Donnerstag, April 3, 2025
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Team-Retreat auf dem Hausboot: So funktioniert die Planung

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hausboot team-retreat

In der heutigen Geschäftswelt, in der Teamarbeit und Zusammenarbeit entscheidend für den Erfolg von Startups sind, suchen immer mehr Unternehmen nach innovativen Wegen, um die Teamdynamik zu stärken. Ein Ansatz, der sich als besonders effektiv erwiesen hat, ist das Team-Retreat auf einem Hausboot. Diese ungewöhnliche, aber wirkungsvolle Methode bietet nicht nur eine Abwechslung vom Büroalltag, sondern fördert auch die Kommunikation, das Vertrauen und die Kreativität im Team.

Die Planung im Detail

Die Idee, ein Team-Retreat auf einem Hausboot zu veranstalten, ist nicht nur innovativ, sondern verspricht auch eine einzigartige Möglichkeit, Teamdynamik und Zusammenarbeit zu stärken. Damit dieses außergewöhnliche Erlebnis reibungslos abläuft und alle Teilnehmer davon profitieren, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Im folgenden Abschnitt werden wir die einzelnen Schritte detailliert durchgehen, damit Sie Ihr Team-Retreat auf dem Hausboot optimal gestalten können.

  • Festlegung des Zwecks des Retreats: Bevor Sie mit der Planung beginnen, sollten Sie den Zweck des Team-Retreats klären. Soll es dazu dienen, neue Strategien zu entwickeln, das Team zu motivieren oder einfach nur eine Pause vom Arbeitsalltag zu bieten? Die klare Definition des Ziels wird Ihnen helfen, die Aktivitäten und den Ablauf besser zu strukturieren.
  • Auswahl des geeigneten Hausboots: Die Auswahl des richtigen Hausboots ist entscheidend für den Erfolg des Retreats. Achten Sie darauf, dass es ausreichend Platz für Meetings, Aktivitäten und persönliche Rückzugsmöglichkeiten bietet. Prüfen Sie auch die technische Ausstattung, um sicherzustellen, dass Präsentationen und Besprechungen reibungslos ablaufen können.
  • Bootsführerschein-Anforderungen beachten: In den meisten Regionen Deutschlands ist es erforderlich, dass mindestens eine Person auf dem Hausboot über einen Bootsführerschein verfügt. Klären Sie im Voraus, welche rechtlichen Bestimmungen gelten, und sorgen Sie dafür, dass diese Anforderungen erfüllt sind, um einen reibungslosen Ablauf während des Retreats zu gewährleisten – das Erwerben eines Bootsführerscheins ist mittlerweile übrigens bequem über eine digitale Bootsschule möglich.
  • Festlegung des Zeitrahmens: Ein Team-Retreat auf einem Hausboot erfordert sorgfältige Zeitplanung. Berücksichtigen Sie die An- und Abreisezeiten sowie ausreichend Zeit für Meetings, Teamaktivitäten und Freizeit. Ein ausgewogener Zeitrahmen sorgt dafür, dass alle Aspekte des Retreats effektiv genutzt werden.
  • Entwicklung des Programms: Strukturieren Sie das Retreat-Programm so, dass es die gewünschten Ziele unterstützt. Integrieren Sie sowohl formelle als auch informelle Aktivitäten, um die Balance zwischen Arbeit und Entspannung zu gewährleisten. Team-Building-Spiele, Brainstorming-Sessions und gemeinsame Mahlzeiten können das Team näher zusammenbringen.
  • Teambuilding-Aktivitäten: Planen Sie Aktivitäten, die den Teamgeist stärken. Das gemeinsame Navigieren des Hausboots, Teamspiele oder Gruppenausflüge können dabei helfen, Vertrauen aufzubauen und die Kommunikation zu verbessern.
  • Verpflegung und Entspannung nicht vergessen: Sorgen Sie für eine ausgewogene Verpflegung an Bord und planen Sie auch Zeiten für Entspannung und Freizeit ein. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Erholung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das Team gestärkt und motiviert aus dem Retreat hervorgeht.
  • Feedback einholen: Nach dem Team-Retreat ist es wichtig, Feedback von den Teammitgliedern einzuholen. Was hat gut funktioniert, und wo gibt es Raum für Verbesserungen? Dieses Feedback ist entscheidend, um zukünftige Retreats noch effektiver zu gestalten.

Die Vorteile eines Team-Retreats auf dem Hausboot

Nachdem die wichtigsten Planungsaspekte vorgestellt wurden, lohnt es sich, noch etwas stärker auf die zahlreichen Vorteile einzugehen, die ein gemeinsames Hausboot-Retreat für Ihr Team haben kann. Das Hausboot als Veranstaltungsort bietet eine einzigartige Umgebung, die die Kreativität fördert und eine lockere Atmosphäre schafft. Hier sind einige der Schlüsselvorteile:

  • Team-Building in entspannter Umgebung: Ein Hausboot bietet eine ruhige und entspannte Umgebung, die es den Teammitgliedern ermöglicht, sich außerhalb des Büros zu entspannen. Diese lockere Atmosphäre fördert das Team-Building und ermöglicht es den Mitgliedern, sich besser kennenzulernen.
  • Förderung der Kreativität: Die Umgebung eines Hausboots ist nicht nur entspannt, sondern auch inspirierend. Die sanften Wellen und die natürliche Umgebung können dazu beitragen, dass die Teammitglieder ihre Kreativität entfalten und neue Ideen entwickeln.
  • Stärkung des Teamgeistes: Durch gemeinsame Aktivitäten wie das Steuern des Bootes, gemeinsames Kochen oder Teamspiele wird der Teamgeist gestärkt. Die Teammitglieder lernen, aufeinander zu vertrauen und effektiver zusammenzuarbeiten.

Fazit

Ein Team-Retreat auf einem Hausboot mag unkonventionell erscheinen, aber die Erfahrungen zeigen, dass es eine erfrischende und wirkungsvolle Methode ist. Die Teamdynamik zu stärken. Durch sorgfältige Planung und klare Zielsetzungen können Unternehmen sicherstellen. Das dieses besondere Erlebnis nicht nur unvergesslich wird, sondern auch langfristige positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit im Team hat.

Titelfoto: Bild von  Jarle Eknes auf Pixabay

Autor: Michael Nimmrichter

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Das eigene Netzwerk konsequent aufbauen

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IRIS & FRED

IRIS & FRED: Stilvolle Kleidung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Stellen Sie sich und das StartUp IRIS & FRED kurz unseren Lesern vor

IRIS & FRED ist das erste adaptive Modelabel für ältere, bewegungseingeschränkte Menschen, dessen Produkte eine hohe Funktionalität und gleichzeitig ein stilvolles, klassisches Design bieten. 

Unsere Kollektion ist modisch und dabei nicht als „Pflege-Kleidung“ erkennbar.  

Wir sind seit September auf dem Markt und bieten in unserer ersten Kollektion Herrenhemden und Damenblusen in unterschiedlichen Qualitäten, Schnitten und Farben an. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen? 

Ulrike Vollmoeller:  Vor mehr als zehn Jahren hat mich meine Mutter darauf aufmerksam gemacht, dass es für pflegebedürftige Menschen keine stilvolle und gleichzeitig funktionale Kleidung gibt. Zu dieser Zeit hat sie zwei nahe Verwandte gepflegt. 

Vor drei Jahren war für mich der richtige Zeitpunkt, mich diesem Markt zuzuwenden: Durch Eltern von Freunden, die nicht mehr so gut allein klarkamen und die Beschäftigung mit dem eigenen Alter war meine persönliche Relevanz für das Thema gestiegen.

Immer noch gibt es für Menschen, die sich Zeit ihres Lebens mit ihrer Kleidung ausdrücken wollen und einen hohen Anspruch an Qualität haben in Deutschland im Falle einer ersten körperlichen Einschränkung keine wirkliche Alternative. Das hat mich motiviert den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. 

Aufgrund meiner Marketing-Erfahrung waren das Konzept und der Businessplan schnell geschrieben. Als ich dann nach langer Suche in Frida die perfekte Partnerin mit Textilerfahrung gefunden habe – konnten wir im Januar 2022 endlich gemeinsam gründen. 

Was war bei der Gründung von IRIS & FRED die größte Herausforderung?

Ulrike Vollmoeller: Die Gründung lief vergleichsmäßig unproblematisch ab. Hier hatten wir den Vorteil, dass Frida schon einmal gegründet hatte und wir sehr von dieser Erfahrung profitieren konnten. 

Sehr viel schwieriger war für uns danach die Suche nach einem verlässlichen, guten Produktionspartner innerhalb Europas. Der Markt für Textilproduktion ist unglaublich intransparent und wir haben mehr als sechs Monate gesucht, bis wir endlich fündig wurden. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist? 

Frida Lüth: Am Anfang war unser Anspruch natürlich mit dem perfekten Sortiment und einer kompletten Kollektion von Ober- und Unterbekleidung an den Start zu gehen. Wir haben aber schnell gemerkt, dass wir uns damit komplett überfordern würden. 

Daher haben wir uns recht schnell dazu entschieden, zunächst mit einem kleinen (essenziellen) Sortiment an Herrenhemden und Damenblusen zu starten und dann peu à peu zu erweitern. 

Wir haben die Produkte von Anfang an gemeinsam mit Experten, sowie potentiellen Kunden und Trägern aus Senioren Einrichtungen entwickelt und getestet. Aber natürlich bringt man kein Produkt perfekt auf den Markt. Obwohl wir bereits jetzt schon viele positive Rückmeldungen erhalten haben, sind wir ständig dabei, den Input aufzunehmen, neue funktionale Stoffe mit unseren Partnern zu entwickeln und unsere Produkte in Schnitten, Materialien und Größen für die nächste Kollektion zu optimieren. 

Welche Vision steckt hinter IRIS & FRED?

Frida Lüth: Wir möchten Menschen mit Mobilitätseinschränkungen so lange wie möglich ihre Selbständigkeit und Würde erhalten und den Ankleideprozess für alle Beteiligten erleichtern. Ältere Menschen sind ein essentieller Teil unserer Gesellschaft. Doch oft werden sie übersehen, auch von der Modeindustrie. Durch das Zusammenspiel von Funktionalität und Stil möchten wir adaptive Mode “salonfähig” machen. 

Wer ist die Zielgruppe von IRIS & FRED?

Ulrike Vollmoeller: Wir haben drei interessante und dabei sehr unterschiedliche Zielgruppen:

Unsere Nutzer sind alle Menschen, die z.B. durch eine chronische Krankheit wie Arthrose, Rheuma, Parkinson, beginnende Demenz oder durch eine Operation bewegungseingeschränkt sind und sich nicht mehr so gut ankleiden können. Wir schätzen, dass mindestens 8 Mio. Menschen in Deutschland über 65 Jahre betroffen sind. 

Die Herausforderung für uns ist, dass diese Menschen nicht sehr internet-affin sind – und zum Teil nicht mehr selbständig für sich entscheiden. Daher sind die Kaufentscheider die Angehörigen der ersten Gruppe, die sich direkt oder indirekt kümmern.  Als „Influencer“ sind für uns auch alle Personen interessant, die in der Pflege arbeiten und für die unsere Hemden und Blusen eine große Entlastung in der täglichen Arbeit darstellt.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Frida Lüth: Um den Bedürfnissen unserer KundInnen gerecht zu werden, betrachten wir die Problematik ganzheitlich:
Wir verwenden einfache und alternative Verschlussmechanismen und Öffnungen (z.B. Magnetknöpfe, welche sich sekundenschnell und ohne große Fingerfertigkeit öffnen und schließen lassen).
Die Schnitte sind auf einfaches An- und Ausziehen ausgerichtet, größenflexibel und auch auf die sich im Alter ändernde Figur angepasst. Zudem verwenden wir unterschiedliche funktionale Stoffe, die die Pflege und Handhabung erleichtern. Z.B. Stoffe, die wenig bis gar nicht gebügelt werden müssen, antibakteriell oder Flüssigkeits- und Fleckabweisend sind. Dadurch kann mühsames, mehrfaches Umziehen am Tag vermieden werden.
Oberstes Credo: Auch wenn unsere Kleidungsstücke eine Funktion haben, sollen diese nicht als Funktions- oder Pflegekleidung erkennbar sein.

Diese Kombination von Funktion und Mode mit Fokus auf die ältere Generation fehlt bisher noch im deutschen Markt. In anderen Märkten i.e USA und UK ist der Markt der adaptiven Mode schon deutlich weiterentwickelt.  Das hat uns ermutigt in die Marktentwicklung zu investieren. 

IRIS & FRED, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir möchten mit IRIS & FRED in fünf Jahren die Referenz-Marke im Markt für adaptive Mode werden und damit für möglichst viele ältere Menschen das Leben verbessert haben. 

Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  1. Keine Kompromisse bei der Wahl der Gründungspartnerin eingehen, auch wenn es länger dauert. Sich vor der Gründung gut kennenlernen und dabei auf komplementäre Stärken achten. 
  2. Schon in der Entwicklungsphase die erste Zeit nach dem Launch vordenken und bereits viele konkrete Maßnahmen vorbereiten, da nicht alles funktionieren wird wie geplant.  
  3. Das eigene Netzwerk konsequent aufbauen und keine Scheu haben, dieses als Unterstützung – speziell am Anfang – zu nutzen. 

Wir bedanken uns bei Ulrike Vollmoeller und Frida Lüth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: IRIS & FRED

Kontakt:


Silverline Textiles GmbH

Gerichtstrasse 23
Hof 3, Aufgang 2, 4. OG 
D-13347 Berlin

www.irisfred.com
ulrike@irisfred.com

Ansprechpartner
: Ulrike Vollmoeller

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Denken Sie groß – am besten größer, als Sie sich anfangs vorstellen können

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UP Catalyst

UP Catalyst hat eine Technologie entwickelt, die CO2-Emissionen in wertvolle Batterierohstoffe wie Graphit und Kohlenstoffnanoröhren umwandelt

Stellen Sie sich und das Startup UP Catalyst doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich heiße Gary Urb und bin CEO und Mitbegründer von UP Catalyst. Vor der Gründung meines Startups habe ich über 13 Jahre in verschiedenen chemischen Industrien als wissenschaftlicher Forscher gearbeitet. Bei UP Catalyst konnten wir eine wegweisende Technologie entwickeln, die CO2-Emissionen in wertvolle Batterierohstoffe wie Graphit und Kohlenstoffnanoröhren umwandelt. Dies ist von großer Bedeutung, da Graphit das volumenmäßig größte Material in Elektrofahrzeug-Batterien ist und Europa derzeit keine sichere Graphit-Lieferkette hat. Gleichzeitig verursacht die herkömmliche Produktion von fossilbasiertem Graphit erhebliche Umweltauswirkungen. Mit UP Catalyst sind wir bestrebt, diese Herausforderungen anzugehen und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Batterieproduktion zu leisten. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Schon seit meiner Kindheit habe ich eine Leidenschaft für Chemie und Wissenschaft. Ich wollte einen Beitrag zum Umweltschutz leisten – und die Gründung eines Unternehmens, das sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat, war mein langgehegter Traum. Große Ideen allein reichen jedoch nicht aus, vielmehr spielt der richtige Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. Meine wissenschaftliche Laufbahn und beruflichen Erfahrungen haben mich eindeutig zu diesem Schritt geführt, da Nachhaltigkeit stets im Mittelpunkt meiner Tätigkeiten stand. Als mich meine ehemaligen Kollegen von der Universität Tartu kontaktierten und ihre innovative Idee vorstellten, war ich bereit, diese Reise anzutreten. Dank meiner Erfahrung als Forscher in verschiedenen chemischen Branchen fühlte ich mich für die Gründung von UP Catalyst bereit. 

Was war bei der Gründung von UP Catalyst die größte Herausforderung?

Die Gründung von UP Catalyst war eine spannende Achterbahnfahrt und brachte zahlreiche Herausforderungen mit sich. Eine der ersten Hürden war die Beschaffung von Finanzmitteln für unsere Forschung und die Validierung des Konzepts unserer Technologie. Lösungen im Bereich Deep Tech erfordern erhebliche finanzielle Mittel, was den Skalierungsprozess verlängern kann. Zudem gestaltet sich die Suche nach einem Investor, der unsere Vision teilt, nicht immer einfach. Die Entwicklung einer Clean Tech-Lösung hat uns jedoch geholfen, Interesse sowohl von privaten Investoren als auch von Fördermöglichkeiten im Bereich umweltfreundlicher Lösungen zu wecken. Glücklicherweise haben sich Clean Tech-Investitionen in den letzten Jahren verstärkt. Die zweite Herausforderung bestand darin, den richtigen Marktzugang zu finden, da Kohlenstoffmaterialien nahezu überall Anwendung finden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut! Perfekte Technologien und Produkte gibt es nicht. Das Besondere an einem Startup ist, dass man gemeinsam mit dem Unternehmen wächst und sich weiterentwickelt. Die Optimierung der Technologie und die Standardisierung der Produktion sind zeitaufwendige Schritte, die jedoch zum Prozess gehören. Das Wichtigste ist, ein kompetentes Team mit dem notwendigen Fachwissen und der Expertise zu haben, um die Technologie zu perfektionieren. Ich bin besonders stolz auf das UP Catalyst Team, das aus 24 Mitgliedern, darunter neun promovierten Experten, besteht. Ohne sie wären unsere Erfolge nicht möglich gewesen.

Welche Vision steckt hinter UP Catalyst?

Die Vision von UP Catalyst besteht darin, Lösungen für eines der größten Probleme unserer Zeit anzubieten, nämlich die Nutzung von CO2-Emissionen. Wir haben die weltweit erste skalierbare Technologie entwickelt, um nachhaltige Kohlenstoffmaterialien aus CO2-Emissionen herzustellen. Unsere Vision ist es, ein weltweiter Lieferant für nachhaltigen Kohlenstoff zu werden und zahlreiche UP Catalyst-Fabriken auf der ganzen Welt zu etablieren. Dank der Verwendung von CO2, einer reichlich vorhandenen Ressource, kann unsere Technologie überall auf der Welt eingesetzt werden. Unsere Produkte finden Anwendung in der Energiespeicherung, bei Baumaterialien, Verbundwerkstoffen, Farben und Beschichtungen, Beton und vielen weiteren Anwendungen. Damit bieten wir eine umweltfreundliche Alternative zum Graphitabbau und zur Produktion von Kohlenstoffnanomaterialien aus fossilen Brennstoffen.

Wer ist die Zielgruppe von UP Catalyst?

Unsere Zielgruppe sind Industrien, die auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen sind und ihre Lieferkette neu gestalten möchten. UP Catalyst richtet sich hauptsächlich an Batteriehersteller, da diese einen großen Bedarf an Graphit als Anodenmaterial haben – pro Batterie werden 56 Kilogramm davon benötigt. Darüber hinaus zielen wir auf Kunden aus Branchen wie Farben und Beschichtungen sowie Beton ab, in denen unsere Materialien wertvolle Zusatzstoffe sind. Der zweite Aspekt unserer Technologie ist die CO2-Nutzung, daher interessieren wir uns auch für Partnerschaften mit Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen sinnvoll nutzen möchten, wie beispielsweise Biogasanbieter oder Hersteller von grauem Wasserstoff.

Wie funktioniert UP Catalyst? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die UP Catalyst-Technologie ermöglicht es uns, CO2-Emissionen direkt aus Schwerindustrien zu extrahieren und in feste Kohlenstoffmaterialien, wie Graphit und Kohlenstoffnanoröhren, umzuwandeln. Der entscheidende Vorteil unserer Produkte liegt in ihrer Nachhaltigkeit. Unsere Technologie verbraucht bei der Produktion 60-mal weniger Energie als herkömmliche Verfahren. Darüber hinaus benötigt die UP Catalyst-Technologie lediglich 3,7 Tonnen CO2, um eine Tonne festen Kohlenstoff herzustellen, während andere Verfahren 224 Tonnen CO2 emittieren, um eine Tonne Kohlenstoffnanomaterialien herzustellen.

UP Catalyst, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

UP Catalyst strebt danach, der größte Lieferant von Kohlenstoffmaterialien aus CO2-Emissionen zu werden. In fünf Jahren sehen wir uns mit einer eigenen Industrieanlage, die in der Lage ist, jährlich 6.000 Tonnen CO2 in 1.600 Tonnen Kohlenstoffmaterialien umzuwandeln. Derzeit haben wir unseren Hauptsitz in Estland und Niederlassungen in Deutschland und England. Je nach den sich bietenden Möglichkeiten könnten unsere Fabriken auch über diese Ländergrenzen hinaus expandieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Zögern Sie nicht, ein Unternehmen zu gründen, wenn Sie eine innovative Idee haben, von der Sie überzeugt sind. 
  2. Denken Sie groß – am besten größer, als Sie sich anfangs vorstellen können.
  3. Lernen Sie, Ihre Botschaft klar und verständlich für ein breites Publikum zu formulieren.

Wir bedanken uns bei Gary Urb für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt 

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topcashback

TopCashback ist eine Online-Cashback Plattform, die ihren Mitgliedern dabei hilft, beim Einkaufen im Internet Geld zu sparen

Stellen Sie sich und ihr Unternehmen doch unseren Lesern kurz vor.

Hallo, mein Name ist Katharina Hansen und leite seit Dezember 2019 das TopCashback Team in Deutschland. TopCashback ist eine Online-Cashback Plattform, die ihren Mitgliedern dabei hilft, beim Einkaufen im Internet Geld zu sparen.  Beim Prinzip des Cashbacks handelt es sich um eine Art Bonus-System, das Mitgliedern dabei unterstützt, bei ihren Online-Einkäufen bares Geld zurückzuerhalten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Treueprogrammen wird hier anstelle von Punkten tatsächlich echtes Geld angesammelt. TopCashback, als die bekannteste britische Cashback Webseite, konnte bisher mehr als 20 Millionen aktive Mitglieder weltweit generieren.

Im Dezember 2019 startete TopCashback auf dem deutschen Markt, um auch hier den Menschen ein optimales Sparerlebnis zu bieten. Die Zusammenarbeit von TopCashback mit 1500+ Händlern ermöglicht seinen Mitgliedern ein breites Einkaufsspektrum. Ideal für jede Lebenssituation, von Beauty und Fashion, zu Gesundheit und Sport, über Reisen, bis hin zu Wohnen und Lifestyle. Ziel von TopCashback ist, so vielen Menschen wie möglich, das meiste Geld zu sparen. Um dies zu erreichen, erhalten unsere Mitglieder, im Vergleich zu anderen Cashback-Anbietern, die gesamte vom Händler angebotene Provision. Wir bei TopCashback verzichten auf jegliche Verwaltungsgebühren und finanzieren uns allein durch Werbeeinnahmen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mike und Olly sind die Gründer von TopCashback und haben im Jahr 2005 TopCashback in Großbritannien gegründet.  

Mike und Olly sind selbst begeisterte Sparfüchse und erkannten die Chance, ihre technischen Fähigkeiten, sinnvoll einzusetzen, indem sie Geldspar-Webseiten ins Leben riefen. Ihre Anfänge starteten die beiden mit Vergleichs-Portalen, ehe sie sich dazu entschieden, auf das attraktive Angebot mit Cashback umzusteigen, umso mehr Menschen beim Geldsparen helfen zu können. Darüber hinaus strebten sie danach, eine treue Community aufzubauen, der sie ihre Angebote und Tools anbieten konnten, um deren Ersparnisse durch Cashback maximal zu steigern. 

November 2019 bin ich an Bord gekommen. Unsere Mission war es, auch den Menschen in Deutschland zu helfen, mehr Geld zu sparen. Seitdem leite ich das Team von TopCashback Deutschland. 

Welche Vision steckt dahinter?

Unser Hauptziel ist es, unseren Mitgliedern so viel Geld wie möglich zu sparen, und zwar auf ethische Weise, indem wir sicherstellen, dass alle Beteiligten fair behandelt werden. TopCashback bietet eine Win-Win-Win-Situation für unsere Mitglieder, Mitarbeiter und Einzelhändler, und wir nutzen jetzt unseren Erfolg, um durch die Beteiligung an Projekten für grüne Energie und den Klimawandel weitere Vorteile zu bieten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Einer der größten Herausforderungen für den deutschen Markt ist es, Vertrauen zu schaffen. Bei Cashback Anbietern denken die meisten Menschen gleich an „Abzocke“ und „zu viel Aufwand“. Beides stimmt so nicht. Cashback ist Teil des sogenannten Affiliate Marketing und für jeden Einkauf, bei einem unserer Partnershops, erhalten wir bei TopCashback eine Provision. Diese geben wir zu 100% an unsere Mitglieder weiter. Also keine Angst, wir verkaufen unseren Mitgliedern keine Abos und verkaufen auch nicht ihre persönlichen Daten.

Da stellt man sich gleich die nächste Frage: Wie finanziert sich TopCashback? Aber auch hier können wir unsere Mitglieder beruhigen. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Werbeplatzierungen auf der Seite. Partnerunternehmen zahlen uns für die extra Platzierung ihrer Marke auf unserer Seite. Außerdem haben Olly und Mike das Unternehmen ohne Investoren aufgebaut. 

Wer ist die Zielgruppe ?

Wir sprechen jeden an, der beim Onlineshoppen sparen möchte und das in jeder Lebenslage- bei über 1500 Partnerhändler wie zum Beispiel eBay, ASOS, Douglas, Saturn, Expedia, Zooplus, Rewe und vielen mehr. 

Wie funktioniert TopCashback? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Nutzung von TopCashback ist eigentlich ganz einfach und mit nur zwei extra Klicks spart man ganz einfach beim Onlineshoppen. 

Also wie genau funktioniert das Ganze? Man registriert sich kostenlos bei TopCashback und erstellt so ein TopCashback Konto. Für die Anmeldung allein benötigt man nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. 

Auf der topcashback.de Webseite sucht man nach dem gewünschten Händler und wird durchs Klicken der „Jetzt Cashback sammeln“ Taste, auf die entsprechende Händlerseite weitergeleitet. Von dort aus kann man wie gewohnt seinen Einkauf abschließen. Damit technisch alles einwandfrei funktioniert, ist es besonders wichtig, die Cookie Erfassung im Vorfeld zu erlauben. Das Cashback erscheint innerhalb einer Woche im TopCashback-Konto. Ein wenig Geduld ist bis zur Auszahlung erforderlich, während der Händler den Einkauf auf Cashback-Kriterien überprüft und die gesetzlichen Rückgabefristen abwartet. 

Nach Ablauf dieser Fristen zahlt der Händler das Cashback an das Netzwerk, wodurch wir das Cashback an unsere Mitglieder weiterleiten können. Mitglieder haben die Möglichkeit sich ihr Cashback ab einem Wert von 0,01€ via PayPal – oder Sepa Überweisung auszahlen zu lassen. 

Was unterscheidet TopCashback von anderen Cashback Anbietern? Der größte Unterschied ist unser Geschäftsmodell, bei dem wir immer 100% der Provision weiterleiten. Dies ermöglicht es uns, meisten die höchsten Cashback Raten auf dem Markt anbieten zu können. Außerdem bieten wir bei TopCashback unsere Mitglieder unsere höchste Cashback Garantie an. Hat ein Mitglied bei einer anderen Cashback-Seite eine höhere Rate gesehen, entscheidet sich aber uns zu nutzen, so passen wir das Cashback für unsere Mitglieder an.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das große Ziel für TopCashback ist es die größte Cashback Seite Deutschlands zu werden und so vielen Menschen wie möglich beim Sparen zu helfen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Versuchen den Markt genau zu verstehen
  2. Anpassungsvermögen haben und auf Kundenfeedback hören, umsetzten und sein Produkt/Service immer anzupassen
  3. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – hinter seiner Idee stehen

Wir bedanken uns bei Katharina Hansen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Jede Idee ist eine Idee! 

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chargeunity

CHARGEUNITY ermöglicht Privatpersonen die Investition in eine eigene öffentliche Ladesäule

Stellen Sie sich und das Startup CHARGEUNITY doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Carl Müller und Niklas Seitenspinner, die Gründer von CHARGEUNITY. Wir sind das erste Unternehmen, welches Privatpersonen die Investition in eine eigene öffentliche Ladesäule ermöglicht. Dadurch machen wir den Umstieg auf ein Elektroauto so einfach wie nie. Als Eigentümer erhalten unsere Kunden nicht nur eine Lademöglichkeit an ihrem Wunschort, sondern erzielen über den Stromverkauf an weitere Ladestromkunden noch zusätzliches Einkommen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Der Verkehrssektor hat in Deutschland seit 1990 den geringsten Rückgang der Treibhausgasemissionen unter allen Wirtschaftssektoren verzeichnet. Mit CHARGEUNITY wollen wir die Verkehrswende vorantreiben und jedem den Umstieg auf ein Elektroauto ermöglichen. In der öffentlichen Ladeinfrastruktur sehen wir dabei den größten Hebel, um unsere Mission anzugehen. Indem Privatpersonen in öffentliche Ladesäulen investieren, profitiert die gesamte Umgebung von der Lademöglichkeit und kann auf ein Elektroauto wechseln.

Was war bei der Gründung von CHARGEUNITY die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung ist es, die richtigen Kommunen für unseren Markteintritt zu finden. Wir richten unser Angebot vorrangig an Bürger aus Mehrfamilienhäusern bzw. an Bürger ohne eigenen Stellplatz für ihr Auto. Die perfekten Gegenden ausfindig zu machen, ist gar nicht so leicht.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv, sollte man sogar auch. Ganz nach dem Motto: “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.”. Es gibt sehr viele kostenlose Programme von den unterschiedlichsten Institutionen, die den angehenden Gründern bei der Entwicklung ihrer Geschäftsidee weiterhelfen. Vor allem die Gründungszentren in größeren Städten und die Universitäten liefern wichtige Hilfestellungen. Auch frühphasige Gründungswettbewerbe sollten genutzt werden, um erste Erfahrungen und finanzielle Mittel zu gewinnen.

Welche Vision steckt hinter CHARGEUNITY?

Mit CHARGEUNITY wollen wir neue Anreize schaffen, Kapital in nachhaltige Geschäftsmodelle zu investieren. Dazu widmen wir uns zu Beginn der Verkehrsbranche, da wir dort enormes Potenzial sehen. Indem wir unsere Kunden selbst zu Anbietern von öffentlicher Ladeinfrastruktur machen, nehmen wir ihnen die Abhängigkeit von bestehenden Anbietern. Langfristig wollen wir so ein bedarfsgerechtes und nachfrageorientiertes Netz an öffentlichen Ladepunkten aufbauen.

Wer ist die Zielgruppe von CHARGEUNITY?

Unsere Zielgruppe sind vorrangig Bürger ohne eigenen Stellplatz für ihr Auto, also vor allem Bewohner von Mehrfamilienhäusern. Sie parken ihr Auto im öffentlichen Bereich und haben daher keine Möglichkeit, sich eine private Lademöglichkeit anzuschaffen. Um auf Elektromobilität ohne großen Flexibilitätsverlust umzusteigen, warten sie aktuell, bis Lademöglichkeiten nahe ihrer Wohnung errichtet werden. Mit CHARGEUNITY können unsere Kunden dies selbst in die Hand nehmen und sich von der Abhängigkeit lösen.

Wie funktioniert CHARGEUNITY? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Kunden tragen die Investitionskosten für ihre eigene öffentliche Ladesäule. Wir übernehmen das Aufstellen und anschließend alle laufenden Kosten im Betrieb. Den Gewinn aus dem Stromverkauf an Ladestromkunden teilen wir uns mit den Eigentümern der jeweiligen Ladesäule. So amortisiert sich die Anfangsinvestition unserer Kunden und sie bauen sich langfristig zusätzliches Einkommen auf. Auf dem Markt sind wir das erste Unternehmen mit diesem Angebot.

CHARGEUNITY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten nicht nur Ladeinfrastruktur aufbauen, sondern den Kunden auch zeigen, wie Elektromobilität funktioniert. Der Umstieg auf ein E-Auto ist eine komplette Umstellung für Autofahrer. Deshalb reicht es nicht, einfach nur für die Infrastruktur zu sorgen. Das Thema Elektromobilität muss kommuniziert werden und dies sehen wir auch als unsere Aufgabe an.

In fünf Jahren wollen wir einen bedeutenden Anteil daran haben, dass vor allem auch  kleinere Kommunen in Deutschland eine öffentliche Ladeinfrastruktur vorweisen können. Hier liegt der Fokus momentan noch zu stark auf den Metropolregionen, die natürlich für die Anbieter attraktiver sind. Aber auch in dünn besiedelten Gebieten kann nicht jeder auf private Lademöglichkeiten zurückgreifen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Jede Idee ist eine Idee! Aus jeder Idee kann etwas entstehen, vielleicht gar nicht dem Ursprung der ersten Idee entsprechend.

Bleibt hartnäckig! Immer wieder wird es schlechte Erfahrungen geben, aber die Erfolge sind dann meistens nicht weit entfernt.

Lohnen tut es sich sowieso! Auch wenn aus der ersten Idee kein erfolgreiches Unternehmen wird, lernt man sehr wichtige Dinge, z.B. eignet man sich eine selbstständige Arbeitsweise an.

Wir bedanken uns bei Carl Müller und Niklas Seitenspinner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Definiert klare, eindeutige Ziele und schreibt euch eure Glaubenssätze auf

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amx

AMX ist eine Unternehmensberatung mit Fokus auf Informationsbereitstellung, (agile) Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung

Stellen Sie sich und das Startup AMX doch kurz unseren Lesern vor!

AMX ist eine Unternehmensberatung mit Fokus auf Informationsbereitstellung, (agile) Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung. Ich habe das Unternehmen 2017 gegründet, mittlerweile arbeiten 25 Mitarbeitende von verschiedensten Orten aus – mittlerweile sogar aus unterschiedlichen Ländern – mit mir. Gemeinsam helfen wir Kunden wie Roche, Canyon oder Delivery Hero dabei, Projekte effizient und schnell umzusetzen und Hürden in ihren Organisationsstrukturen abzubauen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich treibe Dinge gern schnell voran und baue Neues auf. In großen Organisationen habe ich oft erlebt, dass dieser Ansatz zu Reibungen führte, war aber mit den Projekten, die ich umgesetzt habe erfolgreich – das habe ich als Marktpotenzial gesehen. Gleichzeitig bin ich während meiner Zeit bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und am Dartmouth College in den USA vielen Unternehmerinnen und Unternehmern begegnet. Sie haben mich dazu inspiriert, schließlich mein eigenes Unternehmen zu gründen. 

Dazu kommt, dass ich Selbständigkeit und Unternehmertum schon durch meine Familie kennengelernt habe: Mein Vater hatte selbst erst ein eigenes Bekleidungsgeschäft und dann ein kleines Bauunternehmen.

Was war bei der Gründung von AMX die größte Herausforderung?

Es war zu Beginn sehr herausfordernd, den richtigen Produkt-Markt-Fit zu finden. Bevor ich 2018 Smartsheet-Partner wurde, hatte ich verschiedene Software-Technologien im Angebot, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg – also Kundenzufriedenheit – brachten. Mindestens genauso herausfordernd war es, Talente zu gewinnen. Ich wusste schon damals, dass ich als junges Unternehmen bei den Kunden mit einem starken Team punkten musste. Also suchte ich nach Mitarbeitenden, die meine Leidenschaft für herausragende Produkte und Lösungen teilten und die hohen Maßstäbe an sich selbst mitbrachten, die ich auch bei mir  anlegte. Sich als eine komplett unbekannte Firma ohne Funding für sie attraktiv zu präsentieren, war am Anfang besonders schwierig.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv, vor allem in einem wachsenden Markt. Wichtig ist, jedes Feedback anzunehmen und schnell in Form von Verbesserungen umzusetzen sowie sein Produkt oder Angebot immer wieder kundenorientiert anzupassen. Ich bin ein großer Befürworter kontinuierlichen Lernens und stetiger Weiterentwicklung und arbeite täglich daran, etwas in unserer Firma zu verbessern. Das können schon kleine Dinge wie neue Automatisierungen oder Warnmeldungen im Enterprise-Resource-Planning-System sein, die uns helfen, Fehler und Ineffizienzen zu vermeiden.

Welche Vision steckt hinter AMX?

Eine zukunftsfähige Wirtschaft geht Hand in Hand mit einer zukunftsfähigen, fortschrittlichen Gesellschaft. Alle Unternehmen haben das Potenzial, dazu beizutragen, wenn sie nur richtig (zusammen)arbeiten. Deswegen möchten wir Menschen in die Lage versetzen, Transformation und Fortschritt voranzutreiben und zukunftsgerichtet zu denken – statt sich selbst im Weg zu stehen und auf der Stelle zu treten. Wir setzen uns dafür ein, Unternehmen dazu zu befähigen, ihr volles Potenzial freizusetzen. 

Wer ist die Zielgruppe von AMX?

Grundsätzlich alle Unternehmen, die Potenzial dafür sehen, effizienter und zielgerichteter zu arbeiten oder die Unterstützung dabei brauchen, kurzfristig mit engem Budget ein Projekt umzusetzen. Wer merkt, dass die Ergebnisse nicht so ausfallen, wie sie es sollten, vor lauter Alltagsaufgaben keine Zeit hat, an die Zukunft zu denken oder nicht genug Ressourcen hat, um notwendige Projekte umzusetzen, ist ein potenzieller Kunde für uns. Die meisten unserer Kunden sind Mittelstandsunternehmen mit 200 bis 10.000 Mitarbeitenden.

Wie funktioniert AMX? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir setzen auf zwei Erfolgsfaktoren: Der Wichtigste sind meine Kolleginnen und Kollegen. Sie sind dafür geschult, Unternehmensprozesse zu durchleuchten, Verbesserungen umzusetzen und als Trainer für Trainer Mitarbeitende des Unternehmens darin zu unterrichten, wie sie selbständig dafür sorgen können, dass ein Unternehmen langfristig zielgerichtet bleibt. 

Der zweite ist hochwertige Software. In unserem Fall setzen wir meistens auf Miro und/oder Smartsheet, die weltweit marktführende Projekt- und Informationsmanagement-Software, die hierzulande allerdings noch selten von Beratungen eingesetzt wird. Sie ist so etwas wie ein besonders leistungsfähiges, nutzerfreundliches Excel mit Kollaborationsfunktionen über Teams und Unternehmensbereiche hinweg. AMX ist der führende Implementierungs- und Schulungsanbieter in Deutschland, wir sind aber auch zum Beispiel in den USA oder der Schweiz aktiv.

In Zusammenarbeit mit unseren Kunden definieren und formulieren wir hilfreiche Ziele, legen gemeinsam fest, welche Schritte erfolgen müssen, um sie zu erreichen und implementieren beispielsweise die benötigten Software-Tools. Damit das gelingt, schulen wir die Mitarbeitenden des Kunden, nehmen die Ersteinrichtung neuer Tools vor, kümmern uns – wo nötig – um den Wissenstransfer und dokumentieren alle Schritte gründlich.

AMX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben in den letzten sechs Jahren zwar schon viel geschafft, unsere Ziele sind aber noch lange nicht erreicht – wir haben noch viel vor. Wir sind wirklich in allen Aspekten auf Wachstumskurs. In fünf Jahren soll sich unsere Kundenzahl mindestens verdoppelt haben, wir wollen unsere Auslandsaktivitäten auf weitere Länder erweitern und unser Software-Portfolio sinnvoll ergänzen. Auf diese Weise rechnen wir Ende 2028 mit einem Umsatz von mehr als 25 Millionen Euro.

Das kann natürlich nur gelingen, wenn auch unser Team weiter wächst, ohne an Qualität zu verlieren. Wir wollen also auch die Zahl unserer Mitarbeitenden organisch wachsen lassen. Ich rechne damit, dass wir in fünf Jahren mit rund 50 Kolleginnen und Kollegen an Kundenprojekten arbeiten werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Definiert klare, eindeutige Ziele und schreibt euch eure Glaubenssätze auf. Führt sie euch mindestens wöchentlich vor Augen. So stellt ihr sicher, dass ihr nicht vom Weg abkommt. 

Baut euch ein starkes Support-Netzwerk auf: Freunde, Partner, Mentoren, andere Unternehmen zum Sparring – gerade als Solopreneur ist man ohne solch ein Netzwerk schnell sehr allein.

Ausdauer ist alles: Es kommt immer ein wenig anders, als man es sich am Anfang überlegt und in den Businessplan schreibt. Seid offen für Veränderung und ständige Adaption an den Markt – und lasst euch dabei nicht von Rückschlägen und Seitenhieben entmutige. Sie gehören dazu.

Wir bedanken uns bei Sebastian Paasch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sei bereit, Herausforderungen anzunehmen und aus Fehlern zu lernen

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NATURWIRKT

NATURWIRKT FOQUS Brainpower-Getränk, das auf zwölf bewährten Superfoods basiert

Stellen Sie sich und das Startup NATURWIRKT doch kurz unseren Lesern vor!

NATURWIRKT ist ein Start-up, das sich auf die Entwicklung von FOQUS konzentriert, dem ersten Brainpower-Getränk, das auf zwölf bewährten Superfoods basiert. Wir haben FOQUS entwickelt, um die kognitiven Fähigkeiten zu steigern, die Konzentration zu erhöhen und geistige Ermüdung zu reduzieren. Unsere Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, ihre geistige Leistungsfähigkeit zu optimieren und produktiver zu sein.Dabei nutzen wir nur pflanzliche Produkte und sind somit auch Bio-Zertifiziert. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben uns entschieden, NATURWIRKT (FOQUS) zu gründen, weil wir die Notwendigkeit erkannt haben, gesunde und wirksame Alternativen zu herkömmlichen Energie- und Funktionsgetränken anzubieten. Wir glauben fest daran, dass die Natur uns die besten Ressourcen für unsere kognitiven Fähigkeiten bietet, und wir wollten diese Erkenntnis in die Tat umsetzen. 

Welche Vision steckt hinter FOQUS?

Unsere Vision für FOQUS ist es, eine weltweit anerkannte Marke für natürliche, kognitive Leistungssteigerung zu schaffen. Wir möchten Menschen dabei unterstützen, ihr volles geistiges Potenzial auszuschöpfen und gleichzeitig ihre Gesundheit zu fördern. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die 8 Jahre Entwicklung der einzigartigen FOQUS-Formel, insbesondere die Frage, wie wir die unterschiedlichen Wirkstoffe extrahieren und durch Synergien mit sogenannten Bio-Enhancern potenzieren können. 
Die Suche nach einem geeigneten Abfüllprozess, der unsere Anforderungen erfüllte. Überraschenderweise gab es in ganz Europa keinen Prozess, der unseren speziellen Bedürfnissen gerecht wurde. Daher haben wir ein eigenes Verfahren entwickelt, um die Wirkstoffe zu extrahieren und FOQUS herzustellen. 
Unsere Finanzierung erfolgte hauptsächlich über Eigenkapital. 

Wer ist die Zielgruppe von FOQUS?

Die Zielgruppe von FOQUS sind Menschen, die ihre kognitiven Fähigkeiten steigern möchten, sei es im Studium, im Beruf oder im Alltag. Wir richten uns auch an eine breite Palette von Menschen, die Wert auf natürliche und gesunde Produkte legen. 

Was ist das Besondere an dem Produkt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Was FOQUS einzigartig macht, ist unsere einzigartige Formel, die auf zwölf bewährten Superfoods basiert, darunter Ginkgo, Ginseng, Kurkuma und andere. Ein herausragendes Merkmal ist z.B. Ginkgo, bekannt aus der Medizin (Ginkgo-Tabletten), wo es wissenschaftlich erwiesen wurde, dass es die Merkfähigkeit verbessern kann, insbesondere bei Alzheimer-Patienten. 

Wir kombinieren das traditionelle Wissen der Urvölker mit modernster Wissenschaft, um die Wirkstoffe zu verstehen und in FOQUS verfügbar zu machen. Dies ermöglicht es uns, die positiven Eigenschaften dieser Pflanzen und Algen zu nutzen. FOQUS ist das erste Bio-Getränk mit reichlich Vitamin B12 und Iodid, und es erfüllt zudem die Anforderungen für Bio-Zertifizierung, Glutenfreiheit, Veganismus und enthält keinen Zuckerzusatz. 

Was uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist unsere wissenschaftlich fundierte und ganzheitliche Herangehensweise gepaart mit dem wissen der Urvölker. 

NATURWIRKT, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir NATURWIRKT als eine etablierte Marke im Bereich der natürlichen kognitiven Leistungssteigerung. Wir möchten unsere Produktpalette erweitern und weltweit präsent sein. Unser Fo(q)us wird weiterhin auf Qualität und Innovation liegen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

An angehende Gründer würde ich folgende Tipps geben: 

a. Glaube an deine Idee und sei leidenschaftlich dabei. 

b. Suche nach Mentoren und Netzwerken, die dir helfen können. 

c. Sei bereit, Herausforderungen anzunehmen und aus Fehlern zu lernen. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Vergesst den Grind – Ein Startup ist ein Marathon

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Lite&Fog

Lite&Fog ermöglicht eine neue, moderne Landwirtschaft: digital, unabhängig und energieschonend

Stellen Sie sich und das Startup Lite&Fog doch kurz unseren Lesern vor!

Lite&Fog ist auf die Entwicklung neuer landwirtschaftlicher Systeme fokussiert. Wir ermöglichen eine neue, moderne Landwirtschaft: digital, unabhängig und energieschonend statt ressourcenfressend. Unsere Systeme erlauben es, höhere Erträge zu erzielen als konventionelle Landwirtschaft und sie sind dabei sogar noch wassersparend und umweltfreundlich. Wir kommen ohne Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger aus und können perfekte Ergebnisse garantieren, unabhängig von den äußeren klimatischen Bedingungen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Am Anfang stand eine Idee, von der wir wussten, dass sie viele Probleme lösen und damit die Welt ein bisschen besser machen kann. Fogponics, der Kern unseres Geschäftsmodells, ermöglicht ganz neue Anwendungen und Systeme für die Landwirtschaft und Medizin. Die Herausforderung der Zukunft wird es sein, zum einen immer mehr Menschen ausreichend mit Nahrung zu versorgen und zum anderen Medikamente zu entwickeln, die individuell auf den Patienten abgestimmt sind. Beides kann unser System leisten. Und wir wollten das möglich machen.

Was war bei der Gründung von Lite&Fog die größte Herausforderung?

Die Gründung fand direkt vor Beginn der Coronakrise statt. Geld online einzusammeln, zumal für ein teures Hardware-Projekt war nicht einfach! An Ideen und Enthusiasmus hat es uns aber nie gemangelt. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich wüsste nicht, wie man sonst starten soll. Was macht eine Idee perfekt? Die Arbeit an der praktischen Umsetzung. Als Wissenschaftler und Künstler bin ich es gewohnt, Ideen als Ausgangspunkt zu sehen und daraus funktionierende Hypothesen zu entwickeln, die dann zu anwendbaren Lösungen werden. Perfektion kann nur durch immer neue Feedback- und Verbesserungsschleifen entstehen.

Welche Vision steckt hinter Lite&Fog?

Eine Landwirtschaft zu ermöglichen, die nicht nur in der Lage ist, die nächsten Jahrzehnte zu überstehen, Nahrungsmittelkrisen zu meistern, sondern darüber hinaus ganz neue Möglichkeiten schafft. Praktisch hat sich in diesem Bereich in den letzten 1000 Jahren nicht mehr allzu viel getan, außer Lasttiere durch Fahrzeuge zu ersetzen.

Wer ist die Zielgruppe von Lite&Fog?

Zielgruppe sind im ersten Schritt vor allem Unternehmen und Einrichtungen aus Forschung und Entwicklung, bei denen Pflanzen im Fokus stehen. Später wollen wir auch mit Lebensmittelproduzenten zusammenarbeiten, um gesunde, pestizidfreie und umweltschonende Pflanzen in die Supermarktregale zu bringen . 

Wie funktioniert Lite&Fog? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir nutzen Nebel, um die Pflanzen zu bewässern. Das ermöglicht uns Leichtbauweise umzusetzen und mehr als 50% der Kosten einer normalen Anlage einzusparen. Zusätzlich kümmern wir uns um das geschäftliche und entwickeln Module für den pharmazeutischen Einsatz. 

Während andere nach dem Prinzip arbeiten, teure Technik zu entwickeln und diese für günstiges Gemüse einzusetzen, drehen wir den Spieß um: Wir senken die Kosten der Anlagen und erhöhen den Wert der Pflanzen. So funktioniert das dann auch wirtschaftlich.

Lite&Fog, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren stehen viele kleine, mittlere und große Anlagen in Europa und Asien miteinander in Kontakt, produzieren Pflanzen rund um die Uhr und sind direkt digital an Forschungsinstitute rund um die Welt angeschlossen. Wir werden Produktionsweltmeister sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Vergesst den Grind – Ein Startup ist ein Marathon. Wer seinen Kurs stetig hält, überlebt länger. 
Vergesst nicht zu feiern – Erfolge verblassen im täglichen Problemchaos, aber man muss manchmal auch symbolisch einen Schnitt setzen und auf das schauen, was man schon erreicht hat. Wenn man das nicht tut, wird das StartUp zur Leidensorgie. 
VCs sind andere Wesen – auch das beste „Impact“-VC-Unternehmen hat vor allem ein Interesse: Wie hole ich das Zehnfache aus einem Investment heraus, in der kürzesten möglichen Zeit? Wenn möglich, sollte man nach alternativen Finanzierungsoptionen suchen – zumindest auf lange Sicht. Investoren haben heutzutage meistens Oberwasser. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Gründe nur zu einem Thema, mit dem dich eine Leidenschaft verbindet

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nui care

Nui Care App unterstützt pflegende Angehörige im Pflegealltag

Stellen Sie sich und das Start-up Nui Care doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Markus C. Müller, Mitgründer und Geschäftsführer bei Nui. Bis 2015 war ich Europachef von Blackberry und im Jahr 2018 gründete ich mit Christian Ehl – seines Zeichens selbst Tech-Entrepreneur und mehrfacher Gründer – die Nui Care GmbH. Nui Care unterstützt Angehörige im Pflegealltag mit einer App und persönlichen Beratungsleistungen, sodass sie trotz Job, Familie und Hobbys eine liebevolle und qualitativ hochwertige Pflege zu Hause gewährleisten können. Unser Team umfasst derzeit mehr als 20 Personen, darunter Pflegeexpert:innen, Entwickler:innen und Marketing-Expert:innen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Impuls zur Unternehmensgründung kam durch meine ehrenamtliche Tätigkeit als Sterbebegleiter: Im Rahmen dieser Arbeit lernte ich viele Angehörige kennen, die schon seit mehreren Jahren Familienmitglieder pflegen und an der Grenze der Belastbarkeit stehen: emotional, physisch und oft auch finanziell. Mit Nui kann ich nun als Unternehmer dazu beitragen, dass sich die Situation für pflegende Angehörige verbessert.

Welche Vision steckt hinter Nui Care?

Wir ermöglichen pflegenden Angehörigen, sich um pflegebedürftige Menschen in der von ihnen bevorzugten Umgebung kümmern zu können und diese Aufgabe mit Beruf, Familie und Hobbys in Einklang zu bringen.

Wer ist die Zielgruppe von Nui Care?

In Deutschland leben derzeit etwa 5 Millionen pflegebedürftige Menschen, mehr als 80 Prozent davon werden zu Hause versorgt. Mit Nui richten wir uns an alle Menschen, die Angehörige pflegen. Vor allen Dingen ist Nui für diejenigen, die sich vom Pflegealltag aus unterschiedlichsten Gründen überfordert fühlen, ob finanziell, informell oder auch emotional. Oft wissen Menschen in einer plötzlichen Pflegesituation gar nicht, was zu tun ist, und trotzdem muss viel erledigt werden. Wie erhält man einen Pflegegrad? Welche Pflegeleistungen stehen uns zu und wie beantrage ich sie? Um welche Dokumente muss ich mich kümmern? Wie kann ich mich als pflegende Person dabei auch um meine eigene Gesundheit kümmern? Bei diesen Fragen wollen wir mit der Nui-App Abhilfe verschaffen.

Darüber hinaus wenden wir uns mit unserer App und unseren Services vermehrt an potenzielle Partner wie Versicherungen, die uns dabei unterstützen, Nui für ein größeres Publikum zugänglich zu machen. Dafür erhalten sie ein starkes Gesamtpaket, um ihren Mitgliedern ganzheitliche Hilfe in der häuslichen Pflege zu bieten. Die Allianz Private Krankenversicherung, die AOK Bayern und der Automobilclub ADAC gehören bereits zu unseren Partnern. 

Wie funktioniert Nui Care? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Nui-App soll pflegende Angehörige durch ihre Funktionen ganzheitlich beim Organisieren und Umsetzen des Pflegealltags unterstützen. Man kann beispielsweise digital Pflegeanträge stellen, sich in unserem Ratgeber über verschiedene Pflegethemen informieren und bei Bedarf kann man sogar mit unseren hauseigenen Pflegeexpert:innen sprechen. Das Besondere bei Nui ist, dass wir all diese speziell auf den Pflegealltag angepassten Funktionen in einer App vereinen. Diese Funktionen werden auch regelmäßig von unserem Team aus IT- und Pflegeexpert:innen mit Unterstützung durch pflegende Angehörige erweitert und verbessert. Außerdem entwickeln wir die App mit modernster Technologie weiter, unter anderem in den Bereichen der KI und durch die Implementierung eines Marktplatzes.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im Gesundheitswesen und speziell in der Digitalisierung der Pflege sind “dicke Bretter” zu bohren. Alles dauert lange und das System sträubt sich gegen Innovationen. Wenn man als Start-up diesen Markt revolutionieren will, braucht man Geduld, einen langen Atem und gute Investor:innen, die diesen Weg mitgehen. 

Wir haben uns zunächst über befreundete Business Angels finanziert und später einen Impact VC sowie einen strategischen Partner als Investor aufgenommen.

Nui Care, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist Nui die meistgenutzte hybride Plattform für pflegende Angehörige sowohl in Deutschland als auch in den USA. Dabei ist Nui ein intelligenter, digitaler Helfer, der mittels KI vorausschauend Unterstützung gibt und den pflegenden Angehörigen stets zur Seite steht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Gründe nur zu einem Thema, mit dem dich eine Leidenschaft verbindet. Ohne die wirst du zu schnell aufgeben und nicht das Durchhaltevermögen intrinsisch entwickeln, das es für einen erfolgreichen Firmenaufbau braucht.
  2. Überlege dir gut, mit welchen Co-Founder:innen du gründest und welche Investor:innen du als Gesellschafter:innen aufnimmst. Du musst mit ihnen konstruktiv zusammenarbeiten und im Zweifel auch Krisen meistern können. 
  3. Nimm mehr Geld auf und plane mehr Zeit ein als veranschlagt. In den meisten Fällen dauert eine Gründung länger und kostet mehr, als ursprünglich geplant. Das rechnen Investor:innen bei ihrer Planung mit ein, weshalb du das als Gründer:in auch tun solltest. 

Wir bedanken uns bei Markus C. Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Motivation und Produktivität der MitarbeiterInnen fördern

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Business Beat

Business Beat HR-Software für erfolgreiches Recruiting, hohes Involvement und einzigartige Kultur

Stellen Sie sich und das Startup Business Beat doch kurz unseren Lesern vor!

Andreas Hermann: Business Beat unterstützt Unternehmen unterschiedlichster Branchen bei der Weiterentwicklung Ihrer Arbeitgeberattraktivität – einerseits mit der Softwarelösung für anonyme und regelmäßige Puls-Befragungen und 360-Grad-Feedbacks und andererseits mit dem Know-How aus der Arbeitspsychologie. Business Beat habe ich gemeinsam mit meinem Studienkollegen Tobias Bayer gegründet. Tobias Bayer ist als CTO für die Software und Weiterentwicklung der Anwendung verantwortlich. Als Arbeitspsychologe weiß ich, welche People & Culture Trends die Motivation und Produktivität der MitarbeiterInnen fördern können.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Tobias Bayer: Im Prinzip war es die Geburt von Andreas Tochter. Wie oft will man wissen, wie es den eigenen Kindern geht? Man stelle sich vor, dass man nur einmal pro Jahr einen Fragebogen durchgeht: Wie läuft’s im Kindergarten, wie läuft’s mit den Freundinnen, mit Mama? Das wäre doch viel zu wenig. Man möchte regelmäßig wissen, wie es läuft, wo der Schuh drückt, was man tun kann, um es gemeinsam besser zu machen. 

Für uns hat sich dann die Frage gestellt, warum man das bei MitarbeiterInnen eigentlich anders macht. Eine MitarbeiterInnenbefragung ist nichts anderes, als regelmäßig zu fragen, wie es den Mitarbeiterinnen geht, und gemeinsam Verbesserungen zu erarbeiten. Es wirkt sich auch auf die Unternehmenskultur aus, wenn man sich mit den Anliegen der MitarbeiterInnen beschäftigt und an Führungsqualität und Teamwork arbeitet. Unternehmenskultur ist ein laufender Prozess. 

Was war bei der Gründung von Business Beat die größte Herausforderung?

Andreas Hermann: Die Bürokratie in Österreich ist schon eine große Herausforderung, die einen bremst und Unmengen an Zeit und Geld verschlingt. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Tobias Bayer: Man muss sogar. Wir haben ab Sekunde eins mit Unternehmen an unserer Software und unserem Unternehmen gearbeitet. Je länger man im stillen Kämmerlein arbeitet, desto länger ist man nur vermeintlich erfolgreich.

Welche Vision steckt hinter Business Beat? 

Tobias Bayer: Wir liefern die entscheidenden Fakten für erfolgreiches Recruiting, hohes Involvement und eine zukunftsfähige Unternehmenskultur. Als anonymes Sprachrohr für MitarbeiterInnen stärkt Business Beat als Software für Mitarbeiterbefragungen und 360-Grad-Feedbacks die Arbeitgebermarke und senkt die Mitarbeiterfluktuation. 

Wer ist die Zielgruppe von Business Beat?

Andreas Hermann: Die Zielgruppe sind Unternehmen mit einer Mindestgröße von 30 MitarbeiterInnen, unabhängig von Branche oder Standort. 

Wie funktioniert Business Beat? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Andreas Hermann: HR-ManagerInnen fehlen oft die entscheidenden HR-Kennzahlen, was dazu führt, dass Entscheidungen oft aus dem Bauch heraus getroffen werden müssen. Mit regelmäßigen Puls-Befragungen begleitet man die MitarbeiterInnen entlang der Phasen des Employee Lifecycles und ermittelt die Stimmung im Unternehmen. Auf Basis der Umfrageergebnisse kann man gezielte und datenbasierte HR-Maßnahmen ableiten und Herausforderungen angehen. Eine wertvolle Ergänzung bieten 360-Grad-Feedbacks, um die Kernkompetenzen der Führungskräfte zu ermitteln und sie individuell zu fördern. 

Tobias Bayer: Mitarbeiterbefragungen sind keine neue Idee. Uns zeichnet allerdings ab, dass wir uns als “Software mit Service” sehen. Man bekommt von uns keine rohen Datensätze. Unsere Ergebnisse übermitteln wir live und so aufbereitet, dass man unmittelbar damit weiterarbeiten kann. Wir begleiten und unterstützen unsere Kunden bei der Interpretation, der Ableitung von konkreten Maßnahmen und geben ihnen arbeitspsychologische Handlungsempfehlungen mit auf den Weg.

Business Beat, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Andreas Hermann: Wir müssen weg vom klassischen HR und hin zu einem zukunftsfähigen People & Culture Management. Mitarbeitende benötigen eine Community, in der sie sich wohlfühlen, Spaß miteinander haben und wo sie sich gemeinsam weiterentwickeln können. Durch Partizipation ergeben sich auch neue Möglichkeiten für datengesteuertes People & Community Management, daraus abgeleitete predictive analysis und spannende Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz. Genau an diesen Themen arbeiten wir, und das ist auch das, was wir gemeinsam mit Unternehmen gestalten und vorantreiben möchten.

Wir bedanken uns bei Andreas Hermann und Tobias Bayer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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