Donnerstag, Januar 1, 2026
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Balance aus Umsetzung und Strategie

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Primal State

Primal State funktionelle Lebensmittel für mehr Energie im Alltag

Stellen Sie sich und das Startup Primal State doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Nicolas, einer von drei Gründern bei Primal State. Wir entwickeln funktionelle Lebensmittel für mehr Energie im Alltag. Um den Kunden den Einstieg in ein gesünderes Leben zu vereinfachen, betreiben wir außerdem ein Onlinemagazin mit wissenschaftlichen Artikeln, Rezept-Ideen und -Videos sowie weiteren Inhalten. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die ursprüngliche Idee und auch die Vorarbeit hat Gründer Janis Budde geleistet. Aus eigenen gesundheitlichen Beschwerden hat er sich mit den Themen Ernährung, Bewegung und geistige Stärke beschäftigt. Irgendwann halfen ihm Antibiotika-Therapien und Medikamente nicht mehr und er hat sich auf die Suche nach natürlichen Lösungen gemacht. Das war der Grundstein für den Blog, den heute 200.000 Besucher monatlich verfolgen.

Welche Vision steckt hinter Primal State?

Das ist einfach. Wir wollen, dass es jeder Mensch schafft, Ziele und Herausforderungen im Leben zu meistern und sich dabei gut zu fühlen. Wenn wir ehrlich sind, bestimmt unser Energielevel über die Entscheidungen, die wir treffen: „Geh ich noch zum Sport? Rufe ich noch meine Verwandten an? Koche ich selber oder fahre ich zum Schnellimbiss?“ – jede Entscheidung hängt davon ab, ob wir die nötige Energie aufbringen können. Was wirklich gut für uns ist, das weiß nämlich eigentlich jeder für sich selbst ganz gut. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind mit 2.500,00 € Startkapital losgelaufen. Zusammen haben es recht schnell geschafft, das Unternehmen auf 7-stellige Umsätze zu skalieren. Wir sind noch immer komplett gebootstrapped. Darauf sind wir sehr stolz. Uns hat allerdings im zweiten Geschäftsjahr ein Kredit der Hausbank über 300.000 € extrem geholfen. Dieser eigenfinanzierte Weg ist allerdings herausfordernd. Man kämpft ständig mit der Liquidität, kann sich nur wenige Fehler leisten und hat viele schlaflose Nächte. Wer darauf keine Lust hat, sollte vielleicht lieber früher in Investoren-Gespräche gehen.

Ich würde mich allerdings immer wieder für diesen Weg entscheiden, denn heute halten wir alle Trümpfe in der Hand. Ich denke, eine weitere riesige Herausforderung ist die Konstellation des Teams. Wir haben das Glück, dass wir im Gründerteam eine wahnsinnig enge Bindung haben. Meine Geschäftspartner sind in (fast) allen Lebensbereichen meine engsten Vertrauten. Doch auch das mussten wir uns hart erarbeiten – mit wöchentlichen Meetings und Aussprachen und sehr viel Ehrlichkeit. 

Wer ist die Zielgruppe von Primal State?

68% weiblich, 32% männlich und eher 30 Jahre und älter. Unsere Kunden sind sehr offen und bereit, Lösungen für ihre Probleme zu finden. Das macht wahnsinnig Spaß!

Primal State

Welche Produkte findet man auf Primal State? Wie wählen Sie die Produkte aus?

Wir entwickeln funktionelle Lebensmittel – das bedeutet, sie sollen einen bestimmten Effekt erzeugen. Wir starten also mit der Herausforderung, die wir und unsere Kunden haben. Im Laufe der Zeit haben wir Smoothiepulver, Kokosöle, Proteine, Vitamine und andere Nährstoff-Rezepturen entwickelt, die einen klaren Kundennutzen bedienen. Kurzfristig wird es eine neue Produktserie geben: die One-Day-Serie, die dich den ganzen Tag mit allen notwendigen, natürlichen Nährstoffen versorgt um energiegeladen zu bleiben und abends die Regeneration erleichtert. Oft entwickeln wir auch Produkte aus dem eigenen Bedarf heraus. Da wir unsere Produkte jeden Tag selber nehmen und uns extrem mit dem Thema beschäftigen, mangelt es an Produktideen definitiv nicht – eher an den Kapazitäten diese auch umzusetzen.

Primal State, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben in den letzten 5 Jahren extrem viel ausprobiert. Und wir werden das Geschäftsmodell aus funktionellen Lebensmitteln und der dazugehörigen Content-Welt weiter ausbauen und noch kundenfreundlicher gestalten. Wir sind sehr froh darüber, dass wir diesen Weg für uns sehr klar haben. Das einzige Ziel ist es, möglichst viele Kunden mit exzellenten Produkten und exzellentem Service zu versorgen. Dazu gehören natürlich ambitionierte Umsätze und eine starke Erweiterung des Kundenstamms. Die Infrastruktur wie Mitarbeiter, Ausweitung von Märkten usw. entwickelt sich dann automatisch mit.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Meine Top 3 im Unternehmertum sind: 1. Flexibel bleiben – am Anfang muss ein Start Up extrem agil sein und immer wieder Anpassungen im Geschäftsmodell machen. 2. Die Balance aus Umsetzung und Strategie – dieses Gleichgewicht muss jeder für sich selber finden. Ich kann nur sagen: wir haben viel ausprobiert. 3. Leute fragen, die es besser wissen – Gespräche mit Unternehmer, die schon ein paar Schritte voraus sind, können einem unfassbar mit kleinen Tipps helfen.

Wir bedanken uns bei Nicolas Martin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Grover holt sich mit Stefan Röbel und Alexander Baatz hochkarätige Verstärkung ins Team

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Grover Stefan Röbel Alexander Baatz

Neuzugänge bei Grover: Stefan Röbel wird VP Operations und Alexander Baatz steigt als Head of Product ein

Der Berliner Technik-Vermieter Grover holt sich mit Stefan Röbel und Alexander Baatz hochkarätige Verstärkung ins Team. Stefan Röbel tritt ab März seine Position als VP Operations an und ist damit Teil des Führungsteams von Grover, Alexander Baatz startet im April als Head of Product.

Die beiden Neuzugänge sind jeweils für die Weiterentwicklung der Kernbereiche Logistik und Produkt-Innovation verantwortlich. Sowohl die Optimierung der Logistik- und Fulfillment-Prozesse als auch die Erweiterung des Service-Angebots sollen das starke Wachstum des Unternehmens stützen.

Als VP Operations verantwortet Stefan Röbel den kompletten Logistik-Bereich bei Grover und wird diesen skalieren und optimieren. Erstes Ziel ist es, die Lieferzeiten weiter zu verkürzen und Grovers aufwendigen und je nach Produktart variierenden Refurbishment-Prozess zu optimieren. Aktuell gehen im Durchschnitt täglich bis zu 500 Bestellungen bei Grover ein. Dazu treffen pro Tag rund 150 Produkte nach beendeter Mietlaufzeit im Lager ein und werden anschließend für die erneute Vermietung aufbereitet.

Stefan Röbel bringt langjährige Erfahrung im Logistik-, Warehouse-, Supply-Chain- und Operations-Management mit.

Von Juli 2016 bis Februar diesen Jahres war Röbel beim Online-Retailer ASOS als Head of Logistics EU tätig. Sein Aufgabenbereich umfasste unter anderem die großflächige Lagerhaltung  sowie das Design und die Implementierung einer vollständig automatisierten Lagerlösung. Davor sammelte er Erfahrungen im Operations bei eBay / Radical Inc und bei Amazon.

„In den letzten sieben Jahren habe ich tiefe Einblicke in das Logistikmanagement im Versandhandel gewonnen und freue mich nun die Logistik- und Operations-Prozesse bei Grover auszubauen. Das zirkuläre Geschäftsmodell von Grover bringt viele spannende Herausforderungen mit sich – vor allem die Aspekte Return und Refurbishment“, sagt Stefan Röbel. In seiner neuen Position als VP Operations ist Röbel Teil des Führungsteams von Grover und berichtet direkt an CEO Michael Cassau.

Im Bereich Produktentwicklung setzt Grover in diesem Jahr den Schwerpunkt auf Innovation. Als Head of Product wird Alexander Baatz die Entwicklung und Umsetzung neuer Service-Features vorantreiben. Im Spätsommer ist bereits ein Softlaunch von Baatz‘ Pilotprojekt bei Grover geplant – Das Rollout eines neuen Grover-Produkts zur persönlichen Finanzgestaltung. Baatz blickt auf fünf Jahre Erfahrung in der Entwicklung digitaler Finanzprodukte zurück. Neben seiner Position als Mitgründer des Geschäftskonto-Startups Kontist war er für die Digitalbank N26 tätig, wo er unter anderem für das Kreditkartenprogramm und die Marktimplementierung der NFC Karten zuständig war.

Alexander Baatz erklärt:

„Grover ist ein innovatives und agiles Unternehmen, das seine Produktpalette stetig weiterentwickelt und nun auch den Vorsprung in den Bereich der persönlichen Finanzgestaltung wagt. Ich freue mich darauf, Grover auf diesem Weg voranzubringen.“ In seiner neuen Funktion berichtet Alexander Baatz direkt an CPO Johann Jenson.  

Quelle schoesslers GmbH

Behaltet einen klaren Fokus

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Gympass

Gympass Fitnessnetzwerk für Unternehmen mit individuellen Firmenfitness-Programm

Stellen Sie sich und das Startup Gympass doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Ralf Aigner und seit Ende 2017 als Geschäftsführer für Gympass Deutschland tätig. Gympass ist das weltweit führende Fitnessnetzwerk für Unternehmen. Mit unserem individuellen Firmenfitness-Programm bieten wir Arbeitgebern die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern den Zugang zu unserem Sport- und Wellnessnetzwerk zu ermöglichen. Ob Ballett, Schwimmen, HIIT, Meditation und Achtsamkeitstraining: Aus fast 900 Sportarten, Kursen und Wellnessangeboten kann jeder das für ihn passende individuell auswählen – ohne dabei an ein Fitnessstudio oder eine Wellnesseinrichtung gebunden zu sein.

Mit unserem ganzheitlichen Corporate-Wellness-Ansatz betten wir gesundheitsfördernde Maßnahmen in einen größeren Zusammenhang ein: dem Wohlbefinden am Arbeitsplatz und darüber hinaus. Damit werden wir den aktuellen Entwicklungen der Arbeitswelt gerecht, die schnelllebiger, flexibler und digitaler geworden ist. Für Mitarbeiter bedeutet das: Sie wollen und müssen flexibel sein – auch wenn es um die Themen Sport und Entspannung geht. Mit Gympass stellen Unternehmen ihrem Team genau dieses Angebot zur Verfügung, das auf die Individualität, Fitness und das Wohlbefinden des Einzelnen einzahlt. So lassen sich Arbeits- und Privatleben optimal vereinbaren. Arbeitgeber fördern die Gesundheit, Motivation und Produktivität der Arbeitnehmer und erreichen auch bis dahin sportlich inaktive Kollegen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Cesar Carvalho, Mitbegründer und CEO von Gympass, kam die Idee für sein Unternehmen, als ihm während seiner häufigen beruflichen Reisen die Möglichkeit fehlte, flexibel und in verschiedenen Städten Fitnessstudios zu nutzen. Mit Gympass werden wir dieser Herausforderung gerecht: Unsere Nutzer haben in 14 Ländern weltweit den Zugang zu Tausenden von Sport-, Fitness- und Wellnesseinrichtungen. Mein Ziel ist es, Gympass in Deutschland zu dem gleichen Erfolg zu verhelfen wie in Brasilien, wo Cesar das Unternehmen 2012 gegründet hat, und Gympass inzwischen Marktführer ist. 

Welche Vision steckt hinter Gympass?

Gympass verfolgt eine klare Mission: den weltweiten Bewegungsmangel zu bekämpfen, der das Risiko für eine Vielzahl an Krankheiten erhöht. Hierzu leisten wir unseren Beitrag, indem wir mit individuellen Firmenfitness-Programmen die Gesundheit der Mitarbeiter fördern. Dank unseres Angebots, das vom Pilates-Kurs in der Mittagspause über das Kletter-Workout nach Feierabend bis zum Wellnesstag in der Sauna am Wochenende reicht, findet jeder das für ihn passende. Denn der Spaß steht im Vordergrund. 

Unsere Mission können wir dank der engen Zusammenarbeit mit Arbeitgebern umsetzen: Wir erreichen über Unternehmen und die Arbeit deren HR-Abteilung, die wir mit Informationsmaterial, on-site Events und Co. unterstützen, alle Mitarbeiter eines Unternehmens, vor allem auch bis dahin sportlich inaktive – und generieren damit neue Kunden für die Fitnessstudios. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte Herausforderung: Unser Wandel von einem B2C- zu einem B2B-Anbieter. So hat sich unser Sportangebot zu Beginn an den Endnutzer gerichtet. Cesar hat dann aber eine Marktlücke erkannt: ein Firmenfitnessnetzwerk für Unternehmen, die das Sport- und Wellnessangebot ihren Mitarbeitern anbieten. Es gehörte viel Mut dazu, unsere Ausrichtung komplett zu verändern – aber es hat sich ausgezahlt. Mit unserem klaren Fokus auf Unternehmenskunden erreichen wir eine Vielzahl an Menschen. Und vor allem auch diejenigen, die bis dahin kaum oder gar keinen Sport gemacht haben und sich vielleicht auch nie dafür entschieden hätten – würden sie nicht von ihrem Arbeitgeber diesen Benefit erhalten. 

Zu einer weiteren Herausforderung zählt unsere internationale Expansion. Bei unserem Wachstum über Ländergrenzen hinweg ist für uns entscheidend, dass wir in allen Ländern die gleiche Qualität anbieten und zugleich auf lokale Bedürfnisse, die unterschiedliche Märkte prägen, eingehen. 

Bezüglich der Finanzierung war 2019 ein wichtiges Jahr für uns, denn im Sommer letzten Jahres haben wir eine neue Finanzierung durch den SoftBank Vision Fund und den SoftBank Latin America Fund erhalten. Beide Fonds ergänzen die bestehenden Investoren General Atlantic, Atomico und die Valor Capital Group. 

Wer ist die Zielgruppe von Gympass?

Unser Angebot richtet sich an Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Nutzung von Gympass zu Mitarbeiterkonditionen ermöglichen – wir verfolgen also eine klare B2B-Ausrichtung. Bislang profitieren mehr als 2.000 Unternehmenskunden weltweit von unserem flexiblen Corporate-Wellness-Angebot. 

Wie funktioniert Gympass? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Aus rund 900 Angeboten findet bei uns jeder spielend leicht das für ihn passende. So suchen unsere Nutzer online nach dem gewünschten Sportkurs oder einer Wellnessanwendung in ihrer Nähe und checken sich via App in das Fitness- oder Wellnessstudio ein – schon können sie mit dem Training starten oder beispielsweise eine Massage genießen. Der Vorteil für den Mitarbeiter: Er ist nicht an ein Studio gebunden, kann verschiedene Sportarten ausprobieren und trainiert dabei zu attraktiven Mitarbeiterkonditionen. Unternehmen wiederum können sich mit diesem Mitarbeiter-Benefit als attraktiver Arbeitgeber mit zeitgemäßem Gesundheitsmanagement positionieren, was sich sowohl im Recruiting als auch der Mitarbeiterbindung positiv auszahlt. Zudem fördern sie die Gesundheit und Produktivität ihrer Teams. Dadurch dass wir auch bis dahin sportlich inaktive Mitarbeiter erreichen, generieren wir auch neue Nutzer für unsere Partnerfitnessstudios. 

Neben unserem klaren B2B-Fokus zeichnen wir uns durch unser umfassendes Angebot aus: Gympass arbeitet in Europa, den USA und Lateinamerika mit mehr als 50.000 Fitness- und Wellness-Partnern zusammen und damit sind wir die weltweit größte Corporate-Fitness-Plattform. 

Gympass, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wollen wir der Verwirklichung unserer Mission – den weltweiten Bewegungsmangel zu bekämpfen – ein gutes Stück nähergekommen sein, indem wir weiterhin wachsen, neue Märkte wie Asien erschließen und die Nutzeranzahl steigern. Unser Ziel für Deutschland verfolge ich, gemeinsam mit meinem Team, ebenso konsequent: Wir wollen am deutschen Markt, die Nummer 1 für Corporate Wellness werden. Um das zu erreichen, verfolgen wir weiterhin unsere organische Wachstumsstrategie und investieren derzeit 60 Millionen Euro in Deutschland. Der klare Fokus liegt dabei auf der Stärkung unsere B2B-Ausrichtung: Wir bauen unser Fitness-Partnernetzwerk sowie die Kooperation mit Firmenkunden weiter aus. So wollen wir in diesem Jahr von derzeit 2.500 Fitness-Partnern auf 4.000 wachsen. Um unsere Ziele umzusetzen, haben wir nicht nur einen dritten Standort in Düsseldorf – neben unserer Präsenz in München und Berlin – eröffnet, sondern stellen deutschlandweit neue Mitarbeiter ein, um uns schlagkräftig aufzustellen. 

Ein weiterer Fokus liegt im Ausbau unserer Digitalstrategie. Wir planen bis 2023 ein Team von 400 IT-Fachkräften aufzubauen und haben zudem das portugiesische KI-Start-up Flaner übernommen. Mit der KI-Technologie des Start-ups steigern wir die Customer Experience für Gympass-Nutzer, unsere Unternehmenskunden und Fitnesspartner und verbessern unsere Online-Plattform stetig. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Basierend auf meiner Erfahrung möchte ich angehenden Gründern folgende Tipps mit auf den Weg geben:

Behaltet einen klaren Fokus – rennt nicht jeder Opportunity hinterher und definiert eine klare Zielgruppe!

Seid flexibel. Nicht immer ist die Idee am Anfang, auch diejenige, die man umsetzt! 

Team first! Der Erfolg jedes Unternehmens hängt maßgeblich von motivierten und zufriedenen Mitarbeitern ab. 

Wir bedanken uns bei Ralf Aigner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Unternehmenskultur ist das Allerwichtigste

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Zenjob vermittelt studentische Aushilfskräfte an Unternehmen

Zenjob vermittelt studentische Aushilfskräfte an Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Zenjob doch kurz unseren Lesern vor!

Fritz Trott: Zenjob wurde 2015 gegründet und vermittelt studentische Aushilfskräfte an große Unternehmen. Über unsere App können Studierende ganz einfach Jobs auf Stundenbasis finden und direkt mit einem Klick buchen. Dabei können sie flexibel entscheiden, wie oft sie arbeiten möchten. Gleichzeitig bieten wir eine effiziente, digitale Lösung für Firmen, um ihren zusätzlichen Personalbedarf zu decken. Sie müssen sich weder um das Recruiting noch die Personalverwaltung kümmern und sparen so Zeit. Von unserem Service profitieren bereits mehr als 1.000 Unternehmen in acht verschiedenen deutschen Städten. Wir vermitteln Aushilfen in Sparten wie Logistik, Events, Einzelhandel oder Gastronomie und arbeiten mit Branchengrößen wie Flixbus, SportScheck und den Mercure Hotels zusammen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Fritz Trott: Als ich meine Co-Gründer Cihan Aksakal und Frederik Fahning vor vier Jahren getroffen habe, waren wir alle auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Cihan hat kaufDa mitgegründet und -aufgebaut, Frederik beschäftigte sich mit den rechtlichen Grundlagen und den technologischen Veränderungen am Arbeitsmarkt und ich habe für Rocket Internet zahlreiche Startups betreut. Wir wollten jedoch etwas eigenes und sehnten uns nach mehr Zufriedenheit und Flexibilität im Job. Gleichzeitig haben wir damals schon sehr schnell erkannt, dass Unternehmen einen enorm hohen Bedarf nach flexibel einsetzbaren Aushilfskräften haben. Diese beiden Ausgangspunkte galt es nun zu verbinden. Mit Hilfe von Technologie schaffen wir es die Personalsuche für Unternehmen effizienter zu gestalten und Personalengpässe können schnell über unser Buchungsportal gelöst werden.  

Welche Vision steckt hinter Zenjob?

Fritz Trott: Unser Ziel ist es, die Personal- und Jobsuche für Unternehmen und Studierende zu vereinfachen und mit neuen und intelligenten Funktionen den schnellsten und besten Service am Markt zu bieten. Wir möchten, dass alle Menschen ihr Arbeitsleben in Zukunft frei und selbstbestimmt gestalten können, ganz nach unserem Motto “Manage your jobs with a click”. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Fritz Trott: Jede Phase bringt große Herausforderungen mit sich und leider wird es mit der Zeit auch nicht leichter. Wichtig ist, dass man nie aufhört, mehr zu wollen und sich weiterzuentwickeln – als Team und Unternehmen, aber auch als Person. Zu Beginn haben wir zum Beispiel hunderte Jobs pro Monat über SMS verschickt. Heute nutzen wir dazu eine eigens entwickelte Software, die es uns ermöglicht, Studierende und Unternehmen innerhalb von wenigen Sekunden zu verbinden und monatlich mehr als 12.000 Jobs zu vermitteln. Dieses Wachstum haben wir nur erreicht, weil wir nie stillstehen und uns kontinuierlich weiterentwickeln. Unterstützt werden wir von den Investoren Acton Capital, Redalpine, Atlantic Labs und Axa Venture Partners. 

Wer ist die Zielgruppe von Zenjob?

Fritz Trott: Auf der B2B-Seite arbeiten wir mit deutschlandweit tätigen Unternehmen zusammen, die für einen Tag oder auch länger Aushilfskräfte benötigen. Firmen haben oft kurzfristigen Personalmangel und unsere Studierenden sind eine wertvolle Unterstützung der festen Belegschaft. Studierende sind zuverlässig und können sich schnell vor Ort einarbeiten. Gleichzeitig profitieren unsere Studierenden davon, dass sie ihr Arbeitsleben flexibel gestalten und alles über die Zenjob-App managen können. 

Wie funktioniert Zenjob? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Fritz Trott: Vor allem zu den Anfangszeiten von Zenjob war der Zeitarbeitsmarkt “sehr offline”. Traditionelle Dienstleister verwenden häufig veraltete Prozesse zur Personalbeschaffung, was nur schwer mit den heutigen Anforderungen der digitalen und schnelllebigen Wirtschaft vereinbar ist. Hier setzen wir an, denn unsere Kunden fragen Aushilfen über ein Online-Buchungstool an. Vor allem bei Krankheitsfällen oder in der Hochsaison werden zusätzliche Arbeitskräfte benötigt, die durch klassische Zeitarbeit nicht so schnell bereitgestellt werden können. Auch für Studierende hat der Service zahlreiche Vorteile, denn sie können ganz einfach über die Zenjob-App aussuchen, welche Jobs sie wann und wie oft wahrnehmen möchten.

Die Schichten werden gefiltert nach Entfernung und Präferenzen angezeigt, für die sich Interessierte mit nur einem Klick bewerben können. Wir bezahlen Studierenden immer mindestens 11 Euro pro Stunde – meistens liegt der Stundenlohn sogar höher. Die ersten 50 Prozent des Gehalts sind in der Regel bereits innerhalb weniger Tage nach einer absolvierten Schicht auf dem Konto, der Rest am Ende des Monats. Grundsätzlich unterscheiden wir uns von anderen Anbietern vor allem durch automatisierte Prozesse und eine vollständige Digitalisierung, was den Verwaltungsaufwand für Arbeitgeber und -nehmer nicht nur reduziert, sondern auch effizienter gestaltet. 

Zenjob, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Fritz Trott: Für dieses Jahr planen wir die deutschlandweite Expansion. Mittelfristig sind außerdem weitere Standorte im Ausland geplant. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fritz Trott: Für uns ist eine Unternehmenskultur das Allerwichtigste. Unsere Werte “Humble, Honest, Hungry, Helpful” begleiten uns seit der Gründung und erinnern uns immer wieder daran, wie wir als Unternehmen sein möchten. Genauso wichtig sind aber auch die Personen, mit denen man gründet und das Team, mit dem man zusammenarbeitet.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Fritz Trott für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fokus, Vertrieb und Team

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AMPEERS ENERGY energiewende

AMPEERS ENERGY Software-Lösungen zur Umsetzung dezentraler Geschäftsmodelle der Energiewende

Stellen Sie sich und das Startup AMPEERS ENERGY doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, wir sind AMPEERS ENERGY. 

Als Fraunhofer Spin-Off wollen wir die Energiewende voranbringen, indem wir es Unternehmen mit unserer SaaS-Lösungen einfach machen, die Potenziale der dezentralen Energiewende zu erschließen – und das sowohl ökonomisch, als auch ökologisch!

Als Software Start-Up bieten wir cloudbasierte Applikationen für das Management von Energie- und Datenflüssen im Quartier an. Das klingt zunächst kompliziert, ist es aber gar nicht. Im Gegenteil: Unsere drei Produkte sind so konzipiert, dass sie den komplexen Sachverhalt „Energiemanagement“ vereinfachen, Prozesse optimieren und automatisieren und dabei bares Geld sparen.

So gibt es neben dem AE District Manager, welcher eine vollumfängliche Lösung des cross-sektoralen Energiemanagements im Quartier darstellt, noch den AE Local Supplier. Diese vollautomatisierte und integrierte Mieterstromsoftware übernimmt die administrative Seite von Mieterstromprojekten. Darüber hinaus existiert der AE Fleet Optimizer. Durch die Zusammenführung aller relevanten Daten übernimmt die intelligente Software die Steuerung des Last- und Lademanagements von E-Fahrzeugflotten. 

Grundlage dieser SaaS-Lösungen ist eine äußerst leistungsfähige Fraunhofer-Software, die durch den Einsatz von selbstlernenden Technologien in der Lage ist, alle dezentralen Prozesse rund um Erzeugung und Verbrauch miteinander zu verbinden, zu optimieren und zielgerichtet zu steuern.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben uns entschieden AMPEERS ENERGY zu gründen, weil wir festgestellt haben, dass es unsere Lösung, eine vollumfängliche Softwareleistung, die dezentrale Geschäftsmodelle profitabel und einfach macht, am Markt noch nicht gibt. 

Uns war klar, dass es sehr viel Zeit kosten würde, ein solches Produkt mit einem großen, etablierten Unternehmen auf den Markt zu bringen. Die einzige Chance für einen schnellen Markteinstieg haben wir deshalb darin gesehen, einfach selbst ein neues Unternehmen zu gründen. Wenn wir unser eigener Herr sind, haben wir keine langwierigen, schwerfälligen Entscheidungsrunden und können schnell, direkt und flexibel agieren. 

Bei einem so einem wichtigen und vor allem zeitkritischen Thema wie der Energiewende kann man sich zähe und unnötig langsame Entscheidungsstrukturen nicht leisten.

Darüber hinaus verfügten wir neben der fachlichen Erfahrung, auch über die notwendige unternehmerische Expertise, da unser Co-Founder Gerrit Ellerwald bereits erfolgreich ein Unternehmen gegründet hatte. Überzeugt von der Qualität unseres Produktes und mit Fraunhofer im Rücken, war die Gründung selbst ein kalkulierbares Risiko.

Und nicht zuletzt sind wir Überzeugungstäter, die das Thema Energiewende auch leben. Wenn wir die Energiewende wirklich erfolgreich umsetzen wollen, dann hilft es nicht länger nur darüber zu reden – man muss auch anpacken – und das tun wir.

Welche Vision steckt hinter AMPEERS ENERGY?

Wir wollen allen Skeptikern die letzten Argumente nehmen, die Energiewende nicht anzupacken. Unsere Vision ist, dass die dezentrale Energiewende durch den erfolgreiche Markteintritt neuer Akteure und die Aktivierung bestehender Akteure umgesetzt wird. Wir wollen dabei einen substantiellen Beitrag leisten, indem wir dezentrale Geschäftsmodelle nicht nur nachhaltig, sondern vor allem auch einfach und profitabel gestalten. 

Wenn wir in die Zukunft blicken, dann stellen wir uns vor, dass wir es vielen Unternehmen ermöglichen eine aktive Rolle bei der Umsetzung der Energiewende zu spielen. Seien es Wohnungsbauunternehmen, die ihre Dächer mit PV-Anlagen ausstatten, Flotten, die auf Elektromobilität umstellen und Energieversorger, die im dezentralen Energiegeschäft Fuß fassen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als größte Herausforderung könnte man die Ausgliederung von Fraunhofer bezeichnen. Die Tatsache, dass wir ein Fraunhofer Spin-Off sind, war zu Beginn sowohl Segen als auch Fluch.
Wir betonen ganz klar Segen an erster Stelle, denn natürlich ist Fraunhofer eine starke Marke und wir können auf ein technologisches Back-End zurückgreifen, das schon weit gereift ist. Das ist ein Vorteil, wie ihn neben uns wohl kaum ein anderes Start Up am Markt besitzt.

Gleichzeitig ist Fraunhofer aber auch eine öffentliche Einrichtung und dementsprechend sind all die juristischen Belange, Aktivitäten und Formalitäten, die mit einem solchen Ausgliederungsprozess verbunden sind, langwierig und teilweise zäh. Dieser Ausgliederungsprozess von Fraunhofer, der absolut professionell und super verlief, ist trotzdem letzten Endes ein formaler Prozess, in welchem Kooperationsrahmen und Lizenzverträge rechtlich fixiert und beschlossen werden mussten.

Doch heute profitieren wir langfristig von unserer Kooperation mit Fraunhofer und können so kontinuierlich weitere Innovationen direkt in unsere SaaS-Lösungen integrieren. Das ist ein gewichtiges Faustpfand für uns.

Auch die Gestaltung der Finanzierung kann man als Herausforderung bezeichnen.

Wir waren von unserer Software überzeugt. Doch gleichzeitig wussten wir, dass wir für den Markteintritt mit unseren SaaS-Lösungen ein verhältnismäßig großes Team von inzwischen 15 Mitarbeitern/innen benötigen würden. Die Herausforderung hierbei war das dafür notwenige Kapital in sehr kurzer Zeit zu besorgen. 

Drei Monate nach Gründung haben wir in einer klassischen Seed-Finanzierung Investoren von unserer Vision und unserer Leistungsfähigkeit als Team überzeugt. Eigentlich undenkbar, da wir in einer so frühen Phase noch keinen Proof of Market vorweisen konnten, doch auch hier half die Tatsache, dass Fraunhofer hinter uns stand!

Wer ist die Zielgruppe von AMPEERS ENERGY?

Für unsere Leistungen gibt es drei Hauptzielgruppen: Energieversorger & -dienstleister, die Immobilienwirtschaft und Flottenbetreiber. Für unsere Mieterstrom- und Quartierslösungen sind z.B. alle mittleren und großen Wohnungsbauunternehmen, beziehungsweise alle Unternehmen mit relevant großem Wohnungsbaubesitz (kirchliche, private, öffentliche Träger und Genossenschaften) geeignet.

Es gibt ungefähr 40 Millionen Wohnungen in Deutschland – davon sind 10% Mieterstrom und für den AE Local Supplier geeignet. Für unser Quartiersenergiemanagementsystem kommen alle größeren Gebäudekomplexe mit einer heterogenen Erzeugungsinfrastruktur infrage, wie Flughafen, Einkaufszentren, reine Wohnquartiere oder auch diverse Mischquartiere.

Der AE Fleet Optimizer lohnt sich für alle Unternehmen, die mindestens 10 E-Fahrzeuge haben, seien es Firmenfahrzeuge oder Dienstwägen.


Und auf die Frage der Internationalisierung können wir antworten, dass wir schon heute dabei sind in der DACH Region zu internationalisieren. Am Ende des Tages sind unsere Lösungen nicht auf den deutschen Energiemarkt beschränkt. Bei einem (Quartiers-) Energiemanagement System stellt sich nur die Frage, was optimiert werden soll. Und wenn es dabei um eine Kostenoptimierung unter Randbedingungen (z.B. wie die Maximierung des Eigenstromverbrauchs) handelt, dann ist das nur eine mathematische Funktion, die optimiert wird. Somit ist unser Produkt letztlich international überall einsetzbar. Im Moment fokussieren wir uns auf die DACH Region, später auf Europa und letztlich überall dort, wo unsere Produkte genutzt werden können.

Wie funktioniert AMPEERS ENERGY? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

AMPEERS ENERGY sorgt dafür, dass Energieerzeugung, -transport, -verbrauch und -abrechnung ähnlich einfach funktionieren wie beispielsweise der Online-Handel heute. Wir ermöglichen damit unseren Kunden den Eintritt in das Energiemanagement 4.0, in dem alle Akteure und technischen Komponenten nahtlos ineinandergreifen. Jeder einzelne Marktteilnehmer kann dadurch beträchtliche Einsparpotenziale realisieren, teilweise bis zu 40 Prozent. E-Fahrzeugflotten können durch unsere SaaS-Lösung zu einer echten Alternative zu bestehenden Dieselfahrzeugen werden und vieles mehr. So können neuartige Geschäftsmodelle auf Basis intelligenter Energie entstehen.

Der große Unterschied zu unseren Wettbewerbern ist, dass wir die dezentralen Geschäftsmodelle ganzheitlich betrachten und nicht nur Teillösungen liefern. Bei uns bekommt man die komplette softwareseitige Unterstützung zur Umsetzung eines gesamt dezentralen Geschäftsmodells. Und diese ist wiederrum so benutzerfreundlich, dass wir uns dank dieser intuitiven Usability vom Wettbewerb klar differenzieren.

Darüber hinaus haben wir dank der Kooperation mit Fraunhofer den Vorteil kontinuierlich weitere Innovationen in unsere SaaS-Lösungen zu integrieren. Das ist ein Marktvorteil, wie ihn wohl kein zweites Start-Up besitzt.

AMPEERS ENERGY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser kurzfristiges Ziel ist es, das Unternehmen vollumfänglich auf- und ausgebaut zu haben. Wo jetzt momentan noch eine „Hands On“ Mentalität herrscht, wollen wir die interne Zusammenarbeit, die Infrastruktur und die internen Abläufe professionalisieren. Da merkt man einfach, dass wir noch ein sehr junges Unternehmen sind, doch wenn diese Prozesse abgeschlossen sind, können wir noch effizienter dem Kerngeschäft nachgehen. 

Auf lange Sicht ist es unser Ziel, dass wir als erster Ansprechpartner und Innovationsführer, quasi als Synonym für das Möglichmachen dezentraler Energiekonzepte mit Saas Lösung gelten. 

Wir sind davon überzeugt, dass die dezentrale Energiewende durch die erfolgreiche Einbringung neuer Akteure und die Aktivierung bestehender Player umgesetzt wird. Und wir wollen dabei einen substantiellen Beitrag leisten, indem wir dezentrale Geschäftsmodelle nicht nur nachhaltig, sondern auch einfach und profitabel machen. 

Wir wollen allen Skeptikern auch die letzten Argumente nehmen, die Energiewende nicht anzupacken. Wenn wir in die Zukunft blicken, dann stellen wir uns vor, dass wir es vielen Unternehmen ermöglicht haben eine aktive Rolle bei der Umsetzung der Energiewende zu spielen. Seien es Wohnungsbauunternehmen, die ihre Dächer mit PV-Anlagen ausgestattet haben, Flotten, die auf Elektromobilität umgestellt haben und Energieversorger, die im dezentralen Energiegeschäft Fuß gefasst haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Fokussierung
Man startet meist mit dem Ansatz, dass man die Welt in einem Schlag erobern will und damit übernimmt man sich leicht. Deswegen ist Fokus so wichtig. Man sollte sich schrittweise weiterentwickeln, immer auf den nächsten Schritt fokussieren, doch natürlich dabei niemals das große Ziel aus den Augen verlieren.

2. Vertrieb
Man darf mit dem Vertrieb nicht erst beginnen, wenn das Produkt in all seinen letzten Feinheiten fertig und perfekt ist. Es ist unglaublich wichtig so schnell wie möglich Spuren am Markt zu hinterlassen und die ersten Kunden von seinen Ideen zu überzeugen.

3. Team
Alleine hat man nur eine gute Idee, man braucht aber viele kluge Köpfe, um alles Geplante auch umzusetzen. Dabei ist das wichtigste, dass es gleichgesinnte Leute sind. Es ist so wichtig, dass die Leute die Notwendigkeit des Themas sehen und menschlich und inhaltlich miteinander harmonieren. Das muss alles passen! 

Fokus, Vertrieb und Team – Wenn man sich auf die drei Punkte konzentriert ist unserer Erfahrung nach die Erfolgswahrscheinlichkeit wesentlich höher, als wenn man nur eine gute Idee hat.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein starkes diverses Kernteam aufbauen

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LED City intelligente Beleuchtungslösung mittels Sensorik und künstlicher Intelligenz

LEDCity: Intelligente Beleuchtungslösung mittels Sensorik und künstlicher Intelligenz

Stellen Sie sich und das Startup LEDCity doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Patrik Deuss und ich habe mit Florian Gärtner zusammen das Startup LEDCity AG gegründet. Wir kennen uns vom Mountainbike-Rennsport und nutzen unseren Wettkampfgeist für unser gemeinsames Projekt. 

Unser Startup mit Sitz in Zürich ist im Cleantech-Bereich tätig und hat sich auf eine intelligente Beleuchtungslösung spezialisiert, die mittels Sensorik und künstlicher Intelligenz den Energieverbrauch von grösseren Unternehmen reduziert.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Während meines Studiums der Energie- und Umwelttechnik wurde mir bewusst, dass über 12 Prozent der Elektrizität für die Beleuchtung benötigt wird. Gleichzeitig war aufgefallen, dass grössere Gebäude (auch unsere Hochschule) meist rund um die Uhr beleuchtet waren, obwohl das Licht oftmals nicht benötigt wurde. Um für dieses Problem eine Lösung zu finden, habe ich dann in meiner Bachelorarbeit an einem Konzept und an der Entwicklung eines Prototyps gearbeitet. Zusammen mit Florian Gärtner (CTO) konnten wir den Prototyp danach so weit entwickeln, dass wir im Jahr 2017 die LEDCity AG gründen und unsere ersten Projekte umsetzen.

Welche Vision steckt hinter LEDCity?

Wir möchten mithilfe unseres Beleuchtungssystems und dem Innovationsanschub den Energieverbrauch der Beleuchtung weltweit um 80 Prozent gegenüber dem Gründerjahr senken. Für uns sollten Lichtschalter demnach bald der Vergangenheit angehören und sich Menschen auf wichtigere Tätigkeiten als das Licht konzentrieren können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine Herausforderung ist sicherlich das Recruiting. Wir suchen Software Entwickler/innen und motiviertes Verkaufspersonal, die eine Startup-Mentalität mitbringen und etwas Grosses erreichen möchten. In diesen Bereichen ist die Nachfrage gross und das Angebot gering. 

Bisher konnten wir unsere Idee dank einer Anschubfinanzierung der Klimastiftung Schweiz und Forschungsgeldern des Bundesamts für Energie verwirklichen, kamen sonst aber ohne weiteres Investment aus. Um nun die anstehende internationale Expansion meistern zu können, sind wir neuerdings auf der Suche nach einem Impact Investment. Dies wiederum würde uns helfen, eine Bürgschaft beim Technologiefonds zu beantragen, um so an günstiges Fremdkapital kommen zu können.

Wer ist die Zielgruppe von LEDCity?

Wir richten uns vor allem an Immobilienunternehmen und grosse Unternehmen, welche viele Liegenschaften betreuen. Denn dort sehen wir momentan eines der grössten Sparpotenziale überhaupt. In Geschäftsgebäuden fallen zum Beispiel bis zu 30 Prozent der Elektrizitätskosten für die Beleuchtung an – das können wir erheblich reduzieren.

Wie funktioniert LEDCity? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben unsere LED-Röhren mit diversen Sensoren ausgerüstet. Mit den durch die Sensoren erhaltenen Informationen können wir das Licht lokal stufenlos steuern. Weiter können unsere vollautonomen Leuchtmittel miteinander kommunizieren. Dadurch schaffen wir ein Datennetzwerk. Dieses wiederum trainieren wir mithilfe von AI, um für alle möglichen Szenarien den geringsten Energieverbrauch, aber auch den grössten Komfort zu ermöglichen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen «Smart Lighting» – Lösungen gehen wir da einige Schritte weiter. Denn oft wird der Begriff «Smart Lighting» lediglich für kabellose Beleuchtungen mit abgesetzten Bewegungsmeldern verwendet, bei welchen die Intelligenz durch den Kunden implementiert werden muss. Durch unser autonomes Beleuchtungssystem hingegen haben wir aufgrund der Sensorik und der künstlichen Intelligenz viele Möglichkeiten, um den Energieverbrauch zu optimieren und nehmen dem Kunden die Komplexität.

LEDCity, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben die Vision, den Energieverbrauch im Beleuchtungssektor weltweit um 80 Prozent zu reduzieren – dafür steht nun erstmal die nationale und internationale Expansion an. Nach den Erfolgen in der Schweiz fokussieren wir uns nun auf die Markdurchdringung in Deutschland. 

In den nächsten 5 Jahre möchten wir unsere Beleuchtungslösung weiter optimieren und den Vertrieb weiter ausbauen, sodass unser System das effizienteste, einfachste und smarteste erhältliche System auf dem internationalen Markt ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?Ein starkes diverses Kernteam aufbauen 

Ein Geschäftsmodell aufbauen, welches die Gesellschaft weiter bringt und die Welt – so kitschig es sich auch anhört – zu einem besseren Ort macht. Denn mit einem starken Ziel lässt man sich weniger schnell entmutigen und behält Ausdauer. Ein starkes diverses Kernteam aufbauen. Sich bei jobs@ledcity.ch zu bewerben.

Wir bedanken uns bei Patrik Deuss für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vergesst nicht auch ein bisschen selbstkritisch zu sein

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ROSTdelete Rostentferner
ROSTdelete

Die Gründer von ROSTdelete, dem natürlichen Rostentferner, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen ROSTdelete doch kurz vor!

Wir sind Robert und Frank Lehmkuhl, ein Vater-Sohn-Gespann aus Gescher.
Zusammen haben wir ROSTdelete entwickelt. Ein Entrostungsmittel auf Naturbasis, also ganz ohne giftig Dämpfe.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Während der Restauration seines Geländewagens sah sich Robert mit dem Problem des Rostbefalls konfrontiert und keines der bisher erhältlichen Mittel konnte ihn überzeugen. Also entschloss er, das ganze selbst in die Hand zu nehmen und so war die Idee für ROSTdelete geboren.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Unsere Vision ist, dass jeder, der Probleme mit Rost hat, direkt an ROSTdelete denkt. Gemeinsam sagen wir dem Rost den Kampf an.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind sowohl Profis, als auch Handwerker. ROSTdelete ist anwendbar in der Industrie, im Handwerk, sowie in allen Privathaushalten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Wir haben überlegt, wie wir uns einen guten und starken Partner an die Seite holen können, der uns dabei unterstützt, ROSTdelete als Marke aufzubauen und deutschlandweit bekannt zu machen. In der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ haben wir die größte Chance dafür gesehen und hatten das Glück, vor die Löwen treten zu dürfen. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Nachdem wir die Einladung zur Sendung bekommen haben, haben wir sehr viel Unterstützung von VOX und dem „Die Höhle der Löwen“-Team, bekommen. Wir haben uns bemüht eine ehrliche und realistische Einschätzung für unser Unternehmen aufzustellen und haben uns natürlich auf jede mögliche Frage intensiv vorbereitet. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir haben schon viel positives Feedback für ROSTdelete erhalten, aber diese Bestätigung hat uns nochmal enorm motiviert unser Produkt von seiner besten Seite zu präsentieren und die Chance zu nutzen, um möglicherweise einen Deal abzustauben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf ROSTdelete aufmerksam werden?

Für uns ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich an ROSTdelete denken, wenn sie ein Problem mit Rost haben. Daher war der Schritt für uns ein sehr wichtiger, denn so können wir die mediale Aufmerksamkeit voll und ganz nutzen, damit jeder weiß, was der beste Weg ist, um Rost loszuwerden. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir haben sehr auf einen Deal mit Ralf Dümmel gehofft, denn durch seine Erfahrung im Handel und sein starkes Team hat er die Möglichkeit, ROSTdelete zu einer großen Marke zu machen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für die Zukunft wünschen wir uns, dass ROSTdelete für jeden ein Begriff ist, der Probleme mit Rost hat. Wir tüfteln auch schon an weiteren Produkten, ihr dürft also gespannt sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ganz wichtig ist, dass ihr Vertrauen in euch und eure Idee habt und nicht aufgebt. Holt euch Feedback von anderen und vergesst nicht auch ein bisschen selbstkritisch zu sein. Und noch eine kleiner Geheimtipp: Bewerbt euch bei „Die Höhle der Löwen“! 

Bild: Robert (l.) und Frank Lehmkuhl präsentieren mit „ROSTdelete“ die kompostierbare Entrostungspaste. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie ROSTdelete am 10. März in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Robert und Frank Lemkuhl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fleissig sein, Gründen geht nur mit Commitment und Leidenschaft!

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Pakama Athletics Gründer präsentieren Trainingsequipment in einem Rucksack sowie eine individuelle Trainingsapp für Reisende in der Höhle der Löwen

Pakama Athletics Gründer präsentieren Trainingsequipment in einem Rucksack sowie eine individuelle Trainingsapp für Reisende, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Pakama Athletics doch kurz unseren Lesern vor!

Pakama Athletics bietet das perfekte Training unabhängig von Ort und Zeit. Der Träger des Pakama Sports Bag trägt sein Gym im Rucksack. Das Produkt besteht aus einem smarten Rucksack, welcher mit dem idealen Trainingsequipment gepackt ist und von einer Trainingsapp ergänzt wird, sodass der Nutzer spielend leicht immer die passenden Übungen absolvieren kann. 

Das Trainingsequipment setzt sich aus einem 10-teiligen Set zusammen, wobei jedes einzelne Produkt innerhalb des Rucksacks seinen vorgesehenen Platz hat, sodass der Nutzer noch Platz für Laptop, Kleidung etc. findet.

Wie ist die Idee zu Pakama Athletics entstanden?

Maja entwickelte die Ursprungsidee zu PAKAMA, denn die passionierte Wassersportlerin reiste immer mit einem kleinen Trolley mit Sportequipment um die Welt. Dieser reichte ihr bald nicht mehr aus. Beim morgendlichen Waldlauf band sie sich den Slingtrainer um den Bauch, um damit trainieren zu können. Ziemlich unbequem. Gemeinsam mit Patrick reifte dann die finale Idee zu dem Produkt. PAKAMA wurde geboren. So komplettierte sich das PAKAMA-Team und die Arbeit ging los. 

Welche Vision steckt hinter PAKAMA athletics?

„The Gym in your Backpack“, jeder Mensch soll sich unabhängig von Ort und Zeit fit halten.

Wer ist die Zielgruppe von Pakama Athletics?

  • Sportbegeisterte, die sich fit halten möchten
  • Körperbewusste Menschen
  • Geschäftsreisende
  • Urlaubsreisende
  • Menschen, die sich im klassischen Fitness Studio unwohl fühlen, aber trotzdem etwas für ihre Fitness und Gesundheit tun möchten

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

DHDL ist ein super Format, um zum einen, Investoren zu finden und zum anderen um Aufmerksamkeit für das eigene Startup zu generieren. Da wir in unserer jungen Unternehmensphase genau diese beiden Bausteine benötigen, lag eine Bewerbung auf der Hand.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Da wir durch unsere tägliche Arbeit unser Produkt, die Zahlen und sonstige Themen rund um PAKAMA bis in das letzte Detail kennen, habe wir uns ein paar alte Folgen von DHDL angeschaut und versucht rauszufinden welche Fragen auf uns warten können.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Natürlich haben wir uns riesig darüber gefreut, da sich unzählige Startups bei DHDL bewerben. Alleine bis in die Sendung gekommen zu sein, war schon ein kleiner Erfolg und hat uns gezeigt, dass unsere Story etwas Besonderes ist.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Pakama Athletics aufmerksam werden?

DHDL ist ein großartiges Format und hat es geschafft Gründertum in Deutschland in ein neues Licht zu rücken. Wir sind dankbar dafür, dass wir ein Teil dieses Formats sein und die positiven Effekte der Sendung mitnehmen können.

Pakama Athletics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ziel ist es die global führende Brand rund um funktionelles Sportequipment für Reisende zu werden. Jede sportbegeisterte Person, die viel unterwegs ist, sollte eines unserer Produkte besitzen, um sich immer und überall, hoch professionell fit zu halten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Immer wissen, warum man mit diesem Projekt einmal angefangen hat, diese Vision, dieser eine Grund, hilft auch in kritischen Phasen

Meinungen und Ratschläge von Personen annehmen, die dort sind, wo man selbst noch hin möchte und sich dabei jedoch niemals verunsichern lassen

Fleißig sein, Gründen geht nur mit 100% Commitment und Leidenschaft!

Bild: Maja Bach und Patrick Kessel aus Düsseldorf präsentieren mit „Pakama Athletics“ Trainingsequipment in einem Rucksack sowie eine individuelle Trainingsapp für Reisende. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Pakama Athletics am 10. März in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Maja Bach und Patrick Kessel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mut die Vision umzusetzen

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Yuícery kaltgepresste Säfte und Saftkuren

Yuícery kaltgepresste Säfte und Saftkuren ohne tierische Zusätze, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker

Stellen Sie sich doch und das Startup Yuícery kurz unseren Lesern vor.

Mein Name ist Oliver Neuzerling und ich bin geschäftsführender Gesellschafter der Yuícery. Wir sind ein Start-up mit der Vision, den Menschen mittels unserer Produkte einen gesunden und bewussten Lifestyle näher zu bringen und so bequem wie möglich zugänglich zu machen. Die Marke Yuícery umfasst kaltgepresste Säfte und Saftkuren aus der Manufaktur in München, sowie Performance Nahrungsergänzungsmittel und unser Herzstück: ein gesundes Franchise Konzept. 

Alle der von uns angebotenen Produkte sind ohne tierische Zusätze, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker.

Wie hat sich Yuícery seit dem Start entwickelt? Sind Sie mit der Entwicklung zufrieden?

Nachdem die Yuícery 2014 als Saftmanufaktur in München gestartet ist, haben wir im Frühling 2019 unseren ersten veganen Gastronomiestore in Stuttgart eröffnet. Selbstverständlich haben wir seit unserem Start in 2014 und besonders im letzten Jahr immens viel gelernt. Unser Sortiment ist weitaus vielfältiger geworden und wird nach wie vor immer wieder angepasst und ergänzt – das Feedback unserer Kunden steht für uns hierbei im Vordergrund. Unser bereits angesprochener Plan, ein Franchise-Unternehmen mit vielen Stores aufzubauen, ist in der konkreten Umsetzung. Mit Fastfood verbinden viele Menschen nach wie vor stark verarbeitetes und ungesundes Essen in einem „entsprechenden Ambiente“ – wir zeigen, dass es auch anders geht! Unsere Stores entsprechen in ihrer Einrichtung und unserem gesamten Sortiment einem modernen, qualitätsbewussten und optisch ansprechendem Auftreten. Unsere Gäste haben gerade dies im letzten Jahr mehr und mehr zu schätzen gelernt und verbringen viel Zeit bei uns.

Haben Sie seit dem Start Veränderungen vorgenommen bezüglich Produkt und oder Konzept? 

Das Konzept steht fest: Wir wollen vegane, gesunde und leckere Ernährung für jedermann zugänglich machen. Unser Sortiment wächst und verändert sich mit der Nachfrage der Kunden, was die Basis unseres Erfolgs ist. Unser Angebot wurde demnach seit der Eröffnung stetig angepasst – oftmals testen wir neue Gerichte wie Oatmeals und saisonale Speisen wie Hot Bowls und Suppen.   

Welche Produkte bieten Sie an? 

Einerseits beinhaltet unser Sortiment weiterhin unsere kaltgepressten Säfte aus der Münchner Saftmanufaktur. Außerdem bieten wir Nahrungsergänzungsmittel an, die Körper und Geist in verschiedenen Situationen optimal unterstützen können; egal ob nach dem Sport, für einen energiereichen Start in den Tag oder eine erholsame Nacht.

Unser Fokus liegt auf dem Sortiment unserer Stores. Neben Breads, Waffeln, Frozen Yoghurt und Porridge besteht unser Hauptsortiment aus süßen und herzhaften, individuell zusammenstellbaren Bowls. Zusätzlichen bieten wir verschiedene Heißgetränke (Kaffee, Cappuccino, Chai Latte, heiße Schokolade etc.), frische Smoothies und Softdrinks wie Kokoswasser und Limonaden an. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei unserem gesamten Sortiment setzen wir durchgehend auf höchste Qualität – in erster Linie in Bezug auf die Qualität der verarbeiteten Rohstoffe und deren Verarbeitung. Da unser Konzept rein pflanzlich ist, werden zu keinem Zeitpunkt tierische Produkte verarbeitet. Rohstoffe, die wir in unseren Stores für die Zubereitung unserer Speisen verarbeiten, beziehen wir von lokalen Lieferanten und aus regionaler Landwirtschaft. Unsere Säfte und Nahrungsergänzungsmittel werden ausschließlich in Deutschland produziert. Gleichzeitig dürfen unsere Gäste unseren Anspruch an Qualität in jedem unserer Stores erwarten. Zudem ist ein täglicher Konsum von tierischen Produkten aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß, weswegen es uns eine Herzensangelegenheit ist, eine Alternative zu bieten.

Wo kann man Yuícery kaufen? 

„Yuícery erleben“ – Das kann man am besten in einem unserer Stores. Gleichzeitig bieten wir unsere frischen, kaltgepressten Säfte wie unserer Performance Supplements auch in unserem Onlineshop an.

Seit wann gibt es den Store? Wie kommt der Store bei den Kunden an?

Den Store in der Hospitalstraße in Stuttgart gibt es seit März letzten Jahres. Unser Konzept ist in Stuttgart sehr gut angekommen, weswegen wir in Kürze unseren zweiten Store im Einkaufscenter Milaneo eröffnen. Allerdings wundert es mich nicht, dass die Yuícery relativ schnell Fuß fassen konnte; Gesundheitsbewusstsein und in unseren Augen zeitgemäße Ernährung sind Themen, die jeden Einzelnen von uns betreffen und den Zeitgeist treffen. Unser Ambiente trägt dazu bei, dass sich jeder angesprochen fühlt. An einem normalen Tag in der Yuícery kommen viele verschiedene Menschen zusammen; ob Student, Sportler, Geschäftskunde im Mittagsgeschäft, Mutter oder Familien – jeden Alters. Unsere Zielgruppe beschränkt sich nicht auf ein bestimmtes Alter oder einen Beruf; sondern spricht jeden an, der gesund und zukunftsorientiert denkt oder in die neue vegane Welt hinein schnuppern möchte.

Yuícery kaltgepresste Säfte und Saftkuren

Wann ist die Eröffnung unseres Stores im Milaneo geplant?

Wir planen, unseren neuen Store im Frühjahr zu eröffnen. Die Planungen sind in vollem Gange und wir freuen uns bereits sehr, auch im Milaneo bald eine gesunde und zeitgemäße Alternative bieten zu können.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Ihnen aus?

Einen normalen Arbeitstag im Sinne von einer Routine gibt es ehrlich gesagt nicht. Montag bis Sonntag arbeite ich daran, meine Vision umzusetzen und kontinuierlich zu verbessern. Dabei gibt es weder Wochenenden, arbeitsfreie Urlaube oder geregelte Arbeitszeiten. Wenn ich Zeiten angeben müsste, würde ich sagen, dass ich in der Regel aktiv von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts arbeite; allerdings beschäftige ich mich 24/7 mit der Brand Yuícery. Im Ausland suche ich beispielsweise stets nach Inspirationen für die optische Gestaltung unserer Stores oder unseres Sortiments. Oft befrage ich Menschen und unsere Gäste zu den Themen Veganismus, Fleisch- oder Milchkonsum. Wenn Sie meine Familie oder Freundin fragen, gibt es wahrscheinlich kaum ein Gesprächsthema, welches sich nicht auf meine Zukunftsvision bezieht.

Man muss jeden Tag offen dafür sein, etwas dazu zu lernen und sich aufs Neue motivieren, um diese Motivation dann konstruktiv umzusetzen.

Ich will nicht lügen, wer mit mir arbeitet weiß, dass ich jeden Tag 200% gebe – dabei kann es auch mal passieren, dass ich laut werde – einfach um Frust heraus zu lassen und mit kühlem Kopf und neuer Energie fokussiert weiter arbeiten zu können. In meiner Position ist es essentiell, dass ich das Geschehen und den Erfolg des Stores im Auge habe. Hierbei ist meine oberste Priorität aber nicht vollkommene Kontrolle, sondern effektive Delegation. Um den Überblick zu behalten, führe ich für jeden meiner Mitarbeiter und Partner eine Wunderlist mit all den Dingen, die zu besprechen und erledigen sind. Somit bleibe ich effektiv und kann Fehler oder Hinderungen umgehend lokalisieren und beheben.

Eine der wichtigsten Tugenden in meinem Job ist Geduld, da ich feststellen musste, dass nicht jeder auf der Überholspur ist, sondern nur das Minimum erbringt. Daran muss man sich gewöhnen, allerdings darf man sich kein Beispiel daran nehmen. Ich bevorzuge, alle Möglichkeiten in meinem Leben zu erkennen und zu ergreifen, wofür man nun mal mit Top Speed an den Tag heran gehen muss. Unter anderem aus diesem Grund ist meine Gesundheit eine meiner obersten Prioritäten. Ich treibe mindestens 3 mal die Woche Sport, ernähre mich vegan und verzichte auf Frühstück vor Arbeitsbeginn, da es mich müde macht und mir Energie raubt. Selbstverständlich konsumiere ich täglich unsere Säfte und Supplements, da mir diese die benötigte Energie und den Vorsprung verschafft, um meine Vision umzusetzen. 

Yuícery, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden in den nächsten Jahren mit vielen ausgezeichneten Franchisepartnern und eventuell neuen Investoren extrem viele Läden in kürzester Zeit eröffnen. Ziel ist es, das größte vegane Franchise System im D-A-CH Raum zu werden. Dadurch möchten wir die Menschen gesünder machen und ein neues, allgegenwärtiges Gesundheitsbewusstsein schaffen. Ich persönlich möchte meine finanziellen Mittel und die Vorreiterrolle unserer Firma nutzen, um die Allgemeinheit über Ernährung, Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung aufzuklären – egal ob in Schulen, Kindergärten oder zu Gast bei Markus Lanz. In Zeiten einer postfaktischen Gesellschaft möchte ich meine Präsenz nutzen, um Kritikern mit Halbwissen und lediglich quantitativen Argumenten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wissen ist Macht, und diese Macht möchte ich den Menschen in meiner Umgebung verdeutlichen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wie auch schon in meinem ersten Interview bei Startup Valley rate ich jedem, der etwas bewegen möchte, absolute Leistungsbereitschaft und den Willen, nach jedem Rückschlag weiter zu machen und die Motivation nicht zu verlieren.

Allerdings ist und bleibt das Wichtigste der Mut, seine Vision auch umzusetzen. Ich habe mit meinen Geschäftspartnern einen kompletten Store aus dem Rohbauzustand aufgebaut, inklusive all dieser Details wie Brandschutzgutachten, Bauantrag etc.; die Idee allein hätte hier bei Weitem nicht ausgereicht – und nun steht der Laden in der Hospitalstraße und der zweite Store ist in Arbeit.

All das, weil ich einfach angefangen habe, meine Ideen umzusetzen, statt ausschließlich darüber nachzudenken.

Hätte ich das nicht getan, würde ich sehr wahrscheinlich immer noch meine Säfte pressen – oder sogar noch im Hotel Besteck polieren. In der Realität fahre ich mit 28 Jahren einen Elektroporsche mit veganer Innenausstattung und beginne jeden meiner Tage glücklich darüber, meine Träume umzusetzen und auf einen guten Zweck hin zu arbeiten. 

Mein letzter Tipp ist der, dass man als Gründer immer in der Lage sein sollte, autonom und selbständig arbeiten zu können, aber es essentiell ist ein Team aufzubauen. Ohne meine Partner Karl Ess, Christoph Becker und die Jungs von TPA Media hätte auch ich das Ganze nicht aufbauen und zu dem machen können, was es heute ist. Teil meines Teams sind auch die 33 Mitarbeiter – egal in welchem Bereich – die jeden Tag ihren Teil zu unserer Version beitragen. 

Gebt eure Visionen niemals auf; setzt sie um und teilt sie mit den richtigen Menschen.

Wir bedanken uns bei Oliver Neuzerling für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Trau dich! Nur wer etwas wagt, kann auch gewinnen.

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Beducated E-Learning Online-Sex-Coaching Massagen Orgasmus

Beducated E-Learning und Online-Sex-Coaching von sinnlichen Massagen über Orgasmus-Trainings

Stellen Sie sich und das Startup Beducated doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Mariah Freya, Gründerin des E-Learning und Online-Sex-Coaching Konzepts „Beducated”. Gemeinsam mit meinem Ehemann und Co-Founder Philipp Steinweber habe ich Beducated 2018 gegründet, um die klassische Sex-Coaching zu digitalisieren. Wir bieten auf unserer Website Online-Trainings an, die unterschiedliche Praktiken sowie Techniken zeigen. Die Videos reichen von sinnlichen Massagen über Orgasmus-Trainings bis hin zu Praktiken, von denen viele vermutlich noch nie gehört haben. Die im Zweifel aber die eigene Beziehung retten können. Mit unserem Team arbeiten wir daran, das Thema „Sexualität“ mit all seinen Facetten zu revolutionieren.

Wir zeigen, dass es noch mehr gibt als die Missionarsstellung und dass das richtige Wissen rund um weitere Möglichkeiten das Liebesleben auf ein ganz neues Level heben kann. Wir wollen maximale Zufriedenheit in die Schlafzimmer unserer Zielgruppe bringen und vor allen Dingen Paaren helfen, ihre sexuelle Erfüllung zu finden. 56 Prozent der Weltbevölkerung sind unzufrieden mit dem eigenen Sexualleben und das wollen wir ändern. Man könnte fast sagen, dass Beducated das „Netflix“ für Sexual-Education ist. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Wir haben Beducated aufgrund unserer ganz eigenen Geschichte gegründet. Während ich als Sozialarbeiterin in Women’s Empowerment NGOs und Philipp als Mediendesigner für Mercedes Benz, Siemens und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie arbeitete, lernten wir uns vor knapp 13 Jahren kennen. Als die anfängliche Verliebtheit verflog, kehrte auch in unserem Schlafzimmer der Alltag und eine wenig erfüllende Routine ein. Doch anstatt uns aufzugeben, entschieden wir uns dafür, unsere Sexualität ganz neu zu leben. Schnell haben wir gemerkt, dass auch hier Wissen Macht ist. Ich ließ mich zum Sex-Coach weiterbilden, sodass ich seit 2014 Paaren und Einzelpersonen zu einem besseren Liebesleben verhelfe. Irgendwann stellte ich mir die Frage, warum ich aus dieser Profession heraus kein Digital-Konzept entwickle, um damit viel mehr Menschen zu erreichen. 

Welche Vision steckt hinter Beducated? 

Online-Sex-Education für wirklich jeden zugänglich zu machen und zu zeigen, dass Sexualität viel mehr als nur die Standard-Stellungen ist. Wir wollen mit unseren Online-Sexkursen das Liebesleben in 25 Millionen Schlafzimmern transformieren, denn es gibt rund um dieses Thema so viel zu entdecken, von dem viele Menschen überhaupt keine Ahnung haben. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war die eigenfinanzierte Digitalisierung unserer Idee und das Rollout in 110 englischsprachigen Ländern. Das Kurs-Angebot sollte vielseitig, umfangreich, aber auch eingängig sein. Außerdem sollte es natürlich Spaß machen und ein breites Wissen vermitteln. Nachdem wir diesen Meilenstein geschafft haben, konnten wir im Herbst 2019 viele namhafte Business Angels und Investoren gewinnen und in einer Seed-Runde eine halbe Millionen Euro Kapital einsammeln. Zu den Geldgebern gehören unter anderem Amorelie-Investor Kai Grünenwald, FDP-Politikerin Lencke Steiner und Sofatutor-Gründer Stephan Bayer. 

Wer ist die Zielgruppe von Beducated? 

Beducated richtet sich vor allen Dingen an Paare in einer Langzeitbeziehung, die mit ihrer eigenen Sexualität unzufrieden sind und Hilfe und Unterstützung suchen. 

 Beducated E-Learning Online-Sex-Coaching Massagen Orgasmus

Wie funktioniert Beducated? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

User melden sich auf der Plattform an und abonnieren das Kurs-Angebot zu einem monatlichen Betrag ab 29,00 Dollar. User können auf eine umfangreiche Techniques Library zugreifen, sich mit Experten austauschen oder in der Community aktiv werden. Geplant sind jährlich rund zehn neue Videoanleitungen zu unterschiedlichen, spannenden Themen und Praktiken. Quasi eine Art Streaming-Dienst für Sex-Kurse. Aktuell sind die Kurse noch auf Englisch mit wahlweise deutschem Untertitel abrufbar – im Laufe dieses Jahres werden die Angebote Schritt für Schritt für den deutschen Markt angepasst. Momentan sind wir weltweit der einzige Anbieter dieser Art. 

Beducated, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir möchten weltweit unbedingt in der Top-Liga der SexTech-Konzepte mitspielen und diese Sparte weiterhin mit revolutionieren. Aktuell sind wir bereits in 110 Ländern aktiv. Expansion ist weiterhin unser großes Ziel. Außerdem möchten wir mit Beducated erreichen, dass Online-Sex-Coaching in fünf Jahren so normal ist, wie klassisches E-Learning z.B. via Sofatutor oder Babbel. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Leidenschaft! Denn ohne die funktioniert es nicht.

Trau dich! Nur wer etwas wagt, kann auch gewinnen.

Nicht aufgeben! Ein Start-up funktioniert nie ohne Rückschläge. Diese machen dich aber im Verlauf nur noch stärker und helfen dabei, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Wir bedanken uns bei Mariah Freya für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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