Donnerstag, April 3, 2025
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Kritikfähig sein

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Torsten Schuh Gründer Hans Ranke vegane Mahlzeiten Höhle der Löwen

Torsten Schuh Gründer von Hans Ranke, vegane und vollwertige Mahlzeiten aus Linsen- und Kichererbsen-Couscous ohne künstliche Zusätze und Geschmacksverstärker, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Ich bin Torsten Schuh, 31 Jahre alt und komme aus Siegen. Bereits als Kind wollte ich schon immer etwas bauen und erfinden, dieser Drang hat sich seither gehalten. Eines meiner Ziele im Leben ist es, ein Unternehmen aufzubauen, das es mir ermöglicht, eigenbestimmt zu leben und nebenbei weitere Ideen zu entwickeln. Ich hinterfrage meine derzeitige Situation sowie meine Vorgehensweisen stets kritisch und versuche, diese nach Möglichkeit zu optimieren. 

In Siegen habe ich zunächst meinen BWL-Bachelor abgeschlossen und im Anschluss mein Masterstudium „Small/Medium Enterprise Management and Entrepreneurship“ gestartet, mit dem Ziel eine Idee zur Unternehmensgründung zu generieren – mit Erfolg. Mein Startup Hans Ranke habe ich bereits während des Studiums gründen können.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Torsten Schuh: Ursprünglich entstammt der Gedanke, sich mit Produkten aus Hülsenfrüchten zu befassen, der Ernährungsumstellung meines Freundes Simon. Er begann sich vegan zu ernähren, wodurch wir auf Nudeln aus Hülsenfrüchten aufmerksam wurden. Wir fanden diese Produkte interessant, stellten aber fest, dass es für Produkte aus Hülsenfrüchten kaum passende Rezepte oder anderweitige Informationen gab. Also entschlossen wir uns 2018, dies gemeinsam zu ändern. Wir wollten eine Marke etablieren, die Rezepte, Wissen rund um Hülsenfrüchte sowie eigene Produkte an die Kund:innen liefert. 

Ende 2019 stieg Simon jedoch aus privaten Gründen aus der gemeinsamen Planung aus und ich stand vor der Entscheidung aufzuhören oder diese Idee alleine weiterzuverfolgen. Damals hatte ich selbst kaum Zeit gesund zu kochen und stand permanent vor dem Problem, keine schnellen, nährreichen und fleischfreien Alternativen zu finden. Daher fasste ich einen Entschluss: Ich mache allein weiter und kreiere ein Fertiggericht ganz nach meinen Vorstellungen. Von einer Messe hatte ich noch Couscous, der aus roten Linsen und Kichererbsen hergestellt wurde, übrig. 

Im Anschluss an die Produktentwicklung erstellte ich meinen Business- und Finanzplan. Mit dessen Hilfe konnte ich die Beteiligungsgesellschaft „Siegerlandfonds“ der Sparkasse überzeugen, Teilhaber an meinem Unternehmen zu werden und im Juli 2020 wurde die Hans Ranke GmbH gegründet. Am Ende des Jahres erfolgte durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne auf „Startnext“ der „Proof of Concept“, ein Meilenstein, der die Durchführbarkeit meiner Idee bestätigt.  2021 bewarb ich mich dann bei der VOX Gründershow „Die Höhle der Löwen“ und durfte vor den Löwen pitchen. 

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Eine Welt, in der gute und fleischfreie Ernährung für jeden Menschen einfach und abwechslungsreich ist. Wir möchten gute Lebensmittel bieten, die einfach in der Zubereitung sind und jederzeit zur Verfügung stehen. Dabei ist uns natürlicher Geschmack ebenso wichtig wie gute Qualität. 

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Torsten Schuh: Unsere Zielgruppe umfasst alle Menschen, die Wert auf eine bewusste, fleischfreie oder fleischreduzierte Ernährung legen, auch wenn es einmal schnell gehen muss. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Ich war schon immer vom Sendungsformat „Die Höhle der Löwen“ begeistert. Die eigene Idee einer Auswahl von hochkarätigen Investoren präsentieren zu können und im gleichen Zuge ein Millionenpublikum zu erreichen stellt eine der größten Chancen für ein junges Unternehmen dar. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Torsten Schuh: Mein Erstkontakt mit dem Team von „Die Höhle der Löwen“, erfolgte telefonisch – ich konnte mich der Produktionsfirma kurz vorstellen und von meinem Startup Hans Ranke erzählen. Basierend auf diesem Gespräch habe ich die ausführlichen Bewerbungsunterlagen erhalten. Bei der Umsetzung des Pitches konnte ich auf die Erfahrung des Teams von „Die Höhle der Löwen“ bauen. Gemeinsam haben wir Gestaltungsideen für das Set gesammelt und diese umgesetzt. 

Die Vorbereitung für den Pitch am Tag der Aufnahme habe ich allein vorgenommen, dabei standen vor allem die wichtigsten Unternehmenszahlen und Fakten im Fokus. Ich bin sehr entspannt und zuversichtlich in den Tag gegangen. Auch wenn es ein wichtiger und spannender Moment war, war ich nicht angespannt, sondern habe mich über die Chance gefreut. Und natürlich auf ein gutes Resultat gehofft. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Torsten Schuh: Natürlich bietet das Format die Möglichkeit, einen starken Sprung für das eigene Unternehmen zu ermöglichen. Daher sehe ich die Teilnahme als große Chance, die Bekanntheit der Marke Hans Ranke zunächst schnell steigern zu können und im Anschluss zu festigen. Mein Ziel der Teilnahme war es, Hans Ranke starken und vor allem strategisch passenden Investoren präsentieren zu können. Die möglicherweise resultierende Zusammenarbeit und damit verbundenen Mehrwerte in Form von unternehmerischem Wissen, Netzwerken und zur Verfügung gestellten Ressourcen empfinde ich als einen sehr starken Erfolgsfaktor. Dementsprechend stark war die eigene Motivation, sich selbst und das Unternehmen möglichst gut zu präsentieren und eventuell entstehende Potentiale auf das eigene Unternehmen übertragen zu können. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf Hans Ranke aufmerksam werden?

Die Teilnahmemöglichkeit war für uns ein wichtiger Schritt, der wie bereits erwähnt einen starken Mehrwert im Bereich der Reichweitengewinnung und Bekanntheit der Marke Hans Ranke mit sich bringt. Der Lebensmittelmarkt ist ein stark umkämpfter Markt, vor allem im derzeitigen Trendbereich der vegetarischen und veganen Lebensmittel gibt es viele spannende Produktideen. Durch die Teilnahme haben wir die Möglichkeit aus der Masse herauszustechen und Hans Ranke einer großen Anzahl an Menschen präsentieren zu können. Dementsprechend freuen wir uns sehr über diesen möglichen Schritt.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Torsten Schuh: Ich habe mir vorab meine Gedanken gemacht, welche Stärken die Investoren haben und wer am besten zu Hans Ranke passen könnte. Hierbei empfand ich vor allem Judith Williams, Nils Glagau, Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl als spannende Investoren, da alle bereits Erfahrungen im Bereich Lebensmittel oder Ernährung haben und ihr Know-how sowie ihr Netzwerk miteinbringen könnten, um Hans Ranke weiterzuentwickeln und in die Regale Deutschlands zu bringen. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte Hans Ranke zu einer bekannten Marke machen und das Produktportfolio ausweiten. Zudem möchte ich es über die Grenzen von Deutschland etablieren. Als größte Herausforderung, aber auch Ziel, sehe ich den Markt in den USA. 

Mein persönliches Ziel ist es, mögliche Gewinne in weiteren Ideen anzulegen. Ich führe schon jetzt eine Liste mit möglichen Erfindungen und Visionen. Hans Ranke ist dabei mein erstes „Projekt“. Meine Vision ist, in fünf Jahren eine Unternehmensstruktur geschaffen zu haben, die im regulären Tagesgeschäft ohne mich auskommt und in der ich vor allem strategisch und als Entscheidungsträger tätig bin. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Besonders wichtig ist es, dass man eine Idee verfolgt, die einem selbst wichtig ist. Eine Gründung ist niemals ein Sprint, sondern ein Ausdauerlauf. Man muss sich bewusst sein, dass immer wieder Schwierigkeiten auftreten, die es zu lösen gilt. Daher muss man stets an die eigene Idee glauben, die Begeisterung und somit auch die Motivation aufrechterhalten. Neben dieser Begeisterung und Ausdauer, die man mitbringen muss, ist es aber auch wichtig, kritikfähig zu sein. Auf dem Weg einer Unternehmensgründung wird es immer Kritiker geben. Man darf diese Kritik aber nicht persönlich nehmen, sondern sollte konstruktiver Kritik gegenüber offen sein, um sich weiterzuentwickeln und stets zu verbessern. 

Bild: Torsten Schuh aus Siegen präsentiert mit Hans Ranke ein Fertiggericht aus Hülsenfrüchten. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Hans Ranke ist am 08.Mai 2022 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Torsten Schuh für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mix aus unterschiedlichen Charakteren und Skills

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EarlyGame: Entertainment Netzwerken mit Fokus auf Esports, Gaming und Pop-Culture

EarlyGame: Entertainment Netzwerk mit Fokus auf Esports, Gaming und Pop-Culture

Stellen Sie sich und das Startup EarlyGame doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Fabian und Leopold und gemeinsam haben wir EarlyGame Ende 2019 gegründet. Seither bauen wir das #1 Community Netzwerk, direkt an der Schnittstelle zwischen Esports, Gaming und Pop-Culture auf. In anderen Worten das ESPN für Gaming und Esports plus die Community-Elemente eines Twitch, Reddit oder Facebook. Seit Gründung haben wir uns mit unserer Hauptmarke EarlyGame und unsere Sub-Marken Riftfeed.gg und Valorfeed.gg zu einer der am schnellsten wachsenden Entertainment-Netzwerken mit Fokus auf Esports, Gaming und Pop-Culture entwickelt.
Auf diesem Weg unterstützt uns u. a. als Partner und Investor der kicker, das reichweitenstärkste Sportmedium Deutschlands. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Fabian: Ich war bereits vor der Gründung im eSports für eine andere Plattform als Geschäftsführer tätig und habe hier das riesige Potential gesehen. Dabei hat mich die Faszination und die Energie der Szene direkt gepackt. Früher war ich bereits als Gründer tätig und als leidenschaftlicher Gamer, war die Gründung von EarlyGame die logische Konsequenz.

Leopold: Nach meiner Zeit in der Strategieberatung, hatte ich Lust die eigenen Gedanken auf der grünen Wiese zu gestalten und mit einer vollen unternehmerischen Freiheit eine neue Marke in diesem so spannenden Markt aufzubauen. Bei diesen Voraussetzungen mussten wir beide nicht lange überlegen und die Idee von EarlyGame war geboren. 

Welche Vision steckt hinter EarlyGame?

eSports hat in den vergangenen Jahren einen wahnsinnigen Sprung nach vorne gemacht in Hinblick auf Professionalisierung und Reichweite. Tortz dessen ist der Markt noch sehr jung im Vergleich zu etablierten Sportarten wie Fussball oder Tennis. Insbesondere fehlt noch eine Struktur im Markt, die Esports vergleichbar machen würde mit diesen etablierteren Sportarten. Gerade das öffnet aber interessante Potenziale sich als neuer Player in diesem Markt zu positionieren. 

Für uns als Entertainment Marke aber viel relevanter ist, dass unsere Wettbewerber einen großen Fokus auf die One-Way Communication legen, während wir EarlyGame gemeinsam mit der Community weiter entwickeln und hier konstant im Austausch sind aber auch Community Themen wie Gamification, Turniere oder Events auf die Beine gestellt haben. 

Letztendlich ist es unser Ziel, ein Netzwerk aus Community Plattformen zu schaffen, die die Needs der Fans aufgreifen. So haben wir neben unser Hauptmarke EarlyGame mit ValorFeed.gg und Riftfeed.gg bereits zwei weitere Marken und Plattformen gelaunched. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Seit unserem Start ist eine der größten Herausforderung, ein tolles, kreatives und motiviertes Team zusammenzustellen.  Das ist sicher die Basis von allem und gerade ganz zu Beginn eine große Herausforderung, wenn das Portemonnaie noch nicht so groß ist. Umso stolzer sind wir auf unsere jetzt 15 Mitarbeiter, die jeden Tag ihr Bestes geben, um mit uns EarlyGame auf die nächste Stufe zu führen und als führende Marke im Markt zu etablieren. 

Eine weitere große Herausforderung und eine zu überspringende Hürde war dann sicher auch der Moment, als unser Google Search Traffic im Dezember 2019 um teilweise 80% eingebrochen ist. Zum Glück konnten wird gegensteuern und die Gründe hierfür in 2020 beheben. Wir mussten ein paar Monate warten bis wieder ein Google Update kam und wir damit wieder einen Traffic Boost erhalten konnten. In der Zwischenzeit konnten wir zum Glück durch unsere starke Social-Media-Präsenz und weitere Aktivitäten den Decline abfangen. Grundsätzlich war das aber sehr lehrreich für uns und wir haben die Zeit danach genutzt, uns deutlich breiter aufzustellen“, so Leopold Ingelheim weiter.

Anfänglich haben wir unser Business selbst finanziert und nach und nach haben wir Finanzierung über u.a. Business Angels als auch den kicker reingeholt. Nach dem Erfolg in 2021, läuft aktuell eine Crowdfunding Runde bei Seedmatch, indem wir uns privaten Anlegern als auch unserer Community öffnen. 

Wer ist die Zielgruppe von EarlyGame?

Mit EarlyGame wollen dazu beitragen eSports auch im Mainstream mehr und mehr zu etablieren als auch im Gaming eine Mainstream-fähige Entertainment Marke aufbauen. Gaming ist für uns Teil des Lifestyles der jungen Generation. 

Welche Spiele findet man auf EarlyGame, Riftfeed und Valorfeed?

Bei EarlyGame sind breit aufgestellt, d.h. wir liefern News, Guides und Entertainment zu den großen Titeln wie League of Legends, FIFA, Call of Duty oder auch FIFA. In diesen Bereichen veranstalten wir ebenfalls Turniere und weitere Community Events.

Bei unseren Sub-Marken und Plattformen Riftfeed und Valorfeed kümmern wir uns explizit um die Titel League of Legends respektive Valorant. 

Wie funktioniert EarlyGame?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bieten dem Mainstream Fan die Content- und Entertainment-Formate, die er sucht, u.a. Videos, Artikel, Live-Daten, Statistiken oder Galerien zu den aktuellsten Themen. Das alles kombiniert mit Aktivierungs- und Engagement-Möglichkeiten wie Community-Turniere, Gamification, monatlichen Give-Aways oder dem Zugang zu exklusiven finanziellen Vorteilen bei unseren Partnern macht uns auf dem Markt einzigartig. 

EarlyGame, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie erwähnt gehen wir gerade in unsere zweite Crowdfunding-Investment Runde. Diese entscheiden natürlich auch etwas über das Tempo der nächste Monate. Unabhängig davon, wollen wir die #1 Community Marke im Esports und Gaming aufbauen.
Ganz klar wollen wir aber ebenfalls in 2023 die Profitabilität schaffen und weiterhin auf globales Wachstum setzen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

(Gründer-)Team: Entscheidend ist immer ein kleines Team am Anfang, auf das man sich verlassen kann, das kreativ ist aber auch öfters die Extra-Meile geht. Wichtig ist auch der Mix aus unterschiedlichen Charakteren und Skills.

Vision: eine große Vision, die aber klar und einfach zu kommunizieren ist, hilft nicht nur beim Überzeugen von Investoren, sondern motiviert auch täglich das Team und sich selbst

Fun: Wer nicht im Durchschnitt mehr Spaß an seiner alten Tätigkeit hat (unabhängig vom Druck und Arbeitspensum), sollte keine Gründung über die Knie brechen. 

Wir bedanken uns bei Fabian Furch und Leopold Ingelheim für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: EarlyGame

Kontakt

Esports Media GmbH
Tengstraße 9
D-80798 München

https://earlygame.com
fabian.furch@earlygame.com

Ansprechpartner: Fabian Furch

Social Media:
Facebook
Instagram
TikTok
Crowdfunding

Datenschutz als Königsdisziplin: So wird er zum Wettbewerbsvorteil

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datenschutz

Wer ein Start-up gründet, hat viele To-dos auf der Liste – vom Businessplan bis hin zur Finanzierung. Aber Datenschutz? Der spielt auf den ersten Blick oftmals keine so große Rolle. Wer aber Zeit und Ressourcen sparen will, sollte den Schutz der verarbeiteten Daten von Beginn an mitdenken. Denn am Ende kann daraus ein Wettbewerbsvorteil entstehen. 

Viel zu oft wird Datenschutz als mühsames Thema wahrgenommen. Dabei ist die richtige Einstellung gegenüber dem Schutz von persönlichen Daten der Schlüssel zum Erfolg. Reden wir noch gar nicht von der technischen Umsetzung von datenschutzkonformen Richtlinien: Fangen wir mit dem Verständnis an. Alle Teammitglieder in einem  Start-up sollten von Anfang begreifen, wieso Datenschutz entscheidend ist.

Denn was passieren kann, wenn Kundendaten gefährdet oder offengelegt werden, zeigt das Beispiel von Scalable Capital: Dem Unternehmen wurden sehr sensible Kundendaten entwendet, von Ausweisdaten über Konto- und Steuernummern. Das Finanz-Start-up erlitt in Folge einen enormen Vertrauens- und Reputationsverlust. So etwas kann hohe Schadensersatzforderungen herbeiführen und ein junges Unternehmen versenken. 

Eine besondere Rolle sollte deshalb das Management-Team einnehmen und jedem Teammitglied ein Vorbild sein. Denn tatsächlich ist es so: hinter dem Datenschutz-Bewusstsein verstecken sich geschäftsfördernde Vorteile für das Unternehmen. Das Team fühlt sich mit einem ethischen Umgang mit Daten wohler, und Kund:innen sowieso. Ein richtiger Umgang mit dem Thema will aber gelernt sein. Diese vier Schritte können Gründer:innen dabei unterstützen:

Schritt 1: Bewusstsein schaffen durch offene Diskussionen 

Um das gesamte Team für das Thema zu sensibilisieren, sollte in einer offenen Teamrunde gemeinsam über die Einstellung zu und Erfahrung mit dem  Datenschutz gesprochen werden – wer steht wie zu diesem Thema und warum – so kann es zu einem “Aha-Moment” kommen und Barrieren abgebaut werden. Im Besten Fall wird ein Grundstein geschaffen, um bewusster mit dem Thema umzugehen. Es ist hier Aufgabe der Gründer:innen, die eigene persönliche Perspektive dazu zu verdeutlichen – wie stehen sie zu Tracking? Welche Browser-Add-ons werden benutzt und wieso? Eine offene Diskussion um diese Themen sorgt für Denkanstöße, die sich positiv auf das Unternehmen und die Zusammenarbeit auswirken werden können.

Schritt 2: Transparente Kommunikation

Ist ein grundlegendes Verständnis erst einmal geschaffen, sollten transparent  Bemühungen, Erfolge und Herausforderungen beim Datenschutz miteinander geteilt werden. Auch Datenschutzpannen sollten offen an Partner:innen, Mitarbeitenden und Kund:innen kommuniziert werden  – es kann schließlich immer mal zu Fehltritten kommen. Teammitglieder sollten in solchen Situationen etwaige Fehler nicht erst dann hervorbringen, wenn es potentiell schon zu spät ist. So kann man von vornherein Unmut und einen Vertrauensverlust vermeiden. Ein wichtiger Tipp an dieser Stelle: Erst sicherstellen, dass wirklich etwas schiefgegangen ist und dann kommunizieren – alles andere könnte bloß zu unnötiger Panik führen. 

Schritt 3: Technisches Bewusstsein

Gegenüber den Mitarbeitenden ist Offenheit und Ehrlichkeit gefragt. Allen sollte deutlich gemacht werden, was mit den eigenen Daten passiert – werden sie gespeichert, oder gar an andere Parteien weitergegeben? Transparenz stärkt das Vertrauen und den Zusammenhalt innerhalb des Teams und der Management-Ebene.  Zudem braucht es klare Verantwortlichkeiten: Wer kümmert sich innerhalb des Unternehmens eigentlich um die Datenschutzmaßnahmen? Im Idealfall sind das interne Mitarbeitende, die die Rolle der/des Datenschutzbeauftragten übernehmen. Denn die sind zum einen nah am Team und fördern dadurch das Datenschutzbewusstsein innerhalb des Unternehmens, zum anderen gelten sie durch ihre Expertise als Anlaufstelle für ihre Teammitglieder und entwickeln ein starkes Verantwortungsgefühl für das Thema innerhalb des Unternehmens. 

Damit Datenschutz ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur wird, ist es hilfreich Best-Practices im Tagesgeschäft zu etablieren. Dazu zählen etwa Empfehlungen für alternative und datensichere Suchmaschinen und Browser-Erweiterungen oder das Teilen von Learnings im sicheren Umgang mit den Sozialen Medien. 

Schritt 4: Nicht zum nächsten Datensammler werden

Je weniger Daten ein Unternehmen von den Nutzer:innen sammelt, desto weniger Daten können missbraucht werden. Vor allem bei Start-ups, die noch in den Startlöchern stehen, kann ein Leak zu einem Vertrauensverlust führen und den Ruf des Unternehmens massiv schädigen. Menschen entscheiden sich eher für Unternehmen, die sich um Sicherheit im Netz sorgen und  Datenschutzbedenken aus dem Weg räumen. Erreicht ein Unternehmen dieses Ziel, hat es den wichtigsten Wert der Kund:innen gewonnen: Vertrauen. 

Fazit: 

Datenschutz passiert nicht nebenbei. Gerade in der Wachstumsphase ist wenig Zeit, deshalb sind frühzeitige Diskussionen der schnellste Weg, dem Thema genügend Platz einzuräumen. Datenschutz ist gekennzeichnet von vielen Aspekten, die Gründer:innen von Beginn an bedenken sollten. Auch hier lautet die Devise: Sei den anderen Wettbewerber:innen immer einen Schritt voraus. Das frühzeitige Engagement für Datenschutz zeigt ein Werteverständnis, welches Kund:innen und Mitarbeitende zu schätzen wissen. Und zusätzlich, braucht man keine Angst vor Klagen, Leaks und Reputationsverlust zu haben.  Wenn alle Mitarbeitende gemeinsam an einem Strang ziehen, kann das volle Potential von Datenschutz ausgeschöpft werden und zu einem echten Wettbewerbsvorteil entwickeln. 

Autor

Robert E.G. Beens ist Mitgründer und CEO von Startpage und ein anerkannter Experte und Verfechter des Datenschutzes. Bei Startpage ist Beens für das operative Geschäft, die Produktentwicklung, Technologie und Finanzen zuständig. 

Beens gründete Startpage, ehemals Metasuchmaschine Ixquick, im Jahr 2006. Er hat seinen Master-Abschluss in Unternehmens-, Sozial- und Wirtschaftsrecht an der Universität Utrecht in den Niederlanden absolviert.

Bild pixabay

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Umgebe dich mit positiven und produktiven Menschen

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Lithium Designers Startup of the Month im März Frankfurt Forward Awards

Lithium Designers ist Startup of the Month im März des Frankfurt Forward Awards

Stellen sie sich und ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor! 

Die Lithium Designers GmbH ist eine Gruppe von Architekten und Ingenieuren, die sich der Entwicklung von Konstruktionslösungen für klassische und komplexe Gebäude unter Berücksichtigung der Bauvorschriften und mit Hilfe modernster Technologien widmet.

Warum haben sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Es hat nicht lange gebraucht bis ich während meiner Promotion an der TU Darmstadt festgestellt habe, dass ich etwas bewirken möchte. Dort sah ich die Möglichkeit des additiven Verfahrens (3D-Drucken) in der Baubranche zu integrieren. Die Nachhaltigkeit spielt stets eine unentbehrliche Rolle in unserer Gesellschaft und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Möglichkeit die der 3D Druck bietet, sind unbegrenzt, da die Gebäude nachhaltig errichtet werden können und somit ein regeneratives System erhalten werden kann ohne schwerwiegende Auswirkung auf unsere Umwelt. 

Welche Vision steckt hinter ihrem Startup? 

Wir arbeiten daran die fachlichen Leistungen „Objektplanung, Tragwerksplanung, Fassadenplanung und Parametric Design“ miteinander zu verknüpfen. Die bisherigen Forschungsergebnisse fließen dabei direkt mit der Berufserfahrung aus den verschiedenen Bereichen zusammen und ermöglichen es, eine produktorientierte Neuentwicklung in den Bausektor zu bringen, die ingenieursmäßig durchdacht, geprüft und erprobt ist. 

Unser Ziel ist es den Auftraggebern die Planung von Projekten durch alle Leistungsphasen anzubieten. Durch unsere hausintern entwickelte neuartige Planungsmethode „Li3_Methode“ können wir eine Planungseffektivität im Hinblick auf Zeit und Kosten sicherstellen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben sie sich finanziert? 

Als Gründer ist es wichtig, dass man genaue Ziele vor Augen hat und mögliche Herausforderungen in Willen und Umsetzungsmöglichkeit formt. Die größte Herausforderung ist es seinen Platz in einem etablierten Markt mit herausragenden und erfahrenen Architekten und Ingenieuren zu finden. Die Finanzierung erfolgt über die Leistungserbringung nach HOAI. Wir arbeiten daran neue Finanzierungsmöglichkeiten für unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu schaffen und hoffen anhand unseres Kapazitätenwachstums in einem von uns konfigurierten Tool unsere Auftragslage aktiv zu steigern.

Wer ist die Zielgruppe ihres Startups? 

Die Zielgruppe sind alle möglichen Auftraggeber mit Interesse zur Planung und Ausführung von Bauvorhaben. Lithium Designers GmbH bietet Architekten, Ingenieuren und Bauherren ein Höchstmaß an Kompetenzen bezüglich neuer Bauprodukte und Techniken zur Realisierung Ihrer Visionen.

Wie funktioniert ihr Startup? Wo liegen die Vorteile?

Wir funktionieren als Planungsbüro und beteiligen uns an öffentlichen Ausschreibungen. Unser Fokus liegt auf der Beschleunigung von Planungsprozessen. Der Vorteil ist die Planungseffektivität im Hinblick auf die Reduzierung von Planungszeit- und kosten. 

Sie sind Startup of the Month. Wie geht es jetzt weiter? 

Es motiviert uns und zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Wir sind in Verhandlungen sowohl nationale als auch internationale Projekte abzuwickeln.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten nicht nur unsere Philosophie und unsere Überzeugung mit anderen teilen. Wir planen auch mit einem gesunden Wachstum unser Team um 25 Mitarbeiter zu erweitern. Unserem Ziel 8 bis 15 Projekte in 5 Jahren vollständig umzusetzen, gehen wir intensiv nach. Mit dieser Grundlage werden wir unser Firmenportfolio festigen, erweitern und uns auf dem Markt mehr stabilisieren und etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Ziele nie aus den Augen verlieren und Durchhaltevermögen zeigen. Umgebe dich mit positiven und produktiven Menschen. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Lerne, dich auf eine Aufgabe zu konzentrieren

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ingarden superfood set nachhaltige gesunde

ingarden ist das Superfood-Set, das nachhaltige und gesunde Ernährung in jedes Haus bringt

Stellen Sie sich und das Startup ingarden unseren Lesern doch kurz vor.

ingarden wurde von einem leidenschaftlichen Team gegründet, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben der Menschen durch leicht zugängliche, hochwirksame Ernährung gesünder und nachhaltiger zu machen. Die Wurzeln von ingarden stammen aus dem Kopf unserer Mitgründerin Natalie Paterson, die Gesundheitsexpertin ist und einen Abschluss in Ernährungsbiochemie sowie einen Master in Lebensmittelwissenschaft hat. Sie erkannte schon früh die Notwendigkeit, dass Ernährung in unserem hektischen Leben nicht nur zugänglich, sondern auch nachhaltig, anspruchsvoll und auf dem neuesten Stand der Technik sein muss.

Zur gleichen Zeit wollte Mitgründer Christian Saitner eine Möglichkeit finden, seine Ernährung zu optimieren. Da er von den gesundheitlichen Vorteilen künstlicher Nährstoffpräparate nicht überzeugt war, suchte er nach natürlichen Alternativen. Als er Natalie über gemeinsame Freunde kennenlernte, war er sofort von der Idee begeistert, gemeinsam ein Superfood-Set zu entwickeln. So entstand ingarden: ein vollautomatisierter und minimalistisch-gehaltener Indoor Garten, der sich die Prozesse der Natur zu nutze macht und nur hochwertige, nachhaltige Materialien verwendet, um die frischesten und nährstoffreichsten Superfoods wachsen zu lassen, die jeder zu Hause genießen kann. ingarden ist perfekt für die Zukunft der Ernährung gemacht.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Meine Mission beginnt mit meinem Māori-Erbe, dem Stamm der Te Arawa in Neuseeland. Als ich in Neuseeland aufwuchs, wurde ich dazu inspiriert, den Wert des Anbaus meiner eigenen Lebensmittel zu erforschen. Das Māori-Sprichwort „he kai kei aku ringa“, was so viel bedeutet wie „Essen aus meinen Händen“, unterstreicht die Bedeutung des Respekts und der Verbundenheit mit dem Land, insbesondere mit unserer Nahrung. Ganz im Gegensatz dazu lebte ich lange Zeit im Zentrum von London. Hier sah ich die gegenwärtige Entkopplung zwischen Menschen, Lebensmitteln und Ernährung in der heutigen Gesellschaft.

Das Leben in der Stadt schafft eine Kluft zwischen denen die alles, und denen die nichts haben. Diese Spaltung bedeutet, dass die Fähigkeit, die eigenen Gesundheitsbedürfnisse zu verstehen und sich überhaupt für einen gesünderen Lebensstil entscheiden zu können, ein Luxus bleibt. Doch mit ingarden möchten wir das ändern! Wir haben ingarden entwickelt, um die Menschen wieder mit ihrer natürlichen Nahrungsquelle zu verbinden und ihnen die Freiheit zu geben, eines der nährstoffreichsten Superfoods zu Hause anzubauen: frische Microgreens und in naher Zukunft vieles mehr. 

Was ist die Vision hinter ingarden?

Eine überzeugende Marke zu schaffen, die es jedem ermöglicht, einen nachhaltigen und gesunden Lebensstil zu führen. Wie?

Simple Growth: Minimalistisch und doch raffiniert. Füge einfach Wasser hinzu und genieße eines der nährstoffreichsten Gemüse unserer Erde.

Sustainable Innovation: Modernste Technologie trifft auf Mutter Erde. Mach einen Unterschied für die Gesundheit und die Welt, indem du deine eigenen Superfoods im Haus ohne Herbizide, Pestizide oder GVO anbaust.

Superior Nutrition: Unsere Superfoods haben mehr Nährstoffe als ausgewachsenes Supermarkt-Gemüse. Nährstoffe für deine Zukunft.

Was waren die größten Herausforderungen von der Idee bis zur Markteinführung, und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere bisher größte Herausforderung war die Gründung und der Aufbau von ingarden in einer virtuellen Umgebung auf dem US-amerikanischen und europäischen Markt während der Pandemie. Einerseits bestand die Herausforderung darin, eine Unternehmenskultur und ein Team in einer entfernten Umgebung mit mehreren Zeitzonen aufzubauen. Dieser Herausforderung haben wir uns gestellt, indem wir unsere Kernwerte definierten und an ihnen nach wie vor festhalten: Kundenorientierung, Ergebnisorientiertheit, Nachhaltigkeit und Wachstum. Eine weitere Herausforderung waren die Verzögerungen in der Lieferkette im Dezember und Januar 2021, die aufgrund der verlängerten Vorlaufzeiten teilweise zu Lieferengpässen führten. Wir haben dieses Problem gelöst, indem wir unseren Kunden die Möglichkeit zur Vorbestellung angeboten haben und unsere Prognosen und die Abstimmung mit unseren Hauptlieferanten verbesserten.

Wer ist die Zielgruppe von ingarden?

Unsere Märkte sind amerikanische und europäische Haushalte, die sich als Ziel setzen, eine gesündere und nachhaltigere Ernährung zu leben. Unsere Nische sind Kunden, die Bequemlichkeit und Flexibilität schätzen, aber keine Abstriche bei der Qualität ihrer Ernährung machen wollen. Insbesondere richtet sich ingarden an Menschen mit engen Zeitplänen und einem stressigen Leben, wie Mütter und Berufstätige, die in städtischen Gebieten leben. ingarden ist dazu da, uns allen Zugang zu nährstoffreichen Superfoods zu verschaffen, direkt von zu Hause aus. 

Wie funktioniert ingarden? Was sind die Vorteile? Wodurch unterscheiden Sie sich von anderen Anbietern?

ingarden ist das Superfood-Set, das nachhaltige und gesunde Ernährung in jedes Haus bringt, jeden Tag. Unsere Reise beginnt mit unserer innovativen hydroponischen Anbautechnologie, die den Zugang zu Superfoods für jedermann verbessert, von regional bis global, und das alles mit einem Netto-Null-CO2-Fußabdruck. So kann jeder einen gesunden Lebensstil führen, indem er das ganze Jahr über nahrhafte, frische Superfoods bequem von zu Hause aus anbaut. ingarden zeichnet sich durch seine Besonderheit aus:

Ergiebig – nur einmal Wasser hinzugeben und 1000+ frische Superfoods ohne Aufwand in nur einer Woche wachsen lassen.

Autonom und Hydroponisch – die zum Patent angemeldete hydroponische Bewässerungstechnologie in Kombination mit unserem automatischen, energieeffizienten Vollspektrum-Lichtsystem garantiert den Erfolg.

Lecker – mit einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen, von mild und zart zum Mischen bis hin zu würzig und kräftig zum Verfeinern einer Mahlzeit

Einfach – Saatpads auf die Anzuchtbeete legen, Wasser darüber gießen, den Timer drücken und nur 7 Tage warten.

Ausgezeichnet – ingarden wurde kürzlich mit dem iF und Red Dot Design Award für den ingarden sowie mit dem Preis für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Bereich Smart Garden von Computer Bild ausgezeichnet.

​​ingarden, wohin soll es gehen? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere Vision in 5 Jahren ist, dass in der Mehrheit der Haushalte in Europa und den USA einen ingarden in der Küche steht. Für uns bedeutet das zwei Dinge: ein unermüdliches Engagement bei der Aufklärung der Menschen über die starken Gesundheitsvorteile von organischem Superfood und ein ständiges Streben nach kontinuierlicher Verbesserung und Innovation. Unser Ehrgeiz in Sachen Nachhaltigkeit unterstützt die Vision unseres Unternehmens, das hochwertigste und nachhaltigste Unternehmen für Indoor-Gardening in der Welt zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern geben?

Versuche nicht, alles selbst zu machen.

Teamwork makes the dream work! Das ist ein Motto, nach dem ich jetzt lebe und das ich täglich predige. In meinen jüngeren Jahren war ich ein „Einzelkämpfer“, der sich bei der Verwirklichung seiner akademischen und/oder beruflichen Ziele auf sich selbst verlassen hat. Heute weiß ich jedoch, dass man nur dann wirklich erfolgreich sein und etwas bewirken kann, wenn man mit Experten aus den verschiedensten Bereichen zusammen arbeitet.

Lerne, dich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. 

Ich wünschte, man hätte mir früher gesagt, dass das Gehirn fast 30 Minuten braucht, um sich wieder zu konzentrieren, nachdem es abgelenkt wurde oder die Aufgaben gewechselt hat. Jetzt, da ich das weiß, achte ich darauf, meine Arbeit so zu strukturieren, dass ich mich jeweils auf eine Aufgabe konzentrieren kann. Ich habe weder mein Telefon in Sichtweite noch Benachrichtigungen auf meinem Laptop. Wenn mir etwas einfällt, was ich noch tun muss, oder wenn mir ein wichtiger Gedanke kommt, habe ich einen Notizblock dabei, um diese Dinge aufzuschreiben und sie später zu bearbeiten. Auf diese Weise maximiere ich meine Konzentration und Energieeffizienz, so dass ich nicht bis zu 30 Minuten damit vergeude, mich wieder auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

Habe eine Vision und setze diese in die Tat um.

Hab eine Vision bzw. ein Ziel und handele danach. Warte nicht auf die tägliche Motivation. Genau wie beim Training kann das niemand für dich tun, außer du selbst! Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als das Hier und Jetzt, um damit zu beginnen. 

Wir bedanken uns bei Christian Saitner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Es gibt ein Thema, das Gründer oft vernachlässigen: die persönliche Entwicklung

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Alasco immobilienbranche

Alasco macht die Prozesse in der Immobilienbranche digital und transparent

Stellen Sie sich und das Startup Alasco doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, mein Name ist Benjamin Günther. Mit meinen Mitgründern Sebastian Schuon und Anselm Bauer habe ich 2018 Alasco gegründet. Unsere Mission ist es, die Immobilienbranche auf Augenhöhe mit digital führenden Industrien zu bringen – mit Cloud-basiertem Echtzeit-Controlling. Klingt im ersten Moment sehr trocken, ist aber tatsächlich total spannend und wichtig. Denn zum einen betrifft bezahlbarer Wohnraum jede und jeden einzelnen von uns. Zum anderen ist die Bau- und Immobilienbranche ein enormer Hebel, um CO2-Emissionen zu senken und die Klimaschutzziele zu erreichen. Das sind Themen, mit denen wir uns jeden Tag beschäftigen und die wir mit Alasco angehen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee zu Alasco entstand, nachdem Sebastian, Anselm und ich unser erstes Start-up Stylight an Pro7Sat1 verkauft hatten. Meine Mitgründer und ich haben damals zusammen ein Family Office in München eröffnet und andere Start-ups als Investoren und Business Angels unterstützt, z.B. Personio. Außerdem haben wir in Gewerbeimmobilien investiert und dabei schnell gemerkt, dass uns kein Tool so richtig glücklich macht. Die Branche war generell sehr wenig digital.

Das gesamte Kostencontrolling lief über Excel-Listen – und wer schon einmal in Excel gearbeitet hat, weiß, wie fehleranfällig das ist. Gerade wenn es um große Geldsummen geht, können Kosten komplett aus dem Ruder laufen, wie etwa beim Flughafen BER oder der Elbphilharmonie. Das ist ein echtes Trauerspiel, wenn man bedenkt, dass die Bau- und Immobilienbranche eine der größten Industrien Deutschlands ist. Für unsere Zwecke hat Sebastian dann selbst etwas programmiert. So fingen wir an, uns mit dem Thema zu beschäftigen, woraus dann die Idee zu Alasco entstand.

Welche Vision steckt hinter Alasco?

Wir möchten die Prozesse in der Branche digital und transparent machen, um Kosten und Zeit zu sparen. Und genau das ist unsere Vision: schnellere, bessere, datengetriebene Entscheidungen ermöglichen und die Branche fit für die Zukunft machen. Um das zu erreichen, wollen wir den kompletten Lebenszyklus einer Immobilie kostenseitig digital abbilden und steuerbar machen – vom Bau bis zum Bestand.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war sicherlich die Real Estate Branche als solche, weil man es mit sehr vielen Stakeholdern und Parteien zu tun hat. Man muss also nicht nur einen Kunden und sein Geschäftsmodell verstehen, seine Interessen kennen und seine Probleme lösen, sondern immer mehrere Perspektiven einnehmen, um erfolgreich zu sein. Gleichzeitig sind wir ausgerechnet 2018 mit dem Thema Kostencontrolling gestartet – in einer Zeit, in der Kosten nicht die größte Priorität hatten.

Mittlerweile ist der Preisdruck durch Kostensteigerungen und Lieferengpässe die größte Herausforderung der Branche. Dieses enorme Potenzial haben nicht nur wir, sondern auch unsere Investoren erkannt. Wir finanzieren uns durch Venture Capital und vertrauen auf Brancheninsider und Business Angels. Uns war immer wichtig, dass wir das Beste aus beiden Welten vereinen – Tech und Real Estate.

Das erste Seed-Kapital kam 2018 u.a. von HV Holtzbrinck Ventures, Prop-Tech Investor Picus Capital und den Flixbus-Gründern. Mit Business Angels wie dem Personio-Gründer Hanno Renner haben wir zusätzliche Tech- und Startup-Kompetenz an Bord. Die Lösung erhielt damit den nötigen Feinschliff und wurde an den Markt gebracht. Anfang 2022 kam dann die Series B Finanzierungsrunde angeführt von Insight Partners, einem der der weltweit führenden Software- und Technologie-Investoren.

Wer ist die Zielgruppe von Alasco?

Zum einen wollen wir Projektentwickler bzw. Bauherren erreichen, die Immobilienprojekte verwirklichen. Aber wir sprechen auch Asset Manager mit dem immer wichtiger werdenden Thema ESG an. Grundsätzlich profitieren alle an einem Immobilienprojekt beteiligten Personen und Gewerke von der Nutzung von Alasco. Früher mussten z.B. Handwerker bis zu drei Monate auf ihr Geld warten, weil Rechnungen analog durch mehrere Hände gingen und gestempelt wurden. Mit der digitalen Rechnungserfassung durch Alasco haben Handwerker ihr Geld in der Regel schon nach 5 bis 7 Werktagen, weil sich alles ganz einfach via Klick freigeben lässt. Das klingt banal, ist aber leider noch nicht state-of-the-art.

Wie funktioniert Alasco? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kern von Alasco ist der Echtzeit-Ansatz, mit der Cloud als zentraler Plattform. Dank dieser können alle Projektbeteiligten Finanzdaten und Prozesse digital und aktiv managen. Verträge, Aufträge und Rechnungen lassen sich ortsunabhängig verwalten und freigeben. Übersichten zu Ausgaben und Budgets sind dank dem Echtzeit-Feature immer auf dem aktuellsten Stand und für alle Beteiligten verfügbar. Alasco verbessert auf diese Weise nicht nur die Usability und Produktivität, sondern mit automatisierten Workflows auch die Zusammenarbeit. Excel-Exzesse sind passé.

Wo geht der Weg für Alasco hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit den frischen 35 Millionen Euro aus unserer Series-B-Finanzierungsrunde im Januar werden wir vor allem unser Produkt verbessern. Das heißt: Entwicklungskapazitäten und Produktentwicklung massiv ausbauen. Dafür sind wir im ständigen Austausch mit unseren Kunden, um auch wirklich die Lösungen zu entwickeln, die sie brauchen. 2022 verdoppeln wir die Zahl der Mitarbeitenden und stellen 120 neue Top-Talente ein. Außerdem bringen wir Alasco auf den internationalen Markt und sind gerade dabei, unser erstes Office in London zu eröffnen.

In den nächsten Jahren wollen wir weiter schrittweise expandieren und Alasco weiter in Richtung einer umfänglichen “Real Estate Success Software” entwickeln, die Projektbeteiligte bei ihren datengetriebenen Entscheidungen und Workflows unterstützt. Sie soll dann bis 2025 bei über 100.000 Gebäuden zum Einsatz kommen. Die Vision: Die Branche nachhaltig digitalisieren, Kosten- und Zeitaufwand minimieren und CO2-Emissionen reduzieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Demütig bleiben: Es gibt Dinge, die man gut kann und Dinge, die man nicht so gut kann. Es hilft, sich das immer wieder zu vergegenwärtigen. Kann man etwas nicht, sollte man auf die Expertise der Gesellschafter vertrauen  – so bekommt man von allen Seiten die richtigen Perspektiven.

Es gibt ein Thema, das Gründer oft vernachlässigen: die persönliche Entwicklung. Darum kümmert sich ja eigentlich keiner, aber es hat einen enormen Einfluss auf die Unternehmens- und Führungskultur.

Darauf achten, wie groß der Markt ist. Egal wie gut die Idee ist – wenn das Marktpotenzial nicht stimmt, wird sie im Sand verlaufen.

Wir bedanken uns bei Benjamin Günther für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Keine Scheu vor Investment in ein Start-up-Unternehmen

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investement start-up unternehmen

Kann man risikolos in ein Start-up investieren? Bringen die Gründer genügend Erfahrung mit? Lohnt es sich überhaupt, eine so junge Firma zu unterstützen? Das Investment in ein Start-up-Unternehmen ist mit vielen Zweifeln verbunden. Auch Start-ups sollten früh genug wissen, wo sie sich in der Zukunft sehen. Sie sollten durchdachte Visionen und Ideen mitbringen, um Investoren überzeugen zu können. Warum sollte man sich als Investor trauen, dem Start-up eine Chance zu geben? Und was sollten die frisch gegründeten Unternehmen mitbringen, um Investoren zu überzeugen?

Chancen und Risiken

In den ersten Jahren nach der Gründung durchlaufen Start-ups viele Ups und Downs. Sie brauchen Partner und Investoren, die zu ihnen halten und die Achterbahnfahrt mit ihnen überstehen. Sie bringen teilweise langjährige Erfahrung mit und können die jungen Unternehmen damit gut unterstützen. Das ist wichtig, denn Start-ups sind die Zukunft der Wirtschaft und der Gesellschaft. Für Investoren können die jungen Unternehmen eine große Chance sein, deswegen ist die Investition eine spannende Möglichkeit. Jedoch bringen Start-ups auch einige Risiken mit sich. Man kann sich nicht sicher sein, ob die Gründer wirklich alles hundertprozentig richtig kalkuliert haben. Zum Beispiel können Fehler im Business-Plan auftauchen. Und man weiß nicht, ob die entwickelte Marke oder das Produkt von der Gesellschaft überhaupt angenommen wird. Genau das sind die Punkte, die Investoren zweifeln lassen. 

Nachhaltige Start-ups sind attraktiv

Bringt man als junges Unternehmen eine nachhaltige Vision mit, ist das schon ein großer Vorteil für Investoren. Sie sehen es gerne, wenn ein Unternehmen weiß, wo es sich in den nächsten zehn Jahren sieht und zukunftsorientiert arbeitet. Ebenso ist nachhaltiges Wirtschaften vorteilhaft. Als Start-up sollte man auf den ökologischen Fußabdruck achten. Wie viel CO2 wird verbraucht? Wie groß ist der Stromverbrauch? Welche Ressourcen werden genutzt? Alles Dinge, die Unternehmen bei ihrer Gründung beachten sollten, um nachhaltig agieren zu können. Nur so können sie bei Investoren punkten. 

Tipps für die Gründung

Neben der Nachhaltigkeit sollten noch weitere Punkte bei einer Unternehmensgründung beachtet werden. Zunächst wird ein gutes Startkapital und eine durchdachte Planung benötigt. Dazu gehört die Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Gründer sollten sich Gedanken machen, ob es schon Firmen mit ähnlichen Werten und Ambitionen gibt und wie sie sich ggf. abheben können. Ihre Marke bzw. ihr Produkt sollte eine Besonderheit sein, die es so noch nicht auf dem Markt gibt. Weiterhin sollte ein gutes Marketing geplant sein. Ein authentischer Social Media Auftritt catcht Kunden, sowie Investoren. Man sollte dort die Gesichter des Unternehmens kennenlernen. Nur so können sich zukünftige Kunden und Investoren mit der Firma identifizieren und sie als potenzielle Kapitalanlage auswählen. 

Das größte No-Go ist Uneinigkeit. Streiten sich die Gründer beispielsweise wegen Personal- oder Geldangelegenheiten, wirkt das unseriös. Meinungsverschiedenheit sollte also unbedingt vermieden werden. Nur ohne sie kann ein gutes Arbeitsklima entstehen, das von Investoren gerne gesehen wird.

Early Stage Investments

Es gibt eine Art der Investition, bei der schon vor Gründung in ein Unternehmen investiert wird. Diese nennt sich Early Stage Investment. Investoren sollten dabei besonders mutig sein, aber haben auch umso größere Chancen, wenn sich die Firma bewährt. Auch einstige Start-up-Unternehmen wie Facebook und Uber brachten eine gute Vision mit. Trotzdem trauten sich Investoren zunächst nicht, in ein so vielversprechendes Start-up zu investieren. Mittlerweile sind die beiden Unternehmen weltweit bekannt. Facebook ist eine der meist genutzten Social-Media-Plattformen und Uber die bekannteste App, wenn es um Personenbeförderung geht. Diese Beispiele sollten Investoren die Augen öffnen und ihnen zeigen, dass sie sich auch mal trauen dürfen.

Fazit

Es gibt keinen Grund, sich vor einem Investment zu scheuen, wenn das Start-up gute Ambitionen mitbringt. Investoren können sich die Start-ups aussuchen, mit denen sie sich am meisten identifizieren und die ihre Werte teilen. Solange sich die Gründer einig sind und gängige Fehler vermeiden, haben sie gute Chancen. Denn für Investoren sind Start-ups eine erfolgversprechende Möglichkeit. Und das sich die Investition sehr lohnen kann, haben Unternehmen wie Facebook und Uber schon längst gezeigt.

Autor:

Asim Qajani ist CEO und Verwaltungsrat von Green Capital & Beteiligungen AG. Die Firma kümmert sich um die Betreuung kleiner und großer Unternehmen. Durch seine Erfahrung, weiß er, dass man Starts-ups, die mit einer nachhaltigen und durchdachten Zukunftsvision daherkommen, eine Chance geben sollte. https://www.greencapital-b.ch/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Locker bleiben

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Lumaly All-around digital Shopping Assistant- 1-Click-Check-out

Lumaly All-around digital Shopping Assistant

Stellen Sie sich und Lumaly doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Noah Fischer und Co-Founder und CEO von Lumaly. Mit unserem Start-up haben wir eine Browser-Extension auf den Markt gebracht, die beim Besuch von Online-Shops sämtliche aktuell verfügbaren Gutscheincodes anzeigt und den besten Code sofort anwendet. Mittlerweile hat sich Lumaly zu einem All-around digital Shopping Assistant entwickelt, der die Online-Shopping-Experience der User langfristig verbessert. Gegründet habe ich Lumaly als mein viertes Unternehmen im Jahr 2021. 

Ich bin seit ich 17 Jahre alt bin, also mittlerweile seit sechs Jahren, als Gründer und Unternehmer im Bereich Marketing tätig. Neben Lumaly habe ich bereits das Online-Marketing-Unternehmen Onnoplus und das Marktforschungsinstitut Testerheld in Berlin und Los Angeles gegründet und geführt.  

Warum haben Sie sich dazu entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich glaube jeder Online Shopper kennt die Situation: Man shoppt etwas online, legt es in den Warenkorb, sieht das Feld “Gutschein codes” und fragt sich , ob man hier nicht noch etwas sparen kann. Also geht man auf die beschwerliche Suche nach einem Code. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Nerven, da viele Codes, die man findet, nicht funktionieren. Ich dachte mir, das muss doch einfacher gehen! Und nach einer kurzen Recherche stellte sich heraus, dass es für dieses Problem tatsächlich noch keine Lösung in Europa gab. Das war die Geburtsstunde von Lumaly.

Welche Vision steckt hinter Lumaly?

Unser Fokus liegt ganz klar auf dem User: Der Kern unseres Produkts ist eine gute Online-Shopping-Experience. Käufer sollen nicht nur die Möglichkeit bekommen, beim Einkaufen Geld zu sparen, ohne ewig nach passenden Gutscheincodes oder Rabattaktionen suchen zu müssen. Lumaly soll als All-around digital Shopping Assistant verstanden werden. Unsere Vision ist es, durch weitere Features neben den Gutscheincodes, die über eine einfache Browser-Extension hinausgehen, das digitale – und vielleicht sogar physische – Einkaufserlebnis für die User so angenehm und stressfrei wie möglich zu gestalten. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die größte Herausforderung liegt in den Onlineshops, die wir erstmal für unser Produkt begeistern mussten. In unserem ersten Jahr haben wir aber die Erfahrung gemacht, dass die meisten Shops an einer Kooperation mit uns interessiert sind, weshalb wir nicht nur in kürzester Zeit tausende User gewonnen haben, sondern auch zahlreiche Partnerschaften eingehen konnten.

Wir haben kürzlich erst eine Finanzierungsrunde in Höhe von über einer Million Euro abgeschlossen. Unser Hauptinvestor ist der Dutch Founders Fund, ansonsten waren Investoren wie German Media Pool, TA Ventures und Tekton Ventures mit dabei. In den nächsten Monaten planen wir eine weitere Finanzierungsrunde mit einem fünf Millionen Euro Mindestziel.

Wer ist die Zielgruppe von Lumaly?

Unser All-around digital Shopping Assistant soll jede/n ansprechen, der/die gerne im Internet einkauft. Erfahrungsgemäß sprechen wir mit unserer Lösung aktuell vorrangig junge Einkäufer an, die einfach offener für neue Technologien, wie Browser-Extentions, sind als ältere Generationen.

Was macht Lumaly? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben zunächst eine Browser-Extension entwickelt, die User beim Besuch von Online-Shops sämtliche aktuell verfügbaren Gutscheincodes aus verschiedenen Quellen anzeigt. Diese Codes können dann kopiert und beim Kauf von Produkten sofort verwendet werden, sodass die User schnell und einfach Geld sparen können. Im europäischen Markt gibt es keine vergleichbaren Anbieter, die so eine Lösung anbieten. Es gibt zwar internationale Mitbewerber, die aber auf ganz andere Märkte fokussiert sind und auch wenn sie hierzulande Gutscheincodes finden, bei weitem nicht alle abbilden können.

Damit unsere User neben Geld sparen noch weitere Vorteile genießen können, wird Lumaly nach und nach zu einem All-around digital Shopping Assistant: Wir erweitern unser Angebot immer wieder durch Features wie das Cashback-Reward-Programm, bei dem die User einen Teil des Warenkorbwerts als Cashback zurückbekommen, der dann als Gutschein für die teilnehmenden Onlineshops eingetauscht werden kann. Zudem bieten wir den weltweit einzigen 1-Click-Check-out an: Das bedeutet, dass unsere Kunden in mehreren Shops gleichzeitig shoppen und in einem Einkaufswagen abschließen können. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Corona-Pandemie hat die Vorteile des Online-Shoppings klar hervorgehoben: Während die Geschäfte in den Innenstädten während der Lockdowns schließen mussten oder sich Risikopatient aus Angst vor einer Infektion nicht mehr in die überfüllten Geschäfte drängen wollten, konnte jede/r rund um die Uhr bequem von zu Hause aus einkaufen. Durch Online-Shopping spart man sich überflüssige Fahrten in die Innenstädte und Einkaufszentren, braucht sich nicht mit vollen Umkleiden und langen Warteschlangen herumschlagen und kann viel einfacher Angebote und Preise vergleichen. Mit Lumaly verbessern wir die Online-Shopping-Experience unserer Kunden zunehmend, in dem wir ihnen noch mehr Vorteile bieten.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, europäischer Marktführer zu werden und unseren All-around digital Shopping Assistant als ein “Must-have” im Online-Shopping zu implementieren. Zurzeit kann man unseren Service vor allem in der DACH-Region und den BENELUX-Staaten nutzen. Wir werden in den nächsten fünf Jahren definitiv auch noch weitere Märkte erschließen, einzigartige Features hinzufügen und für die beste Shopping-Experience für die User sorgen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach mal machen – Viele gute Ideen bleiben oft Ideen, oder stellen sich als gar nicht so gut heraus. Als Gründer ist es deshalb extrem wichtig, neue Ideen so schnell wie möglich zu testen und falls nötig anzupassen. Über dieses Prinzip wurden schon ganze Bücher geschrieben, trotzdem ist es besonders wichtig es auch in der Praxis zu leben und sich nicht in Theorien zu verstricken.

Sich etwas trauen. Wenn du als Neuling eine Industrie aufmischen willst, empfangen dich nicht alle immer mit offenen Armen. Gründer sollte sich nie einreden lassen, dass etwas nicht geht. Natürlich ist es wichtig Rat von Experten einzuholen, allerdings sollte man auch immer auf sein Bauchgefühl hören.

Locker bleiben. Als Gründer wird es immer Dinge geben , die nicht so laufen wie geplant, damit muss man rechnen. Man sollte sich immer darauf konzentrieren , das maximale aus gegebenen Situationen herauszuholen, statt zu verzweifeln. Viele “Katastrophen” klingen im ersten Moment schlimmer als sie tatsächlich sind. 

Wir bedanken uns bei Noah Fischer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kreativ bleiben und mit Best Practices nach Lösungen suchen

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Swimmondo pool

Swimmondo hilft dir deinen Traum vom Pool im Garten zu verwirklichen

Stellen Sie sich und das Startup Swimmondo doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Axel Altweger, einer der Gründer und Geschäftsführer von Swimmondo. Mein Geschäftspartner Jan und ich haben vor zwei Jahren Swimmondo gegründet, mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen den Traum von der eigenen Gartenoase mit Pool möglich zu machen. Wir sind spezialisiert auf Swimmingpools. Und zwar sowohl in der Selbstbau-Variante inkl. umfangreichem E-Learning-System als auch auf Fertigbecken für alle diejenigen, die bauen lassen möchten. Zudem wird das Angebot mit Produkten rund um die Gartengestaltung wie z.B. Saunen, Whirlpools, etc. ergänzt.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mein Co-Founder und ich haben schon immer diesen unternehmerischen Geist verspürt. Kennengelernt haben wir uns vor mittlerweile 10 Jahren im Studium. Jan ist nach dem Studium in den elterlichen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb eingestiegen, während ich noch einige Erfahrungen in der Startup-Welt sammeln durfte. Über Jans Familienbetrieb kamen wir letztendlich auf das Thema Pool und Wellness. Die Branche, in der wir uns bewegen, ist noch sehr traditionell aufgestellt und massiv „unterdigitalisiert“. Darin haben wir unsere Chance gesehen und Swimmondo gegründet.

Welche Vision steckt hinter Swimmondo?

Mit Swimmondo wollen wir den globalen Category Leader im Swimmingpool- und Home-Wellness-Bereich bauen. Wir digitalisieren für unsere Kunden sämtliche Prozesse rund um den Poolbau und bieten ihnen auf verschiedenen digitalen Kanälen transparente Informationen von der Idee und Planung bis zur Umsetzung. Aktuell liegt unser Fokus auf dem B2C-Geschäft, wir sind aber bereits dabei, den B2B-Bereich aufzubauen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir mussten und müssen immer noch alte Strukturen bei unseren Lieferanten aufbrechen, um an die Produkte zu kommen, die wir unseren Kunden gerne anbieten möchten und die diese am häufigsten nachfragen. Viele „Premium”-Hersteller wollen ihre Produkte exklusiv über den stationären Handel anbieten.

Wir sind zu 100% bootstrapped und haben uns von Anfang an aus unseren Verkäufen finanziert. In dem Zusammenhang legen wir bis heute viel Wert darauf, unser Team so effizient wie möglich aufzustellen – in erster Linie durch ein sorgfältiges Recruiting, um die besten Bewerber für uns zu gewinnen.

Wer ist die Zielgruppe von Swimmondo?

Wir bedienen eine recht breite Zielgruppe. Grundsätzlich erst einmal alle Haushalte, die einen Garten besitzen. Besonders spannend sind natürlich Familien mit Kindern und Personen, die beispielsweise gerade in Rente gehen, und sich mit einem Pool gesundheitlich etwas Gutes tun möchten. Hinzu kommen außerdem auch Hobby- und Profi-Sportler, die sich private Trainingsmöglichkeiten wünschen.

Wie funktioniert Swimmondo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir zeichnen uns durch unseren digitalen und transparenten Ansatz aus. Viele Anbieter am Markt sind noch nicht kundenfreundlich genug aufgestellt. Beispielsweise brauchen sie zu lange in der Angebotserstellung und bei der späteren Ausführung. Oder sie kommunizieren nicht lückenlos mit ihren Kunden, also halten sie nicht zu jedem Bau- und Lieferschritt auf dem Laufenden.

Wir hingegen wickeln alle Prozesse, bei denen es möglich ist, digital ab. Beispielsweise konfigurieren wir den Traumpool unserer Kunden per Videokonferenz in 3D und erstellen danach direkt ein Angebot. Dieses können unsere Kunden online über ihr persönliches Kunden-Dashboard abrufen. In diesem Dashboard ist es zudem möglich, den jeweiligen Pool per Augmented Reality in den Garten zu “projizieren” und so zu schauen, wie der Pool in der gewünschten Größe auf das Grundstück passt.

Swimmondo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Während wir im Moment zu über 90% direkt an Endkunden verkaufen, freuen wir uns wie bereits erwähnt zunehmend über B2B-Kunden wie Gartenbauer und Architekten. Dieses B2B2C-Geschäft werden wir stark ausbauen. Unseren B2B-Kunden werden wir somit in Zukunft auch unsere eigens entwickelte Software-Plattform zur Verfügung stellen, um sie zu befähigen, schlank und kundenorientiert Projekte abzuwickeln.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ein komplementäres Team ist vor allem in der Anfangsphase extrem wichtig. Bei der Co-Founder- oder Founding-Team-Suche solltet ihr darauf achten, dass ihr euch perfekt ergänzt. Auch im weiteren Verlauf ist es ausschlaggebend, einen sorgfältigen Recruiting-Prozess zu etablieren, um nur die besten Bewerber zu finden.

Digitale Entwicklung nachhaltig aufstellen. Wir benutzen ganz intensiv Low-Code-Plattformen, um unsere Prozesse zu digitalisieren und im nächsten Schritt zu automatisieren.

Kreativ bleiben und mit Best Practices nach Lösungen suchen. Es gibt oft eine offensichtliche Lösung zu einer Herausforderung, die jedoch meist auch am teuersten ist. Als “gebootstrapptes” Start-up muss man manchmal etwas kreativer werden und tiefer eintauchen, sich Wissen aneignen (Podcasts, Online Research und Best Practices von anderen Start-ups) und am Ende die Lösung mit dem besten Kosten/Nutzen Verhältnis wählen.

Wir bedanken uns bei Axel Altweger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid offen für Veränderungen

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Lemontaps

Das Startup Lemontaps  ist Teil der Gründermotor Meisterklasse#7: In diesem Interview erzählen die Gründer:innen mehr

Stellt euch und euer Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Raji und Anna, die beiden Gründer von Lemontaps und als Digital Natives haben wir uns schon immer gefragt, wieso man eigentlich noch Papiervisitenkarten benutzt? Die ganze Welt ist digital und legt Wert auf Nachhaltigkeit, aber wenn es um den Kontaktaustausch geht, verteilt man hunderte Papierkarten, die dann auch noch manuell abgetippt werden müssen. Außerdem sind dann meistens noch weitere Schritte notwendig, um wirklich in Kontakt zu treten, z.B. schickt man noch eine E-Mail hinterher, vergibt Flyer und Broschüren und vernetzt sich auf Linkedin. Zudem müssen bei jeder kleinen Änderung wieder neue Karten gedruckt werden. 

Hier greift die Idee von Lemontaps. Lemontaps macht das Networking digital & nachhaltig.  Der Kern ist ein digitales Profil in Form einer Webseite. Diese Webseite lässt sich ganz einfach über eine smarte Karte, einen QR-Code oder einen Link mit einem anderen Handy teilen. Auf dem digitalen Profil kann man nicht nur die gängigen Kontaktinformationen wie Mailadresse, Telefonnummer und Anschrift angeben, sondern auch Dokumente, Flyer und Links zu verschiedenen sozialen Netzwerken hinterlegen. Empfänger können nun den Kontakt mit nur einem Klick direkt in das Telefonbuch einspeichern und können sogar ihre Kontaktdaten DSGVO konform mit dem Lemontaps Nutzer teilen. 

Wir bei Lemontaps bieten also eine einfache, effiziente und nachhaltige digitale Lösung an, um unseren Nutzern ein persönliches Erlebnis beim Austausch der Kontaktinformationen zu ermöglichen. 

Neben uns Gründern besteht das Team aus drei Entwicklern, zwei Mitarbeitern im Marketing und einer Vertrieblerin. 

Warum habt ihr euch entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Raji und ich hatten beide schon immer Interesse und Freunde am Gründen. Beispielsweise hat Raji in Karlsruhe ein Food-Startup gegründet. 

Als ich während meines Auslandssemester in den USA gemerkt habe, dass es sehr schwierig ist, eine geeignete Wohngemeinschaft zu finden und Raji in Karlsruhe dasselbe Problem hatte, kam uns die Idee eine internationale WG-Plattform zu gründen. Dies war unser erstes Startup, welches wir während unserer Studentenzeit verfolgt haben. Diese Idee war wegen der Covid-Pandemie irgendwann nicht mehr lukrativ und dementsprechend nicht mehr umsetzbar. Daraufhin haben wir einen damaligen Konkurrenten dabei geholfen, von Barcelona in den deutschen Markt zu expandieren. Ein paar kleine Projekte wie zum Beispiel das Betreiben eines Popup-Store für Merchandise haben wir auch ausprobiert. Wir haben also immer viel ausprobiert, waren schon immer daran interessiert zu Gründen und hatten auch Freude daran. 

Schließlich haben wir uns wieder an unser Problem mit den Visitenkarten erinnert und uns vermehrt auf den Bereich Internet of Things konzentriert und sind schließlich auf die Idee von Lemontaps gekommen.

Wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?

Wir haben uns während des Studiums kennengelernt. Wir haben beide am KIT in Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Und wir haben uns am Anfang unseres Studiums, während der Orientierungs- und Einführungswoche, kennengelernt und sind Freunde geworden. Raji war schon immer am Gründen und allem was damit zu tun hat interessiert und hat zu der Zeit auch schon bei einem Gründungswettbewerb mitgemacht. Durch sein Interesse am Gründen bin Ich auch auf das Thema Gründen aufmerksam geworden. Dann haben wir im Laufe der Zeit immer mehr Projekte zusammen gestartet und jetzt sind wir hier!

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei euch aus?

Vormittags bearbeiten wir alle operativen Aufgaben. Wir halten Teammeetings ab und beantworten Anfragen und Probleme unserer Kunden. Nachmittags versuchen wir uns Zeit zu blockieren, um strategisch zu arbeiten. Da geht es dann darum, wie wir Lemontaps voranbringen können. Wir schauen uns unsere aktuellen Herausforderungen an und versuchen unser Produkt immer weiter zu verbessern und unsere Vertriebswege auszubauen. Da wir mit Lemontaps ein Tool fürs Netzwerken machen, betreiben wir auch selbst viel Networking und lieben es neue Menschen kennenzulernen. Dies ist in den meisten Fällen auf Events oder LinkedIn. 

Generell arbeitet unser ganzes Team hybrid. Wir haben unser Office in Stuttgart, aber die Hälfte unseres Teams arbeitet remote.

Was unterscheidet euch von anderen Unternehmen?

Zum einen unser Team. Wir haben ein junges und motiviertes Team aufgebaut. Unser Durchschnittsalter bei Lemontaps beträgt knapp 25 Jahre. Alle haben eine Hands On Mentalität und den Drive, viel zu selbst zu erlernen, weshalb uns die Zusammenarbeit richtig viel Spaß macht. Da jeder bei Lemontaps, egal ob Praktikant oder Mitarbeiter, ab Tag 1 direkt viel Verantwortung bekommt, ist die Lernkurve für uns alle sehr viel steiler als bei anderen Unternehmen. Getreu nach unserem Motto „Persönlich durch und durch“ sieht auch der Umgang untereinander aus. Wir sind mit unseren Kunden genauso persönlich in Kontakt wie mit unserem Team. Dies führt zu vielen unterhaltsamen Videokonferenzen und positiven Vibes während der Arbeit. Es ist einfach unbezahlbar, wenn man eine Videokonferenz mit einem Lächeln auf den Lippen verlässt.

Zum anderen unterscheidet sich auch unser Produkt von anderen Unternehmen. 

Kaum Konkurrenten bieten die Sicherheit und den Datenschutz innerhalb der digitalen Visitenkarte an, die wir anbieten. Zudem lässt sich die Plattform für Unternehmen und Firmen nirgendwo so personalisieren wie bei uns. 

Wer ist eure Zielgruppe?

Generell besteht unsere Zielgruppe aus Menschen, die in ihrem Job viel netzwerken. Im Allgemeinen spricht unser Produkt alle Leute an, die sich bei dem Austausch von Kontaktinformationen den Papierkram sparen wollen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist und die eine einfache und effiziente Lösung wollen, um mit Leuten in Kontakt zu bleiben und neue Kontakte zu knüpfen. Gerade bei Vertrieblern und Maklern von Versicherungen oder Immobilien, die regelmäßig viele Kontakte knüpfen, bietet Lemontaps einen großen Mehrwert an. 

Warum habt ihr euch für die Gründermotor Meisterklasse#7 beworben?

Wir haben uns für die Meisterklasse#7 beworben, um besseren Zugang zu der Stuttgarter Gründerszene und zu Stuttgarter Unternehmen zu bekommen. Zudem hat die Meisterklasse ein großartiges Programm aufgesetzt, um uns vertieftes Wissen in Organisationsaufbau, Vertrieb und Fundraising mitzugeben. 

Außerdem fanden wir es super, dass man von Mentor:innen unterstützt wird, die selbst die Erfahrung gemacht haben und ihre Learnings und ihr Wissen uns mit auf den Weg geben können. 

Wie ist der Ablauf der Meisterklasse?

Die Meisterklasse ist am 25.03. gestartet. Die Meisterklasse beinhaltet 13 Termine, die jeweils freitags stattfinden. Es werden die verschiedensten Themen behandelt wie zum Beispiel Sales Training, Investor Sparring oder Fundraising und noch vieles mehr. Zudem hat man nach jedem Termin noch eine Stunde Zeit sich mit seinem Mentor:in zusammen über Fragen, Probleme und Learnings auszutauschen.

Wie werdet ihr von den Mentor:innen in der Meisterklasse unterstützt?

Uns wurde ein Mentor zugeteilt, der uns freitags nach den Terminen eine Stunde zur Verfügung steht. Wir können mit unserem Mentor frei jedes Thema besprechen, welches uns gerade beschäftigt und er gibt uns wertvolles Feedback. Außerdem bringt er uns auch mal aus unserem operativen Denken heraus und bringt uns dazu über wichtige strategische Themen nachzudenken. Er pusht unsere Motivation und holt aus uns viel heraus. Wie bei unserem Mentor, merkt man auch bei den anderen Mentor:innen die enorme Erfahrung. Alle waren entweder in einem Startup tätig oder haben selbst gegründet. Sie können dementsprechend einem sehr viel mitgeben und man beendet die Termine immer mit vielen neuen Einblicken, Ideen und Learnings.

Wo möchtet ihr am Ende der Meisterklasse stehen?

Unser Ziel ist es am Ende der Meisterklasse einen perfekten Pitch für Lemontaps zu haben, um Investoren für unsere nächste Runde zu überzeugen. Außerdem wollen wir gut mit der Stuttgarter Gründerszene und den Partnerunternehmen der Meisterklasse vernetzt sein. 

Wo seht ihr euch und euer Startup in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind wir mit Lemontaps der Marktführer in Europa, ein weltweiter Player für digitale Visitenkarten und wir sind die perfekte Lösung für das effiziente Kontaktdaten-Management.

Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Den ersten wichtigen Tipp, den wir angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben würden, ist dass man sich immer mit erfahrenen Gründer:innen austauschen sollte. Generell ist es einfach so viel wert, wenn man sich mit Leuten austauscht, die eine Runde weiter sind als man selbst. So spart man sich in der Zukunft viele eigene Learnings. Meinungen und Ratschläge von Experten sind einfach unbezahlbar.

Der zweite Tipp ist, dass es wichtig ist seinen Kunden zu verstehen, besser gesagt ihn wirklich richtig zu verstehen. Man muss das Problem der Kunden wirklich verstehen und auch verstehen, wie man dieses Problem für ihn lösen kann. 

Außerdem sagt einem jeder am Anfang, dass die Idee super ist, weil niemand aus deinem Bekanntenkreis unhöflich sein will. Wie man Interviews so führt, dass selbst die eigene Mutter einen noch nicht mal anlügen kann, hat uns das Buch „The Mom’s Test“ gezeigt. 

Der dritte Tipp von uns wäre folgender: Seid offen für Veränderungen. Auf dem Weg des Gründens muss man nicht nur sich selbst immer wieder verändern und sich neu entdecken, sondern auch die eigene Idee oder das eigene Produkt sollte immer verändert oder angepasst werden. Wie in vielen anderen Lebenssituationen bedeutet auch beim Gründen Stillstand nie etwas Gutes. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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