Montag, Februar 2, 2026
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Gelebte Gleichberechtigung ist kontinuierliche Arbeit

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Patricia Cammarata zu Gast beim Authors-MeetUp auf der herCAREER Expo. Ort und Zeitpunkt finden Sie im Programm.
Patricia Cammarata mehrfache SPIEGEL-Bestsellerautorin (u.a.„Raus aus der Mental Load Falle“), Diplompsychologin und Podcasterin (u.a. MKL.wtf) Fotocredits Sophie Weise Meissner

Die Autorin und Podcasterin Patricia Cammarata machte mit ihrem SPIEGEL-Bestseller “Raus aus der Mental Load Falle” den Begriff Mental Load im deutschsprachigen Raum bekannt und hat eine gesellschaftliche Debatte zum Thema Gleichberechtigung angestoßen. In ihrem neuen Buch “Musterbruch” zeigt sie Wege auf, wie Paare aus eingefahrenen Geschlechtermustern ausbrechen können. Im Gespräch erzählt sie, warum Geld kein Totschlag-Argument sein sollte und wie sie heute selbst Gleichberechtigung lebt.

Patricia Cammarata: „Gerecht ist es meiner Meinung nach dann, wenn bei beiden Partnern kein Grund-Groll da ist.“

herCAREER: Patricia, die Zahl der Väter, die sich selbst als emanzipiert betrachten, und derjenigen, die wirklich die Hälfte der Sorgearbeit übernehmen, weicht stark voneinander ab. Weshalb sollten Väter ein Interesse daran haben, mehr unbezahlte Arbeit zu übernehmen?

Patricia Cammarata: Männer können eine engere Bindung zum ihrem Kind aufbauen. Viele leiden darunter, sich neben der Mutter zweitklassig zu fühlen, wenn sie diese Bindung nicht haben. Mehrere Bezugspersonen machen Kinder zudem gesünder und resilienter. Der Beginn der Elternzeit ist außerdem eine Art trojanisches Pferd für die Gleichberechtigung – wer sich jetzt engagiert, engagiert sich nachhaltig in Haushalt und Kinderbetreuung. Und das ist nicht nur gut, weil es gleichberechtigt ist, sondern es trägt auch zur Zufriedenheit in der Partnerschaft bei.

herCAREER: Und die Frauen würden entlastet, richtig?

Patricia Cammarata: Je mehr Ressourcen Frauen haben, desto mehr können sie sie auch in Erwerbstätigkeit stecken. Das wirkt sich positiv auf das Gehalt und die Karriere – wie auch immer man diese definiert – aus. Und das wiederum macht eine Familie insgesamt resilienter, weil man nicht nur von einem Einkommen abhängt. Man gewinnt die Flexibilität, Arbeitgeber:innen wählen und auch verlassen zu können. Für mich ist der Hauptgrund allerdings simpel: Zwei Menschen entscheiden sich gemeinsam für eine Familie. Dann können auch die Belastungen so aufgeteilt werden, dass es gerecht ist.

herCAREER: Dass Männer Elternzeit nehmen, ist ja noch nicht die Regel.

Patricia Cammarata: Fast 60% der Väter gehen keinen einzigen Tag in Elternzeit.

herCAREER: Wo die Politik etwas trödelt, ergreifen manche Unternehmen eigene Maßnahmen. SAP beispielsweise stellt Väter nach der Geburt eines Kindes sechs Wochen bezahlt frei, damit sie sich um die Familie kümmern können. Wie findest du das?

Patricia Cammarata: Politische Regelungen erzeugen mehr Druck als Entscheidungen einzelner Unternehmen. Ich finde es trotzdem ein starkes Zeichen, solche Programme aufzusetzen. Es ist dem Fachkräftemangel geschuldet, dass Unternehmen sich fragen: Was können wir jenseits der Gehälter tun, um attraktiv zu bleiben? Gerade mittelständische Unternehmen, die nicht mit Konzern-Gehältern konkurrieren können, können mit guten Arbeitsbedingungen Kandidat:innen gewinnen. Es geht ja nicht nur um Kinderbetreuung, in Zukunft wird die Pflege von Angehörigen noch eine viel größere Rolle spielen. Und es rechnet sich für die Unternehmen, sonst würden sie es nicht tun.

herCAREER: Dein Vorgängerbuch hieß “Raus aus der Mental Load Falle” – für alle, denen es noch nicht bewusst ist: Was sind Mental Load und Emotionsarbeit?

Patricia Cammarata: Für mich ist Mental Load die planerische und die emotionale Verantwortung, die meist eine Person in der Familie übernimmt, damit der Alltag für alle Familienmitglieder funktioniert. Das sind keine klassischen To Dos, sondern die unsichtbaren Anteile der Sorgearbeit. Wer denkt daran? Wer initiiert es? Und wer kümmert sich denn darum, dass Konflikte angesprochen und aufgearbeitet werden? Das ist oft in Frauenhand, obwohl nichts dagegenspricht, dass sich Männer hier genauso einbringen.

herCAREER: Dein neues Buch heißt “Musterbruch”. Wie lassen sich diese tiefsitzenden Rollenzuschreibungen aufbrechen?

Patricia Cammarata: Wir wissen aus der Forschung, dass wir mit großer Zuversicht, was Gleichberechtigung angeht, in die Familiengründung gehen. Dann rutscht man schrittweise über Monate und Jahre in eine klassischere Rollenverteilung hinein. Und irgendwann, meist in einer Überforderungssituation, denkt man sich: Moment, was ist hier eigentlich passiert? Wir haben uns das eigentlich anders vorgestellt.

herCAREER: Wie kann man das verhindern?

Patricia Cammarata: Die große Kunst ist, so banal es klingt, im Vorfeld zu planen. Die Verteilung der Elternzeit gehört dazu, aber auch: Wie sieht die restliche Sorgearbeit aus? Selbst wenn sich eine Frau dafür entscheidet, zu stillen, und deshalb einen Großteil der Elternzeit übernimmt, heißt das ja nicht, dass alles andere auch auf ihrem Tisch landen muss, im Gegenteil.

herCAREER: Dein Buch, hast du geschrieben, soll ein “Klobuch” sein. Was meinst du damit?

Patricia Cammarata: Ich wünsche mir, dass solche Bücher wirklich gelesen werden. Vor allem Menschen mit kleinen Kindern haben selten die Zeit und Muße, ein Buch in die Hand zu nehmen. Das Klo steht symbolisch für die fünf Minuten, die man mal zwischen Tür und Angel Zeit hat. In meinem Buch schafft man hier ein Kapitel. Dann kann man es wieder zwei Wochen liegen lassen.

herCAREER: Würdest du eine Beziehung trotzdem als gelungen ansehen, selbst wenn die Kompromisse diesbezüglich groß sind?

Patricia Cammarata: Das beurteilt jedes Paar selbst. Zu sagen, nur 50:50 ist gerecht, stimmt so auch nicht. Es gibt unterschiedliche Energie-Level und Vorlieben. Gerecht ist es meiner Meinung nach dann, wenn bei beiden Partnern kein Grund-Groll da ist. Es lohnt sich, sich als Paar zu fragen: Ist alles auf unserer To-Do-Liste wirklich nötig? Machen wir das, weil wir das wollen oder weil wir uns gezwungen sehen? Was können wir uns einfacher machen? Was können wir auslagern?

herCAREER: In deinem Buch entkräftest du die gängigsten Argumente, die heterosexuelle Paare in klassischen Rollen halten. Ich picke mal eines raus: Er verdient halt mehr, was soll man da machen?

Patricia Cammarata: Wenn wir von einem Paar ausgehen, das nicht prekär lebt, wo es also nicht auf jeden Euro ankommt, finde ich das Geld-Argument schwierig. Ich würde anstelle dessen lieber über Zeit sprechen in Bezug zu diesen drei Variablen: die Beziehung zu anderen Menschen, die Erholung und Freizeit sowie der Zugang zu Geld. Wie können wir den gleichen Zugang zu allem für beide Partner gewährleisten?

herCAREER: Du hast “Musterbruch” deinem heutigen Partner gewidmet: “Marcus, seit ich mit Dir zusammen bin, weiß ich: Wahre Liebe muss nicht wehtun, wahre Liebe weiß, wo das U-Heft liegt.” Kannst du mit deinem heutigen Partner Gleichberechtigung leben?

Patricia Cammarata: Absolut. Wir kämpfen aber mindestens wöchentlich, manchmal täglich dafür. Und das ist auch eine Botschaft, die mir wichtig ist: Gelebte Gleichberechtigung ist kontinuierliche Arbeit, weil sich unser Leben und unsere Aufgaben immer ändern.

herCAREER: Du hast geschrieben: “Der politisch-gesellschaftliche Druck, Frauen in die Erwerbswelt zu integrieren, war die letzten Jahre größer, als Männer in die unbezahlte Sorgearbeit einzubinden” – braucht es dazu mehr mutige Männer oder radikalere politische Entscheidungen?

Patricia Cammarata: Es ist nie “oder”, sondern immer “und”. Die Politik muss gar nicht radikal sein. Aber sie könnte zum Beispiel die EU-Vorgabe umsetzen, die Partner nach der Geburt zwei Wochen freistellt. Die größte Lücke besteht aber meiner Meinung nach bei Konzepten, die Sorgearbeit generell wertschätzen. Wir haben kein kostenloses, qualitativ hochwertiges Pflegesystem. Im Gegenteil, gerade die Kinderbetreuung bröckelt ja vor sich hin, wenn sie überhaupt verfügbar ist. Die Unsicherheit der Betreuungssituation hat schon einige Frauen sagen lassen: O.k., dann muss ich das selber machen und gehe aus der Erwerbsarbeit. Es sollte auch bei den Kosten der Kinderbetreuung nicht derart große Unterschiede geben. Sonst heißt es schnell: Da lohnt es sich gar nicht mehr, arbeiten zu gehen.

herCAREER: Ist Teilzeit nun eigentlich die Lösung oder das Problem einer mangelnden De-facto-Gleichberechtigung?

Patricia Cammarata: Teilzeit reduziert natürlich das Einkommen und somit auch die Altersvorsorge. Ich bin eine Verfechterin der Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich. Es gibt Modellversuche im großen Rahmen, die viele Vorteile zeigen. Den Leuten tut es gut, Vereinbarkeit wird möglich, psychische Erkrankungen und Arbeitsunfälle gehen zurück. Die Unternehmensgewinne gehen nicht zurück. Deswegen finde ich, sollte dieses Modell nicht den Feldstudien vorbehalten sein. Es ist nicht so lange her, als wir in den Sechzigerjahren von 48 auf 40 Stunden runtergegangen sind. Damals war das auch undenkbar.

herCAREER: Wenn jede:r nur eine wichtige Zahl zur “Gender Care Gap” kennen sollte, welche wäre das?

Patricia Cammarata: Das sind die 111% mehr Sorgearbeit, die Frauen in der Rushhour des Lebens mehr leisten als Männer. Viele denken, die Erschöpfung läge an ihnen selbst, sie reißen sich nicht zusammen, schaffen nicht genug, sind nicht organisiert genug. Das ist aber eine Durchschnittszahl, die mehr bekannt sein sollte, um Frauen dieses schlechte Gefühl zu nehmen.

Am 18. Oktober 2024 ist Patricia Cammarata zu Gast beim Authors-MeetUp auf der herCAREER Expo. Ort und Zeitpunkt finden Sie im Programm.

Das Interview führte herCAREER-Chefredakteurin Julia Hägele.

Bild: Patricia Cammarata mehrfache SPIEGEL-Bestsellerautorin (u.a.„Raus aus der Mental Load Falle“), Diplompsychologin und Podcasterin (u.a. MKL.wtf) Fotocredits Sophie Weise Meissner

Quelle messe.rocks GmbH

Wie kann diese Technologie Ihr Unternehmen revolutionieren?

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Threedy Teamfoto @ivegenia möbius

Threedy ist Finalist für Startup of the Year im November 2024 des Frankfurt Forward Awards

Stellen sie sich und ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor! 

Threedy ist ein Hightech-Start-up, das 2020 als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt gegründet wurde. Threedy’s instant3Dhub für hochleistungsfähiges Visual Computing ermöglicht es Kunden, das volle Potenzial ihrer 3D-Daten auszuschöpfen.

Warum haben sie sich entschieden Threedy zu gründen?

Der bisherige unternehmerische Erfolg und das Wachstum basieren auch zu einem großen Teil auch auf unserer besonderen Gründungsgeschichte: Viele unserer Mitarbeiter arbeiteten bereits an Fraunhofer Institut sehr transferorientiert und nah am Markt zusammen. Durch die Unternehmensgründung konnten wir daher für eine Reihe von Interessensgruppen eine spannende Perspektive bieten: Für Fraunhofer eine attraktive Verwertung der geschaffenen IP; für die Kunden eine belastbare Nutzungs- und Lizenzierungsperspektive; und vor allem für uns und die Mitarbeiter: einen Weg wie die gemeinsam geschaffene Technologie fortgeführt und in eine Unternehmensgeschichte überführt werden konnte, von der wir alle Teil sein können. 

Welche Vision steckt hinter Threedy? 

Viele Industrieunternehmen besitzen einen enormen Schatz an 3D Daten, welche aber nur in einem sehr eingeschränkten Umfang innerhalb der Unternehmen nutzbar sind, beispielsweise nur in den Ingenieurabteilungen, nur auf sehr leistungsfähigen Workstations und nur im Rahmen teurer und unflexibler Softwarelizenzmodellen. Wir sind es aber heutzutage gewohnt, ganz anders mit Daten arbeiten zu können (man denke an Office 365): kollaborativ, dynamisch, flexibel und vor allem vernetzter als dies traditionelle CAD- und PDM/PLM-Anwendungen, welche häufig in den 80er konzipiert wurden, überhaupt ermöglichen. Mit unserer Technologie können Kunden diesen 3D-Datenschatz heben und unternehmensübergreifend nutzbar machen (also: kollaborativ manipulierbar, integrierbar, visualisierbar, augmentierbar usw.), um damit jegliche Prozesse, Produkte und Dienstleistungen im Sinne der Digitalen Transformation zu verbessern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben sie sich finanziert? 

Die fast 4-jährige Vorbereitung der Gründung, über versch. Fraunhofer-interne Programme und den EXIST-Forschungstransfer, und die Gründung nach Ausbrauch der Pandemie 2020 waren sicher die größten Herausforderungen. Die Transition von fast 20 Mitarbeitern aus dem Institut in die Threedy GmbH haben wir mit Venture Kapital finanziert: durch eine Seed-Runde von €1.8 Mio. im Jahr 2020 und eine Series-A-Runde von $10.4 Mio. im Jahr 2023.

Wer ist die Zielgruppe von Threedy?

Im Grunde ist unsere Innovation überall einsetzbar, wo durch die Bereitstellung komplexer 3D-Daten Mehrwerte in der Unterstützung oder Umgestaltung von Arbeitsprozessen geschaffen werden können. Neben dem aktuellen Fokus im Automotive, kommen unsere Kunden aus dem Engineering und Anlagenbau. Weitere Zielmärkte sind BIM / Construction, Aerospace, Oil&Gas und Schiffbau.

Wie funktioniert ihr Startup? Wo liegen die Vorteile?

Im Kern unseres Startups steht die Produktenwicklung und Vermarktung auf Basis eines nutzungsbasierten Lizenzmodells. Neben den Mehrwerten im individuellen Anwendungsfall liegen die Vorteile der Kunden vor allem auch im strategischen Einsatz unserer Technologie im Sinne der Datenvernetzung und Verfügbarkeit, aber auch weil Kosten für Lizenzen, teure Hardware oder Server-Infrastrukturen eingespart werden können. Letztlich muss ein Startup aber nicht nur funktionieren, sondern wachsen können – im besten Falle zum beidseitigen Vorteil: Unserem und dem unserer Kunden und Partner. Und wenn es das tut, dann sieht man auch die Vorteile.

Sie sind Finalist für Startup of the Year. Wie geht es jetzt weiter? 

Wir wünschen uns natürlich sehr, diesen Preis zu gewinnen und damit unsere Bekanntheit zu erhöhen: Um das Interesse möglicher neuer Kunden aus der Region zu wecken, aber sicher auch um Threedy als modernen und attraktiven Arbeitgeber werben zu können. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen sie sich in fünf Jahren?

Kurz- und mittelfristig stehen für uns vor allem die Marktdiversifizierung neben unserem Schwerpunkt im Automotive sowie die weitere Produktevolution auf der Agenda. Diese soll es uns ermöglichen, mit Hilfe neuer Wege der Bereitstellung und Paketierung auch kleinere Kunden leichter bedienen zu können. Auf diese Grundlage wollen wir dann die weitere Internationalisierung mit einem Fokus auf den nordamerikanischen Kontinent angehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Mutig sein: Ungewissheit ertragen und dabei immer ein positives Mindset behalten.
  • Ganz oder gar nicht: Um die Höhen und Tiefen im Startup-Leben zu durchstehen braucht es 200% Commitment.
  • Geschwindigkeit ist alles. 

Bild@ @ivegenia möbius

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Welche Rechtsform ist die richtige für mein Unternehmen?

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rechtsform

Rechtsform ist eine entscheidende Wahl für jedes Unternehmen, da sie die Haftung, Besteuerung und Verwaltung maßgeblich beeinflusst

Die Wahl der Rechtsform ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung eines Unternehmens. Sie beeinflusst die Haftung, die Steuerbelastung und die Verwaltung des Unternehmens. Doch welche Rechtsform ist die richtige für Ihr Unternehmen? In diesem Beitrag werden die gängigsten Rechtsformen vorgestellt und deren Vor- und Nachteile erläutert.

Die Bedeutung der Rechtsform

Die Rechtsform eines Unternehmens bestimmt, wie es rechtlich und organisatorisch strukturiert ist. Sie hat Auswirkungen auf die Haftung der Gesellschafter, die Besteuerung und die Finanzierungsmöglichkeiten. Deshalb ist es wichtig, die verschiedenen Rechtsformen zu kennen und deren spezifische Merkmale zu verstehen. Nur so können Sie die beste Entscheidung für Ihr Unternehmen treffen.

Die Einzelunternehmung: Einfach und flexibel

Die Einzelunternehmung ist die einfachste Form der Unternehmensgründung. Sie eignet sich besonders für kleine Unternehmen und Selbstständige. Der Gründer ist alleiniger Inhaber und trägt die volle Verantwortung. Diese Rechtsform zeichnet sich durch ihre einfache Gründung und geringe Verwaltungskosten aus.

Vorteile: Schnelle und unkomplizierte Gründung, volle Kontrolle durch den Inhaber, geringe Kosten.
Nachteile: Unbeschränkte Haftung mit dem Privatvermögen, begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten, hohe Abhängigkeit von der Person des Inhabers.
Die Einzelunternehmung ist ideal für Einzelkämpfer, die ihre Geschäftsidee schnell umsetzen wollen. Allerdings sollte man sich der Risiken bewusst sein, insbesondere der persönlichen Haftung.

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH): Sicherheit und Professionalität

Die GmbH ist eine der beliebtesten Rechtsformen in Deutschland. Sie bietet den Vorteil der beschränkten Haftung, das heißt, die Gesellschafter haften nur mit ihrem eingebrachten Kapital. Diese Rechtsform eignet sich für mittlere bis größere Unternehmen und ist bei Investoren und Geschäftspartnern hoch angesehen.

Vorteile: Beschränkte Haftung, hohe Akzeptanz bei Geschäftspartnern, flexible Gestaltungsmöglichkeiten.
Nachteile: Höhere Gründungskosten, aufwendige Buchführung und Bilanzierung, strenge gesetzliche Vorgaben.
Die GmbH bietet ein hohes Maß an Sicherheit und Professionalität. Sie erfordert jedoch auch eine sorgfältige Planung und Einhaltung rechtlicher Vorschriften.

Die Aktiengesellschaft (AG): Für große Vorhaben

Die AG ist eine Rechtsform, die vor allem für große Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf geeignet ist. Sie ermöglicht die Aufnahme von Eigenkapital durch den Verkauf von Aktien. Die Haftung der Aktionäre ist auf ihre Kapitaleinlage beschränkt. Diese Rechtsform ist besonders bei Börsengängen von Bedeutung.

Vorteile: Unbegrenzte Finanzierungsmöglichkeiten, beschränkte Haftung, einfache Übertragbarkeit von Anteilen.
Nachteile: Hohe Gründungskosten, komplexe Verwaltungsstrukturen, umfangreiche Berichtspflichten.
Die AG ist ideal für Unternehmen, die schnell wachsen und viel Kapital benötigen. Sie erfordert jedoch eine professionelle Verwaltung und umfangreiche Berichterstattung.

Die Partnerschaftsgesellschaft (PartG): Gemeinsam stark

Die Partnerschaftsgesellschaft ist eine Rechtsform für Freiberufler wie Ärzte, Anwälte oder Architekten. Sie bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Freiberuflern ein Unternehmen zu gründen und dabei die Haftung zu teilen. Die Partner haften persönlich, jedoch nur für ihre eigenen Fehler und für die Fehler der Mitarbeiter, die sie beaufsichtigen.

Vorteile: Gemeinsame Nutzung von Ressourcen, persönliche Haftung auf eigene Fehler beschränkt, flexible Organisationsform.
Nachteile: Persönliche Haftung, beschränkte Finanzierungsmöglichkeiten, Abhängigkeit von den Partnern.
Die PartG ist eine gute Wahl für Freiberufler, die ihre Kräfte bündeln und gemeinsam ein Unternehmen führen wollen. Sie bietet Flexibilität und eine faire Verteilung der Verantwortung.

Die richtige Wahl treffen

Die Wahl der Rechtsform ist eine entscheidende Weichenstellung für jedes Unternehmen. Es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf, welche Rechtsform die beste ist. Die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab, wie der Größe des Unternehmens, der Branche, dem Kapitalbedarf und der persönlichen Risikobereitschaft der Gründer.

Ein Einzelunternehmen bietet Einfachheit und Flexibilität, jedoch auch ein hohes Haftungsrisiko. Die GmbH ist eine sichere und anerkannte Rechtsform, erfordert jedoch höhere Gründungskosten und Bürokratie. Die AG eignet sich für große Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf, während die Partnerschaftsgesellschaft eine gute Wahl für Freiberufler ist, die gemeinsam arbeiten wollen.

Es ist ratsam, sich bei der Wahl der Rechtsform von einem Experten beraten zu lassen. Ein Rechtsanwalt oder Steuerberater kann dabei helfen, die beste Entscheidung zu treffen und die rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen zu berücksichtigen. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für den Erfolg Ihres Unternehmens.

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – NDABCREATIVITY

Worauf kommt es bei einem Businessplan an?

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businessplan

Businessplan ist der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Unternehmens, denn er dient als Leitfaden und überzeugt Investoren von der Rentabilität Ihrer Geschäftsidee.

Ein Businessplan ist das Herzstück eines erfolgreichen Unternehmensstarts. Er dient nicht nur als Leitfaden für Gründer, sondern ist auch ein wichtiges Instrument, um Investoren und Banken zu überzeugen. Doch worauf kommt es bei der Erstellung eines Businessplans wirklich an? Dieser Beitrag beleuchtet die wichtigsten Aspekte und gibt wertvolle Tipps.

Der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck eines Businessplans ist entscheidend. Eine klare Struktur und ein professionelles Design schaffen Vertrauen. Die Einleitung sollte kurz und prägnant sein. Sie muss das Interesse des Lesers wecken und einen Überblick über das Vorhaben bieten. Hierbei ist es wichtig, das Geschäftsmodell und die Vision des Unternehmens darzustellen. Eine gut formulierte Einleitung macht Lust auf mehr und motiviert, weiterzulesen.

Marktanalyse: Das Fundament eines Businessplans

Eine gründliche Marktanalyse ist das Fundament jedes Businessplans. Sie zeigt, dass sich der Gründer intensiv mit dem Markt, der Konkurrenz und den Kunden auseinandergesetzt hat. Dabei sollten folgende Punkte beachtet werden:

Zielgruppe definieren: Wer sind die potenziellen Kunden? Welche Bedürfnisse haben sie?
Marktgröße und -wachstum: Wie groß ist der Markt? Welche Wachstumsprognosen gibt es?
Wettbewerbsanalyse: Wer sind die Hauptkonkurrenten? Welche Stärken und Schwächen haben sie?
Eine detaillierte Marktanalyse hilft, die Chancen und Risiken des Vorhabens realistisch einzuschätzen. Sie bildet die Grundlage für die weiteren Planungen und Strategien.

Geschäftsmodell und Strategie: Der Weg zum Erfolg

Das Geschäftsmodell beschreibt, wie das Unternehmen Geld verdienen will. Es erklärt, welche Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden und wie diese vermarktet werden sollen. Wichtige Elemente sind hier:

Produktbeschreibung: Was macht das Produkt einzigartig? Welche Vorteile bietet es den Kunden?
Preismodell: Wie wird der Preis festgelegt? Gibt es unterschiedliche Preiskategorien?
Vertriebskanäle: Über welche Kanäle wird das Produkt verkauft? Wie wird die Logistik organisiert?
Die Strategie beschreibt, wie das Unternehmen seine Ziele erreichen will. Sie umfasst Marketingmaßnahmen, Vertriebskonzepte und langfristige Entwicklungspläne. Eine klare und gut durchdachte Strategie ist entscheidend, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Finanzplanung: Die Basis für Investitionen

Die Finanzplanung ist ein zentraler Bestandteil des Businessplans. Sie zeigt, wie viel Kapital benötigt wird und wie dieses verwendet werden soll. Hierzu gehören:

Kostenaufstellung: Welche Kosten entstehen? Wie setzen sich diese zusammen?
Umsatzprognosen: Wie entwickeln sich die Umsätze in den ersten Jahren?
Finanzierungsplan: Woher kommt das Kapital? Welche Finanzierungsquellen werden genutzt?
Eine realistische Finanzplanung ist essenziell, um Investoren zu überzeugen. Sie zeigt, dass der Gründer die finanziellen Aspekte seines Vorhabens im Griff hat und das Risiko gut einschätzen kann.

Management und Organisation: Die Menschen hinter dem Plan

Ein guter Businessplan stellt nicht nur das Unternehmen, sondern auch das Team dahinter vor. Das Management und die Organisation sind entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Wichtige Punkte sind hier:

Gründer und Team: Wer steckt hinter dem Unternehmen? Welche Qualifikationen und Erfahrungen bringen die Teammitglieder mit?
Organisationsstruktur: Wie ist das Unternehmen strukturiert? Wer ist für welche Bereiche verantwortlich?
Personalplanung: Wie viele Mitarbeiter werden benötigt? Welche Qualifikationen sind wichtig?
Ein kompetentes und erfahrenes Team schafft Vertrauen bei Investoren und Partnern. Es zeigt, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist und die Herausforderungen meistern kann.

Der Weg zum erfolgreichen Businessplan

Ein Businessplan ist mehr als nur ein Dokument. Er ist der Fahrplan für den Erfolg eines Unternehmens. Eine klare Struktur, eine gründliche Marktanalyse, ein durchdachtes Geschäftsmodell, eine realistische Finanzplanung und ein kompetentes Team sind die Schlüsselkomponenten. Mit diesen Elementen lässt sich nicht nur der Start in die Selbstständigkeit meistern, sondern auch langfristig erfolgreich am Markt agieren.

Es lohnt sich, Zeit und Mühe in die Erstellung eines Businessplans zu investieren. Ein gut ausgearbeiteter Plan erhöht die Chancen auf Finanzierung und Erfolg erheblich. Er hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. So wird der Businessplan zum unverzichtbaren Werkzeug für jeden Gründer und Unternehmer.

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – pressmaster

Krypto-Staking: Was steckt eigentlich dahinter?

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Krypto-Staking: Was steckt eigentlich dahinter?

Kryptowährungen gelten mittlerweile als Geldanlage, die niemand mehr links liegen lassen sollte! Investoren, die frühzeitig in Bitcoin oder Ethereum eingestiegen sind, wissen sicherlich, wie viel Potenzial in den Kursen steckt. So legten beide Kryptowährungen in den vergangenen Jahren eine beachtliche Rally hin. Neben den beiden Koryphäen im Krypto-Space gibt es laut Statista noch über 8.547 weitere Coins.

Grundsätzlich hat sich jedoch einiges in der Welt der digitalen Zahlungsmittel getan. Sie können mittlerweile nämlich nicht nur beim Handeln, wo Sie beispielsweise stetig den Ethereum Preis im Auge behalten müssen, Ihr Geld verdienen. Mit dem Krypto-Staking wurde nämlich eine Art passive Einkommensquelle geschaffen. Was hinter diesem Begriff steckt und wie Staking funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Konsensmechanismus „Proof of Stake“ bietet die Grundlage

Im Krypto-Space gibt es zwei Konsensmechanismen, auf der einen Seite den „Proof of Work“, den auch der Bitcoin nutzt und auf der anderen Seite den „Proof of Stake“, auf den Ethereum setzt. Der Proof of Work steht seit Jahren scharf in der Kritik, da er, um einen neuen Block zu validieren, viel Rechenleistung benötigt und somit einen enormen Energieverbrauch aufweist. Für das Krypto-Staking kommt allerdings nur der Proof of Stake infrage, deshalb gehen wir in diesem Artikel nicht weiter auf den Proof of Work ein. 

Bei dem Proof of Stake, zu Deutsch Anteilsnachweise wird im Vergleich zum Proof of Work keine physische Rechenleistung benötigt. Bei diesem Konsensmechanismus werden die Blöcke einfach verlost – theoretisch ein ähnliches Prinzip wie als würden Sie in einem Online-Casino die Slots zum Glühen bringen.

In der Praxis ist dies jedoch viel weniger ein Glücksspiel, denn die Aufteilung ist hier gewichtet. Beim Staking stellen Sie nämlich dem Netzwerk eine vorab fest vereinbarte Anzahl Ihrer Coins für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung, damit es neue Blöcke finden (Staking) und validieren kann. Als Belohnung erhalten Sie weitere Coins und je mehr Sie dem Netzwerk zur Verfügung stellen, desto mehr Coins erhalten Sie auch.

Das ist der Grund, warum sich zumeist mehrere Personen für das Krypto-Stakingzusammenschließen. Meistens organisiert ein zentraler Dienstleister einen sogenannten Staking-Pool, auf dem alle Teilnehmer ihre Kryptowährung dem Netzwerk zur Verfügung stellen.

Ist Staking nicht dasselbe wie Mining?

Grundsätzlich könnte man jetzt auf den ersten Blick denken: Mining und Staking wären dasselbe. Das ist jedoch nicht der Fall! Beim Mining kommt der Proof of Work Konsensmechanismus zum Einsatz. Möchten Sie beispielsweise Bitcoin minen, müssen Sie dem Netzwerk Rechenleistung zum Finden und Validieren neuer Blöcke in der Blockchain zur Verfügung stellen. Pro validierten Block erhalten Sie momentan 3,125 Bitcoin. Das Ganze funktioniert über die sogenannten Miner, die einen enormen Energieverbrauch aufweisen.

Beim Krypto-Staking geben Sie dem Netzwerk keine Rechenleistung frei, sondern stellen einen Anteil ihrer Coins zur Verfügung. Dieser Prozess läuft über den Proof of Stake Konsensmechanismus und benötigt keine zusätzliche Rechenleistung.

Übrigens: Ethereum lief bis vor wenigen Jahren auch noch über den Proof of Work. Erst mit der Einführung der Ethereum 2.0 Blockchain gab es auch die Umstellung auf den Proof of Stake. Mit der Umstellung wollte der Gründer den Energieverbrauch senken, die Transaktionen pro Sekunde erhöhen und dafür sorgen, dass Ethereum noch sicherer wird.

Bild: Titelbild/ Bildquelle: Bild von RDNE Stock project für pexels

Autor Noah Beuttler

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was macht diesen Reiseblog zu einem Muss für Weltenbummler?

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PlacesofJuma

PlacesofJuma ist eine Reiseplattform und ein Reiseblog, der Reisende mit hochwertigen Informationen und beeindruckenden Bildern inspiriert und unterstützt

Wie würden Sie Ihr Unternehmen und sich selbst als Gründer vorstellen?

Wir sind Jürgen Reichenpfader und Martina Hirzberger, die Gründer von PlacesofJuma, einer einzigartigen Kombination aus Reiseplattform und Reiseblog. Seit unserer Gründung hat sich PlacesofJuma zu einer angesehenen Reisewebseite entwickelt, die in Spitzenzeiten bis zu 900.000 Reisende weltweit inspiriert und ihnen wertvolle Informationen und Tipps für ihre nächsten Abenteuer bietet. Bei uns finden Reisende hochwertige, eigens recherchierte Informationen und atemberaubende Bilder, die sowohl inspirieren als auch informieren.

Was war die ursprüngliche Vision Ihres Unternehmens und wie planen Sie, diese zu erreichen?

Die Vision von PlacesofJuma ist es, eine vertrauenswürdige Quelle für Reiseinformationen zu bieten, die auch abseits der ausgetretenen Touristenpfade führt – sozusagen ein Reiseblog auf einem neuen Qualitätsniveau. Unser Ziel ist es, authentische Erfahrungen und Insidertipps zu teilen, die wir auf unseren eigenen Reisen gesammelt haben. Wir setzen bewusst auf menschliche Expertise und bieten Inhalte von Reisenden für Reisende. Um diese Vision zu verwirklichen, legen wir großen Wert auf hochwertige Inhalte, atemberaubende Bilder und Authentizität.

Wer ist Ihre Hauptzielgruppe und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse erfüllt werden?

Die Zielgruppe von PlacesofJuma umfasst Reisenden, die nach einzigartigen Erlebnissen suchen. Insbesondere richten wir uns an diejenigen, die ihre Urlaubs- oder Rundreisen selbstständig und detailliert organisieren möchten und praxisnahe Informationen sowie Insidertipps benötigen. Die Reiseartikel auf unserer Website sollen dabei helfen, das Beste aus ihrem Urlaub herauszuholen.

Welche speziellen Herausforderungen sind Ihnen bisher begegnet und wie haben Sie diese gemeistert?

Eine der größten Herausforderungen war die Sichtbarkeit in einem überfüllten Reisemarkt zu erlangen. Durch hartnäckige SEO-Arbeit und hochwertige Inhalte haben wir es geschafft, eine loyale und stetig wachsende Leserschaft aufzubauen. Zudem haben wir immer wieder neue, kreative Ansätze ausprobiert, um uns von der Masse abzuheben.

Was macht PlacesofJuma einzigartig im Vergleich zu anderen Reiseblogs und Plattformen?

Was uns wirklich abhebt, ist die Kombination aus atemberaubender Fotografie und authentischen, gut recherchierten Inhalten, die von uns persönlich erlebt und getestet wurden. Unsere Tipps und Empfehlungen sind echt und nicht gesponsert, was das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit bei unseren Lesern enorm stärkt.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung von PlacesofJuma und welche großen Meilensteine planen Sie?

Wir planen, unsere Reichweite sowohl im DACH-Raum als auch international weiter auszubauen. Ein wichtiger Meilenstein wird die Erweiterung unseres Teams sein, um unsere Kapazitäten zu erhöhen und noch mehr hochwertige Inhalte zu produzieren.

Gibt es spezielle Strategien oder Technologien, die Sie verwenden, um Ihr Unternehmensziel zu erreichen?

Absolut! Wir setzen auf eine Kombination aus SEO-Optimierung, Marketing und hochwertigen visuellen Inhalten. Zudem nutzen wir Social Media Plattformen wie Facebook und Pinterest, um unsere Community zu erreichen und zu wachsen.

Wie haben Sie und Ihr Team sich auf die Herausforderungen der Unternehmensgründung vorbereitet?

Wir haben uns aktiv durch praktische Erfahrungen gelernt, indem wir jede Phase der Unternehmensgründung selbst durchlaufen haben. Das bedeutet, dass wir Schritt für Schritt vorgegangen sind, um aus den gemachten Erfahrungen zu lernen und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln. Statt auf theoretisches Wissen allein zu setzen, haben wir durch konkrete Handlungen gelernt, welche Strategien und Vorgehensweisen in der Praxis funktionieren und welche nicht.

Können Sie ein Beispiel für eine besonders schwierige Situation bei PlacesofJuma teilen und wie Sie diese überwunden haben?

Beinahe zum Aufgeben zwang uns die Corona-Pandemie, als die Besucherzahlen über einen langen Zeitraum in den Boden sanken. Wir haben die Zeit mit Eigenmitteln überbrückt und konnten durch angepasste Strategien sowie den verstärkten Einsatz digitaler Plattformen erfolgreich durch diese herausfordernde Zeit navigieren.

Welche Rolle spielt Innovation in Ihrem Unternehmen und wie fördern Sie kreatives Denken in Ihrem Team?

Die Neuerfindung ist der Kern unseres Erfolgs. Mein Partner und ich sind kontinuierlich auf der Suche nach neuen Ideen und Ansätzen, sei es durch tägliche Brainstorming-Sitzungen oder durch kontinuierliche Weiterbildung.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um und welche Lehren haben Sie daraus gezogen?

Gerade durch die Rückschläge konnten wir viel lernen. Wir analysieren gründlich unsere Schwächen und überlegen gemeinsam, wie wir sie in Zukunft verbessern können. Wir bleiben flexibel und konzentrieren uns stets darauf, nach vorne zu schauen. Hindernisse und Probleme sehen wir als Gelegenheit, zu wachsen, anstatt uns zu entmutigen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die gerade erst anfangen?

Leidenschaft ist der Schlüssel: Lass deine Begeisterung dich durch jede Herausforderung pushen!

Entwickle dich weiter: Bleib flexibel und immer lernbereit, um den sich ständig verändernden Markt zu meistern.

Bleib deinen Prinzipien treu: Authentizität ist der Grundstein für Vertrauen und langfristige Bindungen in deiner Community.

Bilder@PlacesofJuma

Wir bedanken uns bei Martina Hirzberger und Jürgen Reichenpfader für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Ansprechpartner:
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Sind Sie bereit für die digitale Zukunft?

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intrexx markus grauvogel ceo

Intrexx bietet eine benutzerfreundliche Low-Code-Entwicklungsplattform zur Digitalisierung mittelständischer Unternehmen und öffentlicher Institutionen

Stell dich und dein Startup Intrexx doch kurz unseren Lesern vor.

Mein Name ist Markus Grauvogl. Ich bin CEO der INTREXX GmbH und seit 2021 an Bord. Intrexx ist eine Low-Code-Entwicklungsplattform. Mit unserer benutzerfreundlichen Oberfläche und gepaart mit unserer über 25-jährigen Erfahrung, begleiten wir mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft.  

Warum hast du dich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Manfred Stetz und Axel Wessendorf sind die Gründer der United Planet GmbH, die inzwischen als INTREXX GmbH firmiert. Herr Wessendorf ist im Jahr 2014 leider verstorben und Herr Stetz ist weiterhin Gesellschafter der INTREXX GmbH. Die Idee im Jahr 1998 und mit dem Start der operativen Geschäftstätigkeit im Jahr 1999 lag darin, es jedem Unternehmen mit vorgefertigten Bausteinen zu ermöglichen, ein Intranet aufzubauen, was eine große Innovation zu dieser Zeit war. 2000 wurde das Produkt in Intrexx umbenannt und ist bis heute noch der Produktname und seit 2023 auch der Firmenname. Das Unternehmen hat sich stetig weiterentwickelt und ist über die Jahre ein regional bekannter Player in der Softwarebranche geworden.

Warum sehen bzw. verstehen wir uns nach über 25 Jahren als Start-up, oder sogar inzwischen als Scale-up? Die Attitude eines Start-ups haben wir beibehalten und haben vor gut 2,5 Jahren begonnen, gemeinsam mit unserem Hauptgesellschafter, der NOAH Unternehmensgruppe, alle Unternehmensbereiche systematisch neu für die nächste Wachstumsphase aufzustellen. Mit dem Ziel für den Mittelstand in Europa den führenden Low-Code-Application-Platform Provider weiterzuentwickeln, was dem Charakter einer Neugründung in vielen Aspekten sehr ähnelt, aber auf einem sehr soliden “Fundament”.

Was war bei der Gründung von Intrexx die größte Herausforderung?

Manfred Stetz hat mir erzählt, und das ist häufig bei Gründungen der Punkt, dass die Idee, Geld, People und alle erforderlichen Ressourcen vorhanden sind, aber der Zeitraum, bis ein vermarktungsfähiges Produkt zum Launch bereit steht, ist ein langer Weg.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Selbstverständlich und im Zweifel wird es nie perfekt sein. Man muss die richtige Zielgruppe mit der richtigen Sprache adressieren und mit den Early Adoptern das neue Produkt gemeinsam weiterentwickeln, um dann die Smart Follower im nächsten Schritt zu adressieren.

Welche Vision steckt hinter Intrexx?

INTREXX GmbH steht als Pionier und etabliertes mittelständisches Unternehmen im Herzen Europas für die Befähigung des Mittelstandes durch maßgeschneiderte Low-Code Lösungen. Wir glauben an die Kraft der Unabhängigkeit und Individualität, die es unseren Kunden und Partnern ermöglicht, ihre einzigartige Vision in der Digitalisierung mit Einfachheit und Zweckmäßigkeit zu realisieren. Unsere Plattform bildet die Brücke zwischen Mensch und Technologie, geprägt durch tiefe Expertise, umfassende Erfahrung und die kontinuierliche Anpassung an die sich wandelnde Geschäftswelt. Stabilität, Verlässlichkeit und Kontinuität sind die Säulen unseres Handelns, durch die wir langfristige Beziehungen aufbauen und den Weg für eine Zukunft ebnen, in der jeder die Werkzeuge besitzt, um sein volles Potenzial zu entfalten.

Wer ist die Zielgruppe von Intrexx? 

Primär der Mittelstand in den Branchen: Industrie, Gesundheitswesen, Banken, Versicherungen, Energiesektor, Bau und sowie in der öffentlichen Verwaltung.

Wie funktioniert Intrexx? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet dich von anderen Anbietern?

Mit der Low-Code-Entwicklungsplattform Intrexx bekommt ein Unternehmen vereinfacht gesagt 3 wesentliche Komponenten für die Digitalisierung, nämlich: den Application Designer, Process Designer, Integration Designer. Damit kann jedes Unternehmen, als auch die öffentliche Verwaltung neue Applikation erstellen, Prozesse automatisieren und verschiedene Datenbanken und Systeme auf einer einheitlichen Plattform integrieren und somit verbinden. Die Vorteile liegen auf der Hand: jedes Unternehmen schafft einen Standard und kann trotzdem alle Anforderungen einfach, individuell und schnell umsetzen. Wir unterstützen neben einem sehr ausgereiften Produkt mit Intrexx, vor allem durch unsere Expertise in unserem Markt. Dies tun wir seit über 25 Jahren.

Wo geht der Weg hin? Wo siehst du dich und Intrexx in fünf Jahren?

Die INTREXX GmbH ist gerade auf dem Weg von einem ehemals regionalen Champion, zu einem führenden Software Player im DACH-Raum zu werden. Gleichzeitig hat die Reise für eine weitere europäische Expansion begonnen.

Welche drei Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

MUT – GEDULD – AUSDAUER

Bild Markus Grauvogl Gründer Bildcredits/ Fotograf: Walter Daschner – Fotostudio Daschner

Wir bedanken uns bei Markus Grauvogl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie erleichtert diese Plattform die Hotelbuchung für Airlines?

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Croowy Teamfoto

Croowy ist Finalist für Startup of the Year im November 2024 des des Frankfurt Forward Awards

Stellen sie sich und ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor! 

Croowy ist eine B2B Matching Plattform für Hotels und Fluggesellschaften. Es geht um die Beschaffung von Hotelzimmern für die unterschiedlichen Bedarfe von Airlines, sei es für die Unterbringung der Crew, der Geschäftsreisenden oder der gestrandeten Passagiere, wenn ein Flug ausfällt oder verzögert ist. Die Systeme auf beiden Seiten sind sehr veraltet, die Prozesse sehr manuell und zeitintensiv. Mit unserer Plattform bieten wir Automatisierung, schnellere Prozesse und damit einen großen Effizienzgewinn für alle Beteiligten.

Warum haben sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben über 20 Jahre Berufserfahrung in der Hotellerie und haben dort sehr deutlich gesehen, wie veraltet viele Prozesse und Systeme sind. In Zeiten von Fachkräftemangel, Kostendruck und sich sehr schnell verändernden Marktbedingungen braucht es modernere Systeme und Automatisierung. Und da diese Veränderungen niemand vorantreiben wollte, haben wir uns entschieden, das selbst zu tun.

Welche Vision steckt hinter Croowy? 

Wir wollen der führende Anbieter für Airline-Hotelunterkünfte für die globale Airline-Industrie sein und ein zuverlässiger Partner für Hotels, Ketten und Eigentümer, der die Kunden durch Digitalisierung und transparente Prozesse stärkt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben sie sich finanziert? 

So banal es klingt, aber es sind die vermeintlichen Kleinigkeiten – zum Beispiel war die Eröffnung eines Geschäftskontos eine große Herausforderung. Große Banken wollten uns gar nicht erst empfangen, am Ende wurde eine kleine Sparkasse aus der alten Heimat unser Partner. Wir sind bis jetzt komplett eigenfinanziert und werden uns ab Herbst mit dem Thema Investoren / Venture Capital beschäftigen.

Wer ist die Zielgruppe von Croowy?

Wir haben zwei Zielgruppen – auf der einen Seite die Fluggesellschaften, die durch die Nutzung der Plattform große Effizienzgewinne bei der Beschaffung erzielen können. Hier sprechen wir über die großen und bekannten Linienfluggesellschaften, aber auch über Frachtmaschinen, Privatflugzeuge und Charterflieger. Auf der anderen Seite sprechen wir die Hotels an, für die das Airline Geschäft sehr spannend sein kann. Neben den großen Ketten sind es vor allem kleine Gruppen und Individualhotels, die bisher wenig Zugang zu diesem Segment haben. Zudem sind Hoteleigentümergruppen unsere Kunden, die Hotels als Franchise unter mehreren Marken betreiben.

Wie funktioniert Croowy? Wo liegen die Vorteile?

Wir haben eine Datenbank von 1,2 Mio Hotels weltweit. Mit auf die Bedürfnisse der Airlines abgestimmten Profilen können sich die Hotels neuen Kunden auf der ganzen Welt präsentieren. Die Profile werden einmal befüllt und nicht neu für jede Ausschreibung. Das spart Zeit und bringt enorme Sichtbarkeit. Die Airlines haben einen kompletten Überblick über den Markt und können sehr viel effizienter als vorher das passende Hotel für die Crews oder die gestrandeten Passagiere finden.  

Sie sind Finalist für Startup of the Year. Wie geht es jetzt weiter? 

Wir freuen uns sehr über die Einladung in das große Finale. Allein die Vorbereitung wird schon sehr spannend. Bis November werden wir unsere Plattform weiterentwickeln und sicher noch einige neue Features auf den Markt bringen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen sie sich in fünf Jahren?

Wir haben sehr viele Ideen. Diese reichen von weiteren Segmenten mit Hotelbedarf über die Komplettautomatisierung der Beschaffung bis hin zu komplett neuen Geschäftsfeldern rund um die Wünsche der Crews. Es bleibt sicherlich spannend, wir sind noch lange nicht am Ende unserer Reise! 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Vernetzt Euch und nutzt das tolle Start up Ökosystem in Frankfurt. Hier gibt es soviel Hilfe und Inspiration!

Traut Euch – wir haben den Sprung in die Selbstständigkeit auch gut überlegt, aber noch keinen Tag bereut!

Bleibt offen und agil – unser Produkt heute ist ganz anders als das, was wir vor knapp 4 Jahren im Kopf hatten, als unsere ersten Überlegungen starteten!

Bild@ privat

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Identifikationsnummern, Steuernummern und Co – Ein Überblick

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steuernummer Fin Glowick ist Chief Revenue Officer (CRO) bei WISO MeinBüro

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, stellt schnell fest, dass eine Vielzahl von Nummern notwendig ist – von der Steuer-Identifikationsnummer bis zur Betriebsnummer. Diese Nummern sorgen für eine reibungslose Bearbeitung in den Ämtern und erleichtern die Kommunikation mit Behörden.

Welche Nummern es überhaupt gibt, was sie bedeuten und wie man sie erhält, erklärt Fin Glowick, CRO bei WISO MeinBüro.

Die Steuer-Identifikationsnummer

Kaum ein paar Tage alt, schon erhalten wir den ersten Brief vom Finanzamt: die Mitteilung über die persönliche Steuer-Identifikationsnummer. Sie wird einmalig vergeben und man behält sie ein ganzes Leben. Es gibt darüber hinaus auch die persönliche Steuernummer, die jede private Person auf der Steuererklärung angeben muss. Diese verliert aber seit Einführung der Steuer-Identifikationsnummer an Bedeutung und wird künftig komplett wegfallen.

Die betriebliche Steuernummer

Sie dient der Verwaltung von steuerlichen Angelegenheiten, sprich der Abwicklung aller Steuern, wie etwa der Einkommens-, Lohn-, Umsatz- und Gewerbesteuer. Jede Person, die sich beim Finanzamt als selbstständig oder freiberuflich meldet, erhält diese Nummer automatisch. Unternehmer sind verpflichtet, diese Nummer auf ihren Rechnungen anzugeben. Die Steuernummer ändert sich, sobald ein Unternehmer seinen Standort wechselt. Es ist auch möglich, mehrere Steuernummern vom Finanzamt mitgeteilt zu bekommen. Diese Nummern dienen nämlich auch intern als Aktenzeichen und ermöglichen den Finanzbeamten eine direkte Zuordnung. Werden die unterschiedlichen Steuerangelegenheiten separat bearbeitet, gibt es mehrere Nummern.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-Nr.)

Die elfstellige alphanumerische Kennziffer (im Format „DE123456789“) ist Voraussetzung für grenzüberschreitende Geschäfte umsatzsteuerpflichtiger Unternehmen. Die beiden ersten Buchstaben lassen erkennen, in welchem EU-Land das Unternehmen seinen Sitz hat. Im inländischen Geschäftsleben kann die USt-Nr. auch als Ersatz für die persönliche oder betriebliche Steuernummer verwendet werden. Unternehmer können die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer auch immer auf ihren Rechnungen angeben. Die Angabe der betrieblichen Steuernummer ist dann nicht mehr nötig. Das ist gerade dann gut, wenn einem Unternehmer mehrere Steuernummern zugeteilt werden (siehe oben). So kann es hier nicht zu Verwechslungen kommen.

Die Wirtschafts-Identifikationsnummer

Im Herbst 2024 wird die Wirtschafts-Identifikationsnummer (Wirtschafts-ID) eingeführt. Diese Kennung wird zum einen für das Steuerverfahren und zum anderen für das Unternehmensbasisdatenregister, welches das Statistische Bundesamt führt, genutzt. Sie soll den Verwaltungsprozess vereinfachen, den behördenübergreifenden Datenaustausch erleichtern und die Datenkonsistenz erhöhen, indem Unternehmen ihre Stammdaten künftig nur einmal melden müssen. Die Einführung betrifft alle wirtschaftlich tätigen juristischen und natürlichen Personen – sprich, sie betrifft alle Unternehmer und Freiberufler hierzulande. Die Nummer wird automatisch stufenweise vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben. Es ist nicht nötig, einen Antrag zu stellen. Alle Betroffenen werden rechtzeitig informiert. Geht ein Unternehmer oder eine Unternehmerin mehreren wirtschaftlichen Tätigkeiten nach, so erhält er oder sie auch mehrere Wirtschafts-ID-Nummern.

Die elektronische Transfer-Identifikations-Nummer (eTIN)

Diese Kennziffer ist ein Notbehelf für Arbeitgeber, denen die Steuer-Identifikationsnummer eines Mitarbeiters unbekannt ist. Das 14-stellige Ordnungsmerkmal wird nach einer amtlich festgelegten Regel aus Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Arbeitnehmers sowie einer Prüfziffer gebildet. 

Die Betriebsnummer

Diese benötigen Unternehmer, wenn sie Auszubildende, Minijobber oder sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigen. Sie dient der Teilnahme am elektronischen Meldeverfahren der Krankenkasse und muss bei allen Meldungen angegeben werden. Unternehmer erhalten diese Nummer von der Agentur für Arbeit.

Die Unternehmensnummer

Alle Arbeitgeber erhalten im Rahmen der Mitgliedschaft bei den Berufsgenossenschaften eine Unternehmensnummer. Diese ist entscheidend für die Zuordnung der Beiträge zur Unfallversicherung und ermöglicht eine effiziente Verwaltung der Mitgliedschaft.

Bildquelle WISO MeinBüro

Autor:

Fin Glowick ist Chief Revenue Officer (CRO) bei WISO MeinBüro. Die Softwarelösungen von WISO MeinBüro decken alle wichtigen Bereiche des Büromanagements von Selbstständigen, Freiberuflern und kleinen Unternehmen ab – von Angebots-, Auftrags- und Rechnungsstellung, über das Online-Banking und die vorbereitende Buchhaltung, die Zeiterfassung und das Dokumentenmanagement bis hin zur Personalverwaltung.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Gesundes Frühstück ohne Zuckerzusatz: Was steckt hinter dieser Erfolgsgeschichte?

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Purmuesli

Purmuesli bietet gesundes Bio-Müsli ohne Zuckerzusatz an und setzt damit auf kompromisslose Qualität und natürliche Zutaten

Können Sie uns bitte Ihr Unternehmen vorstellen und die Personen, die hinter der Gründung von Purmuesli stehen, näher beschreiben?

Annina Sternberg und Michael Kaune sind die Köpfe hinter der Firma Purmuesli Food GmbH. Wir haben die Firma im Mai 2022 gegründet und vertreiben Bio-Müsli-Sorten und verzichten dabei konsequent auf Zucker, Zuckerzusatz oder andere Zusatzstoffe. 

Was war die ursprüngliche Inspiration hinter der Gründung von Purmuesli und wie hat sich Ihre Vision seitdem entwickelt?

Wir sind beide ursprünglich in der Beratungsbranche tätig. Als Coach, Trainer und Berater unterstützen wir Menschen und Unternehmen bei der Erreichung ihrer Ziele. Michael hat schon länger der Gedanke der Herstellung eines konkreten Produktes interessiert, etwas, das man anfassen und in den Händen halten kann. Wir haben die Firma dann im Rahmen eines Asset-Deals vor 2 Jahren übernommen. Im Vorfeld hatten wir lange auf Nachfolgebörsen recherchiert und die Idee, wirklich gesunde Bio-Müsli herzustellen, das hat uns wirklich begeistert. Wir waren der Meinung, dass dieses gesunde Bio-Müsli am Markt bleiben muss. Seitdem haben wir das Angebot um zwei leckere Granola Sorten und gefriergetrocknete Früchte sowie Smoothie-Drops ergänzt.

Wie würden Sie die Vision von Purmuesli beschreiben und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu erreichen?

Unsere Vision ist, dass sich die Menschen gesund ernähren und konsequent auf ihren Zuckerkonsum achten. Unser Slogan ist: kompromisslos, ehrlich und pur. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten und beim Thema gesunde Ernährung mit einem gesunden Müsli zu einem guten Start in den Tag beitragen. 

Wer gehört zur Zielgruppe von Purmuesli und wie stellen Sie sicher, dass die Bedürfnisse dieser Gruppe erfüllt werden?

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die sich intensiv mit gesunder Ernährung beschäftigen und hierbei verstärkt darauf achten, ihren Zuckerkonsum auf ein Minimum zu reduzieren. Wir erfüllen die Bedürfnisse dieser Gruppe, indem wir konsequent auf Zucker, Zuckerzusätze oder ähnliche Ersatzstoffe verzichten. Unser Müsli ist nur durch den Fruchtzucker der Früchte gesüßt. Hierbei verwenden wir ausschließlich zuckerarme Früchte und verzichten außerdem in allen Produkten auf Rosinen, da getrocknete Weintrauben einen hohen Zuckeranteil haben.

Unsere weiteren Zielgruppen sind Sportler, Kinder und Senioren und unsere Müsli werden auch gerne von Diabetikern gekauft, da diese aufgrund des fehlenden Zuckers auch für Diabetiker sehr gut geeignet sind.

Was sind die größten Herausforderungen, denen Purmuesli derzeit gegenübersteht, und welche Strategien haben Sie entwickelt, um diese zu bewältigen?

Die größten Herausforderungen sind die gestiegenen Preise für die Zutaten und die deutlich gestiegenen Produktionskosten. Wir verwenden ausschließlich Bioprodukte und diese sind ja grundsätzlich teurer als herkömmliche Produkte. Die gestiegenen Herstellungs- und Produktionskosten haben natürlich Auswirkungen auf den Verkaufspreis. Wir suchen hier immer wieder nach Alternativen, wie wir diese Kosten optimieren können.

Was unterscheidet Purmuesli von anderen Anbietern auf dem Markt und was ist Ihr einzigartiger Verkaufsvorteil?

Wir sind ein kleines Unternehmen, das sich tatsächlich dahingehend vom Wettbewerb unterscheidet, dass wir wirklich kompromisslos auf Zucker, Zuckerersatz und andere ungesunde Zutaten verzichten. Unser Müsli ist ohne Schickschnack, aber voller gesunder Zutaten und unheimlich lecker. Wir stehen mit voller Überzeugung hinter unserem Produkt. Wir sind keine Prediger und keine Revolutionäre, wir möchten unseren Kunden ein ehrlicher und verantwortungsbewusster Partner sein.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung von Purmuesli und welche neuen Projekte oder Produkte haben Sie in Planung?

Wir haben soeben zwei Granola-Sorten auf den Markt gebracht. Die beiden Sorten Hanfnuss Kakao Granola und Chia Granola haben viele gesunde und leckere Zutaten und schmecken auch noch crunchig. Des weiteren haben wir unser Sortiment um gefriergetrocknete Früchte und Smoothie-Drops erweitert. Wer noch mehr leckere Früchte in seinem Müsli haben möchte, kann dazu unsere verschiedenen Früchte-Toppings nutzen. 

Unser Traum ist auch immer noch die Herstellung glutenfreier Müsli-Sorten, da Annina von dieser Unverträglichkeit betroffen ist und weiß, wie schwer es ist, hier leckere und vor allem gesunde Müsli zu finden. 

Wir haben die Beobachtung gemacht, dass immer mehr Menschen auf gesunde Ernährung achten und bewusster konsumieren. Immer stärker wird auf die Inhalte in Lebensmitteln geschaut und hierbei insbesondere auf den Zuckerkonsum und weitere (chemische) und teils ungesunde Zusatzstoffe. Wir reagieren darauf, dass wir unsere Verpackungen überarbeitet haben, sodass klar zu erkennen ist, dass wir mit unseren gesunden Bio-Müsli unseren Beitrag dazu leisten, die Bedürfnisse nach gesunder Ernährung zu befriedigen.  

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen und welche Maßnahmen ergreifen Sie, um umweltfreundlich zu sein?

Nachhaltigkeit ist bei uns ein sehr wichtiges Thema und wir haben uns intensiv damit beschäftigt, unser Verpackungsmaterial so gering wie möglich zu gestalten, um die Umweltressourcen zu schonen. Wir verzichten aus diesem Grund auch auf kleine Probepackungen.

Was war der größte Erfolg, den Purmuesli bisher erreicht hat, und was bedeutet dieser Erfolg für Ihr Team?

Eine erfolgreiche Teilnahme auf der BioFach mit tollen Gesprächen und einem intensiven Erfahrungsaustausch und neuen Kontakten zu potenziellen Kunden. Das positive Feedback auf das neue Design unserer Verpackungen. Und immer wieder E-mails von unseren zufriedenen Kunden, die von den gesunden Müslis absolut begeistert und überzeugt sind.

Was sind drei wichtige Ratschläge, die Sie anderen Gründern geben würden, die gerade erst anfangen?

Wenn ihr von einer Idee/einem Produkt überzeugt seid und Herz und Bauch sagen: Ja, das ist es – dann macht es! Neben der Leidenschaft braucht ihr dann aber auf jeden Fall noch einen guten Business- und Gründungsfahrplan und vor allem Durchhaltevermögen. Und mit einem Partner an der Seite, mit dem ihr zusammen den unternehmerischen Weg geht, ist es einfach leichter und macht mehr Spaß! 

Wie bleiben Sie und Ihr Team motiviert und inspiriert, um kontinuierlich innovative Produkte zu entwickeln?

Wir feiern auch die kleinen Erfolge und freuen uns, wenn wir ein nächsten Produkt entwickelt haben. Des weitere probieren wir einfach viel aus und wir wissen auch, dass scheitern ein weiterer Schritt zum langfristigen Erfolg ist. 

Wir bedanken uns bei Annina Sternberg und Michael Kaune für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Purmuesli

Kontakt:

Purmuesli Food GmbH
Zeisgendorfer Weg 27
D-13503 Berlin

www.purmuesli.de
info@purmuesli.de

Ansprechpartner: Annina Sternberg und Michael Kaune

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