Samstag, Januar 3, 2026
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Man braucht als Gründer Ausdauer

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BalancAir: Rehaler mithilfe von CO2 Migräne behandeln 

Stellen Sie sich und das Startup BalancAir kurz unseren Lesern vor!

Ich habe 2009 das MedTech BalancAir in Aarhus in Dänemark gegründet. Damals war ich noch Student und auf der Suche nach einer wirksamen Behandlung meiner Atemprobleme mithilfe von CO2. Nach der Patentanmeldung und einer ersten Studie mit dem Rehaler entdeckte ich, dass man mithilfe von CO2 auch Migräne wirksam behandeln kann – so entstand die Idee zum Rehaler, der durch das Einatmen einer bestimmten Mischung von CO2 und Sauerstoff einen Migräneanfall hemmen oder sogar komplett vermeiden kann. 2013 holte ich meinen Bruder Asger als CEO ins Boot, mittlerweile haben wir 12 Mitarbeiter. 2016-17 haben wir eine wissenschaftliche Studie zur Migränebehandlung mit dem Rehaler abgeschlossen und Ende 2018 den Markteintritt in Deutschland geschafft.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Noch im Studium habe ich den ersten Prototypen des Rehalers gebaut. Ausschlaggebend waren meine Atemprobleme, die ich mit CO2 behandeln wollte. Schnell entdeckte ich das Potential des Rehalers. Im Rahmen meiner Doktorarbeit an der Technischen Universität Dänemark forschte ich weiter an dem Thema und gründete dazu das MedTech BalancAir. 

Welche Vision steckt hinter dem Rehaler?

Wir möchten Menschen dabei helfen, ihre Migräne zu behandeln, und das auf einfache Art und Weise und ganz ohne Nebenwirkungen. Medikamentöse Behandlungsformen haben oft nur eine begrenzte Wirkung und sollten meistens erst beim Einsetzen der Schmerzen eingenommen werden – ganz zu schweigen von den oftmals massiven Nebenwirkungen. Mit dem Rehaler hingegen kann man schon frühzeitig gegen eine Migräneattacke vorgehen und so verhindern, dass sie vollständig oder überhaupt ausbricht.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir mussten von Anfang an darum kämpfen, gegen etablierte pharmazeutische Migränebehandlungsmethoden zu bestehen und als echte Alternative zu Triptanen und Co. wahrgenommen zu werden. Ein großer Vorteil ist es, dass immer mehr Menschen weg wollen vom ständigen Tablettenschlucken und sich nach anderen Behandlungsmöglichkeiten umschauen – so werden sie auf uns aufmerksam.

Nach einer ersten Finanzierung durch meinen Vater, dank der ich das Patent für den Rehaler anmelden konnte, erhielten wir 2013 durch den Gewinn des Venture Cup ein wichtiges Startkapital für die weitere Forschung und Entwicklung des Rehalers. Seit 2016 haben neun Business Angels rund 2,5 Millionen Euro in unser Unternehmen investiert. 

Wer ist die Zielgruppe von Rehaler?

Der Rehaler ist für erwachsene Personen, die an Migräne mit Aura leiden geeignet. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Migräne mit visuellen Warnsignalen, wie dem Tunnelblick, oder anderen sensorischen Störungen, die den Kopfschmerzen vorausgehen.

Wie funktioniert der Rehaler? Wo liegen die Vorteile?

Der Rehaler besteht aus einem Inhalator, einer Nasenklammer, einer Kontroll-Einheit und einer Smartphone-App. Kündigt sich eine Migräneattacke an, kann man durch Einatmen in den Inhalator und mithilfe der App und der Kontrolleinheit die CO2-Konzentration im Blut anheben und den Sauerstoffgehalt hoch halten, wodurch man einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns vorbeugt und die Schmerzempfindlichkeit der Nerven verringert. Dies hat sich als wirksam bei der Linderung und oft vollständigem Stoppen von Migräneanfällen erwiesen. Dabei ist die Anwendung des Rehalers einfach, unkompliziert und völlig nebenwirkungsfrei.

Wie ist das Feedback?

Bereits im Rahmen unserer wissenschaftlichen Studie 2016-17 haben 78 Prozent der Testpersonen eine signifikante Schmerzlinderung mit dem Rehaler erfahren oder konnten ihre Anfälle sogar komplett stoppen. Auch heute erreicht uns viel zufriedenes Feedback unserer Kunden. Zum einen können sie den Rehaler überall mit hinnehmen und anwenden, sodass sie in ihrem Alltag nicht eingeschränkt werden. Zum anderen haben sie keine Nebenwirkungen nach der Anwendung des Rehalers, anders als bei gängigen Migränemedikamenten.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Als nächstes Ziel steht eine große Studie mit rund 200 Teilnehmern an, die wir bis Ende 2020 abgeschlossen haben möchten. Außerdem möchten wir in den nächsten Jahren der Marktführer und Experte rund um die Behandlung von Migräne in Deutschland werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Man braucht als Gründer Ausdauer. Zwischen dem Rehaler-Prototypen und der ersten Anwendung des Rehalers durch einen Migränepatienten lagen bei uns sechs ganze Jahre.
  • Überzeugung ist mindestens genauso wichtig. Nur wenn man als Gründer zu 100 Prozent hinter seinem Produkt steht und mit Leib und Seele dabei ist, kann man auf Dauer als Unternehmen bestehen. 
  • Bevor man sich an’s Gründen wagt, sollte man sich auch den Markt genau anschauen. Gibt es das Produkt oder die Lösung, die man anbieten möchte, schon in dieser oder einer ähnlichen Form oder kann man hier wirklich eine Angebotslücke füllen?

Wir bedanken uns bei Troels Johansen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Redet mit möglichst vielen Leuten über Eure Ideen.

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Seifenmanufaktur Natalie hochwertige Seifen frei von Palmöl

Stellen Sie sich und die Seifenmanufaktur Natalie doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich heiße Natalie und bin die Gründerin und Geschäftsführerin der Seifenmanufaktur Natalie GmbH. Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen, das großen Wert auf Nachhaltigkeit und Fairness im Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern legt. Alle unsere Produkte werden in Deutschland (Düsseldorf) produziert, beinhalten nur ausgewählte Rohstoffe und verzichten bei Verpackung und Produktpräsentation komplett auf Plastik. 

Ich selbst habe meine berufliche Laufbahn in der Hotellerie gestartet und danach ein Marketingstudium in den Niederlanden absolviert. Vor Gründung der Seifenmanufaktur habe ich im Marketing bei einem großen Onlineshop gearbeitet. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen? 

Seit ca. 8 Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit dem Thema Rohstoffe in der Kosmetik. Daher habe ich angefangen meine ersten Cremes, Badezusätze und vor allem Seifen herzustellen. Für Letztere habe ich die größte Leidenschaft entwickelt und seitdem unzählige Rezepte kreiert, ausprobiert und perfektioniert. Es war schon lange mein Traum, meine Passion und Begeisterung für individuelle handgesiedete Seifen mit anderen zu teilen.

Ich glaube das sich der Markt für Kosmetik langsam wandelt. Die Menschen achten mehr und mehr darauf, welche Inhaltsstoffe die Produkte beinhalten und wie die Produkte produziert werden. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt für eine Unternehmensgründung in diesem Bereich ist.

Was war bei der Gründung der Seifenmanufaktur Natalie die größte Herausforderung? 

Ich glaube diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da es viele Herausforderungen gab. Neben den aufwendigen Dokumentationen und den Labortests für Kosmetikprodukte, war vor allem der administrative Aufwand eine Herausforderung. Am liebsten würde ich mich ausschließlich mit der Produktion der Seifen und dem austüfteln neuer Rezepte beschäftigen, als mit Steuerunterlagen und Chargendokumentation. Aber das gehört nun mal auch zu den Aufgaben als Jungunternehmerin. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist? 

Natürlich kann man das. Dies war jedoch nicht mein Anspruch. Deshalb habe ich mir mit der Gründung Zeit gelassen und erst einmal das Rahmenwerk für die Manufaktur aufgebaut. Wir mussten erst einmal die Marke kreieren, unsere Zielgruppe definieren und realistische Ziele setzen. Rund um die Seifen soll eine moderne und ansprechende Markenwelt aufgebaut werden. Zudem ist es wichtig den Vertrieb genau zu planen. Viele Gründer haben großartige Produkte oder Ideen, scheitern aber letztendlich an ihrer Vertriebskompetenz. Das wollten wir von Anfang an anders und besser machen.

Welche Vision steckt hinter der Seifenmanufaktur Natalie? 

Wir haben mit Seifenmanufaktur Natalie eine Lifestyle-Marke für handgefertigte Premium-Pflegeseifen gegründet. Diese sind frei von Palmöl, enthalten keine Konservierungsstoffe und verzichten auf synthetisches Glycerin. Wir wollen damit Menschen ansprechen, die sich mit Ihrer Kosmetik beschäftigen und bei der Benutzung ein gutes Gefühl haben möchten. Diese Zielgruppe wächst kontinuierlich.

Wer ist die Zielgruppe der Seifenmanufaktur Natalie? 

Momentan verkaufen wir hauptsächlich an Gewerbekunden. Dies sind Hotels, die die Seifen als Geschenke für besondere Gäste verwenden und in Ihren Boutiquen verkaufen, Kosmetikstudios, Pflegeeinrichtungen, Fitnessstudios und Boutiquen. Künftig ist auch ein eigener Online-Shop geplant, damit z.B. Leute, die unsere Seifen aus Hotels kennen, diese auch direkt bei uns erwerben können. Zudem bekommen wir immer mehr Anfragen von Privatkunden. Diese wollen wir künftig ebenfalls bedienen können. Auch haben wir vermehrt Anfragen von Unternehmen, die mit unseren Seifen Werbeaktionen bei Ihren Kunden durchführend wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Die meisten Anbieter in diesem Segment verwenden entweder günstige Rohstoffe in Ihren Seifen wie z.B. synthetisches Glycerin und Palmöl oder produzieren eher langweilige Seifen. Erstere entsprechen nicht unserem Nachhaltigkeitsgedanken. Letztere erreichen mit Ihren Produkten oft nicht die Zielgruppen, welche sich eher für durchdachte Lifestyleprodukte interessieren. Hier bieten wir die Alternative, um auch zu modernen Shop-Konzepten zu passen.

Seifenmanufaktur Natalie, wo geht der Weg hin? 

Aktuell sind wir auf der Suche nach neuen Vertriebspartnern. Wir wollen Schritt für Schritt unser Netzwerk erweitern und damit auch unsere Produktion ausweiten. Dabei setzen wir, wie es auch schon unsere Unternehmensphilosophie vorgibt, auf Nachhaltigkeit. Das Feedback aus dem Markt ist sehr positiv und der nächste Schritt ist eine flächendeckende Gewinnung von Vertriebspartnern in den wichtigsten Großstädten in Deutschland. 

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In fünf Jahren wollen wir unsere Markenbekanntheit stark gesteigert haben. Wenn wir aktuell mit Leuten sprechen, sind Sie begeistert vom Produkt und der Idee. Jedoch kennt man uns noch zu wenig. Da wir zu 100 Prozent Eigenkapitalfinanziert sind, können wir frei am Markt agieren und sind niemandem Rechenschaft schuldig. Auch wenn wir kein Kapital benötigen, wäre eine Zusammenarbeit mit einem Investor interessant, der uns einen stärkeren Marktzugang im Handelsbereich bieten kann.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben? 

  1. Unternehmensgründungen sind etwas sehr Schönes und Herausforderndes. Jedoch sollte man sich gut überlegen ob man bereit ist, persönlich und fachlich, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Deshalb ist es wichtig einen fundierten Businessplan zu erarbeiten diesen ggf. mit einem Gründungsexperten zu besprechen.
  2. Redet mit möglichst vielen Leuten über Eure Ideen. Hier bekommt ihr einen guten Eindruck, ob es einen Markt gibt und wie ihr Eure Produkte und Services gestalten solltet.
  3. Eines der größten Probleme von Gründern sind oft nicht die Produkte oder Dienstleistungen. Meist haben Start-Ups ein Vertriebsproblem. Überlegt Euch deshalb gut, wie ihr Euren Vertrieb aufbauen könnt, um nicht an dieser Stelle zu scheitern.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Natalie für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach machen und nicht zuviel drüber nachdenken

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WobeSan Wochenbett-Produkte für frischgebackene Mamas

Stellen Sie sich und das Startup WobeSan doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Yvonne Tobler, Mutter von 2 Töchtern, Hebamme und Gründerin von WobeSan. Spezialisiert sind wir auf Entwicklung und Vertrieb von Wochenbett-Produkten für frischgebackene Mama’s und demnächst auch mit einem Produkt für Babys.

Wir haben kühlende Wochenbett-Binden, die man sofort nach der Geburt anwenden kann. Dadurch werden Schwellungen reduziert und trockene Kühlung wirkt schmerzlindernd.

Auch für gereizte Brustwarzen zum Stillbeginn haben wir weiche wiederverwendbare Bio Bambus Stilleinlagen und eine vegan lanolinfreie Brustwarzencreme. Selbstverständlich auch einen leckeren Tee, der dabei helfen kann die Rückbildung der Gebärmutter zu unterstützen. 

Bald wird es auch ein hautberuhigendes und regenerierendes Spray geben, welches z.B. bei gereizter Haut im Windelbereich angewandt werden kann. Mit WobeSan möchte ich Lösungen anbieten, die gerade am Anfang oftmals auftreten können.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Im Umgang mit Wöchnerinnen ist mir aufgefallen, dass es an sinnvollen und praktischen Produkten fehlt, die einfach anzuwenden sind. Vor allem zur Schmerzlinderung und Regeneration nach der Geburt wollte ich den Frauen mit meiner Hebammenexpertise zur Seite stehen. Ich möchte dazu beitragen, dass der Start ins Familienleben gut gelingt – um möglichst viele Mütter zu erreichen und helfen zu können entstand WobeSan.

Was war bei der Gründung von WobeSan die größte Herausforderung?

Ich habe WobeSan nebenberuflich gegründet. Arbeite aktuell weiterhin als Hebamme. Das ist nach wie vor meine grösste Herausforderung Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Finanziert habe ich mein kleines Unternehmen selbst, ohne Bankkredite oder Investment. Auch das war eine grosse Herausforderung.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut, ich bin das Beste Beispiel dafür. Denn oftmals entwickelt sich aus einer Idee eine weitere, oder man überdenkt sie nochmals. Flexibilität ist wichtig um voranzukommen.

Welche Vision steckt hinter WobeSan?

Das ganz vielen Mütter meine Produkte gefallen, sie benutzen und weiterempfehlen. WobeSan als Marke, die immer bekannter wird.

Wer ist die Zielgruppe von WobeSan?

Die Zielgruppe sind Mamas und deren Babys.  Aber auch deren Familienmitglieder oder Freunde, die auf der Suche nach einem sinnvollen und praktischen Geburtsgeschenk sind.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Durch meine Arbeit als Hebamme sehe ich täglich die Notwendigkeit für Produkte nach der Geburt, die Probleme lösen und hilfreich sind. Mit meiner Hebammenerfahrung entwickle ich genau für diese sensible Phase im Leben einer Frau, die passenden Produkte. Ich bin autentisch und helfe gerne.

WobeSan, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Sichtbar werden und sichtbar bleiben ist das grösste Ziel was den Markenaufbau betrifft.

E-Commerce spielt dabei eine wichtige Rolle, gerade was das Wachstum betrifft. Und genau hier sehe ich WobeSan in 5 Jahren erfolgreich am Markt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1. Einfach machen und nicht zuviel drüber nachdenken 

2. Offen zu sein für neuen Input und neue Leute

3. Sich nicht abhängig von Banken machen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Yvonne Tobler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Automatisiert möglichst viele Prozesse

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dabelino ökologisch hergestellte Bücher, Papeterie- und Geschenkartikel

Stellen Sie sich und das Startup dabelino doch kurz unseren Lesern vor!

dabelino ist ein charmanter Buch- und Non-Book-Verlag mit Sitz in Butzbach und Berlin, welcher für ökologisch hergestellte Bücher, Papeterie- und Geschenkartikel steht und Anfang des Jahres mit dem „German Design Award“ ausgezeichnet wurde.

Der Name dabelino setzt sich dabei aus dem Wort „dabbeln“ (hessisch: Kinderschritte) und der verniedlichenden Endung –ino zusammen. Man könnte den Namen also mit „Kinderschrittchen“ übersetzen. Denn passenderweise begleiten viele unserer Produkte Kinder bei ihren Entwicklungsschritten durchs Leben – z.B. unsere Eintragebücher zum Thema Taufe, Geschwister und Geburt, unsere Schulkind-Buttons oder Geburtstagskarten- und Geschenkpapiere.

Das Motto „Schritt für Schritt“ passt aber auch sehr gut zu uns als Unternehmen. 2017 gegründet von meiner Mutter Birgit Frömel und mir, Miriam Frömel-Scheumann, wächst das Unternehmen fortlaufend, sodass unser Sortiment in der Kürze der Zeit bereits auf über 200 Produkte angewachsen ist, die neben dem Online-Vertrieb als erstem Schritt inzwischen auch in diversen inhabergeführten Läden und flächendeckend in vielen Buchhandlungen im DACH-Raum erhältlich sind.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Tatsächlich war dabelino das schönste Weihnachtsgeschenk, das wir uns selbst machen konnten. Die Idee dazu entstand nämlich an einem Weihnachtsabend, als wir feststellten, dass wir die vielfältigsten Kompetenzen in der Familie vereinen. Meine Mutter hat dank 20-jähriger Selbstständigkeit die kaufmännische Erfahrung und ich bin als studierte Medienwissenschaftlerin für das Kreative zuständig. Außerdem unterstützen uns mein Mann als IT-Experte, mein Vater als Handwerker („Hallo, Lager- und Messebau“) und nicht zuletzt meine beiden Kinder (3 und 5 Jahre) als Fachjury bei der Produktentwicklung. Wir sind also ein waschechtes Familienunternehmen.

Was war bei der Gründung von dabelino die größte Herausforderung?

Trotz unseres vereinten Wissens haben wir uns mit der Verlagsgründung doch auf komplett neues Terrain gewagt. Denn keiner von uns hatte davor Erfahrung in der Buch-Branche oder wusste was es als Waren-Hersteller und E-Commerce-Händler explizit zu beachten gilt. Sich da nach und nach in alle Regularien einzufuchsen, war Herausforderung und Ansporn zugleich.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt! Ich würde sogar sagen, wer nur mit einem perfekten Produkt starten will, wird nie loslegen (irgendwas kann man ja immer noch verbessern). Diesen Perfektionswahn habe ich spätestens seitdem ich Kinder habe, abgelegt. Planung ist das halbe Leben, aber die andere Hälfte ist mir weitaus sympathischer. Und hätten wir nicht einfach mit dem Verkauf auf Online-Marktplätzen als ersten Step begonnen, gäbe es dabelino in der heutigen Form wohl nicht.

Welche Vision steckt hinter dabelino?

Die Vision für dabelino setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

Produktinnovationen, die den Menschen dienen, in einem nahezu gesättigten Markt: Nicht ohne Grund wurden unser Babyalbum für Sternenkinder und die dazugehörigen Trauerkarten prompt mit einem der international renommiertesten Designpreise ausgezeichnet bzw. für die „Goldene Grußkarte“ nominiert.

Wir möchten den schon bestehenden Geschenkbuch- und Grußkarten-Markt dauerhaft zum Positiven verändern, indem wir ausschließlich besonders nachhaltig und fair produzierte Artikel anbieten und eine möglichst breite Käuferschaft dafür finden. Denn nur „immer mehr Konsum“, kann ja global gesehen nicht die Lösung sein. Das ist vergleichbar mit dem Bezug von Ökostrom – der Energiekuchen bleibt in Summe immer gleich, aber je mehr Leute umweltfreundlichen Strom nutzen, desto größer ist das Öko-Kuchenstück.

Wer ist die Zielgruppe von dabelino?

Die Zielgruppe von dabelino ist breit gefächert, meist sind es allerdings Familienmitglieder – Mütter, Väter, Tanten und Großeltern, die den Kleinen eine Freude machen wollen und Wert darauf legen, wo und wie die Produkte, die sie verschenken, hergestellt wurden. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Hochwertigkeit, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind fester Teil unserer Markenphilosophie. Die fängt bei der Verwendung von Recyclingpapier und mineralölfreier Druckfarbe an, spiegelt sich im klimaneutralen Webshop und dem Produktionsstandort Deutschland wider und endet bei der Spendenpartnerschaft mit den ehrenamtlichen Sternenkindfotografen. Außerdem versteht sich dabelino als digital getriebenes Unternehmen, das nicht nur den Online-Verkauf seiner Produkte optimiert hat, um auch die jüngere Zielgruppe zu erreichen, sondern auch möglichst viele Prozesse im Hintergrund digitalisiert hat. Und das alles in einer eher technik-feindseligen Branche, die zum Teil noch Standards verwendet, die vor 20 Jahren aktuell waren. 

dabelino, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das Thema Nachhaltigkeit bezieht sich bei uns nicht nur auf die Produkte, sondern auch auf den Unternehmensaufbau. Worauf wir definitiv nicht hinarbeiten ist ein schneller Exit. Wir erfreuen uns lieber daran, ganz im Sinne eines „Slow Business“ bleibende Werte zu schaffen. Was die Handelsaktivitäten anbelangt, würden wir gerne noch mehr mit kleinen und großen Händlern zusammenarbeiten. Wir finden, dass es Kunden so einfach wie möglich gemacht werden sollte, bewusst zu konsumieren. Dafür braucht es breite Vertriebswege.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Denkt beim Thema Diversität auch an den Punkt Alter/Lebenserfahrung

Automatisiert möglichst viele Prozesse

Stellt den Menschen in den Mittelpunkt eurer Aktivitäten und baut eine Firma nicht nur einfach, weil es technisch möglich ist. Echte Problemlösungen sind ein Erfolgsgarant.

Fotograf Sophia Lukasch

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Miriam Frömel-Scheumann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Denken, tun und Chancen nutzen

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Sanni Shoo: Innovative und formschöne Produkte die Alltagsprobleme lösen

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Tatsächlich aus der Not heraus, kein Produkt zu finden, dass meine Anforderungen erfüllte. Konkret zerbrach im Winter die 3. Schuhabtropfschale, nachdem mein kleiner Sohn jeweils munter darauf gesprungen war. Ich suchte am Markt nach etwas Besserem als den üblichen mausgrauen Harzplastikschalen, fand aber nichts. Also entwickelte ich Kriterien, die ein besseres Produkt erfüllen sollte, und danach Schritt für Schritt mein erstes Produkt  – eine elastische, bunte Schuhabtropfmatte. Zunächst bot ich sie einem grossen Unternehmen in Lizenz an, doch dort ging alles sehr langsam. Es ging nur um Zahlen, möglichst billige Produktion, und irgendwann passte es nicht mehr. Ich schaute mich selbst um Produzenten (in Europa) um, gründete eine GmbH, und buchte einen Messestand auf der grössten Konsumgütermesse Europas. Mit 28.000 Stück Ware, und (noch) keinem einzigen Kunden.

Was war bei der Gründung von Sanni Shoo die größte Herausforderung?

Genau das, was ich vorhin so „locker beschrieben“ habe, also der Weg von der Entwicklung und Gründung bis zu den richtigen Handelspartnern, war sicher die grösste Herausforderung. Konkret: Sichtbar werden, Vertrauen gewinnen, und Vertriebspartner finden.  Ich war ein Niemand in der Branche, und plante an grosse Strukturen zu verkaufen. Heute mache ich das auch erfolgreich, aber es war ein harter Weg, in diese Strukturen zu kommen. An jener ersten  Messe gab es Interesse, und ich dachte, jetzt ginge es „Schlag auf Schlag“. Doch dem war nicht so. 

Nach der Messe fing die Aufarbeitung erst an, und es folgten Verträge, Listungs-Unterlagen – viel Rechtliches, viel Unkreatives, gepaart mit manchmal nicht gerade motivierenden Aussagen aus dem persönlichen Umfeld wie: „Als Quereinsteiger hast Du doch keine Chance.“ Oder „was es noch nicht gibt braucht vermutlich auch keiner“. Als Juristin hätte ich anfangs auf meinem „normalen“ Weg sicher mit weniger Sorgen mehr Geld verdient. Heute bin ich froh, dass ich durchgehalten habe.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich denke man muss sogar. Wenn man wartet, bis alles perfekt ist, dann startet man vermutlich nie. Das Konzept muss stehen, man muss daran glauben, konkrete Schritte planen und dann vor allem: TUN. Aus meiner Erfahrung geht nicht immer alles so auf wie geplant, das heisst man muss Pläne gelegentlich anpassen. Das heisst, perfekt ist es vermutlich nie. Oder anders gesagt: wenn ich glaube, dass es perfekt ist, befinde ich mich vermutlich in einer Komfortzone, und von dort aus gibt es keine Weiter-Entwicklung. Meist war es ein Fehler (oder positiver gesagt das nicht Perfekte), das mich jeweils einen Schritt weiter gebracht hat.

Welche Vision steckt hinter Sanni Shoo?

Mit einfachen und schönen Produkte Lösungen für Alltagsprobleme zu bieten. Dinge zu erschaffen, die den Alltag erleichtern, und ein bisschen bunter oder fröhlicher machen. Das schönste Kompliment für mich ist, wenn ein Kunde sagt. „das ist so einfach, aber so nützlich – warum ist da vorher noch niemand draufgekommen“

Wer ist die Zielgruppe von Sanni Shoo?

Als Zielgruppe waren vorwiegend Frauen ab 25 Jahren gedacht, die ihren Alltag und ihr zuhause effizient organisieren und gutes, funktionales Design schätzen. Ich sage „waren“, weil tatsächlich über die Hälfte der Kunden heute Männer sind. Viele kaufen die Dinge für zuhause oder fürs Büro. Die Produkte kosten zum Grossteil zwischen 10 und 20 Euro, das heisst sie sollen für jede/n leistbar sein, der oder die sich vom Nutzen und Design angesprochen fühlen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Sanni Shoo entwickelt Nischenprodukte. Produkte, die mit neuem Design ein altes Alltagsproblem lösen.  Der Produktmarkt allgemein ist natürlich riesig, und auch übersättigt. Es gibt darunter viele „Trendprodukte“, für die der Markt momentan gross ist, und die „sexy“ sind. Beispiel Trinkflaschen. Die liegen im Trend, und es gibt in diesem Bereich fast nichts, was es nicht gibt. Hier unterscheidet sich Sanni Shoo: Wir entwickeln bewusst keine Produkte für Kategorien, die im Trend liegen. Sanni Shoo Produkte bewegen sich oft in einem  sehr bodenständigen Bereich, werden aber durch das Design zum Lifestyle-Produkt.

Ein Beispiel: Ein Spültuchhalter ist nun wirklich nicht sexy. Drip.line von Sanni  ist aber anders:  bunt, in verschiedenen Formen und mit verschiedenen Funktionen. Die reichen vom Spültuchhalter bis zum Flaschen-Abtropfer oder Untersetzer. Oft fragen Freunde mit gerümpfter Nase: „Du? Alltagshelfer? Haushaltsprodukte? Aber – unser Heim ist nun mal ein Ort, wo wir uns viel aufhalten, und die Möglichkeiten für Optimierung sind fast endlos.

Sanni Shoo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren soll die Produktfamilie ein weiteres grosses Stück gewachsen sein, Ideen für nützliche Produkte gibt es noch genügend. Ausserdem wird der digitale Bereich wachsen. Bis jetzt hat Sanni Shoo 90% über den Einzelhandel verkauft, und nur 10% online. In 5 Jahren soll das Verhältnis ausgeglichen sein, und gleichzeitig der Umsatz weiter mit mind. 30% pro Jahr steigen. Der Nutzen der Sanni Shoo Produkte ist teilweise erklärungsbedürftig, d.h. digital und stationär ergänzen einander optimal. Menschen finden online Bilder, Videos, Erklärungen und Testberichte und kaufen offline. Oder umgekehrt. Das Programm „Unternehmerinnen der Zukunft“ unterstützt mich und andere Unternehmerinnen bei diesem digitalen Weg.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Denken, tun, Chancen nutzen, Kursänderungen vornehmen wenn nötig –  und vor allem: dranbleiben. Sich bewusst sein, dass das „dranbleiben“ oft der härteste Teil ist. Und mit Menschen über Ideen sprechen. Wissend, dass man dabei auch auf Skepsis stossen kann. Wenn man aus diesem feed-back die Idee mit realistischen Zahlen und Fakten weiterentwickelt, ohne sich davon abschrecken zu lassen, dann ist man auf gutem Wege. Und im Endeffekt entscheidet nur einer: der Kunde

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Susanne Richter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bewahren Sie sich Ihre Motivation auch in schwierigen Zeiten

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Habib Consulting verbindet Spenden, CSR & Employer Branding miteinander

Stellen Sie sich und das Startup Habib Consulting kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Lukas Habib (31) und ich bin Gründer der Firma Habib Consulting mit Sitz in Freiburg.

In war beruflich bereits sowohl in der Privatwirtschaft, als auch im Non-Profit Bereich tätig. Immer wieder begegneten mir die folgenden Probleme, die ich nun mit meinem Unternehmen ganzheitlich und gewinnbringend für beide Bereiche lösen möchte:

Unternehmen spenden in Deutschland jährlich circa 11 Milliarden Euro für gemeinnützige Projekte. Das ist gut und sehr wichtig. Allerdings wird das Geld nicht immer bedarfsorientiert und zielführend verwendet. Der Ärger über diesen Missstand veranlasste mich dazu, Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Spendenempfänger zu helfen und vor allem auch zu überprüfen, wofür die Spende tatsächlich genutzt wurde.

Dies ist dann auch der ideale Startpunkt für eine umfassende Optimierung der unternehmerischen Strategien. Vielen Unternehmen fällt es sehr schwer sich von der Konkurrenz abzuheben, eine sympathische und authentische Marke aufzubauen, geeignete Mitarbeitende zu bekommen oder diese langfristig zu binden. 

Durch die Verquickung der Bereiche Spendenvermittlung, CSR-Beratung und Employer Branding helfen wir Unternehmen ihre Probleme zu lösen und gleichzeitig Gutes für unsere Gesellschaft zu tun. 

Momentan bin ich in der Hauptsache alleine tätig, bekomme in Sachen Datenerhebung und -analyse bei Bedarf aber auch Unterstützung durch meine Partnerin.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Zum einen habe ich Probleme erkannt, die ich so gut es geht lösen will. Zum anderen habe ich erkannt, dass ein eigenes Unternehmen die einzige echte Möglichkeit für mich ist, um all meine Kreativität, meine Ideen und meinen Tatendrang umsetzen zu können.

Welche Vision steckt hinter Habib Consulting?

Die Vision ist auch gleichzeitig die Motivation. Ich will, dass Spenden wirklich da ankommen wo sie gebraucht werden und dort wertschätzend verwendet werden. Diese sollen sowohl für unsere Gesellschaft, als auch für spendenden Unternehmen den größtmöglichen Nutzen haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

In der Tat war die Finanzierung eine der größten Herausforderungen. Da ich keinen Kredit aufnehmen wollte, musste ich die Unternehmensgründung anpacken, während ich noch in einer Vollzeitstelle tätig war. Das ging dann also erstmal nur in den sehr frühen Morgen- und Abendstunden. Für die notwendigen Arbeitsmittel habe ich meine persönlichen Reserven investiert. 

Eine weitere große Herausforderung war dann auch die Entscheidung meinen Job zu kündigen, um mich voll und ganz dem Unternehmen zu widmen. Schließlich habe ich als Familienvater eine gewisse Verantwortung zu tragen. Meine Familie steht aber ganz hinter mir und dem Unternehmen und befürwortet daher diese Entscheidung.

Eine aktuelle Herausforderung ist immer noch die Kundengewinnung. Gerade im Bereich der Unternehmensberatungen gibt es unzählige Anbieter. Der Markt ist für möglichen Kunden kaum zu überblicken und der Aufbau persönlicher Beziehungen enorm wichtig. Daran arbeite ich derzeit intensiv.

Wer ist die Zielgruppe von Habib Consulting?

Für die Spendenberatung besteht die Zielgruppe aus Unternehmen, welche ab einem fünfstelligen Betrag spenden und internationale Institutionen und Organisationen, welche häufig lokal Fördermittel bereitstellen.

Für die Bereiche CSR und Employer Branding sind es vor allem mittlere Unternehmen, da diese häufig vor ähnlichen Problemen wie die großen Firmen stehen, aber keine ausreichenden Kapazitäten haben, um eigene Mitarbeiternde für diese Bereiche einzustellen.

Welchen Service bieten Sie an? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegen die Vorteile?

Unser Service besteht aus einer innovativen und ganzheitlichen Methode, mit der wir aktuelle Herausforderungen von Unternehmen lösen. Nur wir können die Bereiche Spenden, CSR und Employer Branding zu einer langfristigen Strategie verbinden und somit mehrere Probleme von Unternehmen angehen. Dazu gehören unter anderem Herausforderungen wie die Abgrenzung zur Konkurrenz, die Mitarbeitergewinnung und die Mitarbeitersicherung und der Aufbau einer sympathischen und authentischen Marke.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback ist bisher sehr gut und motivierend. Dennoch muss die Aufmerksamkeit für unsere Arbeit erhöht werden. Zu viele Unternehmen gehen noch dazu über, eher nur eine Herausforderung anzugehen, anstatt das große Ganze zu bearbeiten. 

Habib Consulting, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die nächsten Jahre sind klar dem Gewinn mehrerer Großkunden gewidmet. In fünf Jahren sehe ich Habib Consulting als etabliertes Unternehmen mit mehreren Mitarbeitenden, welches langfristige Aufträge schließen konnte. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Lassen Sie sich immer wieder auf ein Neues inspirieren.

Lernen Sie aus Ihren Fehlern, denn alle Gründer machen welche.

Bewahren Sie sich Ihre Motivation auch in schwierigen Zeiten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lukas Habib für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Klopfe solange an die Tür, bis sie sich öffnet

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Wegatech plant und installiert nachhaltige Energietechnik für private Haushalte

Stellen Sie sich und das Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Karl Dienst und ich bin Gründer und Geschäftsführer von Wegatech. Wir planen und installieren nachhaltige Energietechnik für private Haushalte. Unsere Produkte sind Solaranlagen (Photovoltaikanlagen), Stromspeicher, E-Ladesäulen und strombetriebene Wärmepumpenheizungen. 

Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der die Versorgung eines Gebäudes sowohl mit Strom als auch mit Wärme beinhaltet. Die Solaranlage versorgt den Haushalt mit klimafreundlichem Strom, Batteriespeicher speichern Überschüsse und die mit Strom betriebene Wärmepumpenheizung versorgt das Haus mit warmem Wasser für die Heizung und das Bad.

Wie ist die Idee zu Wegatech entstanden?

2010 wollte ich das Haus meiner Eltern mit einer neuen, umweltfreundlichen Heizung ausrüsten. Die Wahl fiel schnell auf eine Wärmepumpe, eine Heiztechnologie, bei der Umweltwärme zum Einsatz kommt. Die Suche nach einem geeigneten Anbieter stellte sich allerdings als schwierig heraus, da die meisten Installateure nur Öl- oder Gasheizungen anboten. Nachdem ich dann doch einen Betrieb gefunden hatte, der eine Luft-Wasser Wärmepumpe bei meinen Eltern installierte, erkannte ich das Potential dieser Technologie – mit 1 Kilowattstunde Strom lassen sich bis zu 5 Kilowattstunden Wärme erzeugen. Gleichzeit werden Haushalte unabhängig von fossilen Brennstoffen und sparen kräftig CO2 ein. Ich erkannte das enorme Marktpotential – der Grund weshalb so wenig Haushalte auf Wärmepumpen umstiegen, lag an der Tatsache, dass die meisten Installateure den Beratungsaufwand scheuten, der nötig ist, um private Endkunden von der Technologie zu überzeugen. 

Welche Vision steckt hinter Wegatech?

Wegatech sieht sich als der Wegbereiter der dezentralen Energiewende. Unser Ziel ist es, Einfamilienhäuser in kleine Öko-Kraftwerke zu verwandeln, mit denen man sich unabhängig vom Energieversorger selbst mit Strom und Wärme versorgen kann. Ganz ohne Energieversorger geht es noch nicht ganz, aber 60-80% Eigenversorgung sind heute schon drin. Neben dem Prinzip der Eigenversorgung mit kostengünstiger Energie reduziert unsere alternative Technik die CO2-Emmisionen eines Haushalts um bis zu 80%. Je mehr Häuser mit unserer Energietechnik umgerüstet werden, desto schneller erreicht Deutschland seine ehrgeizigen Umweltziele.   

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die ersten drei Jahre waren sehr herausfordernd. Wegatech musste Referenzen aufbauen und Handwerksbetriebe von seinem Konzept überzeugen. Die ersten Kunden waren eher Pioniere, die sich auf das Abenteuer einließen. Je mehr Menschen wir von unserem Konzept überzeugen konnten, desto einfacher wurde es mit der Zeit neue Kunden und Partner zu gewinnen. Nichtsdestotrotz ging das Wachstum eher langsam voran und in vielen Bereichen fehlten notwendige, digitale Prozesse, um effizienter zu werden. Ende 2015 folgte dann die eigentliche Startup Phase und eine starke Digitalisierung aller Unternehmensbereiche. Zur Finanzierung dieses Umbruchs mussten Investoren gefunden werden, die an dieses Konzept glaubten. In mehreren Finanzierungsrunden konnten wir bisher Geldgeber davon überzeugen, dass sie in ein florierendes und vor allem nachhaltiges Geschäftsmodell investieren. 

Wer ist die Zielgruppe von Wegatech?

Unsere Zielgruppe sind praktisch alle Bauherren und Besitzer von Ein- oder Mehrfamilienhäusern. Im gewerblichen Bereich realisieren wir zudem auch größere Photovoltaikanlagen auf Unternehmensdächern. 

Wie funktioniert Wegatech?

Auf unserer Website befindet sich ein intelligentes Anfrageformular, mit dem wir alle notwendigen Datenpunkte abfragen, um ein erstes Angebot erstellen zu können. Mit diesem Angebot, welches der Kunde sofort im Anschluss erhält, bekommt er einen ersten Eindruck von den Kosten. Im nächsten Schritt bitten wir den Interessenten uns Bilder oder Baupläne seines Gebäudes zukommen zu lassen. Das geht mit einem eigens dafür entwickelten interaktiven Fotoleitfaden relativ schnell und einfach. Es folgt ein Gespräch mit einem erfahrenen Kundenberater, in dem wir das Produkt näher erklären und auf Fragen und Wünsche des Kunden eingehen.

Im nächsten Schritt wird die Anlage geplant und der Kunde erhält ein finales Angebot für sein Energiesystem. Ist der Kunde zufrieden, kümmert sich das Projektmanagement Team zusammen mit dem zuständigen Partnerbetrieb um die Planung und Umsetzung des Projekts. Nach Fertigstellung wird der Kunde in den Betrieb seiner Anlage eingewiesen. Wegatech ist auch nach der Installation weiterhin für den Kunden da, bei Fragen, bei technischen Problemen und Projekterweiterungen.      

Welche Vorteile bietet Wegatech? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Durch unsere automatische Angebotsauslegung bekommen Interessenten innerhalb von wenigen Minuten eine erste Preisindikation. Zur Planung einer Photovoltaikanlage oder eines Batteriespeichers müssen zudem auch keine Vor-Ort Termine mehr ausgemacht werden, um ein finales Angebot zu erhalten. Der Kunde kann die notwendigen Unterlagen hochladen, wenn er die Zeit dafür findet. Das macht den ganzen Angebotsprozess schlank und kundenfreundlich.  

Gleichzeitig plant Wegatech verschiedene Gewerke, die mittlerweile sehr stark vernetzt werden müssen, um die volle Effizienz herauszuholen. Im Normalfall sind bis zu vier verschiedene Handwerker erforderlich: Dachdecker, Elektriker, Heizungsinstallateure und Kältetechniker. Wenn eine Privatperson ein Projekt bestehend aus Wärmepumpe, Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Ladesäule umsetzten möchte, muss er diese Gewerke koordinieren. Dadurch entstehen Schnittstellen und es ist allzu oft unklar, wer genau für was verantwortlich war, wenn es später zu Komplikationen kommt. Wegatech liefert all diese Gewerke aus einer Hand. Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner, wenn es mal zu Problemen kommen sollte. Wegatech plant die Gewerke dabei so, dass sie perfekt harmonieren und der selbst produzierte Strom maximal effizient genutzt werden kann. 

Wegatech, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wegatech arbeitet daran, seine Dienstleistung demnächst auch bundesweit anbieten zu können. Wir möchten einerseits regional wachsen, es kommen aber auch immer wieder spannende Produkte hinzu, die unser Portfolio sinnvoll ergänzen. In fünf Jahren wollen wir Ansprechpartner Nr. 1 in Deutschland sein, wenn es um energetische Installationen und Sanierungen rund ums Haus geht. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bleib beständig auf deinem Pfad und lass Dich nicht ablenken – klopfe solange an die Tür, bis sie sich öffnet. Auf deinem Pfad gibt es viele Abzweigungen, du musst ständig herausfinden, welche die Richtige ist, dabei gilt: Fail, but fail fast. Wenn du merkst, dass du dich auf dem Holzweg befindest, dann mach schnell kehrt und schlage eine neue Richtung ein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Karl Dienst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich selbst und seinen Zielen treu bleiben

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SolMate: Wir machen erneuerbare Energie einfach, sicher und zuverlässig für jeden!

Stellen Sie sich und das Startup EET- Efficient Energy Technology doch kurz vor!

EET – Efficient Energy Technology GmbH – wurde am 9. Mai 2017 von Florian Gebetsroither, Christoph Grimmer und Stephan Weinberger gegründet. Da die Kerntechnologie an der Technischen Universität Graz entwickelt wurde, ist EET ein Spin-Off der TU. Schon nach den ersten Monaten der Entwicklungs- und Öffentlichkeitsarbeit wurden die ersten großen Unternehmen, sowie potentielle Investoren auf EET aufmerksam. Im Dezember 2017 wurde schließlich die erste Finanzierungsrunde mit den beiden Investoren, Hr. Klaus Fronius und Hr. Michael Koncar, abgeschlossen. Mit dem Einstieg dieser Partner hat sich die Dynamik in und um EET sehr gut weiterentwickelt, vor allem kam durch sie viel wichtiges Know-how mit ins Team.

Im Frühjahr 2019 arbeiten bereits 15 Personen im jungen Unternehmen.

Stephan Weinberger hat an der TU Graz Technische Chemie studiert. In seinen Abschlussarbeiten hat er sich neben der Elektrochemie zusätzlich noch mit Elektrotechnik beschäftigt und auch beide Fächer an der Universität unterrichtet. Stephan ist Haupterfinder der Messtechnologie und technischer Kopf des Unternehmens. Er lebt in St. Barbara im Mürztal, ist Vater eines jungen Sohnes und beschäftigt sich gerne mit den Fragestellungen der modernen Elektrotechnik, der Informationstechnik und der Naturwissenschaften allgemein.

Christoph Grimmer hat ebenfalls an der TU Graz Technische Chemie und an der Karl-Franzens-Universität Wirtschaft studiert. Seine Abschlussarbeiten im Bereich der elektrochemischen Energiespeicherung wurden mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Christoph ist der Entrepreneur des Unternehmens und kümmert sich um die unternehmerischen Belange. Er lebt in Graz, ist Ehemann und Vater einer kleinen Tochter.

Florian Gebetsroither hat an der TU Graz Elektrotechnik und an der Karl-Franzens-Universität Betriebswirtschaft studiert. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU hat er sich mit Energiespeicherung in der vielversprechenden Technologie der Zink-Luft-Akkumulatoren beschäftigt. Florian ist der Konstrukteur und Umsetzer des Unternehmens. Der gebürtige Oberösterreicher lebt seit Jahren in Graz, betreibt in seiner Freizeit viel Sport und bildet intern die Schnittstelle zwischen hard skills und soft skills.

Wie ist die Idee zu SolMate entstanden?

Wir haben uns viele Jahre an der Technischen Uni in Graz mit der Thematik Erneuerbare Energien beschäftigt. Fazit ist: Es gibt längst äußerst vielversprechende Technologien, um im Kampf gegen den Klimawandel voranzukommen und sogar zu gewinnen – diese werden aber leider noch viel zu wenig eingesetzt!

Welche Vision steckt hinter SolMate?

Die Vision ist einfach: Wir machen erneuerbare Energie einfach, sicher und zuverlässig für jeden!

In erneuerbarer, grüner Energie liegt die Zukunft unseres Planeten und der Menschen, die darauf leben. Da es längst möglich ist grüne Energiequellen zu nutzen und auf fossile Rohstoffe zu verzichten, haben wir uns der Realisierung dieser Energiewende verschrieben. Um diese auch baldigst zu verwirklichen, muss jede und jeder einzelne dazu in der Lage sein einen Beitrag zu leisten. Dafür sorgen wir.

Wer ist die Zielgruppe von SolMate?

Die Zielgruppe von SolMate ist die Gesamtheit aller Menschen, denen etwas daran gelegen ist, selbst für die Energiewende einzutreten. Jede und jeder, die aktiv etwas dafür tun wollen, um mehr und mehr auf fossile Rohstoffe zu verzichten und somit den Übergang zu erneuerbaren Energien voranbringen. Aber auch Technik-Pioniere, die sog. “Early Adopters“, welche gerne neue Technologien vor allen anderen austesten und somit den Weg ebnen für die breite Masse. Natürlich immer mit dem Fokus sich für den Schutz und Erhalt unserer Erde einzusetzen und zukünftigen Generationen einen sauberen, grünen Planeten zu hinterlassen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Die Sendung 2M2M genießt in Österreich einen sehr guten Ruf und erfreut sich an sehr hohen Einschaltquoten. Daher ist das Format optimal, um SolMate einem breiten, modernen, technik-affinem Publikum nahe zu bringen.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Eigentlich nicht besonders. Wir haben uns Gedanken über unser Bühnenbild und über den kurzen Pitch im Studio gemacht und an diesen beiden Punkten gefeilt. Gepitched selbst haben wir, wie die meisten Start-Ups, oft genug und waren darin recht sicher.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?



Das war natürlich sehr motivierend, weil es unsere Vision – jeder und jedem eine Möglichkeit zu bieten einen Beitrag an der Energiewende zu leisten – einen gewaltigen Schritt weitergebracht hat.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf SolMate aufmerksam werden?



Wie schon gesagt, dieser Schritt war für uns von großer Bedeutung, weil gerade durch die Bekanntheit, welche 2 Minuten 2 Millionen mit sich bringt, unser SolMate viel mehr Menschen erreichen kann und wir dadurch wesentlich schneller viel mehr bewegen können.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?



Tatsächlich keinen. Wir hatten bereits lange vor 2 Minuten 2 Millionen zwei sehr interessierte, unterstützende und kooperative Investoren von uns überzeugen können und waren daher nicht auf weitere Investoren angewiesen.


SolMate, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Überallhin! Wir starten heuer im Sommer mit der Auslieferung unserer ersten Serie von 500 Stück in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nächstes Jahr werden wir die Stückzahl hochschrauben auf 2500 Systeme und weitere Länder beliefern. Bis Ende 2020 wollen wir ganz Europa mit über 10.000 SolMates pro Jahr beliefern und uns dann weiter nach Süden, Osten und Westen vortasten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als GründerIn ist es in erster Linie wichtig, Durchhaltevermögen zu haben. Es gibt eine Phase bevor man ins Fliegen kommt die schwierig ist – in fast allen Fällen. Wenn man diese Phase übersteht, ist alles möglich!

Außerdem empfehlen wir jeder/m so früh wie möglich nachzudenken ob man eine Zahlungsbereitschaft für sein Produkt findet, eventuell potentielle Kunden zu befragen und nachzuschärfen falls nötig! Also sich immer am Zielkunden orientieren.

Last, but not least: sich selbst und seinen Zielen treu bleiben und an sich glauben. Wenn man selbst an etwas glaubt, fällt es anderen wesentlich leichter an dieselbe Vision zu glauben.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sehr gut abwägen, ob die Idee gut ist und auch funktionieren kann

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Weinperlen: Zum verfeinern von Speisen aus heimischen Weinen

Stellen Sie sich und die Weinperlen doch kurz unseren Lesern vor!

Die Idee der Weinperlen entstand in den letzten Jahren und wurde durch Daniel Kuhnle weiterentwickelt. Somit war auch das Weingut Kuhnle aus Weinstadt-Strümpfelbach der erste nationale Anbieter von Weinperlen. Ein großer Run auf die Perlen begann nach ersten Berichten in den Medien.

Der Landesschau Baden-Württemberg, dem ARD-Buffet, Regio TV Stuttgart sowie der SWR-Rateshow „Sag die Wahrheit“ war dieses attraktive Thema einen Fernsehbeitrag wert. Ebenfalls haben viele Tageszeitungen und Magazine über diesen neuen Geschmacksgenuss berichtet.

Mittlerweile sind unter anderem in der Pfalz und in Sachsen Perlen mit den dort heimischen Weinen erhältlich. Zusätzlich zu den Weinperlen werden als Ergänzung des Sortiments Salatperlen, die Likörperlen Apéro und Weinbergpfirsich, die Schnapsperlen Williams, Ginperlen BeStyle, sowie die alkoholfreien Apfel-Kirsch-Saft-Perlen angeboten. Als Dachmarke all dieser Kooperationspartner fungiert die Gandelhof GmbH mit Sitz in Weinstadt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich betreibe zusammen mit meinen Eltern das Weingut Kuhnle in Weinstadt-Strümpfelbach und so kam auch die Idee mit den Weinperlen. Aus steuerlichen Gründen, aber auch um zu sehen, ob der Verkauf der Weinperlen sich eigenständig rechnet, gründete ich relativ schnell die Gandelhof GmbH, über diese alle Aktivitäten rund um die Weinperlen laufen.

Welche Vision steckt hinter den Weinperlen?

Zuerst wollt ich mit den Weinperlen Aufmerksamkeit erzeugen, was auch hervorragend gelungen ist. Aber auch im Export ist es sehr hilfreich, wenn man etwas besonderes anbieten kann, was sonst noch niemand hat. Im weltweit dicht besetzen Weinmarkt ist es für mittelgroße und kleine Betriebe schwierig, überregional Fuß zu fassen. Man hat die Möglichkeit, über den Preis zu verkaufen oder mit überdurchschnittlicher Qualität zu punkten. Dies ist aber mittlerweile auch sehr schwierig, da sich auch andere Weinbaubetriebe kontinuierlich weiterentwickeln und mittlerweile sehr gute Weine anbieten. Deshalb sind mir die Weinperlen im Vertrieb eine große Hilfe, da man damit große Aufmerksamkeit erzeugt und die zahlreichen Interessenten natürlich auch den Wein probieren möchte, der in der Weinperlen verarbeitet wurde. Zudem trugen die Weinperlen dazu bei, dass wir unseren Bekanntheitsgrad in kürzester Zeit um ein hohes Maß erhöhen konnten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Durch die riesige Nachfrage mussten wir in kürzester Zeit unseren Perlenbestand von Null auf aufbauen, was natürlich eine hohe Kapitalbindung mit sich zieht. Auf der einen Seite ist man natürlich froh, wenn die Nachfrage so hoch ist, auf der anderen Seite wird von uns auch erwartet, dass Bestellungen in kürzester Zeit bearbeitet werden. Dies war vor allem in der Anfangszeit sehr schwierig und wir konnten nicht immer alle Kundenanfragen bedienen.

Wer ist die Zielgruppe von den Weinperlen?

Zielgruppe sind hauptsächlich Frauen zwischen 35 und 65 Jahre.

Für was sind die Weinperlen gedacht? Aus welchem Wein bestehen die Weinperlen?

Weinperlen sind in allen für den Verzehr geeigneten Temperaturen beständig. Daher können sie sowohl auf Eis, als auch in warmen Saucen serviert werden, ohne dass sich die Weinperlen auflösen oder sonstigen Einfluss auf das Gericht bzw. die Dekoration nehmen.

Unsere weißen Weinperlen sind aus einem Riesling Süßwein gewonnen, die Roséperlen aus dem für das Anbaugebiet Württemberg typischen Muskattrollinger und die roten Perlen sind mit der internationalen Rebsorte Shiraz gefüllt.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback an unsere Perlen ist sehr positiv. Viele sind sofort begeistert, da dieses Produkt ziemlich neu ist und es die meisten noch nicht kennen. Dies ist jedoch auch die Schwierigkeit im Verkauf, da man mit persönlicher Ansprache oft bis sehr oft den Interessenten die Geschichte zu den Weinperlen erklären muss und dafür sehr viel Zeit benötigt.

Weinperlen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, die deutsche Weinlandschaft in ihrer Vielfalt in Weinperlen zu füllen. Denn jede Weinlandschaft hat nicht nur verschiedene Weinsorten, sondern auch ihre Küche ist sehr vielfältig. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sehr gut abwägen, ob die Idee gut ist und auch funktionieren kann.

Dann aber die Idee durchziehen, kleine Rückschläge müssen auch in Kauf genommen werden.

Sich nie mit dem erreichten zufrieden geben, sondern kontinuierlich versuchen, seine Ziele weiter zu verfolgen, das Produkt stetig verbessern bzw. weiter auszubauen.

Wir bedanken uns bei Daniel Kuhnle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit einer Nische starten

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PitchGuru: Startup Präsentationen wie Pitch Decks

Stellen Sie sich und das Startup PitchGuru kurz unseren Lesern vor!

PitchGuru ist eine On Demand Design Plattform, die sich auf Startup Präsentationen, wie beispielsweise Pitch Decks, spezialisiert hat. 
Kunden können sich über unsere Plattform schnell und zuverlässig ihre Präsentation online designen lassen. Dazu muss der Kunde lediglich einige Angaben tätigen (Folienzahl, Lieferzeit, Design Briefing) und anschließend einfach seine alte Präsentation, die er designen lassen will, hochladen. Innerhalb von maximal vier Tagen hat er dann die nach seinen Wünschen designte Präsentation und kann bei Bedarf noch dreimal kostenlos Feedback geben. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Schon vor und während unserer Studienzeit hatten wir beide vor, ein Unternehmen zu gründen und haben bereits das ein oder andere Projekt zusammen angetestet.
Die Idee zu PitchGuru kam uns, nachdem wir von einem Bekannten erfahren haben, dass er während seines MBAs eine Startup Idee pitchen musste. Dafür musste er auch ein Pitch Deck schreiben, die Folien waren jedoch nach Meinungen der Investoren noch ausbaufähig, obwohl einige Teammitglieder schon Erfahrung im Consulting hatten und dementsprechend eigentlich sehr erprobt im Umgang mit PowerPoint waren. 
Daraufhin haben wir uns entschlossen, mit PitchGuru eine Lösung für dieses Problem anzubieten und professionell designte Präsentationsfolien schnell, flexibel und preiswert online anzubieten. 

Welche Vision steckt hinter PitchGuru?

Wir wissen selbst, wie hart es ist, ohne viele finanzielle Mittel ein Unternehmen zu gründen. Deshalb wollen wir mit PitchGuru es jedem Gründer ermöglichen, auch mit wenig Budget, professionell designte Slides zu bekommen. 
Außerdem möchten wir durch Partnerschaften mit Investorennetzwerken und Acceleratoren die Gründer auch bei der Suche nach Investoren unterstützen. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Anfangs waren wir bei einem Company Builder, haben uns aber dann entschieden, doch alleine weiterzumachen. 
Die erste Landingpage haben wir von unseren Ersparnissen und Family & Friends finanziert. Seitdem bootstrappen wir und finanzieren uns über unsere Gewinne. 
Die größte Herausforderung zu Beginn war es sicherlich ohne viel Budget für Online Marketing, die ersten Kunden zu gewinnen und die Leute auf unsere Website aufmerksam zu machen. 

Wer ist die Zielgruppe?

Gründer, die schnell & zuverlässig und vorallem zu Startup gerechten Preisen, qualitativ hochwertige Slides benötigen. 

Wie funktioniert PitchGuru? Was sind die Vorteile?

Der Kunde kann online auf unserer Website sein Wunschprodukt (beispielsweise Pitch Deck) auswählen. Anschließend wählt er aus, wie viele Slides er designen lassen will und bis wann er die Folien geliefert haben will. 
Nach der Bestellbestätigung bekommt er von einem unserer Account Manager sein Design Briefing zugesandt, in dem er alle wichtigen Details zu seiner Präsentation erläutern kann und ggf. Beispiele von Präsentationen, die ihm gefallen, hochladen kann. 
In der gleichen Kick-Off E-Mail bekommt er auch einen Link, über den er seine alte Präsentation uploaden kann. 
Anschließend beginnt unser Team mit der Arbeit.. 

Die Vorteile von PitchGuru sind, dass wir nur mit ausgewählten Designern zusammenarbeiten und somit beste Qualität garantieren können (Freelancer sind häufig Glückssache). Klassische Designagenturen sind im Vergleich zu uns weniger flexibel und deutlich kostspieliger. 
Außerdem haben wir uns zum Ziel gesetzt, beim Pricing so transparent , wie möglich zu sein und berechnen deshalb den Preis pro Folie und nicht pro Arbeitsstunde,  wie Agenturen. 

Wie ist das Feedback?

Das Feedback ist sehr positiv. Viele Gründer sind froh, dass sie jetzt einen verlässlichen Partner für ihre Präsentationen haben und wir konnten schon so einige Kunden als Stammkunden gewinnen.

PitchGuru wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir planen in Zukunft unser Angebot in puncto Workshops auszubauen. Aktuell geben wir schon kleinere Workshops zusammen mit Ruth Cremer (ehemals High-Tech-Gründerfonds) und planen, dieses Angebot auszubauen und die Workshops auf regelmäßiger Basis anzubieten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie Gründern mit auf den Weg geben?

1. Einfach anfangen


Auch wenn man sich eventuell gerade zu Beginn noch nicht bereit genug fühlt, wächst man schnell in die Aufgabe hinein und lernt viel durch learning by doing.


2. Nicht aufgeben
Man sollte auch bei kleinen und großen Rückschlägen nie das Ziel aus den Augen verlieren und immer am Ball bleiben.


3. Mit einer Nische starten
Wir haben selbst die Erfahrung gemacht, dass man gerade zu Beginn eine Idee immer weiterentwickeln will und sie einem nie groß genug erscheint. Jedoch sollte man wirklich zuerst mit einer Nische starten und sein Produkt/seinen Service im kleinen Rahmen „zusammen mit dem Kunden entwickeln“ und testen, ob der Kern der Idee überhaupt beim Kunden ankommt.  

Wir bedanken uns bei Jannick Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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