Donnerstag, Februar 12, 2026
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Zufriedene Kunden sind das A und O

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mute-labs schallisolierte Telefonboxen

mute-labs schallisolierte Telefonboxen, die sich auch Startups leisten können

Stellen Sie sich und das Startup mute-labs doch kurz unseren Lesern vor!

Conradin: mute-labs ist ein Berliner Startup, das schallisolierte Telefonboxen produziert, die sich auch Startups leisten können.

Wie ist die Idee zu mute-labs entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?

Conradin: Die Idee kam mir, als ich für mein letztes Startup nach Telefonboxen suchte, damit ich nicht mehr im Regen im Hinterhof telefonieren muss, wenn kein Meetingraum frei war. Bei der Recherche stellte ich fest, dass es zwar jede Menge Anbieter für schallisolierte Telefonboxen gab. Aber die günstigste Option kostete 6.500€ – für ein Startup definitiv zu viel. In Gesprächen mit befreundeten Gründern stellte ich fest, dass viele andere auf genau das gleiche Problem gestoßen waren. Also entschied er sich eine eigene Telefonkabine zu entwickeln. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Conradin: Mit Abstand die größte Herausforderung war es anfangs nur mit einer guten Idee im Schlepptau einen Hersteller zu gewinnen, der große Volumina in Serie herstellen kann und bereit ist mit mir – in diesem Bereich damals ein absoluter Nobody – zusammenzuarbeiten. Das hat lange gedauert und ich habe sehr viele Absagen kassiert, bevor wir einen Partner gefunden haben. Der freut sich allerdings jetzt, denn wir machen inzwischen ernstzunehmende Volumina. Wir haben komplett gebootstrapped. Ich habe das Geld, was ich aus dem Verkauf meines letzten Startups (kein großer Exit) komplett wieder in mute-labs investiert. Darüber hinaus konnten wir einige Fördergelder gewinnen.

Wer ist die Zielgruppe von mute-labs?

Conradin: Anfänglich war die Zielgruppe ganz klar: Startups, die auf Kosten achten. Inzwischen haben wir gemerkt, dass wir mit unserem Produkt (bald wird es weitere geben) durchaus auch für größere Konzerne interessant sind. Zu unsereren Kunden zählen inzwischen neben kleinen und großen Startups wie N26, Deivery Hero und Hello Fresh auch viele Großunternehmen wie Strategieberatungen, Automobilhersteller, Energieunternehmen, Pharmakonzerne, u.v.m.

Wie funktioniert Eure Telefonbox?

Conradin: Recht einfach: Man geht rein, schließt hinter sich dir Tür und hat seine Ruhe für wichtige Calls oder konzentriertes Arbeiten. Über einen integrierten Präsenzmelder schalten sich Licht und Lüftung automatisch an, sodass man auch bei längeren Gesprächen ausreichend frische Luft hat für klare Gedanken hat. Wer Telefonboxen aufstellt, schafft schlicht zusätzliche Meetingraumkapazitäten.

mute-labs schallisolierte Telefonboxen

Wie ist das Feedback?

Conradin: Bisher sehr positiv. Am Anfang hatten wir allerdings eine zu schwache Lüftung verbaut. Da haben sich ein paar Kunden (zu Recht) beschwert, dass es in der Kabine stickig wird. Zu allem Überfluss war es Julia ls wir glaunched haben und die Temperaturen lagen deutlich über 30°C. Darauf hin haben wir in knapp 100 Kabinen die Deckenelemente mit der Belüftung ausgetauscht. Das war teures Lehrgeld. Aber für uns war klar: Wir wollen eine Marke aufbauen und da ist das allerwichtigste, dass die Kunden zufrieden sind. Die Kunden waren sehr überrascht, als wir von uns aus auf sie zukamen und die Lüfter austauschten. Aber genau darum geht es uns: Positiv überraschen!

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Conradin: In 5 Jahren wollen wir der führende Anbieter von “Affordable Office Acoustics” in Europa sein. Das heißt, wir wollen sowohl weitere regionale Märkte erschließen als auch neue Produkte entwickeln. Das erste neue Produkt ist eine 4-Personen Meetingkabine. Die ist schon fertig und der Launch steht unmittelbar bevor.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bleibt bescheiden und kostenbewusst. Wer früh Funding bekommt, ist schnell verleitet, primär an Wachstum zu denken und die Kosten aus den Augen zu verlieren. Das kriegt man später – wenn es um Profitabilität geht – nur schwer wieder eingefangen.

Zufriedene Kunden sind das A und O und ein paar echte “Fans” sind unschätzbar wertvoll. Bei meinem letzten Startup habe ich eingehende Bestellungen (wenn Sie in Berlin waren) trotz eines Warenwertes von unter 50€ sofort selbst verpackt und mit dem Fahrrad innerhalb von 2 Stunden an die Haustür geliefert. Natürlich macht das unter Skalierungsgesichtspunkten keinen Sinn. Aber den Kunden fällt die Kinnlade runter, wenn Du nach 2 Stunden an der Tür klingelst und das Paket ablieferst. Und Word of Mouth ist eben nach wie vor der beste und billigste Marketingkanal. Auch heute fahre ich noch selbst zu Kunden und lege selbst Hand an, wenn es ein Problem gibt.

Denkt im Funding in alle Richtungen. Ich habe zweimal gegründet und zweimal gebootstrapped. Ich habe eigenes Geld investiert und verschiedene Fördergelder beantragt und bekommen. Da gibt es viel mehr, als viele wissen und die Beantragung war viel einfacher, als ich erwartet hätte. Von vielen Gründern höre ich mit einer gewissen Überheblichkeit, dass die Beantragung von Fördergeldern zu zeitintensiv und stressig und Venture Funding so leicht zu bekommen ist. Zweiteres stimmte zumindest vor Corona, aber wenn man es schafft, unabhängig zu bleiben, dann ist das schon ziemlich angenehm.

Wir bedanken uns bei Conradin Castell für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fokus und Leidensfähigkeit

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evhcle stationäre E-Mobilitätslösungen für Hotels, Serviced Apartments

evhcle stationäre E-Mobilitätslösungen für Hotels, Serviced Apartments und urbane Wohnquartiere

Stellen Sie sich und das Startup evhcle doch kurz unseren Lesern vor!

Mit evhcle bieten wir stationäre E-Mobilitätslösungen (E-Fahrzeuge und Ladestationen) für Hotels, Serviced Apartments und urbane Wohnquartiere, sodass deren Gästen und Bewohner flexibel mobil sind. Das funktioniert ganz einfach über unsere Smartphone App (evhcle).

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Christoph arbeitet seit mehreren Jahren in der E-Mobilitätsbranche und dabei vor allem im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Dabei fiel ihm immer wieder auf, dass es für die Mobilitätswende und den Aufbau von Ladestationen keine ganzheitlichen Konzepte gab, diese aber dringend nötig sind. Für Laien wie Hotels ist es sehr schwer hier einzusteigen. Aus dieser Motivation heraus wurde evhcle im August 2019 gegründet.

Welche Vision steckt hinter evhcle?

E-Mobilität dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Über die Zeit haben wir einige Anpassungen vorgenommen um unser Angebot noch zielgerichteter zu adressieren. Vom Grundkonzept hat sich nicht viel geändert. Aber die Art wie, wo, was, usw. wird tagtäglich auf den Prüfstand gestellt, um unseren Service kontinuierlich zu verbessern.

Wir finanzieren uns bislang selbst: Bootstrapping

Wer ist die Zielgruppe von evhcle?

Wir bieten unsere Mobilitätslösungen Hotels, Serviced Apartments und urbanen Wohnquartieren an, deren Gäste und Bewohner es nutzen.

Wie funktioniert evhcle? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind einer der wenigen stationären Sharing Anbieter am Markt mit einer rein elektrisch betriebenen Fahrzeugflotte und eigenen Ladestationen. Sodass die Fahrzeuge direkt am jeweiligen Standort geladen werden können. Betreiber von Hotels, Serviced Apartments und urbanen Quartieren scheitern beim Aufbau neuer Mobilitätsangebote oft an der Komplexität: Es gibt viele Anbieter für Soft- und Hardware und bei der Wartung sind viele Handwerksbetriebe noch überfordert. Wir bündeln mit unserer Plattform die Anforderungen für Betreiber von Hotels, Serviced Apartments und urbane Quartieren rund um Shared- und Electro-Mobility. So bringen wir mit evhcle schnell, einfach und nachhaltig E-Mobilität dorthin, wo sie gebraucht wird.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Tatsächlich war das für uns keine große Umstellung. Christoph und ich arbeiteten von Anfang an dezentral und trafen uns gelegentlich in unserem “Coffice”, der Loretta Cafèbar in München. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen? Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir sehen in Gesprächen mit urbanen Quartieren und Hotels, dass das Thema Mobilität auch bei deren Kunden stärker nachgefragt wird. Die ganze Bewegung rund um Pop-Up Fahrradwege belebt diesen Trend. Menchen wollen nicht mehr dicht gedrängt in den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt fahren. Da bietet evhcle eine super Alternative. So können sich Gäste flexible und individuell fortbewegen ohne gleich in ein neues Fortbewegungsmittel zu investieren

evhcle, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten 24 Monaten wollen wir mit 100 Standorten deutschlandweit durchstarten und unser Business Modell validieren und stabilisieren. Darüber hinaus sehen wir in den nächsten 10 Jahren das Potential bei über 1.000 Standorten Europaweit. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Fokus
  2. Kundengespräche
  3. Leidensfähigkeit

Wir bedanken uns bei Christoph Ulusoy für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Unser Start-Up ist unsexy

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JL-Clean Heimtextilreiniger

JL-Clean kombiniert professionelle Heimtextilreiniger und moderne IT-Infrastrukturen

Stellen Sie sich und das Startup JL-Clean doch kurz unseren Lesern vor!

JL-Clean ist ein Technologieunternehmen, das professionelle Heimtextilreiniger und moderne IT-Infrastrukturen kombiniert. Unsere Mission ist es, unseren Kunden eine bequeme Beauftragung der verlässlichsten Fachbetrieben zu ermöglichen und somit den besten Service mit der besten Reinigungsqualität zu verbinden. Die Vorteile unsere Kunden kurz zusammengefasst:

24/7 erreichbar

Kunden können rund um die Uhr über unser einfaches und übersichtliches Anfrageformular auf unserer Webseite einen Termin vereinbaren. Besondere Wünsche oder Nachfragen können Sie dort ebenfalls vermerken. 

Unser Anspruch: Beste Qualität

Mit uns vermeiden Kunden schwarze Schafe der Reinigungsbranche und arbeiten zu 100% mit echten Reinigungsprofis. Dabei kooperieren wir verstärkt mit Mitgliedern des Deutschen Textilreinigungsverbands (DTV) und dem Arbeitskreis Teppichwäscher (ATW), um höchstmögliche Standards zu garantieren.

Transparente Preisgestaltung ohne versteckte Kosten

Mithilfe unseres Preisrechners wissen unsere Kunden bereits vorher, was es nachher kostet. Profitieren Sie von transparenten und nachvollziehbaren Preisen ohne versteckte Kosten oder Vertragsklauseln.

Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr

Für jeden Auftrag lassen wir einen Baum pflanzen, um die Umweltkosten, die bei unserer Arbeit entstehen, umzukehren. So ist jeder Auftrag bei uns sogar positiv für das Klima!

Abholung bei unseren Kunden Zuhause

Unsere Partner holen die Teppiche bei den Kunden an der Haustür ab. Bei der Anfrage können Sie sich einen Termin – auf Basis der Touren – aussuchen. Auf Wunsch meldet sich der Fahrer telefonisch vor der Ankunft bei unseren Kunden und sie bekommen am Tag vor der Abholung auch noch eine kurze Reminder-SMS.

Wir das sind Luca und ich, Janis sind seit dem Studium befreundet und haben zusammen JL-Clean gegründet. Das ist eine Plattform für Heimtextilreinigung. Anscheinend war schon in unserer Kindheit klar, dass es mal in Richtung gründen gehen wird. Luca hat seine Zielstrebigkeit schon mit 2 Jahren bewiesen, als er bei jeder Gelegenheit versucht hat seinen Eltern auszubüchsen um sich selbstständig auf den Weg zu seinen Zielen zu machen (damals hauptsächlich der Zuckerwattestand auf dem Jahrmarkt).

Das hat ihn früher wohl selten zum Ziel gebracht weil seine Eltern ihn da knallhart sabotiert haben. Bei Janis war das eher andersherum: Während er mit 13 an den Wochenenden lieber um die Häuser gezogen wäre schickten ihn seine Eltern in die Schülerakademie für junge Unternehmer. Dort plante er jeden zweiten Samstag im Monat ein Unternehmen für Yacht-Vermietung. Heute führen wir zusammen das Start-Up JL-Clean und sind ein richtig gutes Team.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Aus Neugier, Optimismus, Drive und damit wir eine gute Ausrede haben mehr Zeit miteinander zu verbringen. 

Welche Vision steckt hinter JL-Clean?

Eine Teppichreinigung zu vereinbaren sollte so einfach sein, wie Pizza bestellen! Der Welt wird immer bewusster, dass Resourcen endlich sind. Wir müssen also umdenken und weniger konsumieren und das, was wir haben besser pflegen. Genauso wie Fast-Fashion, ist auch Fast-Furniture ein riesen Problem. Mit den ständig wechselnden Wohntrends von Shabby-Chic bis minimalist und super günstigen Angeboten in den großen Möbelhäusern, ist es leicht sich alle paar Jahre neu einzurichten. Billig-Teppiche aus Synthetikfasern, die am Anfang so weich und flauschig waren, sehen nach einem halben Jahr schon nicht mehr gut aus und sind schnell “plattgelaufen”. Klar, dass der Teppich bei erster Gelegenheit ersetzt wird. Der alte Teppich landet dann auf der Mülldeponie, teilweise nur schwierig biologisch abbaubar.

Gute Teppiche, das heißt Teppiche aus natürlichen Fasern wie Wolle oder Baumwolle, können viele Generationen lang schön bleiben. Wenn man die Teppiche alle 3-5 Jahre reinigen lässt, macht das die Teppiche nicht nur sauberer, sondern auch haltbarer, weil die Fasern gepflegt werden.

Im Moment ist es ein ziemlicher Hustle seinen Teppich zu reinigen.

Die meisten schleppen den Teppich selbst zusammengerollt zur Reinigung. Das ist nicht nur anstrengend sondern sondern auch zeitlich muss man das erstmal einplanen. Das ist alte Problem mit den Öffnungszeiten. Wir wissen das alle: So eine Aufgabe schieben wir gerne mal vor uns her. Dann bestellen die Nachbarn irgendwann Sperrmüll und wir sind versucht den Teppich einfach mit raus zu stellen.

Um das zu vermeiden und mehr Bewusstsein für den Wert von dem was wir schon haben zu steigern, macht unsere Plattform das Bestellen so leicht wie möglich. Wir haben schon die besten Teppichreiniger in Deutschland ausgesucht und die Abholrouten hinterlegt. Kunden müssen also nur noch ihre Postleitzahl eingeben und können dann wählen wann der Teppich geholt und zurückgebracht werden soll.   Die Preisstruktur ist super transparent: Zuerst wählt man die Teppichart aus (keine Angst, dafür muss man kein Experte sein) und gibt Länge und Breite an – Voila: Der Preis steht. Da gibt es keinen Grund mehr zu prokrastinieren!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Classic: Die Idee entstand in meiner Küche am Reisbrett. Wir wussten, dass wir gerne gründen wollten und haben verschiedene Geschäftsideen nach selbstbestimmten Kriterien gerankt. Ein dabei nicht unwesentlicher Faktor war die „unsexiness des Geschäfts“ – nicht zu verwechseln mit unsexiness des Geschäftsmodells.

Lucas These war, dass je unsexier das Business, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit unserem digital know-how unterstützen und andere mit Start-Up-Fieber das nicht schon gemacht haben. Und genauso ist es auch: Die Heimtextilreinigungsbranche ist bisher nur halbherzig digitalisiert worden. Für einzelne Firmen ist es zu teuer ein digitales Angebot selbst auf die Beine zu stellen und bisher hatte es noch niemand geschafft, sich so auf die Branchenspezifika einzustellen, dass eine Zusammenarbeit wirklich Sinn ergibt.

Als wir das recherchiert hatten, haben wir unsere eigene Website aufgesetzt und die ersten Heimtextilreinigungen angesprochen. Wir haben Sie vor Ort besucht uns die Waschstraßen zeigen lassen und besprochen wie man zusammenarbeiten könnte.

Unser erster Partner – die Firma Runte Teppichreinigung aus unserer Heimatregion – hat uns das Vorschussvertrauen gegeben das nötig war, um unsere Lösung zu entwickeln.

Das war unser Start, der uns dann auch viele Türen geöffnet hat. Thomas Runte ist neben seiner Geschäftsführertätigkeit auch noch Vorsitzender des Arbeitskreises der Teppichreiniger und konnte uns so viel Türen zu professionellen Teppichreinigern in ganz Deutschland geöffnet. Wir sind extrem dankbar, wie wir von der Branche aufgenommen wurden und es macht uns sehr viel Spaß mit unseren Partnern Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Eine der größten Herausforderung war mit Sicherheit die Series A bei der wir zwischenzeitlich dachten Corona macht uns ein Strich durch die Rechnung. Wir haben Anfang März angefangen mit potentiellen Investoren zu sprechen. Es lief echt gut, wir haben viel positives Feedback bekommen und waren siegessicher. Dann brachen die Aktienmärkte ein, die Welt war plötzlich im Lockdown und viele Leute hatten gerade viel Geld verloren. Niemand konnte abschätzen wie sich die Wirtschaft davon erholt. Eine Zeit in der man viel über V, L, W Erholungskurven gelernt hat.

Wir mussten unsere Ungeduld erstmal zügeln und sind aktiv auf die potentiellen Investoren zugegangen um zu besprechen, dass wir selbst es für das beste halten erstmal abzuwarten. Nach ein paar Wochen, in denen klar wurde wie gut Deutschland mit der krassen Umstellung des Lockdowns klarkommt konnten wir die Gespräche dann zum Glück weiterführen. Im Nachhinein war es der richtige Ansatz nicht zu versuchen die Finanzierung zu pushen sondern von uns aus zu sagen, wir müssen jetzt erstmal abwarten wie es weitergeht. Wir haben von einigen Investoren das direkte Feedback bekommen, dass dieser Ansatz uns zusätzliches Vertrauen eingebracht hat. Nun da alles in trockenen Tüchern ist, freuen wir uns auf den weiteren Ausbau der Plattform. Wir möchten uns ausdrücklich bei unseren Investoren bedanken, von denen einige uns auch Tag und Nacht mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer ist die Zielgruppe von JL-Clean?

Mit JL-Clean sprechen wir die Generation an, die online zu Hause ist. Es gibt eine natürlich Nachfrage nach Heimtextilreinigungsservice: Durch unsere lokalen Stadtseiten ranken wir mit unserer Plattform stark für viele große Städte und erreichen unsere Kunden ohne direkte Marketingausgaben.

Parallel sprechen wir potentielle Kundengruppen über die Zusammenarbeit mit beliebten Blogs an und erhöhen so die Aufmerksamkeit für diese Dienstleistung. Typische Zielgruppen sind online-affine Menschen mit hohem Hygienebewusstsein, Stauballergien, Haustierbesitzer und junge Eltern.

Unser Ziel ist es mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Teppiche auch ohne offensichtliche Flecken immer mal gereinigt werden müssen. Nur mit Staubsaugen kommt man auf die Dauer nicht so weit, weil ich Staub, Schimmelsporen und Allergene zu tief im Teppich festsetzen. Saubere Teppiche können ne Menge: Sie regulieren, die Raumfeuchtigkeit, säubern die Luft, dämpfen Geräusche, dämmen und sehen ganz nebenher noch gut aus.

Wie funktioniert JL-Clean? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kunden können bei uns 24/7 eine Teppichreinigung bestellen, sich über unseren Rechner kinderleicht über die Kosten informieren und einen Termin zur Abholung sowie Rückgabe vereinbaren. Sie erhalten vor Ankunft des Teppichreinigers eine SMS, damit als Vorwarnung. Die Verknüpfung von einer Bestellung in einer Minute bei den von uns vorausgewählt professionellsten Reinigern des Landes ist einmalig. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Corona hat auf die Heimtextilreinigerbranche am Anfang einen hohen Impact. Einige unserer Partner mussten Kurzarbeit anmelden und haben auch ihre Touren umgestellt. Darauf mussten wir natürlich reagieren. Doch jetzt wo viele Leute zu Hause bleiben, nicht in den Urlaub fahren und Hygienebewusster sind sieht man langsam aber sicher auch einen gegenläufigen Effekt. Wir sind im Aufbau unserer Plattform und erwarten keine langfristige Veränderung in der Nachfrage, deswegen geben wir unverändert Vollgas.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Letztlich hat Corona kaum dauerhaften Einfluss auf uns. Als Online-Service mit Abholungen die auch gut kontaktlos funktioniert, konnte JL-Clean während der Krisenzeit weiterarbeiten. Wir haben einige Leute die uns helfen die Seiten hochzuziehen und Content für den Blog zu produzieren, das haben wir auch schon vorher remote gemacht und somit war Home-Office auch hier kein Problem.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir werden alle ein Stück weit Hygienebewusster, das wird allen Reinigungsbranchen helfen – auch den Heimtextilreinigern und damit uns. Außerdem sind die meisten mehr online und gewöhnen sich daran Services im Internet zu bestellen.

JL-Clean, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren haben wir sowohl Polster- als auch Teppichreinigung in der gesamten DACH Region digitalisiert und uns als Marke etabliert. Wir arbeiten mit unseren Partnern weiter daran, den Kunden zusätzliche Artverwandte Services zu bieten, die bisher noch nicht digitalisiert wurden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn ihr sagt, ihr habt noch nicht gegründet, weil euch die Idee fehlt ist das eine Ausrede. 

Seid euch über die geringen Erfolgschancen bewusst und beantwortet euch ehrlich selbst die Frage, ob ihr bereit seid viel von eurer Freizeit zu opfern und 7 Tage die Woche zu arbeiten.

Macht es nicht, weil Start-ups und Gründer gehypt sind. 

Wir bedanken uns bei Janis Curtius und Luca Bös für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sucht nach den Pain Points eurer Kunden

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johannes diem mahle

Johannes Diem, MAHLE, Corporate Innovation Partner in der Gründermotor Meisterklasse im Interview

Stellen Sie sich kurz unseren Lesern vor!

Johannes Diem: Der MAHLE Konzern ist einer der international größten Entwicklungspartner und Zulieferer in der Automobilindustrie.  Unsere Komponenten sind weltweit in jedem zweiten Fahrzeug verbaut. Ich selbst bin vor 15  Jahre bei MAHLE als Entwicklungsingenieur eingestiegen und bin mittlerweile seit sechs Jahren in der zentralen Unternehmensplanung im Team Corporate Innovation. Im Team sehen wir uns als interne Dienstleister, um Innovationsaktivitäten innerhalb des Konzerns anzustoßen. So bin ich für die Kooperation mit externen Start-ups – unser MAHLE Piloting Programm- sowie für die strategischen Venture Capital Aktivitäten verantwortlich. Darüber hinaus betreuen wir im Team unter anderem noch den MAHLE INCUBATOR. Das ist ein Programm zur Gründung von Corporate Start-ups innerhalb unseres Konzerns und mit MAHLE Mitarbeitern. 

Warum haben Sie sich entschieden, als Partner bei der Meisterklasse mitzuwirken?

Vor mittlerweile vier Jahren haben wir bereits mit Pioniergeist am ACTIVATR Programm teilgenommen, unserem Vorgängermodel zum heutigen MAHLE Incubator. Daraus ist unser erstes Corporate Start-up Retromotion (retromotion.com) – eine Online-Plattform für Oldtimer-Ersatzteile entstanden. Wir sind nach wie vor in engem Austausch mit Pioniergeist. Daher lag es für uns sehr nahe, am Gründermotor teilzunehmen und als Corporate Partner die Start-up-Szene in der Region und junge Gründer zu fördern.

Wie bewerten Sie die Startup-Szene in Baden- Württemberg?

Johannes Diem: Aus Sicht eines Unternehmens ist es sehr erfreulich, dass das Thema Start-ups und insbesondere Corporate Start-ups, also Gründungen innerhalb der Unternehmen, sich sehr positiv in Baden-Württemberg entwickelt – auch wenn das Thema noch in den Kinderschuhen steckt, beschäftigt sich mittlerweile jedes etablierte Unternehmen mit der Start-up-Welt oder macht sich bereits auf die Suche nach neuen eigenen Geschäftsfeldern. Wir im Südwesten haben die besten Voraussetzungen um Start-ups in der Industrie zu bringen und es gibt jede Menge Anwendungsfälle, vor allem in der Digitalisierung von Produkten, Services & Produktionsprozessen.

 Ich bin überzeugt, dass auch der Gründermotor ein weiterer Schritt ist, wie wir mehr Dynamik hin zu neuen, insbesondere auch digitalen Geschäftsmodellen in unseren hiesigen Unternehmen etablieren können. Unser Ziel ist es, hierbei möglichst früh an neue Technologien und Services zu kommen und diese schnell und ohne großen Aufwand auszuprobieren. Dadurch sieht man sehr schnell, ob das Start-up zu uns passt und ob das Produkt funktioniert und bei uns umsetzbar ist.

Welche Ziele hat die Meisterklasse?

Neben dem allgemeinen großen Ziel neue Unternehmen und deren Umfeld in Baden-Württemberg zu fördern, verfolgen wir bei MAHLE das Ziel  dem Management näherzubringen wie neue Startups gegründet werden und sie mit den Herausforderungen und der Arbeitsweise eines Startup zu konfrontieren. Hierzu haben wir den Gründern sechs MAHLE Management-Mentoren aus unterschiedlichen Fachbereichen, u.a. Entwicklung und Finanzen, zur Seite gestellt. Somit konnten beide Seite voneinander lernen: Die Gründer bekamen die volle Erfahrung unseren Kollegen und anders herum wurden unsere Kollegen aufgezeigt, wie mit Leidenschaft und guten Ideen neue Geschäftsmodelle aufgebaut und erprobt werden können. 

Wie bewerten Sie die Gründer in der Meisterklasse?

Johannes Diem: Der aktuelle Gründermotor war ja bereits die dritte Umsetzung des Programms. Ich denke, dass sowohl die Organisation als auch die Gründer selbst immer professioneller geworden sind. Im Austausch mit den Teams war ich immer aufs Neue fasziniert von den Geschäftsideen, dem Willen zu gründen und von der schnellen Anpassungsfähigkeit an die direkten Feedbacks aus den Interviews mit den Kunden. Es ist wieder ein Zusammentreffen von richtig guten Leuten geworden  – wenn auch dieses Mal größtenteils virtuell.

Wie sind Sie mit der Startup-Szene in Kontakt geraten?

Mit dem Wechsel aus dem Entwicklungsbereich in unsere neu gegründete Venture Capital Team war ich direkt im Dauerkontakt mit Start-ups. Wir schauen uns mittlerweile etwa 2500 Startups pro Jahr an. Ich bin nach wie vor von der Innovationskraft der Start-ups fasziniert und wir alle im Team geben alles, diese bei MAHLE einzubringen und mit unserer zu vereinen.  

Welches Unternehmen haben Sie selbst gegründet?

Ich selbst habe noch kein Start-up gegründet, bin aber mit dem Gründer unseres Corporate Startups Retromotion von Anfang an sehr viel bei Kunden gewesen und kümmere mich auch noch um die Finanzierungsrunden von Seiten MAHLE. Es ist extrem faszinierend, ein Start-up von der Idee, über die ersten Schritte und bis zu den ersten Finanzierungsrunden zu begleiten – bestimmt auch darüber hinaus, aber da kommen wir erst noch hin. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

In Bezug auf Kunden würde ich Folgendes empfehlen: Sucht zuerst nach den wirklichen Pain Points eurer Kunden und löst deren Problem. Es macht meist wenig Sinn eine Technologie zu verfolgen und dann darauf aufbauen ein Geschäftsmodell und Kunden zu suchen. Also Augen auf für die Probleme dieser Zeit und untermauert eure Geschäftsidee mit möglichst vielen Kundeninterviews.

Mein zweiter Tipp: Auf das Team kommt es an! Geschäftsmodelle aufzubauen ist Teamarbeit – besonders am Anfang, wenn ihr noch ein sehr kleines Team seid, zählt jeder Einzelne. Daher klärt intern im Team die zu verfolgende Grundausrichtung und insbesondere alle persönlichen Themen. Trefft klare Entscheidungen  fair & so früh wie möglich. Es wird auch so noch anstrengend genug. 

Und last but not least: Die Wahl der geeigneten Partner entscheidet mit über Erfolg oder Misserfolg. Wählt sehr bewusst eure finanziellen und/oder strategischen Partner & Investoren aus, diese werden euch von nun an lange begleiten.

Wir bedanken uns bei Johannes Diem für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein gutes Team an seiner Seite zu haben ist das A und O

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HiveMQ

HiveMQ Vernetzung von Maschinen, Geräten und Applikationen im Industrial IoT-Bereich

Stellen Sie sich und das Start-up HiveMQ kurz unseren Lesern vor!

2012 habe ich gemeinsam mit Dominik Obermaier HiveMQ gegründet. Wir kannten uns bereits aus unserer Zeit als Werkstudenten. Damals haben wir schnell festgestellt, dass wir gut zusammenarbeiten können und unternehmerisch die gleichen Ideen und Ziele verfolgen. Mittlerweile sind wir absolute Spezialisten im Bereich des im IoT-Umfeld nicht mehr wegzudenkenden Kommunikationsstandards MQTT.

HiveMQ ist heute ein international erfolgreiches Start-up aus Landshut und zählt bereits jetzt zu den weltweit führenden Unternehmen für die Vernetzung von Maschinen, Geräten und Applikationen im Industrial IoT-Bereich. Von 2013 bis 2018 konnten wir unseren Umsatz um 1.200 Prozent steigern und liegen damit auf Platz sechs der schnellst wachsenden Start-ups in Deutschland. Vor kurzem wurden wir von der Zeitschrift Focus in Kooperation mit Statista zum Wachstumschampion 2020 gekürt. 2018 hat uns Deloitte in die Liste der Technology Fast 50 übernommen, eine renommierte Auszeichnung für schnell wachsende deutsche Unternehmen. Im gleichen Jahr wurden wir Teil des German Accelerator Tech Programms, das deutsche Unternehmen beim Eintritt in den US-Markt unterstützt.

Das Besonderes an HiveMQ: Unsere Plattform unterstützt Unternehmen dabei, große Mengen an Daten extrem schnell, absolut sicher und hochskalierbar zwischen angeschlossenen IoT-Geräten und der Cloud zu übertragen. Über 130 Kunden, darunter viele Fortune-500-Unternehmen, vertrauen weltweit bei der Entwicklung ihrer unternehmenskritischen Anwendungen für Predictive Maintainance-, Connected-Car- und viele weitere IoT-Lösungen auf unsere Plattform.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ein wichtiger Aspekt war es, dass ich genauso wie Dominik außerhalb der üblichen Arbeitsstrukturen arbeiten will. Bestehende Unternehmen funktionieren meist nur innerhalb eines starren Regelkostüms. Mir war sehr schnell klar, dass ich meine Energie auf keinen Fall mit Bürokratie und ineffektiven Abläufen verschwenden will. Ebenso ist es für mich und auch das gesamte Team wichtig, dass unsere Arbeit nicht als Nine-to-Five-Job verstanden wird, den man abarbeiten muss. Arbeit ist ein wichtiger Teil meines Lebens und es geht uns darum etwas zu erschaffen, dass größer ist als wir selbst. Das gelingt  mit einer modernen, flexiblen Arbeitsweise am besten; und diese wollten wir selbst gestalten können.

Welche Vision steckt hinter HiveMQ?

Unsere Welt wird immer mehr vernetzter, und wir wollen Menschen dabei unterstützen, sich in dieser vernetzten Welt zu entfalten. Unser Ziel ist es deshalb, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass sich Milliarden von Geräten reibungslos miteinander vernetzen lassen, damit Menschen von den Vorteilen der vernetzen Welt profitieren und erfolgreich in ihr leben und arbeiten können.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen, und wie haben Sie sich finanziert?

HiveMQ ist zu 100 Prozent eigenfinanziert. Wir haben 2012 mit der Produktentwicklung begonnen. Am Anfang nur in der Freizeit und nach der Arbeit, finanziert mit Hilfe von Consulting- und Implementierungsprojekten. 2014 haben wir dann beschlossen, dass wir uns auf HiveMQ konzentrieren wollen, haben aber nebenher weiterhin auch andere Projekte durchgeführt, die HiveMQ finanziert haben. Seit 2016 arbeiten wir nur noch an HiveMQ.

Eine der größten Herausforderung für jede Unternehmensgründung ist es, ein Team zusammenzustellen, das die eigene Unternehmensvision mitträgt und unterstützt. Bei uns hat diese Erkenntnis dazu geführt, dass wir 2014 unser Team überdacht und neu aufgestellt haben. Seit mittlerweile sechs Jahren sind wir jetzt ein perfekt aufeinander eingespieltes Team. Alle ziehen am gleichen Strang, und jeder kann sich zu 100 Prozent auf den anderen verlassen. 

Wer ist die Zielgruppe von HiveMQ?

Grundsätzlich ist unsere Zielgruppe groß, denn wir sprechen mit unserer Lösung branchenübergreifend alle Unternehmen an, die eine Digitalisierungsstrategie verfolgen und im großen Stil Geräte miteinander vernetzen wollen. Aktuell fokussieren wir uns insbesondere auf den Automotive-Sektor, die Logistik und den Transport sowie auf den Bereich Industrie 4.0.

Wie funktioniert HiveMQ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Lösung ist auf Datenübertragung spezialisiert und basiert auf dem Messaging-Protokoll MQTT, das sich in den letzten Jahren zum Standardprotokoll für die Maschine-zu-Maschine (M2M)-Kommunikation von Geräten und Applikationen entwickelt hat und als Schlüsseltechnologie für den gesamten IoT-Bereich gilt. Mit unserer HiveMQ-Plattform haben wir eines der ersten Produkte auf Basis von MQTT auf den Markt gebracht, das M2M-Kommunikation und Vernetzung von Geräten auf Enterprise Level leisten kann. Unsere Lösung lässt sich sowohl in Bestandssoftware integrieren als auch als Cloudservice nutzen und ermöglicht eine absolut sichere und jederzeit hochverfügbare Datenübertragung zwischen angeschlossenen Geräten und der Cloud. 

Einzigartig und zentral wichtig ist dabei die Hochverfügbarkeitsgarantie, die wir für die unterbrechungsfreie Datenübertragung geben können. Ein schönes Anwendungsbeispiel sind Connected-Car-Projekte: Autos werden immer stärker miteinander digital vernetzt und kommunizieren sowohl untereinander als auch mit der Verkehrsinfrastruktur. Digitale Dienste und Anwendungen unterstützen Autofahrer zunehmend dabei, das Fahren komfortabler, sicherer und effizienter zu gestalten. Intelligente Fahrassistenten, vorausschauende Wartung und optimiertes Flottenmanagement sind nur ein Teil der Möglichkeiten. Schnelligkeit und Zuverlässigkeit sind genauso wie Datensicherheit unbedingte Voraussetzung für die Akzeptanz der vernetzten Fahrzeugservices bei den Kunden. HiveMQ kann all diese Herausforderungen lösen. Unsere Plattform ermöglicht eine hochverfügbare, unterbrechungsfreie Datenübertragung sowie eine flexible Skalierbarkeit, mit der sich Daten von theoretisch Milliarden angeschlossener Devices bzw. Fahrzeugen gleichzeitig und verzögerungsfrei messen, verschicken und vernetzen lassen.

Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz von HiveMQ im Produktionsumfeld von Smart Factories. Hier dient die Lösung z.B. als Messaging Middleware und leitet Daten der Mess-Sensoren von Maschinen weiter. Diese Daten werden analysiert und über Maschine Learning im Bereich Predictive Maintainance eingesetzt. Wird beispielsweise eine erhöhte Temperatur an einem Gerät gemessen, erhält der Controller sofort eine Warnmeldung und kann die Maschine reparieren lassen, bevor Verschleiß entsteht.

Wie ist das Feedback?

Unglaublich gut, ich glaube unsere Kundenliste spricht für sich: Wir zählen mittlerweile weit über 130 internationale Kunden – vieles davon sind international bekannte Größen wie Liberty Global, Reliance oder Acer. Auf dem deutschen Markt große deutsche Automobilhersteller wie Audi und BMW. Ebenso der Münchner Flughafen, die Telekom, Hamburg Port Authority, Siemens, ZF und viele mehr.

HiveMQ, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren international aufgestellt zu sein. Aktuell ist die Expansion auf den US-amerikanischen Markt ein großes Thema für uns. Darüber hinaus wollen wir neben unseren aktuellen Fokus-Zielgruppen Automotive, Logistik und Produktion noch mehr Branchen ansprechen als bisher. Denn generell ist unser großes Ziel, dass weltweit noch mehr Geräte miteinander vernetzt werden und unsere Kunden aus den daraus gewonnenen Daten viele Vorteile ziehen können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Ein gutes Team an seiner Seite zu haben, das ist das A&O. Gerade im Gründungsprozess ist es besonders wichtig, dass alle am gleichen Strang ziehen. D.h. man sollte vorab sorgfältig abklären, was die langfristigen Erwartungen der Teamkollegen sind und ob es ihnen eher um eine kurzfristige, gewinnbringende Aktion geht oder ob es – wie in unserem Fall – darum geht, ein Lebenswerk aufbauen zu wollen.

2. Wichtig ist es auch, sich früh verstärkt auf seine potenziellen Kunden und deren Anforderungen und Wünsche zu konzentrieren, anstatt das Produkt ohne diesen Blickwinkel intern zu entwickeln.

3. Gründer sollten das machen, was ihnen Spaß macht! Denn ein Start-up erfolgreich auf die Beine zu stellen, bedeutet unglaublich viel Arbeit und ist eine sehr große Herausforderung. Das klappt meiner Meinung nach nur, wenn man mit viel Herzblut dabei ist und Spaß an der Sache hat.

Wir bedanken uns bei Christian Götz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Definiert ein Ziel

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Booksana Buchungsplattform für Kur- und Gesundheitsreisen

Booksana Buchungsplattform für Kur- und Gesundheitsreisen

Stellen Sie sich und das Startup Booksana doch kurz unseren Lesern vor!

Booksana ist eine Buchungsplattform für Kur- und Gesundheitsreisen. Unsere Kunden (Zielgruppe 50+, aber auch jüngere Generationen) können ihre Kurreisen bei uns bequem anhand ihrer Präferenzen finden und direkt online buchen. Aktuell bieten wir über 90 Kurhäuser in Europa an (überwiegen in Polen und Tschechien). Unser Team besteht aus zwei Gründern, die das Unternehmen operativ von Berlin aus führen. Der Rest des Teams arbeitet komplett remote aus vielen Regionen der Welt heraus. Insgesamt arbeitet ein internationales und multikulturelles Team von zehn Personen für Booksana. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Alexander Gross, der CEO und Gründer von Booksana war jahrelang bei einem Kurreiseveranstalter tätig. Der Reiseveranstalter, wie auch andere in diesem Bereich, sind noch sehr stark auf den Offline-Markt fokussiert. Alexander hat den Trend entdeckt, dass inzwischen auch die Zielgruppe 50+ gerne online sucht und auch online buchen möchte. 

Damit war die Idee geboren, im Markt der Gesundheitsreisen ein Unternehmen zu gründen, dass maximal digitalisiert ist und den Kunden die Vorteile bietet, welche die Digitalisierung mit sich bringt: keine Verträge hin und her schicken, keine langen Telefonate, keine Kataloge (um Gottes Willen). Alles digital, alles online. 

Dadurch spart man als Unternehmen einiges an Overhead-Kosten, was sich wiederum vorteilhaft auf den Verkaufspreis für den Kunden auswirkt. So hat Alexander Ende 2017 die ersten Schritte der Gründung von Booksana vorgenommen.

Für mich ist Booksana nicht die erste Gründung. Ich betreibe seit 10 Jahren die Digitalagentur netfame GmbH und habe in der Zeit mehrere andere Startups mitgegründet. Die Agentur wird jetzt überwiegend von meinem Partner und gleichzeitig meinem Bruder geführt. Mein Fokus liegt jetzt bei Booksana, wo meine Schwerpunkte in den Bereichen Produktentwicklung und Marketing liegen. Alexander und ich haben uns 2018 kennengelernt und im September 2019 habe ich mich dazu entschlossen, in das Startup einzusteigen. 

Welche Vision steckt hinter Booksana?

Booksanas Vision besteht darin, für viele Menschen ein besseres Reiseerlebnis zu kreieren, von der Buchung der Reise bis zur Heimfahrt.  

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war und ist immer noch die Covid19 Pandemie. Am Anfang haben wir einige Schwierigkeiten gehabt, das richtige Team bzw. die passenden Dienstleister für die Entwicklung unseres Produkts zu finden. Die Ressourcenknappheit ist immer ein Thema, aber Schritt für Schritt kamen wir voran.

Anfangs haben wir uns von unserem ersparten finanziert. Im Oktober 2019 kam dann ein Business Angel als Investor an Bord und somit konnten wir innerhalb von acht Monaten unser Portal in der ersten Version launchen. Insgesamt wurden bisher knapp 200.000€ investiert. Aktuell sammeln wir die ersten operativen Zahlen im Betrieb der Plattform, um unseren Plan mit realen Zahlen abzugleichen und zu korrigieren. Anschließend planen wir dann eine weitere größere Finanzierungsrunde, um die Plattform weiter zu entwickeln und in das Marketing zu investieren.    

Wer ist die Zielgruppe von Booksana?

Überwiegend sind es Menschen im Alter zwischen 45-85, die erst jetzt oder schon in der Vergangenheit die Mehrwerte einer Gesundheitsreise für sich entdeckt haben. Wir beobachten aber auch, dass die jüngeren Generationen sich für Kurreisen interessieren, somit steht unsere Plattform natürlich allen Altersgruppen offen. 

In unserem Marketing sprechen wir die ältere Generation an, da sie den Großteil unseres Marktes ausmacht und meist bereits Erfahrung in Sachen Kurreisen mitbringt. Innerhalb der Zielgruppe gibt es aber zahlreiche Personas, die zum Teil komplett unterschiedlich sind. 

Wie funktioniert Booksana? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser erster großer Vorteil ist unsere Positionierung bzw. Spezialisierung: wir sind kein Reiseanbieter für alles Mögliche. Wir haben uns auf Gesundheitsreisen spezialisiert und dementsprechend wird unser Kunde das beste Angebot bei uns finden, wenn er speziell auf der Suche nach einer Gesundheitsreise ist. Wir versuchen unseren Interessenten nicht noch eine Pauschalreise und einen Mietwagen dazu zu verkaufen. Unser Angebot ist Spitz, damit ist unsere Beratung sehr gut, weil wir eben Experten in diesem einen Bereich sind.

Des Weiteren sind wir im Vergleich zu anderen Reiseveranstaltern, die in diesem Segment arbeiten, vollständig digitalisiert und auf allen Endgeräten nutzbar. Unsere Reiseangebote kann man direkt online finden, buchen und bezahlen und nicht erst auf Anfrage wie bei 90% unseres Wettbewerbs. Wir haben unsere Erfahrungen mit Kurreisen aus dem Offline-Geschäft in einfache digitale Prozesse transferiert, um unseren Kunden den Weg zum Ziel so einfach wie möglich zu gestalten.

Die Bedienbarkeit unseres Portals ist aus unserer Sicht optimal für unsere Zielgruppe geeignet und wir arbeiten jeden Tag daran, sie auf allen Endgeräten zu verbessern. Oft sind unsere Preise viel attraktiver. Das liegt zum Teil daran, dass keine Reisebüros dazwischen sitzen und zum Teil auch daran, da wir bessere Konditionen bei den Kur-Hotels haben. Natürlich auch, da wir durch unseren Background in der Lage sind, das Online-Marketing sehr effizient und genau zu betreiben. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Das war für uns, wie für viele Andere auch, eine nicht wirklich vorhersehbare Situation. Wir haben ursprünglich geplant, die Plattform am Jahresanfang zu launchen, es hatte sich jedoch in Richtung März verschoben und dann kam Corona… Einerseits haben wir Glück gehabt, dass wir nicht früher gestartet sind und somit der Katastrophe durch zahlreiche Stornos usw. entgehen konnten, was für uns sehr vorteilhaft war. Andererseits konnten wir natürlich nicht launchen und damit auch keinen Cashflow generieren, was unsere Pläne komplett verändert hat. Rückblickend betrachtet finden wir, dass sich dadurch nicht allzu viel verändert hat. Wir mussten nur natürlich in der Zeit das Tempo der Weiterentwicklung des Produkts einschränken.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben eine Krisensitzung einberufen und uns auf mehrere Szenarien vorbereitet. Wir waren in einer guten Situation, weil wir operativ noch keine Kunden hatten und an dieser Stelle keine Sorgen erzeugt wurden. Andererseits war klar, dass wir in den nächsten drei bis vier Monaten nichts verkaufen und damit das Geld langsam ausgehen würde. 

Wir haben alle Kosten auf das Minimum runtergefahren, die Produktentwicklung komplett pausiert und einen Krisentopf gebildet, der es uns möglich machen sollte 18 Monate auf Sparflamme und ohne operativen Betrieb die Pandemie auszusitzen. Das Ziel war es, diese Zeit durchzustehen, um danach sofort mit Marketing zu starten, sobald die Nachfrage wieder da wäre. Und so kam es dann auch.    

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Erstens hat uns die Krise gezeigt, dass sich wirklich jeder auf solche Situationen vorbereiten muss. Jedes Unternehmen muss über einen Krisentopf und über mehrere Pläne für Krisenszenarios verfügen, das haben wir verstanden. Natürlich ist das für Startups schwierig, jedoch nicht unmöglich.

Zweitens hat sich für uns bestätigt, dass sich in der Tourismus-Branche und insbesondere im Bereich der Kurreisen, vieles nun schnell verändern wird. Vor der Krise hat ein Großteil der Kunden für Gesundheitsreisen ihre Reisen noch immer in einem Reisebüro gebucht. Allerdings stiegen die Nutzerzahlen im Internet, auch insbesondere in unserer Zielgruppe, während der Pandemie sehr stark an. Darauf waren wir nun grundsätzlich von Anfang an vorbereitet, bzw. ist das einer der Gründe, warum wir Booksana gegründet haben, da hier tatsächlich eine Lücke im Angebot zu finden ist. Und der nun immens gewachsene Markt spielt uns förmlich in die Karten.

Die älteren, noch größeren Anbieter im Markt haben nicht unsere Agilität und unsere IT- und Marketing-Kompetenz, um das Tempo des beschleunigten digitalen Wandels zu halten, darin sehen wir auch eine sehr große Chance für uns.  

Booksana, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aus unserer Sicht eindeutig, werden wir spätesten in drei Jahren die größte Plattform für Kur- und Gesundheitsreisen in Deutschland sein. Wir werden omnipräsent für unsere Zielgruppe sein und den Kurreisen-Markt dominieren. Unsere Kunden werden den besten Service und die besten Angebote für alle Kurregionen in Europa bei Booksana finden.

Wir denken, es wird schon früher passieren, aber spätestens in fünf Jahren ist Booksana der Name, an den man zuerst denkt, wenn es um Kur- und Gesundheitsreisen geht.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Das Team ist unserer Meinung nach das wichtigste. Nehmt euch beim Recruiting der Mitarbeiter oder der Outsourcing-Partner genug Zeit, um Menschen zu finden, deren Persönlichkeit und Kompetenz sehr gut in euer Team, zu eurem Mindset und zu euren Anforderungen passen.

2. Definiert ein Ziel, habt das Ziel immer im Visier. Teilt den Weg zum Ziel in kleinere Milestones auf. Dies bringt euch Klarheit bei der Festlegung von Prioritäten im Tagesgeschäft. 

3. Es läuft nicht immer Rund, gebt nicht auf, auch wenn ihr demotiviert seid. Einfach durchhalten, eine Nacht drüber schlafen, die Lösung für aufkommende Probleme werdet ihr schon finden, und die Motivation kommt dann wieder zurück. Es gibt 1000 kleine Schritte bis man ein Projekt launchen kann, diese 1000 Schritte müssen von euch gegangen werden. Der Erfolg stellt sich dann ein.

Wir bedanken uns bei Alexander Gross für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Versteht die Prozesse eurer Kunden im Detail

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Peter Park digitales Parksystem

Peter Park digitales Parksystem, schrankenlose Organisation von Parkflächen –  komfortabel, sicher und umweltfreundlich

Stellen Sie sich und das Startup Peter Park doch kurz unseren Lesern vor!

Peter Park ist ein digitales Parksystem, das Parkscheine, Schranken und Parkscheiben überflüssig macht. Automatische Kennzeichenerkennung in Verbindung mit digitalen Bezahlmethoden ermöglicht die schrankenlose Organisation von Parkflächen –  komfortabel, sicher und umweltfreundlich. Durch AI-gestützte Datenanalyse sowie ein zentrales Verwaltungs-Dashboard kann die Parkfläche nachhaltig gesteuert und optimiert werden. Nachts freie Supermarktparkplätze nutzen, das Carsharing-Auto im Parkhaus abstellen oder das Parkticket einfach per App bezahlen – das sind nur einige von unzähligen Möglichkeiten, die sich mit der Peter Park Plattform realisieren lassen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Durch ein vorheriges Freelancer-Projekt im Bereich Parken haben wir das große Potenzial in der Digitalisierung dieser Branche erkannt. Hieraus ist dann schnell die Idee entstanden, diese Hardware-fokussierte Industrie mit einem SaaS Business Modell zu erschließen. Nach einer erfolgreichen Prototypen-Phase wurde Peter Park dann im Juli 2019 offiziell ins Leben gerufen.

Welche Vision steckt hinter Peter Park?

Wir denken Parkplätze nicht als statische Nutzfläche, sondern als flexibel einsetzbare Mobility Hubs. Genauer genommen reden wir über Parkplätze abseits der Straße: Parkhäuser oder beispielsweise Supermarktparkplätze sind klassische Beispiele. Bedingt durch den zunehmenden Fokus auf verbesserte Infrastruktur für den Fußgänger- und Fahrradverkehr sowie Neu-Gewinnung von lebenswerten Grünflächen in Kommunen, gewinnen die sog. Off-Street-Parkflächen zunehmend an Bedeutung. Unsere Vision ist ein offenes Betriebssystem für derartige Parkflächen zu gestalten, welches eine vielfältige und effizientere Nutzung ermöglicht. So wollen wir verschiedene Mobilitätsdienste, wie z.B. Car-Sharing auf Parkflächen, verknüpfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die technische Entwicklung unseres Produkt-Konzepts dauerte länger als zunächst von uns angenommen. So wollen wir aktiv zu einer schrittweisen Optimierung und Verknüpfung von Mobilitäts-Services in urbanen Lebensräumen beitragen. Bei unseren ersten “Geh-Versuchen” im Markt wurde zudem schnell klar, dass Aufklärungsarbeit viel wichtiger als ein technischer Sales Pitch ist. Der Grund hierfür ist, dass wir in einer sehr traditionellen und Hardware-geprägten Industrie ein stark Software-orientiertes Produkt verkaufen.

Wer ist die Zielgruppe von Peter Park?

Wir sind ein klassischen B2B-Startup. Unsere Kunden sind private Betreiber von Parkplätzen oder Parkhäuser. In unserer Branchen haben wir auch häufig Kontakt mit Kommunen, die über städtische Betriebe Parkflächen bewirtschaften.

Wie funktioniert Peter Park? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kennzeichenscanner an Ein- und Ausfahrten von Parkflächen erfassen die Parkvorgänge. In der Peter Park Software erfolgt der Echtzeit-Abgleich mit Zahlungsvorgängen und Höchstparkdauer. Kurz- und Dauerparker können über unser Webportal einfach verwaltet werden. Zudem können Parkverstöße durch das System vollautomatisiert identifiziert werden.

Für unsere Kunden ergeben sich durch das schrankenlose System signifikante Kosteneinsparungs-Potenziale im Betrieb ihrer Parkfläche. Der Autofahrer profitiert durch einen deutlich bequemeren Park-Prozess: schnelle Ein- und Ausfahrt ohne Rückstau und ticketloses Bezahlen via App sind nur zwei Anwendungsbeispiele. Auf Wunsch können selbstverständlich auch weiterhin Parkautomaten in die Infrastruktur eingebunden werden. Hier kann dann nach Eingabe des Kennzeichens wie gewohnt bezahlt werden. Auf Supermarktparkplätzen entfällt zudem die klassische Parkscheibe, die Kontrolle erfolgt vollautomatisiert.

Ein besonderer Use Case ist das Anwohnerparken auf leeren Supermarktparkplätzen über Nacht. Diese Möglichkeit haben wir bereits in zahlreichen Kundenprojekten umgesetzt. Anwohner können via App eine digitale Parkberechtigung für den Supermarkt buchen. Durch die Kennzeichenerkennung erfolgt ein vollautomatischer Abgleich aller Park-Prozesse mit den Buchungen. So wird garantiert, dass die Parkfläche nur außerhalb der Geschäftszeiten buchbar ist.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Natürlich ist die Krise deutlich spürbar, da viele unserer Kunden derzeit mit den Herausforderungen durch Corona beschäftigt sind. Trotzdem versuchen wir die Zeit sinnvoll zu nutzen, indem wir die Entwicklung unseres Produkts weiter vorantreiben und unsere internen Prozesse optimieren. Damit wollen wir den Grundstein dafür legen, für die Herausforderungen der Zukunft bestens aufgestellt zu sein.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Zunächst einmal hoffen wir, dass wir diese Krise als Gemeinschaft schnell und erfolgreich lösen können. Als Chance sehen wir die Beschleunigung von gesellschaftlichen Transformationen wie z.B. der Digitalisierung im Bildungswesen.

Peter Park, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben die klare Ambition, der führende Technologieanbieter für modernes Parkplatzmanagement zu werden. Mit unserer Lösung etablieren wir das schrankenlose Parken über Kennzeichenerkennung und sorgen dafür, dass Parkplätze in einen neuen Kontext mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten gestellt werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Prozesse: Versteht die Prozesse eurer (potenziellen) Kunden im Detail. So könnt ihr ein gutes Verständnis für deren “wirklichen” Pain Points erlangen und Eure Lösung entsprechend zielgerichtet positionieren.

Partnerschaften: Gute Partner helfen Euch bei einer schnelleren Skalierung und sind ein wichtiger Feedback-Kanal. Überlegt euch jedoch auch welchen Mehrwert Ihr einbringen könnt.

Teamplay: Früh in ein gutes Teamklima zu investieren, zahlt sich aus.

Wir bedanken uns bei Patrick Bartler, Maximilian Schlereth, Stefan Schenk und Florian Schaule für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach machen

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Kugel und Niere Kultur- und Kreativpilot

Christian Alt, Michael Bartlewski, Anna Bühler, Elisabeth Veh Gründer*innen von Kugel und Niere wurden als Kultur- und Kreativpilot 2019 ausgezeichnet.

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!

Wir sind Kugel und Niere, eine Podcast-Produktionsfirma aus München. Wir produzieren Audio-Geschichten von der Idee bis zum fertigen File.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Die initiale Inspiration waren die großartigen Storytelling-Podcasts aus den USA: This American Life, Radiolab, Love+Radio… Diese Podcasts sind spannend, ergreifend, intim. So etwas gab es 2018 auf dem Deutschen Podcastmarkt nicht. Das hat uns gefehlt. Als erfahrene Radio-Journalist*innen haben wir dann gedacht: Na dann machen wir’s halt selber! 

Welche Vision steckt dahinter?

Wir wollen die Erzähltradition unserer Lieblingspodcasts nach Deutschland holen.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?

Vielleicht sogar: Die Gründung selber. Da wir alle in erster Linie Kreative sind und die meiste Zeit als freie Journalist*innen gearbeitet haben, war uns der Business-Aspekt eines eigenen Unternehmens erstmal neu. Aber zum Glück haben wir in unserem Job auch gelernt, zu recherchieren und uns Wissen selber anzulesen. Mit Hilfe einiger befreundeter Unternehmer*innen, die uns wertvolle Tipps gegeben haben, haben wir so irre viel gelernt.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Sollte man sogar. Auch wenn wir absolute Verfechter ausgereifter Konzepte sind und unsere Ideen auch gerne schon auf dem Papier so perfekt wie möglich haben – manchmal tut ein Sprung ins kalte Wasser auch total gut. Nur: Man sollte dann nicht erwarten, dass man schon am Ziel ist, nur weil man einfach mal losgelegt hat. Die Herausforderung ist es dann, diese Idee im laufenden Prozess immer wieder zu hinterfragen, ehrlich zu sein und sich zu trauen, im Zweifel doch nochmal bei Null anzufangen.

Wie sind Sie auf die Auszeichnung Kultur und Kreativpiloten aufmerksam geworden?

Wir haben von anderen ehemaligen Kreativpilot*innen von der Auszeichnung erfahren und uns direkt beworben!

Wie wichtig sind solche Auszeichnungen?

Uns hat es besonders Spaß gemacht, ein Netzwerk zu anderen Gründer*innen aufzubauen und die Erfahrungen untereinander auszutauschen.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?

Wir wollen wachsen und hoffen, dass wir mit Kugel und Niere weiter einzigartige Audio-Geschichten erzählen können. Journalistische Dokus genauso wie fiktionale hörbuchartige Storys. Mit Podcasts wie „Made In Germany – Das Flughafenfiasko BER“ oder unserem ersten Fictionpodcast „Lynn ist nicht allein“ sind wir da dieses Jahr erste große Schritte gegangen. Am wichtigsten ist es uns aber, uns selber auch immer wieder zu überraschen. Darum hoffen wir, dass wir in 5 Jahren da stehen und sagen: Das wir mal SO WAS Gewagtes machen, hätten wir vor 5 Jahren wirklich nicht gedacht.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer*innen mit auf den Weg geben?

  1. Einfach machen.
  2. Nicht davor zurückschrecken, wenn man keine Erfahrung in bestimmten Dingen hat – zum Beispiel eine Firma zu gründen.
  3. Nicht auf das hören, was wir sagen.

Jedes Jahr werden im Namen der Bundesregierung 32 Unternehmen als Kultur- und Kreativpiloten Deutschland ausgezeichnet. Bewerben können sich Unternehmen, Selbständige, Gründer*innen und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und deren Schnittstellen zu anderen Branchen. Die Bewerbung kann via Online-Formular auf www.kultur-kreativpiloten.de eingereicht werden. Das diesjährige Bewerbungsverfahren geht vom 1. Juli – 16. August 2020.

Fotograf/Bildquelle: Julian Wenzel

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Umgeben Sie sich mit den Besten

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Qobuz

Qobuz qualitativ hochwertiger Onlinemusikservice, der sowohl Streaming-Abonnements als auch Musik zum Kauf in einem Downloadstore anbietet

Stellen Sie sich und das Startup Qobuz doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Denis Thébaud und ich bin seit mehr als vier Jahren CEO von Qobuz. Qobuz ist ein qualitativ hochwertiger Onlinemusikservice, der sowohl Streaming-Abonnements als auch Musik zum Kauf in einem Downloadstore anbietet und sich als Pionier für hohe Klangqualität mit seinem Angebot an anspruchsvolle und audiophilen Musikliebhaber richtet. 

Unser Musikkatalog aus mehr als 60 Millionen Tracks bietet den bestmöglichen Klang in CD- und Hi-Res-Qualität und unsere User finden bei uns zahlreiche exklusive redaktionelle Beiträge und Hintergrundinformationen zu Musikthemen, die von unseren Musikexperten zusammengestellt werden.

Bei Qobuz ist alles handgemacht. Wir arbeiten nicht mit Algorithmen, sondern stellen in Handarbeit alle Playlists sowie die wöchentliche Auswahl von musikalischen Neuerscheinungen zusammen. Qobuz ist derzeit in elf europäischen Ländern sowie den USA aktiv und arbeitet stetig an der Erschließung neuer Märkte.

Warum wurde Qobuz gegründet?

Qobuz wurde mit dem Ziel gegründet, auf dem Markt der digitalen Musik eine Alternative zu schaffen, die das künstlerische Werk und seine Macher – die Musiker, aber auch die Autoren, die Produzenten, die Toningenieure, die Plattenfirmen usw. – respektiert und angemessen wertschätzt. Während die digitale Audiolandschaft lange Zeit von dem MP3-Format beherrscht wurde, das den Klang zugunsten einer kleineren Dateigröße komprimiert und damit den Klang wie auch die Musik beeinträchtigt, wollte Qobuz es möglich machen, digitale Musik in verlustfreier Soundqualität genießen zu können, damit die Musik so gehört werden kann, wie sie von ihren Machern gedacht, konzipiert und im Studio aufgenommen wurde.

Welche Vision steckt hinter Qobuz?

Qobuz hatte von Anfang an eine Vorreiterrolle inne und hat sich nie gescheut, neue Wege zu gehen. Qobuz war der erste Service, der seinen gesamten Katalog von Anfang an in verlustfreier FLAC 16-Bit Qualität anbot, die mit der Qualität einer CD vergleichbar ist. Zudem war Qobuz der weltweit erste Service, der einen großen Teil seines Katalogs in Hi-Res Audio-Qualität (24-Bit bis zu 192 kHz) und somit in der bestmöglichen Audioqualität, die die Musik eins zu eins so wiedergibt, wie sie im Studio aufgenommen wurde, im Streaming bereitstellte.

Wer ist die Zielgruppe von Qobuz?

Qobuz richtet sich an all jene, die eine Leidenschaft für Musik haben sowie an jene, die auf der Suche nach der besten Klangqualität sind. An diejenigen, die sowohl die Musik suchen, die sie kennen und lieben und hin und wieder auch neue Musik entdecken möchten. Qobuz ist mehr als nur ein Musikservice – wir bieten eine Alternative zu Ihrem Lieblingsplattenladen und unsere Musikredakteure stellen unseren Usern stetig neue Musik vor, die sie bisher noch nicht kennen. Zudem umfasst unser Service redaktionelle Beiträge rund um die Musik, Albenrezensionen sowie Künstlerinterviews und auch das Stöbern in digitalen Booklets zu den Alben ist über unsere Apps möglich. 

Wie funktioniert Qobuz? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für Qobuz hat Musik einen echten Wert. Aus diesem Grunde bieten wir kein “Freemium”-Abonnement an, das kostenlos zugänglich ist und wir setzen uns dafür ein, dass die Künstler angemessen für Ihr Schaffen entlohnt werden. Weil wir Musik als ein Kunstwerk betrachten, das von Menschen für Menschen geschaffen wurde und diese verbindet, arbeiten wir nicht mit Algorithmen, sondern präsentieren handgemachte Playlists, Artikel und musikalische Empfehlungen.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Durch Corona hat sich vor allem unser Arbeitsalltag verändert, da wir zunächst einmal aufs Homeoffice umgestiegen sind und unsere Meetings per Videokonferenz abgehalten haben. Vor allem haben wir aber natürlich durch unsere Partner wie Labels und Plattenfirmen mitbekommen, wie sehr die Musikwelt unter dem Ausfall der Live-Konzerte und Festivals gelitten hat. So haben wir uns gleich zu Beginn dazu entschieden, zu helfen und haben unsere gesamten Einnahmen aus Streamingabonnements und Downloadkäufen vom 15. April bis zum 15. Mai dieses Jahres zu 100% an die Rechteinhaber gespendet.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Diese Krise wird die Künstler anspruchsvoller in Bezug auf Musikvergütungsmodelle machen. Wir sehen eine positive Entwicklung von bezahltem Streaming im Vergleich zu kostenlosen Modellen, die auf Werbung basieren. Wir erwarten auch eine höhere Nachfrage der Kunden nach Musikqualität und eine Koalition von Künstlern und Rechteinhabern zur Bekämpfung des Stream-Rippings, also des illegalen Kopierens von Musik von Seiten wie YouTube.

Qobuz, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden in mindestens 30 wichtigen Ländern an Bekanntheit gewonnen haben, und mehr denn je werden wir uns in der Musikindustrie als “ahead, above, apart” positionieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Behalten Sie die Kontrolle über Ihr Unternehmen, um Ihren Traum wahr werden zu lassen.

Umgeben Sie sich mit den Besten.

Arbeiten Sie sehr hart.

Fotograf/Bildquelle: Jean-Baptiste Millot

Wir bedanken uns bei Denis Thébaud für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Weitermachen, auch wenn es schmerzt

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dewok tischkochgerät

DeWok innovatives Tischkochgerät gesund kochen, dämpfen und braten

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, mein Name ist Steve Müller und ich bin Gründer der DeWok Design UG. Wir sind ein junges Kölner Startup-Unternehmen, das innovative und außergewöhnliche Ideen, in Erfindungen für den Alltag umwandelt. Wir entwickeln mit großer Leidenschaft, Hingabe und vor allem mit herausragender Kompetenz Produkte, die mehr können und leisten als die Althergebrachten. Produkte, die nachhaltig produziert und dazu noch ein frisches, modernes Design bieten. 

Unser erstes Produkt, unser DeWok, ist ein innovatives Tischkochgerät. Der DeWok läuft ohne Strom, dafür aber mit einem Bioethanol-Brenngel und ist flexibel, wo immer man möchte, einsetzbar. Der DeWok garantiert eine schonende Zubereitung aller Zutaten, sodass Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben.

#WokCooking  #MobileCooking  #HappyCooking  #EasyCooking

Wie ist die Idee zu DeWok entstanden?

Oh, eine schöne Geschichte.…Vor ein paar Jahren hielt ich mich beruflich für 4 Jahre in Asien auf. Um die Winterfeiertage erhielt ich einen Anruf meines besten Freundes. Er erzählte von seinen Feiertagsplänen und beklagte sich über die immer wiederkehrende „Fondue-und Raclette-Kultur“ in Deutschland. Er erweckte in mir, dem Ingenieur, den Drang etwas Neues zu entwickeln, etwas Innovatives. Nach vielen Stunden des Zeichnens, Rechnens und Ausprobierens war DeWok geboren: ein neuartiges Kochsystem, das den asiatischen und den europäischen Lifestyle verbindet, die schonende Zubereitung von Nahrungsmitteln garantiert, den flexiblen Einsatz ermöglicht und ein modernes Design bietet.

#AsiaMeetsEurope #CrossOverCooking  #FreestyleKitchen #gesundessen

Welche Vision steckt hinter dem Tischkochgerät ?

Ziel ist es, mit smarten Küchenartikeln die Küchenwelt aufzumischen. Dafür kombinieren wir hochwertige Qualität mit einer revolutionären Funktionsweise, um so etwas Neues und Aufregendes zu schaffen. Aktuelle und zukunftsweisende Trends lassen wir dabei nicht außen vor. Die DeWok Sets und das DeWok Zubehör sind unsere ersten Produkte der Dewok-Design UG.

Wir stehen für Passion und Qualität. Wir arbeiten kundenorientiert, innovativ, leistungsstark und nachhaltig. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war, die richtigen Materialien zu finden, um die Technik, die Funktion und die Qualität unseres DeWoks zu gewährleisten. Außerdem sollte die Konstruktion so gestaltet werden, dass die schonende und gesunde Zubereitung der Speisen in jeder Kochsituation garantiert werde und der User den DeWok jederzeit flexibel einsetzen könne. Am Ende musste unser mobiles Kochgerät vor dem TÜV bestehen.

Patent, Designschutz, Prototypen und die Vorserie wurden mit vielen Überstunden und dem Einsparen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld finanziert. Alles klappt, wenn man eine Vision hat.

Wer ist die Zielgruppe ?

DeWok ist für alle da – vom Studenten über den flotten Großstadt-Hipster bis hin zum eingefleischten Grillfan, Camper und Designverliebten. Mit dem raffinierten System lassen sich selbst dort noch köstliche Gerichte zaubern, wo gar keine Küche vorhanden ist. Da es außerdem keine Steckdose benötigt, ist man damit auch nicht ans Haus gebunden. 

DeWok ist hochfunktional und verfügt zugleich über ein schönes Formdesign – eine Kombination, die auch heute längst noch nicht selbstverständlich ist. Auch junge Menschen versuchen wir zu begeistern. Wir besuchen sogar Schulen, um bei Kindern die Lust zum „Selber-Kochen“ zu wecken. Ihnen zu zeigen, hey, Gemüse kann „ yummy“ schmecken, wenn durch eine schonende Zubereitung Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben.

#GesundKochen 

Wie funktioniert DeWok?

DeWok wird komplett zusammengebaut und hochwertig verpackt geliefert. Jedes Set ist ausgestattet mit einem speziellen Brenner und einer Bedienungsanleitung. Nachdem man den Griff an die Pfanne gedreht und diese mit Wasser abgewaschen hat, kann es auch schon losgehen. Einfach den Brenner in der Marmorvertiefung anzünden, die Pfanne auf die obere Marmorplatte legen, fertig. Innerhalb von 2 Minuten hat die Pfanne die Hitze erreicht, die zum Kochen erforderlich ist. Das geht alles sehr schnell, ohne großen Vorbereitungs-Schnickschnack. Durch die Konstruktion und die Auswahl der Materialien kocht man gesund und alle Vitamine und Nährstoffe bleiben erhalten.

Wo liegen die Vorteile? Wo die Unterschiede zu anderen Anbietern

DeWok ist DIE Revolution in der Küche, im Garten, beim Grillen, am See, beim Angeln, beim Picknick, beim Campen… Wo immer man möchte…. DeWok kommt ohne Strom aus. Er ist stabil und man kann mit ihm braten, dämpfen und blanchieren.

Kochen war noch nie so einfach – DeWok lässt Raclette und Fondue alt aussehen.

DeWok ist die smarte Fusion aus asiatischer Kochkunst mit German-Engineering. Unser innovatives Tisch-Kochsystem erfüllt zu 100 % den Kundenwunsch, gesunde und leckere Gerichte mithilfe einer schonenden Zubereitung zu kreieren. Dabei sind  fast alle Koch-Kulturen möglich.

#KitchenRevolution  #MobileKitchentools #cookingtrend

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

DeWok-Design steht für „Made in Germany“, Lifestyle, funktionales und formschönes Design. Wir sehen uns neben allen hochwertigen Marken stehen. DeWok-Design wird nicht nur in Deutschland sondern auch weltweit die Langeweile aus den Küchen verbannen. Der Kunde wird wissen, wenn er/sie ein Produkt mit dem Namen DeWok-Design kauft , dann kauft er/sie Qualität und Lifestyle.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Unternehmer durchläufst Du mehrere Ebenen zum Erfolg. Wichtig ist…Weitermachen, auch wenn es schmerzt. Auch wenn man denkt, es geht nicht mehr. Weitermachen! Es ist eine Probe. Bist Du dafür gemacht?

Die eigene Gesundheit darf man nicht vernachlässigen. Sie gibt die entsprechende Power, die man für den Erfolg und das Durchhalten braucht.

Jeder Unternehmer braucht ein Motto, ein Mantra. Etwas woraus man Kraft schöpft. Ich habe gleich zwei:

„Nur wer für etwas brennt, kann auch entfachen“.

„Gesund bin ich und aus dem Rest muss ich was machen“.  

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Steve Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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