Freitag, August 14, 2026
StartInterviewsNullprozente: Wie zwei Brüder den Markt für alkoholfreie Getränke erobern

Nullprozente: Wie zwei Brüder den Markt für alkoholfreie Getränke erobern

Nullprozente zeigt, wie alkoholfreie Getränke und insbesondere alkoholfreie Weine geschmacklich, nachhaltig und gesellschaftlich immer relevanter werden

Können Sie Nullprozente kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee entstand, einen Onlineshop ausschließlich für alkoholfreie Getränke aufzubauen?

Die Idee dazu ist während meines Bachelorstudiums entstanden. Mein Vater hatte das Potenzial alkoholfreier Getränke schon früh erkannt und mit Somée eine eigene Range alkoholfreier Weine entwickelt. Während meines Studiums sollte ich mich intensiver um die Marke und ihre Vermarktung kümmern.

Dadurch habe ich mich erstmals wirklich intensiv mit dem Markt beschäftigt. Dabei ist mir aufgefallen, dass es zwar immer mehr hochwertige alkoholfreie Weine und andere spannende Produkte gab, aber nur wenige Anbieter, die diese Vielfalt gebündelt angeboten haben. Gleichzeitig habe ich gesehen, wie stark sich gerade die Qualität alkoholfreier Weine entwickelt.

Aus dieser Erfahrung entstand schließlich die Idee, größer zu denken und nicht nur eine einzelne Marke zu vermarkten, sondern einen spezialisierten Onlineshop aufzubauen, der gute alkoholfreie Produkte verschiedener Hersteller an einem Ort zusammenbringt. So ist Nullprozente entstanden.

Wer steht hinter Nullprozente, und welche Erfahrungen haben Sie auf Ihrem Weg als Gründer besonders geprägt?

Hinter Nullprozente stehen heute mein jüngerer Bruder Louis Gouverneur und ich, Christopher Gouverneur. Mit der Zeit habe ich Louis mit ins Unternehmen geholt und seitdem entwickeln wir Nullprozente gemeinsam weiter.

Besonders geprägt hat uns, wie viel man beim Aufbau eines Unternehmens in kurzer Zeit lernen muss. Gerade am Anfang haben wir vieles selbst gemacht, vom Aufbau des Shops und der Auswahl neuer Produkte über Einkauf und Marketing bis hin zu Verpackung, Versand und Kundenservice.

Dabei haben wir gelernt, dass beim Gründen nicht immer alles nach Plan läuft. Man muss ausprobieren, Fehler machen, daraus lernen und sich schnell an neue Situationen anpassen. Gleichzeitig ist es für mich etwas Besonderes, Nullprozente heute gemeinsam mit meinem Bruder aufzubauen und zu sehen, wie sich aus einer Idee während meines Studiums Schritt für Schritt ein wachsendes Unternehmen entwickelt hat.

Welche Vision verfolgen Sie mit Nullprozente, und wie möchten Sie alkoholfreien Genuss langfristig in der Gesellschaft etablieren?

Unsere Vision ist, dass alkoholfreie Getränke irgendwann genauso selbstverständlich sind wie alkoholhaltige. Wer keinen Alkohol trinken möchte, sollte bei einem Restaurantbesuch, einer Feier oder einem gemütlichen Abend eine hochwertige und vielfältige Auswahl haben. Wir möchten zeigen, dass alkoholfreier Genuss nicht automatisch Verzicht bedeutet.

Gleichzeitig gehört Nachhaltigkeit fest zu unserer langfristigen Vision. Mit diesem Thema habe ich mich auch in meiner Masterarbeit intensiv beschäftigt. Dabei haben wir die CO₂-Bilanzen von Nullprozente für 2023 und 2024 wissenschaftlich untersucht und erstmals genau erfasst, wo unsere Emissionen entstehen und welche Möglichkeiten wir als kleines E-Commerce-Unternehmen haben, diese zu reduzieren.

Unser langfristiges Ziel ist es, unseren CO₂-Fußabdruck kontinuierlich zu senken und perspektivisch CO₂-neutral zu wirtschaften. Dabei möchten wir nicht einfach mit Nachhaltigkeit werben, sondern unsere Entwicklung anhand regelmäßiger CO₂-Bilanzen messbar und transparent machen.

Für uns gehören deshalb zwei Dinge zur Zukunft von Nullprozente zusammen: alkoholfreien Genuss gesellschaftlich selbstverständlicher zu machen und gleichzeitig ein Unternehmen aufzubauen, das möglichst verantwortungsvoll wächst. Wir möchten damit zeigen, dass Wachstum, moderner alkoholfreier Genuss und ökologische Verantwortung zusammengehören können.

An welche Zielgruppen richtet sich Nullprozente hauptsächlich, und welche Bedürfnisse möchten Sie mit Ihrem Sortiment erfüllen?

Unsere Zielgruppe ist tatsächlich sehr vielfältig. Wir richten uns nicht nur an Menschen, die komplett auf Alkohol verzichten, sondern vor allem auch an diejenigen, die bewusster konsumieren und ihren Alkoholkonsum reduzieren möchten. Dazu kommen beispielsweise Schwangere, Autofahrer oder Menschen, die aus persönlichen Gründen keinen Alkohol trinken möchten.

Was diese unterschiedlichen Gruppen verbindet, ist der Wunsch nach einer guten Alternative, ohne beim Geschmack und beim Genusserlebnis große Abstriche machen zu müssen. Genau hier setzen wir mit unserem Sortiment an.

Uns ist wichtig, für unterschiedliche Geschmäcker und Anlässe etwas anzubieten, vom alkoholfreien Wein zum Essen über Sekt für besondere Anlässe bis hin zu Aperitifs und Cocktails. Gleichzeitig möchten wir unseren Kunden Orientierung geben, weil die Auswahl mittlerweile sehr groß ist und die Qualitätsunterschiede teilweise erheblich sind.

Unser Anspruch ist deshalb nicht, einfach möglichst viele Produkte anzubieten, sondern ein Sortiment zusammenzustellen, in dem möglichst jeder eine alkoholfreie Alternative findet, die wirklich schmeckt.

Der Markt für alkoholfreie Getränke wächst stetig. Welche Entwicklungen beobachten Sie, und wie reagiert Nullprozente darauf?

Der Markt für alkoholfreie Getränke und insbesondere für alkoholfreie Weine und Sekte, wächst aktuell sehr stark. Wir merken, dass das Thema immer mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt.

Gleichzeitig hat sich die Qualität enorm weiterentwickelt. Gerade bei alkoholfreien Weinen kommen immer mehr spannende Produkte auf den Markt, und auch etablierte Weingüter beschäftigen sich zunehmend mit dem Thema. Dadurch steigen natürlich auch die Erwartungen der Kunden: Nur alkoholfrei zu sein, reicht heute nicht mehr, das Produkt muss geschmacklich überzeugen.

Für uns ist diese Entwicklung eine große Chance. Wir beobachten den Markt sehr genau, probieren regelmäßig neue Produkte und entwickeln unser Sortiment entsprechend weiter. Dabei möchten wir aber nicht einfach jeden neuen Artikel aufnehmen. Unser Anspruch ist es, gute Produkte herauszufiltern und unseren Kunden durch Verkostungen, Vergleiche und Empfehlungen Orientierung in einem immer größer werdenden Markt zu geben.

Was macht Nullprozente aus Ihrer Sicht besonders im Vergleich zu anderen Anbietern alkoholfreier Getränke?

Was Nullprozente besonders macht, ist für uns vor allem die persönliche Nähe zum Kunden. Gerade beim Online-Einkauf fehlt der direkte Kontakt, den man aus einem Geschäft kennt. Deshalb ist es uns wichtig, Nullprozente ein Gesicht zu geben und zu zeigen, wer hinter dem Unternehmen steht.

Das beginnt schon bei der Bestellung: Jeder Kunde bekommt von uns eine handgeschriebene Karte ins Paket. Kundenzufriedenheit steht für uns an oberster Stelle und wenn einmal etwas nicht wie geplant läuft, versuchen wir, schnell und unkompliziert eine Lösung zu finden. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf Geschwindigkeit. Unsere Pakete sind in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen beim Kunden.

Dass dieser Anspruch bei unseren Kunden ankommt, sehen wir auch auf Trustpilot. Dort werden wir aktuell mit 4,8 von 5 Sternen bewertet. Zudem belegt Nullprozente derzeit Platz 3 von 15 im Bereich Getränkevertrieb und Platz 9 von 58 im Bereich Online-Marktplatz. Besonders häufig werden unsere schnelle Lieferung, die Auswahl und die Qualität positiv hervorgehoben.

Aber für uns hört der Service nicht beim Versand auf. Gerade bei alkoholfreien Getränken möchten viele Kunden wissen, was zu ihnen passt und wie sie die Produkte verwenden können. Deshalb erstellen wir beispielsweise Cocktail-Videos mit eigenen Rezepten, die wir auf unserem Blog veröffentlichen. So möchten wir nicht einfach nur Getränke verkaufen, sondern Inspiration geben und unseren Kunden helfen, neue Produkte und Möglichkeiten des alkoholfreien Genusses zu entdecken.

Ich glaube, genau diese Kombination macht Nullprozente aus: persönlicher Service, schneller Versand, eine sorgfältige Produktauswahl und echte Beratung und Inspiration rund um alkoholfreien Genuss. Auch wenn unsere Kunden online bei uns einkaufen, sollen sie das Gefühl haben, zu wissen, wer hinter Nullprozente steht.

Nach welchen Kriterien wählen Sie neue Produkte für Ihr Sortiment aus, und welche Rolle spielt dabei die Qualität?

Qualität ist für uns eines der wichtigsten Kriterien bei der Sortimentsauswahl. Deshalb wird jedes neue Produkt von uns persönlich verkostet, bevor wir entscheiden, ob wir es bei Nullprozente aufnehmen.

Dabei verkosten nicht nur mein Bruder Louis und ich. Meistens beziehen wir auch unsere Eltern sowie Freunde mit ein. Uns ist wichtig, verschiedene Meinungen zu bekommen, denn gerade beim Geschmack gibt es natürlich große Unterschiede. Was einer Person hervorragend schmeckt, kann bei der nächsten ganz anders ankommen.

Deshalb haben wir für uns eine einfache Regel entwickelt: Ein neues Produkt sollte mindestens drei Viertel der Personen bei unserer Verkostung überzeugen. Erst dann kommt es für eine Aufnahme ins Sortiment infrage.

Natürlich schauen wir zusätzlich auf Faktoren wie Zutaten, Preis-Leistungs-Verhältnis und die Positionierung des Produktes. Entscheidend bleibt für uns aber der Geschmack. Wir möchten unseren Kunden nichts anbieten, nur weil es neu oder gerade im Trend ist. Wenn ein Produkt geschmacklich nicht überzeugt, nehmen wir es nicht ins Sortiment.

Nachhaltigkeit spielt bei Nullprozente eine wichtige Rolle. Wie verbinden Sie wirtschaftliches Wachstum mit ökologischem Verantwortungsbewusstsein?

Nachhaltigkeit ist für uns kein Thema, das wir nur nach außen kommunizieren möchten, sondern etwas, das wir messbar machen und langfristig in unsere Unternehmensentwicklung integrieren wollen.

Im Rahmen meines Masterstudiums Umwelt- und Betriebswirtschaft (M.A.) am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier habe ich mich deshalb auch in meiner Masterarbeit intensiv mit der Frage beschäftigt, wie ein wachsendes E-Commerce-Unternehmen wie Nullprozente seinen CO₂-Fußabdruck erfassen und langfristig reduzieren kann. Dafür haben wir vollständige CO₂-Bilanzen für 2023 und 2024 nach dem GHG Protocol erstellt.

Besonders interessant war das Ergebnis: Von 2023 auf 2024 hat sich unser Umsatz nahezu verdoppelt, während unsere CO₂-Emissionen deutlich langsamer gestiegen sind. Dadurch konnten wir die CO₂-Intensität pro Euro Umsatz um rund 22 Prozent reduzieren. Für uns zeigt das, dass wirtschaftliches Wachstum und eine bessere CO₂-Effizienz durchaus miteinander vereinbar sein können.

Nachhaltigkeit versuchen wir aber auch mit ganz einfachen Maßnahmen in unseren Alltag zu integrieren. Jeden Sonntag sammeln wir bei uns im Dorf Altpapier ein, das wir anschließend direkt als Polstermaterial für unsere Pakete wiederverwenden. Statt neues Verpackungsmaterial zu beschaffen, geben wir dem vorhandenen Papier damit einen weiteren Produktlebenszyklus. Zusätzlich setzen wir auf recycelte Kartonagen und arbeiten kontinuierlich daran, unsere Liefer- und Bestellprozesse effizienter zu gestalten.

Unser langfristiges Ziel ist es, unsere CO₂-Bilanzen regelmäßig fortzuführen, die größten Emissionsquellen gezielt zu reduzieren und Nullprozente Schritt für Schritt in Richtung CO₂-Neutralität weiterzuentwickeln. Nachhaltigkeit verstehen wir dabei nicht als einmalige Maßnahme, sondern als einen kontinuierlichen Prozess, bei dem auch viele kleine Veränderungen einen Beitrag leisten können.

Welche Herausforderungen bringt der Aufbau eines spezialisierten E-Commerce-Unternehmens mit sich, und wie gehen Sie damit um?

Eine der größten Herausforderungen ist sicherlich, dass man als kleines E-Commerce-Unternehmen sehr viele Bereiche gleichzeitig abdecken muss. Mein Bruder und ich kümmern uns um vieles selbst, vom Einkauf und der Auswahl neuer Produkte über Marketing und Content bis hin zu Kundenservice, Lager und Versand. Gerade in Wachstumsphasen muss man deshalb sehr schnell lernen und Prioritäten setzen.

Eine weitere Herausforderung ist unser Sortiment selbst. Wir versenden überwiegend Glasflaschen. Das bedeutet, dass Verpackung, Lagerhaltung und Logistik besonders gut funktionieren müssen. Gleichzeitig haben wir den Anspruch, Bestellungen sehr schnell zu bearbeiten und unseren Kunden eine Lieferzeit von in der Regel ein bis zwei Werktagen zu ermöglichen.

Hinzu kommt, dass wir uns in einem jungen und sehr dynamischen Markt bewegen. Ständig kommen neue Produkte und Hersteller hinzu, gleichzeitig verändern sich die Erwartungen der Kunden. Für uns bedeutet das, den Markt kontinuierlich zu beobachten, viel selbst zu testen und unser Sortiment immer wieder anzupassen.

Wir versuchen diese Herausforderungen vor allem pragmatisch anzugehen: ausprobieren, messen, aus Fehlern lernen und Prozesse Schritt für Schritt verbessern. Gerade als kleines Unternehmen haben wir den Vorteil, dass wir Entscheidungen schnell treffen und Veränderungen oftmals direkt umsetzen können. Und genau diese Flexibilität möchten wir uns auch bewahren, wenn Nullprozente weiter wächst.

Welche neuen Produkte, Kategorien oder Entwicklungen stehen bei Nullprozente aktuell im Fokus?

Aktuell finden wir vor allem die technologische Entwicklung bei alkoholfreien Weinen sehr spannend. In den vergangenen Jahren hat sich bei der Entalkoholisierung enorm viel getan. Für uns geht es dabei immer stärker um die Frage: Wie kann man den Alkohol entfernen und gleichzeitig möglichst viel vom ursprünglichen Charakter und den Aromen des Weines erhalten?

Ein Beispiel, mit dem wir uns aktuell intensiv beschäftigen, ist die SOLOS-Technologie mit Aromenrückgewinnung. Dabei liegt der Fokus darauf, Aromakomponenten, die während der Entalkoholisierung verloren gehen können, zurückzugewinnen und dem Wein wieder zuzuführen. Solche Verfahren können aus unserer Sicht einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die geschmackliche Qualität alkoholfreier Weine weiterzuentwickeln.

Genau solche Innovationen möchten wir mit Nullprozente frühzeitig entdecken und unseren Kunden näherbringen. Wir beobachten deshalb nicht nur neue Marken und Produkte, sondern auch die Technologien hinter den Produkten. Denn wir glauben, dass die nächsten großen Qualitätssprünge im alkoholfreien Wein vor allem durch bessere Herstellungs- und Entalkoholisierungsverfahren entstehen werden.

Daneben bleiben für uns natürlich neue alkoholfreie Weine, Sekte, Aperitifs und Cocktails interessant. Entscheidend ist aber immer: Ein neues Produkt muss uns geschmacklich überzeugen und einen echten Mehrwert für unser Sortiment bieten.

Wo soll Nullprozente in den kommenden Jahren stehen, und welche Ziele möchten Sie mit Ihrem Unternehmen erreichen?

Unser Ziel ist es, Nullprozente in den kommenden Jahren als eine der führenden Anlaufstellen für alkoholfreie Getränke in Deutschland zu etablieren und anschließend auch über Deutschland hinaus zu wachsen. Perspektivisch möchten wir europaweit versenden und damit weitere Märkte erschließen.

Ein wichtiger nächster Schritt ist außerdem der Aufbau einer eigenen Marke für alkoholfreie Weine, die aktuell unter dem Namen Vino Zero in Planung ist. Dabei möchten wir unsere Erfahrungen aus den vergangenen Jahren und aus zahlreichen Verkostungen nutzen, um Weine zu entwickeln, die genau unseren Vorstellungen von Geschmack und Qualität entsprechen.

Gleichzeitig möchten wir Nullprozente über den reinen Onlineshop hinaus als Experten und Ansprechpartner für alkoholfreien Genuss positionieren: mit Verkostungen, Rezepten, Videos, Produktvergleichen und einer persönlichen Beratung.

Auch unsere Nachhaltigkeitsziele möchten wir konsequent weiterverfolgen. Dazu gehört, unsere CO₂-Bilanzen regelmäßig fortzuführen, Emissionen weiter zu reduzieren und langfristig unserem Ziel näherzukommen, CO₂-neutral zu wirtschaften.

Unser Ziel ist also, Nullprozente nachhaltig weiterzuentwickeln, europaweit zu wachsen und mit Vino Zero zukünftig auch eigene alkoholfreie Weine auf den Markt zu bringen, ohne dabei den persönlichen Charakter zu verlieren, der Nullprozente heute ausmacht.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit einer klaren Nische erfolgreich ein Unternehmen aufbauen möchten?

Mein erster Rat wäre: Akzeptiert, dass nicht immer alles nach Plan läuft. Gerade beim Gründen gibt es ständig Situationen, die man vorher nicht vorhersehen kann. Produkte funktionieren anders als erwartet, Entscheidungen stellen sich im Nachhinein als falsch heraus oder plötzlich entsteht ein Problem, mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat. Entscheidend ist, sich davon nicht entmutigen zu lassen, sondern daraus zu lernen und weiterzumachen.

Mein zweiter Rat ist: Traut euch, einfach anzufangen. Man kann eine Geschäftsidee ewig planen und versuchen, für jedes Problem schon vorher eine Lösung zu finden. Viele Dinge lernt man aber erst, wenn man tatsächlich startet. Nullprozente hat sich seit der ursprünglichen Idee ebenfalls immer wieder verändert und weiterentwickelt.

Und mein dritter Rat wäre: Gründet etwas, für das ihr euch wirklich begeistern könnt. Selbstständig zu sein bedeutet natürlich viel Arbeit und Verantwortung, aber für mich macht es unglaublich viel mehr Spaß, für das eigene Unternehmen zu arbeiten. Mein Bruder und ich freuen uns tatsächlich auf jeden neuen Tag, weil wir sehen können, was wir selbst aufbauen und weiterentwickeln.

Wenn man eine klare Nische gefunden hat, an die man glaubt, sollte man deshalb nicht nur auf den schnellen Erfolg schauen. Dranbleiben, aus Rückschlägen lernen und Freude an dem haben, was man aufbaut, das ist für mich wahrscheinlich das Wichtigste.

Bild Gründerteam Bildcredits Nullprozente UG (haftungsbeschränkt)

Wir bedanken uns bei Christopher Gouverneur für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Nullprozente

Kontakt:

Nullprozente UG
Am Sauerborn 24
54317 Gusterath
Deutschland

https://nullprozente.com
info@nullprozente.com

Ansprechpartner: Christopher Gouverneur

Social Media:
Instagram
X

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.

StartupValley Venture

FUNDING

ALERTS

Täglich die neuesten Startup-Fundings, Investments und VC-Deals direkt in deinem WhatsApp-Feed. Schnell, aktuell und kompakt für Gründer, Investoren und Tech-Begeisterte.

StartupValley Newsletter

Erhalte regelmäßig die wichtigsten internationalen Startup-News in dein Postfach!

spot_img
- Advertisement -

PREMIUM STARTUPS

Neueste Beiträge

spot_img
spot_img
spot_img
spot_img

Das könnte dir auch gefallen!