Donnerstag, Januar 1, 2026
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Das individuell beste Depot für Ihre Investments finden

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Die private Geldanlage ist besonders in Zeiten hoher Inflation äußerst wichtig, um die persönlichen Finanzziele erreichen zu können. Zinsloses Guthaben auf dem Girokonto oder die geringen Zinsen auf einem Festgeldkonto schützen nicht vor der grassierenden Geldentwertung. Dieses Potenzial haben nur finanzielle Investments, die in der Lage sind, die Inflation zu schlagen – das weiß auch Tobias Gillen, Experte, Unternehmer und Chefredakteur der Plattform Finanzentdeckker.

Warum investieren nicht mehr Menschen in Aktien und Co.?

Leider ist der Respekt vieler deutscher Sparer vor den Finanzmärkten noch immer sehr groß, sodass sie attraktive Anlagemöglichkeiten gar nicht in Betracht ziehen und stattdessen ihrer langjährigen Hausbank treu bleiben. Selbst, wenn diese gar nicht die besten Zinsen bietet, überdurchschnittliche Gebühren verlangt oder nur einen eingeschränkten Dienstleistungskatalog bietet, bleiben ihr viele Kunden – nicht selten aus Bequemlichkeit oder mangelnder Finanzbildung – erhalten.

Mit ein wenig Recherche und Eigeninitiative könnten viele Menschen mehrere hundert Euro oder sogar einige tausend Euro mehr in der Jahresbilanz stehen haben, ohne dabei unvertretbare Risiken eingehen oder zum Finanzexperten werden zu müssen. Ohne sich selbst ein wenig mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen, gerät man allerdings schnell in die Abhängigkeit vermeintlicher Experten in den sozialen Medien oder auf YouTube, die aber neben ihrer Beratung auch eigene Interessen verfolgen. 

Das trifft nicht nur auf Vermögensberater, sondern auch auf Bankberater oder Versicherungsvertreter zu. In der Regel erhalten sie eine Provision, wenn sie Ihnen ein bestimmtes Produkt wie den hauseigenen Fonds verkaufen und haben daher ein Interesse, das Produkt mit der höchsten Provision möglichst attraktiv zu präsentieren. Eine gute Alternative können hier beispielsweise unabhängige Berater sein, die nur von Ihnen ein Honorar beziehen und daher nur Ihre Interessen im Sinn haben. 

Welche Banken gerade die besten Zinsen bieten oder auf Kontoführungsgebühren verzichten, ist mit einer schnellen Internetrecherche ebenfalls recht schnell in Erfahrung zu bringen. Sich selbst zu informieren, ist dabei die Grundvoraussetzung, um die richtigen Finanzentscheidungen treffen zu können. Anfängerfreundliche Artikel, transparente Vergleiche und aktuelle Nachrichten aus der Welt der Finanzen einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ist dabei das Ziel von Finanzportalen wie Finanzentdecker und seinem Gründer Tobias Gillen: „Unsere Artikel sind so geschrieben, dass sie sowohl von Einsteigern als auch von Fortgeschrittenen gelesen und verstanden werden können. Wir wollen mit unserer Arbeit jeden mitnehmen und niemanden ausschließen.“

Der Trend geht zur aktiven Geldanlage

Die Aufklärungsarbeit von Zeitungen, Magazinen und Informationsportalen aus dem Finanzbereich trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen einen Teil ihres Vermögens in Aktien und andere Wertpapiere investieren. Allem Anschein nach verlieren insbesondere die jüngeren Generationen derzeit die Ehrfurcht vor dem Handel mit Finanzprodukten. Sie sind bereit, ihr Geld am Finanzmarkt anzulegen – auch ohne die professionelle Beratung eines Bankberaters.

Besonders beliebt bei Menschen, die sich noch nicht eingehend mit der Materie beschäftigt haben, wie auch bei Experten in Sachen Geldanlage sind derzeit ETFs. Dabei handelt es sich um eine Form der Aktienfonds. Die bekannteren Investmentfonds werden in der Regel gemanagt. Das heißt, dass eine Gruppe von Experten entscheidet, welche Aktien zu welchen Anteilen in den Fonds aufgenommen werden. Bei ETFs hingegen werden Aktien nach automatisierten Regeln in den Fonds aufgenommen, weshalb die Gebühren bei ETFs geringer sind.

Erfolgreiche ETFs, aber auch gemanagte Fonds oder Einzelaktien haben dabei durchaus das Potenzial, die inflationsbedingte Geldentwertung durch Dividenden und Kursgewinne auszugleichen und sogar in diesen schwierigen Zeiten inflationsbereinigte Renditen zu erzielen. Dabei haben Fonds grundsätzlich den Vorteil gegenüber Aktien einzelner Unternehmen, dass ihre Risiken auf unterschiedliche Unternehmen gestreut sind, was sie gerade für Anfänger attraktiv macht.

Die leichte Verfügbarkeit wichtiger Informationen wie der aktuellen Kurse eines Vermögenswerts oder branchenspezifischer Hintergrundberichte im Internet, vor allem aber die online Angebote von Banken und Brokern vereinfachen es auch Anfängern in den Vermögensaufbau mit Finanzprodukten einzusteigen.

Während man früher auf die Angebote und Gebührenordnung einer Bank angewiesen war, um Aktien, Fonds, Devisen oder Derivate erwerben zu können, ist es heute ausreichend, ein Konto beziehungsweise Depot bei einem Onlinebroker zu eröffnen.

Diese bieten verschiedene Finanzprodukte und sogar Rohstoffe oder Kryptowährungen an unterschiedlichen Handelsplätzen zum Kauf und Verkauf an und verlangen für die Durchführung einer Handelstransaktion teilweise deutlich weniger als reguläre Banken und Broker.  Wenn Sie sich ebenfalls für eine Geldanlage am Finanzmarkt interessieren oder überlegen, Ihren bisherigen Anbieter zu wechseln, können Sie hier die besten Depots finden und vergleichen.

Einige Broker bieten derzeit sogar mehr als zwei Prozent Zinsen auf nicht investiertes Kapital, welches sich auf dem Depot befindet und können damit mit den Zinsen auf Festgeldkonten mithalten. Allerdings kann die Vielfalt an Finanzprodukten, -instrumenten und Handelsplätzen Laien schnell überfordern. Man sollte sich gerade als Anfänger auch nicht von hohen Gewinnversprechen in Anlageformen, die man nicht versteht, locken lassen, erklärt Tobias Gillen. So komme es auf verschiedene Faktoren und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der Kunden an, wenn man beurteilen will, welcher der beste Broker ist.

Das gilt es bei der Wahl des besten Depots zu beachten

Die Voraussetzung, um in den Handel mit Wertpapieren und anderen Produkten einsteigen zu können, ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots bei einem Broker. Der Broker tätigt letztendlich den Handel, mit dem Sie ihn als Anleger beauftragen. Er stellt eine Art Zugang zu den Finanzplätzen dieser Welt dar. Das Depot führen Sie bei einem Broker, der dafür auch Gebühren verlangen kann. Die Wahl des richtigen Depots beziehungsweise Brokers ist daher mitentscheidend für den Erfolg Ihrer Investments.

Denn wenn Sie beispielsweise nur wenige Tausend Euro investieren, können vergleichsweise hohe Gebühren für das Führen eines Depots oder die einzelnen Handelstransaktionen das Erzielen von Gewinn sehr schwer machen. Wenn Sie jedoch größere Summen bewegen, sinken feste Gebühren in Relation zur Investitionssumme und dieser Faktor wird weniger entscheidend.

Werden hingegen Gebühren anteilig von der Summe der Order  fällig, kann dies für größere Investitionen schnell teuer werden.

Andere Broker legen besonders großen Wert darauf, dass auch asiatische Handelsplätze, Kryptowährungen oder der Handel an Rohstoffbörsen angeboten werden. Die Entscheidung für das richtige Depot kann es daher notwendig machen, individuell sehr unterschiedliche Faktoren in Betracht zu ziehen. Für Neulinge, die sich erst noch ausprobieren wollen, ist es aber auf jeden Fall wichtig, dass es ein kostenloses Anfängerkonto, auf dem man mit fiktivem Geld handeln kann, gibt.

Dort können sich Interessierte risikofrei ausprobieren und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen langsam kennenlernen. Besonders wichtig für den Komfort ist das Onlineangebot. Das bieten mittlerweile auch Filialbanken an, diese erheben jedoch meistens höhere Gebühren als spezialisierte Onlinebroker.

Onlinebroker bieten in der Regel auch eine App an, die von den meisten Kunden als einer der Hauptpunkte für die Wahl ihres Depots genannt und rege genutzt wird. Die Apps, aber auch die Webseiten der Broker bieten außerdem verschiedene Werkzeuge der grafischen oder mathematischen Analyse von Kursbewegungen an und helfen damit, informierte Investitionsentscheidungen zu treffen.

Neben dem kostenlosen Anfängerkonto, den Gebühren pro Jahr und pro Order, den verfügbaren Marktplätzen sowie den handelbaren Finanzprodukten ist die Qualität und  Funktionalität der App daher eines der Hauptkriterien für die Wahl eines Brokers. Eine gute App bietet sogar Möglichkeiten, den eigenen Handel zu beschränken, um sich vor explodierenden Kosten zu schützen oder automatisierte Orders aufzugeben, damit man die Preisentwicklung nicht ständig im Blick behalten muss.

Titelfoto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Autor: Malte Fuchs

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Unternehmenskultur sollte maßgeblich von der Vision geprägt sein

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carbonstack

CarbonStack unterstützt Unternehmen dabei, transparente und erfolgsversprechende CO2-Kompensation zu erreichen

Stellen Sie sich und das Startup CarbonStack doch kurz unseren Lesern vor!

CarbonStack unterstützt Unternehmen dabei, transparente und erfolgsversprechende CO2-Kompensation zu erreichen. Dafür entwickeln wir mit derzeit zehn Mitarbeitern regionale Aufforstungsprojekte für deutsche Unternehmen. Dank Blockchain-Technologie und Remote Sensing werden die Projekte transparent dokumentiert – Greenwashing ausgeschlossen. Wir stehen Unternehmen bei regulatorischen und Berichtsfragen zur Seite. Das Gründerteam – bestehend aus Julian Kakarott, Noah Winneberger, Jesper Kolk und Jann Wendt – vereint Expertise aus Blockchain, Forschung, User Experience, Forstwirtschaft und Remote Sensing inklusive Geodatenanalyse.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vor der Gründung von CarbonStack hat Julian Kakarott an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg im Bereich Klimaschutz-Regulatorik geforscht. Diese Forschung war Grundlage für die Gründung von CarbonStack. Wir haben hieraus ein Modell für transparentes Monitoring von Kompensationsprojekten entwickelt. Die mangelnde Transparenz von Projekten ist eine der Hauptgründe für die Zurückhaltung von Unternehmen und Konsumenten, wenn es um die Kompensation von CO2-Emissionen geht. Als Gesellschaft müssen wir bis 2050 netto negativ werden, d.h. wir müssen mehr CO2 der Atmosphäre entnehmen, als wir emittieren. Und dafür müssen wir CO2-Senken ausbauen. Wir haben uns Aufforstungsprojekte, beginnend in Deutschland, als Aufgabe genommen und CarbonStack gegründet – denn das ist die einzige Option, unsere Vision umzusetzen. 

Welche Vision steckt hinter CarbonStack?

Betrachtet man die aktuellen Berichte des Weltklimarats ist für das Erreichen des 1,5 Grad Ziels CO2-Kompensation dringend erforderlich. Bedauerlicherweise wird diese häufig mit Greenwashing gleichgesetzt, denn fragwürdige internationale Projekte haben zu diesem Image geführt. Viele Unternehmen streben trotzdem die Klimaneutralität an und wir ermöglichen es ihnen, dies transparent und nachvollziehbar umzusetzen. Unser Ziel ist es, den gesamten Lebenszyklus von CO2-Zertifikaten abzubilden: Von der Projektentwicklung über die Kompensation durch den Emittenten bis hin zum langfristigen Monitoring. Damit sichergestellt ist, dass die CO2-Speicher über viele Jahrzehnte Bestand haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir mussten schnell feststellen, dass die Eintrittshürden in den CO2-Kompensationsmarkt höher sind, als wir eingangs erwartet hatten. Dies liegt insbesondere an der langwierigen Projektentwicklung und der notwendigen Finanzierung der Aufforstungsprojekte. Hierfür mussten wir anfangs selbst privat in die Tasche greifen, um Projekte vorzufinanzieren. Diese Hürden haben wir nach 1,5 Jahren CarbonStack nun überwunden. 

Wer ist die Zielgruppe von CarbonStack?

Unsere Zielgruppe sind verantwortungsbewusste Unternehmen, die einen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland leisten wollen, indem Sie eine Vorreiterrolle beim Thema CO2-Kompensation einnehmen. Um auf den Bedarf einzelner Unternehmensgruppen einzugehen, haben wir verschieden Produkte entworfen. So entwickeln wir einerseits Projekte zur CO2-Kompensation für große Unternehmen. 

Und wir machen Kompensation aber gleichzeitig mittelstandstauglich, d.h. wir unterstützen z.B. KMUs, die noch keine Erfahrung mit CO2-Zertifikaten haben, bei der Umsetzung. Wir versuchen Hürden für den Kompensationsmarkt weiter abzubauen und immer mehr Unternehmen in Deutschland den Zugang zu transparenter CO2-Kompensation zu ermöglichen. Transparente und lokale CO2-Kompensation war noch nie so einfach. 

Wie funktioniert CarbonStack? 

Bei CarbonStack durchläuft jedes Projekt vier Schritte:

Projektentwicklung

In enger Zusammenarbeit mit lokalen Forstwirten wählen wir Flächen aus, die besonders stark durch den Klimawandel beschädigt wurden und führen eine Schadflächenanalyse durch. Darauf aufbauend bestimmen wir anhand einer prozessbasierten Umweltsimulation, welche Baumarten aufgeforstet werden sollen. Folglich können wir die CO2-Bindung der Wälder maximieren, denn wir wählen ausschließlich Baumarten aus, die den zukünftigen klimatischen Veränderungen auch standhalten können. Denn nur ein gesunder Wald, kann auch über lange Zeit als CO2-Speicher dienen.

Prognose

Über die gesamte Projektlaufzeit von 30 Jahren können wir die CO2-Aufnahme des Waldes bestimmen. Im Baseline-Szenario analysieren wir, wie viel CO2 die Fläche über den Projektzeitraum binden wird, ohne dass wir in den natürlichen Prozess eingreifen. Durch die CarbonStack-Technologien und die damit einhergehenden Prognosen können wir jede Tonne CO2, die zusätzlich durch unser Projekt gebunden wird, bestimmen. Auf dieser Grundlage werden alle Projekte von einem unabhängigen Dritten zertifiziert.

CarbonStack Registry

Anschließend tokenisieren wir die gebundene CO2-Menge und schaffen so einen transparenten Überblick über den Beitrag eines jeden Unternehmens, d.h. wie und wo sie kompensiert haben und was der Effekt ist. Jede Tonne CO2 ist einer Fläche zweifelsfrei zurechenbar. Unsere Blockchain ist übrigens CO2-neutral.

Remote Sensing und Monitoring

Alle Waldflächen werden über die Projektlaufzeit überprüft. Dank der neuesten Satelittentechnologie bekommen wir Bilder mit einer Auflösung von 30cm und können somit jeden einzelnen Baum beobachten. Bei Ausfällen werden diese auf der Blockchain dokumentiert. So stellen wir eine transparente CO2-Kompensation sicher!

Wo liegen die Vorteile? 

Wir helfen Unternehmen dabei, ihre CO2-Kompensation deutlich transparenter zu machen. Denn wir glauben, dass eines der Kernprobleme ist, dass CO2-Kompensation heute noch häufig intransparent ist oder CO2-Zertifikate nur als ein Finanzinstrument gehandelt werden. Damit ist das alles sehr schwer für Unternehmen oder deren Kunden nachzuvollziehen und der Vorwurf des Greenwashings ist immer latent vorhanden. 

Unser Ansatz ist, letztlich rückverfolgbar zu machen, wo genau kompensiert wurde. Durch datengetriebene Analysen und gutes Monitoring weisen wir nach, in welchem Wald die CO2-Speicherung steckt. Unsere Aufforstungsprojekte machen wir lokal in Deutschland, denn viele Klimaschutzprojekte sind derzeit im Ausland, was es vom persönlichen Bezug für die Unternehmen und deren Mitarbeiter und Kunden noch einmal deutlich schwieriger macht. Mit dem guten Zugang zu Waldbesitzern und der Projekterfahrung in Aufforstungsprojekten wollen wir den Unternehmen die Projekte verständlicher und den Nutzen der CO2-Zertifikate deutlich machen.


Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bieten eine Lösung für Unternehmen, die den Klimawandel und deren Verantwortung ernst nehmen. Warum nur im Kleingedruckten kompensieren, wenn man sich auch bewusst zu den Projekten bekennen kann.


CarbonStack steht für
– Aufforstungsprojekte in Deutschland,

– eine eigene Transparenzplattform,

– satellitengestütztes Monitoring mit hochaufgelösten Satellitenbildern und 

– Berücksichtigung von Umweltsimulationen und Klimamodellen bei der Baumauswahl.

Schadhafte Waldflächen, die durch den Klimawandel entstanden sind, binden durch unsere Maßnahmen zukünftig mehr CO2, was z.B. über Projekte im Waldumbau und -schutz hinaus geht.

CarbonStack, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten, dass die EU zum ersten CO2-neutralen Kontinent wird. Deshalb wollen wir jedem Unternehmen in Deutschland und perspektivisch auch in der EU eine Möglichkeit zur lokalen CO2-Bindung anbieten. Wir glauben an naturbasierte Lösungen für die CO2-Bindung und deshalb möchten wir besonders die deutschen und europäischen Wälder ausbauen und wieder aufforsten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Ein Tipp für alle, die im Bereich Impact und Sustainability gründen wollen: Es gibt mittlerweile zahleiche Fördermittel und Investoren, die gern in diese Themen investieren. D.h. heute gibt es keine Hürde mehr, ein nachhaltiges Unternehmen zu gründen.
  • Im Gründerteam sollte aus unserer Erfahrung heraus alle Kompetenzen für die Führung eines Unternehmens vertreten sein, vom Start weg.
  • Die Unternehmenskultur sollte maßgeblich von der Vision geprägt sein und beim Recruiting ist es aus unserer Erfahrung oft wichtiger, auf die Team-Kompatibilität als auf die jeweilige Kompetenz zu achten.
  • Und immer auf den Produkt-Market-Fit achten, d.h. vor dem Start recherchieren, die Marktbedingungen genau studieren, mit allen Akteuren sprechen und das Feedback immer ernst nehmen.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: CarbonStack

Kontakt:

CarbonStack GmbH
c/o Digital Hub Logistics
Am Sandtorkai 32
D-20457 Hamburg

https://carbonstack.de/#/de
info@carbonstack.de

Ansprechpartner: Julian Kakarott

Social Media:
LinkedIn
Instagram

Qualität geht über Quantität!

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careloop

Careloop digitale All-in-One Lösung für die Rekrutierung, Weiterbildung und Integration von internationalem Pflegepersonal

Stellen Sie sich und das Startup Careloop doch kurz unseren Lesern vor!


Careloop ist die erste digitale All-in-One Lösung für die Rekrutierung, Weiterbildung und Integration von internationalem Pflegepersonal. Über unsere Rekrutierungsplattform 2.0 bewerben sich deutsche Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bei internationalen Pflegenden, die im Vorfeld auf ihre Qualifikationen und Sprachkenntnisse hin überprüft wurden. Seit der Gründung 2019 konnten wir so bereits mehr als 500 Pflegende aus über 15 Ländern nach Deutschland bringen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?


Mein Co-Gründer Matti und ich haben bei der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten für unsere Großeltern gemerkt, wie unglaublich stark der Pflegenotstand in Deutschland ist. Wir wussten: Es muss endlich eine Lösung her und die muss schnell und auch digital sein, denn beides geht Hand in Hand. Deshalb haben wir Careloop gegründet.

Welche Vision steckt hinter Careloop?


Mit Careloop soll das deutsche Gesundheitssystem entlastet und aufgestockt werden. Die Vision: eine bessere Zukunft für das Pflegepersonal und damit auch für die Pflegebedürftigen durch einen ganzheitlichen, digitalen und schnellen Ansatz. Wir möchten die größte Herausforderung im deutschen Gesundheitssystem nachhaltig bewältigen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?


Die externe Stakeholder jeglicher Art von unserem Konzept und Produkt zu überzeugen, war definitiv eine der größten Herausforderungen für uns. Dazu gehört auch das operative Wachstum, das wir brauchten, um diese zu überzeugen und gleichzeitig unsere Produktentwicklung zu steuern. Finanziert haben wir uns über unterschiedliche Wege. Zum einen über ein Gründerstipendium, die Stadt Berlin sowie über das Förderprogramm des europäischen Sozialfonds. In unserer neuesten Seed-Finanzierung haben wir Investments von u.a. Business Angels und VC Investoren erhalten, um unsere Technologie weiter auszubauen.

Wer ist die Zielgruppe von Careloop?


Die Zielgruppe umfasst zum einen ausgebildetes medizinisches Personal aus Drittstaaten mit Fokus auf Pflege, deren Ausbildung oder Studium mindestens drei Jahre umfasst. Wir rekrutieren ausschließlich aus Ländern, die selbst einen Überschuss an Pflegenden haben. Auf der anderen Seite sind es die deutschen Krankenhäuser und Pflegeheime, denen wir eine Lösung für Ihren Fachkräftemangel anbieten.

Wie funktioniert Careloop? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?


Die internationalen Pflegenden erstellen auf unserer Plattform ein Profil mit ihren Qualifikationen und ihren Wünschen für ihre Arbeit in Deutschland. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen erstellen ebenfalls Profile mit ihren Anforderungen. Ergibt sich ein Match durch unseren Algorithmus, wird ein Bewerbungsgespräch ausgemacht. In unserer Careloop Academy werden die Pflegenden online auf ihre Kenntnisprüfung vorbereitet.

Diese brauchen sie zum Abschluss der vollwertigen Anerkennung als Fachkraft in Deutschland. Durch interaktive Online-Integrationskurse für die zukünftigen Arbeitgeber und die Pflegenden bereiten sich alle optimal auf die Immigration vor. Für die Pflegenden sind der Service und die Betreuung während des gesamten Prozesses kostenlos.

Die Vorteile von Careloop liegen ganz klar in der Schnelligkeit und dem digitalen Prozess. Unser Modell legt seinen Fokus auf die Pflegenden. Diese werden von Anfang bis Ende von uns betreut. Uns war es besonders wichtig, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig und menschlich aufgebaut ist.

Careloop, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?


Wir wollen die Nr. 1 für Rekrutierung, Qualifizierung und Integration von internationalen medizinischen Fachkräften in Deutschland werden. Als nächstes kommt der Markteintritt in andere europäische Länder. Und auch bei den Berufsgruppen ist noch Luft nach oben: Wir wollen Platz für weitere Jobs im Gesundheitswesen schaffen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


Tipp 1: Seid immer stets mutig und arbeitet offen und transparent. Geht mit viel Selbstbewusstsein in die Gründung!

Tipp 2: Seid schnell beim Launch. Wartet nicht allzu lang, denn der Startup-Markt selbst wird auch nicht auf euch und eure Idee warten.

Tipp 3: Legt viel Wert darauf, ein richtig gutes Team zusammenzustellen. Qualität geht über Quantität!

Bild Copyright Leo Seidel von Fotodesign

Wir bedanken uns bei Alexander Lundberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg

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AIntensify KI-Technologie für Text- und Spracherkennung demokratisieren und so für B2B Kunden jeglicher Größe und unabhängig von der IT-Kompetenz zugänglich machen

Stellen Sie sich und AIntensify.com doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Markus und ich bin Gründer und CEO von cruisewatch.ai, unserem auf KI-basierten B2B Technologieanbieter für die Kreuzfahrtbranche. Herzstück ist unsere innovative Text- und Anrufanalyse mit der wir in der Lage sind, Gesprächsinhalte automatisch zu kontextbasiert zu analysieren und zu interpretieren.

Unsere Kunden erhalten einen schnellen Überblick, warum Endkunden in Kontakt treten, ob die Kontaktgründe gelöst wurden und wie zufrieden die Kunden sieht. Darauf können sofort Maßnahmen abgeleitet und der Service optimiert werden. Diesen auf Kreuzfahrten fokussierten Service haben wir jetzt so weiterentwickelt, dass wir ihn für jede Branche anbieten können. Ét voila, so ist die neue Marke AIntensify.com entstanden.

Welche Vision steckt hinter AIntensify.com?


Wir möchten KI-Technologie für Text- und Spracherkennung demokratisieren und so für B2B Kunden jeglicher Größe und unabhängig von der IT-Kompetenz zugänglich machen. Dabei ist uns wichtig, dass wir mit der KI nicht Menschen ersetzen wollen, sondern für einen hybriden Ansatz stehen, bei dem die Technik den Menschen unterstützt und Freiräume für den persönlichen Kontakt mit dem Kunden schafft.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?


Die beiden größten Herausforderungen waren, unseren Service voll DSGVO-konform aufzubauen und die Berührungsängste unserer B2B Kunden mit dem Thema Künstliche Intelligenz abzubauen. Das Thema DSGVO haben wir gelöst, die Berührungsängste mit KI versuchen wir bei jedem Kundenkontakt weiter abzubauen. Spätestens bei der Präsentation unseres Dashboards sehen selbst kleine Kunden und Technik-Kritiker das immense Potential.

Wer ist die Zielgruppe von AIntensify.com?


Alle B2B Kunden, die über ein Service- oder Call Center verfügen und sowohl ihre Umsätze und Kosten optimieren, als auch das Kundenerlebnis verbessern möchten.

Wie funktioniert AIntensify.com? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?


Nehmen wir das Beispiel der Anrufanalyse. Kunden können uns ihre Anrufe einfach als Audio-Datei zur Verfügung stellen und danach übernehmen wir die Analyse vollautomatisch. Dazu gehören eine Analyse der Anrufgründe, eine Emotions- oder Sentiment-Analyse, die Ableitung der Lösungsrate sowie die automatische Zusammenfassung jedes Anrufes. Diese Informationen können dann über ein einfach zu bedienendes Dashboard analysiert oder über eine Schnittstelle in interne Prozesse integriert werden.

Das Onboarding dauert nur wenige Tage und man hat bereits nach ein paar Stunden Transparenz in die wichtigsten Schritte zur Optimierung der Prozesse. Neben dem einfachen Onboarding bieten wir zahlreiche Optionen der Individualisierung und sehr tiefgehende branchenspezifische Analysen an.

AIntensify.com, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?


Wir haben das Thema KI in den Alltag der Berater integriert und die hybride Beratung ist zu einem branchenübergreifenden Standard geworden. Alle haben gewonnen. Die Kunden haben ein besseres Service-/Kauf-Erlebnis, die Beratenden können sich auf ihre Stärken konzentrieren. Das Unternehmen hat den Umsatz erhöht und ist effizienter geworden und wir konnten sehr viel lernen und mitgestalten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg. Baue Prototypen und verprobe sie mit einem halbfertigen Produkt am Kunden. Integriere das Feedback sehr zeitnah in Deine Prozesse und habe Spaß daran, was Du tust.

Wir bedanken uns bei Michael Stumpe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Dinge und Innovation passieren selten von allein

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stuub hochwertige Ferienhäuser und Serviced Apartments im Moment noch im Schwarzwald

Stellen Sie sich und das Startup stuub doch kurz unseren Lesern vor!
Nils Deville, 31, Gründer, komme aus dem Norden, bin jetzt aber in Süddeutschland ansässig. Zu meiner Ausbildung: EZB Business Shool Bochum (B.A. in Real Estate), IU Internationale Hochschule (B.A. Hotelmanagement). Ich war drei Jahre als Ass. Manager Deal Advisory, Real Estate & Hospitality bei KPMG unter Vertrag, habe 2019 die Windrose Hospitality gegründet und bin zudem Geschäftsführer des Hampton by Hilton Kaiserslautern.

stuub wurde ebenfalls 2019 gegründet (Freiburg im Breisgau) – wir betreiben hochwertige Ferienhäuser und Serviced Apartments (aktuell an acht Standorten) im Moment noch vornehmlich im Schwarzwald. Dabei setzen wir auf eine komplett digitalisierte Guest Journey, grundsätzlich auf nachhaltig gebaute sowie ausgestattete Häuser und fokussieren uns auf Bestandsimmobilien, da diese den CO2-Fussabdruck der Gebäude deutlich senken.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?
Tatsächlich schon immer den Drang, selbstständig etwas Eigenes aufzubauen. Als Berater bei KPMG durfte ich vielen – durchaus sehr erfolgreichen – Mandanten über die Schulter schauen und habe dabei viele eigene Ideen entwickelt. Das „eigene Ding“ zu machen, Innovationen voranzutreiben und vollständig selbst für alles verantwortlich zu sein ist aber deutlich reizvoller als „nur“ zu beraten.

Welche Vision steckt hinter stuub?
Wir möchten die sehr kleinteilige und nahezu komplett inhabergeführte Beherbergungslandschaft in deutschen Tourismusregionen modernisieren und gleichzeitig authentische Erlebnisse in den schönsten Urlaubsgegenden direkt vor der Haustür anbieten. Speziell der Schwarzwald befindet sich diesbezüglich leider in weiten Teilen noch im Dornröschenschlaf…

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Das Wachstum in einer sehr herausfordernden Zeit für unsere Branche (Corona, Inflation, Krieg, etc.) war und ist die größte Herausforderung für uns. Hinzu kommt die teilweise sehr schwierige Infrastruktur an unseren Standorten (mitunter gibt es beispielsweise keine Internetanbindung). Das bisherige Wachstum wurde weitestgehend aus dem Cash Flow finanziert. Zusätzlich haben wir Ende 2022 noch eine Wachstumsfinanzierung mit Unterstützung der L-Bank und der Volksbank Freiburg strukturiert, um uns gut für die nächsten Wachstumsphasen aufzustellen.Für das weitere überregionale Wachstum sind dann ggf. auch größere Finanzierungsrunden angedacht.

Wer ist die Zielgruppe von stuub?
Aktive, technikaffine „Städter“, die auf der Suche nach Erholung und Natur sind; Familien, die Wert auf Design und Natürlichkeit legen; insbesondere auch ein jüngeres Publikum, das wir mit der digitalisierten Guest Journey gewinnen und sie zugleich für einen Urlaub jenseits von Strand und Meer begeistern wollen.

Wie funktioniert stuub? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir funktionieren weitestgehend vollautomatisiert und digital, sodass sich unsere Mitarbeitenden um spezielle Anliegen unserer Gäste kümmern können. Digitalisierung heisst für uns jedoch nicht, dass wir auf guten/authentischen Gästeservice verzichten – die Schwerpunkte liegen nur anders. Genau darin liegt – in Kombination mit tollen, frisch designten und zeitgemäßen Beherbergungsprodukten – eben auch einer unserer großen Vorteile.

stuub, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Natürlich streben wir an, regionaler Marktführer (quantitativ und qualitativ) zu werden. Zunächst hier im Schwarzwald, aber wir wollen uns schon bald auch mit weiteren spannenden touristischen Destinationen beschäftigen (bspw. Bodensee, Alpenraum, Weinbaugebiete am Rhein oder der Nord- und Ostseeküste).

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Dran bleiben: Dinge und Innovation passieren selten von allein
Partnerschaftlich arbeiten: Es hilft ungemein, sich auf seine Partner verlassen zu können
Ausprobieren: Abläufe und Prozesse müssen – bevor es ernst wird – getestet werden

Bildquelle stuub

Wir bedanken uns bei Nils Deville für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Karlsruher HR-Startup holt ehemaligen Scout24-VP an Bord

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Christian Nowak, COO von Workwise.

Christian Nowak wird ab dem 20. Februar den operativen Bereich bei Workwise verantworten

Das Karlsruher Recruiting-Startup Workwise ergänzt sein Führungsteam zum 20. Februar um Christian Nowak als Chief Operating Officer. In der neu geschaffenen Rolle wird Nowak künftig den gesamten operativen Bereich des Startups verantworten und die Weiterentwicklung der Services und Plattform maßgeblich vorantreiben. Dafür bringt er 20 Jahre Erfahrung im Aufbau digitaler Marktplätze mit.

So etablierte Nowak unter anderem als VP und Country Manager Expedia als einen der größten und führenden Online Reiseanbieter. Als Geschäftsführer und VP bei der Scout24 Gruppe baute er die richtungsweisende Position von AutoScout24 und ImmoScout24 in Deutschland und Österreich aus.

„Mit unserer Lösung helfen wir schon heute über 3.500 Unternehmen dabei, passende Kandidat:innen zu finden. Denn der Fachkräftemangel stellt vor allem kleine und mittlere Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Damit zukünftig noch mehr KMU von unseren Services profitieren können, werden wir unser anhaltendes Wachstum weiter beschleunigen. Christian weiß durch seine jahrelange Erfahrung im Marktplatz-Geschäft genau, worauf es bei der Skalierung ankommt.

Ich bin mir sicher, dass wir von seiner Expertise enorm profitieren können”, so Martin Trenkle, Mitgründer und Co-CEO von Workwise.

Das 2015 gegründete Unternehmen war bis zur Series-A Finanzierung im letzten Jahr komplett selbst finanziert und von Beginn an profitabel. Die Finanzierung in Höhe von 12 Millionen Euro gab Anfang 2022 dann den Startschuss für das weitere Wachstum. Mit Christian Nowak als COO erweitert das Unternehmen nun erstmals seine C-Level-Ebene.

„Workwise bietet mit der Kombination aus Recruiting-Plattform und -Service ein einzigartiges Angebot, das es so bisher noch nicht gab. Der Fokus liegt darauf, die Situation für Jobsuchende und KMU zu verbessern und das finde ich enorm spannend – gerade heute, wo Fachkräfte zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen werden. Ich freue mich sehr, die Weiterentwicklung und Skalierung des Produkts als COO künftig weiter voranzutreiben“, Christian Nowak, COO von Workwise.

Quelle Bild und Text Workwise GmbH

Man sollte sich so früh wie möglich mit der Akquise von Kunden beschäftigen

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nuumi – Das intelligente Nichtraucherprogramm mit smarter Technologie und Verhaltenstraining

Stellen Sie sich und das Startup nuumi doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Tobias Meister und Mitgründer des Berliner Digital Health Startups Sanos Group und unserem ersten Produkt nuumi, das seit 2023 online erhältlich ist. Gegründet von mir, Tobias Jean, Oscar Salvador Victoria Morillio und Prof. Dr. Tobias Esch vereint unser Rauchstopp-Programm weltweit erstmals Nikotinersatztherapie mit smarter Technologie und Verhaltenstherapie.  

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Tobias Jean und ich haben uns vor 13 Jahren bei einem Praktikum bei Porsche kennengelernt. Nach vielen Erfahrungen im Vertriebsbereich und einer eigenen Gründung, bei der ich in fünf Jahren viele Erfahrungen sammeln konnte, schloss ich mich 2019 mit Tobias Jean zusammen, um die Sanos Group an den Start zu bringen. 

Der hohe Stress meiner ersten Gründung hat viele gesundheitliche Folgen hinterlassen, weshalb es uns wichtig war, im Health Tech Bereich tätig zu werden und mithilfe neuester Technologien so vielen Menschen, wie möglich mit einem realen Problem zu helfen. Wir holten uns dann noch unsere anderen Mitgründer an Bord, um das Projekt mit gebündelter Expertise auf die Beine zu stellen.

Welche Vision steckt hinter nuumi?

Generell ist unsere Vision, Menschen mit Süchten zu einem gesünderen und selbstbestimmteren Leben zu verhelfen. Da Rauchen immer noch die häufigste vermeidbare Todesursache ist, liegt der primäre Fokus zunächst darauf, nuumi zum globalen Marktführer in der Rauchentwöhnung aufzubauen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Für unseren innovativen Ansatz eines digitalen Programms zur Rauchentwöhnung mit hilfe von künstlicher Intelligenz werden wir von der Investitionsbank des Landes Berlin und der Europäischen Union durch das Förderprogramm „ProFIT Frühphasenfinazierung und Projektfinanzierung“ gefördert. Zusätzlich haben wir einen höheren sechsstelligen Betrag von namhaften Business Angels, unter anderem aus der Health Tech Branche sowie durch eine Crowdfunding Kampagne über Seedrs eingesammelt.

Wer ist die Zielgruppe von nuumi?

Unsere Zielgruppe sind Raucher:innen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, einen gesunden Lebensstil anstreben, ohne von schlechten Gewohnheiten kontrolliert zu werden und Interesse an digitalen Lösungen haben.

Wie funktioniert nuumi? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir möchten die häufigste vermeidbare Todesursache der Menschheit bekämpfen. Deshalb entwickeln wir eine technologiebasierte Lösung zur Rauchentwöhnung. Rauchen macht doppelt abhängig: körperlich durch das Nikotin, und psychisch durch die Gewohnheit. Mit der Hilfe von modernster Technologie integriert nuumi eine Nikotinreduktionstherapie mit Verhaltenstraining. Durch die Kombination eines smarten Vaporizers mit KI-Coaching und moderner Verhaltenswissenschaft bietet nuumi eine benutzerfreundliche, evidenzbasierte Methode zur Bekämpfung der physischen und psychischen Abhängigkeit des Rauchens – dieser Ansatz ist bisher einzigartig.

nuumi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nuumi soll international erhältlich sein. Aber wir möchten natürlich auch weiterhin wachsen und mit der Sanos Group weitere digitale Produkte entwickeln, die Süchte adressieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es sollte von Tag eins ein Bewusstsein geschaffen werden für sein eigenes Mental-Wellbeing. Aufgrund der Anfangseuphorie denken alle, sie sind bereit für eine Gründung, haben aber keine Ahnung, was eigentlich auf sie zukommt. 

Man sollte sich so früh wie möglich mit der Akquise von Kunden beschäftigen. 

Eine Company Culture kann nicht definiert werden, sondern ist das Resultat aus den Handlungen, Entscheidungen und Interaktionen der Gründer:innen. 

Bild von links nach rechts: Tobias Jean, Oscar Salvador Victoria Morillio und Tobias Meister

Wir bedanken uns bei Tobias Meister für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: nummi

Kontakt:

Sanos Group GmbH
Schwäbischestr. 3
D-10781 Berlin

https://www.nuumi.de
katharina.braun@nuumi.de

Ansprechpartner: Katharina Braun

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Lernbereitschaft und Resilienz sind das A und O für jede Gründung

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JUPUS automatisiert die Aufnahme neuer Mandanten in Rechtsanwaltskanzleien

Stellen Sie sich und das Startup JUPUS doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin René Fergen, 26 Jahre alt, Jurist und habe 2022 das Startup JUPUS gegründet. JUPUS ist eine Legal Tech-Lösung, die wir vor allem für die Optimierung der Workflows in kleinen und mittleren Anwaltskanzleien entwickelt haben. Unsere Software ermöglicht Rechtsanwälten die volldigitale und KI-gestützte Mandantenaufnahme vom ersten Kontakt bis zur vollständigen Akte. Flankiert wird das Ganze vom JUPUS-Assistenten, dem ersten KI-Chatbot im deutschen Raum, der selbstständig und umfassend Rechtsprobleme erkennt. Er spricht auf der Website der Kanzlei Rechtssuchende selbstständig an, erkennt automatisch die entsprechende Thematik und kann daraufhin die wichtigen, fallspezifischen Informationen aufnehmen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Eigentlich wollte ich vor und während des Jura-Studiums Anwalt werden. Aber ich habe mich auch früh mit dem Thema „Legal Tech“ beschäftigt und gemerkt, was für ein Potenzial in der Digitalisierung der Rechtsbranche steckt und wie hoch der Bedarf ist. Analoge Wettbewerber sah ich als ideale Gelegenheit, um mich als Anwalt in Zukunft mit einem digitalen Ansatz abzuheben und mir einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Aber da es das Produkt nach meinen Vorstellungen noch nicht auf dem deutschen Markt gab, wollte ich es selbst entwickeln.

Welche Vision steckt hinter JUPUS?

Wir möchten Rechtsanwälte befähigen, den Herausforderungen der Zukunft sicher zu begegnen und sie als Partner dabei unterstützen, zukunftsfähig zu bleiben. Dabei möchten wir besonders auch den kleinen und mittelständischen Kanzleien ermöglichen, das Potenzial der digitalen Welt zu nutzen. Gleichzeitig möchten wir auch Rechtssuchenden einen individuellen, schnellen Zugang zum Rechtsanawalt ermöglichen – wertungsfrei, zuverlässig und niedrigschwellig.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich kam frisch aus dem Studium, ohne wirtschaftlichen Background und habe schnell gemerkt, dass es noch viel zu lernen gibt. Ich hatte keine Ahnung von Finanzen, Marketing oder Produktentwicklung, kaum Netzwerk und wenig Kapital. Das kann auch ziemlich einschüchternd sein. Doch durch Interesse, Motivation und Lernbereitschaft hat dann doch alles gut funktioniert und es ergibt sich eine unglaubliche Lernkurve – das motiviert dann dauerhaft auch für die nächsten Challenges. Gerade erst haben wir mit JUPUS unsere erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und bei spannenden Investoren, wie Felix Plog, Stefan Schicker und Dr. Philipp Hammerich, über 500.000 Euro eingesammelt.

Wer ist die Zielgruppe von JUPUS?

Moderne Rechtsanwälte – egal ob als Einzelkämpfer oder in größeren Einheiten. JUPUS ist die Lösung zur Mandantenaufnahme, die aktuell besonders bei kleinen und mittelständischen Kanzleien einen großen Mehrwert bietet.

Wie funktioniert JUPUS? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

JUPUS automatisiert die Aufnahme neuer Mandanten in Rechtsanwaltskanzleien. Es gibt zum einen den JUPUS-Assistenten, den ersten KI-Chatbot im deutschsprachigen Raum, der selbstständig und umfassend Rechtsthematiken erkennt. Dieser nimmt Anfragen gleich über die Kanzleiwebsite auf und holt sofort die wichtigsten Informationen ein. Mit ihm können Kanzleien mehr Website-Besucher in Mandanten verwandeln.

Daneben bietet die JUPUS-Plattform Rechtsanwälten eine Übersicht über alle eingehenden Anfragen – egal ob diese telefonisch, per Mail oder über den JUPUS Assistent reinkommen – und lässt sie mit einem Klick die Mandantenaufnahme starten, inklusive Sachverhaltsaufnahme, Dokumentenaufnahme, Interessenkollisionsprüfung, Mandatierung und Aktenanlage. So verringern Kanzleien den Aufwand in jeder neuen Anfrage und entlasten ihr Personal.

JUPUS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten mit JUPUS die Onboarding-Software als eine eigenständige Kategorie etablieren und werden die Standard-Lösung, an der sich der Rechtsmarkt orientiert: Wer zukunftsfähig bleiben und mehr aus seiner Kanzlei rausholen will, wird an JUPUS nicht vorbeikommen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ein ehrliches Markt-Feedback ist elementar, um ein Produkt schnell und zielführend zu entwickeln. Dazu sind Lernbereitschaft und Resilienz das A und O für jede Gründung. Das hört man immer wieder und es ist einfach so wahr. Und immer flexibel im Kopf bleiben, nicht zu früh auf eine Sache festfahren und dann mit Veränderungen nicht mehr umgehen können. Ein Produkt ist am Anfang immer in der Entwicklung, go with the flow.

Wir bedanken uns bei René Fergen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Voller Fokus auf den Markt bzw. die Kunden

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biovox

BIOVOX ist Startup of the Month im Februar des Frankfurt Forward Awards

Stellen sie sich und ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor! 

Hallo, wir sind BIOVOX aus Darmstadt, und wir helfen dem Gesundheitswesen mit nachwachsenden Rohstoffen viel klimafreundlicher und nachhaltiger zu werden. Für sichere, nachhaltige Medizinprodukte und -verpackungen haben wir Medical Grade Biokunststoffe entwickelt, die nur noch 20% des Fußabdrucks heutiger Lösungen haben.

Warum haben sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir waren beruflich vorher in Konzernen unterwegs. Die haben zwar meist die Ressourcen, um eine Veränderung tatsächlich umzusetzen und in die Welt zu tragen. Aber die Geschwindigkeit in einem schlanken Startup ist einfach höher. Und da in der Klimakatastrophe Geschwindigkeit einfach höchste Priorität hat, wollten wir den positiven Impact, den wir haben, so schnell wie möglich bringen. Und dabei auch mehr selbst gestalten können und schneller mehr Neues lernen.

Welche Vision steckt hinter ihrem BIOVOX? 

Wir wollen eine echte Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen, also die Gesundheitsversorgung vom Verbrauch endlicher Ressourcen entkoppeln.

Das Gesundheitswesen ist für 4,4 % CO2-Emissionen der Welt verantwortlich – in Deutschland ist die Quote noch höher. Allein die Erdöl-Kunststoffe, die dort in riesigen Mengen für Einmalprodukte und Verpackungen verwendet werden, verursachen Emissionen in der Größenordnung eines Landes wie Schweden. Durch Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen in medizinischer Qualität können wir den Footprint heute schon um bis zu 80% senken, den Klimawandel stoppen und endliche Ressourcen durch erneuerbare ersetzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben sie sich finanziert? 

Als Team von Ingenieuren mussten wir erstmal viel lernen was Vertrieb, Marketing und Betriebswirtschaft angeht, und auch die Entwicklung einer klaren Vision und dazu passenden Strategie ist nicht einfach. Aber wenn man ein klares Angebot mit klarem Nutzen hat, dann kommt auch der Erfolg. Finanziert haben wir uns neben öffentlichen Förderungen (Hessen Ideen, Exist, Push! und Forschungsprojekte) auch über Business Angels und Venture Capital.

Wer ist die Zielgruppe ?

Unsere Kunden sind Unternehmen, die Medizinprodukte und medizinische Verpackungsmaterialien herstellen, die Pharmabranche und die Hersteller von Laborprodukten. In allen Bereichen natürlich besonders die, die Einmalartikel herstellen, da dort der größte Impact zu realisieren ist.

Wie funktioniert ihr BIOVOX? Wo liegen die Vorteile?

Wir haben eine Lieferkette für biobasierte Rohstoffe, die vorher noch nicht in medizinischen Qualitäten vorlagen, aufgebaut und qualifiziert. Aus diesen Rohstoffen fertigen wir nach selbst entwickelten Rezepturen Kunststoffe, die nicht nur sicher sind und gut funktionieren, sondern den Kunden auch helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dabei helfen wir mit unserem guten Netzwerk auch über das zertifizierte Kunststoffgranulat hinaus mit Know-How und Kontakten, um die Transformation zur Kreislaufwirtschaft zu unterstützen.

Sie sind Startup of the Month. Wie geht es jetzt weiter? 

Kurzfristig wollen wir mit unseren Kunden zusammen die gerade bei ihnen in der Entwicklung befindlichen Medizinprodukte in den Markt zu bringen, und unsere Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen, um weiter wachsen zu können. Mittelfristig steht die Skalierung unserer Fertigung und die Expansion in weitere Märkte an.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind schon viele Medizinprodukte aus unseren Biokunststoffen im Markt und wir haben unsere Produktionskapazität auf mehrere Kilotonnen pro Jahr erhöht. Wir sind weltweit selbst oder über Partner vertreten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Voller Fokus auf den Markt bzw. die Kunden, für die man den größten Mehrwert bietet und echte USPs hat. Testet Eure Ideen oder Produkte so früh wie möglich mit Kunden. Und, für Erstgründer, sucht euch erfahrene Investoren, die euch auch aktiv mit Know-How und Netzwerk unterstützen.

Bild v.l.n.r. Vinzenz Nienhaus (Gründer und CTO), Julian Lotz (Gründer und CEO) und Carmen Rommel (Gründerin und COO)

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wichtigen Aufgaben gezielt abarbeiten

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Puray medizinischen Katheter, der dauerhaft während der Anwendung durch UVC-Licht desinfiziert wird

Stellen Sie sich und das Startup Puray doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein junges Startup aus München, das aus vier Gründer:Innen unterschiedlicher Herkunft und beruflichem Werdegang besteht. Wir haben uns an der TU München kennengelernt, wo wir den interdisziplinären Kurs „MedInnovate“ besuchten und wo auch die Idee für Puray entstand. Wir entwickeln einen medizinischen Katheter, der dauerhaft während der Anwendung durch UVC-Licht desinfiziert wird.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben erkannt, dass wir auf ein großes, nahezu ungelöstes Problem der Gesundheitsversorgung gestoßen sind und dass wir in unserem Team die Expertise haben dieses Problem zu lösen. Zunächst war es ja nur ein Studien-Projekt, aber je länger wir daran gearbeitet haben, desto mehr erkannten wir das Potential, wirklich etwas entwickeln zu können, das einen großen Nutzen für Patientinnen und Patienten stiften kann.

Welche Vision steckt hinter Puray?

Medizinische Schläuche, wie Katheter, Drainagen oder Beatmungsschläuche, sind für viele Behandlungen essentiell und ein wichtiger Bestandteil lebensrettender und -erhaltender Maßnahmen. Sie sind aber gleichzeitig Einfallstore für Keime, die in den Körper eindringen und schwere Infektionen verursachen können. Eine typische und sehr häufige Ursache von Krankenhausinfektionen. Unser Ziel ist es medizinische Schläuche zu entwickeln, die Patientinnen und Patienten künftig sicher for diesen Infektionen schützt. Wir möchten dadurch zu einer Verminderung des Antibiotika-Einsatzes beitragen und der weiteren Resistenzbildung bei Erregern entgegenwirken.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung von Medizintechnik ist die Zulassung. Der Markt ist streng reguliert und man muss diverse Nachweise über Sicherheit und Wirksamkeit erbringen bevor ein Produkt zugelassen wird und vertrieben werden darf. Der Finanzbedarf auf diesem Weg ist sehr hoch und wir versuchen ihn – zumindest am Anfang – über Forschungsgelder und Zuschüsse zu decken. Bisher haben wir das EXIST Gründerstipendium erhalten, das uns für ein Jahr finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Puray?

Puray wird vor allem für vulnerable Patientengruppen von Nutzen sein. Es gibt gewisse Risikofaktoren für diese Art der Infektionen, welches vor allem der Gesundheitszustand, das Alter und die Dauer der Anwendung sind. Dementsprechend sehen wir Intensivstationen, onkologische und chirurgische Stationen, aber auch die Altenpflege und Menschen mit chronischen Anwendungen als unsere Zielgruppe.

Wie funktioniert Puray? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Herkömmliche medizinische Katheter bestehen meistens aus Latex oder Silikon und bieten praktisch keinen Schutz vor Infektionen. Es gibt zwar Produkte, die mit antimikrobiellen Beschichtungen Infektionen vermeiden sollen, diese zeigen in Studien jedoch eher enttäuschende Ergebnisse. Unser Produkt strahlt UVC-Licht ab, das den Katheter permanent und während der Anwendung desinfiziert. Das Licht eliminiert Viren und Bakterien und ist gleichzeitig harmlos für Menschen. So werden Patientinnen und Patienten erstmals sicher vor Infektionen geschützt. Und das Beste: Unsere Technologie wirkt auch gegen multiresistente Keime und spart den Einsatz von Antibiotika.

Puray, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchten wir mit dem Harnwegskatheter am Markt sein und mit weiteren Varianten vor der Zulassung stehen. Langfristig ist unser Ziel, die Technologie auf alle medizinischen Schläuche anzuwenden, von denen die Gefahr einer schweren Infektion ausgeht und das Risiko für Patientinnen und Patienten minimieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Für uns hat sich bewährt, sehr offen über unsere Idee zu sprechen und immer wieder Feedback einzuholen. Dies ist sehr hilfreich für die Validierung von Konzept, Markt, Zielgruppe, und vieles mehr. Geheimniskrämerei oder die Angst jemand könnte einem die Idee stehlen ist unserer Meinung nach unbegründet und hilft überhaupt nicht weiter. 

Außerdem würden wir empfehlen, sich immer genau zu überlegen, was die wirklich wichtigen Aufgaben sind und diese gezielt abzuarbeiten. Trotz der begrenzten Ressourcen eines Startups kann man Großartiges erreichen, wenn man fokussiert ist. Und zu guter Letzt: Wir haben nicht mit der perfekten Idee gestartet, sondern das Projekt mit der Zeit immer wieder weiterentwickelt. Insofern – Einfach machen. 

Bild Credit: Mark Siaulys Pfeiffe

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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