Donnerstag, April 3, 2025
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11 Startups aus Paris die du kennen solltest!

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Paris

Paris hat sich zu einem wichtigen Zentrum für Startups entwickelt und bietet eine lebhafte und vielfältige Szene.

In den letzten Jahren hat sich eine Vielzahl von Unternehmen in verschiedenen Branchen wie Technologie, Mode, Tourismus und Biotechnologie etabliert. Die Stadt beherbergt auch zahlreiche Inkubatoren, Acceleratoren und Coworking Spaces, die die Gründerszene unterstützen.

Ein großer Teil der Pariser Startups ist in den Bereichen E-Commerce und digitale Technologien tätig. Dies spiegelt sich auch in der Präsenz großer Technologieunternehmen wie Google, Facebook und Apple wider, die in der Stadt ihre europäischen Hauptquartiere haben.

Neben der Technologiebranche ist auch die Modeindustrie in Paris sehr aktiv. Viele Startups haben innovative Ideen im Bereich der nachhaltigen Modeentwicklung und -produktion. Auch die Tourismusbranche entwickelt sich rasant und bietet innovative Lösungen wie virtuelle Reiseplattformen oder personalisierte Reiseerlebnisse.

Die Pariser Startup-Szene ist sehr aktiv und bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen, Konferenzen und Wettbewerben für Gründer und Investoren. Darüber hinaus bietet die Stadt eine reichhaltige Kultur, hohe Lebensqualität und eine starke Vernetzung innerhalb Europas. All dies macht Paris zu einem attraktiven Ort für Startups, die sich international positionieren wollen.

Alan: Alan ist ein Startup-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung einer All-in-One-Plattform für die Gesundheitsversorgung konzentriert. Die Plattform bietet Nutzern die Möglichkeit, ihre Gesundheitsdaten zu verwalten, mit medizinischen Fachkräften in Kontakt zu treten und Termine zu vereinbaren. Alan hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsversorgung durch den Einsatz von Technologie zu verbessern und den Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung zu erleichtern.

Doctolib: Doctolib ist ein französisches Start-up, das eine Online-Plattform für die Terminvereinbarung bei Ärzten und medizinischen Einrichtungen anbietet. Die Plattform ermöglicht es Patienten, einfach und schnell einen Termin bei einem Arzt oder einer medizinischen Einrichtung zu buchen, ohne lange Wartezeiten oder Telefonate in Kauf nehmen zu müssen. Doctolib hat sich zum Ziel gesetzt, das Gesundheitswesen zu digitalisieren und den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen zu erleichtern. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung im Jahr 2013 eine starke Expansion erlebt und ist mittlerweile in mehreren europäischen Ländern aktiv.

PayFit: PayFit ist ein französisches Startup-Unternehmen, das eine cloudbasierte Softwarelösung für Personalverwaltung und Lohnabrechnung anbietet. Die Plattform automatisiert viele der zeitaufwändigen und komplexen Aufgaben im Personalbereich, wie beispielsweise die Verwaltung von Urlaubstagen, Überstunden, Gehaltsabrechnungen und Steuern. Das Ziel von PayFit ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen Zeit und Ressourcen zu sparen und ihnen zu helfen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

Kayrros: Kayrros ist ein europäisches Technologie-Startup, das sich auf die Verwendung von Big Data und künstlicher Intelligenz zur Analyse von Energie- und Rohstoffmärkten spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Echtzeitinformationen und Vorhersagemodelle für verschiedene Branchen wie Öl- und Gasindustrie, Stromversorgung und erneuerbare Energien. Kayrros hat auch ein Dashboard entwickelt, das seinen Nutzern eine schnelle und benutzerfreundliche Visualisierung von Energie- und Rohstoffdaten ermöglicht.

Algolia: Algolia ist ein Startup-Unternehmen, das eine Search-as-a-Service Plasttform für Unternehmen bereitstellt. Diese Plattform nutzt eine leistungsstarke Suchtechnologie, um die Benutzerfreundlichkeit von Suchfunktionen auf Websites, mobilen Apps und anderen Anwendungen zu verbessern. Algolia bietet auch Tools für personalisierte Empfehlungen, Filterung und Sortierung von Suchergebnissen sowie Analyse- und Monitoring-Funktionen, um Unternehmen dabei zu helfen, das Suchverhalten ihrer Nutzer besser zu verstehen und zu optimieren.

Lydia: Lydia ist ein französisches Startup-Unternehmen, das eine mobile App für schnelle und sichere Geldüberweisungen anbietet. Die App ermöglicht es Benutzern, Geld an Freunde oder Familie zu senden und Zahlungen in Geschäften zu tätigen, indem sie einfach eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse verwenden. Die App ist kostenlos und ermöglicht es Benutzern auch, Geld von ihrem Bankkonto auf ihre Lydia-Wallet zu überweisen, um sofortige Zahlungen zu tätigen. Lydia ist eine einfache und bequeme Möglichkeit, Zahlungen im Alltag zu tätigen und zu empfangen.

Back Market: Back Market ist ein französisches Startup, das 2014 gegründet wurde und eine Online-Plattform für den Kauf und Verkauf von wiederaufbereiteten Elektronikgeräten anbietet. Das Unternehmen arbeitet mit zertifizierten professionellen Verkäufern zusammen, um qualitativ hochwertige, gebrauchte Elektronik wie Smartphones, Laptops, Tablets und andere Geräte zu verkaufen, die von Fachleuten gründlich geprüft, repariert und wieder auf den Markt gebracht wurden. Back Market setzt sich für Nachhaltigkeit und den Kampf gegen Elektroschrott ein, indem es Kunden eine kostengünstige Alternative zum Kauf neuer Geräte bietet und gleichzeitig die Umweltbelastung reduziert.

BeReal: BeReal ist eine App, die es Nutzern ermöglicht, einmal täglich ein Foto aus ihrem echten Leben mit Freunden zu teilen. Jeden Tag zu einer anderen Zeit wird jeder Nutzer aufgefordert, ein Foto zu machen und es mit seinen Freunden zu teilen. Die Idee dahinter ist, dass man auf diese Weise seine Freunde besser kennenlernen und einen Einblick in deren tägliches Leben erhalten kann.

Yubo: Yubo ist ein soziales Netzwerk und eine Livestreaming-Plattform, die es jungen Menschen ermöglicht, mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten, zu chatten und Livestreams zu teilen. Das Startup wurde im Jahr 2015 in Frankreich gegründet und hat seitdem eine breite Nutzerbasis in Europa und Nordamerika aufgebaut. Yubo verfolgt das Ziel, eine sichere und freundliche Umgebung zu schaffen, in der junge Menschen sich austauschen und neue Freunde finden können. Dabei setzt das Unternehmen auf eine strikte Überprüfung der Identität und eine aktive Moderation, um unangemessenes Verhalten zu vermeiden.

Gourmey: Gourmey ist ein Startup-Unternehmen, das sich auf die Herstellung von kultiviertem Fleisch spezialisiert hat. Das bedeutet, dass das Unternehmen Fleischprodukte herstellt, die aus tierischen Zellen im Labor gezüchtet werden, ohne dass Tiere geschlachtet werden müssen. Gourmey konzentriert sich auf die Produktion von Entenfleisch und bietet hochwertige Produkte an, die nachhaltiger und ethischer sind als herkömmliche Fleischprodukte. Das Unternehmen setzt auf innovative Technologien und möchte dazu beitragen, die Zukunft der Lebensmittelproduktion zu gestalten. Gourmey ist auf der Website gourmey.com zu finden.

Meero: Meero ist ein französisches Startup, das im Jahr 2016 gegründet wurde und sich auf die Erstellung und Bearbeitung von professionellen Fotos und Videos spezialisiert hat. Das Unternehmen hat eine Online-Plattform entwickelt, die es Fotografen und Videografen ermöglicht, Aufträge von Kunden auf der ganzen Welt anzunehmen. Meero nutzt künstliche Intelligenz und Machine Learning-Algorithmen, um die Bearbeitung von Fotos und Videos zu automatisieren und zu vereinfachen, wodurch Zeit und Kosten gespart werden können. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Paris und beschäftigt weltweit mehr als 800 Mitarbeiter.

Foto/Quelle: Pegels auf pixabay

So einfach wie möglich, so kompliziert wie nötig

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Spixnet Sicherheitssysteme E-Mails

Die Gründer von Spixnet, Sicherheitssysteme für E-Mails, waren am 18. April 2023 in 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Spixnet doch kurz vor

Das burgenländische Start-up SPIXNET wurde im April 2022 von Manuel und Jasmin Löw-Beer sowie Sven Weiss gegründet. Das Gründerteam vereint einschlägiges, technisches Know-how im Bereich Programmieren und IT-Sicherheit. Das Produktportfolio ist im Nischenmarkt der Sicherheitssysteme für E-Mail einzigartig und spezialisiert für höchste Vertraulichkeit (Verschlüsselung) und höchste Sicherheit (Anti-Ransomware).

Das Kernteam zeichnet sich durch umfangreiches Fachwissen aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen aus:

  • Manuel Löw-Beer, mit über 10 Jahren Erfahrung im Bereich kritischer Infrastruktur
  • Jasmin Löw-Beer, mit rund zwei Jahrzehnten Erfahrung im Bereich Unternehmenscontrolling und Bilanzierung
  • Sven Weiss, mit über 30 Jahren Erfahrung im Bereich IT-Development
  • Robin Bagchi, mit jahrelangem Know-how im Vertrieb, E-Commerce und Projektmanagement.

Innerhalb kürzester Zeit hat das Start-up sein Team um 26 Personen erweitert und ist mittlerweile international aufgestellt.

Wie ist die Idee zu Spixnet entstanden?

Ganz einfach aus meiner eigenen Neugier und Unzufriedenheit, das ist das was mich und unser Team antreibt. Aber auch zwei sehr erschreckende Zahlen:
98% aller E-Mails sind unverschlüsselt
Jede vierte E-Mail enthält Viren

„Das kann es nicht sein“, war also der ursprüngliche Gedanke hinter der Gründung von spixnet. Verschlüsselung ist ja grundsätzlich nicht neu, die ersten Lösungen dazu gibt es seit 1990. Aber durchgesetzt hat sich das alles nie, weil viel zu kompliziert…und für KMU´s auch viel zu teuer. Das wollten wir besser machen: Die Lösung muss heißen keine Installation, keine Migration, kein Problem, volle Verschlüsselung der E-Mails und dann kann keiner mehr mitlesen. Klingt einfach, ist es auch – aber nur für die Kunden, die Entwicklungsarbeit dahinter war und ist schon herausfordernd.

Welche Vision steckt hinter Spixnet?

Wir wollen Datensicherheit einfach und für jeden zugänglich machen. Denn wir alle verdienen echte Privatsphäre. Die meisten Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, diese können sich keine Lösung für ihre Datensicherheit leisten, die Abertausende kostet. Aber alle gemeinsam können Teil von spixnet sein und so einen adäquaten Schutz Ihrer Unternehmensdaten sicherstellen.

Wer ist die Zielgruppe von Spixnet?

Primärzielgruppe sind KMUs im DACH-Raum. Wir arbeiten tagtäglich daran, dass spixnet, die einzige Lösung ist, die sie brauchen, um ihre E-Mails vor Schadsoftware und unbefugtem Zugriff zu schützen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Natürlich wollten wir unser Unternehmen vorstellen. Aber die in erster Linie wollten wir auch Aufmerksamkeit für das Thema schaffen: Jede Person mit Internetzugriff ist heutzutage nach kurzer Recherche dazu fähig, vertrauliche Unternehmens- oder Privatdaten mitzulesen und das für Erpressungen zu nutzen. Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen sind gefährdet, da sie oft nicht über die personellen und finanziellen Ressourcen verfügen, um in professionelle Lösungen gegen Cybercrime zu investieren.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns schlau gemacht und über die neuen Juroren recherchiert. Und dann hieß es Üben, üben und üben für das Pitchen. Man glaubt gar nicht wie schwierig es ist, bei zwei Minuten zu bleiben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Der Bewerbungsprozess war sehr intensiv, da war es wichtig dran zu bleiben und Durchhaltevermögen zu haben, auch kreativ zu sein. Und wenn man dann die Nachricht bekommt, ist das ein richtig tolles Gefühl von Stolz und Freude. Das Team von Puls4 nimmt einem auch die Nervosität und ist wirklich herzlich und humorvoll.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Spixnet aufmerksam werden?

Jeder Schritt nach vorne ist als Starutp wesentlich und wichtig. 2m2m sind gefühlt 10.000 Schritte auf einmal und man muss als Startup auch TV-Ready sein. Was bringt die beste Idee, wenn man das Interesse nicht in Aufträge umwandeln kann – da hat unser gesamtes Team über Monate jeden einzelnen Prozess optimiert und getestet, getestet, getestet.

Der Ablauf kann einfach kaum sein:
Registrieren unter www.spixnet.com
Ganz persönliche Internetadresse / Wunschdomain auswählen (zB meinefirma.at oder meinefamilie.at)
Absenden, Zugangsdaten erhalten
Alte Systeme wie gmx, gmail, yahoo synchronisieren
Happy & Secure

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

IT-Security ist kein leichtes Thema. Wir haben die Köpfe rauchen lassen, damit wir einen richtig kreativen Pitch hinkriegen und das Feedback war sehr gut. Barbara Meier hat einen Hintergrund als Softwareentwicklerin, das war für uns schon ein bisschen ein Dooropener, auf den wir gehofft haben und so kamen wir dann auch sehr gut ins Gespräch.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Die Sendung wurde unterbrochen, da uns Heinrich Prokop folgte und ihm Barbara Meier. Heinrich wollte mehr über Verschlüsselung (PGP und sMIME) erfahren und ist mittlerweile einer unserer Kunden. Barbara wollte nur sicherstellen, dass Heinrich den Deal nicht klaut so hat es gewirkt. Im Anschluss wurden wir eingeladen mit Barbara, Heinrich Prokop und Christian Jäger Gespräche zu führen und in eine Due Dilligence zu gehen; ab hier greifen dann die vereinbarten NDAs.

Spixnet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Vom Burgenland in die ganze Welt, Schritt für Schritt für Schritt – in den nächsten fünf Jahren konzentrieren wir uns auf den DACH-Raum und vor dort wollen den Markt weiter erobern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Konzentration auf das Wesentliche.
  • So einfach wie möglich, so kompliziert wie nötig
  • Durchhalten! Unternehmer sein ist ein Marathon, kein Sprint…nicht, dass auf halben Wege die Luft oder das Geld ausgeht.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ohne die fundierte Basis und Vorbereitung bei der Gründung geht es schief

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kartenliebe

Kartenliebe Online-Shop für individualisierbare Karten und Papeterie

Stellen Sie sich und das Startup Kartenliebe doch kurz unseren Lesern vor!

Das Münchner Startup Kartenliebe ist ein Unternehmen der E-Commerce-Gruppe MYPOSTER. Mein Name ist Stefan Kick und ich habe 2019 als Geschäftsführer gemeinsam mit René Ruhland, dem Gründer von MYPOSTER, unseren Online-Shop für individualisierbare Karten und Papeterie gegründet. 2022 erzielte unser junges, dynamisches Team von rund 25 Mitarbeiter:innen bereits einen Jahresumsatz von über zehn Mio. Euro.

Kartenliebe produziert in Deutschland und besitzt höchste Tech- und Softwarekompetenz. Von der Gestaltung der Kartendesigns über die Entwicklung eines eigenen, intuitiven Konfigurators bis hin zur Produktion – bei uns kommt alles aus einer Hand. Unsere Kund:innen erhalten beste User Experience, grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten und eine herausragende Druckqualität. Durch die individuell gestaltete, kreative und emotionale Papeterie erreichen wir eine unvergessliche Erinnerung im Leben unserer Kund:innen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Es war eine einmalige Möglichkeit, die ich sofort genutzt habe. Mit dem Background der MYPOSTER-Gruppe hatte ich keinerlei Zweifel, Kartenliebe zu gründen.

Welche Vision steckt hinter Kartenliebe?

Wir kombinieren Technologie mit hochqualitativen, kuratierten Inhalten. Damit wird Kartenliebe unverzichtbarer Wegbegleiter für die wichtigsten Lebensereignisse vieler Menschen in Europa.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte und weiterhin andauernde Herausforderung ist es, kompetente, motivierte und unserem Spirit entsprechende Mitarbeiter:innen zu finden. Bei der Gründung haben wir uns mit der Unterstützung der ganzen MYPOSTER-Gruppe bootstrapped finanziert.  

Wer ist die Zielgruppe von Kartenliebe?

Unser Portfolio richtet sich an alle Menschen, die einen besonderen Anlass oder ein einschneidendes Lebensereignis haben und es an ihre Liebsten transportieren wollen. Die Zielgruppe von Kartenliebe ist vorrangig weiblich. 

Wie funktioniert Kartenliebe? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als Online-Shop für individualisierbare Karten und Papeterie spielt bei Kartenliebe die Software eine Schlüsselrolle. Maßstab sind Benutzerfreundlichkeit, Vielfalt und Automatisierungsgrad bei höchster Qualität. Unsere Produkte stehen für hochwertige, individuelle Designs, die sich an den Trends der Fashion- und Farbenindustrie orientieren, aber auch neue Trends setzen. Wir haben 60 verschiedene Anlässe, auf die wir unser Angebot passgenau zuschneiden. Das macht die Anforderung an die eigene Software äußerst komplex. Hinzu kommt unsere Offerte an die Kund:innen, ihr Design möglichst selbst zu kreieren.

Ungefähr 20 Prozent unserer Käufer:innen starten von einer weißen Karte. Weil wir diesem Wunsch nach kreativer Freiheit gerecht werden wollen, können bei Kartenliebe Entwürfe im Vorfeld sehr clean gehalten werden. Grundvoraussetzung dafür ist unsere firmeneigene Software. Dank ihr erreichen wir  einen hohen Grad an Automatisierung von Designs. Damit ist es möglich, in wenigen Minuten ein neues Layout zu erstellen – ein großes Plus gegenüber unseren Wettbewerbern.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich sehe mich auch in fünf Jahren bei Kartenliebe, dem Marktführer für Papeterie und  Anlass-Verwaltung in Europa. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Erfolg hast Du nur mit dem richtigen Team.

2. Ohne die fundierte Basis und Vorbereitung bei der Gründung geht es schief: Nimm Dir Zeit, Deine Produkte von Anfang an vernünftig aufzubauen und bedenke dabei immer: Customer first!

3. Glaub an Deine Idee und verfolge konsequent, hartnäckig und mit Durchhaltevermögen Deinen Plan. Auch in schweren Zeiten. Sei aber flexibel, wenn Du merkst, dass Du auf dem falschen Weg bist. Gestehe Dir ein, dass die Strategie falsch war und sei bereit, im Anschluss auch die Richtung zu wechseln.

Bild: Haben gemeinsam das Startup Kartenliebe gegründet: Stefan Kick (li.), Geschäftsführer Kartenliebe, und René Ruhland (re.), Gründer von MYPOSTER
Copyright: MYPOSTER, Fotograf: Fotograf Paul Hüttemann

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Diese 4 Startups sind am 25 April bei 2 Minuten 2 Millionen

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25. April 2 minuten 2 millionen

Am 25. April 2023 ist es wieder soweit: Die beliebte Gründer-Show „2 Minuten 2 Miollionen“ geht in die nächste Runde.

Vier vielversprechende Startups haben sich die Chance gesichert, vor einer prominenten Jury aus erfahrenen Investoren und Branchenexperten zu pitchen und um eine Finanzspritze zu kämpfen. In der Sendung geht es um mehr als nur Geld. Die Startups haben die Chance, ihre Ideen einem breiten Publikum zu präsentieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Welche Innovationen werden die Investoren überzeugen und wer wird am Ende den begehrten Deal ergattern? Wir werfen einen Blick auf die teilnehmenden Startups und ihre spannenden Geschäftsideen.

Wunderkern: Michael Beitl und Sebastian Jeschko haben mit ihrem Unternehmen Wunderkern eine Technologie entwickelt, die das Trennen von Steinobst-Samen ermöglicht. Diese Innovation hat einen großen ökologischen Vorteil, denn sie sorgt dafür, dass Rohstoffe vollständig aufgebraucht werden, bevor neue gepflanzt werden. Zudem haben die beiden Gründer erkannt, dass sich im Samen wertvolle Nährstoffe befinden, die in ihren Produkten wie Schokocremes, Ölen und Pflanzenmilch wiederverwendet werden können.

Obwohl sie am Anfang viele Ablehnungen erhielten, haben die beiden Unternehmer an ihre Idee geglaubt und sich auf den Weg gemacht, ihr Ziel zu erreichen. Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: Ihr Unternehmen soll bereits einen Wert von 20 Millionen Euro haben. Es stellt sich die Frage, ob diese Bewertung auch für die Investoren der TV-Show #2min2mio gerechtfertigt ist.

Taxify: Matthias Palfy und Aleksey Sinicy haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeitnehmerveranlagung in Österreich zu vereinfachen. Denn viele Österreicher:innen haben Schwierigkeiten, ihre Steuerrückzahlungen zu erhalten, da sie sich mit komplizierten Formularen herumschlagen müssen. Aus diesem Grund haben die beiden Gründer die Steuererklärungs-App Taxefy entwickelt, mit der das gesamte Procedere innerhalb von nur 8 Minuten erledigt werden kann.

Das Ziel der App ist es, möglichst viel Geld aus der Rückzahlung für die User:innen herauszuholen und ihnen so eine maximale Erstattung zu ermöglichen. Doch trotz des vielversprechenden Konzepts sind die beiden Gründer nicht zufrieden und suchen nach weiteren Möglichkeiten, um ihr Unternehmen zu expandieren.

Eine Option, die in Betracht gezogen wird, ist ein Investment. Die beiden Gründer bewerten ihr Unternehmen derzeit auf 9 Millionen Euro und hoffen auf Investoren, die bereit sind, in ihre Idee zu investieren. Ob es jedoch zu einem Investment kommt, bleibt abzuwarten.

Eines ist jedoch sicher: Die Steuererklärungs-App Taxefy hat das Potenzial, das Leben vieler Österreicher:innen zu vereinfachen und das mühsame Ausfüllen komplizierter Formulare zu einem Relikt der Vergangenheit zu machen.

Viehworld: Die Viehversteigerung auf „Viehworld“ ist eine innovative Plattform, die von Tierarzt Wolfgang Schießl und Landwirt Florian Aspalter ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel ist es, den Tierhandel zu reformieren und den Verkauf von Nutztieren effizienter und stressfreier zu gestalten.

Durch die Nutzung der Plattform können Landwirte ihre Tiere innerhalb von wenigen Minuten verkaufen, ohne dass es zu einem physischen Treffen mit dem Käufer kommen muss. Dies reduziert nicht nur den Stress für die Tiere, sondern verringert auch das Risiko einer Ansteckung der bereits am Hof lebenden Tiere.

Tierarzt Schießl hat viel Erfahrung in der Arbeit mit Nutztieren gesammelt und kennt die Herausforderungen und Probleme, die beim Tierhandel auftreten können. Mit „Viehworld“ möchte er dazu beitragen, diese Probleme zu lösen und den Handel für alle Beteiligten zu erleichtern.

Die Plattform ist nicht nur eine Erleichterung für die Landwirte, sondern auch ein Gewinn für die Tiere. Durch den kurzen Transportweg und die geringere Belastung während des Verkaufsprozesses, wird den Tieren viel Stress erspart. Dies führt zu einem besseren Wohlbefinden und einer höheren Lebensqualität.

Insgesamt bietet „Viehworld“ eine innovative Lösung für den Tierhandel, die den Bedürfnissen der Tiere und Landwirte gleichermaßen gerecht wird. Die Plattform ist ein Beispiel dafür, wie technologische Innovationen genutzt werden können, um das Leben von Tieren und Menschen zu verbessern.

Snagy: Snagy, ein Unternehmen aus dem Bezirk Baden in Niederösterreich, hat sich das Ziel gesetzt, Schadstoffen, chemischen Gerüchen und der Kurzlebigkeit bei Babyprodukten entgegenzuwirken. Die Gründerinnen Sandra Zima und Doris Krapfenbauer haben erkannt, dass es bei vielen Produkten für Babys an Nachhaltigkeit fehlt und möchten dies ändern.

Die beiden Unternehmerinnen haben sich auf kuschelige Sitzsäcke, Accessoires wie Geburtserinnerungskissen oder Kreativkronen spezialisiert und legen dabei großen Wert auf Recycling und Nachhaltigkeit. Dabei wird jedoch keineswegs auf Entspannung und Design verzichtet, um den Ansprüchen von Eltern und Kindern gleichermaßen gerecht zu werden.

Das Ziel von Snagy ist es, Kindern bereits von Beginn an ein Grundverständnis von Nachhaltigkeit mit auf den Weg zu geben. Denn Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind wichtige Werte, die bereits in jungen Jahren vermittelt werden sollten.

Dank Snagy können Eltern ihren Kindern nun Produkte anbieten, die nicht nur schadstofffrei und langlebig sind, sondern auch in puncto Design und Komfort überzeugen. So wird Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Bestandteil im Leben der Familie und trägt dazu bei, die Umwelt zu schützen.

2 Minuten 2 Millionen am 25. April 2023

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Yingyaipumi

Arbeite an deiner Disziplin

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Quantum Construction

Quantum Construction Full-Service Dienstleister für Immobilieninvestments auf Bali

Stellen Sie sich und das Startup Quantum Construction doch kurz unseren Lesern vor!

Quantum Construction versteht sich als Full-Service Dienstleister für Immobilieninvestments auf Bali. Wir begleiten unsere Kunden von der Vision, über die Erstellung der Grundrisse, Bau der Villa, Einrichtung der Immobilie, bis hin zur Übergabe an das AirBnB-Management. All das mit einem westlichen Auge auf Qualität, Effizienz und Prozesse.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Da wir selbst im Frühjahr 2022 angefangen haben auf Bali zu investieren, wurde uns klar, welche Chancen Investments dort bringen. Allerdings haben wir auch schnell realisiert, dass Dinge wie organisieren der Einrichtung, Kommunikation mit Locals usw., es schier unmöglich machen ein Projekt alleine zu stemmen, wenn man nicht dauerhaft auf Bali ist.
Daher haben wir uns entschieden, die Chance auf 15-30% ROI p.a. für u.a. Europäer zugänglich zu machen.

Welche Vision steckt hinter Quantum Construction?

Quantum Construction verfolgt eine sehr ganzheitliche Vision. Auf der einen Seite geht es darum, bereits finanziell erfolgreiche Menschen dabei zu unterstützen, einen außergewöhnlichen ROI zu erzielen. Auf der anderen Seite geht es darum, auf Bali, Bildung und Wohnen für Menschen, die keinerlei Perspektive haben, zugänglich zu machen. 

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir eine Kooperation mit einer lokalen Hilfsorganisation geschlossen, mit der wir Häuser für Obdachlose Locals bauen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung auf die wir bisher gestoßen sind, war auf jeden Fall die sehr große Nachfrage von Beginn an bedienen zu können. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen an ausländischen Immobilien-Investments interessiert sind. 

Finanziert hat sich Quantum Construction durch die beiden Gründer, Nils Ehrenfried und Hannah Geuenich, die neben diesem Unternehmen schon weitere Unternehmen gegründet und führend / geführt haben.

Wer ist die Zielgruppe von Quantum Construction?

Quantum Construction spricht Personen an, die in der Lage sind mindestens 160.000 Euro, gestaffelt über 12 Monate, in ein solches Projekt investieren können. Unsere Kunden sind meistens Unternehmer und Selbstständige, die eine Immobilie auf Bali nutzen, um einen hohen Cashflow zu generieren und ihr Portfolio damit diversifizieren. 

Wie funktioniert Quantum Construction? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Zusammenarbeit beginnt damit, dass wir uns über deine Vorstellungen austauschen. Dann beginnen wir mit Calls, in denen wir Designs besprechen. Im Anschluss werden Grundrisse und Renderings erstellt, sodass der Bauprozess beginnen kann. Sobald der Bau abgeschlossen ist, richtet unser Team die Villa nach deinen Vorstellungen ein und übergibt das fertige Projekt an das AirBnB-Management, welches wir zuvor gemeinsam mit dir ausgewählt haben.

Die Vorteile hier liegen ganz klar in dem Full-Service. Es gibt normalerweise keinen Fall, in dem man von der Idee, bis hin zum Cashflow begleitet wird. Genau das ist auch, was uns von anderen Anbietern unterscheidet.

Quantum Construction wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wollen wir in jedem Fall kostenlosen Wohnraum für 500 obdachlose Locals auf Bali geschaffen haben. Den Rest unserer Pläne und Ziele behalten wir sonst erst einmal für uns und arbeiten nach dem Motto „Nicht sprechen, sondern machen“.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Die wichtigsten Tipps, die wir aus mittlerweile mehreren Gründungen mitnehmen konnten sind:

  1. Starte mit einem Business, dass nicht viel Startkapital erfordert. Du wirst in deinen ersten Monaten eine riesige Lernkurve haben.
  2. Arbeite an deiner Disziplin. Wir sehen viele Unternehmer oder angehende Gründer, die sich selbst am meisten im Weg stehen. 
  3. Arbeite mit einem Kontensystem. Ein Gründer muss zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über seine Finanzen, bzw. die Finanzen des Unternehmens haben.

Wir bedanken uns bei Hannah Geuenich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Mythen, die Gründer und Gründerinnen stoppen – weshalb zahlreiche Talente ihr Potenzial verschwenden

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gründer

Das Gründungsland Deutschland schwächelt. Lediglich 2.618 Start-ups wurden im Jahr 2022 neu gegründet – das sind 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gründe für ausbleibende Gründungen sind vielfältig, ein Faktor drängt sich jedoch  in den Vordergrund: Mythen über das Gründertum und fälschliche Stereotypen von Gründenden halten talentierte Unternehmer davon ab, ihr eigenes Startup zu gründen. 

Vorneweg: Kein Erstgründer weiß vom ersten Tag an, was er oder sie tun soll. Frischgebackene Gründer müssen mit der Unvollkommenheit leben und arbeiten – sie gehört zum Job. Perfektion? Ist bei einer Startup-Gründung fehl am Platz.

Und dennoch haben sich vor allem sechs Vorurteile etabliert, die Talenten das Gegenteil einreden und sie glauben lassen, sie wären als Gründer ungeeignet – und das erfahrungsgemäß zu Unrecht: 

Mythos 1 – “Ich brauche viele Auszeichnungen, Qualifikationen und Referenzen auf meinem Lebenslauf”: Der Studienplatz an einer renommierten Universität, der Master-Abschluss, der Spitzenjob, die weitere Beförderung – So ehrgeizig dieses Streben auch ist, es führt dazu dass unternehmerische Ziele aufgeschoben oder gar aufgehoben werden. Auszeichnungen und Zeugnisse führen nicht unbedingt zum unternehmerischen Erfolg. So haben beispielsweise allein in unserem Portfolio die CEOs von fünf der sechs wertvollsten Unternehmen – eines davon mit Einhorn-Status – nur ein Jahr Berufserfahrung oder weniger.

Mythos 2 – “Mein Netzwerk ist nicht groß genug”: Ein großes Netzwerk in der eigenen Branche ist von Vorteil, wenn Gründer bereits wissen, was sie produzieren und anbieten möchten – Netzwerke können die Geschäftsentwicklung beschleunigen, indem Kontakte zu Vertriebspartnern und Investoren hergestellt werden. Startups wissen in der Frühphase jedoch meistens nicht, welche Art von Netzwerk ihnen helfen kann. Wichtiger ist zunächst ein Verständnis für Problemlösungen zu entwickeln – alles andere ist Zukunftsmusik. Zu Beginn gilt es erstmal, Zeit zu investieren, mit potenziellen Kunden zu sprechen und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Das Netzwerk wächst erst in der nächsten Phase – und zwar parallel dazu, wie das Startup mit der Kundenforschung voranschreitet. 

Mythos 3 – “Ich lebe nicht im Silicon Valley”: Silicon Valley ist nicht ohne Grund die Startup-Hauptstadt der Welt. Das dortige Ökosystem steigert nicht nur die Erwartungen des Umfeldes, sondern unterstützt auch das Gründertum. Gründer zieht es dorthin, wo sie leicht Gleichgesinnte finden, die Risiken eingehen. Eine Ansammlung von Finanzmitteln, Mentoren und gründungsfreundlichen professionellen Dienstleistungen sind ein weiterer Vorteil.

Und dennoch: Das Wissen über Startups hat sich demokratisiert: Was früher in den Köpfen einiger weniger Gründer und Investoren konzentriert war, ist heute in breiterer Masse vorhanden und leichter verfügbar – Große Startup-Ökosysteme gedeihen weltweit.

Mythos 4 – “Ich kann nicht anfangen, weil ich versagen könnte”: Dass Rückschläge ein Bestandteil des Startup-Lebens sind, lässt sich nicht leugnen. Dennoch sind die Kosten des Scheiterns heutzutage geringer als je zuvor – nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch in Bezug auf das Karrierekapital. Startups auf der ganzen Welt stellen bevorzugt ehemalige Gründer ein, weil sie aus ihren Versuchen gelernt haben, selbst wenn ihr Unternehmen nicht funktioniert hat. Den größten Verlust, den Talente diesbezüglich machen können, ist das Wissen, es nie probiert zu haben – und vielleicht die Chance des Lebens verpasst zu haben. 

Mythos 5 –”Ich entspreche nicht dem „Gründer-Stereotyp“: Keine Bevölkerungsgruppe ist von Natur aus besser im Gründen als eine andere. Sicher – weiße Männer stellen den Großteil der heutigen Gründer dar. Doch gerade weil noch viel im Sinne der Diversität des Startup-Ökosystems zu tun ist, gab es noch nie einen besseren Zeitpunkt, um als Angehörige einer unterrepräsentierten Gruppe ein Unternehmen zu gründen. Risikokapitalgeber wissen: Die Finanzierung großartiger Gründer, die andernfalls vielleicht übersehen werden, stellt eine Chance dar.

Auch Studien bestätigen den Wandel in der Art und Weise, wie Investoren nach Gründern aus unterrepräsentierten Gruppen suchen und diese mit Geld unterstützen. First Round Capital, eine der weltweit führenden VC-Firmen, untersuchte die ersten zehn Jahre ihrer Investitionen und stellte fest, dass von Frauen gegründete Unternehmen deutlich besser abschnitten als von Männern mitbegründete Teams. Ihre Untersuchungen zeigen auch: vielfältige Teams sind für die langfristige Wertschöpfung von wesentlicher Relevanz.

Mythos 6 – “Ich muss die perfekte Idee haben”:  Zu viele Talente zögern die Gründung hinaus, weil sie darauf warten, dass ihnen die perfekte, voll ausgereifte Idee kommt. Dabei sind Geschäftsideen weniger ein punktueller Heureka-Moment, sondern vielmehr ständiger Iteration unterzogen. 

Zunächst gilt es, ein Gefühl für Problemlösungen zu entwickeln. Dann können  potentielle Kunden herangezogen werden, wonach Produkt oder Service basierend auf deren Feedback weiterentwickelt werden – bis ein Produkt-Markt-Fit erreicht ist.

Die Welt verpasst einige ihrer besten potenziellen Gründer und Gründerinnen – und das nur aufgrund kultureller Normen und falscher Vorstellungen darüber, was man mitbringen muss, um zu gründen. Gründertalente werden nicht als solche geboren – vielmehr schaffen sie sich durch ihre Einstellung und harte Arbeit ihren Erfolg. Im Prinzip hat jeder das Zeug, ein bedeutsames Startup aufzubauen. Der beste Weg, sich darauf vorzubereiten, ein weltweit einflussreicher Gründer zu werden, lautet, ein Unternehmen zu gründen und aus der Praxis zu lernen. 

Autor:

Felix Schmitt arbeitet als Principal bei Entrepreneur First (EF), dem weltweit führenden Talentinvestor (10 Mrd. USD Portfolio). In seiner Rolle als Talent-Investor deckt er den gesamten Weg von der Identifizierung außergewöhnlicher Gründertalente, ihrer Beratung auf dem Weg zu Gründung, bis hin zum Investment ab. Außerdem ist er ein Angel Investor. Vor Antritt seiner Rolle bei EF sammelte Felix Erfahrungen als COO/CFO und Expansionsleiter bei Habyt/GoLiving dem weltweit größten Co-Living-Unternehmen und als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

11 interessante Startups aus Barcelona die du kennen solltest!

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Barcelona hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für Startups entwickelt und bietet eine lebendige und blühende Startup-Szene. In der katalanischen Hauptstadt gibt es eine Vielzahl von Inkubatoren, Acceleratoren und Coworking Spaces, die innovative Ideen und Unternehmer fördern.

Die Startup-Szene in Barcelona ist sehr vielfältig und konzentriert sich auf verschiedene Branchen, darunter Technologie, Gesundheitswesen, Tourismus, Fintech und E-Commerce. Insbesondere im Technologiebereich hat Barcelona viel zu bieten, da es eine reichhaltige IT-Infrastruktur und eine talentierte Entwicklergemeinschaft gibt. Auch im Bereich Smart Cities und Nachhaltigkeit gibt es viele vielversprechende Startups.

Barcelona bietet zudem eine Reihe von Veranstaltungen und Konferenzen, die es Startups ermöglichen, sich zu vernetzen und ihre Ideen zu präsentieren. Zu den wichtigsten Events gehören das 4YFN (Four Years From Now), die Barcelona Tech City und die Smart City Expo.

Insgesamt kann man sagen, dass die Startup-Szene in Barcelona sehr aktiv und dynamisch ist. Die Stadt bietet Unternehmern und Gründern eine Vielzahl von Möglichkeiten, um ihr Unternehmen zu entwickeln und zu wachsen. Mit einer breiten Palette an Branchen, einer talentierten Arbeitskraft und einer unterstützenden Infrastruktur ist Barcelona ein attraktiver Ort für Startups aus aller Welt.

Diese11 Startups aus Barcelona solltest du kennen:

Wallapop: Wallapop ist ein Online-Marktplatz für gebrauchte Gegenstände, bei dem Nutzer ihre unerwünschten Artikel schnell und einfach verkaufen oder kaufen können. Die Plattform ermöglicht es Benutzern, Artikel in verschiedenen Kategorien wie Elektronik, Kleidung, Möbel und mehr zu verkaufen oder zu kaufen. Wallapop ist eine einfache Möglichkeit für Benutzer, ihre ungenutzten Artikel zu Geld zu machen und gleichzeitig anderen zu helfen, Dinge zu finden, die sie brauchen. Die Plattform ist für Benutzer in Spanien, Frankreich, Italien, Portugal und anderen europäischen Ländern verfügbar.

Dynatrace: Dynatrace ist ein IT-Startup-Unternehmen, das sich auf die Bereitstellung von Software-Intelligence-Lösungen spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet eine Plattform an, die Unternehmen dabei unterstützt, die Leistung und Verfügbarkeit ihrer IT-Systeme zu optimieren und gleichzeitig die Benutzererfahrung zu verbessern. Dynatrace nutzt dabei künstliche Intelligenz und Automatisierung, um Probleme in Echtzeit zu erkennen und zu beheben, bevor sie zu Ausfällen oder Beeinträchtigungen führen können. Die Lösungen von Dynatrace werden von Unternehmen weltweit eingesetzt, um die Zuverlässigkeit und Effizienz ihrer IT-Systeme zu verbessern.

Colvin: Colvin ist ein Startup-Unternehmen, das sich auf den Verkauf von frischen Blumen und Pflanzen spezialisiert hat. Sie bieten eine breite Auswahl an Blumenarrangements und -sträußen zu erschwinglichen Preisen an und haben eine schnelle Lieferung innerhalb von 24 Stunden. Colvin arbeitet direkt mit den Blumenproduzenten zusammen, um sicherzustellen, dass die Blumen immer von höchster Qualität sind und bietet auch personalisierte Karten und Geschenke an. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Spanien und ist in mehreren europäischen Ländern tätig.

Glovo: Glovo ist ein spanisches Startup-Unternehmen, das eine Online-Plattform betreibt, die es den Nutzern ermöglicht, verschiedene Produkte und Dienstleistungen in ihrer Stadt zu bestellen und liefern zu lassen. Die Palette der verfügbaren Produkte reicht von Lebensmitteln und Getränken bis hin zu Medikamenten und anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs. Die Lieferung erfolgt durch unabhängige Kuriere, die über die Glovo-App beauftragt werden. Glovo ist in mehreren Ländern tätig und hat sich schnell zu einem der führenden Unternehmen im Bereich der On-Demand-Lieferungen entwickelt.

TravelPerk: TravelPerk ist ein Startup-Unternehmen, das eine fortschrittliche Plattform für Geschäftsreisen anbietet. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, Reisen einfach und effizient zu organisieren, indem sie eine einheitliche Schnittstelle für die Buchung von Flügen, Unterkünften und Mietwagen bereitstellt. TravelPerk bietet auch ein spezielles Management-Dashboard, das es Unternehmen ermöglicht, Reiseausgaben zu verfolgen und zu optimieren. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Barcelona und wurde 2015 gegründet.

Yaba: Yaba ist ein Start-up-Unternehmen, das eine mobile App entwickelt hat, um das Bestellen von Lebensmitteln bei lokalen Händlern zu vereinfachen. Mit der Yaba-App können Kunden ihre Bestellungen aufgeben und ihre Lieferungen verfolgen. Yaba arbeitet mit kleinen, unabhängigen Einzelhändlern zusammen und ermöglicht es ihnen, ihre Produkte online zu verkaufen und ihr Geschäft zu erweitern. Die App bietet auch eine Cash-on-Delivery-Option, um Kunden zu bedienen, die keine Kreditkarten haben oder sie nicht online verwenden möchten.

Factorial HR: Factorial HR ist ein Startup-Unternehmen, das eine cloudbasierte Human-Resources-Management-Softwarelösung anbietet. Die Plattform von Factorial HR bietet eine Reihe von Tools, um HR-Aufgaben wie Mitarbeiterverwaltung, Personalbeschaffung, Arbeitszeiterfassung und Gehaltsabrechnung zu automatisieren und zu optimieren. Mit der Plattform von Factorial HR können Unternehmen ihre HR-Abteilung effektiver verwalten und Zeit sparen, indem sie manuelle Prozesse automatisieren.

Badi: Badi ist ein Start-up-Unternehmen mit Hauptsitz in Barcelona, das eine Plattform für die Vermietung von Wohnungen und Zimmern anbietet. Die Plattform nutzt ein intelligentes Matching-System, um potenzielle Mieter und Vermieter zusammenzubringen. Sie bietet auch eine sichere Zahlungsoption sowie eine Verifizierung der Identität der Benutzer, um ein Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien zu schaffen. Badi.com ist auf dem europäischen Markt tätig und hat es sich zum Ziel gesetzt, das Mieten von Wohnraum einfacher und bequemer zu gestalten.

Lodgify: Lodgify ist ein Startup-Unternehmen, das eine All-in-One-Softwarelösung für die Verwaltung von Ferienvermietungen anbietet. Die Plattform ermöglicht es Vermietern von Ferienwohnungen, Häusern und anderen Unterkünften, ihre Angebote online zu präsentieren, Buchungen zu verwalten, Zahlungen zu akzeptieren und ihre Gästekommunikation zu automatisieren. Die Software ist einfach zu bedienen und bietet Funktionen wie Website-Erstellung, Channel-Management, Buchhaltung, Analyse und Marketing-Tools. Mit Lodgify können Vermieter ihre Vermietungsgeschäfte effizienter und profitabler gestalten.

Ukio: Ukio ist ein Startup-Unternehmen, das eine Cloud-basierte Plattform für den sicheren und einfachen Datenaustausch zwischen Unternehmen anbietet. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, ihre Daten und Dokumente sicher zu teilen und in Echtzeit zusammenzuarbeiten, was zu einer höheren Effizienz und Produktivität führt. Ukio verwendet dabei moderne Verschlüsselungstechnologien und erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards, um die Vertraulichkeit der Daten zu gewährleisten.

Exoticca: Exoticca ist ein Online-Reiseveranstalter, der sich auf maßgeschneiderte Reisepakete zu exotischen Zielen spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet eine breite Auswahl an Urlaubserlebnissen in über 50 Ländern auf der ganzen Welt an, die von erfahrenen Reiseexperten zusammengestellt werden. Exoticca verfolgt das Ziel, Reisen zu exotischen Zielen für jeden zugänglich zu machen und ein unvergessliches Reiseerlebnis zu bieten.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – gatsi

Durchhaltevermögen beweisen, auch in schwierigen Situationen

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brilamo

Linda Koller die Gründerin von BRILAMO, Polierstab für Weingläser einfach & schnell, am 24. April 2023 in die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Hallo! Mein Name ist Linda Koller, ich bin 28 Jahre alt und wohne derzeit in Landshut. Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und war nach meinem Studium in der Automobilbranche im Projektmanagement tätig. Mit meinem Startup habe ich ein Produkt entwickelt, um das Polieren und Trocknen von Weingläsern zu erleichtern. Der BRILAMO ist so konstruiert, dass er sich an die unterschiedlichsten Weinglas-Formen anpasst und damit das Polieren im Handumdrehen erleichtert. 

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Die Idee zum Produkt kam mir Ende 2019, nach dem händischen Abtrocknen von Weißbiergläsern. In Bierliebhaber:innen habe ich jedoch nicht die Zielgruppe für mein Produkt gesehen, sondern vor allem in Weinliebhaber:innen, die Wert auf saubere und glänzende Gläser legen. Das lästige Abtrocknen dieser schwer zugänglichen Glasformen hatte mich schon oft gestört. Ich hatte gehofft, dass es hier eine Lösung gibt, konnte in meiner Online-Recherche jedoch keine adäquate finden. Aus diesem Grund habe ich mein eigenes Produkt entwickelt.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Ich denke, dass mein Produkt ein echter Problemlöser für viele Weintrinker:innen ist. Erfahrungsgemäß gestaltet sich das händische Polieren von Weingläsern mit einem Geschirrtuch als zeitaufwendig, mühsam und kompliziert. Das Glas besitzt nach dem Abtropfen immer eine Restfeuchtigkeit. Diese muss beseitigt werden, um unschöne Kalkrückstände oder Schlieren zu vermeiden. Mit einem handelsüblichen Geschirrtuch gelangt man nur schwer in die enge Glasöffnung. 

Hinzu kommen die unterschiedlichsten Weinglas-Formen, die das Trocknen der Glasinnenfläche zusätzlich erschweren. Zudem ist die Gefahr von Beschädigungen oder Glasbruch aufgrund der schwer zu dosierenden Druckkräfte hoch. Der BRILAMO Polierstab löst all diese Probleme. Er schmiegt sich durch sein Design an die verschiedensten Weinglas-Formen an und gelangt somit in nahezu jede Ecke des Glases. Im Set enthalten ist ein Poliertuch, welches in Kombination mit dem Polierstab für ein besonders schönes Glanzergebnis sorgt. 

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Die Kern-Zielgruppe sind Weinliebhaber:innen. Ich denke aber, dass mein Produkt für jede und jeden nützlich ist, der im Haushalt über Gläser verfügt und diese optimal Trocknen und Polieren möchte.

Die „Löwinnen“ (v.l.) Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Janna Ensthaler unterziehen den Polierstab für Weingläser von BRILAMO_direkt einem Praxistest. Fotocredit: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Tatsächlich wurde ich im ersten Schritt von NOISY Pictures bezüglich einer möglichen Teilnahme an der Show angefragt. Ich hatte schon im Vorfeld mit dem Gedanken gespielt, an der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ teilzunehmen, also stand meine Entscheidung, mich zu bewerben, sehr schnell. Man hat hier die Möglichkeit, in kurzer Zeit einem breiten Publikum sein Produkt oder seine Idee vorzustellen. Ich denke, eine solche Chance ist einmalig und sollte ergriffen werden.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Die Vorbereitungszeit auf den Pitch war mit einer Woche recht knapp bemessen. NOISY hat mich so gut es ging unterstützt, zum Beispiel was die Organisation des Bühnenbilds betrifft. Den Pitch musste ich selbstverständlich selbst vorbereiten und überzeugend im Fernsehen rüberbringen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ich hatte mich riesig gefreut, als die Zusage zur Aufzeichnung kam. Das gibt einem auch den nötigen Push, um seinen Pitch überzeugend im Fernsehen rüberzubringen. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass man hinter sich und seinem Produkt steht.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf BRILAMO aufmerksam werden?

Die Teilnahme ermöglicht es einem, sein Produkt im Fernsehen zu präsentieren und man erreicht so ein riesiges Publikum. Von Anfang an war mir jedoch die Zusammenarbeit mit einem Investor am wichtigsten. Als „One Woman“ stößt man an seine Grenzen, insbesondere wenn es darum geht, den Vertrieb auszubauen und das eigene Produkt im Einzelhandel zu listen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Mein Wunschinvestor war Ralf Dümmel.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren sehe ich mich nach wie vor als Geschäftsführerin im Unternehmen. Ich möchte den Vertrieb in weitere Länder, wie beispielsweise Italien und Frankreich, verstärkt ausbauen. Beide Länder sind für ihren Weinkonsum bekannt. Ich schließe auch nicht aus, in Zukunft weitere „Problemlöser“ zu entwickeln. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

1.) Man selbst sein

2.) An sich und sein Produkt glauben

3.) Durchhaltevermögen beweisen, auch in schwierigen Situationen

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie BRILAMO am 24. April 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Linda Koller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Plant realistische Lead Times sowohl im Einkauf als auch im Vertrieb ein

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plant magic

The Plant Magic Company – vegane Latte Drinks wie Matcha oder Chai mit Superfoods als To Go Variante

Stellen Sie sich und das Startup Plant Magic doch kurz unseren Lesern vor!

Ich heiße Sebastian Brecey, bin 34 Jahre alt und Co-Gründer von The Plant Magic Company – einem noch jungen StartUp aus München, das vegane Latte Drinks wie Matcha oder Chai mit Superfoods als To Go Variante entwickelt hat. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Entscheidung fiel während der Pandemie: wir haben uns in dieser Phase stärker mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt und privat viele neue gesunde, nachhaltige und funktionale Lebensmittel und Zutaten ausprobiert. Im Lockdown mussten dann auch unsere Lieblings-Cafés auf einen reinen To Go Betrieb wechseln. Auf einmal gab es die besonderen Latte-Kreationen nur noch zum Mitnehmen im Becher.

So kam uns schließlich die Idee zu Plant Magic Co.: Milchalternativen, kombiniert mit funktionalen Zutaten im Ready-to-Drink Format – in Rezepturen, die wir alle kennen und lieben.

Welche Vision steckt hinter Plant Magic?

Wir möchten mit unseren plant-based Produkten mit funktionalen Zutaten einen kleinen Beitrag hin zu einer gesünderen Ernährung und mehr Nachhaltigkeit im Food-Sektor leisten. Damit uns das gelingt, müssen unsere Produkte vor allem gut in den oft stressigen Alltag integrierbar und gleichzeitig lecker sein. Nur dann kann gesunde Ernährung fester Bestandteil unseres Lebens sein.

Wir wollen Plant Magic in ganz Europa bekannt machen und erste Anlaufstelle für funktionale plant-based Drinks & Snacks sein – immer mit dem Versprechen: easy, gesund & lecker.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war mit Sicherheit unser Markttest in 2021, in dem wir unsere Produkte damals noch jede Woche in Kleinchargen selbst produziert, abgefüllt und anschließend in rund 25 lokalen Supermärkten im Raum München frisch ausgeliefert haben. Die Produktionsmaschinen dafür haben wir selbst gebaut und durch die wöchentlichen Iterationen haben wir extrem viel gelernt. Das hat unseren Produkten den letzten Feinschliff für die Serienproduktion gegeben. 

Heute werden unsere Drinks längst bei unserem Produktionspartner nach höchsten Standards produziert und abgefüllt – damit beliefern wir bereits über 1.000 Supermärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.  

Finanziert haben wir uns anfangs selbst über Ersparnisse und haben uns nach der Testphase zusätzlich Unterstützung von Freunden und Bekannten aus unserem Netzwerk geholt. Aktuell sind wir klassisch über early-stage Business Angels finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Plant Magic?

Unsere Zielgruppen sind sehr vielfältig, aber in vielen Punkten haben sie ähnliche Eigenschaften: die Themen Ernährungsbewusstsein, Nachhaltigkeit und Well-being haben einen  hohen Stellenwert. Unsere Kund*innen sind oft Working Professionals, junge Eltern oder Sportler*innen und haben wenig Zeit im Alltag.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Specialty Latte Drinks kennen die meisten schon länger aus ihrem Lieblingscafé oder machen sich diese Art Drinks zu Hause. Plant Magic bietet die beliebten Rezepturen und Geschmacksrichtungen jetzt als vegane, funktionale ready-to-drink Version für unterwegs, bei der Arbeit, beim Sport oder zu Hause. 

Vorteile: Unsere besonderen Rezepturen basieren auf funktionalen Zutaten aus aller Welt, die seit Jahrhunderten z.B. in der Ayurveda oder TCM (traditionelle chinesische Medizin) eingesetzt werden. Wir ergänzen sie mit Superfoods und Adaptogenen und machen unsere Drinks damit zum perfekten Unterstützer im Alltag.

USPs: Unsere Plant Magic Drinks sind nicht nur lecker, sondern haben auch super Nährwerte, sind zu 100% natürlich, ohne künstliche Zusätze und dabei in bester Bio-Qualität. Sie haben wenig Zucker und sind ungekühlt lange haltbar. Unsere Recyclingflaschen sind wiederverschließbar und eignen sich daher perfekt für unterwegs.

Plant Magic, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere Drinks waren nur der Start. Wir werden weitere vegane, funktionale und vor allem leckere Convenience Produkte entwickeln, die Menschen in ganz Europa im Alltag dabei unterstützen sollen, sich gesünder und nachhaltiger zu ernähren.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Testet eure Idee so früh wie möglich am Markt und sammelt eigene Daten, bevor ihr euch in Detail-Diskussionen verliert und passt das Produkt auf dieser Basis an.

2. Plant realistische Lead Times sowohl im Einkauf als auch im Vertrieb ein. Manchmal mahlen die Mühlen etwas langsamer.

3. Sprecht so oft wie möglich mit Experten aus eurer Branche und Konsument*innen über euer Produkt – man lernt wirklich in jedem Gespräch etwas dazu.

Wir bedanken uns bei Sebastian Brecey für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: Plant Magic

Kontakt:

The Plant Magic Company GmbH
Lothstrasse 3
D-80335 München

www.theplantmagic.co
hi@theplantmagic.co

Ansprechpartner: Sebastian de Brecey

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Durchhaltevermögen hilft!

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Lars Meyer der Gründer von Wunschkapsel

Lars Meyer der Gründer von Wunschkapsel, Manufaktur für individuelle Nahrungsergänzungen, am 24. April 2023 in die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Wunschkapsel doch kurz vor!

Die Wunschkapsel ist Deutschlands erste Manufaktur für wirklich individuelle Nahrungsergänzungsmittel. Unsere Kund*innen können sich in unserem Konfigurator aus etwa 200 Premium-Rohstoffen bedienen, diese frei kombinieren, die Dosierung bestimmen und die Verpackung gestalten. Wir pressen dann die verschiedenen Inhaltsstoffe in Kapseln und liefern innerhalb kürzester Zeit eine fertige Dose mit 290 Kapseln an unsere Kund*innen. 

Natürlich bieten wir unseren Kund*innen viele Hilfestellungen an und verhindern unpassende Dosierungen oder schlechte Kombinationen.

Wie ist die Idee entstanden?

Da muss ich weit zurück gehen. Nach Studium der Tiermedizin und anschließender Promotion habe ich in einer Tierklinik gearbeitet. Dort wurden mir zwei Dinge bewusst: zum einen konnte eine passende Ergänzung den Tieren enorm helfen, die Lebensqualität verbessern und den Medikamenteneinsatz reduzieren. Zum anderen gab es aber praktisch keine passenden bzw. hochwertigen Ergänzungen. Das wunderte mich, schließlich hatte ich mich bereits seit dem Studium mit Vitalstoffen und Mikronährstoffen beschäftigt. Ich habe dann meine erste Firma, die Für Dein Tier GmbH, gegründet, welche Ergänzungen nach meinem Rezept gefertigt hat.

Die Für Dein Tier-Produkte haben großen Erfolg, werden von vielen Tierärzt*innen empfohlen und haben sich etabliert. Und doch habe ich immer wieder Fragen bekommen wie „Warum ist denn das drin?“ Oder „Es fehlt doch noch dieses!“. Jedes Tier ist anders und jeder Mensch hat andere Vorstellungen, Erfahrungen und – biologisch betrachtet – einen anderen Organismus. So entstand die spanennde Idee eines „Nahrungsergänzungs-Konfigurators“.

Welche Vision steckt hinter Wunschkapsel?

Die Vision ist ganz einfach: „Für jeden Menschen die passende Ergänzung“. Dies bekommen wir mit der gigantischen Auswahl an Rohstoffen spielend hin und unser Slogan „Jetzt ist Deine Ergänzung so individuell wie Du!“ Ist nicht untertrieben.

Es gibt keinen Grund mehr warum jemand fünf unterschiedliche Produkte einnehmen sollte oder Stoffe schlucken muss, die er gar nicht benötigt. Besser nur das einnehmen, was fehlt und was benötigt wird. Aus medizinischer Sicht freuen wir uns sehr wenn Kund’innen ein positives Feedback geben und unsere personalisierten Produkte helfen können. Deshalb arbeiten wir auch gerne mit Ärzten, Heilpraktikern und Therapeuten zusammen.

Wer ist die Zielgruppe von Wunschkapsel?

Eigentlich jeder der Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, einen „Problembereich“ hat oder in einem Heilberuf arbeitet. Die Wunschkapsel ist für jeden interessant der nur das einnehmen will, was er braucht. Und – ganz nebenbei – Wert auf Handarbeit, höchste Qualität und deutsche Herkunft legt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?

Das war relativ spontan. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch keine ganze Sendung gesehen und habe dann aber – aus einer Laune heraus – ein kurzes Bewerbungsvideo geschickt.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Praktisch gar nicht und damit definitiv zu wenig. Mit dem sehr netten Team der Show habe ich einen Pitch entwickelt, den ich vorgetragen habe. Design, Darstellung, Requisite – da wurde man großartig an die Hand genommen. Außerdem habe ich vorab ein paar Folgen Online gesehen. Als es dann losging war ich aber unendlich nervös – hier hätte eine bessere Vorbereitung sicherlich geholfen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Sehr! Das fühlte sich schon wie eine Anerkennung für das an, was wir bei der Wunschkapsel geschafft haben: etwas völlig neues aufzubauen und von Grund auf zu gestalten.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf Wunschkapsel aufmerksam werden?

Ich hoffe dass den Menschen das Konzept einer individuellen Nahrungsergänzung gefällt. Bin allerdings sehr sicher dass viele Menschen begeistert sein werden, wenn Sie ihren Bedarf an Nährstoffen und Vitalstoffen nun so einfach und präzise decken können. Ich weiß nicht wie viele Ärzt*innen, Heilkpraktiker*innen oder Physiotherapeut*innen die Sendung gucken, aber auch hier hoffe ich auf viele Partneranfragen. 

Ganz klar: Die entstehende Medienpräsenz hätte die Wunschkapsel ohne Die Höhle der Löwen nur schwer bis unmöglich bekommen können.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Mein Favorit war ganz klar Nico Rosberg – schade nur dass er gar nicht mehr dabei war, als meine Folge gedreht wurde. Ich war zu seinen Formel 1-Zeiten Fan und hätte in gerne mal in der Realität kennengelernt. Ich weiß er ist ein großer Fan von Nachhaltigkeit und individuellen Lösungen, deshalb hätte es bestimmt gut gepasst. Auch Judith Williams erschien mir realistisch: leider war Sie ebenfalls nicht dabei.

Wunschkapsel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben auch ohne Investor und Fremdkapital ein tolles Start-Up aufgebaut. Das Potential von Wunschkapsel ist auf jeden Fall enorm. Wir wollen unsere Bekanntheit steigern und nachhaltig wachsen. Natürlich ist die bekannte Geschichte vom individuellen Müsli auch im Hinterkopf. Zwischen langsamen, organischem Wachstum und exponentiellem Raketenstart ist deshalb alles möglich.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Pauschale Tipps sind schwierig, aber ich würde jedem Gründer, der von seinem Projekt überzeugt ist, dazu raten es durchzuziehen: Traut euch! Zum zweiten sollte die Location gut überlegt sein. Hier lohnt es sich mehrfach zu grübeln und zu vergleichen. Zuletzt würde ich jedem Gründer darauf einschwören, einen langen Atem mitzubringen. Durchhaltevermögen hilft!

Bild: Raphael Seiler präsentiert mit „Stack“ einen Kompaktgrill der sich nach dem Grillen als vertikale Feuerstelle nutzen lässt. Er erhofft sich ein Investment von 80.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Wunschkapsel am 24. April 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Dr. Lars Meyer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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