Mittwoch, September 30, 2026
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Immer offen sein und den Status Quo hinterfragen

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WirSindDu bringt Menschen mit Menschen zusammen, durch die Kraft ihrer eigenen Geschichten

Stellen Sie sich und das Startup WirSindDu doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Carmen Forrest und seit 2020 Gründerin von WirSindDu. Bin ein neugieriger Mensch, der immer den Status Quo infrage stellt. Ich liebe es, etwas zu kreieren, nicht nur Schönheit durch Design, sondern auch, dem Design einen Sinn zu geben. “Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung“ ist eines meiner Lieblingszitate von Leonardo da Vinci.

Als internationaler Marketing-Absolvent in New York City, fand ich meine Leidenschaft in Corporate Identity, Branding, Online- und Offline-Design. Über mehr als 20 Jahre führte ich meine eigene Designagentur in New York City und dabei gewann ich eine Vielzahl von Geschäftserfahrungen in einem der vielfältigsten, aber auch schwierigsten Märkte. Seit sechs Jahren bin ich nach Stuttgart (Sindelfingen) umgezogen, der Liebe wegen.  

Der neue Lebensabschnitt hatte sofort seine Höhen und Tiefen, nicht nur in kultureller Hinsicht, sondern betraf alle Aspekte meines Lebens, sowohl privat als auch geschäftlich. Nachdem ich so viele Jahre selbstständig war, wurde es mir klar, dass eine Anstellung nicht unbedingt mein Ziel war.  Ich musste Resilienz zeigen, meine Werte neu ordnen, meinen Sinn im Leben finden und neu anfangen. In diesem Denkprozess wurden die ersten Gedanken von WirSindDu geboren. Ich verstand, dass meine Probleme nicht nur meine eigenen waren. Viele Menschen kämpfen mit den gleichen Themen und fragen sich nach dem Sinn – dem Purpose des Lebens.

Mir wurde es klar, dass Purpose nicht nur eine private Lebensfrage ist, sondern Purpose zeichnet auch ein erfolgreiches Unternehmen aus. Immer mehr Menschen wollen wissen welches Unternehmen hinter einem Angebot steckt. Was treibt es an, wie geht es mit den Stakeholdern um, wer sind die Menschen hinter dem Unternehmen? So kam ich zum Storytelling. Geschichten sind einzigartig für uns Menschen, sie zwingen uns zu reflektieren, unsere Erfahrungen neu zu bewerten, unseren Purpose wieder zu definieren. Sie verwandeln Informationen in Emotionen. 

„Stories are data with soul“(Brene Brown) 

WirSindDu ist eine Online Plattform und gleichzeitig ein Marketing Tool basierend auf Storytelling. Wir bringen Menschen durch die Kraft ihrer eigenen Geschichten zusammen. Egal ob Privatperson oder Unternehmen, hinter jedem Menschen wartet eine wertvolle Geschichte, die es zu erzählen gilt. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Es war ein Prozess, den ich am Anfang eigentlich nicht erkannt habe. Ich war schon mehr als 20 Jahre selbständig gewesen und wusste schon, dass ich erneut 24/7 arbeiten muss. Der New York Market war nicht einfach. Ich hatte nie länger als fünf Tage Urlaub in den letzten 20 Jahre, nur selten gab es Wochenenden ohne Arbeit. Wenn du weißt was dich erwartet, fehlt der Überraschungseffekt. Aber die Idee und Leidenschaft hinter WirSindDu, das Potenzial, etwas zu verändern, hat mich bewegt und überzeugt, dass es der richtige Weg für mich ist. Es war eigentlich keine Frage ob ich es mache, sondern wann ich damit starte. Das war und ist mein Antrieb.

Welche Vision steckt hinter WirSindDu?

Wir bringen Menschen mit Menschen zusammen durch die Kraft ihrer eigenen Geschichten. Und beim Menschen meine ich auch Unternehmen, weil hinter jedem Unternehmen Menschen stehen. Eigentlich sind Menschen und Unternehmen gleichzusetzen. Es gibt ein Trend in USA, dass eigentlich B2B und B2C sich in H2H (Human2Human) ändern sollte. Am Ende des Tages sind wir alle Menschen. Wenn WirSindDu dieses Konzept durch Geschichten verbreitet, dann sind wir glücklich. Das Menschliche in der Formel unseres Lebens herauszuarbeiten, das ist unser Ziel. One story at a time. 

Von der Idee bis zum Start  – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind mitten in der Coronakrise operativ gestartet. Selbstverständlich konnten wir nicht für diese Zeiten vorbereitet sein. Aber wir sind überzeugt, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt. Die menschliche Interaktion und die Konnektivität stehen heute mehr als früher im Vordergrund. Wir leben in Zeiten, die uns zwingen, unser Leben und unseren Purpose wieder zu definieren. Resilienz, Offenheit, Empathie sind heute Chefsachen. Das treibt WirSindDu an.

Ich finde, Herausforderungen sind das Beste, was passieren kann, denn man muss sich ständig hinterfragen, man muss hinhören und kreativ sein. Dadurch entstehen Fortschritt und Erfolg. Herausforderungen sind für mich die Gründe warum ich lebe, sie machen mich zu einem besseren Menschen. Ich stehe nicht still, lerne und verbessere mich jeden Tag. Und natürlich mache ich auch Fehler, weil ich menschlich bin. Bis jetzt haben wir uns durch eigene Quellen finanziert, aber jetzt suchen wir einen menschlichen Investor.

Wer ist die Zielgruppe von WirSindDu?

Einerseits sind es Privatpersonen, die ihren Purpose im Leben hinterfragen, die offen sind und von anderen lernen und sich inspirieren lassen wollen. Die Querdenker, die den Status Quo hinterfragen. Die eine bessere menschliche Interaktion schätzen und Ihre Erfahrung an andere weitergeben wollen. Die Menschen, die den Mut haben anders zu denken und Neues zu wagen.  

Anderseits stehen Menschen hinter den Unternehmen, die ihre eigenen Geschichten zu erzählen haben. Die “Leaders from tomorrow“ die erkennen, dass Unternehmen ihr Verhalten ändern müssen. Die erkennen, dass die Zukunft mit einem neuen Denken beginnt. Unternehmen müssen menschlich auftreten, wenn sie etwas bewirken wollen. Dabei entsteht ein Wettbewerbsvorteil. Sich allein durch Produktmerkmalen zu unterscheiden ist heute, oder in der Zukunft, nicht mehr genug. Man muss die aktuelle Denkweise verändern und den Faktor Mensch in den  Mittelpunkt setzen. Unternehmen sind da, um Menschen zu helfen. Sich so zu positionieren ist ein radikaler Pivot für die meisten Unternehmen.

Sich zu fragen: Warum bin ich als Unternehmer da? Die Antwort darf nicht nur sein: um Geld zu verdienen. Schließlich gehen Purpose und Profit Hand in Hand. Mit dem WirSindDu Purpose-Marketingkonzept begleiten und unterstützen wir Unternehmen im Purpose-Entdeckungsprozess. 

Wie funktioniert WirSindDu? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für private Menschen ist WirSindDu kostenfrei. Jeder kann seine Erfahrungen und Erlebnisse auf unserem Portal teilen und weitergeben. Wie eine Bibliothek von Lebensgeschichten. Selbstverständlich haben wir Werte, die hochgehalten und gelebt werden müssen. Authentizität ist das wichtigste im Storytelling. Für Unternehmen haben wir verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Zusätzlich bieten wir für Unternehmen unser Purpose-Marketing mit Konzeptunterstützung und Corporate Branding, Corporate Identity und Design Dienstleistungen. 

WirSindDu wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind aktuell bei der Bekanntheitssteigerung und Akquise. Zurzeit sind wir nur in der DACH Region tätig und arbeiten gerade an der englischen Version der WirSindDu Website, damit WirSindDu überregional auftreten kann. Lebenserfahrungen und Geschichten sind überall wo Menschen sind. Desto mehr internationale Erfahrungen wir auf unserem Portal zusammenbringen, desto mehr lernen wir voneinander.  

In fünf Jahren sehen wir uns als so etwas wie das „Amazon“ der Geschichten, eine „knowledge-sharing Plattform“, wo wir unsere Fragen aus den Erfahrungen anderen beantworten können.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Immer offen sein und den Status Quo hinterfragen. Man muss jeden Tag etwas Neues lernen. Egal ob 20 oder 70 Jahre alt. Niemals aufhören zu lernen, denn das macht uns Menschen einzigartig. 
  2. Ausdauer ist meiner Meinung nach die beste Eigenschaft, die zum Erfolg führt.
  3. Sich immer die Frage stellen: Wie kann ich mit dem, was ich mache, anderen Menschen helfen? Wie kann ich etwas bewirken? 

Und nicht zuletzt … das Leben genießen! Für mich ist es, jedes Jahr das magische blaue Meer der griechischen Inseln einzuatmen! 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Carmen Forrest für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kekz gewinnt Peter Maffay als Investor

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Kekz gewinnt Peter Maffay als Investor

Kekz gewinnt Peter Maffay als Investor und strategischen Partner für sein Kinderkopfhörersystem

Der Startup-Standort Bayern holt trotz Krise kräftig auf und kann laut aktuellem EY Startup Barometer alleine im ersten Halbjahr 2020 das Investitionsvolumen vervierfachen. Jetzt sichert sich auch der Münchner Newcomer Kekz mit Peter Maffay einen namhaften Investor, der gemeinsam mit den Gründern Carl Taylor und Adin Mumma den Traveltainment-Markt für Kinder neu definieren will. Das kabellose Kopfhörersystem gibt Kindern unterwegs die volle Kontrolle über ihre Lieblingsmusik und -hörbücher – unabhängig vom Handy der Eltern und ohne Ablenkung, ohne Bildschirm und ohne externe Audioquelle.

„Kekz wurde durch unseren eigenen Alltag mit Kindern inspiriert“, erklärt Carl Taylor, Gründer von Kekz. „Umso stolzer sind wir, mit Peter Maffay nicht nur einen strategisch starken Partner an Board zu haben, sondern jemanden mit jahrzehntelanger Erfahrung, unzähligen Erfolgen und großer Leidenschaft für Kinderunterhaltung“. Adin Mumma, zweiter Gründer von Kekz, erzählt weiter: „Wir wünschen uns für unsere Kinder auch eine kindgerechte Unterhaltung, die sie selbst steuern können. Mit Kekz haben wir die perfekte Lösung für die Reiseunterhaltung gefunden, die wir erst einmal Familien im deutschsprachigen Raum zugänglich machen wollen. Dafür könnten wir uns keinen besseren Partner an der Seite vorstellen.“

Peter Maffay:

„Kekz löst ein Problem, das vermutlich jede Familie kennt, die mit Kindern unterwegs ist. Die Idee einer ablenkungsfreien Unterhaltungsmöglichkeit, die schon fast an analoge Zeiten erinnert, hat uns sofort begeistert. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Carl und Adin.“

Anfang 2021 startet die Serienproduktion der Kekz Kopfhörer, die Markteinführung ist für Frühjahr 2021 geplant. Interessenten können sich hier als Betatester registrieren.

Quelle Kekz GmbH

Tipps, Tricks und Hilfe annehmen

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Der vegane Flammkuchen Zutaten aus der regionalen Bio Landwirtschaft

Der vegane Flammkuchen frei von Konservierungsstoffen, ohne Gentechnik und mit Zutaten aus der regionalen Bio Landwirtschaft

Stellen Sie sich und Der Vegane Flammkuchen doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Der Vegane Flammkuchen – und der Name ist natürlich Programm. Unser Flammkuchen ist mit dem deutschen und europäischen Bio-Siegel zertifiziert: Das bedeutet er ist unter anderem frei von Konservierungsstoffen, ohne Gentechnik und mit Zutaten aus der Biowirtschaft. Für uns ist Der Vegane Flammkuchen ein Herzensprojekt. Mein Freund Pascal und ich essen leidenschaftlich gerne Flammkuchen – aber eine vegane Alternative zum Original Elsässer gab es nicht. So kamen wir auf die Idee, eine vegane Variante zu entwickeln. Vor etwas über 2 Jahren haben wir die ersten Prototypen in unserer Küche zu Hause getestet und heute sind wir deutschlandweit in den Tiefkühlregalen vertreten, unter anderem in denn’s Biomarkt und in den Berliner Veganz-Stores. Darauf sind wir richtig stolz!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Pascal und ich sind sehr kreative Menschen, die sich für viele Dinge interessieren und die im Leben die Abwechslung und das Abenteuer suchen. Ein eigenes Produkt zu entwickeln und es von der ersten Produktion bis hin zur Markteinführung in allen Bereichen zu begleiten, macht uns sehr viel Spaß – da ist immer etwas los. Und auch als Künstler konnten wir gerade in der Gestaltung der Verpackung, der Webseite und unseres Messestands unsere Kreativität ausleben und damit etwas Großartiges schaffen. Am wichtigsten war für uns aber, dass wir selbst bestimmen können, welchen Weg wir mit Der Vegane Flammkuchen gehen. Wir sind sehr natur- und umweltverbunden – deshalb sorgen wir auch dafür, dass unser Produkt so nachhaltig wie möglich produziert, vertrieben und vermarktet wird.

Welche Vision steckt hinter Der Vegane Flammkuchen?

Mein Team und ich sind der Überzeugung, dass es in unserer Gesellschaft einen Umbruch geben muss. Wir müssen viel bewusster darüber nachdenken, woher unsere Ressourcen kommen. Denn unser aktueller Lifestyle kann viele, meist negative Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Gesundheit haben. Mit der Bio-Bewegung, unter anderem in der Food-Branche, wird der Markt nach und nach umwelt- und tierfreundlicher. Auch die vegane Bewegung wird zunehmend größer. Wir sind überzeugt, dass vegan zu leben für viele eine Art Erwachen ist. Für viele andere ist es aber immer noch einfach ein Trend, der Verzicht bedeutet. Um auch Nicht-Veganer zu überzeugen, muss vegan alltagstauglicher werden. Mit Der Vegane Flammkuchen können wir hier unseren Teil dazu beitragen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben das Glück, dass der Hersteller Flammkuchen Profi hinter uns steht und uns sowohl finanziell etwas unter die Arme greift, aber auch durch bereits bestehende Produktionsmaschinen unterstützt, das hat uns den Start sehr erleichtert. Auch die Expertise des Teams von Flammkuchen Profi ist für Pascal und mich eine große Hilfe. Eine große Herausforderung stellte es aber ganz klar da, die Produktion auf Bio einzustellen. Für ein Bio-Siegel müssen alle Zutaten aus dem ökologischen Landbau stammen und auch bei der Verarbeitung gibt es strenge Regeln. Für uns war aber von Anfang an klar, dass saisonale und regionale Bio-Produkte auf unseren Flammkuchen kommen sollen, damit wir eine höchstmögliche Qualität erreichen. Deshalb war Aufgeben hier nie eine Option.

Wer ist die Zielgruppe vom Der Vegane Flammkuchen?

Natürlich richten wir uns zunächst an Menschen, die sich mit dem veganen Lebensstil identifizieren können. Derzeit werden Veganer von der Gesellschaft oft als Trenderscheinung wahrgenommen. Mit unserem Produkt möchten wir dazu beitragen, dass auch Menschen, die ihre Ernährung nicht radikal auf Vegan umstellen möchten oder können, vegane Produkte nicht als Alternative zu klassischen Gerichten sehen, sondern als ein leckeres Essen wie jedes andere.

Woher stammen die Zutaten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir geben uns viel Mühe, die besten und nachhaltigsten Zutaten für unser Produkt zu verwenden. Deshalb beziehen wir unsere Zutaten, soweit es geht, regional bzw. außerhalb der Saison aus Europa. Dass wir regional einkaufen, hat einige Vorteile: Die Umweltbelastung durch kürzere Transportwege fällt geringer aus, die Zutaten sind frisch – und bei uns auch ökologisch und nachhaltig angebaut. Dazu kommt noch, dass man die Wirtschaft in der eigenen Region aktiv unterstützen kann.

Aktuell gibt es in unserem Marktsegment noch keine Wettbewerber, da wir den einzigen veganen Flammkuchen im Tiefkühlregal haben. Deshalb tüfteln wir auch fleißig weiter, um unser Produktportfolio weiter auszubauen. In diesem Jahr konnten wir mit unserem 7-Gemüse-Flammkuchen sogar eine unabhängige Jury aus renommierten Chefköchen vom International Taste Institute überzeugen. Bei einer Blindverkostung ohne Hintergrundinformationen bewerteten sie unseren Flammkuchen mit 3 von 3 Sternen – also ohne zu wissen, dass unser Produkt vegan ist. Wenn das mal kein Grund ist, den Flammkuchen zu probieren.

Welche Sorten gibt es?

Wir bieten derzeit unseren Bio-Flammkuchen in zwei Varianten an: Zum einen den 7-Gemüse-Flammkuchen mit Tomaten, Paprika, Zucchini, Champignons, Rotkohl, Zwiebeln und Lauchzwiebeln. Und zum anderen eine unbelegte Variante, die man zu Hause mit der Familie oder mit Freunden ganz nach dem eigenen Geschmack belegen kann – so ist für jeden genau das Richtige dabei. Für Gastronomen bieten wir den belegten und unbelegten Flammkuchen in Gastro-Größe an. So können Restaurants ganz simpel und schnell auch Veganern leckere Gerichte anbieten.

Wir arbeiten fleißig daran, weitere Varianten unseres Bio-Flammkuchens zu entwickeln. Bei uns stehen aber Nachhaltigkeit, Qualität und Geschmack an erster Stelle. Deshalb testen wir alle potenziellen Zutaten zunächst sehr gewissenhaft, bevor wir darüber entscheiden, wie der Flammkuchen am Ende aussehen wird. So dauert es zwar etwas länger, bis unser Flammkuchen von der Idee in den Markt und auf die Teller zu Hause kommt. Aber das ist es uns wert! 

Der Vegane Flammkuchen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind ganz neu auf dem Markt, deshalb ist unser erstes Ziel, auf dem deutschen Markt richtig durchzustarten. Wir sind unter anderem in denn’s Biomarkt vertreten und in den Berliner Veganz-Stores. Allgemein ist Flammkuchen eher ein Produkt, das in Frankreich und in Süddeutschland sehr beliebt ist. Im Norden Deutschlands ist Flammkuchen bislang weniger etabliert. Mit dem veganen Flammkuchen wollen wir dieses Gericht weiter in Deutschland bekannt machen. In den kommenden Jahren wollen wir Der Vegane Flammkuchen gerne auch in die Schweiz und Österreich sowie weitere europäische Länder bringen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Auch bei größeren Herausforderungen die Vision nicht aus den Augen verlieren – genauso wenig wie den Spaß an der Arbeit. Für alle in unserem Team ist Der Vegane Flammkuchen nicht einfach nur ein Produkt, sondern eine gemeinsame Reise, durch die wir gemeinsam wachsen. Und es hilft ungemein, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die das genauso sehen. So schaffen wir jede Herausforderung.
  • Authentizität und Transparenz. Wir sind ein sehr junges Team und haben deshalb nicht gerade die größte Erfahrung in der Geschäftswelt oder im Marketing. Aber wir geben jeden Tag unser Bestes. Deshalb fragen wir manchmal auch einfach die Community, was sie sich wünschen. So bekommen wir nicht nur ein Gespür für unsere Kunden und sind ganz nah dran. Das macht uns viel Freude und kommt zum Glück auch sehr gut an.
  • Tipps, Tricks und Hilfe annehmen – oder aktiv danach fragen. Um ein so großes Projekt umzusetzen benötigt es viel Expertise und Erfahrung. Egal wie viel Ehrgeiz und Motivation man in sein Produkt fließen lässt, es gibt immer Punkte, an denen man selbst einfach nicht weiterweiß. In solchen Fällen sollte man sich unbedingt an jemanden wenden, der eine andere Sichtweise auf die Dinge hat und mit seiner Erfahrung weiterhelfen kann. Oft findet man diese Leute sogar im direkten Umfeld – man muss sich nur trauen, zu fragen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Angelique Hutter und Pascal Knodel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habt Eure Zahlen im Griff!

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NichtraucherHelden Raucher Raucherinnen Rauchstopp

NichtraucherHelden unterstützt Raucher und Raucherinnen beim Rauchstopp

Stellen Sie sich und das Startup NichtraucherHelden doch kurz unseren Lesern vor! Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin Andy Bosch, einer der vier Gründer der NichtraucherHelden. Ich selbst war bereits seit Anfang 2000 selbständig im Bereich der Softwarenentwicklung. Irgendwann wollte ich aber mein „eigens Baby“ großziehen und nicht nur Kundenprojekte voranbringen. Aus der früheren Zusammenarbeit mit einer Onlineplattform im Bereich Ernährung und Fitness entstand die Idee und Großteils auch das Team der NichtraucherHelden. Wir haben uns bereits 2016 als Team zusammengefunden, um die Tabakentwöhnung zu digitalisieren. Die ersten Jahre lief das Projekt NichtraucherHelden noch über meine Softwarefirma. Im April 2020 haben wir nun den Schritt gewagt und haben die NichtraucherHelden GmbH als eigenständiges Unternehmen ausgegründet.

Welche Vision steckt hinter NichtraucherHelden?

Wir möchten möglichst viele Raucher und Raucherinnen bestmöglich beim Rauchstopp unterstützen und ihnen helfen, von der Sucht loszukommen. Unser Ziel ist es, möglichst viele stolze NichtraucherHelden und -Heldinnen auf den Weg zu bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten bereits Erfahrungen, wie man Online-Plattformen im Gesundheitsbereich aufbaut. Daher ist uns die Entwicklung und die technische Umsetzung des Online-Nichtraucherkurses nicht schwergefallen. Allerdings mussten wir lernen, dass unsere potenziellen Kunden nicht die einfachste Zielgruppe sind. Einen Nichtraucherkurs „zu verkaufen“ ist etwas ganz anderes als zum Beispiele Schuhe über einen Onlineshop an den Mann oder die Frau zu bringen. Es ist eine Lebensentscheidung, die damit verbunden ist und die vielen nicht einfach fällt. Auch mussten wir lernen, wie Krankenkassen und auch Firmen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements arbeiten. Die Mühlen mahlen manchmal einfach viel langsamer als man sich das als agiles Start-up so vorstellt. Vor allem auch gegenüber der Digitalisierung sind nicht alle immer gleich super aufgeschlossen. 

Ausschlaggebend für die Ausgründung der NichtraucherHelden GmbH war dann unser neues Projekt: der Entwicklung einer Rauchfrei-App speziell für tabakabhängige Rauchern und Raucherinnen. Die App soll eine sogenannte DiGA (Digitale Gesundheitsanwendung) werden und künftig auf Rezept verordnet werden können. Hier gab es so einige Herausforderungen zu meistern, da bisher keiner von uns ein Medizinprodukt entwickelt hat und wir und in diesem Bereich sehr viel Know how aneignen mussten. Aber wir haben es geschafft! Wir sind bisher komplett eigenfinanziert, wobei so eine Medizinproduktentwicklung sehr teuer ist. Über kurz oder lang werden wir voraussichtlich (früher oder später) auf Fremdkapital angewiesen sein, um unsere App noch bekannter zu machen.

Wer ist die Zielgruppe von NichtraucherHelden?

Die Zielgruppe von NichtraucherHelden sind Raucher und Raucherinnen, die gerne mit dem Rauchen aufhören möchten. Letzteres ist extrem wichtig, denn ansonsten wird es schwierig mit dem erfolgreichen Rauchstopp. Auch wir können nicht hexen und haben keine Wunderpille, mit der man über Nacht ohne Anstrengung zum Nichtraucher wird.

Wie funktioniert NichtraucherHelden? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben mittlerweile zwei zertifizierte Online-Nichtraucherkurse und eine passende App, deren Kosten die Krankenkasse im Rahmen der Prävention erstatten. Als wir 2016 gestartet sind, war die gängige Unterstützung ein Nichtraucherkurs vor Ort. Solche Kurse werden jedoch immer seltener genutzt, da die Hemmschwelle sehr hoch ist und oftmals weder die Zeit noch die Möglichkeit für solchen einen Kurs besteht. Daher haben wir die evidenzbasierte Tabakentwöhnung in Coaching-Videos und Übungen gepackt und haben daraus einen Online-Nichtraucherkurs und später die passende App gemacht. Wir sind aktuell in Deutschland das umfangreichste Nichtraucher-Coaching-Programm im Online-Bereich als auch unter den Apps Es gibt zwar zahlreiche kostenfreie Rauchfrei-Apps. Diese bieten aber letztlich in der Regel nicht mehr als ein paar Trackingfunktionen und einfache Tipps.

Die Vorteile des digitalen Nichtraucher-Coachings liegen auf der Hand: die Hemmschwelle ist für Raucher deutlich niedriger, da sie sich anonym anmelden können. Der Kurs kann in jeden Alltag flexibel integriert werden und ist weder an eine Zeit noch an einen Ort gebunden. Alle Coaching-Videos können auch später immer wieder angesehen und das Wissen aufgefrischt werden. Es gibt eine aktive Community, in der man sich jederzeit mit anderen Aufhörern austauschen kann, z.B. auch bei akutem Rauchverlangen. Wir bieten auch nach dem Rauchstopp weitere 3 Monate tägliche Begleitung, um einen Rückfall zu vermeiden. Außerdem bieten wir Fitnessvideos und gesunde Rezepte, um einer Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp aktiv entgegenwirken zu können.

NichtraucherHelden, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Weg ist klar: wir wollen ins DiGA-Verzeichnis. Wir wollen, dass unsere neu entwickelte Medizin-App von Ärzten verschrieben wird. Unseren Antrag haben wir kürzlich dafür beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eingereicht. Jetzt heißt es Daumen drücken, während wir natürlich bereits wie wild den Vertrieb vorbereiten. In fünf Jahren wollen wir unter der Ärzteschaft zu den Apps zählen, die jeder kennt und gerne verschreibt. Ebenso sollen alle Raucher und Raucherinnen schon einmal irgendwo mit den NichtraucherHelden in Kontakt gekommen sein. Und wer weiß, ob wir nicht irgendwann eine weitere DiGA entwickeln werden, wenn das Geschäftsmodell gut funktioniert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Habt Eure Zahlen im Griff! Wir haben mittlerweile schon so einige Start-ups im direkten Umfeld mitbekommen, die früher oder später von der Bildfläche verschwunden sind, obwohl sie bereits gute Umsätze eingefahren haben. Haltet daher unbedingt Eure Kosten im Auge!

2. Legt Euren Perfektionismus ab! Diesen Fehler haben wir auch gemacht. Man feilt und macht am Produkt bis zur absoluten Perfektion. Das Problem: Du wirst nie fertig! Haltet euch am besten an die 80/20 Regel. Wenn 80% fertig sind, könnt ihr damit raus gehen und das Produkt testen. Geht lieber früh raus mit Eurem Produkt, schaut ob es funktioniert und holt euch Feedback.

3. Denkt frühzeitig an Marketing und Vertrieb! Welcher Gründer kennt das nicht? Man ist voll und ganz auf die Entwicklung des Produktes fokussiert. Hier fließt die volle Aufmerksamkeit rein und jede Menge Geld. Am Ende des Tages habt ihr ein Wahnsinns-Produkt, aber kein Geld mehr, um es zu vermarkten. Macht diesen Fehler nicht! Den haben schon viele vor Euch gemacht. 

Wir bedanken uns bei Andy Bosch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die eigenen Ziele und Überzeugungen konsequent verfolgen

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aedifion Cloud-Plattform Gebäude digitaler nachhaltiger

aedifion mit der Cloud-Plattform Gebäude digitaler, nachhaltiger und transparenter machen

Stellen Sie sich und das Startup aedifion doch kurz unseren Lesern vor!

aedifion wurde 2017 als Spin-Off der RWTH Aachen mit Hilfe des EXIST Forschungstransfers gegründet. Schon vor unserer Gründung greifen wir dabei auf jahrelanges Know-How im gebäudetechnischen Bereich zurück, kombinieren Stand-der-Technik aus Informations- und Ingenieurwissenschaften und unterstützen so die digitale Transformation der Immobilienbranche. Gestartet als Viererkette sind wir nun über 25 Teammitglieder, die sich um den sicheren Betrieb unserer Cloud-Plattform, die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen und viele andere Services kümmern.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Über Nachhaltigkeit wird derzeit vielschichtig und in den verschiedensten Kontexten diskutiert, was dazu führt, dass jeder sich in seinem Handeln hinterfragen sollte. Das haben wir auch im Kontext unserer Neugründung mit aedifion gemacht und Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit von Gebäuden als zentrale Aspekte unserer Dienstleistungen herausgestellt. Dafür haben wir unsere Expertise im Bereich IT und Ingenieurswissenschaften gebündelt und eine Cloud-Plattform entwickelt, die aus unserer Sicht in jedem Bestandsgebäude und in jedem Neubau notwendig ist, um eine Immobilie automatisiert zu verbessern und damit nachhaltiger, effizienter und komfortabler machen.

Welche Vision steckt hinter aedifion?

Gebäude sind verschwenderische Ökosysteme mit viel Potenzial für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit. Daran setzen wir an und möchten mit unsere Cloud-Plattform dazu beitragen, dass Gebäude digitaler, nachhaltiger und transparenter werden. Das möchten wir dadurch erreichen, dass die cloudbasierte Optimierung und Steuerung der Gebäudeautomation zum Standard in Gebäuden wird.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Durch unsere jahrelange Forschungsarbeit und unser interdisziplinäres Gründerteam hatten wir jedoch eine gute Basis für einen erfolgreichen Start geschaffen. Zu Beginn war sicherlich eine der größten Herausforderungen, die wissenschaftliche Arbeitsweise aus der Forschung abzulegen. Wir mussten wirtschaftlicher denken und pragmatischer vorgehen. Wir haben vor allem in unserer Anfangszeit viel ausprobiert, dazugelernt und aus jedem Fehler heraus etwas verbessern können. Da wir aus der Wissenschaft heraus gegründet haben, waren wir für die ersten Schritte durch den EXIST-Forschungstransfer gut abgesichert. Unsere nächsten Schritte haben wir durch erfahrene Branchengrößen gehen können, welche als Business-Angels mit an Bord gekommen sind. Später haben wir dann mit Bitstone Capital einen starken Venture Capital Investor gefunden, der sich gezielt auf digitale Real Estate-Geschäftsmodelle fokussiert hat.

Eine große ideelle und mentale Stütze war in der Gründungszeit und darüber hinaus aber auch Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller, der Leiter des Lehrstuhls für Gebäude- und Raumklimatechnik der RWTH Aachen University.

Wer ist die Zielgruppe von aedifion?

Wir sind als Start-Up mit einer fundierten wissenschaftlichen Basis in den Markt gestartet und haben uns zu einem wettbewerbsfähigen PropTech mit Cloud-Plattform als SaaS weiterentwickelt. Durch unser breites Lösungsportfolio gestaltet sich auch unsere Zielgruppe sehr heterogen und reicht von Bestandshalter, über Vermieter und Projektentwickler hin zu Gebäudemanager, Facility-Manager, Innovation-Manager oder Portfolio-Manager. Dadurch sind wir nicht ausschließlich im Bereich der Immobilienbewirtschaftung zu finden, sondern auch im Sektor Datenvisualisierung, Bauprojektberatung und Dokumentation vertreten.

Wie funktioniert aedifion? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

aedifion macht Smart Buildings möglich. Das erreichen wir, indem wir mit Hilfe unserer Cloud-Plattform smarte Einzellösungen im Gebäude zusammen führen, den Gebäudebetrieb automatisiert verbessern und die Immobilie damit nachhaltiger, effizienter und komfortabler machen. Damit das möglich wird, können wir ganz bequem Plug-and-Play per Edge Device für die notwendige Datenverfügbarkeit sorgen. Alle wichtigen Datensätze werden dann in unserem webbasierten Frontend dargestellt, können ausgewertet und verglichen werden. Für Betreiber und Facility Manager wird es dadurch so einfach wie nie, denn sie brauchen nur noch eine zentrale Plattform für ihr Gebäudemanagement.

Darin liegt auch der entscheidende Vorteil. Wir können mit unserer Cloud-Plattform sämtliche Gewerke im Gebäude bedienen und dadurch die unterschiedlichsten Use Cases abbilden. Dabei ist es uns wichtig, dass wir schnittstellenoffen und herstellerunabhängig sind. Ein Vendor Lock-In im Gebäude wird damit vermieden und die Betreiber können die Gebäudetechnik ganz anhand ihrer individuellen Anforderungen zusammenstellen und sind nicht an einen Hersteller gebunden. Durch unsere offene Schnittstelle können sich sämtliche Anbieter ganz einfach andocken.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Also Software-Unternehmen sind wir es gewohnt fast vollständig digital zu arbeiten. Der Sprung ins Home Office war daher sehr unkompliziert, wenn auch ungewohnt. Wir haben uns jedoch schnell und gut organisiert bekommen und daher kaum maßgebliche Veränderungen erlebt. Der massivste Einschnitt war, wie für viele andere Unternehmen auch, das Wegfallen des persönlichen Austauschs. Aber auch hier haben wir Lösungen gefunden, wie wir uns digital in lockerer Atmosphäre austauschen können.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Krise zeigt die Defizite in der Immobilienbranche schonungslos auf. Vor allem hinsichtlich Digitalisierung und Effizienz wird deutlich, dass eine datenbasierte und nutzungsbasierte Optimierung möglich, aber eben noch nicht der Standard ist. Und darin liegt dir größte Chance in der Krise: Die Gebäudebewirtschaftung an der tatsächlichen Nutzung zu orientieren (Beispiel Predictive Maintenance) und diese datenbasiert zu optimieren. Solche Optimierungen sind vor allem in Krisenzeiten wie diesen wertvoll, wenn ganze Belegschaften ins Home Office geschickt werden und das Gebäude beispielsweise einen höheren Leerstand hat.

aedifion, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden auch in Zukunft mit aedifion weiter daran arbeiten, Gebäude nachhaltiger und energieeffizienter zu machen, um so mit unserer Expertise im Bereich Gebäudeautomation und Smart Buildings unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt zu leisten. Aus unserer Sicht wird eine Cloud-Plattform zum Standardgewerk der TGA werden. Wir wünschen uns einen Gebäudebestand, der sich optimal in das Energiesystem der Zukunft eingliedert. Daran arbeiten wir schon heute auch in verschiedenen Forschungsprojekten mit.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir haben auf unserem Weg gelernt, dass man viel ausprobieren und sich auch Fehler erlauben sollte. So wächst man weiter mit seinen Herausforderungen. Es lohnt sich außerdem offen zu bleiben für Veränderungen, so kann man Gelungenes übernehmen und Fehler nicht ein zweites Mal machen. Und mit das Wichtigste: Die eigenen Ziele und Überzeugungen konsequent verfolgen. Kunden merken schnell, wenn man von seinen Lösungen und Produkten überzeugt ist und diesen echten Enthusiasmus dafür auch nach außen zeigt.

Wir bedanken uns bei Felix Dorner und Dr. Johannes Fütterer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich helfen lassen

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Carosmart ist ein Laptop Rucksack und ein mobiler Arbeitsplatz

Carosmart ist ein Laptop Rucksack und ein mobiler Arbeitsplatz in einem

Stellen Sie sich und das Startup Carosmart doch kurz unseren Lesern vor!

Der Kopf von Carosmart bin ich – Carola Dambach, 52, wohnhaft in Friedrichshafen am Bodensee. Ich reise viel und gerne, meistens mit öffentlichen Verkehrsmitteln, damit ich unterwegs auch arbeiten kann. Gegründet habe ich Carosmart im letzten Jahr zunächst als Einzelunternehmen. Meine guten Helfer sind meine Familie, meine Freunde und natürlich mein Mentor und Produzent Albrecht von Dewitz. Mit deren Hilfe setzte ich meine Idee eines mobilen Rucksack-Arbeitsplatzes in die Wirklichkeit um. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte eine Idee und war von dieser vollkommen überzeugt, v.a. weil es bisher noch nichts Vergleichbares gab. Ich wollte einfach diesen Rucksack machen, weil er für Reisende großen Mehrwert bringt. Und da bedingt ein Schritt den nächsten – also auch die Unternehmensgründung. Ende 2019 hatte ich dann mit Carosmart beim Startup Elevator Pitch in Sigmaringen teilgenommen und damit prompt den ersten Platz gemacht.

Was war bei der Gründung von Carosmart die größte Herausforderung?

Die Erkenntnis, dass sich mein Leben markant verändern wird, wenn ich den Rucksack auf den Markt bringen will. Ich bin ja noch in einem Angestelltenverhältnis, wenn auch in Teilzeit. Doch mein Arbeitgeber war mit meinem Vorhaben einverstanden. Ich habe viel gearbeitet, viel dazugelernt und meine Entscheidung noch keine Minute bereut.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wenn es um den Rucksack selbst geht, bin ich schon der Meinung, dass alles perfekt sein muss. Doch mein Mentor hat mir klargemacht, dass der erste Wurf immer noch verbessert werden kann, so wie es früher auch mit dem ersten Golf war. Doch unterm Strich ist der erste Carosmart Rucksack schon nahezu perfekt.

Alles außerhalb vom Produkt muss noch absolut nicht perfekt sein, zumindest nicht für mich. Da ist viel improvisiert. Ich starte gerade wie so viele Gründer in meiner Garage, mein Büro war mal mein Wohnzimmer. Meine Söhne und Freunde sind meine Helfer und Berater.

Welche Vision steckt hinter Carosmart? 

Carosmart bietet die neue Art zu reisen – unabhängig von Tisch und Stuhl kann man sich mit diesem Reisesekretär überall niederlassen. Ich bin ein Freund von multifunktionellen Produkten. Carosmart ist ein kompakter, umfangreich ausgestatteter Laptop-Rucksack, in dem zusätzlich ein mobiler Arbeitsplatz steckt:  er hat eine integrierte Steck-Arbeitsplatte, einen stabilen Klapphocker und seitliche Zugriff-Fächer für Getränk und Reiseutensilien – ähnlich den Spieltischen, die Kinder bei langen Autofahrten benützen. Obendrein ist er optisch individualisierbar durch die anklippbaren Dekobags, die es in vielen verschiedenen Designs gibt. Diese werden aus Upcycling-Materialien von kleinen, kreativen Nähstuben in Deutschland erstellt. Das Material des Carosmart ist umweltfreundlich und bluesign-zertifiziert. Reisen mit gutem Gewissen.

Wer ist die Zielgruppe von Carosmart?

Berufspendler, ITler, digitale Nomaden, Urban Sketcher, Studenten, Journalisten, Messebesucher, Vielreisende, Rollstuhlfahrer (diese können den Hocker dem Gegenüber anbieten, so dass man sich auch ohne andere Sitzgelegenheit in Augenhöhe begegnen kann), Gamer, Städtereisende, Individualisten… 

Carosmart ist ein Laptop Rucksack und ein mobiler Arbeitsplatz

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Eine ganze Menge. Die Idee, aus einem Laptop-Rucksack einen mobilen Arbeitsplatz zu zaubern ist so bisher weltweitweit einmalig. Es gibt zwar Anglerrucksäcke mit Hocker für Angler, es gibt umfangreich ausgestattete Business- oder Reiserucksäcke – aber es gibt noch keinen Laptop-Rucksack mit integriertem „Tisch und Stuhl“ und einer wechselbaren Optik. Zudem sind die Rucksackmaterialien umweltfreundlich, bluesign-zertifiziert, teilweise aus Recycling-Materialien. Die wechselbare Decobag wird aus Upcycling Materialien erstellt – Made in Germany.

Carosmart, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Carosmart-Rucksack soll später noch 2-3 Modelle in unterschiedlicher Größe und Ausstattung dazu bekommen. Mein Ziel ist ein kleines motiviertes Team und ein gesundes wirtschaftliches Wachstum der Firma, dann die Zusammenarbeit mit kleinen Upcycling Nähstuben sowie eine aktive Community von Anwendern, die ihre Geschichten mit dem Carosmart aus allen Ecken der Welt posten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn man überzeugt ist von seiner Idee, dann mehr auf den eigenen Bauch hören als auf andere, die es gerne besser wissen und einen oft nur ausbremsen.

Sich gut informieren über die Möglichkeiten der Unterstützung, die zur Verfügung stehen – in Deutschland sind das erfreulicherweise eine ganze Menge: Coachings, Kurse, finanzielle Fördermöglichkeiten, Existenzgründerseminare, Gründungszuschüsse, Gründer-Kredite, eigene Netzwerke.

Sich helfen lassen – in meinem Fall half mir Albrecht von Dewitz. Hätte ich damals nicht meinen ganzen Mut zusammengenommen und ihm in einer Art Elevator-Pitch von meiner Idee erzählt und ihn damit begeistert, wäre ich wohl heute noch nicht viel weiter.

Wir bedanken uns bei Carola Dambach für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Spezialisieren

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Detailify nachhaltige Fahrzeugpflegemittel Autos

Detailify nachhaltige Fahrzeugpflegemittel für Autos, Motorräder und Fahrräder

Stellen Sie sich und das Startup Detailify doch kurz unseren Lesern vor!

Detailify produziert nachhaltige Fahrzeugpflegemittel für Autos, Motorräder und Fahrräder. Unser Büro befindet sich im Herzen von München in Schwabing.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir können uns gar nichts anderes vorstellen als zu gründen. Irgendwie steckt das seit den Kindertagen in uns drin. Sei es Partys organisieren, erste E-Commerce Versuche während der Schulzeit oder auch schon eine Vereinsgründung für hilfsbedürftige Menschen später als Studenten. Irgendwie mussten wir immer unseren kreativen Output rauslassen. Vielleicht weil wir uns nie über das Scheitern Gedanken machen. 

Welche Vision steckt hinter Detailify?

Wir sind als Gründer genauso Auto-verrückt wie auch sensibilisiert für das Fortbestehen unserer Erde. Deshalb wollten wir genau diese Themen verbinden. Uns stört es, dass man, sobald man zum Beispiel Sportwagen cool findet, gesellschaftlich als Umweltsünder gilt. Beziehungsweise, dass der politische Ansatz oft das Verbot und nicht eine alternative Lösung ist. Deshalb wollen wir dafür kämpfen, dass derzeit umweltschädliche Freizeitaktivitäten nicht einfach abgeschafft werden, sondern wir Wege finden, die gleiche Tätigkeit auch nachhaltig verfolgen zu können. Bei den Antrieben wird ja gerade schon ordentlich was getan, dabei waschen wir aber auch diese Autos derzeit noch mit purer Chemie. Die dann natürlich in den Umweltkreislauf kommt und die Erde immens schädigt. Deshalb haben wir Detailify gegründet. Wir wollen, dass das Auto-, wie auch das Motorrad- oder das Fahrrad-Waschen, nicht mehr umweltschädlich ist!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist bei uns die fortwährend Sicherung der Qualität unserer Produkte. Da wir noch nicht in großen Mengen produzieren, sind die Herausforderungen in der Produktion noch sehr groß. Finanzieren konnten wir uns bisher aus privaten Vermögen der Gründer.

Wer ist die Zielgruppe von Detailify?

Jeder, der ein Fahrzeug besitzt und keinen Alu-Hut trägt

Wie funktioniert Detailify? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Markt der Fahrzeugpflegemittel wird derzeit von altbackenen Herstellern dominiert. Wir haben eine coole Verpackung, tolle Farben, einen zeitgemäßen Online-Shop und eben unsere überwiegend nachhaltigen Produkte und Unternehmensphilosophie. Außerdem sind wir Marketing-technisch auch anders aufgestellt. Wir machen keine Plakatwerbung an alten Tankstellen (die im Übrigen auch nicht nachhaltig ist), sondern konzentrieren uns voll auf Social Media.

Detailify, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir neben den derzeitig dominierenden Marken wie Sonax, Nigrin und Koch Chemie ein ebenso deutschlandweit bekannter Fahrzeugpflegemittelhersteller sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Spezialisieren (wirklich nur ein Problem lösen), noch einen kurzen Moment länger nachdenken und dann wirklich durchziehen.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich sehr frühzeitig echte Partner zu suchen

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Heiner Pollert CEO Patentpool

Dr. Heiner Pollert CEO Patentpool Group im Interview über aktuelle Herausforderungen und der Vision hinter dem Unternehmen

Stellen Sie sich und Patentpool kurz unseren Lesern vor!

Dr. Heiner Pollert: Ganz kurz zu mir: Ich wurde 1959 geboren, bin promovierter Jurist, verheiratet und habe 6 Kinder. Etwas ausführlicher zur Patentpool Group: Im Jahre 1998 gegründet, befasst sich das Unternehmen mit der finanziellen Förderung und dem Management patentrechtlich schutzfähiger Innovationen. Wir beschäftigen uns möglichst früh mit vielversprechenden Ideen, prüfen deren Tragfähigkeit und Eigenständigkeit – und nehmen den Innovatoren dann die betriebswirtschaftlichen, juristischen und organisatorischen Aufgaben soweit ab, dass diese sich nahezu ausschließlich auf die technische Weiterentwicklung und Markteinführung konzentrieren können. 

Warum haben Sie sich entschieden Patentpool zu gründen?

Dr. Heiner Pollert: Vor Gründung der Patentpool Group war ich 15 Jahre als Bühnen- und TV-Produzent tätig und habe gelernt, wie das Projektgeschäft funktioniert. In dieser Zeit habe ich am eigenen Leib schmerzlich erfahren, dass das Urheberrecht ein enorm stumpfes Schwert ist. So ist es möglich, dass ganze Formate und Ideen “geklaut” werden, ohne, dass der eigentliche Urheber groß etwas dagegen unternehmen kann. Durch meine Promotion im gewerblichen Rechtsschutz, wurde mir klar, dass das Patentrecht die deutlich schärfere Waffe zur Durchsetzung von Rechten an geistigem Eigentum ist. Die Hürden zur Erteilung eines Patentes sind zwar aufwendig, doch das Ergebnis lohnt sich – schauen wir uns zum Beispiel die Lizenzzahlungen in Milliardenhöhe zur Nutzung der MP3-Komprimierung an Fraunhofer an:  Somit war die Idee zu Patentpool geboren. 

Welche Vision steckt hinter Patentpool?

Dr. Heiner Pollert: Technologien für die Welt von morgen stellen ein  nahezu unendliches Wertschöpfungspotenzial dar. Die meisten, großen Innovationen bergen das Potential in sich, ganze Branchen zu verändern und Wertschöpfungsketten immens zu beeinflussen. Die überwiegende Mehrheit der globalen Herausforderungen lässt sich nur durch zuversichtliches Weiterdenken bestehender und dem Erfinden neuer Lösungen bewältigen.  

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Dr. Heiner Pollert: Die größte Herausforderung war sich gegen bestehende Technologie-Halter und Großkonzerne durchzusetzen. Die Lobby dieser Unternehmen ist derart einflussreich, dass kleine Unternehmen große Probleme damit haben, spannende Technologien, die wirklich etwas verändern können, umzusetzen. Was fehlt ist politische Rückendeckung und ein proaktives Innovationsklima in Verbindung mit dem Willen verkrustete Strukturen zu hinterfragen. Darüber hinaus ist die Finanzierung durch Private Equity in Deutschland deutlich schwieriger als beispielsweise in den USA. Hier dominieren viele Vorbehalte, Regulierungen und oft ein schlechtes Ansehen. Das versuchen wir zu verändern.

Wer ist die Zielgruppe von Patentpool? Auf welche Bereiche fokussieren Sie sich?

Dr. Heiner Pollert: Unsere Marktpräsenz und unser guter Ruf, den wir uns seit 1998 erarbeitet haben, sorgen dafür, dass die meisten interessanten Erfindungen uns und unserem Netzwerk vorgestellt werden – üblicherweise in einer sehr frühen Phase. Wir prüfen dann sehr sorgfältig, ob es sich um ein patentierbares Projekthandelt, welches einen echten Zukunftsmarkt im Auge hat, Disruptions- und Skalierungspotential mitbringt, unserem Nachhaltigkeitsgrundsatz entspricht und ein überzeugendes Chancen-Risiken-Profil aufweist. Einen festen Branchenfokus haben wir daher nicht, wir schauen vielmehr auf das Zukunftspotential.  

Wo liegen die Vorteile von Patentpool? Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?

Dr. Heiner Pollert: Wenn wir Innovatoren – die den eben erwähnten Filter passieren konnten – anbieten, eine gemeinsame Kapitalgesellschaft zu gründen, können sich diese voll und ganz darauf konzentrieren, die technische Weiterentwicklung voranzutreiben. Wir kümmern uns um den „Rest“, sprich – Kapitalbeschaffung, Know-how, Networking, betriebswirtschaftliche, organisatorische und (patent)rechtliche Fragen, operative Umsetzung – und bei Bedarf natürlich auch um den Exit. 

Wie ist das Feedback?

Dr. Heiner Pollert: Sehr erfreulich. Da wir sehr sorgfältig infrage kommende Projektbeteiligungen prüfen, über ein sehr konstruktives und vertrauensvolles Netzwerk von Experten, Gremien und Organisationen verfügen, können wir auf eine Reihe von Erfolgen zurückblicken. Aber auch Rückschläge bestimmen das Geschäft. Nicht alle unsere Projekte sind bisher geglückt. Man lernt aus den eigenen Fehlern – aber auch aus denen der anderen.

Patentpool, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Dr. Heiner Pollert: Da wir grundsätzlich sehr langfristig und nachhaltig agieren, setzen uns selbst größere Krisen kaum zu – und erlauben uns, unseren Weg konsequent weiterzugehen. In fünf Jahren wird sich unser Portfolio dementsprechend weiterentwickelt haben und aktuelle Projekte, die wir jetzt in der Pipeline haben, hoffentlich wie erwartet prosperieren.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Jede Idee dahingehend zu prüfen, ob sie nicht nur eine Variante einer bestehenden Lösung darstellt, sondern echtes Zukunfts- und Disruptionspotential aufweist.

2. Diese Idee dann konsequent weiterverfolgen und wachsam bleiben: Jeder vermeintliche Gutmensch hat eine eigene Agenda. 

3. Sich sehr frühzeitig echte Partner zu suchen, die nicht auf eine schnellstmögliche Monetarisierung aus sind, sondern nachhaltig, zukunfts- und werteorientiert denken und handeln.   

Wir bedanken uns bei Dr. Heiner Pollert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Träume groß und glaub an dich selbst

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Fixico digitale Plattform für die Verwaltung von Autoreparaturen

Fixico digitale Plattform für die Verwaltung von Autoreparaturen

Stellen Sie sich und das Start-up Fixico doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Derk Roodhuyzen de Vries, ich komme aus den Niederlanden und habe 2014 zusammen mit Mark van Laar Fixico gegründet. 

Kurz über das Unternehmen: Fixico ist die führende digitale Plattform für die Verwaltung von Autoreparaturen. Die gesamte Reparaturabwicklung von Autoschäden kann bei uns online erledigt werden. Wir sind bereits in sechs europäischen Ländern vertreten und verfügen über ein weitreichendes Netzwerk von über 2.000 Werkstätten und ein Team von über 70 Mitarbeitern tätig.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Fixico ist aus einer persönlichen und eher frustrierenden Erfahrung heraus entstanden, nachdem ich selbst einen Unfall hatte. Während ich online nach einer guten Karosseriewerkstatt suchte, habe ich schnell gemerkt, dass es unmöglich war, einen schnellen Überblick über die verschiedenen Werkstätten und Reparaturkosten zu bekommen. Mir wurde damals bewusst, wie einfach es heutzutage ist, Hotels, Restaurants oder Flüge auf der ganzen Welt online zu suchen, zu vergleichen und zu buchen – während Autowerkstätten oft nicht einmal eine Website haben. Deshalb haben Mark und ich entschieden eine Plattform zu entwickeln, die diese Probleme für Autobesitzer lösen würde. Mit der Fixico-App können Verbraucher mehrere Angebote von Werkstätten in ihrer Nähe anfordern und die beste Werkstatt aufgrund des Preises, der Entfernung oder der Bewertungen anderer Autobesitzer aussuchen. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter und bieten mit unserer B2B Autoreparatur-Management-Plattform digitalen Rundumservice auch für Fuhrparks, Versicherungs-, Miet- und Leasingfirmen an.

Welche Vision steckt hinter Fixico?

Wir haben Fixico mit der Vision gegründet, den Autoreparaturprozess für alle Beteiligten so einfach und unkompliziert wie möglich zu machen. Für Autobesitzer und Fahrer vereinfachen wir die Schritte von der Schadensmeldung bis zur Fahrzeugreparatur, indem wir den gesamten Prozess in einer benutzerfreundlichen App abbilden. Fuhrparkmanager können den Reparaturprozess vollständig nachvollziehen und anhand der Daten bessere Entscheidungen treffen. Schließlich steht es den Werkstätten frei, genau festzulegen, welche Reparaturen sie zu welchem Preis erhalten möchten. Durch die Digitalisierung dieser traditionellen Industrie versprechen wir uns eine Zukunft, in der Angebot und Nachfrage besser ausgeglichen sind, sodass alle davon profitieren können. 

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte Herausforderung besteht darin, die Art und Weise wie Autoschäden repariert werden, komplett neu zu erfinden und den Status quo in Frage zu stellen. Meiner Meinung nach gelingt die Transformation einer traditionellen Industrie nicht allein durch die Schaffung neuer Technologien. Wir müssen auch danach streben, die Haltung der Automobilbranche zur Fahrzeugreparatur ständig zu verändern. Daher ist es für Fixico von entscheidender Bedeutung, Spitzenkräfte und hochkarätige Ingenieure für sich zu gewinnen, die daran glauben, dass wir diese Industrie zum Besseren verändern können. 

Fixico wird von Top-Investoren wie dem Automobil- und Mobilitätsinvestor AutoTech Ventures (USA) und dem Fintech- und Versicherungsinvestor Finch Capital (EU) finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Fixico?

Unsere innovativen Lösungen bieten klare Vorteile für Autobesitzer, Autowerkstätten und Geschäftspartner. Vor allem in Deutschland sehen wir eine steigende Nachfrage nach unserem Service im B2B-Bereich. Insbesondere für Fuhrparkbesitzer, Versicherungs-, Leasing- und Autovermietungsunternehmen, die ganze Flotten verwalten und daher täglich mit Schäden zu kämpfen haben. Unser Service optimiert den Ablauf der Reparaturabwicklung, was zu kürzeren Reparaturzyklen, niedrigeren Gesamtkosten und höherer Kundenzufriedenheit führt.

Wie funktioniert Fixico? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben den gesamten Reparaturprozess digitalisiert: Mit einer einzigen App können Fahrer Schäden melden, indem sie Fotos hochladen, einen Termin vereinbaren und eine Bewertung hinterlassen. Flottenmanager hingegen können jede Reparatur von Anfang bis Ende über ein einfach zu bedienendes Dashboard verwalten. Dadurch sind sie in der Lage, die beste Reparaturlösung für jedes Fahrzeug zu finden und mit Fahrern und Werkstätten zu kommunizieren. Reparaturen werden in einem Netzwerk von Karosseriewerkstätten ausgeschrieben. Der Fuhrparkmanager kann sich so für die Werkstatt zum Beispiel mit der besten Bewertungsnote, der kürzesten Reparaturdauer oder dem besten Preis entscheiden.

Das Besondere an Fixico ist, dass der komplette Reparaturprozess auf einer einzigen Plattform durchgeführt wird und wir unseren Partnern außerdem Zugang zum größten Karosserienetzwerk in Europa geben.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir sehen, dass die digitale Transformation durch COVID-19 erheblich beschleunigt wurde. Versicherungs-, Leasing-, Flotten- und Vermietungsunternehmen setzen heute mehr denn je eine Reihe von digitalen Maßnahmen um, die darauf abzielen, ihren Mehrwert zu verbessern und die betriebliche Effizienz zu steigern.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Die  Pandemie hatte für uns zunächst ein schnelles Wachstum zur Folge. Dies ist dem zunehmenden Interesse der Unternehmen an digitalen Lösungen auf dem ganzen Kontinent zuzuschreiben. Die Nachfrage nach unserer Managementplattform stieg rapide an. Wir haben daher beschlossen, unser Team schneller als zunächst geplant, zu erweitern und stellen neue Talente ein, um sowohl unser Werkstattnetz als auch unser Verkaufsteam in Deutschland und anderen Märkten auszubauen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

In zwei speziellen Bereichen haben wir neue Chancen erkannt. Erstens, das zunehmende Interesse und der Bedarf an Digitalisierung und zweitens, die hohe Verfügbarkeit von Talenten.

Die Notwendigkeit auf digitale Lösungen zu setzten, hat seit Beginn der Krise eindeutig mehr Raum eingenommen. Viele Unternehmen sehen darin einen Weckruf. Deshalb haben wir neue Partnerschaften geschlossen und konnten uns mit Unternehmen an einen Tisch setzen, die nun die Dringlichkeit der Digitalisierung erkennen.

Die richtigen Talente zu finden, ist ein Thema für jedes schnell wachsende Unternehmen. Leider haben durch die Pandemie viele sehr talentierte Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Wir haben im Moment viele offene Stellen. Dies ist die Gelegenheit für sie, eine neue Mission zu finden, und für uns, unsere Arbeitskraft zu erweitern. Davon profitieren also beide Seiten.

Fixico, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In einem schnell wachsenden Unternehmen ist es schwer vorherzusagen, wo wir in fünf Jahren stehen werden. Es war aber unsere Ambition, alle 3 Monate in einen neuen Markt einzusteigen. Aufgrund von COVID-19 mussten wir diese Ambition etwas zurückschrauben. Unser Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren im übrigen Europa und in den nächsten fünf Jahren weltweit zu wachsen. Speziell in Deutschland planen wir für das kommende Jahr  das dreifache Wachstum.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Meine größten Erkenntnisse, die ich gerne mit zukünftigen Gründern teilen möchte, sind:

  1. Träume groß und glaub an dich selbst. Träume groß, um eine Vision für die Zukunft zu schaffen. Glaube weiter an deine Vision, um alle Hürden auf dem Weg zum Erfolg überwinden zu können.
  2. Vernetze dich mit den besten Leuten.Sei dir bewusst, dass du nicht alles selbst machen kannst und solltest. Lerne lieber Verantwortung abzugeben und dich mit talentierten Mitarbeitern, Investoren und Beratern zu umgeben.
  3. Lerne schnell und sei flexible. Der Vorteil von Neugründungen im Vergleich zu großen alteingesessenen Unternehmen ist, dass du dich schnell entwickeln und an neue Umstände anpassen kannst.

Wir bedanken uns bei Derk Roodhuyzen de Vries für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nie den Anspruch an maximaler Qualität verlieren

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Spreadfilms Studio Filmstudio für Jedermann: Livestreams, Statements

Spreadfilms Studio Filmstudio für Jedermann: Livestreams, Statements, Webinare, sowie Lernvideos

Stellen Sie sich und das Start-Up Spreadfilms-Studio kurz unseren Lesern vor!

Wir sind das Spreadfilms.Studio – das erste Filmstudio für Jedermann. Mit unserem Studio schaffen wir zahlreiche Möglichkeiten – Livestreams, Statements, Webinare, sowie Lernvideos, Videos für die interne Unternehmenskommunikation und noch viel mehr. Das Besondere daran: in unserem Studio können diese Videos hochwertig und zugleich kostengünstig produziert werden. Ein Studio, das wie ein Friseur, einfach gebucht werden kann und jederzeit bereit steht. So wollen wir es für alle zugänglich machen.

Warum haben Sie sich entschieden das Studio zu gründen? 

Film ist schon seit über 10 Jahren unsere Leidenschaft, doch bisher konnten davon nur mittelständische bis große Unternehmen profitieren. Mit dem Spreadfilms.Studio wollten wir das Medium Film für jeden nutzbar machen und dies auf einfachste Art und Weise, kostengünstig, in höchster Qualität. Wichtig ist uns eine professionelle Beratung. Für die Sicherstellung der Qualität im Prozess sind unsere Kernkompetenzen Schnelligkeit, Kosteneffizienz, Hochwertigkeit und einfache Handhabung essenziell. 

Welche Vision steckt hinter dem Spreadfilms Studio? 

Unsere Vision hierbei ist klar definiert – hochwertige Filme erschwinglich und für jedermann zugänglich machen und in der täglichen Kommunikation zu etablieren. Unsere Mission verfolgt das Ziel, mit unserem Studio in verschiedensten Städten präsent zu sein und unsere Leidenschaft mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die größte Herausforderung bestand darin, ein kontaktloses Studio zu entwickeln. Hierfür haben wir, spezielle Lichter, unterschiedliche Hintergründe und Telepromptern kreiert – natürlich auf einem professionellen Niveau. Diese können wir aus der ferne steuern, damit wir individuellen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden.

Mit dem Spreadfilms.Studio haben wir einen vollständigen Prozess erschaffen, der es ermöglicht, dem Kunden das fertige Video in nur wenigen Stunden zu liefern – und das von der Aufnahme bis zur Fertigstellung. Ganz nach dem Motto: einfach wie ein Fotofix und hochwertig wie eine Hollywood Produktion.

Wer ist die Zielgruppe des Spreadfilms Studio? 

Die Zielgruppe sind in erster Instanz UnternehmerInnen, doch eigentlich jeder der per Video kommunizieren möchte – angefangen beim Politiker, über den selbstständigen Berater oder Trainer bis hin zur Privatperson die eine persönliche Hochzeitseinladung per Video aufnehmen möchte. Jeder ist bei uns willkommen!

Wie funktioniert das Spreadfilms Studio? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Spreadfilms Studio Filmstudio für Jedermann: Livestreams, Statements

Ein Termin im Studio ist so einfach buchbar wie ein Friseurtermin. Unser Vorsprung ist, dass wir um ein vielfaches günstiger sind als eine Filmagentur, jedoch gleich hohe Qualität anbieten können. Unsere Vorteile liegen darin, dass wir eine völlig neue Möglichkeit von Videodreh kreiert haben, die in dieser Art und Weise noch nicht zur Verfügung gestanden ist. Das Studio ist eine Innovation, welche der Zielgruppe die Möglichkeit einer Videoproduktion, ohne große Vorbereitung, schafft. Eine Lösung dieser Art gibt es so nicht. Das Spreadfilms.Studio konzentriert sich voll und ganz auf schnelle, einfache, digitale Kommunikation, und ist somit keineswegs ein Wettbewerbsprodukt zur Mutterfirma Spreadfilms.

Wie hat sich Ihr Unternehmen mit Corona verändert? 

Unser Studio ist explizit für digitale und kontaktlose Kommunikation ausgerichtet. Die Corona Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Möglichkeit ist, durch die digitalen Medien mit seinen MitarbeiterInnen, KundInnen und PartnerInnen in Kontakt zu treten. Zurzeit sind alle Firmen in unterschiedlichen Branchen gezwungen, einen digitalen Fortschritt zu vollziehen und zu handeln. Das Spreadfilms.Studio trifft hier genau den Zahn der Zeit und macht eine digitale, emotionale Kommunikation durch Bewegtbild zugänglich. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen? 

Um für Corona gewappnet zu sein haben wir die Abstandsregeln und Hygieneregeln im Studio erhöht. Zudem konnten wir den Firmen schnelle und kurzfristige Termine im Studio ermöglichen, um auch die interne Kommunikation in den jeweiligen Unternehmen zu unterstützen. Schnelles Handeln war vor allem in den Anfangs-Monaten wichtig, da UnternehmerInnen die MitarbeiterInnen über die aktuelle Lage und Änderungen im Unternehmen informieren wollten und das ganze so Nahbar wie möglich.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance? 

Durch die Krise ist ersichtlich geworden, wie wichtig die digitale Kommunikation ist. Somit kristallisiert sich das Bewegtbild schlichtweg als bestes Kommunikationstool heraus. Eine entscheidende Chance für unsere Studio sehen wir darin, dass das kostengünstig erstellte Videomaterial einen breiten Bedarf an aktuell notwendiger Kommunikation abdeckt.

Spreadfilms Studio – wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In den nächsten Jahren, wollen wir gemeinsam mit ParterInnen Studios in unterschiedlichen Städten eröffnen und die Nutzung von Bewegtbild in der täglichen Unternehmenskommunikation weiter etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Unsere Tipps sind ganz einfach:

  • Dranbleiben und immer weiter machen
  • den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen 
  • nie den Anspruch an maximaler Qualität verlieren – wichtig ist hierfür vor allem Aufgaben abgeben und effektiv delegieren.

Wir bedanken uns bei Andreas Ramelsberger und Michael Schanz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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