Donnerstag, September 17, 2026
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Höhle der Löwen: monobag kombiniert Handtasche und Kindertrage

monobag kombiniert eine Handtasche mit integrierter Tragehilfe und wird am 21. September 2026 in der Höhle der Löwen pitchen.

Wie ist die Idee zu monobag entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Die Idee zur monobag ist direkt aus meinem eigenen Alltag als Mutter entstanden. Mein jüngerer Sohn Max war in genau diesem typischen Alter: Eigentlich konnte er längst selbst laufen – und im nächsten Moment wollte er plötzlich getragen werden. Dann hatte ich ein Kind auf dem Arm, eine Tasche dabei und keine Hand mehr frei.

Eine klassische Kindertrage hat man in dieser Phase meistens gar nicht mehr ständig dabei – und wenn doch, muss man zusätzlich zur Handtasche noch eine Trage mitnehmen und sich im Zweifel beides umhängen. Genau das wollte ich einfacher lösen.

Irgendwann kam der Gedanke: Warum gibt es eigentlich keine Handtasche, die beides kann? Aus dieser Frage entstand die monobag. Heute stehen hinter dem Unternehmen meine Mitgründerin Anja Dürrwang und ich. Aus einer sehr persönlichen Alltagsidee ist Schritt für Schritt ein echtes Produkt und schließlich unser eigenes Unternehmen entstanden.

In welcher Branche seid ihr mit monobag tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell aus?

Wir bewegen uns an der Schnittstelle von Family, Fashion und funktionalen Alltagsprodukten. Unser Kernprodukt ist die monobag – eine hochwertige Handtasche mit integrierter Tragehilfe für Kinder bis maximal 20 Kilogramm.

Das Besondere daran ist für uns die Kombination: Im normalen Alltag ist die monobag eine Handtasche, die sich optisch bewusst nicht wie ein klassisches Babyprodukt anfühlt. Wenn das Kind unterwegs plötzlich nicht mehr laufen möchte, ist die Tragehilfe bereits integriert.

Wir verkaufen aktuell vor allem über unseren eigenen Onlineshop und bauen parallel den stationären Handel mit ausgewählten Partnern weiter aus. Langfristig möchten wir monobag zu einer Marke für smarte und designorientierte Produkte entwickeln, die den Familienalltag einfacher machen.

Welches konkrete Problem löst monobag und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Wir lösen einen dieser typischen Elternmomente: Das Kind kann längst laufen – möchte aber ausgerechnet dann getragen werden, wenn man selbst Einkaufstaschen, Koffer oder den Kaffeebecher in der Hand hat.

Eine klassische Kindertrage ist in dieser Phase häufig gar nicht mehr dabei. Das Kind einfach auf der Hüfte oder auf dem Arm zu tragen, ist auf Dauer aber ebenfalls unpraktisch und man hat mindestens eine Hand weniger frei.

Genau zwischen „Das Kind läuft selbst“ und „Ich nehme extra eine Kindertrage mit“ setzen wir an. Die monobag verbindet zwei Dinge, die bisher getrennt gedacht wurden: Handtasche und Tragehilfe. Man muss nicht mehr entscheiden, ob man eine zusätzliche Trage mitnimmt – die Unterstützung ist einfach dabei.

Warum habt ihr euch mit monobag für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Die Höhle der Löwen ist für ein junges Startup natürlich eine außergewöhnliche Chance, sehr viele Menschen auf einmal zu erreichen. Für uns war aber genauso spannend, unser Produkt Unternehmerinnen und Unternehmern zu präsentieren, die Erfahrung darin haben, aus einer guten Idee eine große Marke zu entwickeln.

Die monobag ist außerdem ein Produkt, dessen Nutzen man besonders schnell versteht, wenn man es in Aktion sieht. Deshalb passt das Format sehr gut zu uns.

Und natürlich war da auch dieser persönliche Gedanke: Aus einer Idee, die mit einem müden Kind auf dem Arm entstanden ist, wird plötzlich ein Pitch in der Höhle. Allein dieser Weg war für uns schon etwas ganz Besonderes.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Unser Wunschlöwe war von Anfang an Johannes Kliesch. Seine Erfahrung im E-Commerce und Markenaufbau und gleichzeitig sein enger Bezug zur Family-Branche passen für uns perfekt zu monobag.

Gerade für unsere nächsten Schritte sind der Zugang zum Handel, ein gutes Verständnis unserer Zielgruppe und Erfahrung bei der Skalierung einer jungen Marke enorm wertvoll. Gleichzeitig war uns wichtig, einen Löwen zu finden, der nicht nur die einzelne monobag sieht, sondern auch das Potenzial der Marke dahinter. Deshalb war Johannes für uns von Beginn an ein besonders spannender Partner.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Ganz klar: Erfahrung, Netzwerk und einen starken Sparringspartner.

Als kleines Startup macht man unglaublich viel selbst. An einem Tag geht es um Produktion und Logistik, am nächsten um Onlineshop, Marketing, Handel oder Produktentwicklung. Man lernt wahnsinnig schnell, macht dabei aber natürlich auch Fehler.

Ein erfahrener Investor kann an genau diesen Stellen Abkürzungen schaffen, Türen öffnen und auch einmal sagen: „Das funktioniert – und davon lasst lieber die Finger.“ Besonders beim Ausbau des Handels, bei der Skalierung unseres Onlinegeschäfts und beim langfristigen Markenaufbau wäre diese Erfahrung für uns extrem wertvoll.

Welche nächsten Schritte sind für monobag nach dem Auftritt in der Höhle der Löwen geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Unser nächstes großes Ziel ist, monobag als Marke weiter aufzubauen. Wir möchten im eigenen Onlineshop wachsen und gleichzeitig unsere Präsenz im stationären Handel mit ausgewählten Partnern ausbauen.

Auch beim Produkt selbst entwickeln wir uns weiter. Wir haben unser Sortiment bereits um neue Farben und zusätzliches Zubehör erweitert und arbeiten an weiteren Produktideen.

Für uns ist die monobag deshalb nicht als einzelnes Produkt gedacht, sondern als Ausgangspunkt für eine Marke rund um einen modernen und flexiblen Familienalltag. Dabei wollen wir gesund und Schritt für Schritt wachsen – und vor allem nie den Anspruch an Qualität, Funktion und Design verlieren.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der größten Erkenntnisse ist wahrscheinlich, wie viel man als Gründerin in kürzester Zeit lernen kann – und lernen muss.

Wir kommen beide ursprünglich aus ganz anderen beruflichen Bereichen. Ich bin Juristin, Anja ist Heilpraktikerin. Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven haben sich bei der Entwicklung aber als wertvoll erwiesen. Anja konnte beispielsweise wichtigen Input rund um Ergonomie und die praktische Anwendung geben, während ich mich intensiv in die vielen rechtlichen und unternehmerischen Themen rund um den Aufbau eines eigenen Produkts eingearbeitet habe.

Und wir haben gelernt, wie wichtig echtes Kundenfeedback ist. Man kann ein Produkt am Schreibtisch hundertmal durchdenken – ob es wirklich funktioniert, zeigt sich erst im Familienalltag. Genau dieses Feedback hat uns geholfen, die monobag kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Nicht darauf warten, dass alles perfekt ist – sondern anfangen. Gleichzeitig sollte man sehr genau unterscheiden, wo man ausprobieren darf und wo nicht.

Eine Website kann man verändern, ein Foto austauschen und eine Marketingkampagne darf auch einmal nicht funktionieren. Bei Produktqualität und Sicherheit gibt es für uns dagegen keine Abkürzungen.

Und man sollte so früh wie möglich mit echten Kundinnen und Kunden sprechen. Als Gründerin ist man zwangsläufig von der eigenen Idee überzeugt. Der Markt ist aber der ehrlichste Sparringspartner.

Und vielleicht am wichtigsten: Nicht jedes Problem als Zeichen sehen, dass die Idee nicht funktioniert. Gründen bedeutet ziemlich oft, ein Problem zu lösen – und direkt danach das nächste.

Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?

Wir haben uns in den vergangenen Wochen sehr intensiv auf die Ausstrahlung vorbereitet. Wir haben unsere Warenbestände geplant, unser Sortiment erweitert und unseren gesamten Onlineshop noch einmal überarbeitet und optimiert.

Besonders wichtig war uns dabei, dass jemand, der monobag an diesem Abend zum ersten Mal sieht, innerhalb weniger Sekunden versteht, was das Produkt kann und welches Problem sie löst. Gleichzeitig bereiten wir unsere Abläufe in Logistik, Kundenservice und Kommunikation auf deutlich mehr Bestellungen und Anfragen vor.

Wie groß der TV-Effekt tatsächlich wird, kann natürlich niemand genau vorhersagen. Aber wenn an diesem Abend sehr viele Menschen gleichzeitig zum ersten Mal monobag entdecken, möchten wir bestmöglich vorbereitet sein.

Sehen Sie monobag  am 21. September 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Gesa Vieting, Gründerin von monobag mit ihrem Sohn Max. Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Gesa Vieting für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.

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