Donnerstag, April 3, 2025
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Löwengebrüll oder zahmes Schnurren?

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investment

Die Höhle der unterschiedlichen Investment-Typen

Wer auch immer ein Investment eingeht – unabhängig von dessen Volumen – verdient sich entweder eine goldene Nase oder fällt auf ebendiese. So unterschiedlich sich Persönlichkeiten darstellen, so divers agieren Anleger auf dem Finanzmarkt. Ob ein Investment in ein Unternehmen, eine Aktie oder eine anderweitige Anlagemöglichkeit durch die Decke geht oder als Rohrkrepierer endet, darüber urteilen in „Die Höhle der Löwen“ die erfolgreichen Unternehmer auf den fünf Stühlen der Gründershow.

Manche von ihnen investieren schnell und in großer Häufigkeit in pitchende Start-ups, ziehen allerding in dem Zuge oftmals voreilige Schlüsse. Andere halten sich eher im Hintergrund, wägen vorsichtig Vor- sowie Nachteile ab und kommen so häufig nicht voran. Doch welche Strategie erweist sich im Endeffekt als besonders effektiv auf dem Weg zum erfolgreichen Investoren? Von dem Verhalten der verschiedenen Investment-Typen in der Show können Anleger viele Schlüsse darüber ziehen, wie sie ihre eigene Investment-Strategie bestmöglich gestalten. 

Typ 1 – Safety first

Gerade dem deutschen Volk haftet im internationalen Vergleich das Vorurteil an, sehr vorsichtig auf dem Finanzmarkt zu agieren, geizig zu sein und Risiken möglichst zu vermeiden. Wie so häufig trifft eine Annahme wie diese auf einige Bürger zu, auf andere eher weniger bis gar nicht. Im Fall der Investoren von „Die Höhle der Löwen“ nehmen diese Rolle vornehmlich die mit viel Bedacht agierenden Dagmar Wöhrl und Georg Kofler ein. Die Ex-Bundestagsabgeordnete und der langjährige Vorstandschef der ProSieben Media sowie der Premiere AG fallen vermehrt durch ihre abwartende Haltung gegenüber der Konkurrenz auf und wägen jede Entscheidung im Detail ab.

Zu den Stärken dieser Investment-Typen zählen eindeutig eine sehr reflektierte Denkweise, durch die sie Problemstellungen schon frühzeitig erkennen. Einen langfristigen Investment-Plan sowie eine allumfassende Risikoanalyse sollten Jungunternehmer deshalb nicht außer Acht lassen, da sie Fehlkalkulationen von Anfang an ausschließen und das Start-up attraktiver besonders für vorsichtige Geldgeber macht.

Typ 2 – Mut zum Risiko

Wer auf dem Finanzmarkt agiert, kommt nie ohne gewisse Wagnisse aus. Nicht jeder möchte diese eingehen. Risikobehaftete Geldanlagen versprechen im Erfolgsfall allerdings einen besonders hohen Profit. Eine Wette auf die Zukunft gehen die Löwen häufig dann ein, wenn sie an die Menschen hinter dem Start-up glauben. Überzeugt eine Gründerin oder ein Gründer beim Pitch, ist meist schon der erste Schritt in Richtung Abschluss eines Deals getan. Frei nach dem Motto: Ohne die Menschen hinter einem Unternehmen gibt es keine Erfolgsstory. Aus dieser Überzeugung heraus handelt der Produkt-Experte Ralf Dümmel der Show „Die Höhle der Löwen“.

Häufig beobachten die Zuschauer einen Deal, der vorrangig aus Sympathie und Glaube an die Gründerin oder den Gründer hervorgeht – nicht selten mit anschließender Erfolgsgeschichte des betreffenden Start-ups. Natürlich bedeutet ein solches Investment ein gewisses Wagnis, allerdings oftmals aufgewogen durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Risikobereitschaft kann sich in vielen Fällen also sogar auszahlen.

Typ 3 – Vision über Profit

Beweggründe für Investments stellen sich mitunter sehr unterschiedlich dar, genauso wie die Unternehmungen, in die sich investieren lässt. Es macht einen Unterschied, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung ausschließlich dem Zweck der maximalen Profitabilität dient oder einer umfassenden Vision zugrunde liegt. Natürlich müssen die finanziellen Rahmenbedingungen für Gründer und Investor gleichermaßen stimmen, doch wer mit Herzblut bei der Sache ist, bewirkt zusätzlich eine hohes Identifikationspotenzial bei den Kunden und Investoren. So auch bei Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, der vorrangig auf groß angelegte technische Projekte mit weltweitem Potenzial schielt.

Auch andere Löwen setzten klare Schwerpunkte auf bestimmte Themengebiete. Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg investiert beispielsweise bevorzugt in Start-ups, die mit ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung einen Beitrag für eine nachhaltigere Konsumwelt leisten möchten. Mit Passion handelnde Unternehmer entwickeln innovative Produkte sowie eine glaubhafte Marke, die Investoren dazu bewegen, ihr Geld guten Gewissens anzulegen. Anleger können den verschiedenen Investment-Typen Sichtweisen entnehmen, die sich für den eigenen Investment- oder Unternehmensplan als hilfreich erweisen.

Pauschalrezept? Nein danke!

Alle Löwen tragen Teile verschiedener Investment-Typen in sich, mehr oder weniger ausgeprägt. Durch einen starken finanziellen Background, bieten sich den Juroren der Show aber natürlich gänzlich andere Möglichkeiten für ein Investment als Privatanlegern oder Kleinunternehmern. Trotz dessen lassen sich aus dem Verhalten der Löwen während der Pitches sowie den anschließenden Verhandlungen mit den Gründern Parallelen ziehen. Wer aus tiefster Überzeugung handelt und investiert, der braucht keine Angst vor Rückschlägen haben. Langfristig lohnt sich ein mutiges Agieren auf dem Markt – ohne dabei blind draufloszulegen.

Von jedem Typen lassen sich Eigenschaften herauspicken, die den wirtschaftlichen Erfolg sichern. Eine gute Mixtur verschiedener Einflüsse macht einen erfolgreichen Investor aus – weder zu zögerlich noch zu unbedarft sollte das Motto lauten. Dabei gilt es, hohe Risiken von Zukunfts-Märkten durch eine gewissenhafte Recherche sowie ein Netzwerk aus Experten möglichst weit absichern. Wöhrl, Dümmel, Maschmeyer und Co. lehren uns, dass es für eine sich positiv entwickelnde Geldanlage keine Raketenwissenschaft benötigt, sondern ausschließlich die volle Überzeugung sowie einen gesunden Menschenverstand. 

Weitere Informationen unter www.dirkkreuter.com 

Autor:

Dirk Kreuter ist Europas bekanntester Verkaufstrainer und gehört zu einer ausgewählten Gruppe von BDVT-zertifizierten Vertriebscoaches. In den letzten 32 Jahren hat er sowohl DAX-Konzernen als auch kleinen und mittelständischen Unternehmen Millionenumsätze beschert sowie als Gastdozent an diversen Universitäten fungiert. Seit 2016 konzentriert sich der Verkaufstrainer auf Seminare für engagierte Unternehmer.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Löst euch vom Perfektionismus und legt einfach los

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STERNEFELD Schmuck

Gründerin Elina Sternefeld spricht über ihre Liebe zum deutschen Schmuckhandwerk und warum vor allem Männer die persönliche Beratung bei ihr schätzen. 

Stellen Sie sich und das Startup STERNEFELD doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Elina Sternefeld und ich bin die Gründerin des Berliner Schmuck-Labels STERNEFELD. Ich habe meine Ausbildung an der Goldschmiedeschule Pforzheim gemacht und ein Designstudium in Düsseldorf absolviert. Das Goldschmiedehandwerk ist eines der ältesten der Welt und mit wunderbaren Traditionen verbunden. Ich verbinde mit meinem Schmuck-Label das besondere Handwerk mit innovativen Technologien wie CAD und 3D Druck.  

STERNEFELD steht für hochwertigen und zeitlosen Schmuck, der unter Verwendung nachhaltiger Materialien in Deutschland designt und hergestellt wird. Ich biete außerdem einen persönlichen Designservice an, der vor allem von meinen männlichen Kunden sehr gerne in Anspruch genommen wird. Ich kann hier ganz individuell bei der Schmuckauswahl beraten, zum Beispiel bei der Gestaltung eines Verlobungsringes oder eines persönlichen Geschenks. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Während meiner Ausbildung in der Goldstadt Pforzheim habe ich miterlebt, wie viele kleinere Betriebe schließen mussten, da sie mit den Preisen der großen Schmuckmarken, die zum großen Teil im Ausland produzieren, nicht mehr mithalten konnten. Ich wollte mit STERNEFELD die Wertschätzung für das deutsche Schmuckhandwerk und die Zusammenarbeit mit lokalen Experten zurückbringen. Ich kenne jede Person, die an der Herstellung meiner Schmuckstücke mitwirkt, persönlich.Einige meiner Schmuckstücke stelle ich auch persönlich in meiner Werkstatt in Berlin her.
Und ich lege Wert auf höchste Qualität, Präzision und Sorgfalt beim Design und der Herstellung jedes einzelnen Schmuckstücks. 

Was war bei der Gründung von STERNEFELD die größte Herausforderung?

Als kleines und selbstfinanziertes Unternehmen habe ich am Anfang alles selbst gemacht, vom Design der Schmuckstücke, über die Entwicklung des Online Shops bis hin zum Marketing. Ich musste mir Kenntnisse aneignen, die ich in  meiner vorherigen Festanstellung, bei der ich mich auf meine Kernkompetenzen konzentrieren konnte, nicht benötigte. Aber das  ist ja  auch das Spannende und Interessante am Gründen. Man lernt so viel Verschiedenes und kann später die Prozesse, die man abgibt, auch besser einschätzen, wenn man sich schon selbst damit beschäftigt hat. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall. Perfektion ist eine Illusion, und wenn man vorankommen will, sind Fehler unvermeidbar. Nur durch Fehler und das ständige Feedback von Kunden kann man lernen und sich weiterentwickeln. Eine Marke aufzubauen und Produkte zu entwickeln ist ein Prozess, der nie abgeschlossen sein wird. 

Welche Vision steckt hinter STERNEFELD?

STERNEFELD ist ein moderner Online-Juwelier, bei dem Menschen ihre ganz individuellen Vorstellungen und Wünsche in ein Schmuckstück verwandeln können. Durch die Kombination von modernen Design-Tools und Handwerk ist es möglich, flexible Designs zu entwickeln und sich online sehr schnell mit dem Kunden auszutauschen. 

Wer ist die Zielgruppe von STERNEFELD?

Das sind zum großen Teil moderne Frauen, die im Leben stehen, und sich den Schmuck einfach selbst kaufen. Sie suchen nach Schmuckstücken, die sie im Alltag tragen können, die elegant und unkompliziert, aber dennoch raffiniert sind. 


Gerade wenn es um Geschenke geht, zu Weihnachten, zu Jubiläen oder zur Geburt eines Kindes, kommen auch häufig Männer auf mich zu. Sie schätzen die persönliche Beratung beim Design und der Auswahl der richtigen Größe. Und sie suchen meistens etwas, das wirklich einzigartig ist. 

Und klar, Verlobungs- und Eheringe sind ein Evergreen-Thema bei mir. Das macht mir besonders viel Spaß, hier in Zusammenarbeit mit dem Paar ein Design ganz nach ihren Wünschen zu entwickeln. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. 

Wie funktioniert STERNEFELD? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Meine Kunden schätzen vor allem den persönlichen und direkten Kontakt mit mir. Dank meiner jahrelangen handwerklichen Erfahrung, mit meinem Verständnis für das Zusammenwirken von Materialien und Formen und meiner Leidenschaft für zeitloses Design kann ich meine Kunden umfassend bei der Entwicklung ihres persönlichen Schmuckstücks zur Seite stehen – von der erste Idee bis zum fertigen Schmuckstück.

Nach einer ausführlichen Beratung entwerfe ich die ersten Modelle mit Hilfe von CAD (Computer Aided Design), sodass der Kunde sich ein realistisches Bild von dem Wunschschmuckstück machen kann. Der ganze Prozess läuft online ab, ist also zeit- und ortsungebunden. Wenn wir uns dann auf ein Design geeinigt haben, geht das Schmuckstück in Produktion: Guss, Goldschmiedearbeiten, Schleifen und Fassen der Edelsteine. Das finale Schmuckstück wird dann in meiner hochwertigen Verpackung an den Kunden verschickt. Unter www.elina-sternefeld.de kann man unverbindlich einen Termin für ein erstes Beratungsgespräch buchen. 

STERNEFELD, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich liebe meinen Beruf und freue mich darauf, auch in den nächsten fünf Jahren weiterhin kreativ und im engen Kontakt mit meinen Kunden zu arbeiten. Ich möchte außerdem mit STERNEFELD noch weiter im Trauring-und Verlobungsringsegment wachsen. Nachhaltigkeit ist in der Schmuckbranche ein wichtiges Thema. Daher beschäftige ich mich gerade intensiv mit im Labor gezüchteten Diamanten. Zudem will ich mich mit weiteren Edelsteinen und neuen Materialien beschäftigen und die Marke weiterentwickeln.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Seid mutig! Vertraut auf euch selbst, löst euch vom Perfektionismus und legt einfach los.

Vernetzt euch! Ich rate allen Frauen, sich von Anfang an so gut und so breit  wie möglich mit anderen Gründerinnen zu vernetzen, Synergien zu nutzen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam erreicht man mehr.


Dran bleiben! Haltet durch und lasst euch nicht von Rückschlägen entmutigen. Erfolgreich sind die, die immer weiter machen. 

Wir bedanken uns bei Elina Sternefeld für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: STERNEFELD

Kontakt:

Elina Sternefeld
Fasanenstraße 67
D-10719 Berlin

www.elina-sternefeld.de
info@elina-sternefeld.de

Ansprechpartner: Elina Sternefeld

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Sich trauen, bestehende Verhältnisse grundlegend zu hinterfragen

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VYLD: Tangpon ein nachhaltiger Tampon aus Algen

VYLD: Tangpon ein nachhaltiger Tampon aus Algen

Stellen Sie sich und das Startup VYLD doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Ines Schiller, Gründerin und CEO des profit-for-purpose Unternehmens Vyld. Mit Vyld entwickeln wir die weltweit ersten radikal nachhaltigen, gesunden und ozeanfreundlichen Periodenprodukte aus Meeresalgen. 

Weil wir die Menstruierenden von Anfang an in die Produktentwicklung einbeziehen wollen, haben wir gerade ein Crowdfunding auf Startnext gestartet, das es unseren Unterstützer:innen ermöglicht, den weltweit ersten Tangpon noch vor der Markteinführung zu testen: 

Mit dem Tangpon starten wir, da wir mit unserer zum Patent angemeldeten Technologie dort die größte Verbesserung für Menstruierende und Umwelt erzielen können. Wir gewinnen zur Herstellung der Tangpons eine Faser aus den Algen, die von Natur aus weiß ist, also nicht gebleicht werden muss und gut absorbiert. Langfristig möchte Vyld ein ganzes ‘Algaeverse’ aufbauen: Ein Universum von Algenprodukten, um von der Babywindel bis zur Inkontinenzwäsche nachhaltige Produkte für alle anbieten können, denen Körper- und Meeresgesundheit genauso am Herzen liegt wie uns. So etablieren wir Algen als nachhaltigen Rohstoff der Zukunft, denn diese wachsen bis zu 10 mal schneller als Landpflanzen und benötigen dazu weder Trinkwasser, noch Pestizide oder Dünger und nicht einmal Land. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Als Philosophin, Neurowissenschaftlerin, Filmproduzentin und Sozialunternehmerin bin ich bereits mit FOGMA, Mein Grundeinkommen und CellAg Deutschland verschiedene Wege gegangen, damit die Welt nicht bleibt wie sie ist. In meiner weiteren Ausbildung zum zertifizierten Marine Guide, einer Art Meeres-Ranger, habe ich viel über das gesunde und nachhaltige Potential von Meeresalgen gelernt, deren entzündungshemmenden Fasern schon lange im medizinischen Bereich Verwendung finden. Da Algen CO2 und Stickstoff binden, große Mengen an Sauerstoff produzieren und der Versauerung der Meere entgegenwirken, kann ihr kontrollierter Anbau eine aktiver Beitrag zur Lösung der Klimakrise sein. 

Mir liegt die Rettung der Ozeane sehr am Herzen. Allein im deutschsprachigen Raum werden pro Tag rund 17 Millionen Periodenprodukte verbraucht, die erschreckend oft am Ende im Meer landen. Daher lag die Entwicklung eines Tangpons, der sowohl an Land als auch im Wasser komplett biologisch abbaubar ist, sehr nahe. Mit meiner Leidenschaft für Feminismus und Biotechnologie habe ich Vyld gegründet, weil ich an das Potential von Meeresalgen als Inspiration für ein Neudenken unserer Produktionssysteme glaube. Um auch als Unternehmen nachhaltig wachsen zu können, habe ich Vyld von Anfang an in Verantwortungseigentum gegründet. Das heißt, unsere Gewinne können nicht entnommen werden, sondern fließen immer wieder direkt in unsere Mission, die Ozean- und Körpergesundheit zu verbessern.

Was war bei der Gründung von VYLD die größte Herausforderung?

Die Menstruation ist noch immer ein tabuisiertes und teilweise stigmatisiertes Thema, und obwohl sie ein völlig natürlicher Prozess des Körpers ist, sind es die dafür verwendeten Produkte leider meistens nicht. Konventionelle Menstruationsprodukte enthalten oft schädliche Plastikanteile, was wir durch die Verwendung von 100% Alge komplett vermeiden wollen. Vylds größte Herausforderung ist es derzeit, unsere Algenfasern so zu optimieren, dass sie auf allen gängigen Maschinen funktionieren, um in die Produktion gehen zu können. Wir arbeiten dazu europaweit mit Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie zusammen. Darüber hinaus finden wir verschiedene Finanzierungswege abseits der klassischen Venture Capital Welt, die mit unseren Werten kompatibel sind. Unser Crowdfunding ist einer dieser Wege.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Na klar, nur so kann etwas wirklich Innovatives entstehen! Es macht oft Sinn, mit einer Idee zu starten und diese immer wieder iterativ weiterzuentwickeln. Unser Ziel eines radikal nachhaltigen Produkts, das gut für Mensch und Planet ist, können wir nur erreichen, indem wir unser Material und die Produktionswege immer weiter erforschen und während des Entwicklungsprozesses verbessern. Deshalb möchten wir ja auch unsere zukünftigen Kund:innen in die Optimierung unserer Tangpon-Protoypen einbeziehen. Wenn wir die 100.000€ im Crowdfunding zusammen bekommen, erhalten alle Unterstützer:innen ein kostenloses Testpaket Tangpons.

Welche Vision steckt hinter VYLD?

Wir glauben, dass man die Themen Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften zusammen denken kann – und muss. Vylds Vision ist ein ‘Algaeverse’ von Produkten, die Algen als nachhaltigen Rohstoff im Mainstream etablieren und den Aufbau einer nachhaltigen marinen Permakultur beschleunigen. So ist Vyld Vorreiter einer neuen Art des Wirtschaftens, die aktiv zur Regeneration der Ozeane, zur CO2-Reduktion und zu mindestens 12 der 17 UN- Nachhaltigkeitsziele beiträgt.

Wer ist die Zielgruppe von VYLD?

Vyld spricht alle an, denen die Gesundheit von Körper und Umwelt wichtig ist. Mit dem Tangpon richten wir uns zunächst an Menschen, die menstruieren, also fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Aber auch Nicht-Menstruierende sind gefragt, das Crowdfunding zu unterstützen, wenn sie einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit und zur Meeresgesundheit leisten wollen. 

Was ist das Besondere an den Produkten ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben den Nachhaltigkeitsaspekten bringen unsere Tangpons eine Reihe von Vorteilen für die Menstruierenden mit sich. Die seidig-glatte Oberfläche der Algenfasern erleichtert das Einführen des Tampons und kommt dabei, im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Produkten, komplett ohne Plastikumhüllung aus. Außerdem trocknen Tangpons aufgrund der speziellen Eigenschaften der Algenfasern die Schleimhäute nicht aus. Darüber hinaus konnten wir belegen, dass die Algenfasern das vaginale Mikrobiom erhalten, das zur Abwehr von Krankheitserregern wichtig ist. 

VYLD, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit der Entwicklung weiterer Produkte möchten wir in fünf Jahren unser ‘Algaeverse’ etabliert haben, während wir unzählige Quadratkilometer Algenwälder, die Regenwälder der Meere, “aufgeforstet” haben. Somit die Meere ‘rewilded’ und zur globalen Geschlechtergerechtigkeit beigetragen haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Mit den pauschalen Tipps ist es immer so eine Sache, denn jede:r Gründer:in hat ja einen anderen Background. Und viel zu häufig wird versucht, uns scheinbar allgemeingültige Musterlösungen überzustülpen. Was uns persönlich hilft, ist sich immer wieder zu trauen, bestehende Verhältnisse grundlegend zu hinterfragen. Und dabei zu versuchen, seinem eigenen Kompass zu folgen. Dabei tut es gut, sich mit einer Peergroup zu umgeben, die die eigenen Werte teilt, um sich gegenseitig zu unterstützen. 

Wir bedanken uns bei Ines Schiller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vertraue immer auf dich selbst und auf deine Intuition 

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tiptapp

TipTapp digitaler Marktplatz, der schnell und einfach Hilfe beim Transport von Gegenständen jeder Größe bietet

Stellen Sie sich und das Startup Tiptapp doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tim und ich bin CEO und Mitbegründer von Tiptapp. Die App ist ein Marktplatz, der Nutzer:innen in Echtzeit mit anderen Menschen zusammenbringt, die zusätzlichen Platz in ihrem Fahrzeug und Zeit haben, Sachen von A nach B zu fahren. Die Plattform bietet sofortige Hilfe bei Lieferungen, Umzügen und Recycling von Gegenständen jeder Größe. So wird der Alltag unserer Nutzer erleichtert und die Notwendigkeit eines eigenen Autos reduziert. Cleveres „Ridesharing“ und mehr Recycling von Dingen bedeutet auch weniger Ressourcenverschwendung in unseren Städten. Wir haben Tiptapp im Jahr 2016 in Stockholm gestartet. Heute sind wir auch in London, Lissabon und jetzt in Berlin vertreten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem ich viele Jahre bei einem führenden Online-Immobilienmarktplatz gearbeitet hatte, wollte ich etwas Eigenes aufbauen, das wirklich einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat. Als in den frühen 2010er Jahren einige sehr erfolgreiche Unternehmen in der Sharing Economy auftauchten, dachte ich, dass es noch so viel Potenzial für die Technik geben muss, um ein intelligenteres Teilen unserer Ressourcen zu ermöglichen. Das war also mein Antrieb bei der Suche nach einer guten Geschäftsidee.

Welche Vision steckt hinter Tiptapp?

Wir wollen Städte auf der ganzen Welt mit supereffizienter Mobilität von Dingen ausstatten. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch zu begrenzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich würde sagen, dass unsere größte Herausforderung anfangs darin bestand, zu erkennen, dass es Zeit braucht, bis ein Marktplatz wie der unsere angenommen wird. Sobald die Nutzer erst einmal mit einer neuen Lösung für ein alltägliches Problem vertraut sind, wollen sie nie wieder zurückkehren. Dafür sind geduldige Investoren entscheidend, die wirklich an unsere Vision und unser Geschäft glauben. Das Unternehmen wurde bisher von Privatinvestoren und Family-Offices finanziert, die Technologie und Marktplätze gerne unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von Tiptapp?

Wir haben zwei Zielgruppen: Junge Berufstätige in Städten, die keinen Zugang zu einem eigenen Auto haben, und Familien in Vorstädten, die oft ein Fahrzeug haben, denen aber die Zeit oder der Platz fehlt, um größere Dinge zu transportieren.

Foto: Pontus Orre

Wie funktioniert Tiptapp? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Über Tiptapp jemanden zu finden, der einem hilft, ist super einfach. Nachdem die App heruntergeladen ist, wird einfach ein Foto gemacht und eine kurze Beschreibung hinzugefügt. Nutzer:innen geben an, was transportiert oder recycelt werden soll und wie viel sie bereit sind zu zahlen. Innerhalb weniger Minuten sollten Vorschläge von anderen eingehen, die helfen wollen. Es steht Anzeigenersteller:innen frei, jemanden aus der Liste auszusuchen, und zwar zu einem passendem Zeitpunkt.

Wenn Sie etwas zum Recyceln abgeben, müssen unsere sogenannten Helfer:innen dies bei Tiptapp nachweisen, damit sichergestellt ist, dass die Sachen dort landen, wo sie hingehören. Tiptapp unterscheidet sich von anderen Diensten dadurch, dass Personen mit anderen Privatpersonen verbunden werden. Es steht ihnen frei, diese Aufträge mit eigenen Erledigungen zu verbinden. So kann viel schneller und kostengünstiger jemanden gefunden werden, der hilft, als bei einem traditionellen Unternehmen. Zudem haben Nutzer:innen die Möglichkeit, ein kleines zusätzliches Einkommen zu verdienen und auf den Straßen sind weniger Autos unterwegs.

Tiptapp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den meisten Großstädten in Europa und auf der ganzen Welt gibt es einen klaren Bedarf an intelligenter Logistik. Tiptapp will in den kommenden Jahren viele neue Märkte erschließen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Der Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens braucht Zeit. Gründer sollten sicherstellen, dass sie sich für etwas entscheiden, an dem ihr Herz hängt.

2. Wenn die Technik eine zentrale Rolle spielt, sollte unbedingt ein technischer Mitgründer dabei sein. Das macht das Leben so viel einfacher.

3. Es ist wahrscheinlich klug, so viele Ratschläge und Anregungen wie möglich von intelligenten Leuten aufzusaugen, die einem auf dem Weg begegnen. ABER vertraue immer auf dich selbst und auf deine Intuition und mach am Ende das komplette Gegenteil aller Ratschläge. Das ist es, was Unternehmer tun.

Wir bedanken uns bei Timm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid stets darauf vorbereitet, eure Idee bzw. euer Produkt zu pitchen

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Aurea VR Universität,

Aurea VR: Universität, die vollständig in dreidimensionaler virtueller Realität stattfindet eingebettet in ein Learning Metaverse

Stellen Sie sich und das Startup Aurea VR doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind eine Ausgründung aus der Hochschule Anhalt und haben seit 4 Jahren an der Forschung zur Nutzung von Virtual Reality Technologien in der Lehre gearbeitet. Wir, das sind 8 technische VR-Experten und 2 Betriebswirte. Ich bin Gründer des Unternehmens, bin BWL-Professor mit Arbeitsschwerpunkt Entrepreneurship.

Wir entwickeln die erste Universität der Welt, die vollständig in dreidimensionaler virtueller Realität (VR) stattfindet. Die Aurea University ist eingebettet in ein Learning Metaverse – eine virtuelle Multiplayer Welt, in welcher Studierende lernen, ihren Bachelor oder Master machen, sozial miteinander interagieren und Game Challenges durchführen können. Das Learning Metaverse ist zudem so konzipiert, dass eine einfache Integration von anderen Universitäten, Unternehmen und Mentoren möglich ist.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin seit 20 Jahren an verschiedenen Universitäten in Forschung und Lehre tätig. Dabei habe ich hautnah miterlebt, dass viele junge Menschen an traditionellen Universitäten am hohen Leistungsanspruch scheitern und nicht individuell in ihrer Entwicklung gefördert werden. Die Covid-induzierte Online-Lehre hat diesen Trend noch weiter verstärkt. Mit dem Startup „aurea uniVRsity“ möchten mein Team und ich eine bisher unbekannte Lehrqualität anbieten. Unsere universitäre Wissensvermittlung in virtueller Realität ist gegenüber traditionellen Hörsälen oder 2D Online-Unterricht wie Farbfernsehen gegenüber Schwarz-Weiß.

Welche Vision steckt hinter Aurea VR?

Der tertiäre Bildungssektor befindet sich weltweit in einem rapiden Umbruch. Neue Technologien in der Lehre inklusive innovativer Virtual Reality Anwendungen, die zunehmende Nachfrage nach personalisiertem Lernen sowie ein erheblicher Kostendruck auf traditionelle Universitäten leiten eine Dekonstruktion jahrtausendealter Lehr-Organisation ein. Vor unseren Augen verändert sich eine gesamte Industrie. Es gibt einen enormen Wandel in der Branche, die neue Welt ist da und diese findet überwiegend online statt. In den nächsten Jahren kommen 100 Millionen junge Digital Natives an die Hochschulen, für die ein Beamer im Hörsaal anmutet wie ein Dinosaurier im Schwimmbad. Diese Generation Z verbringt einen Großteil ihrer Zeit in der digitalen Welt. Insbesondere die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass 2D-Online-Lernangebote nicht auf ihre Bedürfnisse und den grundlegenden Wandel in der Branche ausgerichtet sind.

Wir möchten der jungen Generation eine universitäre Didaktik bieten, die den heutigen Möglichkeiten der Technologie entspricht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen lagen zum einen in der Entwicklung der VR-Didaktik für abstrakte, nicht-figurative Lehrinhalte (wie bspw. BWL) sowie zum anderen in der Entwicklung des Teams. Menschen mit komplett unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Erfahrungen zusammenzubringen und unter Entwicklungsdruck konstruktiv Aufgaben bestmöglich erledigen zu lassen ist eine große Herausforderung. Zumeist stehen einer harmonischen Teamentwicklung persönliche Egoismen der Beteiligten entgegen. Der Schlüssel zu konstruktiver Arbeit aller ist hohe Motivation durch eine gemeinsam geteilte Vision und ein hohes Maß an gegenseitiger Toleranz.

Wir hatten sehr viel Glück. Wir haben das bestmögliche Team für unsere Aufgaben gefunden.

Wer ist die Zielgruppe von Aurea VR?

Die primäre Zielgruppe sind junge Menschen international, die nach dem Abschluss unserer technischen Entwicklung im Herbst 2023 einen BWL-Studienplatz suchen. Die sekundäre Zielgruppe sind Kooperationspartner, bspw. Universitäten, Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, welche wir in unser Metaverse integrieren.

Wie funktioniert Aurea VR? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal ist die Übertragung abstrakter Lehrinhalte in die virtuelle Didaktik (nicht-figurative VR). Wir sind das erste Team weltweit, welches die abstrakte, nicht-figurative VR-Didaktik so umfassend definiert hat und konsequent in der Lehre anwendet. Diese USP ist die treibende Kraft hinter den VR-Animationen in unseren Studiengängen.

Unsere neue VR-Welt wird ein Multiplayer-Universum sein, in dem Studierende nicht nur lernen, sondern auch sozial interagieren können, Freunde finden und ihre Freizeit gemeinsam verbringen können. Darüber hinaus ermöglicht das Lern-Metaversum eine einfache Kommunikation zwischen Studierenden, Universitäten und Unternehmen – potenziellen Arbeitgebern zu gegebener Zeit, sobald die Studierenden ihren Abschluss gemacht haben. So kann erlerntes Wissen praxisnah erprobt und reflektiert werden.

Aurea VR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahre sehe ich die Aurea University als akkreditierte, etablierte Institution mit einer Vielzahl an zufriedenen und erfolgreichen Studierenden. Zudem möchten wir zu diesem Zeitpunkt mindestens 30 Kooperationspartner in unser Metaverse integriert und mit diesen die innovative Form des Lernens und Lehrens weiterentwickelt haben. Wir möchten als Vorzeigeprojekt für innovative Hochschullehre wahrgenommen werden, welches Best-Practice-Standards für innovative Wissensvermittlung definiert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Team ist alles: Sucht euch Personen, welchen ihr vertraut, die auch „über den Tellerrand“ schauen und stellt euer Team vorzugsweise interdisziplinär zusammen.

Durchhaltevermögen: So eine Produktentwicklung kann sehr zäh sein und sich manchmal in die Länge ziehen, bis sich die perfekte Endversion herauskristallisiert. Ebenfalls braucht man ein „dickes Fell“ bei Gesprächen mit Investoren. Glaubt an eure Idee, wenn diese so gut ist, wie ihr denkt, wird sich das Durchhalten auszahlen.

Vorbereitung: Seid stets darauf vorbereitet, eure Idee bzw. euer Produkt zu pitchen (inkl. der ggf. kritischen Fragen, die auftreten können). Man weiß nie, wen man vor sich hat und ob gerade diese Person für das eigene Netzwerk einen großen Impact haben könnte.

Wir bedanken uns bei Carsten Fussan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: aurea univrsity

Kontakt:

AureaVR
Pfälzer Ufer 4
D-06108 Halle

https://aurea.university
hello@aurea.university

Ansprechpartner: Carsten Fussan

Social Media:
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Traue Dich aus Deiner Komfortzone heraus

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GRT Health Performance

GRT Health Performance 1:1 Personal Training, eingebettet in eine ganzheitliche Gesundheitsdienstleistung in einer exklusiven Location

Stellen Sie sich und das Startup GRT Health Performance doch kurz unseren Lesern vor! 

Als Premiumdienstleister ist unser Kernangebot das 1:1 Personal Training, eingebettet in eine ganzheitliche Gesundheitsdienstleistung in einer exklusiven Location, zu der ausschließlich unsere Kunden Zutritt erhalten. Wir sind Alexander Weckert, selbstständiger Vollzeit Personal Trainer seit 10 Jahren, mit diversen Trainer-Lizenzen und einem Bachelor of Arts in Fitnessökonomie und Francesco Pavone, selbstständiger Vollzeit Personal Trainer, mit Personal Trainer A-Lizenz und der intensiven Berufserfahrung von 5 Jahren. „Grit“ bedeutet in der positiven Psychologie, ein Ziel mit Beharrlichkeit, Einsatz und Freude zu verfolgen – unser Leitmotiv bei der Betreuung unserer Kunden. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Seit mehreren Jahren sind wir erfolgreich in dieser Branche tätig und wollten unser Geschäft gemeinsam weiterentwickeln. Damals waren wir in erster Linie als „mobile“ Personal Trainer tätig, d.h. dass das Training vor Ort beim Kunden stattfand. Ein fester Standort ermöglicht es uns unseren Kunden nun ein größeres Angebotsspektrum mit einem individuelleren Dienstleistungsangebot zu bieten. Ebenso gewinnen wir mehr Kapazitäten für unsere Kunden durch den Wegfall der Anfahrten. 

Welche Vision steckt hinter GRT Health Performance? 

Wir haben einen neuen Standort für hochwertiges Personal Training in Berlin geschaffen. Die Qualität der Betreuung steht im Mittelpunkt. Ebenso schaffen wir ein ganzheitliches Erlebnis, um unsere Kunden bestmöglich zu motivieren, ihre Ziele mit Effizienz zu erreichen. Wir integrieren ein hochwertiges und engagiertes Trainerteam, welches die Vision des Unternehmens trägt und sich mit ihr identifiziert. Ebenso kreieren wir zeiteffiziente Strukturen und Prozesse mit Blick auf unsere Zielgruppe. Über das reine Personal Training hinaus streben wir an, ein ganzheitlicher Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen mit dem Schwerpunkt „aktive Prävention und Selbstwirksamkeit“ zu sein. Unser Trainingskonzept umfasst die ganzheitliche Sichtweise von Bewegung, Ernährung, Regeneration und Mentaler Gesundheit. Wir befähigen unsere Kunden nicht nur ihren Körper auf ein höheres Level zu bringen, sondern ihr ganzes Potenzial zu entfalten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die größte Herausforderung war es in der Pandemie eine Bank zu finden die unsere Vision teilt und uns unterstützt. Wir waren bereits mit einer Bank in der Finalisierung, als uns einige Wochen vor der Schlüsselübergabe der Kredit entsagt worden ist und wir gezwungen waren mit eigenem Kapital und Darlehen das Projekt zu starten. 

Wer ist die Zielgruppe von GRT Health Performance? 

Unsere Zielgruppe sind Führungskräfte und Unternehmer*innen ab einem Alter von 45 Jahren. Ein hohes Arbeitspensum, sowie hoher Anspruch an sich selbst und externe Dienstleistungen macht unsere Zielgruppe aus. Sie tragen große Verantwortung im Beruf und müssen mitunter richtungsweisende Entscheidungen treffen. Sie benötigen daher ein großes Maß an Resilienz, Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit. Zunehmend werden sie sich der Bedeutung der langfristigen Gesundheit bewusst und räumen deren Erhalt aber auch Förderung große Priorität ein. 

Wie funktioniert GRT Health Performance? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir bieten ein erfolgreiches Trainingskonzept im Rahmen einer hochpreisigen und qualitativ hochwertigen Dienstleistung. Im Gegensatz zu anderen Anbietern fokussieren wir uns ganzheitlich auf alle vier Säulen der Gesundheit: Bewegung, Ernährungscoaching, Regenerationsstrategien sowie Mental Health Coaching. Zudem bieten wir unseren Kunden B2B-Angebote für ihre Firmen, wie z.B. Inhouse Seminare zu den Themen Ernährung, Gesunde Performance oder auch Resilienz im Alltag. 

GRT Health Performance, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Eine starke Marke für hochwertiges Personal Training innerhalb Berlins zu sein ist das Ziel, sowie ein gut ausgelastetes Studio mit mindestens fünf festangestellten Personal Trainern und zwei Mitarbeitern im Backoffice. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

1. Alle Absprachen schriftlich festhalten, so belanglos sie auch scheinen. 2. Investitionen mehrmals auf ihre Notwendigkeit prüfen.
3. Traue Dich aus Deiner Komfortzone heraus. 

Wir bedanken uns bei Francesco Pavone für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Plant von Anfang an die Equity Story durch

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Apothera: MYA

Apothera: MYA All-in-One-App für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen

Stellen Sie sich und das Startup Apothera, doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Christian-Alexander Vry, CEO von Apothera. Gemeinsam mit Dr. Daniel Lewinski und David Schmidt habe ich 2021 Apothera gegründet. Wir haben MYA entwickelt, eine All-in-One-App für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, 2021 waren das über 44 Mio. Menschen allein in Deutschland. Als digitale Komplettlösung kümmert sich unsere App um alle Aspekte der Medikamentenversorgung: Nutzer können Rezepte einlösen oder erhalten Folgerezepte, ohne dafür zum Arzt zu müssen. Per Online-Apotheke kommen die Arzneimittel direkt an die Haustür, MYA unterstützt bei der Einnahme und kann mögliche medikamentöse Wechselwirkungen erkennen. Es ist die erste derartige App in Deutschland.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Corona-Pandemie hat die Schwächen des Gesundheitsmarkts offengelegt. Meine Mitgründer und ich erkannten das Bedürfnis der Menschen, Medikamente, speziell verschreibungspflichtige Arzneimittel, die dauerhaft eingenommen werden, einfacher zugänglich zu machen und den Prozess vom Rezept-Erhalt bis zum Medikamentenzugang zu automatisieren. 

Welche Vision steckt hinter Apothera?

Die schrittweise Einführung des E-Rezepts ab September 2022 wird endlich einen kundenzentrierteren Service ermöglichen. Apothera bietet eine gänzlich digitalisierte Patient-Journey vom Folgerezept aus der Arztpraxis bis hin zur Next-Day-Medikamentenlieferung. Unser Geschäftsmodell ist genau auf chronische Patienten zugeschnitten und reduziert dadurch die die mentale Belastung von Menschen, die regelmäßig Medikamente zu sich nehmen – lange Wartezeiten, leere Pillenpackungen und vergessene Einnahmen gehören mit Apothera der Vergangenheit an. So können wir Millionen von Menschen ein Leben ermöglichen, das weniger von Medikamenten bestimmt wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Insbesondere im Tech-Bereich ist der Markt extrem angespannt, was Talente angeht. Wir haben uns für die Softwareentwicklung daher externe Dienstleister dazu geholt. Aktuell stellen wir europaweit ein und setzen auf ein hybrides Arbeitsmodell.

Wer ist die Zielgruppe von Apothera?

Apothera bietet eine Lösung für alle, die regelmäßig Medikamente einnehmen und weniger Zeit mit dem Planen, Sortieren und Organisieren ihrer Medikamente verbringen wollen.

Wie funktioniert Apothera Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Marken wie Alto und Capsule in den USA haben es vorgemacht und die kundenzentrierte Medikamentenversorgung optimiert. Hierzulande gab es bisher kein Äquivalent. Wir bieten die erste All-in-One-App für rezeptpflichtige Medikamente in Deutschland und ermöglichen es Menschen mit regelmäßigem Arzneimittelbedarf so, einfach und bequem von zuhause aus die Organisation, Beschaffung und Einnahme ihrer rezeptpflichtigen Medikamenten zu managen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten bis 2023 der wichtigste Player im digitalen Rx-Markt werden und damit Millionen von Menschen ein Leben ermöglichen, das weniger von Medikamenten bestimmt wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das wichtigste ist das Team: alle wesentlichen Kompetenzen und relevanten Erfahrungen für das Geschäftsmodell sollten bereits vom Gründerteam abgedeckt werden. Sich im Nachhinein kritische Branchenkenntnis durch Einstellungen einzuholen, ist schwierig.

Plant von Anfang an die Equity Story durch – wieviel Geld braucht ihr wann zu welcher Bewertung, um das Modell zum Fliegen zu bekommen. Unrealistische Planungen und Erwartungen werden später teuer.

Redet vorab mit euren Partnern und Familien – Gründen bedeutet, zumindest am Anfang, harte und lange Arbeit, wenig Freizeit und wenig Glamour.

Bild Christian Alexander Vry Bildquelle/ Fotograf: © Robert Lehmann

Wir bedanken uns bei Christian-Alexander Vry für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Spielt eure Vision nicht herunter

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xnomad

Schwedische B2B-Plattform xNomad: Führender Marktplatz für Pop-up-Stores 

Stellen Sie sich und das Startup xNomad doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin  Jonathan Haralambakis, Gründer und CEO von xNomad. xNomad wurde 2019 gegründet und ist eine Plattform für kurzfristige Einzelhandelsflächen. Die Marken mit freien Flächen für einzigartige Pop-up-Erlebnisse verbindet. xNomad macht die Suche nach freien Einzelhandelsflächen so einfach wie die Buchung eines Hotelzimmers. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? Welche Vision steckt hinter xNomad?

Angesichts von 90 Millionen Quadratmetern leerstehender Einzelhandelsflächen in den USA, 25.000 Ladenschließungen in Großbritannien im Jahr 2020 und 10 % der Einzelhandelsflächen in Skandinavien, die nicht ausgelastet sind, verschiebt sich die Rolle des physischen Einzelhandels. Jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit werde ich Zeuge dieses Wandels – mit Geschäften, die schließen und über längere Zeiträume leer stehen. Dieser Trend sorgt nicht nur für ein tristes Stadtbild, sondern hat auch Auswirkungen auf die verschiedenen Interessengruppen im Bereich des Einzelhandels. 

Einzelhändler sehen sich in Konkurrenz zum E-Commerce-Wachstum mit immer mehr Ladenschließungen und steigenden Fixkosten und Mieten konfrontiert. Für Vermieter wird die Dauer langfristiger Mietverträge immer kürzer. Und das Halten einer leerstehenden Ladenfläche zwischen den Mietverträgen wird zu einem kostspieligen und üblichen Verfahren. 

Marken wollen mit ihren Kunden in Kontakt treten und benötigen dafür Ladenlokale in den Hauptgeschäftsstraßen – aber kurzfristige Mietverträge sind selten möglich. Gleichzeitig verlangen Kunden bessere Erlebnisse, einzigartige Angebote und Bequemlichkeit. In Anbetracht dieser Entwicklung des physischen Einzelhandels entstand die Idee mit xNomad ein Unternehmen zu gründen, das Marken und freie Einzelhandelsflächen über eine datengesteuerte Plattform zusammenbringt. Unsere Vision beruht auf dem Wunsch, lebendigere Gemeinschaften zu schaffen. Und den Prozess der Suche und Vermietung kurzfristiger Einzelhandelsflächen weniger mühsam zu gestalten.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war, Eigentümer von Gewerbeimmobilien vom Potenzial kurzfristiger Pop-up-Aktivitäten zu überzeugen. Bislang galten langfristige Mietverträge in der Branche als goldener Standard. Als während der Pandemie E-Commerce- und D2C-Strategien florierten, sind sich die Vermieter den Auswirkungen dieses Wandel bewusst geworden. Die Leerstandsquoten steigen im gesamten Einkaufszentrum- und High-Street-Segment, die Suche nach langfristigen Mietern wird immer schwieriger. 

Daher beginnen Vermieter zu erkennen, dass Pop-up-Aktivierungen tatsächlich ein wesentlicher Bestandteil der Einzelhandelsstrategie sind.  Mit der soliden Unterstützung unserer langjährigen Risikokapitalgeber und ihrer Überzeugung von der Skalierbarkeit unseres Angebots war die Bewältigung dieser anfänglichen Herausforderung machbar. 

Wer ist die Zielgruppe von xNomad?

xNomad ist eine B2B-Plattform – wir bringen Einzelhandelsmarken mit Vermietern zusammen. Wir zielen auf nationale und internationale Marken ab und kategorisieren sie in eine Reihe von Segmenten, die von kleinen, mittleren und großen Marken mit einem Jahresumsatz von 500.000 Euro bis 1 Milliarde Euro reichen. Darüber hinaus unterteilen wir die Marken in fünf Hauptkategorien: Mode, E-Commerce, Technologie, Lebensmittel und Fitness. Wir zielen auch auf Marken ab, die Pop-up-Stores im Einzelhandel als Kernbestandteil ihrer Marketingstrategie haben. 

Wie funktioniert xNomad?

Unsere Plattform bietet Marken einsatzbereite Pop-up-Stores, die entworfen, eingerichtet, mit PoS- und Tracking-Systemen ausgestattet und über unser Partnernetzwerk mit Personal ausgestattet sind, um ein durchgängiges Erlebnis zu bieten. Zugleich verhelfen wir Vermietern bei der Optimierung des Prozesses der Kurzzeitvermietung, indem wir sie mit Marken in Verbindung bringen, die eine Fläche benötigen. Darüber hinaus bietet ihnen unsere Plattform Einblicke in die Marken, die einen Mehrwert und eine hohe Besucherfrequenz in die Räumlichkeiten bringen können. 

Wo liegen die Vorteile?

Die Plattform bietet zunächst einmal Vermietern eine benutzerfreundliche End-to-End-Lösung für die Verwaltung von Buchungen, Anfragen, Verträgen und Zahlungen. Somit können ungenutzte Einzelhandelsflächen ideal ausgelastet werden und Vermieter ihre Einnahmen erhöhen, indem sie ihre Flächen für kürzere Zeiträume vermieten. Zusätzlich dient unsere Plattform als Werbefläche. Durch das Listing auf der xNomad-Plattform wird die Fläche einer Vielzahl von Marken und potenziellen Mietern präsentiert.

Für Marken bietet die Plattform eine End-to-End-Lösung, die jeden Schritt des Pop-up-Prozesses – von der Suche nach dem richtigen Raum, der Einrichtung, dem Design, dem Personal, den PoS-Systemen und dem Marketing – vereinfacht. Den Marken ergeben sich neue Skalierungsmöglichkeiten. Sie können ihre Produkte in neuen Märkten testen, ohne die Investitionen auf sich nehmen zu müssen, die ein traditioneller Markteintritt mit sich bringt. 

Zusätzlich können sie greifbare physische Erlebnisse für E-Commerce-Kunden bieten. Wir geben E-Commerce-Einzelhändlern die Möglichkeit, ihre Kunden physisch zu treffen und sie mit den Produkten der Marke interagieren zu lassen. So wird zugleich die Markenbekanntheit und der Umsatz angekurbelt. Pop-up-Stores sind eine hervorragende Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und neue Zielgruppen zu erreichen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als führender Anbieter und First-Mover in den nordischen Ländern haben wir die größte geografische Durchdringung. Wir haben durch zahlreiche Partnerschaften bereits einen starken Marktanteil und ein Markenbewusstsein erlangt. Das uns von unseren Konkurrenten auf dem nordischen Markt unterscheidet. Als Prop-Tech-Unternehmen ist unser datengesteuertes Geschäftsmodell ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Dies zeigt sich in allen Bereichen, von unserer Software bis hin zu den In-Store-Tracking-Systemen, die wir unseren Kunden anbieten.

xNomad wo geht der Weg hin? Wo sehen sie sich in 5 Jahren?

Wir möchten in den kommenden Jahren eine Reihe von Meilensteinen erreichen. Die Expansion in neue Märkte und die Steigerung der Markenbekanntheit über Länder- und Branchengrenzen hinweg stehen im Mittelpunkt unseres Fünfjahresplans. Mit dem Erfolg der Shein x Klarna’s Pop-Up Tour haben wir begonnen, in Städte wie Berlin, Paris, Rom und Barcelona zu expandieren. Innerhalb von fünf Jahren wollen wir die nordischen Marken, mit denen wir erfolgreich zusammengearbeitet haben, in ganz Europa und auf der ganzen Welt bekannt machen. Indem wir einheimische Marken ins Ausland und internationale Marken in die nordischen Länder bringen. Letztlich sollen Marken, unabhängig von ihrer Größe, ihrem Markt oder ihrer Reichweite, instinktiv an xNomad denken, wenn sie Pop-ups veranstalten wollen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Recruiting und Automatisierung:  Beim Aufbau einer erfolgreichen Marke ist Recruiting von entscheidender Bedeutung. Ein solides Team zu haben ist wiederum entscheidend für die Förderung einer Arbeitskultur, in der standardisierte Aufgaben automatisiert werden. Und die Mitarbeiter sich darauf konzentrieren, ihr Bestes zu geben.

Lebt, atmet und verkauft eure Vision. Als Visionär – auch um die richtigen Leute ins Boot zu holen – müsst ihr authentisch und überzeugend kommunizieren. Spielt eure Vision nicht herunter, sondern setzt euch hohe Ziele.

Denkt wie eure Kunden. Wenn ihr eure Kundengruppe nicht kennt, euer Produkt nicht empirisch testen lasst und das Feedback eurer Zielgruppe nicht aktiv einholt, besteht die Gefahr, dass euer Produkt keine echten Probleme löst. Verbringt weniger Zeit mit Strategien, sondern testet euer Produkt und ändert es entsprechend den Kundenwünschen.

Wir bedanken uns bei Jonathan Haralambakis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Vorteile der digitalen Unterschrift

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digitale Unterschrift Flixcheck

Verträge unterschreiben? SEPA-Mandate einholen? Angebote annehmen? All das ist mittlerweile online möglich – mit der digitalen Unterschrift.

Mit dem All-in-One-Webtool Flixcheck holen Unternehmen ganz einfach, schnell und digital Unterschriften von Ihren Kund:innen ein. Diese signieren Dokumente direkt und sicher am Smartphone, ohne eine App downloaden- oder etwas installieren zu müssen. Dafür erhalten Kund:innen digitale Formulare als SMS oder Mail direkt aufs Smartphone.

Flixcheck kann 30 Tage kostenlos und unverbindlich getestet werden. Dafür sind keine Bankverbindungsdaten nötig. Der Testzeitraum endet automatisch, ohne Kündigung.

Digitale Unterschrift: das ist wichtig:

Die digitale Unterschrift beziehungsweise die elektronische Signatur ist in Deutschland der händischen Unterschrift auf Papier grundsätzlich gleichgestellt. Wichtig ist jedoch, dass es verschiedene Formen der digitalen Unterschrift gibt, die sich bezogen auf die rechtliche Beweiskraft, die geltenden Standards und die Sicherheit unterscheiden.

Differenziert wird zwischen der einfachen elektronischen Signatur (EES), der fortgeschrittenen elektronischen Signatur (FES) und der qualifizierten elektronischen Signatur (QES).

Welche Anforderungen an die unterschiedlichen Arten der: digitalen Unterschrift gestellt werden, regelt die eIDAS-Verordnung.

5 Vorteile der digitalen Unterschrift

1. Kostensenkung

Durch die digitale Unterschrift entfallen Kosten für Papier, Druck und auch Postversand. Daneben werden Kosten für Lagerfläche von papierbasierten Dokumenten eingespart, die aufgrund der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten anfallen würden.

2. Ressourcenschonung

Durch das elektronische Signieren werden nicht nur Ressourcen für Druck und Versand eingespart, sondern auch personelle Ressourcen. Sofern das postalische Versenden und Empfangen oder das händische Ablegen von papierbasierten Dokumenten entfällt, bleibt mehr Raum für andere Tätigkeiten. 

3. Prozessoptimierung

Wenn das postalische Versenden, Empfangen und Zurücksenden von signierten Dokumenten entfällt, entfallen auch Wartezeiten. Prozesse werden dadurch beschleunigt und vereinfacht. 

Kund:innen müssen andererseits keine Termine mehr vor Ort wahrnehmen, sondern können Dokumente standortunabhängig unterschreiben.

4. Flexibilität

Die Orts- und Zeitunabhängigkeit der digitalen Unterschrift ermöglicht größtmögliche Flexibilität. Das ist wichtig, um handlungsfähig zu bleiben, wie die Entwicklungen der letzten Jahre gezeigt haben.

5. Modernität

Die digitale Unterschrift gehört mittlerweile zu modernen Geschäftsprozessen dazu. Nutzer:innen erwarten im Umgang mit Versicherungen, Stromanbietern und Co. intuitive und smarte All-in-One-Lösungen, die sie aus dem privaten Alltag kennen. Dort spielen digitale Endgeräte wie Smartphone und Tablet längst eine zentrale Rolle. 

Unterschriften einholen mit Flixcheck

Großkonzerne, wie die deutsche Telekom, KMU, Solo-Selbständige, Vereine oder soziale Einrichtungen, nutzen Flixcheck um digitale Unterschriften bei ihren Kund:innen einzuholen.

Das Besondere an der Lösung von Flixcheck ist, dass die digitalen Signaturen häufig in komplexere Prozesse eingebettet sind. 

So einfach geht´s

Mit Flixcheck können komplette Kundendialogs- beziehungsweise Kundenserviceprozesse abgebildet werden, an deren Ende eine elektronische Signatur steht – beispielsweise Riester-Checks, Jahresgespräche, BU-Abfragen, Beratungsverzichte etc. Das unterscheidet Flixcheck von reinen e-Signatur-Anbietern.

Ein PDF-Editor macht es zudem möglich, auch PDF-Dateien bearbeiten und unterschreiben zu lassen. So können bestehende Dokumente schnell digitalisiert werden. Felder für digitale Unterschriften sind einfach in PDF-Dateien integrierbar.

Mit Flixcheck können sowohl die einfache elektronische Signatur (EES) als auch die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) gemäß eIDAS-Verordnung eingeholt werden. 

Dabei sind Einzel- und Mehrfachunterschriften möglich – so können Dokumente auch von mehr als einer Person unterzeichnet werden.

All-in-One-Webtool

Neben digitalen Unterschriften wird Flixcheck überall dort eingesetzt, wo digitale Kundenkommunikation und digitaler Kundenservice stattfindet. 

Mit der SaaS-Webanwendung können beispielsweise Dokumente, Fotos, Terminbestätigungen oder digitale Schadenmeldungen mit nur wenigen Klicks eingeholt werden. Dadurch unterscheidet Flixcheck sich von anderen Anbietern am Markt – es ist ein echtes Allroundtalent. 

digitale Unterschrift Flixcheck

Titelbild pixabay

Autor: Mathias Staar

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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störtebekker

Störtebekker ist ein D2C Ecommerce Startup im Bereich Rasur- und Bartpflegeprodukte im Barbershopstyle

Stellen Sie sich und das Startup Störtebekker doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Martin Picard, ich bin 30 Jahre alt und habe Störtebekker 2017 zwischen Bachelor und Master Studium gegründet. Seit 2019 arbeite ich in Vollzeit an der Marke.
Störtebekker ist ein D2C Ecommerce Startup im Bereich Rasur- und Bartpflegeprodukte im Barbershopstyle. Wir sind derzeit ein Team aus 4 Köpfen und haben unser Büro in Frankfurt.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Zwischen meinem Bachelor und Master befand ich mich in einer Phase der Orientierung. Aufgewachsen in einem Familienunternehmen wurde mir das Unternehmergen wohl in die Wiege gelegt und ich wusste schon immer, dass ich mal was eigenes machen und selbstständig sein will. Ich wusste nur nicht was. Praktika im Consulting und M&A haben mir gezeigt, dass ich mit diesem Weg nicht glücklich werden würde und ich mehr Freiheit brauche, in dem was ich tue.

Als ich mich 2017 mit dem Thema Amazon FBA beschäftigte hat es sofort Klick gemacht: ich wusste, dass dies der perfekte Start für den Aufbau einer E-Commerce Marke ist. Da ich selbst gerne in Barbershops gehe und mir eine kundennahe Marke in dem Bereich gefehlt hat, habe ich mich dazu entschieden Störtebekker starten.Wieso der Name Störtebekker?


Als Kind war ich fasziniert von der Legende des norddeutschen Piraten Klaus Störtebeker, der als Seemann ins Ungewisse segelte und sich sogar noch bei seiner Hinrichtung für seine Crew einsetzte. Störtebekker steht für die Werte Loyalität und Freiheit, die sich auch in einem guten Barbershop wiederfinden. Ein Barbershopgänger ist loyal seinem Barbershop gegenüber und so bauen auch wir uns eine Crew an loyalen Kunden auf mit denen wir zusammen wachsen.

Welche Vision steckt hinter Störtebekker?

Mit Störtebekker bringen wir das Barbershopfeeling ins Badezimmer.
Wer schon mal in einem echten Barbershop war, weiß genau was ich mit „Barbershopfeeling“ meine. Man kommt rein, bekommt erst mal einen Whiskey angeboten, hat gute Gespräche mit coolen Leuten und genießt eine hochwertige Rasur- und Bartpflege. Es ist mehr als ein schlichter Besuch beim Friseur. Der monatliche Barbershopbesuch ist ein Wohlfühlerlebnis. Danach fühlt man(n) sich gut und geht motiviert in den Tag, um seine Ziele und Träume erreichen.
Genau dieses Gefühl wollen wir unseren Kunden nach Hause bringen, denn sie können natürlich nicht jeden Tag in den Barbershop gehen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war sicherlich, dass ich kein Vorwissen im E-Commerce Bereich besaß und mir somit alles per Youtube Videos und Learning by Doing selbst beibringen musste. Auf dem Weg stößt vermutlich jeder Gründer Hindenrisse, die es aus dem Weg zu räumen gilt. Das coole ist, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und jede überwundene Herausforderung einen stärkt für die Zukunft.
Das Unternehmen habe ich lange Zeit gebootstrapped. Am Anfang hat etwas Geld von meinen Großeltern geholfen und im weiteren Verlauf konnte ich gute Bankbeziehungen aufbauen, was zwei Darlehen ermöglicht hat. Vor 1 Monat konnten wir zudem eine Equity Finanzierungsrunde abschließen, um das weitere Wachstum von Störtebekker anzuschieben.

Wer ist die Zielgruppe von Störtebekker?

Unsere Kunden sind Männer, die die Wohlfühlatmosphäre und die Qualität des Services eines guten Barbershop schätzen und ihrer Rasur- und Bartpflege damit gerne ein Upgrade geben möchten. Viele von Ihnen fanden die klassische Rasur mit Rasierhobel und Rasiermesser schon immer spannend und interessant, haben sich aber noch nicht rangetraut. Wir öffnen Ihnen die Tür und führen sie ein in die Welt der klassischen Rasur. Ich selbst sehe in meinem Stammbarbershop Männer von jung bis alt und genau dies spiegelt sich auch bei unseren Käufern wider.

Tatsächlich haben wir aber auch 30% weibliche Frauen als Kundinnen bei uns, da unsere Produkte auch ein super Geschenk darstellen und auch die ein oder andere Frau für sich selbst zu unseren Produkten greift.

Wie funktioniert Störtebekker? 

Wir sind eine D2C E-Commerce Brand. Derzeit verkaufen wir auf unserem eigenen Onlineshop, Amazon und dem Otto Marktplatz. Wir spielen die gesamte Onlinemarketingklaviatur von Paid Social, Paid Search und Influencer Marketing bis hin zu SEO, E-Mail Marketing und Affiliate. Unser wichtigster Neukundenkanal sind definitiv Meta Ads und neuerdings auch Tiktok.

Wo liegen die Vorteile?

Weniger Rasurbrand und mehr Hygiene
Viele unserer Kunden berichten, dass sie mit dem Rasierhobel seltener Rasurbrand bekommen im Vergleich zu klassischen Mehrklingensystemrasierern. Das kann damit zu tun haben, dass beim Rasierhobel nur eine Klinge die Haare rasiert anstatt 3-5 Klingen.
Zudem ist der Rasierhobel sehr einfach zu reinigen und verstopfen und verschmutzen nicht wie man es von Systemrasierern kennt.Die morgendliche Rasur- und Bartpflege als Wohlfühlritual

Viele Männer stehen morgens auf und bringen die Nassrasur und Pflege schnell hinter sich, um gestresst weiter zur Arbeit zu hechten. Mit unseren Produkten nimmt der Mann sich bewusst mehr Zeit und macht die Rasur zu einem fast schon meditativen Ritual, dass ihm Energie für den Tag gibt.Kein Plastik

Gillette & Co. haben in ihren Rasierern viel Plastik verbaut, das am Ende des Tages als Mikroplastik im Meer landet und die Umwelt verschmutzt.
Unsere Rasierer kommen komplett ohne Plastikklingen aus.Kostenersparnis
Während eine Systemrasiererklinge zum Nachkaufen mehrere Euro kostet, kostet bei unseren Rasierern eine Klinge nur 18 cent. Gerade in der heutigen Zeit von hohen Energiepreisen können unsere Kunden damit in ihrem Alltag ordentlich Geld sparen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die oben genannten Vorteile differenzieren uns schon von einem Großteil der Anbieter im Rasur- und Bartpflegebereich. Darüber hinaus legen wir Wert auf die Themen, auf die es in meinen Augen ankommt: Ein Top Produkt & Top Service. Wir stehen im engen Austausch mit unseren Kunden und unser Anspruch ist es, dass jeder Kunde Störtebekker mit einem positiven Gefühl im Kopf behält auch wenn er im ersten Schritt evtl. unzufrieden gewesen sein sollte.
Während der Kundenservice und die Kauferfahrung bei vielen Wettbewerbern sehr anonym ist, legen wir Wert auf eine sehr nutzerfreundliche Kauferfahrung und einen alle Fragen beantwortenden Kundenservice.

Störtebekker, wo geht der Weg hin? 

Wir sind gerade dabei unsere Produktpalette zu erweitern. Wir möchten unseren Kunden alles anbieten, was sie im Badezimmer benutzen können von Rasuraccessoires über Bartpflegeprodukte bis hinzu Männer- und Hautpflegeprodukten. Außerdem werden wir unsere Vertriebskanäle erweitern in Richtung B2B Retail wie z.B. dem Verkauf in Barbershops. Auch die Internationalisierung des E-Commerce Geschäfts Richtung Benelux und Nordics ist geplant.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird Störtebekker die führende D2C Brand für Männerpflege in Europa sein.
Ich selbst hoffe, mein Know-How und Netzwerk anderen Gründern und jungen Startups als Business Angel zur Verfügung stellen zu können und mit meiner Familie ein glückliches und spannendes Leben zu leben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Folge Deinem Bauchgefühl! Wenn Du bei einer Idee oder einer potenziellen Partnerschaft ein gutes Bauchgefühl hast und eine tiefe Selbstsicherheit für diese Entscheidung verspürst, dann folge diesem Gefühl.
Schaffe Dir eine Umgebung in der du Dich über Deine täglichen Struggles und Herausforderungen als Gründer austauschen kannst. Gerade als Solo Founder hast du oft niemanden, mit dem Du über diese Themen reden kannst. Da deine Freunde und Familie häufig weit weg sind von der Thematik und meist in anderen Bereichen arbeiten.

Werde aktiv auf LinkedIn! Berichte dort von Deinen Herausforderungen als Gründer und wie du sie gemeistert hast. Hast Du einen coolen Hack angewendet, der funktioniert hat? Scheue Dich nicht, ihn auf LinkedIn zu teilen. Du wirst in wertvollen Austausch mit Gleichgesinnten kommen. Und wenn Du mal selbst eine Frage hast, wird Dir Dein Netzwerk helfen.

Wir bedanken uns bei Martin Picard für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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