Samstag, Januar 3, 2026
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Sitze Probleme auch mal aus

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Stellen Sie sich und das Startup UXA kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Lisa und ich habe vor zwei Jahren – neben meinem Job in der IT Branche –“UXA – die Foodsharing App“ herausgebracht und das gleichnamige Unternehmen UXA Foodsharing gegründet.

Mit UXA kann man ganz einfach und kostenlos übrig gebliebene Lebensmittel mit anderen Menschen teilen und damit etwas Gutes für die Umwelt tun, indem man die Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten reduziert.

Heute haben sich bereits 19 000 Begeisterte in der App angemeldet und unterstützen UXA damit tatkräftig bei der Mission.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Weil ich eine Idee habe, an die ich glaube und weil ich davon überzeugt bin, dass jede einzelne Idee mit einer nachhaltigen Mission die Welt zum Positiven verändern wird.

Um UXA – Der Foodsharing App einen rechtlichen Rahmen zu geben, habe ich mich entschieden ein Unternehmen zu gründen. Damit soll es möglich sein in die App regelmäßig zu investieren, um sie zu verbessern. 

Denn die Qualität der App ist entscheidend, damit diese nachhaltig genutzt wird und damit viele Lebensmittel vor der Tonne gerettet werden können.

Welche Vision steckt hinter UXA?

UXA soll die einfachste Möglichkeit sein übrig gebliebene Lebensmittel mit anderen zu teilen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Meine größte Herausforderung ist es gleichzeitig viele Abgeber und Abholer in der App zusammenzuführen. Es ist ein Henne-Ei-Problem: ohne Abgeber wenig Abholer und andersherum. Das Vertrauen der Nutzer in die App und in die Idee zeigt aber, dass auch diese Herausforderung eine machbare ist, sofern man ein Angebot schafft, das auf die Nutzer zugeschnitten ist und beiden Seiten erheblichen Mehrwert bietet. 

Ich habe das Unternehmen und die App selbst finanziert. Die anstehende Crowdfunding Kampagne wird teilweise gefördert durch die Landeshautstadt München – Referat für Arbeit und Wirtschaft.

Wer ist die Zielgruppe von UXA?

Zielgruppe sind Smartphone- Nutzer, die Interesse haben ganz einfach ihren Beitrag zur Lebensmittelrettung zu leisten. Egal ob Abgeber oder Abholer, beide helfen damit unserer Umwelt. Also im Endeffekt betrifft es uns alle.

Wie funktioniert UXA? Wo liegen die Vorteile?

Mit UXA können übergebliebene Lebensmittel in 3 Schritten abgegeben und abgeholt werden:

Mache ein Foto vom Lebensmittel 

Lade das Foto inkl. kurzer Beschreibung und MHD/Verfallsdatum in UXA hoch

Organisiere die Übergabe über Chat – FERTIG!

Das macht die App vor allem benutzerfreundlich.Außerdem ist UXA ausschließlich spezialisiert auf das Teilen von Lebensmitteln, d.h. keine Klamotten, keine sonstigen Non-Food Sachen. Es geht rein um die Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung.

Vorteile sind demnach:

  • Macht die Welt nachhaltiger 
  • Ist super einfach 
  • Steht jedem kostenlos zur Verfügung 
  • Macht jeden Menschen – egal ob Abholer oder Abgeber – glücklich!

Wie ist das Feedback?

Überwiegend motivierend und positiv.

Es gibt aber auch Kritiker, die sich ärgern, wenn die App mal nicht funktioniert oder, dass noch zu wenig in Ihrer Nähe angeboten wird. Aber hey, so ist das, wenn man anfängt. Bis die kritische Masse an Nutzern erreicht ist, sind diese Herausforderungen eben da. 

Die meisten Nutzer verstehen das aber sehr wohl und unterstützen, damit diese Herausforderungen auch gelöst werden. Denn im Vordergrund steht die Mission und jeder, der diese verstanden hat, weiß, dass man das Thema Lebensmittelverschwendung nur gemeinsam angehen kann.

Sowohl den Unterstützern, als auch den Kritikern bin ich sehr dankbar, denn beide beschäftigen sich mit dem eingentlichen Thema und versuchen aktiv etwas gegen die Lebensmittelverschwendung zu unternehmen.

UXA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte die Verbreitung von UXA weiterhin sicherstellen. Denn je mehr Menschen UXA nutzen, desto mehr Lebensmittel werden gerettet! Aus diesem Grund- also mit dem Ziel UXA weiter zu verbreiten- startet am 15.04. die UXA Crowdfunding Kampagne unter https://www.startnext.com/uxa-die-foodsharing-app

Auch in 5 Jahren und danach soll die UXA App eine große Erleichterung bei der Lebensmittelrettung darstellen. Ich habe noch viele Ideen wie man mit neuen Funktionalitäten die Lebensmittelwertschätzung fördern kann und dafür möchte ich im Laufe von 2019 einen kompetenten Technologie-Partner ins Boot holen, der mir bei der Weiterentwicklung und Optimierung der App zur Seite steht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Um ehrlich zu sein, sehe ich mich eher immer noch in der Situation Tipps zu erhalten, als diese zu verteilen 

Aber wenn mich mein bester Freund, der gründet, nach 3 Tipps fragen würde, würde ich Folgendes antworten:

  1. Mache es nicht wegen dem Business Plan, sondern weil die Tätigkeit für dich den größten Sinn ergibt.
  2. Beschäftige dich auch mit anderen Themen, nehme Abstand, rede mit Leuten, die dem Thema fern sind und wertschätze komplett andere Ansichten.
  3. Sitze Probleme auch mal aus. Nicht jedes Problem soll von dir persönlich mit hundertprozentigem Einsatz behoben werden. Manches raubt mehr Kraft, als dass es später überhaupt etwas gebracht hat. Um diese Entscheidung bewusst richtig treffen zu können, bedarf es sicherlich zunächst einiger Erfahrungswerte.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei  Elizaveta Zvonetskaya für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Trau dich, loszulegen!

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Ofrieda Hundefutter das vollständig auf Insekten als Proteinquelle setzt

Stellen Sie sich und das Startup Ofrieda kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Felix (24), der Gründer von Ofrieda. Mit meinem Startup habe ich mir vorgenommen anders zu sein. Konventionelles Hundefutter ist weder besonders gesund, noch nachhaltig. Häufig findet man im Hundefutter Geschmacksverstärker, Zuckerzusätze und andere minderwertige Zutaten. Ich dachte mir, das muss doch besser gehen. Deswegen habe ich beschlossen neue Wege zu gehen und ein Startup zu gegründet. Mit Ofrieda sind wir die ersten Hersteller von Hundefutter, die vollständig auf Insekten als Proteinquelle setzen. Schlachtabfälle, Getreide und minderwertige Zutaten finden bei uns garantiert keinen Platz. Unser Futter wird nicht bei einem großen Konzern, sondern einem traditionellen Familienbetrieb in Deutschland hergestellt. Wir haben uns vorgenommen die Dinge anders und somit besser zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Begonnen hat das Projekt während des Studiums in Bochum. Hier habe ich zusammen mit einem Gaststudenten aus China in einer WG gewohnt. Beim gemeinsamen Kochen haben wir uns über die verschiedenen Esskulturen unterhalten und kamen so auf das Thema Insekten. Ich habe gelernt, dass Grillen, Mehlwürmer und Co. nicht nur nachhaltig und nährstoffreich sind, sondern auch köstlich schmecken können. Seitdem hat mich die Faszination für Insekten nicht mehr losgelassen. 

Als ich erfahren habe, dass ein mittelgroßer Hund durchschnittlich 3 x soviel Fleisch verschlingt wie ein Mensch, kam mir die Idee mit dem Hundefutter. Ich wollte schon immer einer Arbeit mit Sinn nachgehen. Heute habe ich die Möglichkeit mit meinem Futter einen Mehrwert für Tier, Mensch und Umwelt zu schaffen. Das ist wirklich großartig.

Welche Vision steckt hinter Ofrieda?

Unsere Vision ist es, dass Hundebesitzer ihren Hund mit einem guten Gewissen ernähren können. Dazu gehört für uns, dass das Futter lecker, gesund und nachhaltig ist. Rückblickend werden wir Menschen die konventionelle Massentierhaltung als ein dunkles Kapitel betrachten. Deswegen ist ein Umdenken erforderlich. Kinder, die heute geboren werden, werden den Verzehr von Insekten vollkommen neu bewerten. Sie werden ihren hohen Nährstoffgehalt und den geringen Ressourcenbedarf zu schätzen wissen, und sie als leckere Proteinquelle genießen können. Wir sind stolz darauf, von Beginn an ein Teil dieses Wandels zu sein.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Hundefutter ist für viele natürlich ein sehr emotionales Thema. Wir kämpfen hier gegen einige Vorurteile an. Anders als in Asien sind Insekten in der westlichen Welt als Nahrungsmittel ja noch eher unbekannt. Bei den Hundebesitzern müssen wir deswegen gute Überzeugungsarbeit leisten. Mit den richtigen Argumenten und einer Kostprobe von unserem Insekten-Hundefutter haben wir aber meistens Erfolg. Wenn die Hundebesitzer sehen, dass es ihrem Hund schmeckt, sind anfängliche Zweifel schnell Vergangenheit.

Eine weitere Herausforderung war es die perfekte Rezeptur zu finden. Wir haben sehr hohe Ansprüche an das Hundefutter, weswegen die Entwicklung nicht ganz einfach war. Die Mühe hat sich aber definitiv gelohnt. Wir haben ein hochwertiges Alleinfutter kreiert, das dem Hund alle Nährstoffe bietet, die er benötigt. Und auch geschmacklich, können wir die Vierbeiner überzeugen. Die nussige Note der Insekten kommt gut an.

Das Startup ist vollständig eigenfinanziert. Zusätzlich erhalten wir Förderungen, zum Beispiel von der Landesregierung NRW.

Wer ist die Zielgruppe von Ofrieda?

Unsere Zielgruppe sind die Hundebesitzer, die mit dem herkömmlichen Futter unzufrieden sind. Zum einen haben wir Millionen Menschen, die selber ihren Fleischkonsum reduzieren, aber keine geeignete Alternative zu Fleischprodukten für Ihren Hund haben. Zum andern haben wir eine steigende Anzahl an Hunden, die unter Allergien und Unverträglichkeiten leiden. Dies ist sowohl für die Hunde, als auch für Herrchen und Frauchen mit viel Leid verbunden. 

Insekten sind in beiden Fällen ein echter Problemlöser. Sie sind eine nachhaltige Proteinquelle und haben zugleich ein geringes Allergiepotenzial. Das ist perfekt für die Umwelt und für empfindliche Hunde.

Was ist das Besondere an dem Hundefutter? Woher stammen die Zutaten?

Unsere Besonderheit: Wir verwenden Insekten als Fleisch-Alternative. Insekten sind eine sehr verträgliche Proteinquelle mit einer hohen biologischen Wertigkeit. Das bedeutet, dass ihr Eiweiß vom Hund besonders gut verwertet werden kann. Bei ihrer Zucht werden keine Antibiotika eingesetzt. So können unsere Hunde das Futter unbeschwert genießen. Außerdem sind Insekten eine sehr seltene Proteinquelle. Damit eignet sich das Futter auch perfekt für sensible Hunde und Hunde mit Allergien.

Bei der Rezeptur achten wir auf eine hohe Qualität. So sind unsere Sorten komplett getreidefrei. Die Zutaten versuchen wir wenn möglich regional einzukaufen. Die Insekten stammen von den beiden nächstgelegenen Farmen aus Deutschland und den Niederlanden. Neben den Insekten enthält das Futter auch Süßkartoffel, Apfel und Salbei. So liefern wir dem Hund alle Nährstoffe, die er für ein glückliches Hundeleben benötigt.

Wie ist das Feedback?

Die Resonanz ist von Anfang an sehr positiv. Den Hunden scheint die nussige Note der Insekten richtig gut zu schmecken. Auch viele Hundebesitzer, deren Hunde unter Allergien leiden, sind zufrieden. Sie haben nun endlich eine Alternative zum herkömmlichen Futter gefunden.

Außerdem beobachten wir, dass immer mehr Kunden regelmäßig einkaufen. Auch die großen 15kg-Säcke werden immer beliebter. Das ist für uns ein wunderbares Feedback. Wenn die Hunde mit unserem Futter glücklich sind, sind wir es auch.

Ofrieda, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist, das Futter frei von Fleisch wird. Wir sind überzeugt, dass wir Hühnchen und Rind komplett durch Insekten ersetzten können. Von Trockenfutter über Leckerlis bis hin zu Nassfutter. Wir möchten alles bieten, was das Hundeherz begehrt. In Zukunft möchten wir natürlich auch unseren Katzen den Genuss der Insekten nicht vorenthalten. Wir planen mit einem starken Wachstum und möchten in fünf Jahre die erste Anlaufstelle für insektenbasierte Tiernahrung sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Trau dich, loszulegen! In der Vorgründungsphase sind viele Gründer unsicher. Sie haben zwar eine gute Idee, schieben die konkrete Umsetzung aber auf. Mein Tipp, bewerbe dich zum Beispiel bei einem Gründerwettbewerb. So bist du gezwungen ein Konzept zu erstellen und du bekommst wertvolles Feedback von Außenstehenden.

Trau dich, Experten zu fragen. Wenn man noch ganz am Anfang steht, fehlt einem häufig das tiefgehende Fachwissen. Hier kann es nützlich sein Experten direkt anzusprechen. Das können zum Beispiel Professoren von der Uni sein. Die Email Adressen sind leicht zu recherchieren und so wurde mir schon einige Male weitergeholfen.

Trau dich, anders zu sein. Glaube an deine Idee und versuche neue Wege zu gehen.

Wir bedanken uns bei Felix Bierholz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habt Spaß!

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Blixt digitale Sicherung von vernetzten Geräten

Stellen Sie sich und das Startup Blixit doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin jetzt seit 20 Jahren Unternehmerin und habe während dieser Zeit verschiedenste Firmen in den Bereichen High-Tech, IKT und der Energiebranche aufgebaut. Ich liebe es, Unternehmerin zu sein, weil ich in dieser Rolle, ständig dazulernen, mich neuen Herausforderungen stellen und sie meistern kann. Am Weltfrauentag wurde ich dafür von der britischen Ratingagentur Earlymetrics zur weiblichen Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet – eine große Ehre, die mir zeigt, dass ich in meinem Beruf absolut richtig bin.

Mein neuestes Unternehmen, Blixt, ist das erste und einzige, das Miniatur-Halbleitersicherungen entwickelt, die den Weg für eine völlig neue Form der Energiewende ebnen. Die Transformation von herkömmlichen, mechanischen Sicherungen in digital vernetzte Geräte ist ein echter Gamechanger und bietet ein enormes Energiesparpotenzial, das die Energiewende vorantreiben wird. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Erst als bereits erfahrene Unternehmerin habe ich begonnen, mich mit dem Klimawandel zu beschäftigen und hatte dabei immer mehr das Gefühl, meine gesammelten Erfahrungen nutzen zu müssen, um etwas zu verändern. Aus dieser Überlegung heraus ist das Unternehmen Blixt entstanden, das mit seiner intelligenten Netz-Integration das Potenzial hat, eine entscheidende Rolle in der Energiewende zu spielen.  

Mit der Möglichkeit, Stromlasten z.B. von Geräten, Heizungen, Kühlungen und Elektrofahrzeugen außerhalb des Zählers zu steuern, können Energieversorger den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix ohne großen Aufwand erhöhen.

Was war bei der Gründung von Blixit die größte Herausforderung?

Die Gründung von Blixt ist bisher insgesamt eine meiner bisher größten persönlichen Herausforderungen, schließlich arbeiten wir hier an der Einleitung eines völlig neuen Energieparadigmas. Eine konkrete Herausforderung besteht sicherlich darin, das Preisniveau zu senken, indem wir das aktuelle Produkt durch einen Siliziumchip ersetzen, was Zeit und Geld kostet. Darüber hinaus werden die lokalen Vorschriften und gesetzlichen Regulierungen nicht im Laufe eines Tages geändert, sondern benötigen Zeit, um sich an neue Technologien anzupassen und so den Paradigmenwechsel zu erleichtern.

Angesichts dieser großen Chancen und Herausforderungen sind wir sehr froh, dass wir uns mit Ulrich Seitz von BayWa r.e. Energy Ventures, unserem Hauptinvestor, zusammengetan haben. Ulrich und sein Team bringen ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse und Anforderungen der Startup-Welt mit und teilen die Vision, an der wir bei Blixt arbeiten. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Natürlich, bei guten Ideen kann man gar nicht früh genug loslegen. Jede Stunde, in der ihr frühzeitig mit potenziellen Kunden sprecht, kann in einem späteren Stadium Monate oder sogar Jahre in der Produktentwicklung einsparen. Genauso haben wir es bei Blixt gehandhabt: Bevor unser erster Prototyp fertiggestellt war, hatten wir schon mit mehreren Hundert Stakeholdern gesprochen, um die Probleme, die wir lösen wollten, vollständig zu durchdringen.

Welche Vision steckt hinter Blixt?

Unsere Vision ist es, bahnbrechende Innovationen mit erheblichen globalen Auswirkungen zu entwickeln und unseren Investoren gleichzeitig attraktive Chancen und Vorteile in der Wertschöpfungskette zu bieten. Gesetzliche Vorschriften wie CO2-Steuern können den Markt zwar kurzfristig in die richtige Richtung bewegen, aber ich bin davon überzeugt, dass langfristige Lösungen marktgesteuert sein müssen. Erfolgreiche Geschäftsmodelle werden deshalb der Ausgangspunkt jeglicher Veränderung in der Energiebranche sein.  

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Meine Mitgründer, Vorstandsmitglieder und ich haben jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Digitalisierung, Innovation, Energiewirtschaft und bei Unternehmensgründungen. Wir denken anders als die derzeitigen etablierten Unternehmen in der Leistungsschalterbranche, die ihre Innovationen immer noch auf mechanische Produkte konzentrieren, während wir vom ersten Tag an mit Halbleitertechnologie gearbeitet haben. Im Wesentlichen kombinieren wir die Funktionen einer Sicherung, mit der einer Fernbedienung und eines Zählers in einem einzigen Gerät.

Blixt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, dass unsere fortschrittlichen, IP-gestützten Sicherungen in Millionen elektrischer Geräte, Sicherungskästen, vernetzten Autos, Industrie 4.0-Anwendungen, Energieerzeugungs-, Speicher- und Ladelösungen weltweit integriert werden. Digitale Sicherungen sollen in diesem Zuge zu einem kostengünstigen Massenmarktprodukt werden, das wir OEM-Herstellern und Energiedienstleistern auf Lizenzbasis anbieten können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Habt Spaß! Gründer und Unternehmer zu sein, ist hart genug. Stellt also sicher, dass ihr den Spaßfaktor immer ganz vorne anstellt. Das gilt auch in Bezug auf Kunden und Investoren: Entscheidend ist nicht, dass sie auf dem Papier vielversprechend aussehen, sondern dass die Chemie stimmt. 

Legt den Fokus auf Customer Development: Sprecht schnellstmöglich mit potenziellen Kunden und berücksichtigt ihre Bedürfnisse. 

Scheitert schnell! Wenn der Weg, den ihr eingeschlagen habt, nicht zielführend ist, gesteht euch euer Scheitern schnell ein und ändert die Richtung. In diesem Zusammenhang auch sehr wichtig: Lasst euch nicht auf die Schmeicheleien großer Unternehmen ein, es sei denn, sie sind bereit für euere Zeit zu bezahlen. Denn Zeit, ist für uns Gründer die wichtigste Ressource, die wir haben. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Charlotta Holmquist für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

An sich selbst und die eigenen Fähigkeiten glauben

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Online Birds digitales Marketing für Individualhotels, Hotelgruppen und –ketten

Stellen Sie sich und Online Birds kurz vor!

Online Birds ist ein internationales Unternehmen und wir beraten unsere Kunden zu allen Themen des digitalen Marketings. Dabei haben wir uns auf eine spitze Zielgruppe spezialisiert: Unsere Kunden sind ausschließlich führende Individualhotels, Hotelgruppen und –ketten. 

Mit einem Büro in München hat alles begonnen, darauf folgte ca. 4 Jahre später Berlin und mit Stolz können wir berichten, dass seit letztem Jahr im Juli ein drittes Büro in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon dazu gekommen ist. So stellen wir uns zunehmen internationaler auf und bieten eine noch umfassendere Beratung. 

Unsere Kunden profitieren insbesondere von unserem breiten Angebot: Sie können Bausteine aus dem Leistungskatalog wählen oder ein starkes Komplettpaket buchen. Ob E-Mail-Marketing, Social-Media-Marketing, SEA, SEO, Facebook-Ads, Influencer Marketing, Webdesign, Performance Marketing oder Conversion Rate Optimierung – die Leistungen lassen sich individuell zusammenstellen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mir hat sich schon bereits vor zehn Jahren erschlossen, dass Hoteliers über digitale Marketingkanäle zahlreiche Möglichkeiten ausschöpfen können, um Gäste direkter und kostengünstiger zu erreichen. Allerdings fehlte den Hoteliers in der Regel die Zeit und das Wissen, sich im Detail mit diesen Maßnahmen auseinanderzusetzen und zu erkennen, welche die besten Optionen für ihr jeweiliges Haus sind. Wir haben dieses Potential für unsere Branche schnell erkannt und ich habe die Idee eines eigenständigen Digital Marketing Unternehmens entwickelt – aufgrund meines Hospitality-Hintergrundes war auch die Spezialisierung auf die Hotellerie direkt klar.

Der nächste Schritt führte mich zu Burkhard von Freyberg und Stephanie Zarges-Vogel, die gemeinsam Zarges von Freyberg Hotel Consulting ins Leben gerufen haben – eine der erfolgreichsten Hotelberatungen im Land. Bei ihnen habe ich außerdem meine ersten Schritte ins Berufsleben als Praktikant getätigt und konnte daher auf offene Ohren zählen. Und siehe da  – wir waren uns schnell einig, wollten diese Idee auf den Markt bringen und damit neue Wege einschlagen. Die ersten Pläne haben wir gemeinsam am Küchentisch entworfen.

Welche Vision steckt hinter Online Birds?

Wir begleiten unsere Kunden auf ihrer ganzen Customer Journey und bieten ihnen daher ein ganzheitliches Produkt- und Service-Portfolio. Wir möchten unseren Kunden helfen, Gäste nachhaltig zu binden, Direktbuchungen zu erhöhen und neue Gäste zu gewinnen. Natürlich möchten wir auch, dass wir als verlängerter Arm der Hoteliers diesen Arbeit abnehmen und sie sich so Zeit sparen können. So erhöhen sie Umsätze und verringern Betriebskosten – und profitieren immer von unserem umfangreichen Branchen-Know-How. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Online Birds ist komplett eigenfinanziert – so mussten wir von Anfang an Umsatz und Kosten im Einklang halten. Daraus entstanden dann im Umkehrschluss die größten Herausforderungen: Ohne Fremdfinanzierung oder Investoren hatten wir keinen fremden Puffer, der uns in schwierigen Situationen abfedern konnte. Der stetige Balanceakt zwischen Umsatz und Kosten erfordert bei unserem Wachstum eine ständige Evaluierung von neuen Strukturen, Positionen und Funktionen und eine immense Weiterentwicklung. Gerade für mich als jungen Unternehmer waren die ersten Jahre eine große Herausforderung. Auf meinem Tisch landete alles – von der operativen Umsetzung unserer verschiedenen Leistungen über den Aufbau entsprechender Projektmanagement-Strukturen, die Weiterentwicklung unserer Leistungen, die verschiedenen Steuer- und Rechtsfragen, die Rechnungsstellung bis hin zum Unternehmensaufbau. Mit dem personellen Wachstum musste ich mich dann auch um das umfangreiche Thema der Mitarbeiterführung kümmern. Dies sind sehr viele Bereiche mit unglaublich vielen Ideen, bei denen man sich nicht verzetteln darf.

Jedoch haben wir inzwischen in allen Bereichen eigene Teams, die von erfahrenen Experten geleitet werden. So können wir die heutige Komplexität des digitalen Marketings viel besser abdecken und nehmen die Last von der Schulter einer Einzelperson. 

Wer ist die Zielgruppe von Online Birds?

Ganz klar: Unser USP ist die Spezialisierung auf die Hotellerie. So zählen zu unseren Kunden führende Individualhotels wie The Fontenay, Moxy, Baur au Lac, aufstrebende und innovative Hotelgruppen wie 25hours Hotels und deren Bikini Island und Mountain Hotels, Hard Rock Hotels, neue Hotelprojekte wie 7pines Ibiza. Darüber hinaus unterstützen wir viele inhabergeführte Hotels, sogenannte Familienbetriebe.

Wir sind stolz darauf, dass sich unsere Kundenzahl seit Beginn sehr positiv entwickelt hat. Dies verdanken wir nicht zuletzt unseren direkten Vertriebsmaßnahmen – allerdings profitieren wir inzwischen auch von den Empfehlungen unserer Bestandskunden

Wie funktioniert Online Birds? Wo liegen die Vorteile?

Neben unserem klaren Fokus auf die Hotellerie – da waren wir uns sofort einig – haben wir von Beginn an ein transparentes und für alle zugängliches Preissystem entwickelt. Es gibt monatliche Pakete, meist in den Abstufungen Silber, Gold und Platinum, deren Preise und Leistungsinhalte transparent auf unserer Website veröffentlicht sind. 

Das kommt sehr gut an: Ich erinnere mich noch heute an eine Jahrestagung einer großen Hotelkooperation, auf der wir unser Preissystem vorgestellt haben. Jeder, der damals schon ein Smartphone besaß, machte ein Bild – nur wenige Wochen später hatten wir zahlreiche neue Kunden.

Was uns zudem ausmacht, ist unser breites Leistungsportfolio: Ob Google Ads, Influencer Marketing oder Webdesign – Online Birds bietet alle Leistungen aus nur einer Hand. Selbstverständlich entwickeln wir unser Angebot stetig weiter und bleiben somit immer „on top“ im Wandel des digitalen Marketings.

Wie ist das Feedback?

Unsere Kunden geben uns unglaublich positives Feedback – wir liegen in der Kundenzufriedenheit bei über 95 Prozent und sind darauf sehr stolz. Besonderes Lob bekommen wir dafür, dass wir immer individuell auf die Bedürfnisse der Hotels eingehen. Wir beraten immer mit einem Lächeln – auch über die Thematik des Online Marketings hinaus. Oftmals verstehen die Hoteliers auch erst durch den Dialog mit uns, welche Vorteile sie eigentlich aus dem digitalen Marketing ziehen können. Wir denken mit und für unsere Kunden, sind ihr verlängerter Arm. Natürlich freuen wir uns auch, von unseren Hotels als Innovationsvorreiter gesehen werden, die immer alle Trends aufnehmen und für sie in der besten Weise umsetzen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere letzten sechs Jahre waren sehr von unserem kontinuierlichen Wachstum geprägt. Diesen Weg möchten wir weitergehen und noch mehr Hoteliers auf ihrem Weg in die Digitalisierung unterstützen. Allerdings legen wir auch großen Wert auf eine Entwicklung mit Weitsicht. Wir werden unsere Kernmärkte weiterhin vorantreiben, allerdings ist es uns sehr wichtig, in den kommenden Jahren auch zusätzliche Impulse in die Branche zu bringen.

Weiterhin gilt für uns: Wir haben einen klaren Fokus auf die Hotellerie und sorgen für deren nachhaltigen Erfolg bezogen auf die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der digitalen Welt.  Wir haben aber keine Investoren im Nacken und müssen nicht kurzfristig Zahlen liefern, legen Wert auf eine Entwicklung mit Weitsicht. Neben dem weiteren Wachstum in unseren Kernmärkten werden wir in den kommenden Monaten und Jahren auch zusätzliche Impulse in die Branche bringen. Immer mit dem klaren Fokus auf die Hotellerie und deren nachhaltigen Erfolg bezogen auf die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der digitalen Welt.

Momentan arbeiten wir enorm an unserer Expansion: Mit unserem neuen Büro in Lissabon werden wir zunehmend internationaler und bieten unseren Kunden eine noch umfassendere Beratung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Meine drei Tipps beruhen tatsächlich auf meinen Erlebnissen der letzten Jahre.

Herausforderungen kommen auf jeden Fall. Das A und O hier ist: Man muss an all diesen Herausforderungen wachsen! Im Nachgang sollte man sie immer Revue passieren lassen, die einzelnen Schritte nochmal kritisch hinterfragen, sich selbst und das Unternehmen dahingehend strukturieren und ein System aufbauen. Wie man so schön sagt: „Change is good“. 

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit den Mitarbeitern. Daher: Man sollte sein Team geschickt zusammenstellen. Unterschiedliche Charaktere ergänzen einander, geben neue Impulse und verleihen Persönlichkeit und Individualität. Jeder hat eigene Talente und Vorlieben, die Crux ist, diese vollständig auszunutzen und das Beste herauszuholen.

Als Gründer denkt man an vieles: Finanzierung, die eigene Idee und die operative Umsetzung, nächste Schritte. Allerdings ist der Gründer am Anfang dafür verantwortlich, dass alles in geordneten Bahnen läuft. Vom Aufbau der Tische über das Verkabeln der Rechner bis hin zum Controlling kommt alles auf den Tisch. Heißt, man darf keine Scheu davor haben, sich die Hände schmutzig zu machen. Dran bleiben, nicht aufgeben und vor allem: an sich selbst und die eigenen Fähigkeiten glauben. Nur so wird man am Ende erfolgreich sein.

Wir bedanken uns bei André Meier für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Um Erfolg zu haben müsst ihr vor allem richtig Gas geben

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Das Startup meshcloud ist das Startup of the Month im Februar Frankfurt Forward

Stellen Sie sich und das Startup meshcloud doch kurz unseren Lesern vor! 

Mit meshcloud helfen wir großen Unternehmen bei der Cloud-Transformation. Unsere Software reduziert organisatorische Komplexität und ermöglicht das einfache Management verschiedener Plattformen für Cloud-Infrastruktur (z. B. AWS, Azure, Google Cloud) unter einer Oberfläche. Zu dritt haben wir, Christina Kraus, Jörg Gottschlich und Johannes Rudolph, meshcloud gegründet. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Uns als Gründer verbindet die Begeisterung für Technologie. Wir wollen gestalten und mit Technologie können wir das. Gerade mit Software braucht man dabei nicht die Power eines großen Konzerns, um etwas zu bewegen; es zählen vor allem Know-how und Kreativität. Cloud-Technologien sind die Grundlage der Digitalisierung und für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Es ist unheimlich spannend Unternehmen mit unserer Expertise auf diesem Gebiet voranzubringen und Mehrwert liefern zu können. 

Welche Vision steckt hinter meshcloud? 

Mit meshcloud treiben wir die Entwicklung digitaler Innovationen voran: Wir wollen, dass die Nutzung von Cloud-Technologien für Unternehmen einfacher und sicherer wird, Commodity also. Mit der meshcloud-Plattform können Unternehmen Cloud-Technologien einsetzen, ohne dabei die Sicherheit der IT zu kompromittieren. Wir helfen ihnen ihre Prozesse an das Cloud-Zeitalter anzupassen, agiler zu machen und gleichzeitig die Kontrolle zu bewahren. Sie können zudem durch das einfache Management verschiedener Cloud-Plattformen das Risiko der Abhängigkeit zu einzelnen Cloud-Anbietern verringern. 

Dadurch, dass wir diese Aufgaben übernehmen, haben die Unternehmen mehr Zeit und Ressourcen für die Entwicklung marktspezifischer und im Wettbewerb differenzierender digitaler Produkte. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Eine große Herausforderung war es den Markt genau kennen zu lernen und dabei flexibel, schnell und als Gründer auch selbstbewusst genug zu sein, dementsprechend von den ursprünglichen Ideen weiterzuentwickeln und Technologie und Geschäftsmodell anzupassen. Dabei hat uns sicher das Exist-Stipendium des Wirtschaftsministeriums sehr geholfen. Das Stipendium hat uns in der Gründungsphase ermöglicht uns voll und ganz am Aufbau von meshcloud zu arbeiten. Schon früh konnten wir Kunden für die meshcloud-Plattform gewinnen und finanzieren uns seit Ablauf von EXIST selbst. 

Wer ist die Zielgruppe von meshcloud? 

Mit der meshcloud-Plattform wenden wir uns vor allem an große Unternehmen mit komplexer IT-Infrastruktur. Wir konnten sehr früh einen deutschen Automobilhersteller als Kunden gewinnen – ein toller Beweis dafür, dass wir als Startup auch Konzerne mit unserer Expertise und Technologie weiterbringen können. Immer mehr Unternehmen werden zu Software-Unternehmen, auch wenn sie ihre Wurzeln ursprünglich z.B. in der Produktion oder im Banking haben. Für alle ist Cloud deshalb ein Thema, denn sie ist die Grundlage für eine agile und skalierbare Softwareentwicklung. Wer Software Delivery – also den Prozess Software zu entwickeln, zu testen, zum Anwender zu bringen und weiterzuentwickeln – heute effizient gestalten will, kommt also kaum um Cloud-Lösungen herum. 

Wie funktioniert meshcloud? Wo liegen die Vorteile? 

Technologien entwickeln sich schnell weiter, eine Cloud-Technologie reicht selten; so bedeutet Cloud für viele heute schon Multi-Cloud. Komplexe Cloud-Architekturen werfen für Unternehmen Fragen auf, die wir mit meshcloud beantworten können: Wie schnell kommen unsere Entwickler an Ressourcen? Wer hat welche Rechte? Und nicht zuletzt – was kostet uns das? meshcloud reduziert die Komplexität, bringt Prozesse für die Unternehmen mit und – ganz wichtig – bereitet Unternehmen für die Nutzung neuer Technologien vor. Dabei integriert meshcloud nicht nur Public Cloud-Anbieter wie AWS, Azure oder Google Cloud, sondern auch Cloud-Technologien, die in den Rechenzentren der Unternehmen zum Einsatz kommen. Zudem bietet die meshcloud-Plattform die Transparenz, die erforderlich ist, um Regularien der Konzerne zu erfüllen, wie z. B. die Auditierbarkeit von Cloud-Zugriffen. 

Wie ist das Feedback? 

Das Feedback zu meshcloud und unserer Lösung ist sehr positiv. Das Interesse von Kunden, unsere Auszeichnungen, aber auch Menschen, die bei uns arbeiten und arbeiten wollen, ehren uns sehr und bestärken uns in dem was wir tun. 

Wichtig sind aber auch die kritischen Gespräche mit Interessenten und Kunden, die wir für uns immer auswerten, um Schlüsse für unser Produkt ziehen zu können. Durch diesen Prozess hat sich meshcloud im ersten Jahr auch noch enorm verändert, wir haben viel über den Markt lernen können. Dadurch haben wir ein sehr gutes Verständnis über konkrete Anforderungen im Enterprise-Bereich. Das Ergebnis ist jetzt ein Unternehmen, mit dem wir sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken können. 

Sie sind Startup of the Month im Monat Februar. Wie geht es jetzt weiter? 

Natürlich wollen wir weiter wachsen. Aktuell haben wir 10 Mitarbeiter in unserem Frankfurter Büro – da sollen dieses Jahr noch einige hinzukommen. Auch geografisch geht es weiter. Der Cloud-Markt wächst rasant und das global, das ist für uns eine große Chance. Schon letztes Jahr haben wir im Rahmen des German Accelerators erste Schritte in die USA gemacht. Das wollen wir weiter verfolgen, hier gibt es viel Potenzial. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Um Erfolg zu haben müsst ihr vor allem richtig Gas geben: Redet viel mit Interessenten und euren Kunden. Denkt darüber nach was sie euch erzählen und was ihr daraus lernen könnt. Habt keine Angst Neues auszuprobieren und – genauso wichtig – habt keine Angst Dinge bleiben zu lassen, die dann nicht funktionieren. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Networking, networking, networking

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NEVAS Water Cuvée ist das erste Premium-Tafelwasser deutschen Ursprungs

Stellen Sie sich und das Startup Nevas kurz unseren Lesern vor!

Hallo liebe StartUpValley Lesser, ich bin Nicholas Steuer Ideengeber und Gründer von NEVAS Water Cuvée. Ich schaue auf eine langjährige Erfahrung im Vertrieb der Groß-und Einzelhandelslandschaft zurück, bevor ich mich 2017 entschloss mein eigenes Unternehmen, die NEVAS GmbH zu gründen.  

Im Mittelpunkt der NEVAS GmbH steht NEVAS Water Cuvée – die einzigartige Kraft zweier Quellen. NEVAS Water Cuvée ist das erste Premium-Tafelwasser deutschen Ursprungs, das durch seine feinperlige Beschaffenheit ein einmaliges Trinkerlebnis verspricht – mit knallendem Korken und einem außergewöhnlichen Design verwandelt es jeden gedeckten Tisch in eine festliche Tafel.

Wie edel so ein Tropfen kristallen funkelnder Flüssigkeit sein kann, zeigt sein Ursprung: Beide Quellen sind artesisch, d. h. durch Druck zutage tretendes Wasser, einem natürlichen Springbrunnen entsprechend und damit Wasser, welches seiner vitalisierenden Eigenschaften nicht schon beraubt wurde. Die Gesteinsschichten, die das mineralisierte Wasser durchfließt, sind ebenfalls von besonderer Natur. Sie reichern das Wasser in einer selten zu beobachtender und bemerkenswert hoher Konzentration, mit mehr als 62 mg/100ml natürlichem Calcium an.

Nevas Water ist nicht nur ausgesprochen wertvoll, besticht zudem mit einem ganz besonderen Geschmackserlebnis, dessen Geheimnis nicht nur im Verschnitt des Wassers beider Quellen liegen mag: Das kohlensäurehaltige Tafelwasser-Cuvée wartet mit einem besonders frischen und von Eleganz geprägten Geschmack auf und erinnert mit seiner leichten, perligen Struktur an den König der Schaumweine. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Bereits zu Schulzeiten hat sich der Wunsch entwickelt später einmal mein eigener Herr zu sein, dies hat sich im Studium weiter verfestigt und wurde vor ca. zwei Jahren endlich in die Tat umgesetzt. Damals als auch heute wurde ich stark von Menschen in meinem engeren Bekanntenkreis inspiriert, die ebenfalls diesen Schritt gewagt haben. Als dann auch noch die passende Produktidee hinzukam, war es für mich klar – jetzt oder nie. Mit NEVAS Water habe ich ein Produkt entwickelt hinter dem ich selbst zu 100% stehe und bereits im ersten Jahr sehe, auf welche Begeisterung es stößt sowohl national als auch international. 

Und bereits nach nur kurzer Zeit kann ich Ihnen sagen, dass das Gefühl, sein eigenes Produkt z.B. in Kaufhäusern wie dem KaDeWe zu sehen, einfach unbeschreiblich ist und genau deshalb lohnt es sich!

NEVAS Water Cuvée ist das erste Premium-Tafelwasser deutschen Ursprungs,

Welche Vision steckt hinter Nevas?

Die ursprüngliche Idee ist von der Vision geprägt Wasser – dem natürlichstem aller Getränke – die Möglichkeit zu geben den Mittelpunkt einer jeden festlichen Tafel einnehmen zu können. Nach tiefgründigen Recherchen und Marktbeobachtungen wurde schnell deutlich, dass ein solches Produkt nicht existiert und Wasser nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Mit dem Anspruch an höchste Qualität, einem ausgezeichneten Geschmack und einem hohen Gehalt an Mineralien begann ich 2013 meine Suche. Nach unzähligen Verkostungen, Analysen und Vergleichen konnte ich zwei wundervoll, einzigartige Quellen finden und so aus dem dort sprudelnden Nass ein von Perfektion geprägtes Cuvée kreieren – NEVAS Water Cuvée.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im Falle der NEVAS GmbH basiert die Gründung ausschließlich auf privaten Einlagen, die auf eine einzelne Person zurückzuführen sind. Dies hat zum Vorteil, dass keinerlei Rücksprachen bzgl. der strategische Ausrichtung und weiteren Investitionen benötigt werden. Allerdings limitiert es auch das zur Verfügung stehende Kapital für große Investitionen, v.A. in den Bereichen Media, Print und PR und damit das schnelle Wachstum.

Die größten Herausforderungen liegen zum einen klar im finanziellen Rahmen und den damit einhergehenden Entscheidungen, die man nach dem Mini-Max Prinzip treffen muss, zum anderen allerdings auch in der Branche, in der wir uns bewegen. Ziel ist es nicht schnelle Verkäufe zu tätigen, sondern langjährige und verbindliche Partnerschaften mit der Gastronomie und Hotellerie aufzubauen. Bei stetig wechselnden Ansprechpartnern, entsprechenden Vorlaufzeiten und des notwendigen Commitments des wirklich gesamten Teams, ist das neben finanziellen Themen tatsächlich unsere größten Herausforderungen. 

Wer ist die Zielgruppe von Nevas?

Mit NEVAS Water Cuvée wollen wir den Genussmenschen dieser Zeit erreichen, der es liebt und schätzt hochwertige, besondere und einfach andere Produkte zu konsumieren. 

Im Rahmen der bewussten Positionierung als Luxusgut sprechen wir nur eine kleine und gezielt ausgewählte Klientel an – NEVAS ist und soll etwas Besonderes bleiben.  Zurzeit wird punktuell der Kundenstamm in der Hotellerie, Gastronomie aber auch im Firmenkundenbereich akquiriert und durch ganz wenige und sehr exklusive Partner übrigens auch im Ausland ergänzt.

Was ist das Besondere an dem Wasser? Wo liegen die Vorteile?

NEVAS Water zeichnet sich durch drei Hauptmerkmale aus: (1) Einem hohen Gehalt an natürlichem Calcium von ca. 62mg/100ml, was deutlich über dem Anteil dieses wertvollen Mineralstoffs in anderen Wassern liegt. (2) Seiner perligen Beschaffenheit, die mittels eines speziellen Karbonisierungsverfahrens hergestellt wird und dadurch ein wahrhaftig anderes Trinkerlebnis zaubert und (3) dem Design – die schwarze, bauchige Flasche, mit edlem Etikett gibt dem Inhalt der Flasche, die Aufmachung, die es verdient. Mit NEVAS anzustoßen ist ein Fest, sogar der knallende Korken ist mit dabei. 

Woher stammt das Wasser?

NEVAS Water Cuvée ist eine Mischung aus zwei deutschen Quellen. Auf Grund der Mineral-und Tafelwasserverordnung dürfen wir rein rechtlich gesehen nicht mit dem Quellort werben, weshalb wir diese Frage leider nur bedingt beantworten dürfen. 

Dennoch kann ich Ihnen versichern, dass wir in diesem Zusammenhang lange gesucht, geprüft und analysiert haben um die passenden Partner und somit die perfekte Mischung zu kreieren. Wir arbeiten mit qualitativ sehr hochwertigen und zuverlässigen Partnern der Spitzenklasse und führen regelmäßige Kontrollen mit einem der führenden deutschen Lebensmittelinstitute durch. 

Wie ist das Feedback?

Sehr positiv – ein Kunde hat es tatsächlich sehr passend beschrieben „Wasser, welches Wasser geblieben ist, und doch so anders.“ Ein Feedback wie dieses, trifft es tatsächlich auf den Punkt und freut uns – oft sieht man sehr positiv erstaunte Gesichter nach dem ersten Schluck. Solch positive Rückmeldungen sind sehr wichtig und wertvoll, wobei auch kritisches Feedback für unsere Weiterentwicklung wichtig ist. 

Generell empfehle ich immer Nevas Water Cuvée zu probieren und auf sich wirken zu lassen –  es sind oft Meilensteine zwischen der Erwartung und dem letztendlichen Trinkerlebnis. 

Nevas, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das NEVAS GmbH hat sich einiges vorgenommen: Ganz klar im Vordergrund steht weiterhin die Positionierung und Etablierung der Marke im deutschen als auch internationalen Markt. Hier stehen vor Allem der arabische und asiatische Raum im Fokus. Des Weiteren arbeiten wir daran unseren Kundenstamm in der Hotellerie, Gastronomie als auch im Firmenkundenbereich auszubauen und um wenige exklusive Partner zu ergänzen.  

Parallel dazu wird im Hintergrund bereits an der Sortimentserweiterung von NEVAS Water Cuvée gearbeitet, um unseren Kunden noch zielgerichtetere Produkte zu bieten und für entsprechende Neuigkeiten zu sorgen – hier wollen wir allerdings nicht zu viel verraten.

In fünf Jahren sehen wir uns als DAS Premiumwasser am Markt, welches nicht nur in Deutschland, sondern auch in ersten internationalen Partnerschaften etabliert ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Nicht aufgeben – holt euch eure eigene Motivation auch aus kleinen Erfolgen und räumt Stolpersteine aus dem Weg. Ihr werdet jeden Tag besser und macht neue wertvolle Erfahrungen.
  2. Liquidität vor Rentabilität – die Geschäftspartner wollen alle nur euer Bestes 
  3. Networking, networking, networking – geht raus und lernt potentielle Partner, Kunden, etc. kennen. Von allein wird niemand auf euch aufmerksam. Lieber ein schlechter Kontakt zu viel als ein guter zu wenig.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nicholas Steuer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der Weg ist das Ziel!

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Schnelle Hilfe vom Chatbot

Sofort die richtige Antwort bekommen statt stundenlang in der Warteschleife hängen – die Chatbots und Sprachassistenten des Startups OmniBot unterstützen Unternehmen beim Kundenservice und helfen, Hard- und Software intuitiv per Sprache zu bedienen.

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Jascha Stein, 34 Jahre alt und als norddeutscher Digital Native in der IT gestartet: Auf der Suche nach dem Sinn des Arbeitslebens habe ich über mehrere Stationen in der Kombination von Psychologie und Technologie – oder auch Menschen und Maschinen – meine Lebensaufgabe gefunden.

Welche Geschäftsidee steckt hinter OmniBot?

Sprache ist bereits heute ein wesentliches Kommunikationsmedium zwischen Menschen und Maschinen. Mein Mitgründer Alexander Rauser und ich hatten zum einen täglich mit schlechten Benutzeroberflächen verschiedener Hard- und Softwaresysteme zu tun. Zum anderen waren wir, wie viele andere Anwender auch, extrem genervt von Telefon-Warteschleifen und Call-Centern.

Wir haben uns überlegt, wie eine einfache und intuitive Nutzeroberfläche aussehen müsste. Die Geschäftsidee war, einen „OmniBot“ zu entwickeln. Also eine Software, die technischen Systemen jeder Art den Einsatz von Sprache und künstlicher Intelligenz ermöglicht. Die Software sollte hochverfügbar sein, für praktisch jedes Unternehmen einsetzbar und damit die eine Lösung für alle.

Für welche Unternehmen ist Ihre Lösung interessant?

Für Unternehmen, die ihre Arbeitsleistung erhöhen und besser mit ihren Kunden interagieren möchten. Ein Beispiel: Ein Chatbot kann immer wiederkehrende Anfragen per Chat oder Telefon schnell und einfach beantworten. Dazu ist kein Mensch mehr nötig und die Kunden müssen nicht warten, bis jemand Zeit hat, sich mit ihren Fragen zu beschäftigen. Wenn die KI übernimmt, können sich die Mitarbeiter stattdessen auf komplexere Aufgaben konzentrieren. Oder dort arbeiten, wo etwa aus sozialen oder psychologischen Gründen Menschen notwendig sind.

Wie hat sich die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?

Grundsätzlich ist eine Unternehmensgründung heutzutage einfacher als vor zehn Jahren. Die Digitalisierung hat vieles ermöglicht, es gibt aber auch mehr Konkurrenz. Speziell in Deutschland hat sich in den letzten Jahren zudem eine neue Startup-Kultur gebildet, die sich rasant entwickelt. Die Politik hat gemerkt, dass Startups wichtig sind, um künftig technologisch mit anderen Ländern wie den USA und China mithalten zu können. Gerade Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden mehr und mehr gefördert. Nach wie vor gibt es hier jedoch noch großen Entwicklungsbedarf – in Deutschland ebenso wie in Europa.

Welche sind die größten Fehler junger Unternehmensgründer?

Viele meinen, nach ersten Erfolgen den Markt, in dem sie tätig sind, und manchmal auch die Welt bereits verstanden zu haben. Zugleich gehen sie oft davon aus, dass alles Neue gut ist. Dies führt häufig dazu, dass sie lebens- und berufserfahrenen Menschen zu wenig Respekt entgegenbringen und ihnen nicht genug zuhören. Ihnen entgeht die Chance, von den wertvollen Erfahrungen anderer zu lernen. Man muss nicht alles selbst erleben, um es zu verstehen, und das Rad nicht immer neu erfinden. Außerdem ist ein heterogenes Netzwerk – auch außerhalb der eigenen typischen Peergroup – extrem wichtig, damit man ehrliches und direktes Feedback erhält. Ich spreche aus eigener Erfahrung.

Sie sind Teil von TechBoost, dem Startup-Programm der Telekom.  Was gefällt Ihnen besonders?

Seit wir am TechBoost-Programm der Telekom teilnehmen, erhalten wir kostenfreien Serverbetrieb über die Open Telekom Cloud. Für ein Startup eine wichtige Unterstützung: Wir haben so die Möglichkeit, mit unserer innovativen Plattform schnell und sicher zu wachsen, da wir auf einen Teil der sehr gut ausgebauten Telekom Infrastruktur zugreifen können. Bemerkenswert finde ich dabei, dass TechBoost erfreulich unkompliziert ist und auf unnötige Bürokratie verzichtet. Wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit und kommen mit den üblichen Konzernprozessen relativ wenig in Berührung. Gleichzeitig haben wir aber Zugriff auf die Ressourcen und Strukturen der Telekom. Außerdem haben wir in der Telekom einen hervorragenden Vertriebs- und Servicepartner. Und unser TechBoost-Manager hilft uns sehr und steht uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

OmniBot wird europäischer Marktführer im Bereich Sprachtechnologie- und Konversationsplattformen mit künstlicher Intelligenz sein.

Welche drei Tipps haben Sie für Gründer?

Die eigene Idee vorerst in Teilzeit entwickeln, um eine sichere Einkommensquelle oder ein finanzielles Fundament und Rücklagen zu haben. Außerdem ist es wichtig, weiterhin zu leben und nicht ausschließlich dem wirtschaftlichen Erfolg nachzueifern. Und last but not least auch höhere soziale oder gesellschaftliche Ziele verfolgen. Um so der eigenen Arbeit einen tieferen Sinn zu geben. Der Weg ist das Ziel.

Wir bedanken uns bei Jascha Stein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Es braucht Zeit, Geduld und ein ständiges ausprobieren, um die notwendigen Erkenntnisse zu erhalten.

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MYFLYRIGHT hilft bei Flugverspätung und Flugannulierung

Hallo Igor, Du bist CEO und Co-Founder von MYFLYRIGHT. Kannst Du Dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Igor Maas und ich leite zusammen mit meinem Co-Partner Djavad Ali MYFLYRIGHT. Wir beide sind begeisterte Entrepreneure im Legal Tech Bereich. Gegründet haben wir MYFLYRIGHT im Sep. 2016, wobei unser erster Prototyp erst im März 2017 live gegangen ist. Mittlerweile beschäftigen wir über 20 Mitarbeiter an unseren Standorten Hamburg (Deutschland), Prag (Tschechien) und Zaporizhzhya (Ukraine) und kooperieren mit einer Vielzahl von Partneranwälten in Deutschland, UK, Österreich, Schweiz und Spanien. Ich habe einige Jahren in den USA und Frankreich verbracht (Studium und Beratung) und pendele momentan viel zwischen unseren Standorten Prag, Hamburg und Zaporizhzhya. Ich bin bei MYFLYRIGHT vor allem für die strategischen Themen sowie das Business Development zuständig.

Was hast Du zuvor gemacht und wie ist die Idee zu MYFLYRIGHT entstanden?

Vor der Gründung von MYFLYRIGHT und der ganzen Berufswelt war ich ein ambitionierter Fußballer, aber leider nicht mit dem ganz großen Talent ausgestattet, so dass mir die Fußballerkarriere verwehrt geblieben ist. Allerdings konnte ich zumindest ein Fußballstipendium in den USA ergattern und somit mein Studium in den USA finanzieren. Im Anschluss habe ich die akademische Laufbahn mit einem MBA in Frankreich abgerundet. Daraufhin bin ich in die Unternehmensberatung gegangen und nach einigen Jahren dort sowie einiger parallel gestarteter kleiner Start-Up Projekte, haben wir letztendlich MYFLYRIGHT gegründet. Den Wunsch nach Selbstständigkeit hegten Djavad und ich schon seit dem Kindesalter, wir haben nur die richtige Idee gebraucht. Djavad rief mich eines Tages an und fragte, ob ich über meine Flugrechte aufgeklärt sei. Da ist mir aufgefallen, dass ich über das Thema rein gar nichts wusste, obwohl ich damals als Berater im Schnitt drei Mal die Woche durch die Welt geflogen bin. 

Nachdem Djavad mich mit den wichtigsten Informationen ausgestattet hatte, bin ich neugierig geworden und in kürzester Zeit haben wir gesehen, dass ein enormes Potential von 6 Milliarden Euro im Markt vorhanden ist. Ohne lange zu fackeln haben wir die Chance ergriffen und angefangen unser eigenes Fluggastportal zu entwickeln. Heute können wir uns zu den größten Anbietern im deutschen Markt zählen.

Wie der Begriff „Legal Tech“ bereits verrät, geht es um die Anwendung von digitalen Technologien im Rechtsmarkt. Bei uns kann man Legal Tech eigentlich in jedem Einsatzgebiet finden, wobei zu den 3 wichtigsten Gebieten das Online Marketing, die Fallprüfung sowie die gerichtliche Durchsetzung zählen. 

In Hinsicht auf Online Marketing, arbeiten wir eng mit Google zusammen und haben unser gesamtes SEA auf Google AI-Technologien ausgerichtet, so dass wir von den ständigen Innovationen eines der Marktführer im Bereich AI direkt profitieren können. Mittlerweile können wir über die Systeme genaue Akquisitionskosten definieren und Google macht den Rest. Wir haben unglaubliche Ergebnisse damit erzielt, aber es war auch eine lange Findungsphase. 

Des Weiteren haben wir eine völlig automatisierte Fallüberprüfung-Software entwickelt, die anhand der verfügbaren Daten (z.B. Flugdaten, Wetterinfos, etc.) eine Einschätzung zu dem Risiko des Falls errechnet und es uns somit erlaubt in Sekundenschnelle zu erkennen, ob man einen Fall verfolgen sollte oder nicht. Anhand des Ergebnisses werden dann entsprechend die nächsten Schritte vollautomatisiert eingeleitet und zeitgleich verarbeiten die eingebauten „Machine Learning Algorithmen“, die neuen Informationen zu neuen und noch effizienteren Überprüfungsabfragen beim Kunden.  

Ein weiterer wesentlicher Faktor in unserem Geschäft sind Anwälte und Gerichte.

Wenn die Fluggesellschaften nicht zahlen, so eskalieren wir die Fälle vors Gericht. Hier kooperieren wir mit einer Vielzahl von Anwälten zu denen wir eine Schnittstelle in unserem System gebaut haben. So können die kooperierenden Anwälte von unserer Software und unserem Automatisierung-Know-how profitieren und so viel Zeit sparen. Darüber hinaus verfolgen wir die Ausgänge jeder einzelnen Akte sehr genau und analysieren das Verhalten der Gerichte, so dass wir schlussendlich dem Anwalt eine Empfehlung aussprechen können bei welchem Gericht er jeden einzelnen Fall platzieren sollte, das passiert natürlich auch vollautomatisiert. Man würde denken, dass die Gerichte da alle gleich denken und entscheiden, aber letztendlich sitzt am anderen Ende ein Mensch, Richter, der eine finale Entscheidung trifft. Je besser man den Gegenüber versteht, umso besser kann man da auch gegensteuern.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Es waren sehr viele Herausforderungen die man als Gründer bewältigen muss. Einerseits ist es verdammt anstrengend, aber auf der anderen Seite macht es total viel Spaß die Sachen anzugehen und zu lösen. Im Wesentlichen kann ich die Herausforderungen wohl in 3 Bereiche unterteilen. 

1. Mindset – Die größte Herausforderung für uns war es unseren Mindset komplett neu zu programmieren. Auf einmal ging es nicht mehr ums beraten, sondern um die tatsächliche Realisierung. Sachen mussten gemacht werden und funktionieren. Dabei haben wir recht schnell festgestellt, dass wir mit unserem Know-how gewissen Grenzen ausgesetzt waren. Wir konnten zwar alles theoretisch und strukturell gut verstehen, aber die Geschwindkeit aufzunehmen war gar nicht so einfach. Wir waren komplette Neulinge was Online Marketing, Technologie und Recht betraf. Mit viel Fleiß und Schweiß haben wir uns über die Monate dieses Know-how im Schnelldurchlauf angeeignet und damit kamen auch die ersten Erfolge. 

2. Geschäftsdynamik – Es war unheimlich wichtig ein Gefühl für die Geschäftsdynamik zu erhalten. Wie reagieren die Airlines, Anwälte, das Gericht und jegliche andere Stakeholder auf uns, welche Marketingkosten sind vertretbar und welche KPIs sind die richtigen, um das Geschäft erfolgreich zu entwickeln. Es braucht Zeit, Geduld und ein ständiges ausprobieren, um die notwendigen Erkenntnisse zu erhalten. Erst danach haben wir richtig Geld in die Hand genommen und skaliert. 

3. Technologie – Es ist ein wesentlicher Skill ohne den wirklich wenig funktioniert im Technologieunternehmen. Erscheint logisch, aber wird meines Erachtens trotzdem oft unterschätzt und wurde auch uns am Anfang zum Verhängnis, weil wir es zu leichtfertig angegangen sind und uns erhofft haben, dass es schon irgendwie gehen wird. Erst als wir es geschafft haben das Technologie Know-how ins Boot zu bringen, konnten wir wirklich wachsen und unser Geschäft aufs nächste Level bringen. Ich rate jedem Gründerteam einen Techie im Boot zu haben.

Wie hoch ist Euer Umsatz und wie habt Ihr Euch bisher finanziert?

Wir generieren zurzeit einen Umsatz im unteren Millionenbereich und wachsen auf dem europäischen Markt beständig. Darüber hinaus haben wir eine Vielzahl an Fällen, die mitten im Prozess sind, u.a. vor Gericht. Alleine im Jahr 2018 sind Fälle bei uns im Wert von über 10 Millionen Euro zur Überprüfung eingereicht worden. Für das Jahr 2019 streben wir eine Verdreifachung unseres Umsatzes an. Wir haben bisher vergleichsmäßig wenig Kapital eingesammelt, so dass sich rund 95 % der Unternehmensanteile noch in „Gründerhand“ befinden. Gleichzeitig sind wir sehr glücklich über die bei uns partizipierenden Business Angels, die einen großen Erfahrungsschatz mitbringen und uns schon an mancher Stelle mit wichtigem Rat zur Seite gestanden haben. Wir sind derzeit nicht auf der aktiven Suche nach weiterem Kapital, allerdings sind wir immer offen für sinnvolle Beteiligungen, die einen strategischen Mehrwert für MYFLYRIGHT darstellen können.

Wer ist die Zielgruppe von MYFLYRIGHT?

Unsere Zielgruppe ist sehr weit gestreut und umfasst alle Fluggäste, die von Flugverspätungen, Flugstornierungen, Nichtbeförderungen, verspätetem Gepäck, verlorenem Gepäck und der Rückerstattung von nicht verwendeten Flugtickets betroffen sind. Da wir unseren Service größtenteils online bewerben, setzen wir vor allem auf internetaffine Kunden, die keine Angst haben etwas online abzuwickeln und das sind größtenteils Menschen bis zu einem Alter von 40 Jahren. Wir helfen aber gerne jedem betroffenen Passagier auch übers Telefon oder Email, diese Kanäle nutzt vor allem gerne die ältere Generation. Unsere Aufgabe ist es letztendlich allen Kunden gerecht zu werden. Daran arbeiten wir jeden Tag.

Wir bedanken uns bei Igor Maas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sofort und immer wieder mit der Zielgruppe sprechen!

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Gardion macht das Internet sauber und sicher.

Stellen Sie sich und Gardion kurz unseren Lesern vor!

Gardion macht das Internet sauber und sicher. Wir bringen die Technik, die Konzerne einsetzen um ihre Netze und Mitarbeiter online zu schützen, zu den Konsumenten. Damit erhalten Familien und kleine Teams, wie etwa Kanzleien oder Ingenieurbüros, alle Werkzeuge an die Hand, um sich einfach und sicher im Internet zu bewegen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Weil dieses Thema aus unserer Sicht dringend gelöst werden musste. Für Familien gibt es zwar mehrere Lösungen um eine sichere Online-Umgebung für Kinder und auch Senioren zu schaffen – sie alle haben aber Nachteile. Wir von Gardion legen Wert darauf, die wahrscheinlich einzige, durch und durch in Deutschland betriebene Lösung zu sein, die plattformübergreifend (also auf iOS, Android und Mac/Windows/Linux) funktioniert und kein Spionagewerkzeug ist. Wir legen Wert darauf, dass etwa die Sprösslinge einer Familie die gleichen Informationen sehen wie ihre Eltern. Der Unterschied zu den Eltern ist nur, dass diese die Einstellungen vornehmen dürfen was in der Familie online okay ist und was nicht. Die Eltern geben also einen sicheren Rahmen vor, was die Kinder dann innerhalb dieses Rahmens machen, soll Mama und Papa nicht interessieren.

Für Profis bietet Gardion zudem spannenden Mehrwert gegenüber den Bestandslösungen. Immer mehr Menschen nutzen ein VPN um verschiedene Angriffsvektoren zu blockieren. Aber die üblichen Anbieter unterliegen als nicht-deutsche Unternehmen entweder nicht den strengen deutschen Datenschutzregelungen oder sie ermöglichen es nicht, den VPN-Verkehr nach den eigenen Wünschen zu filtern. Mit Gardion kombinieren die Nutzer das beste aus beiden Bereichen: Ein rein-deutsches VPN mit den leistungsfähigen Filtermöglichkeiten, die ansonsten nur große Konzerne nutzen. Damit kann etwa der Architekt, der im ICE das Internet nutzt, sicherstellt, dass sein Rechner mit der Planungssoftware wirklich nur mit dem Rechenzentrum „spricht“, welches er als Dienstleister nutzt. Schadsoftware die versucht, die Daten seines Rechners zu exfiltrieren, kommt an Gardion nicht vorbei.

Welche Vision steckt hinter Gardion?

Letztlich ein großes Thema unserer Zeit: Wie erlangen wir wieder unsere Autonomie im Internet zurück? Wie kann ich entscheiden, wer was sieht und wer was über mich erfährt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Überraschenderweise tatsächlich der Aufbau des Backends. Das Backend übernimmt die ganzen komplizierten Aufgaben, um den Internetverkehr unserer Kunden zu routen und zu filtern. Das skalierbar zu gestalten war nicht einfach. Auf dem Frontend dagegen setzen wir auf die üblichen gut verstandenen Protokolle, so dass dort im Idealfall gar keine Software installiert werden muss und beispielsweise die in iOS integrierte VPN-Software genutzt werden kann. Anfangs haben wir das Projekt privat finanziert. 2018 erhielten wir dann ein EXIST-Stipendium für das wir sehr dankbar sind. Jetzt gerade schließen wir die nächste Finanzierungsrunde mit einem Business-Angel und dem Land Baden-Württemberg ab.

Wer ist die Zielgruppe von Gardion?

Familien entweder mit Oma und Opa, die sich mit ihrem iPad unsicher im Internet fühlen oder mit Kindern zwischen 5 und 15, die einen sicheren Rahmen für ihre ersten Schritte im Internet erhalten sollen. Gleichzeitig sehen wir auch Menschen, für die Datenschutz ein wichtiges Thema ist oder Profis wie Selbständige und Freiberufler als Zielgruppe.

Wie funktioniert Gardion? Wo liegen die Vorteile?

Gardion ist technisch ein „managed VPN with intrusion prevention system‘. Etwas weniger glamourös heißt das: ein VPN mit einem leistungsfähigen Filter. Auf deutsch: Der gesamte Internetverkehr etwa ihres iPhones wird von uns in einen verschlüsselten Tunnel gezwungen, den keine App umgehen kann. Dieser verschlüsselte Tunnel sorgt dafür, dass unterwegs niemand etwas mit diesen Daten anfangen kann; nicht Starbucks, nicht Vodafone und auch nicht die Telekom. Das gilt auch ganz gleich ob sie zu Hause, im Ausland oder im WLAN-Netz eines ICEs unterwegs sind – alles geht durch diesen virtuellen Tunnel. 

Dieser endet am Gardion Server in Frankfurt, wo die Daten ausgepackt, nach ihren Wünschen gefiltert und an den DECIX – den weltweit größten Internetknoten – übergeben werden. Von dort gehen ihre Daten dann beispielsweise zur Sparkasse. Von den Rechnern der Sparkasse kommen die Antworten mit den von ihnen gewünschten Informationen wieder zu den Gardion-Servern zurück. Die Antworten werden von Gardion technisch geprüft, wieder verschlüsselt und dann durch den VPN-Tunnel wieder an ihr iPhone übertragen. Wir stellen also sicher, dass nur gewünschter Datenverkehr von ihrem Endgerät ins Internet und von dort wieder zu ihrem Gerät zurückkommt. Wichtig ist, dass wir dabei nicht sehen können wie viel Geld sie auf ihrem Sparkassen-Konto haben. Auch die Sparkasse hat den Verkehr ja schon verschlüsselt, so dass wir nur bereits verschlüsselten Verkehr sehen.

Wie ist das Feedback?

Wir haben schon früher zusammen an einem Startup gearbeitet. Aber noch nie haben uns nach jedem Pitch Menschen angesprochen, dass sie gerne Testkunden wären, da sie genau so etwas gesucht haben. Das lässt hoffen. Wir sind noch nicht auf dem Markt, wir gehen davon aus im Herbst 2019 soweit zu sein.

Gardion, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Derzeit forschen wir noch im CyberLab in Karlsruhe. Im Großen und Ganzen haben wir zwei Baustellen: Wir bauen die Software, das Produkt, das es unseren Zielgruppen ermöglicht, wieder autonom im Internet zu sein. Zugleich sehen immer noch zu wenige Menschen die Notwendigkeit, sorgfältig mit den eigenen Daten umzugehen und sich online besser zu schützen. Da wollen wir aufklären und schulen. Vielleicht wird das einmal ein Non-Profit Arm der Gardion, wer weiß…

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sofort und immer wieder mit der Zielgruppe sprechen, um nichts Unnützes zu bauen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Setzt Euch mit den Befindlichkeiten Eurer Kunden auseinander.

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Artcrater Sammlernetztwerk für Kunstwerke

Stellen Sie sich und das Startup Artcrater kurz unseren Lesern vor!

Artcrater ist ein exklusives, kostenfreies Sammlernetzwerk, über das validierte Mitglieder ihre Kunstwerke diskret und direkt von Sammler zu Sammler anbieten und verkaufen können. Die über die Plattform Artcrater angebotenen Kunstwerke sind ausschließlich für Mitglieder sichtbar. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kunstwerke wirklich „behind the scenes“, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, gehandelt werden.

Artcrater ist für Sammler eine attraktive Alternative zum risikoreichen Auktionsverkauf, bei dem annähernd 40% der angebotenen Kunstwerke in der Regel nicht verkauft werden. Artcrater beschränkt sich gezielt auf die 700 am stärksten nachgefragten Künstler der Welt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Gründerin von Artcrater ist die bekannte deutsche Sammlerin Gudrun Wurlitzer. Ihr Anliegen war es, mit der Gründung der Internet-Plattform auf ein Problem zu reagieren, das sie selbst gut kennt und das sie als weithin verbreiteten Collectors-Pain identifiziert hat. Denn: Wer Kunst kauft ist König, doch wer sie wiederverkaufen will, wird zum Bittsteller und hat es schwer. Galerien nehmen erworbene Arbeiten nur selten zurück. Was  dann bleibt, ist die Auktion. Jedoch können nur gut die Hälfte der zur Auktion kommenden Arbeiten tatsächlich erfolgreich zugeschlagen werden. Die nicht verkauften Werke gelten als “verbrannt”, denn sie sind in einschlägigen Datenbanken als „Unsold Lot“ bzw. „bought in“ geführt und bleiben damit für längere Zeit nur sehr schwer verkäuflich. Auf genau dieses Problem reagiert Gudrun Wurlitzer als Gründerin von Artcrater.

Welche Vision steckt hinter Artcrater?

Mit Artcrater wird Sammlern, die ihre Werke verkaufen möchten, eine diskrete und risikolose Alternative geboten. Artcrater ist bestrebt, ein reines Sammlernetzwerk mit einer wachsenden Community zu werden, das es seinen Mitgliedern ermöglicht, Kunstwerke diskret, digital und direkt vom Sammler zum Sammler zu verkaufen, ohne das Risiko eines „bought in“ einzugehen. Die erzielten Preise werden bei Artcrater nicht angezeigt, es erfolgt keine Registrierung in Datenbanken, wie dies bei Auktionsergebnissen der Fall ist.

Gleichzeitig bietet Artcrater Sammlern die großartige Erfahrung, interessante Kunstwerke wie in einem Auktionskatalog zu entdecken, ohne jedoch das Risiko einzugehen, beim Kauf in einen Bieterkrieg verwickelt zu werden und ein Aufgeld von bis zu 30% zum Hammerpreis zu zahlen. Artcrater erhebt vom Verkäufer und Käufer nur eine Gebühr von 5%, die während des Verkaufsprozesses eindeutig angegeben sind. Artcrater strebt an, das bisher gänzlich undigitalisierte Kunstmarktsegment der “Private Sales“ durch die entwickelte Online-Alternative deutlich effizienter zu machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Artcrater ist aktuell auf Investorensuche und derzeit noch bootstrapped.

Wer ist die Zielgruppe von Artcrater?

Artcrater tritt als Alternative zu den Auktionshäusern auf und wendet sich an die mittelständischen Sammler, die Werke von Künstlern sammeln, die zu den 700 nachgefragtesten Künstlern der Welt zählen.

Wie funktioniert Artcrater? Wo liegen die Vorteile?

Artcrater ist ein exklusives Netzwerk für Sammler. Nur validierte Mitglieder haben Zutritt und können dann über die Plattform an andere Sammler Verkaufen. Sammler, die Artcrater nutzen, sind vor allem vor allen Risiken geschützt, die mit einem Auktionsverkauf verbunden sind. Artcrater berechnet nur je 5% Kommission vom Verkäufer und Käufer, während bei Aktionshäusern für den Einlieferer in der Regel 10% und für den Käufer 30% Aufgeld fällig werden. Außerdem entfällt bei Privatverkäufen die Mehrwertsteuer, die im Kunsthandel oder im Auktionskontext zu zahlen ist. Deutschland ist das Land mit der höchsten Mehrwertsteuer auf Kunst, so dass dieser Vorteil von unschätzbarem Wert ist.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback innerhalb der Zielgruppe ist phänomenal. Seit dem Start zu Jahresbeginn wächst die Zahl der Mitglieder und es wird deutlich, dass das Angebot von Artcrater genau den Nerv der Sammler getroffen hat. Artcrater erhält von den Mitgliedern ausschließlich Lob und unzählige positive und begeisterte Rückmeldungen – zumal es bereits innerhalb kürzester Zeit zu diversen erfolgreichen Verkäufen im mittleren fünfstelligen Bereich über die Plattform gekommen ist. Das Vertrauen in die Plattform ist ausgesprochen groß, weil die Sammlerin und Inhaberin Gudrun Wurlitzer offen dafür steht. Hinzu kommt, dass die Mitglieder in das Sammlernetzwerk auch selbst sehr viel Vertrauen haben, weil sie als Sammler bei Artcrater diskret  unter sich bleiben können.

Artcrater, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir nach vorsichtiger Schätzung mindestens 1-2% des internationalen Online-Markts für Zeitgenössische Kunst beherrschen, in Zahlen bedeutet dies weit über 50 Mio $ Umsatz. Gleichzeitig sind wir darauf bedacht, dabei das Vertrauen unserer Sammler stets in den Vordergrund zu stellen. Vor allem aber glauben wir auch an einen Wandel des undigitalisierten Segments der sog. „Private Sales“. Private Sammlungen werden liquider werden, Kunstwerke häufiger auf diskretem und digitalen Wege den Besitzer wechseln – und so mehr Platz schaffen für Neuerwerbungen. Ein Gewinn für Künstler, Galerien und Sammler, an dem Artcrater entscheidend mitbeteiligt ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Setzt Euch mit den Befindlichkeiten Eurer Kunden auseinander. Fangt klein an und sprecht mit Ihnen, bevor Ihr das ganze aufblast.

Foto: Bernd Jaworek

Wir bedanken uns bei Gudrun Wurlitzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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