Donnerstag, April 3, 2025
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Eine gesunde Selbstreflexion ist entscheidend

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internet up

Internet Up Performance E-Commerce Unternehmen- Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Eigenmarken

Stellen Sie sich und ihr Unternehmen Internet Up doch unseren Lesern kurz vor.

Unser Unternehmen Internet Up GmbH hat seinen Hauptsitz in der wunderschönen Stadt München und ist ein schnell wachsendes Performance E-Commerce Unternehmen. Wir haben uns auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Eigenmarken spezialisiert und arbeiten kontinuierlich daran, unsere Position als führender Anbieter in diesem Bereich zu festigen. 

Wir setzen auf eine vertikal integrierte Geschäftsstrategie, bei der wir den gesamten Prozess von der Produktentwicklung bis zum Verkauf an den Endkunden kontrollieren. Und wir nutzen den Online-Handel, um unsere Produkte direkt an den Kunden zu verkaufen und dabei hohe Qualität und Kundenzufriedenheit bei gleichzeitiger Kostenoptimierung zu gewährleisten.

Unser Unternehmen verfolgt kontinuierlich neue Technologien und Markttrends, um innovative Produkte und Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Dank unserer starken Online-Präsenz, unserer effizienten Logistik und unseres umfassenden Kundenservices konnten wir unabhängig und schnell wachsen, ohne auf Fremdkapital angewiesen zu sein.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Durch unsere früheren beruflichen Erfahrungen, in denen wir mit sehr erfahrenen und erfolgreichen Unternehmern zusammengearbeitet haben, war uns schnell klar, welchen Weg wir einschlagen wollten. Wir sind davon überzeugt, dass die langfristigen Vorteile die Herausforderungen der dynamischen Geschäftswelt bei weitem überwiegen.

Welche Vision steckt hinter Internet Up?

Mit der Internet Up GmbH möchten wir das Potenzial von leistungsstarkem Performance-Marketing in Kombination mit erstklassiger Produktqualität unter Beweis stellen. Unser Ziel ist es, in der E-Commerce-Branche als bedeutender Akteur wahrgenommen zu werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als Gründer, die aus bescheidenen Verhältnissen stammen und daher keine herausragende Schul- oder Hochschulausbildung vorweisen können, war es eine große Herausforderung, sich autodidaktisch genügend Wissen anzueignen, um ein gesundes Unternehmenswachstum zu ermöglichen. Obwohl es noch ein langer Weg ist und wir noch viel lernen müssen, bestätigt uns der bisherige Erfolg in unserem Ansatz.

Wir haben mit nur 500€ angefangen und sind seitdem ausschließlich durch Eigenfinanzierung gewachsen. Die Tatsache, dass wir uns von Anfang an darauf konzentriert haben, mit jedem Verkauf profitabel zu sein, hat uns ein kontinuierliches Wachstum ermöglicht. Diese Strategie werden wir bis zu einem gewissen Grad beibehalten, bis wir den richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme von Fremdkapital gekommen sehen.

Wir glauben, dass die Notwendigkeit, immer mit unserem eigenen Geld auszukommen, uns gezwungen hat, in vielen Bereichen, insbesondere im Marketing, sehr effiziente und zielgerichtete Methoden zu entwickeln. Wir sind stolz darauf, dass wir durch unser Engagement und unsere harte Arbeit in der Lage waren, das Unternehmen aufzubauen und zu einem erfolgreichen Start-up zu machen.

Wer ist die Zielgruppe von Internet Up?

Bei Internet Up sprechen wir eine breite Zielgruppe an, da wir ein sehr vielfältiges Produktportfolio anbieten. Dabei stehen für uns übergeordnete Ziele wie Markenstabilität und ähnliche Aspekte bei der Auswahl unserer Produkte im Vordergrund.

Wie funktioniert Internet Up? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es ist schwierig, viele direkt vergleichbare Anbieter zu finden, was den Vergleich erschwert. Unser Start im Oktober 2021 war sehr erfolgreich und wir haben 2022 einen Jahresumsatz von 8 Millionen Euro erzielt. Außerdem waren wir vom ersten Tag an profitabel. Wir unterscheiden uns also in vielerlei Hinsicht von anderen Start-ups.

Internet Up, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, uns in der Welt des E-Commerce einen Namen zu machen und ein solides, gesundes Unternehmen aufzubauen. Wir sind fest entschlossen, in den nächsten fünf Jahren große Fortschritte zu machen und in dieser sich schnell verändernden Welt ganz vorne mitzuspielen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Gerade in jungen Jahren ist es wichtig, mutig Neues auszuprobieren und Risiken einzugehen, ohne Angst vor Verlusten zu haben. Die Erfahrungen, die man dabei sammelt, sind unbezahlbar und können einem später nicht mehr genommen werden.

2. Eine gesunde Selbstreflexion ist entscheidend, um zu erkennen, wann es Zeit ist, weiterzumachen oder einen neuen Weg einzuschlagen. Scheitern ist ein grundlegender Aspekt des Unternehmertums, denn nur durch Niederlagen können wir den richtigen Weg finden. Der Trick besteht darin, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

3. Es ist auf Dauer entscheidend, bei diesem Marathon auf sich selbst zu achten: Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung, ein harmonisches privates Umfeld mit viel Liebe für neue frische Energie. Sonst wird man diesen Weg nicht durchhalten.

Wir bedanken uns bei Damian Prus und Alan Szymanek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Visualisiere deine Ziele und think big! 

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MARY KWONG

Mary-Ann und Dennis Kwong mit Mary Kwong, Kochboxen und chinesische Feinkost am 03. April 2023 in die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Mary Kwong doch kurz vor!

Wir sind „Mary Kwong“, ein Anbieter von Kochboxen und chinesischer Feinkost basierend auf den traditionellen Rezepten des ältesten Chinarestaurant Deutschlands, dem Dim sum Haus seit 1964. 

Wie ist die Idee zu Mary Kwong entstanden?

Die Idee entstand während des Lockdowns 2020. Da wir unser familiengeführtes China Restaurant für den Pubilkumsverkehr schließen mussten, suchten wir nach einer Möglichkeit unsere Produkte stattdessen zu den Kunden nach Hause zu bringen. Daraus entstand die Idee der Kochboxen, die über einen Onlineshop in ganz Deutschland verschickt wurden. Schnell wurden tausende von Kunden auf uns aufmerksam und selbst Sterneköche und Kochprofis wie Kevin Fehling, Tim Mälzer, Tim Raue, Johann Lafer und fingen an unsere Produkte zu bestellen. 

Daraus haben wir unseren Brand „Mary Kwong“ entwickelt und unsere Produktrange um weitere Kochboxen und Saucen erweitert mit Vertrieb über den Onlineshop und LEH.

Welche Vision steckt hinter Mary Kwong?

Wir möchten mit „Mary Kwong“ die Authentizität und Einzigartigkeit des Dim sum Haus seit 1964 in Hamburg für jeden in der Republik erlebbar machen, der nicht per se Zugang zu authentisch chinesischer Küche hat. Die traditionellen Gerichte sind durch den Onlineshop für den Kunden nur noch einen Klick entfernt. Mittel- und langfristig soll Mary Kwong zu einem Household Name werden, wenn es um authentisch chinesische Feinkost geht. Sowohl online als auch im LEH.

Wer ist die Zielgruppe von Mary Kwong?

Die Zielgruppe von Mary Kwong sind kulinarisch weltoffene und interessierte Kosmopoliten, die Lust haben auf besondere und authentische Geschmackserlebnisse und die sich diesen Lifestyle nach Hause holen möchten. Entweder mit unseren Kochboxen, die keinerlei Kochkenntnisse erfordern oder mit unseren Saucen und Gewürzen, die zu eigenen Kreationen inspirieren. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?

Auch nach Ende des zweiten Lockdowns zeigte sich, dass diese „Corona-Idee“ richtig groß geworden war. Aus allen Ecken der Republik haben Menschen weiterhin unsere Enten und Dim sum Dumplings bestellt. Wir haben zehntausende verschickt und festgestellt, dass wir an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Kochboxen haben wir noch aus unserer Restaurantküche heraus produziert und verschickt. Als der Lockdown aufgehoben wurde, lief auch der Restaurantbetrieb wieder auf Hochtouren. Da wussten wir schnell, eine größere und professionellere Produktion muss her um dieses Geschäftsfeld beibehalten und skalieren zu können. Für die Ausweitung der Produktion und Vertriebskanäle wollten wir einen erfahrenen Partner ins Boot holen.

Investor Ralf Dümmel nimmt die Pekingenten-Kochbox von „Mary Kwong“ geschmacklich genau unter die Lupe Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ehrlich gesagt hatten wir sehr wenig Zeit, der Anruf, dass wir dabei sind, kam exakt eine Woche vor dem Pitch. Wir hatten also nur ein paar Tage und haben diese genutzt, um den Pitch auszuarbeiten und den für die Löwen und die Zuschauer vor dem Fernseher umzusetzen. Das war komplett neu für uns. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Absolut motivierend, und es bestärkt uns darin, als ein regional alteingesessenes China Restaurant mit einem Start-up bundesweit neue Märkte zu erschließen. Als wir uns damals bewarben haben einige Dritte, denen wir davon erzählt haben, die Idee sofort als aussichtslos abgetan und waren der Meinung, dass sich niemand für unsere Pekingente als Produkt interessieren würde. Als wir dann die Dreharbeiten absolviert haben und es wirklich feststand, dass wir ausgestrahlt werden, mussten wir oft an die Zweifler zurückdenken. In jedem Fall motiviert es uns unsere Ideen und Visionen nicht aufzugeben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf Mary Kwong aufmerksam werden?

Der Auftritt bei DHDL bringt uns sicherlich mehr Aufmerksamkeit in kürzerer Zeit, die wichtig ist um unsere bereits etablierten Produkte sowie die neu entwickelten zu noch größerer Bekanntheit zu führen. Auch steht die Platzierung im LEH an, so dass die mediale Aufmerksamkeit zum richtigen Zeitpunkt kommt. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?
Wir hatten keinen speziellen Investor im Fokus, sondern freuen uns über jeden interessierten Löwen.

Mary Kwong, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen als Marke ein Synonym für authentisch chinesische Feinkost werden, sowohl online durch unsere Kochboxen als auch im Regal im Supermarkt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erschaffe dir ein gutes Netzwerk, visualisiere deine Ziele und think big! Was vorher nur regional erfolgreich ist, kann landesweit ebenfalls zum Erfolg führen. Wenn die Basis stimmt, spricht auch nichts gegen eine Skalierung. Und immer versuchen aus einer schlechten Situation eine Gute zu machen. Immer hartnäckig dranbleiben und versuchen Türen zu öffnen, damit weitere Türen sich öffnen, um Dich letztendlich zum Erfolg zu bringen. 

Bild: Mary-Ann und Dennis Kwong präsentieren die Pekingenten-Kochbox „Mary Kwong“. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Mary Kwong am 03 April 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Mary-Ann und Dennis Kwong für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Es muss nicht immer ein Löwe sein, manchmal reicht auch ein Engel

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plugvan

Die Gründer von PlugVan, verwandelt jeden Kastenwagen in einen Camper, am 03. April 2023 in die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup PlugVan doch kurz vor!

Wir sind Jörg, Florian und Max, die drei Gründer von PlugVan aus Berlin. Mit unserem großartigen Team arbeiten wir daran, leichte Nutzfahrzeuge flexibler einsetzbar zu machen und damit den Ausnutzungsgrad der Fahrzeuge deutlich zu erhöhen: mit weniger Fahrzeugen mehr erreichen! Mit unseren PlugVan Modulen wird jeder Kastenwagen mal zum Camper, dann zur mobilen Werkstatt, zum Waren- oder Kühltransporter oder auch zum mobilen Büro. Der Umbau dauert nur 5 Minuten und kann von einer Person erledigt werden. Einfach nur einschieben und verzurren, ohne Änderungen am Basisfahrzeug.

Wie ist die Idee zu PlugVan entstanden?

Jörg hatte die Idee 2017 nach dem Besuch der weltgrößten Campingmesse: Warum kaufen so viele Leute Campingfahrzeuge und nutzen sie dann nur ein paar Wochen im Jahr für diesen einen Zweck? Warum nicht vorhandene leere Transporter bei Bedarf schnell zu Campingbussen umbauen – und wieder zurück? So könnten auch gewerbliche Fahrzeuge aus dem Berufsalltag am Wochenende zum perfekten Camper werden! Die Lösung: eine vollständige Trennung von Innenausbau und Basisfahrzeug – eine mobile Wohnbox, die in jeden Kastenwagen hineinpasst! Die Idee für das PlugVan Modul war geboren!

Welche Vision steckt hinter PlugVan?

Unsere Vision ist es, leichte Nutzfahrzeuge – das sind Transporter bis 3,5 Tonnen – auf sehr einfache Weise mehrfach nutzbar zu machen und damit die Auslastungsrate von Nutzfahrzeugen deutlich zu erhöhen. Wir halten für die weltweite Flotte eine 30% bessere Auslastung für erreichbar. Dadurch werden insgesamt weniger Fahrzeuge benötigt, was gut für die Umwelt und für den Geldbeutel ist. Die CO2-Einsparungen sind enorm! Wir wollen dafür PlugVan weltweit als multifunktionalen Standardcontainer etablieren, der in ganz unterschiedlichen Anwendungsfeldern eingesetzt werden kann.

Wer ist die Zielgruppe von PlugVan?

Unsere Zielgruppe sind Menschen und Unternehmen, denen die Mehrfachnutzung von Transportern einen Vorteil bringt. Also Besitzer von Kastenwagen, die das Fahrzeug für verschiedene Zwecke einsetzen wollen – zum Beispiel als leeren Transporter und als Werkstattwagen oder als mobiles Büro oder natürlich als Teilzeit-Camper. Außerdem werden immer mehr Fahrzeuge inzwischen geleast oder gemietet oder im Abo genutzt. Auch da macht unsere Lösung Sinn, da man die Einrichtung nicht fest mit dem Fahrzeug verschrauben muss. Zudem verändert sich der Antriebsmix immer mehr von Diesel auf Elektro: unsere Module kann man einfach ins neue Elektrofahrzeug mitnehmen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?

Um ehrlich zu sein wurden wir gefragt, ob wir uns bewerben wollen, was uns sehr geehrt hat. Aber natürlich haben wir auch vorher mit dem Gedanken gespielt, uns zu bewerben. Den Satz „PlugVan wäre doch genau das richtige für die Höhle der Löwen“ haben wir immer wieder gehört.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ziemlich intensiv. Wir haben uns alte Sendungen angeschaut, zu allen Löwen Exposés erstellt, die Pitches geübt (erst für die Bewerbung, dann für die Sendung!) um unsere Kernbotschaft möglichst griffig rüberzubringen und viele Unterlagen für den Fall eines Deals erstellt. Natürlich hatten wir auch eine klare Verhandlungsstrategie.

Die Löwen (v.l.) Ralf Dümmel, Tillman Schulz, Carsten Maschmeyer und Nils Glagau Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es war für uns sehr motivierend, unter den vielen Startups, die sich für die Sendung bewerben, ausgewählt zu werden und allein damit schon Anerkennung zu bekommen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf PlugVan aufmerksam werden?

Wir glauben sehr stark an die Kraft starker Netzwerke und an den Wert unternehmerischer Erfahrung, die alle Löwen mitbringen. Die Hauptmotivation lag deshalb darauf, einen passenden Löwen ins Team zu holen. Unsere Strategie sieht vor, uns zunächst mit unserem Wohnmodul in unserer Nische fest zu etablieren. Aber langfristig geht es darum, das Grundkonzept der Trennung von Innenausbauten und Fahrzeug als neuen Standard für leichte Nutzfahrzeuge zu etablieren, und zwar für Massenanwendungen. Dafür sind Vertrauen und Bekanntheit wichtig. Und da bietet die Ausstrahlung zur Prime Time im Fernsehen uns eine großartige Chance, sehr schnell voranzukommen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Unsere Favoriten waren Nico Rosberg und Carsten Maschmeyer. Bei Nico Rosberg hat uns seine Ausrichtung auf nachhaltige Projekte und sein offensichtlicher Hintergrund bei Automotive gefallen. Carsten Maschmeyer war aufgrund seiner Vertriebskompetenzen und seines B2B Netzwerks im Fokus.

PlugVan, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir verkaufen unsere Module bereits europaweit und sind dabei, unsere Produktpalette immer weiter auszubauen. Neben den Wohnmodulen gibt es inzwischen auch Werkstattmodule, Büromodule und Kühlmodule von uns. Wir sind dabei, Lösungen für die Logistik zu entwickeln, wofür wir aktuell noch Pilotkunden suchen! Inzwischen decken wir neben den typischen 3,5-Tonnen-Lieferwagen, auch die kleineren Nutzfahrzeuge ab. In fünf Jahren wollen wir PlugVan als Standard für flexible Lösungen für Nutzfahrzeugen etabliert haben und unsere Produkte weltweit vermarkten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ganz am Anfang hat es uns sehr geholfen, einen erfahrenen Gründungscoach dabei zu haben. Das bringt immer auch den Blick „von außen“ in alle Überlegungen ein und man vermeidet Anfängerfehler. Außerdem würden wir raten, nach passenden Fördermittelprogrammen Ausschau zu halten. Es gibt inzwischen viele gute Angebote und wir hatten und haben mit der Investitionsbank Berlin einen tollen Partner. Das klingt sicher nicht so cool, wie einen Venture Capital Fonds an Bord zu haben, es hat aber auch klare Vorteile, eher auf Säulen der Wirtschaftsförderung zu setzen, um sein Startup zu festigen. Als letzter Tipp: Überlegt Euch Business Angels aufzunehmen. Es muss nicht immer ein Löwe sein, manchmal reicht auch ein Engel. 

Bild: Jörg Kortmann, Max Müller und Florian Fey (v.l.) präsentieren mit „PlugVan“ Campingmodule für Kastenwagen. Sie erhoffen sich ein Investment von 350.000 Euro für 7,5 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie PlugVan am 03 April 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Denkt eure Idee groß, so groß, dass ihr euren Plan für vollkommen unrealistisch haltet.

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cityscaper

Sebastian Witt und Robin Römer stellen am 03. April 2023 in die Höhle der Löwen cityscaper die Augmented Reality-Plattform für die Stadtplanung vor

Stellen Sie sich und das Startup cityscaper doch kurz vor!

cityscaper ist ein innovatives Startup, das sich auf Bauvisualisierungen und die Projektentwicklung spezialisiert hat. Dabei bieten wir die erste Augmented Reality Applikation, die einen interaktiven Austausch mit der Öffentlichkeit, Jurys und Bauherr:innen möglich macht. 

Unsere Augmented Reality-Plattform ermöglicht es, komplexe Bauvorhaben anschaulich und transparent darzustellen, indem Projektentwürfe dreidimensional im öffentlichen Raum dargestellt und absolut real in die Szenerie vor Ort eingepasst werden. 

So werden Bauvorhaben für alle verständlich und transparent. Direkt vor Ort können Gebäude, Flächen und Straßen in 3D skizziert werden. Dies ermöglicht eine anschauliche, frühzeitige Beteiligung von Bürger:innen, aber auch eine klare Kommunikation aller Beteiligter in der Projektentwicklung. cityscaper ermöglicht eine interaktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe und im vorher definierten Rahmen. Bedenken und Anregungen können so frühzeitig aufgegriffen und dokumentiert werden.

Wie ist die Idee zu cityscaper entstanden?

Die Idee zu cityscaper entstand während des „Smarter City – Hack the #datadome“ Hackathons des Medienhauses Aachen, als Sebastian die Möglichkeit erkannte, durch AR-Visualisierungen Bauprojekte für alle transparenter zu gestalten. Robin, der aufgrund seiner Aktivitäten in der Lokalpolitik mit dem Problem der Einbindung von Bürger:innen in Prozesse der Stadtentwicklung konfrontiert wurde, erkannte das Potential von Sebastians Idee. Gemeinsam meldeten sie sich beim AC2 Gründerwettbewerb an und verwandelten die Idee in ein Projekt, aus dem schließlich die cityscaper GmbH hervorging.

Welche Vision steckt hinter cityscaper?

cityscaper hat die Vision, die Baubranche durch innovative Visualisierungslösungen zu revolutionieren. Durch interaktive Live-Visualisierungen möchten wir alle Stakeholder eines Bauprozesses mitnehmen und das über alle Medien hinweg. Dabei setzt cityscaper auf Augmented Reality-Vor-Ort-Visualisierungen, 3D-Modelle im Web oder Videodurchflüge, um die Zukunft überzeugend zu vermitteln. Das Besondere an der Vision von cityscaper ist, dass der Prozess der Visualisierung stark vereinfacht wird. Statt mühsam angepasste 2D-Architekturpläne in 3D-Modelle zu überführen, generiert cityscaper automatisch Visualisierungen aus 3D-CAD-Daten. Dadurch kann innerhalb kürzester Zeit eine ansprechende und präzise Visualisierung erstellt werden, die den Bauherren, Investoren und anderen Stakeholdern ein realistisches Bild der zukünftigen Immobilie vermittelt.

Wer ist die Zielgruppe von cityscaper?

Die Zielgruppe für Software in der Beteiligung ist durch die Trennung zwischen Nutzer:innen, Anwender:innen und Kund:innen charakterisiert. Die Kund:innen von cityscaper sind sowohl Projektentwickler der Baubranche, als auch Städte. Die Stadt als Kundin hat als öffentliche Institution keine Gewinnerzielungsabsicht. Der Stadtplaner oder die Stadtplanerin als Anwender:in, meist ein:e freiberuflich Tätige:r, sucht nach Möglichkeiten, Bürger:innen in den Stadtplanungsprozess einzubinden und somit nachhaltige Empfehlungen abzugeben.

Diese sollen für Zufriedenheit beim Auftraggebenden der Stadt und Bürger:innen sorgen und somit eine Wiederbeauftragung zur Folge haben. Die Bürger:innen sind interessiert an der Mitgestaltung ihres Umfeldes und bevorzugen eine intuitive und aktive Partizipation sowie eine für Unerfahrene verständliche Kommunikation der Sachverhalte. 

Die Beziehung zwischen Stadt und Stadtplaner:innen entsteht meist durch Masterpläne, welche langfristige Entwicklungskonzepte für Innenstädte sind. Für die Umsetzung eines Masterplans beauftragt die Stadt eine:n Stadtplaner:in. Diese können durch unterschiedlich ausgeprägte Konzepte der Bürgerbeteiligung, Projektideen und Fachkompetenz im Kampf um den Zuschlag punkten. In den später von Stadtplaner:innen realisierten Projektideen wird der cityscaper eingesetzt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?

Die Idee, sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben, kam uns durch Robins Tante, die regelmäßig die Show verfolgt. Sie schlug ihm vor, sich mit cityscaper für die Sendung zu bewerben. Anfangs hielt Robin die Chancen, tatsächlich ausgewählt zu werden, für gering und die Idee wurde erst einmal zurückgestellt. Doch als eine E-Mail mit einer Bewerbungsanfrage eintraf, war Robin motiviert, die Bewerbung auszufüllen und abzuschicken, in der Hoffnung, das Potenzial seines Unternehmens einem breiten Publikum zu präsentieren und vielleicht einen Investor zu finden.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

In Vorbereitung auf die Sendung musste sowohl die Technik als auch das Bühnenbild vorbereitet werden. Da wir eine Livedemo durchführen wollten, musste ein 3D Modell erstellt und für eine Präsentation vor laufender Kamera vorbereitet werden. Außerdem schauten wir uns die Löw:innen genau an, um unseren Pitch optimal für ein mögliches Investment abzustimmen. Diese Sachen waren alle schnell gemacht, aber den Pitch perfekt einzuüben, nahm anschließend die meiste Zeit ein. Das hat sich aber in jedem Fall gelohnt, denn den Pitch haben wir super auf die Bühne gebracht.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Einladung aufzutreten, war für uns im Vorfeld mit Stress in der Vorbereitung verbunden. Der Drehtag selbst war aber unglaublich spannend, motivierend und inspirierend. Zum einen sind die Vorgespräche sehr spannend, da man nochmal ein Coaching und detaillierte Fragen zur Bewertung des Startups bekommt. Diese helfen, die eigene Idee nochmal neu einzuordnen. Einen perfekten Pitch zum eigenen Produkt zu erstellen, schärft außerdem die eigene Produktidee. 

Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Besonders wertvoll ist aber auch das Feedback der Löw:innen zum Produkt und Businessmodell. Durch die große Erfahrung werden so direkt verschiedene neue Monetarisierungsstrategien entwickelt und für die Weiterentwicklung der eigenen Geschäftsidee gibt es so wertvolle Impulse. Die Teilnahme an der Sendung war somit für uns eine wichtige Erfahrung, die geholfen hat, unsere Idee und das Geschäftsmodell weiter zu schärfen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf cityscaper aufmerksam werden?

Für uns als Startup war der Schritt in “Die Höhle der Löwen“ enorm wichtig. Wir hatten die Chance, unser Produkt einem breiten Publikum zu präsentieren und uns wertvolles Feedback von erfolgreichen Unternehmer:innen einzuholen. Zudem haben wir durch die Teilnahme an der Sendung eine Menge Aufmerksamkeit generiert, sowohl von potenziellen Kund:innen als auch von Investoren und Medien. Alles in allem war es ein großer Schritt für unser Unternehmen und hat uns auf unserem Weg zum Erfolg deutlich vorangebracht.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Nachdem Judith Williams und Carsten Maschmeyer in das Team von “Grundriss in Lebensgröße” investiert haben, lagen diese beiden für uns im Fokus. Beide interessieren sich für Immobilienunternehmen und Carsten Maschmeyer investiert regelmäßig in Software. Falsch lagen wir mit diesem Fokus rückblickend sicher nicht. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, frühere Investments der Investor:innen zu studieren.

cityscaper, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir von cityscaper sind ambitioniert und haben eine klare Vision, wohin unser Weg führen wird. In fünf Jahren werden wir als etablierte Plattform für Bauvisualisierungen am Markt bekannt sein. Unser Ziel ist es, dass jedes zweite Bauvorhaben auf unsere Plattform hochgeladen wird, um es im Web in 3D und vor Ort in Augmented Reality darstellen zu können. Durch unsere gute Abdeckung an Bauvorhaben in ganz Deutschland werden dann auch über eine Million Menschen cityscaper installiert haben und über sämtliche Bauvorhaben in ihrer Umgebung informiert sein. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch unsere innovative Technologie und unser Expertenteam in der Lage sein werden, in den kommenden Jahren signifikant zu wachsen und unsere Position als führendes Unternehmen in diesem Bereich weiter auszubauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Denkt eure Idee groß, so groß, dass ihr euren Plan für vollkommen unrealistisch haltet.

Hört den Löwen genau zu und behaltet die Kapazität, um das Feedback gut abzuspeichern.

Bleibt dran, solange euch der Mehrwert eurer Idee bewusst ist.

Bild: Sebastian Witt (l.) und Robin Römer präsentieren mit „cityscaper“ eine Augmented Reality App für die Stadtplanung. Sie erhoffen sich ein Investment von 240.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie cityscaper am 03 April 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Sebastian Witt und Robin Römer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Eine gesunde Work-Life-Balance einhalten

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basebox

basebox ist ein regulierungskonformes, sicheres Daten-Management System

Stellen Sie sich und das Start-up basebox doch kurz unseren Lesern vor!

basebox ist ein regulierungskonformes, sicheres Daten-Management System zur sofortigen Verwendung, entwickelt für besonders sensible, Daten-kritische Sektoren.

Markus Thielen: Ich arbeite seit über 30 Jahren als Software-Entwickler. Seit circa zehn Jahren programmiere ich für den Bereich Digital Health.

René Herzer: Seit 1996 habe ich vier Firmen gegründet im Bereich Kommunikation und Software, drei davon verkauft.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben 4 Jahre lang mit Ärztinnen  und Ärzten und WissenschaftlerInnen der Charité Berlin zusammengearbeitet, um Innovationen im Bereich Health Tech zu entwickeln. In dieser Zeit haben wir festgestellt, dass es selbst die besten Ideen schwer hatten, auf den Markt zu kommen.

Wir erkannten als Problem: Das Daten-Management, die wesentliche Funktion des Backends der Innovation, wurde von fast allen unterschätzt: Zeit, Kosten, Wissen, Einhaltung der Vorschriften, Komplexität, Regulierung, Cyber-Security. Jedes Team entwickelte neue Lösungen für dieselben Daten-Management Probleme und erfand ein weiteres mehr oder weniger brauchbares Backend. Das Problem dabei ist die Verschwendung von Ressourcen.

Ein sicheres, konformes und leistungsfähiges Backend kostet zwischen 300 und 500.000 €. Es verschlingt eine Entwicklungszeit von 6 bis 12 Monaten. Diese Ressourcen können besser investiert werden.

Welche Vision steckt hinter basebox ?

Unsere Vision ist es, eine schnellere, sichere Digitalisierung zu ermöglichen indem wir die Entwicklung von Innovationen vereinfachen. Es wird ja immer gerne gemeckert, dass die Digitalisierung so schleppend voranschreitet – vor allem in Deutschland. Aber wenn es keine sichere und schnelle Infrastruktur gibt, dann ist das kein Wunder. Wir haben dieses Problem gelöst: basebox ist ein sicheres, regulierungskonformes Daten-Management System, das in wenigen Stunden läuft. Dabei werden wir immer kostengünstiger sein, als wenn ein Backend selbst entwickelt und betrieben wird.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind Selbstständige durch und durch. Wir wussten, dass wir alles selber machen müssen. Nur so durchdringen wir die Komplexität unseres Produkts und unseres Geschäfts. Bei Bedarf arbeiten wir mit spezialisierten Berater/-innen, zum Beispiel beim Thema Regulatorik. Es hat eine Menge Arbeit gekostet, bis wir sagen konnten, ok, dass ist jetzt wasserdicht. Das Thema Cyber-Security beschäftigt uns ebenfalls intensiv. Hier sind uns praktisch jeden Tag neue Herausforderungen begegnet. Kleinigkeiten, die sich als umfangreiche, tiefgehende Aufgabenstellungen erwiesen und dazu führten, dass wir mehrfach Komponenten neu schreiben mussten.

Um große Angriffsvektoren schließen zu können und aus Gründen der Performanz haben wir uns für Rust als Programmiersprache entschieden. Das war aus technischer Sicht eine sehr gute Entscheidung. Leider mussten wir die Sprache aber erst lernen und Rust verzeiht Ungenauigkeiten nicht. Das erzeugt immer gleich Fehlermeldungen beim Compilieren. Es hat gedauert, bis wir ein Gefühl für die Sprache entwickelt haben.

Wir haben einen sehr großen Teil aus uns selbst heraus finanziert, aber auch eine Pre-Seed Funding Runde über 500.000 € abgeschlossen, mit Quidam Beteiligungen und Business Angel Johanna Konrad.

Wer ist die Zielgruppe von basebox ?

Software Entwickler/-innen, Business-, Produkt- und Projekt-Manager/-innen, die Anwendungen bauen, bei denen Compliance, Sicherheit und  Performance ein Muss sind. basebox haben wir insbesondere gebaut für Daten-sensible Sektoren wie Gesundheit, Verwaltung, Behörden, Verteidigung, Mobilität, Energie, Industrie 4.0.

Wie funktioniert basebox ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

basebox ist der große Eisberg unter Wasser, also unter dem Frontend von Applikationen. Es ist selbst gehostet. Bei basebox ist Compliance und Sicherheit bereits eingebaut. Entwickler/-innen sparen sich Monate an Zeit und können sich auf ihr Frontend konzentrieren. Projektteams sparen 300.000 € bis 500.000 € Entwicklungskosten.

Es gibt viele Backends auf dem Markt, aber wir haben bisher keines gefunden, das regulierungskonform ist und zur sofortigen Verwendung bereitsteht.

basebox, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wenn es auf Compliance, Sicherheit und Performance im Daten-Management ankommt, läuft deine Anwendung auf basebox.

Viele Anwendungen sind auf dem Fundament basebox entstanden. Wir haben es geschafft, einen wertvollen Beitrag zur sicheren und schnellen Digitalisierung zu leisten, die Menschen dient und Cyber-Attacken verhindert. Wir glauben fest daran, dass Demokratie und Wohlstand auch erhalten werden kann, wenn unsere Daten sicher sind. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

So wenig wie möglich an andere delegieren, sondern selbst machen, bis Prozesse etabliert sind.

Eine gesunde Work-Life-Balance einhalten.

Die ersten 7 MitarbeiterInnen sorgfältig auswählen. Sie prägen den Charakter einer Firma für immer.

Wir bedanken uns bei Markus Thielen und René Herzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: basebox

Kontakt:

basebox GmbH
Bahnhofplatz 3
D-86919 Utting am Ammersee

https://basebox.io
lizzy.herzer@basebox.io

Ansprechpartner: Markus Thielen und René Herzer

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Höre auf deinen Bauch und dein Herz!

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Dennis Vietze 03. April 2023 in die Höhle der Löwen Aquakallax Aquarienfilter.

Dennis Vietze präsentiert am 03. April 2023 in die Höhle der Löwen den Aquakallax einen platzsparenden Aquarienfilter.

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Hallo, ich bin Dennis. 44 Jahre jung und komme aus der kleinen beschaulichen Stadt Bork am Rande des Münsterlandes. Gemeinsam mit meiner Frau Tina und meinem Papa Robert sind wir das Team hinter Aquakallax. 

Wir haben einen Aquariumfilter entwickelt, der mehr Filterleistung als herkömmliche Mattenfilter besitzt und dabei wesentlich weniger Platzbedarf hat. Und das in unterschiedlichsten Ausführungen für nahezu jede Aquariumgröße.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Viele Aquarianer kennen das Phänomen, dass man nach kurzer Zeit bereits zwei, drei, vier oder häufig auch wesentlich mehr Aquarien besitzt. Bei mir waren es innerhalb kürzester Zeit über 20 Aquarien, alleine im Wohnzimmer. Dann können die Wartung und Reinigung der Filter leicht in Arbeit ausarten.

Genau das störte mich immer so sehr, dass ich mir die Frage gestellt habe, wie ich die Filterleistung großer Filter auch für kleine Aquarien nutzbar machen kann.

Das Problem, dass die meisten Filter für Aquarien häufig gereinigt werden müssen und aufgrund ihrer Größe oftmals gerade in kleineren Aquarien störend sind, hat dazu geführt, dass ich den „Konkav-HMF“, den Hamburger Mattenfilter, entwickelt habe.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Das Ziel ist es, jeder Aquarianerin und jedem Aquarianer durch unsere leistungsstarken Filtersysteme eine Menge Arbeit zu ersparen und dadurch auch laufende Kosten zu senken. So haben sie mehr Zeit für das eigentliche Hobby und müssen weniger Zeit mit dem aufwändigen Reinigen der Filter verbringen.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Alle der über 2,5 Millionen Aquarienbesitzer:innen in Deutschland, und europaweit gibt es noch eine Menge mehr.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Dass unser „Konkav-HMF“ bei der Zielgruppe richtig gut ankommt, wussten wir bereits. Dass er das Potenzial hat, den großen Markt zu erobern, ahnten wir. Aber um Aquakallax groß zu machen, fehlt einfach das „Know-how“ eines strategischen Partners, mit Power im Vertrieb, im Marketing und mit den richtigen Kontakten. Was eignet sich da besser als die Vox Gründershow „Die Höhle der Löwen“?

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Viel Zeit blieb tatsächlich nicht für die Vorbereitung. Nur eine Woche lag zwischen der Info der Produktionsfirma, dass wir dabei sind, und den Dreharbeiten. Aber wenn man sein Produkt kennt und liebt, kann man auch so spontan sein.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das ist wie ein Sechser im Lotto. Ganz gleich, ob man am Ende einen Löwen oder eine Löwin für sich gewinnen kann, diese Erfahrung, das Feedback und die mediale Aufmerksamkeit sind in jedem Fall ein ganz großer Gewinn. 

Investorin Dagmar Wöhrl nimmt den platzsparenden Aquarienfilter „Aquakallax“ von Dennis Vietze genau unter die Lupe.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf Aquakallax aufmerksam werden?

Sich als kleines Familienunternehmen am Markt zu behaupten, ja überhaupt erst sichtbar zu werden, ist eine große Herausforderung. Mit Qualität und top Service konnten wir die vergangenen Jahre auch die Coronazeit und die leidende Wirtschaft gut meistern. Aber für den großen nächsten Schritt wäre ein Löwe oder eine Löwin mit Vertriebsstärke, Marketingpower und wertvollem Know-how das perfekte Ergebnis unseres Auftritts in „Die Höhle der Löwen“.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Ralf Dümmel als „Herr der Regale“ und Dagmar Wöhrl, weil ich sie einfach unheimlich sympathisch finde und eine Zusammenarbeit mit Sicherheit sehr angenehm wäre… Ich habe mich nicht vollends auf eine Investorin oder einen Investor eingeschworen. Ich glaube, dass jede:r eine unglaubliche Vetriebspower und jede Menge Know-how bieten kann. Spannend ist natürlich auch der neue Löwe Tillman Schulz, den man noch gar nicht genau einordnen kann. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich hoffe, mit den Großen der Branche mitspielen zu können und jeden Aquarianer, am besten europaweit, von unseren cleveren Produkten begeistern zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Brenne für dein Produkt! Höre auf deinen Bauch und dein Herz! Und zögere nicht, wenn sich Chancen und Gelegenheiten anbieten!

Bild: Dennis Vietze präsentiert mit „Aquakallax“ einen platzsparenden Aquarienfilter. Er erhofft sich ein Investment von 150.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Aquakallax am 03 April 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Dennis Vietze für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Reitet kein totes Pferd, sondern konzentriert Euch auf das Wesentliche

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paretos

paretos Plattform für Decision Intelligence auf Basis von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning

Stellen Sie sich und das Startup paretos doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Thorsten Heilig, Gründer und CEO von paretos. Gemeinsam mit meinem Co-Founder Fabian Rang habe ich paretos 2020 gegründet. Mit paretos unterstützen wir Unternehmen dabei, zu jedem Zeitpunkt die optimale Entscheidung zu treffen. Wir bieten Mittelständlern und Konzernen dazu die führende Plattform für Decision Intelligence. Darüber lassen sich auf Basis von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning regelmäßig wiederkehrende strategische und operative Entscheidungsprozesse automatisieren. Gegründet haben wir paretos ganz bewusst in Heidelberg – nicht nur, weil wir beide einen persönlichen Bezug zu der Stadt haben, sondern auch wegen der Nähe zu exzellenter Wissenschaft und dem aufstrebenden Gründer- und Start-up-Ökosystem vor Ort.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mich hat schon immer die Möglichkeit begeistert, etwas Neues zu schaffen. paretos ist deshalb auch nicht das erste Unternehmen, das ich mitgegründet habe. Am Gründen liebe ich die Freiheit, im besten Sinne Revoluzzer sein zu können. Und echte Probleme lösen zu können: Mit dem Thema Digitale Transformation habe ich mich lange Zeit als Berater, systemischer Management Coach und Manager (COO bei einem Corporate Start-up) intensiv beschäftigt, und dabei ist mir klar geworden, wie ratlos viele Unternehmen vor komplexen Entscheidungen in einem immer dynamischeren Umfeld stehen.

Als ich vor ein paar Jahren meinen Mitgründer Fabian Rang getroffen habe, der sich mit maschinellem Lernen und multikriterieller Optimierung befasst, hatten wir schnell eine gemeinsame Idee: Warum nicht eine Plattform entwickeln, mit der sich Lösungsräume für komplexe unternehmerische Entscheidungen berechnen lassen? Das war unser Startpunkt, seitdem arbeiten wir Tag für Tag an dieser Idee.

Welche Vision steckt hinter paretos?

Wir wollen eine Gesellschaft, die Komplexität und Diversität zulässt statt sie zu über-simplifizieren, also eine Kultur, in der unternehmerische Innovation stattfinden kann. Ein Unternehmen zu führen und Innovation voranzutreiben, bedeutet ja letztlich nichts anderes als: Entscheidungen zu treffen. Das fällt umso schwerer, je komplexer und dynamischer die Welt und die Rahmenbedingungen werden. Wir wollen daher mit paretos ermöglichen, dass jedes Unternehmen zu jedem Zeitpunkt und in jedem Unternehmensbereich die optimale Entscheidung treffen kann – indem wir die komplette Bandbreite möglicher Lösungen aufzeigen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Mit Decision Intelligence schaffen wir eine ganz neue Kategorie, die enormes Potenzial hat, aber noch in der Breite bekannt werden muss. Deshalb sind wir ständig im Markt unterwegs, leisten jede Menge Aufklärungsarbeit und überzeugen Entscheider:innen vom Nutzen unseres Produkts. Unser Erfolg stimmt uns sehr zuversichtlich: Wir sind mit unserer Plattform 2021 gestartet – und schon kurze Zeit später haben internationale Konzerne wie Accenture und erfolgreiche Mittelständler wie die Otto Group damit begonnen, sie zu nutzen. Dass wir 2022 unsere Seed-Finanzierung in Höhe von 10 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen haben, ermöglicht uns, auch im Jahr 2023 unser Produkt weiterzuentwickeln, zu skalieren und unseren Vorsprung auszubauen.

Wer ist die Zielgruppe von paretos?

Spannend ist unsere Plattform vor allem für Top-Entscheider:innen im innovativen Mittelstand und in großen Konzernen – überall dort, wo tagtäglich viele komplexe unternehmerische Entscheidungen getroffen werden müssen: von der Produktentwicklung über Produktion und Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb. Und je komplexer das Unternehmen und seine Herausforderungen, desto größer ist auch das Potenzial, das sich mit Decision Intelligence heben lässt. Unser Tool ist so aufgebaut, dass man für seinen Einsatz keine zusätzlichen Data-Science-Kenntnisse braucht, nicht coden muss und es sich nahtlos in die Unternehmensinfrastruktur integrieren lässt. 

Wie funktioniert paretos? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Plattform von paretos basiert auf Künstlicher Intelligenz und nutzt Machine Learning sowie mathematische Optimierungsmodelle, um aus allen vorliegenden Unternehmensdaten (und externen Daten, wie z. B. zum Wetter) Entscheidungsszenarien abzuleiten – und auf dieser Grundlage die beste Entscheidung treffen zu können. Zum Beispiel haben wir ein führendes deutsches Handelsunternehmen dabei unterstützt, die Schichtplanung in der Logistik zu optimieren. Das Ergebnis waren Einsparungen im mittleren siebenstelligen Bereich und eine höhere Mitarbeitenden- und Kundenzufriedenheit.

Ähnliche Optimierungen sind in der Vertriebs- oder Verkaufsplanung, im Lager oder in der Produktion möglich – im Prinzip überall dort, wo komplexe Entscheidungen zu treffen sind. Für viele Unternehmen besonders spannend: Wir bieten unsere Plattform „as a Service“ an. Unsere Nutzer:innen zahlen also eine monatliche Gebühr und müssen keine hohen Investitionssummen in die Hand nehmen – das macht den Start mit paretos niedrigschwellig und damit besonders attraktiv, wie uns unsere Kunden regelmäßig bestätigen.

paretos, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Markt für Decision Intelligence wird in den nächsten fünf Jahren stark wachsen – im Schnitt jährlich um rund 18 Prozent. 2027 soll das Marktvolumen laut Markets and Markets global bei 22,7 Mrd. USD liegen. Wir wollen diesen Wachstumsmarkt nicht nur schlagen, sondern uns im Wettbewerb mit Ländern wie den USA oder Großbritannien einen Vorsprung erarbeiten und ihn immer weiter ausbauen.

Kurz: Wir wollen zeigen, dass in dieser künftigen Top-Kategorie auch ein deutsches bzw. europäisches Unternehmen erfolgreich sein kann. Die Voraussetzungen dafür sind glänzend, nachdem uns Markets and Markets schon heute eine Schlüsselrolle im globalen Wettbewerb bescheinigt. Und natürlich möchten wir den Begriff Decision Intelligence weltweit zum Game Changer für unternehmerische Entscheidungen machen. Unternehmen sollen unsere Technologie nutzen, um einen echten Unterschied zu machen, Innovation voranzutreiben und auch solch komplexe Themen wie Nachhaltigkeit optimal anzugehen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Richtig ist, was wirksam ist. Die beste Idee nützt nichts, wenn sie sich am Ende nicht auch umsetzen lässt. Behaltet also bei Eurem Produkt immer den konkreten Nutzen im Blick: Welches wichtige Problem könnt Ihr wirklich damit lösen? Und wie könnt Ihr es Eurer Zielgruppe so einfach wie möglich machen, diesen Nutzen zu begreifen?
  • Holt Euch Feedback. Was Ihr im stillen Kämmerlein ausgekocht habt, mag gut gemeint sein, funktioniert in der Praxis aber womöglich gar nicht. Testet Euer Produkt so schnell es geht am Markt – und das so oft und so hart wie möglich, zieht die richtigen Schlüsse und bleibt am Ball. Holt Eure Zielgruppe, aber auch (potenzielle) Geldgeber:innen immer wieder an Bord.
  • Trefft Entscheidungen: Wer ein Start-up gründet, muss Entscheidungen lieben. Und zwar gerade auch die harten Entscheidungen. Insofern: Kill your darlings! Reitet kein totes Pferd, sondern konzentriert Euch auf das Wesentliche.

Wir bedanken uns bei Thorsten Heilig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der Weg beginnt wirklich mit dem ersten Schritt

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soflow

SoFlow: faltbare E-Scooter und E-Skateboards vereint Nachhaltigkeit mit einer aussergewöhnlichen Fahrdynamik

Stellen Sie sich und das Startup SoFlow doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Manuel Hug und ich bin Mitgründer und CEO von SoFlow. SoFlow ist ein in der Schweiz ansässiges Mikromobilitätsunternehmen, das sich auf die Entwicklung, die Herstellung, das Marketing und den Vertrieb von Mikromobilitätsfahrzeugen, insbesondere E-Roller, spezialisiert hat. Ich habe SoFlow 2015 gemeinsam mit meinen Co-Foundern Martin Neuckel und Zi Fong Giang in der Schweiz gegründet. Wir beschäftigen inzwischen rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Europa und in China.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Auslöser für die Gründung von SoFlow war das damals auf dem Markt kaum vorhandene Angebot von E-Rollern und E-Skateboards. Wir haben das gesehen und uns gesagt, dass es so mit der Mobilitätswende nicht klappt. Es braucht bessere Fahrzeuge. Dann haben wir uns an die Arbeit gemacht, um das selbst zu versuchen. Der Erfolg gibt uns Recht. Neben gewonnenen Preisen für Design etc., haben wir inzwischen einen großen Marktanteil, der in Europa ständig zunimmt.

Welche Vision steckt hinter SoFlow?

Unsere gemeinsame Vision ist es, die Mobilitätswende zu unterstützen, also durch mehr Mikromobilität den Autoverkehr zu reduzieren und damit den Klimaschutz voranzutreiben. Die Nutzung von eigenen E-Rollern, um kurze Autofahrten zu ersetzen oder längere Wege per ÖPNV zu ergänzen, ist eine klimaschonende Art der Fortbewegung. Außerdem sparen die Nutzer damit Zeit und Geld. Die faltbaren E-Roller von SoFlow dürfen zudem kostenfrei in Bussen, Bahnen und Zügen mitgenommen werden.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind ein Hardware-Startup. Das sagt eigentlich schon alles. Es ist unglaublich schwer, die richtigen Quellen für die Komponenten zu finden, damit die fertigen Produkte dann sicher, schick und zertifizierbar sind. Aber das Gründerteam ergänzt sich hier hervorragend und das ist auch Teil unseres Erfolges. Wir finanzieren uns einerseits selbst und andererseits durch Crowdinvestments. Unsere Produkte sind Herzensprodukte und wer erst einmal einen SoFlow gefahren ist, möchte auch investieren und Teil der Erfolgsgeschichte werden. Wir haben inzwischen alleine in Deutschland einen Marktanteil von fast 20 Prozent.

Wer ist die Zielgruppe von SoFlow?

Wir stellen E-Roller mit Straßenzulassung für private Endkunden her. Wir arbeiten außerdem mit Sharing-und Miet-Anbietern, die unsere Produkte als White-Label-Lösung vertreiben. Zusätzlich haben wir noch eine B2B-Sparte für Industrie-Kunden. Unser People-Mover ist ein Mikromobilitätsgefährt, welches Personen sicher von A nach B bringt. Beispielsweise in Werkshallen, Lagern oder auf Messen.

Wie funktioniert SoFlow? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Design unserer Fahrzeuge und die Herstellung in eigenen Produktionsstätten liegt alles in einer Hand. Angefangen beim Design, welches wir in der Schweiz machen, über die Produktion und Qualitätssicherung, dafür haben wir in China ein eigenes Team, bis hin zum Kundenservice. Diese vertikale Integration erlaubt es uns, schneller, besser und kostengünstiger in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis, zu sein. Andere Anbieter sind häufig reine Importeure, welche die E-Roller ohne eigenes Team vor Ort in einer Produktionsstätte zusammenbauen lassen.

SoFlow hat ein Team vor Ort, was für uns ein Pluspunkt ist. Auf der Softwareseite sind wir ebenso einzigartig: Unsere Kunden bekommen mit der SoFlow-App volle Kontrolle über ihr Fahrzeug und Serviceaktivitäten. Außerdem sammeln die Kunden für jeden gefahrenen Kilometer sogenannte ‘FlowMiles’, die im SoFlow App-Shop gegen Zubehör oder vergünstigte Produkte eingelöst werden können.

SoFlow, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Je mehr die Sharing-Anbieter durch immer neue Regelungen zurückgedrängt werden, desto eher kaufen sich die Konsumentinnen und Konsumenten ein eigenes Fahrzeug. Wir sind in Deutschland und der Schweiz bereits sehr erfolgreich. Nun wollen wir weitere Märkte in Europa und perspektivisch auch außerhalb von Europa angehen. Ziel ist es, die Nummer eins auf dem Owned-E-Roller-Markt zu werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach machen. Der Weg beginnt wirklich mit dem ersten Schritt.

Auf andere hören, aber auch seinem eigenen Gefühl vertrauen.

Mit den richtigen Leuten zusammenarbeiten. Alles andere kostet nur Zeit und Nerven.

Wir bedanken uns bei Christian Underwood für das Interview

Manuel Hug, Mitgründer und CEO SoFlow AG Fotograf: Timo Wäschle

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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snorefox

Snorefox ist eine medizinisch zertifizierte App für die Schlafapnoe-Risikoanalyse

Stellen Sie sich und das Startup Diametos doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Heiko Butz und Christoph Janott und haben zusammen Snorefox entwickelt. Snorefox ist eine medizinisch zertifizierte App für die Schlafapnoe-Risikoanalyse, die wir mit unserem Startup Diametos gerade auf den Markt gebracht haben. Ohne zusätzliche Hardware lassen sich “im Schlaf“ gefährliche Atemaussetzer erkennen und analysieren. Über das Mikrofon des Smartphones analysiert die Snorefox App die Schnarchgeräusche und erkennt mittels künstlicher Intelligenz gefährliche Atemaussetzer. Am nächsten Morgen sieht der Nutzer sein individuelles Risiko einer Schlafapnoe.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ebenso wie ein Drittel aller Menschen, ist Heiko selbst Schnarcher. Die Unsicherheit, ob das Schnarchen gefährlich ist, hat ihn viele Jahre begleitet. Um der Sache auf den Grund zu gehen, war nie Zeit – was blieb, war die Unsicherheit. Ihm fehlte eine zuverlässige und einfach anwendbare Lösung. Christoph ist Akustik-Ingenieur – und so taten wir uns zusammen, um Diametos zu gründen. Basierend auf zehn Jahren Forschung, haben wir eine App entwickelt, die Atemunregelmäßigkeiten erkennt und einordnen kann, inwieweit Atemaussetzer Risiken für die Betroffenen bergen können.

Welche Vision steckt hinter Snorefox?

Mit Snorefox wollen wir die Risiko-Analyse für Schlafapnoe so einfach wie möglich machen: Zuhause über das Smartphone mit der App Gewissheit schaffen. Denn Schnarchen ist nicht nur störend, sondern kann auch ein Hinweis auf eine gesundheitsgefährdende Schlafapnoe sein, die zu regelmäßigen Atemaussetzern während des Schlafs führt.

Jeder sechste Mensch in Deutschland hat Schlafapnoe – 80 Prozent bleiben unentdeckt. Das betrifft aktuell rund zehn Millionen Menschen. Oft wird eine bestehende Schlafapnoe aufgrund der unspezifischen Symptome nicht entdeckt und bleibt deshalb unbehandelt. Sie stört die natürliche Schlafstruktur und ein erholsamer Schlaf ist dann häufig nicht möglich. Unbehandelt kann Schlafapnoe zu Symptomen wie Tagesschläfrigkeit und verminderter Konzentrationsfähigkeit führen. Die Langzeitfolgen können unter anderem Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Startup Finanzierung ist da sicher ein Thema – bei uns sind das die Förderungen des Landes Brandenburg und Risikokapital. Rückblickend waren auch die zehn Jahre Forschung in diesem neuen Feld und die damit verbundenen Erhebungen der medizinischen Daten für die künstliche Intelligenz durchaus herausfordernd. Dazu haben wir ein Team aufgebaut, das eine ausgewiesene Expertise in Audio-Signalverarbeitung und KI hat. Was wir bereits zusammen geschafft haben, macht uns wirklich stolz.

Wer ist die Zielgruppe von Snorefox?

Erwachsene, die schnarchen, und unkompliziert ihr Risiko für Schlafapnoe erkennen wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Viele andere Apps, inklusive Snorefox, geben Auskunft darüber, wie laut und lange sich das individuelle Schnarchen gestaltet. Wir gehen aber weiter, weil wir analysieren können, ob das Schnarchen gefährlich ist. Die Schnarch-Daten werden mit unserer KI analysiert und wir können darauf basierend eine Risikoeinschätzung für Schlafapnoe geben. Sollte ein Risiko bestehen, unterstützen wir Nutzer mit dem Doctor Finder bei der Suche nach einem passenden Facharzt.

Snorefox, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Rund zehn Mio. Menschen mit einer unentdeckten Schlafapnoe gibt es allein in Deutschland. Diesen Menschen wollen wir helfen. Für eine höhere Lebensqualität sollte eine Schlafapnoe früher entdeckt werden, als das heute oft der Fall ist. Denn das führt zu Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, die nicht sein müssen. Dazu wird ein flächendeckendes Screening benötigt, das wir bieten wollen. Und da das Problem rund um den Globus existiert, haben wir auch den US-amerikanischen Markt im Auge. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Setzt auf Experten in eurem Team, pflegt euer Netzwerk und habt die Kosten im Blick!

Wir bedanken uns bei Christian Underwood für das Interview

Diametos GmbH von links Dr. Christoph Janott und Heiko Butz Fotograf/Bildcredits: Tuca Paoli

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach machen und nicht zu viel denken

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mara

MARA auf Künstlicher Intelligenz basierende Software für Hoteliers

Stellen Sie sich und das Startup MARA doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Maximilian Lüders, bin 33 Jahre alt, habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und im April 2020 zusammen mit Ingo Lange und Tobias Roelen-Blasberg MARA gegründet. Unsere auf Künstlicher Intelligenz basierende Software unterstützt mit einer ChatGPT-ähnlichen Technologie in erster Linie Hoteliers dabei, auf Gästefeedback und Rezensionen zu antworten: schneller, professioneller, individueller. Ein Bereich, der dringend auf Lösungen wartet, denn in der Hotellerie ist die Anzahl an Reviews besonders hoch, die angestrebte Antwortrate fast nicht zu erreichen und der Personalmangel aktuell erschreckend groß. Perspektivisch wollen wir auch andere Branchen bei diesem und verwandten Problemen unterstützen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Hauptsächlich treibt mich (und alle bei MARA) der Wunsch nach der Freiheit, an den Dingen zu arbeiten, die ich/wir für wichtig und richtig halten. Außerdem möchten wir MARA – und mit der Technologie betreten wir ja absolutes Neuland – so gestalten, entwickeln und vertreiben, dass wir möglichst vielen Menschen die tägliche Arbeit erleichtern.

Da gehört es für mich ultimativ dazu, dann auch selbst für Entscheidungen verantwortlich zu sein, ihre Wirkung zu erleben und die Konsequenzen tragen – ob positiv oder negativ – und dann (hoffentlich) Erfolge im Team als die eigenen zu feiern. Ich möchte meine Zeit und Energie außerdem in einem Umfeld einbringen, in dem ich gerne arbeite. Und das Umfeld kann ich als Gründer in einem Unternehmen am besten mitgestalten. Wir haben dafür im Team auch eine ganze Reihe von Werten erarbeitet, von denen wir glauben, dass sie uns ausmachen. Genau in solch einem Unternehmen möchte ich arbeiten. 

Welche Vision steckt hinter MARA?

Wir glauben, dass Feedback das Wichtigste ist, was Kunden einem Unternehmen schenken können. Deswegen verdienen sie dafür Respekt, Dank und Wertschätzung. Die Anzahl von Rezensionen (nicht nur in der Hotellerie) ist aber teilweise so überfordernd groß, dass Unternehmen mit der Bearbeitung gar nicht hinterherkommen. Und die Konsequenz sind oft Templates, die alles andere als wertschätzend sind.

Unser Ziel ist es, Menschen in Unternehmen das Arbeiten mit Kundenfeedback so einfach wie möglich zu machen und gleichzeitig eine persönliche Verbindung zwischen Kunde und Unternehmen aufrecht zu erhalten – wir wollen die Interaktion also nicht „wegautomatisieren“.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als wir vor drei Jahren an den Start gingen, haben wir ein Review Analytics Produkt an den Markt gebracht. Die größte Herausforderung – und im Rückblick die wichtigste Entscheidung – war es, zu erkennen, dass unsere Software-Lösung zwar bei vielen Kunden wie Beiersdorf, Vileda und Miele sehr gut ankam, aber im damaligen Umfeld schwierig zu skalieren war.

Glücklicherweise haben wir dies früh genug erkannt und nach weiteren Wegen umgeschaut. Denn was tut ein Start-up? Es findet innovative Lösungen für bestehende Probleme. Wie die Beantwortung von Rezensionen in der Hotellerie. Ein Vorteil: Das Themenfeld Review Replies grenzt eng an Review Analytics an und damit sind einige unserer vorherigen Entwicklungen jetzt natürlich sehr vorteilhaft für uns.

Finanziert haben wir uns klassisch durch eine Business Angel-Finanzierung, davor hat und ein EXIST Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft geholfen.

Wer ist die Zielgruppe von MARA?

Aktuell konzentrieren wir uns auf die Hotellerie, zukünftig werden jedoch weitere Branchen hinzukommen, in denen Rezensionen relevant sind. Bevor es aber soweit ist, möchten wir MARA noch besser, nah an perfekt machen.

Wie funktioniert MARA? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Weltweit werden jeden Tag mindestens 50.000 menschliche Arbeitstage in die Beantwortung von Rezensionen investiert. In einem durchschnittlichen Hotel können es schnell auch mal mehr als zwei Arbeitstage werden. Hier liegt also ein gigantisches Potenzial. MARA wertet Kundenbewertungen aus, erkennt dank KI deren Kernaussagen und generiert dazu verschiedene Varianten von Antworten.

Die Antwortvorschläge können dann von Hotelmitarbeitenden gegebenenfalls noch individuell angepasst werden. Das Ergebnis sind eine extreme Zeitersparnis von mehreren Minuten pro Antwort und optimal formulierte Antworttexte. Aktuell gibt es kein vergleichbares Tool auf dem Markt. Von der nächsten und bekanntesten Alternative – ChatGPT – grenzen wir uns ab, indem wir unseren Nutzer:innen erlauben, den Algorithmus sehr spezifisch auf das eigene Hotel zu individualisieren, so dass die vorgeschlagenen Antworten kaum noch editiert werden müssen.

MARA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir der Technologieanbieter sein, wenn es um die skalierbare, maschinelle Verarbeitung von Kundenfeedback geht – von der operativen Unterstützung im Daily Business bis hin zu automatisierten, strategischen Ausleitungen aus diesem Feedback. Dabei arbeiten wir schon jetzt mit Review Management Plattformen aus unterschiedlichsten Branchen zusammen, die unsere Technologie an ihre Systeme angeschlossen haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich würde angehenden Gründer:innen folgendes mitgeben:

  1. Diese vermeintliche Binsenweisheit ist tatsächlich wahr: Nur wenn ihr ein echtes Problem löst, geht es ab!
  2. Um das zu finden: Launch (and kill ideas) early
  3. Einfach machen, nicht zu viel denken (aber ein bisschen schon…)

Wir bedanken uns bei Maximilian Lüders für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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