Donnerstag, April 3, 2025
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Denkt lösungsorientiert und löst eine Aufgabe nach der nächsten

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merways

Merways Mehrweg-App für das pfandlose Ausleihen von Mehrwegbehältern

Stellen Sie sich und das Startup Merways doch kurz unseren Lesern vor!

Merways bietet mit der Mehrweg-App allen Gastro-, Catering- und LEH-Betrieben sowie deren Kunden eine einfache und kostenfreie Lösung für das pfandlose Ausleihen von Mehrwegbehältern. In der App haben Gastronom und Kunden alle Behälter und Fristen immer im Blick. Zudem kann direkt mit der Mehrweg-App bezahlt werden. Für den Gastronomen besteht keine Bindung an ein bestimmtes Behältersystem, weshalb dieser die optimale Verpackung für seine Speisen und Getränke frei wählen kann. Die Merways GmbH ist Teil der Bionatic Gruppe und ergänzt mit ihrer bargeldlosen Mehwegausleih- und Bezahllösung das Mehrwegbehälterangebot der Schwesterfirma greenbox.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Markteintritt mit einer neuen Lösung, deren Potenzial wirklich groß ist, erfordert in der Regel Investitionen und finanzielle Mittel, die über das Tagesgeschäft hinausgehen. Diese Mittel lassen sich leichter gewinnen, wenn dafür ein separates Unternehmen vorhanden ist und die Kapitalgeber daran beteiligt werden können.

Welche Vision steckt hinter Merways?

Es bestehen gerade in der heutigen Zeit einige Herausforderungen, die die Nutzung von Mehrweg für Gastronomiebetriebe mit sich bringt. Dazu gehört ein größerer Personaleinsatz durch die Rücknahme und spezifische Reinigung von Mehrwegbehältern, die Bereitstellung von zusätzlichem Stauraum und ein höherer Wasser- und Energieverbrauch, der sich durch die höhere Anzahl an Spülgängen ergibt. Auch um das Pfandthema und das Behältermanagement muss sich jemand kümmern. Merways knüpft genau an diese Probleme an und möchte Gastronomiebetrieben die ideale Lösung für die pfandfreie Ausgabe von Mehrwegbehältern bieten.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war bisher der agile Development-Prozess mit einer externen App-Agentur. Hier haben wir echt Lehrgeld bezahlt. Besonders der Wechsel des Projektmanagers auf der Agenturseite hat dem nachfolgenden Prozess erschwert. Bei der Finanzierung konnten wir erfreulicherweise auf die privaten Investoren der Bionatic Gruppe zurückgreifen, was uns nicht nur qualifizierte Unterstützung, sondern auch großes Vertrauen und entsprechende Freiheitsgrade ermöglicht hat.

Wer ist die Zielgruppe von Merways?

Die Merways App eignet sich ideal für Betriebe mit wiederkehrender Stammkundschaft und richtet sich an Gastronominnen und Gastronomen, die bei der Wahl ihrer Mehrwegbehälter unabhängig bleiben möchten. Somit hat das Restaurant die freie Auswahl, was Materialien, Formate und Design z.B. mit individuellen Aufdrucken angeht.

Wie funktioniert Merways? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Über die Mehrweg-App leihen Endverbraucher das Mehrweggeschirr des Betriebes innerhalb einer zweiwöchigen Gratis-Leihfrist aus. Dabei entfällt das lästige Scannen von einzelnen Mehrwegteilen, was den Leihprozess vereinfacht. Die App bietet kontinuierlich einen Überblick über die ausgeliehenen Mehrwegbehälter und erinnert an deren Rückgabefristen. Wird diese seitens der Kunden versäumt, verlängert sich die Ausleihe zunächst wöchentlich automatisch für 99 Cent. Nach Ablauf der maximalen Erinnerungsfrist von acht Wochen behält der Kunde den Behälter.

Um Ausleihen zu können, müssen Endverbraucher ein Zahlungsmittel wie zum Beispiel PayPal, Google Pay, Apple Pay oder Kreditkarte hinterlegen. Der Gastronomiebetrieb erhält für die trotz Erinnerung nicht retournierten Behälter seiner Kundinnen und Kunden eine Erstattung in Höhe von 5,- Euro, weshalb auch Gastronomen eine Geldempfangsmethode hinterlegen sollten. Für jeden Ausleihvorgang spenden wir 1KG CO2 in ein CO2-Ausgleichsprojekt in Guatemala. Das entspricht ungefähr 5 km Autofahren. Die Anwendung in der aktuellen Funktion ist dabei sowohl für gewerbliche Nutzer als auch für Endkunden kostenlos.

Merways, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Da die Konsumenten aktuell noch nicht die erwartete Nachfrage für Mehrwegbehälter generieren, rechnen wir mit einer deutlich langsameren Entwicklung als zunächst prognostiziert. Das geht auch unseren Wettbewerbern aktuell so. Wir peilen daher an, die Gewinnzone ab 2025 zu erreichen.

Daneben arbeiten wir bei Merways bereits an einer SaaS-Lösung (Software as a Service) für ein Problem im Bereich CO2-Ausgleich. Diesmal aber mit internen IT-Ressourcen, was den Entwicklungsprozess deutlich effizienter und angenehmer macht. Wenn alles gut läuft, können wir dieses Angebot für Unternehmen bereits in 2023 launchen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp Nr. 1: Die Marktentwicklung zu prognostizieren ist schwer, selbst wenn Gesetze den Markt in eine bestimmte Richtung steuern. Seid vorbereitet, dass Konsumenten nicht immer wie erwartet reagieren. Habt einen Plan B.

Tipp Nr. 2: Ein agiler Software-Entwicklungsprozess ist nützlich, aber er erfordert eigene Disziplin besonders bei der Anzahl von Veränderungswünschen und er erfordert eine/einen qualifizierte/n Product Owner/in mit genügend Zeit im Development Team ein – egal ob das Team in-house arbeitet oder extern ist.

Tipp Nr. 3: Es gibt immer Phasen, in denen es nicht optimal läuft. Lasst Euch nicht entmutigen. Denkt lösungsorientiert und löst eine Aufgabe nach der nächsten.

Wir bedanken uns bei Dr. Frank Lampe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Verlassen Sie Ihre Komfortzone, seien Sie kreativ, innovativ und regenerativ

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Vivobarefoot

Vivobarefoot ist ein regeneratives Gesundheits- und Lifestyle Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Vivobarefoot doch kurz unseren Lesern vor!

Vivobarefoot ist ein regeneratives Gesundheits- und Lifestyle Unternehmen auf der Mission, die Menschen in die natürliche Welt wieder einzubinden: Es geht darum, das menschliche Potenzial zu erkennen, von Grund auf wieder auf eigenen Füßen zu stehen. Wir sind zwei Cousins aus einer langjährigen Schusterfamilie und haben das Unternehmen gegründet. Es basiert auf den einfachen Barfuß-Designprinzipien: breit, dünn und flexibel, für optimale Fußgesundheit und natürliche Bewegung. 

Mit unserer Gesundheitsplattform VivoHealth kann man sich über die Wissenschaft hinter unserer Marke informieren und von unseren Kursen und Erfahrungen profitieren. Diese Angebote werden von Experten und Coaches für natürliche Gesundheit begleitet und geleitet. Zudem liegt es uns sehr am Herzen, ein regeneratives und nachhaltiges Unternehmen für die Gesundheit der Menschen, aber auch unseren Planeten zu werden. Dazu betreiben wir auch ReVivo, den ersten Sekundärmarkt seiner Art für professionell wiederaufbereitete Schuhe

Ziel ist es, die Schuhe langfristig an den Füßen zu behalten und sie nicht im Müll zu entsorgen. Dazu gehört auch der Livebarefoot Fund, ein interner Impact Hub, der missionsorientierte Innovations-, Forschungs- und Advocacy-Programme katalysiert. In unserem aktuellen „Unfinished Business Impact Report“ veröffentlichen wir, was es braucht, um ein regeneratives Unternehmen zu schaffen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir stammen aus einer Familie von Schustern und haben die Besonderheiten der Schuhindustrie aus Sicht der Umwelt und der menschlichen Gesundheit kennengelernt. Hier wurde uns klar, dass wir etwas ändern müssen, um den Menschen wieder zu ihrer natürlichen Bewegung und Gesundheit zu verhelfen und vor allem auch eine andere Herangehensweise benötigen, als andere Bekleidungshersteller.

Welche Vision steckt hinter Vivobarefoot?

Wir entwerfen regenerative Schuhe und Trage-Erlebnisse, die uns der natürlichen Gesundheit wieder näherbringen sollen. Wir inspirieren zu einer persönlichen Reise, die zum Aufblühen in der menschlichen Natur führen soll. Alles beginnt bei unseren Füßen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind ein vollständig selbstfinanziertes Unternehmen und hatten anfangs alle Hürden zu überwinden, die jedes Unternehmen zu überwinden hat – von der Liquidität, über ein ansprechendes Produktdesign, bis hin zur pünktlichen Lieferung der Produkte. Die Aufklärung unserer Kunden über die natürliche Bewegung und Fußgesundheit war dabei entscheidend, daher haben wir einen Film gedreht, der die Wahrheit hinter der Schuh-Industrie aufdeckt: Shoespiracy

Wer ist die Zielgruppe von Vivobarefoot?

Menschen, denen Gesundheit wichtig ist, die natürliche Bewegung lieben und offen sind für einen nachhaltigen Lebensstil. 

Was ist das Besondere? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Aus einer wirtschaftlichen Perspektive sind wir auf dem Weg zu einem regenerativen Unternehmen. Es gibt einen wachsenden Zeitgeist rund um das Thema Regeneration. Eine Organisation, die sich auf diesem regenerativen Weg befindet, arbeitet darauf hin, alle Interessengruppen zu berücksichtigen, einschließlich der Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Investoren, der breiteren Gesellschaft und Umwelt. Die Schaffung einer zielgerichteteren, unternehmerischen, selbstverwalteten, vielfältigen und integrativen Arbeitsweise setzt das Regenerationspotenzial von Vivobarefoot frei. 

Wichtig ist zudem das Wertversprechen an die Kunden sowie die Lieferkette und die Beziehungen zu anderen Interessengruppen, die bestimmen, wie sich das Unternehmen in der Welt präsentiert. Diese innere und äußere organisatorische Kohärenz ermöglicht es, dass die verschiedenen Beziehungen zu den Stakeholdern durch die Produkte, Dienstleistungen, Erfahrungen und Gemeinschaften, die das Unternehmen fördert, gedeihen können. 

Sieht man sich die Produkte an, stützen sich diese auf höchste Qualität bei den Materialien und auf einfache Barfuß-Designprinzipien: breit, dünn und flexibel, für optimale Fußgesundheit und natürliche Bewegung. Aber wir machen eben nicht nur Schuhe, sondern bieten mit VivoHealth eine komplette Gesundheitsplattform mit interessanten Informationen und Kursen an und haben mit Revivo einen eigenen Sekundärmarkt für gebrauchte Schuhe eingeführt.

Vivobarefoot, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns als Pionier auf dem Gebiet der natürlichen Gesundheit und bauen ein Exempel für ein regeneratives Unternehmen mit einer wachsenden Gesundheits-Lifestyle-Community weiter aus.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Hier fallen mir auch wieder unsere Unternehmenswerte ein:

Tanzen – mehr bewegen, kontinuierliche Verbesserung, ständige Zusammenarbeit

Einfachheit ist das A und O – wir halten, was wir versprechen. Ehrlichkeit, Fokus, ebenso das Feiern   von Misserfolgen, weil wir daraus schneller und nachhaltiger lernen.

Vielfalt – Verlassen Sie Ihre Komfortzone, seien Sie kreativ, innovativ und regenerativ

Wir bedanken uns bei Galahad und Asher Clark für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gute Nerven mit den Behörden

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better probiotics

better probiotics: Luft- und Oberflächenreinigung durch Probiotika, die mit einem Spray oder einem Zerstäuber in Innenräumen verteilt werden

Stellen Sie sich und das Startup better probiotics doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Christian, Geschäftsführer und Mitgründer des Startups better probiotics©. Ich habe mich mit better probiotics© getraut, in anderen Ländern schon gängige Methoden, für den europäischen Markt zu adaptieren und wettbewerbsfähig zu machen. Grade in Deutschland vertraut man noch sehr auf konservative Heilmethoden. Der Trend geht zwar zur alternativen Medizin und grade Probiotika sind auf dem Vormarsch, doch ist etwas neu, begegnet man dem grundsätzlich skeptisch.

Und wir haben etwas Neues, Luft- und Oberflächenreinigung durch Probiotika, die mit einem Spray oder einem Zerstäuber in Innenräumen verteilt werden. Ein äußerst umkämpfter Markt, wir haben jedoch mit unserer Innovation eine mehr als berechtigte Daseinsberechtigung.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Schon vor einigen Jahren bin ich auf einer Messe im Ausland in Berührung mit flüssigen Probiotika gekommen. Ich leide selber an Allergien und habe mir eine Flasche zum Testen mitgenommen und war von der Wirkung absolut begeistert. Mein Selbstversuch war mitten in der Allergiesaison und ich hatte mit den typischen Symptomen, wie verklebte Augen und einer „verschlossenen“ Nase zu tun. Da ich in der Allergiesaison regelmäßig Antihistaminika zu mir genommen habe und hierdurch regelmäßig träge/müde war, bin ich sowieso auf der Suche nach Alternativen gewesen. Durch das Versprühen des Sprays auf meinem Bett vor dem Schlafen gehen, konnte ich auf meine Antihistaminika verzichten. 

Nach einer Marktanalyse, konnte ich feststellen, dass Probiotische Sprays / Zerstäuber auf dem deutschen Markt quasi nicht vorhanden waren. Nach jahrelanger Forschung mit meinen Geschäftspartnern in Zusammenarbeit mit Mikrobiologen konnten wir Anfang 2022 nach umfangreichen Tests mit Probanden und Laboruntersuchungen unser Endergebnis in den Händen halten. Kurz danach, haben wir mit der Gründung unserer Better Probiotics GmbH begonnen und vertreiben unsere Produkte seit Oktober 2022.

Welche Vision steckt hinter Better Probiotics?

In Deutschland gibt es etwa 30 Millionen Allergikerinnen und Allergiker. Viele von diesen müssen in ihrem zu Hause Antihistaminika oder Kortison nehmen, um sich dann nicht mit den Symptomen, aber mit den Nebenwirkungen der Medikamente rumschlagen zu müssen. Wir wollen nicht nur die Symptome lindern, wir wollen den Auslöser beseitigen, um nachhaltig das Wohlbefinden zu steigern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere probiotische Lösung war sicher die größte Herausforderung von uns, da gewährleistet sein muss, dass die in der Flüssigkeit befindlichen Probiotika nicht absterben oder aktiv sein dürfen. Bildlich gesprochen, befinden sich die Probiotika in einem schlafenden Zustand und werden durch den Sprühstoß des Sprays oder des Zerstäubers wieder aktiv. Außerdem ist die Wahl des richtigen Stammes sehr wichtig, da die Wirksamkeit natürlich gegeben sein muss.
Finanziert werden wir durch einen unserer Geschäftspartner, der von der Wirksamkeit und dem Potenzial unserer Produkte überzeugt ist.

Wer ist die Zielgruppe von Better Probiotics?

Zu unserer Zielgruppe zählen allen voran alle Allergiker, die auf Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare reagieren. Natürlich sind unsere Produkte aber für jeden, da sie auch erfolgreich Viren oder bakteriell bedingten Geruch (Haustier- oder Hausmüllgeruch) beseitigen und somit Innenräume nachhaltig reinigen. Im BtoB Bereich zählen Apotheken, Reformhäuser, Bettenhäuser, Elektronikfachhändler dazu.  

Wie funktioniert Better Probiotics? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Allergene bestehen zu einem Teil aus Proteinen (Eiweißen), auf die der menschliche Körper oft allergisch reagiert. Die Probiotika, die unsere Produkte freisetzen, sind gute Bakterien, die sich von diesen Proteinen ernähren. Einmal freigesetzt, suchen die Probiotika sich die Allergene und machen diese in ihrem normalen Ernährungsprozess für den Menschen unschädlich.

Die bisherigen Filtersysteme zur Luftreinigung, reinigen auch ausschließlich die Luft, außerdem lässt die Filterleistung stetig nach, bis der Filter irgendwann getauscht werden muss. Was ist aber mit Gegenständen und Oberflächen? Diese sind meistens auch von Allergenen befallen und verunreinigen von dort die Luft erneut. Unsere Probiotika haben dauerhaft den gleichen Wirkungsgrad und reinigen nicht nur die Luft, sondern zusätzlich auch die Gegenstände und Oberflächen. 

Better Probiotics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie bereits erwähnt haben wir etwa 30 Millionen allergische Personen in Deutschland. Von denen können wir vielen helfen und diese wollen wir erreichen. Dafür ist es wichtig, ein flächendeckendes Händlernetz zu haben. Wir wollen neben unserem eigenen Onlineshop und diversen Online-Apotheken auch in die Vorort-Apotheken und Reformhäuser, um unsere Produkte überall und jederzeit zugänglich zu machen und um auch Allergiker helfen zu können, die nicht dauerhaft im Netz unterwegs sind. 

Wir wollen neben der herkömmlichen Medizin, eine ernstzunehmende Alternative darstellen und freuen uns eine Innovation am Markt zu etablieren. Zusätzlich erarbeiten wir mit potenziellen Kunden individuelle Möglichkeiten, um unsere Probiotika durch eine Klimaanlage oder Belüftungsanlage flächendeckend zu verteilen. Viele Nutzer haben Probleme mit der Verunreinigung von Klimaschächten, die wir mit unserer Lösung ebenfalls reinigen können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Gute Nerven mit den Behörden
  2. Durchhaltevermögen 
  3. Eine gute Strategie für den Markenaufbau / Marketing 

Wir bedanken uns bei Christian Gehrmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: better probiotics

Kontakt:

Better Probiotics GmbH
Marie-Curie-Straße 11
22941 Bargteheide
Deutschland

https://www.betterprobiotics.de/
c.gehrmann@betterprobiotics.de

Ansprechpartner: Christian Gehrmann

Social Media:
Instagram
Facebook

“Nein” sagen zu können ist einer der wichtigsten Skills

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black forest

Black Forest Co. bietet hochwertige und natürliche Pflegeprodukte für langanhaltendes Wohlbefinden

Stellen Sie sich und das Startup Black Forest doch kurz unseren Lesern vor!

Black Forest Co. bietet hochwertige und natürliche Pflegeprodukte für langanhaltendes Wohlbefinden an. Wir helfen pflegebewussten Menschen, die passenden Produkte zu finden, indem wir transparent über Inhaltsstoffe und deren Wirkungsweise kommunizieren. Unsere gesamte Produktion findet regional in Baden-Württemberg statt.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee ein Unternehmen zu gründen folgte der persönlichen Problematik, dass es keine hochwertigen & natürlichen Bartpflegeprodukte im deutschen Markt zu finden gab.

Der Ursprung von Black Forest Co. war also mit Bartpflegeprodukten.

“Wenn es schon keine am Markt gibt, dann müssen wir das anbieten – es gibt 100% noch mehr Bartträger, die gerne sehr gute Pflegeprodukte hätten, made in Germany”. So in etwa habe ich, Michael Hiller, diese Idee Ende 2019 unserem jetzigen Geschäftsführer und Mitgründer Tobias gepitched.

Welche Vision steckt hinter Black Forest Co.?

Die meisten Menschen interessieren sich für ihre tägliche Pflege, sind aber mit dem Übermaß an Informationen oft überfordert. Es besteht ein berechtigtes Misstrauen gegenüber langen Inhaltsstofflisten, welche für Verbraucher*innen kompliziert und unverständlich formuliert sind. Wir möchten daher sinnvolle premium Pflegeprodukte mit einer unkomplizierten, ehrlichen Kommunikation anbieten, sodass sich unsere Kunden tagtäglich wohlfühlen. Das Ganze in einem nachhaltigen Rahmen und Made in Germany.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es war eine Herausforderung die Idee auf die gewollte Art umzusetzen. Besonders die Produktentwicklung: Ohne große Vorkenntnisse haben wir uns lange mit den Inhaltsstoffen und Rezepturen beschäftigt, bevor wir in der Lage waren ein Konzept zu entwickeln, dass sich anschließend auch in größeren Mengen produzieren lässt. 

Die ersten Bartöle haben wir noch in einem umgebauten Hobbyraum selbst produziert und abgefüllt, bevor wir uns dann entschieden haben unser Sortiment durch kompliziertere Produkte zu erweitern. Dafür mussten wir erstmal einen passenden Produzenten finden, der sowohl in überschaubaren Mengen Produkte für uns produzieren konnte wie auch nach unseren konkreten Vorstellungen. Bis heute haben wir die Firma aus eigenen Mitteln finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Black Forest? 

Mittlerweile ist unsere Zielgruppe breitgefächert. Hauptsächlich fokussieren wir aber junge Erwachsene, die großen Wert auf hochwertige Pflege legen und sich intensiver mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Priorität war es von Anfang an, sinnvolle Produkte anzubieten. Das heißt, unnötige oder gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe kommen nicht rein.

Wir verzichten komplett auf Parabene, Sulfate und Silikone. Diese sind oft deutlich günstiger, stehen aber in Verbindung mit gesundheitlichen Risiken.

Ein weiterer Fokus liegt bei uns auf der Nachhaltigkeit und wie wir wirtschaften. Unsere gesamte Supply Chain findet innerhalb von Baden-Württemberg statt. Unser Produzent und ein großer Teil seiner Zulieferer kommen aus Baden-Württemberg. Darauf sind wir wirklich stolz, denn nachhaltige Verpackungen sind das eine Thema, aber eine regionale Supply Chain nachweisen zu können ist wirklich (noch) nicht gängig.

Black Forest Co. wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten kontinuierlich und organisch wachsen. Das bezieht sich sowohl auf das Sortiment unserer Produkte als auch auf den Umsatz. Die Marke Black Forest Co. soll definitiv im DACH Bereich direkt mit Vertrauen und hochwertigen Pflegeprodukten assoziiert werden. Neben einem erfolgreichen D2C Bereich, möchten wir in fünf Jahren auch im B2B Bereich, d.h. Hotels, Friseure, Boutiquen etabliert sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Um unserem Credo zu folgen, ehrlich und transparent zu sein, hier drei echte Tipps:

Seid Euch bewusst, dass es ein sehr unsicherer Weg ist, der oftmals frustrierend und undankbar sein kann. Wenn Ihr nicht bereit seid, viel Zeit ohne garantierten Erfolg zu investieren, dann ist es nichts für Euch.

Don’t take shit personal.

“Nein” sagen zu können ist einer der wichtigsten Skills. Mehr Erfolg führt zu mehr tollen Opportunitäten – verliert nicht den Fokus und lernt gezielt “Nein” sagen zu können. Das steht auch in direktem Zusammenhang zu Tipp Nr. 2 – tolle Vorschläge im Team müssen manchmal mit “Nein” beantwortet werden. Hard choices, easy life. Easy choices, hard life.

Wir bedanken uns bei Michael Hiller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Keine Angst vor der Achterbahnfahrt

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Code Gaia

Code Gaia hilft Unternehmen, ihre unternehmerischen Aktivitäten im Kontext Nachhaltigkeit zu analysieren, zu optimieren und zu reporten

Stellen Sie sich und das Startup Code Gaia doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Markus Adler, Managing Director bei Code Gaia. Das Software Start-up habe ich zusammen mit Niklas Schönstein und Till Kundrun 2020 in München gegründet – damals noch unter dem Namen Spenoki. Mit unserer All-in-One Web App helfen wir Unternehmen, ihre unternehmerischen Aktivitäten im Kontext Nachhaltigkeit zu analysieren, zu optimieren und zu reporten. Wir bei Code Gaia sind zutiefst davon überzeugt, dass eine gelingende Transformation zu einer nachhaltigen Unternehmenswelt damit beginnt, den eigenen Status Quo zu kennen. 

Man muss wissen, wo man steht, um von dort aus Step by Step die richtigen Schritte initiieren zu können, um am gewünschten Ziel anzukommen. Ähnlich wie bei einem Navigationsgerät – zum Start – bitte Standort und Ziel angeben. Um die Nachhaltigkeitsreise für Unternehmen effizient und so einfach wie möglich zu gestalten, vereinen wir smarte Technologie, Nachhaltigkeits Know How und persönlichen Expert:innen-Support. So ermöglichen wir mittelständischen Unternehmen messbaren Fortschritt und gesetzeskonforme Berichterstattung – quasi Sustainability as a Service.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Niklas und mir war schon früh klar, dass wir mit unternehmerischen Mitteln und Technologien einen bedeutenden Hebel für die großen Herausforderungen unserer Zeit haben. Mich treibt grundsätzlich das Ziel an, eine lebenswerte Zukunft zu gestalten, da ich wirklich Sorge habe, wie es einmal meinen Kindern und Enkeln ergehen wird. In meiner vorherigen Tätigkeit in der Bank habe ich mich auch mit dem Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung beschäftigt und die Probleme bei der Datenerhebung selbst miterlebt. Das war total aufwändig und zeitraubend.

Niklas meinte, dass wir diesen Prozess doch auch einfach automatisieren können. So ist dann Code Gaia bzw. Spenoki entstanden. Wir haben also angefangen, als noch nicht klar war, in welchem breiten Rahmen die Berichtspflicht kommen wird und welcher Need für eine passende Lösung bei den meisten Unternehmen entstehen würde.  

Welche Vision steckt hinter Code Gaia?

Wir wollen mit Code Gaia alle kniffligen Teile des Nachhaltigkeitsmanagements für Unternehmen vereinfachen. Gerade KMUs stehen vor der Herausforderung, die neue, umfangreiche Berichtspflicht und die Anforderungen der Stakeholder richtig umzusetzen. Der Prozess ist normalerweise sehr aufwändig, außerdem gibt es auf diesem Gebiet noch wenig Expertise.

Mit einer smarten Lösung mit hohem Automatisierungsgrad und der Unterstützung durch unsere Nachhaltigkeitsspezialist:innen können wir dieses Problem lösen. Unsere Anwendung bietet Mittelständlern einen Funktionsumfang auf Enterprise-Level, das es sonst nur zum entsprechenden Preis gibt. Wir sind davon überzeugt, dass KMUs großes Potential haben, einen sinnvollen Beitrag für den Planeten und eine lebenswerte Zukunft leisten. Deshalb setzen wir hier an.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Am Anfang standen wir viel kritischem Feedback von Branchenexpert:innen gegenüber, die nicht von unserer Vision überzeugt waren. Dass wir ein so junges Gründerteam sind, war sicher auch ein Faktor, der es schwieriger gemacht hat, Investor:innen zu überzeugen. Ich kann Gründer:innen daher nur raten, so ein Feedback selbst kritisch zu betrachten, das Sinnvolle mitzunehmen und nicht den Glauben an sich, das Team und vor allem das Geschäftsmodell zu verlieren.

Wir hatten uns am Anfang über eine PreSeed Runde mit Business Angels finanziert und sehr früh mit Pilotkunden die ersten Umsätze gesichert. So konnten wir uns finanzieren und uns Vollzeit auf die Realisierung unserer Idee und Aufbau der ersten Strukturen konzentrieren. 

Wer ist die Zielgruppe von Code Gaia?

Unser Fokus liegt auf Unternehmen aller Branchen, insb. Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden mit Pflicht zum ESG-Report im Rahmen der CSRD. Außerdem ist unsere Lösung auch für Berater:innen relevant, die Unternehmen bei ihrer Transformation begleiten oder mit der Erstellung von nichtfinanziellen Reportings betraut werden (z.B. Steuer- und Wirtschaftsberatungen). Wir haben aktuell rund 80 Kunden, darunter Sono Motors, der VfB Stuttgart und die Arena Hospitality Group. 

Wie funktioniert Code Gaia? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Code Gaia ist die wirtschaftlichste Lösung für das Nachhaltigkeitsmanagement mit dem höchsten Automatisierungsgrad. Etwa vier Stunden Zeitaufwand reichen aus, um alle relevanten Daten ins Code Gaia Portal zu laden. Ob Eingangsrechnungen, smarte Fragebögen oder andere Datenquellen – mit unseren automatisierten Prozessen können wir Excel-Chaos vermeiden und Unternehmen so viel Zeit und Arbeit ersparen. 

Bei diesen ersten Schritten begleitet ein:e individuelle:r Nachhaltigkeitsspezialist:in unsere Kund:innen und unterstützt sie bei der Erstellung ihres personalisierten Nachhaltigkeitsdashboards sowie der Definition der gewünschten Nachhaltigkeitsziele, des Berichts- bzw. Analyseumfangs und dem Berichtszeitraum. Sobald die Daten verarbeitet wurden, erhalten Unternehmen ihren Status Quo in Sachen Nachhaltigkeit übersichtlich und nach anerkannten Standards in Kennzahlen aufbereitet im Dashboard, sodass sie zu den Anforderungen ihrer Stakeholdern passen. 

Aus diesem Dashboard können sie sich dann ihren individuellen Nachhaltigkeits-Report downloaden – ob als Factsheets oder ESG-Report und mit nur einem Klick. Darüber hinaus bieten wir eine Optimierungslösung – direkt aus dem Code Gaia Tool heraus, datenbasiert und ohne teure Tagessätze.

Code Gaia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In fünf Jahren sind wir die führende ESG Management und Reporting Lösung für KMUs in Europa. Wir möchten in dieser Zeit mindestens 2500 KMUs dabei helfen, Prozesse im Nachhaltigkeitsmanagement wirtschaftlicher zu gestalten, damit die eingesparten Kosten und Zeit in die Umsetzung von Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft fließen können. Das motiviert mich immer wieder jeden Tag, da unsere Kunden gemeinsam eine positive Transformation anstoßen können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Einfach machen

“Fail fast, learn faster” – Es ist wirklich wichtig schnell herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Oft kann man nicht alles perfekt durchplanen und vieles ändert sich auf dem Weg zum Ziel, da gilt es schnell in die Umsetzung zu kommen um die Geschwindigkeit hochzuhalten. 

2. Keine Angst vor der Achterbahnfahrt

Gründen ist einfach ein Auf und Ab. Das ist normal und das kommt ganz automatisch. Glaubt mir, das geht allen Gründer:innen ähnlich und es gilt, diese Art von Leben lieben zu lernen und das große Ganze zu sehen. 

3. Achtet auf euch selbst

Trotz oft nicht vermeidbarer langer Arbeitszeiten, Druck und großen Herausforderungen ist man als Gründer:in auch eine wichtige Ressource für das Unternehmen. Deswegen solltet ihr auf euch selbst aufpassen und auf eure Gesundheit und Ernährung achten. Ein freier Sonntag in der Natur ohne Handy zum Beispiel kann euch so viel Energie geben, dass ihr in der folgenden Woche schon wieder viel klarer denken könnt und mehr schafft. 

Wir bedanken uns bei Markus Adler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sprecht offen über Eure Idee

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silberfluss

Silberfluss unterstützt Kanzleien dabei, verschiedenste Arbeitsprozesse zu automatisieren

Stellen Sie sich und das Startup Silberfluss doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein junges Startup aus München und sind Teil des Gründernetzwerkes der Hochschule München. Unser 4-köpfiges Gründerteam besteht aus LegalTech Experten, Wirtschaftsinformatikern und Softwareentwicklern. Silberfluss unterstützt Kanzleien dabei, verschiedenste Arbeitsprozesse zu automatisieren. Dabei reichen die Einsatzgebiete von Massenverfahren im Fluggast- und Kapitalmarktrecht bis zu klassischen Mandaten mit persönlicher Betreuung. Unsere Zusammenarbeit zeichnet sich durch die enge Einbindung der IT Systeme der Kanzlei sowie Einbezug der Mandanten und weiterer Verfahrensbeteiligter aus. Eine Art digitaler Sekretär sozusagen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Schon immer haben mich Informatik und Jura gleichermaßen fasziniert. In meinem Informatikstudium habe ich deshalb als Nebenfach Jura gewählt und an verschiedenen Hackathons für LegalTech teilgenommen. Dabei ist mir dann die Idee für Silberfluss gekommen. Konkretisiert hat sich die Idee durch eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Anwaltskanzleien und durch Unterstützung verschiedener Förderungen und Inkubatoren, unter anderem von der Hochschule München. Gründen ist für uns eine der besten Möglichkeiten, einen Impact zu haben – Impact für Kunden, für Mitarbeiter, aber auch für die gesamte Gesellschaft.

Welche Vision steckt hinter Silberfluss?

Unser Zugang zum Recht wird maßgeblich geprägt durch die Arbeit der Kanzleien. Wir möchten Kanzleien befähigen, sich voll auf die inhaltliche Arbeit zu konzentrieren, alle “lästigen” Arbeitsschritte zu automatisieren, und Mandanten eine moderne und nutzerfreundliche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kanzleien ermöglichen. Mittelfristig möchten wir diese Prinzipien auch auf die öffentliche Verwaltung und Rechtsabteilungen anwenden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

In den über 2,5 Jahren, seit dem wir an Silberfluss arbeiten, haben wir uns mit verschiedenen Ideen beschäftigt. Dabei war es herausfordernd, einen Product-Market-Fit zu finden, welcher Kanzleien begeistert und ihnen einen großen Mehrwert liefert. Gleichzeitig war das ein wichtiger Teil unserer Reise als Startup und hat uns viele Learnings geliefert. Finanziert sind wir bisher über das EXIST Gründerstipendium mit Unterstützung der Hochschule München. Danach planen wir gegen Ende des Jahres neben eigenen Umsätzen eine Anschlussfinanzierung.

Wer ist die Zielgruppe von Silberfluss?

Aktuell wird unser digitales Back-Office von mittelständischen Kanzleien genutzt. Einerseits sind das Kanzleien mit Massenverfahren in den Bereichen Fluggast- oder Kapitalmarktrecht, andererseits mittelständischen Kanzleien, die ihre Mandanten persönlich beraten, und durch Silberfluss verschiedene Arbeitsabläufe um die Beratung herum automatisieren. Das reicht vom Mandanten-Onboarding, über das Einordnen von Sachverhalten, den Entwurf von ersten Verträgen und Schriftsätzen bis hin zur Korrespondenz mit verschiedenen Beteiligten, Gegnern oder Versicherungen. Erstes Interesse haben wir auch von Rechtsabteilungen, Großkanzleien und der öffentlichen Hand bekommen, was auch spannende Anwendungsfälle eröffnet.

Wie funktioniert Silberfluss? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Silberfluss kann man sich vorstellen wie das digitale Back-Office oder den digitalen Sekretär einer Kanzlei oder einer Behörde. Über unsere Cloud-Plattform können über einen Baukasten komplexe Arbeitsabläufe zusammengeklickt werden, die dann automatisiert ausgeführt werden. Von anderen Anbietern unterscheidet uns, da wir keine reine Dokumentenautomatisierung sind, sondern eine komplette Workflow-Management-Lösung für komplexe Interaktionsprozesse zwischen mehreren Beteiligten. Außerdem liefern wir vorgefertigte Prozesse für verschiedene Kanzlei-Abläufe, die direkt “out-of-the-box” einsetzbar sind mit Schnittstellen zu den wichtigsten Kanzleisoftwares.

Silberfluss, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Silberfluss soll die Automatisierungsplattform für die Rechtsbranche und die öffentliche Verwaltung werden. Das erreichen wir, in dem wir diese befähigen, ihre Automatisierungspotenziale so einfach wie möglich auszuschöpfen. Dies beinhaltet eine effizientere und angenehmere Mandantenkommunikation und eine vollumfängliche Nutzung von Automatisierungsmöglichkeiten. Bisher werden nicht mal ansatzweise die vorhandenen Automatisierungspotenziale ausgenutzt. Auch werden wir unser Team im Bereich Sales, Customer Success und Entwicklung erweitern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bleibt hartnäckig und ausdauernd, aber nehmt trotzdem jegliches Feedback vom Markt sowie Kunden ernst. Man tendiert gerne dazu, entweder zu stur auf einem Konzept zu beharren oder zu schnell aufzugeben.

Sprecht im Gründerteam offen und ehrlich über Eure Zukunftspläne, Vision, Ziele und Erwartungen. Ein Team, in dem jeder in die gleiche Richtung arbeitet, ist jeder Herausforderung gewachsen.

Sprecht offen über Eure Idee. Nur so könnt ihr Feedback bekommen und Euer Konzept weiterentwickeln. Die wenigsten Startups machen am Ende genau das, was ihre Anfangsvorstellung war.

Wir bedanken uns bei Lukas Ballweg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gezielt nach Hilfe fragen

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HEAVN

HEAVN – Licht für gesteigertes Wohlbefinden und eine höhere Leistungsfähigkeit

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen HEAVN Lights unseren Lesern doch kurz vor.

Man könnte HEAVN einen Hersteller von Premium-Leuchten nennen, aber HEAVN ist – nach unserem Verständnis – eine völlig neue Interpretation von Licht. Konkreter heißt das, dass wir nicht wie üblich bei dem Status Quo anfangen und gucken was man an dieser Lampe optimieren oder was man hinzufügen kann. Viel mehr haben wir uns gefragt, was denn das perfekte Licht wäre.

Von dieser Idealvorstellung ausgehend haben wir dann ein Beleuchtungskonzept entwickelt, welches nicht nur Helligkeit und Atmosphäre schafft, sondern auch auf die biologischen Bedürfnisse des menschlichen Körpers eingeht. Es war uns sehr wichtig in unserer Interpretation von Human-Centric-Lighting keine Kompromisse einzugehen und dem Nutzer eine nahtlose Erfahrung zu bieten. Am Ende dieser Entwicklung stand unsere die HEAVN One. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Das Thema Licht hat mich schon als Kind fasziniert. Schon früh begann ich mit dem Bau eigener Leuchten und habe mich mit Licht und Architektur auseinandergesetzt. An der Universität konnte ich dies dann weiter vertiefen. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, wie bedrückend das Licht in vielen Bürogebäuden und Wohnungen wirken kann und wie häufig das Licht entgegen dem Wissen aus der Forschung gestaltet war.

Auf der Suche nach Lösungen habe ich dabei auch den positiven Effekt von Tageslichtleuchten entdeckt. Mit dem richtigen Licht fühlte ich mich einfach viel besser und fand auch den Winter deutlich angenehmer. Zeitgleich zeigte mir dies aber auch, wie weit unsere gewöhnliche Beleuchtung noch von der Idealvorstellung entfernt ist. Als es dann eine konkrete Vision der perfekten Beleuchtung gab, war mir klar, dass ich das auch auf den Markt bringen will. 

Welche Vision steckt hinter HEAVN?

Das perfekte Licht für den ganzen Tag – ohne, dass man sich selbst darüber Gedanken machen muss. Einfach im Hintergrund gesteuert, biologisch wirksam und an den Verlauf der Sonne angepasst. Den Übergang zum dynamischen Licht betrachten wir wie den Umstieg der klassischen Glühbirne zur LED, vom alten Röhrenfernseher hin zu hochauflösenden Bildern oder wie vom Benzin- hin zum Elektromotor. Es ist der nächste logische Schritt und eine Erfahrung, von der man – hat man sie einmal erlebt – auf keinen Fall mehr zurück möchte.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Um unsere Vision des perfekten Lichts umzusetzen haben wir von Anfang an eine gute Symbiose aus Software und Hardware angestrebt. In der ganzen Branche gab es nicht die Lösungen, die wir brauchten, aber wir wollten auch keine Kompromisse eingehen. Der Entwicklungsaufwand war daher immens und es war eine große Herausforderung zeitgleich unsere erste Produktion zu finanzieren. Im Rahmen des Bootstrappings haben wir das nur durch unsere extrem starke Motivation und unseren hohen Arbeitseinsatz geschafft. Durch verschiene Netzwerke und auch die Unterstützung des MakerSpace von der TU München, haben wir es aber geschafft für all diese Herausforderungen entsprechende Lösungen zu finden.

Wer ist die Zielgruppe von HEAVN?

Auch wenn wir preislich im Premiumsegment sind, schließt die Zielgruppe jeden ein, der die Vorteile wertschätzen kann. Licht ist ja ein bisschen wie Kaffee. Manche sehen ihn als Gebrauchsgegenstand und manche haben ihn für sich als wichtige Lebensqualität eingestuft und zahlen entsprechend etwas mehr. Ob man gezielt die Produktivität steigern will oder es einem um das generelle Wohlbefinden geht, spielt keine Rolle. Einer guten Beleuchtung wird jedenfalls in verschiedenen Studien immer wieder ein sehr großer Effekt zugesprochen. 

Wie funktioniert das Licht von HEAVN? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet die Leuchten von anderen Anbietern?

Wie schon erwähnt ist das, was wir mit HEAVN machen, ein absolutes Novum – Unsere HEAVN One ist z.B. nicht einfach eine Lampe, sondern ein auf die Bedürfnisse beim Arbeiten abgestimmtes Beleuchtungskonzept. Sie wurde unter Mitwirkung von Schlafforschern entwickelt und wird nun in unserer eigenen Produktion bei München produziert.

Auch wenn es auch viele andere Tageslichtleuchten gibt, so schafft es keine andere diese weltweit einzigartige Vielfalt der Funktionen in einem Produkt zu vereinen. Über das schöne Lichtbild mit einer intelligenten Tageslichtsteuerung bis hin zur speziellen Szene für die Videokonferenz – In der HEAVN One ist alles in einem hochwertigen und minimalistischen Design integriert.

HEAVN – wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Grundsätzlich wünscht man sich natürlich, dass die eigene Marke erfolgreich ist und dass man das eigene Produkt stetig verbessern kann. Aber abseits davon wollen wir ein Umdenken anstoßen. Licht ist ein essenzieller Bestandteil unseres Lebens, der extrem viel bewirken kann. Leider wird Licht jedoch rein aufgrund der sichtbaren Wellenlängen bewertet. Der biologische Effekt des Lichts wird meist noch komplett vernachlässigt. In den nächsten fünf Jahren würden wir daher gerne unsere technologische Marktführerschaft weiter ausbauen und noch viele weitere einzigartige Lösungen am Markt vorstellen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Am Anfang der Unternehmung ist es immer sinnvoll ein ernsthaftes Problem zu lösen. Bei uns war das zum Beispiel die Müdigkeit am Schreibtisch und die Abwesenheit guter Lösungen für gesundes Licht. Hat man einen Ansatz gefunden ist definitiv ein dickes Fell und Geduld notwendig. Sonst wird man es nicht lange durchhalten, denn Frust und Rückschläge gehören einfach dazu. Der dritte Tipp ist es auch einfach mal gezielt nach Hilfe zu fragen. Ich war erstaunt, wie gerne sich Gründer untereinander aushelfen und was einem das Netzwerk vor Ort so alles an Fördermöglichkeiten und Erfahrungen geben kann. 

Bild: Catherina Hess/Süddeutsche Zeitung Photo

Wir bedanken uns bei David große Austing für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Cherry Chicken Blossom – die Kirschblütenzeit wird yummy

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Cherry Chicken Blossom - die Kirschblütenzeit wird yummy

Yummy, yummy, Japan!

Im März beginnt die Kirschblütenzeit – der perfekte Zeitpunkt, um mit unserer liebsten japanischen Nudelsuppe in den Frühling zu starten. Denn die plant-based Instant Ramen von yummy gibt es jetzt im Upgrade. Die drei Sorten Chickless, No Pork und Unbeefed waren ohnehin schon unglaublich gut im Geschmack und sind jetzt einfach unschlagbar lecker.
Dabei hat yummy sich diesmal noch stärker an der asiatischen Küche orientiert und den Geschmack intensiviert. Gleichzeitig bleiben die Gesundheitsfaktoren genauso vorteilhaft erhalten, wie sie immer schon waren: vegan, glutenfrei, palmölfrei, reich an Proteinen und mit minimalem CO2-Fußabdruck.
Ob Lunch im Office, Abendessen zu Hause oder einfach unterwegs: die Instant Ramen von yummy sind unser absoluter Favorit für die schnelle, vegane und vollwertige Küche. Auch bei großem Hunger.
500ml heißes Wasser aufgießen, umrühren und nach ein paar Minuten sind die Ramen fertig.Passend dazu gibt es den praktischen To Go Becher, den man mit heißem Wasser befüllen und Ready To Eat mitnehmen kann.
Yummy wurde 2021 von Sebastian Büchte, Pascal Lehmann und Patrick Sbosny in München gegründet. Das Trio vereint jahrzehntelange Erfahrung in der Sterneküche mit E-Commerce- sowie Management-Know-How und hat sich zum Ziel gesetzt, gesunde Ernährung schneller, einfacher und leckerer zu machen.
Das Sortiment umfasst drei Sorten Instant-Ramen, die alle den Nutri-Score A erhalten und sättigende Mahlzeiten sind. Alle Sorten sind vegan, glutenfrei und Ballaststoff- sowie Eiweisquellen.
yummy – good for you and good for the planet!
Die yummy Produkte sind alle Online unter yummyeats.co erhältlich.
Sie kosten ab 29,90 € (6er Mix).
Quelle Sonja Berger Public Relations

priovi entlastet Borderline-Betroffene und Behandler

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priovi

priovi: Erste digitale Therapie für Borderline-Patient:innen ist ab sofort auf Rezept erhältlich

Ab sofort können Patient:innen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) mit „priovi“ auf die erste Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für diese Erkrankung zurückgreifen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erteilte der neuen DiGA die Zulassung als verschreibungsfähiges Medizinprodukt, damit ist sie durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattungsfähig. Mit priovi haben die Expert:innen der Hamburger GAIA AG die erste DiGA zur Behandlung der Borderline Persönlichkeitsstörung auf den Markt gebracht, die BPS-Patient:innen ergänzend zur Psychotherapie kontinuierlich begleitet.

Entwickelt wurde die Therapie federführend von Dr. phil. Gitta Jacob, die zu den wichtigsten Protagonist:innen der Schematherapie-Szene in Europa zählt und als Autorin bekannt ist. Die leitende Psychotherapeutin der GAIA AG hat es mit dem priovi-Team geschafft, unzähligen Betroffenen einen unkomplizierten Zugang zu einer modernen, effektiven und beliebten Therapie zu ermöglichen. Die Einmallizenz der DiGA gilt für ein ganzes Jahr, sodass Nutzer:innen nicht wie sonst üblich nach 90 Tagen erneut eine Verschreibung beantragen brauchen.

Dr. Mario Weiss, Arzt und Vorstandsvorsitzender von der GAIA AG, sagt: „Wir freuen uns, Patient:innen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung eine digitale Therapie anbieten zu können, die nicht nur wirksam, sondern auch schnell und unkompliziert verfügbar ist. Das spielt gerade deshalb eine wichtige Rolle, weil Borderline-Patient:innen auf eine auf die Störung zugeschnittene Therapie oft viel zu lange warten müssen. priovi kann hier eine Lücke in der Versorgung schließen und auch nach Beendigung einer stationären Therapie begleitend unterstützen.“

Schwerwiegendes, aber unterversorgtes psychiatrisches Krankheitsbild

Etwa 1,5 Millionen Deutsche leiden an der Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS). Zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Bei BPS handelt es sich um ein schwerwiegendes psychiatrisches Krankheitsbild, dessen Symptome von heftigen Gefühlsschwankungen über selbstschädigende Verhaltensweisen bis zum Suizid reichen können. BPS ist durch Impulsivität, Instabilität von Gefühlen und einem sehr kritischen Selbstbild geprägt. „Betroffene fühlen sich innerlich zerrissen und leiden unter großen Ängsten vor dem Alleinsein. Dennoch haben sie massive Probleme im Umgang mit anderen Menschen.

Dadurch gelingt es ihnen nur selten, stabile Beziehungen aufzubauen, was die ganze Problematik natürlich verschlimmert“, erklärt Dr. Gitta Jacob, leitende Psychotherapeutin der GAIA AG. Die innere Anspannung der Patient:innen ist teilweise so stark, dass sie sich selbst verletzen, zu Drogen greifen oder ihre Emotionen mit hoch riskanten Aktivitäten herunterregulieren. Für die Entstehung der Borderline-Störung spielen in vielen Fällen frühe traumatische Erfahrungen eine entscheidende Rolle. Mehr als 60 Prozent der Borderline-Patient:innen hat mindestens einen Suizidversuch verübt, was die Notwendigkeit einer Behandlung verdeutlicht.

Mittlerweile ist die Borderline-Störung durch Psychotherapie gut behandelbar. Mit Hilfe einer störungsspezifischen Therapie können viele Betroffene den Teufelskreis der Erkrankung aufbrechen, auch wenn sie zum Teil jahrelang noch mit weiteren psychischen Problemen kämpfen. Allerdings ist nur ein relativ kleiner Anteil der niedergelassenen Psychotherapeut:innen qualifiziert, solche spezifischen Therapien anzubieten.

In der Praxis erhalten viele der Betroffenen stattdessen vor allem Psychopharmaka. Diese Medikamente können in Krisen sinnvoll sein, helfen jedoch langfristig nicht gegen die Borderline-Störung und bringen oft problematische Nebenwirkungen mit sich. Eine weitere Herausforderung in der Behandlung liegt darin, dass die störungsbedingte Angst vor Nähe dazu führen kann, dass Borderline-Patient:innen Therapiesitzungen vermeiden. Hier kann die digitale Unterstützung mit priovi Ängste nehmen und zur Therapietreue beitragen.

Bewährte Technik zur Verhaltensänderung – immer und überall verfügbar

priovi bietet therapeutische Techniken und Übungen an, die auf der sogenannten Schematherapie beruhen, einem anerkannten Verfahren zur Behandlung der Borderline-Störung. Die Expertin Dr. Gitta Jacob erklärt: „Mit der Schematherapie baut priovi auf einer Methode auf, bei der die wichtigsten und wirksamsten therapeutischen Prinzipien in einer sehr verständlichen Art und Weise zusammengeführt werden. Sie hilft Betroffenen anhand verschiedener Selbstanteile, besser mit ihren Emotionen umzugehen, soziales Miteinander zu lernen und sich Strategien für den Umgang mit Krisen anzueignen.“

Dabei nimmt priovi Borderline-Patient:innen an die Hand und begleitet sie wie ein virtueller Therapeut – individuell und einfühlsam. Die DiGA klärt Betroffene im individuellen Dialog über vielschichtige Erlebens- und Verhaltenszustände auf und führt sie behutsam an gezielte Übungen heran, um starke bzw. wechselnde emotionale Zustände zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Mit Hilfe von Audios, Fallgeschichten und Comics leitet die Anwendung zum Besser-Fühlen an und gibt Tipps und Ideen für Selbstfürsorge, die Nutzer:innen jederzeit gezielt abrufen können. Patient:innen werden zudem regelmäßig daran erinnert, kurze Fragebögen auszufüllen, mit denen sie den Verlauf ihrer Symptome und Stimmungen selbst beobachten können.

In einer einarmigen Prä-Post Studie mit 153 erwachsene Personen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung wurde die Wirksamkeit von priovi untersucht. Nach drei Monaten, in denen die Patient:innen priovi genutzt hatten, berichteten sie von einer deutlichen Reduktion ihrer Symptome und Verbesserung ihrer Lebensqualität. Im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten, länger angelegten Studie werden nun weitere wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, um das Programm dauerhaft in das DiGA-Verzeichnis des BfArM aufzunehmen.

priovi ist niedrigschwellig in der Handhabung und stellt nur minimale Anforderungen an technische Fähigkeiten. Die DiGA kann auf einem Smartphone, Tablet oder Computer gleichermaßen verwendet werden.

Bild Fotograf/ Bildcredit Raimar von Wienskowski

Quelle GAIA AG

Träume groß, aber vergiss nicht die Details

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Better Nature: Tempeh nahrhafte und pflanzliche Proteinquelle aus kultivierten Sojabohnen

Stellen Sie sich und das Startup Better Nature doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Chris, CEO von Better Nature. Das Startup habe ich 2019 mit Elin Roberts, Fabio Rinaldo und Driando Ahnan-Winarno gegründet. Bei uns dreht sich alles um Tempeh – eine von Natur aus nahrhafte, pflanzliche Proteinquelle, die ihren Ursprung vor fast 400 Jahren in Indonesien hat. Tempeh wird aus kultivierten Sojabohnen hergestellt, hat aber doppelt so viel Eiweiß wie Tofu und doppelt so viele Ballaststoffe wie ein Apfel. Tempeh hat einen mild-nussigen Geschmack, eine feste, fleischige Textur und nimmt leicht Aromen auf. Dadurch eignet er sich für alle möglichen Gerichte. Wir haben eine Reihe von Tempeh-Produkten mit Kräutern und Gewürzen entwickelt, von denen es schon drei in Deutschland bei REWE Nord gibt.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als Student bin ich für meine Uni im Boxen angetreten und achtete sehr auf meine Ernährung. Ich wollte meinen Fleischkonsum einschränken, brauchte aber viele Proteine. Die pflanzlichen Fleischalternativen auf dem Markt waren zwar lecker und praktisch, enthielten aber viele Zutaten, die ich nicht kannte. Und Tofu hatte nicht den Nährwert, die Beschaffenheit, den Geschmack und die Vielseitigkeit, die ich suchte. Da lernte ich Driando kennen, der über die Fermentation von Tempeh promovierte – das war die perfekte Eiweißquelle! Ich konnte kaum glauben, dass Tempeh in Großbritannien noch so wenig bekannt war. Und wir beschlossen, ein Unternehmen zu gründen, in dem sich alles darum dreht.

Welche Vision steckt hinter Better Nature?

Wir wollen Menschen helfen, gesünder zu leben, indem wir Tempeh in den Mainstream bringen. Unsere Vision: bis 2030 essen 500 Millionen Menschen weltweit Tempeh. Denn wir glauben, dass die Welt eine von Natur aus nahrhafte, nachhaltige und köstliche Proteinquelle dringend braucht – für unsere Gesundheit, für die Umwelt und den Tierschutz. Tempeh hat das Potenzial, viele der Probleme zu lösen, mit denen die Menschheit konfrontiert ist – von der Zunahme chronischer Krankheiten wie Diabetes und Schlaganfall bis hin zur Klimakrise.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen? Und wie haben Sie sich finanziert?

Wir müssen die Menschen erstmal aufklären, was Tempeh ist und was sie damit machen können. Und es ist gar nicht so einfach, Menschen davon zu überzeugen, etwas zu probieren, das sie nicht kennen. Auf unserer Website gibt es deshalb viele Rezepte, und unsere „Tempeh Pieces“ bei REWE sind fertig gewürzt und mariniert. Man muss sie nur kurz in der Pfanne braten – fertig! Außerdem arbeiten wir gerade an neuen Produkten, die es den Leuten künftig sogar noch leichter machen, Tempeh kennen und lieben zu lernen.

Bislang haben wir uns durch Investitionen von Freunden und Familie, Business Angels und Venture Capitalists sowie durch Crowdfunding finanziert. Im Jahr 2021 hatten wir 1,8 Millionen Euro bei Investoren eingesammelt, im November 2022 folgten weitere 800.000 Euro. Unter unseren neuen Investoren ist das Düsseldorfer Global Entrepreneurship Center (GEC), das gezielt nachhaltige Start-ups fördert. 

Wer ist die Zielgruppe von Better Nature?

Unser typische Kundschaft sind gesundheitsbewusste FlexitarierInnen zwischen 18 und 45 Jahren, die in Großstädten leben. Sie essen zwar nach wie vor Fleisch, wollen den Konsum aber aus gesundheitlichen Gründen reduzieren. Darum probieren sie gerne neue fleischfreie Lebensmittel aus, sind in der Küche sehr experimentierfreudig und lieben es, ihre Erfahrungen mit Freunden und der Familie zu teilen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Tempeh-Produkte bieten ein ideales Nährstoffprofil und eine fleischähnliche Struktur – und das ganz von Natur aus, ohne künstliche Zusatzstoffe. Dank Fermentation ist der Tempeh nur minimal verarbeitet und besonders leicht verdaulich. Und der hohe Ballaststoffgehalt fördert das Wachstum gesunder Darmbakterien, die eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielen. Unsere Produkte sind also so gesund wie nur möglich – man kann sie bedenkenlos regelmäßig genießen. 

Better Nature, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind gerade dabei, uns als Europas führende Tempeh-Marke zu etablieren, und sichern uns Listungen bei großen Einzelhändlern. Außerdem wollen wir unseren Vertrieb in der Gastronomie und unser Produktangebot weiter ausbauen. 

In fünf Jahren sehe ich Better Nature als die Marke, die Tempeh in Europa und den USA in den Mainstream gebracht hat, und mit einem Umsatz von über 30 Millionen Euro pro Jahr. Bis dahin werden hoffentlich die meisten Menschen von Tempeh gehört haben. Und wir werden die erste Adresse sein für diejenigen, die natürliche fleischfreie Produkte suchen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mach dich dran, die echten Probleme zu lösen. Je größer ein Problem, desto spannender die Lösung – und desto einfacher wird es, ein fantastisches Team aufzubauen, Investitionen aufzutreiben und etwas zu bewirken.

Träume groß, aber vergiss nicht die Details. Du solltest immer das große Ganze im Blick haben, dich aber nicht davon ablenken lassen, im täglichen Geschäft hervorragende Leistungen zu bringen. Wenn Du Deinen Cashflow im Griff hast und Deine Kunden mit Top-Service begeisterst, kannst Du Deine kühnsten Träume verwirklichen.

Gib dich bei deinem Team nie mit weniger als mit den Besten zufrieden. Investiere so viel Zeit wie nötig, um die richtigen Leute an Bord zu bekommen. Dabei kommt es weniger auf den Lebenslauf an als auf Belastbarkeit, Entschlossenheit und den Willen, die Dinge richtig zu machen. 

Wir bedanken uns bei Christopher Kong für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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