten Preis-Leistungsverhältnis führt. Aber das zu kommunizieren ist tatsächlich die täglich größte Herausforderung. Aber auch das gelingt immer besser, da die Kohle für sich spricht und jeder, der sie mal im Grill hatte, weiß, dass wir nicht lügen und sie wirklich so heiß brennt und so lange hält.

Wer ist die Zielgruppe von McBrikett?

Natürlich alle, die gerne und viel grillen. Jeder mit bewusstem und nachhaltigem Lebensstil. Qualitätsbewusste Menschen, die wissen, wer günstig kauft muss es sich leisten können, das ist bei Grillkohle nicht anders. In Zahlen ausgedrückt ist unsere Kernzielgruppe 30 – 55 Jahre,  männlich mit Haus und Garten. Wobei  wir auch gerade an Produkten und Konzepten arbeiten, die Frauen ansprechen werden. 

Was ist das Besondere an der Grillkohle? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wie schon erwähnt verwenden wir für unsere wichtigsten Produkte mit Kokosnussschalen, Bambusspänen und Marabu Rohstoffe, die früher als Abfall, bzw. Nebenprodukte angefallen sind. Durch Upcycling stellen wir daraus wertvolle Güter her. Dank großem Knowhow und unseren guten Partnern können wir Grillkohle herstellen, die qualitativ der normalen Supermarktkohle weit voraus ist. Alle unsere Grillkohlen, egal ob Briketts oder Holzkohle, sind rauchfrei und geruchsneutral. Was nicht nur den Nachbarn, sondern auch die eigene Nase freuen dürfte, wenn man nach dem Grillen nicht nach Lagerfeuer stinkt und die Klamotten sofort in die Wäsche können.  Unsere Kohle glüht heißer und wesentlich länger als 0815-Kohle, was in einer sensationell günstigen Grillstunde resultiert. Der Preis pro Leistung ist entscheidend, nicht pro Kilo. Der Aschegehalt ist mit 2-6% sehr gering und bei Bedarf kann man die Kohlen ersticken und beim nächsten Grillen wieder hernehmen. Das geht nur, weil die Qualität so hoch ist.  

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Der Onlineumsatz hat enorm zugenommen. Während des Lockdowns ist der Traffic und die Suchanfragen gut nach oben gegangen. Alle waren zuhause und haben bei dem schönen Wetter so viel gegrillt wie nie zuvor. Entsprechend war, bzw. ist die Grillbranche einer der wenigen Profiteure von Corona gewesen. Isoliert betrachtet hätte ich geschäftlich nichts gegen einen zweiten Lockdown, privat kann ich sehr gut drauf verzichten. Und nicht isoliert betrachtet würde ein zweiter Lockdown die gesamte Wirtschaft zum Erliegen bringen. Entsprechend freue ich mich auf eine Welt nach Corona. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir waren davor schon gut aufgestellt was das Onlinegeschäft angeht, darum mussten wir zum Glück nicht so viel verändern. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Es überlebt nicht der Stärkste, sondern der sich am besten anpasst. Und durch Corona hat sich die Welt verändert, und jede Veränderung bringt neue Möglichkeiten, neuen und verlagerten Bedarf sowie Nischen mit sich. In den Zeiten einer Krise, bzw. in Zeiten von Corona muss man als Unternehmer schnell sein, diesen neuen Bedarf analysieren und sich mit entsprechend anpassen.  

McBrikett, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir hoffen doch schwer, dass wir bis dahin den Großteil der Griller erreicht haben und von unseren Produkten überzeugen konnten. Dass Qualität, Nachhaltigkeit und Geldsparen sehr einfach vereinbar sind. Wir möchten in die Breite mit einer größeren Produktvielfalt und in der Tiefe wachsen ohne an Qualität zu verlieren. Wenn in 5 Jahren alle guten Griller an McBrikett denken, wenn sie an Grillkohle denken, wäre das Ziel auf jeden Fall erreicht.     

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Die Einstellung muss stimmen. Wer für seine Idee brennt, Liebe und Leidenschaft mitbringt kann viel bewegen, egal in welcher Branche.
Die richtigen Geschäftspartner auswählen, die mit dem gleichen Tempo in die gleiche Richtung gehen wollen und können.
Wenn du jeden Tag hart arbeitest und Spaß an dem hast, was du machst, kommt der Erfolg meist von selbst. Wobei selten über Nacht. Das Glück ist mit den Tüchtigen.

Wir bedanken uns bei Kasper Damkier für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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