Donnerstag, April 3, 2025
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Darüber reden und euch vernetzen!

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HERMONE ganzheitliche App für den weiblichen* Hormonzyklus

HERMONE ganzheitliche App für den weiblichen* Hormonzyklus

Stellen Sie sich und das Startup HERMONE doch kurz unseren Lesern vor!

HERMONE ist die erste ganzheitliche App für den weiblichen* Hormonzyklus. Wir helfen User:innen dabei ihren Zyklus, körperliche wie emotionale Symptome und letztendlich sich selbst besser zu verstehen. Mit diesem Wissen können sie informierte Entscheidungen für sich und ihr Wohlbefinden treffen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Meine Co-Founderin Lucia hat zum Thema Menopause recherchiert. Dabei wurde klar, wie wenig wir alle über den weiblichen* Zyklus und Hormone wissen. Es gibt eine unglaublich große Wissenslücke in diesem Bereich – sowohl bei Einzelpersonen als auch gesamtgesellschaftlich – die dafür verantwortlich ist, dass immer noch 90 Prozent aller Frauen* an Symptomen während des Zyklus leiden. Dies wollten wir nicht länger hinnehmen, sondern aktiv zu einer positiven Veränderung beitragen.

Welche Vision steckt hinter HERMONE?

Wir möchten mit HERMONE zu einer gleichberechtigten Gesellschaft und der enttabuisierung des weiblichen* Hormonzyklus beitragen. Das bedeutet für uns unter anderem, dass der Gender Health Gap endlich geschlossen wird. Frauen leben zwar länger, aber dafür mit mehr Beschwerden und chronischen Erkrankungen, für die es keine zufriedenstellenden Behandlungsmöglichkeiten gibt – bestes Beispiel ist hier Endometriose.

Mit HERMONE können wir allen Menstruierenden das benötigte Wissen über ihren Körper und zu ihrem Zyklus vermitteln, damit sie als mündige:r Patient:in bei Beschwerden für ihre Anliegen bei Ärzt:innen einstehen können. Und gleichzeitig möchten wir in Zukunft auch Daten, natürlich immer mit Einverständnis der einzelnen User:innen, anonymisiert für Forschungszwecke zur Verfügung stellen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten eine sehr klare Idee vom Produkt und was wir unseren User:innen für ein Gefühl in der Verwendung vermitteln möchten. Und gleichzeitig hatten wir keine Ahnung, wie wir ein solches Tech-Produkt entwickeln sollen. Über enge Kontakte haben wir glücklicherweise sehr schnell ein fantastisches Team an Entwicklern und Datenanalysten zusammenstellen können, die einerseits sehr kompetent alle technischen Aspekte umsetzen und andererseits sehr viel Herzblut für das Thema entwickelt haben – keine Selbstverständlichkeit! Das war und ist eine ganz tolle Team-Erfahrung.

Finanziert sind wir momentan durch zwei Angel Investoren, die wir noch vor offizieller Gründung in 2021 von der Idee für HERMONE überzeugen konnten.

Wer ist die Zielgruppe von HERMONE?

Wir sagen immer, dass HERMONE für alle ab der ersten Periode bis zur Menopause geeignet ist. Aber besonders am Herzen liegt uns die jüngere Generation und für diese haben wir bereits jetzt eigene Contentformate  in der App, die sich mit den vielen Veränderungen während der Pubertät und der ersten Periode auseinandersetzen. Wir sehen darin auch das große Potential, dass diese Generation von Anfang an einen anderen Umgang mit ihrem Körper lernt, sodass sie selbstverständlich, offen und selbstbewusst mit dem Thema Zyklus und Menstruation umgehen kann. 

Wie funktioniert HERMONE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir können alles, was andere Perioden-Tracking-Apps machen, auch. Aber eigentlich geht es bei uns darum, den eigenen Körper und auch das emotionale Wohlbefinden im Zusammenhang mit dem Hormonzyklus zu verstehen. Durch das tägliche Tracking erhalten die User:innen Analysen und Feedback. Die Linderung von Symptomen steht dabei genauso im Vordergrund wie der Umgang mit dem eigenen Zyklus im Alltag. Symptome können endlich als Zeichen des Körpers erkannt werden, dass dieser Aufmerksamkeit braucht und müssen nicht mehr einfach hingenommen werden.

HERMONE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist HERMONE in ganz Europa und auf dem englischsprachigen internationalen Markt verfügbar. Bis dahin haben wir, dank der vielen anderen großartigen Femtech-Gründerinnen und deren Produkte, weitere Möglichkeiten gefunden, um Tracking zu automatisieren und zu vereinfachen. Wir haben für die verschiedenen Abschnitte eines Zykluslebens Programme entwickelt, die unsere User:innen auf ihrem Weg unterstützen. Dank der Daten unserer User:innen, tragen wir zur Verbesserung der medizinischen Versorgung von Frauen* bei.

Wir haben Programme für Schulen zur Bildung rund um den weiblichen* Hormonzyklus erstellt, damit junge Frauen* selbstbewusst ins Zyklusleben starten können. Gleichzeitig helfen wir Unternehmen dabei, die Strukturen für menstruierende Mitarbeiter:innen zu verbessern, damit diese endlich mit und nicht gegen ihren Zyklus arbeiten können. Und vor allem soll es unseren User:innen besser gehen! 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Jetzt kommt eine ganz abgedroschene Antwort, die aber so wahr ist: Einfach machen! Wir haben immer wieder den eigenen Perfektionswahn und Zweifel über Bord werfen müssen und uns dann immer wieder “geärgert”, dass wir uns doch zu lange daran aufgehalten haben, dass etwas “noch nicht gut genug” ist. 

2. Die richtigen Mitgründer:innen finden! Es ist so wichtig, dass es auf allen Ebenen stimmt. Ihr müsst euch aufeinander verlassen können, auf Augenhöhe miteinander sein, kommunizieren können und gemeinsam die Verantwortung tragen – besonders wenn’s mal schwierig wird! 

3. Darüber reden und euch vernetzen! Erzählt eurem Umfeld davon, was ihr vorhabt. Fangt an euch über LinkedIn mit anderen Gründer:innen zu vernetzen. Geht auf Konferenzen. Wir waren immer wieder so positiv überrascht, wie viele Menschen wir im Netzwerk haben, die uns an die richtigen Stellen verweisen konnten oder selbst eine Lösung parat hatten. Und gleichzeitig bedeutet darüber reden auch auf andere Ideen zu kommen, im Austausch mit anderen oder miteinander.

Fotograf/ Bildcredits: (c) Martina Trepczyk

Wir bedanken uns bei Lucia Vilsecker und Philippa Zorn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein bisschen verrückt sein

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StartUp Küche Bodensee

In der StartUp Küche Bodensee produzieren wir unsere eigenen Lebensmittel

Stellen Sie sich und das Startup „StartUp Küche Bodensee“ doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Andreas und Sarah die Gründer der StartUp Küche Bodensee. Wir lieben gutes Essen und hochwertige Lebensmittel, weshalb wir solche Lebensmittel auch selbst herstellen. In der StartUp Küche Bodensee produzieren wir unsere eigenen Lebensmittel. Darüber hinaus stellen wir unsere voll ausgestattete Küche mit Maschinen und Werkzeugen auch anderen Startups und Gründern aus dem Lebensmittelbereich zur Verfügung.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Da wir sehr freiheitsliebend sind, haben wir bereits 2018 erste eigene Unternehmen gegründet. Im Foodbereich ist die StartUp Küche Bodensee nun unser zweites Unternehmen. Es macht so viel Freude und Spaß die eigenen Ideen umzusetzen, dass wir uns heute nichts anderes mehr vorstellen können.

Welche Vision steckt hinter StartUp Küche Bodensee?

Eine Lebensmittel Produktionsküche die sich ein Startup leisten kann mit entsprechender Ausstattung und Maschinen, um neue, innovative Lebensmittelprodukte zu entwickeln und erste Muster zu produzieren. 

Als wir im Lebensmittelbereich mit unseren ersten Produkten begonnen haben, waren wir genau auf der Suche nach einer solchen Küche und mussten feststellen, dass es so etwas, hier in der Bodenseeregion, schlichtweg nicht gibt. 

Heute haben wir eine eigene Produktionsküche und möchten damit Food Startups aus Baden-Württemberg und vor allem der Bodenseeregion auf ihren ersten Metern bei der Gründung unterstützen und Gründern Mut machen ihre Ideen umzusetzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war eine geeignete Immobilie zu finden, die den Anforderungen an eine Lebensmittelproduktion gerecht wird, bezahlbar ist und die Umgebung drumherum passt. Denn nicht jeder Küchennachbar harmonisiert mit den unterschiedlichsten Kochgerüchen.

Bisher konnten wir alle unsere Unternehmen aus Eigenkapital finanzieren und an den Start bringen. 

Wer ist die Zielgruppe von StartUp Küche Bodensee?

Unsere Zielgruppe sind Gründer, Startups und Caterer, die mit ihren Ideen und ihrem Enthusiasmus neue, innovative Lebensmittel verwirklichen wollen. Und natürlich auch die Hausfrau von nebenan, die oftmals die Besten Ideen hat und teilweise viel Erfahrung aus ihrer heimischen Küche mitbringt. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

In der Bodenseeregion sind wir einzigartig, denn wir stellen eine voll eingerichtete Küche mit Maschinen und Werkzeugen zur Verfügung sowie weitere Räumlichkeiten, um eine ganzheitliche, abgenommene Lebensmittelproduktion abbilden zu können. Darüber hinaus bieten wir den Produzenten wichtige Plichtschulungen und -unterweisungen aus dem Lebensmittelbereich selbst an und stellen unser Know How aus dem Lebensmittelbereich durch Food Mentoring zur Verfügung.

StartUp Küche Bodensee, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden in der Bodenseeregion die bekannteste Anlaufstelle im Foodbereich für Startups und Gründer sein, wenn es um die Umsetzung von neuen Ideen geht. 

Da die Nachfrage heute schon sehr groß ist, werden wahrscheinlich weitere StartUp Küchen hinzukommen. 

In den heutigen Räumlichkeiten entsteht gerade ein zusätzlicher Eventbereich, auf dem zukünftig Startups ihre Produkte. Auch Interessenten beispielsweise bei einer Verkostung präsentieren können. Zudem wird es ein Bürobereich geben, in dem Startups Geschäftspartner und Interessenten empfangen können. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

– Mutig sein.

– Ein bisschen verrückt sein.

– Einfach machen.

Wir bedanken uns bei Sarah und Andreas Reck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Digitalisierung in deutschen Unternehmen – der Stand der Dinge

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digitalisierung

Die Digitalisierung hat vor allem in der jüngsten Vergangenheit in deutschen Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Aber es gibt immer noch große Unterschiede zwischen den Branchen und zwischen einzelnen Unternehmen. Einige sind bereits sehr fortgeschritten, andere stehen noch am Anfang. Eine umfassende Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen. Aber auch die Herausforderungen, die sie mit sich bringt und die manch ein Unternehmen von der digitalen Transformation abhalten, dürfen nicht unterschätzt werden. 

Der Wert der Digitalisierung – Die Bedeutung der Digitalisierung am Beispiel Warenwirtschaft

Wie wichtig die Digitalisierung für Unternehmen ist, lässt sich sehr gut am Beispiel der Warenwirtschaft aufzeigen. Hier hilft die Digitalisierung Unternehmen dabei, ihre Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu reduzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Ein wichtiger Aspekt der Digitalisierung in der Warenwirtschaft ist die Vernetzung aller beteiligten Akteure entlang der Lieferketten. Digitale Plattformen und Software-Lösungen ermöglichen den Austausch von Informationen in Echtzeit und somit eine hohe Transparenz und Flexibilität. Dies erleichtert nicht zuletzt die Koordination und Planung von Logistikprozessen und hilft dabei, Engpässe und Lieferverzögerungen zu vermeiden.

Durch die Automatisierung von Prozessen können Unternehmen darüber hinaus Zeit und Ressourcen sparen. Hier kommen Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen sowie Robotic Process Automation zum Einsatz. Durch den Einsatz von Automatisierungslösungen können beispielsweise Bestellprozesse und Rechnungsbearbeitung automatisiert und in ihrer Effizienz gesteigert werden. Durch den Einsatz von Technologien wie automatisierten Regalsystemen, Pick-by-Light-Systemen und Lagerverwaltungssoftware können Unternehmen ihre Lagerbestände effizienter verwalten und die Kommissionierprozesse optimieren.

Die Digitalisierung ermöglicht es Unternehmen zudem, Daten in Echtzeit zu erfassen und auszuwerten. Durch die Analyse von Daten können Unternehmen Trends erkennen und Prozesse optimieren, um ihre Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.

Insgesamt trägt eine umfassende Digitalisierung im Bereich der Warenwirtschaft und in anderen Unternehmensbereichen dazu bei, dass die Firmen schneller, flexibler und effizienter agieren können. Durch die Digitalisierung kommen Unternehmen in die Lage, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und sich auf dem Markt der Konkurrenz gegenüber zu behaupten.

Der Digitalisierungsindex aktuell

Der Digitalisierungsindex zeigt auf, wie fortgeschritten die Wirtschaft in Deutschland in puncto Digitalisierung ist und welche Unterschiede es zwischen einzelnen Unternehmen, Branchen und Regionen gibt. 

In den letzten Jahren zeigte der Digitalisierungsindex, dass die Corona-Pandemie der digitalen Transformation in Deutschland einen ordentlichen Schub gab, der allerdings nicht umfassend und nachhaltig war. Im Jahr 2022 stagnierte die Entwicklung dann wieder und insgesamt gesehen wurden deutsche Unternehmen lediglich geringfügig digitaler. Der Index stieg von 107,9 nur um einen Punkt auf 108,9. 

Krisen wie die Energiekrise, Schwierigkeiten bei Lieferketten und aktuelle Preisentwicklungen sorgen für den Fortbestand von Ausnahmesituationen, die Unternehmen verunsichern und einen hohen Kostendruck erzeugen. Dies wirkt sich aktuell negativ auf die Weiterentwicklung der Digitalisierung aus. Werden sich die Rahmenbedingungen verbessern, wird es sehr wahrscheinlich zu einem neuerlichen Digitalisierungsschub kommen.

Kritische Stimmen bemängeln, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht schnell genug vorankommt und dass auch und vor allem die Regierung mehr tun müsse, um die Digitalisierung voranzutreiben bzw. um die notwendigen Voraussetzungen für einen Fortschritt zu schaffen. Besonders im Bereich der Digitalisierung im Bildungswesen gibt es Nachholbedarf, um die nächste Generation auf die Anforderungen einer digitalen Arbeitswelt vorzubereiten.

Eine Studie des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2021 ergab, dass zwar 95 % der Unternehmen in Deutschland die Digitalisierung als Chance sehen, aber nur 33 % bereits eine umfassende Digitalstrategie haben. 50 % haben eine Digitalisierungsstrategie für einzelne Unternehmensbereiche. Dabei liegen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung zurück, haben keine umfassende Strategie für eine digitale Transformation und benötigen Unterstützung bei der Umsetzung.

Vorreiter im Hinblick auf die Digitalisierung sind weiterhin große Unternehmen und natürlich die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IKT-Branche). Im Ländervergleich setzen vor allem Unternehmen in Bayern und Baden-Württemberg auf Digitalisierung. 

Im europäischen Vergleich befindet sich Deutschland im Jahr 2022 auf Platz 13 in Bezug auf eine digitale Wirtschaft und Gesellschaft.

Industrie 4.0

Im Bereich der Industrie 4.0, der Vernetzung und Automatisierung von Produktionsprozessen, hat Deutschland im internationalen Vergleich dafür eine relativ starke Position. Viele Unternehmen haben bereits begonnen, ihre Produktion zu digitalisieren und damit Geschäftsprozesse zu optimieren.

Beinahe alle Unternehmen in Deutschland haben zumindest eine Vorstellung von Industrie 4.0. Und ein Großteil hat bereits konkrete Umsetzungspläne. 65 % setzten 2022 sogar bereits konkrete Anwendungen um. Die am häufigsten genannten Einsatzbereiche sind dabei Fertigung, Logistik und Wartung.

Deutschland hat eine lange Tradition in der Fertigung und eine starke Exportwirtschaft. Dies lässt Deutschland zu einem guten Testfeld für Industrie 4.0 werden. Regierungsinitiativen wie das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 und Investitionen von Unternehmen in Forschung und Entwicklung haben dazu beigetragen, die Umsetzung der digitalisierten Produktionsprozesse in Deutschland voranzutreiben. Und viele Unternehmen ergreifen bereits konkrete Maßnahmen, um ihre Produktion zu optimieren. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Implementierung von Industrie 4.0 in Zukunft fortschreiten wird.

Bilder: von Gerd Altmann auf Pixabay

Autor:  Thomas Hoffmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Schau nicht in den Rückspiegel, sondern blicke in die fantastische Zukunft!

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Tobias Bünemann:
Tobias Bünemann Achitekt Portraets Anja Jahn

Tobias Bünemann: „Visionär und identitätsstiftend, nachhaltig und wirtschaftlich“

Stellen Sie sich und ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Tobias Bünemann: „Visionär und identitätsstiftend, nachhaltig und wirtschaftlich“ – das ist mein Mission Statement für mein Unternehmen bünemann architekten. Mit 28 Jahren Berufserfahrung als Architekt fokussiere ich mich mit meinem Angebot auf nachhaltige und zukunftsorientierte Themen der Immobilienbranche.

Mein Unternehmen bietet Beratungs- und Planungsleistungen für Konzepte und Lösungsansätze zu:

  • Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft von Materialien und Produkten
  • Umgang mit gesetzlichen Anforderungen an Nachhaltigkeit
  • Zukunftsfähigkeit des Gebäudes an sich verändernde funktionale Anforderungen
  • zukunftsorientierte Arbeitsformen von New Work

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Tobias Bünemann: Selbständig mein Unternehmen zu führen, das war schon immer mein Traum. Die erste große Entscheidung bestand darin, mich aus der Komfortzone des Angestelltendaseins zu bewegen. Nach 23 Jahren in Führungsposition habe ich mir diese nicht leicht gemacht. Dazu kam die Verantwortung für meine Familie und unsere drei Kinder. 

Das Beste war die Entscheidung, dass ich mich von meinem Coach Dr. Johanna Dahm in diesem Prozess professionell habe begleiten lassen. Ich habe mit ihrer Hilfe erkannt, welches Potenzial in mir steckt, konnte meine Qualitäten formulieren und habe gelernt, mich auf meine Stärken zu fokussieren. 

Mit diesem Hintergrundwissen habe ich mich im Kontext der großen gesellschafts- und umweltpolitischen Verantwortung der Baubranche positioniert. Ich möchte mit meiner Erfahrung und Leidenschaft eigenverantwortlich arbeiten und zukunftsweisende Lösungen anbieten.

Welche Vision steckt dahinter?

„Visionär und identitätsstiftend“

  • Mit der Fokussierung auf die Bedürfnisse des Kunden biete ich Ideen für die Realisierung eines individuellen und identitätsstiftendes Projekts. Projekte mit WOW Effekt!
  • Meine Innovationen und visionären Konzepte entstehen durch Interaktion und Inspiration außerhalb der klassischen Planungswelt.
  • Mein Ziel ist es zu zeigen, dass auch mit kleinem Budget nachhaltige und ökologische Architektur gebaut werden kann, die Vorbildcharakter hat.

„Nachhaltig und wirtschaftlich“

  • Nachhaltig bedeutet Langlebigkeit durch Qualität und Anpassungsfähigkeit der Gebäude.
  • Das Gebäude von hinten denken: Wiederverwendbarkeit von Materialien und Produkten nach dem Lebenszyklus des Projekts einplanen
  • Meine Prämisse ist hohe Wirtschaftlichkeit des Projekts und hohe Werthaltigkeit meiner Leistungen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Tobias Bünemann: Meine größte Herausforderung bestand in der Entscheidung, die Komfortzone des Angestelltendaseins zu verlassen, ein Absprung ohne Sicherungsnetz. Diese Entscheidung hat mich erst die Lage versetzt, mich gedanklich frei auf mein Ziel zu fokussieren. 

Und: Ich musste meinen 100% Perfektionismus ablegen. Dr. Johanna Dahm sagte mir: „Deine neuen 100% sind ab jetzt 80%, dann entscheide und geh weiter!“ Mein Prozess war kein gerader Weg, ich habe gelernt „nein“ zu sagen zu interessanten Angeboten, die mir Sicherheit und Status signalisierten. Eine spannende Erfahrung, die mich am Ende stärker gemacht hat.

Der Sorge, Investitionen nicht stemmen zu können, bin ich mit einer Strategie entgegengetreten, erst einmal mit Beratungsleistungen zu beginnen und dann mit einem wachsendem Team Planungsaufträge zu stemmen. So konnte ich ohne fremde Finanzierung durchstarten – ein gutes Gefühl. Aus Zweifeln wurde so Stärke! 

Wer ist die Zielgruppe? 

Tobias Bünemann: Durch meine langjährige Berufserfahrung verfüge ich über ein großes Netzwerk an potenziellen Kunden. Auf dem Markt war mein Name schon bekannt, bevor ich überhaupt gegründet habe. Ein großer Vorteil gegenüber jüngeren Gründern! Das gibt mir Selbstbewusstsein und Sicherheit. 

Meine Kunden kommen aus dem klassischen Investorensektor der Immobilienbranche, Projektentwicklern und mutigen Innovatoren aus der Wirtschaft und dem privaten Bereich. 

Die wichtigsten Branchen für mich sind New Work, Wohnen, Einzelhandel, mixed-used Immobilien und Hotels. Eine weitere interessante Zielgruppe sind die Hersteller aus der Baubranche. Diese möchte ich mit meinem Erfahrungshorizont und meiner Vision in der nachhaltigen Produktentwicklung beraten.

Wo liegen die Vorteile?

Tobias Bünemann: Ich bin ein Start-up mit Erfahrung! Ich kenne mich aus mit den komplexen Herausforderungen der Immobilienbranche. Mein Angebot fokussiert sich auf die zukunftsorientierten wichtigen Themen der Branche. Als agil arbeitendes Start-up kooperiere ich mit den besten Partnern auf dem Markt. Ich bin schlagkräftig aufgestellt und habe durch meine schlanke Unternehmensstrukturen wirtschaftlich einen klaren Vorteil. 

Und: Meine Fähigkeit auf sich ändernde Anforderungen flexibel zu reagieren, machen mich im Gegensatz zu großen Unternehmen schnell und anpassungsfähig.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte Aufträge bearbeiten, in denen ich Lösungen mit Vorbildcharakter entwickeln kann, ob für kleine oder ganz große Herausforderungen! 

Meilensteine für die kommenden Monate sind:

  • Eine sichtbare Marke definieren durch ein klares Leitmotiv
  • Aufbau eines starken interdisziplinären und internationalen Teams von mindestens 20 Mitarbeitern
  • Integration von KI in die Planungsprozesse

In fünf Jahren sehe ich mein Unternehmen als ein international agierendes Büro mit zahlreichen realisierten Projekten, vielfach ausgezeichnet und veröffentlicht, das Inspiration und Vorbild für die nächste Generation bietet. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tobias Bünemann: Unabhängig welches Unternehmen ihr gründet, das sind meine Tipps:

  • Entscheide, fokussiere und wage den nächsten Schritt!
  • Sei authentisch, Menschlichkeit rechnet sich!
  • Schau nicht in den Rückspiegel, sondern blicke in die fantastische Zukunft!

Fotograf: Anja Jahn

Wir bedanken uns bei Tobias Bünemann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bewege Dich und bilde Netzwerke

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christina buchholz

Christina Buchholz berät und begleitet Unternehmen in erfolgskritischen Projekten

Stellen Sie sich und das Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Christina Buchholz: Mit meinem Start-up berate und begleite ich Unternehmen in erfolgskritischen Projekten. Ich bin dabei, ein neuartiges Assessment zu entwickeln, das im Projekt vorhandene Engpässe und Handlungsfelder aufdeckt. Damit schaffe ich ein solides Fundament für Entscheidungen und notwendige Eingriffe, um Projekte aus Krisen zu führen.

Zu meiner Vita: Ich bin seit über 15 Jahren als Führungskraft und IT-Managerin tätig. Mit meinem Mann und unseren zwei Kindern (5 und 8) lebe ich seit 2007 in Köln. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Im Herzen bin ich schon immer Unternehmerin durch und durch. Ich habe viele Ideen, bringe gerne unkonventionelle Lösungsansätze ein, bin voller Energie und vor allem habe ich ein sehr gutes Verständnis für die Probleme meiner Kunden. Mit meinem eigenen Unternehmen kann ich diese Stärken noch fokussierter nutzen und mich auf die Kunden konzentrieren, die von meinem Ansatz am meisten profitieren können.  

Was war bei der Gründung die größte Herausforderung?

Christina Buchholz: Mein Mann ist ebenfalls selbständig und ich war immer die sichere Bank mit meinem hochdotierten Management-Job in der IT. Das schwierigste war daher, den Mut zu finden und meine Vision so stark werden zu lassen, dass ich mich traue, dennoch meinen eigenen Weg als Gründerin zu gehen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Christina Buchholz: Ich gehöre zu denen, die der Ansicht sind, dass man das sogar muss. Denn wie kann etwas perfekt werden, wenn man es nicht dem Feedback des Marktes aussetzt? Meine Kunden sind die wichtigste Quelle für weitere Verbesserung.

Welche Vision steckt dahinter?

Christina Buchholz: Die Welt, unsere Gesellschaft und damit vor allem auch unsere Unternehmen stehen vor enormen Herausforderungen. Das wirkt vom Großen ins Kleine. Alle sind gefordert, und viele sind überfordert. Nicht nur die schiere Menge an Themen, sondern auch die nicht zu vernachlässigenden Wechselwirkungen und Risiken machen es schwer, handlungsfähig zu bleiben. Viele sind davon wie paralysiert und verlieren sich dann im Klein-Klein.

Mit meinem Start-up helfe ich Unternehmen, die Vielzahl der dynamischen und komplexen Herausforderungen, aus eigener Kraft heraus besser bewältigen zu können. 

Um es plastischer zu machen, nutze ich gerne den Vergleich mit einem Ball. Der Ball ist im Spiel großen Kräften ausgesetzt und reagiert dynamisch auf sie. Er findet nach jedem Aufprall aber immer wieder in einen stabilen Zustand zurück, der den besten Ausgangspunkt für die nächste dynamische Herausforderung bietet. 

Ich helfe Unternehmen, erfolgskritische Projektsituationen mit möglichst wenig Ressourceneinsatz bewältigen zu können, indem sie sich eine solche systemische Stabilität zur Ausgangsposition machen und sich damit eine höhere Anpassungsfähigkeit und Resilienz ermöglichen. 

Wer ist die Zielgruppe?

Meine Zielgruppe sind wachstumsorientierte und zukunftsweisende Unternehmen im deutschen Mittelstand. Diese sind am Markt sehr hoher Dynamik und massiv steigenden Anforderungen ausgesetzt, denen sie u.a. mit Projekten begegnen.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Christina Buchholz: Mein hocheffektiver Ansatz integriert unterschiedliche Wissensgebiete von fachlichen Goldstandards aus dem klassischen und agilen Projektmanagement bis hin zur lösungsfokussierten systemischen Beratung und Moderation von Gruppenprozessen. In ihrer gemeinsamen Anwendung liegt eine enorme Kraft. 

Mit meiner Herangehensweise führe ich Menschen zu effektiver Zusammenarbeit. Im Kern geht es dabei immer um den Umgang mit Widersprüchen, wie beispielsweise der Frage: Treffen wir Entscheidungen schnell auf individueller Ebene, aber dadurch entkoppelt von vielen möglicherweise wichtigen Informationen oder entscheiden wir besser eng vernetzt und nehmen Zeitverzögerungen in Kauf? Oder: Wie erkenne ich als Projektführungskraft wichtige Konflikte, denen wir uns stellen müssen und unter welchen Bedingungen sollten wir uns entlasten und lieber direkt den Konsens suchen?

Insbesondere Projekte sehen sich aufgrund der bereichsübergreifenden oder neuartigen Zusammenarbeit jeden Tag mit widersprüchlichen Herausforderungen konfrontiert, die den Projekterfolg bedrohen. 

Mein Projektassessment bietet eine fundierte Grundlage für Verbesserungen an dieser Stelle. Es erzielt mit überschaubarem Aufwand große Wirkung, weil es den Blick schärft und Fokussierung ermöglicht. Meine weitere Beratung, Umsetzungsbegleitung und Kompetenzentwicklung beim Kunden bauen darauf auf.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Christina Buchholz: KI wird Projektteams stark von vielen Routinearbeiten entlasten. Ich denke da beispielsweise an Aufgaben wie Projektpläne validieren und überwachen oder Projektdaten pflegen. Zudem wird sich der Fachkräftemangel gerade im Projektumfeld intensivieren. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Unternehmen den Einfallsreichtum, Forschergeist und die Intuition ihrer bestehenden Belegschaft noch viel fokussierter als bisher nutzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mein Angebot unterstützt diese Entwicklung nicht nur in konkreten Projekten und hilft in Krisensituationen, sondern wirkt natürlich auch projektübergreifend in die dahinterliegenden Organisationen. 

Daher ist es mir wichtig, mein Partnernetzwerk in Zukunft noch weiter auszubauen und die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um meinen Ansatz skalieren zu können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Bewege Dich und bilde Netzwerke. Das bringt Inspiration und Aufwind.

Arbeite an diffusen Ängsten, indem Du sie konkret machst. Dann erkennst Du, dass es Scheinriesen sind.

Investiere klug und hüte Dich vor dem vermeintlichen Marketinggeschick, das dich heute an jeder Ecke erwartet.

Wir bedanken uns bei Christina Buchholz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Erfolgreiche Finanzierungsrunde für das FinTech-Start-Up heartstocks

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heartstocks gründer till rügge und enno henke

heartstocks schließt Finanzierungsrunde in Höhe von fünf Millionen Euro ab

Das FinTech Start-Up heartstocks hat seine zweite Finanzierungsrunde in Höhe von fünf Millionen Euro abgeschlossen. Nach dem erfolgreichen Launch am digitalen Aktienmarkt zündet die Hamburger Handelsplattform heartstocks.com jetzt planmäßig die nächste Ausbaustufe. Mit dem neuen Kapital wird das Unternehmen weitere Schlüsselpositionen besetzen, die technische Infrastruktur und Anbindungen ausbauen und sich weiter als erster Anbieter vollregulierter Aktien auf der Blockchain im Europäischen Wirtschaftsraum und damit einhergehend als Transformationsplattform für zukunftsweisende Institutionen etablieren.

„Während viele andere Start-Ups in der Finanzbranche aktuell harte Rückschläge erleben, können wir eine weitere Finanzierungsrunde abschließen und für 2023 unser Team um zwölf Mitarbeiter in Kernbereichen erweitern. Das Vertrauen unserer Investoren erfüllt uns als Gründer natürlich mit Stolz, es zeigt aber auch, dass heartstocks ein großes Wachstumspotential mit sich bringt und durch seine ausgeprägte Regulatorik und den Sekundärmarkt eine echte Alternative zu herkömmlichen Investmentprozessen darstellt.“, erläutert dazu Co-CEO Till Rügge.

Wie bereits bei der Seed-Finanzierung im September 2021, über zwei Millionen Euro, stammt das neue Kapital größtenteils von großen deutschen Family Offices aus dem Mittelstand, sowie von diversen Business Angels. Neben Bestandsinvestoren konnte heartstocks fünf neue Investoren hinzugewinnen, wie beispielsweise den Venture-Capital-Auftraggeber Vanagon Ventures aus München.

Das innovative Anlagekonzept von heartstocks.com ermöglicht Privatpersonen wie auch Unternehmen Zugang zu alternativen Investments mit einer geringen Einstiegshürde. Den Unterschied zu anderen Anbietern von Anlagemöglichkeiten auf Basis der Blockchain-Technologie macht dabei die ausgeprägte Regulatorik unter anderem in Form eines vollständigen Wertpapierprospekts mit WKN/ISIN, die Emittenten und Anlegern maximale Sicherheit bietet. Zudem bietet heartstocks als bislang einziger Anbieter einen regulierten Zweitmarkt samt Market-Maker.

Egal ob klassische Verbriefungen, Nachhaltige Infrastruktur, Private Equity/Venture Capital oder klassische Kapitalmarktprodukte, heartstocks ermöglicht es verschiedenste Assets in Aktiengesellschaften abzubilden und zu tokenisieren. Die entsprechenden Anteile können so kostengünstig und effizient transferiert werden. Mit einem empfohlenen Emissionsvolumen von mindestens 1,5 bis 2 Millionen Euro liegt heartstocks deutlich unter den Anforderungen des regulären Aktienmarktes und öffnet somit einen Handelsplatz für Newcomer und Hidden Champions.

Disruption des traditionellen Kapitalmarktes

heartstocks ist angetreten, um den traditionellen Kapitalmarkt zu disruptieren und Ineffizienzen, die sich im klassischen Finanzmarkt und der bisherigen Strukturierung von Finanzprodukten erweisen, zu beseitigen. heartstocks kann Werte, die vorher in der Regel nur über geschlossene, private Märkte zugänglich waren, in Form von vollregulierten Aktien öffentlich handelbar machen. Die Strukturierung eines Produktes über das heartstocks Ökosystem erfolgt in einer ausschließlich vollregulierten Infrastruktur und schließt die konstante Integration von klassischen Intermediären aus.

Durch diese Maßnahmen möchte heartstocks den Zugang zu bisher unzugänglichen Werten erhöhen und einen effizienteren und transparenteren Markt schaffen. Damit digitalisiert das Start-up nicht nur den Aktienmarkt, sondern demokratisiert ihn auch ein Stück weit. Dazu Till Rügge: „In unserem neuen Finanz-Ökosystem verwandeln wir jegliche Assets mit Hilfe der Blockchain-Technologie in digitale Wertpapiere und ermöglichen damit den öffentlichen Handel.“

Dabei versteht sich heartstocks nicht als klassisches Fintech Start-up, sondern als Team aus jungen Gründern und etablierten Playern der Finanzwelt. So arbeitet heartstocks für die Abwicklung der Transaktionen mit renommierten und etablierten Instituten wie dem Bankhaus Scheich, einem der führenden deutschen Spezialisten für Wertpapierhandel, oder der Landessparkasse zu Oldenburg zusammen.

heartstocks ist ein Angebot für den deutschsprachigen Markt. Um ein vollumfängliches zugelassenes Finanzprodukt zu emittieren, reicht heartstocks bei der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) einen Wertprospekt ein, das gebilligte Prospekt wird anschließend durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland auf Vollständigkeit geprüft. Dementsprechend bietet heartstocks ausschließlich Produkte an, die durch gebilligte Wertpapierprospekte rechtlich abgesichert, sowie durch die Finanzdienstleistungsaufsicht reguliert und beaufsichtigt sind.

Investment Opportunitäten für alternative Businessmodelle

Die Bandbreite an Möglichkeiten, die heartstocks Unternehmen in der Kapitalbeschaffung, wie auch Privatinvestoren bietet, zeigt sich in der Zusammenarbeit von heartstocks und future matters. Mit der von Lars Thomsen, einen der weltweit führenden Zukunftsforscher, entwickelten Methodik zur Tipping Point Bestimmung ist future matters Vorreiter im Bereich der Zukunfts- und Trendforschung.

In dieser Position berät und beteiligt sich future matters mit dem Vehikel der UnicornFarm AG an Innovations- und Zukunftsprojekten aus den Bereichen Energie, Mobilität und Smart Technologies. heartstocks ermöglicht es future matters als Asset Manager einen markttauglichen Investmentpool zu schaffen. Der durch die Tokenisierung einfach zugängliche Partizipationsmöglichkeiten bietet.

Private, institutionelle und professionelle Investoren können sich gleichwertig an der Unicorn Farm AG. Und damit den von future matters selektierten Projekten und Firmen, beteiligen. Die Unicorn Farm AG befindet sich bereits auf der Blockchain und wird Mitte des Jahres über die Plattform zugänglich sein.

Mercedes-Benz Flügeltürer als erstes Asset

Das erste exklusive Asset auf der neuartigen heartstocks-Plattform ist ein seltener Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer von 1954. Dessen Wert auf 1,85 bis 1,9 Millionen Euro taxiert wird. Auf heartstocks.com wird der 300 SL in 100.000 digitalen Aktien, sogenannten tokenisierten Partizipationsscheinen nach Liechtensteiner Recht, für je 16.50 Euro angeboten, also deutlich unter seinem von zwei unabhängigen Gutachtern bestätigten Wert. Das lässt Raum für mögliche Wertsteigerungen der Beteiligungen, die nach Abschluss der Zeichnungsphase wie reguläre Aktien auf dem Sekundärmarkt der heartstocks-Plattform gehandelt werden können.

Der aktuelle Kurs wird, wie an einer klassischen Börse, in Echtzeit festgelegt. Das erste Asset wurde erfolgreich platziert und startet zu Mitte März den Handel auf dem Sekundärmarkt.

Quelle antoni Holding GmbH

Bezieht das Feedback eurer Kunden in die Produktentwicklung ein

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shoop

Shoop – Deutschlands führendes Cashback-Portal Deutschlands

Stellen Sie sich und das Startup Shoop doch kurz unseren Lesern vor!  

Mein Name ist Veit Mürz und ich bin seit 2014 der CEO von Shoop, dem führenden Cashback-Portal Deutschlands. Zuvor habe ich aus Rocket Internet heraus classmarkets mitgegründet, einem SaaS-Anbieter für Rubrikenmärkte, welcher von ImmobilienScout24 übernommen wurde.

Ursprünglich ist Shoop mit dem Namen Qipu gestartet. Wir haben dann aber einen Namen gefunden, der näher an dem Wort ‘shopping’ ist und somit mehr den Kern des Geschäftsmodells trifft. 

Das Prinzip eines Cashback-Portals ist denkbar einfach: Für jeden getätigten Online-Einkauf bei einem unserer Partnershops erhalten Shoop-Nutzer einen Teil der Bestellsumme zurück. Im Gegenzug bekommen wir eine Provision von den angeschlossenen Shops, die wir dann zum größten Teil an den Nutzer ausschütten – von dem kleineren Teil finanzieren wir Gehälter und die Weiterentwicklung unserer Produkte.

Wir sind an den Standorten Berlin und Paris 60 Kollegen und gehören seit 2021 zur Global Savings Group mit Sitz in München.

Warum haben Sie sich entschieden, das Unternehmen zu gründen?  

Shoop wurde ursprünglich von Fabian Spielberger gegründet, der u.a. auch mydealz und Urlaubspiraten gegründet bzw. mitgegründet hat. Fabian hat seinen Fokus dann damals stärker auf mydealz gelegt und mich als Manager an Bord geholt.

Welche Vision steckt dahinter?

Wir wollen den Menschen mit Shoop lohnende Momente verschaffen und sie in die Lage versetzen, die besten Einkaufsentscheidungen auf intelligente, faire und angenehme Weise zu treffen.

Von der Idee bis zum Start: Was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?  

Bei Cashback denken die meisten Menschen “zu gut, um wahr zu sein” oder “das was ich an Cashback zurück bekomme, wird mir bestimmt auf den Endpreis draufgeschlagen” – das stimmt natürlich nicht. Wer sich mit Online-Marketing auskennt, weiß, dass es Online-Vertriebsprovisionen gibt, die Cashback-Portale für Endkunden in Cashback-Boni umwandeln. Das rüber zu bringen, war und ist eine Herausforderung, gerade in Deutschland. 

Shoop ist komplett organisch gewachsen. Überschüsse wurden reinvestiert, um das Produkt und die Cashback-Raten noch attraktiver für unsere Nutzer zu gestalten. 

Wer ist die Zielgruppe?

Mit Shoop sprechen wir alle Kunden an, die online einkaufen. Wir verzeichnen auf unserer Plattform 2.300 Shops, darunter 70 der 100 umsatzstärksten Online-Unternehmen, wie z.B. Booking.com, eBay, Media Markt, Rewe, Sixt und Lufthansa. Durch wechselnde Aktionen in den verschiedenen Kategorien wird jeder bei uns fündig und kann so beim Online-Einkauf sparen.

Wie funktioniert Shoop? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?   

Die Registrierung und Teilnahme bei Shoop ist kostenlos. Man benötigt lediglich eine E-Mail-Adresse und später ein Bankkonto, um sich das Cashback auszahlen zu können. Man kauft wie gewohnt ein, nur nutzt man Shoop als Einstieg und navigiert von unserer Plattform über entsprechende Links zum Shop oder Anbieter. Man tätigt seinen Einkauf und der Cashback-Bonus wird zunächst vorgemerkt. Wird die Ware vollständig bezahlt und nicht zurückgeschickt, bekommt man nach ca. 6 Wochen das Cashback validiert und kann es sich dann auszahlen lassen.

Wie beschrieben, bekommen wir von den Händlern eine Provision und leiten diese zum größten Teil an die Shoop-Nutzer weiter. Wir verkaufen oder vermieten keine Daten. Lediglich wenn man die Zustimmung zum Erhalt von Newslettern oder Push-Notifications erteilt, bekommt man passgenaue Angebote.

Shoop differenziert sich gegenüber anderen Anbietern über exklusive Aktionen wie z.B. unsere sehr populären 50% Cashback-Aktionen bei unserem Partner Lieferando und unseren Kundendienst, der sich für unsere Nutzer wirklich ein Bein ausreißt, damit sie zu ihrem Cashback kommen, für den seltenen Fall dass die automatische Abwicklung mal nicht funktioniert. Zudem erhält man bei uns, im Vergleich zu anderen Bonusprogrammen, bares Geld für den Online-Einkauf zurück und man hat die volle Kontrolle darüber, wie man diesen Bonus ausgibt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?  

Zuhören, was die Kunden sagen. Auf den bekannten Bewertungsplattformen (Trustpilot, Google Reviews etc.) gezielt auswerten, was die Kunden sagen und dieses Feedback in die Produktentwicklung mit aufnehmen.

Fokussiert Euch auf die Lösung eines Kernproblems und macht den Prozess für den Kunden so reibungslos wie möglich.

“Put in the big stones first”. Konzentriert Euch auf die großen Kunden und arbeitet Euch dann zum Mid-und Longtail vor, sobald ihr Traktion habt und die Prozesse verlässlich aufgesetzt sind und laufen.

Wir bedanken uns bei Veit Mürz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Shoop

Kontakt:

Shoop Germany GmbH
Greifswalder Straße 212
D-10405 Berlin

http://shoop.de
impressum@shoop.de

Ansprechpartner: Veit Mürz

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Suche den Dialog, so oft es geht

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rouvia

rouvia Transportlogistik-Plattform für Speditionen und Logistik

Stellen Sie sich und das Startup rouvia doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Benjamin Noyan, studierter Ökonom, mit einiger Erfahrung im Bereich Logistik und SaaS/PaaS-Software. Vor der Gründung von rouvia war ich schon in der Transport- und Logistikbranche aktiv, unter anderem als Managementberater für Oliver Wyman. Dort habe ich mich dann weiter auf den Transport- und Logistikmarkt spezialisiert und an strategischen und operativen Themen für Speditionen und Transportunternehmen mit einem Fokus auf Landtransporte gearbeitet. 

Mit rouvia bieten wir die erste Transportlogistik-Plattform für Speditionen und Logistik verantwortliche, die alle Transportmittel im In- und Hinterland – via Straße, Schiene und Binnenschifffahrt – digital miteinander verknüpft und nahtlos kombinierbar macht. Die daraus entstehende Multimodalität beschreibt einen in sich geschlossenen Transportprozess, bei dem für den Transport der Güter vom Versender zum Empfänger verschiedene Verkehrsträger genutzt werden. Durch diese nahtlose Kombinierbarkeit gestalten wir Lieferketten intelligent auf breiter Datenbasis und machen sie so kosteneffizienter, transparenter und nachhaltiger in ihrer Umweltbilanz.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Aufgewachsen im Transitland Österreich, war ich stets mit den negativen Folgen des Binnentransports konfrontiert: Luftverschmutzung sowie Verkehrsprobleme auf den Straßen, die infolge des hohen Transportaufkommens entstehen, gaben mir dann die Idee zur Gründung von rouvia. Meine vorherige Spezialisierung auf den Transport- und Logistikmarkt hat mir dazu noch geholfen, die nötige Expertise zu erlangen. 

Welche Vision steckt hinter rouvia?

Mit rouvia haben wir es uns zum Ziel gemacht, intelligentere Lieferketten zu ermöglichen, indem wir wirtschaftlich und ökologisch optimalere Transportentscheidungen fördern. Heute greifen Speditionen nach wie vor meist auf den traditionellen LKW zurück. Dies lässt sich größtenteils darauf zurückführen, dass die Vorteile anderer Verkehrsträger (oder Kombinationen daraus) nicht bekannt sind. Zudem ist der organisatorische Aufwand oft zu groß, oder die Kundenerfahrung ist unzureichend gestaltet. Mit rouvia erschließen wir die fehlende Digitalisierung der nachhaltigen Transportoptionen auf der Schiene und Europas Wasserstraßen, um die Vorteile CO₂-armer Transporte transparenter und zugänglicher zu machen. Es ist unser Anspruch, die Vorteile nachhaltiger multimodaler Transporte transparent, zugänglich und wirtschaftlich zu machen. Mit unserer Emissionsanalyse lassen sich zudem die Auswirkungen der Lieferketten erkennen und Möglichkeiten erkunden, den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als First-Time-Gründer war meine größte Herausforderung während des Aufbaus von rouvia die Balance zwischen fokussierter Verfolgung unserer Geschäftsziele, dem Aufbau einer spannenden Firmenkultur, und der Erhaltung meines Privatlebens. Die Schwierigkeit für mich war, dass ich mich schnell in der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsziele verloren habe und die beiden anderen Aspekte vergessen habe. Was dabei geholfen hat, eine gesunde Balance zu finden, waren besonders eine diszipliniertere Planung sowie der Aufbau eines starken Teams.

Zudem ist es sicher eine der größten Herausforderungen, einen Markt zu digitalisieren, der noch nicht durchgängig an eine digitale Zukunft glaubt und dadurch Disruption eher zögerlich gegenübersteht. Hier braucht es viel Überzeugungsarbeit und Durchhaltevermögen, um die Vorteile digitaler Lösungen einfach und überzeugend zu vermitteln. 

Und nicht zuletzt ist natürlich auch das Thema Finanzierung in Zeiten der Ungewissheit und zurückhaltender Investoren eine Herausforderung. Ich denke, dass wir hier bisher vieles richtig gemacht haben, denn wir sind durch eine Reihe von Investoren finanziert. Und das nicht nur aus der Logistikbranche. Im November konnten wir bekannt geben, eine Finanzierung in Höhe von 2,9 Millionen Euro bekommen zu haben.

Das Kapital stammt vom Berliner Frühphaseninvestor Cavalry Ventures und dem auf Logistik spezialisierten Investor Dynamo Ventures aus Tennessee, USA. Zudem beteiligten sich an der Finanzierungsrunde Entrepreneur First und Prequel Ventures. Business Angels und Logistik-Experten investieren ebenfalls, darunter die Gründer von Flexport, Philipp Ortwein, Maximilian Schäfer und Markus Doetsch (Gründer von Instafreight), Jens Lapinski von Angel Invest, Ewald Kaiser (ehemaliger COO von DB Schenker), Nathan Zielke (ehemaliger Vorstand von SBB & Rail Cargo Austria) und Marian Pufahl (Direktor von Project44).

Wer ist die Zielgruppe von rouvia?

Unsere Zielgruppe sind hauptsächlich Spediteure und Logistik verantwortliche, die einen Wert in Innovationen sehen und ihre Lieferketten optimieren wollen. Gemeinsam mit ihnen wollen wir eine digitale und multimodale Zukunft sichern. Um Effizienz zu fördern und den Umschwung zu nachhaltigen Lieferketten zu beschleunigen.

Wie funktioniert rouvia? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

rouvia ist ein Fracht-Management-System, über das Speditionskunden jegliche Landtransporte digital und effizient planen, buchen, und verwalten können.

Die Grundbasis des Systems bildet unser Kapazitätsnetzwerk, für das wir Frachtführer auf der Straße, Schiene und Wasserstraßen über Schnittstellen in einer digitalen Lösung integrieren und ihre Datensätze harmonisieren. Dies bildet den Grundstein für die Modularität, über die wir die verschiedenen Verkehrsträger nahtlos kombinieren können. Dadurch können wir sicherstellen, dass wir stets den wirtschaftlich und ökologisch besten Transport für die Anforderungen unserer Kunden widerspiegeln.

Im Planungsprozess liefern wir unseren Kunden binnen Sekunden eine Übersicht der möglichen Transportoptionen und bieten durch Echtzeitdaten von Preisen, Transportzeiten, und CO₂-Emissionen eine noch nie dagewesene Transparenz, um optimierte Entscheidungen zu ermöglichen. Die Auftragsvergabe an den oder die Frachtführer kann durch die Standardisierung von Prozessen in weniger als 1 Minute erfolgen, egal ob es sich hierbei um Spot- oder Festkapazitäten handelt. Im Transportmanagement dreht sich alles rund um die Automatisierung von arbeitsintensiven Prozessen, und erhöhter Visibilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Durch die digitale Einbindung der verschiedenen Dienstleister einer intermodalen Lieferkette, können wir unseren Kunden ETA-Prognosen für jeden Transportabschnitt bereiten. 

Heute arbeiten Speditionen oft mit dutzenden Subunternehmern, von denen jeder seine eigenen Buchungsformen und Prozesse hat und einen unterschiedlichen Digitalisierungsgrad aufweist. Dies bringt Ineffizienzen und erhöhte Kosten mit sich. Mit rouvia standardisieren wir diese Prozesse entlang des gesamten Tarnsportzyklus und schalten Effizienzen frei, die es in dieser Form heute nicht gibt. Über eine einzige API-Schnittstelle, oder unser Web-basiertes Interface, können Spediteure so jegliche benötigten Kapazitäten digital managen – effizient, nahtlos, und zukunftssicher.

Zudem lässt sich mit rouvia auf Basis der Vorgänge eine umfangreiche Leistungsanalyse erstellen. Auf diese Weise können Speditionen ihre Kapazitäten skalieren und sich flexibel an die sich verändernden Transportanforderungen, Kundenbedürfnisse und Marktentwicklungen anpassen.

Ein weiteres Plus. Die multimodalen Transportketten von uns können den CO₂-Ausstoß um bis zu 90 Prozent senken und die Frachtkosten um circa 15 Prozent reduzieren. 

rouvia ist tatsächlich die erste digitale Transportplanungsplattform für Spediteure und Logistiker, die alle Verkehrsträger des Landverkehrs nahtlos (ohne Brüche) integriert.

rouvia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel mit rouvia in den nächsten Jahren wird es sein, einen neuen Standard für ein nachhaltigeres Fracht-Management in Europa zu setzen. Während heute ein Großteil der europäischen Transporte mit dem klassischen LKW durchgeführt werden, glauben wir an eine multimodale Zukunft, in der für jeden Transport der Verkehrsträger eingesetzt wird, der wirtschaftlich und ökologisch den größten Mehrwert für Speditionen, deren Kunden, und dessen Umgebung erbringt. Der Grundstein hierzu ist der holistische Tür-zu-Tür Gedanke, den wir mit unserer vollumfänglichen Lösung verfolgen, sowie ein ausgezeichnetes und kontinuierliches Kundenerlebnis. 

Derzeit bieten wir unsere Lösung ausschließlich für die Planung, Buchung und das Management von externen Kapazitäten. Nach dem Ausbau und der Optimierung des Kapazitätsnetzwerkes und der derzeitigen Kernfunktionen ist der nächste Schritt die Einbindung der speditionsinternen Ressourcenplanung, um den Zyklus zu schließen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Die richtige Balance finden. Geschäftsziele sind wichtig und es ist entscheidend, sich für die Umsetzung einen ausgereiften Plan zurechtzulegen. Auch mit Blick auf das erste Investment. Doch dabei darf die Firmenkultur auf keinen Fall zu kurz kommen, und das bedeutet auch, dass man den Mitarbeitenden vorleben sollte, was man unter Work-Life-Balance versteht. Das hilft nicht nur dabei, die Kolleg*innen von Anfang an mitzunehmen, sondern sorgt auch dafür, dass man selbst nicht nach kurzer Zeit ausbrennt.

Zweitens: Sorgt für Transparenz. Wo stehen wir und wo wollen wir hin? Hier sollten Gründer*innen stets Klarheit schaffen und nah am Team und den Partnern sein. Das kann manchmal auch bedeuten, zuerst ehrlich zu sich selbst zu sein. 

Drittens: Suche den Dialog, so oft es geht. Gerade in Branchen, die sich mit der Digitalisierung schwerer tun, ist es entscheidend den Kontakt zu suchen. Und zwar zu jeder sich bietenden Gelegenheit. Manchmal habe ich den Eindruck, dass einzelne Gründer*innen nur ihren Investoren gefallen wollen oder davon ausgehen, dass man ihre Lösung ohnehin feiern wird. Das ist nicht der Fall. Gerade digitale Lösungen müssen immer wieder erklärt werden und dabei muss der Kunde und seine Marktrealität im Mittelpunkt stehen. 

Wir bedanken uns bei Benjamin Noyan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seien Sie ernsthaft

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medicade

MediCade: Therapie mit medizinischem Cannabis

Stellen Sie sich und das Startup MediCade doch kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Niklas Kurz und ich bin ein Mitbegründer von MediCade. Unser Start-up baut ein neues Ökosystem am deutschen Gesundheitsmarkt auf, das am Anfang die Therapie mit medizinischem Cannabis im Fokus hat. Es handelt sich um einen systemischen Ansatz, der die Bedürfnisse aller Beteiligten einbeziehen wird – er unterstützt das Wissen und die Entscheidungsfindung der Ärzt*innen, reduziert die Komplexität für Apotheken und bietet einen besseren Zugang für Patient*innen.

Wir starten dazu mit der Einführung der digitalen Full-Service-Plattform Asaya am deutschen Markt. Dahinter steckt eine leistungsstarke KI- und Machine-Learning-Engine, die das kollektive Wissen über Therapie-Ergebnisse vieler Patient*innen weiter nutzbar macht.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollten die langjährige Expertise unserer Healthcare-Agentur WEFRA LIFE nutzen, um Lösungen für das Gesundheitswesen der nächsten Generation zu entwickeln. 

Welche Vision steckt hinter MediCade? 

Das Ziel von MediCade ist die Beziehung zwischen Ärzt*innen, Gesundheitsdienstleistenden, Apotheken und Patient*innen in der Zukunft auf flexible und sinnvolle Weise neu zu gestalten. Uns ist die „digitale Pflege“ mit einem menschenzentrierten Ansatz wichtig. Wir werden mit der Cannabis-Therapie bei Schmerzpatient*innen beginnen, um dann schrittweise andere Indikationen und Behandlungen mit einzubeziehen. Mit Unterstützung von Partnerunternehmen gestalten wir die Gesundheitsversorgung der nächsten Generation. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die erste Runde der Finanzierung wurde von WEFRA LIFE bereitgestellt. Jetzt sind wir in Gesprächen mit einer Reihe von potenziellen Investoren, um die Einführung der israelischen Asaya-Plattform von Sadé Biotech am deutschen Markt voranzutreiben. Die größten Herausforderungen sind die derzeitige Investitionszurückhaltung auf den Weltmärkten und die Komplexität der Anpassung an ein neues Land. 

Wer ist die Zielgruppe von MediCade? 

Die Patient*innen stehen im Mittelpunkt bei MediCade, aber mit unserem systemischen Ansatz zielen wir auf die Bedürfnisse aller Akteure im Cannabis-Ökosystem ab, von Versicherern über Regulierungsbehörden bis hin zur Ärzteschaft und Apotheken. Alle Akteure werden von der veränderten Wahrnehmung profitieren, die MediCade bewirken wird — auch die Cannabis-Lieferanten. 

Wie funktioniert MediCade? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Mit der Plattform Asaya baut MediCade in Deutschland auf ein bereits bewährtes System aus Israel auf. Das Besondere ist die Kombination von aggregierten Patient*innen-Daten mit neuesten Erkenntnissen und Forschungsergebnissen, die einer leistungsstarken KI- und Machine Learning-Engine im Hintergrund zu verdanken sind. Damit lassen sich möglichst präzise Cannabis-Therapievorschläge für einzelne Patient*innen erstellen.

MediCade, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Die Asaya-Plattform wird die erste etablierte Plattform im Ökosystem sein und neue Formen der Cannabis-Therapie ermöglichen. Wir werden dieses System auch auf andere Krankheiten, Behandlungen und Regionen ausdehnen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Seien Sie ernsthaft. 

Handeln Sie schnell. 

Verfolgen Sie einen systemischen Ansatz.

Wir bedanken uns bei Niklas Kurz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: MediCade

Kontakt:

MediCade
Cannabis Systems GmbH i.G.
Mitteldicker Weg 1
D-63263 Neu-Isenburg

http://www.medicade.health
info@medicade.health

Ansprechpartner: Niklas Kurz

Social Media:
LinkedIn

Feedback annehmen

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greenbox

Greenbox: foodsta nachhaltiges Bestellsystem für den Gastronomiebetrieb

Stellen Sie sich und das Startup Greenbox doch kurz unseren Lesern vor!

Für greenbox steht die Nachhaltigkeit im Fokus. Als Anbieter umweltfreundlicher Verpackungen sowie von Verbrauchsprodukten aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen verfolgt das Unternehmen das Ziel, die täglichen Prozesse im Gastronomiebetrieb zu vereinfachen und die Umweltbelastung durch herkömmliche Kunststoffverpackungen zu verringern. Greenbox gestaltet nicht nur den Betrieb, sondern auch die Produkte vollständig CO2-kompensiert und bietet innovative Lösungen für die Gastronomie-Branche.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die greenbox GmbH geht als Mitglied der BIONATIC-Gruppe aus Bremen hervor, die in unterschiedlichen Geschäftsfeldern umweltfreundliche Produkte für Gewerbetreibende und Endkunden anbietet. Die Bestellsoftware foodsta stellt eine der innovativen Lösungen der greenbox GmbH dar.

Welche Vision steckt hinter foodsta?

Das Ziel von foodsta ist es, Gastronomiebetrieben die Kontrolle über ihr eigenes Außer-Haus-Geschäft zu ermöglichen, indem sie ihre eigene kostengünstige Bestellplattform nutzen und keine Provisionen mehr zahlen müssen. Darüber hinaus erleichtern viele nützliche Funktionen den täglichen Arbeitsablauf.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im Zuge der Corona-Pandemie und der steigenden Nachfrage nach Lieferdiensten ist die Digitalisierung in der Gastronomie unumgänglich geworden. Diesen Wandel habe ich erkannt und entwickelte ein neues Bestellsystem für Restaurants, das ohne IT-Vorkenntnisse bedient werden kann. Auf diese Software wurde die greenbox GmbH & Co KG aufmerksam, mit der ich dann die digitale Bestelllösung zusammen auf den Markt brachte.

Wer ist die Zielgruppe von foodsta?

Unsere provisionsfreie Lieferdienstsoftware foodsta richtet sich an Gastronomiebetriebe, die einen einfachen Weg zum eigenen Online-Bestellsystem suchen und keine Lust haben, sich ewig mit der Einrichtung zu beschäftigen.

Wie funktioniert foodsta? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Um Gastronomen eine einfache und günstige Möglichkeit zu geben, unterstützt foodsta Restaurants mit einer provisionsfreien Lieferdienstsoftware. Für 59,00 EUR im Monat regelt die Software den Außer-Haus-Verkauf. Im Mittelpunkt steht dabei ein eigener Online-Shop inklusive eines digitalen Bestellsystems.

Die Software verschafft dem Restaurant eine digitale Plattform, die Bestellungen und Bezahlungen aufnimmt, diese organisiert, priorisiert und schließlich im Betrieb effizient kommuniziert. Wichtige Infos wie Öffnungszeiten werden auch dargestellt. Alle Inhalte (Produkte, Texte, Farben, etc.) können einfach selbst angepasst werden, wenn gewünscht. Es werden Lieferungen und auch Selbstabholungen unterstützt.

Zusätzlich bietet foodsta einen Eco-Benefit, der sich positiv auf die Umwelt auswirkt: Für jede Bestellung, die über die Plattform eingeht, wird kostenlos 1 kg CO2 durch einsparende Klimaschutz-Maßnahmen ausgeglichen. Darüber hinaus sind auch alle Emissionen, die für den Betrieb der Plattform anfallen, ausgeglichen. Aktuell wird beispielsweise ein zertifiziertes Ausgleichsprojekt in Guatemala unterstützt, bei dem energiesparende Holzöfen und Wasseraufbereitungsgeräte zur Verfügung gestellt werden und so die Waldabholzung sowie der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden.

Über diesen Beitrag werden auch die Kunden auf den Bestellseiten informiert. Dabei wird das Umweltbewusstsein und zudem die Motivation, auch ein weiteres Mal bei dem jeweiligen Restaurant zu bestellen, gestärkt.

Foodsta, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten foodsta durch neue Funktionen erweitern und kontinuierlich an der Verbesserung des Systems arbeiten. Angedachte Funktionen sind z.B. Unterstützung für Catering-Betriebe und Tischbestellungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Auch wenn es manchmal mit dem eigenen Projekt nicht so voran geht, wie man es sich wünscht, sollte man das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Oftmals verhilft es zu neuer Motivation, sich an das eigentliche Ziel zu erinnern.

Feedback annehmen

Stelle dein Produkt ruhig potenziellen Kundinnen und Kunden vor – oder bitte um Feedback in eigenen Bekanntenkreisen. Oftmals können dich diese Personen wieder auf die richtige Bahn lenken.

Suche dir Mithilfe

Alles allein zu machen kann sehr ermüdend sein. Nimm ruhig Hilfe an, um dein Ziel schneller erreichen zu können.

Wir bedanken uns bei Joel de Jonge für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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