Montag, Januar 19, 2026
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Warum Vertrieb ohne Community heute nicht mehr funktioniert

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Insights für Gründer und Führungskräfte

Der Vertrieb ist das Herzstück jedes erfolgreichen Unternehmens. Doch in einer immer komplexer werdenden Welt stoßen selbst die besten Vertriebsteams an ihre Grenzen. Neue Technologien, anspruchsvolle Kunden und der Wettbewerb um die besten Talente machen den Vertrieb zu einer der herausforderndsten Disziplinen im Business.

Für Gründer und Führungskräfte ist es daher essenziell, die richtigen Werkzeuge und Netzwerke zu nutzen, um diese Herausforderungen zu meistern. Eine der vielversprechendsten Antworten: Communities.

Die neuen Herausforderungen im Vertrieb

1. Komplexere Kaufentscheidungen

Während früher oft ein Entscheider ausreichte, um einen Deal abzuschließen, treffen heute in großen Unternehmen mehrere Stakeholder gemeinsam Entscheidungen. Im Durchschnitt sind sechs bis zehn Personen an einem B2B-Kaufprozess beteiligt. Diese Dynamik verlängert nicht nur den Verkaufsprozess, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit von Interessenkonflikten und Verzögerungen.

2. Technologieflut und schnelle Entwicklungen

Von KI-gestützter Lead-Generierung bis hin zu CRM-Systemen mit prädiktiver Analyse: Die Technologien im Vertrieb entwickeln sich rasant weiter. Doch welche Tools sind wirklich nützlich, und wie setzt man sie effizient ein? Vertriebsteams müssen ständig lernen und sich anpassen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

3. Talente gewinnen und binden

Der War for Talent betrifft nicht nur technische Berufe – auch im Vertrieb wird es immer schwieriger, die besten Mitarbeiter zu finden und zu halten. Unternehmen müssen attraktive Perspektiven bieten, die weit über das Gehalt hinausgehen, wie Weiterentwicklungsmöglichkeiten und ein inspirierendes Netzwerk.

4. Motivation aufrechterhalten

Vertrieb kann einsam sein. Der ständige Druck, Ergebnisse zu liefern, gepaart mit der emotionalen Belastung durch Ablehnungen, macht es schwierig, langfristig motiviert zu bleiben. Hier braucht es mehr als ein paar Incentives – es braucht eine Gemeinschaft, die inspiriert und unterstützt.

Warum sind Communities die Antwort?

1. Netzwerke erweitern Perspektiven
 In einer Community treffen Sie Menschen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen – und vielleicht schon Lösungen gefunden haben, die Ihnen fehlen. Diese Verbindungen ermöglichen es, Best Practices zu teilen und voneinander zu lernen.

2. Wissen wird demokratisiert
 Die besten Communities bieten eine Plattform, auf der Wissen kuratiert und praxisnah vermittelt wird. Das spart Zeit und liefert konkrete Ansätze, die direkt umsetzbar sind – von Vertriebstechniken über Tools bis hin zu Marktstrategien.

3. Employer Branding und Recruiting
 Communities ziehen Top-Talente an. Wer Teil einer starken Community ist, zeigt Engagement und Innovationskraft – das spricht potenzielle Mitarbeiter an und macht es leichter, die besten Köpfe zu gewinnen.

4. Motivation und Inspiration
 Der Austausch mit Gleichgesinnten gibt Energie. Events, Challenges und gemeinsame Erfolge schaffen ein Gefühl von Zugehörigkeit, das weit über den beruflichen Alltag hinausgeht.

Wie unterstützen Communities Vertriebsteams konkret?

Für Vertriebler:

  • Praxisnahe Weiterbildung: Lernen Sie die neuesten Verkaufstechniken und Tools kennen, die in der Praxis funktionieren.
  • Austausch auf Augenhöhe: Finden Sie Antworten auf Ihre drängendsten Fragen, sei es zur Neukundenakquise oder zur Optimierung der Pipeline.
  • Neue Energie: Networking und inspirierende Events motivieren und fördern die persönliche Entwicklung.

Für Führungskräfte:

  • Strategischer Input: Communities bieten Zugang zu erprobten Wachstumsmodellen und helfen bei der Skalierung von Teams.
  • Top-Talente finden: Der Austausch innerhalb einer Community macht es leichter, herausragende Talente zu identifizieren.
  • Positionierung: Sich als aktiver Teil einer Community zu zeigen, stärkt das eigene und das Unternehmensimage – sowohl bei Kunden als auch bei Mitarbeitern.

Welche Community passt zu mir?

Women in Sales Network

Diese Community ist die erste Anlaufstelle für Frauen im Vertrieb, die ihre Karrieren vorantreiben wollen. Mit regelmäßigen Events, Mentoring-Programmen und einer starken Online-Plattform bietet das Women in Sales Network Frauen nicht nur Unterstützung, sondern auch eine Plattform, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen. Diese Community ist ein Katalysator für Frauen, die sich in einer männerdominierten Branche behaupten und gleichzeitig ein starkes Netzwerk aufbauen möchten.

Hyrise

Bekannt aus der „Höhle der Löwen“, hat sich Hyrise als die Plattform für aufstrebende Sales-Talente etabliert. Hyrise bietet nicht nur Weiterbildungsangebote, sondern auch Karriere-Coachings, die speziell auf die Bedürfnisse junger Vertriebler zugeschnitten sind. Das Unternehmen hilft sowohl Talenten als auch Unternehmen, die richtigen Vertriebler zu finden. Mit diesem zweigleisigen Ansatz ist Hyrise nicht nur ein wertvoller Partner für Sales-Rekrutierung, sondern auch eine einzigartige Plattform für kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung.

Pavilion

Pavilion ist eine globale Community, die sich auf Go-to-Market-Führungskräfte konzentriert und eine Plattform bietet, auf der die Mitglieder ihre Herausforderungen teilen und Lösungen finden können. Mit über 250 Mitgliedern in Deutschland, einer aktiven Slack-Community und einem „Give to receive“-Ansatz ermöglicht Pavilion Führungskräften, ihre Netzwerke zu erweitern und neue Perspektiven zu gewinnen. Diese Community ist für Führungskräfte, die ihre Karrieren und Teams auf das nächste Level bringen wollen, und bietet tiefgehende Einblicke in Themen wie Vertriebsstrategie, Skalierung und Organisation.

ARRtist Circus

Der ARRtist Circus ist nicht nur eine Veranstaltung, sondern eine Plattform für echte Transformation im Vertrieb. Als Europas größtes Learning- und Networking-Festival für Revenue-Teams bietet der Circus mehr als 1.500 Teilnehmern die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen wie Sales, Customer Success, RevOps, PreSales und Partnerships zu lernen und sich auszutauschen. Mit über 100 Experten und einer einzigartigen Atmosphäre von Team-Challenges und Leadership-Dinners sorgt der ARRtist Circus dafür, dass Vertriebsteams nicht nur Wissen mitnehmen, sondern auch inspiriert und motiviert werden. Hier geht es nicht nur um Wissen – es geht darum, diese Erkenntnisse in konkretes Handeln umzusetzen und als Team zu wachsen. Wer hier Teil der Community wird, kann sich sicher sein, dass er vom ersten Tag an ein wertvolles Netzwerk aufbaut.

Fazit: Vertrieb braucht Gemeinschaft

Die Herausforderungen im Vertrieb sind groß, aber sie bieten auch eine riesige Chance. Communities bieten den Rahmen, diese Herausforderungen zu nutzen – durch Wissen, Netzwerke und Inspiration. Ob beim ARRtist Circus, Pavilion oder Hyrise: Der erste Schritt in eine Community ist der erste Schritt in eine erfolgreichere Zukunft für Unternehmen, Teams und Individuen.

Warum warten? Machen Sie den Schritt und erleben Sie selbst, wie Communities Ihr Unternehmen transformieren können.

Foto: v.l.n.r. Robert Anders (Pavilion Chapter Lead Berlin), Olimpia Hordynski (Founderin – Women in Sales Network), Dominic Klingberg (Co-Founder – ARRtist Circus), Dominic Blank (Co-Founder – Hyrise) © Bettertrust GmbH

Autor Seyit Binbir

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie könnte CO₂-Mineralisierung die Bauindustrie für immer verändern?

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Paebbel Miki Yokoyama von Aurum Impact @Aurum Impact und Paebbl

Paebbl wandelt eingefangenes CO₂ in Baumaterialien um und macht die Bauindustrie zum Treiber im Kampf gegen den Klimawandel

Können Sie uns Paebbl und die zugrunde liegende Technologie zur CO₂-Mineralisierung näher vorstellen?

Paebbl ist ein nordisch-niederländisches Unternehmen, das eingefangenes CO₂ in Baumaterialien umwandelt, die dauerhaft Kohlenstoff speichern. So schaffen wir eine zukunftsfähige Wertschöpfungskette für die Speicherung von CO₂ und machen die Bauindustrie zu einem zentralen Akteur bei der Bekämpfung des Klimawandels.

Bei Paebbl haben wir ein chemisches Verfahren zur Kohlenstoffspeicherung entwickelt, das die natürliche CO₂-Mineralisierung um den Faktor 10 Millionen beschleunigt. Das Verfahren basiert auf der Reaktion von eingefangenem CO₂ mit Silikatgestein in einem energieeffizienten industriellen Prozess.

Welche Vision verfolgt Paebbl, und wie hat die Zusammenarbeit mit Aurum Impact zur Verwirklichung dieser Vision beigetragen?

Marta: Unsere Vision ist es, ein Portfolio an praktischen Anwendungen für unser Produkt „Re-stored Carbon“ zu schaffen – beginnend mit der Bauindustrie. Die Beteiligung von Aurum Impact an der Series A Finanzierungsrunde ist für uns besonders wertvoll, da die Goldbeck Familie tief in der Bauindustrie verwurzelt ist. Gemeinsam wollen wir grundlegende und dringend notwendige Veränderungen in diesem Sektor vorantreiben.

Miki: Aurum Impact ist Teil des Goldbeck Family Office, das zu einem der größten inhabergeführten Bauunternehmen in Deutschland gehört. Die direkte Verbindung zwischen Paebbl und Goldbeck, einem der führenden deutschen Bauunternehmen, sowie Capnamic als Lead Investor und Partnern wie Amazon und dem Schweizer Baustoffkonzern Holcim, schafft optimale Voraussetzungen, um Paebbls Vision zügig auf den Markt zu bringen und von gemeinsamen Interessen zu profitieren.

Frau Sjögren, wie ist die Idee für Paebbl entstanden, und welche Meilensteine haben Sie seit der Gründung erreicht?

Marta: Paebbl wurde 2021 als paneuropäisches Kollaborationsprojekt gegründet. Meine Mitgründenden sind die Unternehmerin und Investorin Jane Walerud, der niederländische Wissenschaftler Pol Knops sowie der Ingenieur und Unternehmer Andreas Saari.

Unsere Technologie basiert auf 20 Jahren Forschung, wobei mein Mitgründer Pol die CO₂-Mineralisierung in der Industrie und Wissenschaft maßgeblich vorangetrieben hat – und dies in einer Vielzahl renommierter Institutionen.

Seit der Gründung ist Paebbl schnell gewachsen. In den ersten 18 Monaten haben wir den Weg von Tests im Labor über Bench-Scale-Experimente hin zu einer voll funktionsfähigen Pilotanlage geschafft, die täglich 250 kg CO2-speicherndes Material produziert. Die schnelle Skalierung zeigt sich auch beim Bau des Demonstrationswerks, das in unter zwei Jahren von der Konzeptphase zur fast vollständigen Fertigstellung gelangt ist – deutlich schneller als der branchenübliche Zeitrahmen.

Im Mai dieses Jahres hat Paebbl seine erste Tonne CO2-Speicherung erreicht. Im Oktober konnten wir mit einer Series A Finanzierung in Höhe von 25 Millionen US-Dollar einen weiteren Meilenstein setzen, wobei wir Capnamic, Holcim, Aurum Impact und den Climate Pledge Fund von Amazon als neue Investoren begrüßen durften.

Wie funktioniert der Prozess der CO₂-Mineralisierung genau, und was macht die Technologie von Paebbl so einzigartig?

Marta: Paebbl hat eine Technologie entwickelt, die eingefangenes CO₂ in ein ergänzendes zementäres Material (auf Englisch: supplementary cementitious material (SCM)) umwandelt. Dies bietet einen doppelten Klimavorteil: Das mineralische Produkt speichert das CO₂ dauerhaft und dient gleichzeitig als Ersatz für emissionsintensive Materialien, die heute in der Betonproduktion verwendet werden.

Andere Methoden zur Nutzung von CO₂ in der Betonherstellung basieren darauf, CO₂ in gasförmiger Form während des Aushärtens in den Beton einzuspritzen. Dies beschleunigt zwar die Härtungszeit, hat jedoch nur eine sehr begrenzte CO₂-Aufnahmekapazität von wenigen Prozent pro Tonne Beton.

Unser Material besteht zu 20-30 % aus CO₂ und ist ein trockenes Mineralpulver. Es kann wie herkömmlicher Zement und andere SCMs transportiert und eingesetzt werden und ermöglicht eine deutlich höhere Menge an gespeichertem CO₂ pro Tonne Beton.

Welche Herausforderungen mussten Sie bei der Entwicklung und Skalierung dieser Technologie bewältigen?

Marta: Technologien zur CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) erfordern erhebliche Investitionen – sowohl in die Infrastruktur zur CO₂-Abscheidung als auch in die Anpassung industrieller Prozesse, um CO₂ in Materialien wie Beton zu nutzen. Doch wie Paebbl zeigt, sinken die Kosten, sobald die Technologie breiter angewendet wird. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass viele Branchen und Verbraucher das Potenzial von CCUS-Technologien noch nicht vollständig erkennen, insbesondere wenn es um die Nutzung von CO₂ in Produkten wie Beton geht. Zudem gibt es Vorbehalte gegenüber Materialien mit eingebettetem CO₂, da Bedenken hinsichtlich Haltbarkeit oder Qualität bestehen.

Wir begegnen diesen Herausforderungen durch gezielte Zusammenarbeit mit Industriepartnern, Medienkampagnen und Auftritten auf Fachkonferenzen. Wenn ich von Veranstaltung zu Veranstaltung reise und so viele Menschen wie möglich treffe, habe ich immer eine kleine Figur dabei, die über unseren Prozess hergestellt wurde – als Proof of Concept. Ein gutes Beispiel hierfür war die Konferenz Slush in 2024: Der diesjährige Willkommensschriftzug „SLUSH“ wurde mit Paebbls Technologie gefertigt.

Wie gewährleistet Paebbl, dass die Materialien sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig sind?

Marta: Wir setzen auf energieeffiziente Produktion, um die Kosten niedrig zu halten und gleichzeitig die ökologische Wirkung zu maximieren. Unsere Materialien ersetzen traditionelle Zementkomponenten nahtlos und lassen sich problemlos in bestehende Bauprozesse integrieren. Durch Partnerschaften mit führenden Bauunternehmen treiben wir die Akzeptanz unserer Materialien voran, erhöhen unsere Produktionskapazitäten und tragen dazu bei, den CO₂-Fußabdruck von Beton deutlich zu verringern. Diese Kombination aus Effizienz, Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit macht unsere Produkte sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich.

Angesichts der Klimaziele: Welche Rolle kann Paebbl konkret in der Transformation der Zement- und Bauindustrie spielen?

Marta: Unsere Technologie bietet eine kohlenstoffnegative Alternative zu herkömmlichen Zementkomponenten und adressiert damit eine der größten Quellen globaler CO₂-Emissionen. Durch den Einsatz von Paebbls CO₂-speichernden Materialien kann die Bauindustrie ihren CO₂-Fußabdruck erheblich reduzieren, ohne dabei Kompromisse bei der Festigkeit und Langlebigkeit moderner Infrastruktur einzugehen.

Unsere Materialien senken nicht nur Emissionen, sondern entfernen aktiv CO₂ aus der Atmosphäre. Dies eröffnet die Möglichkeit, das Bauwesen in eine Kohlenstoffsenke zu verwandeln, in der Gebäude und Infrastruktur nicht nur ihren funktionalen Zweck erfüllen, sondern auch langfristig CO₂ speichern und so zum Klimaschutz beitragen.

Darüber hinaus unterstützt Paebbl mit seinem Ansatz eine Kreislaufwirtschaft im Bausektor, indem nachhaltige Materialien bereitgestellt werden, die die Abhängigkeit von emissionsintensiven Produktionsprozessen verringern. Durch enge Zusammenarbeit mit führenden Bauunternehmen und die Skalierung unserer Technologie wollen wir die Dekarbonisierung einer traditionell CO₂-intensiven Industrie praktisch und zugänglich machen.

Welche Partnerschaften oder Kooperationen sind entscheidend, um die Technologie von Paebbl global zu etablieren?

Marta: Unsere Investorengruppe leistet einen großen Beitrag zu unserer Entwicklung, während wir gleichzeitig von Partnerschaften und Unterstützung aus verschiedenen Bereichen profitieren.

Im vierten Quartal dieses Jahres haben wir eine Förderung vom niederländischen Klimaministerium bekommen. Neben staatlicher Förderung haben wir akademische Kooperationen mit führenden Institutionen wie der University of Guelph (Kanada), dem KTH Royal Institute of Technology (Schweden), der University of Oxford (UK), der RWTH Aachen University (Deutschland) und der University of Twente (Niederlande) aufgebaut.

Darüber hinaus haben wir eine Vorausvereinbarung zur Kohlenstoffspeicherung mit Stripe und Shopify über Frontier abgeschlossen. Aktuell führen wir Verhandlungen über große kommerzielle Verträge für Material aus unserem ersten Produktionsstandort (geplant für 2027) sowie für unser Demonstrationswerk in Rotterdam (Fertigstellung Q1 2025).

Marta: In der Bauindustrie zeichnen sich derzeit spannende Innovationen ab, die das Potenzial haben, CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren. Ein zentraler Fokus liegt auf der Wiederverwendung und dem Recycling von Materialien wie Beton und Stahl, um die Nachfrage nach neuen Rohstoffen zu senken. Durch die Aufbereitung von Materialien aus abgerissenen Gebäuden kann ihre Lebensdauer verlängert und der CO2-Fußabdruck neuer Bauprojekte erheblich verringert werden.

Ein weiterer vielversprechender Ansatz ist das modulare Bauen und die Vorfertigung von Bauelementen. Diese Methoden optimieren den Materialeinsatz, minimieren Abfälle und reduzieren Transportemissionen, indem Bauteile in kontrollierten Umgebungen außerhalb der Baustelle zusammengesetzt werden.

Zudem eröffnet der Einsatz von intelligenten Technologien, wie KI-gestütztem Energiemodelling und fortschrittlichen Kohlenstoffbilanz-Tools, neue Möglichkeiten zur Planung und Umsetzung von energieeffizienten Gebäuden. Zusammen mit innovativen Ansätzen wie Paebbls CO2-Speicherlösungen, schaffen diese Technologien eine solide Grundlage für eine nachhaltige Zukunft im Bauwesen.

Miki, warum hat sich Aurum Impact entschieden, in ein hardware-intensives Startup wie Paebbl zu investieren?

Miki: Paebbl passt hervorragend in unseren thematischen Fokus für direkte Startup-Investments. Das Unternehmen überzeugt mit einer bahnbrechenden Materialinnovation, die nicht nur eine vielversprechende Lösung für die Dekarbonisierung von Zement darstellt, sondern auch ein idealer Partner für Goldbeck ist, die dieses Ziel strategisch vorantreiben.

Paebbl hat unser strenges Screening erfolgreich durchlaufen, das eine umfassende Due-Diligence-Prüfung zu Impact-Kriterien, ESG-Aspekten und regelmäßigen Reportings umfasst. Noch entscheidender war jedoch, dass Paebbl’s Innovation in den Produktionsstätten von Goldbeck intensiv getestet wurde, was uns die Möglichkeit gab, uns aus erster Hand von der Machbarkeit des Projekts zu überzeugen.

Nicht zuletzt hat uns das Team rund um Marta und Andreas von Anfang an begeistert. Sie haben in kürzester Zeit gezeigt, dass sie nicht nur eine große Vision verfolgen, sondern diese auch entschlossen und wirkungsvoll umsetzen. Dabei sind sie unglaublich smart und sympathisch.

Wir scheuen uns nicht, in hardware-intensive Startups zu investieren – im Gegenteil, genau hier sehen wir eine Schlüsselrolle für Family Offices wie unseres.

Die Skalierung von Hardware ist eine große Herausforderung, da technologische Reife, Kundennachfrage und Finanzierung eng miteinander verzahnt sein müssen. Mit unserer langfristigen Perspektive und einem starken Netzwerk sind wir in der Lage, Paebbl beim Markteintritt und bei der Kundengewinnung gezielt zu unterstützen. Über das Aurum Impact-Netzwerk bieten wir außerdem eine solide Basis für weiteres Wachstum.

In Europa steht die CapEx-Finanzierung von hardware-intensiven Startups derzeit vor der sogenannten „First-of-a-Kind“-Herausforderung (FOAK), die weder durch traditionelle Venture-Capital- noch Projektfinanzierungsmodelle abgedeckt wird. Genau hier sehen wir unsere Stärke: Wir füllen diese Lücke und schaffen die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg.

Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Erfolgsfaktoren, um ein Startup wie Paebbl großflächig zu skalieren?

Miki: An erster Stelle stehen technologische Exzellenz und die Fähigkeit zur kontinuierlichen Innovation. Nur durch ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der Technologie kann man langfristig wettbewerbsfähig bleiben und sich etablieren.

Ebenso wichtig sind strategische Partnerschaften mit Akteuren aus der Industrie. Kooperationen mit etablierten Bauunternehmen und anderen relevanten Partnern ermöglichen nicht nur eine breite Marktdurchdringung, sondern schaffen auch Vertrauen und Akzeptanz.

Effizientes Marketing und eine klare und überzeugende Kommunikation der Vorteile sind ebenfalls wichtig. Dies hilft, potenzielle Kunden und Investoren für die Vision des Unternehmens zu gewinnen und den Mehrwert sichtbar zu machen.

Und nicht zuletzt: Ein agiler, kundenorientierter Ansatz, der es ermöglicht, auf neue Chancen schnell zu reagieren und Hindernisse frühzeitig zu überwinden. Genau das ist für eine erfolgreiche Skalierung entscheidend.

Welche Hindernisse müssen überwunden werden, um CO₂-negative Materialien zum neuen Standard in der Bauwirtschaft zu machen?

Miki: Ein großes Problem sind regulatorische Hürden und fehlende Anreize für den Einsatz neuer Technologien. Oft sind die Vorschriften noch auf traditionelle Materialien und Prozesse ausgerichtet, was die Einführung innovativer und nachhaltiger Alternativen erschwert.

Ein weiteres Hindernis ist die konservative Haltung innerhalb der Bauwirtschaft. Viele Unternehmen stehen Veränderungen skeptisch gegenüber, insbesondere wenn diese mit Unsicherheiten oder der Umstellung etablierter Prozesse verbunden sind. Um diese Haltung zu überwinden, bedarf es nicht nur der Aufklärung, sondern auch des konkreten Nachweises der Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit neuer Materialien und Technologien.

Hinzu kommen die hohen Anfangskosten, die oft mit der Umstellung verbunden sind. Diese können insbesondere für kleinere Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Um diese Hindernisse zu überwinden, sind Investitionen in die Forschung, Subventionen und finanzielle Anreize erforderlich, um den Übergang zu erleichtern und die breite Verwendung von kohlenstoffarmen Materialien zu fördern.

Bild: Miki Yokoyama von Aurum Impact @Aurum Impact und Paebbl

Wir bedanken uns bei Miki Yokoyama und Marta Sjögren für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie entsteht Hörspaß, der Kinder begeistert und Eltern entspannt?

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GALAKTO Bild TinyMonster Timo und Frank @ Nadine Stenzel Photography

GALAKTO bietet kinderfreundliche Audioplayer und Hörspiele, die offline, sicher und einfach nutzbar sind – für entspannten Hörspaß ohne digitale Ablenkung

Was steckt hinter GALAKTO, und wer sind die Menschen, die dieses innovative Audiosystem für Kinder entwickelt haben?

Frank Ließner und ich, Timo Dries, haben die Tiny Monster GmbH zusammen gegründet und teilen uns die Geschäftsführung. Wir kennen uns seit unserer gemeinsamen Tätigkeit bei Wooga. 2019 haben wir den App-Anbieter Fox & Sheep übernommen und dort über 35 Apps für Kinder auf der ganzen Welt entwickelt.

2013 hatte Frank die Idee zur Entwicklung von GALAKTO. Durch unsere Tätigkeit im Entertainment-Segment für Kinder, und dadurch, dass wir selbst Kinder haben, haben wir festgestellt, dass Datensicherheit nicht immer Priorität hat. Das hat uns Sorgen gemacht, deswegen wollten wir ein Produkt schaffen, das bei den Kindern für Spaß sorgt, und bei dem es keine Kompromisse bei der Datensicherheit gibt. GALAKTO benötigt keine Anmeldung, keine Internetverbindung und keine Eingaben von Daten – im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Geräten.

Welche Vision verfolgt GALAKTO langfristig, und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese zu erreichen?

Die Bedürfnisse von Kindern sind unser Fokus, GALAKTO setzt auf unendlichen Spaß, große Abenteuer mit tollen Inhalten und einem fantastischen Sound – ohne Kompromisse bei der Datensicherheit. Auch der Preis ist uns wichtig. Wir wollten den Player und die Hörspiele zu einem Preispunkt anbieten, so dass sich viele Familien das Gerät leisten können. Die Preise für Hörspielprodukte sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei ist es doch wichtig, dass sich so viele Familien für ihre Kinder hochwertige Inhalte nach Hause holen können.  

Was macht den GALAKTO Player einzigartig im Vergleich zu anderen Produkten im Markt der Kinder-Hörspiel- und Musikboxen?

Unser GALAKTO Player bietet, was viele Familien suchen: einen kinderfreundlichen Audioplayer, der komplett offline funktioniert. Kinder können ihn direkt auspacken, einen Audiotoken einklicken – und schon geht’s los. Kein WLAN, keine App, keine Ablenkung.

40 % aller Kinder in Deutschland geben an, von der digitalen Welt gestresst zu sein. Viele Familien haben, vor allem nach der Pandemie, genug von der digitalen Überlastung. Deshalb haben wir GALAKTO so entwickelt, dass Hörspiele hören das wird, was es sein sollte: einfach, entspannt und bildschirmfrei. Das macht uns nicht nur anders, sondern passt genau zu dem Alltag von Familien.

Zusätzlich ist bei uns alles ein bisschen mehr 2024: GALAKTO kann wireless oder über USB-C geladen werden. Der Akku hält bis zu 20 Stunden und der Klang – das ist im Grunde ja das Wichtigste beim Hören – ist sehr gut. Wenn der Dino im Hörspiel brüllt, klingt es so imposant wie es muss und wenn die Kinder laut DIKKA hören, dann ist auch spürbar Bass mit dabei. Denn ohne Bass macht Rap einfach weniger Spaß!

Die Partnerschaft mit den Youtuberinnen Viktoria&Sarina ist ein spannender Schritt. Was war die Motivation dahinter, und wie hat die Zusammenarbeit das Produkt bereichert?

Dass wir Sondereditionen bzw. saisonale Editionen von GALAKTO herausbringen wollen, war schnell klar. Die Marke soll Spaß machen, mit der Zeit gehen und für Kinder und Familien spannend bleiben. Diese Strategie ist bei unseren Content-Partner:innen von Anfang an auf offene Ohren gestoßen. Da Viktoria & Sarina eine eigene Hörspielreihe haben und eine sehr treue Fanbase, war es für uns die perfekte Kombination. So erreichen wir auch etwas ältere Kinder, für die wir im Hörbuchbereich tolle Angebote haben. Die Zusammenarbeit mit den beiden macht großen Spaß. Das Endergebnis – die Marshmallow-Rainbow-Edition – ist super schick geworden und kommt auch bei den Eltern sehr gut an. 

GALAKTO hat seinen Player in einer exklusiven ‚Toylino Edition‘ bei ALDI Nord platziert. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit, und wie wichtig sind solche Partnerschaften für Ihre Vertriebsstrategie?

Über einen unserer Produzenten kamen wir schon frühzeitig ins Gespräch mit ALDI Nord. Letzten Sommer saßen wir zum ersten Mal in Essen zusammen und haben GALAKTO vorgestellt. Wir hatten den ersten (vorzeigbaren) Prototypen dabei. Ich erinnere mich noch, dass ich ihn selbst zum ersten Mal an diesem Morgen im Essener Bahnhof in den Händen hielt. Interesse war da, weiteres jedoch noch nicht abzusehen. Nachdem wir dann kurz vor Weihnachten das finale Produkt zum Testen zu ALDI schickten, ging alles sehr schnell. Ich denke, die Kombination aus familienfreundlicher Preisgestaltung, Qualität sowie Geschwindigkeit und Flexibilität auf unserer Seite sind ein guter Fit.

Für uns ist diese Zusammenarbeit ein unglaublicher Kickstarter. Eine Kassenplatzierung – nach der Tiefkühlung wahrscheinlich der umkämpfteste Platz – ist für uns noch immer ein wenig surreal, zahlt aber direkt in unsere Strategie ein: GALAKTO muss dort stattfinden, wo Familien sind. Und dies ist oft beim gemeinsamen Einkauf. Selbst wenn die ganze Familie beim Shopping ihr eigenes Ding macht – an der Kasse kommen alle wieder zusammen. 

Die Erweiterung auf über 2.200 ALDI Nord Filialen ist beeindruckend. Welche Herausforderungen bringt diese Skalierung mit sich, und wie gehen Sie damit um?

Ich schätze die wenigsten Start-ups sind darauf vorbereitet, eine Woche nach Testlaunch, eine Kooperation in dieser Größenordnung auf den Tisch zu bekommen. Wir haben die Produktionskapazitäten nach oben geschraubt und weitere Produktionslinien aufgebaut. Deswegen waren wir auch zwischenzeitlich ausverkauft. Eine Produktion hat ausschließlich für ALDI produziert, während wir gleichzeitig weitere Produktionen aufbauen mussten, die für unseren Online Shop, Hugendubel, Thalia, Rossmann, Kitas und Bibliotheken weitere GALAKTO Player und vor allem Hörspiel-Token herstellen.

Hier hat sich ausgezahlt, dass jedes Teammitglied sehr erfahren ist – alle mit Background in Start-ups und Corporates. Das Team ist in den letzten Monaten über sich hinausgewachsen und ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen. Wir sind nach wie vor nur zu siebt.

Nachdem der Player im Sommer kurzzeitig ausverkauft war: Wie haben Sie das Produktions- und Logistikmanagement angepasst, um solche Engpässe in Zukunft zu vermeiden?

Wir haben weitere Produktionspartner aufgebaut und den Fulfillment-Dienstleister gewechselt, um der Nachfrage gerecht werden zu können. Zudem unterstützt uns Edel Distribution in der Zusammenarbeit mit den Handelspartner:innen. Sie sind absolute Fachleute was den Tonträger Markt angeht und wir profitieren stark von ihrer jahrzehntelangen Erfahrung.

Mit über 100 verfügbaren Token bietet GALAKTO eine breite Auswahl. Wie stellen Sie sicher, dass das Angebot für alle Altersstufen und Geschmäcker attraktiv bleibt?

Wichtig ist, sich so nah wie möglich an der Zielgruppe zu bewegen, wie möglich. Trends bei Kindern kommen schnell und verschwinden oft noch schneller. Durch unsere sehr kurzen Produktionszeiten können wir flexibel auf Trends reagieren. So begleiten wir im nächsten Jahr fast alle relevanten Kinostarts mit passenden Hörspielen. Auch eine Zusammenarbeit mit Viktoria & Sarina ist nur möglich, weil wir uns schnell und agil bewegen können. 

Das Wichtigste ist jedoch, im ständigen Austausch mit Kindern zu stehen und ganz viel zu testen.

Was können Ihre Kunden in den kommenden Jahren von GALAKTO erwarten? Gibt es bereits neue Features oder Produkte in Planung?

Für nächstes Jahr haben wir weitere Special-Editions geplant. Verraten können wir schon, dass in Q1 ein GALAKTO Player in Zusammenarbeit mit der Kinder-Rap-Band DEINE FREUNDE auf den Markt kommt. Ende des Jahres wird es auch eine Bibi Blocksberg Edition zu ihrem 50sten Geburtstag geben.

Content-seitig kommen weitere GALAKTO Originals, wie etwa unsere Crime-Fighting Hiphop Crew “Die Phantom Fünf”. 

Ein selbst bespielbarer Token befindet sich gerade in der Entwicklung.

Welchen Einfluss hat die Zusammenarbeit mit großen Handelspartnern wie Thalia, Müller und Hugendubel auf Ihre Marktpräsenz?

Die Zusammenarbeit ist für uns ein zentraler Baustein, um GALAKTO dort sichtbar zu machen, wo Familien einkaufen. Diese Geschäfte sind für viele Eltern ein fester Anlaufpunkt, wenn es um Geschenke, Bücher oder hochwertige Produkte für Kinder geht – genau dort möchten wir mit GALAKTO präsent sein.

Ein Vorteil ist auch, dass wir Hörspiele wieder zu einem Preis anbieten können, der perfekt in den sogenannten ‚Geburtstagsgeschenk-Sweet-Spot‘ fällt. Mit 10 Euro für einen Hörspiel-Token haben wir eine Preisklasse, die für viele Familienbudgets machbar ist – zusammen mit einer Tafel Schokolade oder einer kleinen Karte ergibt das ein tolles Geschenk, das Freude macht und gleichzeitig erschwinglich bleibt.

Darüber hinaus stärken diese Partnerschaften unsere Marke. Die Platzierung in solch renommierten Geschäften signalisiert den Kunden, dass GALAKTO ein hochwertiges und vertrauenswürdiges Produkt ist. Es gibt uns die Möglichkeit, in einem Umfeld wahrgenommen zu werden, das bereits für Qualität und Familienorientierung steht.

Für uns bedeutet das: mehr Sichtbarkeit, mehr Vertrauen und die Chance, noch mehr Familien zu erreichen und zu begeistern.

Bild TinyMonster Timo und Frank @ Nadine Stenzel Photography

Wir bedanken uns bei Frank Ließner und Timo Dries für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was steckt hinter dem Erfolg – und wie geht es weiter?

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bergbiber team bild

BergBiber steht für hochwertige, nachhaltige und mitwachsende Babybekleidung mit einem klaren Fokus auf soziale Verantwortung

Was bedeutet die Umfirmierung zur GmbH für BergBiber, und warum habt ihr euch für diesen Schritt entschieden?

Die Umfirmierung zur GmbH ist für BergBiber ein bedeutender Schritt, um unser Wachstum zu sichern und unsere Professionalität zu unterstreichen. Mit der Gründung der GmbH schaffen wir Vertrauen bei Partnern und Kunden. Dies ist auch die erste Vorbereitung um zukünftig mit Investoren ins Gespräch zu kommen.

Unsere Website bergbiber.de bleibt dabei ein zentraler Anlaufpunkt für unsere Kunden.

Wie hat sich BergBiber seit der Gründung entwickelt, und worauf seid ihr besonders stolz?

Seit unserer Gründung hat sich BergBiber von einer kleinen Idee zu einer etablierten Marke entwickelt, die für hochwertige, mitwachsende Babybekleidung steht. Wir konnten unser Ziel dieses Jahr um das Vierfache übertreffen. Unser Engagement, pro Bestellung €1 an schwerkranke Kinder zu spenden, wurde von unseren Kunden sehr geschätzt.

Das Gesamtfeedback unserer Kunden ist sehr positiv und das treibt uns weiter an.

Welche neuen Produkte plant ihr für 2025, und wie passt das zu eurer Vision?

Für 2025 planen wir eine Erweiterung unseres Sortiments um eine weitere Farbe und Kurzarm-Bodys. Dabei möchten wir unser Jahresergebnis verdoppeln. Bei weiterhin bestehendem Erfolg könnten wir uns auch vorstellen, Decken und Accessoires selbst zu produzieren, damit wir einen höheren Warenkorb erreichen. Auch hier ist das Ziel, die Produkte müssen 100 Tage passen und halten.

Dieses Jahr haben wir unser Sortiment bereits um eine weitere Farbe sowie um mitwachsende Mützen erweitert. Im personellen Bereich planen wir für 2025 mit Praktikanten und Werkstudenten, damit unser Wachstum auch bei der Content Produktion weiterhin abgedeckt ist.

Wie nehmt ihr das Feedback eurer Kunden auf, und wie beeinflusst es eure Produktentwicklung?

Wir hören aktiv auf das Feedback unserer Kundinnen – sei es durch direkte Rückmeldungen oder über Bewertungen auf bergbiber.de. Dieses Feedback ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Produktentwicklung. So haben wir dieses Jahr den Schnitt unserer Bodys bereits angepasst. Die Farbauswahl und das Design werden ebenfalls von der Community mitbestimmt.

Wie wichtig ist euch Nachhaltigkeit in der Produktion, und wie setzt ihr sie konkret um?

Nachhaltigkeit steht bei BergBiber im Mittelpunkt. Wir verwenden ausschließlich Bio-Baumwolle und arbeiten mit Produzenten zusammen, die faire Arbeitsbedingungen garantieren. Deshalb legen wir sehr viel Wert auf das GOTS-Zertifikat. Auf bergbiber.de informieren wir unsere Kunden transparent über unsere nachhaltigen Prozesse und Materialien.

Was sind eure Pläne, um eure Zielgruppe in Zukunft noch besser zu erreichen?

Wir möchten 2025 verstärkt auf Community-Building setzen. Dazu gehören sowohl lokale Events wie die jährliche Wendener Kirmes als auch unser Blog mit wöchentlich erscheinenden Kurzgeschichten zum Vorlesen auf bergbiber.de. Ziel ist es, den Austausch mit unserer Community zu intensivieren, hierbei legen wir den Fokus auf unser Newsletter Management.

Welche Herausforderungen seht ihr auf dem Weg, BergBiber als Marke weiter zu etablieren?

Eine Herausforderung bleibt die Differenzierung im stark umkämpften Markt der Babybekleidung. Durch unser klares Profil – 100 Tage Garantie, hochwertige, nachhaltige Produkte und unser soziales Engagement – sowie durch unsere starke Präsenz auf bergbiber.de heben wir uns jedoch erfolgreich ab.

Wie unterstützt ihr weiterhin Kinder und Familien über eure Kooperation mit KEKS e.V.?

Unsere Kooperation mit KEKS e.V. bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Pro Bestellung spenden wir €1 an schwerkranke Kinder und kommunizieren diese Initiative aktiv über unsere Plattform. Dadurch können wir nicht nur finanzielle Hilfe leisten, sondern auch das Bewusstsein für diese wichtige Arbeit stärken. Ein dickes Dankeschön an unsere Community, durch die wir in 2024 schon über 1.000€ Spenden konnten.

Wie reagiert der Markt auf eure 100-Tage-Passgarantie, und plant ihr, dieses Konzept weiter auszubauen?

Die 100-Tage-Passgarantie wird von unseren Kunden begeistert angenommen. Im Regelfall passen die Bodys sogar deutlich länger, in der Spitze bis zu 7 Monate.

Wir planen, dieses Konzept weiter auszubauen, indem wir es auf neue Produktkategorien erweitern. Unsere Mütze wurde schon erfolgreich eingeführt und ist auf bergbiber.de bereits gelistet.

Was macht euch als Team aus, und wie prägt eure familiäre Zusammenarbeit den Erfolg von BergBiber?

Als Familie zeichnet uns aus, dass wir kurze Wege haben und Entscheidungen durch unser gegenseitiges Vertrauen schnell treffen können. Jeder von uns bringt seine individuellen Stärken ein, wodurch wir flexibel und effizient arbeiten. Diese familiäre Zusammenarbeit ist der Schlüssel zu unserem Erfolg und spiegelt sich in der Authentizität unserer Marke und unserer Plattform bergbiber.de wider.

Bild Teambild@BergBiber

Wir bedanken uns bei Dennis Schumacher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: BergBiber

Kontakt:

BergBiber
Kasimirs Feld 4
D-57482 Wenden

bergbiber.de
info@bergbiber.de oder dennis@bergbiber.de

Ansprechpartner: Dennis Schumacher


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Wie ein Festival den Weg zur grünen Zukunft ebnet – und was noch kommen könnte?

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Maximilian Wasler

Im Interview mit Maximilian Wasler erfahren wir, wie das GREENTECH FESTIVAL sich seit seiner Gründung entwickelt hat, welche Meilensteine es erreicht hat und welche Pläne für die Zukunft auf dem Weg zur globalen Nachhaltigkeit eine Rolle spielen

Wie hat sich das GREENTECH FESTIVAL seit seiner Gründung entwickelt und was sind die größten Meilensteine, die es bisher erreicht hat?

Maximilian Wasler: Seit der Gründung im Jahr 2019 hat sich das GREENTECH FESTIVAL kontinuierlich weiterentwickelt und trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ein stetiges Wachstum verzeichnet. Ein bedeutender Meilenstein war 2024 der Umzug auf das Gelände der Messe Berlin, der es uns ermöglichte, größer denn je aufzutreten und unser Netzwerk zu erweitern. 

Besonders stolz sind wir auch auf unsere internationale Expansion: Seit 2021 haben wir mit der GTF Connect-Reihe globale Veranstaltungen in Metropolen wie London, Los Angeles und Singapur etabliert und dadurch eine weltweite Gemeinschaft aufgebaut.

Mit Blick auf 2025 setzen wir verstärkt auf den B2B-Bereich, um unsere Position als führende Plattform für unternehmerische Transformation und Dekarbonisierung weiter zu festigen. Diese strategische Ausrichtung unterstreicht unser Ziel, Unternehmen mit nachhaltigen Technologien untereinander zu vernetzen und konkrete Lösungen für die globale grüne Transformation anzubieten.

Welche Rolle spielt das Festival im globalen Kontext der Nachhaltigkeit und wie hilft es Unternehmen dabei, nachhaltige Lösungen zu präsentieren und zu fördern?

Das GREENTECH FESTIVAL ist eine führende globale Plattform für unternehmerische Transformation und Nachhaltigkeit. Mit Veranstaltungen in Berlin sowie in internationalen Städten wie London, Los Angeles und Singapur bringen wir Innovator:innen, Changemaker und Vordenker:innen aus aller Welt zusammen. Unsere Konferenzen, Ausstellungen und Networking-Formate schaffen einen Raum für den Austausch von Best Practices und branchenspezifischem Know-how. Unternehmen nutzen das Festival, um ihre nachhaltigen Technologien vorzustellen, Partnerschaften aufzubauen und ihre Geschäftsmodelle strategisch auf Dekarbonisierung und langfristige Nachhaltigkeit auszurichten. So trägt das GREENTECH FESTIVAL aktiv dazu bei, die globale Nachhaltigkeitsagenda voranzutreiben.

Wie ist die Balance zwischen den kommerziellen und den ideellen Zielen des Festivals, und wie schwer ist es, diese in Einklang zu bringen?

Maximilian Wasler: Einerseits streben wir wirtschaftlichen Erfolg an, um langfristig als Plattform für unternehmerische Transformation bestehen zu können. Andererseits liegt unser Fokus darauf, eine positive gesellschaftliche Wirkung zu erzielen und den globalen grünen Wandel voranzutreiben. Dieser Einklang ist herausfordernd, aber essenziell. Wir achten darauf, Partner und Projekte auszuwählen, die nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch nachhaltig sind. So gelingt es uns, Werte zu schaffen, die über den wirtschaftlichen Nutzen hinausgehen und unsere Vision einer dekarbonisierten Zukunft greifbar machen.

Welche Herausforderungen begegnen Sie bei der Auswahl der Unternehmen und Projekte, die auf dem Festival vertreten sind, um ein ausgewogenes Spektrum an Innovationen zu präsentieren?

Die größte Herausforderung bei der Auswahl der Unternehmen und Projekte besteht darin, ein ausgewogenes Spektrum an Innovationen abzubilden, das sowohl Branchenvielfalt als auch unterschiedliche Nachhaltigkeitsansätze umfasst. Wir achten darauf, Pionier:innen mit etablierten Marktführern zu kombinieren, um sowohl visionäre Ideen als auch skalierbare Lösungen zu präsentieren. Unser Ziel ist es, ein inspirierendes und zugleich praxisnahes Umfeld zu schaffen, das die Vielfalt der grünen Transformation widerspiegelt und alle Teilnehmer:innen motiviert, aktiv zur Dekarbonisierung beizutragen.

Wie hat Ihre persönliche Erfahrung im Sport- und Eventmanagement Ihre Herangehensweise beim Aufbau und der Führung des Festivals beeinflusst?

Maximilian Wasler: Jeder Sportler braucht ein funktionierendes Team. Selbst individuelle Athleten haben ein starkes Team hinter sich, das sie optimal auf ihren Wettkampf vorbereitet. Genauso ist es in der Eventbranche: Wir arbeiten als Team bis zum Tag X daran, alles bestmöglich vorzubereiten, um das beste Ergebnis zu erzielen. Die Erfahrung aus dem Sport – der Zusammenhalt im Team und das gemeinsame Hinarbeiten auf ein Ziel – ist auch in der Eventbranche essenziell. Besonders wichtig wird dieser Ansatz, wenn wir alle, intern wie extern, an einem übergeordneten Ziel arbeiten: die Dekarbonisierung voranzutreiben und langfristig unseren Planeten zu erhalten.

Inwiefern glauben Sie, dass große Events wie das GREENTECH FESTIVAL die Öffentlichkeit stärker für grüne Technologien und nachhaltiges Handeln sensibilisieren können?

Große Events wie das GREENTECH FESTIVAL haben eine enorme Kraft, Aufmerksamkeit für grüne Technologien und nachhaltiges Handeln zu schaffen. Sie bieten eine Bühne, um Innovationen sichtbar zu machen und komplexe Themen greifbar zu erklären. Durch die Verbindung von Expertenwissen, einer vielfältigen Ausstellung und innovativen Ideen erreichen wir gezielt ein B2B-Fachpublikum, aber auch die breite Öffentlichkeit. Veranstaltungen, wie das GTF sind Katalysatoren für Wandel, da sie Wissen, Vernetzung und konkrete Handlungsimpulse vereinen.

Welche Synergien ergeben sich aus Ihrer parallelen Arbeit bei Rosberg X Racing und dem Festival, und wie tragen diese zur Botschaft der Nachhaltigkeit bei?

Maximilian Wasler: Sowohl beim GREENTECH FESTIVAL als auch bei Rosberg X Racing steht die Sensibilisierung für den Klimawandel und die Förderung von Lösungen im Mittelpunkt. Diese gemeinsame Mission ermöglicht wertvolle Synergien, etwa durch die Präsenz von Rosberg X Racing als Partner und Aussteller beim Festival 2024. So konnten wir den nachhaltigen Rennsport als inspirierendes Beispiel präsentieren und gleichzeitig die Reichweite unserer Botschaft verstärken.

Wie sehen Sie die Rolle von Investitionen in grüne Technologien und Start-ups im Kontext des Festivals, und wie können diese Investitionen konkret gefördert werden?

Investitionen in grüne Technologien und Start-ups spielen beim GTF eine zentrale Rolle, da sie Innovationen vorantreiben und die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beschleunigen. Konkret fördern wir dies durch Formate wie das START-UP LAND, einen kostenlos zur Verfügung gestellten Ausstellungsbereich, die GREEN START-UP SLAMS, bei denen junge Unternehmen ihre Ideen auf der GTF-Bühne präsentieren können, sowie zahlreiche Networking-Möglichkeiten zwischen Investor:innen und Gründer:innen.

Wie sieht Ihre Strategie aus, um neue Zielgruppen, insbesondere jüngere Generationen, für das Thema Nachhaltigkeit und technologische Innovationen zu begeistern?

Maximilian Wasler: Das GREENTECH FESTIVAL richtet sich an Expert:innen und Visionär:innen aller Generationen und legt besonderen Wert darauf, junge Talente anzusprechen, da sie die treibende Kraft für die Zukunft sind. Durch Initiativen wie die Zusammenarbeit mit der Tomorrow University und die Vernetzung von Jobsuchenden und Unternehmen schaffen wir gezielte Formate, die junge Menschen ansprechen. Das Festival fördert den Dialog zwischen Erfahrung und frischen Perspektiven und bietet eine Plattform, um sich mit inspirierenden Persönlichkeiten und Innovator:innen zu vernetzen. Auch Bewegungen wie Fridays for Future und die Letzte Generation waren bereits Teil des Programms.

Welche Bedeutung messen Sie Partnerschaften mit etablierten Konzernen und jungen Start-ups für die Weiterentwicklung des Festivals bei?

Partnerschaften mit etablierten Konzernen und jungen Start-ups sind gleichermaßen von entscheidender Bedeutung für die Weiterentwicklung des GREENTECH FESTIVALS. Die Zusammenarbeit mit großen Unternehmen bringt nicht nur wertvolle Expertise und Ressourcen, sondern ermöglicht auch den Zugang zu globalen Netzwerken und Märkten. Auf der anderen Seite bieten Start-ups frische Ideen, innovative Technologien und eine dynamische Herangehensweise, die den Innovationsgeist des Festivals stärken.

Gab es in Ihrer bisherigen Laufbahn beim GREENTECH FESTIVAL besondere Momente oder Projekte, die Sie persönlich nachhaltig geprägt haben?

Maximilian Wasler: In den fünf Jahren, seitdem ich bei dem GREENTECH FESTIVAL mitarbeiten darf, sind unglaublich viele positive Projekte entstanden, und zahlreiche inspirierende Unternehmen Teil unserer Geschichte geworden. Da fällt es mir schwer ein einzelnes Projekt hervorzuheben. Ein besonders prägendes Beispiel ist jedoch die Erfolgsgeschichte von Notpla und seinem Gründer Pierre-Yves Paslier, der als Youngster bei uns den Nachwuchs GREEN AWARD erhalten hat und seitdem eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen hat: vom Gewinner unseres Awards bis hin zum Träger des Earthshot-Preises von Prinz William. Heute sitzt er in Panels, hält Konferenzen ab und inspiriert weltweit. Das zeigt, wie wir als GTF gezielt Nachwuchstalente fördern und ihnen eine Plattform bieten.

Bildrechte: GREENTECH FESTIVAL

Wir bedanken uns bei Maximilian Wasler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Doppelte Nutzung: Die Zukunft der Landwirtschaft?

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feld.energy Gründer und Geschäftsführer Adrian Renner@ feld.energy GmbH

feld.energy entwickelt innovative Agri-PV-Systeme, die Landwirtschaft und Energieerzeugung auf derselben Fläche vereinen

Wie ist die Idee zu feld.energy entstanden, und welche Personen stehen hinter dem Unternehmen?

Die Idee entstand aus der Überzeugung, dass Landwirtschaft und Energieerzeugung sich nicht ausschließen müssen, sondern perfekt kombiniert werden können. Die Führungskräfte von feld.energy bringen umfassende Erfahrung aus der Energiebranche, Agri PV und der Digitalwirtschaft mit und teilen die Vision, eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Hinter dem Unternehmen stehen Experten aus den Bereichen Photovoltaik, Agrarwissenschaft und Projektentwicklung.

Welche Vision verfolgt feld.energy, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu verwirklichen?

Unsere Vision ist eine Welt, in der landwirtschaftliche Flächen doppelt genutzt werden – für Ernährungssicherung und saubere Energie. Um das zu erreichen, entwickeln wir Agri-PV-Systeme, die optimal auf die Bedürfnisse von Landwirten und die Anforderungen der Energiewirtschaft zugeschnitten sind. Durch Innovationen, partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Technologien setzen wir Schritt für Schritt neue Standards im Energiesektor.

Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an feld.energy, das das Unternehmen im Markt für Energielösungen hervorhebt?

feld.energy hebt sich durch seine konsequente Fokussierung auf Agri-PV ab – eine Technologie, die Landwirtschaft und erneuerbare Energien miteinander vereint. Unser Ansatz ist modular, individuell anpassbar und legt großen Wert auf die Bedürfnisse der Landwirte. Zudem fördern unsere Lösungen nicht nur die Energieerzeugung, sondern auch die agronomische Produktivität der Flächen.

An welche Zielgruppe richtet sich feld.energy, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse optimal erfüllt werden?

Unsere Hauptzielgruppe sind Landwirte, die ihre Flächen effizienter nutzen und ihre Einnahmen breiter aufstellen möchten. Um ihre Bedürfnisse optimal zu erfüllen, setzen wir auf individuelle Beratung, modulare Systeme und partnerschaftliche Modelle, die ihnen Mitgestaltung und wirtschaftliche Sicherheit bieten.

Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell im Energiesektor, und wie geht feld.energy mit diesen Herausforderungen um?

Die größten Herausforderungen sind Flächenverfügbarkeit, Bürokratie und Netzstabilität. feld.energy begegnet diesen Hürden mit innovativen Lösungen wie eigenen KI Lösungen im Bereich der Netztopologie um Regionen mit verfügbaren Einspeisekapazitäten zu identifizieren, Energiespeichern und optimierten Genehmigungsprozessen um die Zeit von Bauantrag bis zur Baugenehmigung auf 3 Monate zu reduzieren.

Wie wichtig ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit, und wie setzt feld.energy nachhaltige Lösungen in der Energiewirtschaft um?

Nachhaltigkeit ist das Fundament von feld.energy. Unsere Agri-PV-Anlagen ermöglichen die doppelte Nutzung von Flächen, fördern lokale Landwirtschaft und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und autokratischen System. Wir achten darauf, die Biodiversität zu unterstützen und den Energieverbrauch in der gesamten Wertschöpfungskette zu minimieren.

Gibt es ein spezielles Projekt oder eine Erfolgsgeschichte, die für Sie den Weg von feld.energy besonders gut repräsentiert?

Ein wegweisendes Projekt, das den Innovationsgeist von feld.energy eindrucksvoll widerspiegelt, ist unsere Kooperation mit der TU München an ihrem Standort in Freising. Hier entwickeln wir auf über einem Hektar eine hochmoderne Agri-PV-Anlage, die fünf unterschiedliche Systeme integriert: vier vertikale Systeme sowie ein dynamisches Trackingsystem. Diese Anlage wird genug Strom erzeugen, um fast 200 Haushalte zu versorgen.

Besonders bemerkenswert war der reibungslose Genehmigungsprozess: Innerhalb von nur drei Monaten konnten wir die Baugenehmigung abschließen – ein Beweis für die starke Zusammenarbeit mit der Stadt Freising. Der Baubeginn ist für Februar 2025 geplant, mit der Inbetriebnahme bereits im März desselben Jahres.

Darüber hinaus setzen wir auf modernste Technologien, um unsere Vision von datengetriebenen landwirtschaftlichen Flächen umzusetzen. Unterschiedlichste Sensoren und bildgebende Verfahren werden genutzt, um in Echtzeit Informationen über den Zustand des Feldes zu erfassen. Bodenfeuchtigkeit, Schädlingsbefall, Bodenzusammensetzung – all diese Daten stehen Landwirten, Behörden und Versicherungen zur Verfügung und schaffen eine neue Dimension der Effizienz und Transparenz. Mittelfristig planen wir, all unsere Projekte mit diesen Technologien auszustatten, um die Zukunft der Landwirtschaft aktiv mitzugestalten.

Welche Entwicklungen oder Innovationen plant feld.energy, um seine Position in der Energiebranche langfristig zu stärken?

Wir arbeiten an der Integration von Speicherlösungen, die die Netzstabilität fördern, und entwickeln intelligentes Monitoring, das die Effizienz unserer Anlagen maximiert. Zudem investieren wir in Forschung, um Agri-PV noch besser an verschiedene Kulturen und klimatische Bedingungen anzupassen.

Was war eine wichtige Lektion, die Sie bei feld.energy gelernt haben, und wie beeinflusst diese heute Ihre Arbeit?

Eine zentrale Lektion ist die Bedeutung von Zusammenarbeit. Jede erfolgreiche Installation zeigt uns, dass Partnerschaft – mit Landwirten, Behörden und Investoren – entscheidend für den langfristigen Erfolg ist. Diese Einsicht motiviert uns, noch intensiver auf Transparenz und Kommunikation zu setzen.

Wichtige Trends sind die Dezentralisierung der Energieerzeugung, innovative Speicherlösungen und die zunehmende Integration von Energie- und Landwirtschaftssystemen. feld.energy reagiert darauf, indem wir auf modularisierte Technologien und flächendeckende Kooperationen setzen, die genau diese Entwicklungen fördern.

Wenn Sie anderen Gründern drei wertvolle Ratschläge geben könnten, welche wären das?

  1. Fokussiere dich auf das Problem: Ein klares Verständnis der Herausforderung ist wichtiger als eine perfekte Lösung.
  2. Setze auf ein starkes Team: Deine Idee wird nur so gut, wie die Menschen, die sie umsetzen.
  3. Sei bereit, dich anzupassen: Erfolg kommt oft durch Flexibilität und nicht durch stures Festhalten an einem Plan.

Wo sehen Sie feld.energy in den nächsten fünf Jahren, und welche größeren Meilensteine möchten Sie bis dahin erreichen?

In fünf Jahren wollen wir Marktführer im Bereich Agri-PV in Europa sein. Geplante Meilensteine sind die Realisierung von 500 MW installierter Leistung, die Etablierung langfristiger Partnerschaften mit landwirtschaftlichen Betrieben und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Technologien. Wir streben an, einen messbaren Beitrag zur Energiewende und zur Resilienz der Landwirtschaft zu leisten.

Bild Adrian Renner@ feld.energy GmbH

Wir bedanken uns bei Adrian Renner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Welche Idee treibt dieses Startup an?

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hermaid Founders Susanne Rajesh Anne @hermaid

hermaid bietet KI-gestützte Gesundheitslösungen, die Frauen in den Wechseljahren individuell und effektiv unterstützen über Arbeitgeber

Könnten Sie uns einen Einblick in die Gründungsgeschichte von hermaid geben und welche Personen hinter dem Unternehmen stehen?

Wir haben hermaid 2023 als Schwestern (Anne und Susanne Feldt) gegründet. Unser Hintergrund liegt in der Unternehmensberatung und der digitalen Produktentwicklung von Gesundheitsanwendungen. Für uns war von Anfang an klar, dass wir im Bereich der Frauengesundheit gründen wollten, da hier ein enormer Bedarf und ein riesiger Markt für die Entwicklung neuer Dienstleistungen besteht. McKinsey und das Weltwirtschaftsforum sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Trillion Dollar Opportunity“. Im Laufe des Jahres ist Rajesh Sharma als Co-Founder zu uns gestoßen, der bereits von Beginn an als CTO maßgeblich beteiligt war. Damit haben wir ein komplementäres Gründungsteam, das sich durch die langjährige Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten bestens kennt.

Was war die Motivation zur Gründung von hermaid, und welche Lücke im Gesundheitssystem möchten Sie damit schließen?

Vom Gender-Health-Data-Gap haben sicher schon viele gehört. Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass viele dieser „Lücken“, die es im Zusammenhang mit dem Thema „Gender“ gibt, auch irgendwie zusammenhängen. Am Beispiel der Wechseljahre lässt sich das recht eindeutig erklären:

Über 80 % der Frauen in den Wechseljahren sind erwerbstätig. In einigen Branchen machen sie bis zu 80 % der Gesamtbelegschaft aus. Sie verfügen über viel Erfahrung und sind teilweise in leitenden Positionen tätig. Bis zu zwei Drittel von ihnen leiden jedoch unter Wechseljahresbeschwerden, die ihre Arbeit beeinträchtigen.

Unter den Symptomen, die am häufigsten genannt werden und die den größten Einfluss auf die Erwerbstätigkeit haben, sind dies die Top 5: Körperliche und geistige Erschöpfung, Schlafstörungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmung sowie Hitzewallungen und Schweißausbrüche.

Die zahlreichen Symptome führen zu verminderter Produktivität, Fehlzeiten (bis zu acht Tage pro Jahr), einer Verringerung der Arbeitszeit und einem deutlichen Anstieg der Frühverrentung. Die jüngsten deutschen Daten gehen von 40 Millionen Krankheitstagen als Folge aus. Keine gute Nachricht angesichts des viel zitierten Fachkräftemangels und der Gleichstellungsziele in Unternehmen. Aus Studien wissen wir, dass knapp 25 % der Frauen in den Wechseljahren in Teilzeit gehen. Je nach Beruf bedeutet das: weniger Lebenseinkommen und weniger Rente.

Obwohl 95 % der Unternehmen auf Nachfrage einräumen, dass sich die Wechseljahre negativ auf die Arbeit auswirken, geben nur 4 % der Frauen an, dass es am Arbeitsplatz Unterstützung gibt. Viele haben das Gefühl, stigmatisiert und diskriminiert zu werden.

Gerade in Deutschland gab es bisher kaum Lösungen, die diese Probleme adressierten.

Wie sieht die Vision von hermaid aus, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu verwirklichen?

Interventionen zur Unterstützung von Frauen in den Wechseljahren am Arbeitsplatz zeigen messbare positive Auswirkungen in vielfältigen Bereichen: Wohlbefinden, Zufriedenheit, Produktivität, Mitarbeiterbindung, Inklusion, Geschlechtergerechtigkeit, Arbeitgeberimage und Rekrutierung.

Unsere Vision ist die Entwicklung innovativer Interventionen, die neueste Technologien nutzen, schnell implementierbar, messbar effektiv und kosteneffizient für Arbeitgeber sind und einen hohen ROI erzielen.

Auf welche Weise unterstützt hermaid Frauen in den Wechseljahren, und welche spezifischen Angebote bieten Sie an?

hermaid bietet KI-gestützte Gesundheitsunterstützung für Frauen in den Wechseljahren. Über die hermaid Plattform erhalten sie Echtzeit-Chat-Support und direkten Zugang zu zertifizierten Wechseljahres-Experten – ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs. Durch die Kombination von digitaler, individueller Begleitung und dem Zugang zu Experten lösen wir gleich zwei Probleme, mit denen Frauen in den Wechseljahren konfrontiert sind. Unsere niedrigschwellige und skalierbare Lösung unterstützt sowohl die individuellen Bedürfnisse der Frauen als auch die Anforderungen von Arbeitgebern.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit hermaid an, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse erfüllt werden?

hermaid fokussiert sich auf die Bedürfnisse von Frauen in der Arbeitswelt und berücksichtigt dabei gleichzeitig die Anforderungen der Arbeitgeber. Wir bieten eine effektive Lösung durch individuelle Beratung, die jeder Kundin hilft, ihre aktuelle Situation und die Auswirkungen der Wechseljahre besser zu verstehen. Die KI-gestützte Begleitung ermöglicht es uns, auf den individuellen Zustand der betroffenen Frau einzugehen und konkrete Hilfestellungen zu bieten. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit zum direkten Austausch mit einer Expertin oder einem Experten. Unser Angebot für Arbeitgeber wird individuell mit ihnen abgestimmt und bietet eine kosteneffektive Lösung mit hohem Nutzen.

Was unterscheidet hermaid von anderen digitalen Gesundheitsplattformen, und was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Als erstes Unternehmen im deutschsprachigen Raum setzen wir auf KI und konzentrieren menschliche Beratung auf die wesentlichen Faktoren. Das macht unser Angebot hoch skalierbar. Unser „Unfair Advantage“: Als First Mover in diesem Bereich verfügen wir über ein starkes Netzwerk und strategische Allianzen. Kombiniert mit unseren eigenen Kompetenzen ergibt das einen unschlagbaren Mix.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie seit der Gründung von hermaid konfrontiert worden, und wie gehen Sie damit um?

Das Bewusstsein für die Wechseljahre am Arbeitsplatz war vor knapp 1,5 Jahren noch erschreckend gering. Das hat sich mittlerweile grundlegend geändert! In den Medien, in der Politik und auch in Unternehmen erhalten die Wechseljahre endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Das kommt uns aktuell sehr zugute und erleichtert den Zugang zu Organisationen. Ein weiterer positiver Effekt: Femtech boomt und Gründerinnen erhalten immer mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, beispielsweise durch Förderprogramme. Trotz der guten Startvoraussetzungen liegt noch ein langer Weg vor uns.

Wie planen Sie, das Thema Frauengesundheit am Arbeitsplatz weiter zu entstigmatisieren und in Unternehmen zu integrieren?

Die zunehmende Berichterstattung über die Wechseljahre in den Medien trägt dazu bei, das Thema zu enttabuisieren. Wir und andere Befürworter am Arbeitsplatz können diesen positiven Trend nutzen, um die Geschäftsleitung und Führungskräfte für die vielfältigen Vorteile von gezielten Interventionen zu sensibilisieren. So fördern wir einen Kulturwandel hin zu einer offenen und unterstützenden Arbeitswelt, in der die Wechseljahre als natürlicher Teil des Lebens akzeptiert werden.

Welche zukünftigen Entwicklungen und Erweiterungen sind für hermaid geplant?

Wir planen, unser Angebot zeitnah um weitere frauengesundheitliche Themen zu erweitern, basierend auf einem lebensphasenorientierten Ansatz. Die Wechseljahre am Arbeitsplatz bilden den Auftakt für unser umfassendes Angebot im Bereich Frauengesundheit. Unser Ansatz dient als Blaupause und lässt sich auch auf die Gesundheit nach den Wechseljahren, die Gesundheit von Frauen am Arbeitsplatz im Allgemeinen und die Gesundheit von Männern übertragen. In Deutschland sind etwa 77% der 15- bis 64-Jährigen erwerbstätig. Daher sind Interventionen zum Schutz und zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz essenziell. Dabei sind genderspezifische und insbesondere individuelle Ansätze entscheidend.

Welche Rolle spielt die technologische Innovation in Ihrem Unternehmen, und wie nutzen Sie KI, um Ihre Dienstleistungen zu verbessern?

Technologie ist der Kern der Vision von hermaid. Nur durch technologische Innovation entstehen leicht implementierbare, effektive und kosteneffiziente Lösungen. Technologie ermöglicht Skalierung und durch KI können wir maßgeschneiderte Angebote für Betroffene entwickeln.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Start building your network early: Das hört man immer wieder, doch es dauert tatsächlich eine recht lange Zeit und kontinuierliche Touchpoints, bis sich die Effekte einstellen.
  2. Visibility is key: Wenn niemand dich kennt und dein Angebot nicht sichtbar ist, kannst du das beste Produkt der Welt haben. Es kauft nur niemand.
  3. Build habits that provide you strength:Gründungen sind nicht immer einfach – da ist es mega wichtig auf sich selbst zu achten: Schlaf, gesunde Ernährung, Mindset-Arbeit und Sport sind da wichtig. Ähnlich wie im Leistungssport.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Marktes für digitale Gesundheitslösungen, insbesondere im Bereich der Frauengesundheit, in den nächsten fünf Jahren?

Wir befinden uns inmitten eines zentralen Trends mit enormem Potenzial. Digitale Angebote sind dabei unerlässlich, da sie skalierbar sind und dort Hilfe bieten, wo personelle Kapazitäten knapp sind (z. B. im Gesundheitswesen). Durch Datenanalyse und die Vernetzung von Parametern werden faktenbasierte Zusammenhänge sichtbar, die die Grundlage für neue Lösungsansätze bilden. Auch der Arbeitsmarkt wird profitieren: Eine verbesserte gesundheitliche Versorgung ermöglicht Frauen eine stärkere berufliche Partizipation. Da diverse Unternehmen nachweislich erfolgreicher und nachhaltiger sind, erwarten wir auch auf dieser Ebene positive Effekte.

Referenz:
  1. The specific data point indicating that 95% of businesses recognize menopause negatively affects work originates from Benenden Health’s UK research. People Management includes the original reference to this statistic: “…nearly all businesses polled (95 per cent) recognised that symptoms negatively impact work.” https://www.peoplemanagement.co.uk/article/1747278/quarter-women-with-serious-menopause-symptoms-have-left-jobs#gref
  2. MenoSupport: – “Welche der folgenden Maßnahmen zur Unterstützung in den Wechseljahren sind an Ihrem Arbeitsplatz verfügbar? …Sensibilisierung für das Thema Wechseljahre bei den Führungskräften (4,4%); Etablierung einer wechseljahresfreundlichen Arbeitskultur (4,2%)…”

Bild hermaid Founders Susanne Rajesh Anne @hermaid

Wir bedanken uns bei Susanne Feldt, Rajesh und Anne Feldt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ein frischer Start in jeden Morgen

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everdrop Deo-Stick

everdrop präsentiert erstmals plastikfreien Deo-Stick

Erfrischend, pflegend und umweltbewusst – der allererste vegane Deodorant Stick von everdrop ist da! Das Unisex-Deo mit der Duftrichtung Pfingstrose / Zitrone bietet zuverlässigen Schutz vor Schweiß- und Körpergeruch, ohne die Haut zu belasten. Das feste Deo befindet sich in einer Papierhülse und enthält weder Aluminium noch Silikone, Parabene oder Mikroplastik. Natürliche Inhaltsstoffe wie Candelilla-Wachs, Sonnenblumenöl und Shea-Butter pflegen die Haut und sorgen für ein angenehmes Gefühl.

Die enthaltene Tapioca-Stärke aus kontrolliert biologischem Anbau reduziert Feuchtigkeit und sorgt für langanhaltende Frische. Der Deo-Stick von everdrop ist dermatologisch getestet und auch für empfindliche Haut bestens geeignet.

Plastikfrei und vegan

Pfingstrose—Zitrone
veganes Deo ohne Plastik oder Mikroplastik
mit Candelillawachs und Shea-Butter
schützt zuverlässig vor Schweißgeruch
Papierhülse nach Verwendung einfach im Altpapier zu recyceln • Preis für den Deo-Stick findet ihr auf everdrop.de: 12,99€

Bildcredit © everdrop

Quelle Text: Sonja Berger Public Relations

Wie können innovative Ansätze die Logistikbranche nachhaltiger gestalten?

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Logistics Arts Production wily lutz gründer

Die Logistics Arts Production GmbH entwickelt innovative und nachhaltige Lösungen für die Logistikbranche, um Ressourcen effizienter zu nutzen und die Umwelt zu schonen

Könnten Sie uns einen Überblick über die Logistics Arts Production GmbH und die Personen hinter dem Unternehmen geben? 

Die Logistics Arts Production GmbH ist ein innovatives Unternehmen, das auf die Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Lösungen in der Logistikbranche spezialisiert ist. Wir vereinen ein interdisziplinäres Team aus internen und externen Experten mit langjährigen Erfahrungen in unterschiedlichsten Fachbereichen.

Unser Team setzt sich zusammen aus Fachleuten der Bereiche IT und Künstliche Intelligenz, Kunststofftechnik, Maschinen- und Werkzeugbau, sowie dem Patentrecht und dem Paletten-Großhandel. Wir werden unterstützt von Zukunftsforschern, Experten der Verbandsarbeit und Umwelt- sowie Stoffstrom-Management. Zudem bringen Wissenschaftler aus den Bereichen Zukunftsarchitektur und Innovationsmanagement sowie Fachkräfte aus der Psychologie wertvolle Perspektiven in unsere Projekte ein.

Diese breit gefächerte Expertise ermöglicht es uns, innovative Konzepte zu entwickeln, die nicht nur technisch und wirtschaftlich überzeugend sind, sondern auch den Anforderungen an Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung gerecht werden.

Mit dieser einzigartigen Kombination aus Wissen und Erfahrung sind wir in der Lage, maßgeschneiderte Lösungen für die Herausforderungen der Logistikbranche zu liefern und aktiv die Zukunft des Marktes mitzugestalten.

Was hat Sie dazu inspiriert, dieses Projekt zu starten?

Unsere Vision: Nachhaltigkeit und Effizienz in der Palettenindustrie neu denken

Die Herausforderungen in der Palettenherstellung, -reparatur, Logistik und im Abfallmanagement sind geprägt von fehlerhaften Strukturen und mangelnder Transparenz. Rohstoffe wie Holz sind endlich, während der globale Verbrauch stetig steigt. Das Konsumverhalten lässt sich nur schwer minimieren, was den Druck auf Ressourcen und Umwelt zusätzlich erhöht.

Europa benötigt jährlich etwa 200 Millionen Einwegpaletten aus Neu-Holz, meist in Vollholz-Bauweise mit einem geschätzten Eigengewicht von 10 Kilogramm pro Palette. Das entspricht einer gigantischen Menge an Holz, die verbraucht wird, um Produkte zu transportieren – oft nur für kurze Zeit. Auf der anderen Seite verbrennen wir regelmäßig Altholz und Problemstoffströme, wodurch wertvolle Rohstoffe verloren gehen. Ein unlogisches und nicht zukunftsfähiges Verhalten.

Mit ca. 4 Milliarden Paletten, die in Europa im Umlauf sind – überwiegend aus Holz, aber auch aus Kunststoff und Metall – stellt das Reparaturvolumen eine weitere Herausforderung dar. Es entstehen immense Mengen an Altholz, das oft nicht wiederverwendet wird. Gesetzliche Regelungen wie die EU-Richtlinie PWWR machen die Notwendigkeit für neue Lösungen in der Nutzung von Ressourcen immer deutlicher.

Unser Ansatz:

Unser Projekt ersetzt klassische Einwegpaletten und rettet wertvolle Problemstoffströme vor der Verbrennung. Wir nutzen diese Materialien, um einen neuen Rohstoffmarkt zu erschließen und Rohstoffe nachhaltig zu verwerten. Damit schaffen wir nicht nur eine ressourcenschonende Alternative, sondern denken ganzheitlich, global und auf der Metaebene – immer mit Blick in die Zukunft.

Was uns inspiriert hat:

Die Erkenntnis, dass unser derzeitiges Verhalten im Umgang mit Rohstoffen nicht zukunftsfähig ist, hat uns dazu bewogen, neue Wege zu gehen. Der unermessliche Verbrauch von Holz für Einwegpaletten, die Vernichtung wertvoller Ressourcen und die ungenutzten Potenziale im Abfallmanagement haben uns motiviert, ein nachhaltiges und effizientes System zu entwickeln. Wir sehen eine Verpflichtung darin, innovative Lösungen zu schaffen, die den steigenden globalen Bedarf decken, ohne die Umwelt weiter zu belasten.

Dieses Projekt ist unsere Antwort auf die drängenden Fragen der Zeit und unser Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.

Welche Vision verfolgt die Logistics Arts Production GmbH, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu realisieren?

Unsere Vision und der Weg dorthin: Nachhaltigkeit und Innovation in der Palettenindustrie

Die letzten Jahre haben wir intensiv an der Grundlage der Logistics Arts Production GmbH (LAP) gearbeitet. Wir haben geforscht, entwickelt und Strukturen geschaffen, die den Weg für eine zukunftsweisende und nachhaltige Palettenproduktion ebnen. Hierzu gehören:

  • Die Entwicklung und Einreichung von Patenten und Gebrauchsmustern, mit ersten Patenterteilungen als Meilensteine.
  • Rezepturtests und Maschinenplanungen, um innovative Produktionsprozesse zu gestalten.
  • Eine umfassende Recherche von Maschinenlieferanten, um die besten Partner für unsere Produktion zu identifizieren.
  • Die Formierung eines kompetenten Teams, das mit Know-how und Leidenschaft die Vision vorantreibt.
  • Die Erstellung eines Business-Plans und eines Pitchdecks, um unsere Ziele und Strategie klar zu kommunizieren.

Wir befinden uns aktuell in der Phase der Kapitalbeschaffung, um unser ambitioniertes Vorhaben zu realisieren. Ein entscheidender Fortschritt ist bereits erzielt: Das Grundstück für den ersten industriellen Produktionsstandort steht bereit, und wir planen einen jährlichen Output von 7 Millionen Paletten.

Unsere Vision:

Wir streben an, mit nachhaltigen und innovativen Lösungen die Zukunft der Palettenindustrie zu gestalten. Nach dem Aufbau des ersten Standorts planen wir den Rollout von 25 bis 30 Produktions-, Rücknahme- und Recyclingstandorten in ganz Europa. Dabei setzen wir auf die Nutzung vorhandener Infrastruktur und Partnerschaften mit Unternehmen, um Synergien zu schaffen und die Umsetzung zu beschleunigen.

Unsere Strategie:

Um unsere Vision zu verwirklichen, suchen wir Multiplikatoren, die unser Projekt unterstützen und gemeinsam mit uns neue Maßstäbe setzen. Unser Fokus liegt auf einem ganzheitlichen Ansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion über die Rücknahme bis zum Recycling – abdeckt.

Mit klaren Zielen, einem starken Team und innovativen Technologien arbeiten wir daran, eine nachhaltige Alternative in einem Markt zu schaffen, der bislang von ineffizientem Ressourceneinsatz geprägt ist.

Wir sind überzeugt: Unsere Vision kann die Palettenindustrie revolutionieren und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung leisten.

An welche Zielgruppe richten sich Ihre Produkte, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse optimal erfüllt werden?

Erfahrung und Expertise für innovative Lösungen in der Palettenindustrie

Mehrere Mitglieder unseres Teams sind seit Jahrzehnten im Bereich Paletten und Ladungsträger aktiv. Diese tiefgreifende Branchenerfahrung bildet die Grundlage für die Entwicklung innovativer und praxisnaher Lösungen. Persönlich bringe ich 43 Jahre Erfahrung im Paletten-Großhandel mit, geprägt durch meine Tätigkeit in der Paletten Service Lutz GmbH, einem Familienunternehmen, das ich über viele Jahre hinweg erfolgreich geführt habe. Diese Expertise gibt uns entscheidende Vorteile, um den Markt und die spezifischen Anforderungen unserer Kunden genau zu verstehen.

Unsere Zielgruppe:

Unsere Produkte richten sich an Unternehmen, die Paletten und Ladungsträger für den nationalen und internationalen Warenverkehr nutzen, darunter:

  • Logistik- und Transportunternehmen,
  • Hersteller aus verschiedenen Industriezweigen,
  • Groß- und Einzelhandelsunternehmen,
  • sowie Akteure im Bereich Recycling und Nachhaltigkeit.

Wir sprechen sowohl etablierte Marktteilnehmer an, die auf nachhaltige und effiziente Lösungen umsteigen wollen, als auch Unternehmen, die innovative Ansätze zur Optimierung ihrer Logistikprozesse suchen.

Unser Ansatz zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse:
  • Individuelle Lösungen: Dank unserer langjährigen Erfahrung können wir Produkte entwickeln, die perfekt auf die spezifischen Anforderungen unserer Kunden abgestimmt sind.
  • Nachhaltigkeit: Wir setzen auf umweltfreundliche Materialien und Kreislaufwirtschaft, um den wachsenden Bedürfnissen nach ökologisch verantwortungsvollen Produkten gerecht zu werden.
  • Innovation und Effizienz: Unsere Ladungsträger sind langlebig, vielseitig und tragen dazu bei, die Logistikketten unserer Kunden wirtschaftlicher zu gestalten.
  • Enger Dialog: Wir pflegen den Austausch mit unseren Partnern und Kunden, um deren Feedback in unsere Weiterentwicklungen einfließen zu lassen.

Mit unserer langjährigen Branchenerfahrung und einem tiefen Verständnis der Marktbedürfnisse streben wir danach, nicht nur Produkte anzubieten, sondern nachhaltige und innovative Lösungen für die Herausforderungen der modernen Logistik.

Was unterscheidet Ihre Recycling-Paletten von anderen auf dem Markt erhältlichen Lösungen?

Nachhaltigkeit neu gedacht: Wie unsere Recycling-Paletten Problem-Stoffströme sinnvoll nutzen

Derzeit werden Problem-Stoffströme – Materialien, die nicht ohne Weiteres recycelt werden können – in großen Mengen einfach verbrannt. Warum? Weil die bestehenden Recyclingwege oft zu teuer sind und die derzeitigen Technologien technisch nicht darauf ausgelegt sind, diese komplexen Stoffströme effizient zu verarbeiten. Dieses Vorgehen verschwendet wertvolle Ressourcen und belastet die Umwelt unnötig.

Unser Ansatz:

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, neue Rohstoffquellen zu erschließen und diese bisher ungenutzten Materialien nutzbar zu machen. Durch innovative Technologien und nachhaltige Prozesse verwandeln wir Problem-Stoffströme in wertvolle Rohstoffe, die in der Produktion unserer Recycling-Paletten eingesetzt werden.

Was unsere Recycling-Paletten auszeichnet:
  1. Einsatz ungenutzter Rohstoffe: Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen verwenden wir Materialien, die bislang als nicht verwertbar galten. Dadurch verhindern wir die Verbrennung und schonen natürliche Ressourcen.
  2. Innovative Technologien: Unsere Verfahren sind speziell darauf ausgelegt, auch komplexe Materialzusammensetzungen effizient und kostengünstig zu verarbeiten. Dies unterscheidet uns von vielen bestehenden Ansätzen, die sich auf einfache und bereits etablierte Rohstoffe beschränken.
  3. Kreislaufwirtschaft: Unsere Paletten sind nicht nur nachhaltig in der Herstellung, sondern können nach Gebrauch vollständig recycelt und erneut in den Materialkreislauf integriert werden.
  4. Hohe Leistungsfähigkeit: Trotz ihres nachhaltigen Ursprungs stehen unsere Recycling-Paletten herkömmlichen Paletten in Sachen Tragfähigkeit, Stabilität und Langlebigkeit in nichts nach.
  5. Umwelt- und Kostenoptimierung: Unsere Lösungen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie in der Recyclingbranche konfrontiert, und wie gehen Sie damit um?

Herausforderungen in der Recyclingbranche und unser Umgang damit

Die Recyclingbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen, die vor allem durch die Einstellung der Marktteilnehmer und eine mangelnde Transparenz geprägt sind. Viele Unternehmen agieren nach wie vor mit kurzfristigem Fokus auf Kostenoptimierung, ohne die langfristigen Vorteile nachhaltiger Lösungen zu erkennen. Gleichzeitig fehlen oft transparente Prozesse, die eine effiziente und umweltfreundliche Verwertung von Ressourcen ermöglichen.

Unsere Herausforderungen im Detail:
  1. Widerstand gegen Veränderung: Viele Marktteilnehmer zögern, innovative Recyclinglösungen zu implementieren, da sie mit Umstellungen im Produktionsprozess und Investitionen verbunden sind.
  2. Mangel an Transparenz: Der Recyclingmarkt ist oft intransparenter Natur – von den tatsächlichen Mengen recycelbarer Materialien bis hin zu den Kosten und Prozessen. Diese Undurchsichtigkeit erschwert eine fundierte Entscheidungsfindung.
  3. Technologische Lücken: Nicht alle vorhandenen Technologien sind in der Lage, komplexe oder problematische Stoffströme effizient zu verarbeiten.
  4. Fehlendes Bewusstsein: Das Potenzial von Recyclingmaterialien wird häufig unterschätzt, insbesondere im Hinblick auf die Qualität und Langlebigkeit der Endprodukte.
Wie wir diesen Herausforderungen begegnen:
  • Aufklärung und Kommunikation: Wir setzen auf den Dialog mit Marktteilnehmern, um die Vorteile nachhaltiger Recyclingprozesse und Produkte aufzuzeigen. Durch transparente Informationen zu Qualität, Kosten und Umweltvorteilen schaffen wir Vertrauen und Akzeptanz.
  • Innovative Technologien: Wir investieren kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um Lösungen zu schaffen, die auch für komplexe Stoffströme wirtschaftlich tragfähig und umweltfreundlich sind.
  • Kooperationen: Wir arbeiten eng mit Partnern aus verschiedenen Bereichen zusammen, um Synergien zu nutzen und eine transparente sowie effiziente Recycling-Infrastruktur aufzubauen.
  • Vorbildfunktion: Mit unseren Recyclingprodukten demonstrieren wir, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Unsere Produkte erfüllen höchste Qualitätsstandards und sind gleichzeitig ressourcenschonend.

Unser Ziel ist es, nicht nur technische und wirtschaftliche Lösungen anzubieten, sondern auch das Mindset der Branche langfristig zu verändern. Wir glauben daran, dass Transparenz und Innovation die Schlüssel zu einem nachhaltigeren und effizienteren Recyclingmarkt sind.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrer Unternehmenskultur und in Ihren Produkten? Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte den aktuellen Marktanforderungen entsprechen und gleichzeitig umweltfreundlich sind?

Nachhaltigkeit in unserer Unternehmenskultur:
Nachhaltigkeit ist der zentrale Wert, der unser Handeln leitet. Sie prägt nicht nur unsere Produkte, sondern auch unsere täglichen Entscheidungen und langfristigen Ziele. Wir verstehen Nachhaltigkeit als Verantwortung gegenüber unserer Umwelt, unseren Partnern und zukünftigen Generationen.

Unsere Produkte und die Marktanforderungen:
  1. Ressourcenschonung: Unsere Produkte basieren auf recycelten Rohstoffen, die wir aus Problem-Stoffströmen gewinnen. Dies reduziert die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen wie Holz oder fossilen Materialien erheblich.
  2. Innovative Technologie: Unsere Fertigungsprozesse sind speziell darauf ausgerichtet, Produkte herzustellen, die sowohl den höchsten Marktanforderungen an Qualität und Stabilität entsprechen als auch ökologisch nachhaltig sind.
  3. Marktnähe: Wir bleiben im ständigen Dialog mit unseren Partnern und Kunden, um sicherzustellen, dass unsere Produkte den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen des Marktes gerecht werden.
  4. Kreislaufwirtschaft: Unsere Produkte sind so konzipiert, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus erneut recycelt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können – ein entscheidender Beitrag zu einer geschlossenen und nachhaltigen Materialnutzung.

Unsere Antwort auf die Frage der Nachhaltigkeit:
Unser Projekt ist die Antwort auf die wachsende Herausforderung, Rohstoffe verantwortungsvoll zu nutzen und gleichzeitig den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Es zeigt, dass hochwertige, markttaugliche Produkte und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.

Mit unserer Arbeit setzen wir ein klares Zeichen: Nachhaltigkeit ist kein Kompromiss, sondern eine Chance – für die Wirtschaft, die Umwelt und unsere Gesellschaft.

Welche Entwicklungen oder Innovationen können wir in naher Zukunft von der Logistics Arts Production GmbH erwarten?

Innovative Technologien für die Zukunft der Palettenindustrie

Die Logistics Arts Production GmbH arbeitet kontinuierlich an zukunftsweisenden Lösungen, die Nachhaltigkeit und Effizienz in der Palettenbranche revolutionieren. Eine unserer aktuellsten Innovationen ist ein patentwürdiges Verfahren, das bereits als Gebrauchsmuster registriert ist.

Unsere Innovation im Detail:
Wir haben ein Verfahren entwickelt, bei dem die Teile der Palette – Klötze, Kufen und Oberdeck – miteinander verklebt werden. Dieses Verfahren bietet enorme Vorteile gegenüber herkömmlichen Paletten, bei denen die Verbindungselemente oft Nägel sind:

  1. Reparaturfähigkeit durch Mikrowellentechnologie:
    Sollte die Palette beschädigt werden, können die Klebestellen mithilfe von Mikrowellenenergie gelöst werden. Dies ermöglicht es, die defekten Teile gezielt auszutauschen, ohne die gesamte Palette aufwendig zerlegen zu müssen.
  2. Vergleich zur klassischen Holzpalette:
    Bei herkömmlichen Holzpaletten ist die Reparatur oft arbeitsintensiv:
    • Nägel müssen entfernt werden, was nicht nur zeitaufwendig ist, sondern auch den Einsatz von mehreren Werkzeugen wie Handsägen, Flex-Geräten und Naglern erfordert.
    • Die anschließende Trennung von Altmaterialien wie Holz und Metall ist ebenfalls aufwendig und energieintensiv.
Unser Verfahren macht diesen Prozess überflüssig. Der Austausch defekter Teile erfolgt schnell und automatisiert, ohne aufwändige Trennung von Materialien oder den Einsatz mehrerer Werkzeuge.
  1. Automatisierung des Reparaturprozesses:
    Wir entwickeln ein vollautomatisiertes Reparatursystem, das nicht nur Zeit und Kosten spart, sondern auch die Ressourcenschonung in den Mittelpunkt stellt. Klebestellen können effizient bearbeitet werden, ohne hohen Energieeinsatz oder Materialverlust.

Zukünftige Entwicklungen:
In naher Zukunft wird die Logistics Arts Production GmbH weitere Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft präsentieren. Dazu gehören:

  • Erweiterte Automatisierungstechnologien für Produktion und Reparatur.
  • Neue Materialkombinationen, die nachhaltiger und langlebiger sind.
  • Digitale Vernetzung zur Rückverfolgbarkeit von Paletten und zur Optimierung der Lebenszyklen.

Mit unseren Entwicklungen setzen wir neue Maßstäbe für Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in der Palettenindustrie. Wir sind überzeugt, dass unsere innovativen Lösungen die Branche grundlegend verändern werden – hin zu mehr Umweltbewusstsein und ressourcenschonenden Prozessen.

Welche Erfahrungen aus Ihrer bisherigen Reise als Gründer würden Sie anderen empfehlen, die ein nachhaltiges Unternehmen aufbauen möchten?

Natur als Vorbild: Ingenieurkunst aus der Natur

„Die Natur ist der beste Ingenieur“ – dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die Philosophie und Arbeitsweise der Logistics Arts Production GmbH. Die Natur hat über Jahrmillionen hinweg perfekte Lösungen für komplexe Herausforderungen entwickelt. Diese Erkenntnis motiviert uns, Probleme im Detail zu erkennen und daraus nachhaltige, innovative Lösungen zu entwickeln. Was in der Natur als funktionelle Harmonie zwischen verschiedenen Systemen existiert, versuchen wir in unseren Prozessen nachzubilden und weiterzuentwickeln.

Unser Ansatz, die Natur als Vorbild zu nehmen, bedeutet, dass wir jedes Problem sorgfältig analysieren, die Ursachen verstehen und dann nach Lösungen suchen, die sowohl effizient als auch nachhaltig sind. Gerade bei einem so komplexen Thema wie der Reparatur und Wiederverwertung von Paletten erfordert es tiefgehende Forschung und technologische Innovationen, um praktikable und umweltfreundliche Lösungen zu finden.

Erfahrungen als Gründer: Tipps für nachhaltige Unternehmensgründungen

Die Reise als Gründer eines nachhaltigen Unternehmens ist anspruchsvoll, aber auch äußerst lohnend. Aus unserer bisherigen Erfahrung möchten wir einige Empfehlungen für andere Gründer teilen, die ein nachhaltiges Unternehmen aufbauen möchten:

  1. Langfristige Perspektive einnehmen:
    Nachhaltigkeit ist ein langfristiges Ziel. Gerade in den ersten Jahren eines Unternehmens kann es verlockend sein, schnelle Ergebnisse zu erzielen. Doch wahre Nachhaltigkeit erfordert eine Weitsicht und die Bereitschaft, auf lange Sicht zu investieren – in Forschung, Technologie und nachhaltige Prozesse.
  2. Innovation als Schlüssel:
    Sei offen für innovative Ansätze. Der Weg zu nachhaltigen Lösungen erfordert kreative Denkansätze und die Bereitschaft, bewährte Praktiken in Frage zu stellen. Der Austausch mit Experten und anderen Unternehmern ist dabei oft ein wertvoller Beitrag.
  3. Kooperationen und Partnerschaften:
    Der Aufbau eines nachhaltigen Unternehmens ist keine Einzelaufgabe. Kooperationen mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen, die die gleichen Werte teilen, sind unerlässlich. Gemeinsame Ressourcen und Wissen stärken das Fundament für nachhaltigen Erfolg.
  4. Anpassungsfähigkeit:
    In einer sich schnell verändernden Welt ist Anpassungsfähigkeit entscheidend. Sei bereit, neue Technologien zu integrieren, Geschäftsmodelle anzupassen und auf Herausforderungen flexibel zu reagieren. Innovation ist der Schlüssel, um im Wettbewerbsumfeld zu bestehen und gleichzeitig ökologische Verantwortung zu übernehmen.
  5. Mit Leidenschaft und Überzeugung führen:
    Ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen bedeutet, einen Wert zu schaffen, der nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch und sozial verantwortungsbewusst ist. Zeige deinen Kunden und Partnern, dass du mit Leidenschaft und Überzeugung an dein Projekt glaubst – das inspiriert und motiviert alle Beteiligten.

Mit diesen Erkenntnissen und einer klaren Vision im Fokus lässt sich der Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen erfolgreich beschreiten. Denke daran: Die Natur zeigt uns, wie Lösungen auf der Grundlage von Balance, Effizienz und Nachhaltigkeit aussehen können – und wir sind bestrebt, diese Prinzipien in jeder Phase unseres Unternehmens umzusetzen.

Gibt es bestimmte Erfolge oder Meilensteine, auf die Sie bei der Logistics Arts Production GmbH besonders stolz sind?

Erfolge und Meilensteine der Logistics Arts Production GmbH

Seit Jahren arbeiten wir als Team mit Leidenschaft und Engagement an der Entwicklung und Umsetzung unseres Projekts bei der Logistics Arts Production GmbH. Unsere Zusammenarbeit umfasst nicht nur bezahlte Leistungen, sondern auch zahlreiche unbezahlte Beiträge, die von jedem Teammitglied mit einer tiefen Überzeugung und einem festen Glauben an das Projekt geleistet werden. Diese gemeinsame Vision und der unerschütterliche Glaube an unsere Ziele sind die Grundlage unseres Erfolges und treiben uns stets weiter an.

Der Weg, den wir gemeinsam gegangen sind, war und ist von intensiver Forschung, Innovation und unermüdlichem Einsatz geprägt. Wir haben immer wieder die Herausforderungen des Marktes und der Technologie angenommen, um Lösungen zu entwickeln, die sowohl umweltfreundlich als auch wirtschaftlich tragfähig sind. Unsere Meilensteine sind dabei nicht nur technische Durchbrüche, sondern auch die enge Zusammenarbeit und das Vertrauen innerhalb des Teams.

Besondere Erfolge, auf die wir stolz sind:
  1. Erste Patent- und Gebrauchsmusterregistrierungen:
    Einer unserer größten Erfolge war die Einreichung und Erteilung von Patenten und Gebrauchsmustern, die den Kern unserer innovativen Reparatur- und Recyclingprozesse betreffen. Dies zeigt nicht nur die Einzigartigkeit unserer Lösung, sondern auch die Fortschrittlichkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Technologie.
  2. Entwicklung eines vollautomatisierten Reparatursystems:
    Der vollautomatisierte Reparaturprozess, der die herkömmliche Palettenreparatur revolutioniert, ist ein weiterer Meilenstein. Unsere Technologie spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern ermöglicht es auch, Ressourcen effizienter zu nutzen und die Umweltbelastung zu reduzieren.
  3. Erfolgreiche Teamentwicklung:
    Ein besonders wichtiger Erfolg ist die Stärkung des Teams. Wir haben ein Umfeld geschaffen, in dem jedes Mitglied seine Ideen und Expertise einbringen kann. Dieser gemeinsame Geist des Zusammenarbeitens, gepaart mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, hat uns nicht nur als Unternehmen, sondern auch als Team stärker gemacht.
  4. Anerkennung auf dem Markt:
    Unsere Arbeit wurde zunehmend auch auf dem Markt wahrgenommen. Das Vertrauen und die Anerkennung, die wir von Partnern und Kunden erhalten, sind eine Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Diese Erfolge sind nicht nur das Ergebnis harter Arbeit und innovativer Technologie, sondern auch das Resultat des unerschütterlichen Glaubens jedes Einzelnen im Team an unser Projekt. Der Weg von der Idee zur Umsetzung war von Anfang an mit Herausforderungen und Rückschlägen verbunden. Doch wir sind stolz darauf, dass wir als Team zusammengehalten und unsere Vision Schritt für Schritt verwirklicht haben. Und wir sind überzeugt, dass dies erst der Anfang ist – es warten noch viele weitere Meilensteine auf uns.

Wie sehen Sie die Zukunft der Recyclingbranche, und welche Rolle wird Ihr Unternehmen dabei spielen?

Die Zukunft der Recyclingbranche: Mechanisches Recycling und die Rolle der Logistics Arts Production GmbH

Die Zukunft der Recyclingbranche wird maßgeblich von technologischen Innovationen geprägt sein, die sowohl die Effizienz als auch die Nachhaltigkeit von Recyclingprozessen verbessern. Wir bei der Logistics Arts Production GmbH sehen insbesondere das mechanische Recycling als den entscheidenden Faktor für die Zukunft. Diese Methode wird sich zunehmend durchsetzen, da sie nicht nur kostengünstiger ist, sondern auch deutlich weniger Energie verbraucht und somit die CO2-Emissionen erheblich reduziert. Mechanisches Recycling ermöglicht es, wertvolle Ressourcen effizient zurückzugewinnen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, indem wir Abfallströme in den Wirtschaftskreislauf zurückführen.

Im Gegensatz dazu hat auch das chemische Recycling Potenzial, ein Teil der globalen Lösung zu sein, insbesondere bei schwer recycelbaren Materialien. Jedoch, wenn man diese Technologie logisch bewertet, zeigt sich, dass ihr Beitrag in einem begrenzten Rahmen liegen wird. Chemisches Recycling ist technisch anspruchsvoller und energieintensiver, weshalb es nur dann sinnvoll eingesetzt werden kann, wenn mechanisches Recycling nicht möglich ist oder die Materialqualität es erfordert. Auch die Kosten für chemische Recyclingverfahren sind derzeit noch hoch und müssen erst weiter optimiert werden.

Die Rolle der Logistics Arts Production GmbH in der Recyclingbranche

Als Unternehmen, das sich intensiv mit innovativen Recyclinglösungen beschäftigt, wird die Logistics Arts Production GmbH eine Schlüsselrolle in der Zukunft des mechanischen Recyclings spielen. Unsere Technologie zur Reparatur und Wiederverwertung von Paletten nutzt mechanische Recyclingprozesse, die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll sind. Indem wir Rohstoffe retten, die derzeit noch verbrannt werden, und diese einem effektiven Recyclingkreislauf zuführen, tragen wir aktiv zur Reduzierung von Abfall und zur Schonung natürlicher Ressourcen bei.

Darüber hinaus werden wir weiterhin an der Optimierung unserer Prozesse arbeiten, um die Effizienz weiter zu steigern und den CO2-Fußabdruck zu minimieren. Wir sehen unsere Arbeit als Teil eines größeren Ganzen, das auf eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft hinarbeitet, und sind überzeugt, dass mechanisches Recycling dabei eine zentrale Rolle spielt.

Fazit:
Die Zukunft des Recyclings wird von der Weiterentwicklung und Optimierung mechanischer Prozesse bestimmt. Logistics Arts Production GmbH wird durch ihre innovativen Technologien einen wichtigen Beitrag dazu leisten, indem sie die Effizienz von Recyclingprozessen steigert, die Ressourcenschonung vorantreibt und so den Weg für eine nachhaltigere Zukunft ebnet. Wir sind stolz darauf, mit unseren Lösungen in der Recyclingbranche eine nachhaltige Transformation mitzugestalten.

Welche drei Tipps würden Sie Menschen mitgeben, die eine Geschäftsidee im Bereich Nachhaltigkeit umsetzen möchten?

Nie aufgeben-wenn man überzeugt ist, von dem was man tut, dies wissenschaftlich geprüft hat, dann geht man den Weg bis zum Ende. 

Der Weg der Persönlichkeitsentwicklung ist ein Lebensthema. 

Bild Willy Lutz@ Logistics Arts Production

Wir bedanken uns bei Willy Lutz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Startup:

Kontakt:

Logistics Arts Production GmbH
Daimlerstraße 25
D-72213 Altensteig

https://www.lap.gmbh/de
willy.lutz@lap.gmbh

Ansprechpartner: Willy Lutz

Wie verändert diese Technologie das Leben von Patienten nachhaltig?

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Precisis CEO Karl Stoklosa

Precisis ist ein führendes MedTech-Unternehmen, das innovative Neuromodulationstherapien entwickelt, um Patienten mit medikamentenresistenter Epilepsie neue Hoffnung zu geben.

Könnten Sie Precisis kurz vorstellen und uns mehr über die Gründer und ihre Hintergründe erzählen?

Precisis ist ein führendes MedTech-Unternehmen, das fortschrittliche Neuromodulationstherapien für funktionelle neurologische Erkrankungen entwickelt, mit einem Schwerpunkt auf medikamentenresistenter fokaler Epilepsie. Unsere innovative Neurostimulationsplattform EASEE bietet eine minimalinvasive und effektive Behandlungsoption für Patienten, die auf herkömmliche Therapien wie Medikamente unzureichend ansprechen. Mit EASEE verfolgen wir das Ziel, eine bahnbrechende Epilepsietherapie bereitzustellen, die Patientensicherheit, Komfort und Wirksamkeit priorisiert und dabei weniger invasiv ist als herkömmliche Behandlungen.

Dadurch tragen wir dazu bei, die Lebensqualität von Menschen mit Epilepsie spürbar zu verbessern. Bei Precisis sind wir bestrebt, Innovationen voranzutreiben, die das Leben von Menschen mit funktionellen neurologischen Erkrankungen positiv beeinflussen. Durch unseren Anspruch, an der Spitze der Neuromodulationstechnologie zu bleiben, setzen wir uns dafür ein, das Leben von Menschen mit Epilepsie nachhaltig zu verbessern und neue Maßstäbe für die Möglichkeiten der Neuromodulation zu definieren. Precisis wurde von Dr. med. Angela Liedler und einem Team von Experten aus den Bereichen Physik, Medizin, Medizintechnik, Neurowissenschaften und Ingenieurwesen gegründet mit dem Ziel, einen Unterschied im Bereich der Neuromodulation zu machen.

Was ist die Vision von Precisis und wie beabsichtigen Sie, diese in den kommenden Jahren zu verwirklichen? 

Bei Precisis verfolgen wir die Vision, das Leben von Patienten mit funktionellen Hirnerkrankungen durch innovative Neurostimulations-Technologien nachhaltig zu verbessern. Unser Ziel ist es, neue Standards in der Neuromodulation zu setzen, indem wir wegweisende Lösungen entwickeln, die die Behandlungsergebnisse optimieren. In den kommenden Jahren werden wir EASEE kontinuierlich weiterentwickeln und bahnbrechende Technologien wie Künstliche Intelligenz integrieren, um Behandlungen noch individueller zu gestalten. Geleitet von den Anforderungen des Marktes richten wir unsere Produkt-Roadmap darauf aus, die drängendsten Herausforderungen von Patienten und Klinikern anzugehen. Gleichzeitig konzentrieren wir uns darauf, den globalen Zugang zu erweitern – durch klinische Kooperationen, umfassende Studien und strategische Partnerschaften, damit noch mehr Patienten weltweit von EASEE profitieren können.

Auf welche Zielgruppe richtet sich Precisis hauptsächlich und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse optimal erfüllt werden? 

Precisis fokussiert sich primär auf Patienten mit medikamentenresistenter Epilepsie sowie auf die medizinischen Fachkräfte, die sie betreuen – darunter Epileptologen und Neurochirurgen. Um deren spezifische Bedürfnisse bestmöglich zu erfüllen, arbeiten wir eng mit Klinikern, Forschern und Meinungsführern zusammen. Ihr Feedback und ihre Erkenntnisse aus der Praxis und den Patientenergebnissen leiten jeden Schritt unserer Produktentwicklung.

Was sind die größten Herausforderungen, denen Precisis derzeit gegenübersteht, und wie geht das Unternehmen mit diesen Hindernissen um? 

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die Einführung und Integration unseres Systems in klinische Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Um dies erfolgreich zu meistern, investieren wir gezielt in umfassende Schulungsprogramme und maßgeschneiderte Unterstützung für Gesundheitsfachkräfte, damit sie unsere Technologie effizient und sicher einsetzen können. Wir arbeiten auch eng mit Meinungsführern zusammen, um den Wert und die Wirksamkeit unseres Systems durch klinische Studien und reale Evidenz zu demonstrieren. Eine weitere bedeutende Herausforderung besteht darin, unsere Lösung global zu erweitern und dabei unterschiedliche regulatorische Umgebungen und Gesundheitserstattungssysteme zu navigieren. Wir bauen starke lokale Partnerschaften auf und nutzen unsere regulatorische Expertise, um die Einhaltung sicherzustellen und den Markteintritt zu erleichtern. Durch strategische Investitionen und Kooperationen stellen wir uns diesen Herausforderungen und positionieren Precisis für nachhaltiges Wachstum und langfristigen Erfolg.

Was ist Ihrer Meinung nach das Alleinstellungsmerkmal von Precisis, das es von anderen Unternehmen im Bereich Medizintechnik abhebt? 

Precisis zeichnet sich im Bereich der Neuromodulation durch das EASEE®-System aus – der weltweit einzige Ansatz seiner Art. EASEE® verwendet subkutane Elektroden, um spezifische Hirnareale zur Behandlung fokaler Epilepsien präzise zu stimulieren. Dieser minimalinvasive und hochgezielte Ansatz, der zwei bewährte Stimulationsparadigmen kombiniert, gewährleistet eine präzise Stimulation des betroffenen Hirnareals bei gleichzeitig geringem Risikoprofil. Diese einzigartige Fähigkeit hebt uns von unseren Wettbewerbern ab.

Wie wichtig ist Innovation für Precisis und wie sieht der Innovationsprozess in Ihrem Unternehmen aus?

Bei Precisis ist Innovation von zentraler Bedeutung. Wir investieren kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um an der Spitze der Neuromodulation zu bleiben. Unser Innovationsprozess wird von einem vielfältigen und hochqualifizierten Team angetrieben, zu dem Experten aus den Bereichen Physik, Medizin, Ingenieurwesen, KI und Innovationsmanagement gehören. Dieses breite Wissensspektrum ermöglicht es uns, Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven anzugehen und Lösungen zu entwickeln, die die Neuromodulation erheblich voranbringen. Wir arbeiten eng mit internationalen Neurowissenschaftsexperten zusammen, verfolgen einen patientenorientierten Ansatz und nutzen KI-Algorithmen, um die Zukunft der Epilepsiebehandlung zu gestalten.

Welche Entwicklungen und Erweiterungen planen Sie für Precisis in den kommenden Jahren? 

Unser Ziel ist es, unsere Produktlinie zu erweitern und EASEE zu verbessern. Wir investieren fortlaufend in Forschung und Entwicklung, um innovative Lösungen für neurologische Erkrankungen zu entwickeln. Darüber hinaus streben wir an, unsere globale Marktpräsenz durch Partnerschaften und Kooperationen mit internationalen medizinischen Institutionen und Forschungszentren zu erweitern.

Könnten Sie Einblicke in den Weg von der Idee zur Produktentwicklung bei Precisis geben? 

Der Weg begann, als unsere Gründerin, Dr. med. Angela Liedler, während einer Operation einen erheblichen medizinischen Bedarf erkannte. Sie ist selbst Ärztin und hospitierte bei einer Implantation von tiefen Hirnstimulationselektroden und war der Ansicht, dass es eine weniger invasive, gezieltere und hochwirksame Lösung für medikamentenresistente Epilepsie geben sollte. Dies führte sie zu Gesprächen mit verschiedenen Epilepsieexperten und – im Jahr 2014 – entschied sie sich, Precisis ausschließlich auf die Entwicklung des EASEE-Systems zu konzentrieren.

Nach dieser Entscheidung baute Dr. Liedler ein engagiertes Team auf, um diese Vision zu verwirklichen. Unser Team führte umfassende Forschungen durch und arbeitete eng mit führenden Experten auf dem Gebiet der Epilepsie zusammen, um EASEE zu entwickeln. Dieses Konzept durchlief dann rigorose Test- und Validierungsphasen, einschließlich zweier klinischer Studien, um seine Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten. Wir waren stolz, im September 2022 die CE-Kennzeichnung für EASEE zu erhalten. Seit Januar 2023 ist EASEE in der DACH-Region kommerziell verfügbar.

Wie reagiert Precisis auf Benutzerfeedback und Bedürfnisse und wie beeinflusst dies Ihre Entwicklung? 

Benutzerfeedback ist in unserem Entwicklungsprozess von großer Bedeutung. Wir suchen aktiv nach Input von Patienten, Neurologen, Neurochirurgen und anderen Interessengruppen, um ihre Bedürfnisse und Erfahrungen zu verstehen. Dieses Feedback wird genutzt, um kontinuierliche Verbesserungen an unserem Produkt vorzunehmen und sicherzustellen, dass wir die höchsten Standards in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Wirksamkeit erfüllen.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung für Precisis? 

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind Kernwerte bei Precisis. Das Unternehmen ist bestrebt, seine Umweltbelastung durch nachhaltige Praktiken in seinen Betriebsabläufen und der Produktentwicklung zu minimieren. Neben unseren Umweltbemühungen engagieren wir uns für soziale Verantwortung. Wir unterstützen aktiv Gesundheitsinitiativen in der Gemeinschaft, stellen Bildungsressourcen über neurologische Erkrankungen bereit und engagieren uns in Partnerschaften, die den Zugang zur medizinischen Versorgung für alle fördern.

Welche drei wichtigen Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die in die Medizintechnik einsteigen möchten? 

  1. Verstehen Sie den Markt: Führen Sie umfassende Recherchen zum Medizintechnikmarkt durch, um ungenutzte Bedürfnisse und Chancen zu identifizieren. Berücksichtigen Sie die Perspektiven von Patienten und Ärzten, um sicherzustellen, dass Ihre Lösungen reale Probleme effektiv angehen.
  2. Konzentrieren Sie sich auf Innovation: Entwickeln Sie kontinuierlich weiter und bleiben Sie technologischen Fortschritten voraus, um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Nutzen Sie neue Technologien und Methoden, um wegweisende Lösungen zu entwickeln, die einen erheblichen Einfluss haben können.
  3. Bauen Sie starke Netzwerke auf: Knüpfen Sie Verbindungen zu einer Vielzahl von Experten auf dem Gebiet. Arbeiten Sie mit Fachleuten zusammen, die unterschiedliche Standpunkte und Hintergründe bieten, um umfassende Einblicke und Unterstützung zu erhalten. Starke Netzwerke können wertvolle Orientierungshilfen, Kooperationsmöglichkeiten und Ressourcen bieten.

Was bedeutet Erfolg für Precisis und wie messen Sie ihn in Ihrem Unternehmen? 

Erfolg bei Precisis bedeutet, einen signifikanten Einfluss auf die Verbesserung der Patientenergebnisse und der Lebensqualität zu haben. Wir messen den Erfolg anhand mehrerer wichtiger Leistungsindikatoren:

  • Patientenergebnisse: Wir bewerten die Wirksamkeit und den Nutzen unserer Behandlungen, um sicherzustellen, dass sie das Leben der Patienten verbessern.
  • Umsatzwachstum: Dies spiegelt unsere finanzielle Gesundheit und unsere Fähigkeit wider, in Innovationen zu reinvestieren.
  • Marktanteilswachstum: Eine wachsende Marktpräsenz und die zunehmende Akzeptanz von EASEE zeigen unseren Erfolg bei der Erreichung und Unterstützung von mehr Patienten.

Diese Indikatoren helfen uns sicherzustellen, dass wir unsere Ziele erreichen und einen positiven Unterschied im Bereich der Neurologie machen.

Bild: CEO Karl Stoklosa @Precisis

Wir bedanken uns bei Karl Stoklosa für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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